Saarwellingen, im Dezember 2006

PINwand Nº 69


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in der letzten Pinwand präsentierten wir Ihnen die ersten Weingüter aus Österreich mit einem vielleicht insgeheim erhofften, in diesem Ausmaß aber nicht erwarteten Erfolg. Vielen Dank für Ihr Vertrauen, wir werden diesen Weg in den nächsten Monaten fortsetzen und Ihnen weitere spektakuläre Weiß- und Rotweine aus unserem schönen Nachbarland präsentieren.

Zur Juli-Pinwand: Das Weingut Leitz im Rheingau, gestern noch ein Insidertipp, steht spätestens seit dem spektakulären Jahrgang 2002 nicht nur an der Spitze seiner Region, sondern hat sich mit den drei letzten Jahrgängen zweifellos in die Elite der besten deutschen Weingüter katapultiert.
Von der südlichen Rhône stellen wir aus dem Jahrhundertjahrgang 2001 die Spitzencuvée unserer begeistert aufgenommenen Entdeckung Côte de l’Ange vor und mit dem Château Saint Cosme DEN Aufsteiger der letzten Jahre aus Gigondas.
Aus dem Bordelais empfehle ich Ihnen wärmstens ein unbekanntes Kleinod namens Château La Hase, große Qualitäten, kleiner Preis, was ebenso gilt für die Weine einer Neuaufnahme aus dem Languedoc, Mas d’Espanet, wie auch den neuen Jahrgang eines Klassikers unseres Programms: die Domaine Limbardié. Traumhafte Sommerweine, weiß wie rosé, präsentieren wir von unseren drei Gütern Montpezat, Mourgues du Grès und La Saubagnère.


Kurzinformationen:

Die renommierte Schweizer Weinzeitschrift WEINWISSER (Hrsg: René Gabriel, Autor des Standardwerkes „Bordeaux Total”) beschäftigt sich in ihrer Titelstory, Ausgabe 6/2003, mit den besten Weinen des Roussillon und urteilt: „Gérard Gauby: Dass er zur Winzerelite Frankreichs gehört, zeigt das„Classement des meilleurs vins de France” von Michel Bettane und Thierry Desseauve von der „Revue du vin de France”: Die Domaine Gauby auf der Hochebene von Calce ist das einzige Weingut des Languedoc-Roussillon, das mit zwei Sternen ausgezeichnet worden ist. Längst werden dem Weinmacher auch die einfacheren, ebenfalls sehr guten und in biodynamischer Arbeitsweise erzeugten Weine aus den Händen gerissen”. Und dann zücken die Verkoster bei der Degustation von Gaubys Spitzenwein begeistert eine Note, die nur absoluten Weltklasseweinen vorbehalten ist, nämlich 19/20 Punkten, und urteilen: 2001 La Muntada, Domaine Gauby. Côtes du Roussillon Villages (Syrah mit uralter Grenache und Mourvèdre): Sattes, dunkles Granat mit violetten Reflexen. Hochfeines, dichtes Bouquet, trotz der Intensität delikat, viel Waldbeeren, runder, schmeichelnder Gaumen, Frucht pur in einer unerhört intensiven Form, vermischt mit kompakten, ausbauenden Tanninen. Ein gewaltiges Weinerlebnis, fast demonstrativ in seiner Größe.


354501 Gauby, Côtes du Roussillon „Muntada” rouge 2001 67,00 Euro

[Gauby, Muntada]

Leider ausverkauft!

Unser Sommerangebot:

Viele Kunden fragten bereits nach, es hat seit vielen Jahren Tradition: unser Sommerweinpaket. Dieses Jahr bieten wir Ihnen eine Selektion von vier erstklassigen, sehr preiswerten Weißweinen (den Weißburgunder von Dönnhoff, den Sauvignon Blanc von Montpezat, unseren meistverkauften Sauvignon der letzten beiden Jahre, den Ugni Blanc und den Chardonnay-Sauvignon von La Saubagnère) und die in unserer heutigen Pinwand präsentierten zwei großartigen Rosés der Domaine Mourgues du Grès, deren Basisrosé vom FEINSCHMECKER in der Ausgabe 6/01 gar zum Sieger in einem groß angelegten Test der besten südfranzösischen Rosés gekürt wurde. Das Paket umfasst je 2 Flaschen des 2002er Jahrgangs der vorgenannten Weine und kostet (statt 83,60 Euro) nur 75,00 Euro.


81503 Sommerweinpaket 2003 (statt 83,60 Euro) nur 75,00 Euro

Leider ausverkauft!

Drei unserer in PINwand N° 67 vorgestellten Weine mit einem absolut großartigen Preis-Genussverhältnis, der Copa Santa unseres Freundes Pierre Clavel, und zwei großartige Rhôneweine von Clos du Caillou aus dem Jahrhundertjahrgang 2001, der Bouquet des Garrigues, sowie der von Parker mit 92-95 Pkt. bewertete Weltklasse-Châteauneuf Les Quartz waren kurzzeitig vergriffen, sind nun wieder lieferbar.

Wir verlängern unsere Olivenölaktion bis zum 18. Juli 2003 und schenken Ihnen weiterhin das preiswerteste der vom FEINSCHMECKER empfohlenen 250 Olivenöle (Iliada Golden Selection, Extra Virgin Olive Oil, Griechenland) bei jeder Bestellung über 120,- Euro!

41542 Iliada, Olivenöl Extra Vergine, PDO Kalamata, (0,5 l) 4,60 Euro.

Von typisch gold-grüner Farbe präsentiert sich dieses wunderschöne Alltags-Öl aus handgeernteten Koroneiki-Oliven. Mild im Geschmack, Aromen von frischen Oliven, Butternoten, sehr fruchtig.
Ideal für Salate, zu gegrilltem Fisch, hellem Fleisch, zu Pasta oder Gemüse.



DEUTSCHLAND

Weingut Josef Leitz – Weltklasserieslinge aus dem Rheingau

Johannes Leitz ist ein ungemein sympathischer Typ („ein Pfundskerl, eine echte Rheingauer Trouvaille”, so VINUM in ihrer aktuellen Ausgabe 7/8 2003 in einer glänzend recherchierten Reportage bezüglich Leitz), mit blitzenden Augen und wachem Intellekt und mit großen gegerbten Händen, die zupacken können, die augenscheinlich demonstrieren, dass seine großartigen Rieslinge in harter handwerklicher Arbeit in den steilen Wingerten entstehen.
Unverblümt nennt er die Missstände seiner Heimat beim Namen, eine Einstellung, die ihm in der Region nicht nur Freunde gemacht hat. Unwillkürlich muss ich bei seinen engagierten Ausführungen daran denken, dass man Mitleid umsonst bekommt, sich Neid aber hart erarbeiten muss. Und Leitz hat in den letzen Jahren hart gearbeitet, sehr hart sogar, hat sich in den Schiefersteillagen abgerackert wie kaum ein zweiter, um ihnen ein Optimum an Qualität abzuringen.

Der Lohn: Der GAULT MILLAU setzt ihn im schwierigen Jahr 2000 an die „erste Stelle” der Rheingauer Winzer, bescheinigt ihm, „exzellente Rieslinge” im trockenen Bereich produziert zu haben wie auch mit „edelsüßen Spezialitäten der Extraklasse zu brillieren”.
Und im großartigen Jahrgang 2001 habe „kein anderes Rheingauer Weingut eine bessere Kollektion präsentiert: Gäbe es den Titel des regionalen Winzers des Jahres zu verleihen, Johannes Leitz bekäme ihn”.

Da nach meinen ausgedehnten Verkostungen des im Rheingau sensationellen Jahrganges 2002 für mich zweifellos feststeht, dass Leitz seine Qualitäten noch einmal steigern konnte, war für uns klar: Der junge visionäre Johannes Leitz, ein echter Kerl mit Ecken und Kanten, ist, bei aller renommierten Konkurrenz aus dieser so traditionsreichen Region, mittlerweile die dortige unumschränkte Nummer 1 mit einer solch phantastischen Kollektion, dass diese einzigartigen Weine unbedingt ins Programm von Pinard de Picard gehören.

Was macht Johannes Leitz anders als die Konkurrenz? Augenscheinlich sprechen bereits seine Parzellen eine beredte Sprache, da zwischen den Rebzeilen eine wilde Flora grünt und blüht und Leitz sich für den Kordonschnitt entschieden hat, mit den vielen Metallstecken, mit denen er punktgenau die Rebarme anheftet.
Diese Methode hält er dem üblichen Bogrebenschnitt deutlich überlegen, da die durch den Schnitt bedingte kleinere Anzahl der Trauben sich viel gleichmäßiger entwickelt und optimal ausreifen kann.
Herausgefunden hat Leitz das schon als 13-jähriger Junge, als er als Schulbub seiner Mutter half, das Weingut nach dem allzu frühen Tod des Vaters über Wasser zu halten, ein kleines Mosaiksteinchen, das seinen Charakter, seine Lebenseinstellung verdeutlicht.
Leitz gibt sich nie mit dem Bestehenden zufrieden, er sucht, er forscht, er rebelliert, er geht unbeirrt seine eigenen Wege, er ist zäh und resigniert niemals. Er profitiert natürlich von seinen großartigen Steillagen mit ihrem einzigartigen Mikroklima, das für eine ganz spezielle Flora und Fauna verantwortlich ist und vom naturnahen Anbau, der auch seltenen Tieren eine ökologische Nische bietet.

