Saarlouis, im November 2002

PINwand N° 60


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

wir geben Ihnen am Anfang dieser PINwand ausnahmsweise keine Übersicht über unsere neu eingetroffenen Weine, da wir Sie an dieser Stelle über eine Reihe von erfreulichen Ereignissen informieren möchten. Doch wir versprechen Ihnen, die Lektüre der PINwand lohnt diesmal besonders, es ist eine der spektakulärsten, die wir jemals ins Netz gestellt haben haben.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass es wegen des Feiertags und dem damit verbundenen langen Wochenende in der Folgewoche zu geringfügigen Lieferverzögerungen kommen kann, da einige Weine, die noch in der Abholung sind, nicht mehr rechtzeitig bei uns eintrafen.


Testerfolge:

Zu den Klassikern deutscher Weinkultur zählt das Weingut Dönnhoff an der Nahe, dessen traumhaft schöne Rieslinge aus dem Jahrhundertjahrgang 2001 eindrucksvoll das großartige Potential der Weißweine deutscher Provenienz demonstrieren.
Im neuen WINE ADVOCATE werden diese erlesenen Weine von Parker mit sensationellen 90 Punkten für den einfachen Gutsriesling bewertet bis hin zu 100 Punkten für seinen Eiswein, der bei uns nach unserer eigenen euphorischen Beschreibung leider schon restlos ausverkauft ist.
Doch wir haben noch kleine Mengen von mit bis zu 94+ bewerteten exzellenten Rieslingen unterschiedlicher Lagen vorrätig, kontaktieren Sie uns bei Interesse. Die mit 95 Punkten bewertete Schlossböckelheimer Kupfergrube Spätlese wird in unserer heutigen Pinwand erstmals vorgestellt.

Ebenfalls großartige Bewertungen von Parker erhielt unser Freund Marc Kreydenweiss, dessen preis“werte“ Elsässer Weine wir seit dem ersten Jahr unseres Bestehens im Programm führen. Wir freuen uns sehr für Marc, dass sein 2000er Pinot Gris Rebberg Aux Vignes mit 95 Punkten ausgezeichnet wurde und der Riesling Kastelberg Le Château mit 94 Punkten. Da wir von der großartigen Qualität dieser Weine restlos überzeugt sind, haben wir uns glücklicherweise lange vor Parkers Bewertungen mit relativ großen Mengen eingedeckt.


111300 Kreydenweiss, Rebberg Tokay Pinot Gris „Aux Vignes” 2000 17,00 Euro

Leider ausverkauft!

111700 Kreydenweiss, Riesling Kastelberg Grand Cru „Le Château” 2000 29,00 Euro

Leider ausverkauft!


Die „Revue du vin de France“ ist Frankreichs beste Weinzeitschrift. In ihrer Novemberausgabe 02 werden 800 Weine, von 60.000 während des letzten Jahres getesteten, präsentiert, die jeder Weinliebhaber „im Keller haben muss“. Viele unserer Winzer sind, teilweise mit mehreren Weinen, in dieser Liste der unverzichtbaren Weine aufgeführt. Wir freuen uns sehr darüber, ebenso, dass wir im schwierigsten Jahr der jüngeren deutschen Weingeschichte unseren Umsatz nochmals um etwa 35% steigern können. Dafür möchten wir uns gerne bei Ihnen bedanken, die Sie mit Ihrem Vertrauen unseren Erfolg erst möglich machen.
Deshalb bieten wir Ihnen eine Auswahl von sechs dieser im wahrsten Sinne des Wortes von der „Revue du vin de France“ ausgezeichneten Weine zu einem absoluten Schnäppchenpreis an:
Je 1 Fl. Rotwein des „deliziösen VDP des Collines Rhodaniennes Syrah 2000“ der Domaine Les Vins de Vienne, der „großen, tiefen, üppigen Cuvée Montpeyroux 2000, die als Modell dient für die Weine ihrer Region“ von D’Aupilhac, des „reichhaltigen, noblen, lang anhaltenden, (wiederum) modellhaft für seine Appellation stehenden Moulin des Dames rouge 99“ unseres Freundes Luc de Conti, des „ungemein finessenreichen“ und höchst bewerteten Wein des gesamten Roussillon, den 2000er Terroir Mailloles von Sarda-Malet, des charaktervollen 2000er Adrès von Trapadis, dessen Jahrgangsvorgänger schon vom FEINSCHMECKER im großen, weltweiten Grenachetest zu den 10 besten gezählt wurde und des „eleganten, sehr harmonischen Coteaux du Languedoc“ von Saint-Martin-De-La-Garrigue. Unser „Dankeschönpaket“ für nur 99,90 statt 115,50 Euro.


80302 „Dankeschönpaket“ statt 115,50 Euro nur 99,90 Euro

Leider ausverkauft!


Präsente

Die ersten Herbstwochen liegen hinter uns und schon bald stehen die Festtage um den Jahreswechsel vor der Tür. Um das Thema „Schenken“ haben wir uns in diesem Jahr besonders intensive Gedanken gemacht und eine Vielzahl von erlesenen Präsenten zusammengestellt, bei denen nicht nur die optische Aufmachung stimmt, sondern auch der Inhalt hält, was die Verpackung verspricht. Wir haben für Sie eigens einen Geschenke-Bereich eingerichtet, auf dem wir etliche Zusammenstellungen beispielhaft präsentieren.
Doch natürlich steht Individualität auch bei unserem Präsentservice im Vordergrund, daher kontaktieren Sie uns, gleich, ob Sie etwas wirklich Außergewöhnliches suchen oder lediglich eine kleine Überraschung, denn wir stellen gerne Geschenke Ihrer Wahl individuell für Sie zusammen, die exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bei Pinard de Picard finden Sie stets das Besondere zum bekanntermaßen fairen Preis.


Feinkost

Auf vielfachen Kundenwunsch hin sind wir dabei, unser Feinkostangebot stark auszuweiten. In den Bereichen Nudeln, Essige und Öle hat sich schon einiges getan, weitere Produktgruppen werden folgen.


KLASSIKER

Les Cailloux – Châteauneuf-du-Pape

140100 Châteauneuf-du-Pape „Les Cailloux”, rouge 2000 23,00 Euro

Zu den ambitioniertesten Winzern der gesamten südlichen Rhône gehört zweifellos André Brunel. Seine legendären, gewaltigen, terroirgeprägten, traditionellen Châteauneufweine sind geprägt von reifen Grenachetrauben von uralten Reben, die auf kieseligem Terroir wachsen.
Dass der 2000er Jahrgang zu den drei besten der letzten 25 Jahre zählt, demonstriert dieser großartige Wein auf eindrucksvolle Art und Weise: Rubinrote Farbe, intensive, verführerische, extrem feine Nase, es dominiert ein aufregendes, leicht süßliches Aroma nach orientalischen Gewürzen, unterlegt von einer zartwürzigen Garriguenote und Anklängen an schwarze Beeren, Tabak, Pfeffer, süße Schwarzkirschen und Trüffel.
Im Mund offenbart sich ein schöner, ausladender Körper mit einer opulenten, weichen, reifen, geschmeidigen, wiederum leicht süßlichen Frucht und einer grandiosen Würze, der Wein ist konzentriert, doch alles andere als ein Monster, präsentiert sich vielmehr hochelegant, ausgestattet mit einer subtilen burgundischen Finesse und Filigranität, vielschichtig, glycerinreich, extrem viel Extrakt, eindrucksvolle Balance, die Tannine sind präsent, aber perfekt eingebunden, wie in jedem Jahrgang einer der preiswertesten Châteauneuf überhaupt; hoher Trinkgenuss ab sofort, Höhepunkt 2005 bis 2015.

Leider ausverkauft!

140301 Les Cailloux, Cuvée Sommelongue, rouge 2001 7,80 Euro

So großartig Brunels Châteauneufweine auch sein mögen, die eigentliche Überraschung kommt aus einer erstklassigen Parzelle nahe der alten Römerstadt Orange, etwa 10 km nördlich der Weinberge von Châteauneuf gelegen.
Hier produziert Brunel (naturnaher Anbau) mit dem Sommelongue eine traditionell vinifizierte Cuvée aus 75 % erstklassiger Grenachetrauben, dazu Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Clairette. Der leicht süßliche, fein verwobene Duft, geprägt von schwarzen Kirschen, Brombeeren, Pfeffer, schwarzen Oliven und würzigen Kräutern der Garrigue fasziniert selbst Kenner, die sonst nur wesentlich teurere Weine genießen, die samtene Textur des Weines, sein bestens eingebundenes, kaum mehr schmeckbares Tannin, sein beeindruckender Nachhall heben ihn deutlich aus der Masse seiner Konkurrenten hervor.
Und Sie erinnern sich noch an die überschwängliche Bewertung des 99ers durch Robert M. Parker in der Juni-Ausgabe 2001 des WINE ADVOCATE, wo er diesen so vorbildlich preis“werten“ Côtes-du-Rhône enthusiastisch feiert, ihm 90 Punkte gibt und wörtlich bemerkt, dass er zu den „besten Schnäppchen gehört, die ich in vielen Jahren getestet habe“. Der tolle 2001er, dessen zweite von uns reservierte Partie endlich eingetroffen ist, bietet ab Spätherbst dieses Jahres reinen Hochgenuss!

Leider ausverkauft!


Domaine Santa Duc – Gigondas

148601 Santa Duc „Les Plans“, Vins de Pays de Vaucluse rouge 2001 4,95 Euro

Weine der absoluten Spitzenklasse der südlichen Rhône kommen von der Domaine Santa Duc, die in einer der landschaftlich schönsten Gegenden Südfrankreichs am Fuße der bizarren Felsformation der Dentelles de Montmirail gelegen ist und die schon seit Jahren nicht nur DAS Aushängeschild der erstklassigen Appellation Gigondas darstellt, sondern deren Weine zu den besten Weinen des Rhônetals überhaupt gehören.
Doch Yves Gras, dieser so sympathische, fröhliche, immerzu lächelnde Erfolgswinzer und Besitzer der Domaine, hat bei Weinliebhabern einen ebenso guten Ruf als Erzeuger höchst charaktervoller, ungemein preis“werter“ Alltagsweine. Von ausgezeichneten Weinbergen in Roaix kommt ein wunderschöner „kleiner“ Rotwein aus einem großen Jahrgang.
Zur Hälfte 40 Jahre alte Grenachereben, dazu 30 % Syrahtrauben (der Rest: Merlot, Cinsault, Alicante) ergeben einen schmeichlerischen Wein, den zu genießen Trinkspaß pur bereitet.
Im Duft dominieren Aromen von reifen, süßlichen, schwarzen Beeren, dazu feinste Würze, Kirsche und Mineralien, im Mund die zarten, weichen Tannine bestens integriert, eingehüllt in reichlich viel Frucht, feinst strukturiert.
Yves Vin de Pays erhebt sicherlich nicht den Anspruch, ein großer Wein zu sein, doch er bietet Qualitäten, die Sie in so manch teurem Châteauneuf nicht finden, und das zu einem sensationell günstigen Preis! Jetzt bis Ende 2004.

Leider ausverkauft!


Domaine Michel Ogier – Côte Rôtie

Die Weine der Côte Rôtie (wörtlich übersetzt: „gerösteter Hang”) haben sich in den letzten Jahren mit zu den beliebtesten Gewächsen Frankreichs entwickelt, besitzen sie doch eine aufregende, komplexe Aromatik aus Johannisbeeren, Himbeeren, Oliven, gebratenem Speck, frischem Fleisch, schwarzen Oliven, Rauch und wilden Düften wie Moschus.
Diese Stilistik vermag den Weinnovizen bisweilen zwar abzuschrecken, dem Liebhaber expressiver Syrah erscheint sie jedoch als ausgesprochen sinnlich und verführerisch.

Südlich von Lyon, bei dem kleinen Städtchen Vienne gelegen, wachsen die besten Weine der Appellation Côte Rôtie auf zwei steil zur Rhône hin abfallenden, terrassierten Berghängen, die eine Höhe von etwa 300 Metern mit einem Gefälle von 30 bis 55 Grad erreichen, so dass jeglicher Einsatz von Maschinen ausgeschlossen ist und die gesamte Weinbergsarbeit manuell erfolgen muss.
Erst seit Anfang der 80er Jahre füllt Michel Ogier seine überwiegend an den Steilhängen der „Côte Blonde” auf Granitterrassen wachsenden, je zur Hälfte von etwa 15 Jahre jungen und von sehr alten Rebstöcken stammenden Syrahweine selbst ab. Vorher verkaufte er einen Großteil seiner Ernte an die beiden wohl berühmtesten Winzer der nördlichen Rhône, an Max Chapoutier sowie an Marcel Guigal, bei dem er lange Zeit als Kellermeister gearbeitet hatte.
Zwar rechnet sich Ogier selber eher zu den Traditionalisten in der Appellation, doch vergärt er seine Weine zu etwa einem Viertel in neuen Barriques und füllt relativ früh auf Flasche ab, so dass ungewöhnlich feine, finessenreiche, seidige Syrah mit einer beeindruckend beerigen, reifen Fruchtsüße und relativ wenig Säure erzeugt werden.
Diese faszinierende Kombination aus Aroma und Finesse, Kraft und Struktur, Dichte und Tiefe findet man sonst nur noch bei den Gewächsen von Guigal, insbesondere der „Mouline” scheint von der Stilistik ähnlich, doch verfügen die Weine von Ogier darüber hinaus über eine derart außergewöhnliche Eleganz für einen Rhônewein, dass sie an große Crus aus Pomerol oder gar aus Volnay erinnern.


161100 Ogier, Côte Rôtie, rouge 2000 35,00 Euro

Der 2000er Jahrgang ist auf dieser Domaine überragend ausgefallen, nicht zuletzt, da die Rebstöcke der neu angepflanzten Parzellen langsam ein optimales Alter ereichen:70% der in hervorragendem Reifezustand eingebrachten Syrahtrauben stammen von der Côte Blonde genannten Seite der Côte Rôtie, die für die expressive Aromatik dieses Spitzenweines verantwortlich ist, 30 % der Trauben von der Côte Brune, die insbesondere Weichheit und Fülle einbringen.
Dieser beeindruckende, delikate Wein brilliert wie immer durch seine hohe Eleganz und seine herausragende Komplexität, eine tiefdunkle Farbe und intensive Aromen von schwarzen Johannisbeeren, geräuchertem fettem Speck, Veilchen, reifen Pflaumen, orientalischen Gewürzen und Vanille. Am Gaumen präsentiert er sich dicht, konzentriert, tief, reichhaltig, wesentlich weicher als in den Vorjahren, herrliche reife Süße im langen Abgang, die jahrgangsbedingt delikaten, weichen Gerbstoffe scheinen saftig und von seidener Struktur, zu genießen entweder jetzt in der Primärfruchtphase oder 2004 bis 2012.

Leider ausverkauft!

161200 Ogier „La Rosine”, Vin de Pays Rhodanienne, rouge 2000 16,00 Euro

Von einer Parzelle gleichen Namens, unmittelbar an die Spitzenlagen der Côte Blonde angrenzend, mit nach Süden abdrehenden, identischen Böden gesegnet, aber eben außerhalb der Appellation gelegen, deshalb nur ein Vin de Pays, stammt diese Preissensation, die im Geschmack einem guten Côte Rôtie sehr ähnlich ist. „Zusammen mit August Clapes Côtes-du-Rhône, der auch aus 100% Syrah hergestellt wird, ist dies einer der besten Weine aus dem nördlichen Rhônetal, den man für billiges Geld bekommen kann”, so urteilt Parker über diesen tiefdunklen, dichten, attraktiven, weichen Wein. Bukett nach vollreifen Himbeeren, Cassis, Gewürzen, Vanille und geräuchertem Speck, saftig, süßlicher Abgang; wesentlich niedrigere Säurewerte als in den Vorjahren, deshalb ab sofort zu genießen bis 2006.

Leider ausverkauft!


Domaine Berthoumieu – Madiran

„Die einzige Möglichkeit, einen wirklich großen Wein zu machen, besteht darin, die meiste Zeit des Jahres im Weinberg zu verbringen“. Didier Barré, ein Musketier der Gascogne wie aus dem Bilderbuch und Eigner der großartigen Domaine Berthoumieu im Madiran, spricht die simple Wahrheit der großen Weinmacher der Welt gelassen aus. Und schon seine großartige Basiscuvée demonstriert eindrücklich die spektakulären Qualitäten, die auf DER Aufsteigerdomaine des französischen Südwestens erzeugt werden.


506400 Berthoumieu Cuvée Tradition, rouge 2000 7,80 Euro

Pechschwarze Farbe mit lila Reflexen, Cuvée aus 40-50 Jahre alten Reben, Tannat, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Fer Servadou, in der Nase Anklänge an Brombeeren, wilde Waldbeeren und Johannisbeerlikör, dazu ein wenig Unterholz, im Mund sehr dicht, komplex, strukturiert, saftig.
Nie zuvor habe ich einen Madiranwein in der „Tradition-Klasse“ getrunken, der jung schon so zugänglich ist und ein derartig überzeugendes Preis-Genussverhältnis besitzt, die leicht süßlichen, unglaublich rund und weich wirkenden Tannine lassen den Wein schon jetzt zum idealen Begleiter aller dunklen Fleischgerichte mit einer kräftigen Soße werden, jetzt in der Primärfruchtphase trinken oder 2004 bis 2009.

Leider ausverkauft!

506500 Berthoumieu Cuvée „Charles Batz“, rouge 2000 11,80 Euro

André Dominé, Intimkenner der französischen Weinszene, bewertet in der Ausgabe 1/02 des WEINGOURMET die Madiranweine als echte Konkurrenz wesentlich teurerer Bordelaiser Gewächse und beurteilt den so preis“werten“ Charles Batz als den besten roten Madiran des Jahrgangs 99.
Endlich eingetroffen ist sein kongenialer Nachfolger aus noch größerem Jahr, der von der renommierten französischen Fachzeitschrift, der „Revue du Vin de France“, als EINZIGER Wein des gesamten Südwestens in ihrem großen Jahrgangsreport 2000 aller Anbaugebiete Frankreichs mit einem „Coup de Coeur“ („Lieblingswein“ mit exzellentem Gegenwert fürs Geld) ausgezeichnet wurde, noch vor so wunderschönen Weinen wie dem Hécate von Laffont, Pascals Le Cèdre oder dem Montus! In ganz Frankreich erhielten nur 15 Weine diese höchstmögliche Auszeichnung, herzlichen Glückwunsch, Didier.
Beeindruckend schon die ungemein dunkle Farbe dieser barriqueausgebauten Spitzencuvée, fast schwarz mit lila Reflexen am Rand, finessenreiche, elegante Cuvée aus 90 % bester Tannattrauben und 10 % reifem Cabernet-Sauvignon aus ultraselektiver Auslese, nach längerer Öffnung expressive Duftnoten von reifen, dunklen Johannis- und Schwarzbeeren, zarten Würz- sowie Kaffee- und Röstaromen, Anklänge an Zedernholz, phantastische Konzentration und Dichte, mundfüllend, kräftig, viel Extrakt, ausgewogen, harmonisch, von eher „kühler“ Stilistik, die für einen tannatgeprägten Wein sensationell eingebundenen ultrafeinen Tannine deutlich spürbar, aber umhüllt von der überwältigenden Frucht.
Am zweiten Tag präsentieren sich die Gerbstoffe bereits wunderbar weich, einladend, den Gaumen umschmeichelnd, dennoch ein „grand vin de garde“ mit einem riesigen Potential, nach mehrstündigem Dekantieren bereits heute ein hervorragender Begleiter zu kräftigen Fleischgerichten, Höhepunkt 2005 bis 2015. Ein grandioser Stoff, noch besser als in seinen herausragenden Vorgängerjahren, eines der besten Preis-Genussverhältnisse, die Sie zur Zeit weltweit finden können.

Leider ausverkauft!


Château de la Negly – La Clape

318100 „La Côte“, rouge 2000 8,60 Euro

Trinkreife, ungemein verführerische Cuvée, ein wahres Meisterwerk in ihrer so genussfreundlichen Preisklasse, Trinkspaß pur zu selten attraktivem Preis, war schon mehrfach ausverkauft, aber Jean Rosset, genialer Winzer und Eigner von Château de la Negly, hat uns liebenswürdigerweise nochmals eine in diesen turbulenten Zeiten des Weingeschäftes nicht abgeholte Palette „zugespielt“. Dankeschön!

Leider ausverkauft!

Weingut Hermann Dönnhoff – Nahe

Zu den Klassikern bester deutscher Weinkultur zählt zweifellos das Weingut Dönnhoff an der Nahe, dessen herausragende Weine aus dem Jahrhundertjahrgang 2001 eindrucksvoll das großartige Potential der Weißweine deutscher Provenienz aus erstklassigen Lagen demonstrieren. Helmut Dönnhoff, fachlich ungemein versiert und sehr sympathisch, gehört zur kleinen Elite absoluter Weltklassewinzer, doch der immense Erfolg der letzten Jahre hat ihm nicht den Kopf verdreht, so vielfältig die Elogen auch sein mögen. Der FEINSCHMECKER und der GAULT MILLAU wählten ihn zu Deutschlands Winzer des Jahres 1999 und letzterer, wohl Deutschlands einflussreichster Weinführer, bewertet ihn als einen von sieben deutschen Winzern mit 5 Trauben, der „Höchstnote für die weltbesten Weinerzeuger“. Parker hat die großen Rieslinge aus dem 2001er Jahrgang in seinem aktuellen WINE ADVOCATE spektakulär bewertet, mit 90 Punkten für den kleinsten Gutsriesling und 100 Punkten für den bei uns schon lange ausverkauften Eiswein. Heute können wir Ihnen noch einmal drei neue Weine aus diesem Ausnahmejahrgang präsentieren, zwei überaus preis“werte“, trockene Basisweine des Gutes und eine süße Spätlese der absoluten Spitzenklasse mit 95 Parker-Punkten.


930001 Dönnhoff, Riesling trocken 2001 6,90 Euro

Wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, mineralischer Gutsrieling, jetzt mit großem Vergnügen zu genießen bis 2004.

Leider ausverkauft!

930801 Dönnhoff, Weißburgunder trocken 2001 7,90 Euro

Fasziniert durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel, dicht, füllig, angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, jetzt bis 2004.

Leider ausverkauft!

930901 Dönnhoff, Schloßböckelheimer Kupfergrube, Spätlese 2001 19,00 Euro

Großartige Spätlese von besten Trauben aus einem erstklassigen Terroir vulkanischen Ursprungs, mit einem grazilen Spiel Süße-Säure, einer faszinierenden Mineralität, einer feinen Würze und einer opulenten Üppigkeit, kraftvolle Art, „saftig“, sehr harmonisch, komplexes Aromenspektrum (Birne, gelbe Früchte), zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2015. Dieser von Parker mit 95 Punkten bewertete Weltklassewein kostet in den USA bereits mehr als das Doppelte.

Leider ausverkauft!


Weingut Kirsten

Noch hat der so sympathische Bernhard Kirsten nicht die Reputation wie Helmut Dönnhoff und noch haben seine Weine nicht ganz dessen exorbitantes Qualitätsniveau erreicht, doch unter Preis-Genussaspekten sind m.E. seine wunderschönen Rieslinge an der Mosel unschlagbar. Ich freue mich sehr, dass Sie offensichtlich diese Auffassung teilen, denn das Bestellaufkommen nach der Präsentation des Jahrgangs 2001 des Weinguts Kirsten in unserer letzten Pinwand hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen und über Ihre positiven Rückmeldungen nach ersten Degustationen haben wir uns sehr gefreut.


913098 Weingut Kirsten, Rieslingsekt trocken 1998 9,50 Euro

Mittlerweile hat Bernhard wieder frisch degorgiert und so können wir endlich seinen traumhaften Rieslingsekt anbieten, der unter den perlenden Schaumweinen deutscher Provenienz eine Ausnahmestellung einnimmt, und das zu einem mehr als sympathischen Preis. Obwohl dieser Jahrgangssekt wegen des langen Hefelagers von seiner Stilistik her eher dichter und fülliger gewirkt ist als dies normalerweise säurebetontere, schlankere Rieslinge zu sein pflegen, brilliert er durch seine schöne Frische und ein feines Perlenspiel und kommt auch nicht breit daher wie ach so viele belanglose Champagner. Das Aromenspiel ist sehr komplex, es dominieren am Gaumen exotische Früchte und der Abgang ist bemerkenswert lang. Der Preis ist angesichts der gebotenen Ausnahmequalität sensationell günstig. Doch überzeugen Sie sich selbst, ein Vergleich wird für Sie sehr lohnend sein!

Leider ausverkauft!

Saladini Pilastri

Unser meistverkaufter italienischer Rotwein kommt aus den Marken, einer Region, die in den letzten Jahren eine ähnliche Erfolgsstory infolge sensationeller Qualitätssteigerungen unter Beibehaltung sehr moderater Preise aufzuweisen hat wie das Languedoc-Roussillon in Frankreich. Saladini Pilastri, eines dieser Weingüter, gelegen zwischen der Adria und den Hügeln der Abruzzen, das in den letzten Jahren für erhebliches Aufsehen sorgte, verfügt über Top-Lagen mit erstklassigem Terroir, die sich in südlicher Ausrichtung über dem Trontotal erstrecken und von den langen, heißen Sommern genauso profitieren wie vom kühlenden Einfluss des Flusses und des nur 10 km entfernten Meeres.
Als wahrer Glücksfall für das Gut erwies sich die 1995 eingegangene Partnerschaft mit den Starönologen Roberto Cipresso und Domenico d’Angelo. Und im großartigen 2000er Jahrgang machen die begnadeten Weinmacher ihr Meisterstück, das im demnächst erscheinenden Gambero Rosso 2003 mit den begehrten drei Gläsern ausgezeichnet wird. 250 Weine aus ganz Italien haben diese höchste Auszeichnung erhalten, doch welch ein Preis-Genussverhältnis besitzt dieser unfiltrierte Schmeichler der Sinne!


652300 Saladini Pilastri, Vigna Monteprandone, rosso 2000 3 Gläser 12,50 Euro

Tiefrote Farbe, in der Nase fasziniert ein komplexes Aromenspektrum, es dominiert ein reifer, süßlicher Beerenduft, dazu Anklänge an Pflaumen, Tabak, zart marmeladenartige Konsistenz, leicht animalisch-wilde Noten, kraftvoll und intensiv am Gaumen, extraktreiche, mächtige, aber insbesondere saftig-weiche Tannine, ein fast dekadent anmutender Wein, einer der besten Roten (Montepulciano/Sangiovese), die je in den Marken erzeugt wurden, barriqueausgebaut, unfiltriert, zu unglaublich niedrigem Preis. Diesen nur in großen Jahrgängen erzeugten Wein müssen Sie einfach probieren, eine Stunde vorher bitte dekantieren! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

652401 Saladini Pilastri, „Falerio“ Vigna Palazzi, bianco 2001 5,50 Euro

Für Freunde gehaltvoller italienischer Weißweine ebenfalls eine kleine Preissensation ist diese belebende, frische, klare, duftige, aromatische (zarte Anistöne), harmonische, dichte, charaktervolle Cuvée aus Trebbiano, Passerina und Pecorino, ein hervorragender Begleiter zu Salaten und Fischgerichten, wie alle Weine von Saladini-Pilastri aus ökologischem Anbau, ab sofort bis Ende 2003.

Leider ausverkauft!


FRANKREICH

Domaine de Lavabre – Pic Saint Loup

Es war Sympathie auf den ersten Blick, zum etwas eigenbrötlerischen Winzer Olivier Bridel, zu seiner klugen, bildschönen Tochter Mary und zu den originären Weinen der kleinen Domaine de Lavabre, die in einem wildromantischen Teil des mythischen Bergmassivs des Pic St. Loup, des Hausbergs von Montpellier, gelegen ist. Olivier, der früher in der Normandie mit großem Erfolg eine Firma für Elektrotechnik betrieben hatte, kaufte Anfang der 90er Jahre ein abgeschieden in der paradiesisch schönen Landschaft gelegenes, verwahrlostes Gut im nördlichsten, waldreichen Teil der Appellation, unmittelbar unterhalb der riesigen Felsenwand, die diese Region wie ein unüberwindlicher Wächter nach Norden begrenzt.
Das großartige Terroir, eines der besten der gesamten Appellation, und die alten Rebstöcke (Syrahreben von 1961!) boten ideale Voraussetzungen, Oliviers Lebenstraum zu erfüllen, große, autochthone Rotweine des französischen Südens zu vinifizieren. Doch zunächst mussten die erstmals im 18. Jahrhundert angelegten, aber mittlerweile heruntergekommenen Weinberge und alten Rebstöcke liebevoll restauriert, teilweise auch neu bepflanzt werden und die Gebäudeteile des Hofes mitsamt den Kellern von Grund auf renoviert werden.

Ende der 90er gelangen dann nach aufwendigen Laubarbeiten an den Reben und infolge sehr geringer Erträge die ersten viel versprechenden Weine, die für viel Aufsehen in der Fachwelt sorgten, der 2000er Jahrgang ist spektakulär gelungen, die Spitzencuvée gehört meiner Meinung nach zu den schönsten Weinen des gesamten Languedoc!
Olivier produziert keine hyperkonzentrierten Monsterweine, vom Holz dominiert, seine authentischen Gewächse brillieren vielmehr durch ihre betörende Beerenfrucht, ihre unvergleichliche Eleganz und Finesse und eine kühle Expressivität. Denn im Norden des Pic St. Loup herrschen immer etwas andere klimatische Bedingungen als im übrigen Teil der Appellation: In schwierigen Jahrgängen wie 99 hat Olivier, dessen Domaine eine der nördlichst gelegenen des gesamten Languedoc ist, mit viel Regen und den entsprechenden Folgen zu kämpfen, in extrem heißen Jahrgängen wie 2000 jedoch lassen die besonderen mikroklimatischen Bedingungen seiner Weinberge unterhalb des großen Felsenareals unvergleichlich schöne Weine entstehen.
Die besonders großen Temperaturunterschiede zwischen extrem heißen Tagen und sehr kühlen Nächten und die von den hohen Felsen herab fallenden kalten Winde prägen die expressive, kühle Stilistik dieser wunderbaren Trinkweine.
Im großen Jahrgang 2000 „gebührt im Languedoc die Palme den Regionen Faugères, St. Chinian und Pic Saint Loup“, so die „Revue du vin de France“ in ihrem Jahrgangsreport 2000. Die wunderschönen, sublimen Weine der Domaine de Lavabre wiederum gehören zur kleinen Spitze der Appellation!


343100 Coteaux du Languedoc, rouge 2000 6,50 Euro

Attraktive, delikate, charmante, beerenfruchtige Basiscuvée, von Olivier ohne Holzausbau vinifiziert, am Gaumen weich, aromatisch, feingliedrig, zartwürzig, in seiner Stilistik ein“flatteur“ im schönsten Wortsinne, die reifen Tannine bereits wunderschön rund und bestens eingebunden, ein phantastsisch günstiger Alltagswein für den unbeschwerten Trinkgenuss für jeden Tag, der die unvergleichliche Leichtigkeit des Seins, die viele Menschen bei ihren Aufenthalten im französischen Süden verspüren, seiner wunderbaren Eleganz und bemerkenswerten Frische wegen in unnachahmlicher Weise im Glase verströmt. Das genau ist der Typus von Wein, der verantwortlich ist für den legendären Ruf der Weine des Languedoc, er bietet in seiner bescheidenen Preisklasse ungemein viel Wein fürs Geld, zu genießen ab sofort bis mindestens 2005.

Leider ausverkauft!

343200 „Les Demoiselles“, rouge 2000 9,50 Euro

Ob Mary, Oliviers so sympathische Tochter, Pate gestanden hat für den Namen dieser in älteren Barriques ausgebauten Cuvée (50 % Syrah, 40 % Grenache und 10 % Sincaut) aus erstklassigen jüngeren Reben, weiß ich nicht. Aber beim Genuss dieses Weines kommen mir immer wieder Marys Worte in den Sinn, als sie mir im Frühjahr dieses Jahres ihre Philosophie der Weinbereitung erklärte, die dieser Wein auf eindrucksvolle Art und Weise verkörpert und die mittlerweile eine elitäre Avantgarde junger französischer Winzer verinnerlicht hat.
Wir stellten Sie als Motto unserem Katalog voran: „Noch vor kurzem haben wir, wie viele unserer jungen Kollegen, den Fehler gemacht, den Tresterhut zu oft in die Maische zu tauchen und überextrahiert. Damals hatten wir einfach Angst, dass Weine mit Finesse und Eleganz weniger geschätzt werden als die massiven, fruchtbetonten Tropfen. Doch heute machen wir einfach den Wein, der uns schmeckt.”
So ist dieser schön ausbalancierte, zartfruchtige, harmonische Wein geradezu eine Demonstration für die Stilistik der betörenden Weine vom Pic St. Loup: Ungemein leicht und finessenreich in seiner Textur, im Aromaprofil eine rare, kühle Expressivität und eine edle Fruchttiefe, feinste Beerenaromatik (Cassis), die Tannine reif, saftig, schmelzig, weich, feinkörnig, die feinst ziselierte Säure bestens in die ausladende, feinwürzige Frucht integriert, zu genießen mit großem Vergnügen ab sofort, Höhepunkt Anfang 2004 bis mindestens 2007.

Leider ausverkauft!

343300 Château Lavabre, rouge 2000 12,50 Euro

In der Farbe ein tiefdunkles Rot, an den Rändern purpurne Reflexe, die Nase ungemein komplex, betörender Duft von der süßlichen Frucht: schwarze Waldbeeren und reife Cassis, Amarenakirschen, zartes Zedernholz, feinwürziger Tabak, Rauch, gemahlener schwarzer Pfeffer, ein wenig Vanille. Am Gaumen fasziniert ein ausladender Brombeerduft, dazu feinste Gewürze, wiederum Pfeffer, die ungemein reife, expressive Frucht evoziert eine betörende südliche Stilistik, verwöhnt den Gaumen, schmeichelt sich ein, lässt nicht mehr los, Faszination pur.
Zwar ist der Wein dicht und konzentriert, doch ist seine Stilistik dominiert von seiner großartigen Eleganz und Finesse, die in dieser Form im Languedoc äußerst selten anzutreffen ist. Daher erinnert er mich in seiner Textur eher an ein großes Bordelaiser Gewächs oder einen extrem finessenreichen, burgundischen Châteauneuf denn an einen Cru aus dem Süden Frankreichs.
Ein harmonischer, ein delikater Wein, (70 % Syrah, 30 % Grenache, im Barrique ausgebaut) mit einer faszinierenden Kühle und zartem Schmelz in den seidenen, samtigen Tanninen, ein galanter Verführer par excellence, ein herrlich runder, charaktervoller, lang anhaltender Wein mit moderatem Alkoholgehalt, ein Sinnenzauber für anspruchsvolle Genießer, der auf unnachahmliche Weise die mediterrane Aromatik mit der Eleganz und Finesse großer Bordelaiser Gewächse vereint, in seiner Preisklasse im 2000er Jahrgang im Languedoc fast unschlagbar! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!


Château Grande Cassagne – Costières de Nîmes

Am östlichsten Rande des Languedoc, südlich der alten Römerstadt Nîmes und nördlich der Camargue gelegen und unmittelbar an beste Lagen der südlichen Rhône angrenzend – mit gleichen Bodenstrukturen und ähnlicher Charakteristik der Weine – liegt die Appellation Costières de Nîmes. Da der Sinn meiner französischen Freunde für Logik weltberühmt ist, wundert kaum jemanden mehr der merkwürdige Zustand, dass die Appellation innerhalb der Region Languedoc liegt, viele Winzer sich aber der Appellation Rhône zugehörig fühlen und die französischsprachige Weinliteratur sie einmal dem Languedoc, ein andermal der südlichen Rhône zuschlägt.
Wie dem auch sei, in einer privilegierten Zone dieser sonnendurchfluteten Region liegt auf extrem steinhaltigen roten Sandböden, denen von Châteauneuf-du-Pape in ihrer Qualität sehr ähnlich, das Château Grande Cassagne der beiden jungen, dynamischen Brüder Dardé, sicherlich der Shootingstar dieser boomenden Region, von der Fachpresse binnen kürzester Zeit mit Elogen überhäuft, so von Parker mehrfach in die Kategorie „Best Buys“ aufgenommen.

Die traditionell, ohne Barriqueeinsatz, vinifizierten exzellenten Alltagsweine dieses ambitionierten Weingutes bieten, ähnlich wie unsere Klassiker von Santa Duc und Les Cailloux, ein weltweit einmaliges Preis-Genussverhältnis, sind jedoch von der Stilistik her gänzlich verschieden: dunkelfarbener, kräftiger, kerniger und würziger, eher maskuliner also. Beide Weine verdienen in ihrer ungemein sympathischen Preiskategorie meine ganz besondere Empfehlung!


135100 Cuvée „La Civette“, rouge 2000 6,50 Euro

„Dieser sensationelle Wein“ (89 Punkte, Robert M. Parker), eine Cuvée aus gleichen Anteilen Grenache und Syrah, besitzt eine immens rubinrote Farbe und zart würzige sowie süßliche Aromen von reifen Schwarzbeeren und Cassis, gemahlenem schwarzem Pfeffer und Likör. Am Gaumen wunderschön dicht, füllig, sehr reife Frucht, aber auch frisch, kernige Struktur, wildaromatische Stilistik, sanfte, weiche Tannine, aber kein Schmeichler, nicht „everybodys darling“, herrlicher Essensbegleiter, sagenhaft preisgünstig, zu genießen jetzt bis 2005.
Ich habe auf meinen zahlreichen Verkostungsreisen viele hochpreisige Cuvées von so genannten Spitzendomainen der südlichen Rhône verkostet, die diesem eigenständigen Wein bei weitem das Wasser nicht reichen können!

Leider ausverkauft!

135200 Cuvée „Les Rameaux“, rouge 2000 7,50 Euro

Tiefdunkle, syrahdominierte Cuvée: Wilde Waldbeerenaromen und schwarze Kirschen dominieren diesen wunderschönen, charaktervollen, terroirgeprägten Wein, der am Gaumen ungemein kraftvoll wirkt, voluminös und saftig, aber auch etwas weicher, runder, eleganter als der „Civette“. Ein kerniger, tiefer Rotwein, der sehr an traditionelle Châteauneuf-du-Pape-Weine erinnert und der ideal zu den Gerichten des Herbstes und Winters mundet, zu Schmorgerichten mit Rotkohl, gebratener Ente und kräftigen Käsen. Zu genießen ab sofort bis 2006.

Leider ausverkauft!


Primo Palatum – Xavier Copel

Xavier Copel ist eine charismatische Persönlichkeit, ambitioniert und von einer immensen Leidenschaft beseelt, wahrhaft große Weine zu produzieren. Xavier ist auch ein genialer Winzer, besitzt aber kein Geld, erstklassige Weinberge zu erwerben. So entwickelte er eine revolutionäre Idee:
Er sucht die besten Parzellen bei Winzern aus, mit denen er zumeist schon seit Jahren freundschaftlich verbunden ist (sonst würden diese ihm nicht einen wenn auch nur kleinen Teil ihrer besten Weinberge überlassen), arbeitet auch das gesamte Jahr über in den Weinbergen mit und vinifiziert die Trauben dann in den Kellern bei den jeweiligen Spitzenwinzern in den besten überhaupt erhältlichen Barriques.
„Türöffner“ war ihm hierbei auch sein Freund von Kindesbeinen an, Pascal Verhaeghe von Château du Cèdre, bei dem er seinen großartigen Cahors vinifiziert und der ihn mit anderen großen Winzerpersönlichkeiten zusammenbrachte.

Xavier achtet bei seiner Weinbergsarbeit darauf, dass sein Traubenmaterial über eine extreme Reife verfügt und auf ultrakleinen Hektarerträgen sehr alter Reben basiert. Xaviers Ziel ist es, in einer Zeit, „in der für Bordeauxweine monströse, ja skandalöse Preise abverlangt werden, gleich grandiose Weine in anderen Appellationen zu erzeugen, die zwar nicht billig sein können, dafür ist das Terroir zu herausragend, das Traubenmaterial zu wertvoll, die Vinifizierung in den auf höchstem Niveau befindlichen Kelleranlagen arbeitsintensiv und teuer (bei einigen Weinen verwendet er 200 % neue Barrique, neue Fässer für die Vergärung, dann noch einmal komplett neue Barriques für die Reifung), die aber auf höchstem Niveau einen hervorragenden Gegenwert für ihr Geld bieten”, so Xaviers leidenschaftliche Argumentation.
Seine expressiven, zumeist unfiltriert abgefüllten Weine sind von faszinierender Eigenständigkeit, sowohl bei den weißen wie bei den roten voller Kraft und Konzentration, aber gleichzeitig von hoher Eleganz und Finesse, fleischig und außerordentlich komplex, mit einer großartigen Tanninstruktur, aber mit einem seidenen Kern versehen, einem schier unermesslich reichen Aromenspektrum von reifen Früchten und fast allesamt große Lagerweine mit einem grandiosen Potential, Weine zum Verlieben, traumhafte individuelle Tropfen in einem immer uniformer werdenden Weinmeer.

Diese großartigen Qualitäten lege ich Ihnen ganz besonders ans Herz, denn seine extrem raren Weine (zusammengenommen wurden vom 2000er Jahrgang gerade mal 50.000 Flaschen aus allen Lagen abgefüllt) spiegeln jeweils auf unnachahmliche Weise das Terroir und den Stil ihrer jeweiligen Appellation und werden gerade von der Fachpresse, zunächst der französischen, entdeckt, enthusiastisch gelobt – so feiert ihn DIE renommierte französische Fachzeitschrift „Revue du vin de France” überschwänglich als „Héros du millésime” („Helden des Jahrgangs”) – und seine Weine werden bald nur noch schwer erhältlich sein.
Gerade ist seine ganze Palette des 2000er Jahrgangs eingetroffen, heute präsentieren wir die ersten drei Gewächse, weitere folgen in den nächsten Pinwänden bzw. noch aktueller hier auf unserer Website.


339300 Bordeaux, rouge 2000 16,90 Euro

Welch unverschämte Preise müssen Bordeauxliebhaber mittlerweile für höchst durchschnittliche Qualitäten auf den Tisch blättern, der Genuss einer Flasche dieses schönen Weines von Xavier wird Sie unweigerlich mit Ihrer verlorenen Liebe versöhnen. Ganz wenige Weine nur des Bordelais besitzen ein derart großartiges Preis-Genussverhältnis! In der Farbe ein tiefes dunkles Rot, in der Nase dominieren noch zarte Raucharomen, dahinter eine feine beerige Frucht, am Gaumen sehr füllig, dicht, konzentriert, dazu eine feine, elegante Tanninstruktur. Diesen großartigen Bordeaux können Sie wegen seiner seidenen Tannine bereits ab sofort genießen, Höhepunkt 2004 bis wenigstens 2009.

Leider ausverkauft!

337300 Minervois La Livinière, rouge 2000 19,50 Euro

In der Farbe ein extrem dunkles Rot, ja fast schwarz. Ungemein elegante, feinbeerige Nase, schwarze Kirschen, zarte Raucharomen, am Gaumen feinste, edle Beerenfrucht (schwarze Waldbeeren), weiche, sinnliche Textur, die ich in dieser Form im französischen Süden bisher sehr selten angetroffen habe, dicht, konzentriert, aber ungemein finessenreich und elegant, meilenweit von diesen belanglosen, für mich häufig nicht mehr trinkbaren Konzentrationsmonstern entfernt, die nur gemacht scheinen, auf Verkostungen hohe Punktzahlen zu erringen.
Diese Cuvée (Syrah, Grenache) ist dagegen ein großartiger Genusswein, eine Demonstration dessen, zu welchen Qualitätsdimensionen sich die Weine aus dem Minervois bei einer sensiblen, aber perfekten Vinifikation aufschwingen können. Edle, feine, reife, seidene Tannine, unterlegt mit zartem Toasting bester Barriques. Hier vereint sich begnadete Winzerkunst mit großem Terroir! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!

338200 Madiran, rouge 2000 29,90 Euro

Faszinierende schwarze Farbe, mit purpurnen Reflexen, finessenreicher, eleganter großer Madiran aus 100% bester Tannattrauben aus ultraselektiver Auslese (ganze 1800 Fl. wurden gefüllt), nach längerer Öffnung expressive Duftnoten von reifen, dunklen Johannis- und Schwarzbeeren, zarten Würz- und Röstaromen und immer wieder Frucht, Frucht, Frucht. Am Gaumen phantastische Konzentration und Dichte, mundfüllend, kräftig, ungemein extraktreich, infolge eines Einmaischens per Fußstampfen in kleinen, offenen Gärbehältern, wunderschönes Gleichgewicht zwischen allen Komponenten, die für einen tannatgeprägten Wein sensationell eingebundenen ultrafeinen Tannine präsent, aber umhüllt von der überwältigenden Frucht, der 2fache Ausbau in neuen Barriques ergibt einen faszinierend geschliffenen Wein.
Ein „grand vin de garde“ mit einem riesigen Potential, nach mehrstündigem Dekantieren bereits heute ein hervorragender Begleiter zu kräftigen Fleischgerichten, Höhepunkt 2005 bis nach 2015.

Leider ausverkauft!


SPANIEN

Mas Estela – Emporda-Costa Brava

Nehmen Sie sich einmal die Zeit und genießen Sie bei Ihrer nächsten Reise nach Spanien eine traumhaft schöne Küstenstraße mit spektakulären Ausblicken auf das blaue Mittelmeer und begeben Sie sich dazu vom französischen Banyuls über die spanische Grenze in ein sprichwörtliches „lands end“ im äußersten nordöstlichen Zipfel Spaniens, wo sie in einem kleinen wildromantischen Tal mit gesegnetem Mikroklima auf die nach rein biologischen Kriterien geführte Domaine Mas Estela des sympathischen Ehepaares Nuria Dalmau und Didier Sota stoßen werden.

In ihrem kleinen Paradies inmitten eines Naturparks werden weder in den klimatisch extrem begünstigten Weinbergen noch in den Kellern irgendwelche Herbizide, Pestizide oder sonstige Chemikalien verwendet: Die Weinbereitung ist öko pur, die trockenen Winde von den nahen Bergen, die zudem den Regen abhalten, ergeben dazu ideale Voraussetzungen. Die hier produzierten Qualitäten sind mit dem Begriff spektakulär eher unzureichend beschrieben, dieses Weingut ist schlichtweg unsere spanische Entdeckung des Jahres!

Der kluge Kopf hinter diesem kleinen Weinwunder gehört Didier Sota, einem früheren Architekten: „Irgendwann hatte ich genug vom Pläne zeichnen und Häuser bauen, ich wollte mit der Natur arbeiten und habe mich zum biodynamischen Anbau unter besonderer Berücksichtigung der Mondphasen entschieden.
Ich bin Autodidakt, habe viel gelesen und mein Schwiegersohn, ein Önologe, hat mich tatkräftig unterstützt“, erklärt mir Didier in seiner ruhigen, bedächtigen Art, als wir an einem heißen Junitag dieses Jahres im Innenhof seines liebevoll restaurierten Bauernhauses im kühlen Schatten sitzen und den neuen Jahrgang probieren.

Die Arbeit in den gepflegten Weinbergen geschieht sehr traditionell, die Reben haben sich, bedingt durch den ökologischen Anbau, ihren natürlichen Gegebenheiten hervorragend angepasst. Der Untergrund besteht aus zu Sand zerfallenem Schiefer und bietet die traumhafte Grundlage zur Erzeugung ungemein finessenreicher Weine.
Im Keller werden die zwar sehr reif, aber niemals überreif geernteten Trauben extrem schonend verarbeitet, in temperaturgeregelten Inoxbehältern und in neuen Barriques, dazu wird behutsam die Mikrooxidatin angewendet, um besonders weiche Tannine zu erhalten sowie ein optimales Gleichgewicht aller Komponenten im fertigen Wein.
Tradition und Moderne sind bei Didier kein Gegensatz, er ist kein weltfremder „Spinner“, sondern ein höchst sympathischer, sensibler Mensch, der mit unseren natürlichen Grundlagen behutsam umzugehen, aber auch die Vorzüge moderner Technik optimal einzusetzen weiß. Didiers Weine sind jedenfalls meine ganz persönliche Empfehlung in unserer heutigen Pinwand!


445100 Vinya Selva de Mar, tinto 2000 24,00 Euro

Tiefdunkles Rot, ungemein komplexes, verwobenes, betörendes, hochreifes, konzentriertes Aromenspektrum, Ausdruck der gepflegten Edelreben (Grenache, Syrah, Carignan), geradezu sinnliche Anklänge an pralle, reife, schwarze Beeren, feinste Würze, subtile Mineralität und cremige Schokolade, sehr eindringlich. Am Gaumen erstaunt dieses große Gewächs zum einen durch eine für spanische Weine verblüffend kühle Stilistik, andererseits brilliert es durch seine cremige, komplexe Textur, seine unwahrscheinliche Dichte, Fülligkeit und Opulenz, faszinierend die edlen Schokoladenaromen, dazu wiederum saftige, reife, sehr süße Walbeeren.
Dieser große, extraktreiche Wein glänzt durch eine selten anzutreffende Balance von Konzentration, Eleganz und Finesse, seine dichte Tanninkomplexität und delikate Duftigkeit, die betörende Frucht gleitet geradezu zärtlich über die Zunge, kleidet den Gaumen bis in den letzten Winkel aus, das neue Barrique noch verspürbar, das Holz aber optimal in die explosive Aromatik der fülligen, weichen Tannine integriert, erinnert am Gaumen an erstklassige, doch preislich mittlerweile völlig abgehobene große Gewächse aus dem Priorat, ein erotischer, ja ein ungemein wollüstiger Wein, nach mehrstündigem Dekantieren bereits heute ein sinnlicher Hochgenuss, ein Wein der absoluten Weltklasse, großartiges Preis-Genussverhältnis, Höhepunkt 2004 bis 2012.

Leider ausverkauft!

445298 Vi Dulce Natural tinto 1998 (0,5l) 19,90 Euro

In den letzten Jahren wird mein Faible für wahrhaft erlesene Süßweine immer größer, bei den Weißweinen insbesondere deutscher Provenienz. Bei den süßen Rotweinen konkurrenzlos gut sind Vintage-Ports und die besten Banyuls, doch letztere finden hier, unweit ihrer eigenen Heimat, einen Herausforderer auf absolutem Weltklasseniveau: Herrlich konzentriert, reife, süße Frucht, in der Nase wie auch am Gaumen rote und schwarze Beeren, enorm eindringlich, faszinierend, fast endlos lang, nachhaltig, phantastischer Wein, idealer Begleiter zu allen Schokoladengerichten oder zu einer guten Zigarre, Kategorie Lieblingswein!

Leider ausverkauft!


Bodegas Mauro – Vino de la Tierra de Castilla y León / Tudela de Duero

Dieses großartige Weingut, gelegen in dem kleinen Dörfchen Tudela de Duero, wird von dem legendären, sympathischen Kultwinzer, der 30 Jahre lang für Vega Sicilia verantwortlich war, Mariano Garcia, nach seinem dortigen Ausscheiden geführt und trägt seitdem unverkennbar seine großartige Handschrift und produziert Weine der absoluten Spitzenklasse. Dabei zählt die Bodegas Mauro nicht einmal zur Appellation Ribera del Duero, liegt sie doch trotz einer langen Weinbautradition – so bestand die in einem der schönsten kastilischen Gebäude des Ortes installierte Kellerei bereits, bevor! die heute weltberühmte Region ihre Anerkennung als Denominación de Origen erhielt – unmittelbar außerhalb derselben, da zum Zeitpunkt ihrer Anerkennung kaum noch Winzer im Ort Tudela mit eigenen Reben arbeiteten, so dass die Westgrenze der Appellation 12 km östlich gezogen wurde.
Aber die Weinberge zählen zweifelsfrei zu den besten der Region, unerlässliche Voraussetzung zur Produktion von Rotweinen, die nicht nur zur Top-Elite Spaniens gehören, sondern absolutes Weltklasseniveau aufweisen. Auf 35 ha wachsen zu 90 % Tempranillo und je 5 % Syrah und Grenache, die Erträge liegen gerade mal zwischen 25 und 40 hl/ha.

Alle Weine erhalten von Mariano Garcia eine lange Maischestandzeit, Teile des Seleccionada werden schon zur malolaktischen Gärung ins Barrique gefüllt und nach einem Ausbau in französischer Eiche werden sie nochmals zur Abrundung in amerikanisches Holz gelegt. Die Weincharakteristik orientiert sich am modernen spanischen Stil: Satte, reife, reiche, explosive Frucht, kompakter Körper, vernehmliches, aber kein dominierendes Holz, süßliche Tannine, unverkennbar jedoch in seiner Authentizität.


419499 San Roman 1999 28,90 Euro

Obwohl in Deutschland noch nicht sehr bekannt, entwickelte sich dieser ungemein expressive, große Spanier zu einem begehrten Highlight unter unseren höherpreisigen Weinen und war leider relativ schnell ausverkauft. Aufgrund unserer guten Kontakte zu Mariano gelang es uns jedoch, noch einmal eine größere Partie dieses phantastischen Erstlingswerks aus Toro zu erhalten. In der aufstrebenden Region Toro (Lesen Sie dazu bei Interesse unsere ausführlichen Informationen) entdeckte Mariano Garcia eine Parzelle mit alten, teilweise wurzelechten Reben, die er sofort aufkaufte und daraus einen Wein produzierte, der wohl das beste ist, was derzeit aus dieser großartigen Region auf dem Markt zu haben ist. Die Qualitäten des 99er Jahrgangs sind spektakulär, die Trauben besaßen eine phantastische physiologische Reife, die Farbe des Weins ist tiefdunkel bis pechschwarz, die komplexen Aromen betören die Sinne, man verspürt Anklänge an expressiv duftende dunkle Waldbeeren, feinste Gewürze und exotische Noten, am Gaumen ist der Wein ungeheuer dicht, konzentriert, von unglaublichem Extrakt, ohne jedoch ins Marmeladige abzudriften.
Tolle Balance, mundfüllend, erstklassiges, weiches Tannin, phantastische Länge, ein herausragender Vertreter moderner spanischer Weine, die sich jedoch ihre Authentizität bewahrt haben, Super-Stoff! Bereits heute mit großem Vergnügen zu trinken, Höhepunkt 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!

419298 Vendimia Seleccionada 1998 59,00 Euro

Unstrittig einer der größten Weine Spaniens: 97 % Tempranillo und 3 % Garnacha ergeben einen spektakulären Weltklassewein. In der Farbe ein dunkles Kardinalsrot, in der Nase ein unerhörter Beerenduft (Cassis), Anklänge an pralle Kirschen, Feigen und würzigen, dunklen Tabak, nach längerer Öffnung Noten von Schokolade und Zimt.
Im Mund eine Aromenexplosion, insbesondere dunkle Früchte und edle Bitterschokolade, mineralische Anklänge, intensive Wärme, am Gaumen ein weiches, leicht süßliches Tannin, perfekt eingebunden, atemberaubende Tiefe, dazu ein endlos langer Nachhall. Ein herrlich kraftvolles, saftiges, dichtes, fülliges, konzentriertes Gewächs, aber kein Monsterwein, Trinkvergnügen pur, viel Potential, Kultweinstatus, ein sanfter Riese, der betört und verzaubert, fast kein Holz spürbar, ein hocherotisches Gewächs, Kategorie Lieblingswein; hohes Trinkvergnügen ab sofort, Höhepunkt 2004 bis mindestens 2012.

Leider ausverkauft!

424199 Leda, Vinas Viejas, Tinto 1999 39,90 Euro

Die Söhne von Mariano Garcia starteten 1997 unter Anleitung ihres Vaters ein spektakuläres Projekt mit sensationellem Erfolg. Bereits der 98er Jahrgang wurde von den spanischen Weinkritikern in 2000 zum Wein des Jahres gewählt!
Aus rund 40 sorgsam ausgewählten Weinbergen mit möglichst naturnaher Bearbeitung, ausschließlich bestückt mit über 50 Jahre alten Reben, in und um Ribera del Duero sowie in Toro, bezieht die Bodega mittels langfristiger Exklusivverträge mit handverlesenen Weinbauern ausschließlich deren bestes Rebmaterial, das dann sorgfältig vinifiziert (maximale Extraktion und extreme Selektion) und bei minimaler Intervention in neuen und gebrauchten Barriques in einem alten, unterirdischen Fasskeller eines aus dem 18. Jahrhundert stammenden Hauses ausgebaut wird.
Im 99er Jahrgang waren die klimatischen Bedingungen noch besser als im Premierenjahrgang: Auf einen langen und kalten Winter mit wenig, aber ausreichenden Niederschlägen folgte ein sehr früher Sommerbeginn mit hohen Temperaturen und ganz wenig Regen, aber dennoch genug, um Trockenstress zu vermeiden. Das Resultat waren perfekt gereifte Trauben mit einer großen Konzentration an Phenolen, die zu einem herausragenden Wein führten:
Dunkelfarben, unglaublich reifes Bukett von Blaubeeren, Nelken, Veilchen und etwas Vanille, am Gaumen setzen sich die satten Aromen vehement fort, gleiten sinnlich über die Zunge, reife rote Früchte gesellen sich hinzu, nach längerer Verweildauer im Glas auch Lakritze, der fabelhafte Wein ist dicht, konzentriert, voller Extrakt, aber auch elegant und besitzt eine Leda-typische geschliffene Tanninstruktur, wie sie nur ganz wenigen Weinen zu eigen ist, perfekt eingehüllt in die konzentrierte Frucht. Langer Nachhall, ein ganz großer Wein, Moderne und Tradition sind harmonisch vereint, in solch grandiosen Weinen liegt Spaniens goldene Zukunft; nach mehrstündigem Dekantieren ab sofort zu genießen, Höhepunkt 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert