Saarlouis, im Dezember 2001

PINwand N° 48


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

noch einmal dürfen wir Sie erinnern: Am 1. Adventssamstag, dem 1. Dezember, veranstalten wir von 11.00 bis 18.00 Uhr eine Hausmesse in Saarbrücken, in den großzügig angelegten Räumlichkeiten des Saarlandmuseums.
Über 120 Weine haben wir für Sie geöffnet, „kleine“ Weine schenken wir kostenlos aus, für die hochwertigen berechnen wir den Selbstkostenpreis. Zudem werden 5 unserer Winzer persönlich ihre Weine präsentieren.
Auch gewähren wir an diesem Tag allen Besuchern der Hausmesse besondere Konditionen (bei Kauf von 12 Fl. einer Sorte gibt es die 13. Flasche gratis dazu, bei kleineren Mengen gewähren wir 5 % Rabatt) und liefern die gekauften Weine in der folgenden Woche kostenlos aus.
Anschließend feiern wir weiter, denn wir eröffnen unmittelbar anschließend das Weinbistro „Archipenko“, ebenfalls im Saarland Museum. Kommen Sie vorbei und genießen Sie mit uns, wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch.

Ansonsten präsentiern wir Ihnen in unserer wiederum umfangreichen Pinwand ein Feuerwerk an neu eingetroffenen preis“werten“ Qualitäten wie auch rare Weltklassegewäche.


Überblick:

Aus Frankreich haben wir neu ins Programm aufnehmen können die wohl beste Domaine des gesamten Roussillon, Sarda-Malet (in seriösen Veröffentlichungen höher als die hervorragenden Spitzencuvées von Gauby bewertet!), sowie eine neue Prestigecuvée von Bouvet-Ladubay zu provokant niedrigem Preis, die auf einer großen Schaumweinverkostung zahlreiche Champagner auf die Plätze verwies (außerdem gibt’s ein Crémantpaket zum Schnäppchenpreis).
Völlig überraschend können wir Freunden der Domaine Fondrèche einen attraktiven Alltagswein zu kleinem Preis anbieten.
Der Nachfolger unseres beliebtesten Weines des letzten Jahres, der 99er Limbardié Tradition, von vielen Kunden sehnlichst erwartet, ist endlich eingetroffen und die Domaine d’Aupilhac feiert gerade einen aufsehenerregenden Erfolg in Frankreich.
Der spektakuläre 99er Jahrgang an der nördlichen Rhône, nur noch mit dem legendären 61er vergleichbar, findet im 99er Côte Rôtie von Michel Tardieu (95-97 Parkerpunkte) einen seiner schönsten Ausdrücke.
Frisch auf Lager, sehnlichst von vielen erwartet, in der Fachpresse extrem gut bewertet, die 99er großen Burgunder von Vincent Girardin.

Den Freunden italienischer Weine bieten wir wiederum zwei traumhafte Leckerbissen:
Unter Preis-Leistungsgesichtspunkten kaum zu schlagen sind die Alltagsweine und die Spitzencuvée von Falesco und einer der führenden Vertreter modern vinifizierter piemontesischer Weine, Franco Martinetti, brilliert mit einem der (dem?) besten Baroli des Ausnahmejahrganges 97 und exzellenten Barberas.

Wohl kein anderer Wein aus Spanien hat letztjährig für so viel Furore gesorgt wie der 97er „Emeritus“, endlich ist sein Nachfolger aus großem 98er Jahr eingetroffen, lt. Decanter „einer der 10 besten Weine der Vinexpo“.
Von Telmo Rodriguez erstmals im Programm der sensationell preiswürdige „Dehesa Gago“ sowie zwei großartige Rioja. In der letzten Pinwand vorgestellt und bereits ausverkauft, der Weltklassewein Numanthia 99 (95PP), heute bieten wir den großen 2000er in Subskription. Und: Ein Klassewein aus Uruguay!


Kurzinformationen:

In der Pinwand 45 präsentierten wir Ihnen mit der in Deutschland noch unbekannten Domaine Ermitage du Pic St. Loup eine der interessantesten Entdeckungen in der Historie von Pinard de Picard. Wir freuen sehr, dass der „kleine“ Wein der Domaine, der unter 15 DM kostet, gerade vom wine spectator nur als sensationell zu bezeichnende 93 Punkte erhalten hat. Wann wurde je ein Wein dieser attraktiven Preisklasse derart ausgezeichnet? Noch besser, komplexer, dichter präsentiert sich die Prestigecuvée des Gutes, „Saint Agnes“, den ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen möchte.
Und Frankreichs führende Weinzeitschrift , die „Revue du vin de France“ feiert die in Pinwand 46 erstmals vorgestellten Weine von Primo Palatum mit höchsten Bewertungen, nämlich 4 oder gar 5 Sternen, der Höchstnote für grandiose Weine, was bedeutet: „A ne pas manquer = Auf keinen Fall verpassen“. Herzlichen Glückwunsch Xavier Copel.


Schnäppchen:

Seit mehreren Jahren bereits ist einem Weineinkaufsführer aus dem Girschek-Verlag ein großer Publikumserfolg beschieden. Zu recht, verstehen es doch die beiden renommierten Autorinnen Monika Kellermann und Dunja Ulbricht meisterlich, aus mehreren tausend degustierten Weinen eine hochwertige Auswahl von im wahrsten Sinne des Wortes preis“werten“ Weinen herauszufiltern, 444 an der Zahl, die den Lesern, Weinnovizen wie fortgeschrittenen Kennern, als Orientierung im unüberschaubaren Weinmeer sowie als hervorragende Quelle zum Einkauf erstklassiger Weine dienen, die alle eins gemeinsam haben: Sie dürfen maximal 12 Euro kosten.
In diesem Jahr stellen wiederum, für uns eine Selbstverständlichkeit, französische Weine mit 102 Tropfen den Löwenanteil in diesem empfehlenswerten Ratgeber „Weine 2002“, und von diesen Weinen finden Sie 22! bei Pinard de Picard.

[Katalog]

Über diesen Erfolg freuen wir uns natürlich sehr, ist es doch der sichtbare Beleg für unsere Bemühungen, Ihnen nur Weine anzubieten mit einem hohen Genussfaktor zu niedrigen Preisen. Aus diesem Anlass präsentieren wir Ihnen ein 12er Rotwein-Kennenlernpaket, gefüllt mit einer Auswahl dieser so ausgezeichneten Weine zu attraktivem Preis, die den „Liebhaber durch Originalität und Individualität überraschen“, damit Sie sich selbst ein Urteil bzgl. dieser Qualitäten bilden können.
Und: Vier der von uns ausgesuchten sechs Weine haben von den beiden Degustatorinen noch eine Zusatzauszeichnung erhalten, nämlich einen Stern, was auf ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis hinweist.

81600 „Weine 2002“ – Empfehlenswerte Rotweine unter 12 Euro (12 Fl.) statt 239,80 DM 225,00 DM

Je 2 Fl. Montpezat „Palombières“ 98, Lascaux „Nobles Pierres“ 99, Limbardié „Murviel“ 2000, La Condamine „Cuvée Mathilde“ 99, Domaine Laffont „Erigone“ 99 sowie Château Du Cèdre „Prestige“ 99.

Leider ausverkauft!

81700 Genießerpaket (6 Fl.) statt 540,00 DM 499,00 DM

Schon Tradition hat unser „Genießerpaket“, womit wir Ihnen jedes Jahr zu den Festtagen ein Angebot hochklassiger Weine zu reduziertem Preise machen, mit dem wir uns für ein weiteres Jahr Ihrer Treue bedanken möchten.
Diesmal offerieren wir Ihnen je 1 Fl. folgender exzellenter Gewächse:
Giacomo Conterno, Barolo Cascina Francia 97, für mich der beste Barolo des Jahrgangs, Vincent Girardin „Volnay Clos des Chênes“ 97 (von Clive Coates in einer Nachverkostung im Juni dieses Jahres euphorisch besprochen und mit 18,5 von 20 Punkten bewertet), „Emeritus“ 98, Moulinier „Terrasses Grillées“ 99, Martinetti Barbera „Montruc“ 98, Peyre Rose „Cistes“ 96.

Leider ausverkauft!


FRANKREICH

Domaine Sarda-Malet, Roussillon

Schon lange verfolgen wir aufmerksam den Werdegang der Domaine Sarda-Malet, die seit Mitte der 90er Jahre herausragende Weine produziert. So bewertet der „Weingourmet“ in einem Special (2/2000) zum Languedoc-Roussillon den 98er Jahrgang der Spitzencuvée „Terroir Mailloles“ als den besten Wein des gesamten Roussillon, stuft ihn gar deutlich höher ein als den Vieilles Vignes von Gauby, dessen hervorragende Weine bis dato zu recht von vielen Kennern als die herausragenden der Appellation angesehen wurden.
Spätestens mit den beiden letzten Jahrgängen (99/2000) produzieren die Malets wohl die vorzüglichsten Weine des Roussillon, werden ihre Weine dementsprechend von der internationalen Fachpresse gefeiert, „bilden die 99er und 2000er die qualitative Spitze ihrer Region“, so Bettane und Desseauve in ihrem Standardwerk „Classement 2002“, und bepunkten den „Mailloles“ 99 gar noch höher als Gaubys 2000er Muntada!
Um nicht missverstanden zu werden, ich persönlich schätze Gaubys Weine sehr, sie gehören zu den besten des französischen Südens. Auch ist es müßig zu streiten, welcher der beiden Domainen die Krone gebührt, beide produzieren feinste, finessenreiche Weine von hoher Konzentration, terroirgeprägt, mit einer erstaunlichen Dichte, einer außerordentlichen aromatischen Eleganz, hoher Mineralität, großer Frische, höchstem Extrakt, einer wunderbaren inneren Harmonie und seidenen Tanninen.
Doch wenn man die so unterschiedlichen Preise vergleicht, die für die exzellenten Weine dieser beiden TOP-Güter des Roussillon bezahlt werden, dann ist es keine Frage mehr, die Weine von Sarda-Malet, die man bald zu den großen Klassikern des französischen Südens zählen wird, gehören unbedingt ins Programm von Pinard de Picard.

Einfach war der Weg der an der südlichen Peripherie von Perpignan gelegenen Domaine zur absoluten Spitze des Roussillon nicht, vielmehr dornenreich und voller Rückschläge. So wurde Suzy Malet, die heute zusammen mit ihrem Sohn Jérôme das Gut leitet, in ihrer Kindheit und Jugend unter der Prämisse erzogen, niemals Winzerin zu werden. Denn ihre Mutter war strikt dagegen, dass ihre Tochter die Familiendomaine übernehmen sollte, „einen Beruf ohne Zukunft“, wie sie meinte.
Nichts, aber auch gar nichts erschien vor 30 Jahren, als die Preise für in der Tat unsäglich schlechte südfranzösische „Plörre“ unter das Existenzminimum gesunken waren, weniger beneidenswert als das Leben eines katalanischen Winzers. Vielmehr lockte Paris, das Studium und danach eine gute Anstellung.
So erfüllte Suzy Malet den Wunsch ihrer Mutter, wurde Dozentin für Rechtswissenschaft und heiratete einen Großimporteur für Obst und Gemüse, einen visionären, tatkräftigen, weltoffenen und außerordentlich innovativen Mann. Dieser interessierte sich fast zwangsläufig für das phantastische qualitative Potential der alten Domaine. Und da der „Weinvirus“ bei seiner Frau noch nicht ganz abgetötet war, übernahmen sie nach reiflicher Überlegung 1984 die Leitung der Domaine, voller Energie und mit außergewöhnlicher Tatkraft.
Sie pendelten unaufhörlich zwischen Paris und Perpignan und waren gerade dabei, mit ihren Weinen neue qualitative Maßstäbe für die Region zu setzen, als leider Max, so hieß Suzys Mann, plötzlich an einer schweren Krankheit verstarb.
Suzy Malet brauchte viel Zeit, sich von diesem Schock zu erholen und wieder die Kraft zu finden, das gemeinsame Werk fortzusetzen. Damals produzierte das Gut nur durchschnittliche Qualitäten, verständlicherweise.

Die entscheidende Wende verursachte ihr so sympathischer Sohn Jérôme, der die Leidenschaft für große, terroirbetonte Weine von den Eltern geerbt hatte. Zunächst absolvierte Jérôme jedoch Lehr- und Wanderjahre, besuchte große Domainen in allen renommierten Anbauregionen Frankreichs und studierte deren Weinbergsarbeit, bedeutende Winzerpersönlichkeiten nahmen ihn auf und gaben ihm ihr profundes Wissen weiter. Nach Hause zurückgekehrt, untersuchte er akribisch die Gegebenheiten des eigenen Terroirs, analysierte die Rebstöcke und achtete auf das Gleichgewicht zwischen Laubwachstum, dem Holz der Reben und der Quantität der Trauben.
Im Weinberg verbringt er den größten Teil seiner Arbeitszeit, hier findet er hervorragende klimatischen Bedingungen in dem in südlicher bzw. südwestlicher Exposition gelegenen Areal, das sich über 50 ha hügeliges Gelände südlich von Perpignan erstreckt, am rechten Ufer der Têt. Jérôme vertraut auf althergebrachte Anbautechniken, lockert mit ständigen Pflugarbeiten die erstklassigen Böden, die oberflächlichen Wurzeln werden entfernt, damit die Hauptwurzeln tiefer ins Erdreich eindringen, es gibt natürlich keine chemische Bekämpfung der „Unkräuter“, dafür einen naturnahen Anbau und ausschließlich Handarbeiten, aufwendige Entblätterungsarbeiten vor der Ernte zur besseren Entlüftung sowie eine vendange verte und einen extrem kurzen Schnitt zur radikalen Mengenbegrenzung.
So liegen die Erträge selbst bei den Alltagsweinen höchstens bei knapp 40 hl/ha und gar bei unter 20hl/ha für den barriqueausgebauten Mailloles rouge und weniger als 15 hl für den Mailloles blanc!
Der Zeitpunkt der Ernte richtet sich nicht nur nach dem Alkohol-, sondern auch nach dem Säuregrad und der physiologischen Reife der Beeren, damit die Weine später ein optimales Gleichgewicht besitzen. Zudem werden die weißen Rebsorten nur am frühen Morgen gepflückt, um möglichst kühl eingebracht zu werden und ihre unvergleichliche Frische zu bewahren, die roten Beeren werden entrappt und es erfolgt eine vorbildlich schonende Vinifizierung ohne Schönung oder Filtration.

Es ist wie immer bei den großen Winzern der Welt:
Eine radikale Qualitätsphilosophie, sorgfältige, harte Weinbergsarbeit, niedrigste Erträge, Visionen eines eigenständigen großen Weines und eine fast besessen anmutende Leidenschaft, das ist der Ursprung zur Erzeugung dieser wahrhaft großen Weine, von denen Jérômes Eltern immer träumten, konzentriert, körperreich und dicht, aber nicht monströs oder vordergründig geprägt von schierer Kraft, stattdessen voller Finesse und Eleganz, gepaart mit einer faszinierenden Fruchtfülle, hochfeinen Tanninen, Schmelz, Schliff und versehen mit einem betörenden Charme.
Seit dem 98er Jahrgang gehört Sarda-Malet zu den 10 besten Weingütern des gesamten Languedoc-Roussillon, und das bei sehr moderaten Preisen!

340100 Sarda-Malet, rouge 2000 13,80 DM

Leuchtendes Rot, recht komplexe Nase für einen Wein dieser Preisklasse, fein, ausgewogen, konzentriert, dicht, ein eleganter, fruchtiger, weicher, ja schmeichlerischer Alltagswein zu sehr fairem Preis, jetzt bis 2005.

Leider ausverkauft!

340299 Réserve, rouge 1999 23,00 DM

Betörende Cuvée aus Syrah, Mourvèdre, uralter Grenache und ein wenig Carignan, zur Hälfte im Barrique ausgebaut, rubin-violette Farbe, in der Nase konzentrierte, reife Frucht, ein Blumenstrauß voller Aromen, nicht aufdringlich, eher distinguiert, im Mund komplex, rassig, körperreich und dicht, Konzentration und Finesse befinden sich in perfektem Gleichgewicht, die weichen, saftigen, seidenen Gerbstoffe perfekt in reichhaltige Frucht integriert, ein harmonisches Gesamtkunstwerk, Mitte 2002 bis 2009.
Frankreichs beste Weinzeitschrift, die „Revue du vin de France“ vergibt 4,5 von 5 Sternen („auf keinen Fall verpassen“), Michel Bettane in seinem Standardwerk „Classement 2002“ gar die Traumnote 9,5/10 Punkten.

Leider ausverkauft!

340400 „Terroir Mailloles“, blanc 2000 38,00 DM

„Un très bon vin“ (Classement 2002), eine exotische, elektrisierende, völlig eigenständige Nase. Die aus Marsanne-, Roussanne- und Grenache blanc, DEN weißen Edelreben des Südens, aus kleinsten Erträgen (15hl/ha) gewonnene Cuvée begeistert den Liebhaber eigenständiger, großer Weißweine.
Einen solch charaktervollen Weißwein werden Sie selten bisher getrunken haben, intensive Aromen nach Fenchel, feinen Gewürzen der Garrigue, leichte Holzanklänge, im Mund ungemein dicht, konzentriert, fein, lang anhaltend, füllige Textur, man spürt förmlich die ultrakleinen Erträge auf der Zunge, zu genießen jetzt bis 2005.

Leider ausverkauft!

340399 „Terroir Mailloles“, rouge 1999 38,00 DM

Schwarzviolette Farbe, frische Aromen voller Finesse, Subtilität und mit einer ungeheuer puristischen Reinheit und Klarheit, komplex, Anklänge an schwarze Waldbeeren, Cassis, zarte Kaffeearomen, Rauch, faszinierende Fruchtsüße, im Mund offenbart sich bereits die ganze Größe dieses Weines, die Konzentration und Dichte, herrührend von den ultrakleinen Erträgen (Syrah, Mourvèdre und alte Grenache), eine weiche, saftige, seidene, aber auch rassige Textur, butterweiche Tannine, die Fruchtsüße betört schmeichlerisch den Gaumen, füllt den Mund bis in den letzten Winkel. Höchstbewertung von 5 Sternen in der „Revue du vin de France“ (11/01), ein selten großer Wein für Liebhaber finessenreicher, eleganter, cremiger Gewächse, jetzt bis mindestens 2010.

Leider ausverkauft!


Domaine de Fondrèche, Côtes du Ventoux

Eine erfreuliche Nachricht für die Freunde dieser Vorzeigedomaine am Fuße des malerischen Mont Ventoux. Zwar sind wir bis zum nächsten Frühjahr wie üblich mit allen Standardweinen dieses Kleinods ausverkauft, doch hat uns unser Freund Sébastien Vincenti, der nur zu gut um unsere ständigen Nöte weiß, trotz großer Zuteilung nie die Nachfrage nach seinen so preis“werten“ Weinen befriedigen zu können, zwei Paletten eines wunderschönen Alltagsweines zukommen lassen, den er ursprünglich speziell für einen holländischen Importeur abfüllte, der aber wegen Geschäftsaufgabe diesen Wein nicht mehr abrufen konnte. Sicherlich kein großer Wein, aber was für eine süffige, runde, weiche, trinkreife Cuvée aus Grenache und Carignan, typisch Fondrèche, wie immer viel Wein für kleines Geld.

151700 „La Tonnelle“, Côtes du Ventoux rouge 2000 9,90 DM

Leider ausverkauft!


Domaine d’Aupilhac, Montpeyroux, Languedoc

Seit mehreren Jahren arbeiten wir bereits zu unserem großen Vergnügen mit Sylvain Fadat zusammen, der wie kein anderer für den märchenhaften Aufstieg der Appellation Montpeyroux verantwortlich ist. Dennoch ist er trotz aller Erfolge und Elogen der gleich sympathische, bodenständige Weinbauer geblieben, der noch vor 12 Jahren allein seinen landwirtschaftlichen Mischbetrieb mit Wein, Tomaten, Spargel, Melonen und Pfirsichen betrieb.
Und diese Bescheidenheit, dieses Festhalten an den fast lächerlich niedrigen Preisen angesichts der gebotenen Qualitäten erinnert mich an die Philosophie Pierre Clavels, erst recht, wenn man bedenkt, dass auch seine Weine permanent ausverkauft sind und er sie seinen Händlern nur streng kontingentiert zuteilen kann.
Erst kürzlich, nach den dramatischen Geschehnissen des 11. September, schrieb er mir einen langen Brief, indem er seine Nachdenklichkeit angesichts der weltweiten Entwicklungen kundtat, die ihn tief berühren und in dem er seine Vorbehalte deutlich machte gegenüber einem Weinmarkt, in dem „nur noch über Geld, Preise, Margen, Bankkonten gesprochen wird und immer weniger über die Weinberge, die Böden, die Trauben und die Arbeiten, die es zu verrichten gilt, große Weine zu erzeugen“. Er jedenfalls habe sich entschlossen, weiterhin eine strikte Preisdisziplin zu wahren, auch im exzellenten 2000er Jahrgang keine Erhöhungen vorzunehmen, damit die Liebhaber großer Weine weiterhin herausragende Qualitäten zu fairen Preisen erwerben können.
In der heutigen Zeit erscheint mir eine solch menschliche Haltung fast vorsintflutlich altruistisch; es macht Freude, mit solch integren Persönlichkeiten zusammenarbeiten zu dürfen.
Noch erstaunlicher ist Sylvains Haltung, wenn man bedenkt, welcher Kult gerade in Frankreich um seinen 99er „Montpeyroux“ betrieben wird, der in der Novemberausgabe 01 der renommierten Fachzeitschrift „Revue du vin de France“ in einem Artikel über „die besten Weine des Jahres, die man auf keinen Fall versäumen“ dürfe, mit viereinhalb von 5 Sternen bewertet („superbe vin“) wurde, eine wahrlich bemerkenswerte Auszeichnung in der Preisklasse unter 100 Francs.
Deshalb möchte ich Ihnen diese traumhafte Cuvée mit großem Potential, die auch kritische Zungen ihrer großartigen Expressivität wegen ab 2003 begeistern wird, noch einmal ausdrücklich anempfehlen, ebenso wie den frisch eingetroffenen „kleineren“ Bruder „Lou Maset“ aus dem großen 2000er Jahrgang: Wieder einer dieser so preis“werten“ Alltagsweine aus dem Süden Frankreichs, die dessen Ruf als die Region mit dem besten Preis-Genussverhältnis weltweit begründet haben.
Eine feinfruchtige, südländisch „warme“, in Fudern ausgebaute Cuvée (Grenache, Cinsault, Carignan, Syrah) für den täglichen Trinkgenuss, unkompliziert, würzig, und dennoch mit bemerkenswertem Charakter, mit einer schönen Länge, weichen Tanninen und einem würzigen Finale. Zu genießen ab sofort (dekantieren), Höhepunkt 2003 bis 2006.

322399 Montpeyroux rouge 1999 24,00 DM

Leider ausverkauft!

322100 „Lou Maset“, VdP du Mont-Baudile, rouge 2000 16,00 DM

Leider ausverkauft!


Maison Bouvet-Ladubay, Saumur, Loire

Wiederum feiert Bouvet-Ladubay einen spektakulären Erfolg: Auf der großen Degustation „Mundus Vini 2001“, in der 188 Champagner und sonstige Schaumweine verkostet wurden. erhielten ganze 6 (in Worten: sechs!) prickelnde Träume eine Goldmedaille, 5 Champagner und das neueste Produkt aus dem Hause Bouvet, ein reinrassiger Chardonnay der Extraklasse, dessen Preis (24 DM) angesichts der teuren Champagnerprodukte nur als Provokation bezeichnet werden kann.
Dieser Chardonnay fasziniert durch seine Loiretypische „Leichtigkeit des Seins“, seine Frische, seine Eleganz und sein finessenreiches Perlenspiel, seine cremige Textur und einen überzeugenden Nachklang, der erst chardonnayspezifische Aromen wie bei großen Champagnern preisgibt.
Für uns ist der spektakuläre Testerfolg keine Überraschung, denn kein anderer Champagner- oder Crémanterzeuger hat in den letzten Jahren auch nur annähernd für soviel Aufsehen bei begeisterten Kunden und für solch ungläubiges Erstaunen auf internationalen Verkostungen gesorgt wie Bouvet-Ladubay, Frankreichs führender Sekthersteller, ein traditionsreiches, 1851 gegründetes Haus aus dem wunderschönen Loiretal bei Saumur.
In 8 km langen unterirdischen Kellern werden nach der traditionellen Methode (Flaschengärung) Sekte auf gehobenem Champagnerniveau erzeugt, mit einer brillierenden Leichtigkeit, mit Frische und Finesse sowie einem auffallend weichen, feinen, weinig-cremigen Geschmackseindruck im Mund, Schaumweine der Premiumklasse mit eigenständigem Charakter und weit bekannteren und wesentlich teureren Prestigechampagnern nicht nur ebenbürtig, sondern vielfach überlegen.
So nehmen wir den neuesten Testerfolg zum Anlass, Ihnen für die festlichen Tage nicht nur diesen herausragenden Schaumwein ans Herz zu legen, wir bieten Ihnen auch ein hochwertiges Bouvetpaket zum deutlich reduzierten Schnäppchenpreis an, drei hervorragende Crémants zum Preis eines gleichwertigen Champagners!

225500 Bouvet Chardonnay 24,00 DM

Leider ausverkauft!

225000 Bouvet-Ladubay-Paket (je 1 Fl. Saphir Blanc Brut, Trésor Blanc, Bouvet Chardonnay) statt 73,00 DM 65,00 DM

Leider ausverkauft!


Domaine Limbardié, Cessenon, Languedoc

Bis vor kurzem in Deutschland noch ein Geheimtipp, entwickeln sich die Weine unserer Entdeckung Domaine Limbardié zu begehrten Objekten unter Weinliebhabern und avancierten im letzten Jahr zu unseren meistverkauften Rotweinen überhaupt.
Kein Wunder, schwärmt doch mittlerweile auch die Fachpresse von den grandiosen Qualitäten dieser Domaine:
Hendrik Thoma, Sommelier des Jahres 1999, und Christina Fischer, seine Nachfolgerin 2001, bewerten bereits die Basiscuvée „Murviel“ als „Glücksfall für Weinliebhaber auf der Suche nach einem ausdrucksvollen und dennoch preiswerten Trinkwein“.
Und wahrlich sensationell ist die Preis-Leistungsrelation der Spitzencuvée der Domaine, eines 100 %igen Merlot, der wesentlich teurere Konkurrenten aus dem Bordelais mühelos aus dem Feld schlägt. (Kunden, die den Wein bei uns blind verkosteten, stuften ihn als hochwertigen Bordeaux ein, der 50 DM und mehr kosten würde!) Legendär ist mittlerweile die Verkostung der Schweizer Fachzeitschrift „Weinwisser“, herausgegeben von dem bekannten Fachautor René Gabriel („Bordeaux Total“), in der eben dieser Tradition in einer Welt-Merlot-Probe den 10. Platz erreichte, einen Rang hinter La Conseillante und gar zwei Plätze vor! Pétrus, dem großartigen Prestigegut aus Pomerol.
Wenn mir diese Beurteilung auch zu euphorisch erscheint, belegt sie doch eindrucksvoll die herausragende Qualität dieses Weines zu einem phantastisch niedrigen Preis, gemessen an dem seiner berühmten Konkurrenten.
Dieses kleine Wunder, das Werk des bescheidenen Weingenies Henri Boukandoura, wiederholt sich nun nicht nur ein ums andere Jahr, sondern in jedem neuen Jahrgang steigert Henri noch einmal die Qualitäten, liefern doch die älter werdenden Rebstöcke ein immer besser werdendes Ausgangsmaterial, trägt die konsequente Weinbergsarbeit zunehmend Früchte und bietet der neu installierte Barriquekeller optimale Reifungsmöglichkeiten.
Was an den Weinen dieser Domaine so fasziniert, ist ihre gänzlich eigenständige Charakteristik, die sich aus dem Zusammenspiel der Edelrebsorten mit den Gegebenheiten des südfranzösischen Terroirs ergibt, was uns geradezu sprachlos werden lässt, ist der unverschämt niedrige Preis, zu dem man sowohl den „einfachen“ Wein für jeden Tag als auch die Spitzencuvée erhalten kann.

323200 Vin de pays „Murviel“, rouge 2000 11,00 DM

Zu diesem perfekten Trinkgenuss für jeden Tag bemerken Kellermann/Ulbricht im gerade erschienen Weineinkaufsführer „Weine 2002“: „Die fast schwarze Farbe lässt auf die geschmackliche Konzentration der Cuvée aus Merlot und Cabernet dieses engagierten Weingutes schließen.
Der Duft, der sich erst allmählich im Glas entfaltet, erinnert an Pflaumen, schwarze Johannisbeeren und Kräuter. Junge deutlich präsente Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für Struktur. Henri Boukandoura ... ist es wieder gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu verbinden“.
Und dann vergeben beide Autorinnen auch noch einen Zusatzstern, was bedeutet: Hervorragendes Preis-Genuss-Verhältnis. Viel Wein für ganz kleines Geld, zu trinken jetzt bis 2004.

Leider ausverkauft!

323399 Vin de pays „Limbardié Tradition“, rouge 1999 23,00 DM

Als 100%iger Merlot aus dem Languedoc „nur“ ein vin de pays, aber welch eine Verbindung geht hier die Merlottraube ein mit der Aromatik des französischen Südens!
Dieser elegante Wein spielt mit den Düften der Edelrebe Merlot, man spürt die beerige, kernige, leicht süßliche Frucht und die kühle Eleganz des Bordelais deutlicher noch als in der Vergangenheit, aber nach mehrstündiger Öffnung taucht die Zunge ein in eine faszinierende mediterrane Würze, alles eingepackt in reife, saftige, ausbalancierte Tannine, ein vielschichtiger, strukturierter Wein mit einer komplexen Fülle und zart anklingenden warmen Barriquetönen.
Aufgrund seiner weichen Gerbstoffe in diesem Winter durchaus schon mit Genuss zu trinken, Höhepunkt sicherlich 2003 bis 2009.
Ein Hochgenuss sowohl für die Liebhaber südfranzösischer Weine als auch vorzüglicher bordelaiser Gewächse. Wie hätten Kellermann/Ulbricht erst diesen großartigen Wein bewertet, wenn er denn bereits zu ihren Degustationen bereitgestanden hätte!

Leider ausverkauft!


Vincent Girardin, Burgund

„Ja, ich glaube auch, in 99 die besten Rotweine meiner bisherigen Winzerlaufbahn gemacht zu haben“, antwortete mir Vincent Girardin, zwar mit berechtigtem Stolz, aber in keinster Weise überheblich.
Es war Anfang September dieses Jahres, wir saßen, fast ein wenig erschöpft, in seiner Probierstube, ich hatte gerade zum zweiten Mal seine herausragende 99er Kollektion verkostet, kein einfaches Vergnügen angesichts der über 80! Lagen, die Girardin mittlerweile vinifiziert, hatte meine endgültige Bestellung aufgegeben und ihm zu verstehen gegeben, dass der 99er Jahrgang wohl noch einen Tick besser ausgefallen war als seine schon herausragenden Vorgänger.
Ähnlich euphorisch reagierte die Fachpresse, bei der Bewertung von Girardins Weinen insbesondere, doch auch bei einer Reihe anderer Winzer. Nachdem der 98er Jahrgang in Burgund zunächst von den Journalisten, zumindest in der qualitativen Spitze, völlig verkannt wurde und sich jetzt langsam Korrekturen dieser Fehleinschätzung bemerkbar machen, wird der 99er, das andere Extrem, arg hochgejubelt.
Doch Vorsicht: Hier weist vor allem Parker völlig zu Recht darauf hin, dass NUR diejenigen Winzer, die eine strikte Mengenbegrenzung vornahmen – 99 war ein Jahr des extremen Traubenwachstums –, Ergebnisse erzielten, welche die höchstmögliche Einschätzung des Jahrganges als „outstanding vintage“ gerechtfertigt erscheinen lassen.
Girardin hat in beiden Jahrgängen 98/99 nochmals einen qualitativen Schub bei den Weiß- und Rotweinen erreicht:
Die Neuorientierung auf naturnahen Anbau trägt erkennbare Früchte, die Umstellungsphase ist abgeschlossen. Der Terroireinfluss, der einen Chardonnay oder einen Pinot Noir erst zu einem wirklich großen Wein macht (ich zumindest bin kein großer Freund beider Rebsorten, wenn denn der Traubencharakter vordergründig dominiert), ist seit diesen Jahrgängen deutlich präsenter, die Erträge wurden noch einmal zurückgefahren, die Trauben sehr reif geerntet und länger extrahiert.
Wir finden folglich bereits den 98er Jahrgang bei Girardin exzellent, 99 hat er sich jedoch selbst übertroffen mit Weinen aus hochreifen Trauben, mit einer extremen Konzentration, einer schönen Tiefe, einer ungewöhnlichen Farbausbeute bei den Roten, die zudem eine unvergleichliche Harmonie aufweisen, einer hervorragenden Struktur, weichen Tanninen und einer traumhaften Fruchtaromatik. Heute bieten wir Ihnen die ersten vier großartigen Weine aus einem Jahrgang „mit vielen sehr guten und einigen großartigen Weinen“ (Robert M. Parker).
Girardins Weine besitzen eindeutig (mit) das beste Preis-Genussverhältnis im ganzen Burgund.

213199 Meursault 1er Cru „Charmes“, blanc 1999 79,00 DM

In diesem Jahr deutlich besser als der „Perrières“ und preiswerter!, deshalb unser Wechsel zu dieser erstklassigen Meursaultlage (sieht Parker übrigens genauso und bewertet ihn 5 Punkte höher als den Perrières), sehr konzentriert, fast „fett“, aber dennoch finessenreich, komplex, harmonisch. Man schmeckt spürbar die Veränderungen im Stil infolge einer niedrigeren Temperaturführung bei der Vergärung. Florale und mineralische Aromen, zartfeine Gewürze, lang anhaltender Nachklang, jetzt bis 2007.

Leider ausverkauft!

212399 Maranges 1er Cru „Clos des Loyères“ Vieilles Vignes, rouge 1999 35,00 DM

Ein kaum erreichtes Preis-Genußverhältnis im gesamten Burgund, die eigentliche Sensation im Portfolio von Girardin. Seit mehreren Jahren schon zeigt dieser Wein eine Klasse, dass man sich resignierend fragt, warum denn nicht mehr Winzer solche Spitzenburgunder zu so angenehmen Preisen anbieten können.
Tiefdunkelrote Farbe, im Duft süßliche schwarze Beeren, nach längerer Öffnung Kakao, pralle, reife, süße Kirschen, kandierte Trauben, mundfüllend, dicht, konzentriert, „maskulin“ und angenehm weich zugleich, lang anhaltend, durchaus schon heute als Essensbegleiter zu genießen, Höhepunkt Ende 2002 bis 2005.

Leider ausverkauft!

212799 Pommard 1er Cru „Les Rugiens“, rouge 1999 79,00 DM

Dicht, konzentriert, klassische Pommard-Nase, reife Früchte brillieren, Brombeeren, Himbeeren, auch schwarze Kirschen, leichte, zartfeine Gewürzanklänge, strukturiert, konzentriert, „maskuliner“ als in früheren Jahrgängen, enormes Potenzial, verschlossen, Clive Coates, einer der renommiertesten Burgunderkenner, vergibt begeistert 18,5/20 Punkte, zu genießen 2005 bis 2015.

Leider ausverkauft!

212299 Corton-Renardes Grand Cru, rouge 1999 82,00 DM

Ein Klasse-Stoff, tiefstes dunkles Rot, in der Nase Pflaumenmarmelade, Veilchen, schwarze Brombeeren, kandierte Kirschen, im Mund eine herrliche Tiefe, Dichte und Konzentration, fast ölige Textur, ausladend, klassisch, harmonisch, ausbalanciert, sehr lange anhaltend, ein unglaublich intensiver Wein, 93-95 Parkerpunkte, 2005 bis mindestens 2015.

Leider ausverkauft!

Nur in solch hochwertigen Burgunderweinen, die ihr einzigartiges Terroir widerspiegeln, kann die Zukunft dieser unvergleichlichen Region liegen. Besinnen sich immer mehr Winzer auf ihr großartiges Terroir zurück, dann kann kein anderes Land auch nur annähernd gleich gute Chardonnays und Pinot Noirs vinifizieren!
Ein Schluck eines großen Gewächses aus dem Burgund ist etwas Einzigartiges, betört die Sinne, verzaubert, lässt all die erlebten Enttäuschungen dünner Weinchen von grottenschlechten Produzenten vergessen, bietet für immer und ewig ein sinnliches Vergnügen der Extraklasse.


Tardieu Laurent, Rhône

In Pinwand 46 haben wir Ihnen mit überwältigendem Erfolg erstmals die großartigen Gewächse des charismatischen Weinmachers Michel Tardieu angeboten, der, ambitioniert wie nur wenige, von einer immensen Leidenschaft beseelt ist, wahrhaft große Weine zu produzieren.
Nicht eingeengt durch hemmende Traditionen oder Denkbarrieren entwickelte er dazu eine geniale Idee: Er bekommt von den besten Winzern ausgewählter Regionen einen kleinen Teil ihrer Spitzenmoste geliefert, die er dann in seinen eigenen hochmodernen unterirdischen Kelleranlagen im wunderschönen Lourmarin (Empfehlenswertes Restaurant mit vorzüglicher Weinkarte: Auberge La Fenière) mit einer Sorgfalt ausbaut, die ich so zuvor kaum gesehen habe.
Dabei achtet er insbesondere darauf, dass das erworbene Ausgangsmaterial jeweils über eine extreme Reife verfügt und auf ultrakleinen Hektarerträgen sehr alter Reben basiert, die tief wurzeln, um das Terroir beispielhaft widerzuspiegeln.
Michel Tardieu ist aber nicht nur dem Zauber großer Terroirs erlegen, er als Liebhaber authentischer Weine sucht diesen eine Ausgewogenheit und innere Harmonie zu geben, die unverkennbares Zeichen wahrhaft großer Gewächse sind.
Dazu dient ein extrem schonender Ausbau in neuen Barriques, in denen der Wein nahezu ungestört reifen kann, da keinerlei Manipulationen vorgenommen werden, dazu die Dominanz der hyperkonzentrierten Frucht über das Holz, keinerlei Schönung oder Filtration, geringst möglicher Schwefeleinsatz, ermöglicht durch eine unglaublich sorgfältige und saubere Kellerarbeit und die Abfüllung aller Flaschen von Hand! direkt aus den neuen Barriques in die Flasche.
All dies dem Ziel untergeordnet, den Charakter des Terroirs und die Komplexität der Aromen in die Flasche und das Glas des Weinliebhabers hinüberzuretten. Tardieus Art der Weinbereitung ist wie ein poetischer Dialog zwischen dem Weinmacher und seinem Produkt, es ist ein vehementes Plädoyer wider die Gleichmacherei des Weins und eine Liebeserklärung an die unermeßliche Vielfalt des Terroirs: Michel Tardieu ist ein „Wissender“, der sich als Weinproduzent zurückzunehmen weiß hinter die unnachahmliche Sinfonie des Terroirs.
Heute bieten wir Ihnen zwei seiner meistgesuchten Weine aus dem großen 99er Rhônejahrgang an, die von Fachjournalisten euphorisch gefeiert werden. Als Beispiel mag dienen die Bewertung des exzellenten Rhônekenners Robert M. Parker, der den großartigen Côte Rôtie mit 95-97 Punkten meines Erachtens eher noch unterbewertet.

158599 Côte Rôtie 1999 198,00 DM

Aus dem besten Jahrgang an der nördlichen Rhône seit 1961, ein Wein nahe am Ideal: Dunkles schwarzes Purpur, überbordende, dennoch fein strukturierte Aromenvielfalt in der Nase. Sehr reife schwarze Waldbeeren, Holunder, Cassis, feinste Würze, Veilchen, Hagebutte, Vanille, gemahlener schwarzer Pfeffer, ein Hauch von Speck und Rauch.
Unglaublich fett und reichhaltig im Mund, fast überreif, konzentriert, dicht, tief, vollkommen in der Struktur, relativ niedrige Säure, unendlich lang anhaltend. Ein Rhônewein in Vollendung, ein grandioses Meisterwerk, ein epochaler Lagerwein, den großen Lageweinen von Guigal zumindest ebenbürtig, 2005 bis 2025.

Leider ausverkauft!

158299 Châteauneuf-du-Pape 1999 89,00 DM

Was für eine hedonistische, opulente Fruchtbombe, überwiegend alte Grenache (mit einer enormen Farbtiefe), dazu ein wenig Syrah.
In der Nase eine faszinierende Vielfalt feiner Gewürze und Kräuter der Provence, Brombeeren, Kirschen, Pfeffer, am Gaumen hochkonzentriert und dicht, opulent, konzentriert, im Vergleich zu den Châteauneuf-du-Pape alten Stils à la Pégau geschliffener, fein ausbalanciert, seidene Tannine, großartig, schon zu trinken, aber Höhepunkt 2003 bis wenigstens 2015.

Leider ausverkauft!

Diese Weine sind rare Glücksfälle im Leben eines Weinhändlers und Weinliebhabers, sicherlich nicht billig, aber einfach grandios!


ITALIEN

Falesco, Umbrien

Erst 1979 wurde dieses Weingut gegründet, das wie kein zweites in den letzten Jahren für Aufsehen sorgte sowohl in der Fachpresse als auch bei den Liebhabern exzellenter italienischer Weine.
Im hügeligen, traumhaft schönen Umbrien, einer Region, die über Jahrhunderte unter Weinliebhabern einen exzellenten Ruf genoss, dann aber in Vergessenheit geraten war, fanden die engagierten Eigner des Weingutes optimale Bedingungen hinsichtlich des Bodens und der mikroklimatischen Voraussetzungen.
Vorausgegangen waren Jahre der Suche und Selektion alter Klone, die über ein unvergleichliches Aromenspektrum verfügen. Entscheidend jedoch für den fast einmaligen Siegeszug der exzellenten Weine von Falesco war es, den italienischen Starönologen Riccardo Cotarella als „winemaker“ zu gewinnen.
Diesem begnadeten Önologen gebührt der Hauptverdienst an der fast unglaublichen Steigerung des Qualitätsniveaus und der dadurch ausgelösten Renaissance großer Weine in Mittel- und Süditalien. Seine Philosophie: Handlese nur physiologisch reifer Trauben, Herausarbeiten üppiger Aromen, einer reifen Frucht und einer herausragenden Struktur, weitestgehender Verzicht auf Schönung und Filtration, Barriqueausbau, strikter Verzicht kommerziell motivierter Manipulationen.
Der Einfluss von Cotarella auf den mittel- und süditalienischen Weinbau kann nur noch verglichen werden mit demjenigen von Michel Rolland oder früher von Professor Emile Peynard im Bordelais.
Das wohl spektakulärste Resultat der enormen Qualitätssteigerungen der letzten Jahre zeigt sich in einem der schönsten Alltagsweine, die weltweit überhaupt vinifiziert werden. Von malerischen Hügeln um Montecchio, einem kleinen Ort südlich von Orvieto, stammen die Trauben von vorzüglichen Merlot-, Cabernet- und Sangiovesereben, die einen verführerischen Trinkwein der Spitzenklasse erbringen, von dem Parker erst kürzlich behauptete (wine advocate Nr. 135), dieser „besitze vielleicht den unglaublichsten Weinwert auf dem Markt“ und ihn dann mit der Traumnote, gemessen am konsumfreundlichen Preis (15 DM), von 91 Punkten bewertete.
Mit solch grandiosen Qualitäten zu solch bezahlbaren Preisen ist Italien auf dem besten Wege, sein selbst verschuldetes Negativimage der letzten Jahre zu korrigieren. Falesco gehört zweifellos zu den besten Weingütern Italiens und die Region Umbrien demonstriert eindrücklich ihr gigantisches Potential.

660100 Vitiano, rosso 2000 14,80 DM

Ein Hochgenuss für Liebhaber cremiger, geschmeidiger Rotweine, die dennoch Dichte, Struktur und Charakter besitzen. In der Nase leicht süßliche Noten von reifen Brombeeren, Cassis, feinen Kräutern und Gewürzen, Kaffee, subtile Röstaromen vom Barrique, nach längerer Öffnung immer mehr satte, reife, schwarze Kirschen, im Mund rein und klar, weiche, dennoch kraftvolle Tannine, schon durchaus schmeichlerisch, aber auch noch Potential, dicht, ein Maul voll Wein mit einer schönen Länge, zu genießen ab sofort bis sicherlich 2004. Schon der Jahrgangsvorgänger wurde von Kellermann/Ulbricht mit einem Stern versehen!

Leider ausverkauft!


Franco Martinetti, Piemont

Seit jeher gehören die großen Weine aus der beeindruckenden Landschaft des Piemont mit ihrer herben Schönheit zu den besonderen Favoriten der Weinliebhaber, nur ist es nicht zuletzt infolge einer halben Dekade hervorragender Jahrgänge nicht mehr leicht, erstklassige Qualitäten zu wirklich akzeptablen Preisen zu finden.
Franco Martinetti, der „Gentleman der piemontesischen Weinkultur“ (Gambero Rosso), dieser so sympathische Genussmensch, den man in Deutschland aufgrund seiner geringen Produktion noch recht wenig kennt, bietet auch in diesen herausragenden Jahren hervorragende Qualitäten zu für piemontesische Verhältnisse unglaublich angenehmen Preisen, und das, obwohl seine Weine seit Jahren reihum vom Gambero Rosso jeweils mit zwei oder drei Gläsern ausgezeichnet werden.
Seine Weine unterscheiden sich sehr von denen der in den letzten Pinwänden vorgestellten Traditionalisten, da Martinetti zu den glühendsten Verfechtern der Modernisierung im piemontesischen Weinbau gehört. Er ließ sich von seinen Degustationserfahrungen mit großen Weinen berühmter Regionen inspirieren, insbesondere aus dem Bordelais und dem Burgund.
Sein Credo lautet seither, dass alle erstklassigen Weine seit jeher im Barrique ausgebaut werden, diese Art der Vinifizierung also keine Mode sei, sondern die geeignete Kellertechnik auch für die großen Piemonteser Weine.
Durch die deutlich verkürzte Maischezeit verhindert er die Extraktion unerwünscht bitterer Tannine aus der Schale der Trauben und produziert so fruchtbetonte, reintönige Weine der Spitzenklasse mit früher Trinkbarkeit, Weine, zu deren Markenzeichen Feinheit und Eleganz in Vollendung geworden sind.
Martinetti, der sich weniger als Weinbauer denn als Weinkultivator versteht und auch als „Winzer ohne Land und Keller“ tituliert wird, da seine Weinberge nur gepachtet sind und die Weine nicht von ihm selbst, sondern von seinen genialen Kellermeistern Giuliano Noè und Giancarlo Scaglione nach seinen Ideen vinifiziert werden, ist von einem fast manischen Perfektionsdrang beseelt, von einer Leidenschaft, Kompetenz und Hingabe, die man selbst bei Winzern aus traditionsreichen Dynastien nur selten findet.
Und so entstehen seine Weine in einer produktiven Mischung aus Fachkenntnis, Neugierde, Passion und unerschöpflichem Wissen um die großen Weine der Welt, zu denen die seinen unzweifelhaft gehören. Und bisher ist es vor allem die Barberatraube, die seinen Ruhm in Italien begründet hat und zu deren Handvoll Spitzenproduzenten er gehört, ja, nicht wenige sehen in ihm gar den ungekrönten König des Barbera.
Der 97er Jahrgang war aber auch der Premierenjahrgang eines Barolo, der (fast) alles in den Schatten stellt, was in diesem großartigen Jahr im Piemont produziert wurde.

611200 Barbera d’Asti Bric dei Banditi 2000 26,00 DM

Als einziger Martinettiwein nicht im neuen Barrique ausgebaut, reinsortiger Barbera aus alten Weinbergen in Vinchio, fruchtbetont, Noten von Sauerkirschen, Beeren und Unterholz, mittlerer Körper, große Frische, noch präsente Säure, ausgewogen, harmonisch, saftig, tolles Preis-Genussverhältnis, ab sofort zu trinken, Höhepunkt 2003 bis 2006.

Leider ausverkauft!

611499 Barbera d’ Asti Montruc 1999 58,00 DM

Was für ein grandioser Barbera! In der Nase komplexe Aromen von dunkelroten prallen, saftigen Kirschen, aromatischem Zedernholz, Zigarrenblättern, im Mund geschliffen, weich, dicht, enorm viel Glycerin, seidene Tannine, das neue Holz von der Frucht umschlossen, finessenreich, schlanker als der in der letzten Pinwand vorgestellte „barockere“ Barbera von Grasso, anhaltend, nach 1-2 Tagen Öffnung bereits heute ein Hochgenuss, Höhepunkt 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

611597 Barolo „Marasco“, 1997 98,00 DM

Ein Paukenschlag, dieser Premierenjahrgang, von Liebhabern piemontesischer Weine mit Spannung erwartet. In unserer großen Blindprobe der besten Barolo 97 erwies sich im übrigen der Cascina Francia von Giacomo Conterno, wohl DEM Traditionalisten schlechthin, als primus inter pares, mit einer Traumpunktzahl bewertet und sicherlich Potential bis nach 2020, dicht gefolgt von diesem Erstlingswerk von Martinetti, danach dem Vigna Rionda von Pira und dem Rocche de Falletto von Giacosa, alle Weine wahrhaft groß, Weltklasse pur, und nur durch Nuancen voneinander getrennt.
In der Nase besitzt der „Marasco“ eine eher klassische Baroloprägung, Pflaumen, Rosen, Lakritze, dunkle Beeren, weißer Trüffel, am Gaumen eine begeisternde kühle Expressivität, eine betörende Fruchtsüße, Konzentration, aber mehr Eleganz als schiere Kraft, feine Tanninqualität gepaart mit Fruchtfülle und Schliff, füllt damit auch den letzten Mundwinkel aus, im langen Abgang ein zarter Hauch feinster Würze, Trinkvergnügen ab sofort nach mehrstündiger Öffnung, Höhepunkt sicherlich 2003 bis 2010. Kategorie Lieblingswein!

Leider ausverkauft!


SPANIEN

Vega de Toro

In der letzten Pinwand erzählte ich ihnen schon einmal die Geschichte: Es war im Frühsommer auf einer vorzüglichen Blindprobe eines Freundes, Bordelaiser Spitzengewächse stellten sich spanischen Herausforderern. Und es war EIN Wein, Numanthia, der alle anderen deklassierte, aus Toro, der Region, die ich Ihnen schon mehrfach als die zur Zeit spannendste und innovativste Region Spaniens besonders ans Herz gelegt habe.
So häufig ich auch neue Spitzenweine aus aller Welt degustiere, eine solche Liebe auf den ersten Schluck, ein solch erotisierender, betörender Schmeichler der Sinne, dennoch voller Authentizität, seine Herkunft nicht verleugnend, das erlebe auch ich nur sehr selten.
Angebaut auf über 700 m Höhe, aus über 70 Jahre alten Tinta de Toro-Reben, extrem selektioniert am Stock, dann nochmals auf einem Sortiertisch im Keller. Gereift in französischer Eiche, präsentiert sich dieser Riese von Wein dunkelfarben, an den Rändern des Glases ein leuchtendes Irisieren, in der Nase von enorm aromatischer Komplexität, sehr reife dunkle Waldbeeren mit einer zarten Würznote, Cassis, Mineralien, Likör, im Mund von prächtiger Statur, Unmengen von Glycerin, weich, gehaltvoll, wollüstig, das mächtige süßliche Tanningerüst von der überbordenden Frucht umhüllt, elegant, unendlich lang anhaltend. Einer meiner Favoriten aus Spanien.
Mittlerweile war ja auch Parker vor Ort, verkostete und vergab begeistert 95 Punkte. Und Sie? Nun, Weinfreunde, die meinen Beschreibungen vertrauen, bestellten sofort 6er Kisten „blind“, andere waren vorsichtiger, orderten Probeflaschen und – sie teilten meine Begeisterung, mit Folgen. Zwar hatten wir von diesem nicht gerade billigen, dazu noch unbekannten Wein eine größere Marge geordert, aber wir waren dennoch im Handumdrehen ausverkauft.
So bieten wir bereits heute den von mir nach meiner Mitte November vorgenommenen Fassverkostung noch etwas höher eingestuften 2000er an, zu einem sehr attraktiven Subskriptionspreis, aus einem wahrhaft exzellenten Jahr mit einem Potenzial von mehr als 20 Jahren!
Er erinnert in seiner Stilistik und seiner aromatischen Ausprägung sehr an den so begeisternden 99er, scheint jedoch aufgrund des besseren Jahrgangs noch ein wenig dichter, ein wenig konzentrierter zu sein als sein grandioser Vorgänger. Ein großer Wein, sicherlich nahe der Idealnote.

423100 Vega de Toro, Numanthia, tinto 2000 in Subskription 65,00 DM

Leider ausverkauft!


Dominio De Valdepusa, La Mancha

Sie erinnern sich: Was für ein Aufsehen erregte dieses Gut im Herbst 2000 unter Fachjournalisten und auch bei unseren Kunden.
Ein ungemein sinnlicher, saftiger rebsortenreiner „Petit Verdot“ belegte im großen Test spanischer und portugiesischer Spitzenweine, die vom „manager magazin“ veranstaltet und von einer renommierten Verkostungsjury (Teilnehmer u.a. Paula Bosch, Stuart Pigott, Martin Kössler, Peter Hilgert) durchgeführt wurde, hinter unserem Marques de Borba den zweiten Platz und verwies alle renommierten, wesentlich teureren spanischen Prestigeweine auf die Plätze. Und die Spitzencuvée „Emeritus“, die zum Zeitpunkt des Testes noch nicht abgefüllt war, rissen Sie uns förmlich aus den Händen.
Heute können wir den grandiosen Nachfolger anbieten, aus größerem Jahr, wiederum aus ultrareifen Cabernet-, Syrah- und Petit Verdottrauben vinifiziert und in neuen französischen Barriques ausgebaut. Tiefpurpurrot, mit einem schwarzen Kern, äußerst komplexe Beeren- und Kirscharomen, dazu Pflaumen, Feigen und ein wenig Minze, alle Komponenten harmonisch miteinander verwoben.
Im Mund eine immense Fülle, Struktur, eine seidene Textur, geschmeidig, lang anhaltend, ein sensationeller Stoff, macht einfach schon Spaß zu trinken, besitzt aber ein gewaltiges Potential, zu genießen bis mindestens 2010.
Laut „Decanter“ einer der 10 besten Weine der diesjährigen Vinexpo, der bedeutendsten Weinmesse der Welt.

417398 „Emeritus“, tinto 1998 97,00 DM

Leider ausverkauft!


Telmo Rodriguez, Toro

Diesen sympathischen „Wunderknaben“ des spanischen Weinbaus haben wir bereits an anderer Stelle ausführlich charakterisiert. Hier schnell noch einen frisch eingetroffenen Wein, der wiederum von Parker zu den „awesome wine values“ gezählt wird, die ein Preis-Genussverhältnis bieten, das seiner Meinung nach geradezu unglaublich ist.
100% Tinta de Torotrauben, intensive Nase nach Crème de Cassis, süßliche Fruchtexplosion im Munde, sehr dicht, reichhaltig, generös, „zu gut um wahr zu sein“, so Parker, der 91 Punkte vergibt, jetzt bis 2008.

420400 „Dehesa Gago“, tinto 2000 16,00 DM

Leider ausverkauft!


URUGUAY

Castel la Puebla, Uruguay

Vielleicht werden Sie jetzt ungläubig mit den Augen blinzeln und sich fragen: Ein Wein aus Uruguay, muss das denn sein? Genauso dachten wir, als uns bereits letztes Jahr die europäische Agentin des großen Winzertalentes Hector Stagnari kontaktierte und uns anbot, mit einigen weiteren führenden deutschen Händlern den Vertrieb dieses im letzten Jahr in der internationalen Presse euphorisch gefeierten Newcomers aus Südamerika zu übernehmen. Doch wir winkten ab, zu unsinnig erschien es uns, einen Wein aus Lateinamerika, aus einer Welt, in der wir uns wenig auskennen, „solo“ in unser Programm aufzunehmen, zu überzeugend präsentieren sich auch die europäischen Alternativen. Doch wir vereinbarten ein Treffen im März dieses Jahres auf der „Prowein“, degustierten und waren sprachlos.

Was für ein schmackhafter Wein aalte sich im Glase, aus einem Lande, das zu recht seiner mäßigen „Qualitäten“ wegen unter Weinliebhabern einen denkbar schlechten Ruf genießt. Was für herrlich saftige, zugängliche Gerbstoffe aus der kleinbeerigen, dickschaligen Tannattraube, die in meinem heiß geliebten Südfrankreich Tanninmonster entstehen lassen, die Jahre der Zähmung bedürfen!
„Ein superleckeres“, (Feinschmecker 1/2001) attraktives Geschmackserlebnis verwöhnt den Gaumen, eine ultimative Kampfansage an die völlig überteuerten Bordelaiser Gewächse, ihnen in der Aromatik näher stehend als den großen Madiranweinen.
Diese Qualität entstammt Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts angelegten Anpflanzungen im Nordwesten des Landes, an der Grenze zu Argentinien, von Klonen, die bereits um ca. 1870 von französischen Emigranten aus dem Baskenland mitgebracht wurden. Hier, am Rio Dayman, in Höhe des 32. südlichen Breitengrads, auf dem sich die besten Weinzonen der südlichen Hemisphäre befinden, herrschen für die Reben optimale Bedingungen: Die Region ist heiß, ähnlich dem Languedoc, allerdings gibt es genügend Regen, so dass auch ohne künstliche Bewässerung keine Trockenstresssymptome auftreten, und die Sand-, Kiesel- und Lehmschichten besitzen eine gute Drainage.
So können die nicht selten einsetzenden sintflutartigen Regenfälle den tief wurzelnden Rebstöcken nicht schaden.
Aufwendige Handlese, strenge Selektion in der Kellerei, Ausbau in erstklassigen Barriques aus Frankreich führen zu einem für Madiranfans verblüffenden Erlebnis: Tannatweine einer solch spektakulären Tanninqualität haben Sie garantiert noch nicht im Glase gehabt, die Nase wird umhüllt von einer faszinierenden Aromenvielfalt aus dunklen Waldbeeren, Schwarzkirschen, Kaffee, Kakao, Lakritze, aber auch ein wenig Leder, Teer und Rauch, insofern gereiften Madirans nicht unähnlich.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2003 bis 2010. Vielleicht auch länger, doch es fehlen Erfahrungswerte und die wesentlich zugänglichere Tanninstruktur im Vergleich zu ihrer französischen „Schwester“ lässt nicht die immense Lebenserwartung prognostizieren wie bei den großen Madiranweinen.
Mit einem solch gelungenen Wein aus Südamerika bereichern wir jedenfalls gerne unser Programm!

840100 Cuvée Dayman, red 2000 28,00 DM

Leider ausverkauft!


Wichtige Information:

Am Samstag, dem 1. Dezember, bleibt unser Geschäft in Saarlouis wegen der Hausmesse geschlossen, an den folgenden Samstagen haben wir von 10 -18.00 Uhr für Sie geöffnet, auch zwischen Weihnachten und Silvester sind wir für Sie da, nur an Heiligabend und Silvester selbst haben wir geschlossen.


Ihnen allen wünschen wir nach diesem ereignisreichen und aufregenden Jahr alles Gute, harmonische Feiertage und einen angenehmen Rutsch ins neue Jahr,

herzlichst Ihr Tino Seiwert im Namen von Pinard de Picard.