Saarlouis, im Dezember 2002

PINwand N° 61


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer Rubrik Klassiker verwöhnen wir Sie heute mit preis-“werten“ Alltagsweinen und spektakulären Spitzencuvées aus Frankreich, so von der Domaine Limbardié (ein sensationeller Merlot), von Château Lamartine, dem Überflieger aus dem französischen Südwesten, Kultweinstatus in Frankreich, und von Luc de Conti, Tour des Gendres, DER Bordeauxalternative aus dem Bergerac.
Freunde italienischer Weinkultur finden die mit einem 2 und 3 Gläserregen im aktuellen Gambero Rosso 2003 ausgezeichneten piemontesischen Spitzenweine von Martinetti und einen bezaubernden Wein für den täglichen Genuss der apulischen Spitzenkellerei Felline.

Erstmals präsentieren wir eine Entdeckung des Jahres aus Deutschland, einen Jungfernjahrgang, trockene Rieslinge der absoluten Spitzenklasse des unangepassten Winzergenies Dirk Würtz, vormals Kellermeister bei Robert Weil.

Spektakulär zwei Neuaufnahmen aus dem Languedoc: Léon Barral aus Faugères gehört seit 2 Jahren unzweifelhaft zu den Top Ten der Region, Puech Auriol katapultiert sich mit seiner Spitzencuvée auf den zweiten Platz in der großen Languedocdegustation von „Alles über Wein“ (näheres zu unserem spektakulären Testerfolg weiter unten).
Aus Châteauneuf-du-Pape brilliert ein Newcomer mit großartigen Qualitäten, in Deutschland noch unbekannt aber in Frankreich bereits enthusiastisch gefeiert, die Domaine Giraud.

Im Jahrgang 2001 hat Michel Tardieu die besten Weine seiner bisherigen Karriere vinifiziert, die klimatischen Bedingungen waren exzeptionell, dementsprechend die Qualitäten. Sichern Sie sich rechtzeitig diese großartigen Gewächse in Subskription, aus dem Jahrgang 2002 wird es nach den Septemberunwettern voraussichtlich keine Weine von Michel, dieser charismatischen Winzerpersönlichkeit, geben.

In Portugal haben wir nach jahrelangem Suchen mit der Quinta da Peca endlich einen Portweinproduzenten gefunden, der einen wunderschönen Alltagsportwein im Vintagestil zu mehr als fairem Preis produziert.


Großartiger Testerfolg:

ALLES ÜBER WEIN, Ausgabe Dezember 02/Januar 03, stellt Pinard de Picard in einer umfangreichen Reportage zur aktuellen Entwicklung im Languedoc an die Spitze aller deutschen Weinhändler für diese großartige Region, viele der dort angegebenen Weltklasseerzeuger, Topweine und Schnäppchen finden Sie in unserem Programm.
Als Angebot, einen Querschnitt dieser großartigen Weine kennen zu lernen, bieten wir Ihnen folgendes „Languedoc-Paket” mit 4„Spitzenweinen” und 2 „Schnäppchen” zum Kennenlernpreis.


80402 „Languedoc-Paket” statt 90,20 nur 82,00 Euro

Je eine Flasche Moulinier, „Les Terrasses Grillées”, rouge 1999,
Puech Auriol, Tourments, Vin de Pays des Coteaux d'Enserune, rouge 2000
L´ Euzière, Cuvée „Les Escarboucles”, rouge 2000
Saint Antonin,„Les Magnoux”, rouge 2000
Saint Antonin, Faugères, rouge 2000
Pierre Clavel, Mas de Clavel, rouge 2000

Leider ausverkauft!


Archipenko:

Unser Weinbistro „Archipenko” ab sofort in besten Händen: Wir konnten Sigrun Essenpreis und Thomas Nickels, vielen von Ihnen bekannt als Inhaber einer der besten gastronomischen Adressen des Saarlandes, des Landgasthof Paulus in Nonnweiler-Sitzerath, für die Landeshauptstadt Saarbrücken und für unsere Qualitätsphilosophie gewinnen. Seit Mitte Oktober betreiben sie das „Archipenko” für und mit uns.
An den drei Adventsamstagen 7./14. und 21.12. sind Sie herzlich nach Saarbrücken eingeladen, im Nebenraum des Archipenko wird Tino Seiwert von 12.00-18.00 Uhr eine offene Verkostung von 50-60 Weinen aus unserem Programm anbieten (Kostenbeitrag 10,- Euro, bei Bestellungen über 200,- Euro wird der Betrag verrechnet). Wir freuen uns, Sie bei uns verwöhnen zu dürfen.


Öffnungszeiten zum Jahresende:

An den Adventsamstagen haben wir in Saarlouis von 10.00-17.00 Uhr für Sie geöffnet, am 23.12. begrüßen wir alle Kunden mit einem Glas Sekt, auch zwischen den Jahren sind wir für Sie da. Nur an Heiligabend und Silvester haben wir geschlossen sowie am 2. und 3. Januar wegen Inventur.


KLASSIKER

aus Frankreich

Domaine Limbardié

Bis vor kurzem in Deutschland noch ein Geheimtipp, entwickeln sich die Weine unserer Entdeckung Domaine Limbardié zu begehrten Objekten unter Weinliebhabern und avancierten in den letzten drei Jahren zu unseren meistverkauften Rotweinen überhaupt.
Kein Wunder, schwärmt doch mittlerweile auch die Fachpresse von den grandiosen Qualitäten dieser Domaine: Hendrik Thoma, Sommelier des Jahres 1999, und Christina Fischer, seine Nachfolgerin 2001, bewerten bereits die Basiscuvée „Murviel“ als „Glücksfall für Weinliebhaber auf der Suche nach einem ausdrucksvollen und dennoch preiswerten Trinkwein“.

Wahrlich sensationell ist die Preis-Leistungsrelation der Spitzencuvée der Domaine, eines 100 %igen Merlot, der wesentlich teurere Konkurrenten aus dem Bordelais mühelos aus dem Feld schlägt. (Kunden, die den Wein bei uns blind verkosteten, stuften ihn als hochwertigen Bordeaux ein, der 25 Euro und mehr kosten würde!)
Legendär ist mittlerweile die Degustation der Schweizer Fachzeitschrift „Weinwisser“, herausgegeben von dem bekannten Fachautor René Gabriel („Bordeaux Total“), in der eben dieser Tradition in einer Welt-Merlot-Probe den 10. Platz erreichte, einen Rang hinter La Conseillante und gar zwei Plätze vor! Pétrus, dem großartigen Prestigegut aus Pomerol. Wenn mir diese Beurteilung auch zu euphorisch erscheint, belegt sie doch eindrucksvoll die herausragende Qualität dieses Weines zu einem phantastisch niedrigen Preis, gemessen an dem seiner berühmten Konkurrenten.

Dieses kleine Wunder, das Werk des bescheidenen Weinmachers Henrik Boukandoura, wiederholt sich nun nicht nur ein ums andere Jahr, sondern in jedem neuen Jahrgang steigert Henri noch einmal die Qualitäten, liefern doch die älter werden Rebstöcke immer besseres Ausgangsmaterial, trägt die konsequente Weinbergsarbeit zunehmend Früchte und bietet der neu installierte Barriquekeller optimale Reifungsmöglichkeiten.
Was an den Weinen dieser Domaine so fasziniert, ist ihre gänzlich eigenständige Charakteristik, die sich aus dem Zusammenspiel der Edelrebsorten mit den Gegebenheiten des südfranzösischen Terroirs ergibt, was uns geradezu sprachlos werden lässt, ist der unverschämt niedrige Preis, zu dem man sowohl den „einfachen“ Wein für jeden Tag als auch die Spitzencuvée erhalten kann.


323201 „Murviel”, rouge 2001 4,90 Euro

Viele tausend Flaschen verkaufen wir mittlerweile jährlich auch von diesem ungemein charaktervollen Basiswein der Domaine Limbardié, dem „Murviel”, rouge 2001, der in den beiden letzten Jahrgängen als herausragender, handwerklich produzierter Wein im Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro enthusiastisch gelobt wurde und einen Zusatzstern erhielt, was bedeutet: Hervorragendes Preis-Genuss-Verhältnis.
Das satte Rot des Weines deutet bereits auf die geschmackliche Konzentration der Cuvée aus Merlot und Cabernet dieses engagierten Weingutes. Der Duft, der sich erst allmählich im Glas entfaltet, erinnert an Pflaumen, schwarze Johannisbeeren und Kräuter. Am Gaumen dem 2000er sehr ähnlich, von gleicher Dichte, besitzt aber noch mehr Eleganz und Finesse und ist wie immer geprägt von einer inspirierenden zarten Animalität. Junge, deutlich präsente Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für Struktur. Henri Boukandoura ist es mehr denn je gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen.
323201

Leider ausverkauft!

323300 Vin de pays „Limbardié Tradition“, rouge 2000 12,50 Euro

Als 100%iger Merlot aus dem Languedoc„nur“ ein vin de pays, aber welch eine großartige Vermählung geht in diesem herausragenden Jahrgang 2000 die Merlottraube mit der „wilden“ Aromatik des französischen Südens ein! Dieser elegante Wein erinnert in der Nase an große Crus aus St. Emilon, die jedoch ein Mehrfaches kosten, er spielt geradezu mit den Aromen der Edelrebe Merlot und der Genießer spürt die beerige (Cassis!), kernige, leicht süßliche Frucht und die kühle Eleganz des Bordelais deutlicher noch als bei seinen Vorgängern.
Nach mehrstündiger Öffnung taucht die Zunge ein in eine faszinierende mediterrane Würze, dazu gesellt sich eine zarte Pfeffernote, auch ein wenig Teer und Leder, am Gaumen cremig, alles eingepackt in reife, saftige, ausbalancierte Tannine, ein vielschichtiger, bestens strukturierter Wein mit einer komplexen Fülle und zart anklingenden warmen Barriquetönen, konzentrierter, dichter als sein Jahrgangsvorgänger.
Aufgrund seiner weichen Gerbstoffe in diesem Winter durchaus schon mit Genuss zu trinken, Höhepunkt sicherlich Ende 2003 bis 2010. Ein Hochgenuss sowohl für die Liebhaber südfranzösischer Weine als auch vorzüglicher Bordelaiser Gewächse.
323300

Leider ausverkauft!


Château Lamartine

Der Jahrgang 2000 gilt im Madiran als einer der besten (vielleicht gar als bester) aller Zeiten, dies gilt insbesondere für unser Château Lamartine von Winzergenie Alain Gayraud. Er macht zweifellos DIE Burgunder des Cahors und so mit die finessenreichsten Weine des französischen Südens überhaupt!
Seine stilistisch so eigenständigen Gewächse sind subtil und delikat, tief und dicht, vollkommen harmonisch und von einer raren Eleganz und Finesse, wahre Cahors’sche Crus und damit einige unserer spektakulärsten und erfolgreichsten Neuaufnahmen in diesem Jahr überhaupt.

Sicherlich hat zum Run auf diese Weine die sensationelle Bewertung in Frankreichs führender Weinzeitschrift, der „Revue du Vin de France” beigetragen. Sie widmet in ihrer Märzausgabe 02 den südwestfranzösischen Weinen ein euphorisches Special unter dem Titel: „Das große Erwachen im Südwesten”, bewertet die 99er Spitzencuvée „Expression“ als den „mit Abstand größten unter allen verkosteten Weinen“ und vergab die rare Traumnote von 5 Sternen, die nur den größten Gewächsen vorbehalten bleibt.
Auch im FEINSCHMECKER 6/2002 findet sich ein ausgezeichnet recherchierter Bericht über die „schwarzen Weine“ der Region, die einst berühmter waren als selbst die großen Bordelaiser Gewächse. Natürlich zählt der FEINSCHMECKER Château Lamartine ebenfalls zur absoluten Spitze der Region. Alle drei Cuvées, die wir heute präsentieren, verdienen meine besondere Empfehlung als qualitative Alternative für Liebhaber großer Bordelaiser Gewächse, diese Weine sind preislich nur als eine ungeheure Provokation zu bezeichnen, auch, weil Alain Gayraud die Zeichen der Zeit verstanden und selbst im Überfliegerjahrgang 2000 keine Preiserhöhungen vorgenommen hat!


508100 Château Lamartine, rouge 2000 7,90 Euro

Leuchtend dunkles Rot, schmeichlerisches Bukett von kleinen roten und schwarzen Beeren, ein wenig Lakritze, feine Sauerkirschen, dazu dezente Noten von verführerischem Zimt, im Mund kräftig, dicht, gleichzeitig von betörender Weichheit, feingliedrige Struktur, finessenreich, charaktervoller als der eher schmeichlerische 99er, sehr selten nur habe ich in dieser Preisklasse einen ähnlich animierenden Wein genießen dürfen, ab sofort trinkbar, Höhepunkt Ende 2003 bis mindestens 2008.
508100

Leider ausverkauft!

508200 Château Lamartine, Cuvée Particulière rouge 2000 11,80 Euro

Sattes, tiefes, sehr dunkles Rot, komplexe;„generöse” Aromen schmeicheln der Nase: Noten von kleinen prallen Wald- und Erdbeeren, zarte Gewürzanklänge, ein wenig Minze und feine Raucharomen, dieses Spektrum findet sich auch im Mund wieder, mit Anklängen an Kräuterbrot. Erstklassige Struktur, cremig, großartige Fruchtdichte mit burgundischer Eleganz und Finesse, ein großer Terroirwein des Cahors!
Unbedingt zwei, drei Stunden vor dem Trinken dekantieren, dann können Sie diesen großen Wein bereits jetzt zu dunklen Fleischgerichten genießen, seine wahre Größe zeigt sich jedoch erst in ein paar Jahren, wenn der mächtige Tanninkern abgeschmolzen sein wird, Potential für sicherlich 10 Jahre und mehr.
508200

Leider ausverkauft!

508300 Château Lamartine, Expression rouge 2000 24,90 Euro

„Der größte unter allen verkosteten Weinen” des gesamten französischen Südwestens, so die Eloge der Revue du Vin de France bereits zum 99er Jahrgangsvorgänger, natürlich die Traumnote von 5 Sternen – ein Wein zum Verlieben, zu einem Preis, der angesichts der absoluten Weltklassequalität kaum nachvollziehbar ist. Erwarten Sie jedoch selbst bei dieser Spitzencuvée keinen hyperkonzentrierten Monsterwein, im Gegenteil.
Sie genießen einen fast schwarzen Wein mit purpurrotem Rand, aber mit einer, bei aller Konzentration, traumhaften Finesse und Eleganz. In der Nase eine komplexe, tiefgründige Aromenintensität (enorme Beerenfrucht, Mon Cheri-Kirschen, florale Noten, schmelzige Schokolade, delikater, vanilleartiger Holzton), am Gaumen präsentiert sich dieser spektakulär schöne Wein extrem dicht, cremig, mineralisch und glycerinreich, mit einer außergewöhnlichen Expressivität und „ultrafein“ in den rassigen, saftigen Gerbstoffen.
Das ist er, DER Burgunder unter allen südfranzösischen Weinen mit einem Nachhall, den man so schnell nicht wieder vergisst, zu genießen am besten aus einem großen Burgunderglas nach mehrstündigem Dekantieren. Zu trinken 2005 bis 2018 oder in seiner Primärfruchtphase.
508300

Leider ausverkauft!

5083100 Château Lamartine, Expression rouge 2000 Magnum 49,90 Euro

Beschreibung siehe oben.

Leider ausverkauft!


Château Tour des Gendres

Unser Freund Luc de Conti, großartiger Ökowinzer und Eigner des höchst renommierten Château Tour des Gendres aus dem Bergerac, der ganz eng mit seinem Spezi Pascal Verhaeghe von Château Du Cèdre zusammenarbeitet, hat im großen Jahrgang 2000 seine bisher besten Weine produziert, im klassischen Bordelaiser Stil, auf dem Niveau erstklassiger Deuxièmes und Premiers Crus, aber zu einem weit niedrigeren Preis. Meine unbedingte Empfehlung!


510400 Moulin des Dames, rouge 2000 22,00 Euro

Fast schwarz, ja tintig in der Farbe, so präsentiert sich dieser Weinriese im Glas. Traumhaft konzentrierte, weit gefächerte Aromen von prallen, reifen Beeren, v.a. Cassis, wilden Früchten, Vanille und schwarzem Tabak, zart unterlegt von Ledernoten und süßlichen Holztönen der neuen Barriques erlauchter Provenienz. Am Gaumen ungemein expressiv, enorm viel Frucht, beeindruckende Konzentration, Dichte und Tiefe, dazu eine vibrierende Finesse, eine stahlige Kühle und sinnliche Süße, ein komplexer, terroirgeprägter Wein von großer Rasse und Eleganz. Lucs weitere Verbesserungen im Weinberg, aber auch in der Kellertechnik, so das Reduzieren der Pigeage, um nur noch die feinsten Gerbstoffe zu extrahieren, haben zu weiteren drastischen Qualitätsverbesserungen auch seiner Rotweine beigetragen.
Dieser begeisternde Tropfen (vinifiziert aus vollreif gelesenen Cabernet Sauvignon-, Cabernet Franc- und Merlottrauben), gehört mit zum besten, was bisher im französischen Südwesten erzeugt worden ist, ein charaktervoller Muskelprotz in Samt und Seide, der wegen der grandiosen Qualität seiner Ingredienzien von einer edlen Noblesse zeugt, wie sie sonst nur wesentlich teureren Bordelaiser Gewächsen zu eigen ist.
Zwar besitzt Lucs bisheriges Meisterwerk aus dem Spitzenjahrgang 2000 wohl die feinsten Tannine, die je ein Moulin des Dames besessen hat, doch empfehle ich, dieses großartige Gewächs erst zwischen Ende 2005 und 2015 zu genießen. Ein wundervoller, perfekt gewirkter Ästhet!
510400

Leider ausverkauft!

510300 La Gloire de mon Père, rouge 2000 11,90 Euro

Der „kleine“ Bruder des großen Moulin des Dames, eine faszinierende Cuvée aus gleichen Anteilen Merlot und Cabernet-Sauvignon. Tiefes dunkles Rot, noch jung und ungestüm wirkend. Doch bereits heute eine phantastische Nase, Lakritze, Tannennadeln, später Gewürze und beerige Aromen, tiefgründig, am Gaumen ungemein fein, präsente Säure, beeindruckende Dichte, sehr viel Frucht, saftig, fleischig, sehr ausgewogen, klassischer Stil, viel Eleganz und Finesse, sehr viel Glycerin, der mit Abstand beste Gloire, den Luc je produzierte, an hochwertige Weine aus St. Julien erinnernd, in ein paar Jahren eine enorm preiswerte Alternative zu großen Bordelaiser Gewächsen, die genau wie dieser einer gewissen Zeit der Reife bedürfen, zu genießen Ende 2004 bis 2012.
510300

Leider ausverkauft!


Domaine Marcevol

Was für ein Katapultstart in die erste Riege der Winzer des Languedoc-Roussillon! Was für unendlich feine, elegante, finessenreiche Weine, die wahre Größe des Roussillon, seine unverwechselbare Eigenart höchst eindrucksvoll demonstrierend! Solch großartige Weine im Jungfernjahrgang kann kein Newcomer produzieren, dahinter steckt die Hand eines großen Meisters. In diesem Falle die eines der besten Winzer Frankreichs überhaupt, unseres Freundes Pascal Verhaeghe, genialer Vordenker aus dem Cahors, Ihnen allen bekannt als der innovative Kopf hinter dem mittlerweile weltberühmten Château du Cèdre.
Schon lange war es sein Traum, im Roussillon, dessen Terroir, dessen mikroklimatische Gegebenheiten er für besser hält als die des Languedoc, einen großen Wein zu produzieren, der aufgrund seiner Herkunft früher trinkreif sein sollte als seine Weine aus dem Cahors. Nach langer intensiver Suche fand er gepflegte Weinberge mit z.T. uralten Reben (bis zu 95 Jahre alt) in idealer terrassierter Höhenlage (300-600 m), die infolge ihres privilegierten Standortes eine extrem langsame Reifung der Trauben und daher eine unvergleichliche Eleganz, Komplexität, Frische und Finesse in den Weinen ermöglichen.
Da Pascal natürlich seine Arbeit auf du Cèdre für dieses neue Projekt nicht vernachlässigen kann, betreibt er die Domaine Marcevol in enger Kooperation mit einem alten Freund, Guy Predal, einem versierten Önologen aus Perpignan. Wie bei Pascal gewohnt gibt es eine extrem sorgfältige Weinbergsarbeit, die Böden gewinnen infolge des biologischen Anbaus ihre Vitalität zurück, alle Arbeiten werden von Hand ausgeführt, um die Böden nicht zu verdichten, eine extrem aufwendige Blattwerksarbeit führt zur Erzielung besonders reifer Trauben mit feinen Tanninen, natürlich wird extrem selektiv von Hand gelesen, und im Keller erfolgt eine schonende Vinifizierung mit dem ganzen Know-how, für das Pascal in den letzten Jahren weit über die Grenzen des Cahors hinaus berühmt wurde.
All diese sorgfältige Arbeit im Detail ergibt Weine, die in ihrer Preisklasse im Roussillon bereits mit dem ersten Jahrgang keine Konkurrenz zu fürchten haben. Die letzte Partie dieses großartigen Erstlingswerkes aus exzellentem Jahr ist bei uns eingetroffen.


332200 Marcevol, „Prestige”, rouge 2000 13,50 Euro

Syrah, Grenache (22 hl/ha) und Carignan ergeben einen opulenten, betörenden, ungemein charaktervollen Spitzenwein, der einfach gigantisch schmeckt! Tiefdunkel, fast schwarz, steht dieser Schmeichler der Sinne im Glas, betörende Aromen von kleinen schwarzen Beeren, feinste Gewürze und Oliven, im Mund frisch, Finesse pur, saftig, dicht, perfekt balanciert, unverkennbar ein mediterraner Wein, der aber ob der Qualität seiner eleganten Frucht und seiner seidenen Tannine kühl und edel wirkt, ein Wein zum Verlieben mit Charakter und Ausstrahlung!

Leider ausverkauft!


KLASSIKER

aus Italien

Azienda Agricola Felline

Schon lange nicht mehr akzeptieren viele Liebhaber italienischer Weine die nicht nachvollziehbaren Preissteigerungen insbesondere im Bereich der täglichen Trinkweine und kehren Renommierregionen wie der Toskana konsequent den Rücken. Dies fällt umso leichter, als in noch weniger bekannten Anbauregionen wie den Marken oder Apulien mittlerweile Qualitäten erzeugt werden, die selbst den Kenner mit der Zunge schnalzen lassen und die nichts mehr mit den Massenweinen unseliger Vergangenheit zu tun haben. Und eine der spektakulärsten Kellereien, die wesentlich zum qualitativen Sprung im Mezzogiorno beigetragen hat und die sich mittlerweile einen großen Freundeskreis weit über die Fraktion der Italienliebhaber hinaus geschaffen hat, ist das Weingut Felline, das unter privilegierten klimatischen Bedingungen unter Mithilfe von Roberto Cipresso, einem der besten Weinmacher des Landes, wunderschöne Alltagsweine zu mehr als fairem Preis produziert. Neu eingetroffen ist der Basiswein der Kellerei aus großem Jahr:


681101 Albarello rosso 2001 5,95 Euro

Mittleres Kirschrot, leicht süßliche Fruchtnase, insbesondere Kirsche und Pflaume, dazu Anklänge an noble Schokolade und Veilchen, ein Gaumenschmeichler, sehr reife Frucht, feinste Gewürzanklänge, die Säure noch präsent, sie gibt dem Wein eine schöne, höchst angenehme Frische, der Wein scheint dichter und eleganter noch zu sein als seine Vorgänger, die Tannine sind wunderbar integriert in die zarte Frucht, anhaltend. Dieser so preis“werte“ Wein ist ein Paradebeispiel für die neue Generation süditalienischer Weine, die wieder Lust und Laune machen, sich den Gewächsen dieses wunderschönen Landes zuzuwenden.
681101

Leider ausverkauft!


Franco M. Martinetti

Im aktuellen Gambero Rosso 2003 wird Franco M. Martinetti, der „Gentleman der piemontesischen Weinkultur” (Gambero), wiederum reihenweise völlig zu Recht mit den begehrten zwei und drei Gläsern ausgezeichnet! Die Weine dieses Spitzenwinzers bieten vielleicht das beste Preis-Genuss-Verhältnis des gesamten Piemont.
Aus kleinen Weingärten in Monferrato, 15 km südwestlich von Asti, in 280 Metern Höhe ideal an einem Süd-Südwesthang gelegen, stammt das hervorragende Traubenmaterial von über 40 Jahre alten Rebstöcken, das dann in erstklassigen Barriques aus französischer Eiche ausgebaut wird. Durch eine deutlich verkürzte Maischezeit verhindert der „ungekrönte König des Barbera” die Extraktion unerwünscht bitterer Tannine und produziert so fruchtbetonte, reintönige Weine der Spitzenklasse mit früher Trinkbarkeit, großartige Barbere, die eindrucksvoll die„bekannte Drei-E-Weinphilosophie von Martinetti, ‘equilibrio’ (Ausgeglichenheit), ‘eleganza’ (Eleganz) und ‘espressività’ (Ausdruckskraft)“ demonstrieren, so der WEINWISSER in einer euphorischen Besprechung der Martinettiweine in der Septemberausgabe 2002.

Martinetti, dessen Weine von seinen genialen Kellermeistern Giuliano Noè und Giancarlo Scaglione nach seinen Ideen vinifiziert werden, ist von einem fast manischen Perfektionsdrang beseelt, von einer Leidenschaft, Kompetenz und Hingabe, die man selbst bei Winzern aus traditionsreichen Dynastien nur selten findet. Und so entstehen seine Weine in einer produktiven Mischung aus Fachkenntnis, Neugierde, Passion und unerschöpflichem Wissen um die großen Weine der Welt, zu denen seine eigenen Produkte unzweifelhaft gehören.
Es ist vor allem die Barberatraube, die seinen Ruhm in Italien begründet hat und zu deren Handvoll Spitzenproduzenten er gehört. Aus dem piemontesischen Traumjahrgang 2000 bieten wir heute drei exzellente Rotweine als besondere Empfehlung für die Liebhaber großer italienischer (Lager-)weine.


611100 Minaia 2000 - 2 Gläser im Gambero Rosso - 27,90 Euro

Zweifellos einer der besten „Gavi“ überhaupt mit einem Zusatz von 10% getrockneter Cortesetrauben, der durch seine Aromenkomposition aus Aprikosen, Zitrusfrüchten, Eukalyptus und Pistazien besticht, dezenter Holzton, feine Eleganz, ausgewogen, harmonisch, langer Nachhall, zwei Gläser im Gambero 2003, einfach ein zauberhafter Wein! Zu genießen jetzt bis Ende 2004.
611100

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611200 Barbera d’Asti Bric dei Banditi 2000 - 2 Gläser im Gambero Rosso - 13,30 Euro

Als einziger Martinettiwein nicht im neuen Barrique ausgebaut, reinsortiger, „uriger“ Barbera eher traditionellen Stils aus alten Weinbergen in Vinchio, fruchtbetont, Noten von Sauerkirschen, Beeren und Unterholz, mittlerer Körper, große Frische, präsente Säure, ausgewogen, harmonisch, saftig, tolles Preis-Genussverhältnis, ebenfalls 2 Gläser im Gambero 2002; ab sofort zu genießen, Höhepunkt 2003 bis 2006.
611200

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611400 Barbera d’ Asti Montruc 2000 - 2 rote Gläser Gambero Rosso - 29,90 Euro

Rubinrot violette Farbe, phantastische Nase, einschmeichelndes, frisches Bukett von Beeren, komplexe Kirscharomatik, Cassis, Pfeffer, Würze und einer Spur Vanille, im Mund beeindruckende Struktur, Fülle und Komplexität, geschmeidig, ausgewogen, perfekt eingebundenes Holz, fruchtig-würziger Abgang, feinster Stoff, ganz großer Wein, alle Komponenten harmonisch miteinander verwoben, sehr subtil, nichts Vordergründiges, feine Süße, cremig, komplexe Kirscharomatik, saftig, ungemein lang anhaltend, hoher Trinkgenuss ab sofort, doch riesiges Potential, für mich der Inbegriff eines harmonischen Barbera, ein großer Piemonteser Wein, geradezu ein „klassischer Barbera der Moderne”.
Besser gar als der 97er, der von Burton Anderson, Autor preisgekrönter Weinbücher und Intimkenner der italienischen Weinszene, zu Recht zu den 100 besten italienischen Weinen gezählt wird. Scheint mir persönlich noch authentischer als der 3 Gläserwein Sul Bric, „ein Wein, den ich einfach nicht ausspucken kann“, notierte ein begeisterter Verkoster bei unserer gemeinsamen Degustation in Saarlouis, die Tannine fein und dezent, dennoch sehr kompakt, enorm viel Struktur, Höhepunkt 2004 bis 2012.
Im aktuellen Gambero Rosso 2003 erhält dieser Spitzenbarbera völlig zu Recht 2 rote Gläser, eine neu geschaffene Kategorie für diejenigen Weine, die in der Endausscheidung für die begehrten drei Gläser standen,„hervorragende Weine, die nur ganz knapp an der Höchstprämie gescheitert sind, sich aber deutlich von den übrigen 2-Gläserweinen unterscheiden“(Gambero)!
611400

Leider ausverkauft!

611300 Monferrato Rosso Sul Bric 2000 - 3 Gläser Gambero Rosso - 37,00 Euro

Extravagante Cuvée, welche die Frucht und Würze der Barberatraube mit den mineralischen Cabernetnoten elegant verbindet (die Trauben wurden separat geerntet und gekeltert und erst als Jungweine zusammengeführt), in der Nase eine betörende Fruchtfülle, Kirschen, Kakao, Röstaromen, ein zarter Hauch von Zigarrenblättern, dabei die Aromen sehr nuanciert, verwoben, komplex, Cabernet-Sauvignon Anklänge noch deutlich verspürbar (Pfeffer, reife Paprika).
Dieser Weltklassebarbera braucht noch Zeit, bis sich alle Komponenten harmonisch einfügen werden, großer Stoff, enorme Dichte und Konzentration, höher noch als beim Montruc, aber beileibe kein Monsterwein, von großartiger Eleganz und Finesse, riesiges Potential, perfekte Säurestruktur, 2005 bis 2015.
Ein Monument des neuen Edel-Barbera, der die Frage provoziert, wie diese Rebsorte nur so lange ein Mauerblümchendasein fristen konnte. Beide Barbera von Martinetti setzen neue Maßstäbe, an denen sich alle anderen Weine dieser Rebsorte messen lassen müssen.
611300

Leider ausverkauft!


DEUTSCHLAND

Dirk Würtz
Spektakuläre Rieslinge aus Rheinhessen, unsere Entdeckung des Jahres in Deutschland!

„Es gibt keine Zwischenstufe zwischen Qualität und Nichtqualität”. Dirk Würtz, sechs Jahre lang, von 1996 bis 2001, Kellermeister bei Weil, einem der renommiertesten deutschen Weingüter, nimmt kein Blatt vor den Mund. Erfrischend unangepasst formuliert dieser eigenwillige, kluge Kopf, ein engagierter Querdenker, der genau weiß, was er will, seine Ansichten zur deutschen Weinszene. Der studierte Betriebswirt, Politologe und Philologe, ein klassischer Quereinsteiger also, der eigentlich schon sein ganzes Leben lang nichts andere als „Bauer” werden wollte, geht unbeirrbar seinen eigenen Weg, eckt an: „Der VDP ist der Totengräber der deutschen Weinkultur”. Mit solch dezidierten Urteilen zu (Fehl-)Entwicklungen im deutschen Weinbau schafft sich Dirk wahrlich nicht nur Freunde. Ein Winzer mit Ecken und Kanten, wie seine Rieslinge, voller Charakter und Authentizität eben.

Seine Weinberge liegen im rheinhessischen Rebenmeer, ausgerechnet in demjenigen deutschen Anbaugebiet, dessen Ruf, seines optimalen Klimas und Terroirs zum Trotz, Liebfrauenmilch sei „Dank“, bei Weinliebhabern vollkommen ruiniert schien, nur vergleichbar mit demjenigen österreichischer Weinen nach dem Glykolskandal. Doch großartige Winzer wie Keller, Wittmann und jetzt Dirk Würtz bescheren dieser gebeutelten Region eine ungeheure Renaissance.

Dirks Weinberge werden biologisch bewirtschaftet (für Dirk unumgängliche Voraussetzung, um extraktreiche, aromatische Weine zu gewinnen), die dicht bepflanzten Rebreihen von einem befreundeten Winzer, „einem Genie im Weinberg, einem wirklichen Landarbeiter”, penibelst bearbeitet, auch von Vertragswinzern, die strikt nach seinen strengen Vorgaben arbeiten müssen. „Ich selbst verstehe ja nichts von Weinbergsarbeit, ich bin nur der Kellermeister”, stellt Dirk seine großartigen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel.

Er besitzt nur 6 ha Weinberge, er will sich auch nicht vergrößern (Ausnahme: 14 Ar bester Terrassenlage im Petersberg werden zur Zeit renoviert und neu angepflanzt), sondern ein „Garagenwinzer” bleiben, aber mit den Trauben aus diesen exzellenten Weinbergen spektakuläre Qualitäten erzeugen. Seine beiden Rieslinge besitzen einen völlig eigenen Charakter. „Love it or leave it”, man wird diesen Weinen entweder begeistert zustimmen (beim Basisriesling wohl jeder Liebhaber pointierter Rieslinge), oder sie kontrovers beurteilen, so den Spitzenriesling Würtz !. Denn letzterer ist kein pflegeleichtes Rieslingbaby, das bereits in seiner Jugend einen unvergleichlichen Primärfruchtcharme versprüht, dieser große Wein ist bei aller Kraft, Tiefe und Konzentration zur Zeit noch unnahbar und bedarf noch ca. 3 Jahre der Flaschenreife, um seine großartigen Qualitäten zu offenbaren.

Dirks Devise für den Keller klingt provokativ: „Kontrolliertes Nichtstun”. Das kostet viele schlaflose Nächte, beinhaltet extrem sensibles Eingreifen in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt nötig, Ausführung aller Kellerarbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft und so gut wie keine Filtration.

Dirk will keine Lagennamen auf dem Etikett (und was besitzt er für eine spezielle, großartige Lage, eine der besten in Rheinhessen überhaupt: „Geyerscheiß“), er ist nun mal ein Freund des Bordelaiser Prinzips statt des Burgundischen und stellt das Weingut in den Mittelpunkt, nicht die Lage. Erst wenn die Weine im Fass fertig sind, entscheidet Dirk, ausschließlich aufgrund sensorischer Proben, welcher Riesling unter welchem Namen vermarktet wird, Mostgewicht und andere Parameter interessieren ihn dabei überhaupt nicht.

Diesen spektakulären Jungfernjahrgang 2001 (zwei nicht unter eigenem Label verkaufte Probeläufe gab es jedoch) eines wirklich begnadeten und dazu erfrischend unangepassten Winzers kann ich nur wärmstens empfehlen. Manfred Loch vom Weinhof Herrenberg und jetzt Dirk Würtz: Bei solch begnadeten Jungwinzern ist mir um die Renaissance großer deutscher Rieslinge nicht bange.

Dirk Würtz: das ist schlicht handwerkliches Highend aus Rheinhessen in Perfektion!


950101 Würtz-Maas II Riesling, trocken 2001 8,80 Euro

Der Basisriesling, zur Hälfte spontanvergoren: Kein billiges Weinchen, das durch gefällige Primäraromen zu schmeicheln versucht, stattdessen ein sehr komplexes Aromenspektrum (Quitten, Pfirsich, Ananas, Kiwis, Zitrus, deutliche Würze, feine Mineralität), ein herausragender, sehr harmonischer Wein, der bereits heute nach mehrstündigem Dekantieren hervorragend schmeckt, der aber als typischer Langstreckenläufer in naher Zukunft erst richtig brillieren wird. Ca. 12.000 Flaschen wurden gefüllt, tolles Preis-Genussverhältnis.
950101

Leider ausverkauft!

950201 Würtz I, „Geyerscheiß“ Riesling, trocken 2001 28,00 Euro

Noch im Sommer diesen Jahres wurde immer wieder die Hefe aufgerührt, der Wein ist gerade erst dabei, sich zu finden, wird deshalb erst jetzt im Dezember freigegeben, ganze 1.400 Flaschen für 28 Euro, jeden, aber auch jeden Cent wert, dabei eine geschmackliche Herausforderung, ein Wein, der polarisiert, das exakte Gegenteil eines Schmeichlers. 14,5% Alkohol, aber perfekt eingebunden, unter 2 g Restzucker, alle Trauben kommen aus der großartigen Lage „Geyerscheiß”, Ertrag unter 14 hl/ha.
Die Mineralität scheint schier aus dem Glas zu springen, dazu Anklänge an Aprikosenfrucht und Marzipan. Im Glase selbst ein „monströser” zuckerfreier Extrakt, enorm komplex, dicht, tief, hoher Druck am Gaumen, auch viel Eleganz und Finesse, glycerinreich, enorm langer, tiefer Nachhall, der Wein braucht Minimum 3 Jahre Zeit, um zu zeigen, was in ihm steckt. Klassestoff!
Ein großer Wein für Rieslingfreaks, Terroir pur! (Dirk spricht übrigens von „Heimatweinen“ statt „Terroirweinen“) 92-94 Punkte, mindestens. Zwar schickt Dirk keine Proben an Weinjournalisten wie Parker oder an den Gault Millau, doch Mario Scheuermann hat diesen großartigen, charaktervollen Riesling auf dem Hamburger Weinsalon getestet und ihn zusammen mit Laibles „Achat“ und Breuers „Nonnenberg“ als einen der drei besten deutschen trockenen Rieslingen aus dem großen Jahrgang 2001 bewertet!
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FRANKREICH

Domaine Léon Barral, Faugères

Unser Angebot an Languedoc-Weinen ist inzwischen sehr umfangreich und zählt wohl zu den profiliertesten in ganz Europa, wie dies unser großartiger Testerfolg in ALLES ÜBER WEIN, Ausgabe Dez. 02/Jan. 03, eindrucksvoll belegt. Schon aus diesem Grunde sind wir, was neue Weingüter angeht, sehr anspruchsvoll und wählerisch, muss doch jede neue Domaine eine absolute Bereicherung unseres Programms darstellen. Bei der Domaine Léon Barral zögerten wir keine Sekunde, diese großartigen Rotweine in unser Programm aufzunehmen, sind wir doch bereits seit 2 Jahren auf diese Charakterweine außerordentlich erpicht. Nur, auch wir können uns nicht überall gleichzeitig engagieren und bei diesem Weingut waren die verfügbaren Mengen leider bereits vergeben, als die Qualitäten so exorbitant gut wurden, dass wir mit der Domaine zusammen arbeiten wollten. Doch als uns jetzt endlich ein Anruf von Didier Barral erreichte, diesem Winzergenius und Revoluzzer, in Aussehen und Habitus wie eine Reinkarnation des jungen, unangepassten James Dean wirkend, endlich könne er uns mit einer nennenswerten Flaschenanzahl bedienen, suchte ich ihn sofort auf meiner jüngsten Reise ins Languedoc Ende Oktober auf, ist er doch neben Frédéric Albaret, dem begnadeten Eigner von Saint Antonin, der zweite „junge Wilde“ aus Faugères, diesem wildromantischen, dünn besiedelten, waldreichen Gebiet nördlich von Béziers, das als einzige AOC des Languedoc über homogene karge Böden aus schwarzem Schiefer verfügt.

Die Weinberge in Faugères befinden sich zumeist auf relativ hohen Hügeln mit steilen Hängen und sind somit hervorragend geeignet zur Erzeugung großer Rotweine, die von Liebhabern wegen ihres unverwechselbaren Charakters, ihrer Dichte und Konzentration sowie ihrer außerordentlichen Eleganz und großartigen Finesse hoch gerühmt werden. Das die Weine der Region prägende Schiefergestein sorgt für deren ureigene, unverwechselbare Identität, eine äußerst rare Komplexität und eine expressive Aromatik.
Bei den besten Winzern der Region sind diese hocharomatischen Weine terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich so wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler „gemachter“ Weine hervorheben und die von Kennern zu den besten des gesamten französischen Südens gezählt werden. Und kein anderer Winzer agiert derart kompromisslos und engagiert auf dem Weg zu höchster Qualität wie Didier, der mit seinem Bruder 25 Hektar bestes Rebland an den steilen Hängen von Faugères bewirtschaftet.

Auf meinen zahlreichen Verkostungsreisen habe ich schon so manchen, im besten Wortsinne „verrückten“, Querdenker kennen und schätzen gelernt, doch Didier ist als Mensch wie als Winzer schon von außergewöhnlicher Statur. „Die Winzer haben die Biologie des Bodens verlernt“, erklärt mir Didier, als er, auf seinen Knien rutschend, die lockere, fein duftende Erde seiner Weinberge mit ihrer enormen Vielfalt an Kleinstlebewesen durch die Finger rieseln lässt.

Hinter solchen Qualitäten, wie Didier sie produziert, steckt ein wohlüberlegtes Puzzle von Details. Dies beginnt bei der Klonenpflege der wie in Châteauneuf in niedriger Buschform wachsenden, sehr tief wurzelnden Reben, reicht über eine biodynamische Arbeitsweise in den eminent gepflegten, extrem aufgelockerten, „lebenden“ Weinbergsböden, bei der eigens konstruierte Maschinen zum Einsatz kommen, die die Böden nicht verdichten, bis zu einem ausgeklügelten, „intelligenten“ Bewässerungssystem und den unterirdischen Kelleranlagen mit ihren uralten, aber extrem schonenden Pressen, wo jede Weinbergsparzelle in Kleinstgebinden separat ausgebaut wird, ohne jegliches Eingreifen wie ein Umziehen der Weine.

„Équilibre“, das könnte das Zauberwort sein, das Didiers Arbeit am besten charakterisiert, ein ökologisches Gleichgewicht in den biologisch bearbeiteten Weinbergen mit ihren wilden Kräutern, das von Natur aus für niedrige Erträge sorgt, ein Gleichgewicht aller wesentlichen Faktoren wie Zucker, Aromen und das Verhältnis der Haut zum Saft in den sehr reif geernteten Trauben und schließlich ein traumhaftes Gleichgewicht aller wesentlichen Komponenten im fertigen, ungemein finessenreichen Wein.
Diese hohe Winzerkunst finden wir nur bei den ganz Großen ihrer Zunft, wie z.B. bei Claude Dugat in Gevrey Chambertin oder Henry Bonneau in Châteauneuf-du-Pape, die Didier Barral als seine Vorbilder bezeichnet. Bei Didier wird Wein zur prägenden Kunst, gut „gemachte“ Weine gibt es mittlerweile reichlich, charaktervolle Unikate dieser Klasse sind jedoch sehr selten. Erst relativ spät, wie es die Natur erlaubt, werden die Weine ungefiltert in die Flaschen gefüllt. Das Resultat sind handwerkliche Meisterstücke, ungemein komplexe, mit einer reichen, ausladenden Frucht, feinen Tanninen und einer explizit herausgearbeiteten Terroir-Note. Sie gehören mittlerweile zu den gesuchtesten Weinen Frankreichs, zieren die Karten der Spitzenrestaurants des Landes und werden einem ausgewählten Kundenkreis zugeteilt. In Didiers saftigen Weinen vereint sich die Sonne des Südens mit dem Ausdruck eines großen Terroirs auf außergewöhnliche Weise zu den wohl finessenreichsten Weinen der gesamten Region.


348199 Faugères, rouge 1999 9,50 Euro

Intensiv dunkelrote Cuvée (Syrah, Grenache und Mourvèdre), expressiver, sehr komplexer Duft nach dunklen Beeren und verführerischen Gewürzen der Garrigue. Am Gaumen rote und blaue Früchte, charakteristisch für die großen Weine aus Faugères, reichhaltig, üppig, sehr dicht, fein strukturiert, bestens integrierte Tannine, traumhafte Eleganz und Finesse., schöner Nachhall, schmeichlerisch, Frucht und Schiefer vereinen sich harmonisch zu einem der herausragenden Weine der Region, sensationelles Preis-Genussverhältnis, ab sofort (Dekantieren!), Höhepunkt Ende 2003 bis 2009.
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348299 Faugères „Jadis“, rouge 1999 19,50 Euro

Dies ist eines der Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, von einer avantgardistischen Elite junger Winzer wie Didier meisterhaft vinifiziert. Heiß begehrt und nur in geringer Menge verfügbar ist die Traumcuvée „Jadis“, einer der besten Weine der gesamten Region!
Dieses imposante, hauptsächlich aus Syrah erzeugte Gewächs (dazu Grenache, Carignan und Mourvèdre) besitzt eine tiefe Farbe, einen atemberaubenden, opulenten Duft nach dunklen, hochreifen Beeren, eine faszinierende Fruchtkonzentration und eine perfekt eingebundene Mineralität. Präsentiert sich am Gaumen sehr füllig, ja geradezu erotisch, gleitet fast zärtlich über die Zunge und kleidet eindrucksvoll den gesamten Rachenraum aus. Ausgebaut in unterschiedlichen Barriques der besten Tonneliers Frankreichs verkraftet dieser dichte und elegante Nektar aus dem Languedoc die 26monatige Holzlagerung mit spielerischer Leichtigkeit. Ein phantastisches Unikat von einem der talentiertesten Winzer ganz Frankreichs. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2003 bis 2012
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Domaine Puech Auriol, Languedoc

Es war im März dieses Jahres auf einer Verkostung großer Weine des französischen Südens, als ich erstmals eine Fassprobe des Jungfernjahrgangs dieses neuen Weingutes, DES Senkrechtstarters im Languedoc schlechthin, verkostete. Und ich war wie elektrisiert, ja geradezu schockiert angesichts der sensationellen Qualität, die sich tiefschwarz in meinem Glase spiegelte.

Stéphane Yerle, so heißt der sympathische Winzer baskischer Herkunft, war mir zwar als einer der jungen, „wilden”, innovativen Spitzenönologen Frankreichs schon lange ein Begriff (so hat er seit Beginn der 90er Jahre in verantwortlichen Positionen auf besten Weingütern in Spanien und im Madiran, auf Montus und bei Patrick Ducournau, gearbeitet), doch dass er sich nebenbei als „Wochenendwinzer”, wie er sich selbstironisch zu titulieren pflegt, niedergelassen hatte, war mir damals noch neu.

Und was hat er sich für herausragende terrassierte Parzellen mit altem Rebbesatz (die dem Vorbesitzer zu wenig Ertrag abwarfen!!) im Département Hérault im Herzen des Languedoc gekauft, sandige, kalkhaltige, sehr steinige Böden, geradezu ideal zur Erzeugung großer Grenacheweine.
Ganze 2,6 ha bewirtschaften Stéphane und seine junge Frau Cécile in extrem arbeitsintensiver Weise naturnah und eben vorwiegend am Wochenende, wenn Stéphane, von seiner Önologentätigkeit „befreit”, sich zu Hause in Ruhe seinem eigenen Weingut widmen kann.

Diese Arbeiten betreibt er mit einem Aufwand und einer Feinfühligkeit, wie ich sie bisher nur ganz selten bei wirklich großen Winzern angetroffen habe. Sorgfältige Handarbeit in den extrem gepflegten Parzellen, penible Auslese bei der Ernte, für die, der geringen Größe des Weingutes sei Dank, keinerlei Fremdarbeiter engagiert werden müssen, kleine Erträge von sehr reifen Trauben, extrem schonende Vinifizierung mit Hilfe einer alten, liebevoll restaurierten Presse, langes Belassen des Mostes auf der Hefe, was zu einer betörenden Frucht im fertigen Wein beiträgt, gekonnter Einsatz der Mikrooxydation, deren „Erfinder”, Patrick Ducournau, sein kongenialer Lehrmeister war, keinerlei Pumparbeiten, aber subtiler, feinfühliger Ausbau in gebrauchtem Holz unterschiedlicher Größe und Provenienz.

Das Resultat dieser ungemein sorgfältigen und engagierten Arbeit im Keller und Weinberg:„ALLES ÜBER WEIN”, Ausgabe Dez. 02/Jan. 03, feiert unsere Neuentdeckung Puech Auriol in ihrem umfangreichen Report über die aktuelle Entwicklung im Languedoc euphorisch als einen der 19 „Spitzenerzeuger im Languedoc” und konstatiert, dass Stéphane und Cécile, die ihre Weinberge „mit Liebe und Passion ausschließlich manuell bearbeiten, fast wie im deutschen Schrebergarten, begeisternde Weine, produzieren, aromatisch, warm, einladend – südlich in des Wortes bestem Sinne, authentische Weine ihrer Region.” Sensationelle Qualitäten in ihrer jeweiligen Preisklasse eben, faszinierende Weine zum Süchtigwerden und Verlieben!


349101 Puech Auriol, VdP des Coteaux d'Enserune, rouge 2001 9,90 Euro

Dichtes, tiefdunkles, leuchtendes Rot, dem Glase entsteigt eine komplexe Aromatik, vielschichtig, verwoben, Anklänge an schwarze Waldbeeren, saftige, reife Kirschen und Gewürze der Garrigue, gemahlener schwarzer Pfeffer, zart balsamische Nuancen und Noten von Zedernholz. Tolle Fülle am Gaumen, dazu eine bemerkenswerte Dichte, traumhaft saftig, deutlich vernehmbar noch das massive Tanninkorsett, das aber wunderbar weich und harmonisch in die in ausladende Frucht integriert ist. Schöne Frische infolge einer zartherben Säure, sehr glycerinreich, ein im besten Wortsinne südlicher, warmer Wein, dennoch sehr elegant und finessenreich, trinkbar ab sofort, Höhepunkt Ende 2003 bis voraussichtlich 2007.
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349200 Puech Auriol, „Tourments”, VdP des Coteaux d'Enserune, rouge 2000 22,00 Euro

Im Jahrgang 2000 entschloss sich Stéphane erstmals zur Produktion dieser fulminanten Spitzencuvée. Die selektiv geernteten, extrem reifen Trauben wurden zuerst traditionell im großen Bottich auf der Maische angegoren, um anschließend in gebrauchten 400 Liter-Fässern die Gärung abzuschließen.
Diese hat Stéphane Yerle dann, ähnlich wie es Pascal Verhaeghe von Château du Cèdre mit seiner „Grande Cuvée” praktiziert, während der Gärung vorsichtig gerollt, um eine möglichst subtile Tanninausbeute zu erzielen. Zur malolaktischen Gärung wurde der Most mit ultrareifem Carignan-Most vermählt und in Barrique-Fässer abgezogen. Und wie hat sich dieser Aufwand gelohnt!
Tiefstes Kardinalsrot, ja fast schwarz in der Farbe, in der Nase ungemein komplex, konzentriert und reich, Anklänge an reife, süße, dunkle Amarenakirschen, danach Blätter von schwarzen Johannisbeeren, heller Tabak, noble Kaffeearomen, ein Hauch von Lebkuchen und edlem, süßlichem Sandelholz.
Dazu verströmen die alten Grenache- und Carignanreben einen ganzen Basar orientalischer Gewürze und die kühle Stilistik evoziert Anklänge an große Prioratweine. Aber auch grenachebetonte Weltklasseweine aus Châteauneuf-du-Pape erinnern an dieses großartige Gewächs, das jedoch mit seinem eigenständigem Languedoc-Charakter ein einzigartiges Unikat darstellt und schon heute als der beste Grenachewein gilt, der je im Midi erzeugt wurde.
Am Gaumen sehr dicht, konzentriert, aber beileibe kein Konzentrationsmonster, enorm extrakt- und glycerinreich, feinste Würze, kompakte, seidene, reife, edle Tannine, perfekt in die überwältigend reiche, enorm tiefe Frucht eingebunden, ebenso wie die noch präsente Säure, ein ungemein harmonischer Wein, bestens ausbalanciert, wunderschöne Textur, unwahrscheinlich lang anhaltend, gewinnt noch einmal deutlich beim Abgang, ein Wein mit einem großen Potential, weder geschönt noch filtriert, trinkbar ab sofort nach mehrstündigem Dekantieren, Höhepunkt 2004 bis 2010, mindestens.
Einer der originärsten und besten je im Languedoc produzierten Weine, Kultweinstatus! Ganze 1200 Flaschen (wir haben uns davon 600 Fl. sichern können) dieses in seiner Stilistik so einzigartigen und in 2000 erstmalig produzierten Weines gelangen nach Deutschland! Im großen aktuellen Languedoctest von „ALLES ÜBER WEIN” (Dez. 02/Jan. 03) konnte er sich den zweiten Platz unter mehr als 200 verkosteten Spitzenweinen sichern, nur einen Punkt übertroffen von unserem Testsieger, dem leider bereits ausverkauften, aber auch wesentlich teureren „La Porte du Ciel” von Château de la Negly.
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Domaine Giraud, Châteauneuf-du-Pape

Der Jahrgang 2000 ist in Châteauneuf-du-Pape einer der 3 besten der letzten 25 Jahre, doch das wissen Sie als Kenner und Liebhaber der großartigen Gewächse aus dieser renommierten Region schon lange. Vielleicht waren Sie in den letzten Monaten aber nicht besonders erfreut darüber, dass, infolge der völlig zu Recht erfolgten, hohen Parkerbewertungen, etliche der Spitzencuvées preislich mehr oder weniger stark angezogen haben.
Infolge eines Insidertipps haben wir jedoch eine enorm preisgünstige Domaine gefunden, die 2000 erstmals mit grandiosen Qualitäten auf sich aufmerksam machte und die selbst eingefleischten und bestens informierten Kennern in Frankreich wie in Deutschland noch fast gänzlich unbekannt ist. Das ändert sich jedoch gerade in Frankreich schlagartig, da die „Revue du vin de France“ den von ihr aktuell als Fassprobe verkosteten 2001er als einen der besten der Appellation bewertete, eine Beurteilung, die in Frankreich wie eine Bombe eingeschlagen hat.

Die Spitzencuvée der Domaine, der „Les Gallimardes“, ist sicherlich einer der feinsten und finessenreichsten Weine, der in der liebenswerten alten Papststadt erzeugt wird. Doch warum hat man in der Vergangenheit nichts von diesem Gut gehört und warum ist der Preis für unsere heute präsentierte Spitzencuvée noch so erstaunlich günstig?

Am Alter der Domaine kann es nicht liegen, denn bereits 1540 hat die Familie Guiraud-Marcoux mit dem Weinbau in Châteauneuf begonnen. Doch anders als der Familienzweig „Marcoux“, der bereits seit einiger Zeit mit spektakulären Weinen aufhorchen lässt, hat der leutselige ehemalige Rugby-Spieler Pierre Giraud erst mit dem Jahrgang 1998 einen eigenen Wein abgefüllt, vorher lieferte er über Jahrzehnte sein ausgezeichnetes Traubenmaterial an Négociants und Kellereien.

Auslöser dieses Aufbruchs waren sein Sohn Francois und seine Tochter Marie, die in Montpellier Önologie studiert hatten, und nun in das Unternehmen einstiegen, das feste Ziel vor Augen, die Domaine schnellstmöglich in die kleine Elite der besten Weingüter dieser privilegierten Appellation zu führen.

Hilfe fanden sie dabei beim Önologen Philippe Cambié, der unter anderem mit großem Erfolg die weltberühmten Güter Pégau, Les Cailloux und Vieux Télégraphe berät. Umstieg auf biodynamischen Anbau, extrem sorgfältige Bodenbearbeitung in den herausragenden Weinbergslagen in unmittelbarer Nachbarschaft von Rayas, in Le Crau und bei Beaucastel, schonende Kellerarbeit mit modernen Inoxbehältern und sorgfältig ausgesuchten Barriques bester Tonneliers:
Mit diesen Parametern katapultierten sie sich bereits mit ihrem zweiten Jahrgang, dem großartigen 2000er, in die Spitzengruppe von Châteauneuf-du-Pape und setzten das riesige Potential der 60 - 100 Jahre alten Rebstöcke in eine berauschende Weinqualität um, ohne dass bereits die internationalen Weinjournalisten dieses Kleinod aufspürten oder angemessen gewürdigt hätten, ein Fakt, der den ungemein fairen Preis dieses Weins erklären hilft. Die Spitzencuvée „Les Gallimardes“ unterscheidet sich von vielen anderen Châteauneufs durch eine fast burgundisch anmutende Feinheit und Eleganz, wohl die Folge des behutsamen Ausbaus in neuen Barriques bester Provenienz, begleitet von einer enormen Fruchttiefe, einer schnörkellosen Struktur, einer großen Klarheit und einer schmeckbaren Reife der streng selektierten Trauben.


166100 Châteauneuf-du-Pape „Les Gallimardes“, rouge 2000 24,00 Euro

Eine saftige, begeisternde Cuvée, vinifiziert zu 70% aus erstklassigem Traubenmaterial von über 80 Jahre alten Grenachereben, 25% Syrah und 5% Mourvèdre. Entsprechend der Philosophie von Marie und Francois Giraud spiegelt der Wein vor allem die großartige Qualität des Terroirs wider und ist geprägt durch eine burgundisch anmutende, ja puristische Eleganz und Finesse, unter Verzicht auf eine mittlerweile immer mehr in Mode kommende Port- und Überreifearomatik.
Zwar wurde auch hier die Grenache in hochreifem Zustand geerntet, dennoch bewahrt sich dieser wunderschön reiche Wein eine bemerkenswerte„Kühle“. Syrah und Mourvèdre verleihen ihm eine spezifische Expressivität (rote Beeren, Cassis und Kirschen), ein edles Tanningerüst, eine bemerkenswerte Tiefe und eine großartige Länge. Dies ist kein vordergründiger„Blockbuster“, sondern ein burgundisch anmutender Vin de terroir, cremig und dicht, der bereits heute Trinkvergnügen pur bereitet, aber Potential besitzt bis mindestens 2015. Kürzlich hat die„Revue du Vin de France“ diesen neuen strahlenden Stern am Himmel von Châteauneuf-du-Pape mit der höchsten Bewertung, nämlich 5 von 5 Sternen, dekoriert.
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SUBSKRIPTIONSOFFERTE

Tardieu-Laurent 2001

Den immer zahlreicher werdenen Liebhabern der großen Rhôneweine von Michel Tardieu bieten wir heute den exzeptionellen Jahrgang 2001 in Subskription an, der, aufgrund herausragender klimatischer Bedingungen (sonniges Frühjahr mit frühestem Blütenaustrieb aller Zeiten, ein heißer Sommer und ein trockener Herbst mit extrem starken Mistralwinden, welche für eine einzigartige Konzentration in den reifen Beeren sorgten) zusammen mit dem 78er wohl der beste aller Zeiten an der südlichen Rhône zu werden verspricht, aufgrund der um ca. 15 bis 30% reduzierten Erträge gar noch ein wenig dichter als der großartige 2000er.
Trotz selektivster Auslese plant Michel, wie mancher Spitzenerzeuger in Châteauneuf, den Jahrgang 2002, nach den verheerenden Unwettern unmittelbar vor der Ernte Anfang September, zu deklassieren. Nutzen Sie also die Chance, sich angesichts einer „Durststrecke“ von hoffentlich nur einem Jahrgang, mit den sensationell guten Qualitäten aus dem Jahrhundertjahrgang 2001 einzudecken.
Während meines Besuches bei Michel Ende Oktober konnte ich mir in diesem aussagekräftigen Stadium der Weinwerdung einen genauen Überblick über die einzelnen Qualitäten verschaffen:
Michel hat schlicht die besten Weine seiner bisherigen Karriere vinifiziert.

Michel Tardieu verfügt über eine bemerkenswerte Biographie: Über 15 Jahre lang stand er in Diensten der französischen Regierung und chauffierte Mandats- und Würdenträger kreuz und quer durch das Rhônetal. Während seine Fahrgäste ihre Termine wahrnahmen, polierte Michel nicht etwa seine Staatskarosse, womit sich die Berufskollegen üblicherweise die langen Wartezeiten vertreiben, sondern nutzte jede Gelegenheit, die umliegenden Winzer aufzusuchen, deren Weine zu verkosten und mit Ihnen über die Kunst der Weinbereitung und den Zauber großer Terroirs zu philosophieren.
Im Laufe der Jahre knüpfte Michel so ein riesiges Netz von Kontakten, wurde zu einem intimen Kenner der Winzerszene und sammelte ein enzyklopädisches Wissen über die Weinlandschaft der Rhône, das seinesgleichen sucht. Jeder noch so kleine Erzeuger war ihm bestens bekannt und er genoss zudem den Ruf eines exzellenten Verkosters und ebenso fachkundigen wie liebenswerten Gesprächspartners.

Michel gehört zudem zu dieser ungemein sympathischen wie seltenen Art Mensch, dem man einfach keine Bitte abschlagen kann. So war es ihm ein Leichtes, die besten Winzer der Region, egal ob berühmte Weinproduzenten von Weltruf oder qualitätsbesessene Kleinsterzeuger für eine verrückte aber höchst produktive Idee zu gewinnen:
Zusammen mit seinem kongenialen Partner Dominique Laurent aus dem Burgund sucht sich Michel in bestimmten Regionen, sehr reputierten, aber auch in von ihrem großartigen Potential her eher noch unterschätzten, die herausragenden Winzer aus und diese überlassen ihm dann einen kleinen Teil ihrer Spitzenmoste, die von sehr spät geernteten extrem reifen Trauben aus ultrakleinen Erträgen alter Rebstöcke stammen (teilweise sind diese mehr als 100 Jahre alt!), die wiederum sehr tief wurzeln, um das Terroir der herausragenden Lagen beispielhaft in den Weinen widerzuspiegeln zu können.
Aus der Tatsache, dass Michel Tardieu die gewünschten Moste tatsächlich erhält, lässt sich ersehen, in welch hohem Ansehen er bei den besten Produzenten der berühmtesten Rhône-Appellationen steht, niemals würde sich ein Weltklassewinzer sonst auf solcherlei Handel einlassen.

Nicht eingeengt durch hemmende Traditionen oder Denkbarrieren, aber beseelt von unvorstellbarer Leidenschaft und nur der Qualität des Endprodukts verpflichtet, hat der Quereinsteiger Michel wie kaum ein anderer in den letzten Jahren mit seinen grandiosen Weinen, die er unter dem Label Tardieu-Laurent vermarktet, für internationales Aufsehen gesorgt. Gerade einmal 65.000 Flaschen dieser einzigartigen Gewächse gelangen jährlich in den Handel. Dabei wird die abgefüllte Menge nicht nur durch die äußerst geringen Quantitäten geeigneter Spitzenmoste, sondern auch durch die extrem handwerkliche, ja geradezu als liebevoll zu bezeichnende Kellerarbeit dieses charismatischen Weinfanatikers beschränkt.
Seine große Stärke ist hierbei die perfekte Balance zwischen bewahrenswerten Traditionen einerseits und notwendiger Innovation andererseits. In eigenen unterirdischen Kelleranlagen, die er im malerischen Lourmarin nach seinen Vorstellungen neu erstellt hat, baut Tardieu den Most mit einer unglaublichen Sorgfalt aus:
Im Mittelpunkt steht die Dominanz der hyperkonzentrierten Frucht über das Holz, selbstverständlich erfahren die Weine keinerlei Schönung oder Filtration und Michel arbeitet mit geringst möglichem Schwefeleinsatz („der Schwefel trocknet den Wein nur aus und verdirbt seine Farbe”, Tardieu). Sämtliche Flaschen werden ausnahmslos von Hand abgefüllt!, direkt aus den neuen Barriques, „wie eine sanfte Geburt” – alles dem Ziel untergeordnet, den Charakter des Terroirs und die Komplexität der Aromen in das Glas des Weinliebhabers hinüberzuretten.

Tardieus Art der Weinbereitung ist wie ein poetischer Dialog zwischen dem Weinmacher und seinem Produkt, ein vehementes Plädoyer wider die Gleichmacherei des Weins und eine Liebeserklärung an die unermeßliche Vielfalt und die unnachahmliche Sinfonie des Terroirs. Michels Weine sind sicherlich nicht billig, aber angesichts der gebotenen Qualitäten jeden geforderten Cent wert; sie werden von der Fachpresse enthusiastisch gefeiert (Parker schwelgt in Superlativen, und dies völlig zu Recht) und sind nur sehr schwierig erhältlich und werden dementsprechend an wenige handverlesene Händler limitiert zugeteilt.
Hier präsentieren wir Ihnen nun die wunderschön balancierten, samtigen Weine des Jahrhundertjahrgang 2001 – „aus dieser Zauberquelle großer Rhôneweine” (Parker), allesamt mit weichen, seidenen Tanninen ausgestattet, dem Charakteristikum sämtlicher unten angebotener Weine.
Meine eigenen Punktebewertungen reichen von 91+ bei den „kleineren“ Weinen bis zu voraussichtlich 100 Punkten für die Traumcuvée „Châteaneuf-du-Pape Vieilles Vignes Cuvée Speciale“; bei dieser einheitlich enorm hohen Qualität können Sie sich bei Ihrer Auswahl vertrauensvoll an Ihrer jeweiligen Lieblingsregion orientieren.

Alle Weine können augfrund der fabelhaft weichen Tannine bereits früh mit großem Genuss getrunken werden, besitzen jedoch ein immenses Reife- und Lagerunspotential. Detaillierte Infos hierzu nach Abfüllung der Weine.


158101 Bastide de Rhodares, rouge 2001 15,90 Euro

Eine Cuvée (Grenache/Syrah) mit einem der besten Preis-Genussverhältnisse in Michels Portfolio, vinifiziert aus schmeckbar reifen Trauben aus den besten Lagen des Lubéron, ein eher maskuliner Wein voller Kraft und Konzentration, enorme Frucht- und Glycerinmengen, dabei sehr weiche, seidene Tannine, harmonisch, lang anhaltend, setzt neue Maßstäbe für die Appellation!

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158701 Guy Louis, CdR rouge 2001 19,90 Euro

Grenache, Syrah, Mourvèdre und Cinsault von bis zu 60 Jahre alten Reben aus Châteauneuf, Rasteau, Valréas und aus dem Gard gehen eine Traumverbindung ein, schwarze Farbe mit lila Reflexen, im Stil dem 2000er sehr ähnlich, Konzentration pur, reifer Saft, dunkle Früchte, seidene Tannine, schöne Länge.

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158601 Crozes-Hermitage Coteaux, rouge 2001 19,90 Euro

Zart süßliche Düfte von Speck, Leder und Cassis, enorm viel Syrahfrucht, kaum spürbare, bestens integrierte Säure, voller Körper, wunderbar reichhaltiger Crozes-Hermitage, tolle Tanninstruktur, m.E. deutlich besser noch als in 2000, Glückwunsch, Michel!

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159801 Rasteau, Vieilles Vignes, rouge 2001 24,00 Euro

Grenachedominierte, kräftige, konzentrierte, sehr reife, aber auch elegante Cuvée, expressive Aromen von schwarzen Beeren und feinen Gewürzen, extrem dunkelfarben, unglaublich authentischer Wein, das kompakte Tanninpaket ungemein weich für einen Rasteau, sehr dicht am Gaumen, viel Druck, bemerkenswerte Länge.

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158801 Saint Joseph, Vieilles Vignes, rouge 2001 25,90 Euro

Von einer Gipfellage stammt dieser feine, rauchige, im Duft und am Gaumen von schwarzen Beeren geprägte fruchtige Syrah, tiefschwarze Farbe, enorme Dichte, sehr lang anhaltend, ein Meisterstück der Appellation und ein großer Wein der Nordrhône!

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158901 Vacqueyras, Vieilles Vignes, rouge 2001 26,90 Euro

Begeisternder Vacqueyras, vinifiziert zu 80% aus alten Grenachereben, kräftig, konzentriert, sehr tief, komplex, dabei enorm fein, rauchige, süßliche Aromen, schwarze Waldbeeren, feinste Würze, das beste, was ich bisher aus Vacqueyras im Glase hatte, deklassiert mühelos renommierte und wesentlich teurere Châteauneufweine, toller Stoff, sensationelles Preis-Genussverhältnis!

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160301 Gigondas, rouge 2001 28,90 Euro

In seiner Stilistik sehr an den weltberühmten „Haut Garrigues“ unseres Freundes Yves Gras erinnernd, aufgrund der extremen Selektion aber noch dichter, konzentrierter, enorm viel Finesse, traumhafter Wein, frühe Trinkbarkeit, leider nur geringe Mengen verfügbar.

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158401 Cornas Coteaux, rouge 2001 39,90 Euro

Fällt in diesem Jahrgang aus dem Rahmen aller Tardieuweine aufgrund einer faszinierend „wilden“ Aromatik, tolle Fruchtaromen, fabelhaftes Bukett, Rauch, Unterholz, schwarze Beeren, konzentriert, komplex, dennoch weich am Gaumen, anhaltend.

Leider ausverkauft!

159101 Hermitage, blanc 2001 39,90 Euro

In homöopathischen Dosen verfügbarer spektakulärer weißer Hermitage, ein Unikat!

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159301 Cornas, Vieilles Vignes, rouge 2001 49,90 Euro

Ein Traum, schmeckt wie ein großer, wesentlich teurerer Côte Rôtie, unübertreffliche, fabelhafte Raffinesse, hohe Konzentration, Kraft, Körper, dabei weicher, geschliffener, eleganter als der „normale“, wildere Coteaux, Tannine viel finessenreicher, „wohl der beste Cornas, den ich bisher vinifiziert habe“ (so Michel voller Stolz), ein Meisterwerk der Syrahrebe!

Leider ausverkauft!

158301 Châteauneuf-du-Pape, Vieilles Vignes, rouge 2001 54,00 Euro

Ein ultimativer Châteauneuf aus 100% alten Grenachetrauben von einigen der besten Parzellen der Appellation, explosives Bukett, Ehrfurcht gebietende Konzentration, dicht, weich, rund, geschliffen am Gaumen, hohe Eleganz und Konzentration, genial!

Leider ausverkauft!

159901 Châteauneuf-du-Pape „Cuvée spéciale”, rouge 2001 55,00 Euro

Nur noch wenige Flaschen dieses ganz im traditionellen Stil von Henri Bonneau vinifizierten Weinriesen von Uraltreben aus den besten Parzellen der legendären Lage La Crau, die viele Winzer als die wohl beste Lage in Châteauneuf überhaupt betrachten, sind verfügbar.

Leider ausverkauft!

158501 Côte-Rôtie, rouge 2001 62,00 Euro

Spektakuläres, komplexes Bukett, gerösteter Kaffee, Speck, Bratensaft, Unmengen von Beerenaromen, schmeckbare Mineralität des Schiefers, unglaubliche Eleganz, für Michel und mich schlicht der beste Côte-Rôtie des Jahrgangs!

Leider ausverkauft!

159601 Hermitage, rouge 2001 85,00 Euro

Ein Wein, ganz nahe am Ideal, extrem schwarze Farbe, Unmengen an Frucht, Rauch und nobler Schokolade, unglaublich komplex, dicht, extrem körperreich, großartige Eleganz und Finesse, weiche, seidene Tannine, ein Riese mit kraftstrotzendem Abgang!

Leider ausverkauft!


Die Preise dieses Subskriptionsangebotes beinhalten die derzeit gültige gesetzliche MwSt. in Höhe von 16 %, sollte sich diese bis zur Auslieferung (voraussichtlich im Spätherbst 2003, Ausnahme Châteauneuf Cuvée spéciale) verändern, werden wir die Preise dementsprechend anpassen.


PORTUGAL

Quinta da Peca

456000 Quinta da Peca Reserva, Portwein 13,50 Euro

Jahrelang haben wir vergeblich einen Portwein gesucht, der ein großartiges Preis-Genussverhältnis besitzt und somit unbeschwerten Trinkgenuss für jeden Tag verspricht, jetzt endlich wurden wir fündig:
Die Quinta da Peca, gelegen in 200 bis 550 Meter Höhe im besten Teil des Dourotales, vinifiziert mit diesem wunderschönen Reserva (Stilistik wie ein Vintage Port, nur aus mehreren sehr guten jungen Jahrgängen miteinander verschnitten) einen ungemein komplexen Portwein für jeden Tag, der bei unseren Degustationen vor Ort zu Begeisterungsstürmen bei unseren Kunden geführt hat. Dieser Klasseportwein, der so sehr an einen hochkarätigen Vintage erinnert, sich aber nach Öffnung problemlos 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahren lässt, verwöhnt mit seiner herben Süße und seinen noblen Schokoladenaromen auch die Gaumen verwöhnter Portweinliebhaber. Wiederum unsere ganz besondere Empfehlung.
456000

Leider ausverkauft!


Wir wünschen Ihnen frohe Festtage, einen angenehmen Rutsch in ein hoffentlich gutes neues Jahr und senden Ihnen herzliche Grüße aus Saarlouis:

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann, im Namen aller Mitarbeiter von Pinard de Picard.