Saarlouis, im September 2002

PINwand N° 58


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

schon der Umfang dieser Pinwand signalisiert, dass eine große Anzahl neuer Weine bei uns eingetroffen ist: Es ist die Zeit, in der viele Winzer ihre aktuellen Jahrgänge abfüllen. In der Rubrik „Klassiker“ präsentieren wir Ihnen mit der Cuvée Nadal der Domaine Fondrèche einen unserer beliebtesten Rotweine, Michel Tardieus großartiger Corbières N° 3 ist endlich eingetroffen und wieder lieferbar sind ungemein preis“werte“ Alltagsweine von Clos du Caillou, von Ermitage du Pic Saint Loup und von der Domaine Força Real.

Unseren Freunden französischer Weinkultur präsentieren wir große Rotweine der Domaine Sarda-Malet, von der „Revue du vin de France“ an die Spitze der Weine des Roussillon gewertet. Lange sehnlichst erwartet, viele telefonische Nachfragen belegen es, ist der große Jahrgang 2000 der Domaine Guy Moulinier, endlich abgefüllt und soeben bei uns eingetroffen, traumhafte Syrahweine, deren Vorgänger vom WEINGOURMET zu den 5 besten Syrah des gesamten Languedoc-Roussillon gezählt wurden: Der Terrasses Grillées 2000 ist schlicht ein Meisterwerk! Yves Gras von Santa Duc hat mittlerweile Kultstatus erlangt, seiner Gigondasweine aus dem Jahrhundertjahrgang 2000 schmecken phänomenal. Und von Château Lamartine, dem Shootingstar des französischen Südwestens, haben wir die letzte Palette des großartigen 99er Jahrgangs erhalten. Liebhabern herausragender deutscher Rieslinge bieten wir den exzellenten aktuellen Jahrgang vom Weinhof Herrenberg, dem „Riesling-Petrus von der Saar“. Freunden großer italienischer Rotweine bieten wir heute 2 ausgesprochene Leckerbissen von Felline und der Azienda Morgante, spektakuläre Gewächse zu für italienische Verhältnisse extrem günstigen Preisen.


Kurzinformationen:

Unsere Weingüter aus der ungemein innovativen Region des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, erfreuen sich bei Ihnen großer Beliebtheit: Die Qualitäten sind herausragend, die Preise dagegen trotz ausgesprochen positiver Presse noch ungemein attraktiv, viele wesentlich teurere Weine aus Renommierregionen der südlichen Rhône sehen dagegen ganz schön alt aus.
Wir freuen uns sehr, dass unsere jüngste Entdeckung aus dieser Appellation mit ihrem riesigen, noch längst nicht ausgeschöpften Potential, die Domaine Cascavel, bereits mit ihrem 2000er Jungfernjahrgang eine ausgesprochen euphorische Berichterstattung in der für ihre exzellenten Weinkritiken bekannten „International Herald Tribune” (16.8.02) erfahren hat. Unter dem liebevollen Titel „Making magic in the vineyards of Mont Ventoux“ analysiert Patricia Wells die Ursachen für die außerordentlichen Qualitäten des so preis“werten“ Erstlingswerks unserer neuen Domaine:
Die 14 weit verstreut liegenden Parzellen mit ihren unterschiedlichen Böden, die genauso zur Komplexität, zur animierenden Frische und zur außerordentlichen Finesse der fein ausbalancierten Weine beitragen wie die enormen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und die extrem lange Vegetationsperiode (Ernte bis in den November!) infolge ihrer Höhenlage zwischen 400-500 Metern sowie die beständig wehenden kühlen Winde um den mystischen Berg, die ein kerngesundes Lesegut ergeben. Dieser sehr lesenswerte Artikel gibt uns Anlass, Ihnen noch einmal die wunderschönen terroirgeprägten Weine unserer Neuentdeckung der Domaine Cascavel besonders ans Herz zu legen.


137100 Cascavel, rouge 2000 7,30 Euro

Würzige, aromenintensive Cuvée aus 70% Grenache, Syrah und Carignan, traditionell vinifiziert (aber zu 10% im Barrique ausgebaut), im Mund frisch, dicht, saftig, strukturiert, anhaltend; Trinkvergnügen ab sofort, Potenzial bis mindestens 2004.

Leider ausverkauft!

137200 Cascavel, „Les Amidyves”, rouge 2000 9,90 Euro

Syrah und Grenache prägen diese wunderschöne barriqueausgebaute Cuvée, sehr komplexe Nase, reife süße Frucht, Anklänge an Schokolade, im Mund herrlich konzentriert, füllig, kompakt, schmelzig, samtig, seidene Tannine, lang anhaltend. Gönnen Sie diesem faszinierenden Wein noch eine kleine Zeit der Reife bis etwa September 2002, um das Holz perfekt zu integrieren, Höhepunkt Mitte 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!


Angebote:

Großer Beliebtheit erfreut sich das ungemein preiswerte Olivenöl von Filippo Cassetta aus Apulien. Wir haben eine kleine Anzahl an Flaschen auf Lager, deren offizielles Haltbarkeitsdatum im September abläuft. Diese Partie des frischen, im Geschmack kräftig-fruchtigen Olio Extra Vergine bieten wir Ihnen zum einmaligen Abverkaufspreis von 4,90 Euro/0,75l Flasche (statt 7,40 Euro) an.


981000 Cassetta, „Aureo”, Olio extra vergine di oliva 4,90 Euro

Leider ausverkauft!


Eine besondere Freude war es uns, als wir diese Woche einen Anruf von Xavier Copel, dem visionären Kopf hinter Primo Palatum, erhielten, der uns stolz berichtete, dass er in der in den nächsten Tagen erscheinenden „Bibel“ der französischen Weinkritik, dem „Classement 2003“ von Bettane/Desseauve, trotz seiner erst so jungen Winzerkarriere mit einem Stern ausgezeichnet wurde. Herzlichen Glückwunsch, Xavier. Spontan entschieden wir uns gemeinsam, Ihnen einen seiner besonders gelungenen Weine für relativ kleines Geld, den 2000er VdP d’Oc „Classica“ zum einmaligen Angebotspreis von 7,90 Euro (statt 11,- Euro) anzubieten. Nutzen Sie die einmalige Chance, sich zu diesem immens günstigen Preis mit dem unverwechselbaren Terroirstil und den großartigen Qualitäten von Primo Palatum vertraut zu machen.


337400 Primo Palatum, Vin de Pays d´Oc, „Classica”, rouge 2000 7,90 Euro

Von großem Terroir stammt diese tieffarbene Cuvée aus Syrah und Malbec, in der Nase noch sehr verschlossen, zart, fein andeutend eine reiche, würzige Beerenaromatik, am Gaumen ungemein cremig, reichhaltig, rund, weich, das Tanningerüst noch sehr präsent, braucht noch einige Zeit zum Abschmelzen, ein Wein mit einem großen Entwicklungs- und Lagerpotential; 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!


KLASSIKER

Clos du Caillou

154100 Bouquet des Garrigues, CdR rouge 2000 11,50 Euro

Sie wissen es längst, der Jahrgang 2000 in Châteauneuf-du-Pape gehört zu den 3 besten der letzten 25 Jahre. Ein unschlagbares Preis-Genussverhältnis besitzt der wieder eingetroffene 2000er CdR Bouquet des Garrigues von Clos du Caillou, ein deklassierter Châteauneuf, der bereits heute hervorragend mundet. In der Nase eine feine, würzige Garriguenote und eine dunkelbeerige, weiche Frucht, am Gaumen dicht, mundfüllend, dabei elegant und finessenreich, ja samtig gar, die Frucht umhüllt von reifen, seidenen Tanninen, bemerkenswerte Länge. Bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis, lässt viele wesentlich teurere Châteauneuf-du-Pape ganz schön alt aussehen.

Leider ausverkauft!


Domaine Fondrèche

151201 Cuvée Charles Nadal, rouge 2001 9,90 Euro

Die Cuvée Charles Nadal, ein qualitativ herausragender und gleichzeitig einer der preiswertesten Weine der südlichen Rhône, wird am Fuße des malerischen Mont Ventoux von unserem sympathischen jungen Freund Sébastien Vincenti vinifiziert, einem der größten Winzertalente Frankreichs und Eigner der Domaine de Fondrèche. Syrah und Grenache prägen einen tiefdunklen Wein von animalischer Wildheit und betörender süßlicher Frucht; deutliche Anklänge an Kräuter der Provence, Süßkirschen, Pflaumen, dunkle Beeren, Kaffee und Karamell, pfeffrig, komplex, kräftige Struktur und dennoch elegant durch den Ausbau der Syrah in neuen Barriques, dicht, harmonisch, ausgewogen, die Tannine wunderschön reif und saftig. Aufgrund der in diesem Jahrgang extrem niedrigen Ernteerträge seinem Jahrgangsvorgänger noch einmal deutlich überlegen, der von Parker bereits mit 90-91 Punkten bewertet wurde. Was sich in den letzten Jahrgängen bereits vehement angedeutet hat, bestätigt dieser große Jahrgang: Es gibt nicht viele Châteauneufweine, die dieser Preissensation das Wasser reichen können; Höhepunkt 2004 bis 2009.

Leider ausverkauft!


Sébastien Vincenti kennt nur zu genau unser Problem, dass er uns nie genügend Wein zuteilen kann, um alle Nachfragen begeisterter Kunden erfüllen zu können. Bisweilen gelingt es uns, ihm seine eisernen Reserven für den Verkauf ab Domaine abzuluchsen. So können wir Ihnen auch diesmal wieder zwei preis“werte“ Weine par excellence anbieten, die bei uns schon ausverkauft waren: Einen der schönsten weißen Sommerweine Frankreichs, vinifiziert aus den autochthonen Rebsorten des Südens (Grenache blanc, Roussane, Clairette), in dessen betörendem, würzigen Duft sich die Seele seiner provenzalischen Heimat widerzuspiegeln scheint und mit dessen sommerlichen Aromen man unweigerlich den Geruch von Kräutern, von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert.


151501 Fondrèche, Côtes-du-Ventoux blanc 2001 7,50 Euro

Leider ausverkauft!


Dazu einen der raren Rosés, die als wirklich anspruchsvolle Weine daherkommen, eine würzige, erfrischende Cuvée aus Grenache, Cinsault und Syrah, von kräftiger Farbe, mit einem interessanten Aromenspektrum, der eindrucksvoll demonstriert, warum sein Vorgänger in der großen „Feinschmecker”-Rosédegustation im letzten Sommer zu den drei besten Südfrankreichs gezählt wurde.


151401 Fondrèche, Côtes-du-Ventoux Rosé 2001 6,20 Euro

Leider ausverkauft!


Ermitage du Pic Saint Loup

300500 Coteaux du Languedoc rouge 2000 7,60 Euro

Auch diesen Wein haben wir bereits vor Wochen als ausverkauft melden müssen, zu stark die Nachfrage nach diesem so ungemein preiswerten, charaktervollen Wein mit seiner faszinierenden Frische und Duftigkeit:
Dunkles Kirschrot, in der Nase zunächst Aromen von Salbei und Minze, eingebettet in eine Orgie kleiner schwarzer Waldbeeren, nach und nach gesellen sich Noten von zerstampftem schwarzer Pfeffer hinzu, von frischer Brotkruste und Holunderblüten, der Gaumen wird umhüllt von einer schmelzigen, saftig-weichen Tanninstruktur, der Wein erweist sich auf der Zunge als dicht, tief, schmeichlerisch, dazu feinste, unaufdringliche kräuterwürzig Anklänge.
Schon sein Jahrgangsvorgänger wurde von der Fachpresse euphorisch gefeiert: So vergab der „Wine spectator” angesichts seiner Preisklasse unglaubliche 93 Punkte, doch ich muss gestehen, dass mir diese Bewertung zu hoch gegriffen scheint, denn trotz all seiner Klasse ist dies kein Wein der beginnenden Weltspitze, wie die Benotung suggeriert. Aber was dieser Wein bietet, ist in der Tat ein sinnliches Trinkvergnügen der besonderen Art, das ist einer dieser ungemein attraktiven Tropfen mit einem sagenhaften Preis-Genussverhältnis, die den legendären Ruf südfranzösischer Weine in den letzten Jahren begründet haben.
Doch urteilen Sie selbst, der 2000er ist seinem Vorgänger noch leicht überlegen, da bei gleicher Stilistik aufgrund der besseren klimatischen Bedingungen etwas dichter und komplexer. Aber greifen Sie schnell zu, ganze 300 Flaschen Châteaureserve dieses trinkreifen traumhaften Alltagsweines von Ermitage du Pic Saint Loup haben wir überraschend noch einmal erhalten können.

Leider ausverkauft!


Tardieu-Laurent

159000 N° 3 de Castelmaure, rouge 2000 21,40 Euro

Dieser Schmeichler der Sinne eroberte im Vorjahr mit dem 99er Jahrgang die Herzen der Weinliebhaber im Sturm und avancierte zu unserem meistverkauften Wein von Michel Tardieu, dieser charismatischen Winzerpersönlichkeit, dessen Gewächse aufgrund ihrer Finesse, Dichte und Konzentration zu den rarsten und gesuchtesten Frankreichs zählen. Der frisch gefüllte 2000er besitzt in der Farbe ein sattes, dunkles Rot, ist in der Nase geprägt von einer „kühlen” Stilistik, dazu süßliche, aromatische Waldbeeren, Minze und edle Gewürze, großartige Struktur, die elegante, schmeichlerische Fruchtsüße umhüllt den gesamten Gaumen mit einer ausladenden Fülle und Dichte, hinzu kommt eine enorme Komplexität und Eleganz, schmeckbar die hohe Reife des von sehr alten Reben (Grenache, Mourvèdre, Carignan) stammenden Traubenmaterials. Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!


Domaine Força Real

344101 „Mas de la Garrigue”, rouge 2001 6,50 Euro

Einer der schönsten Alltagsrotweine Südfrankreichs ist wieder lieferbar: In der Nase eine betörende beerige Frucht, unterlegt mit zarten Würzaromen, am Gaumen delikat, dicht, tief, mit einer feinen Säurestruktur, die ihm eine angenehme Frische und Kühle verleiht, ein Charmeur erster Güte und dennoch mit ausgesprochenem Charakter, die Tannine delikat, weich, höchst angenehm. Kurzum: Für sein kleines Geld ist dieser Wein von sensationeller Güte und eine Demonstration der herausragenden Qualitäten des Jahrgangs 2001 im Roussillon; trinkbar ab sofort, Höhepunkt ab 2003 bis 2005.

Leider ausverkauft!


FRANKREICH

Domaine Sarda-Malet, Roussillon

Die Jahrgänge 2000/01 sind im Roussillon aufgrund der optimalen klimatischen Bedingungen hervorragend ausgefallen, die außerordentliche Qualität der Spitzenweine wird aufgrund ihrer unvergleichlichen Eleganz und Finesse nur von ganz wenigen Weinen des Languedoc erreicht. Primus inter pares innerhalb der kleinen, höchstens 6-8 Weingüter umfassenden Elite der Region ist offensichtlich die Domaine Sarda-Malet, deren Weine aufgrund des zunehmenden Alters der teilweise neu angepflanzten Rebstöcke seit Mitte der 90er Jahre immer besser, Ende des Jahrzehnts dann herausragend wurden.
So bewertet beispielsweise der WEINGOURMET in einem Special (2/2000) zum Languedoc-Roussillon den 98er Jahrgang der Spitzencuvée „Terroir Mailloles” als den besten Wein des gesamten Roussillon, stuft ihn deutlich höher ein gar als den Vieilles Vignes von Gauby, dessen hervorragende Weine bis dato von vielen Kennern an die Spitze der Appellation gestellt wurden. Und spätestens mit den beiden letzten Jahrgängen (99/2000) produzieren die Malets wohl tatsächlich die vorzüglichsten Weine des Roussillon, werden ihre Weine dementsprechend von der internationalen Fachpresse euphorisch gefeiert, „bilden die 99er und 2000er die qualitative Spitze ihrer Region”, so Bettane und Desseauve in ihrem Standardwerk „Classement 2002”, und bepunkten den „Mailloles” 99 gar noch höher als Gaubys 2000er Muntada!
Diese großartigen Weine sind zudem alles andere als marmeladige Konzentrationswunder, sie sind vielmehr Paradebeispiele für die Produkte einer neuen Generation avantgardistischer junger Winzer, die feine, finessenreiche Weine von hoher Aromenkonzentration vinifizieren, terroirgeprägt, versehen mit einer erstaunlichen Dichte, einer außerordentlichen Eleganz, einer perfekt eingebundenen Mineralität, großer Frische, höchstem Extrakt, einer wunderbaren inneren Harmonie und mit seidenen Tanninen.

Jérôme Malet, junger sympathischer Winzerspross, zeichnet verantwortlich für diese großartigen Qualitäten. Nach Lehr- und Wanderjahren auf berühmten Domainen in renommierten Anbauregionen studierte er, wieder zu Hause, akribisch die Gegebenheiten des eigenen kargen Terroirs, analysierte die Rebstöcke, die teilweise aus den 30er Jahren stammen und achtete auf das optimale Gleichgewicht zwischen Laubwachstum, dem Holz der Reben und der Quantität der Trauben.
Im Weinberg verbringt er den größten Teil seiner Arbeitszeit, hier findet er hervorragende klimatische Bedingungen in dem in südlicher bzw. südwestlicher Exposition gelegenen Areal, das sich über 50 ha hügeliges Gelände südlich Perpignan erstreckt, am rechten Ufer der Têt. Das einzigartige Mikroklima verdankt die Region ihrer speziellen Lage, umgeben von majestätischen Gebirgen (Pyrenäen, Corbières) und dem blauen Mittelmeer. Die Gebirge halten die Niederschläge fern, im Frühling (sehr früher Austrieb!) und Herbst ist diese phantastische Landschaft zumeist die wärmste in ganz Frankreich, allerdings mit sehr kühlen Nächten, was den Weinen zusammen mit dem ungewöhnlich differenzierten Terroir ihre unvergleichliche Finesse und Komplexität vermittelt.

Jérôme vertraut bei seiner Weinbergsarbeit auf althergebrachte, handwerkliche Anbautechniken, lockert mit ständigen Pflugarbeiten die erstklassigen Böden, die oberflächlichen Wurzeln werden entfernt, damit die Hauptwurzel tiefer ins Erdreich eindringt, es gibt natürlich keine chemische Bekämpfung der „Unkräuter”, dafür einen naturnahen Anbau und ausschließlich Handarbeiten, aufwendige Entblätterungsarbeiten vor der Ernte zur besseren Entlüftung und Ausreifung sowie eine vendange verte („grüne Lese”) und einen extrem kurzen Schnitt zur radikalen Mengenbegrenzung. So liegen die Erträge selbst bei den Alltagsweinen höchstens bei knapp 40 hl/ha und gar bei unter 20 hl/ha für den barriqueausgebauten Mailloles rouge und weniger als 15 hl für den Mailloles blanc!

Der Zeitpunkt der Ernte richtet sich natürlich weniger nach dem Alkohol-, sondern nach dem Säuregrad und der physiologischen Reife der Beeren, damit die Weine später ein optimales Gleichgewicht zwischen Konzentration, Kraft und Finesse besitzen. Zudem werden die weißen Rebsorten nur am frühen Morgen gepflückt, um möglichst kühl eingebracht zu werden und ihre unvergleichliche Frische zu bewahren, die roten Beeren werden entrappt und es erfolgt eine vorbildlich schonende Vinifizierung in den klimatisierten Kellern mit Hilfe der Schwerkraft, ohne Reinzuchthefen, ohne Schönung oder Filtration.

Ein persönlicher Tipp:
Das Roussillon ist unbedingt eine Reise wert, am besten im zeitigen Frühjahr; der Blick von höher gelegenen Hügeln auf die atemberaubende schöne Landschaft ist spektakulär. Auf der einen Seite die schneebedeckten Pyrenäen, im Tal die blühenden Bäume und Sträucher, am Horizont das blau schimmernde Mittelmeer, ein kleines Paradies, Gänsehautatmosphäre!
Und eine besondere Restaurantempfehlung: Im wahrlich nicht sonderlichen attraktiven Badeort St.-Cyprien-Sud, einem der vielen touristischen Retortendörfer, die vielerorts die französische Küste verschandeln, essen Sie dennoch hervorragend im L’Ile de la Lagune und die Weinkarte beinhaltet alle großen Weine des Roussillon zu fair kalkulierten Preisen.

340101 Côtes du Roussillon, rouge 2001 7,20 Euro

Leuchtendes Rot, fruchtbetonte Cuvée (von alten Grenache- und Carignanreben, dazu Syrah und ein wenig Macabeo), fein, ausgewogen, konzentriert, dicht, ein eleganter, fruchtiger, weicher, schmeichlerischer Alltagswein zu sehr fairem Preis, jetzt bis 2006.

Leider ausverkauft!

340200 Reserve, rouge 2000 11,00 Euro

Betörende Cuvée aus Syrah, Mourvèdre, uralter Grenache und ein wenig Carignan, zur Hälfte im Barrique ausgebaut, rubin-violette Farbe, in der Nase konzentrierte, reife Frucht, ein Blumenstrauß voller traumhafter Aromen, aber nicht aufdringlich, eher noch ein wenig distinguiert, im Mund komplex, rassig, körperreich und dicht. Konzentration, Eleganz und Finesse befinden sich in perfektem Gleichgewicht, die sorgfältige Verarbeitung ohne Schönung oder Filtration sorgt für eine faszinierende Gerbstoffqualität, die sich mit einer raren Feinheit und Intensität am Gaumen ausbreitet, dabei sind die weichen, saftigen, seidenen Tannine bestens in die reichhaltige, frische, expressive Frucht integriert, ein faszinierendes harmonisches Gesamtkunstwerk.
Frankreichs beste Weinzeitschrift, die „Revue du vin de France”, vergab schon dem Vorgänger 4,5 von 5 Sternen (auf keinen Fall verpassen), Michel Bettane in seinem Standardwerk „Classement 2002” gar die Traumnote 9,5/10 Punkten. Doch der 2000er Jahrgang ist im gesamten Roussillon und auch auf der Domaine Sarda-Malet der beste bisher jemals erzeugte, greifen Sie zu bei diesem großen Wein zu noch sehr attraktivem Preis, zu genießen ab Ende 2002, Höhepunkt 2004 bis 2010.

Leider ausverkauft!

340300 „Terroir Mailloles”, rouge 2000 19,00 Euro

Schwarzviolette Farbe, frische Aromen voller Finesse und einer faszinierend puristischen Reinheit und Klarheit, ungeheuer komplex, Anklänge an schwarze, pralle, reife Waldbeeren, Cassis, zarte Kaffeearomen, Rauch, feinste Gewürzanklänge, im Mund offenbart sich bereits die ganze Größe dieses Weines, seine Konzentration und Dichte, herrührend von den extrem niedrigen Erträgen (unter 20 hl/ha, Syrah und alte Mourvèdrereben vom besten Terroir der Domaine), weiche, saftige, rassige, ja ultrafeine Textur, tief in seinen gewaltigen Dimensionen, komplex, vielschichtig, die Fruchtsüße betört schmeichlerisch den Gaumen, füllt den Mund bis in den letzten Winkel.
Die Tannine von herausragender Qualität demonstrieren eindrucksvoll das enorme Entwicklungspotential und sind von einer schier unglaublichen, seidenen Finesse, das neue Holz der erstklassigen Barriques ist perfekt eingebunden. Von der „Revue du vin de France” (6/01) in ihrer Jahrgangsbewertung 2000 mit der selten vergebenen Höchstbewertung von 5 Sternen wieder an die Spitze der Appellation gestellt, ein selten großer Wein für Liebhaber eleganter, cremiger Gewächse, der eindrucksvoll verdeutlicht, dass die besten Weine des französischen Südens Einzug gehalten haben in die Riege der weltbesten Weine, und das zu konkurrenzlos günstigen Preisen. Höhepunkt 2004 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!


Domaine Guy Moulinier

Sie kennen wohl alle die märchenhafte Erfolgsstory unserer Domaine Guy Moulinier. Mitte der 80er Jahre tauschte Guy die familieneigenen ertragreichen, leicht zu bearbeitenden Rebflächen in der Ebene von Saint Chinian zur Verwunderung aller Dorfbewohner gegen steile, karge, schwierig zu behandelnde Parzellen mit alten Rebstöcken ein, denn er war damals – zur Zeit der großen Krise des Weinbaus im Midi – der einzige, der an das außerordentliche Potential der Weinberge St. Chinians mit Grand Cru Charakter glaubte. Mühsam regenerierte er die verwahrlosten Anlagen, innerlich zutiefst überzeugt von seiner Idee, das neu erworbene Terroir sei das größte Kapital, „ja das schwarze Gold” des Languedoc: die sanft geschwungenen Schieferterrassen, auf denen sich unbarmherzig in heißen Sommern die Sonne spiegelt und mit ihr die Seele der Menschen, die sie bearbeiten und auf denen nach seltenen Regenfällen die Wassertropfen glitzern.

Es handelt sich dabei um Schistes noir, schwarzer Schiefer aus dem Erdaltertum, der sich bei der häufig sengenden Sonne so aufheizt, dass er die Trauben förmlich grillt. Dementsprechend niedrig sind die Erträge, schwarz und männlich die Aromen: Oliven, Lakritze, Teer, Brombeeren, Kaffeebohnen und Mokka.
Häufig wechselt auch der Schistes mit Sandstein- und Kalkböden. Alle drei Bodenarten sorgen zusammen mit der Höhenlage der Weinberge und den daraus resultierenden Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht für die traumhafte Komplexität, die Ausgewogenheit und das wunderbare Gleichgewicht zwischen Konzentration, Finesse und Eleganz in diesen Ausnahmeweinen des Languedoc.

Mittlerweile müssen die Mouliniers ihre unfiltrierten Weine strikt zuteilen, werden diese doch in der Fachpresse geradezu hymnisch gefeiert. Ich beschränke mich hier auf den Hinweis, dass der WEINGOURMET in seinem großen Languedoc-Roussillon Special im Sommer 2000 die 98er Cuvée Sigillaires und den Terrasses Grillées zu den 5 besten Weinen zählte in einer umfangreichen Degustation der 80 besten Syrahweine des gesamten Midi!

Frisch abgefüllt und gerade eingetroffen ist der Jahrgang 2000, der aufgrund der herausragenden klimatischen Bedingungen und infolge verrückt niedriger Erträge den 98er noch überragt. Zunächst sah es zwar nicht danach aus: Nach einer lang anhaltenden Hitze im Sommer ohne Regenfälle litten die Trauben Anfang September trotz des niedrigen Behangs an Trockenstress, so dass die Reifeentwicklung blockiert wurde. Doch glücklicherweise regnete es am 3./4. September kurz, aber heftig, die Reifewerte der Trauben schossen geradezu in die Höhe, die Ernte fand unter optimalen Bedingungen statt und man brachte ein kerngesundes Lesegut ein, das die Vinifizierung hocharomatischer, expressiver, vollreifer Weine ermöglichte.


316100 „Tradition“, rouge 2000 6,90 Euro

Bereits die schon heute trinkreife, elegante, schmeichlerische, weiche Cuvée aus Syrah, Grenache und Mourvèdre, mit ihrer aromatischen Frucht, von dezenten Schieferaromen unterlegt, zeigt eindrucksvoll das kompromisslose Qualitätsstreben der Domaine.

Leider ausverkauft!

316200 „Cuvée Sigillaires“, rouge 2000 13,00 Euro

Mit 70% Anteil in diesem Jahr wieder deutlich syrahdominiert, brilliert dieser exzellente Wein durch eine intensive Farbe und seinen expressiven Duft nach vollreifen dunklen Beeren, Kaffeebohnen, Lorbeer und schwarzen Oliven. Am Gaumen präsentiert er sich wunderbar ausbalanciert sowie dicht und seidig in den saftigen, geschliffenen Tanninen. Seine beeindruckende Finesse und Eleganz zeugt von der harmonischen Sinfonie zwischen vollreifer Syrahrebe und großartigem Schieferterroir, zu genießen 2003 bis 2010. Der mehr als würdige Nachfolger des vom WEINGOURMET zu den 5 besten Syrah des Midi gezählten 98ers.

Leider ausverkauft!

316300 „Terrasses Grillées“, rouge 2000 26,80 Euro

Die Spitzencuvée „Terrasses Grillées“, ein fast reinsortiger Syrah (dazu je 10%Grenache/ Mourvèdre), eine Selektion der besten Trauben, ist ein Klassewein, der keinen Vergleich mit den größten Syrah der Welt zu scheuen braucht. So belegte der 98er bei einer professionellen Verkostung der großen Syrah-Weine Australiens, Kaliforniens, aus dem Languedoc und von der Rhône im Oktober 99 den 2. Platz u.a. vor den Lageweinen Guigals, dem „Grange” von Penfolds, Jim Barrys „Armagh” oder dem „Hill of Grace” von Henschke.
In Blindproben zögern die Verkoster, ihn in den französischen Süden einzuordnen, zu sehr dominiert bei aller Konzentration und Kraft eine unglaubliche Eleganz und Finesse; das voluminöse Bouquet strotzt nur so vor saftigen Aromen: schwarze, reife Brombeeren, Wildkräuter, Oliven, Pfeffer, Zimt, gerösteter Kaffee und Süßholz, ein wenig geräucherter Speck.
Unendlich lang am Gaumen, hochreifes Tannin, exzellente Säure, dicht und füllig, rassig, atemberaubende Tiefe, große Länge. Dieser barriqueausgebaute Syrah von alten Reben mit einem extrem niedrigen Ertrag von 15-18 hl/ha ist einer der spektakulärsten Weine Südfrankreichs, „l’essence même de la Syrah du Languedoc” (Stephan Tanzer), vergleichbar mit den großen Lageweinen der nördlichen Rhône, der insbesondere an Guigals „La Mouline” erinnert, das „Grillées” im Namen kommt jedenfalls nicht von ungefähr; Höhepunkt 2005 bis mindestens 2012. Kultweinstatus!

Leider ausverkauft!


Domaine Santa Duc, Gigondas

Noble Weine der absoluten Spitzenklasse der südlichen Rhône kommen von der Domaine Santa Duc, die in einer der landschaftlich schönsten Gegenden Südfrankreichs am Fuße der bizarren Felsformation der Dentelles de Montmirail gelegen ist und die schon seit Jahren nicht nur DAS Aushängeschild der erstklassigen Appellation Gigondas darstellt, sondern deren Weine zu den besten Weinen des Rhônetals überhaupt gehören.

Diese großartigen, weltweit höchstes Ansehen genießenden Weine sind das Resultat von erstklassigen Parzellen mit bestem, steinigem Terroir in Gigondas und den umliegenden Dörfern und dem unbeirrbaren Qualitätsstreben des so sympathischen Yves Gras, übrigens blond und blauäugig, damit so gar nicht dem Bild eines südfranzösischen Weinbauern entsprechend, den ich gar nicht anders kenne als immer in fröhlicher Stimmung mit einem ansteckenden Lächeln um die Lippen.

Kennzeichen der exzellenten Weine von Yves Gras sind ihre enorme Konzentration, ihre aromatische Tiefe und ungewöhnliche Dichte sowie ihre phantastische Komplexität, ihr üppiges beeriges Aromenbukett, ihre hervorragende Reife, ja bisweilen eine portweinartige Überreife, ihre weichen, seidenen, geschmeidigen, runden Tannine und ihr enormes Entwicklungs- und Lagerpotential.
Die Ursachen dieser grandiosen Qualitäten liegen in den alten Weinreben (im Durchschnitt über 45 Jahre alte Grenache, Syrah und erstklassige Mourvèdreklone), einem niedrigen Ertrag infolge eines extremen Rückschnittes der Stöcke und einer grünen Lese, einer gezielten Ausdünnung des Laubwerkes vor der relativ späten Lese vollreifer Trauben und dem wohldosierten Einsatz von Barriques, die dem Wein aber nur seine unvergleichliche Struktur verleihen, nicht aber sein Geschmacksbild dominieren.

Der Jahrhundertjahrgang 2000 an der südlichen Rhône, man kann es nur immer wieder betonen, ist von herausragender Qualität und gehört zusammen mit dem 98er und 78er zum besten der letzten 25 Jahre! Und Yves hat spektakulär schöne Weine produziert, die zusammen mit seinen 95ern wohl die qualitative Spitze in seinem bisherigen vinologischen Schaffen bilden: Seine Spitzencuvée „Les Hautes des Garrigues“ aus uralten Reben mit niedrigsten Erträgen um die 15hl/ha, deren Verfügbarkeit arg begrenzt ist, wird nur von ganz wenigen großen Châteauneufweinen, die aber meist wesentlich teurer sind, leicht übertroffen!


148301 „Les Quatres Terres“, Côtes du Rhône rouge 2001 8,20 Euro

Leuchtend rubinrot steht dieses Aushängeschild eines erstklassigen, expressiven, Grenache-dominierten Côtes-du-Rhône im Glas, in der Nase komplexe, verwobene Aromen von reifen, prallen schwarzen Beeren, dazu feinste Würze, im Mund die weichen Tannine bestens integriert, eingehüllt in reichlich viel Frucht, ungemein reichhaltig, elegant, dicht, finessenreich, feinst strukturiert. Yves CdR sind terroirbetonte expressive Tropfen mit unverwechselbarer Fruchtsüße von in diesem Jahrgang extrem spät geernteten Trauben mit höchster physiologischer Reife, „nicht unähnlich einem sehr guten Châteauneuf-du-Pape” (Parker), doch zu welch extrem günstigen Preis! Trinkbar ab sofort, Höhepunkt Ende 2003 bis 2005.

Leider ausverkauft!

148200 Gigondas, rouge 2000 16,90 Euro

Tiefdunkler Wein, im Bukett großartige, expressive Frucht, reife, süße Beeren, schwarze Oliven, Gewürze der Garrigue, Cassis, Mineralien und schwarze Kirschen, Kakao- und zarte Röstanklänge. Schmelzige, saftige Tanninstruktur, am Gaumen kühle, beerige Frucht, glycerinreich, dicht, konzentriert, ja „fett“, aber dennoch frisch, steht dieser beeindruckende Gigondas im Glas, faszinierende Textur; zu genießen ab Ende dieses Jahres, Höhepunkt 2005 bis mindestens 2012. Viel Gigondas fürs Geld!

Leider ausverkauft!

148400 Gigondas „Cuvée Prestige des Hautes Garrigues“, rouge 2000 26,00 Euro

Eine der legendären, gesuchten Spitzencuvées der südlichen Rhône von über 70 Jahre alten Rebstöcken (80% Grenache, 20% Mourvèdre) aus erstklassigen, ausgesuchten Parzellen. Dieser grandiose Wein begeistert durch sein tiefes dunkles Rot in der Farbe und seine explosive traumhaft schöne Nase nach feinen Gewürzen, Schwarzbeeren, Cassis, Heidelbeeren, Mokka, Pfeffer sowie reifen Schwarzkirschen.
Im Mund fasziniert die Kombination zwischen fabelhafter Konzentration, Dichte und Fülle sowie einer spektakulären Aromenvielfalt, einer wunderbaren Eleganz und phantastisch weichen, cremigen, seidenen Tanninen, die sich ideal in die extrem konzentrierte Frucht einbetten. Ein Wein mit einer sagenhaften Opulenz, einem Hauch von Überreife sowie einer für alte Grenachereben charakteristischen Fruchtsüße, dazu gesellt sich ein traumhafter Abgang voller Extrakt und einer bemerkenswerten Länge. Ein ganz großer Wein der südlichen Rhône, von Parker mit 91-94 Punkten deutlich unterbewertet.
Zu genießen ab Ende 2003, Höhepunkt 2005 bis sicherlich 2015.

Leider ausverkauft!


Château Lamartine

Eine unserer spektakulärsten und erfolgreichsten Neuaufnahmen in diesem Jahr ist das Château Lamartine aus dem Cahors. Sicherlich hat zum Run auf diese Weine die sensationelle Bewertung in Frankreichs führender Weinzeitschrift, der „Revue du Vin de France” beigetragen. Sie widmet in ihrer Märzausgabe 02 den südwestfranzösischen Weinen ein euphorisches Special unter dem Titel: „Das große Erwachen im Südwesten” und bewertet die Spitzencuvée „Expression“ als den „mit Abstand größten unter allen verkosteten Weinen“ und vergibt die rare Traumnote von 5 Sternen, die großen Gewächsen vorbehalten bleibt.

Verständlich, dies ist ein wahrhaft großer Wein zu einem Preis, der angesichts der absoluten Weltklassequalität kaum nachvollziehbar ist. Erwarten Sie bitte keinen hyperkonzentrierten Monsterwein, im Gegenteil, Sie genießen einen unglaublich feinen Wein mit einer traumhaften Aromenintensität (rote Früchte, Mon Cheri-Kirschen, florale Noten, schmelzige Schokolade, delikater, vanilleartiger Holzton), mit einer außergewöhnlichen Expressivität und Dichte, in den rassigen Gerbstoffen „ultrafein”, Finesse und Eleganz pur. Das ist er, der Burgunder unter allen südfranzösischen Weinen mit einem Nachhall, den man so schnell nicht wieder vergisst, zu genießen am besten aus einem großen Burgunderglas nach mehrstündigem Dekantieren.

Unsere letzte reservierte Palette dieser drei großartigen Weine ist eingetroffen, Händler aus aller Welt reißen sich mittlerweile darum, in die Zuteilung dieses bis vor kurzem unbekannten Gutes zu gelangen.


508199 Château Lamartine, rouge 1999 7,90 Euro

Leider ausverkauft!

508299 Cuvée Particulière, rouge 1999 11,80 Euro

Leider ausverkauft!

508399 Expression, rouge 1999 24,90 Euro

Leider ausverkauft!


DEUTSCHLAND

Weinhof Herrenberg, Saar

Wohl keine Region Deutschlands brilliert mit rassigeren Rieslingen als das kleine Anbaugebiet der Saar mit seinem spezifischen kühlen Mikroklima. In guten, warmen Jahrgängen vereinigt sich in spektakulär schönen Weinen die glasklare, saftige Rieslingfrucht mit einer rassigen Säure zu filigranen Meisterwerken, die weltweit einzigartig sind. Nicht umsonst zahlen Liebhaber aus aller Welt exorbitante Preise für die besten Exemplare Egon Müllers aus dem legendären Scharzhofberg, Preise, gegen die selbst die völlig überteuerten Bordelaiser Spitzengewächse „billig“ erscheinen. Und aus dieser faszinierenden Region präsentierten wir Ihnen im März dieses Jahres mit dem Weinhof Herrenberg einen Newcomer mit Qualitäten, wie sie besser nicht sein können, und das zu mehr als fairen Preisen.
„Ein Wein ist besser als der andere“, so urteilt begeistert Marcus Hofschuster im Weinplus Weinführer Deutschland 2001. Und Mario Scheuermann, erfahrener Fachjournalist und Veranstalter des Hamburger Weinsalons, meint gar: „Das Weingut Herrenberg ist für mich schon seit zwei, drei Jahren ein herausragender Geheimtipp an der Saar. Bei einer Erstteilnahme (am Hamburger Weinsalon) wäre das ziemlich uneinholbar die Nominierung für die Entdeckung des Jahres gewesen. Bei der minimalen Jahresproduktion und solchen Qualitäten müssten die Weinkenner eigentlich Schlange stehen und alles müsste zu Höchstpreisen ständig ausverkauft sein. Herrenberg ist so etwas wie ein weißer Riesling-Petrus von der Saar: Winzige Produktion, total eigenständiger Terroircharakter in absoluten Spitzenlagen“.

Und da wir der absolut gleichen Auffassung sind, haben wir alles daran gesetzt, mit dem sympathischen Ehepaar Claudia und Manfred Loch (dem „ersten Knecht“, wie er sich selbstironisch gerne tituliert) zusammenarbeiten zu können, was gar nicht so einfach war, da sie bisher problemlos ihre kleine Jahresproduktion von ein paar tausend Flaschen ab Hof direkt verkauft haben. Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen als einziger deutscher Händler diese Rieslinge wie aus dem Bilderbuch präsentieren können. Gerade abgefüllt und frisch eingetroffen sind die phantastischen Qualitäten aus dem Jahrgang 2001, der an Mosel-Saar-Ruwer ähnlich herausragende Ergebnisse erbrachte wie an der Nahe, wohl die besten aller Anbaugebiete Deutschlands.

Welches Geheimnis steckt hinter diesen faszinierenden Qualitäten? Eigentlich gar keins. Diese großen Rieslinge sind nichts anderes als das Resultat erstklassiger Lagen, ehrlicher, harter handwerklicher Arbeit in den biologisch bewirtschafteten Weinbergen und einer vehementen Liebesbeziehung der Lochs zu majestätischen Rieslingen und zu der unnachahmlichen Sinfonie eines wahrhaft großen Terroirs.
Alle Lagen in den extrem steilen, mit Schiefer bedeckten Hängen (bis 80% Neigung!) werden „parzellenrein“ ausgebaut, um das jeweilige Terroir (wechselnde Schieferformationen, unterschiedliche Anteile an Feinerde) im Wein optimal zur Geltung zu bringen. Der Schodener Herrenberg mit seinem extrem unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen innerhalb der einzelnen Parzellen liegt mit seinem privilegierten Mikroklima optimal süd-südwestorientiert wie ein riesiger Brennspiegel, der jeden auch noch so kleinen Sonnenstrahl einzufangen vermag, innerhalb eines nur etwa 4 km großen Gürtels, innerhalb dessen sich alle großen Lagen der Saar befinden.
Mein ausdrücklicher Respekt auch den Lochs für die harte körperliche Arbeit, die in diesen steilen Weinbergen notwendig ist, die mich sehr an die großartigen Gegebenheiten der Terrassenmosel erinnern.

Wenn man hoch über der Saar in den steilen, rein biologisch bearbeiteten Schieferlagen des Schodener Herrenbergs kraxelt, fallen sofort die Unterschiede zwischen den Parzellen des strikt qualitätsorientierten Winzerpaars und denen ihrer Nachbarn ins Auge. Zum einen die extrem gepflegten „lebenden” Böden mit ihrem komplexen natürlichen Grünbewuchs (von den Lochs neu erworbene Parzellen in der Umstellungsphase zum biologischen Anbau weisen erst 1-2 verschiedene Kräuter auf), der durch die Konkurrenzsituation die Wurzeln der Reben tiefer in die Erde zwingt, der Entwässerung und dem Erosionsschutz dient sowie zur Humusproduktion beiträgt, und die Nistkästen für die einheimische Vogelwelt, die durch den Fraß der Schädlinge zum ökologischen Gleichgewicht in den Weinbergen beitragen. Zum anderen sticht ein Rebschnitt ins Auge, der sich von dem der Nachbarn völlig unterscheidet und der meines Wissens nach von kaum einem Winzer an Mosel-Saar-Ruwer angewandt wird: die Vertiko-Erziehung nach Prof. Cargnello, eine Außenseitermethode eines engagierten Querdenkers, eine schwierig zu handhabende Schnittform, welche die Lochs ganz allein, ohne Hilfskräfte praktizieren müssen, die aber nach ihren Erfahrungen dem traditionellen Moselschnitt weit überlegen ist, da die buschartigen Reben infolge der wesentlich höheren Blattwerksproduktion (das Kraftwerk der Reben) über ein deutlich besseres Blatt-Fruchtverhältnis verfügen, dass mitverantwortlich ist für die herausragende Qualität der Trauben.

Verrückt niedrige Erträge als Ergebnis intensiver Weinbergsarbeit mit einer extrem selektive Auslese von Trauben mit höchster physiologischer Reife, unverzüglicher, schonender Transport gesunder, unzerquetschter Trauben in kleinen Behältern in die Keller und sofortige sanfte Pressung (Selbst Marienkäfer haben diese Prozedur schon überlebt!), moderat reduktiver Ausbau der Weine in blitzenden Edelstahltanks und geringst mögliche Schwefelung sprechen eine eindeutige Sprache: Was die Jahrgänge 99 und 2000 bereits ankündigten, demonstriert der 2001er auf geniale Art und Weise.
Der Weinhof Herrenberg katapultiert sich mit spektakulären handwerklichen Qualitäten im besten Sinne des Wortes und mit dem singulären Charakter ihrer in konsequenter Ertragsreduktion entstandenen Naturweine nicht nur mit an die Spitze der Weinanbauregion Saar mit ihrer großartigen Tradition, meiner Meinung nach sind die sympathischen Quereinsteiger Claudia und Manfred Loch die größte Bereicherung der deutschen Winzerszene im letzten Jahrzehnt und zählen zur absoluten Winzerelite Deutschlands: Die Weine mit ihrer glasklaren, saftigen Rieslingfrucht, ihrer charakteristischen, eher saaruntypischen Fülle, ihrem Extraktreichtum, ihrer Frische, ihrer beispielhaften Mineralität, ihrer Kraft und ihrer Finesse sowie ihrem kompromisslosen Terroirkonzept besitzen ein schwerlich zu schlagendes Preis-Genussverhältnis. Von Claudia und Manfred Loch werden wir in Zukunft noch sehr viel hören!

Anmerkung: Die Fassnummern bei den trockenen Rieslingen vom Herrenberg spiegeln keine Wertigkeit der Weine, sondern ausschließlich die unterschiedlichen Zusammensetzungen des heterogenen Terroirs!


909101 Schodener Herrenberg Fass Nr. 3, trocken 9,30 Euro

Aus der extrem steilen, „Stier” (ein dialektaler Ausdruck für „Stirn”) genannten Parzelle mit dem höchsten Schieferanteil, direkt unterhalb des Kamms des Herrenbergs gelegen, stammen die Trauben dieses exzellenten Rieslings, der geprägt ist von einer markanten Mineralität, Extraktreichtum und zarten Fruchtaromen (Pfirsich), ein ungemein filigraner, rassiger Wein, „vibrierend”, füllig, dicht, die wunderbare Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden auf einer Terrasse auf des Angenehmste begleitend, faszinierendes Spiel auf der Zunge, lang anhaltend.

Leider ausverkauft!

909601 Schodener Herrenberg Fass Nr. 6, trocken 9,30 Euro

Obwohl von 2 direkt nebeneinander liegenden Parzellen stammend, in seiner Stilistik vom Riesling des Fasses Nr. 3 grundverschieden, da konzentrierter, dichter, fülliger. Faszinierende Frucht, tiefgründige, mineralische Finesse, sehr extraktreich, obwohl ganz trocken, wirkt er auf der Zunge dennoch leicht „süß”, grandioses Spiel zwischen der Frucht und der fein ziselierten Säure. Welcher Riesling schmeckt besser, die Nr. 3 oder die Nr. 6? Schwer zu sagen, eher eine Stil- als eine Qualitätsfrage!

Leider ausverkauft!

909501 Schodener Herrenberg Fass Nr. 4, „Saartyr” trocken 10,40 Euro

Nach der mythologischen Gestalt des Satyr, des lüsternen, sinnesfrohen Waldgeistes und Begleiter des Dionysos benannter Spitzenriesling: Die Trauben stammen aus derjenigen Parzelle, aus der in Jahrgängen wie 99 die Contes Saar gewonnen wird (aufgrund seines feinen Spiels mein Lieblingswein vom Herrenberg in 99 im edelsüßen Bereich). Was für eine großartige Mineralität, welch feinste Frucht, welch ungemein komplexe Aromatik, im Vergleich zu den Fassnummern 3 und 6 eher exotische Noten, am Gaumen ungemein betörend, subtile Aromen, eher ein verwobener, verspielter Stil, dabei feinst balanciert, dazu eine traumhafte, reife Textur, sehr lang anhaltend. Das Wortspiel im Namen suggeriert es bereits: Ein „lüsterner” Wein, der Emotionen und Sinnesfreuden zu wecken vermag!

Leider ausverkauft!

909801 Barrique Riesling „Alte Reben, kleines Fass” 17,90 Euro

Hochinteressantes Experiment (1 Barrique aus neuer amerikanischer Eiche) aus den Trauben der besten und ältesten Parzellen des Gutes, dem Wiltinger Schlangengraben, aus extrem niedrigen Erträgen (ca. 16hl/ha), ungemein exotischer Charakter, Vanille, Raucharomen, Mandarinen, weißer Pfirsich, Mineralien, würzig, Karamellnoten, wunderschöne Vermählung zwischen den Barriquearomen und der Frucht, ein Riesling für Weinfreaks, die bereit sind, ausgetretene Pfade zu verlassen und die dem Ungewöhnlichen offen gegenüberstehen. Ein außergewöhnlicher Wein mit einem großen Genussfaktor!

Leider ausverkauft!

909701 Schodener Herrenberg Spätlese 12,90 Euro

(Leider) der einzige edelsüße Riesling von phantastischer Qualität aus dieser großartigen Lage im Jahrgang 2001, in der Nase charakteristische, expressive Rieslingaromen, auf der Zunge ungemein füllig, dicht, großartiges Spiel Süße-Säure, feinste, seidige, zarte Fruchtsüße, faszinierende, hochfeine Mineralität, ausgezeichnete Struktur, sehr lang anhaltend, ein Schmeichler der Sinne, eine Verkörperung der unvergleichlichen Sinfonie großer Schieferlagen der Saar, zu genießen jetzt bis mindestens 2012.

Leider ausverkauft!

909301 Ockfener Bockstein Spätlese 16,90 Euro

Von einer der Traumlagen der Weinanbauregion Saar im ursprünglichen alten Bockstein, die der Vorbesitzer aufgrund der extremen Steilheit nicht mehr bearbeiten wollte, mit seinem eher rötlichen, erzdurchwachsenen Schiefer kommt diese Labsal der Seele, eine gelungene Symbiose, eine Liebesbeziehung gar zwischen der Rieslingfrucht und dem Schiefer, ein spektakulär gut gelungener Saarriesling allererster Güte! In der Nase ein komplexes Aromenspektrum (Pfirsich, Maracuja, Mandeln), am Gaumen ungemein füllig, dicht, konzentrierter noch als sein Pendant vom Herrenberg, m.E. deutlicher Auslesecharakter, schmelzig, subtiles Spiel Süße-Säure, geschmeidig, nachhaltige mineralische Rasse, großartige Länge, zu genießen jetzt bis mindestens 2012.

Leider ausverkauft!


ITALIEN

Felline, Apulien

Unsere beliebtesten italienischen Weine kommen aus Apulien, einer Region, in der die Gebrüder Perucci auf dem Weingut Felline unter Anleitung eines der renommiertesten – manche meinen des besten – italienischen Önologen, Roberto Cipresso, Rotweine voller Originalität zu kleinen Preisen produzieren. Insbesondere der Primitivo di Manduria, der Stammvater des zur Zeit so populären, aber leider immer teurer werdenden kalifornischen Zinfandels, eine Rebsorte, die wie keine andere die Zukunft und das Potential Apuliens verkörpert, wird hier vom genialen Weinmacher Cipresso neu interpretiert.

Durch harte Arbeit im Weinberg, strenge Auslese der Trauben, Reduzierung des Blattwerkswachstums und unterschiedliche Vinifizierung der Trauben je nach Standort und Qualität bringt er die Vorzüge dieser so dickschaligen und schwer ausreifenden Rebsorte unter den besonderen klimatischen Bedingungen Apuliens optimal zur Geltung. Es entstehen herrliche, komplexe Trinkweine mit einem fast unwiderstehlichen attraktiven Charakter, durchaus ihre süditalienische Herkunft nicht verleugnend, mit einer sinnlichen Frucht und einer würzigen Note. Nach einer „Sommerpause“ können wir den „Albarello“ und den „Primitivo“ endlich wieder liefern und erstmals auch die Spitzencuvée, die im Gambero Rosso mit 2 roten Gläsern (das bedeutet: in der Endausscheidung für die begehrten 3 Gläser knapp gescheitert) bewertet wurde. Diese Cuvée aus Primitivo und Montepulciano und kleinen Anteilen Cabernet und Merlot fasziniert durch ihr schmeichlerisches Bukett von reifen Pflaumen und balsamischen Noten, ihre reife, saftige Tanninstruktur, ihre Dichte und Weichheit am Gaumen und durch die Aromen von süßlichen dunklen Beeren sowie Tabak- und Kakaoanklänge.

Übrigens: Alle 3 Weine des Gutes wurden vom Gambero mit einem Zusatzstern für ein herausragendes Preis-Genussverhältnis ausgezeichnet!


681100 Alberello, rosso 2000 5,95 Euro

Leider ausverkauft!

681200 Primitivo di Manduria, rosso 2000 9,30 Euro

Leider ausverkauft!

681300 Vigna del Feudo, rosso 2000 12,90 Euro

Leider ausverkauft!


Azienda Morgante, Sizilien

Sizilien mit seinen herausragenden klimatischen Bedingungen bietet für den Weinanbau optimale Voraussetzungen: Hohe Sonneneinstrahlung zur Erzielung kerngesunden, vollreifen Lesegutes, wenig Niederschläge, gebirgiges Terrain mit vorzüglichen Hanglagen in exzellenter Ausrichtung und teilweise extrem ärmliche Böden, große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht infolge der Höhenlage vieler Weinberge und der Erhalt wertvoller autochthoner Rebsorten, all diese Faktoren sind wie geschaffen zur Erzeugung großer, eigenständiger, unverwechselbarer Weinunikate.
Jedoch werden diese vorzüglichen Gegebenheiten bis in die Gegenwart hinein nur sehr unzureichend genutzt. Quantität statt Qualität, diese Maxime führte in den letzten Jahrzehnten zu einem Meer unsäglicher Billigplörre (Sizilien produziert jährlich mehr Wein als ganz Australien), logischerweise zu chronischer Überproduktion und zu zunehmend unverkäuflichen Weinen, und das trotz stark gesunkener Preise.
Doch mittlerweile besinnt sich, analog den Entwicklungen in anderen Regionen Mittel- und Süditaliens, eine zahlenmäßig noch kleine Elite visionärer Winzer auf ihr großartiges Potential zurück und beginnt, exzellente Weine zu produzieren, die mit zum Besten gehören, was Italien überhaupt zu bieten hat, und das wiederum zu äußerst fairen Preisen.

Wie Phönix aus der Asche katapultierte sich vor 2 Jahren ein Weingut an die Spitze der Insel, von dem man bis dato noch nie etwas gehört hatte: die Azienda Morgante. Die ton-, lehm- und kalkhaltigen Weinberge dieses Gutes liegen – von stetig wehenden trockenen Winden bestrichen – in ca. 450 bis 500 m Höhe in einem idealen Mikrokosmos im südwestlichen Teil Siziliens und sind ausschließlich mit der uralten autochthonen Rebsorte Nero d’Avola bepflanzt. Diese leider nur noch wenig verbreitete, eigenständige heimische Traube, auch Calabrese genannt, was auf ihre Herkunft aus Kalabrien hindeutet, gehört zu den besten südlichen Rotweinsorten und verfügt über ein großes Potential.
Ihre dicke Beerenhaut ist verantwortlich für eine angenehme Fülle und Dichte am Gaumen, für reife, weiche Tannine sowie eine gute Haltbarkeit der Weine, die erstaunlich frische Säure sorgt für eine angenehme Balance im Mund, das komplexe Bukett ist herrlich würzig und oftmals durch ein dunkles, würziges Pflaumenaroma gekennzeichnet.

Bewirtschaftet wird das Aufsteigergut von Antonio Morgante und seinen Söhnen Carmelo und Giovanni, die sich 1994 für eine radikale Qualitätsphilosophie entschieden und das Gut komplett umstrukturierten. Ein Glücksgriff war natürlich auch die 1997 erfolgte Verpflichtung des italienischen Starönologen Riccardo Cotarella. Unter seiner Regie entstehen infolge einer extrem selektiven Auslese im Weinberg und einem feinfühligen Ausbau in neuen Barriques zwei großartige, originäre Rotweine aus der oben skizzierten charaktervollen Rebsorte Nero d’Avola, die seit 2 Jahren für ein erhebliches Aufsehen in der Weinwelt sorgen.
Der 98er Spitzenwein Don Antonio feierte im Gambero Rosso 2001 eine Aufsehen eregende Premiere mit drei Gläsern, die im aktuellen Weinführer 2002 auch sein Nachfolger erhielt, der zudem von Parker mit 92 Punkten bewertet wurde.

Wir können Ihnen heute die beiden großartigen Weine aus dem ausgezeichneten Jahrgang 2000 anbieten, der zu den besten der letzten Dekade auf Sizilien gehört, zwei komplexe, eigenständige Tropfen, die das großartige Potential Siziliens und der Rebsorte Nero d’Avola eindrucksvoll widerspiegeln und die zu den preis“wertesten“ ganz Italiens gehören. Das ist ein urwüchsiger, originärer Stoff und eine traumhafte Interpretation einer uralten, autochthonen Rebsorte, das sind großartige Weinunikate, die weit aus der Masse so vieler belangloser, austauschbarer Billigweinchen herausragen.


690100 Nero d’Avola, rosso 2000 8,50 Euro

Tiefes purpurrot in der Farbe, schmeichlerisches, eigenständiges, feinwürziges Bukett, Anklänge an rote Früchte, süße Schwarzbeeren und balsamische Noten, dazu Brombeerkonfitüre, Veilchen und schwarze Oliven, im Mund kommen Pflaumen- und Piementanklänge hinzu, erstaunliche Extraktfülle, dicht, weich, harmonisch, komplex, lang anhaltend, ein Klassewein, 4 Monate zur Abrundung im neuen Barrique ausgebaut, der durch sein originelles, urwüchsiges Geschmackserlebnis fasziniert, jetzt bis 2005. Bereits der 99er erhielt 2 Gläser im Gambero Rosso, der 2000er scheint jahrgangsbedingt noch deutlich eindrucksvoller.

Leider ausverkauft!

690200 Don Antonio, rosso 2000 19,90 Euro

Ein beeindruckendes Weingemälde, das großartige Potential der uralten autochthonen Rebsorte Nero d’Avola vorzüglich demonstrierend. Dunkelrubinrot, explosives, einnehmendes, komplexes Bukett von Sauerkirschen, Johannisbeeren, zarten Gewürz- und noblen Schokoladenaromen sowie Vanille vom 12monatigen Barriqueausbau in französischer Eiche.
Am Gaumen beeindruckende Struktur, dicht, weich, cremig im Geschmack, dennoch kräftig, fleischig, harmonisch, dazu elegante, saftige Tannine, lang anhaltend. Bei aller, teilweise durchaus berechtigter Kritik an den Auswüchsen des Gambero Rosso bezüglich der Uniformierung und Internationalisierung italienischer Weine, die jeweils 3 Gläser für die beiden Jahrgangsvorgänger des Don Antonio lassen hoffen, dass vermehrt solch eigenständige Weinunikate zukünftig die italienische Weinszene bereichern werden. Ein großartiger Stoff zu einem mehr als fairen Preis!

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert