Saarlouis, im Mai 2002

PINwand N° 53


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

Liebhabern französischer Weine präsentieren wir einen betörenden weißen Sommerwein von der Domaine Fondrèche und den neuen Jahrgang von Alain Graillot, Spitzenwinzer von der nördlichen Rhône aus Crozes-Hermitage. Terre Mégère aus dem Languedoc brilliert mit zwei spektakulären Alltagsweinen zu kleinem Preis, die Domaine Lavabre vom Pic St. Loup ist ein herausragender Neuzugang und Clos du Caillou hat im großen 2000er Jahrgang mit die besten Qualitäten überhaupt in Châteauneuf-du-Pape produziert mit herausragenden Bewertungen.
Freunde spanischer Tropfen finden exzellente Trinkweine für den täglichen Genuss von Telmo Rodriguez, mit dem Encostas do Tua Reserve 99 von der Quinta de Brunheda stellen wir Ihnen einen portugiesischen Weltklassewein vor, zu phänomenal günstigem Preis und aus Italien präsentieren wir den in seiner Preisklasse Aufsehen erregendsten Wein der letzten Jahre, den Falesco 2001.

Zur Zeit sind wir dabei, unser neues Programm 2002 zu schreiben. Es wird etliche Veränderungen geben, neue Jahrgänge und neue Weingüter mit bezaubernden Qualitäten werden aufgenommen. Wir trennen uns von Restbeständen alter Jahrgänge und von einigen Winzern, bei denen wir uns für die bisherige Zusammenarbeit herzlich bedanken. Sie finden daher auf unserer Schnäppchen-Seite eine umfangreiche Abverkaufsliste, die Mengen sind zum Teil sehr gering.


Kurzinformationen:

Wie aufmerksame Leser unserer Homepage bereits wissen, erreichte uns vor wenigen Tagen die Zuteilung für einen Wein, der mich seit der ersten Fassprobe nicht mehr losgelassen hat, dessen Geschmack ich noch heute, Wochen danach, auf der Zunge zu verspüren glaube und der mich auf meiner Verkostungsreise fasziniert hat wie kaum ein zweiter: Ein roter Châteauneuf-du-Pape aus dem Jahrhundertjahrgang 2001, vinifiziert aus 100% alten Grenachereben, die ausschließlich vom legendären Terroir „Le Crau” stammen, von DER großen alten Winzerlegende im mythischen Weinberg betreut, der dann Michel Tardieu, unserem charismatischen Weinmacher aus Lourmarin, das grandiose Traubenmaterial zur Vinifizierung überließ. (Sie wissen, dass die Namen der Spitzenwinzer, die Tardieu ihre Trauben überlassen, nie genannt werden sollen).

So wächst in den nächsten drei Jahren in den gekühlten unterirdischen Kellern von Lourmarin in kleinen Barriques ein majestätischer, spektakulärer Châteauneuf heran, dessen fabelhafte Konzentration und ungeheure Komplexität, dessen enorme Dichte und ölige Textur, dessen Sanftheit und rassige Wucht, dessen faszinierendes, überaus reichhaltiges Aromenspektrum und dessen Sinnen verwirrend hoher Glycerin- und Extraktgehalt ihn zu DER Referenz dieses Ausnahmejahrgangs werden lässt.

Dieser grandiose Wein mit riesigem Potential wird im Frühling 2004 ohne Schönung und Filtrierung von Hand aus den Barriques in formschöne Flaschen abgefüllt und in 12er Holzkisten verpackt.
Das ist ein extrem rarer Stoff, aus dem Legenden geboren werden, das ist betörender Grenachenektar in seiner reinsten und expressivsten Ausprägung!

Natürlich sind Sie bei unseren Subskriptionen nicht an irgendwelche Mengen gebunden, sondern können auch Einzelflaschen bestellen.


159901 Tardieu Laurent, Châteauneuf Vieilles Vignes Cuvée Spéciale, rouge 2001 55,00 Euro

Leider ausverkauft!


Eine persönliche Anmerkung zum Schluss:
Jean-Denis Vacheron, geniale Winzerpersönlichkeit aus Châteauneuf-du-Pape und Produzent der Weine von Clos du Caillou, deren neuen Jahrgang wir Ihnen heute präsentieren, ist tot.
Er verstarb bei einem schrecklichen Verkehrsunfall. Noch vor ein paar Wochen besuchte ich ihn auf seiner Domaine, er war wie immer voller neuer Ideen und Tatkraft. Danach trafen wir uns auf einer Verkostung in Brüssel und feierten die ganze Nacht gemeinsam. Eine Woche später kam die furchtbare Nachricht. Wir trauern um einen Weltklassewinzer und Freund.
Seiner Frau Sylvie und seinen beiden kleinen Kindern wünsche ich, dass Sie die Kraft finden, mit diesem tragischen Schicksalsschlag leben zu lernen. Wie es auf dem Gut weiter gehen wird, werden wir Ihnen berichten.


KLASSIKER

Neu eingetroffene Klassiker unseres Programms

Seit unserer vorletzten Pinwand präsentieren wir unter dieser Rubrik in aller Kürze frisch eingetroffene Weine, die aufgrund ihrer außerordentlichen Qualität zu ungewöhnlich attraktiven Preisen und der daraus resultierenden Beliebtheit zu Klassikern unseres Programms avanciert sind. Kunden, die erst in den letzten Monaten zu uns gestoßen und mit diesen Weinen vielleicht noch nicht so vertraut sind, finden ausführlichere Informationen im Katalogbereich.

Von keinem Gut verkaufen wir mehr Weine als von der Domaine Fondrèche, so herausragend die Qualitäten zu immer noch höchst angenehmen Preisen. Heute stellen wir Ihnen einen der schönsten Sommerweine Frankreichs vor, vinifiziert aus den autochthonen Rebsorten des Südens (Grenache blanc, Roussane, Clairette), in dessen betörendem, würzigen Duft sich die Seele seiner provenzalischen Heimat widerzuspiegeln scheint; es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von Kräutern, von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert. Ein Glas zur mediterranen Küche oder abends auf der Terrasse: Erinnerungen an die unvergleichliche Landschaft der Provence werden wach und verführen zum Träumen.

151501 Fondrèche, Côtes du Ventoux, blanc 2001 7,50 Euro

Leider ausverkauft!


Die wunderschönen, opulenten, würzigen und doch subtilen Syrah-Weine von Alain Graillot, am Gaumen dicht, komplex, fein und geschliffen, vor Bukett strotzend und hervorragend vinifiziert, zählen seit Jahren zu den Highlights unseres Programms, werden von der Fachpresse enthusiastisch gefeiert und mit den wesentlich teureren Prestigegewächsen aus Hermitage auf eine Stufe gestellt.
Die jetzt in den Verkauf kommenden 2000er sind von sehr guter Qualität und aufgrund ihrer weichen, reifen Tanninstruktur und eines sehr dezenten Säuregerüsts deutlich früher trinkreif als gewohnt.
Der Crozes-Hermitage ist von tiefdunkler, fast schwarzer Farbe, in der Nase ein Bukett von Rauch und schwarzem Pfeffer, Kirschen, Kräutern, Oliven und Johannisbeeren, am Gaumen eine außergewöhnliche Fülle, gepaart mit einer eindrucksvollen Finesse, fast atypisch weich für einen Wein der nördlichen Rhône, leicht süßliche, saftige Tannine. Der Verzicht auf die Abfüllung der Spitzencuvée „La Guiraude“ und die Einbeziehung der dafür vorgesehenen Barriques in den Basiswein erbringen einen der besten Crozes-Hermitage, die Alain bisher vinifiziert hat.

143100 Graillot, Crozes-Hermitage, rouge 2000 11,90 Euro

Leider ausverkauft!

143300 Graillot, Saint-Joseph, rouge 2000 14,50 Euro

Leider ausverkauft!


Im hügeligen, traumhaft schönen Umbrien wurde erst 1979 ein Weingut gegründet, das wie kein zweites in den letzten Jahren für erhebliches Aufsehen sorgte. Entscheidend für den fast einmaligen Siegeszug der Weine von Falesco war es, den begnadeten Starönologen Riccardo Cotarella zu gewinnen, dem das Hauptverdienst an der fast unglaublichen Steigerung des Qualitätsniveaus und der Renaissance großer Weine in Mittel- und Süditalien gebührt. Seine Philosophie: Handlese nur physiologisch vollreifer Trauben, Herausarbeiten üppiger Aromen, einer reifen Frucht und einer herausragenden Struktur, weitestgehender Verzicht auf Schönung und Filtration, Barriqueausbau, strikter Verzicht kommerziell motivierter Manipulationen.
Das wohl spektakulärste Resultat dieser Mühen zeigt sich in einem verführerischen Trinkwein par excellence, von dem Parker behauptet, er „besitze vielleicht den unglaublichsten Weinwert auf dem Markt“ und dessen 2000er er dann mit der Traumnote – gemessen am konsumentenfreundlichen Preis – von 91 Punkten bewertete.
Heute können wir den ausgezeichneten Nachfolgejahrgang präsentieren: Mit solch grandiosen Qualitäten zu bezahlbaren Preisen ist Italien auf gutem Wege, sein selbst verschuldetes Negativimage zu korrigieren.

660101 Falesco, Vitiano, rosso 2001 8,20 Euro

Leider ausverkauft!


Telmo Rodriguez, dieser vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite, dem selbst die„Revue du vin de France“ einen geradezu euphorischen Artikel mit spektakulären Bewertungen unter dem zutreffenden Titel: „Un Bordeaux en Espagne“ widmete, produziert nicht nur hochwertige Spitzenweine, gerade seine vorzüglichen Alltagsweine für unfassbar wenig Geld, der weiße Basa und der rote Vina 105, avancierten aufgrund ihres phänomenalen Preis-Genussverhältnisses im letzten Jahr zu unseren meistverkauften spanischen Weinen.
Die neuen Jahrgänge sind eingetroffen und verdienen eine ganz besondere Empfehlung meinerseits.

420101 Rodriguez, Basa, Rueda blanco 2001 5,90 Euro

Leider ausverkauft!

420300 Rodriguez, Vina 105, Cigales tinto 2000 6,50 Euro

Leider ausverkauft!

420401 Rodriguez, Dehesa Gago, Tinto 2001 8,50 Euro

„Zu gut fast um wahr zu sein“, so bewertete Parker den Jahrgangsvorgänger des herausragenden „Dehesa Gago 2001“, gewonnen aus 100% Tinto de Torotrauben, intensive Nase nach Cassis, süßliche Fruchtexplosion im Mund, dicht, reichhaltig, generös, in seiner Preisklasse auf dem spanischen Markt fast konkurrenzlos gut.

Leider ausverkauft!


FRANKREICH

Domaine Terre Mégère, Coteaux du Languedoc

Mit Geheimtipps ist das immer so eine Sache, insbesondere, wenn man die Weine bereits seit ein paar Jahren in seinem Portfolio führt und diese seither eine begeisterte Anhängerschar gefunden haben. Aber selbst wir, die wir Ihnen immer wieder vorschwärmen vom phantastischen Preis- Genussverhältnis südfranzösischer Weine, kamen bei unserer Verkostung aus dem Staunen nicht mehr heraus, was Michel Moreau, dieser sympathische, bescheidene, bodenständige Winzer, dem alles Laute, Marktschreierische mehr als zuwider ist, in diesen von den klimatischen Bedingungen verwöhnten Jahrgängen auf die Flasche gezaubert hat.

Bereits seit mehreren Jahren produziert er auf seinem 20 ha großen Weingut mit seinen auffallend trockenen Sandsteinböden im Herzen des Languedoc originäre Weine voller Individualität, sehr würzige Exemplare mit einer satten beerigen Frucht, keine wirklich großen, aber sehr anspruchsvolle Weine für jeden Tag, zu fast unverschämt günstigen Preisen.
Michel hat seine Rebparzellen aus der sie umgebenden Garriguelandschaft herausgerodet, so dass sich in seinen Weinen in faszinierender Weise das exzellente Terrain und das für den Weinanbau so vorzügliche mediterrane Klima seiner Domaine widerspiegeln.
Hinzu kommt, dass die Trauben für die Rotweine erst in sehr reifem Zustand geerntet werden, was diesen Weinen einen betörenden Reiz verleiht, was aber auch dazu führt, dass sie über relativ wenig Säure verfügen und somit bereits jung mit viel Genuss getrunken werden können.

Der Ausbau im Keller erfolgt zum einen auf sehr handwerkliche Art nach althergebrachten Traditionen, zum anderen verwendet Michel durchaus moderne Erkenntnisse der Önologie. So wird beim Ausbau der Syrahtrauben die so genannte Mikrooxidation eingesetzt, eine Methode, bei der die Winzer dem Most mit Hilfe dünner Kapillaren gezielt winzige Mengen Sauerstoff zugeben, so dass die Tannine reifer, weicher und saftiger erscheinen.
Die so schmackhaften, weder geschönten noch filtrierten Weine dieser Domaine sind konzentriert und dicht und bestechen durch ihre unverwechselbare Typizität, ihre ausgesprochen würzigen Noten, ihre üppigen, reifen Fruchtaromen und ihre weichen Tannine.
Auch im Languedoc ist ein solch exzellentes Preis-Genussverhältnis für derart traumhafte Alltagsweine aus Michels bisher größten Jahrgängen eine absolute Rarität.


310101 Vin de Pays d’Oc, Merlot 2001 5,90 Euro

Handverlesene Ernte reifer Trauben von Rebstöcken im besten Alter; tiefdunkel, fast schwarz in der Farbe, in der Nase Noten von roten Beeren, trockenen Früchten, Pflaumen und Unterholz, schöne Struktur und Eleganz, würzig, sehr reif, weich, dicht, rund, „prall“, geschmeidige Tannine, ein Schmeichler der Sinne, der den Gaumen verwöhnt, der nicht mehr loslassen will.
Selten (nie?) habe ich einen Merlot dieser Preisklasse auf einem solchen Qualitätsniveau getrunken, eine Ausnahme in seinem Preissegment. Im Bordelais zahlen Sie für diese Qualität mehr als das Doppelte; zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2003 bis 2006.

Leider ausverkauft!

310200 Coteaux du Languedoc „Classique“, rouge 2000 6,80 Euro

Tiefrote Assemblage, 60% Grenache, 30% Mourvèdre und 10% Syrah von extrem ärmlichen Böden, im Mund sehr aromatische Gewürznoten und Anklänge an rote Früchte, süßlich dekadente Frucht, ein typischer Garriguewein, weiche, angenehme Tannine, traumhaftes Preis-Genussverhältnis.
Die Rebsortenklassiker des Languedoc verschmelzen zu einem herrlichen Wein, den man ohne Reue jeden Tag aufs Neue genießen kann, ein idealer Rotwein auch für sommerliche Abende auf der Terrasse; bis 2004.

Leider ausverkauft!


Domaine de Lavabre, Pic St. Loup

In der vom Tourismus noch weitgehend unberührten, zerklüfteten, malerisch schönen Berglandschaft in den Ausläufern der Cevennen liegt diese nördlichste aller Appellationen des Languedoc. Aber ich bin nicht nur dem Charme dieser reizvollen Landschaft erlegen, sondern insbesondere den in dieser privilegierten Appellation wachsenden Spitzenqualitäten mit ihrer so eigenen Stilistik.
So war es Sympathie auf den ersten Blick, zum Winzer Olivier Bridel, zu seiner klugen, bildschönen Tochter Mary und zu den originären Weinen dieser kleinen Domaine, die in einem wildromantischen Teil des Bergmassivs gelegen ist.
Leider war es in der Vergangenheit nicht möglich, in die Zuteilung zu gelangen, zu klein die Quantitäten und fest an Stammkunden verteilt. Wir trafen uns jedoch oft, Olivier, Mary und ich, auf Weinmessen, Degustationen oder auf Winzerfesten, ich probierte ihre Weine und war jedes Mal schlichtweg begeistert.
Wir wurden uns einig, sobald nennenswerte Mengen dieser fruchtbetonten, weichen, eleganten und so aromenreichen Weine frei werden würden, dann werden diese an Pinard de Picard vergeben. Und endlich, vor 2 Wochen ereilte mich ein Anruf von Olivier, ob denn unser Interesse noch immer bestünde? Welche Frage! Wir kauften sofort die ganze zur Verfügung stehende Restmenge auf, sehr charmante, finessenreiche, früh trinkreife Weine, die wir Ihnen heute mit großer Freude und zu extrem günstigen Kennenlernkonditionen, einzeln und noch lukrativer im 6er-Paket, anbieten, denn im Sommer bereits präsentieren wir Ihnen den herausragenden 2000er Jahrgang.
Diese superben Weine bespreche ich ausführlich in einer der nächsten Pinwände und liefere dann detaillierte Informationen zum Weingut, das ich wohl im Juni nochmals besuchen werde.


343199 Coteaux du Languedoc, rouge 1999 5,50 Euro

Weich, charmant, aromatisch, so präsentiert sich dieser feingliedrige, geschmeidige, „süffige“ Rotwein zum täglichen Trinkgenuss, in der Nase zarte Gewürzanklänge und beerige Frucht, am Gaumen saftig und elegant, zu genießen bis Ende 2003.

Leider ausverkauft!

343299 „Les Demoiselles de Lavabre“ , rouge 1999 7,90 Euro

Im nördlichen Teil des Pic St. Loup war 99 kein einfaches Jahr. Olivier musste rigoros auslesen, verzichtete auf die Abfüllung seiner Spitzencuvée und vinifizierte in gebrauchten Barriques einen Syrah-dominierten, früh einen hohen Trinkgenuss versprechenden, expressiven, saftigen Wein, voller Schmelz und Finesse.
In der Nase typisch Pic St. Loup, Cassis- und Kirscharomen, am Gaumen füllig, schmeichlerisch mit einer feinkörnigen, weichen Tanninstruktur, zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2003 bis 2006.

Leider ausverkauft!


Unser Angebot:

80103 Lavabre, Kennenlernpaket statt 40,20 Euro nur 36,00 Euro

Je 3x Coteaux du Languedoc, rouge 1999 und Les Demoiselles, rouge 1999

Leider ausverkauft!


Clos du Caillou, Châteauneuf-du-Pape

Sie wissen es längst, der Jahrgang 2000 ist an der südlichen Rhône einer der besten aller Zeiten, vergleichbar den legendären 90ern und 78ern. Zu den fünf besten Kollektionen dieses Jahrhundertjahrganges gehören zweifellos die Weine unseres tödlich verunglückten Freundes Jean-Denis Vacheron, von Parker gerade erst zur „wine personality of the year“ (insgesamt 16 weltweit) gekürt.
Seit Jean-Denis Mitte der 90er die Regie auf der Domaine Clos du Caillou übernahm, wurden hier traumhafte Châteauneuf eines eher modernen Stils erzeugt, die wegen ihres betörenden Dufts, ihrer Tiefe, ihrer bewundernswerten Reinheit, ihrer Komplexität, ihrer Harmonie sowie ihrer berauschenden, reichen, gewürzhaltigen Frucht erhebliches Aufsehen erregten.

Diese wirklich großen Weine sind Folge radikaler Veränderungen im Weinberg. Drastische Ertragsreduzierung, Verzicht auf jeglichen Einsatz chemischer Produkte in den sonnenexponierten Rebflächen, die zudem stark dem Mistral ausgesetzt sind, dafür aber kontinuierliche, aufwendige Handarbeit, das regelmäßige Auflockern der schweren Böden und intensive Blattwerksarbeit, all dies führt zum Einbringen exzellenter Traubenqualitäten. Hinzu kamen vorsichtige Modernisierungen im Keller, so der Einsatz neuer Eichenholzfuder.

Das Resultat dieser gewaltigen Anstrengungen sind sinnliche, verführerische Gewächse, die sich dennoch wegen ihres ausgeprägten Terroircharakters voller Authentizität präsentieren. Seit Jahren reißen Sie uns diese Weltklasseweine förmlich aus den Händen, so dass wir nach Eintreffen der Weine zumeist binnen Tagen! ausverkauft sind.
Die Verkostungsnotizen von meinem letzten Besuch auf der Domaine sind euphorisch, Parker vergibt Traumnoten, für den preiswerten CdR „Bouquets des Garrigues“ und erst recht für die „fabulösen Châteauneufweine, die zu den feinsten der Appellation“ gehören, ein einzigartiges Vermächtnis von Jean-Denis Vacheron!

154200 Châteauneuf-du-Pape, rouge 2000 27,00 Euro

Purpurrote Farbe, spektakuläres, expressives Aromenbukett, in seiner delikaten Fülle und Finesse „an Pomerols Spitzendomaine Lafleur erinnernd“ (Parker), auf der Zunge dicht, tief, komplex, ausladend, mit einer reifen, verführerischen Textur und würzigen, feinst strukturierten Tanninen, lang anhaltend, ein großer Châteauneuf, ab sofort mit Genuss zu trinken, Höhepunkt 2005-2012.

Leider ausverkauft!

154600 Châteauneuf-du-Pape, „Les Quartz“, rouge 2000 39,50 Euro

Für mich der interessanteste Wein der Domaine, ein Weltklassegewächs, und zudem mit einem noch superben Preis-Genussverhältnis, da von Parker „nur“ mit 92-94 Punkten bewertet, wohl, weil er in seiner Jugend deutlich verschlossener und schwerer zugänglich ist als der bereits vor Erscheinen ausverkaufte Reserve.
Von einer einzelnen, sandigen und kalkhaltigen Parzelle, die mit roten Steinen übersät ist, stammt dieser faszinierend aromenreiche Wein: In der Nase betörende Crème de Cassis, reife, dunkle Himbeeren, pralle, saftige Kirschen, Mineralien und feinste Gewürzanklänge.
Am Gaumen wollüstige Konsistenz, zart marmeladig, edle Fruchttiefe, dicht, konzentriert, von massiver Statur, unglaublich reichhaltig, komplex, ausladend, die reifen, saftigen Tannine sind eingebettet in eine Orgie von Frucht, extrem lang anhaltend, ein majestätischer Châteauneuf mit einem gigantischen Potential, trinkbar ab 2004 (Dekantieren), Höhepunkt 2006 bis 2020.

Leider ausverkauft!


Château du Cèdre, Cahors

Pascal Verhaeghe ist seit über einem Jahrzehnt der Inbegriff für die neue großartige Weinkultur im französischen Südwesten, zu dem sich selbst Châteaubesitzer aus dem Bordelais auf den Weg machen – um zu lernen!
Die meisten von Ihnen kennen bereits die extrem hohe Qualität seiner Weine; in 2000 hatte Pascal die besten Gewächse in der Historie seiner Domaine, vielleicht der gesamten Appellation vinifiziert. Und in 2001 hat er dieses Ergebnis noch einmal übertroffen, hat somit das berühmte Tüpfelchen auf’s „i“ gesetzt, mit extrem niedrigen Erträgen und in höchstem Reifezustand geernteten Trauben. Die klimatischen Bedingungen im Herbst 2001 waren außerordentlich gut, im Unterschied zum Bordelais, das Resultat sind Weine auf Weltklasseniveau.
Wir bieten ab sofort in Subskription seine beiden Spitzencuvées, die Qualität, und dies schreibe ich mit großem Bedacht, ist nur vergleichbar mit der von Premier Grand Crus bester Jahrgänge aus dem Bordelais, aber welch eine Preisdiskrepanz!


502201 „Le Cèdre“, rouge 2001 24,00 Euro

Violette, ja fast undurchdringliche schwarze Farbe, steht wie Tinte im Glas, schier unglaubliche aromatische Konzentration, ausdrucksstarkes, explosives Beerenbukett, (über)reife Früchte, Bitterschokolade, Unterholz, Laub, leicht süßliche Würze, Oliven, mineralische Anklänge, Lakritze, feinste Struktur, ein unfassbar dichter, konzentrierter, körperreicher und dennoch eleganter und finessenreicher Wein mit präsenter, perfekt eingebundener Säure für eine lange Entwicklungs- und Lagerzeit, die Tannine weich und saftig, aufgrund der geringen Erträge noch etwas extraktreicher als beim 2000er. Ein großer Cahors, gewirkt wie ein edler Samtteppich, der den Gaumen mit seinen überaus wohlschmeckenden Aromen vollständig auskleidet.
Welcher Wein aus dem Bordelais kann zu solch akzeptablem Preis eine ähnliche Klasse aufweisen? Keiner! Vielmehr ist dieser Wein die neue Referenz, an der sich die besten Weine aus Bordeaux messen lassen müssen, das ist der Stoff, aus dem Legenden geboren werden ! 94-96 PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

502401 „La Grande Cuvée“, rouge 2001 55,00 Euro

Aus nur 19 hl/ha bester Malbectrauben schlichtweg das Non plus Ultra, in der Stilistik dem Le Cèdre zwar sehr ähnlich, aber mit dem kleinen, entscheidenden Kick mehr. Mehr an allem, an Komplexität, Konzentration, Dichte, Eleganz und Extrakt, ein Traum aus Seide und Finesse, eine bisher im französischen Süden nicht gekannte Tanninqualität feinster Ausprägung, wohl der beste Cahors aller Zeiten, in dieser so dynamischen Region eine neue Dimension des Weins einläutend, die ultimative Herausforderung Bordelaiser Premier Grand Crus, Potential für wenigstens 20 Jahre, nur 7500 Fl. werden abgefüllt, Kultweinstatus und 98-100 PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!


Haut Monplaisir, Cahors

Hinter dieser letztjährigen Neuaufnahme aus dem Cahors verbirgt sich niemand anderes als unser visionärer Freund Pascal Verhaeghe, genialer Weinmacher des Château du Cèdre. Unweit seines Gutes liegt die Domaine Haut Monplaisir, gesegnet mit erstklassigem, steinigem Terroir, aber bedauerlicherweise ohne qualitätsorientierte Besitzer.
Dies änderte sich vor 4 Jahren schlagartig, als Cathy Fournié und Daniel Salanié die Leitung übernahmen und sich mit Pascal zusammentaten, der seitdem als önologischer Berater fungiert und die Weine auch vermarktet.
So brauche ich Ihnen hier nichts über die intensive Weinbergsarbeit und die sorgfältige Vinifizierung im Keller zu erzählen, das kennen Sie bereits alles von du Cèdre. Jedenfalls schlug schon der erste selbst abgefüllte 98er Jahrgang wie eine Bombe in der Weinszene ein: Die renommierte „Revue du vin de France“ erkor das Gut in ihrer Ausgabe 6/01 zu DER Entdeckung des gesamten französischen Südwestens. Die (Malbec-)Trauben entstammen exponierter südlicher Lage, der Anbau erfolgt nach streng biologischen Richtlinien, der schonende Ausbau, sowohl in neuen als auch in gebrauchten Barriques, selbstverständlich ohne jede Filtrierung. Wiederum ein in Deutschland noch relativ unbekannter Wein, dafür aber mit einem außerordentlich günstigen Preis-Genussverhältnis!


518201 „La Grande Cuvée“, rouge 2001 17,00 Euro

Fast schwarz in der Farbe, mit purpurvioletten Reflexen, im Bukett dunkle, wilde Beeren, schwarze Oliven, Zimt, Lakritze, Schokolade, Unterholz, Laub, leicht süßliche Würze und mineralische Anklänge. Am Gaumen zeigt er sich konzentriert, dicht und ausgewogen, mit einer feinen Struktur und einer erstaunlichen Fruchtkonzentration, dazu bestens eingebundenes seidenes Tannin, lang anhaltend.
Zwar ist der Wein vom Stil her dem Le Cèdre von Pascal sehr ähnlich, kein Wunder, bei der intensiven Zusammenarbeit und Freundschaft beider Winzer, aber die Trauben kommen von unterschiedlichen Terroirs und dies ergibt deutlich zwei verschiedene Weine. Phänomenales Preis-Genussverhältnis! 92-95 PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!


PORTUGAL

La Quinta De Brunheda, Douro

Weinliebhaber kennen dieses unbeschreibliche Gefühl, einen betörenden Tropfen im Glase zu haben, den man seines höchst originären Charakters wegen so noch nie getrunken hat und der aufgrund seiner sinnlichen Stilistik so fesselt, dass man sich magisch in seinen Bann gezogen fühlt.
Die überwältigenden Aromen, die dem Glase entströmen, die Komplexität im Mund, die Dichte und Konzentration, gepaart mit einer anmutigen Eleganz und großen Finesse, die innere Harmonie des Weines, seine Feinheit und Subtilität, all das ergibt ein Geschmackserlebnis eigener Art, das den Wunsch erweckt, geradezu in diesen Wein eintauchen zu wollen. Man ist fasziniert und beginnt in seinem olfaktorischen Gedächtnis zu forschen, woher dieser Wein wohl stammen möge.
Die Gedanken kreisen, man sucht nach vergleichbaren Geschmackserlebnissen, spult sie vor seinem geistigen Auge ab, die großen Appellationen der Welt, denn ein solch erstklassiger Wein muss aus einer der bekannten Renommierregionen stammen – aber es will nicht so recht passen. Die komplexe Aromenfülle, da gibt es durchaus Assoziationen – berauschende Beerendüfte, die Anklänge an reife, schwarze Früchte, die perfekte Balance aller Komponenten, die zarten Vanillearomen, von neuen Barriques bester Tonneliers stammend –, all das kennt man durch den Genuss so manch großen Weins. Aber dieser Tropfen schmeckt irgendwie anders, er verfügt über Aromen, die man nicht permanent im Glase hat.
Das sind autochthone Rebsorten, von einem großen Terroir. Dann, ganz langsam, führt die so eigene Aromatik auf die richtige Fährte, dies kann nur ein portugiesischer Spitzenwein sein, eine perfekte Synthese von Extrakt, geschmeidig opulenter Frucht und spezifischer Aromen, wie sie großen Gewächsen aus dem Dourotal zu eigen sind.

Am Rande des Tua, Nebenfluss des Douro – von hier kommt die noch sehr rare rote Spitzenklasse Portugals –, liegt das alte Familiengut Brunheda, dass sich binnen kürzester Zeit in die kleine Elite portugiesischer Spitzengüter katapultiert hat. Die Region Douro profitiert ebenso von ihren speziellen, extrem klimatischen Bedingungen (Schnee im Winter, bis zu 45° Hitze im Sommer) wie von sehr alten autochthonen Rebstöcken auf einem großartigen Terroir, das mehrheitlich von Schieferterrassen geprägt ist.
Galt diese weltberühmte Region bisher als Synonym für Portwein, so produzieren mittlerweile in dieser privilegierten Zone eine Handvoll Spitzenwinzer trockene Rotweine von Weltformat. Bereits seit vielen Generationen bewirtschaftet die Familie Sequeira ihre erstklassigen Schieferlagen, die mit den edelsten der portugiesischen Rebsorten bepflanzt sind.
Lange Zeit belieferte man die besten Handelshäuser mit dem ausgewählten Traubenmaterial, dann beschloss man, das große Potential der erstklassigen Lagen selbst zu nutzen. Mit der Wahl des Önologen tat man einen ausgesprochenen Glücksgriff, es ist der gleiche, der Dirk Niepoort bei der Produktion seiner exzellenten Rotweine berät.
Späte, selektive Ernte vollreifen Lesegutes, vorsichtiger Transport des kerngesunden Rebmaterials in die kühlen, bestens ausgestatteten Kelleranlagen, temperaturgesteuerte Vergärung und feinfühlige Remontage zur Extraktion feinster Tannine und nur 8monatiger Ausbau in besten Barriques französischer Provenienz, damit das Holz die Struktur des Weines stützt, nicht aber die Frucht dominiert.
Das Ergebnis ist ein großer Wein zwar internationalen Formats, aber originären Charakters, eine Demonstration des großen Potentials des schlafenden Riesen im Westen der iberischen Halbinsel.


454199 Encostas do Tua, Reserva tinto 1999 22,90 Euro

Ein tiefdunkler, betörender, sinnlicher Tropfen aus edlen, autochthonen Rebsorten Portugals (Touriga Nacional, Tinta Roriz, in Spanien Tempranillo genannt, Tourige Franca und Tinta barroca) funkelt im Glase, mächtig, voll überbordender Aromen und dennoch grazil, von anmutiger Eleganz und großer Finesse, ein Wein mit originärem Charakter, der den fortgeschrittenen Weinliebhaber magisch in seinen Bann zieht.
Von imposanter Statur, stoffig, komplex und extraktreich, überzeugt durch eine Vielfalt von feinwürzigen Beerenaromen, zarte Vanilletöne von erstklassigen französischen Barriques, süßliche Kirschendüfte und ein wenig Schokolade, seine komplexen, dichten, delikaten, weichen Tannine und eine enorme Länge.
Vom „Decanter“ (in einer groß angelegten Verkostung portugiesischer Weine die gleiche außerordentlich hohe Bewertung, „Highly Recommended“, wie der 99er Marques de Borba und der 96er Fojo, aber zum halben Preis!) und der portugiesischen Fachzeitschrift „Revista de Vinhos“ begeistert gefeiert und endlich ein portugiesischer Spitzenwein, der über ein beispielhaftes Preis-Genussverhältnis verfügt.
Nach mehrstündigem Dekantieren bereits jetzt ein großer Trinkgenuss, Höhepunkt 2004 bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert