Saarlouis, im August 2002

PINwand N° 57


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

unter der Rubrik Klassiker finden Sie anspruchsvolle Sommerweine von Aires Hautes und der Domaine de Coussergues, einen ungemein preiswerten und charaktervollen Rotwein der Domaine Limbardié, den phantastischen 2001er Merlot-Cabernet von Mansenoble und den hoch bewerteten „Valmy“ von Château de Chainchon zu einem mehr als fairen Preis. Den Freunden italienischer Tropfen präsentieren wir vom Weingut Saladini-Pilastri zwei traumhafte Rotweine aus der innovativen Region Marken.

Von vielen Weinliebhabern sehnsüchtig erwartet, sind die von Pascal Verhaeghe produzierten traumhaften großen Rotweine von Château du Cèdre aus dem Jahrhundertjahrgang 2000 eingetroffen, die zum Besten gehören, was je im französischen Südwesten produziert wurde.

Viele Weingüter werden (vor)schnell von Presse und Handel zu Geheimtipps mit einem einzigartigen Preis-Genussverhältnis hochgeschrieben. Ich selbst habe in den letzten Jahren im französischen Süden viele Winzersterne aufglühen und vergehen sehen, aber ich verspreche Ihnen: Die Rotweine unserer beiden Neuvorstellungen aus dem Languedoc, der in Deutschland noch weitgehend unbekannten Domainen Saint Antonin und du Tabatau, deren Werdegang wir seit 2 Jahren mit großem Interesse verfolgen, haben mit ihren aktuellen Jahrgängen ein spektakuläres Qualitätsniveau erreicht, das selbst im Midi zu derart fairen Preisen eine große Rarität darstellt!


Sommerweinpaket:

Es hat schon Tradition, unser Paket hochwertiger Sommerweine zu einem attraktiven Angebotspreis, das wir Ihnen in der Augustausgabe der Pinwand alljährlich anbieten.
Hier finden Sie ausschließlich charaktervolle Weiß- und Roséweine, die durch ihre Frische und ihre attraktiven Düfte als idealer Begleiter zur herrlichen Sommerküche mit ihrer faszinierenden Aromenvielfalt fungieren.
Dabei haben diese erlesenen Weine aus hochwertigen Rebsorten nichts zu tun mit der belanglosen, geschmacksneutralen, vornehmlich leichten „Billigplörre“, die Sie in jedem Supermarkt finden und die „tief-gekühlt“ binnen weniger Monate weggetrunken werden muss.
Unsere hochwertigen Weißweine und Rosés schmecken natürlich unmittelbar nach Ihrer Abfüllung hervorragend, besitzen jedoch auch Entwicklungspotential und munden sowohl im Herbst und Winter als auch im zweiten Sommer ausgezeichnet. Ich selbst genieße, wie viele andere Liebhaber auch, in den Sommermonaten mit Freude hervorragende Rieslinge und erlesene Rotweine mit weichen Tanninen, letztere mit Vorliebe aus warmen Regionen wie einen großen Châteauneuf, doch an Tagen mit extremen Temperaturen gilt meine Präferenz den Weinen, die wir in unserem Paket für Sie zusammengestellt haben: frisch und fruchtig, geschmacks- und aromenintensiv sowie mit einem ausgeprägten Charakter versehen.

Wir bieten Ihnen je 2 Flaschen der aktuellen Jahrgänge des großartigen Rosés von Fondrèche (unser mit Abstand seit Jahren meistverkaufter Sommerwein, der so unnachahmlich seine provenzalischen Aromen und eine faszinierende Frische verströmt, ein Aushängeschild traditioneller französischer Rosékultur), dazu den wunderbar fruchtigen Rosé Friande unserer neuen Bio-Domaine Vieux Chêne, den tiefgründigen Sauvignon Blanc von Montpezat, den „leichteren“, verspielten, hoch dekorierten Sauvignon von Coussergues, den gehaltvollen, tiefgründigen Chardonnay von Aires Hautes und den weiter unten besprochenen attraktiven Verdicchio der Fattoria Morantico aus den italienischen Marken zum Sonderpreis von 55 Euro statt 64,20 Euro.

81502 Sommerweinpaket 2002 statt 64,20 Euro nur 55,00 Euro

Leider ausverkauft!


In letzter Minute:

Wieder liefern können wir die mit einem fabelhaften Preis-Genussverhältnis ausgestatteten Rotweine von Terre Mégère, die 2001er Merlot und Cabernet-Sauvignon, die Sie uns in den letzten Wochen förmlich aus den Händen gerissen haben.

310101 Terre Mégère, Merlot 2001 5,90 Euro

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310501 Terre Mégère, Cabernet-Sauvignon 2001 6,40 Euro

Leider ausverkauft!


Frisch eingetroffen ist ein ungemein preiswerter Sommerwein aus Italien: Aus den Marken, der vielleicht innovativsten Weinanbauregion Italiens, stammt der Verdicchio der Fattoria Morantico ein wunderbar trockener, frischer Weißwein mit Aromen von Pampelmuse, Kiwi, Akazien, Ginster, Mimose, duftenden grünen Äpfeln, frischen Mandeln und zarten Bitternoten, sanft am Gaumen, schöne Balance, ein herrlich aromatischer Sommerwein mit einem in Italien kaum noch für möglich gehaltenen Preis-Genussverhältnis.


654101 Morantico, Verdicchio dei Catelli di Jesi classico, bianco 2001 4,40 Euro

Leider ausverkauft!


Im Monat August bieten wir in unserem Weinbistro Archipenko in Saarbrücken als Weine des Monats glasweise den neuen Kultwein (so Wolfgang Fassbender in der „DMEuro“) „Moulin des Dames“ blanc 2000 von Tour des Gendres sowie den zur Zeit höchsten Trinkgenuss versprechenden aromaintensiven 99er Pégau Châteauneuf-du-Pape Réserve. Kommen und genießen Sie!

KLASSIKER

Aires Hautes

Als anspruchsvolle Sommerweine, geschmacks- und aromenintensiv sowie mit einem ausgeprägten Charakter versehen, haben die Weißweine von Aires Hautes, DEM Spitzenweingut aus dem Minervois, binnen Jahresfrist eine große Fangemeinde unter unseren Kunden gefunden.
Wir bieten Ihnen heute den frischen, reintönigen Sauvignon blanc 2001 an, der durch seinen exzellenten Rebsortencharakter und eine dezente, perfekt eingebundene Säure brilliert, eine erstklassige Alternative für alle diejenigen, denen mittlerweile die Loireweine à la Sancerre aus verständlichen Gründen zu teuer geworden sind: ein herrlich erfrischender, vibrierender Sauvignon zu einem phantastisch günstigen Preis.


301101 Aires Hautes, Sauvignon blanc 2001 5,90 Euro

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Ausgesprochen lecker daher kommt der unverfälschte Chardonnay 2001, in der Nase eine animierend frische, „knackige” Aromatik, zarte Zitrusnoten mit mineralischen Anklängen, ein lebhafter Chardonnay, die wunderbare Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden spielerisch demonstrierend. Die Domaine Aires Hautes gehört unzweifelhaft zur Elite der Weingüter des Languedoc!


301201 Aires Hautes, Chardonnay 2001 5,90 Euro

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Domaine de Coussergues

Nicht minder beliebt bei Ihnen seit vielen Jahren sind der verführerische, ungemein duftige, zart mineralische Sauvignon blanc 2001 der Domaine de Coussergues und deren für kurze Zeit im neuen Barrique (Nevers-Eiche) ausgebauter Chardonnay, „Grande pièce”, élevé en fût de chêne 2000, den man in einer Blindverkostung eher ins Burgund denn ins Languedoc einordnet, so groß ist die Finesse dieses Weines!


314101 Coussergues, Sauvignon blanc 2001 4,90 Euro

Bukett von Stachelbeeren, in Anklängen exotische Früchte und Melonen, leicht grasig, frisch, kühl, pikant, reintöniger Rebsortencharakter, finessenreich, dezente, bestens eingebundene Säure.

Leider ausverkauft!

314300 Coussergues, Chardonnay, „Grande pièce”, élevé en fût de chêne 2000 6,90 Euro

Hervorragende Symbiose zwischen der reifen, fein strukturierten Chardonnayfrucht und den sehr dezenten Vanilletönen des Holzes, ein Wein, dem jegliche alkoholische Breite vieler „new world”-Chardonnays abgeht, der stattdessen frisch, fein und pikant dem Gaumen schmeichelt. In seiner Preisklasse weltweit nicht zu toppen, im Burgund kosten diese herausragenden Qualitäten gut das Doppelte, was auch die Empfehlungen im VOX-Kochduell belegen. Zitat: „Ein Chardonnay, für den man normalerweise mehr als 13 Euro ausgeben würde.“

Leider ausverkauft!


Domaine Limbardié

Viele tausend Flaschen verkaufen wir jährlich von einem ungemein charaktervollen Wein der Domaine Limbardié, dem „Murviel”, rouge 2001, der in den beiden letzten Jahrgängen als herausragender, handwerklich produzierter Wein im Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro enthusiastisch gelobt wurde und einen Zusatzstern erhielt, was bedeutet: Hervorragendes Preis-Genuss-Verhältnis.


323201 Limbardié, „Murviel” rouge 2001 4,90 Euro

Das satte Rot des Weines deutet bereits auf die geschmackliche Konzentration der Cuvée aus Merlot und Cabernet dieses engagierten Weingutes hin. Der Duft, der sich erst allmählich im Glas entfaltet, erinnert an Pflaumen, schwarze Johannisbeeren und Kräuter. Am Gaumen dem 2000er sehr ähnlich, von gleicher Dichte, besitzt er aber mehr Eleganz und Finesse und ist wie immer geprägt von einer inspirierenden zarten Animalität. Junge, deutlich präsente Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für Struktur. Henri Boukandoura ist es mehr denn je gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen.

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Château Mansenoble

Eingetroffen ist die letzte Palette des großen 2000er Réserve von Château Mansenoble, dazu der phantastische Merlot-Cabernet 2001, eine leckere, preisgünstige Alternative zu herausragenden Cru Bourgeois aus dem Médoc, von der wir nie genügend Wein erhalten, um alle Nachfragen begeisterter Kunden erfüllen zu können.


305200 Mansenoble, Réserve rouge 2000 12,00 Euro

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305301 Mansenoble, Merlot-Cabernet rouge 2001 6,90 Euro

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Château de Chainchon

Es sind die unbekannten Satellitenappellationen, in denen man im Bordelais hervorragende Weine mit dem besten Gegenwert fürs Geld erhalten kann. Die „Revue du vin de France“, die renommierte französische Weinzeitschrift, behauptet in ihrer Ausgabe 2/02, dass seit Beginn der 90er Jahre die AOC Côtes de Castillon, die mit ihrem erstklassigen Terroir unmittelbar an die berühmten Lagen von St. Emilion anschließt (identisches Mikroklima!), zu einem neuen El Dorado des rechten Ufers geworden sei, mit großartigen Qualitäten und noch sehr attraktiven Preisen und bewertet den „Valmy“ von Château de Chainchon höher als wesentlich bekanntere und deutlich teurere Gewächse aus St. Emilion oder Pomerol.


512300 Chainchon , „Valmy“ rouge 2000 17,90 Euro

Ab dem 2000er Jahrgang wird der Valmy als reinsortiger Merlot ausgebaut, was sich in einer wunderbar weichen, geschmeidigen, schmelzigen Textur manifestiert. Dieser in seinem Preissegment überragende Wein besitzt eine außergewöhnliche Struktur, ist fein ausbalanciert und verfügt über zarte Anklänge an tiefschwarze Schokolade und eine dunkelbeerige Frucht. Ein dichter Körper und die ausladende Frucht umhüllen die erfrischende Säure, die Tannine sind feinkörnig, weich, reif, elegant und von einer großen Finesse. Ein unglaublich beeindruckendes Bordelaiser Gewächs aus ganz großem Jahr, und das zu einem mehr als fairen Preis, zu genießen ab Mitte 2003, Höhepunkt 2005 bis 2012.

Leider ausverkauft!


Saladini-Pilastri

In den sanft geschwungenen Hügeln der Abruzzen findet eine italienische Weinrevolution statt, die nur mit derjenigen im Languedoc-Roussillon verglichen werden kann. Unter der Beratung der Starönologen Roberto Cipresso und Domenico d’Angelo katapultierte sich unser Weingut Saladini-Pilastri an die Spitze der Region Marken und ihre Weine mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis avancierten mit großem Abstand zu unseren meistverkauften Italiens. Wir bieten Ihnen heute den frisch abgefüllten Vigna Montetinello, rosso 2000 an, außerdem ist und unsere letzte Reservierung des voll genussreifen 2-Gläserweines Vigna Monteprandone, rosso 1998 eingetroffen.


652500 Saladini-Pilastri, Vigna Montetinello, rosso 2000 7,90 Euro

Sinnliche Cuvée aus 70% Montepulciano und 30% Sangiovese, gereift in großen Fudern aus slowenischer Eiche, mit einer betörenden, beerigen Aromatik, am Gaumen schmeichlerisch, saftig, dicht, reife, schmelzige Tannine, im Abgang Schokolade und Dörrpflaumen, phantastisch guter Alltagswein mit Feuer und italienischem Charme, ein herrlicher Trinkspaß ab Spätherbst 2002 bis 2005.

Leider ausverkauft!

652398 Saladini-Pilastri, Vigna Monteprandone, rosso 1998 11,00 Euro

Reifer, süßlicher Beerenduft, Anklänge an Pflaumen, Tabak, marmeladenartige Konsistenz, leicht animalisch-wilde Noten, komplex, kraftvoll und intensiv am Gaumen, extraktreiche, saftige, weiche Tannine, ein fast dekadent anmutender Wein, einer der besten Roten (Montepulciano/Sangiovese), die je in den Marken erzeugt wurden, barriqueausgebaut, unfiltriert, zu unglaublich niedrigem Preis.

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FRANKREICH

Château du Cèdre, Cahors

Unser Freund Pascal Verhaeghe, Initiator und Seele der Renaissance der großen Weine des Cahors, ein ungemein sympathischer, ambitionierter, visionärer und innovativer Weinmacher belgischer Herkunft, von Winzerkollegen hinter vorgehaltener Hand respektvoll als primus inter pares seiner Zunft in Frankreich apostrophiert, gehört zweifellos zu den großen Klassikern in unserem Programm. Dennoch widmen wir ihm in unserer heutigen Pinwand einen Schwerpunkt, zu spektakulär sind die frisch eingetroffenen Qualitäten des großen Jahrgangs 2000, extrem kraftvolle, konzentrierte, sehr farbintensive Weine, die dem Image der schwarzen Weine gerecht werden. Doch besitzen diese mehr denn je eine immense Frucht, eine große Tiefe und Rasse, eine faszinierende Finesse, die man bei so wenigen Weinen überhaupt findet, und eine bemerkenswerte Frische, oftmals in Verbindung mit einem charakteristischen Schwarzbeerenbukett, Lakritze und deutlichen Gewürzanklängen.
Die unfiltrierten Weine verfügen über enorm viel Dichte und Rückgrat, Kraft und Komplexität und einen ursprünglichen, wilden Charakter, besitzen aber dennoch eine wunderbare Eleganz, eine typische, erfrischende Säure und dazu eine wunderbare Harmonie zwischen Frucht und Holz. Dabei sind die Weine von du Cèdre trotz aller Dichte und Konzentration keine Kraftprotze und parkerisierten Fruchtbomben, sondern reinste „Haute Couture”:
eigenständige, handwerklich produzierte Persönlichkeiten wie Samt und Seide. Sie setzen schlichtweg neue Maßstäbe, nicht nur für ihre Region, und sind unter Preis-Leistungsgesichtspunkten mehr als eine unerhörte Provokation für die gerühmten Bordelaiser Gewächse. Und so erscheint es nur noch auf den ersten Blick überraschend, bei genauerem Hinsehen jedoch folgerichtig, dass sich mittlerweile etliche Châteauxbesitzer aus Bordeaux nach Cahors auf den Weg machen, um bei Pascal zu lernen, wie er aus der nicht leicht zu handhabenden Rebsorte Malbec diese faszinierenden Spitzenweine vinifiziert.

Pascals „vins de gardes”, die in der Weinwelt für solch erhebliches Aufsehen sorgen, sind das Ergebnis harter Arbeit im Weinberg und im Keller. Anfang Juli wird das Blattwerk gekappt und alle Beeren, die sich berühren, werden aussortiert. Im August werden dann nochmals die unreifen Früchte abgepflückt. Diese extreme Auslese ergibt bei der Ernte drei bis fünf Trauben pro Stock. Und 2000 wie 2001 – wohl Pascals bislang besten Jahrgängen– waren es sogar noch weniger! „Und selbst nachdem der Wein in den Barriques reift”, erzählt mir Pascal, „nehme ich ständig Fassproben und überlege, wann welcher Wein wieder was braucht. Die anderen sperren den Keller zu und warten.
” Sowohl die Selektion „Le Prestige” als auch die 1996 erstmals produzierte Supercuvée „Le Cèdre” von den ältesten Rebstöcken des Gutes, beide übrigens vom FEINSCHMECKER bereits zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt, werden in offenen, großen neuen Eichenbehältern vergoren, dann in den klimatisierten Kellern in den neuen Barriques unterschiedlicher Herkunft ausgebaut unter feinst dosierter Anwendung der Mikrooxidation und nach abgeschlossener Reifung mit großer Könnerschaft assembliert:
So entstehen eigenständige und komplexe Weine mit kräftigen, jedoch seidigen Tanninen, die zugleich an große Bordeaux-, als auch an erste Gewächse der nördlichen Rhône erinnern, Weine, die allerdings ein Vielfaches dieser tiefdunklen Cahors-Weine mit ihren betörenden Beerenaromen kosten.

Nehmen Sie uns beim Wort und probieren Sie diese herausragenden Weine: Der Jahrgang 2000 bot die erdenklich besten klimatischen Voraussetzungen, die Weine, die unser Freund Pascal daraus erzeugt hat, sind mit dem Begriff spektakulär nur unzureichend beschrieben, Weine mit einer Finesse, Rasse, Eleganz und insbesondere einer Komplexität wie nie zuvor. Wo gibt es noch ähnlich phantastische Rotweine zu solch moderaten Preisen? Cahors, das ist endgültig die ultimative Herausforderung des Bordelais!


502300 „Tradition”, rouge 2000 7,50 Euro

Tiefdunkles Kardinalsrot in der Farbe, ein sehr eigenständiger, authentischer Wein von jüngeren Malbec-Rebstöcken, dazu 10 % Merlot, in Eichenholzfudern ausgebaut, sehr dicht, ungemein zarte Tannine, feinste Frucht, Zedernholz, von herausragender Qualität in seiner so verbraucherfreundlichen Preisklasse, trinkbar ab Herbst zu dunklen Fleischgerichten, Höhepunkt 2004 bis 2008.

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502100 „Le Prestige”, rouge 2000 11,90 Euro

Cuvée aus 90 % Malbec und 10% Tannat von älteren Reben mit niedrigen Erträgen, handselektiert, die malolaktische Gärung erfolgte teilweise im Eichenholz, dann fast 20 Monate Ausbau in neuen, ein und zwei Jahre alten Barriques und unfiltrierte Abfüllung. Tiefdunkle, fast schwarze Farbe mit violettem Rand, in der Nase eine reife, tiefe Beerenfrucht, dunkle Würze aber auch Toast, nach längerer Öffnung gesellen sich Aromen von Zedernholz und schwarzer Schokolade hinzu. Im Mund weiche, bestens eingebundene Tannine, viel Frucht, Tiefe, Kraft, Konzentration, feine Struktur, Eleganz und Finesse, Aromen nach Waldbeeren, Kakao und etwas Lakritze.
Die Qualität des „Prestige“ war schon in der Vergangenheit grandios, aber das zunehmende Alter der Rebstöcke, die extreme Auslese reifster Beeren im Weinberg sowie weitere Verbesserungen in der Kellertechnik, die darauf abzielen, noch mehr die Finesse, die Eleganz, die Subtilität der Aromen zu betonen und die Gerbstoffe feiner, weicher, runder werden zu lassen – dies erreicht er durch seltenere Anwendung der Pigeage (Untertauchen der Traubenhäute in den Most) als früher –, so dass sich nur noch die feinsten Tannine lösen, nicht aber die gröberen, all das führt diesmal zu einem wahrhaft spektakulären Wein in seiner Preisklasse, auch und gerade für Freunde großer Weine aus dem Médoc, den ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen möchte; trinkbar in seiner Primäfruchtphase zu allen kräftigen Fleischgerichten, dann wieder ab 2004/5 bis 2012. Ein wahrhaft nobler Wein!

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502200 Château du Cèdre „Le Cèdre”, rouge 2000 26,00 Euro

Wir arbeiten bereits seit Jahren eng und erfolgreich mit Pascal zusammen, der uns in dieser Zeit guter Freund geworden ist. So teilt er uns auch immer eine große Partie seiner Luxuscuvée „Le Cèdre” zu, die zu 100 % aus alten Malbectrauben (in Cahors auch Cot oder Auxerrois genannt) mit niedrigem Ertrag vinifiziert und 20 Monate in neuen Barriques ausgebaut wird. Violette, undurchdringliche Farbe, steht fast wie dickflüssige Tinte im Glas, ungemein saftiger, eleganter, finessenreicher 100%iger Malbec, ausdrucksstarkes Beerenbukett, kleine, schwarze Heidelbeeren, Bitterschokolade, Lakritze, Trüffel, Unterholz und schwarze Oliven paaren sich mit einer Minzfrische, die an einen Mouton-Rothschild erinnert, dazu leicht süßliche Würze, feinste Struktur, ein dichter, konzentrierter, und dennoch eleganter Wein mit präsenter, perfekt eingebundener Säure, die Tannine unendlich weich und saftig, wie noch nie zuvor.
Bei solch enormer Extraktion jene rassige Frucht und Kühle in den hochfeinen Gerbstoffen herauszuarbeiten, das ist höchste handwerkliche Kunst. Welche faszinierende, ungeheuer tiefe Extraktsüße, welch explosive Fruchtfülle, welch wunderschönes Gleichgewicht aller Komponenten und welch katapultartiges Finale! Kann ein Wein aus dem Bordelais zu solch genussfreundlichem Preis eine ähnliche Klasse aufweisen? Dies ist jedenfalls für mich die ultimative Alternative zu den unverschämten Allüren so mancher Bordelaiser Unternehmen. Das ist ein gigantischer Stoff, aus dem die Träume des ambitionierten Weinliebhabers bestehen, ein hochkonzentrierter Extrakt in Abendgarderobe aus Samt und Seide, geschaffen von einem begnadeten Winzer.
Schmeckt jetzt in seiner Primärfruchtphase hervorragend (Dekantieren!) und zeigt denjenigen unter Ihnen, die noch nie einen gereiften Cahors probieren konnten, welch großartiges Potential diese lange Zeit im Dornröschenschlaf versunkene Region besitzt; Höhepunkt 2006 bis 2020.

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Domaine Saint Antonin, Faugères

Faugères ist ein wildromantisches, dünn besiedeltes, waldreiches Gebiet nördlich von Béziers, das als einzige AOC des Languedoc über homogene karge Böden aus schwarzem Schiefer verfügt. Die Weinberge befinden sich zumeist auf relativ hohen Hügeln mit steilen Hängen und sind somit hervorragend geeignet zur Erzeugung großer Rotweine, die von Liebhabern wegen ihres unverwechselbaren Charakters, ihrer Dichte und Konzentration sowie ihrer außerordentlichen Eleganz und großartigen Finesse hoch gerühmt werden. Das die Weine der Region prägende Schiefergestein sorgt für deren ureigene, unverwechselbare Identität, eine äußerst rare Komplexität und eine expressive Aromatik.
Bei den besten Winzern der Region sind diese hocharomatischen Weine terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich so wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler „gemachter“ Weine hervorheben und von Kennern zu den besten des gesamten französischen Südens gezählt werden. Und setzte gut 20 Jahre lang Michel Louison, Eigner des berühmten Château Estanilles, die Maßstäbe für die herausragenden Weine der Region – seine Weine wurden gar als Meilenstein in der Entwicklung des qualitativen Weinbaus im gesamten Languedoc gefeiert – so rüttelt heute heftig ein junger Nachwuchswinzer an seinem Thron, ja, meine französischen Winzerfreunde, die uns dieses große Talent eindringlich ans Herz legten, sind der festen Überzeugung, der aus Montpellier stammende Frédéric Albaret sei der neue ungekrönte König des Faugères.

Was ist das Geheimnis dieses kometenhaften Aufstiegs? Anfang der 90er Jahre war dieses moderne Märchen noch nicht abzusehen, verdingte sich Frédéric doch nach seinem Önologiestudium in Montpellier zunächst in bester handwerklicher Tradition in ausgesuchten Weingütern des Languedoc und in Châteauneuf-du-Pape, um bei den Großen seiner Zunft zu lernen. 1995 bot sich ihm urplötzlich die Chance, in den Weinbergshügeln um das verschlafene Dörfchen Lentheric im Herzen der Appellation, dort, wo sich die besten schwarzen Schieferlagen der Region befinden, einige Hektar erstklassigen Terroirs, identisch mit dem von Estanilles, zu erwerben, dessen Mineralität die Typizität großer Weine aus Faugères auf das Vortrefflichste widerspiegelt und die in Verbindung mit einem wunderschönen delikaten Spiel auf der Zunge und einer einzigartigen Finesse verantwortlich ist für ihren herausragenden Rang unter allen Weinen des Languedoc.

Als ich im März dieses Jahres die Domaine Saint Antonin besuchte, hatte Frédéric seine neuen, kühlen Kellergebäude gerade in Betrieb genommen, aber in der Vinifizierung liegt eigentlich nicht das Geheimnis dieser großen langlebigen Weine aus einer schönen Landschaft. Nein, es ist wie bei allen großen Winzern der Welt. Der Ursprung dieser phantastischen Qualitäten, die noch zu so überaus fairen Preisen zu erwerben sind, liegt primär im großen Terroir des Weinbergs.
Dies wird jedem Besucher sofort bewusst, der Frédérics äußerst gepflegte Parzellen auf den traumhaft schön gelegenen Hügeln (die permanent von einem zarten Wind bestrichen werden, der für kerngesundes Lesegut sorgt) mit denen seiner Nachbarn vergleicht: bestens bearbeitete, karge Böden, in harter Handarbeit aufgelockert, ein immenses Blattwerk, an Spalieren hochgezogen, ein naturnaher Anbau und tief wurzelnde Reben, die sich ihren Weg durch den Schiefer erkämpfen müssen, um tief in der Erde in den heißen, trockenen Sommern weitab von feuchten Winden des Meeres genügend Wasser zu finden.

Infolge einer Exposition der Parzellen, die ähnlich denen von Trévallon nicht nach Süden ausgerichtet ist, erntet Frédéric für südfranzösische Verhältnisse sehr spät, Ende September, Anfang Oktober, da dann erst die Trauben ihre höchste physiologische Reife erreicht haben. Neben den Schieferböden sorgt diese lange Vegetationsperiode für dieses deutliches Mehr an Finesse und Eleganz in den fertigen Weinen. Weitere Qualitätsfaktoren sind eine penible, äußerst selektive Handlese und anschließend eine schonende Vinifikation im Keller, in der vorwiegend mit Hilfe der Schwerkraft gearbeitet wird.

Das Resultat: Ultrafeine, finessenreiche Weine der neuen Generation, wie sie erst von einer kleinen Avantgarde qualitätsbesessener junger Winzer im Languedoc vinifiziert werden. In Frankreich unter Insidern bereits zu den großen Stars des Languedoc gezählt, in Deutschland noch eher ein Geheimtipp, muss Frédéric seit dem 99er Jahrgang seine Ernte strikt zuteilen. Wir waren rechtzeitig vor Ort, konnten uns eine große Partie seines herausragenden 2000ers sichern und Frédéric überließ uns noch eine Restmenge seines schmeichlerischen 99er „Faugères“, die wir Ihnen zum günstigen Vorzugs- und Kennenlernpreis anbieten. Das sind Bilderbuchweine des französischen Südens, das ist Terroir pur, das eindeutig den Rebsortencharakter dominiert, sehr rar und von phantastischer Qualität. Château Saint Antonin ist eine der schönsten Bereicherungen unseres Programms der letzten Jahre!


302100 Faugères, rouge 2000 8,90 Euro

Intensiv dunkelrote Cuvée (v.a. Grenache und Carignan, dazu Cinsault und Syrah), expressiver Duft nach den verführerischen Gewürzen der Garrigue, Heidelbeeren und ein wenig Lakritze. Am Gaumen rote und blaue Früchte, charakteristisch für die großen Weine aus Faugères, reichhaltig, üppig, sehr dicht, fein strukturiert, bestens integrierte Tannine, traumhafte Eleganz und Finesse. schöner Nachhall, schmeichlerisch, sensationelles Preis-Genussverhältnis, das selbst für den französischen Süden fast einzigartig ist, zu genießen ab sofort (Dekantieren!), Höhepunkt Ende 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

302199 Faugères, rouge 1999 6,90 Euro

Ein Kennenlernangebot zu einem unglaublich günstigen Preis, ein zartfruchtiger, eleganter, finessenreicher, feingliedriger trinkfertiger Faugères mit beerigen Aromen und zart-würzigen Anklängen, der Jahrgang, mit dem Frédéric seinen Durchbruch an die Spitze schaffte.

Leider ausverkauft!

302200 „Les Magnoux”, rouge 2000 13,50 Euro

Dies ist eines der Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, von einer avantgardistischen Elite junger Winzer mit großem Erfolg initiiert, zwar enorm dicht und mit einer grandiosen Tiefe versehen, aber kein Extraktionsmonster mit Muskeln und überbordendem Eichenholz, stattdessen mit einer vor kurzem noch nicht vorstellbaren Eleganz und Finesse ausgestattet, der neue Maßstäbe setzt (nicht nur) für Faugères, an dem sich alle anderen großen Weine des Languedoc messen lassen müssen. Tiefdunkel steht dieser Weinriese (Syrah und hochreife Mourvèdre, z.T. im neuen, noch leicht vernehmlichen Holz ausgebaut) im Glas, in der Nase ungemein komplexe, verführerische Beerenaromen, dazu extrem feine, würzige Anklänge, die expressive Frucht betört ungemein einschmeichelnd den ganzen Gaumen, hüllt ihn ein, verweilt, will nicht mehr loslassen, das ist Faszination pur!
Ein herrlicher, runder, harmonischer, delikater Wein, mit einer faszinierenden Frische und Kühle in den seidigen, samtenen Gerbstoffen, mit zartem Schmelz, Geschliffenheit und subtiler Mineralität, ein wahrer Geniestreich von Frédéric, WeinGENUSS in Vollendung. Bravissimo! Nach mehrstündigem Dekantieren bereits schön zu trinken, Höhepunkt etwa 2005 bis mindestens 2012.

Leider ausverkauft!


Domaine du Tabatau, Saint Chinian

„Woher der eigentümliche Name der Spitzencuvée stammt?“ Bruno Gracia bemerkt meine Irritation ob des mir unbekannten Begriffes und lächelt verschmitzt: „Das ist eine Hommage an meinen Großvater, der nach einer Verwundung im Krieg seinen heiß geliebten Beruf als Winzer aufgeben musste, ein Tabakgeschäft eröffnete und von den Dorfbewohnern nur noch „Lo Tabataïre“ gerufen wurde“. Bruno, ein lebenslustiger, sympathischer Mensch mit einem feinen, hintersinnigen Humor, dem der Schalk im Nacken sitzt, gehört ob seines Alters nicht mehr zu den jungen Wölfen des Languedoc, schließlich war er nach Jahren der Wanderschaft über Jahre hinweg als Regisseur auf dem weltberühmten Weingut Mas de Daumas verantwortlich für die Pflege der Weinberge.
Und genau in seinen so liebevoll restaurierten, erst 1998 erworbenen, wie Inseln in die Garrigue eingelassenen hügeligen Parzellen mit einem der besten Mikroklimata der Region liegt das ganze Geheimnis der faszinierenden Weine der Domaine du Tabatau. Die „lebendigen“ Böden (naturnaher Anbau) sind mit Gras bewachsen, die eine Konkurrenzsituation für die Wurzeln der extrem niedrigen, teilweise uralten Rebstöcke ergeben und diese so tief in die Erde zwingen.
Als Regisseur auf Mas de Daumas hat Bruno ein enormes Know-how angesammelt, das ihm jetzt in der Selbständigkeit zu Gute kommt. Extreme Weinbergsarbeit, niedrigste Hektarerträge, selbstverständlich selektive Handlese und die „Kleinheit“ des Gutes (Nur 6 ha zählt die Domaine und soll keinesfalls vergrößert werden, da Bruno im Weinberg alles selbst machen will!) sind verantwortlich für die immensen Qualitäten, die hier produziert werden und die sich wie ein Lauffeuer innerhalb der französischen Winzerszene herumgesprochen haben.
Im Keller selbst herrschen sehr einfache Zustände, denn Bruno steckte seine gesamten Ersparnisse in den Erwerb erstklassiger Parzellen. So ist es die unermessliche Qualität, die Sinfonie des Terroirs und das unermüdliche Schaffen eines Weinbesessenen, eines der herausragenden Exponenten südfranzösischer Winzerkunst, die im Glas und auf der Zunge zu verspüren ist und vielleicht ist das der Grund, warum Brunos Weine herrlich „altmodisch“ und unmanipuliert daherkommen, aber ungemein authentisch, Weinunikate eben, wie es sie heute kaum noch gibt.
Diese winzige Domaine mit ihrem besten handwerklichen Terroirkonzept aus der aufstrebenden Appellation St. Chinian ist einer unserer größten Glücksgriffe der letzten Jahre. Die „Revue du vin de France“ hat die Domaine mit dem Jahrgang 2001 ebenfalls entdeckt (Die großen Winzer des Languedoc erzählen schließlich mit Hochachtung von diesen herausragenden Qualitäten zu kleinem Preis) und beide unfiltrierte Weine mit der höchsten Auszeichnung bewertet, viele teure und berühmte Konkurrenten damit hinter sich lassend!


335100 „Lou Camprigou”, rouge 2000 7,50 Euro

Sattes Kirschrot, in der Nase charakteristische Garriguenoten, getrocknete Sommerkräuter, beerige Frucht (Cassis), delikat am Gaumen, feine Struktur, ausgewogen, harmonisch, durch und durch ein leckerer, mediterraner Wein, zu genießen 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

335200 „Lo Tabataïre”, rouge 2000 11,00 Euro

In der Farbe ein intensives Rot, in der Nase eine faszinierende Blaubeerenaromatik, dazu zarte gewürzkräuterige Noten, dicht, bestens strukturiert, versprüht zur Zeit (da völlig unmanipuliert) einen eher spröden, widerspenstigen Charme und wird sich in 2 bis 3 Jahren zu einem der eigenständigsten Gewächse des französischen Südens entwickeln. Ein Traum von Wein (Grenache, Syrah, Carignan), extrem rar, gerade mal 8000 Flaschen wurden gefüllt, der die Sinne zu betören und Liebhaber authentischer Genüsse zu verzaubern vermag!

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert