Saarlouis, im April 2003

PINwand N° 64


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

unsere heutige Pinwand befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Süden Frankreichs:
frisch eingetroffene neue Jahrgänge großer Klassiker und zwei spektakuläre Neuaufnahmen.
Château Mansenoble brilliert mit fulminanten 2001er Qualitäten, auch die rare Spitzencuvée Marie-Annick wurde wieder gefüllt, erst zum zweiten Mal in der glanzvollen Historie des Gutes, Terre Mégère überzeugt mit einer ungemein preis“werten“ Cuvée, die von der REVUE DU VIN DE FRANCE zu den 13 besten Weinen des Jahres in der Appellation CdL gezählt wird und die Domaine Trévallon produzierte schlicht den besten Jahrgang ihrer Geschichte.

Aus den großartigen Zwillingsjahrgängen 2000/2001 an der südlichen Rhône, präsentieren wir 2 Spitzenweine von Michel Tardieu und die Preis-Leistungssensation aus Châteauneuf-du-Pape, die Domaine de la Côte de l’Ange, die laut Parker „Weine im Stil von Pégau und Henri Bonneau“ produziert, nur wesentlich preis“werter“.

Im Languedoc wird der spektakuläre Jungfernjahrgang der Domaine de la Sauvageonne als die Geburtsstunde eines neuen Grand Cru aus dem Midi gefeiert. Von Tour des Gendres im Bergerac empfehlen wir 2 großartige Weißweine, Cathy Fournié von Haut Monplaisir aus dem Cahors wurde vom Gault Millau zur Winzerin des Jahres 2002 im französischen Südwesten gewählt.

Aus Spanien präsentieren wir 4 Gewächse von Telmo Rodriguez, schmackhafte Alltagsweine mit sensationellem Preis-Genussverhältnis sowie großartige Weltklassegewächse.

Kurzinformationen:

Der FEINSCHMECKER testete 1000 Olivenöle und prämiert die besten aus aller Welt: In einer in Deutschland einmaligen Mammut-Verkostung von 1000 Olivenölen aus aller Welt hat eine mit renommierten Fachleuten besetzte Jury in der aktuellen Ausgabe 04/2003 des Gourmet-Magazins Orientierung im für den Laien nur schwer überschaubaren Markt der Olivenöle geschaffen und resümiert:
„In Deutschland wird, aus welchen Gründen auch immer, selten über Skandale und Mogeleien in der Olivenölbranche berichtet. Dabei wären Informationen darüber durchaus angebracht, denn seit rund 15 Jahren jagt eine Fälschungs- und Korruptionswoge die andere. ... Beteiligt waren fast alle Großkonzerne, deren Olivenöle auch bei uns die Supermarktregale füllen“.

Pinard de Picard hat Sie erst kürzlich ausführlich über den jüngsten Skandal informiert, ein von der STIFTUNG WARENTEST zunächst zum Testsieger gekürtes Olivenöl der Supermarktkette Lidl betreffend. (Umfangreiche Informationen hierzu finden Sie in unserem Forum im Bereich „Tino Seiwerts Kolumne”).
Das Fazit des für die Verkostung verantwortlichen Redakteurs Kersten Wetenkamp im FEINSCHMECKER: „Unsere 250 Favoriten sind der Beweis, dass sich Qualitätsbewusstsein bei den Ölproduzenten endlich durchzusetzen beginnt. Wir Verbraucher sollten dubiose Dumping-Angebote im Discounter meiden. Nur so können wir die leidigen Ölpanschereien verhindern”.

Was uns besonders freut: Unser Lieblingsöl „Carte Noire“ von Olio ROI, das seit unserer Olivenölaktion im Januar so viele Fans unter unseren Kunden gefunden hat, dass es zu einem unserer meist verkauften Artikel im gesamten Feinkost-Bereich avancierte, erhielt „die höchsten Bewertungen der Jury“, so der FEINSCHMECKER:

„Einer der renommiertesten Ölproduzenten Italiens – die Familie Boeri-Roi erzeugt Olivenöl seit 1900 – bekam für sein Tropföl „Carte Noire” die höchsten Bewertungen der Jury. Das beste Öl aus Ligurien schmeckt harmonisch, sanft, fruchtig und nussig mit feinem Blütenaroma im Duft.”

671125 ROI, Olivenöl „Carte Noire”, Extra Vergine, (0,5 l) 23,50 Euro



[ROI, Carte Noire]

Leider ausverkauft!

Weitere 13 „unserer” Öle werden besonders empfohlen, teilweise Klassiker unseres Programms, wie das ebenfalls im Januar „verschenkte” Olivenöl Olio Extra Vergine „L’Affiorato” aus Apulien, teilweise Neuaufnahmen, die wir Ihnen Mitte des Jahres mit Erscheinen unseres neuen Print-Kataloges präsentieren wollten, darunter das laut Test „beste Öl Portugals”. (Weitere Informationen finden Sie hier )

Da wir als Liebhaber exzellenter kaltgepresster Olivenöle ständig auf der Suche nach unmanipulierten, authentischen Ölen sind, die nicht durch chemische oder thermische Extraktion und anschließende Raffinierung ihrer wertvollen Inhaltsstoffe und Aromen beraubt wurden, macht uns dieses Testergebnis schon ein wenig stolz


KLASSIKER

Château Mansenoble – Corbières

Seit wir mit Guido Jansegers zusammenarbeiten, dem Besitzer von Château Mansenoble, das am Fuße des 600 m hohen Berges Alaric in der wildromantischen Landschaft der vom Tourismus noch fast unberührten Region Corbières gelegen ist, gehören seine Weine zu den absoluten Favoriten unserer Kunden, ja, sie sind längst zu Klassikern unseres Programms avanciert.
Guidos Leidenschaft für große Weine, sein Enthusiasmus, das exzellente Terroir des französischen Südens betreffend („Bordeaux ist die Tradition, wir sind die Zukunft”) und die Möglichkeit, in diesem ehemaligen, viel belächelten „Armenhaus Frankreichs” erstklassige Weine zu erzeugen, ist dabei genauso ansteckend wie das fröhliche Blitzen in seinen Augen und in seinem Gesicht.
Sein Optimismus, die Zukunft der Weine des Languedoc betreffend, ist noch größer als vor 10 Jahren, als er, mit Beginn seines fünften Lebensjahrzehntes, seine gesicherte Existenz aufgab und sein gesamtes Geld in seine neue Lebensaufgabe investierte.
Innerhalb nicht einmal eines Jahrzehntes führten er und seine Lebensgefährtin Marie-Annick dieses zuvor relativ verwahrloste 20 ha große Château nicht nur an die Spitze der Appellation Corbières; „Vins et Vignobles en France” zählt das Gut mittlerweile zu den Top-Ten des Languedoc, und Robert M. Parker stuft es gar bei den weltweit besten Weingütern ein.

Dieser märchenhafte Erfolg findet seine Grundlage in den besonderen mikroklimatischen Bedingungen der Region, die auf einer Art Hochplateau zwischen dem Minervois und dem Roussillon angesiedelt ist:
Das exzellente, extrem karge Terroir von Mansenoble, gelegen am Fuße des 600 m hohen Mont Alaric, profitiert dank einer Art Scharnierposition sowohl von den sonnigen, trockenen Gegebenheiten des Mittelmeerklimas als auch von mäßigenden Einflüssen des Atlantiks (genügend Wasserzufuhr und häufig kühle Luftmassen), die zu einer langsamen Reifung führen und Voraussetzung sind für die Feinheit und den Aromenreichtum dieser wirklich großen Weine.

Alle Cuvées dieses Ausnahmegutes sind gekennzeichnet durch eine Textur und Komplexität, wie man sie nicht nur im französischen Süden ganz selten findet, durch eine große Konzentration, Kraft und würzige Noten, Schmelz und Fülle sowie eine beeindruckende Dichte und Extraktion, wie sie den besten Rotweinen des Midi zu eigen sind, gepaart jedoch mit den feinen Fruchtaromen und der Anmut eines exzellenten Bordeaux, allerdings zu wesentlich günstigeren Preisen.
Dabei halten wir Guido besonders zu Gute, dass er auf jeden modischen Schnickschnack verzichtet, nicht jedem Trend hinterher hechelt, sondern seit Jahren seiner Linie treu bleibt: Herausragende Terroirweine zu produzieren, die den Charakter ihrer Region widerspiegeln, die jedoch die Rustikalität, die den meisten Weinen des Corbières noch immer zu eigen ist, weit hinter sich gelassen haben.

Die außergewöhnliche Qualität sämtlicher Weine von Château Mansenoble fällt dabei so sensationell aus, dass die renommierte französische Fachzeitschrift REVUE DU VIN DE FRANCE dieses Gut im 98er Jahrgang gar zum „Héros du millésime 98” (Helden des 98er Jahrgangs) wählte, eine einzigartige Auszeichnung! Und der Jahrgang 2001 besitzt aufgrund seiner traumhaften klimatischen Bedingungen zumindest die gleiche Qualität, was sich auch darin zeigt, dass Guido nach 98 erst zum zweiten Mal in seiner Winzerkarriere die Spitzencuvée Marie-Annick abfüllt:
Alle Produkte dieses riesigen Jahrgangs auf Mansenoble sind tiefdunkle, saftige Fruchtkonzentrate, dicht, komplex, dazu ausgestattet mit einer selbst von diesem Ausnahmegut selten (noch nie?) erreichten Eleganz und Finesse, das sind Glücksfälle von Weinen zu verrückt niedrigen Preisen, denn trotz aller Erfolge und Elogen: Guido verliert nie die Bodenhaftung und belässt auch beim vierten Ausnahmejahrgang nacheinander die Preise nahezu unverändert. Wenn doch nur alle Winzer ein solches Augenmaß bei ihrer Verkaufspolitik beweisen würden!

305101 Vin de pays des Coteaux de Miramont, rouge 2001 5,95 Euro

Was für ein eleganter, weicher Landwein aus reifen Merlot- und konzentrierten Carignantrauben (2001 war wie 2000 ein herausragendes Carignanjahr), strotzend vor tiefdunkler Farbe und Frucht: Sauerkirschen und Johannisbeeren, aber auch Schokolade, Kräuter und Tabak, im Mund dicht, tief, schmelzig, sehr elegant für seine Klasse, ein kaum nachvollziehbar günstiger Preis, nicht umsonst seit Jahren ein absoluter Renner in unserem Programm zu trinken jetzt bis 2004.

Leider ausverkauft!

305301 Merlot-Cabernet, VdP rouge 2001 6,90 Euro

Wenn man diesen Wein verkostet, eine Assemblage aus im höchsten Reifezustand gelesenen Merlottrauben (60%) und aus erstklassigem Cabernet Sauvignon, ist man jedes Mal aufs Neue überrascht, denn das typische Bukett von schwarzen Johannisbeeren und süßen Kirschen, von Kräutern und Tabak, die Dichte, Frische und Würze dieses so angenehm saftigen Stoffes im Mund sowie die Aromen von dunklen Früchten und eine feinwürzige Tanninstruktur, all dies lässt einen weit eher an Weine aus dem Haut Médoc zu einem wesentlich höheren Preis denken, denn an solche aus Corbières, zu genießen jetzt bis 2005.

[305301]

Leider ausverkauft!

305401 Montagne d’Alaric, rouge 2001 7,90 Euro

Die Cuvée d’Alaric (Syrah, Grenache, Carignan), seit dem 2000er Jahrgang mit ähnlich edler Flaschenausstattung versehen wie der Réserve, was die grandiose Qualität dieses Klassikers auch rein optisch demonstrieren soll, besitzt ein feinwürziges Aroma (Schokolade, Beeren, Rauch, Leder), ist markant, komplex, dicht, ausdrucksstark am Gaumen, finessenreicher, auch ausgewogener noch als in der Vergangenheit, saftige Tannine, ein unglaublich günstiger Alltagswein, wird nach ein paar Monaten der Flaschenreife bereits lecker schmecken und in ein bis zwei Jahren ein seltenes Preis-Genussverhältnis aufweisen, wenn Sie sich angesichts seiner Qualität solange beherrschen können. Viel Wein für kleines Geld!
Höhepunkt Ende 2003 bis 2006.

Leider ausverkauft!

305201 „Réserve du Château Mansenoble”, rouge 2001 12,90 Euro

Tiefes Brombeerrot mit lila Reflexen am Rande, sehr sinnliche Nase mit betörender Fruchtsüße, ein Sinfonie aus reifen Waldbeeren, Kirschen und Brombeeren (nach längerer Öffnung Anklänge an Cassis, Gewürze und frisches Brot), eine konzentrierte, dichte, harmonische, weiche, samtige, komplexe Cuvée (Syrah, Grenache, Mourvèdre, Carignan) mit Fülle und Schmelz, Eleganz und Finesse, feinster Fruchtextrakt am Gaumen, die Tannine fest und von feiner Struktur. Nicht erst, seit der FEINSCHMECKER diesen Klassewein zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte, einer der großen Klassiker in unserem Programm
Genießen entweder im Sommer/Herbst dieses Jahres in seiner schönsten Primärfruchtphase oder ab 2005/6 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

305801 „Cuvée Marie-Annick“, rouge 2001 17,50 Euro

Nur in absoluten Ausnahmejahrgängen wie 98 und jetzt eben 2001 füllt Guido eine Selektion der besten Partien des Réserve im Keller getrennt ab. Ein großer Wein, in seiner Aromatik dem Réserve sehr ähnlich, verfügt aber in der Nase über noch mehr Komplexität, am Gaumen schmeicheln und begeistern Schichten von tiefgründigen Fruchtaromen, dieser rare Wein (nur 4.000 Fl. wurden gefüllt) brilliert durch eine fabelhafte Struktur, eine großartige Tiefe und eine faszinierende Eleganz und Finesse, die nur wenigen großen Weinen des französischen Südens eigen ist.
Auch wenn Sie diesem wunderschönen Wein in seiner betörenden Jugend kaum widerstehen können, sollten Sie ihn auf seinem Höhepunkt 2006 bis 2012 genießen. Dies ist ein geradezu erotischer Wein, der in mir immer wieder Gedichte von Baudelaire anklingen lässt!

Leider ausverkauft!

3058101 „Cuvée Marie-Annick” Magnum, rouge 2001 38,00 Euro

Leider ausverkauft!

Domaine de Terre Mégère – Coteaux du Languedoc

Mit Geheimtipps ist das immer so eine Sache, insbesondere, wenn man die Weine bereits seit ein paar Jahren in seinem Portfolio führt und diese seither eine begeisterte Anhängerschar gefunden haben. Aber selbst wir, die wir Ihnen immer wieder vorschwärmen vom phantastischen Preis- Genussverhältnis südfranzösischer Weine, kommen bei unseren Verkostungen aus dem Staunen nicht heraus, wenn wir die Weine von Michel Moreau, im Glase haben, diesem sympathischen, bescheidenen, bodenständigen Winzer, dem alles Laute, alles Marktschreierische mehr als zuwider ist.

Bereits seit mehreren Jahren produziert er auf seinem 20 ha großen Weingut mit seinen auffallend trockenen Sandsteinböden im Herzen des Languedoc originäre Weine voller Individualität, sehr würzige Exemplare mit einer satten beerigen Frucht, keine wirklich großen, aber sehr anspruchsvolle Weine für jeden Tag, zu unverschämt günstigen Preisen.

Michel hat seine Rebparzellen aus der sie umgebenden Garriguelandschaft herausgerodet, so dass sich in seinen Weinen in faszinierender Weise das exzellente Terroir und das für den Weinanbau so vorzügliche mediterrane Klima seiner Domaine widerspiegeln. Hinzu kommt, dass die Trauben für die Rotweine erst in sehr reifem (aber nicht überreifem!) Zustand geerntet werden, was diesen Weinen einen betörenden Reiz verleiht, was aber auch dazu führt, dass sie über relativ wenig Säure verfügen und somit bereits jung mit viel Genuss getrunken werden können.

Auch im Languedoc ist ein solch exzellentes Preis-Genussverhältnis für derart traumhafte Alltagsweine aus Michels bisher größtem Jahrgang eine absolute Rarität.

310301 Coteaux du Languedoc „Les Dolomies”, rouge 2001 7,95 Euro

Tiefrote, ja ins Schwarze übergehende Cuvée (Grenache und Syrah) von extrem ärmlichen Böden, im Duft aromatische Beerennoten und Anklänge an Gewürze, im Mund fast süßlich dekadente Frucht, dabei am Gaumen eine faszinierende, köstliche Frische, ein idealtypischer Terroir- und Garriguewein, weiche, cremige, delikate, höchst angenehme Tannine, traumhaftes Preis-Genussverhältnis.
Die Rebsortenklassiker des Languedoc verschmelzen zu einem herrlichen Wein, den man ohne Reue jeden Tag aufs Neue genießen kann, ein idealer Rotwein auch für sommerliche Abende auf der Terrasse, zu genießen jetzt bis 2006.
Die REVUE DU VIN DE FRANCE, Frankreichs renommierte Weinfachzeitschrift, führt diesen traumhaften Wein in ihrer Jahrgangsübersicht 2001 (Juni 2002) unter den 13 besten Weinen der Appellation Coteaux du Languedoc mit der Bewertung: „Nous avons beaucoup aimé”!

Leider ausverkauft!

Auch die beiden reinsortigen Rotweine aus den Bordelaiser Edelreben Cabernet Sauvignon und Merlot, sehr begehrte „Renner“ in unserem Programm, sind mit eingetroffen, wunderschöne Alltagsweine zu mehr als fairem Preis. Im Bordelais zahlen Sie für diese Qualität mehr als das Doppelte!

310101 Vin de Pays d’Oc, Merlot 2001 5,90 Euro

Leider ausverkauft!

310501 Vin de Pays d’Oc, Cabernet Sauvignon 2001 6,40 Euro

Leider ausverkauft!

Domaine de Trévallon – Provence

Einer der eigenständigsten und charaktervollsten Rotweine der Welt, der mit keinem anderen Wein verglichen werden kann, wird in der Nähe der malerischen, mittelalterlichen Stadt Les Baux am Fuße des wildromantischen Gebirgszuges der Alpilles erzeugt.
Eloi Dürrbach, der Winzer, den ich persönlich sehr schätze, wird von vielen, die ihn kennen, als eher spröder, zurückhaltender Mensch erlebt, sein „Trévallon” jedoch wird von allen Weinkritikern und -liebhabern enthusiastisch gefeiert und zu den besten Weinen der Welt gezählt; er ist in Frankreich und den USA längst zum Kultwein avanciert und wird dort inzwischen zu exorbitanten Preisen gehandelt.
Zudem wird dieser so bekömmliche Wein, der nur schwer erhältlich ist und den Händlern streng limitiert zugeteilt wird, rein ökologisch angebaut und nach etwa zwei Jahren im Holzfass (eine kleine Partie in neuen Barriques, das meiste in großen Fudern) unbehandelt und unfiltriert auf Flaschen gezogen.

Die schon in der Vergangenheit großartige Qualität hat seit dem 98er Jahrgang noch einmal deutlich zugelegt. Dies hat mehrere Ursachen: Zum einen natürlich eine Abfolge herausragender Jahrgänge von 98 bis 2001 (Dagegen wird es aufgrund der sintflutartigen Regenfälle vom September 2002, die die Weinberge von Trévallon voll getroffen haben, keinen Wein aus diesem Jahrgang geben.
Wenn die Qualität der Trauben nicht Elois Ansprüchen genügt, wird konsequent nichts abgefüllt!), zum anderen das zunehmende Alter der Rebstöcke, die immer besseres Traubenmaterial liefern und mittlerweile auch in dosierter Menge den Einsatz neuen Eichenholzes (Barriques wie Fuder) ermöglichen, die dem Wein noch mehr Struktur, Eleganz und Finesse verleihen, ihm aber nicht seine Originalität rauben:
In Dürrbachs großen Gewächsen dominiert die Frucht das Holz und nicht umgekehrt, wie bei so vielen international „gemachten” Weinen, die bar jeder Originalität eine austauschbare Stilistik aufweisen.
Zudem sind die Weine von Trévallon meilenweit von diesem immer mehr um sich greifenden, auf überreif geernteten Trauben beruhenden marmeladigen Stil entfernt, der zumindest bei mir keinen rechten Trinkgenuss aufkommen lassen will.

Trévallon, das ist originärer Stoff der absoluten Weltspitze mit dem Geschmack und der Aromatik des französischen Südens und bei aller Dichte und Konzentration verkörpern diese Weine seit dem 98er Jahrgang Eleganz und Finesse pur!

In Frankreich ziert dieser große Wein die Karten der besten Restaurants des Landes, kostet dort allerdings stets so um die 300 Euro. Wie antwortete mir doch ein sehr bekannter französischer Sommelier auf meine erstaunte Frage nach diesem mir deutlich zu hoch erscheinenden Preis: „Aber Monsieur, ich kann doch diesen großen Wein nicht billiger verkaufen als die Second Crus aus dem Bordelais, wo er doch so viel besser schmeckt als diese. Der Einkaufspreis spielt dabei keine Rolle.”
Die Logik meiner französischen Freunde ist weltberühmt, verblüfft mich aber im Einzelfall immer wieder!

401199 Domaine de Trévallon, rouge 1999 34,50 Euro

Auch wenn ich wirklich noch nie einen schwachen Wein von Trévallon getrunken habe, so gibt es dennoch Ausreißer nach oben, Weine von spektakulärem Format: Die 83er, 90er, 95er und 98er gehören schlicht zu den besten Weinen der Welt, der 99er brilliert als die femininere Variante des mittlerweile schon legendären, etwas opulenteren, aber auch mit noch härteren Tanninen ausgestatteten 98ers.
Dunkles Purpurgranat in der Farbe, faszinierendes Bukett nach süßen schwarzen Beeren, Kirschen, Tabak, frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer, Trüffeln, Röstaromen und zarten Gewürzanklängen. Am Gaumen fleischig, doch dann welche Eleganz und Finesse! Traumhafte Fruchtsüße im konzentrierten Extrakt, Schwarzbeeren, Teer, Kakaobohnen und Mokka, zart rauchig, der erste Trévallon neuer Generation: das erstmals für kleinere Partien des Mostes verwendete neue Eichenholz verleiht dem Wein mehr Struktur und seidige Eleganz.
Welch gelungene Synthese zwischen der schieren Kraft und Konzentration des 98ers und einer burgundisch anmutenden Finesse, ein unvergleichliches Zeugnis eines phantastischen Terroirweines! Zu genießen Ende 2004 bis mindestens 2014.

Leider ausverkauft!

401100 Domaine de Trévallon, rouge 2000 38,50 Euro

Die Quintessenz im bisherigen Schaffen von Trévallon! In der Farbe ein tiefdunkles Granat mit lila Reflexen am Rand. Ein betörendes, ungemein intensives Cassis- und Brombeerbukett, Anklänge an berauschende schwarze Trüffel, Kakao und gerösteter Kaffee, weißer Pfeffer, Rosenblätter, dunkle Edelhölzer, die für Trévallonweine so charakteristische animalische Note nur noch dezent im Hintergrund verspürbar. Am Gaumen reife rote Beeren, Rosinen, schwarze Pralinen, nochmals edle Hölzer, ungemein saftig, dicht, konzentriert, beerige Süße im dichten Extrakt, sensationelle Komplexität („Ja, das ist wohl mein bisher bester Wein mit einer vorher nicht gekannten Eleganz und Finesse”, ganz sachlich, eher unterkühlt und in keinster Weise überheblich reagiert Eloi auf meine Begeisterung, diesen monumentalen Wein betreffend), exzellente Struktur, großartiges Finale, phantastische, feinkörnige Tanninstruktur. Die Zunge taucht ein in dieses außerordentliche, fast dekadent süßliche Aromenspektrum („très Trévallon”), „spielt” mit diesem phänomenalen Wein, alle Sinne scheinen betört.
Um diesen Wein begannen sich bereits wieder vor der Abfüllung Legenden zu ranken, die Händler reißen sich regelrecht um die raren Flaschen, und in den USA droht er zu einem Spekulationsobjekt ersten Ranges mit exorbitanten Preisen zu werden (Preis ab Gut übrigens 45 Euro!). Dieser Wein gehört nach meiner Meinung zu den 5 besten des gesamten Midi, vom WEINWISSER mit der Traumnote 19/20 Punkten bewertet!
Zu genießen jetzt sofort in seiner schönsten Primärfruchtphase, dann wieder Ende 2004 bis mindestens 2020.

Leider ausverkauft!

401201 Domaine de Trévallon, blanc 2001 49,90 Euro

Der nur in homöopathischen Dosen produzierte Weißwein aus den großen autochthonen Weißweinreben der Region, Marsanne und Roussane, einer der interessantesten und charaktervollsten Weine des französischen Südens!

Leider ausverkauft!

Château Tour des Gendres – Bergerac

Die Domaine Tour des Gendres unseres langjährigen Freundes Luc de Conti zählt gerade ihrer spektakulären komplexen Weißweine wegen zu den besten Weingütern des französischen Südens. Frisch eingetroffen sind die letzten beiden reservierten Paletten der großartigen 2000er, wunderschöne Weißweine, die wir trotz unserer großen Liebe zu Rieslingen aus deutschsprachigen Ländern mit großer Begeisterung immer wieder selbst gerne genießen.

510100 „Cuvée des Conti”, blanc 2000 7,40 Euro

Zu seinem genussfreundlichen Preis seit Jahren in Frankreich für mich unerreicht ist Lucs Basiswein „Cuvée des Conti” mit einem faszinierenden mineralischen und leicht exotischen Bukett. Dies ist ein extrem reif gelesener Weißwein aus der Semillontraube, äußerst dicht und konzentriert, ausgewogen, von traumhafter Eleganz und Finesse. Reiche mineralische Frucht, wenig Säure und dennoch eine erstaunliche Frische, deutliche Anklänge an exotische Früchte, reife Äpfel, Birnen und Blüten, dicht, weich, fast cremig, komplex, ein Maßstab für Weißweine seiner Preisklasse. Von diesem Wein ordern wir immer Lucs letzte Abfüllung, die länger im Fass ausgebaut wird und dadurch deutlich fülliger und aromatischer ausfällt. Jetzt und in den nächsten zwei Jahren mit höchstem Genuss zu trinken, 1-2 stündiges Dekantieren lohnt sehr.

Leider ausverkauft!

510200 „Moulin des Dames”, blanc sec 2000 17,50 Euro

Unfiltrierte, im dezent schmeckbaren Barrique ausgebaute Weißweinrarität (40 % Sémillon, 30 % Sauvignon, 30 % Muscadelle) mit einem unvergleichlichen, komplexen, ausdrucksstarken Bukett, voll und kraftvoll im Mund, langer Nachhall, ein Wein zum Süchtigwerden und die Krönung von Lucs bisherigem Schaffen:
Einer der faszinierendsten Weißweine überhaupt, ein absolut ungewöhnlicher, beeindruckender Wein, der neue geschmackliche Maßstäbe setzt und eindrucksvoll demonstriert, welch phantastische Qualität man zu noch bezahlbarem Preis finden kann.
Aufgrund der herausragenden Jahrgangsgegebenheiten 2000 und infolge weiterer Verbesserungen im Weinberg produzierte Luc einen Wein mit einer bisher nicht gekannten Mineralität und einer cremigen Weichheit, die mich an große weiße Burgunder der Spitzenklasse erinnert. Und genau zu dieser Einschätzung kommt Wolfgang Fassbender, renommierter Journalist und Weißweinliebhaber, der in einem in der Zeitschrift „DM” (März 2002) veröffentlichten Artikel über Kultweine genau diesen Wein als „grandiose, preiswerte Alternative, komplex und ungeheuer charmant, zu den legendären Lagen des Burgund, wie Montrachet & Co” empfiehlt!
Dieser Wein jedenfalls ist phänomenal, seit dem 96er Jahrgang gehört er zu meinen ganz persönlichen Favoriten, entweder solo genossen, aus purer Freude an der Lust, oder als idealer Speisenbegleiter; trinkbar schon jetzt mit größtem Vergnügen, Höhepunkt Ende 2003 bis 2007. Unbedingt 3-4 Stunden vor dem Genuss dekantieren und nicht zu kalt servieren, am besten bei 12-14 Grad.

Leider ausverkauft!

FRANKREICH

Domaine de la Côte de L’Ange – Châteauneuf-du-Pape

Wir haben Sie seit Spätherbst 2001 immer wieder nach unseren Verkostungsreisen an die südliche Rhône informiert: 2001 wird in Châteauneuf-du-Pape ein Jahrhundertjahrgang, vergleichbar nur noch 1978, 1990, 1998 und 2000. Meine gerade abgeschlossene Degustationstour mit Verkostungen aller großer Châteauneuf bestätigt meine vorherigen Erfahrungen ausdrücklich: 2001 schickt sich an, selbst seinem großartigen Jahrgangsvorgänger noch einmal leicht überlegen zu sein, scheint so das berühmte i-Tüpfelchen in der Abfolge vierer großer Jahrgänge nacheinander zu sein, (Parker spricht von einem „excellent to outstanding year” und vergibt höchst gerechtfertigt einen wahren Punkteregen), bevor wir nächstes Jahr mit dem höchst problematischen Jahrgang 2002 konfrontiert werden, der in Châteauneuf nur in Einzelfällen wirklich gute Weine hervorbringen wird.

Heute präsentieren wir Ihnen ein in Deutschland noch gänzlich unbekanntes Gut, das wir dem Insidertipp eines renommierten Önologen verdanken (der u.a. für die Weine von Pégau, Clos du Caillou und Les Cailloux verantwortlich zeichnet), der mich regelrecht auf die Domaine de la Côte de L’Ange „verschleppte”, da deren Weine in der Vergangenheit, wenn ich sie denn auf meinen Reisen verkostete, keine rechte Begeisterung aufkommen ließen, zu durchschnittlich die Qualitäten.
Doch wie bei so vielen Weingütern in der Welt: Ein Generationenwechsel auf dieser uralten Familiendomaine, die früher ihre Trauben zumeist an Négociants verkaufte, und unter der Ägide von Corinne Gasparri und ihrem Mann Yannick sind in den letzten Jahren die Qualitäten drastisch angestiegen, um im Jahrhundertjahrgang 2001 erstmals wirklich groß zu sein.

Die Quelle dieser außerordentlich schönen Weine ist in dem erstklassigen, zumeist im Norden von Châteauneuf-du-Pape gelegenen unterschiedlichen, teilweise sandigen, teilweise mit den berühmten großen roten Steinen bedeckten Terroir zu suchen, dass durch seine Heterogenität zur großen Komplexität der Weine beiträgt und das mit teilweise uralten Rebstöcken bepflanzt ist.

Wir freuen uns aber nicht nur wegen der sofort auch von Parker erkannten hohen Qualität, Ihnen heute dieses wahre Kleinod aus Châteauneuf-du-Pape anbieten zu können, insbesondere die höchst moderaten Preise in der nach Parkers Bewertungen aufgeheizten Stimmung von Châteauneuf machen unsere Neuentdeckung zu einem regelrechten Schatz: Wo finden Sie heute noch von Parker mit über 90 Punkten beurteilte große Châteauneuf-du-Pape für deutlich unter 20,00 Euro?

170101 L’Ange, Côtes du Rhône, rouge 2001 7,80 Euro

Diese in gebrauchten Barriques ausgebaute Cuvée aus 85% Grenache, der Rest Syrah und Mourvèdre, stammt aus erst 2000 erworbenen erstklassigen, sandigen Parzellen bei Roquemaure, unmittelbar an Châteauneuf angrenzend, und kann nur als preisliche Sensation bezeichnet werden. Welch herrlich saubere, klare, frische Frucht, für seine Preisklasse erstaunlich dicht und konzentriert, in seiner Stilistik an traditionelle Châteauneuf erinnernd, Trinkspaß ab sofort, Höhepunkt Ende des Jahres bis mindestens 2006.

Leider ausverkauft!

170201 L’Ange, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2001 18,50 Euro

Purpur- bis rubinrote Farbe, das überwältigende Aromenspektrum, das dem Glase entströmt, wird zurzeit noch dominiert von einem Strauß provenzalischer Kräuter, von asiatischen Gewürzen und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, nach längerer Öffnung gesellen sich süßliche schwarze Kirschen dazu. Parker bemerkt wörtlich, dieser dichte Wein sei „im Stil ähnlich dem von Pégau und Henri Bonneau“, ich selbst finde Anklänge an Brunels puristischen „Les Cailloux“, eine bemerkenswerte Frische, keinerlei Anzeichen von Überreife, die in 2001 in vielen Châteauneuf-du-Pape-Weinen dominiert und mag diesen eher schlanken, völlig eigenständigen Stil sehr. Der Wein wurde gerade abgefüllt, ist dennoch ab sofort genießbar und hat seine optimale Trinkreife 2004 bis 2015. Ein absoluter Preis-Leistungshammer, ein erstklassiges Schnäppchen, das in Amerika bereits 32,00 $ kostet!

Leider ausverkauft!

Michel Tardieu – Rhône

Ich kann es nur immer wieder wiederholen, Tardieus Art der Weinbereitung ist wie ein poetischer Dialog zwischen dem Weinmacher und seinem Produkt, ein vehementes Plädoyer wider die Gleichmacherei des Weins und eine Liebeserklärung an die unermessliche Vielfalt und die unnachahmliche Sinfonie des Terroirs.

Übrigens: Als wir Ihnen vor etwa einem Jahr eine erstmals produzierte Spezialcuvée Vieilles Vignes von Michel Tardieu aus dem Jahrgang 2001 in Subskription angeboten haben, mit meiner euphorischen Bewertung des Weines, gab es einige Aufregungen in der Szene, die in obskuren Vorwürfen uninformierter Kreise gipfelten, diese (von mir übrigens mehrfach verkostete) Cuvée existiere entweder gar nicht oder habe nicht die gewohnte Qualität Tardieuscher Weine. Nun, unsere Kunden, die uns wie stets vertrauten, können sich freuen, einen längst ausverkauften Wein bestellt zu haben, auf den nach Parkers – eher vorsichtiger Bewertung – mit 95-98 Punkten im neuen WINE ADVOCATE 145 eine enorme, jedoch vergebliche, weltweite Suche eingesetzt hat. Und ich schätze, nach einer neuerlichen Verkostung, nach einem weiteren Jahr Fassausbau (insgesamt 3 Jahre im Stil traditioneller Châteauneuf-du-Pape-Weine) wird dieses großartige Gewächs nahe der Idealnote sein.

Heute können wir Ihnen zwei endlich frei gegebene Weine aus dem Millenniumsjahrgang 2000 anbieten.

158600 Crozes-Hermitage Coteaux, rouge 2000 24,00 Euro

Sehr eleganter Crozes-Hermitage aus schönem Jahr, tiefstes dunkles Rot in der Farbe, besitzt zur Zeit noch ein recht wildes, würziges, leicht süßliches Bukett, mit Aromen von Cassis, Rauch, Pfeffer und Speck, nach längerer Öffnung immer deutlichere Anklänge an schwarze Waldbeeren, am Gaumen dicht, füllig, faszinierende Frische und Finesse, zu genießen jetzt bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

159800 Rasteau, Vieilles Vignes, rouge 2000 28,50 Euro

Grenachedominierte, kräftige, konzentrierte, sehr reife Cuvée aus einem wahren Jahrhundertjahrgang, ein unglaublich authentischer Wein und eine Demonstration der potentiellen Möglichkeiten des großen Terroirs von Rasteau. Tiefdunkles Rot, in der Nase Röstaromen, schwarze Beeren, Trüffel und zarte Gewürzanklänge, im Mund enorm dicht, füllig, konzentriert, aber auch filigran und hochelegant (typisch Tardieu), extraktreich, beste Struktur, feinste Beerenaromen, die nach längerer Öffnung eine zarte Süße entwickeln, Gewürze, Pfeffer, Quitten, Minze, enorm vielschichtig und komplex, faszinierend langer Abgang, „ein Rivale der besten Weine der Appellation von André Romero (La Soumade), 91-93 Punkte“ (Parker), Höhepunkt 2004 bis 2012.

Leider ausverkauft!

Domaine de la Sauvageonne
Die Geburt eines neuen Grand Cru aus dem Languedoc

Inmitten der faszinierend schönen Garriguelandschaft im Herzen des Languedoc, nahe Montpeyroux, liegt auf stark hügeligem Terroir (100 bis 400 m Höhenlagen) ein Rohdiamant, der sich bereits mit seinem Jungfernjahrgang mit an die Spitze der Weine des französischen Südens katapultiert hat! Die vom ehemaligen Londoner Sommelier Gavin Crisfield nach seinem Önologiestudium und nach dreijähriger intensiver Suche („Ich wollte das beste überhaupt erhältliche Terroir erwerben, um wahrhaft große Weine erzeugen zu können”) übernommene Domaine de la Sauvageonne verfügt über erstklassige Weinberge mit drei heterogenen Terroirs, rotem Vulkangestein, Sandstein und einzigartigem verwittertem Schieferboden mit felsigem Untergrund, die zusammen mit den teilweise heftig wehenden Winden die Basis für kerngesundes Lesegut ohne Fäulnisbefall und eine hohe physiologische Reife der Trauben sind und die neben sehr niedrigen Erträgen (20 hl/ha) und einem extrem schonenden Ausbau im Keller die Voraussetzung für die spektakulären, ungemein komplexen Qualitäten bilden.

Die in bester handwerklicher Tradition ausgebauten Weine dieser großartigen Entdeckung werden weder gefiltert noch geschönt, die Weinberge weitestgehend biologisch bearbeitet. Das Ergebnis sind faszinierende Weine, die in ihrer jeweiligen Klasse ein großartiges Preis-Genussverhältnis aufweisen, von einer hohen Fruchtkonzentration und Reife geprägt sind, eine phantastische, cremig-weiche Tanninstruktur aufweisen und ihren Rebsorten- und Lagencharakter eindrucksvoll demonstrieren.
Dieses Gut, mit seinen „sanften“ Weinen, hat alle Chancen, zu unserer Entdeckung des Jahres 2003 aus dem Languedoc gekürt zu werden. Meine ganz besondere Empfehlung!

350101 „Les Ruffes”, Coteaux du Languedoc, rouge 2001 6,50 Euro

Eine wunderbare Alltagscuvée (50 % Syrah, 20 % Grenache, 15 % Carignan, 15 % Cinsault), dieser „kleine“ Sauvageonne, benannt nach dem einzigartigen roten Vulkangestein der Region, ein faszinierend weicher, eleganter und finessenreicher Schmeichler der Sinne, der herrlich nach wilden roten Beeren, Kirschen und feinen Kräutern der Provence duftet. Am Gaumen präsentiert sich dieser eindrucksvolle Garriguewein reif und konzentriert, saftig, mit weichen Tanninen. Was für ein wunderbar ausbalancierter Rotwein mit einer bemerkenswerten Dichte und einem traumhaften Preis-Genussverhältnis! Trinkspaß pur ab sofort bis mindestens 2005.

Leider ausverkauft!

350201 „Pica Broca”, Coteaux du Languedoc, rouge 2001 9,90 Euro

Diese teilweise im Barrique ausgebaute Cuvée aus Syrah und Grenache hat bei den ersten Verkostungen mit unseren Kunden bei uns in Saarlouis große Begeisterung ausgelöst. Tief dunkelrote Farbe, betörende Aromen von prallen Kirschen, wilden Beeren, mineralische Anklänge (von den erstklassigen Schieferlagen herrührend) und ein Hauch Lakritze, Kaffee und Tabak. Am Gaumen dicht, konzentriert, komplex, aber auch fein, frisch und elegant, wunderbar ausbalanciert, großartige Finesse, enorm weiche, geschliffene, seidene Tannine, in seiner Preisklasse ein absoluter „Kracher”, ein traumhaft schöner Trinkwein zum sofortigen Genuss bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

350301 „La Sauvageonne”, VDP du Mont Baudile, rouge 2001 14,90 Euro

Wie Trévallon nur ein „vin de pays”, da im Languedoc für klassifizierte Weine keine bordelaiser Rebsorten zugelassen sind. Doch welch großartige, gewaltige Cuvée aus 85 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 5 % Cabernet Franc fordert hier selbst die Spitzengewächse aus Bordeaux heraus! Niedrige Erträge von 20-25 hl/ha und ein Ausbau zu 100 % in Barriques bester französischer Provenienz ergeben einen tiefdunklen, fast schwarzen Wein mit einem opulenten Duft nach hochreifen Beeren, Kakao, Schokolade und ganz zarten Portanklängen.
Unverkennbar die mediterrane Aromatik des französischen Südens in einer wahren Geschmacksexplosion am Gaumen, eingebettet allerdings in eine rare Eleganz und Finesse, wie sie nur großen Bordelaiser Gewächsen zu eigen ist. Die überwältigende Frucht und das komplexe Aromenspektrum reizen delikat den Gaumen, dieser „dramatische”, unfiltrierte und ungeschönte Wein ist sehr konzentriert, dicht, tief, von erstklassiger Struktur, perfekt ausbalanciert mit einem sehr langen, fruchtbetonten Nachhall und einem großem Reifepotential ausgestattet.
Die Gerbstoffe besitzen die seltene Qualität, lange und dicht auf der Zunge nachzuklingen, ohne trocken oder dominant zu erscheinen, da sie meisterhaft von süßlichen Fruchtaromen umhüllt werden, so dass sie zugänglich, kühl, fast seiden wirken.
Das ist wahre handwerkliche Kunst, hier triumphieren reife Trauben aus niedrigen Erträgen von sehr gepflegten Rebstöcken und der unverkennbare Terroireinfluss und lassen viele modisch „gemachte”, wesentlich teurere Merlots aus dem Bordelais oder Kalifornien ganz schön alt aussehen. Ab sofort ein Sinnenzauber für anspruchsvolle Genießer, Höhepunkt 2004 bis mindestens 2010!

Leider ausverkauft!

350401 „Puech de Glen”, Coteaux du Languedoc, rouge 2001 24,90 Euro

Schon als der erste Jahrgang dieser Supercuvée von Gavin Crisfield in den Barriques der besten französischen Tonneliers vor sich hinreifte, sprach sich die irre Qualität dieses Stoffes wie ein Lauffeuer in Insiderkreisen herum, schauten bereits alle Augen der Kenner der Region auf diesen hochtalentierten Newcomer.
Nach einer peniblen, mehrmaligen Handselektion der im perfekten Reifezustand geernteten Trauben in Keller und Weinberg, einer feinfühligen, extrem schonenden Vinifizierung und einem gekonnten Ausbau im kleinen Barrique reifte hier ein Wein auf Weltklasseniveau heran, mit einem komplexen Aromenspiel, das nur ganz großen Weinen zu eigen ist, ungemein dicht, dabei voller Eleganz, Frische und Frucht und mit seidenen Tanninen versehen.
Auf hochgelegenen Parzellen reift die Syrah (dazu 10% Grenache) relativ langsam auf extrem schieferhaltigem, armem Boden heran und der hier gepflanzte Klon prägt den Charakter dieses faszinierenden Weines, der bei aller Dichte und Konzentration durch seine Eleganz und Finesse besticht und dessen überragende Feinheit am Gaumen den Kenner an die besten Weine der Côte-Rôtie erinnert.
Schon in der expressiven Nase erkennt man den perfekten Reifezustand der Trauben, das Aromenspiel ist hochkomplex und edel. Der kleine Grenacheanteil verleiht dem Wein zusätzlich eine feine Würze und einen großartigen, lang anhaltenden Abgang. Um es offen zu sagen: Das ist einer der größten und gelungensten Erstlingsweine, perfekt ausbalanciert, die wir je probieren durften! Aus dem Stand heraus zaubert sich Gavin Crisfield an die Spitze der Region, große Kenner der Szene zählen diesen Wein bereits zu den 10 besten des gesamten Languedoc, seine superweichen, edlen Tannine machen ihn zum „sanften Riesen” vom Hérault!
Eine noch differenziertere Beschreibung diese großartigen Weines kann ich Ihnen erst nach Eintreffen des frisch abgefüllten Weines Mitte April zukommen lassen, bisher habe ich dieses großartige Gewächs dreimal vom Fass verkosten dürfen. Dabei präsentierte er sich so zugänglich, dass ich annehme, dass man diese betörende Cuvée ab sofort mit großem Genuss trinken kann, Höhepunkt wahrscheinlich 2004 bis etwa 2012. Der einzige Wermutstropfen: ganze 15 hl/ha wurden geerntet, die zur Verfügung stehende Menge ist dementsprechend nicht sehr groß.

Leider ausverkauft!

Domaine Haut Monplaisir – Cahors

Hinter den Qualitäten dieser letztjährigen Neuaufnahme unseres Programms aus dem Cahors verbirgt sich niemand anderes als unser visionärer Freund Pascal Verhaeghe, genialer Weinmacher des Château du Cèdre. Unweit seines Gutes liegt die Domaine Haut Monplaisir, gesegnet mit erstklassigem, steinigem Terroir, aber bedauerlicherweise in der Vergangenheit ohne qualitätsorientierte Besitzer.
Dies änderte sich schlagartig vor 5 Jahren, als Cathy Fournié die Leitung übernahm und sich mit Pascal zusammentat, der seitdem als önologischer Berater fungiert und die Weine auch vermarktet.
So brauche ich Ihnen hier nichts über die intensive Weinbergsarbeit, die extreme Selektion besten Traubenmaterials und die sorgfältige Vinifizierung im Keller zu erzählen, das kennen Sie bereits alles zu Genüge von Château du Cèdre.

Jedenfalls schlug schon der erste selbst abgefüllte 98er Jahrgang wie eine Bombe in der Weinszene ein: Die REVUE DU VIN DE FRANCE erkor das Gut in ihrer Ausgabe 6/01 zu DER Entdeckung des gesamten französischen Südwestens, mittlerweile wird Haut-Monplaisir mit Ehrungen überhäuft: u.a. zählt der FEINSCHMECKER die Domaine in seiner spannenden und bestens recherchierten Cahors-Reportage (Juni 2002) zu den besten Gütern der Region, der GAULT MILLAU feiert gar in seiner Ausgabe vom November 2002 Cathy Fournié, die begnadete Winzerin dieses Kleinods aus dem Cahors, als „Winzerin des Jahres 2002” aus dem französischen Südwesten. Ist die Schülerin dabei, den „Meister“ selbst zu überflügeln? Pascal Verhaeghe jedenfalls freut sich souverän lächelnd über jeden Erfolg seiner gelehrigen Eleven.

Zum Wein selbst: Die (Malbec-)Trauben entstammen exponierter südlicher Lage von der dritten Terrassenlage des malerisch dahinmäandernden Flüsschen Lot, der Anbau erfolgt nach streng biologischen Richtlinien, der schonende Ausbau, sowohl in neuen als auch in gebrauchten Barriques, selbstverständlich ohne jede Filtrierung. Wiederum ein in Deutschland noch relativ unbekannter Wein, dafür aber mit einem außerordentlich günstigen Preis-Genussverhältnis!

518100 „Cuvée Prestige”, rouge 2000 10,95 Euro

Tiefrot, fast schwarz in der Farbe, mit purpurvioletten Reflexen, im Bukett dunkle, wilde Beeren, schwarze Oliven, Zimt, Lakritze, Unterholz, Laub, leicht süßliche Würze und mineralische Anklänge. Am Gaumen konzentriert, dicht und ausgewogen, mit einer feinen Struktur und einer erstaunlichen Fruchtkonzentration, dazu bestens eingebundenes seidenes Tannin, lang anhaltend. Zwar ist der Wein vom Stil her dem Le Prestige von Pascal nicht unähnlich, kein Wunder, bei der intensiven Zusammenarbeit und Freundschaft beider Winzer, aber die Trauben kommen von völlig unterschiedlichen Terroirs und dies ergibt zwei deutlich verschiedene Weine. Super Preis-Genussverhältnis! Zu genießen 2004 bis mindestens 2012.

Leider ausverkauft!

SPANIEN

Compañía de Vinos Telmo Rodriguez

Telmo Rodriguez, der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite, dem selbst dieREVUE DU VIN DE FRANCE einen geradezu euphorischen Artikel mit spektakulären Bewertungen unter dem zutreffenden Titel: „Un Bordeaux en Espagne” widmete, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine für unfassbar wenig Geld mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir vier ausgesprochene „Knaller” dieses so sympathischen Jungwinzers.

420101 Telmo Rodriguez, Basa, Rueda blanco 2001 5,90 Euro

Die letzten Flaschen dieses wunderbar frischen Weißweines vor dem Jahrgangswechsel!

[420101]

Leider ausverkauft!

420201 „Al Muvedre”, tinto 2001 4,90 Euro

Einer unserer preis“wertesten“ Alltagsweine wurde vom STERN zum Weintipp der Woche (13/03) erkoren: „Al Muvedre – Schrecken des Supermarkts” formuliert der bekannte Weinhändlerkollege und Autor Martin Kössler und analysiert:
„Es sind nicht unbezahlbare Ego-Weine, mit denen der junge Telmo Rodriguez nach Ruhm und Ehre greift. Eher sind es die bodenständigen Tropfen. Einer der kreativsten unter den Star-Weinmachern Spaniens, sucht er in seiner Heimat nach typischer Expression von Herkunft, Rebsorte und Klima.
In Alicante, sonst vinologisches Niemandsland, entdeckte er Terrassenanlagen mit alten Rebstöcken der Sorte „Monastrell”, frankophilen Weintrinkern unter den Namen „Mourvèdre” bekannt. Nun ist die Gegend von Alicante zwar die Heimat dieser dickschaligen Rebsorte, gleichwohl wussten die Bauern dort deren Kraft und Würze bis vor kurzem nicht in Weinqualität umzusetzen. Telmo Rodriguez kam, half und liefert nun auf herzerfrischende Weise authentischen Monastrell.
Die Ausstattung der Flasche wirkt durch gekonnte Simplizität edel und raffiniert. „Al” steht für Alicante, „Muvedre” für die Rebsorte. Der unkomplizierte Wein erfreut das Herz des preisbewussten Weintrinkers, den die anonymen Supertropfen immer wieder quälen, der aber vom Geizen nicht lassen kann. Hier wird er zu einem Spottpreis glücklich! Herrlich wild zeigt der Wein Charakter in Duft und Geschmack, milde Gerbstoffe tragen saftige Würze an den Gaumen. Mit dunklen Beeren, getrockneten Sommerkräutern und dem Alkohol des Südens. Im Repertoire schmeckt er nach deutlich mehr, als er kostet – da hat der Supermarktwein nichts zu melden.”
Lassen Sie sich diesen vorzüglichen Alltagswein nicht entgehen!

[420201]

Leider ausverkauft!

420800 „Valderiz”, Ribera del Duero, tinto 2000 18,00 Euro

Von über 800 m hoch gelegenen wurzelechten Tempranilloreben in Roa, im Herzen des Ribera del Duero, produziert Telmo einen phantastisch weichen, schmeichlerischen, finessenreichen und eleganten Wein der Extraklasse, der sich so wohltuend von vielen holzüberladenen Riberaweinen abhebt. Viele kleine Parzellen mit sehr unterschiedlichem sandigem, kalk- und kieselsteinhaltigem Terroir ergeben den speziellen, expressiven, komplexen Charakter des Weines: Tiefrote Farbe, ungemein betörende Nase von prallen, reifen schwarzen Beeren, zarte Anklänge an feine Gewürze und ein Hauch von Mineralien. Im Mund eine geradezu klassische Textur, harmonisch, dazu saftige, cremige, seidene Tannine, sehr lang anhaltend.
Trinkvergnügen pur ab sofort, Höhepunkt Ende 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

420000 „Pago La Jara”, tinto 2000 29,95 Euro

Leider ausverkauft!

420900 „Altos de Lanzaga”, Rioja, tinto 2000 45,00 Euro

Leider ausverkauft!

420700 „Matallana”, Ribera del Duero, tinto 2000 65,00 Euro

Dieser tiefdunkle, einzigartige Wein mit einer ungeheuren Dichte und Konzentration (aber kein Monsterwein, im Gegenteil, er präsentiert sich voller Eleganz, Finesse und Feinheit) stammt aus einem Weinberg von nur 7 ha, dessen Rebstöcke des Tinto Fino über 60 Jahre alt sind. Sehr komplexe, nuancierte Aromen von schwarzen Früchten, Lakritze und sehr feinen Gewürzen, am Gaumen eine traumhafte Struktur, Harmonie, Tiefe, reichhaltig, ein betörender Sinnenzauber mit Tanninen von einer äußerst raren Seidigkeit.
Einer dieser so seltenen Weine, von denen ich, inspiriert von den Anmerkungen eines sehr sympathischen und liebenswerten Weinfreundes aus Hamburg in meinen Notizen notiert habe: „Ein Kraftprotz in Abendgarderobe aus Samt und Seide” . Ein ungemein komplexer, feiner, perfekt ausbalancierter großer Wein, dessen ähnlich guter Jahrgangsvorgänger bereits mit 4,5/5 Sternen die sehr selten vergebene Höchstnote in der Revue du vin de France erhielt!
>Zu genießen ab sofort, dabei nicht einmal unbedingt dekantieren, Höhepunkt 2004 bis 2012.
Dies ist Weltklasse pur und mit das beste, was Sie derzeit in Spanien finden können, einer meiner persönlichen großen Rotweinfavoriten!

Leider ausverkauft!

420500 Molino Real, blanco 2000, 0,5 l 29,00 Euro

Der sicherlich spektakulärste Süßwein Spaniens und ein Wein zum Süchtigwerden!
In der Nase Anklänge an exotische Früchte, Mineralien und zarte Raucharomen, im Mund eine ungeahnte Fülle, Frische und Harmonie, hocharomatisch, ein Wein zum sofortigen Genuss mit riesigem Potential! Unbedingt probieren!

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße aus Saarlouis, Ihr

Tino Seiwert