Saarlouis, im Januar 2002

PINwand N° 49


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

zunächst möchten wir Ihnen alles Gute im neuen Jahr wünschen, Gesundheit, Glück und Erfolg, privat wie beruflich, und zum Genießen hoffentlich viele schöne Stunden in angenehmer Atmosphäre, in netter Begleitung oder auch allein, aber immer mit einem hervorragenden Tropfen im Glase, aus welch exzellenter Weinanbauregion auch immer.

Bei uns finden heute die Liebhaber französischer Rotweine ein wahres Feuerwerk erstklassiger Gewächse einiger unserer gesuchtesten Domainen, preis”werte” Alltagsweine besonderer Qualität ebenso wie einige absolute Spitzentropfen. Außerdem haben wir zum Jahresanfang Inventur gemacht:
Einige Weine sind nur noch in kleinen Mengen vorhanden, wir brauchen dringend Platz in unserem Lager und Sie profitieren davon in einer kleinen, knallhart kalkulierten Resteaktion (siehe Schnäppchenseite). Bitte bedenken Sie und haben Verständnis, die verfügbaren Mengen sind nicht groß, die Preise sehr attraktiv und wer zuerst kommt, der mahlt auch zuerst.

Aus dem Languedoc eingetroffen sind die Spitzenweine von La Negly, der Falaise 2000 und der himmlische Porte du Ciel 99, Pierre Clavels Einstiegsdroge für den täglichen Trinkspaß ohne Reue, der Mas Clavel aus dem großen Jahrgang 2000, sowie die ersten hervorragenden 2000er von Saint Andrieu, der neuen Spitzendomaine aus Montpeyroux.
Des weiteren präsentieren wir Ihnen als besonderen Hochgenuss unsere ENTDECKUNG DES JAHRES 2001, die sensationell guten Weine der Domaine Montpezat aus dem 98er Jahrgang.
Von der südlichen Rhône haben wir neu in unserem Programm einen Shootingstar aus Gigondas, die Domaine La Bouïssière, dazu ein großartiges Gemeinschaftsprojekt von Laurence Féraud und André Brunel, sowie drei weitere erstklassige Weine von Michel Tardieu, der wie kein Zweiter zur Zeit durch seine Aufsehen erregenden Gewächse im gesamten französischen Süden in aller Munde ist.


Kurzinformationen:

Parker ist nachgewiesenermaßen ein exzellenter Kenner der Weine der südlichen Rhône, der dortige gewaltige Qualitätssprung der letzten Jahre wäre ohne sein Engagement für diese Region kaum denkbar gewesen. Kurz vor Redaktionsschluss der Print-Fassung dieser PINwand ist die neue Ausgabe seines "wine advocate" erschienen mit einer euphorischen Bewertung der Weine aus den Jahrgängen 99/2000. Deshalb haben wir schnell einige Umstellungen vorgenommen und bieten Ihnen erstklassige, schon auf Lager befindliche Weine aus beiden Jahrgängen mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis noch einmal an.
Außerdem werden wir Ihnen in der Februarpinwand die Möglichkeit geben, spektakulär hoch bepunktete Weine unserer Domainen zu reservieren, damit Sie als unsere Stammkunden in den Genuss dieser hochwertigen Tropfen gelangen, auf die Weinhändler und -liebhaber aus aller Welt bereits Jagd machen.

In der letzten Pinwand stellten wir Ihnen den 99er Limbardié Tradition vor, einen 100%igen Merlot aus dem Languedoc, dessen Preis man angesichts der gebotenen außergewöhnlichen Qualität nur als Provokation für wesentlich teurere Bordelaiser Gewächse bezeichnen kann. Sie teilen offensichtlich unsere Meinung, denn in Windeseile waren unsere Paletten leer geräumt und wir kurzfristig nicht mehr lieferfähig. Ab sofort können Sie den Wein wieder erwerben, wir haben unsere zweite Marge abgerufen.

323399 Limbardié Tradition, rouge 1999 11,76 Euro

Leider ausverkauft!


Durch die Umstellung auf den Euro ergeben sich bei denjenigen Weinen, die bereits im Jahre 2001 in unserem Programm waren, „krumme” Beträge, da wir die Währungsumstellung selbstverständlich nicht zu einer verdeckten Preiserhöhung genutzt haben. Die Versandkosten (jetzt 5 Euro) und die Freihausgrenze (200 Euro) haben wir natürlich zu Ihrem Vorteil glatt gestellt.


FRANKREICH

Unsere erste PINwand des Jahres 2002 ist fertig gestellt, die Druckerei wartet schon auf die Print-Version, da trifft Parkers wine advocate 138 ein mit der Bewertung der Weine der südlichen Rhône, die so spektakulär ausgefallen ist, wie wir es bereits prognostiziert haben.
Sie wissen, bei teilweise berechtigter Kritik an Parker und an den Auswüchsen seiner Bewertungen auf die Vinifizierungspraktiken mancher Winzer, in Regionen wie an der Rhône ist er schlichtweg der kompetenteste Kritiker, dessen Beurteilungen hier nur selten von den unseren abweichen.
Jedenfalls stellt er den 2000er Jahrgang auf eine Stufe mit den Jahrhundertjahrgängen 1990 und 1998, den bis dato „besten aller Zeiten” und bepunktet unsere Weingüter spektakulär.
Es fehlt uns heute die Zeit, darauf näher einzugehen, doch werden wir Ihnen, unserer treuen Stammkundschaft, in der Februarpinwand das Vorrecht einräumen, die Topweine zu reservieren, denn die weltweite Jagd nach diesen wunderbaren Tropfen, die bis zum Herbst bei uns eintreffen werden, wird sie schnell ausreserviert sein lassen.

In aller Kürze möchten wir Ihnen nur nochmals einige wenige Weine aus früheren Pinwänden anempfehlen, die wir schon auf Lager haben und die verdientermaßen hoch bewertet werden. Unter Preis-Leistungsgesichtspunkten nicht nur in Südfrankreich, sondern weltweit kaum zu schlagen zwei Klassiker unseres Programms:

Der 2000er „Sommelongue” von André Brunel, dem genialen Weinmacher der Domaine „Les Cailloux”, ist ein anspruchsvoller, weicher Wein mit enorm viel Charakter, „ein hedonistischer, luxuriöser CdR wie aus dem Lehrbuch, a great value”, so Parker und folgerichtig mit 90 Punkten bewertet, eine extrem rare Auszeichnung in dieser Preisklasse!

140300 „Cuvée Sommelongue”, rouge 2000 7,41 Euro

Leider ausverkauft!

Bisweilen erntete ich leicht ungläubiges Kopfschütten für meine These, dass in Châteauneuf und Umgebung einige Spitzenwinzer ähnlich gute Ergebnisse erzielt haben wie in 98, aber Verkostungen ließen diese Zweifel sofort verstummen. Und jetzt spricht auch Parker von einem hervorragenden 99er Jahrgang, der zwar zwischen den grandiosen Jahren 98/2000 fast vergessen würde, aber früh trinkreife Weine mit großem Potential hervorgebracht habe und, so möchte ich hinzufügen, der diese grandiosen Qualitäten mit sehr angenehmen Preisen verbindet.
Bestes Beispiel hierfür sind die Weine unserer Entdeckung und Vorzeigedomaine Clos du Caillou (überragender Testsieger der großen Châteauneufverkostung im „Weingourmet” 3/2001), die auch von Parker „zu den besten der Appellation” gezählt werden und deren „ausgezeichneter CdR in einem ähnlichen Stil wie die hervorragenden Châteauneuf” hergestellt wird.
Der 99er „Bouquet des Garrigues” ist einer unserer meistverkauften Rotweine überhaupt, war bereits ausverkauft, doch wir haben noch einmal eine Palette, die letzten 600 Flaschen also, dieses feinwürzigen, weichen, runden, eleganten, schon wunderschön zu trinkenden „kleinen Châteauneuf” erhalten können, Potential bis mindestens 2005, 90 Parkerpunkte und vielen wesentlich teureren Châteauneuf-du-Pape-Weinen weit überlegen.

154199 Clos du Caillou „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge 1999 9,71 Euro

Leider ausverkauft!


Domaine La Soumade

Parker hat nach einigen Jahren der Abstinenz (was sich sicherlich sehr wohltuend auf die Preisgestaltung ausgewirkt hat) wieder unsere Domaine La Soumade besucht und konstatiert, dass „der legendäre André Romero, der unbestrittene Star von Rasteau, sehr an Henri Bonneau erinnert (ich selbst vergleiche ihn sowohl seiner Individualität als auch der Eigenständigkeit seiner Weine wegen mit dem leider verstorbenen Jacques Renaud von Rayas), der Besuch bei ihm war einer der Highlights meiner Reise (an die südliche Rhône). Viele Konsumenten erkennen nicht, wie gut seine Weine sein können” (wohl weil diese, von den früher trinkreifen, aber 15 -20 Jahre lagerfähigen 99ern abgesehen, viel Zeit der Reife benötigen), sprach's und vergab dem 99er Prestige 90 Punkte, dem Confiance 92 Punkte und gar 92-94 Punkte dem aus Minierträgen uralter Grenachetrauben (12-15 hl/ha!) vinifizierten 99er Fleur de Confiance.
Ich persönlich stufe diese Weine noch höher ein, kann aber Parkers Bewertung verstehen, denn als er Anfang September die Weine verkostete, waren sie in einer schwierigen, sehr verschlossenen Phase. So verschlossen, dass wir ursprünglich den "Fleur de Confiance" nicht zur großen Verkostung der besten Grenacheweine der Welt, die im Märzheft 2002 des "Feinschmecker" veröffentlicht werden wird, anstellen wollten, er schien uns in der damaligen Verfassung recht wenig Chancen zu haben.
Doch die Degustatoren des "Feinschmecker" bewiesen eine sensible Zunge und wir wissen bereits, dass der "Fleur" zu den Siegern dieser weltweiten Probe gehört!!!

Für uns ist dieser konzentrierte, finessenreiche und komplexe Wein einer der größten Grenacheweine überhaupt und bewertet habe ich ihn mit 94-97 Punkten. Aber auch die preis"werteren" Weine Romeros sind herausragend, der Confiance beweist nachdrücklich, warum er in Frankreich seit langem Kultweinstatus besitzt.
All diese großartigen Weine möchten wir Ihnen ganz besonders empfehlen, es sind schlichtweg grandiose Qualitäten!

145599 Soumade, Rasteau CdR Villages rouge 1999 9,20 Euro

Leider ausverkauft!

145199 Soumade, Rasteau Cuvée Prestige, rouge 1999 13,29 Euro

Leider ausverkauft!

145299 Soumade, Rasteau Cuvée Confiance, rouge 1999 17,90 Euro

In Frankreich Kultweinstatus!

Leider ausverkauft!

145799 Soumade, Rasteau, Cuvée „Fleur de Confiance”, rouge 1999 37,50 Euro

Großer Stoff!!

Leider ausverkauft!


Domaine de La Bouïssière, Gigondas

Nach Santa Duc und Bosquets ein drittes Weingut aus Gigondas? Nun, wir sehen wie Parker in Thierry Faravel „einen der neuen Stars von Gigondas”, dieser unterhalb der beeindruckenden Felsenformation „Dentelles de Montmirail” gelegenen Appellation mit ihrem gewaltigen Potential.
Die Weine dieser mit über 300 m höchst gelegenen Domaine der Appellation unterscheiden sich so deutlich von denen unserer beiden anderen Güter und haben uns, erstmals übrigens mit dem 98er Jahrgang, aufgrund ihrer sehr eigenen Stilistik so fasziniert, dass wir Ihnen heute mit großer Freude mit der Domaine de La Bouïssière eine DER Aufsteigerdomainen der südlichen Rhône überhaupt vorstellen wollen.

1990 übernahmen Gilles und Thierry die Leitung der Domaine von ihrem Vater, der Mitte der 50er Jahre die sehr gepflegten Rebstöcke (75% Grenache, 15% Syrah, 10% Mourvèdre) anpflanzte, einmal inmitten der Garrigues in unmittelbarer Nachbarschaft zu den besten Lagen von Santa Duc und zum anderen in der „Steinwüste” hoch über dem Dorf.
Diese Reben sind heute in einem hervorragenden Alter, die kleinen Hektarerträge (30 hl/ha) der nach biologischen Anbaumethoden erzeugten Trauben bilden somit das ideale Ausgangsmaterial zur Erzeugung dieser so expressiven Weine, die äußerst schonend, ohne Einsatz von Pumpen, immer nur mit Hilfe der Schwerkraft, in den Kellern der Domaine in gebrauchten, bei der Spitzencuvée zu einem Drittel in neuen Barriques, ausgebaut und natürlich ohne Schönung und Filtration abgefüllt werden.

Diese Weine mit großem Potential und von beeindruckender Ausstrahlung sind wohl ab Herbst 2002 mit Genuss zu trinken, ihren Höhepunkt werden sie in 2-3 Jahren erreichen und dann bis ca. 2015 zu den schönsten Weinen der südlichen Rhône gehören, aus einer bisher noch nie da gewesenen Abfolge von 4 großartigen Jahrgängen (98 bis 2001) hintereinander.

155199 Gigondas Tradition 1999 14,50 Euro

Cuvée aus 2/3 Grenache, Syrah und ein wenig Mourvèdre, verführerische, leicht süßliche Nase mit Anklängen von Heidelbeeren, Kirschen und Johannisbeeren, im Mund weiche, reife Tannine (optimales Lesegut), wirkt frisch infolge der noch präsenten Säurestruktur (ideal für eine lange Entwicklungsphase). Parker vergibt 90-92 Punkte für diesen schönen Gigondas.

Leider ausverkauft!

155299 Gigondas Font de Tonin 1999 19,90 Euro

Beeindruckend dunkelfarbene Spitzencuvée aus 70% bester Grenache und 30% reifer Mourvèdre, expressive Duftnoten von Johannis- und Schwarzbeeren, Pfeffer, Anklänge an feine Garriguearomen, vernehmlich noch das leicht getoastete neue Barrique, konzentriert, mundfüllend, kräftig, unzweifelhaft ein „vin de garde”, so Parker, der begeistert 91-93 Punkte vergibt.

Leider ausverkauft!


Tardieu-Laurent, Rhône

Sie wissen: Michel Tardieu, diese charismatische Persönlichkeiten, erhält von absoluten Topwinzern einen kleinen Teil ihrer Spitzenmoste aus ultrakleinen Hektarerträgen alter Rebstöcke geliefert, die er selbst in seinen eigenen hochmodernen Kelleranlagen in Lourmarin mit einer unglaublichen Sorgfalt ausbaut.
Dominanz der hyperkonzentrierten Frucht über das Holz, keinerlei Schönung oder Filtration, geringst möglicher Schwefeleinsatz, Abfüllung aller Flaschen von Hand direkt aus den neuen Barriques, alles dem Ziel untergeordnet, den Charakter des Terroirs und die Komplexität der Aromen in das Glas des Weinliebhabers hinüberzuretten.

Tardieus Art der Weinbereitung ist wie ein poetischer Dialog zwischen dem Weinmacher und seinem Produkt, ein vehementes Plädoyer wider die Gleichmacherei des Weins und eine Liebeserklärung an die unermeßliche Vielfalt und die unnachahmliche Sinfonie des Terroirs. Zwei hervorragende Tropfen aus großem Rhônejahrgang sind neu eingetroffen, meine ausdrückliche Empfehlung!

158199 „Bastide de Rhodares”, Côtes du Lubéron rouge 1999 19,50 Euro

Tiefdunkles Rot, in der Nase Röstaromen, schwarze Beeren und zarte Gewürzanklänge, im Mund dicht, konzentriert, aber auch filigran und hochelegant (typisch Tardieu), extraktreich, beste Struktur, feinste Beerenaromen, die nach längerer Öffnung eine zarte Süße entwickeln, Gewürze, Pfeffer, Quitten, Minze, vielschichtig, komplex, heute bereits ein Hochgenuss, Potential bis 2010.

Leider ausverkauft!

158499 Cornas Coteaux, rouge 1999 42,00 Euro

Tiefdunkles Rot bis lilafarben, in der Nase Röstaromen, Pfeffer, zartes Rauchfleisch, schwarze Oliven, Kaffee, pralle Kirschen und Cassis, „kühle” Expressivität, weiche Tannine, mild und seiden, hochkonzentriert, dicht, Struktur, ein erstklassiger Wein aus dem wohl besten Jahr aller Zeiten an der nördlichen Rhône, zu genießen jetzt (Primärfrucht), Dekantieren! Höhepunkt 2005-2015.

Leider ausverkauft!

158900 Vacqueyras, „Vieilles Vignes” rouge 2000, in Subskription, 93-96 Parkerpunkte!! 25,05 Euro

Leider ausverkauft!


Féraud-Brunel, Châteauneuf-du-Pape

Kenner der Weinszene wissen natürlich sofort, welch großartige Winzerpersönlichkeiten der südlichen Rhône sich hinter diesem Etikett verbergen, Laurence Féraud, die immer mehr die Regie auf der Domaine Pégau von ihrem Vater übernimmt und die gemeinsam mit ihrem ebenso genialen Kollegen André Brunel, Eigner der Domaine Les Cailloux, einen höchst preis-”werten”, früh trinkreifen, verführerischen Châteauneuf produziert, aus erstklassigen Trauben, die sie von ausgesuchten Vertragswinzern erhalten, die nach ihren strengen Qualitätskriterien die Weinbergsarbeiten durchführen.

Das Ergebnis ist ein dunkelroter, schmeichlerischer Châteauneuf-du-Pape mit einer höchst angenehmen „reifen”, beerigen Aromatik, konzentriert, kraftvoll, mit großem Potential, zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2003 bis 2015. Leider sind die zur Verfügung stehenden Mengen recht gering!

150199 Châteauneuf-du-Pape rouge 1999 19,90 Euro

Leider ausverkauft!


Domaine Pierre Clavel, Languedoc

Pierre Clavel ist nicht nur ein begnadeter Winzer, sein verschmitztes, schelmisches, ansteckendes Lächeln, seine permanent gute Laune machen ihn zu einem außerordentlichen Sympathieträger, bei Kollegen, Händlern und Weinliebhabern gleichermaßen.
Wer ihn näher kennt, weiß natürlich auch um Pierres ernsthafte Seiten, seine zu später Nacht in geselliger Runde vorgetragenen melancholischen südfranzösischen Waisen zeichnen einen sehr sensiblen, selten sympathischen Menschen, dem Ruhm sehr wenig bedeutet und der seine Weine für so kleines Geld verkauft, dass hier das Preis-Genussverhältnis erheblich gestört ist, jedoch zu Gunsten des Konsumenten.
Aber all das wissen Sie längst, Sie warten immer bereits ungeduldig auf jeden neuen Jahrgang und heute präsentieren wir Pierres so vorbildlich preiswerten Alltagswein aus großem Jahr.

Meine Fassproben jedenfalls lassen auf die besten bisher je von Pierre produzierten Qualitäten schließen, sehr viel Wein, kleines Geld!

311300 Mas Clavel, rouge 2000 6,50 Euro

Was für ein leckerer Trinkspaß für jeden Tag aus reifen Carignantrauben, dazu Grenache und Syrah, saftige, schmeichlerische würzige Frucht, konzentrierter als seine Vorgänger, dicht, mit sehr weichen, angenehmen Tanninen, zu genießen jetzt bis 2004.

Leider ausverkauft!


Domaine Saint Andrieu, Montpeyroux, Languedoc

Manchmal geht es verflixt schnell, manchmal dauert es eine ganze Weile, bis wir genügend begeisterte Kunden finden für unbekannte Weine, die wir aufgrund unserer eigenen Euphorie ob der gebotenen Qualitäten im großen Stile eingekauft haben.
So lagen, heute überhaupt nicht mehr vorstellbar, unsere „Jungfernjahrgänge” von Fondrèche!, Graillot oder Mansenoble wie Blei auf Lager, bis sich deren außerordentliche Qualität herumgesprochen hatte und wir heute die Nachfrage bei weitem nicht mehr befriedigen können.
Ähnlich erging es uns mit den ersten Jahrgängen der Domaine Saint Andrieu, gelegen zwar inmitten eines der besten Terroirs des Languedoc im kleinen, verschlafenen Dörfchen Montpeyroux, aber in Deutschland eben noch völlig unbekannt.
Doch dann stellten wir Ihnen in Pinwand 47 den 99er Jahrgang dieses Gutes vor, recht spät, denn bis dahin besaßen wir noch genügend 98er, Sie probierten und kauften derart begeistert ein, dass erstmals die beiden „kleineren”, preiswerten Weine von Charles Giner, einem so gebildeten, warmherzigen Menschen, binnen Monatsfrist ausverkauft waren.

Wir waren zunächst sprachlos – und orderten flugs den gerade erst abgefüllten 2000er Jahrgang dieser beiden Cuvées. Sie wissen, in dieser sonnendurchfluteten Region produzieren mittlerweile eine Handvoll Winzer auf extrem ärmlichen Böden spektakuläre Weine, einladende, „warme”, eben südliche Tropfen mit einer charakteristischen beerigen Aromatik und einer bemerkenswerten Ausdrucksstärke, Konzentration und Intensität.

Zu der kleinen Elite der Spitzenwinzer gehört zweifellos Monsieur Giner und die Kenner der Szene raunen, dass auf seinen sehr gepflegte Parzellen mit altem Rebbesatz, den ältesten Stöcken der Appellation überhaupt, mit tief reichenden Wurzeln zur dringend notwendigen Feuchtigkeitsbeschaffung, in 2000 gar die besten Weine der gesamten Appellation erzeugt wurden! Weine, die noch dichter und ausdrucksstärker sind als im schon so gelungenen 99er Jahrgang.

Charles Giner erntet die Trauben immer erst dann, wenn sie, unabhängig vom Alkoholgehalt, die volle physiologische Reife entwickelt haben und gerade 2000 erreichten sie ein bis dahin nicht gekanntes Optimum!
Die hochreifen Trauben wurden in den uralten, unterirdischen Kelleranlagen inmitten des Dorfes äußerst schonend gepresst, jede Parzelle anschließend getrennt vinifiziert und erst im Frühjahr letzten Jahres assembliert und in großen, gebrauchten Eichenfässern ausgebaut.

Alle Weine von Saint-Andrieu sind weder geschönt noch filtriert und entwickeln sich zu einem wahren Juwel in unserem Programm. Wie sehr verströmt sich in diesen Weinen der sonnige Süden Frankreichs, Liebhaber dieser Gewächse verspüren beim Genuss geradezu das flirrende Licht des Südens und die vielfältige Komposition der einheimischen Düfte, welcher Trost, welch Balsam für geplagte Seelen im grauen, kalten Januar.

315100 Cuvée „Vallongue” , rouge 2000 7,40 Euro

In der Nase reife, opulente Beerenaromatik, geprägt von der Grenachetraube, und rauchig-würzige Noten, im Mund faszinierende kühle Beeren und feine Anklänge an Kräuter der Garrigue, weiche, schmeichlerische Tannine, dicht, Trinkgenuss pur ab sofort, bis etwa 2006.

Leider ausverkauft!

315200 „La Séranne”, rouge 2000 10,50 Euro

In der Nase Gewürze, dunkle, saftige Kirschen, gebrannte Mandeln, Tabak, am Gaumen extraktreich, dicht, konzentriert, voller Finesse, weich, dieser noch bezahlbare Wein beweist, dass mit Saint Andrieu ein neuer Grand Cru im Languedoc geboren ist. Wunderschön zu trinken ab sofort, Höhepunkt 2003 bis 2009.

Leider ausverkauft!

315499 „Les Marnes Bleues”, rouge 1999 14,32 Euro

Noch wenig zugänglich, die komplexe Aromenvielfalt (alte Mourvèdretrauben und Grenache) erst andeutend, mundfüllend, dicht, konzentriert, wie eine hypothetische Vermählung zwischen einem aromatischen Bordelaiser Gewächs und einem Cru des Südens, 2003 bis 2010.

Leider ausverkauft!

315398 „Yeuse Noire”, rouge 1998 16,36 Euro

Überragende Spitzencuvée, noch einmal ausdrücklich empfohlen!

Leider ausverkauft!


Château de la Negly, La Clape – Languedoc

Einige der denkwürdigsten Weine des Languedoc kommen von dem in kürzester Zeit geradezu legendär gewordenen Château La Negly, dessen privilegierte Weinberge in einer der besten Appellationen des französischen Südens gelegen sind, in La Clape, ehemals eine küstennahe Insel übrigens.

Die Aufsehen erregenden Erfolge der letzten Jahre beruhen auf den einschneidenden Veränderungen, die der ehrgeizige Perfektionist Jean Rosset nach der Übernahme des Château 1996 eingeleitet hat:
Penible Selektion perfekt gereifter Trauben auf einem Fließband im Keller des Weingutes, eine nicht zu übertreffende Sorgfalt bei der Vinifikation, Entrappung von Hand, Vergärung in nagelneuen offenen Gärbehältern aus Eichenholz und anschließender Ausbau in neuen Barriques.

Dieser Aufwand bei der Auslese und Vinifizierung der Trauben, den wir in dieser rigorosen Konsequenz bisher nur bei ganz wenigen anderen Winzern erlebten, führt im Zusammenspiel mit den exzellenten Böden und dem einzigartigen Mikroklima in unmittelbarer Nähe des Mittelmeeres zu selten saftigen, ungemein attraktiven Weinen mit überbordender Frucht und großer Eleganz.
Dabei sind diese Schmeichler der Sinne hochkonzentriert, komplex, weich und cremig zugleich mit feinen Tanninen, geprägt von einer exotischen Würze, es sind Weine, die nicht nur in der internationalen Fachpresse für ein bis dahin selten gekanntes Aufsehen gesorgt haben, sondern auch dafür, dass wir leider nie genügend Weine bekommen, um alle Wünsche erfüllen zu können.

Der herausragende 2000er Jahrgang wirkt von der Stilistik her wie eine gelungene Vermählung zwischen seinen großartigen Vorgängern, dem konzentrierten, kräftigen 98er und dem eher weichen, saftigen, fruchtbetonten, femininen 99er.

318100 „La Côte”, rouge 2000 8,59 Euro

Ungemein verführerische Cuvée, ein wahres Meisterwerk in ihrer so genussfreundlichen Preisklasse, Trinkspaß pur zu selten attraktivem Preis, war schon ausverkauft, aber Jean Rosset hat uns liebenswürdigerweise eine nicht abgeholte Palette „zugespielt”. Dankeschön!

Leider ausverkauft!

318200 „La Falaise”, rouge 2000 12,27 Euro

Für erhebliches Aufsehen sorgte diese so ungemein attraktive, tiefdunkle, beerenwürzige Cuvée aus überwiegend Syrah, dazu Grenache und Mourvèdre, erstmals vor drei Jahren, als der „Feinschmecker” sie zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte.
Seitdem wird dieser so ungemein „sexy” wirkende Wein so sehr gesucht, dass wir immer viel zu schnell ausverkauft sind. Und, da lehne ich mich bewusst aus dem Fenster, noch kein Jahrgang hat so überzeugt wie der 2000er, einmal der hervorragenden Jahrgangsgegebenheiten wegen, dann infolge weiterer Verbesserungen in der Vinifizierung.

Was besitzt dieser Wein an Extrakt, gemessen an seiner Preisklasse, wie dicht und konzentriert schmeichelt er dem Gaumen, wie seiden, geschmeidig und weich präsentieren sich seine feinen Tannine, das Holz des Barrique wird vollständig von der ausladenden Beerenfrucht umhüllt und ist kaum spürbar.

Trinkgenuss bereitet der Falaise ab sofort, erreicht seinen Höhepunkt in knapp 2 Jahren, Potential bis 2008.

Leider ausverkauft!

318899 La Porte du Ciel, rouge 1999 60,84 Euro

Eine spektakuläre Syrahbombe aus Minierträgen, keineswegs monströs, aber dicht, „fett”, konzentriert und dennoch elegant, tiefdunkel, in der Nase eine Duftexplosion, insbesondere Cassis, wilde, dunkle, sehr reife Beeren, Gewürze, einfach faszinierend.

Die Zunge taucht ein in eine Orgie komplexer Aromen, der irre extraktreiche Wein betört den Gaumen, hält minutenlang! an, erinnert mich an den legendären australischen Grange, ein Wein, der die Qualitätsmaßstäbe des Midi neu definiert, der vielleicht beste Wein, der bisher in dieser Region erzeugt wurde, seinem Jahrgangsvorgänger, von Parker immerhin mit 92-94 Punkten bewertet, noch überlegen.
Und dieser Wein schmeckt schon jetzt phantastisch (das neue Barrique perfekt eingebunden), Potential bis 2012.

Wahrhaft: Ein himmlischer Genuss, ein verführerischer Schmeichler, der in sinnliche Verzückung zu bringen vermag!

Leider ausverkauft!


UNSERE ENTDECKUNG DES JAHRES 2001:

Château de Montpezat, Languedoc

Am Ende eines Jahres ist Zeit, Resümee zu ziehen. Und so saßen wir zwischen den Tagen zusammen, hielten Rückblick in vielerlei Hinsicht und auf einmal stand SIE im Raum:
Die Frage, welches Weingut im abgelaufenen Jahr denn unsere Entdeckung des Jahres gewesen sei. Und nach kurzer Diskussion lautete die einmütige Antwort:
Die in PINwand 42 erstmals vorgestellte Domaine Montpezat hat unter Preis-Leistungs- gesichtspunkten eindeutig dieses Prädikat verdient.

Ein Anruf bei Christophe Blanc, dem Vater dieses Weinwunders aus dem Herzen des Languedoc, dem wir von unserer Auszeichnung erzählen und – wir bekommen seine gesamte Restmenge des großartigen 98ers, um Ihnen diese Weine noch einmal als unsere Empfehlung des Jahres 2001 anbieten zu können. Was für ein Glücksfall!

306298 Les Palombières, rouge 1998 11,76 Euro

Sehr charaktervolle unfiltrierte Cuvée aus Mourvèdre, Grenache und Syrah mit einer schönen Konzentration, Struktur und Komplexität. Wie schrieb Dunja Ulbricht in ihrem Einkaufsführer (Girschek-Verlag) der empfehlenswerten Weine unter 22 Euro über diesen preis”werten” Wein:
„Nur selten passiert es, dass der Platz auf der Karteikarte, die ich für jeden verkosteten Wein anlege, kaum ausreicht, um alle Sinneseindrücke zu notieren: Ungewöhnlicher, faszinierend eigenständiger Wein, sehr dunkel, Pflaumennoten signalisieren Reife, daneben Süßholz und Eukalyptus; im Geschmack dicht, konzentriert, präsente Tannine, Brombeeren begleiten schönen Abgang”, jetzt bis 2008.

Leider ausverkauft!

306398 Cuvée Prestige, rouge 1998 14,83 Euro

Zitieren möchte ich zunächst einen versierten Weinkenner unter unseren Kunden, einen sehr liebenswerten Menschen aus Hamburg, der mir kürzlich schrieb, dass dieser Wein „zu den drei Weinen gehört, die mich im vergangenen Jahr am meisten beeindruckt haben. Ich habe in meinen Notizen von einem Kraftprotz in Abendgarderobe aus Samt und Seide geschrieben. Der Wein ist absolut gesehen hervorragend. In Bezug zu seinem Preis gesetzt kann man nur von sensationell sprechen. Du weißt, wie knauserig ich mit Überschwänglichkeiten bin - doch hier ist es gerechtfertigt.”

Dazu meine eigenen aktuellen Verkostungsnotizen: „Sattes, tiefes, dunkles Rot, in der Nase ein Strauß feinster Aromen, saftige, schwarze Kirschen, Waldbeeren, Kakao, subtile Würzanklänge, schmeckbar reifes Traubengut(Cabernet Sauvignon/Syrah), am Gaumen samtig, dicht, sehr konzentriert, die „kühlen” Tannine seiden, weich und saftig, eingehüllt in einen faszinierenden expressiven süßlichen Fruchtextrakt, hervorragende Struktur, langer Nachklang, 92-94 PdP-Punkte”.

Dieser Wein vereint auf unnachahmliche Weise die mediterrane Aromatik des französischen Südens mit der raren Eleganz und Finesse großer Bordelaiser Gewächse, die in dieser Qualitätsliga jedoch mindestens das Doppelte kosten!
Das ist wahre handwerkliche Kunst, ein Sinnenzauber für anspruchsvolle Genießer, hier triumphieren reife Trauben aus niedrigen Erträgen von sehr gepflegten alten Rebstöcken und ein unverkennbar großes Terroir.

Leider ausverkauft!


Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert