Saarlouis, im Mai 2003

PINwand N° 66


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

unsere heutige Pinwand steht ganz im Zeichen des französischen Südens: frisch eingetroffene neue Jahrgänge großer Klassiker unseres Programms und spektakuläre Neuaufnahmen, schmackhafte Alltagsweine mit sensationellem Preis-Genussverhältnis ebenso wie großartige Weltklassegewächse, die in jeden Keller ambitionierter Weinliebhaber gehören.
In letztere Kategorie fallen zweifellos die 2000er Spitzenweine von Didier Barral, Winzergenius und vinologischer Revoluzzer, der auf den schwarzen Schieferböden des Faugères mit die besten Weine des Languedoc vinifiziert sowie der von mir nahe der Idealnote bepunktete monumentale 2001er Rotwein der Domaine Roc d’Anglade, ein ebenbürtiger Konkurrent der größten Weinen aus Châteauneuf-du-Pape, nur wesentlich preis-“werter”.

Seit Jahren einer unserer erfolgreichsten Weine ist der „Carpe Diem”, ein in den südlichen Ausläufern der bezaubernd anmutigen Landschaft des Mont Ventoux nach biologischen Methoden produzierter Rotwein der Domaine Murmurium.
Nicht minder begehrt werden die großartigen 2001er Crozes-Hermitage Weine von Alain Graillot und die geradezu modellhaften Languedocweine im klassischen Stil von Château Saint Martin de la Garrigue. Yves Gras von Santa Duc war im Jahrgang 2000 der Verantwortliche für die Vinifizierung des Gemeinschaftsprodukts „Les Terroiristes”, ein nicht nur wegen seines legendären Etiketts sehr gesuchter großer Rotwein.
Jean-Paul Henriques, Eigner der hoch über der Ebene von Perpignan traumhaft gelegenen Domaine Forca Real produziert zwei köstliche Alltagsweine für kleines Geld, vom Château Sainte Colombe kommt ein hervorragendes Bordelaiser Gewächs aus dem magischen Jahrgang 2000, das noch bezahlbar ist und unser Freund Xavier Coppel von Primo Palatum brilliert mit zwei großartigen Weinen aus den Pays d'Oc und dem Roussillon.

Kurzinformationen:

Es hat schon Tradition, dass wir Ihnen im Frühjahr unsere Restmengen an Rosés zu einem Schnäppchenpreis anbieten, die momentan, wenn die frisch abgefüllten Rosés des Jahrgangs 2002 noch ein paar Wochen brauchen, sich zu harmonisieren, einen schönen Trinkgenuss bieten: 4 schmackhafte Rosés von 4 großartigen Domainen, die letzten Flaschen radikal im Preis reduziert, solange der Vorrat reicht.

151401 Fondrèche, Côtes-du-Ventoux Rosé 2001 statt 6,20 Euro nur 3,90 Euro

Leider ausverkauft!

136101 Mourgues du Grès, „Les Galets Rosés“, rosé 2001 statt 6,60 Euro nur 4,90 Euro

Leider ausverkauft!

318601 Château de la Negly, Les Embruns, Rosé 2001 statt 7,50 Euro nur 4,20 Euro

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165601 Vieux Chêne, Cuvée Friande, v.d.p. de Vaucluse 2001 statt 4,80 nur 2,90

Leider ausverkauft!

Der 2000er Montiano von Falesco, von Parker mit 94 Punkten bewertet, wurde von Gerhard Eichelmann (MONDO) getestet. Sein Urteil: „Merlot; enorm dominant und konzentriert im Bouquet, reife, süße Frucht, Schokolade, faszinierend eindringlich und viel versprechend; viel süße Frucht, auch im Mund, wunderschön schmeichelnd und füllig, Schokolade, gute Struktur, wunderschön harmonisch und lang, viel Nachhall, 93 Punkte”.

660200 Montiano, rosso 2000 27,90 Euro

[660200]

Leider ausverkauft!

In der letzten Pinwand präsentierten wir Ihnen den neuen Jahrgang von Château Mansenoble, ebenfalls ein Klassiker in unserem Programm. In der französischen Fachpresse erhielt das Gut zwei herausragende Bewertungen: Der Réserve 2001 wurde vom GUIDE HUBERT mit der Höchstnote, den begehrten 5 Gläsern, ausgezeichnet, der so preis“werte” Merlot-Cabernet erhielt vom Magazin LE POINT in einer Blindverkostung von 650 Vin de Pays aus dem Languedoc, dem Roussillon und den Midi-Pyrénées die zweithöchste Bewertung! Herzlichen Glückwunsch Guido Jansegers.

305301 Merlot-Cabernet, VdP rouge 2001 6,90 Euro

[305301]

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305201 „Réserve du Château Mansenoble”, rouge 2001 12,90 Euro

[Réserve_Mansenoble]

Leider ausverkauft!

Ebenfalls die Höchstnote, nämlich 5 Sterne, erhielt ein anderer Wein aus den Corbières, „einer Region in Aufbruchstimmung”, so Frankreichs renommierte Fachzeitschrift REVUE DU VIN DE FRANCE in einer fundierten Reportage zu dieser oftmals vergessenen Appellation im äußersten Südwesten des Languedoc, die Cuvée N° 3 de Castelmaure 2001 von Michel Tardieu; der ab Gut ausverkaufte, aber bei uns noch erhältliche, schon tollen Trinkgenuss bereitende 2000er wird als gleichwertig eingestuft.

159000 Tardieu-Laurent, N° 3 de Castelmaure, rouge 2000 21,40 Euro

[Tardieu-Laurent, N 3 de Castelmaure]

Leider ausverkauft!

Und zu Abschluss noch eine Info für alle Freunde von Sarda-Malet, einer der drei Spitzendomainen des Roussillon mit einem einzigartigen Preis-Genussverhältnis:
die letzten Flaschen des großartigen Jahrgangs 2000 sind eingetroffen, die Spitzencuvée „Terroir Mailloles” erhielt die äußerst selten vergebene Traumnote von 9,5/10 Punkten in der Bibel der französischen Weinliebhaber, dem CLASSEMENT 2003 von Bettane & Desseauve.

340200 Sarda-Malet, Réserve, rouge 2000 11,00 Euro

[Sarda-Malet, Réserve]

Leider ausverkauft!

340300 Sarda-Malet, „Terroir Mailloles”, rouge 2000 19,00 Euro

[Sarda-Malet, Terroir Mailloles]

Leider ausverkauft!

FRANKREICH

Domaine Roc d’Anglade – Coteaux du Languedoc

Remy Pedreno ist ein Name, den Sie sich unbedingt merken sollten, katapultiert er sich doch mit seinem gerade abgefüllten 2001er Jahrgang in die Top 10 der absoluten Spitzenwinzer des französischen Südens, mit einem Rotwein, den selbst langjährige Kenner der Szene ehrfürchtig nur als Weinmonument bezeichnen können.

Wir haben schon seit ein paar Jahren ein Auge geworfen auf diesen ehrgeizigen jungen Mann. In seinem „früheren Leben” war er Informatikingenieur und schon damals ein begeisterter Weinliebhaber. Dann verlor er die Lust am alten Job, der Weinvirus hatte ihn mehr und mehr gepackt und er besuchte große Winzer an der Rhône und im Burgund – um zu lernen.
Spektakulär die Anfangserfolge des Autodidakten auf einer gepachteten Parzelle in der Nähe von St. Gilles in der Camargue. Aus der Edelrebe Syrah vinifizierte er nach seinen ureigenen Vorstellungen einen unter Kennern heiß begehrten Wein in leider nur homöopathischen Dosen, den „Cos de la Belle”, der durch seine für die Costières de Nîmes noch nie zuvor erlebte Komplexität und Eleganz zur Legende wurde und infolge seiner Stilistik Erinnerungen wachrief an die größten Syrah der nördlichen Rhône. Leider haben nur wenige Liebhaber jemals das Glück gehabt, diesen Wein zu verkosten, zu mikroskopisch winzig die Menge.

Doch Remy Pedreno sann auf Abhilfe. Mit wachem Auge für das beste Terroir der Region kaufte er in den letzten Jahren zuvor verwahrloste Lagen von spektakulärem Potential in der Nähe von Nîmes – knappe 60 cm ärmliche Böden bedecken den darunter liegenden nackten Fels – regenerierte diese mühsam und stellte auf biodynamischen Anbau um.
Sein 1999er Jahrgang, unter provisorischen Bedingungen in einem alten Keller der Eltern vinifiziert, und unter der neuen Firmierung Roc d’Anglade vermarktet, ließ bereits wieder aufhorchen, war aber noch nicht der ganz große Wurf.
Mit dem dann fertig gestellten eigenen modernen Weinkeller und somit unter optimalen Voraussetzungen brachte Remy den 2000er aus großem Jahr auf den Markt, der bereits die Richtung wies: Dieser charaktervolle Wein, weder geschönt noch filtriert, gehört zur neuen Generation von großen autochthonen Weinen aus dem Languedoc, die aufgrund harter handwerklicher Arbeit in den besten Weinbergen mit ihrem unverwechselbaren Terroir, durch gezielt niedrige Erträge und infolge hochsensibler, rein manueller Vinifizierungskünste im Keller, allein mit Hilfe der Schwerkraft und fernab jeglicher Manipulation, die kleine Elite der herausragenden Individualisten des Languedoc bilden.

Und dann stand ich im Oktober letzten Jahres bei Remy in dessen neuem Keller, verkostete den 2001er mit durchaus hohen Erwartungen – ist dieser Jahrgang doch im östlichen Languedoc und an der angrenzenden südlichen Rhône von spektakulärer Qualität -– und war dennoch sprachlos. Still wurde es, die Gespräche ebbten ab, ich wollte einfach nur allein sein mit dem, was sich da in meinem Glase abspielte:

Zunächst fasziniert eine ungewöhnlich ausdrucksstarke, expressive, extrem vielschichtige, geradezu überwältigende, süßliche Nase, Cassis, reife Waldbeeren, feinste Gewürze, Minze, Anklänge an eine herrlich duftende sommerliche Gebirgsblumenwiese, dazu selbst gelbe, exotische Früchte, ungemein verführerisch und sinnlich. (In einer internen Verkostungsrunde später in Saarlouis bemerkte ein Teilnehmer, um dem unwiderstehlichen Charme dieses Weines nicht zu erliegen, müsse man ihn, den langjährigen treuen Ehemann, fesseln wie einst Odysseus an den Gestaden der Sirenen.)
Am Gaumen verbinden sich eine fabelhafte Konzentration und eine rare aromatische Komplexität mit der faszinierenden Frische, einer hohen Mineralität, einer delikaten Transparenz, einer großen Harmonie aller Komponenten und einem Reichtum an Materie und edler Beerenfrucht, wie es nur wenigen wirklich großen Weinen der Welt zu eigen ist: ein monumentaler Jahrhundertwein, der unter all seiner gewaltigen Dichte und den Schichten von beerigen Aromen eine faszinierende Seidigkeit und eine terroirgeprägte Struktur erahnen lässt, dass man ihn bei so viel Charisma am liebsten sofort genießen möchte (Höhepunkt 2005 bis nach 2010).

Remy Pedreno vinifiziert seine Weine ohne jegliche Manipulation, verzichtet selbstverständlich auf Methoden wie Farbstabilisierung und Ent- oder Aufsäuerung und baut den Wein 18 Monate in Barriques aus (davon 20% neu). So wirkt diese Cuvée (60% Syrah-, je 20% Grenache- und Carignantrauben mit höchster physiologischer Reife) bereits auf den ersten Schluck betörend, explodiert geradezu im Mund und breitet ein präsentes, aber seidiges, dichtes Gerbstoffgerüst mit langem würzigem Nachhall am Gaumen aus. Hier dominieren Finesse, Frische, Reinheit und Eleganz bei aller Dichte über schiere Kraft und Konzentration, dieser hochkomplexe Wein schmeckt wie eine hypothetische Vermählung zwischen einem großen Wein der Côte Rôtie und einem verführerischen Châteauneuf-du-Pape der Spitzenklasse und demonstriert eindringlich das große Terroir des französischen Südens.

Sie wissen, ganz selten nur veröffentliche ich meine Punktbewertungen zu Weinen, die primär mir selbst als interner Vergleichsmaßstab dienen, denn Punkte werden der Komplexität des Mediums Wein nur unzureichend gerecht. Doch in diesem Falle weiche ich wiederum von diesem Prinzip ab, da das Weingut in Deutschland noch relativ unbekannt ist und ich Ihnen bei hochpreisigen Weinen eine kleine Orientierungshilfe geben möchte. Bei allen drei bisherigen Verkostungen, auf der Domaine und nach der Flaschenabfüllung bei uns in Saarlouis, habe ich diesen raren Weltklassewein (gerade mal 12.000 Flaschen wurden gefüllt) zwischen 95 und 98+ Punkten bewertet.

351101 Roc d’Anglade, Coteaux du Languedoc, rouge 2001 29,00 Euro

Leider ausverkauft!

Domaine Léon Barral – Faugères

Didier Barral, Winzergenius und vinologischer Revoluzzer, in Aussehen und Habitus wie eine Reinkarnation des jungen, unangepassten, eigene Wege suchenden James Dean wirkend, ist zweifellos neben Frédéric Albaret, dem begnadeten Eigner von Saint Antonin, der zweite „junge Wilde” aus Faugères, diesem wildromantischen, dünn besiedelten, waldreichen Gebiet nördlich von Béziers, das als einzige AOC des Languedoc über homogene karge Böden aus schwarzem Schiefer verfügt.

Die Weinberge in Faugères befinden sich zumeist auf relativ hohen Hügeln mit steilen Hängen und sind somit hervorragend geeignet zur Erzeugung großer Rotweine, die von Liebhabern wegen ihres unverwechselbaren Charakters, ihrer Dichte und Konzentration sowie ihrer außerordentlichen Eleganz und großartigen Finesse hoch gerühmt werden.
Das die Weine der Region prägende Schiefergestein sorgt für deren ureigene, unverwechselbare Identität, eine äußerst rare Komplexität und eine expressive Aromatik. Bei den besten Winzern der Region sind diese hocharomatischen Weine terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich so wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler technisch perfekt „gemachter” Weine, allesamt ohne Seele, hervorheben und die von Kennern zu den besten des gesamten französischen Südens gezählt werden. Und kein anderer Winzer agiert derart kompromisslos und engagiert auf dem Weg zu höchster Qualität wie Didier, der mit seinem Bruder 25 Hektar bestes Rebland an den steilen Hängen von Faugères bewirtschaftet.

Auf meinen zahlreichen Verkostungsreisen habe ich schon so manchen, im besten Wortsinne „verrückten” und kompromisslosen Querdenker kennen und schätzen gelernt, doch Didier ist als Mensch wie als Winzer schon von außergewöhnlicher Statur. „Die Winzer haben die Biologie des Bodens verlernt”, erklärt mir Didier, auf Knien in seinem Weinberg rutschend, die krümelnde, fein duftende Erde seiner Weinberge mit ihrer enormen Vielfalt an Kleinstlebewesen durch die Finger rieseln lassend. „Der Mensch kann aber auf Dauer erfolgreich nur MIT der Natur arbeiten, niemals gegen sie. Wir müssen der Erde Zeit geben, sich zu regenerieren, sich von der über Jahrzehnte betriebenen Monokultur, den auf sie eingespritzten Pestiziden und Herbiziden erst einmal zu erholen, denn die Reben brauchen ein gesundes und natürliches Umfeld, damit der Mensch aus ihren Trauben große, individuelle Weine machen kann.”

Folglich steckt hinter solch großartigen Qualitäten, wie Didier sie produziert, ein wohlüberlegtes Puzzle von Details. Dies beginnt bei der Klonenpflege der wie in Châteauneuf in niedriger Buschform wachsenden, sehr tief wurzelnden Reben, reicht über eine biodynamische Arbeitsweise in den eminent gepflegten, extrem aufgelockerten, „lebenden” Weinbergsböden, bei der eigens konstruierte Maschinen zum Einsatz kommen, welche die Böden nicht verdichten, bis zu einem ausgeklügelten, „intelligenten” Bewässerungssystem und den unterirdischen Kelleranlagen mit ihren uralten, aber extrem schonenden Pressen, wo jede Weinbergsparzelle in Kleinstgebinden separat ausgebaut wird, ohne jegliches belastendes Eingreifen.

„Équilibre”, ist das Zauberwort das Didiers Arbeit am besten charakterisiert, ein ökologisches „Gleichgewicht” in den biologisch bearbeiteten Weinbergen mit ihren wilden Kräutern, das von Natur aus für niedrige Erträge sorgt, für ein Gleichgewicht aller wesentlichen Faktoren wie Zucker, Aromen und das Verhältnis der Haut zum Saft in den sehr reif geernteten Trauben und schließlich auch für ein traumhaftes Gleichgewicht aller wesentlichen Komponenten im fertig ausgebauten, ungemein finessenreichen Wein.
Diese hohe Winzerkunst finden wir nur bei den ganz Großen ihrer Zunft, wie z.B. bei Claude Dugat in Gevrey Chambertin oder Henry Bonneau in Châteauneuf-du-Pape, die Didier Barral als seine Vorbilder bezeichnet.
Bei Didier wird Wein zur prägenden Kunst, gut „gemachte” Weine gibt es mittlerweile reichlich, charaktervolle Unikate dieser Klasse sind jedoch sehr selten. Erst relativ spät, wie es die Natur erlaubt, werden die Weine unfiltriert in die Flaschen gefüllt. Das Resultat sind handwerkliche Meisterstücke, ungemein komplex, mit einer reichen, ausladenden Frucht, feinen Tanninen und einer explizit herausgearbeiteten Terroir-Note. Sie gehören mittlerweile zu den gesuchtesten Weinen Frankreichs, zieren die Karten der Spitzenrestaurants des Landes und werden einem ausgewählten Kundenkreis zugeteilt. In Didiers saftigen Weinen vereint sich die Sonne des Südens mit dem Ausdruck eines großen Terroirs auf außergewöhnliche Weise zu den vielleicht finessenreichsten Weinen der gesamten Region.

Allen Lobeshymnen zum Trotz, die Didier zuteil wurden, betrachtet er in der Retrospektive die ersten Jahre seiner Winzertätigkeit auch als ein Art Lernphase, denn es war ihm immer bewusst, dass es ihm nicht binnen zwei oder drei Jahren möglich seine würde, die höchste Qualität aus seinem Terroir „herauszukitzeln”, so wie er sich dies vorstellte. War er aber mit dem großen Jahrgang 99 bereits sehr zufrieden, so strahlte er bei der Präsentation des 2000ers eine Art inneres Glück aus, eine Befriedigung, wie sie nur Menschen zu eigen ist, die mit sich und dem Ergebnis ihrer Arbeit absolut im reinen sind. In diesem exzellenten Jahrgang 2000 gelang es Didier seinem Idealbild eines großen Faugères, der zur absoluten Spitze des gesamten Languedoc zählen sollte, endlich zu entsprechen. Kein Zweifel: Didier Barral hat im großen Jahrgang 2000 die besten Weine seiner Winzerkarriere vinifiziert!

348401 Barral, Vin de Pays de l’Hérault, blanc 2001 13,50 Euro

Einer der eigenständigsten Weißweine aus Frankreichs faszinierendem Süden: Goldgelbe Farbe mit grünlichen Reflexen und einem zarten Kupferstich, der von der eher roten Schale der autochthonen Terret Gris-Traube, stammt, einer der ältesten Rebsorten des Languedoc.
Zur Zeit in der Nase noch etwas verschlossen, dennoch betören bereits florale und nussige Aromen, am Gaumen ölig, körperreich, sehr dicht, konzentriert, ein sinnlicher Weißwein, in keinster Weise plump, wie so viele belanglose Weißweine aus dem Languedoc, da ausgestattet mit einer schönen Säurestruktur.
Unsere geringen Bestände des Jahrgangsvorgängers verkauften wir binnen Tagen in unserem Saarlouiser Ladengeschäft an begeisterte Kunden, die zuvor degustiert hatten, wir haben diesmal eine größere Zuteilung erhalten und können den Wein endlich auch im Versand anbieten. Zu genießen ab Herbst 2003.
[Barral, Vin de Pays de l’Hérault, blanc]

Leider ausverkauft!

348100 Faugères, rouge 2000 11,80 Euro

Bereits Didiers „Basiscuvée”, der 2000er Faugères rouge, demonstriert eindrucksvoll das große Potential der Region und die Überlegenheit von handwerklich-biologischem Weinanbau gegenüber einem eher an industriellen Gepflogenheiten angepassten konventionellen Weinbau.
Die tief wurzelnden Reben, die über die gesamten warmen Sommermonate genügend Wasser im Boden vorfanden, verhalfen den Trauben ohne jeglichen Trockenstress zu einer perfekten physiologischen Reife mit optimaler Tanninstruktur. Kein Wunder, dass bereits diese verführerische Basiscuvée auf dem Niveau von Réserve-Qualitäten anderer renommierter Betriebe des Languedoc angesiedelt ist. Intensiv dunkelrote Cuvée (Syrah, Grenache und Mourvèdre), expressiver, sehr komplexer, seidiger Duft nach dunklen Beeren und feinen, verführerischen Gewürzen der Garrigue. Am Gaumen rote und blaue Früchte, charakteristisch für die neue Generation großer Weine aus dem Faugères, reichhaltig, üppig, sehr dicht, fein strukturiert, harmonisch, bestens integrierte Tannine, traumhafte Eleganz und Finesse., schöner Nachhall, schmeichlerisch, Frucht und Schiefer vereinen sich harmonisch zu einem der herausragenden Weine der Region, sensationelles Preis-Genussverhältnis, zu genießen ab sofort (Dekantieren!), Höhepunkt Ende 2004 bis 2009.
[Faugères, rouge]

Leider ausverkauft!

Ein persönlicher Hinweis: Didier baut seine Reben nicht nur biologisch an, er versucht auch im Keller mit möglichst geringen Eingriffen die geschmackliche Vielfalt der Trauben in den fertigen Wein hinüberzuretten. So schwefelt er auch nur sehr wenig, in der Vergangenheit meines Erachtens bisweilen zu wenig (So hatten einzelne Flaschen der 99er Basiscuvée unmittelbar nach der Öffnung ein kleines „Stinkerchen”, das jedoch durch Dekantieren verflog). Didier hat aus diesem Irrtum gelernt, die 2000er präsentieren sich allesamt in makelloser Schönheit.

348200 Faugères „Jadis”, rouge 2000 22,00 Euro

Dies ist eines der faszinierenden Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, von einer avantgardistischen Elite junger Winzer wie Didier meisterhaft vinifiziert. Heiß begehrt und nur in relativ geringer Menge verfügbar ist die Traumcuvée „Jadis”.
Dieses imposante, hauptsächlich aus Syrah- und alten Carignanreben erzeugte Gewächs, dazu ein wenig Grenache, besitzt eine Farbe aus tiefstem dunklen Rot mit lila Reflexen, einen atemberaubenden, opulenten Duft nach dunklen, hochreifen Beeren, eine faszinierende „wildaromatische” Fruchtkonzentration und eine perfekt eingebundene Mineralität; präsentiert sich am Gaumen sehr füllig, geradezu erotisch mit Schichten von komplexen Beerenaromen und nahezu burgundisch in der Frucht, gleitet fast zärtlich über die Zunge und kleidet eindrucksvoll den gesamten Rachenraum aus.
Ausgebaut in unterschiedlichen Barriques der besten Tonneliers Frankreichs verkraftet dieser dichte und elegante Nektar aus dem Languedoc die 26monatige Holzlagerung mit spielerischer Leichtigkeit. Ein phantastisches Unikat von einem der talentiertesten Winzer ganz Frankreichs.
Zu genießen ab Ende 2003, Höhepunkt 2005 bis mindestes 2012.

Ein GRAND VIN DU TERROIR!
[Jadis]

Leider ausverkauft!

348300 Faugères „Valinière”, VdT rouge 2000 39,50 Euro

Einer der gesuchtesten und rarsten Weine des Languedoc, da der 85% Anteil an sehr reif gelesenen Mourvèdretrauben (der Rest ist Syrah) dem Wein einen extravaganten Charakter verleiht, der sich deutlich von dem der beiden anderen Barral-Weine abhebt. Dieser Wein gehört zu den 5 Weinen des Jahrgangs im gesamten Languedoc, die mich persönlich am meisten fasziniert haben. Zutiefst komplex in der Aromatik, dicht, konzentriert, fein gewoben, von atemberaubender Ausstrahlung! Uralte Rebstöcke bilden das Fundament für diesen fulminanten Wein, der zu den größten Gewächsen ganz Frankreichs gehört.
In der Farbe präsentiert er sich fast schwarz mit purpurroten Reflexen am Rand. Im Duft ist er zur Zeit, unmittelbar nach der Abfüllung, extrem verschlossen, da Mourvèdre-dominierte Weine mehr Zeit brauchen, um sich zu entfalten. Deshalb kann ich Ihnen die komplexe Aromatik dieses Weltklasseweines auch nicht detailliert beschreiben, bei meinem Besuch auf der Domaine Ende Oktober letzten Jahres habe ich mir den Luxus gegönnt, diesen Wein einfach nur zu genießen, überwältigt von seiner phantastischen Aromatik, ähnlich einem kleinen Kind, das zum ersten Mal in seinem jungen Leben mit leuchtenden Augen einen funkelnden Weihnachtsbaum bewundert, mich nur dem Augenblick hingegeben, fast ehrfürchtig – und habe nichts notiert.
Am Gaumen präsentiert sich dieser Wein mit Kultstatus aufgrund seiner Mourvèdre-Typizität Faugères-untypisch (daher erhielt er, der Witz des Jahrhunderts, auch keine AOC-Zulassung, wurde zum Vin de Table degradiert und muss ohne Jahrgangsangabe – nur eine Ente mit drei Eiern (Nullen) zieren das Etikett – verkauft werden), erinnert eher an große Bandols (von dort habe ich jedoch noch nie einen Wein dieser Klasse getrunken), die Seidigkeit und feine Struktur der Tannine ist großen Bordelaiser Gewächsen vergleichbar. Ein reiner Extrakt, der minutenlang die Zunge betört, ein göttlicher Nektar, nur in winzigen Mengen erzeugt, ein Bio-Wein in Perfektion, Welklasse pur! Zu genießen frühestens ab 2005 bis wohl 2020.
[Valinière]

Leider ausverkauft!

Domaine Forca Real – Roussillon

Diese traumhaft gelegene Domaine gehört seit kurzem zur Elite der Weingüter des Roussillon. Wenn man die kleine Straße empor fährt, die sich steil zu den auf etwa 450 m hoch gelegenen Weinbergen in einer traumhaft schönen Landschaft in Sichtweite der Mittelmeerstrände schlängelt, gewinnt man einen eindrucksvollen Blick über die sehr gepflegten Rebstöcke in herausragender Exposition.
Dieser Höhenlage der aus besten Schieferböden bestehenden Parzellen und der daraus resultierenden Temperaturschwankungen von Tag und Nacht verdanken die Weine von Forca Real ihre so traumhafte, aber relativ seltene Kombination einer reifen, expressiven Frucht mit einer faszinierenden Finesse und Eleganz sowie einer frischen Säurestruktur.

Jean-Paul Henriques, ehemaliger Präsident des Komitees zur Förderung der Roussillonweine, erwarb 1989 dieses spektakulär über der Ebene von Perpignan gelegene „Adlernest”, wahrlich ein kleines Paradies, renovierte das heruntergekommene Gut, regenerierte in mühsamer Arbeit die verwahrlosten Rebanlagen, pfropfte um auf Syrahtrauben und begann bald, Aufsehen erregende Qualitäten zu erzeugen, die spätestens seit dem 2000er Jahrgang zur absoluten Spitze des Roussillon gehören. Die Weine betören seither durch eine ungemein attraktive, beerige Frucht, ihre Harmonie und Ausgewogenheit sowie ihre satten, aber weichen, extrem reifen, schmelzigen, edlen Tannine.

Neben diesen Weinunikaten, die vortrefflich ihr großartiges Terroir reflektieren, produziert Jean-Paul zusammen mit seinem Sohn Cyril überaus wohlschmeckende Alltagstropfen zu sensationell niedrigem Preis. Die ausgewählten Trauben für diese leckeren Rotweine erwirbt er bei Vertragswinzern, die nach seinen strengen Vorgaben die Rebberge bearbeiten; die Vinifikation übernimmt Jean-Paul selbst in seinen neu errichteten, hochmodernen Kelleranlagen in luftiger Höhe.

Solch leckere Einstiegsweine findet man sehr selten im Ozean immer uniformer werdender, industriell hergestellter Billigweine.

344602 „Saisons”, rouge 2002 4,40 Euro

Mittleres sattes Rot, in der Nase schmeichlerische Beeren und rote Früchte; diese Aromatik setzt sich auch sehr angenehm am Gaumen fort, dabei klare Frucht und Struktur und keinerlei stumpfe Fehltöne oder aggressive Tannine, wie sie sich leider so oft in dieser Preisklasse finden. Natürlich ist dieser vorzügliche Alltagswein nicht sehr tief und besonders komplex, das kann ein Wein in dieser Preisklasse auch gar nicht sein, stattdessen schmeichelt er weich, schmelzig, frisch und relativ dicht dem Gaumen, angenehm niedriger Alkoholgrad, daher Trinkvergnügen pur ab sofort bis 2004. Ein regelrechter Knaller (100% Merlottrauben) in seiner bemerkenswert günstigen Preisklasse.
[Forca Real, Saisons, rouge]

Leider ausverkauft!

344500 „Côtes du Roussillon Forca”, rouge 2000 5,90 Euro

Tiefes dunkles Rot, verführerisches Beerenbukett, von intensiverer Aromatik und komplexer am Gaumen als der „Saisons”, sehr weich, dicht, wiederum reife, schmeichlerische Beerenaromatik, nach längerer Öffnung gesellen sich feinste Kräuteraromen und Lakritze dazu, keinesfalls ein Konzentrationsmonster, aber eine ungemein saftige, leckere, cremige und schmackhafte Cuvée (Grenache, Syrah und Mourvèdre) in ihrer enorm günstigen Preisklasse, weiche, runde, Tannine, anhaltend, Trinkspaß pur, super Preis-Genussverhältniss, zu genießen jetzt bis 2005.
[Forca Real, Côtes du Roussillon Forca, rouge]

Leider ausverkauft!

Château Sainte Colombe – Bordeaux, Côtes de Castillon

Als Liebhaber großer Bordelaiser Weine haben Sie die Spekulationshysterie vor 2 Jahren, den qualitativ exzellenten Jahrgang 2000 mit den drei magischen Nullen betreffend, noch gut in Erinnerung, haben entweder Glück gehabt bei der Zuteilung großer Gewächse zu halbwegs fairen Konditionen oder ohnmächtig miterlebt, zu welch horrenden Preisen ihre Lieblingsweine, noch gekoppelt an weitere Abnahmeverpflichtungen, verkauft wurden.
Wir jedenfalls bieten Ihnen heute einen sehr schönen Wein mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis an aus einer der besten Satellitenappellationen der Region, den Côtes de Castillon, unmittelbar östlich an die großen Lagen St. Emilions anschließend, mit nahezu identischem Terroir, in den man auch in solch gesuchten Jahrgängen noch so manches Schnäppchen erheischen kann.

Aufgrund der herausragenden mikroklimatischen Bedingungen in dieser Region hatten im Jahre 1998 zwei der berühmtesten Bordelaiser Weingutsbesitzer, Alain Raynaud (Eigner von Quinault L’Enclos) und Gérard Perse (Besitzer von Pavie, Pavie-Decesse und Montbousquet) das Château Sainte Colombe erworben, das mit seinem 40jährigen Rebbestand von sehr gepflegten Merlot- (60%), Cabernet Franc- und Cabernet Sauvignonreben (je 20%) ideale Voraussetzungen bot zur Erzeugung schmackhafter Weine, zu äußerst fairen Preisen – und das nicht nur vor dem Kontext der Bordelaiser Hochpreispolitik.
Doch ein erster Silberstreif am Horizont deutet sich an: Zurückgehende Preise in der schwach laufenden Primeurkampagne 2002 signalisieren endlich eine von Kennern der Szene schon lange erwartete, unumgängliche Umkehr zur Vernunft in der gesamten Region: klassische, elegante und finessenreiche Bordeauxweine, wie unser heute angebotener Sainte Colombe zu moderatem Preis, darin liegt die Zukunft dieser großen Weinbauregion mit ihrer einzigartigen Tradition.

513100 Château Sainte Colombe, Côtes de Castillon, rouge 2000 11,90 Euro

Brillantes Rubinrot in der Farbe, in der Nase eine feine, reife, leicht süßliche Frucht, tolles Beerenbukett, insbesondere Cassis, dazu Karamell und zarte Vanilleanklänge vom 15monatigen Ausbau im einjährigen Barrique. Am Gaumen dicht, konzentriert, dazu eine beeindruckende Finesse und Eleganz, schöne Frische, ein harmonischer Wein mit einem tollen Gleichgewicht aller Komponenten, präsente, jedoch seidene, cremige Tannine, schönes Finale, zu genießen ab sofort (Dekantieren empfohlen), Höhepunkt 2004 bis 2009.
[Sainte Colombe]

Leider ausverkauft!

Mit solch fairpreisigen Weinen, welche die große Stärke der Region widerspiegeln – eine in anderen Weinanbaugebieten selten erreichte Eleganz und Finesse bei moderatem Alkoholgehalt – macht Bordeaux wieder so richtig Spaß!

Primo Palatum – Xavier Copel

Wir haben es schon oft erzählt: Xavier Copel ist eine charismatische Persönlichkeit, ambitioniert und von einer immensen Leidenschaft beseelt, wahrhaft große Weine zu produzieren. Xavier ist auch ein genialer Winzer, besitzt aber kein Geld, erstklassige Weinberge zu erwerben. So entwickelte er eine revolutionäre Idee:
Er sucht die besten Parzellen bei Winzern aus, mit denen er zumeist schon seit Jahren freundschaftlich verbunden ist (sonst würden diese ihm nicht einen, wenn auch nur kleinen, Teil ihrer besten Weinberge überlassen), arbeitet auch das gesamte Jahr über in den Weinbergen mit und vinifiziert die Trauben dann in den Kellern bei den jeweiligen Spitzenwinzern in den besten überhaupt erhältlichen Barriques.

„Türöffner” war ihm hierbei auch sein Freund von Kindesbeinen an, Pascal Verhaeghe von Château du Cèdre, bei dem er seinen großartigen Cahors vinifiziert und der ihn mit anderen großen Winzerpersönlichkeiten zusammenbrachte.

Xavier achtet bei seiner Weinbergsarbeit darauf, dass sein Traubenmaterial über eine extreme Reife verfügt und auf ultrakleinen Hektarerträgen sehr alter Reben basiert. Sein Ziel ist es, in einer Zeit, „in der für Bordeauxweine monströse, ja skandalöse Preise abverlangt werden, gleich grandiose Weine in anderen Appellationen zu erzeugen, die zwar nicht billig sein können, dafür ist das Terroir zu herausragend, das Traubenmaterial zu wertvoll, die Vinifizierung in den auf höchstem Niveau befindlichen Kelleranlagen arbeitsintensiv und teuer (bei einigen Weinen verwendet er 200 % neue Barrique, neue Fässer für die Vergärung, dann noch einmal komplett neue Barriques für die Reifung), die aber auf höchstem Niveau einen hervorragenden Gegenwert für ihr Geld bieten”, so Xaviers leidenschaftliche Argumentation.

Seine expressiven, zumeist unfiltriert abgefüllten Weine sind von faszinierender Eigenständigkeit, voller Kraft und Konzentration, aber gleichzeitig von hoher Eleganz und Finesse, fleischig und außerordentlich komplex, mit einer großartigen Tanninstruktur, aber mit einem seidenen Kern versehen, einem schier unermesslich reichen Aromenspektrum von reifen Früchten: allesamt große Lagerweine mit einem grandiosen Potential, Weine zum Verlieben, traumhafte individuelle Tropfen in einem immer uniformer werdenden Weinmeer.

Diese großartigen Qualitäten lege ich Ihnen ganz besonders ans Herz, denn seine extrem raren Weine (zusammengenommen wurden vom 2000er Jahrgang gerade einmal 50.000 Flaschen aus allen Lagen abgefüllt) spiegeln jeweils auf unnachahmliche Weise das Terroir und den Stil ihrer jeweiligen Appellation und werden gerade von der Fachpresse, zunächst der französischen, entdeckt und enthusiastisch gelobt. So feiert ihn die renommierte französische Fachzeitschrift REVUE DU VIN DE FRANCE überschwänglich als „Héros du millésime” („Helden des Jahrgangs”) und die „Bibel” der französischen Weinkritik, das CLASSEMENT 2003 von Bettane/Desseauve, zeichnet ihn trotz seiner erst so jungen Winzerkarriere mit einem Stern aus, eine ganz besondere Ehre. Herzlichen Glückwunsch, Xavier.

337401 Vin de Pays d'Oc, „Classica”, rouge 2001 9,80 Euro

Von großem Terroir stammt diese tieffarbene Cuvée aus Merlot (70%), Syrah und Malbec, in der Nase bereits eine feine, reichhaltige, würzige (Schwarz-) Beerenaromatik, dazu Sauerkirschen und Karamell, am Gaumen wieder sehr dicht, rund, weich, großartige Säurestruktur, die cremigen Gerbstoffe präsent, brauchten noch einige Zeit zum völligen Abschmelzen. Dieser ungemein preiswerte Wein erinnert in seiner Stilistik unmittelbar nach seiner Öffnung an die burgundisch inspirierten Cahorsweine von Lamartine und nach mehrstündiger Atmung an große Bordelaiser Gewächse, ein toller Wein mit einem großen Entwicklungs- und Lagerpotential; zu genießen ab 2004, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2010. Schon der 98er wurde von der REVUE DU VIN DE FRANCE zu den 500 Weinen Frankreichs gezählt, die man unbedingt kaufen müsse und mit 4 Sternen, der zweithöchsten Bewertung, ausgezeichnet, seither hat Xavier die Weinbereitung noch weiter perfektioniert!
[Primo Palatum, Vin de Pays d'Oc, Classica, rouge]

Leider ausverkauft!

337200 Primo Palatum, AOC Côtes du Roussillon, rouge 2000 22,00 Euro

Ganze 2400 Flaschen hat Xavier von diesen wiederum aus kleinsten Erträgen und teilweise sehr spät, aber vollreif geernteten Syrah- (85%) und Grenachetrauben produziert, tiefdunkelrot in der Farbe mit violetten Reflexen, in der Nase bereits jetzt seine grandiose Aromenpalette offenbarend, insbesondere aromatische wilde Waldbeeren und feine Gewürze, im Mund ebenfalls dunkle Beeren- und subtile Schokoladenaromen, kraftvoll, dicht, komplex, rund, fleischig, dazu faszinierend weich, frisch, ausladend, phantastische Harmonie aller Komponenten, seidene Tannine, extrem lang anhaltend; zu genießen ab sofort über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche, Höhepunkt Ende 2004 bis 2010. Einer der großen Weine des Roussillon, nicht gerade billig, aber jeden geforderten Cent mehr als wert!
[Primo Palatum, AOC Côtes du Roussillon, rouge]

Leider ausverkauft!

KLASSIKER

Domaine Le Murmurium – Côtes-du-Ventoux

Die meisten von Ihnen kennen mittlerweile die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte, die sich hinter der Domaine Murmurium verbirgt, sind deren Rotweine doch mit die meistverkauften in unserem Programm. Jean Marot, ehemals ein erfolgreicher Apotheker, hatte 1995 im Alter von 40 Jahren beschlossen, beruflich noch einmal neu anzufangen und sich nur noch seiner großen Passion, dem Wein, zu widmen.

In den südlichen Ausläufern des Mont Ventoux, in dieser so bezaubernd anmutigen Landschaft mit ihrem faszinierenden fahlen Licht, kaufte er, nach dem Besuch von Kursen in Weinbau und Kellertechnik, das kleine Weingut eines alten Winzers, der sich zur Ruhe gesetzt hatte.
An den sanften Hängen des 1912 m hoch gelegenen mythischen Berges der Provenzalen erstreckt sich die Anbaufläche von Süden nach Westen innerhalb des wildromantischen Massivs in einer Höhenlage zwischen 100 und 400 m.

Dank des ständig wehenden heftigen Mistrals, der die Entstehung von Krankheiten verhindern hilft sowie zur Konzentration des Saftes in den Beeren beiträgt und infolge einer hohen jährlichen Sonneneinstrahlung in dieser privilegierten Region findet man hier ideale Parameter für eine günstige Entwicklung der Reben. Die relative Höhenlage des Terroirs und die dadurch bedingten großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für eine längere Vegetationsperiode als im benachbarten Rhônetal und somit für eine noch optimalere Ausreifung der Trauben, für eine perfekte Säurestruktur und eine große Finesse im fertigen Wein. Dazu kommt ein erstklassiges Terroir mit extrem gepflegten Böden, aber auch der Bewuchs mit restaurierten, alten Rebstöcken schien Jean Marot sehr geeignet, wirklich außergewöhnliche Weine zu erzeugen.
Mit großem Enthusiasmus („Ich habe nicht mehr das Gefühl, zu arbeiten, sondern lebe endlich meinen Traum”) ging Jean ans Werk, krempelte alles um, begann den Weinanbau auf der Domaine Le Murmurium nach streng biologischen Richtlinien auszurichten, die Ernte der Trauben erfolgt von Hand, und mittlerweile wurden auch moderne Kelleranlagen zur Vinifizierung des Lesegutes errichtet.

Die mitreißende Leidenschaft, die Marots zweites Leben bestimmt, lässt ungemein faszinierende Rotweine entstehen, deren betörender Duft in unnachahmlicher Weise die Seele der provenzalischen Landschaft widerspiegelt! Jean Marots Weine gelten unter Kennern mittlerweile als wahres Kleinod unter den Weinen der südlichen Rhône. Was uns besonders freut: Der ganze Rummel, der mittlerweile um seine Person und seine Weine einsetzte, hat ihm nicht den Kopf verdreht und so erhöhte er die Preise seit Jahren nur sehr maßvoll. Bravo, Jean!

152201 „Carpe Diem”, rouge 2001 11,50 Euro

Die heißbegehrte Spitzencuvée von Murmurium, „Carpe Diem” war aufgrund ihrer sensationellen Qualität im großartigen Jahrgang 2000 leider binnen Wochen ausverkauft, obwohl uns Jean Marot seit Jahren sein größtes Exportkontingent zur Verfügung stellt, waren wir doch sein erster deutscher Importeur, lange bevor ihn die Fachpresse enthusiastisch feierte (So wählte der FEINSCHMECKER den Carpe Diem zu den 100 besten Weinen der Welt!). 2001 zählt an der südlichen Rhône als Jahrhundertjahrgang, das wissen Sie seit meinen ersten Verkostungsnotizen vor anderthalb Jahren, die renommierten Fachjournalisten kommen mehr und mehr zum gleichen, einhellig enthusiastischen Urteil. Die Weine der besten Erzeuger erinnern mich in ihrem Körperreichtum, ihrer Opulenz, mit ihrem mächtigen, aber reifen Tannin und ihrer traumhaft „altmodischen” Stilistik an den legendären 78er Jahrgang mit seinem großartigen Reifepotential.

Jean Marots wie immer aus sehr reifen Trauben aus biologischem Anbau produzierte Cuvée (Grenache und Syrah), teilweise im kaum spürbaren Barrique unterschiedlicher Tonneliers ausgebaut, brilliert in ihrer Preisklasse mit einer traumhaften Qualität, mit feinen eleganten Aromen nach Cassis, Heidelbeeren, Waldbrombeeren und schwarzen Kirschen, mit leicht nussigen und pfeffrigen Anklängen und einer reifen, würzigen und süßlichen Frucht. Nach längerer Öffnung zeigen sich dann zarte Anklänge an Flieder und Veilchen. Ein faszinierender Tropfen, in dem sich Dichte und Eleganz mit einem betörenden Aromenspiel paaren, einfühlsamer und gekonnter kann man Grenache und Syrah nicht vinifizieren. Die dichte und angenehm frische Textur, die kühle dunkle Syrahfrucht, das intensive, rassige Geschmackserlebnis, all dies ergibt einen Klassewein, der nach weit mehr schmeckt, als er kostet.
Deutlich spürbar die nochmaligen Verbesserungen in der Qualität, die darauf zurückzuführen sind, dass Jean mittlerweile seine teils unterirdisch angelegten Weinkeller fertig gestellt hat und die Provisorien bei der Vinifizierung ein Ende haben. Heute, unmittelbar nach der Flaschenfüllung, erweist sich der rein biologisch erzeugte „Carpe Diem” unnahbar und spröde, wie jedes Jahr in diesem Stadium, was die zahlreichen Liebhaber dieser faszinierenden Cuvée jedoch wissen. Dieser Klassewein braucht noch einige Monate, sich zu harmonisieren. Voraussichtlich wird er im Herbst dieses Jahres beginnen sich zu öffnen (vielleicht auch ein wenig später diesmal aufgrund seiner besonders hohen Konzentration) und seinen Höhepunkt zwischen 2005 und 2010 erreichen.
[Carpe Diem]

Leider ausverkauft!

152101 „Le Murmurium”, rouge 2001 7,20 Euro

Mit dem „Carpe Diem” eingetroffen ist die letzte Palette von Jeans vorzüglicher Basiscuvée: Überbordende Aromen von Cassis, Wildbeeren, Gewürzen, Pfeffer und Amarenakirschen, am Gaumen konzentriert, dicht und finessenreich, die seidenen, von einer leicht süßlichen Frucht umhüllten Tannine gleiten fast zärtlich die Zunge hinunter, nach längerer Öffnung zeigen sich immer mehr betörende Aromen, Flieder, Veilchen, Blaubeeren und exotische Hölzer. Eine herausragende Qualität aus mustergültiger Weinbereitung, eine terroirbetonte Cuvée zu sensationell günstigem Preis; zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende des Jahres bis 2006.
[Le Murmurium]

Leider ausverkauft!

Alain Graillot – Crozes-Hermitage

Der renommierte und einflussreiche französische Weinführer Gault-Millau feierte Alain Graillot bereits als den Rhône-Winzer des Jahres 1992 und Parker behauptet, sein Crozes-Hermitage schmecke wie die benachbarten, viel berühmteren und bedeutend teureren Hermitage-Weine.

Alain Graillot erlernte sein Handwerk bei seinen berühmten Freunden Gérard Jaboulet, Marcel Guigal, Gérard Chave und anderen engagierten Spitzenwinzern. Dank der hervorragenden, steinigen Lagen im Herzen der Appellation, der Produktion niedriger Erträge und einer extrem selektiven Lese, die zudem immer sehr spät durchgeführt wird, erzeugt Alain sicherlich zusammen mit Michel Tardieu die feinsten Gewächse dieser Appellation, die zudem eine Struktur aufweisen wie wenige andere Weine der Region.
Seine wunderschönen, opulenten, würzigen und doch subtilen Syrah-Weine präsentieren sich dicht, komplex, fein und geschliffen, vor Bukett strotzend und hervorragend vinifiziert. Der Jahrgang 2001 erbrachte an der gesamten nördlichen Rhône (im Unterschied zu den Renommierregionen des südlichen Flussverlaufs) extrem heterogene Ergebnisse, sehr viel mittelmäßige, bisweilen gar unverständlich schwache Weine, selbst bei renommierten Erzeugern. Daneben gibt es jedoch Winzer, deren Qualitäten sich auf dem gleichen Niveau befinden wie im besten Jahrgang der letzten 40 Jahre, dem 99er, oder diesen im Einzelfalle gar noch übertreffen.

Schon bei meiner ersten Fassprobe im Dezember 2001 deutete sich an, was die große vergleichende Rhônedegustation (fast) aller renommierten Produzenten im März dieses Jahres vor Ort ergab:
Alain Graillot, mittlerweile selbst schon zu den legendären Altmeistern zählend, hat einen außergewöhnlich großen Jahrgang eingebracht, nicht im schmeichlerischen Stil des 2000ers, auch nicht so opulent wie der 99er, dafür von einer fabelhaften, geradezu klassischen Struktur und einer perfekten Ausgewogenheit! Weine, die aufgrund ihrer wunderschönen Frucht bereits in ihrer Jugend große Freude bereiten und die darüber hinaus über ein großes Lagerpotential verfügen!

143101 Crozes-Hermitage, rouge 2001 12,90 Euro

Seit Jahren einer unserer beliebtesten Rotweine überhaupt: tiefdunkle, fast schwarze Farbe, Bukett von roten Früchten, Rauch und schwarzem Pfeffer, Kräutern, Oliven und Johannisbeeren, am Gaumen eine außergewöhnliche Fülle, sehr fleischig, dazu eine eindrucksvolle Finesse und eine hervorragende Struktur, leicht süßliche, saftige Tannine, lang anhaltend. Von beeindruckender Qualität, einer der besten Crozes-Hermitage, die Alain bisher vinifiziert hat; in seiner Primärfruchtphase bereits ein vorzüglicher Essensbegleiter, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2011.
[Graillot, Crozes-Hermitage, rouge]

Leider ausverkauft!

143201 Crozes-Hermitage „La Guiraude”, rouge 2001 21,00 Euro

Die Qualität des 2001er ist Alain so gut gelungen, dass er von diesem Jahrgang endlich wieder seine legendäre Spitzencuvée abfüllt, wie immer in so homöopathischen Dosen, dass wir diesen großen Wein nur streng limitiert abgeben können.

Leider ausverkauft!

143301 Saint Joseph, rouge 2001 16,90 Euro

Von den steilen Höhenlagen im Norden der Appellation erzeugt Graillot in kleinen Mengen einen dichten, konzentrierten, hochreifen „St. Joseph” mit einem zart rauchigen Duft, dazu komplexe Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Schwarzbeeren und Kirschen, der mineralische Unterton, von den Granitböden stammend, ist deutlich vernehmbar, schöne Struktur und Finesse, reintönig, anhaltend; nach längerem Öffnen bzw. Dekantieren bereits sofort trinkbar; Höhepunkt 2005 bis 2010.
[Graillot, Saint Joseph, rouge]

Leider ausverkauft!

Les Terroiristes

Das Gemeinschaftsprojekt „Les Terroiristes” von dreien unserer Weltklassewinzer, Yves Gras (Domaine Santa Duc), Pascal Verhaeghe ( Château du Cèdre) und Pierre Clavel, sowie unserem gemeinsamen Freund Marc Buelinckx, einer belgischen Spürnase par excellence, der wie kaum ein anderer die südfranzösische Weinszene kennt, findet nunmehr seine dritte Auflage in diesem großartigen Rasteau, der von Yves Gras vinifiziert wurde – die beiden Vorgänger entstanden unter der jeweiligen Federführung von Pierre und Pascal.

Von einem gepachteten Weinberg in Rasteau stammen die erstklassigen Grenache- (90%) und Syrahreben von uralten Rebstöcken, die lediglich einen winzigen Ertrag liefern. Die diesen exzellenten Wein ideal widerspiegelnde Stilistik der 4 Freunde steht geschrieben auf der Rückseite des wohl eigenwilligsten Etiketts Frankreichs:
„Vier Männer, eine Leidenschaft, keine Bomben (Kenner des Weins wissen, dass Zoro mit einer gezündeten Bombe die Flasche ziert), aber Weine mit großem TERROIR-Charakter”.
Daher auch der eigentümliche Name dieser ungewöhnlichen Viererbande, „TERROIRISTES”, da es das absolute Ziel dieser großartigen Winzer ist, Weine zu schaffen, welche die Besonderheiten ihrer jeweiligen Terroirs unverfälscht zum Ausdruck bringen.

333100 „Les Terroiristes”, Rasteau, CdR Villages, rouge 2000 12,00 Euro

Yves vinifizierte diesmal einen tief dunkelroten, wildaromatischen Wein mit einem feinwürzigen, beerigen Duft und einer geradezu überwältigenden Ladung voll reifer, saftiger, dichter, weicher Frucht auf Zunge und Gaumen mit einem cremigen, geschmeidigen, perfekt integrierten Tanninpaket, das diesem geradezu majestätischen Wein ein großes Potential verleiht. Viel Spiel auf der Zunge, kaum merklich das bestens integrierte Holz, lang anhaltend im Abgang, zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2004 bis mindestens 2009.
[Les Terroiristes]

Leider ausverkauft!

Château Saint Martin de la Garrigue – Coteaux du Languedoc

Wunderschön gelegen, mit einem traumhaften Blick über das sanft hügelige Terrain bis hin zu den Gestaden des Mittelmeeres, hat sich seit Mitte der 90er Jahre nach bewegten Zeiten mit mehrfachem Besitzerwechsel Château Saint Martin de la Garrigue zu einem Aushängeschild des qualitativen Weinanbaus im Languedoc entwickelt. Maßgeblich beigetragen zu diesem enormen Aufschwung hat – neben dem zunehmenden Alter der Ende der 70er Jahre gepflanzten Edelrebsorten – die Mitte de 90er Jahre erfolgte Verpflichtung einer der besten Weinmachers des französischen Südens, Jean-Claude Zabalia.

Mit ungeheurem Ehrgeiz ging dieser tatkräftige und innovative Önologe ans Werk, um die Rebareale so zu bearbeiten, dass bestmögliche Qualitäten erzielt werden können. So beruhen diese Spitzenweine des französischen Südens auf einem außerordentlichen Terroir mit völlig unterschiedlichen Bodenformationen, die entscheidend beitragen zur erstaunlichen Komplexität der vorzüglichen Weine, da die Rebstöcke – in dieser klimatisch wahrlich begünstigten Region auf insgesamt 39 Parzellen verteilt und eingebettet in die duftende Busch- und Kräuterlandschaft des Languedoc – die Aromen der Garrigue und den Ausdruck des Terroirs über ein vorzügliches Traubenmaterial bestens in den Wein transportieren.

So werden auf optimal dazu geeigneten hügeligen, extrem steinigen Lagen, die gerade in trockenen Sommern sehr von feuchten Meereswinden profitieren und die aufgrund ihrer mikroklimatischen Besonderheit sehr späte Lesen extrem ausgereifter Trauben von Mitte September bis Ende Oktober erlauben, sowohl Rot- als auch Weißweine erzeugt, die über ein sensationelles Preis-Genussverhältnis verfügen.
Ein Beleg für diese völlig außergewöhnlichen Qualitäten zu kleinem Preis ist die Bewertung des 99ers „Bronzinelle” im „Wine Spectator” mit 94 Punkten, über die man jedoch sicherlich diskutieren kann. Denn diesen in der Tat ungewöhnlich attraktiven Alltagswein mit einer Note zu versehen, die angehenden Weltklasseweinen vorbehalten ist, ist mir zu viel des Guten, belegt aber andererseits eindrucksvoll die Begeisterung der Verkoster über die Qualitätsdimensionen der doch so preiswerten und im besten Wortsinne „handwerklich” hergestellten Weine dieses Vorzeigegutes. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass jemals ein Wein dieser Preisklasse in irgendeiner Veröffentlichung derart hoch bewertet wurde.

Ganz selten nur gibt es auch im Languedoc derart preiswerte Weine mit einem solch grandiosen Genussfaktor!

342102 Picpoul de Pinet, blanc 2002 7,90 Euro

Zumeist unsäglich die aus Übererträgen gewonnene Brühe, die aus dieser autochthonen Rebsorte des Midi als Touristenwein den Markt überschwemmt. Und aus dieser so geschundenen Traube kreiert Zabalia einen erfrischenden, komplexen, aromatischen, feinwürzigen, stahligen Picpoul als exzellenten Fischbegleiter und herausragenden Sommerwein.
[Picpoul de Pinet]

Leider ausverkauft!

342301 Bronzinelle, rouge 2001 8,90 Euro

Ausdrücklich empfehlen möchte ich Ihnen diesen wahrhaft leckeren und enorm preisgünstigen Nachfolger des vom Wine Spectator so exorbitant hoch bepunkteten 99ers, eine unfiltrierte, charaktervolle, teilweise in Barrique ausgebaute Cuvée aus Syrah, reifer Carignan, Grenache und Mourvèdre. Tiefpurpurrote Farbe, in der Nase ein traumhafter Aromenstrauß aus dem französischen Süden, Kräuter der Garrigue, dunkle Beerenaromen und feine Gewürznoten, im Mund dicht, tief, cremig, besitzt eine eher „kühle” Stilistik, hat nichts „Marmeladiges” an sich, feine Säure, pfeffrig, komplex, kräftig, reichhaltig, ein herrlich authentischer Garriguewein mit Biss, präsente, aber bereits weiche, reife Tannine, schöner Nachklang; zu genießen ab Ende 2003, Höhepunkt Ende 2004 bis 2007.
[Bronzinelle]

Leider ausverkauft!

342401 Cuvée St. Martin, rouge 2001 11,90 Euro

Welch Kraft strotzender und dennoch edler barriqueausgebauter Garriguewein (Syrah, Mourvèdre, Grenache) aus dem französischen Süden im eher „klassischen” Stil, in der Nase ein faszinierendes Aromenbündel, insbesondere Waldbeeren, Pflaumen, Kaffee, geröstete Mandeln, am Gaumen eine subtile Finesse, wiederum komplexe Aromen von Blaubeeren und Pflaumen (aber keine Spur von marmeladiger Überreife, ebenfalls eine eher kühle Stilistik), Lakritze, Trüffel, Gewürze, dicht, tief, konzentriert, reichhaltig, geschmeidig, noble Struktur, weiche, schmelzige, seidene, Tannine, ein „grand vin de garde”, ein wunderschön „altmodischer” Wein, das Ebenbild, ja der Inbegriff eines großartigen Languedocweines, zu genießen ab sofort nach mehrstündigem Dekantieren, Höhepunkt Ende 2004 bis 2009.
[Cuvée St. Martin]

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße aus Saarlouis bzw. aus Südfrankreich, Ihr

Tino Seiwert