Zudem sind, wie bei allen großen Winzern der Welt, eine riskant späte Lese, ausschließlich von Hand, und extrem niedrige Erträge selbstverständlich, der Ausbau im Keller erfolgt zudem so schonend und mit so wenigen Eingriffen wie nur irgend möglich.
Als Leitz das Weingut als 22jähriger übernahm, zählte es gerade einmal 3 ha; soweit es die finanziellen Möglichkeiten zuließen, übernahm er in den folgenden Jahren erstklassige Wingerte, die Winzer aufgaben, die sich nicht weiter in den schwierigen Steillagen abrackern wollten. Mittlerweile zählt das Gut 13 ha und damit wird es Leitz auch bewenden lassen, denn er „will (s)eine Weinbergsarbeit à la minute machen, nicht eine Woche zu früh, aber auch nicht eine Woche zu spät”.

Obwohl ich ein großer Freund von Rieslingen von der Mosel und der Nahe bin, von Rheinhessen, der Saar, vom Elsass und der Wachau, beim Genuss dieser großartigen Gewächse schießt mir unwillkürlich die Bewertung von Hugh Johnson durch den Kopf, die er in seinem berühmten Weinatlas vorgenommen hat: „Im Rheingau erreicht der Weinbau seine höchste Vollendung... Der Rheingauer kann in seiner Höchstform den edelsten Charakter aller deutschen Weine erreichen”. Und diese traumhaften Rheingauer Rieslinge von Johannes Leitz aus (Schiefer-) Steillagen sind Weine in perfekter Vollendung, bei aller Dichte und Konzentration dennoch vibrierend „leicht”, spritzig, ungemein elegant und finessenreich, traumhaft mineralisch, mit einer Ursprünglichkeit, die niemals durch eine noch so ausgefeilte Kellertechnik zu kopieren ist.

Solche Weine tragen zweifellos die Handschrift ihres genialen Produzenten, dessen Mitarbeiter unter seiner peniblen Anleitung die Reben geradezu zwingen, nur jene geringe Anzahl an kerngesunden, hochreifen Trauben zu tragen, die eine solch grandiose Qualität ermöglicht. Doch es wäre auch unter den begnadeten Händen eines Winzermagiers wie Johannes Leitz nicht möglich, solch große Gewächse zu schaffen, ohne das einzigartige, gewaltige Terroir der Rüdesheimer Lagen, einer der besten Rieslinglagen Deutschlands, mit einem extrem frühen Blütebeginn und damit verbunden einer sehr langen Vegetationsdauer sowie den heftigen starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, ungemein wichtig für die Aromenbildung der Trauben, und ohne das wunderbare Geschenk der Natur für einen exzellenten Jahrgang.

Johannes Leitz, dass ist einer derjenigen Winzer, die, nach langem Suchen und Forschen, zu den „Wissenden” gehören, die in bester handwerklicher Weinbautradition dafür sorgen, dass durch harte selektive Arbeit im Weinberg der Grundstein für große Weine gelegt wird und die „dafür Sorge tragen, dass im Keller so wenig wie möglich mit dem Most geschieht, so dass die Aromen optimal gereifter Trauben und das Terroir des Wingert so unverfälscht wie nur irgend möglich in die Flasche gerettet werden können”.

Johannes Leitz, unbeirrbar arbeitet er daran, die ultimative Vision eines großen Rheingauer Rieslings zu verwirklichen. Ich meine, es ist ihm bereits bestens gelungen! Wir freuen uns sehr auf eine intensive, spannende Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.


960002 Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken 2002 8,90 Euro

Achtung: Einführungspreis, gültig bis zum 31. Juli 2003, der spätere Listenpreis beträgt 9,50 Euro.

Welch ein famoser Einstiegswein eines der größten deutschen Winzertalente! Welch sensationell günstiges Preis-Genussverhältnis: Johannes Leitz hat sich mit seinem Basisriesling, einer fulminanten Spätlese, selbst übertroffen. In der Nase eine reintönige, frische, klare Rieslingfrucht, am Gaumen wirkt dieser unkomplizierte Riesling enorm saftig, wodurch man ihn bereits jetzt wunderschön genießen kann, schönes Spiel zwischen Frucht und Säure, fein balanciert, viel Biss, nachhaltig, zart mineralisch, zu trinken bis mindestens 2006.

Leider ausverkauft!

960202 Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling trocken 2002 14,80 Euro

Delikate, feinwürzige Rieslingfrucht, Anklänge an Zitrusaromen und gelbe Früchte, insgesamt sehr komplex, keine Dominanz von Primärfruchtaromen, stattdessen sehr nuanciert, die feine Mineralität vom Schiefer aus der weltberühmten Steillage bereits klar erkennbar; am Gaumen ausgewogen, harmonisch, mundfüllend, druckvoll, anhaltend, eigentlich eine wunderschöne Spätlese, doch von Johannes Leitz zur QbA abgestuft, zu genießen jetzt bis mindestens 2007.

Leider ausverkauft!

960502 Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling Spätlese trocken 2002 19,50 Euro

Die weltberühmte große Lage für den besten Rheingauer Riesling, seit jeher gerühmt als das „Bordeaux des Riesling”, ist der Rüdesheimer Schlossberg, eine Schiefersteillage, in der exzellente Rieslinge wachsen, die weltweit keine Konkurrenz zu fürchten haben. Wenn Sie als Liebhaber großer deutscher Rieslinge begreifen möchten, wie diese traumhaften Qualitäten entstehen, dann empfehle ich Ihnen einen Besuch in diesem Wingert. Wenn Sie dort – hoch über dem Rhein – herumkraxeln, beginnen Sie, den Ursprung für die vibrierende mineralische Spannung in einem großen Rheingauer Gewächs zu verstehen, Sie begreifen den Einfluss des warmen Sonnenlichts auf die Vegetation und die Schieferböden, Sie entwickeln ein Gefühl für das einzigartige Terroir, den verwitterten roten Schiefer (darunter nach 200 cm der blanke Felsen) und für den Einfluss von Wasser und Wald. Wanderfalken segeln über Ihre Köpfe, Eidechsen huschen in den Schutz der alten Steinmauern, ein Moment zum Innehalten und Meditieren. Der extrem karge Boden prägt diesen großen Riesling, der bei aller Reife und Fülle ungemein mineralisch daherkommt. Dies ist kein leichtes, von gefälligen Primäraromen geprägtes Weinchen, das in seiner Jugend brilliert und schon bald verwelkt, dies ist ein ganz großes, eindringliches, konzentriertes, dichtes, extraktreiches, terroirgeprägtes, lang anhaltendes Gewächs, am Gaumen fein ziseliert, mit einer filigranen Mineralität, das zu den besten trockenen Rieslingen nicht nur im Rheingau, sondern in ganz Deutschland zählt. Zu genießen jetzt bis 2004, dann wieder 2007 bis 2012.

Leider ausverkauft!

960402 Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels Riesling Spätlese trocken 2002 19,50 Euro

Der große Rivale des Schlossberg-Rieslings von hervorragendem Terroir, ganz oben am Waldrand gelegen, von Taunusquarzitböden geprägt, sehr spät gelesen: ein typischer Rüdesheimer Riesling, seine große Herkunft eindrucksvoll demonstrierend, in der Nase ein kühles, expressives, sehr reintöniges Bukett, herrlich mineralische, frische Frucht, verwobene, komplexe Aromen, Äpfel und Aprikosen schmecken ganz zart hervor. Am Gaumen dicht, konzentriert, geradlinig, fast stahlig, tolle Säurestruktur, lang anhaltend, mineralischer Nachklang, wirkt auf mich, zumindest im jetzigen jugendlichen Stadium, etwas intellektueller, fordernder als der dagegen leicht verspielt scheinende Schlossberg, vielleicht eher ein Wein für Rieslingfreaks, die das ganz Besondere suchen, ein faszinierender Riesling mit hintergründiger Finesse und fruchtiger Frische, zu genießen jetzt bis 2004, dann wieder 2007 bis 2012.

Leider ausverkauft!

960102 Rüdesheimer Kirchenpfad Kabinett Riesling 2002 9,80 Euro

Dieser halbtrockene Wein, eine Einstufung, die nicht auf dem Etikett vermerkt ist, wurde in der Vergangenheit bereits zweimal vom GAULT MILLAU zum besten halbtrockenen Riesling Deutschlands gekürt! Zu Recht. Denn dieses zart fruchtige, filigrane, ungemein süffige Gewächs ist ein Verführer par excellence, ein Schmeichler der Sinne, dennoch seriösen Charakters, tiefgründig; am Gaumen feinst nuanciertes Spiel zwischen Süße und Säure, die Mineralität ist kaum spürbar, da perfekt eingepackt in die ausladende Frucht. Er besitzt trotz seiner beträchtlichen Kraft eine wundervolle Geschmeidigkeit und Finesse, ein traumhaft schöner Zechwein, auch und gerade auf der sommerlichen Terrasse, zu genießen jetzt bis mindestens 2009.

Leider ausverkauft!

960602 Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling Spätlese 2002 19,50 Euro

Wogen köstlicher Aromen entsteigen dem Glas, lösen wohlige Schauer und Entzücken aus, feinste Mineralität, Anklänge an gelbe Früchte und Limonen, auch Rosen (Nomen est Omen) gar, am Gaumen traumhafte Harmonie, fein balanciert, herrliches Spiel zwischen Süße und Säure, wunderbar reintönige Rieslingfrucht, zart mineralisch, im Nachhall öffnet sich ein wahres Pfauenrad an betörenden Aromen, enorm süffig bereits in seiner Jugend, doch mit einem immensen Potential für eine jahrelange Entwicklung (20 Jahre und mehr) ausgestattet. Diese großartige Spätlese demonstriert eindrucksvoll, warum um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert solche Rheingaurieslinge zu den am meisten geschätzten, gesuchtesten und damit zu den teuersten Weinen der Welt gehörten (Spitzengewächse kosteten nach heutiger Kaufkraft etwa 1000 Euro!), noch vor den renommierten Burgunder und Bordelaiser Gewächsen.

Leider ausverkauft!

960702 Rüdesheimer Berg Rottland Riesling Auslese 2002 (0,5 l) 33,00 Euro

Sensationelle Auslese, ein geradezu transzendentaler Wein mit einer hinreißenden Aromenkomposition, das ist der Stoff, aus dem Legenden geboren werden! Ungemein komplex in seiner Aromatik, perfekte Balance zwischen Süße und Säure, die sich am Gaumen zu einem feinst ziselierten Spiel zusammenfinden, dicht, sehr konzentriert, füllig, großartige Opulenz, die durch eine nervige Mineralität und Frische perfekt unterlegt wird, Eleganz pur, eine der besten Auslesen des gesamten Jahrgangs in ganz Deutschland, ein Wein mit einem fabelhaften Potential, zu genießen sicherlich ab 2006, Höhepunkt jedoch erst zwischen 2012 und 2030.

Leider ausverkauft!

Die nachfolgenden BA und TBA entziehen sich jetzt, unmittelbar nach der Abfüllung, noch einer detaillierten Beschreibung, es sind großartige meditative Weine zum Träumen, phänomenale Essenzen, deren füllige Opulenz durch eine zitronig-minzige Frische ausgeglichen wird, mit einer honigartigen Süße und einer nicht weniger ausgeprägten Säure unterlegt, aber es ist vor allem die fabelhafte Struktur, die dafür verantwortlich ist, dass diese Weine jeden Liebhaber edelsüßer Kreszenzen in ihren Bann ziehen. Das Faszinierende an diesen (Trocken-) Beerenauslesen ist, wie sie trotz ungeheurer Mächtigkeit immer wieder zum nächsten Schluck animieren. Dieses flüssige Gold schmeckt wie die Inkarnation des steilen Hanges, an dem seine Trauben gewachsen sind, in diesen edlen Weinen wird Terroir erlebbar, „Aromen aus geologischen Tiefen und eine Frische wie von einem Wasser, das über Felsblöcke in eine kühle Schlucht sich ergießt”, wie Start Pigott dies einmal treffend beschrieben hat: Weltklasseweine, unvergessliche, einzigartige Unikate, die in keiner Weinanbauregion der Welt kopiert werden können, ewiges Potential!

960802 Rüdesheimer Kirchenpfad Riesling Beerenauslese 2002 (0,375 l) 80,00 Euro

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960902 Rüdesheimer Kirchenpfad Riesling Trockenbeerenauslese 2002 (0,375 l) 110,00 Euro

Leider ausverkauft!

FRANKREICH

Bordeaux

Pinard de Picard hat sich in den letzten Jahren mit Angeboten Bordelaiser Gewächse sehr zurückgehalten. Wir waren nicht bereit, die teilweise aberwitzigen Preiserhöhungen mitzutragen, die in der Spekulationshysterie vor 2 Jahren gipfelten, den qualitativ exzellenten Jahrgang 2000 mit den drei magischen Nullen betreffend.

Doch die Zeiten beginnen sich zu ändern, der ähnlich gute Jahrgang 2001 erwies sich bereits als schwer verkäuflich, endlich zurückgehende Preise in der schwach laufenden Primeurkampagne des qualitativ sehr heterogenen Jahrgangs 2002 signalisieren selbst bei renommierten Châteaux erste Anzeichen einer unumgänglichen Rückkehr zur Vernunft.
Noch spannender ist die Entwicklung bei einigen unbekannten Weingütern, insbesondere in den weniger bekannten Sattelitenappellationen, die in den letzten Jahrzehnten ihr Potential bei weitem nicht ausgeschöpft haben, wo jedoch nach einem Generationenwechsel junge, ehrgeizige Winzertalente am Werk sind, die, ähnlich wie im französischen Süden, erstklassige Qualitäten produzieren zu sehr günstigen Preisen. Und dennoch haben sie teilweise Probleme, ihre hervorragenden Weine absetzen zu können, leiden sie doch – ungerechterweise – unter dem Negativimage der Region, das auf die völlig überhöhten Preise zurückzuführen ist, welche die bekannten Châteaux in den letzten Jahren auf dem Markt durchgedrückt haben.
Doch in jeder Krise liegt die Chance zu einem Neuanfang: Im Bordelais ist es die notwendige Besinnung einer jungen Winzergeneration auf die wahre Stärke dieser Region, um die Wurzeln ihres einzigartigen Terroirs zu nutzen, das verantwortlich ist, klassische, elegante und finessenreiche Bordeauxweine zu erzeugen, die weltweit keine Konkurrenz zu fürchten brauchen und diese dann zu FAIREM Preis zu vermarkten. Solche Entwicklungen sind wir dabei, auf unseren Reisen vor Ort aufzuspüren und wir werden Ihnen diese Weine in Zukunft verstärkt anbieten.


Château La Hase – Bordeaux rouge

„Nur” ein Bordeaux rouge? Doch was ist das für ein faszinierendes Kleinod vom rechten Ufer der Dordogne in unmittelbarer Nähe von Fronsac, einer der interessantesten Satellitenappellationen des gesamten Bordelais, von wo bereits seit Jahren einige Weine mit hoher Qualität, aber zumeist erfreulich angenehmen Preisen kommen.
Einhundert Prozent erstklassiger Merlottrauben von hervorragend gepflegten Reben im besten Alter (45 Jahre) sowie ein biologischer Anbau auf dem vorbildlich gepflegten Terroir erbringen den außergewöhnlichen Charakter der Weine des noch jungen Jean-Yves Milaire, einem der größten Winzertalente der Region.

Als vor einem halben Jahrhundert sein Großvater die nur ein Hektar große Parzelle bepflanzte, ließ er Obstbäume in der Mitte der Reihen stehen, typisch für die damalige Zeit, in der die Winzer eine lange in Vergessenheit geratene wohlüberlegte Vorstellung von einem intakten ökologischen Gleichgewicht in ihren Weinbergen besaßen. Diese Obstbäume stehen immer noch an der gleichen Stelle und haben so in der Vergangenheit glücklicherweise eine mechanische Bearbeitung dieses exzellenten Terroirs verhindert (Zudem dien(t)en die Bäume als Schattenspender und Oasen der Erholung während der anstrengenden Pflegearbeiten). Auch heute noch werden die Weinberge ausschließlich per Hand bearbeitet, bis auf das Pflügen der exzellenten Böden, das mit dem Traktor geschieht.
Der extrem dichte Anbau, 6.000 Stück pro Hektar, sorgt aufgrund der Konkurrenzsituation für tief in die Erde wachsende Rebstöcke, deren Wurzeln so die Mineralien des Bodens optimal in die Trauben transportieren. Die Anstrengungen im Weinberg sind gigantisch: aufwendige Blattwerksarbeiten zur optimalen Belüftung, um Fäulnisprozesse zu verhindern und eine ungehinderte Sonnenbestrahlung der Trauben und die Lese des sehr gesunden Traubenmaterials im höchstmöglichen Reifezustand zu ermöglichen (alle nicht vollreifen Beeren werden aussortiert) sowie eine frühzeitige grüne Lese und ein striktes Eindämmen der Wuchsstärke der Rebstöcke, um die Trauben pro Stock im optimalen Gleichgewicht zu halten.

Nach einer extrem sorgfältigen Handlese im Weinberg werden die vollreifen Trauben noch einmal einer rigorosen Selektion im Keller unterzogen, was sich in dem traumhaft komplexen und finessenreichen Wein bei jedem Schluck spüren lässt. Die Vinifizierung erfolgt sehr traditionell, bei relativ niedrigen Temperaturen, ausschließlich mit weineigenen Hefen; durch sensibel und äußerst sorgfältig durchgeführte Kontakte des Mostes mit dem Tresterhut werden sehr fruchtige Aromen und eine tiefe Farbe gewonnen und die Extraktion weicher, cremiger Tannine begünstigt.
Nach 4 Wochen wird der neue Wein in Barrique (ein Drittel davon neu) französischer und amerikanischer Provenienz abgefüllt, wo die malolaktische Gärung erfolgt. Nach weiteren 10 Monaten eines schmeckbar schonenden Ausbaus wird er so schnell wie möglich, nur ganz leicht filtriert, in Flaschen abgefüllt, um die ganze Fülle, die Frucht und den Geschmack dieses wunderbaren Weines in die Flasche hinüberzuretten.


584101 Château La Hase, rouge 2001 7,90 Euro

Dieser rein biologisch angebaute Wein aus großem Jahr ist das genaue Gegenteil eines simplen Bordeaux, wie es die Etikettsbezeichnung suggeriert, er ist vielmehr ein charaktervolles Gewächs, mit großer Hingabe vinifiziert, aber ohne jegliches Konzentrationsverfahren, wie sie heute im Bordelais auf so vielen Châteaux üblich sind. So rührt die tief dunkelrote, fast schwarze Farbe ausschließlich von den relativ alten Merlotreben, aus denen dieser faszinierende Wein gewonnen wurde.
In der Nase betört eine derart komplexe, beerige Aromatik, dass unsere Kunden, die diesen Wein in unserem Ladengeschäft in Saarlouis probierten, den extrem genussfreundlichen Preis dieses phantastischen Weines kaum glauben wollten, am Gaumen zeigt er sich finessenreich und konzentriert zugleich. Er sticht durch seine Kompaktheit und Finesse heraus, überzeugt durch angenehme Reife und feste Tannine. Nach mehrstündiger Öffnung spürbar weichere und saftigere Tannine, dazu schmeichlerische, ganz zarte Röstaromen, dunkle Beeren, Minze sowie eine wunderschöne Textur und Struktur.
Der einzige Wehrmutstropfen: die homöopathische Dose von wenigen hundert Flaschen, die wir von diesem nur 1 ha „großen” Betrieb ergattern konnten und die ich jedem Liebhaber originärer eleganter Bordelaiser Gewächse zu extrem günstigen Preis anempfehlen möchte. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2004 bis 2008.

Leider ausverkauft!

Jean-Yves Milaire benannte dieses Weingut übrigens zu Ehren und in Erinnerung an seinen Großvater, der ihn als Kind in die Kunst der Jagd eingeführt hat, „La Hase” bedeutet im französischen „das Häschen”.


Château Saint Cosme – Gigondas, Südliche Rhône

Der malerische Ort Gigondas an den Hängen der wildromantischen Dentelles de Montmirail und das in der heißen Rhôneebene brütende Rasteau sind die beiden einzigen Orte an der südlichen Rhône, deren Spitzendomainen (jeweils nur drei an der Zahl) ähnlich großartige Weine produzieren wie die weltweit renommierten Top-Güter in Châteauneuf-du-Pape, nur zu wesentlich günstigeren Preisen und das trotz höchster Bewertungen in der internationalen Presse.
Mitten im Herzen der Appellation Gigondas, etwa 300 m vom Dorf entfernt, liegt das Château Saint Cosme, die älteste aller Gigondas-Domainen (seit 1490 in Familienbesitz), die bereits seit ca. 20 Jahren bemerkenswerte Qualitäten erzeugt, die ihre besten Fässer jedoch bis in die 90er Jahre hinein immer an Négociants verkaufte.

Seit der jüngste Spross der Familie, Louis Barruol, das Weingut vor 10 Jahren von seinem Vater übernommen hat, ging die Qualität und damit der Bekanntheitsgrad der Domaine noch einmal steil nach oben. Heute ist Château Saint Cosme neben Santa Duc und La Bouïssière nicht nur eines der drei besten Weingüter der Appellation („One of the stars of Gigondas”, Parker), sondern gehört zur kleinen Elite der herausragenden Weingüter der gesamten südlichen Rhône.
Und da der junge Louis Barruol, äußerst ehrgeizig und sympathisch zugleich, (nicht nur) in Gigondas großartige Weine erzeugt, die sich stilistisch von denen unserer anderer Güter deutlich unterscheiden, zögerten wir keine Sekunde, als Louis uns anlässlich eines gemeinsamen Treffens mit Yves Gras (Santa Duc) und André Romero (Soumade) fragte, ob wir nicht seine Weine in Deutschland vermarkten möchten.

Louis Barruols stilistisch so eigenständige Weine sind zuallererst das Resultat einer äußerst geringen Produktion von durchschnittlich 27 hl/ha (bei den Spitzencuvées also deutlich weniger) in seinen alten Weinbergen (im Schnitt 60 Jahre!) auf einem Terroir, das – selten genug in Gigondas – im fertigen Wein Eleganz, Finesse, Komplexität und eine bemerkenswerte Frische mit Konzentration und Dichte vereint.
Ursachen für diese faszinierende Stilistik sind die relativ hohe Lage inmitten der pittoresken Landschaft der Dentelles de Montmirail, die besonders großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und die nördlich orientierte Ausrichtung der Parzellen auf sehr unterschiedlichen Bodenformationen, die eine späte Lese sehr aromatischer, hochreifer Trauben aus einem relativ langen Vegetationszyklus ermöglichen. Fast alle Tätigkeiten in den Weinbergen, wie die sehr aufwändigen Laubwerksarbeiten, werden, wie sollte es bei einem Qualitätsfanatiker wie Louis auch anders sein, manuell ausgeführt.
Nach einer extrem selektiven Handlese findet die schonende Vinifizierung in den uralten (es existieren noch in Stein gehauene „Vinifizierungsbehälter” aus der Römerzeit) unterirdischen, in die Felsen getriebenen Kelleranlagen statt, über optimalere klimatische Bedingungen verfügt kein anderer Winzer in der Region. Selbstverständlich werden dem Most keinerlei, heute so weit verbreitete, Zusatzstoffe beigegeben und die fertigen Weine werden weder geschönt noch filtriert, damit alle Geschmacksstoffe in ihrer gesamten Komplexität dem Wein erhalten bleiben.


171102 Côtes du Rhône blanc 2002 9,90 Euro

Einer der schönsten weißen CdR, die ich je verkosten durfte: mit einer ungewöhnlich feinen mineralischen Note, die von kalkhaltigen Böden stammt. Nach einer sehr sensiblen Handlese wurde der Traubenanteil, der im großen Holzfass ausgebaut wurde, ca. 6 Wochen lang zwischen 14 und 16°C vergärt, so dass der Holzeinfluss kaum spürbar ist, nur als cremige, fast noble Textur dem Gaumen schmeichelt. Eine ungemein finessenreiche, weiche, runde Cuvée (40% Viognier, 40% Roussanne, 15% Clairette, 5% Marsanne), eine exemplarische Qualität für einen weißen Rhônewein, in dem sich die betörenden Aromen der provenzalischen Landschaft widerspiegeln, ungemein preis“wert”! Zu genießen jetzt bis 2007.

Leider ausverkauft!

171202 Côte du Rhône rouge 2002 7,00 Euro

Ein CdR aus 100% kerngesunden, entrappten Syrahreben, die unmittelbar vor dem großen Regen im optimalen Reifezustand eingebracht und in einem gekonnt oxydativen Stil vinifiziert wurden. Die Qualität liegt auf dem Niveau des sensationell guten Vorgängerjahrgangs, von dem Parker schrieb, ein gleich guter Syrah aus Kalifornien koste 35-50 Dollar (Wine Advocate 145)!
Zunächst fasziniert eine satte tiefrote Farbe, welche bereits die ungewöhnliche Konzentration dieses CdR signalisiert, mit einer Dichte und Tiefe, die im 2002er Jahrgang in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse wohl kaum übertroffen werden kann und in der Tat dem legendären 2001er Jahrgang in nichts nachsteht.
Ein seltener Glücksfall von Wein zu einem ungewöhnlich günstigen Preis! In der Nase feine Beerenaromen und zarte Gewürzanklänge, sehr weich, opulent und rund auf der Zunge, dazu eine feine Fruchtsüße, bestens strukturiert, zu genießen ab sofort bis 2007. Es gibt an der Rhône aufgrund der sintflutartigen Regenfälle des 9. September viele wirklich problematische Weine, und es gibt die berühmten Ausnahmen. Dank der frühzeitigen, am 8.9. abgeschlossenen Ernte kann ich Ihnen diesen phantastischen Rotwein zu kleinem Preis nur wärmstens empfehlen.

Leider ausverkauft!

171302 „Les deux Albion”, Côte du Rhône rouge 2002 9,90 Euro

Dieser großartige, nicht nur wegen seines 10% Anteils an der Weißweinrebe Clairette völlig eigenständige CdR ist eine Hommage von Louis Barruol an Guigals legendären Côte Rôtie La Mouline und in diesem Jahrgang der gleiche Glücksfall wie der „normale” CdR, mit der Einschränkung, dass diesmal auf den Mourvèdreanteil, der normalerweise Bestandteil dieser Cuvée ist (50% Syrah, 30% Grenache, 10% Carignan von uralten Weinbergen, 10% Clairette), verzichtet wurde, da Louis mit der Qualität dieser Trauben, die nach dem großen Regen geerntet wurden, nicht zufrieden war. Ansonsten wiederum ein phantastischer Erfolg, auch nach Louis’ Meinung „auf dem gleich hohen Qualitätsniveau wie der 2001er”, der von Parker euphorisch „als ein Wein, so sexy wie ein CdR nur sein kann, ein kleiner La Mouline des Südens” beschrieben und mit 90 Punkten bewertet wurde.
Expressiver, phantastischer Duft nach roten und schwarzen Früchten sowie Cassis und nach Pfeffer und Kräutern der Provence. Am Gaumen ungewöhnlich tief für einen Rotwein dieser Preisklasse, dicht, ausgewogen, komplex, enorm fruchtig, ein Schmeichler der Sinne, der Louis’ Philosophie, schmackhafte Trinkweine statt konzentrierter Monsterweine zu produzieren, eindrucksvoll widerspiegelt. Ab sofort bis 2007, doch Vorsicht: Suchtgefahr!

Leider ausverkauft!

171401 Gigondas rouge 2001 16,50 Euro

Sie wissen, 2001 ist DER Jahrhundertjahrgang in Châteauneuf-du-Pape und Umgebung: In Gigondas gab es einen sehr heißen, trockenen Sommer und einen herrlichen Frühherbst, aber die physiologische Reife der Trauben ließ auf sich warten und so musste sehr spät geerntet werden. Da Louis beste Parzellen relativ hoch und teilweise in nördlicher Exposition in Gigondas gelegen sind, blieb der Zuckergehalt seiner Trauben relativ moderat, so dass seine Weine nicht zu alkoholisch gerieten und sich somit ihre tolle Frische, Eleganz und Finesse bewahrt haben. Natürlich sind die Weine auch sehr dicht und konzentriert, dafür sorgte schon der heftig wehende Mistral im August/September, der mitentscheidend war für die geringe Saftausbeute der Trauben und somit für die geringen Erträge in diesem großen Jahr.
Bei den Fassproben in den ersten Monaten des Ausbaus im Edelstahl (40%), im großen Holzfass und im gebrauchten Barrique präsentierte sich dieser bezaubernde Gigondas noch etwas unstrukturiert, im Gegensatz zum früh schmeichlerischen 2000er. Deshalb hat Parker ihn zu diesem Zeitpunkt auch „nur” mit 90-92 Punkten bewertet. Heute ist diese wunderschöne Cuvée (70% Grenache, 25% Syrah, 5% Cinsault) bestens strukturiert, weich, harmonisch, fleischig, im schönsten Gleichgewicht und bereits relativ offen: Völlig eigenständige Nase, Anklänge an wilde rote und schwarze Beeren, Kräuter der Provence, Pfeffer, Mineralien und Unterholz. Am Gaumen sehr reichhaltig mit einer opulenten Fülle, dabei aber immer wieder Faszination pur durch seine Finesse, Frische und Eleganz, seine wunderbare Textur sowie seine noch präsenten, doch bereits sehr reifen, weichen, seidenen Tannine, lang anhaltend. Bereits hoher Trinkspaß ab sofort, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2015.

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171501 Gigondas Valbelle rouge 2001 29,00 Euro

80% optimal gereifte uralte (mindestens 80 Jahre) Grenache- und Syrahtrauben aus ultrakleinen Erträgen von unter 20 hl/ha, die 15 Monate zu je 50% in neuem und einjährigem Barrique ausgebaut wurden, sind verantwortlich für den Stoff, aus dem die Träume wahrer Weinliebhaber bestehen! Das ist einer der ganz großen Weine des 2001er Jahrgangs (es sei der Fairness halber erwähnt, dass er von Parker nur mit 91-94 Punkten bewertet wurde, da dieser, wie oben erklärt, zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkostete), mit einer enormen Konzentration und Dichte, aber wichtiger noch, mit einer phantastischen Frische ausgestattet und einer Eleganz und Finesse, die sonst ganz großen Weinen aus Châteauneuf-du-Pape zu eigen ist. Zur Zeit ist dieser Riese von Wein total verschlossen (Leider verfüge ich über keine Verkostungsnotizen während des Barriqueausbaus), man erahnt aber bereits das unglaublich komplexe Aromenspektrum und spürt die beeindruckende Textur und die atemberaubende Länge, die nur wirklich großen Weinen vorbehalten bleibt. Dieser Weingigant braucht noch Zeit, voraussichtlicher Trinkgenuss 2005 bis mindestens 2025. Meine ganz besondere Empfehlung!

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1715101 Gigondas Valbelle rouge 2001 Magnum 59,00 Euro

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171601 Côte-Rôtie rouge 2001 39,00 Euro

Sie lesen richtig, Louis Barruol produziert auch einen spektakulär großen Rotwein von der nördlichen Rhône, natürlich aus 100% Syrahtrauben vinifiziert von 9 verschiedenen, exzellenten Terroirs, 6 von der Côte Brune (80%) und 3 von der Côte Blonde (20%), die für das ungemein komplexe Aromenspektrum dieses ausschließlich in neuen Barriques ausgebauten Weltklasseweins verantwortlich sind.
In der Nase das ganze Spektrum eines klassischen großen Côte Rôtie: Cassis, Schwarzbeeren, Dörrfleisch, Speck, Rauch, Tapenade, am Gaumen ungemein elegant und finessenreich bei aller Konzentration und Dichte, fabelhafte Textur, eine ganze Wagenladung voll reifer, süßlicher Frucht (aber in keinster Weise marmeladig!), ungemein lang anhaltend.
Wohl auf dem gleichen Level wie der sensationell gute 99er, der zu Recht von Parker mit 95 Punkten bewertet wurde, zu genießen 2005 bis 2020. Dieser brillante Wein ist nicht billig, aber angesichts seiner Qualität und im Vergleich zu den anderen Weinen dieser weltberühmten, aber viel zu kleinen Appellation extrem fairpreisig.

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>Domaine de la Côte de L’Ange – Châteauneuf-du-Pape

Sie wissen: 2001 ist in Châteauneuf-du-Pape ein Jahrhundertjahrgang, vergleichbar nur noch 1978, 1990, 1998 und 2000.Vor ein paar Wochen präsentierten wir Ihnen ein zuvor in Deutschland noch gänzlich unbekanntes Gut, das wir dem Insidertipp eines renommierten Önologen verdanken (der u.a. für die Weine von Pégau, Clos du Caillou und Les Cailloux verantwortlich zeichnet), der mich regelrecht auf die Domaine Côte de L’Ange „verschleppte”, da deren Weine in der Vergangenheit, wenn ich sie denn auf meinen Reisen verkostete, keine rechte Begeisterung aufkommen ließen, zu durchschnittlich die Qualitäten. Doch wie bei so vielen Weingütern in der Welt: Ein Generationenwechsel auf dieser uralten Familiendomaine, die früher ihre Trauben zumeist an Négociants verkaufte, bewirkte unter der Ägide von Corinne Gasparri und ihrem Mann Yannick bereits in den letzten Jahren einen drastischen Anstieg der Qualitäten, um dann im Jahrhundertjahrgang 2001 erstmals wirklich große Weine zu produzieren. Den Basis-Châteauneuf rissen uns begeisterte Kunden förmlich aus den Händen (Wo finden Sie denn heute auch noch von Parker mit über 90 Punkten beurteilte große Châteauneuf-du-Pape für unter 20,00 Euro?), hinzu kam eine euphorische Besprechung in VINUM („ein absoluter Preis-Genuss-Hammer zum Träumen, authentische Qualität”), die nochmals viele Liebhaber großer Rhôneweine auf dieses wunderschöne Gewächs aufmerksam machte. Heute bieten wir Ihnen neben den letzten Flaschen dieses so preis“werten” Weines die frisch abgefüllte großartige, aber leider sehr rare Spitzencuvée dieses Gutes mit großer Zukunft an, deren Trauben von Rebstöcken stammen, die im Durchschnitt 80 Jahre alt sind. Diesen großen reinsortigen Grenachewein möchte ich allen Liebhabern traditionell ausgebauter Châteauneuf-du-Pape anempfehlen, die in erster Linie Finesse- und Eleganztrinker sind und marmeladige (Über-)Reifetöne im Wein ablehnen.


170201 L’Ange, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2001 18,50 Euro

Die letzten 180 Flaschen, der Wein ist ab sofort genießbar und hat seine optimale Trinkreife 2004 bis 2015. Ein absoluter Preis-Leistungshammer, ein erstklassiges Schnäppchen, das in den USA bereits 32,00 $ kostet!
[L’Ange, Châteauneuf-du-Pape, rouge]

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170301 L’Ange, Châteauneuf-du-Pape „Vieilles Vignes”, rouge 2001 38,00 Euro

Satte purpurrote Farbe, in der Nase eine verführerische Würze, dazu schwarze Beeren, pikante Kirschen, Feigen und eine pfeffrige Mineralität. Auf der Zunge kühle, kompakte, aber seidige Tannine, der Wein präsentiert sich ausgewogen, dicht, mit einer Wagenladung voll Glycerin, wie auf Samtpfoten fast kommt die zart süßliche, an schwarze Kirschen erinnernde Frucht daher, ein sehr traditioneller, puristischer Wein mit einer feinen animalisch-wilden Fleischnote, schlanke Eleganz, lang anhaltend. Ein großer Lagerwein mit einem immensen Potential, zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt 2005 bis 2020.

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Mas d’Espanet – Languedoc

Mit Neuaufnahmen aus dem Languedoc sind wir sehr zurückhaltend geworden, obwohl wir uns vor Nachfragen interessierter und zumeist talentierter junger Winzer kaum retten können: Unser Programm umfasst viele bedeutende Namen der Region, etablierte Winzerpersönlichkeiten wie junge Revoluzzer, und spiegelt die wesentlichen Entwicklungen der letzten Jahre repräsentativ wieder. Ein neues Weingut muss also eine nochmalige Bereicherung unseres Südfrankreichangebotes darstellen, wobei wir insbesondere originäre Weine mit Finesse und Eleganz bevorzugen statt Monsterweinen mit übermäßiger Konzentration und marmeladiger Fruchtsüße.

Im menschenleeren Hinterland von Nîmes stießen wir bereits vor 3 Jahren aufgrund einer Empfehlung unseres Freundes Marc Kreydenweiss, der gerade in dieser relativ abgeschiedenen, einsamen Region seine Domaine „Des Perrières” erworben hatte, auf den damals noch völlig unbekannten Denys Armand, der erst seit 1999 unter eigenem Etikett Weine abfüllte; zwanzig Jahre zuvor hatte sein Vater das Gut gekauft und anschließend über viele Jahre Trauben für die lokale Genossenschaft produziert, die der sympathische Sohn dann Anfang 1999 verließ, um sich mit seiner attraktiven Frau selbständig zu machen.

Davor lagen Jahre des Lernens, der gar nicht so einfache Versuch, das Potential und die Mechanismen der extrem kargen Lagen inmitten der intensiv duftenden provenzalischen Garriguelandschaft, von Pinienwäldern und grünen Eichen zu begreifen, die in ihrer extrem kalkhaltigen Bodenformation eher dem großen Terroir von Sancerre (Loire) ähneln denn dem gewohnten Umfeld in der Umgebung von Nîmes. Denys musste demnach zunächst den spezifischen Charakter des schwer zu bearbeitenden, selten steinhaltigen Plateaus verstehen, das sehr wasserdurchlässig ist: Ein Vorteil in nassen Jahren, was jedoch in heißen trockenen Jahren zum Problem umschlagen kann, da Trockenstress verhindert werden muss, um dem Weiß- und Rotwein jenen so expressiven, kühlen, feinen Charakter zu verleihen, der die Faszination dieser Gewächse ausmacht.
Ein weiteres Privileg des einzigartigen Terroirs 20 km nördlich von Nîmes stellt der permanent wehende starke Wind dar, der für ein erstaunlich kühles Klima sorgt (hinzu kommen große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht) und damit für feinwürzige Aromen und einen relativ moderaten Alkoholgehalt verantwortlich ist und einen etwaigen Schädlingsbefall zumeist verhindert, so dass ein naturnaher Anbau quasi vorgegeben ist.
Als Denys es dann noch geschafft hatte, die teilweise über 50 Jahre alten Reben, ein weiterer Schatz dieser idyllisch gelegenen Domaine, in mühevoller Arbeit behutsam zu restaurieren, überzeugte er uns im letzten Jahr mit dermaßen großartigen Qualitäten, überraschenderweise auch im Weißweinbereich, wo meine Vorlieben doch sonst eindeutig in wesentlich weiter nördlich gelegenen Regionen zu finden sind, dass wir nicht umhin kommen, Ihnen die Domaine Mas d’Espanet als eine Trouvaille der besonderen Art eindringlich ans Herz zu legen.
Denys’ Herkunft aus der Kooperative, seine immer noch intensiven Beziehungen zu einzelnen Mitgliedern, erlaubt ihm übrigens eine extreme Selektion der Trauben, da er weiterhin das aussortierte Material, das seinen hohen Ansprüchen nicht genügt, dorthin verkaufen kann, neben sehr niedrigen Erträgen und penibler Handlese unumgängliche Voraussetzung für die phantastischen Qualitäten unserer neuen Domaine aus dem schier unerschöpflichen, aber immer noch zu selten genutzten Reservoir des französischen Südens.


356101 „Eolienne”, Vin de pays d’Oc, blanc 2001 11,50 Euro

Eine der geschmacklich ungewöhnlichsten Cuvées aus ganz Südfrankreich, vinifiziert aus etwa gleichen Teilen Grenache Blanc, Viognier und Sauvignon Blanc. Dieser charaktervolle, im Holzfass ausgebaute, frische Wein verblüfft mit einer intensiven Mineralität, einer wild-aromatischen Kühle und Finesse sowie einer faszinierend eigenständigen Stilistik, die in dieser Form im Midi die absolute Ausnahme darstellt. Goldgelbe Farbe, sehr komplexe, ungemein duftige Nase (ein Wein für Nasenbären!) mit Aromen von exotischen Früchten, Pfirsich und Limonen, ganz zarte Anklänge an Johannisbeeren und Feuerstein, das Holz perfekt integriert.
Am Gaumen wirkt der Wein überraschend lebhaft infolge der präsenten Säure, überhaupt nicht plump oder breit, wie man dies bei so vielen südlichen Weißweinen findet, dafür aber von cremiger, weicher Textur, wohl die Folge der gekonnten Vinifikation und des feinfühligen Ausbaus in neuen Barriques.
Idealer Aperitifwein und ein vorzüglicher Begleiter zur asiatischen und zur kräuterintensiven mediterranen Küche, zu Fisch oder solo genossen auf der abendlichen (nicht zu heißen) Terrasse, einer der besten Weißweine des gesamten Languedoc, Kategorie Lieblingswein, großartiges Preis-Genussverhältnis. Zu genießen jetzt bis 2006, Dekantieren empfohlen.

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356300 „Le Bois du Roi”, Vin de pays d’Oc, rouge 2000 14,50 Euro

Ein erstklassiges kerngesundes Traubenmaterial (60 % Syrah, 30% alte Carignan und 10 % Grenache Noir von über 60 Jahre alten Reben mit einem Durchschnittsertrag von nicht einmal 20 hl/ha) ist verantwortlich für diesen faszinierenden Rotwein, der exemplarisch steht für die neue Generation südfranzösischer Spitzenwinzer, denen Finesse und Eleganz mehr bedeuten als schiere Kraft und Konzentration. Ein herrlich saftiger Rotwein, mit einer erstaunlichen Dichte und Tiefe, einer enormen Frische und einer großartigen, kühlen Finesse, Merkmale, die immer noch selten sind im unüberschaubaren Weinmeer des Languedoc.
In der Nase eine komplexe Aromatik, in keinster Weise aufdringlich, stattdessen eher distinguiert, ja edel wirkend, eine kühle Beerenfrucht, rote Früchte, Pfeffer, feine Gewürzanklänge und ein Hauch von Lakritze signalisieren eine seltene Noblesse. Feine, frische, cremige Tannine am Gaumen, eine bemerkenswerte Struktur, blaue Beeren und eine perfekt eingebundene, zarte Holznote, die den edlen Charakter unterstreichen, ein Trinkwein allerbester Güte, der alle Sinne gleichermaßen verwöhnt, zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2004 bis 2009.

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Domaine Limbardié – Cessenon, Languedoc

In Deutschland immer noch eine Art Geheimtipp zu extrem fairen Preisen, entwickeln sich die Weine unserer ureigenen Entdeckung Domaine Limbardié zu begehrten Objekten unter Weinliebhabern und avancierten in den letzten drei Jahren zu unseren meistverkauften Rotweinen überhaupt. Kein Wunder, schwärmt doch mittlerweile auch die Fachpresse von den grandiosen Qualitäten dieser Domaine: Hendrik Thoma, Sommelier des Jahres 1999, und Christina Fischer, seine Nachfolgerin 2001, bewerten bereits die Basiscuvée „Murviel” als „Glücksfall für Weinliebhaber auf der Suche nach einem ausdrucksvollen und dennoch preiswerten Trinkwein”.

Der bescheidene Weinmacher Henrik Boukandoura wiederholt diesen Erfolg nicht nur ein ums andere Jahr, sondern in jedem neuen Jahrgang steigert Henri noch einmal die Qualitäten, liefern doch die älter werden Rebstöcke immer besseres Ausgangsmaterial, trägt die konsequente Weinbergsarbeit zunehmend Früchte und bietet jetzt auch der neu gebaute Barriquekeller mit idealen klimatischen Bedingungen optimale Reifungsmöglichkeiten.
Was an den Weinen dieser Domaine so fasziniert, ist ihre gänzlich eigenständige Charakteristik, die sich aus dem Zusammenspiel der Edelrebsorten mit den Gegebenheiten des südfranzösischen Terroirs ergibt, was uns geradezu sprachlos werden lässt, ist der unverschämt niedrige Preis, zu dem man sowohl den „einfachen” Wein für jeden Tag als auch die Spitzencuvée erhalten kann.

Frisch abgefüllt ist die oben angesprochene großartige Basiscuvée „Murviel” aus dem im Languedoc heterogenen Jahrgang 2002, in dem Henrik Boukandoura einfach Glück hatte: Cessenon und Umgebung wurden von den Regenfällen des Herbstes fast vollständig verschont, die Qualität ist daher zumindest auf dem Niveau der beiden herausragenden Vorgängerjahrgänge, so dass wir Ihnen wiederum zu kleinem Preis einen weit überdurchschnittlichen Alltagswein präsentieren können, der in seinem Segment keine Konkurrenz zu fürchten hat.


323202 „Murviel”, rouge 2002 4,90 Euro

Viele tausend Flaschen verkaufen wir mittlerweile jährlich von diesem ungemein charaktervollen Basiswein der Domaine Limbardié, dem „Murviel”, der bereits zweimal als herausragender, handwerklich produzierter Wein im zur Zeit leider nicht neu aufgelegten Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro enthusiastisch gelobt wurde und einen Zusatzstern erhielt, was bedeutet: Hervorragendes Preis-Genuss-Verhältnis.
Das satte Rot des Weines deutet bereits hin auf die geschmackliche Konzentration der Cuvée aus Merlot-(80%) und Cabernet-Sauvignon dieses engagierten Weingutes. Der Duft, der sich erst allmählich im Glas entfaltet, erinnert an Pflaumen, schwarze Johannisbeeren und Kräuter. Am Gaumen dem 2000er sehr ähnlich, von gleicher Dichte, besitzt aber mehr Eleganz und Finesse und im Hintergrund eine typische inspirierende zarte Animalität, die jedoch deutlich weniger ausgeprägt daherkommt als in der Vergangenheit. Junge, deutlich präsente Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für Struktur. Henri ist es mehr denn je gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen.

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323300 Vin de pays „Limbardié Tradition”, rouge 2000 12,50 Euro

Frisch eingetroffen ist die letzte Palette dieses großartigen Weines. Legendär ist mittlerweile die Degustation der Schweizer Fachzeitschrift „Weinwisser”, herausgegeben von dem bekannten Fachautor René Gabriel („Bordeaux Total”), in der eben dieser Tradition (Jahrgang 1994) in einer Welt-Merlot-Probe den 10. Platz erreichte, einen Rang hinter La Conseillante und gar zwei Plätze vor! Pétrus, dem großartigen Prestigegut aus Pomerol. Wenn mir diese Beurteilung auch zu euphorisch erscheint, belegt sie doch eindrucksvoll die herausragende Qualität dieses Weines zu einem phantastisch niedrigen Preis, gemessen an dem seiner berühmten Konkurrenten.

Der 2000er ist wiederum ein reinsortiger Merlot, daher „nur” ein vin de pays, aber welch eine großartige Vermählung geht in diesem herausragenden Jahrgang 2000 die Merlottraube mit der „wilden” Aromatik des französischen Südens ein! Dieser elegante Wein erinnert in der Nase an große Crus aus St. Emilion, die jedoch ein Mehrfaches kosten, er spielt geradezu mit den Aromen der Edelrebe Merlot und der Genießer spürt die beerige (Cassis!), kernige, leicht süßliche Frucht und die kühle Eleganz des Bordelais deutlicher noch als bei seinen Vorgängern. Nach mehrstündiger Öffnung taucht die Zunge ein in eine faszinierende mediterrane Würze, dazu gesellt sich eine zarte Pfeffernote, auch ein wenig Teer und Leder, am Gaumen cremig, alles eingepackt in reife, saftige, ausbalancierte Tannine, ein vielschichtiger, bestens strukturierter Wein mit einer komplexen Fülle und zart anklingenden warmen Barriquetönen, konzentrierter, dichter als sein Jahrgangsvorgänger. Aufgrund seiner weichen Gerbstoffe schon mit Genuss zu trinken, Höhepunkt sicherlich Ende 2003 bis 2010. Ein Hochgenuss sowohl für die Liebhaber südfranzösischer Weine als auch vorzüglicher Bordelaiser Gewächse.
323300

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SOMMERWEINE AUS FRANKREICH

Château Mourgues du Grès – Costières de Nîmes

„Mourgues du Grès erstrahlt zurzeit wie ein Leuchtturm in den Costières de Nîmes, dank seiner herausragenden Roséweine, die überwiegend aus der Syrahtraube vinifiziert werden”, so lobt Frankreichs renommiertester Weinführer, das von der „Revue du vin de France” herausgegebene „Classement 2003” dieses Kleinod, südlich der alten Römerstadt Nîmes gelegen und unmittelbar an beste Lagen der südlichen Rhône angrenzend.
Im äußersten Zipfel dieser sonnendurchfluteten Region, z.T. auf extrem steinhaltigen roten Sandböden, denen von Châteauneuf-du-Pape in ihrer Qualität sehr ähnlich, liegt das Château Mourgues du Grès („Grès” ist der provenzalische Ausdruck für die „galets”, die großen Kieselsteine) in einer privilegierten Zone mit einem speziellen Mikroklima:
Auf dem Gelände des Gutes befinden sich Quellen, die in diesem extrem heißen und trockenen Gebiet den Wurzeln der Rebstöcke die notwendige Feuchtigkeitszufuhr gewährleisten. Diese tief in den Boden wachsenden, naturnah behandelten Reben, deren Blattwerk zur Erzielung bestmöglicher physiologischer Reife der Trauben an Palisaden hochgezogen wird, sind verantwortlich für den ausgeprägten Terroircharakter, die reiche Frucht, die üppigen Aromen und die bemerkenswerte Konzentration dieser wirklich exzellenten Weine.
Die strikte Ertragsbegrenzung und die ideal südlich exponierten Weinberge tragen zur vollständigen Ausreifung der Trauben entscheidend bei, die unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen sind mitverantwortlich für die außerordentliche Komplexität der Weine.

Die traditionelle Vinifizierung, die der junge, sympathische Winzer, Önologe und Eigner der Domaine, François Collard, der Vorreiter der qualitativen Weinbereitung in dieser gerade erst erwachenden Appellation, praktiziert, dient nur dem einen Ziel, den Rebsortencharakter der syrah- und grenachegeprägten Weine, ihre Rasse und ihre expressive Aromatik, ihre Weichheit und Finesse sowie die Jahrgangsgegebenheiten und den speziellen Lagencharakter deutlich herauszuarbeiten.

Nicht nur die französische Fachpresse beurteilt die so vorbildlich preiswerten Weine euphorisch: Parker zählt sie zu den „best values” und bewertete den 2000er Basisrosé „Galets” mit 89 Punkten, der Feinschmecker kürte diesen in seiner Ausgabe 6/01 gar zum Sieger in einem groß angelegten Test der besten südfranzösischen Rosés!


136102 „Les Galets Rosés”, rosé 2002 6,60 Euro

Welch ein Trinkgenuss für wirklich anspruchsvolle Liebhaber eines erfrischenden und dennoch aromatischen Weines an warmen, schönen Sommerabenden. Aber auch Roséverächter sollten diesen hochwertigen, frischen, fruchtigen aus Syrah und Grenache vinifizierten Nachfolger des oben angesprochenen Ausnahmerosés unbedingt einmal probieren: Schmeichlerische, intensive Aromen von Himbeeren, Kirschen und Melonen, am Gaumen weich und saftig, viel Rückgrat, harmonisch, schöne Struktur, intensive Frucht, herausragend! Zu genießen jetzt und 2004.

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136202 „Capitelles des Mourgues”, rosé 2002 7,90 Euro

Entfaltet sich selbst der traditionelle Rosé der Domaine über 2 Jahre hin wunderbar, so ist eine kleine Entwicklungszeit für diesen barriqueausgebauten (Holz nicht schmeckbar, sorgt nur für Komplexität und Schmelz am Gaumen) Spitzenrosé fast schon ein Muss. Alles andere als ein einfacher Terrassenwein für hochsommerliche Tage, sondern ein idealer Begleiter zu allen Arten von Grillgerichten, so präsentiert sich ein komplexer, aromatischer, fülliger, dichter, würziger Rosé, der in einer eigenen Qualitätsliga spielt: Seine beiden Jahrgangsvorgänger wurden von Michel Bettane in der französischen Weinbibel, dem „Classement 2002 bzw. 2003”, mit sensationellen 9/10 bzw. 8/10 Punkten bewertet. Potential!

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Domaine La Saubagnère – Gascogne

In der letzten Pinwand präsentierten wir Ihnen mit sensationellem Erfolg die Sommerweine der Domaine La Saubagnère, gelegen im Herzen der wild-malerischen Gascogne im französischen Südwesten, in einer der innovativsten Weinanbauregionen der Welt, eine Entdeckung, die zu derart sympathisch niedrigen Preisen herrlich frische und aromatische Sommerweine produziert, dass im Handumdrehen unsere Vorräte abverkauft waren.
In der Nase überzeugen die Weine durch eine Explosion frischer Aromen, auf der Zunge begeistern eine vibrierende Frische, aber auch eine bemerkenswerte Dichte und feine Textur. Keine großen Weine sicherlich, aber was für ein Unterschied zu den tausenden von belanglosen dünnen Sommerweinchen, die die Regale der Supermärkte füllen und bestenfalls nur „nass” schmecken.
Neben diesen ungewöhnlichen Qualitäten in der so konsumfreundlichen Preisklasse trugen natürlich auch die ungewöhnlich heißen Junitemperaturen zur rasanten Plünderung unseres Lagers bei. Doch wir hatten vorgesorgt und dementsprechend bei der sympathischen Winzerfamilie Grassa noch mehrere Paletten vom Ugni Blanc und vom Sauvignon Blanc vorreservieren lassen, so dass wir beide Weine ab sofort wieder liefern können. Frisch eingetroffen sind auch zwei weitere herausragende Weißweine der Domaine, die ich Ihnen ganz besonders anempfehlen möchte und die das großartige Potential der Domaine Saubagnère eindrucksvoll unterstreichen. Das sind solch schöne Sommerweine, dass sie sicherlich zu Klassikern in unserem Programm avancieren werden.


519402 Chardonnay Sauvignon, VdP des Côtes de Gascogne 2002 7,90 Euro

Faszinierend eigenständiger Wein, in seiner Rebsortenzusammensetzung eine absolute Rarität, doch welch gelungenes Experiment! In der Nase geprägt von den intensiven Noten der Sauvignon Blanc Trauben, wie Stachelbeeren, Mineralien sowie feinste grasige, würzige und florale Anklänge, am Gaumen eine cremige Konsistenz und zarte exotische Aromen, vom Chardonnayanteil stammend, enorm rund, harmonisch, geschmeidig, konzentriert, dicht, füllig, schöne Struktur, lang anhaltend. Viele wesentlich teurere Weine aus Sancerre sehen gegen diesen traumhaft frischen, spektakulär schönen Sommerwein und exzellenten Essensbegleiter (Salate, Fischgerichte, asiatische Küche) ganz schön alt aus, schmecken dagegen absolut belanglos. Phantastisches Preis-Genussverhältnis, mein persönlicher Favorit in diesem heißen Sommer! Zu genießen jetzt und 2004.

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519302 Chardonnay fût de chêne, VdP des Côtes de Gascogne 2002 6,95 Euro

Der würdige Nachfolger eines unserer meistverkauften Weißweine der letzten Jahre, des Chardonnay fût de chêne der Domaine Coussergues, der jedoch über einen noch sensibleren, nur ganz zart schmeckbaren Holzeinsatz verfügt, sich dadurch noch frischer, „süffiger”, eleganter und finessenreicher präsentiert.
Die feinen, dezenten Vanillenoten sind wunderschön eingebettet in die reichhaltigen, komplexen Aromen der Chardonnaytrauben, die für einen Wein dieser Preisklasse unglaublich subtil und nobel daherkommen, überhaupt nicht aufdringlich wie so viele holzdominierte Chardonnays aus Übersee. Stattdessen zarte florale Noten, Anklänge an frisch hergestellte Butter vom Bauernmarkt und subtile nussige Aromen. Am Gaumen ungemein dicht, rund, „stimmig”, cremig, dazu betörende Assoziation an frische Brotkruste, die im Bestfall die Weine aus dieser ach so strapazierten, im übermäßigen Holzeinfluss fast zugrunde gerichteten Rebsorte auszeichnen. Zu genießen ab sofort, solo oder als universeller Essensbegleiter, Höhepunkt Mitte 2004 bis mindestens 2006.

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Wieder eingetroffen, viel Spaß damit (Beschreibungen in PINwand N° 68):

519102 Ugni Blanc Colombard, VdP des Côtes de Gascogne 2002 4,90 Euro

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519202 Sauvignon Blanc, VdP des Côtes de Gascogne 2002 5,95 Euro

Leider ausverkauft!

Viel Vergnügen wünschen wir Ihnen mit unseren vier kleinen Juwelen, die so herrlich zu kalten Gerichten passen, aber auch Fisch und alle Arten von Meeresfrüchten vorzüglich begleiten oder einfach nur solo auf der Terrasse getrunken werden wollen


Château de Montpezat – Côteaux du Languedoc

Unsere Entdeckung des Jahres 2001 aus dem Süden Frankreichs war das Château de Montpezat, westlich von Montpellier im Herzen des Languedoc gelegen. Binnen zweier Jahre avancierten die Rot- und Weißweine dieses Ausnahmegutes zu absoluten Rennern und Klassikern in unserem Programm. Frisch eingetroffen ist der lang erwartete herausragende Sauvignon Blanc 2002, dessen beide Jahrgangsvorgänger unsere meistverkauften Weißweine aus dieser so animierend frischen Rebsorte waren. Wiederum ein absoluter Hammer unter Preis-Genussgesichtspunkten!


306102 Montpezat, Sauvignon blanc 2002 5,90 Euro

Herrlich reintönig, in der Nase expressive, kräftige Sauvignonaromen von Stachelbeeren, ein wenig frisches Heu und eine zart exotische Note sowie Mineralien; am Gaumen klar, fruchtig, frisch, feingliedrig und eine bemerkenswerte Frische (Die Trauben werden zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh sehr kühl geerntet!), viel Qualität für kleines Geld und weit mehr als nur ein einfacher Sommerwein.

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FEINKOST-TIPP

Olio ROI – Pesto aus Ligurien

Seit fünf Generationen hat sich die Familie Boeri dem Olivenanbau und der Herstellung hochwertiger Olivenöle in der rauhen Region Ligurien im Hinterland des Meeres verschrieben (vielen von Ihnen bekannt durch das wunderbare Tropföl „Carte Noire”). Heute steht die Olive und die daraus gewonnen Öle im Zentrum eines exklusiven Sortiments herausragender Feinkostprodukte, die seit Ende der 80er Jahre unter dem Label „ROI” selbst vermarktet werden und bei Liebhabern weltweit in höchstem Ansehen stehen.
Wesentlicher Bestandteil des Feinkostsortiments von ROI ist eine große Palette exquisiter Cremes und Patés, die unter Verwendung des hauseigenen nativen Olivenöls, allesamt nur aus besten Zutaten nach traditionellen Originalrezepten hergestellt werden.


37271 ROI, Pesto Ligure (180 g) 6,80 Euro

Zwei Zutaten sind von zentraler Bedeutung, wenn es um die Qualität der wohl bekanntesten Spezialität Liguriens geht: das Olivenöl und selbstverständlich das verwendete Basilikum.
Für seine einzigartige Aromatik berühmt und im Pesto einfach unübertrefflich ist das kleinblättrige ligurische Basilikum, das hier im rauen Meeresklima gedeiht. Zusammen mit dem hochwertigen eigenen Olivenöl und geschmacklich abgerundet mit Knoblauch, Pinienkernen und Meersalz, entsteht im Hause ROI eine Basilikumcrème der Extraklasse.
Konzentriert, intensiv und sehr ergiebig ist dieses Pesto die ideale Ergänzung zu einer schönen Pasta, veredelt aber auch eine Vielzahl von Saucen oder kann als delikater Brotaufstrich genossen werden.

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Herzliche Grüße aus Saarlouis, Ihr

Tino Seiwert