Saarlouis, im November 2001

PINwand N° 47


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

am 1. Dezember, dem ersten Adventssamstag, veranstaltet Pinard de Picard eine Hausmesse in Saarbrücken, in den großzügig angelegten Räumlichkeiten des Saarland Museums. Über 120 Weine haben wir für Sie geöffnet, „kleine“ Weine schenken wir kostenlos aus, für die hochwertigen berechnen wir den Selbstkostenpreis.
Auf alle Bestellungen vor Ort gewähren wir 5% Rabatt bei kostenfreier Zustellung in der darauf folgenden Woche. Zudem werden 5 unserer Winzer persönlich ihre Weine präsentieren und zum Fachsimpeln zur Verfügung stehen:
Marc Kreydenweiss und Patrick Meyer aus dem Elsass sowie die Winzer der Ruwer- und Moselgüter Lubentiushof, Kirsten und Karthäuserhof. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr, dauert bis 18 Uhr und geht nahtlos in ein besonderes Fest über: Jazzmusik, heitere „Vorlesungen“ aus sinnenfrohen Texten (Live übertragen von 18-19 Uhr im SR2 Radio), kleinere Leckereien, für Sie am Wok frisch zubereitet von einem unserer saarländischen Starköche, Frank Seimetz, durch sein Gourmetrestaurant, in dem er europäische mit asiatischer Küche gekonnt kombiniert, und nicht zuletzt durch seine in mehreren dritten Fernsehprogrammen ausgestrahlte und in Deutschland meistgesehene Kochsendung einem breiten Publikum bestens bekannt, dazu eine große Auswahl unserer Weine, offen ausgeschenkt.
So feiern wir die Eröffnung unseres Weinbistros „Archipenko“ im Saarland Museum, am Rande der Saarbrücker Altstadt. Für auswärtige Besucher haben wir im Domicil Leidinger, dem Ambientehotel im Herzen der Stadt Saarbrücken und nur 100m von unserem Verkostungsort entfernt, Einzel- und Doppelzimmer zu reduzierten Preisen reserviert.
Buchen Sie schnell, kommen Sie, genießen Sie und feiern Sie mit uns, es lohnt sich sehr, eine Wegbeschreibung zum Hotel und zum Saarland Museum faxen oder schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.
Für Kunstfreunde ein weiteres Argument, auch lange Anreisen nicht zu scheuen: Am darauf folgenden Sonntag findet um 11 Uhr in „unserem“ Museum die Ausstellungseröffnung mit 227 Exponaten des bedeutenden Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner statt, in der sowohl die technische Vielfalt als auch die thematischen und stilistischen Entwicklungen der Zeichenkunst des berühmten Malers ausführlich dokumentiert werden.

Schon heute machen wir Ihnen ein ganz besonderes Angebot:

Bei unserer letzten Verkostungsreise haben wir bei einem Winzer ein Weinglas entdeckt, das uns zunächst verblüffte, dann faszinierte. In der äußeren Form dem Riedelglas Chianti Classico aus der Vinumserie (im übrigen mein persönliches Allzweckglas für Weiß- und Rotweine) täuschend ähnlich nachempfunden, nicht ganz so elegant und etwas schwerer, dafür „robuster“ und somit exzellent geeignet für den täglichen Gebrauch, dem Riedelglas (das wir ab Dezember ebenfalls in unserem Programm führen werden) in der Degustation fast ebenbürtig und dann der Preis:
Für unglaubliche 7,90 DM können Sie dieses Allroundglas bei uns erhalten, bei allen Weinbestellungen bis zum 15. November >> wir haben nochmals Gläser nachbekommen und die Aktion auf vielfachen Wunsch bis Weihnachten verlängert! << von über 250 DM bieten wir Ihnen 6 Gläser für zusammen 24 DM an, allen Bestellungen über 500 DM legen wir diese kostenlos bei. Das Angebot gilt, solange Vorrat reicht. Eine vergrößerte Darstellung dieses tollen Glases zu unverschämt niedrigem Preis können Sie anschauen, wenn Sie auf das Bild klicken.

19001 Weinkelch, 21cm 7,90 DM

Würtz, Silvaner trocken

Leider ausverkauft!

19002 6 x Weinkelch, 21cm (nur mit Weinbestellung von über 250 DM) 24,00 DM

Leider ausverkauft!

19003 6 x Weinkelch, 21cm (nur mit Weinbestellung von über 500 DM) 0,00 DM

Leider ausverkauft!


Kurzinformationen:

Aus Frankreich eingetroffen sind einige preis“werte“ Weine besonderer Güte: zwei großartige Weine von Château L’Euzière, dazu der sensationell ausgefallene 2000er d’ Alaric des Kultgutes Mansenoble, noch immer für wenig Geld zu haben, außerdem der äußerst rare Spitzenwein L’ Escandil von Aires Hautes, einer der besten Weine aus dem Languedoc, sowie die hervorragenden 99er Weine von Saint Andrieu, eindeutig ein Gut auf Grand Cru Niveau aus Montpeyroux.

Den Freunden italienischer Weine bieten wir diesmal zwei traumhafte Leckerbissen: Die Weine von Saladini Pilastri aus Marken haben für mich mit das beste Preis-Genussverhältnis in ganz Italien. Eine Auffassung, die unsere Kunden offenbar teilen: diese Weine sind die mit Abstand meistverkauften aus unserem Italienprogramm. Jedes Jahr steigert das Weingut noch einmal die Qualität. Und die Preise? Sie bleiben unverändert niedrig! Unser neuer Kultwinzer aus dem Piemont, Elio Grasso, hat im neuen Gambero Rosso 2002 nicht nur drei Gläser für seinen 96er Barolo erhalten, sondern dieser wurde auch zum ROTWEIN DES JAHRES in Italien gewählt. Herzlichen Glückwunsch! In der letzten Pinwand präsentierten wir Ihnen den im Handumdrehen ausverkauften Spitzenbarolo von Giacomo Conterno, mein persönlicher Wein des Jahres, dieser erhielt natürlich ebenfalls die begehrten 3 Gläser. Und: Wir haben noch einmal einige Kisten nachbekommen.

Einen weiteren Weltklassewein haben wir in Spanien eingekauft: Für mich die schönste Entdeckung in diesem Jahr kommt aus Toro, der wunderbar samtige Wein heißt Numanthia und ist einfach groß. Nach uns war auch Parker da, verkostete und vergab begeistert 95 Punkte.


Schnäppchen:

Zu attraktiven Restepreisen bieten wir an: den noch lange lagerfähigen 97er „Gloire de mon Père“ von Tour des Gendres und den großartigen 99er Barbera Bric dei Banditi von Martinetti,

510397 Tour des Gendres, La Gloire de mon Père, rouge 1997 statt 21,00 DM 17,00 DM

Leider ausverkauft!

611299 Martinetti, Barbera d'Asti Bric dei Banditi, rosso 1999 statt 25,00 DM 19,90 DM

Leider ausverkauft!


Es ist an der Zeit, Ihnen, unserer treuen Kundschaft, mal wieder ein herzliches Dankeschön zu sagen. In der letzten Pinwand haben wir die umfangreiche Produktpalette der beiden Handelshäuser Tardieu-Laurent und Primo Palatum vorgestellt, durchaus mit einem leisen flauen Gefühl unsererseits. Zwar sind die Weine von Michel Tardieu mittlerweile weltberühmt und werden von der internationalen Fachpresse euphorisch gefeiert, doch sie haben auch – Ihren gerechtfertigten – Preis. Die großartigen Weine von Primo Palatum sind hingegen zumindest in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Und wir hatten von beiden Häusern große Margen geordert! Aber Sie haben uns nicht im Stich gelassen, haben wie so oft in den letzten Monaten, wenn wir wenig bekannte Weine neu einführten, unseren Empfehlungen vertraut und entsprechend eingekauft.
Dieses Vertrauen verpflichtet und ich freue mich immer wieder, wenn Sie, angeregt durch meine Beschreibungen, diese Gewächse ordern und somit Weine erhalten, die, so sie denn später von der Presse entdeckt und gefeiert werden, längst in Ihren Kellern liegen, wenn der Run auf sie einsetzt und sie im Handumdrehen ausverkauft sind. Gerade geschehen mit unserer Domaine Bonnefond, die in der Oktoberausgabe von „Capital“ im großen Rhônetest (insgesamt 102 degustierte Weine) den Gesamtsieg erreichte und teure Prestigegewächse souverän auf die Plätze verwies. Herzlichen Glückwunsch unseren jungen Gipfelstürmern von der Côte Rôtie!

So möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, noch einmal auf ein Weingut aufmerksam zu machen, das, seinen überragenden Qualitäten zum Trotz, in unserem Programm ein Mauerblümchendasein fristet:
Die Domaine La Moussiere von der Loire mit dem trockenen, expressiven „Moussière“, dessen Trinkreife in unserem Katalog (S.21) fälschlicherweise erst ab 2003 angegeben wurde (vielleicht hat das irritiert), der aber natürlich bereits seit diesem Sommer einen hervorragenden Trinkgenuss bietet, und der unter Weinliebhabern fast schon legendären „Cuvée Edmond“, eine „Vendange Tardive“ mit so herausragender Qualität, dass, bei mir zumindest, Suchtgefahr besteht.
Michel Bettane hat in seinem jährlich neu aufgelegten Standardwerk „Le Classement des meilleures vins de France 2002“ diesen grandiosen Wein mit der von ihm ganz selten vergebenen Höchstpunktzahl 10/10 Punkten belohnt, die er sonst fast nur an sündhaft teure Prestigeweine vergibt. Wo noch erhalten Sie einen solchen Weltklassewein zu diesem Preis? Ach ja, auch der „Moussière“ hat zu Recht stolze 9/10 Punkten erhalten.

222100 La Moussière, Sancerre, „La Moussière“, blanc 2000 25,00 DM

Leider ausverkauft!

222299 La Moussière, Sancerre, „Cuvée Edmonde“, blanc 1999 59,00 DM

Leider ausverkauft!


FRANKREICH

Château L’ Euzière, Pic St. Loup, Languedoc

Schon oft haben wir Ihnen von der wunderschönen Landschaft 30 km nördlich von Montpellier vorgeschwärmt, am Fuße dieses in Mondscheinnächten geradezu mystischen Bergriesen Pic Saint Loup im Herzen des Languedoc.
Die finessenreichen Weine dieser reizvollen Region besitzen aufgrund ihrer nördlichen Lage und ihrer besonderen mikroklimatischen Bedingungen (extreme Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht) einen spezifischen, eher „kühlen“ Charakter, besitzen zumeist dunkle, beerige Aromen und bemerkenswert edle, seidene Tannine. Seit mehreren Jahren schon zählt zu einer Handvoll erstklassiger Spitzenwinzer eine bescheidene, zarte, feinsinnige, fast zerbrechlich wirkende Frau, deren filigrane Weine wie ein Spiegel ihrer Seele wirken.

Wir freuen uns sehr, dass sie uns noch einmal eine Palette ihrer großartigen, schmeichlerischen, trinkreifen Spitzencuvée „Les Escarboucles“ 99 zuteilen konnte, die bei uns schon längst ausverkauft war, ein eleganter Syrah mit großer Fruchtfülle, Schmelz und einer bemerkenswerten Frische. Und gleichfalls eingetroffen ist ihr „kleiner“ Wein aus großem Jahr mit hervorragendem Preis-Genussverhältnis, der „Tourmaline“, der innerhalb kurzer Zeit bereits eine große Fangemeinde unter unseren Kunden gefunden hat.

330400 „Tourmaline“, rouge 2000 13,50 DM

In der Nase reife, warme Beerenaromen, im Mund gleitet die fast atypisch „warme“ (2000er Jahrgang!) Cuvée aus Grenache und Syrah sanft, fast zärtlich über die Zunge, schmeichelt dem Gaumen, die reifen Tannine sind kaum merklich, der Wein ist jahrgangsbedingt konzentrierter und dichter als sein beliebter Vorgänger, bereitet ab sofort Trinkspaß pur, Höhepunkt Mitte 2002 bis 2005. Sicherlich kein großer Wein, aber ein attraktiver Tropfen für den täglichen Genuss, ein Wein, der den Gaumen verwöhnt und der Seele schmeichelt.

Leider ausverkauft!

330699 „Les Escarboucles“, rouge 1999 23,00 DM

Wie eine hypothetische Mischung zwischen dem 97er mit seiner fast burgundischen Eleganz und Finesse und dem 98er mit seiner kernigen, konzentrierten Struktur überzeugt diese trinkreife, weiche, zarte, unfiltrierte, barrique-gereifte Cuvée aus 80% Syrah, Grenache und Mourvédre, schmeichlerische Aromen von dunklen Beeren und saftigen Kirschen, Zedernholz und feinen Gewürzen, dazu ein Hauch erlesenen Tabaks, ein Verführer par excellence; jetzt bis 2006.

Leider ausverkauft!


Château Mansenoble, Corbières, Languedoc

Nur bei den Weinen von Pierre Clavel und der Domaine Fondrèche haben wir stets ähnlich große Probleme mit unserer Charge, denn niemals bekommen wir auch nur annähernd genügend Weine, um die riesige Nachfrage zu befriedigen. So ist der 2000er Cabernet-Merlot bereits wenige Wochen nach seinem Eintreffen wieder ausverkauft, der „kleine“ vin de pays geht ebenfalls schon zur Neige, und das, obwohl Guido Jansegers, mit dem wir seit Jahren eng zusammenarbeiten, uns vom überragend ausgefallenen 2000er die doppelte Menge wie in der Vergangenheit zur Verfügung gestellt hat. Aber die Qualität seiner Weine ist angesichts der Preise fast schon eine Provokation.

Guidos Weine besitzen eine Textur und Komplexität, wie man sie auch im französischen Süden nur selten findet, dazu eine große Konzentration, würzige Aromen, Schmelz, Fülle und eine beeindruckende Dichte und Konzentration, so dass Château Mansenoble schon lange zu den Top-Ten des Languedoc gezählt wird.
Der 2000er Alaric, in edler Flaschenausstattung mit einem feinwürzigen Aroma (Schokolade, Beeren, Rauch, Leder), markant, mit saftigen Tanninen, ein unglaublich günstiger Alltagswein, wird in ein paar Wochen, wenn er sich nach der gerade erfolgten Abfüllung harmonisiert hat, bereits lecker schmecken, in ein bis zwei Jahren wird er ein seltenes Preis-Genussverhältnis aufweisen, wenn Sie sich angesichts seiner Qualität solange beherrschen können. Viel Wein für kleines Geld!

305400 Montagne d’Alaric, rouge 2000 15,00 DM

Leider ausverkauft!


Domaine Saint Andrieu, Montpeyroux, Languedoc

Eines der besten Terroirs des Languedoc befindet sich ca. 40 km nordwestlich von Montpellier, am Fuße der Cevennen in der Umgebung des kleinen, verschlafenen Dörfchens Montpeyroux, in das sich nur ganz selten ein Tourist verirrt, es sei denn, er ist ein Weinliebhaber auf der Suche nach einem charaktervollen, eigenständigen Tropfen aus einer der besten Grand Cru Lagen des Languedoc.
Hier in dieser sonnendurchfluteten Region auf extrem ärmlichen Böden produzieren mittlerweile eine Handvoll Winzer spektakuläre Weine, einladende, „warme“, eben südliche Tropfen mit einer charakteristischen beerigen Aromatik und einer bemerkenswerten Ausdrucksstärke, Konzentration und Intensität. Und zu der kleinen Elite der Spitzenwinzer gehört zweifellos Monsieur Giner, ein Grandseigneur, ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, ein gebildeter, warmherziger Mensch, der weit über den Tellerrand der Weinszene hinauszublicken in der Lage ist.
Mit ihm zu diskutieren über die „Dinge des Lebens“ gehört zu einem jeweiligen Höhepunkt meiner Verkostungsreisen im Süden Frankreichs. Jahrzehntelang war Charles Giner Mitglied der Führungsetage von IBM in Paris, bevor er sich Anfang der 90er Jahre seinen Traum erfüllte, „ausstieg“, obwohl altersmäßig schon hoch in den 50ern.

Er kaufte sich am Rande des verträumten Örtchens Montpeyroux sehr gepflegte Parzellen mit altem Rebbesatz, die ältesten Stöcke der Appellation überhaupt, mit tief reichenden Wurzeln zur dringend notwendigen Feuchtigkeitsbeschaffung, extrem wichtig in einer Region wie Montpeyroux, in der die Winzer eher mit Problemen wie Trockenstress denn mit Nässe zu kämpfen haben.

Seither produziert er auf diesen privilegierten, über 350 m hoch gelegenen, steinigen Lagen – ähnlich denen von Peyre Rose – Rotweine, die aufs angenehmste die Wärme des Südens mit Finessenreichtum, Würze, Beerenaromen und Eleganz verbinden, unterlegt von reifen, saftigen, fruchtbetonten Tanninen. Monsieur Giner erntet die Trauben erst dann, wenn sie, unabhängig vom Alkoholgehalt, die volle physiologische Reife erreicht haben.
Diese optimal gereiften Trauben werden danach in den uralten, unterirdischen Kelleranlagen inmitten des Dorfes äußerst schonend gepresst, jede Parzelle anschließend getrennt vinifiziert und erst im Frühjahr des darauf folgenden Jahres assembliert und in großen, 3-4 Jahre alten Eichenfässern ausgebaut.

Bereits der erste selbst abgefüllte 95er Jahrgang des Gutes sorgte für Furore in der Weinszene, mit den exzellent gelungenen 96ern und 97ern katapultierte sich Monsieur Giner mit an die Spitze der Appellation. Der 98er Jahrgang bestätigte eindrucksvoll die Meinung der Kenner der Region, die diese Domaine mittlerweile gar zu den Top-Erzeugern des Languedoc zählen. Und im 99er Jahrgang wusste Charles Giner die Jahrgangsgegebenheiten wie kaum ein zweiter zu nutzen, bereitete früh trinkreife, weiche, „beerige“, schmeichlerische Tropfen par excellence.

Es ist schier unglaublich, welche Qualitäten zu extrem günstigen Preisen man bei entsprechenden Recherchen im Süden Frankreichs finden kann. Übrigens: Alle Weine von Saint-Andrieu sind weder geschönt noch filtriert und entwickeln sich zu einem wahren Juwel in unserem Programm.

315199 Cuvée „Vallongue“ , rouge 1999 14,00 DM

In der Nase extrem reife, opulente Beerenaromatik, geprägt von der Grenachetraube, und rauchig-würzige Noten, im Mund faszinierende kühle Beeren- und feine Gewürzanklänge, geschmeidige Tannine, bestens eingebunden, Trinkgenuss pur ab sofort, bis etwa 2005.

Leider ausverkauft!

315299 „La Séranne“, rouge 1999 19,90 DM

In der Nase Gewürze, dunkle, saftige Kirschen, gebrannte Mandeln, unglaublich extraktreich, dicht, konzentriert, voller Finesse, weich, zart am Gaumen, erinnert an große, wesentlich teurere Weine aus Châteauneuf-du-Pape, dieser noch bezahlbare Wein beweist, dass mit Saint Andrieu ein neuer Grand Cru im Languedoc geboren ist. Wunderschön zu trinken ab sofort, Höhepunkt 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

315499 „Les Marnes Bleues“, rouge 1999 28,00 DM

Noch wenig zugänglich, die komplexe Aromenvielfalt (alte Mourvèdretrauben und Grenache) erst andeutend, mundfüllend, dicht, konzentriert, wie eine hypothetische Vermählung zwischen einem aromatischen Bordelaiser Gewächs und einem Cru des Südens, 2003 bis 2010.

Leider ausverkauft!

Die rare Spitzencuvée sei hier auch noch einmal ausdrücklich empfohlen:

315398 „Yeuse Noire“, rouge 1998 32,00 DM

Was für ein Wein! Die ältesten Mourvèdrerebstöcke (70%) von Montpeyroux und selektionierte Syrah-, Grenache- und Carignantrauben aus den besten Parzellen bilden die Grundlage für diesen Spitzenwein der Domaine.
Er besitzt eine schöne Komplexität, unterlegt mit auf einem perfekt eingebundenen, nicht vernehmlichen Holz, eine saftige, hinreißende Frucht, beeindruckende Komplexität und eine schöne Konzentration, ist aber kein Monsterextrakt.
Vielschichtige Aromen, dunkle Beeren und Wildkräuter, langer Nachhall, geben Sie diesem noch etwas verschlossenen Wein noch zwei, drei Jahre der Reife und Sie finden in ihm geradezu das Modell eines großen Gewächses aus Montpeyroux zu einem geradezu lächerlich niedrigen Preis; jetzt schon angenehm zu trinken (Dekantieren!), Höhepunkt sicherlich Ende 2003 bis 2009.

Leider ausverkauft!


Domaine des Aires Hautes, Minervois, Languedoc

Ganz leise nur, zu rar die Menge, zu gigantisch die Qualität, bieten wir, streng kontingentiert, von unserer neuen Spitzendomaine aus dem Minervois (vgl. Pinwand 44) einen spektakulären Tropfen an aus niedrigsten Erträgen (22 hl/ha Syrah, Mourvèdre, Grenache), der zu den besten Weinen des gesamten französischen Südens zählt.

301799 „Clos de l'Escandil“, rouge 1999 38,00 DM

Tiefdunkle Farbe, faszinierend reife, ausladende Frucht, feine Vanille-, Röst und Beerenaromen, dazu hochreife Pflaumen, Schokolade, konzentriert, dicht, traumhafte Extrakte, beeindruckende, noble Struktur, lang anhaltend, ein edler barriqueausgebauter Wein, den man schon an Weihnachten genießen kann, Höhepunkt 2003 bis 2010.

Leider ausverkauft!


ITALIEN

Saladini Pilastri, Marken

Gerade neu eingetroffen, zwei unter Preis-Leistungsgesichtspunkten wirklich sensationell gute Weine, schnell noch in die Pinwand „gepresst“, die Beschreibung daher nur in Stichworten. Saladini Pilastri, unser mit Abstand beliebtestes italienisches Weingut, aus den Marken, der Region mit ähnlich innovativer Aufbruchstimmung wie im Süden Frankreichs, bringt infolge der Zusammenarbeit mit dem Starönologen Roberto Cipresso Jahr für Jahr bessere Qualitäten hervor, und das bei stabilen Preisen, eine wahrlich rühmliche Ausnahme in der hektischen italienischen Weinszene.
Die Weine besitzen eine schöne Farbtiefe, eine unglaublich reichhaltige, würzige, saftige, beerige, leicht süßliche Frucht, einen außergewöhnlichen Extrakt und eine für ihre Preisklasse rare Konzentration. Solch charaktervolle Weine, zu so niedrigen Preisen, haben wir, ich wiederhole mich gerne, seit Jahren in Italien kaum mehr gefunden.

Der Piceno ist noch dichter als sein Vorgänger (zu trinken Ende des Jahres bis 2004), der fast dekadent anmutende Monteprandone, mit seinen Pflaumenanklängen, der leicht marmeladigen Konsistenz und seinen saftigen, weichen Tanninen, präsentiert sich bereits heute, nach 24stündiger Öffnung, über weitere 2 Tage hinweg von seiner schönsten Seite, Höhepunkt 2002 bis 2007.

652100 Rosso Piceno 2000 11,00 DM

Leider ausverkauft!

652398 Vigna Monteprandone, rosso 1998 19,90 DM

Leider ausverkauft!


Elio Grasso, Piemont

Gambero Rosso: „Rotwein des Jahres 2002“

Seit einigen Jahren elektrisiert ein Name aus Monforte d’Alba die Liebhaber piemontesischer Weine, lässt sie beim Genuss seiner traumhaften Weine ebenso in Verzücken geraten wie bei den großartigen Gewächsen von Giacosa, Conterno, Gaja, Sandrone, Altare oder Pira: Ein ehemaliger Bankdirektor in Turin, Elio Grasso, ein sympathischer Eigenbrötler, der vom hektischen Stadtleben nichts mehr wissen wollte, zog sich aufs Land zurück, um in Ginestra, in einer der schönsten Lagen des Piemont, in den alten Kellereien seiner Familie einen Barolo zu erzeugen, der dem Mythos des klangvollen Namens eine großartige neue Interpretation verleihen sollte.

Gesegnet ist das über 100 Jahre alte traumhaft renovierte Familiengut mit ca.13 ha erstklassiger Nebbiololagen, die immer in mühevoller Handarbeit bewirtschaftet werden: Ein zurecht als historischer Cru des Barologebietes bezeichneter Weinberg in Ginestra, aus dem seit jeher langlebige Baroloweine mit großer Struktur entstehen, sowie der prächtige Weinberg Gavarini an der Rückseite eines steil abfallenden Hanges, der noch im Spätherbst ganztägig von der Sonne beschienen wird.
Der Barolo von Gavarini entfaltet sein Bukett langsam und ist nicht so unmittelbar ansprechend wie der von Ginestra, aber er zeigt sich kraftvoll und gerät in großen Jahrgängen ausgesprochen langlebig. Erstmals mit dem 88er Jahrgang profilierte sich Elio Grasso mit herausragenden Weinen, erneuerte danach mit großem Aufwand die Kellerei – geradezu ein Modell für eine gelungene Synthese aus Effizienz und Schönheit –, und seitdem hat sich sein Ruf mit jedem erfolgreichen Erntejahrgang erhöht, ist er, ein „Wanderer zwischen den Welten“, in beiden sich bisweilen so feindlich gegenüberstehenden Schulen im Piemont, den Traditionalisten wie den Modernisierern, höchst angesehen: zu überzeugend die herausragende Qualität seiner Weine, die er völlig undogmatisch nach den Gegebenheiten des Jahrgangs und der jeweiligen Lage vinifiziert.

Grassos schier unaufhaltsamer Aufstieg in den piemontesischen Weinolymp findet im demnächst erscheinenden Gambero Rosso 2002 seine verdiente Anerkennung mit der Wahl des 96er Barolo Rüncot zum Rotwein des Jahres in Italien. Wir freuen uns, dass wir noch rechtzeitig, bevor sich nach dieser Adelung durch den Gambero Rosso die gesamte Weinwelt auf seine großartige Kollektion stürzt, im Sommer dieses Jahres mit Elio Grasso handelseinig geworden sind und Ihnen heute fünf exzellente Weine dieses hell erstrahlenden Sterns am piemontesischen Weinhimmel anbieten können, sicherlich keine billigen Weine, aber jeden Pfennig des geforderten Preises wert.
Sie demonstrieren eindrucksvoll, dass der Name des Piemont einsteht für eine Gesamtheit komplexer und faszinierender Werte und Elemente: das Land, die Langhe, mit seiner faszinierenden herben Schönheit, großartige Winzerpersönlichkeiten, die Kultur monumentaler Weine und eine faszinierende Küche.

615100 „Educato“, Chardonnay 2000 35,00 DM

Was für ein Chardonnay aus Italien, fleischig, dicht, das Holzaroma der prägnanten Frucht deutlich untergeordnet, Weißdorn und Iris vermischen sich mit dezenten Röstaromen und der reifen, süßen Frucht zu einem faszinierenden Aromenspektrum, jetzt bis 2004.

Leider ausverkauft!

615299 Barbera d'Alba Vigna Martina, 1999 45,00 DM

Ein Traumjahrgang für den Barbera, tiefrote Farbe, in der Nase reife Beerenaromen, die sich am Gaumen fortsetzen, dazu Schokolade und pralle Kirschen, konzentriert, dicht, elegant und schmeichlerisch zugleich, die Säure noch präsent, aber harmonisch in die betörende Frucht integriert. Mir scheint, der Barbera von Spitzenproduzenten nimmt spätestens seit dem 97er Jahrgang den gleichen unaufhaltsamen Aufstieg wie vor knapp zwei Jahrzehnten der Barbaresco, sowohl Struktur als auch Geruch und Geschmack solch großartiger Barbera demonstrieren eindrucksvoll, dass im Piemont mittlerweile 3 große Rotweine erzeugt werden, wobei die Barberaweine – noch – einen unschlagbaren Preisvorteil genießen. Unbedingt probieren, zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2002 bis 2006.

Leider ausverkauft!

Sie wissen längst, dass der 97er Jahrgang im Piemont der ungewöhnlichste aller Zeiten ist, vergleichbar vielleicht dem legendären 47er, der Baroli mit unglaublich viel Glycerin, einer außerordentlich süßlichen Frucht, mit hochreifen feinen Tanninen, einer schönen Dichte und Konzentration und einer unglaublich reichen Aromenvielfalt hervorgebracht hat, die wesentlich früher als sonst hohen Trinkgenuss versprechen und dennoch sicherlich 10 bis 20 Jahre Entwicklungspotential aufweisen.
Zwei herausragende Vertreter dieses Jahrganges kommen von Elio Grasso, nicht so hyperkonzentriert wie die Meisterwerke von Giacosa und Conterno, dafür ausgestattet mit einer wunderbaren Finesse und Eleganz, der „Casa Maté“ aus Ginestra, weich mit faszinierenden Rosen- und Minzedüften, der „Chiniera“ aus der Lage Gavarini, aus der auch der „Rüncot“ gewonnen wird, fein, warm, harmonisch, mit reifer, süßlicher Frucht und einem Bukett von Kräutern und getrockneten Blumen. Zu genießen Ende 2002 bis mindestens 2012.

615397 Barolo Ginestra Vigna Casa Maté, 1997 85,00 DM

Leider ausverkauft!

615497 Barolo Gavarini Chiniera, 1997 85,00 DM

Leider ausverkauft!

615596 Barolo Rüncot, 1996 „Rotwein des Jahres 2002“ 120,00 DM

Aus großem Jahr, vinifiziert aus den besten Trauben der Spitzenlage Gavarini. Blutrot, dazu ein wenig Orange funkelt er im Glase, nach mehrstündigem Dekantieren ein vielschichtiger, intensiver Duft nach roten Rosen, Himbeeren, schwarzen Johannisbeeren, feinster Würze und grünem Tee.
Welche Persistenz besitzt dieser Wein am Gaumen, welch rare Größe, welch komplexe Frucht, verwoben mit Menthol, Lakritze und aromatischem Tabak. Dicht, konzentriert, dennoch weich, mundfüllend, großartige Säurestruktur, ein Paket reifer Tannine, überhaupt nicht austrocknend, traumhafte Fruchtsüße, ewiger Nachhall, ein wahrhaft großer, eher maskuliner Wein, so deutlich von den hervorragenden 97ern zu unterscheiden, die sich feminin, weich, früher zugänglich präsentieren, ein grandioser Wein mit enormen Potential, 2005 bis mindestens 2015.
Sie wissen, wir erhöhen nie die Preise von Weinen, die eine überragende Presse haben, wir spekulieren nicht und binden die Abgabe dieser Weine niemals an den Kauf anderer Produkte. Haben Sie aber bitte Verständnis für die Kontingentierung, damit möglichst viele Weinfreunde in den Genuss dieses großartigen Gewächses kommen.

Leider ausverkauft!


Giacomo Conterno

Vielleicht habe ich in der letzten Pinwand den 97er Barolo Cascina Francia von Giacomo Conterno zu euphorisch besprochen, vielleicht war der Inhalt von Einzelflaschen, die zunächst von Ihnen geordert wurden, zu überzeugend, jedenfalls war dieses großartige Weinmonument trotz seines hohen Preises binnen 3 Wochen ausverkauft. Doch wir haben noch einmal von diesem Meisterwerk, der für mich ganz persönlich den Rotwein des Jahres von Elio Grasso überragt, eine kleinere Marge nachbekommen, und das, obwohl der Wein vom Gambero Rosso natürlich mit drei Gläsern ausgezeichnet wurde. Deshalb meine ganz besondere Empfehlung für diesen Traum aus der alten terroirgeprägten Piemonteser Schule mit großem Körper und einem faszinierendem Aromenspektrum.

614397 Conterno, Barolo Cascina Francia 1997 198,00 DM

Leider ausverkauft!


SPANIEN

Vega de Toro

Es war im Frühsommer auf einer vorzüglichen Blindprobe eines Freundes: Bordelaiser Spitzengewächse stellten sich spanischen Herausforderern. Und es war EIN Wein, Numanthia, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte, der alles in den Schatten stellte, aus Toro, der Region, die ich Ihnen schon mehrfach als das zur Zeit spannendste und innovativste Weinanbaugebiet Spaniens besonders ans Herz gelegt habe.
So häufig ich auch neue Spitzenweine aus aller Welt degustieren darf, eine solche Liebe auf den ersten Schluck, ein solch erotisierender, betörender Schmeichler der Sinne, dennoch voller Authentizität, seine Herkunft nicht verleugnend, das erlebe auch ich nur sehr selten. Angebaut auf über 700 m Höhe, aus über 70 Jahre alten Tinta de Tororeben, extrem selektiert am Stock, dann nochmals auf einem Sortiertisch im Keller, ähnlich den Spitzengewächsen von Negly, Zur Zeit mein Favorit aus Spanien. Mittlerweile war auch Parker vor Ort, verkostete und vergab begeistert 95 Punkte.

423199 Numanthia, tinto 1999 88,00 DM

20 Monate in französischer Eiche gereift, präsentiert sich dieser Riese von Wein dunkelfarben, an den Rändern des Glases ein leuchtendes Irisieren, in der Nase von enormer aromatischer Komplexität, sehr reife dunkle Waldbeeren mit einer zarten Würznote, Cassis, Mineralien, Likör, im Mund von prächtiger Statur, alles umhüllend, Unmengen von Glycerin, weich, gehaltvoll, wollüstig, das mächtige süßliche Tanningerüst von der überbordenden Frucht umrahmt, elegant, unendlich lang anhaltend, jetzt! bis mindestens 2020.

Leider ausverkauft!


Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert