Saarlouis, im Oktober 2001

PINwand N° 46


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

erstmals erreicht Sie heute eine Pinwand im doppelten Umfang wie üblich, zu viele erstklassige Weine aus grandiosen Jahrgängen haben wir in den letzten Wochen neu eingekauft. Viel Lesestoff für Sie, aber wir versprechen Ihnen, es lohnt sich sehr. Trinkreife preis“werte“ Weine für den täglichen Genuss werden Sie ebenso finden wie große Gewächse bis hin zur absoluten Weltspitze mit spektakulärem Entwicklungspotential, rare Kreszenzen, die von Liebhabern in aller Welt gesucht werden.

Überblick:

Aus Frankreich eingetroffen sind drei Weine von Santa Duc, einer der Kultdomainen der südlichen Rhône, und der neue Jahrgang von Pégau, mein persönlicher Favorit aus Châteauneuf-du-Pape. Dazu ein herrlich saftiger Trinkwein der Domaine Lacroix-Vanel sowie ein neues Weingut unter der Regie von Pascal Verhaeghe, Haut Monplaisir, ein faszinierender Carignanwein aus über 100 Jahre alten Rebstöcken der Domaine Ferri Arnaud, dem Nachbargut von La Negly, und ein traumhaftes Kleinod aus Pomerol, Belle-Brise. Wohl die spektakulärsten Neuaufnahmen dieses Jahres sind die großartigen Weine der Handelshäuser Tardieu-Laurent und Primo Palatum, tiefdunkle Terroirweine aus ultrakleinen Erträgen mit immenser Frucht und großartiger Konzentration, die neue Maßstäbe setzen in ihren jeweiligen Regionen.

Aus Italien neu im Programm führen wir das Monument piemontesischen Weinbaus, das Gut Giacomo Conterno, aus Spanien ist Alvaro Palacios erster 99er Prioratwein eingetroffen und aus Deutschland präsentieren wir das noch völlig unbekannte Badener Weingut I. Mühlbauer mit einem bemerkenswerten Jungfernwein.

Kurzinformationen:

Unser besonderes Augenmerk legen wir seit Jahren auf die großartigen Weine von der südlichen Rhône. Meine besondere Liebe gehört dabei den majestätischen Weinen aus Châteauneuf-du-Pape. Im gerade erschienen „Weingourmet“ Nr. 3/01, der lesenswerten Weinfachzeitschrift des „Feinschmecker“, findet sich ein großer Test der 98er Gewächse der besten Weingüter aus Châteauneuf. Unsere drei Weingüter wurden zu den 10 besten gezählt und belegen die Plätze 1 (Clos du Caillou), vier (Pégau) und neun (Les Cailloux).

Herzlichen Glückwunsch an unsere Winzer und als meine besondere Empfehlung an Sie nochmals der Hinweis auf den in der letzten Pinwand vorgestellten 99er Châteauneuf von Les Cailloux, der den 98er noch einmal deutlich übertrifft, da Brunel in diesem Jahr keine Spezialcuvée abfüllte.

140199 Les Cailloux, Châteauneuf-du-Pape, rouge 1999 39,00 DM

Leider ausverkauft!


Der „Feinschmecker“ würdigt in seiner aktuellen Oktoberausgabe als besondere Empfehlung zu festlichen Lammgerichten unseren 99er „Harys“ der Domaine du Trapadis, ein charaktervoller Syrah der Extraklasse und einer meiner absoluten Lieblingsweine.

146499 Trapadis, Rasteau „Harys“ CdR-Village, rouge 1999 42,00 DM

Leider ausverkauft!


Der „kleine“ vin de pays de l’Hérault rouge 99, der Domaine du Poujol, ein preiswerter Alltagswein „comme il faut“, hat aktuell 2 bemerkenswerte Beurteilungen erhalten: Parker gibt ihm 87, der „wine spectator“ gar 89 Punkte. Nicht schlecht für einen Wein, der gerade mal 13 DM kostet.

312299 Poujol, Vin de pays de l’Hérault, rouge 1999 13,00 DM

Leider ausverkauft!


Unsere besondere Empfehlung:

Der 2000er Murviel der Domaine Limbardie, dessen Jahrgangsvorgänger von der Fachpresse so gelobt wurde und zu unserem zweiterfolgreichsten Wein des Jahres avancierte, hat sich schön geöffnet. Viel Wein für kleines Geld.

323200 Limbardie, „Murviel“, rouge 2000 11,00 DM

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Schnäppchen:

Im Abverkauf die letzten Flaschen des 98er „Vallonge“ der vorzüglichen Domaine Saint Andrieu.

315198 Saint Andrieu, „Vallonge“, rouge 1998 9,90 DM

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Sie sind an Weihnachtspräsenten interessiert? Kontaktiern Sie uns bitte, wir haben interessante Angebote und beraten Sie gerne.


FRANKREICH

Domaine Santa Duc, Gigondas

Yves Gras, dieser so sympathische, stets jungenhaft lächelnde Wirbelwind ist längst nicht mehr nur der „Superstar in Gigondas“ (Parker), sondern er ist zu einem der besten Winzer der gesamten südlichen Rhône avanciert, seine innovativen Ideen und seine Tatkraft haben der Appellation Gigondas zu dem außerordentlichen Renommee verholfen, dass sie in ihrer qualitativen Spitze selbst mit den Weltklasseweinen aus Châteauneuf-du-Pape konkurrieren lässt.
Yves stets unverwechselbare und mit einem immensen Reifepotential ausgestattete Weine sind gekennzeichnet durch ihre Opulenz und eine beeindruckende Konzentration, gepaart mit einer faszinierenden Eleganz, Finesse und Komplexität, wie sie nur wirklich großen Weinen vorbehalten ist und unterlegt von einer schier unglaublich süßlichen, expressiven Frucht und feinster Würze. Verantwortlich hierfür sind die alten Rebstöcke (im Schnitt 50 Jahre), die auf dem außerordentlichen Terroir dieser Vorzeigedomaine wachsen und das von Yves bewusst spät, sehr reif geerntete erstklassige Traubenmaterial, das anschließend in den modernen Kelleranlagen in gebrauchtem Holz schonend vinifiziert wird.

Drei Weine sind gerade neu eingetroffen, die ich Ihnen besonders ans Herz legen möchte. Der ungemein attraktive „kleine“ Côtes du Rhône setzt im großen 2000er Jahrgang schlichtweg Maßstäbe in seiner so genussfreundlichen Preisklasse, der 2000er wunderbar weiche Rasteau ist ein Schmeichler der Sinne, der nur in herausragenden Jahrgängen produzierte „Hautes Garrigues“ gehört zweifellos zu den größten Weinen der Welt, allerdings zu einem ungewöhnlich bescheidenen Preis angesichts der herausragenden Qualität. Bravo, Yves!

148300 Côtes du Rhône Santa Duc „Les Quatre Terres“, rouge 2000 14,90 DM


Leuchtend rubinrot steht dieses Paradepferd eines erstklassigen Côtes-du-Rhône im Glas, in der Nase komplexe, verwobene Aromen von reifen, prallen schwarzen Beeren, dazu feinste Würze, im Mund die weichen Tannine bestens integriert, eingehüllt in reichlich viel Frucht, elegant, dicht, finessenreich, ab Spätherbst bis wenigstens 2005 ein Hochgenuss.

Leider ausverkauft!

148500 Rasteau Côtes du Rhône Villages, Sélections Santa Duc, rouge 2000 23,00 DM


Ende September, bei meinem letzten Besuch auf der Domaine anlässlich der Degustation der 2000er Fassproben, präsentierte mir Yves erstmals seinen Rasteau aus der Sélectionsreihe, den er mir schon in mehreren Telefonaten sehr ans Herz gelegt hatte.
Hierbei handelt es sich um zugekaufte Trauben hervorragender Qualität, von einem Winzer, der diese aber nicht selbst auf Flasche zieht und vermarktet, sondern an erstklassige Handelshäuser verkauft, u.a. an Tardieu-Laurent. Ursprünglich hatte ich wenig Interesse, sind wir doch mit den Domainen Soumade und Trapadis mit Weinen aus Rasteau erstklassig bestückt. Doch diese von Yves so unnachahmlich verfeinerte Cuvée hatte es mir sofort angetan.
Sie überzeugt durch ihre Finesse und Geschmeidigkeit, die sich zu ihrer bemerkenswerten Konzentration gesellen und begeistert mit ihrer würzigen, leicht süßlichen Frucht nach dunklen Beeren, Schokolade, Lakritze und Tabak. Im Mund Anklänge an Cassis und schwarze Brotrinde, eine faszinierende Eleganz, sowie eine für Rasteauweine völlig ungewöhnliche schmeichlerisch würzige Tanninstruktur. Tolles Preis-Genussverhältnis! Jetzt bis 2006.

Leider ausverkauft!

148499 Gigondas Cuvée Prestige des Hautes Garrigues, rouge 1999 46,00 DM


Eine der legendären, gesuchten Spitzencuvées der südlichen Rhône von über 70 Jahre alten Rebstöcken (80% Grenache, 20% Mourvèdre) von erstklassigen, ausgesuchten Parzellen. Dieser grandiose Wein begeistert durch sein tiefes dunkles Rot in der Farbe und seine explosive Nase nach feinen Gewürzen, Brombeeren, Cassis, Mokka sowie reifen Schwarzkirschen.
Im Mund fasziniert die Kombination zwischen enormer Konzentration, Dichte und Fülle sowie einer spektakulären Aromenvielfalt, einer wunderbaren Eleganz und phantastisch weichen, cremigen, seidenen Tanninen.
Ein Wein mit einer sagenhaften Opulenz, einem Hauch von Überreife sowie einer für alte Grenachereben charakteristischen Fruchtsüße, dazu gesellt sich ein traumhafter Abgang voller Extrakt von einer bemerkenswerten Länge.
Was für ein Genuss schon jetzt, Höhepunkt 2002 bis 2015, von Parker mit 91-94 Punkten eher unterbewertet.

Leider ausverkauft!


Domaine du Pégau, Châteauneuf-du-Pape

Über diese Domaine, mit der wir seit Beginn unserer Weinhändlertätigkeit zusammenarbeiten und über die Férauds selbst, mit denen mich seit Jahren eine intensive Beziehung verbindet, brauche ich Ihnen wohl kaum noch etwas erzählen.
Was mich und viele Kunden an diesen unmanipulierten, herrlich authentischen, majestätischen Châteauneuf-du-Pape Weinen eines ausgesprochen traditionellen Stils seit langem so fasziniert, ist ihre bemerkenswerte Konstanz, ihre herausragende Qualität auch in schwierigen Jahrgängen wie 92 und 97. Und in den wirklich großen Jahren gehören diese phantastischen Châteauneuf zur absoluten Weltspitze.

Sehr gespannt war ich, als ich nach meiner Verkostung bei Yves Gras zu Laurence Féraud, dieser ebenso klugen wie attraktiven Tochter des Hauses weiterfuhr, die immer mehr die Führung auf der Domaine übernimmt, wie sich der 99er Jahrgang mittlerweile entwickelt habe, der mich in 2 Fassproben schon so sehr begeistert hatte.
Und meine hochgespannten Erwartungen wurden noch übertroffen. Faszinierend fruchtig-würzige, leicht süßliche Nase, reife dunkle Beeren, Kirschen, schwarzer Pfeffer, edle Gewürze, Lebkuchen, etwas Leder und Tabak, eher der an Clos du Caillou erinnernde delikate, finessenreiche, burgundische Stil als ein Kraftpaket, komplex, im Mund reife Frucht und leicht würzige Noten, Dichte und Fülle, Struktur, fleischig, rund, die weichen Tannine kaum spürbar, dieser Wein schmeckt einfach nur lecker, man kann sich kaum beherrschen, bevor die ganze Flasche geleert ist.
Es hat sich ausgezahlt, dass Laurence in diesem nicht einfachen Jahrgang auf die Abfüllung ihrer Spezialcuvée „Da Capo“ verzichtete und dieses erstklassige Traubenmaterial in die reguläre Cuvée einfließen ließ. Einfach ein Klasse-Stoff! Wie Yves 99er „Hautes Garrigues“ ein weiterer Beleg unserer These, dass die besten Winzer in und um Châteauneuf in 99 häufig noch bessere Qualitäten erzielt haben als im schon großartigen 98er Jahrgang, Hochgenuss pur ab sofort, Potential bis nach 2010.

141199 Châteauneuf-du-Pape, Cuvée Reservée rouge 1999 46,00 DM

Leider ausverkauft!


Primo Palatum und Tardieu Laurent

Selten gelingt es Winzern so überzeugend, die Balance zu halten zwischen bewahrenswerter Tradition und notwendiger Innovation wie den beiden herausragenden Weinmachern Xavier Copel und Michel Tardieu.
Beides sind charismatische Persönlichkeiten, ambitioniert und von einer immensen Leidenschaft beseelt, wahrhaft große Weine zu produzieren und entwickelten eine geniale Idee:
Sie suchen sich in bestimmten Regionen, sehr reputierten, aber auch in noch von ihrem großartigen Potential her eher verkannten, die absolut herausragenden Winzer aus, arbeiten langfristig mit Ihnen zusammen, ja treten mit ihrer Art der Weinbereitung in eine Art internen Wettbewerb, wer denn den herausragenden Wein der Appellation produziere und verkaufen die selbst vinifizierten großartigen Weine unter dem Namen ihrer Handelhäuser.

Xavier sucht die besten Parzellen bei den Winzern, mit denen er zumeist schon seit Jahren freundschaftlich verbunden ist (sonst würden diese ihm nicht einen wenn auch nur kleinen Teil ihrer besten Weinberge überlassen), selbst aus, deren Trauben er dann in den Kellern bei den jeweiligen Spitzenwinzern in den besten überhaupt erhältlichen Barriques selbst vinifiziert.

Tardieu bekommt von den Winzern einen kleinen Teil ihrer Spitzenmoste geliefert, die er dann in seinen eigenen hochmodernen Kelleranlagen in Lourmarin mit einer Sorgfalt ausbaut, die ich so zuvor kaum gesehen habe.

Copel und Tardieu achten insbesondere darauf, dass das erworbene Ausgangsmaterial jeweils über eine extreme Reife verfügt und auf ultrakleinen Hektarerträgen sehr alter Reben basiert.
Der Unterschied zwischen den beiden so ambitionierten Winzern besteht darin, dass Copel seine Trauben in der von ihm ausgewählten Appellationen nur von jeweils einem Winzer einkauft und bisweilen auch in die Arbeit im Weinberg eingreift.
Tardieu bezieht bisweilen seine Moste von mehreren Spitzenwinzern, die er dann zu Weinen ausbaut, die das Potential und die herausragenden Eigenschaften unterschiedlicher Terroirs aufs schönste vereinen.
Sowohl Copel als auch Tardieu wünschen, ebenso wie die beteiligten Winzer, dass die Namen ihrer „Zulieferer“ nicht veröffentlicht werden. Ich versichere Ihnen aber, es sind wirklich die jeweils besten der entsprechenden Region!

Da die Weine von Xavier Copel in Deutschland -noch- relativ unbekannt und die Cuvées von Tardieu-Laurent zwar hoch gerühmt, aber kaum erhältlich sind und somit auch sicherlich bisher den wenigsten von Ihnen bekannt sein dürften, veröffentliche ich, aller Punkteproblematik zum Trotz, bei den höherpreisigen Subskriptionsweinen des 2000er Milleniumsjahrgangs meine eigenen Fassbewertungen zu Ihrer besseren Orientierung, auch, da die reichhaltige Auswahl nur eine knappe Beschreibung erlaubt.
Lassen Sie sich von dieser Vielzahl der Weine nicht die Sinne verwirren, suchen Sie sich Ihre Lieblingsregion aus und Sie werden Weine finden, die zur absoluten Spitze der jeweiligen Appellation gehören, ja, die häufig genug neue Maßstäbe setzen, an denen sich alle anderen messen lassen müssen, selbst diejenigen Spitzenwinzer, die diesen beiden begnadeten Weinmachern ihre Trauben bzw. den Most zur Verfügung stellen.

Primo Palatum – Xavier Copel

Es ist schon ein gutes Jahr her, da suchte uns auf Vermittlung unseres Freundes Marc Buelinckx (Sie erinnern sich, ich erzählte Ihnen schon einmal von DER belgischen Spürnase und dem Kenner der südfranzösischen Weinszene par excellence) ein gerade einmal 32jähriger studierter Önologe und Weinmacher in Saarlouis auf, von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte und der für seine Weine einen seriösen Händler für den Vertrieb in Deutschland suchte.
In seinem Gepäck hatte er die Fassproben des großartigen 98er Jahrgangs, des dritten in der jungen Historie dieses außergewöhnlichen Winzers, die bei unserer gemeinsamen Verkostung sofort deutlich werden ließen, woher der Spitzname von Xavier Copel stammt, „ LE Terroirist“, nicht als Anspielung auf die unseligen Geschehnisse der heutigen Tage, sondern als Kompliment für das grandiose Herausarbeiten des jeweiligen Terroirs in den einzelnen Weinen, einer Aufgabe, die er sich mit größter Leidenschaft, ja geradezu mit einer Besessenheit im positivsten Wortsinne widmet.
Trotz des großen kellertechnischen Aufwandes, der dem Feinschliff der Weine dient, entstehen seine Weine zuallererst im Weinberg. Sein Ziel ist es, in einer Zeit, „in der für Bordeauxweine monströse, ja skandalöse Preise abverlangt werden, gleich grandiose Weine in anderen Appellationen zu erzeugen, die zwar nicht billig sein können, dafür ist das Terroir zu herausragend, das Traubenmaterial zu wertvoll, die Vinifizierung in den auf höchstem Niveau befindlichen Kelleranlagen arbeitsintensiv und teuer (bei einigen Weinen verwendet er 200% neue Barrique, neue Fässer für die Vergärung, dann noch einmal komplett neue Barriques für die Reifung), die aber auf höchstem Niveau einen hervorragenden Gegenwert für ihr Geld bieten“, so Xaviers leidenschaftliche Argumentation bei seiner vehementen und engagierten Darlegung seiner Philosophie zur Erzeugung großartiger Weine.
Seinen Worten zu lauschen, seine aus tiefstem Herzen kommende Begeisterung, seine enorme Leidenschaft für wahrhaft große Weine mitzuerleben, mit ihm dann im Glas die außergewöhnlichen Resultate all seiner Bemühungen zu begutachten, ist ein Erlebnis der besonderen Art, so dass unsere gemeinsame Verkostung für mich zu einer unvergesslichen, fast schon legendären Sternstunde meines Weinhändlerdaseins geworden ist.

Xaviers expressive, zumeist unfiltriert abgefüllte Weine sind von faszinierender Eigenständigkeit, sowohl bei den weißen wie bei den roten voller Kraft und Konzentration, aber gleichzeitig von hoher Eleganz und Finesse, fleischig und außerordentlich komplex, mit einer großartigen Tanninstruktur, aber mit einem seidenen Kern versehen, einem schier unermesslich reichen Aromenspektrum von reifen Früchten und fast allesamt große Lagerweine mit einem grandiosen Potential, Weine zum Verlieben, traumhafte individuelle Tropfen in einem immer uniformer werdenden Weinmeer.
Diese Entdeckung lege ich Ihnen ganz besonders ans Herz, denn diese extrem raren Weine (zusammengenommen wurden vom 98er Jahrgang gerade mal 38 000 Flaschen abgefüllt) spiegeln jeweils auf unnachahmliche Weise das Terroir, den Stil ihrer jeweiligen Appellation und werden gerade von der Fachpresse, zunächst nur der französischen, entdeckt, enthusiastisch gelobt – so feiert ihn DIE renommierte französische Fachzeitschrift „Revue du vin de France“ überschwänglich als „Héros du millésime“ („Helden des Jahrgangs“) – und werden bald nur noch schwer erhältlich sein.

337198 Limoux, blanc 1998 49,00 DM


Faszinierend komplexer, beeindruckend saftiger, charaktervoller goldfarbener Chardonnay, noch ist das neue Holz in der Nase präsent, herrliche Aromen von Südfrüchten, Vanille, Toast sowie frischer, rahmiger Butter, der Mund wird vollständig ausgekleidet durch den fülligen Körper, in Anklängen bereits spürbar die mineralische Struktur, die dieser Wein, bei kleinsten Erträgen von den besten Lagen gewonnen, aufweist. Eine echte Herausforderung wesentlich teurerer Burgunder, zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2002 bis wenigstens 2005.

Leider ausverkauft!

337498 Vin de Pays d'Oc, rouge 1998 29,80 DM


„Nur“ ein Vin des Pays, da aus Cabernet Sauvignon- und Cabernet Franctrauben von bestem Terroir geerntet, kleinste Erträge, hervorragende klimatische Bedingungen, eine optimale Traubenreife (13,8% beim CS):
Was für ein Konkurrent wesentlich teurerer Bordelaiser Gewächse! Fast schwarz in der Farbe, sehr komplex in der Nase, großartige expressive Fruchtaromen, feine Holztöne, mundfüllend, körperreich, füllig, dicht, komplexe und reife Tanninstruktur, zu genießen jetzt bis 2008.

Leider ausverkauft!

337398 Minervois La Livinière, rouge 1998 46,00 DM


Diese Cuvée von Syrah und Grenache wurde zu 100% in neuen Barriques aus Alliereiche ausgebaut, gänzlich undurchsichtige Farbe, in der Nase Heidelbeeren und Brombeeren, im Mund ein faszinierender Geschmack, reiche, süßliche Frucht, dicht, füllig, herrliche Frische, ein großartiger Wein, zu genießen ab jetzt bis wenigstens 2006.

Leider ausverkauft!

338198 Cahors, "Classica", rouge 1998 46,00 DM


Sie kennen meine Vorliebe für die großartigen Cahorsweine von Pascal Verhaeghe, dem so innovativen Besitzer des Château Du Cèdre, der mittlerweile zu Recht zu den besten Winzern ganz Frankreichs gezählt wird.
Und heute können wir Ihnen die spektakulären Cahors von Copel anbieten, die mit denen von Pascal um die Krone streiten, wer denn nun der beste Wein dieser so traditionsreichen Appellation sei, in der sich erst wenige Winzer auf das großartige Potential dieser mit einem erstklassigen Terroir gesegneten Region zurückbesonnen haben.
Wie viele durch unangenehm harte Tannine auffallende Cahors-Weine habe ich schon getrunken, deren Ungenießbarkeit durch eine merlottypische vordergründige Weichheit nur unzulänglich zu kaschieren versucht wird. Und was habe ich hier für einen großartigen pechschwarzen Cahors im Glas, der von vollreifen Malbectrauben stammt, die im optimalen Zustand geerntet wurden, mit extrem reifen Fruchtaromen und einer immensen Länge, 2004 bis 2018.
Unbedingt probieren! Die ultimative Herausforderung von Pascals grandiosem „Le Cèdre“. Aber, urteilen Sie selbst.

Leider ausverkauft!

338298 Madiran, rouge 1998 59,00 DM


Ein geradezu übermächtiger, „fetter“, komplexer Wein von atemberaubender Konzentration, mit einer präsenten Säure für eine lange Entwicklungs- und Lagerzeit, kein Wein für Liebhaber filigraner Tropfen, zu genießen 2004 bis 2020.

Leider ausverkauft!

339198 Canon-Fronsac, rouge 1998 59,00 DM


Von alten Merlot- und Cabernettrauben mit geringen Erträgen hat Xavier nach einem feinfühligen Ausbau in neuen Barriques einen tiefdunklen fleischigen Wein kreiert mit wundervollen komplexen Fruchtaromen, einer hervorragenden Tiefe, großer Eleganz und mit einer sensationellen Tanninstruktur, Höhepunkt 2003 bis 2010.

Leider ausverkauft!

337298 Côtes du Roussillon, rouge 1998 65,00 DM


Ganze 2400 Flaschen hat Xavier von diesem wiederum aus kleinsten Erträgen und teilweise sehr spät, aber vollreif geernteten Syrah-(80%), Mourvèdre- und Grenachetrauben produziert, tiefdunkel, bereits jetzt seine grandiose Aromenpalette offenbarend, insbesondere Beeren und feine Gewürze, im Mund rund, fleischig, faszinierend weich, frisch, seidene Tannine, jetzt bis 2008.

Leider ausverkauft!


Da es Xavier aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen und der guten Zusammenarbeit gelang, vom 2000er Jahrgang den Spitzenwinzern einige Parzellen mehr abzutrotzen, wird er von diesen grandiosen Jahrgang ca. 50.000 Flaschen – alle Weine zusammengenommen wohlgemerkt – in mittlerweile 17 Ländern vermarkten können, was aber noch immer leider eine viel zu geringe Menge ist angesichts der phantastischen Qualitäten, die in den neuen Barriques der Abfüllung harren: Spektakuläre Weine zu fairen Subskriptionspreisen.

337100 Limoux, blanc 2000 Subskription 43,00 DM


Kraftvoller, frischer, komplexer, aromenintensiver, streng selektierter terroirgeprägter Wein, 92+ PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

337400 Vin de Pays d'Oc, „Classica“, rouge 2000 Subskription 19,90 DM


Von großem Terroir stammt diese Cuvée aus Syrah und Malbec, die sonst in die Cuvée „Mythologia“ einfließen, 89+PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

337300 Minervois La Livinière, rouge 2000 Subskription 36,00 DM


Tief granatfarben, intensive Fruchtaromen, im Mund komplex, füllig, dicht, reichhaltig, superkonzentriert, phantastische Harmonie und Balance, unglaubliches Preis-Genussverhältnis, 93-95+PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

338100 Cahors, „Classica“, rouge 2000 Subskription 36,00 DM


Tintenschwarz steht dieser Weinriese im Glas, hochreife Früchte, Kraft, Konzentration, komplex, großer Cahors! 93-95+PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

339200 Graves, rouge 2000 Subskription 39,00 DM


Konzentriert, schöne Komplexität, reichhaltiger Körper, fett, nuanciertes Aromenspektrum (Veilchen!), Potential. Der Preis dieses Weines ist geradezu ein Witz angesichts der exorbitanten Preissteigerungen im Bordelais, 91-94 PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

337200 Côtes du Roussillon, rouge 2000 Subskription 45,00 DM


Syrahdominierte, fruchtbetonte, kraftvolle, komplexe, finessenreiche Cuvée, ausladender Körper, lang anhaltend, 90-93PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

338200 Madiran, rouge 2000 Subskription 52,00 DM


Tintenfarbig, große Komplexität, ausdrucksvolle Frucht, für einen Madiran feinste Tannine, lang anhaltend, 92-94PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

338300 Cahors, „Mythologia“, rouge 2000 Subskription 75,00 DM


Ein wollüstiger, gigantischer Wein, riesig, komplex, exzessiv, mit einem enormen Potential, ein Wein, der ähnlich wie Pascals „Grande Cuvée“ neue Maßstäbe für diese Region setzt, ja, der geradezu prädestiniert erscheint, die Geschichte des Cahors umzuschreiben. Dieser Wein gehört zur absoluten Weltspitze, 96-98+ PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!


Tardieu-Laurent

Michel Tardieu wurde nicht als Winzer geboren und ist auch kein Winzer im klassischen Sinn. Zunächst einmal ist er ein Liebhaber großer, authentischer Weine und wie seine attraktive Frau und Mitstreiterin ist er dem Zauber großer Terroirs erlegen.
Nicht eingeengt durch hemmende Traditionen oder Denkbarrieren entwickelten sie zusammen mit ihrem kongenialen Partner Dominique Laurent ihre höchst produktive Idee:
Aufkauf erstklassiger Moste von perfekt gereiften Trauben alter Rebstöcke, die tief wurzeln, um das Terroir beispielhaft widerzuspiegeln, extrem schonender Ausbau in neuen Barriques, in denen der Wein nahezu ungestört reifen kann, da keinerlei Manipulationen vorgenommen werden, Dominanz der hyperkonzentrierten Frucht über das Holz, keinerlei Schönung oder Filtration, geringst möglicher Schwefeleinsatz, ermöglicht durch eine unglaublich sorgfältige und saubere Kellerarbeit und die Abfüllung aller Flaschen von Hand! direkt aus den neuen Barriques in die Flasche, („wie eine sanfte Geburt“, Tardieu) alles dem Ziel untergeordnet, den Charakter des Terroirs in die Flasche und das Glas des Weinliebhabers hinüberzuretten.
Tardieus Art der Weinbereitung ist wie ein poetischer Dialog zwischen dem Weinmacher und seinem Produkt, Tardieu wie Copel sind „Wissende“, die sich als Weinproduzenten zurückzunehmen wissen hinter die unnachahmliche Sinfonie des Terroirs.

Während Xavier Copel seine hochkonzentrierten Weine hauptsächlich in den Appellationen des Languedoc-Roussillon und im französischen Südwesten produziert, hat Tardieu seinen Schwerpunkt neben einigen Weinen aus dem Languedoc eindeutig an der Rhône gesetzt.
Neben der Subskription der Weine des grandiosen 2000er Jahrgangs eben von der Rhône, können wir Ihnen heute die ersten beiden gerade abgefüllten Weine aus dem gleich hervorragenden 99er Jahrgang aus dem Corbières anbieten.
Parker hat bereits die beiden Jahrgangsvorgänger mit 92 bzw. 90-93 Punkten zu recht hoch bewertet. Viele von Ihnen, die Liebhaber der großartigen Weine „unseres“ Château Mansenoble sind, wissen jedoch, dass in 99 die besonderen klimatischen Bedingungen im Corbières die Erzeugung noch phantastischerer Weine ermöglichten als im hoch gelobten 98er Jahrgang.
Beispielhaft für dieses großartige Potential des 99er Jahrgangs stehen die exzellenten Weine von Michel Tardieu, welche die immense Kraft, Fülle und Konzentration vereinen mit einer außerordentlichen Komplexität, einer subtilen Eleganz und einer traumhaften Finesse.

159099 Corbières N° 3 de Castelmaure, rouge 1999 42,00 DM


Tiefstes Kardinalsrot, ja fast eine schwarze Farbe prägt diesen aromatischen, komplexen Wein (Syrah, Grenache, Carignan), in der Nase ganz zarte, schmeichlerische Anklänge eines getoasteten Barrique, Beeren, Zedernholz, leichte Minze, im Mund allerfeinste Gewürzaromen, ein weicher, einladender Wein, jetzt mit größtem Genuss zu trinken. Ob er sich je wieder verschließt? Ich glaube eher nicht, Potential bis nach 2008.

Leider ausverkauft!

159299 Corbières Château Roquefort Saint Martin, Grande Réserve, rouge 1999 39,00 DM


In seiner tiefdunklen Farbe dem Castelmaure sehr ähnlich, die Nase etwas mehr von einer „kühleren“ Aromenstilistik geprägt, süßliche, aromatische Waldbeeren und edle Gewürze, großartige Struktur, die ungeheure Frucht umhüllt den gesamten Gaumen mit einer ausladenden Fülle und Dichte, hohe Konzentration und Komplexität, große Eleganz und Finesse, vielleicht der gehaltvollere Wein (Carignan, Grenache, Mourvèdre) gegenüber dem eher einschmeichelnden „Flatteur“ von Castelmaure.

Leider ausverkauft!


Noch hat Parker die in kleinsten Mengen erzeugten großartigen, geradezu hedonistischen Weine von Xavier Copel nicht entdeckt, die in den gleich geringen homöopathischen Dosen produzierten spektakulären Gewächse von Tardieu, den er seiner herausragenden Leistungen wegen geradezu enthusiastisch feiert, zählen jedoch bereits seit mehreren Jahren zu seinen besonderen Favoriten.
So hat er die legendären 98er und 99er Rotweine allesamt mit 89 bis 100 Punkten zu Recht hoch bewertet. Und nach meiner gerade erfolgten Verkostung des grandiosen Milleniumsjahrgangs vor 2 Wochen in seinen modernen Kelleranlagen von Lourmarin muss ich feststellen:
Das Niveau ist gegenüber den grandiosen Vorgängern zumeist gleich, in Einzelfällen gar noch besser ausgefallen. Es ist schier unglaublich, aber wahr: Diese enorm konzentrierten, tiefschwarzen Weine sind fast konkurrenzlos gut, eine ungeheure Provokation der etablierten Winzerstars der gesamten Rhône und mit ihrer enormen Farbausbeute, ihrer Tiefe und Konzentration, ihrer grandiosen Frucht und ihrer phantastischen Reife unsere ganz besondere Empfehlung.

158100 „Bastide de Rhodares“, Côtes du Lubéron, rouge 2000 Subskription 32,00 DM


Einer der Cuvées (Grenache/Syrah) mit einem der sensationellsten Preis-Genussverhältnisse in Tardieus Portfolio, 90-93 PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

159400 Costières de Nîmes, rouge 2000 Subskription 32,00 DM


Syrah und Grenache prägen diese kräftige, tieffarbene, opulente Cuvée mit sehr reifen Tanninen, 91-93+PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

159500 Côtes du Rhône, Vieilles Vignes, rouge 2000 Subskription 32,00 DM


Was für eine überbordende Frucht, was für eine Kraft und Komplexität, wo gibt es einen vergleichbaren CdR? 91-94PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158700 „Guy Louis“, Côtes du Rhône, rouge 2000 Subskription 33,00 DM


Grenache, Syrah, Mourvèdre und Cinsault gehen eine Traumverbindung ein, Konzentration pur, reifer Saft, Länge, 92+PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158600 Crozes-Hermitage Coteaux, rouge 2000 Subskription 42,00 DM


Süße Düfte von Speck, Leder und Cassis, voller Körper, wunderbar reichhaltiger Crozes-Hermitage, 89-91+ PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

159800 Rasteau, Vieilles Vignes, rouge 2000 Subskription 46,00 DM


Grenachedominierte, kräftige, konzentrierte, fast überreife Cuvée, unglaublich authentischer Wein, 90-93+ PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158900 Vacqueyras, Vieilles Vignes, rouge 2000 Subskription 49,00 DM


Endlich ein Vacqueyras, der uns begeistert, kräftig, konzentriert, tief, komplex, rauchige, süßliche Aromen, toller Stoff, 94+ PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158800 Saint Joseph, Vieilles Vignes, "Les Roches", rouge 2000 Subskription 52,00 DM


Von einer Gipfellage stammt dieser feine, rauchige, im Duft von schwarzen Beeren geprägte fruchtige Syrah, 90-92+ PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

160100 Bandol, Vieilles Vignes, rouge 2000 Subskription 65,00 DM


Herrlich dunkle Farbe, überbordende Fruchtaromen, konzentriert, komplex, weiche Tannine, schwelgerische Düfte 92-95 PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158200 Châteauneuf-du-Pape, rouge 2000 Subskription 75,00 DM


Reichhaltige, überwältigende likörartige Schwarzkirschenfrucht, erstaunlich textuiert, cremig, kernig, konzentriert, 92-95PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158400 Cornas Coteaux, rouge 2000 Subskription 76,00 DM


Finessenreich, tolle Fruchtaromen, konzentriert, komplex, fabelhaftes Bukett, Rauch, Unterholz, schwarze Beeren, 91-93+PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

159300 Cornas, Vieilles Vignes, rouge 2000 Subskription 95,00 DM


Ein Traum, schmeckt wie ein großer Côte Rôtie, unübertreffliche, fabelhafte Raffinesse, Konzentration, Kraft, Körper, 95+PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158300 Châteauneuf-du-Pape, Vieilles Vignes, rouge 2000 Subskription 108,00 DM


Ultimativer Châteauneuf aus 100% alten Grenachetrauben, explosives Bukett, Ehrfurcht gebietende Konzentration, 95-98PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

158500 Côte-Rôtie, rouge 2000 Subskription 125,00 DM


Spektakuläres Bukett, gerösteter Kaffee, Speck, Bratensaft, Unmengen von Beerenaromen, feinste Würze, Eleganz! 95-98 PdP-Punkte.

Leider ausverkauft!

159600 Hermitage, rouge 2000 Subskription 145,00 DM


Ein Wein nahe am Ideal, unglaublich komplex, dicht, extrem körperreich, ein Riese mit Kraft strotzendem Abgang, 96-100 PdP-Punkte.

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158000 Condrieu, blanc 2000 Subskription 78,00 DM


Ein Bilderbuchviognier, terroirgeprägt, konzentrierte Aromen von Aprikosen und Veilchen, dicht, ölig, 94-96 PdP-Punkte.

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Domaine Ferri Arnaud, La Clape

Michel Tardieu lässt seine Weine von einem ausgezeichneten Kenner und Liebhaber eigenständiger, charaktervoller Gewächse aus Luxemburg vermarkten, um sich selbst nur seiner großen Leidenschaft, dem Erzeugen erstklassiger Weine zu widmen.
Als ich diesen in der Weinszene so bewanderten Makler in Luxemburg aufsuchte und er mich nach Abschluss unserer Gespräche zu einer Weinprobe einlud, bemerkte ich bei einem mir völlig unbekannten Wein eine fast andächtige Scheu, geradezu eine Ehrfurcht, wie er mit diesem umging. Und es lag förmlich in der Luft, wie es ihn drängte, meine Meinung zu diesem Wein zu erfahren, um welche Rebsorte es sich wohl handele und ob er mir denn schmecken würde.
Nun, meine Beurteilung dieses Weines können Sie daran erkennen, dass ich anschließend die gesamte zur Verfügung stehende Menge kaufte, ohne bisher den Winzer und das Weingut, übrigens in unmittelbarer Nachbarschaft des großartigen Château de la Negly gelegen, persönlich zu kennen – ein äußerst seltener Bruch eigentlich eherner Prinzipien unseres Geschäfts – und diesen Wein in den letzten Wochen immer und immer wieder mit größtem Vergnügen zu Hause verkostete.
Nur die Rebsorte, die wollte sich mir bei der ersten Degustation partout nicht erschließen. So erging es jedoch zu meinem Trost allen Kunden und Weinfreaks, die den Wein bisher verkosteten, zu vielschichtig, zu chamäleonartig, immer wieder neue Geschmacksdimensionen preisgebend, präsentierte sich dieses großartige Gewächs. Neugierig geworden? Dann möchte ich Sie mitnehmen und teilhaben lassen an der Verkostung dieses raren Kleinods, eines Weines aus der Kategorie Lieblingswein:

336198 „Les Fleurines“, rouge 1998 45,00 DM


Wiederum ein ganz tiefes dunkles Rot in der Farbe, frisch geöffnet und noch leicht gekühlt irritierend mineralische Aromen, die an einen großen weißen! Burgunder (Montrachet) denken lassen.
Danach umschmeicheln pralle, reife Schwarzkirschen und Kakaoaromen die Nase, anfangs viele Gerbstoffe, aber auch eine burgundische Finesse, etwa ein großer Pinot Noir? Danach provoziert er Assoziationen an elegante spanische Gewächse, vielleicht aus dem Priorat. Diese heiße Spur verflüchtigt sich bald wieder, die dekadente Restsüße lässt an alte Grenachereben von der südlichen Rhône denken, aber dann fange ich an, nur noch zu genießen.
Welch eine Labsal des Gaumens und der Seele. Im Mund schmelzig, dicht, noch sehr präsente, weiche, saftige Tannine, das Holz bestens eingebunden, unglaublich vielschichtig, komplex, verwoben, noch sehr zurückhaltend, viele Schattierungen nur andeutend, dabei ungeheuer nuanciert, über viele Stunden hinweg zulegend, immer neue Aromen preisgebend, ein Verführer par excellence, ein Schmeichler der Sinne, ein Lafite des Südens, Finesse pur, überhaupt kein Wein für Liebhaber fetter, körperbetonter Weine, aber eine geradezu sündhafte Vereinigung schwelgerischer Aromen.
Aufgrund der nach mehreren Stunden Öffnung frappierend weichen Tannine bereits jetzt ein großer Trinkgenuss, Höhepunkt 2003 bis 2010.

Ach ja, die Rebsorte. Dieses großartige Gewächs ist das Resultat von uralten (über 100 Jahre) Carignanstöcken mit nur noch sehr geringen Erträgen, die Spur ins Priorat, Carinena, Cims de Porrera, es wäre die richtige gewesen.

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Domaine Lacroix-Vanel, Côteaux du Languedoc

Die von einer kühlen Stilistik, einer rassigen Eleganz und von hochreifen, feinen Beerenaromen geprägten Weine des sympathischen Quereinsteigers Jean-Pierre Vanel aus dem 98er Jahrgang avancierten in Windeseile zu begehrten Perlen in unserem Languedoc-Programm.
Und ich versprach Ihnen, dass in seinem Keller mit dem 99er Jahrgang ein wahrer Schatz der Abfüllung harrt. Dieser ist nunmehr eingetroffen, begeistert die Kunden bei unseren Verkostungen in Saarlouis und ich möchte Ihnen diesen Trinkgenuss wärmstens empfehlen.

327199 Clos Fine Amor, rouge 1999 15,80 DM


Ein faszinierendes Farbenspiel, ein ganz tiefes, dunkles Kardinalsrot kennzeichnet diesen attraktiven Wein, der im Duft von einem animierenden Fruchtspektrum geprägt wird, eleganten Beerenanklängen, die schmeichlerisch die Nase umgarnen. Würzaromen, die häufig bei Weinen aus dem Languedoc dominieren, sind hier nur in feinster Form zu erahnen, dazu ein Hauch von Unterholz und Kirschwasser.
Im Mund präsentiert sich diese Cuvée aus Syrah und Grenache cremig, weich, elegant, rund, dicht, harmonisch, ausbalanciert, Anklänge an reife Beeren und geröstetes Brot, seidene, feine Tanninstruktur. Welch unnachahmliche Eleganz und Finesse für einen Wein dieser Preisklasse.
Er bereitet bereits ab sofort größtes Trinkvergnügen, da die Gerbstoffe bestens in die traumhaft schöne Frucht integriert sind, ein weiteres schmeckbares Argument für die weltweite Ausnahmestellung südfranzösischer Weine unter dem Aspekt des Preis-Genussverhältnisses, Höhepunkt Mitte 2002 bis 2006.

Leider ausverkauft!


Château Haut Monplaisir, Cahors

Hinter dieser Neuaufnahme in unser Programm verbirgt sich niemand anderes als Pascal Verhaeghe, der Ihnen längst als Eigner und genialer Weinmacher des Château Du Cèdre ein Begriff ist.
Unweit seines Gutes existiert seit ewigen Zeiten die Domaine Haut Monplaisir, gesegnet mit erstklassigem Terroir, aber bedauerlicherweise ohne qualitätsorientierte Besitzer. Dies änderte sich vor 4 Jahren schlagartig, als Cathy Fournié und Daniel Salanié die Leitung übernahmen und sich mit Pascal zusammentaten, der seitdem als önologischer Berater fungiert und die Weine vermarktet.
Bereits der erste selbst abgefüllte 98er Jahrgang schlug wie eine Bombe in der Weinszene ein, die renommierte „Revue du vin de France“ erkor das Gut zu DER Entdeckung des gesamten französischen Südwestens und der 99er erscheint mir so eigenständig im Charakter, so anders als die Weine von Pascals eigenem Gut, weicher, schmeichlerischer, dass wir uns entschlossen haben, diese Aufsteigerdomaine als große Bereicherung zusätzlich in unser Programm aufzunehmen.
Die (Malbec-)Trauben entstammen exponierter südlicher Lage, der Anbau erfolgt nach streng biologischen Richtlinien, der schonende Ausbau sowohl in neuen als auch in gebrauchten Barriques, selbstverständlich ohne jede Filtrierung. Wiederum ein Wein mit außerordentlich günstigen Preis-Genussverhältnis!

518199 Cuvée Prestige, rouge 1999 19,90 DM


Fast schwarzer Wein mit purpurvioletten Reflexen, im Bukett dunkle Beeren, Amarenakirschen, ein Hauch von Zimt, Toastnoten und mineralische Anklänge, durchaus Assoziationen an wesentlich teurere Bordelaiser Crus evozierend.
Am Gaumen zeigt er sich mild, weich, schmeichlerisch, „fett“, dicht und ausgewogen mit einer feinen Struktur und einer erstaunlichen Fruchtkonzentration, dazu bestens eingebundenes seidenes, reifes Tannin, anhaltend, jetzt bis 2010.

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Château Belle-Brise, Pomerol

Als ich aufgrund des eindringlichen Hinweises eines exzellenten Kenners der französischen Weinszene und Mitglied der renommierten „Grand Jury Européen“ zum ersten Mal das Château besuchte, war meine Erwartungshaltung dennoch nicht sonderlich hoch, hatte ich doch bisher kaum etwas über dieses kleine Gut im Südwesten dieser großartigen Appellation gehört, geschweige denn deren Weine getrunken.
Aber welche positive Überraschung barg meine Visite: Zunächst stachen die herausragenden Böden ins Auge, kleine Steine gemischt mit reinem Kies und eisenhaltigen Adern, eher untypisch für diese Region, wo normalerweise mehr sandige Böden zu finden ist und weniger Eisen im Untergrund.
Und dann die Bekanntschaft mit dem Besitzer dieses Kleinods, Henry-Bruno de Coincy, einem dynamischen, sehr sympathischen Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, der früher in leitender Funktion bei einer großen Bank in Paris arbeitete, der aber auch bereits seit seinem 16ten! Lebensjahr einen der besten Armagnacs auf einer alten Familiendomaine produziert.
Er erwarb das winzige Weingut Belle-Brise 1991 aufgrund des Insidertipps eines guten Freundes, dass dieses „Objekt der Begierde“, auf das schon viel illustre Châteaux aus Pomerol seit langem ein Auge geworfen hatten, zum Verkauf stünde.
Der extrem gute Zustand der umschlossenen Weinberge (80% Merlot und 20% Cabernet Franc), schöne 80 bis 100 Jahre alte Rosenstöcke zieren den Eingang, war wie geschaffen für einen alten Kindheitstraum: im Herzen des Bordelais einen großen Wein zu erzeugen.

Schon der erste selbst abgefüllte 92er Pomerol (Sie wissen sicherlich, dass sich dieser schwierige Jahrgang als der problematischste der 90er Jahre im Bordelais erwies), verblüffte mich bei unserer Querverkostung aufgrund seiner bemerkenswerten Struktur und Fülle.
Diese erstklassigen Qualitäten entstehen ausschließlich im Weinberg, wo rein biologischer Anbau praktiziert wird, um bekömmliche Weine zu erzielen und um die Wurzeln der Reben tief in den Untergrund zu zwingen.
Eine riskant späte Ernte, Verwendung ausschließlich von weineigenen Hefen bei der Vergärung, keinerlei Einsatz der modernen Konzentrationstechniken, die allenthalben im Bordelais ihren Siegeszug angetreten haben, nicht einmal bei der Gärung wird auf Temperaturkontrolle zurückgegriffen, Ausbau des Weines nicht in kleinen Barriques, sondern in neuen, ein und zwei Jahre alten Holzfudern, damit das Holz nicht die Frucht dominiert, keine Schönung, keine Filtrierung.
Was für ein herrlich altmodisch anmutender, klassischer Bordeaux wird hier unter der Ägide dieses leidenschaftlichen Weinliebhabers de Coincy erzeugt, dessen Art der Weinbereitung doch sehr an diejenige des genialen Francois Mitjavile, dem Eigner von Tertre Roteboeuf, erinnert.
„Weine zu schaffen, wie die Natur sie vorgibt“, lautet die Philosophie des begnadeten Künstlers de Coincy, der seine Weine noch nie den bekannten Journalisten zur Nabelschau angestellt hat, die stattdessen gleichsam „unter der Hand“ von wenigen ausgewählten Importeuren vermarktet werden.
Und so ist es mir eine besondere Freude, Ihnen die beiden letzten großen Jahrgänge dieses Gutes mit großer Zukunft anbieten zu können, den noch sehr verschlossenen „vin de garde“ 98, ein Wein mit großem Entwicklungspotential, den man erst 2004 bis nach 2010 genießen sollte, und den wesentlich zugänglicheren, schmeichlerischen 99er, der ab sofort bis wenigstens 2009 Trinkgenuss pur bietet.
Kennzeichen der Weine von Belle-Brise sind ihre Schwarzbeerencharakteristik, die Anklänge an reife Pflaumen, Zedernholz, Schokolade und schwarze Trüffeln, auf der Zunge ihre seidige, weiche Frucht und ihre anfangs markanten und dennoch weichen, samtenen, Tannine, ihre Konzentration, ihre bemerkenswerte Tiefe, verbundenen mit einer wunderschönen Finesse und das Fehlen jeglicher Holzdominanz.
Meine ganz besondere Empfehlung für Liebhaber klassischer Pomerols. Diese Weine scheinen dem Freund wahrhaft eigenständiger Bordelaiser Gewächse die Renaissance des Authentischen!

588198 Pomerol 1998 159,00 DM

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588199 Pomerol 1999 165,00 DM

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SPANIEN

Alvaro Palacios, Priorat

Die Abkehr qualitätsbewusster Weinerzeuger von der Massenproduktion früherer Jahre und den von amerikanischer Eiche geprägten Riojas unseligen Gedenkens, das Besinnen auf die Qualitäten eines großartigen Terroirs und die gelungene Vermählung autochthoner Rebsorten mit internationalen Edelreben, keine andere Region des Landes verkörpert unseres Erachtens die dynamische Aufbruchstimmung innerhalb Spaniens besser als der Weinkosmos Priorat.
Und welcher Winzer lässt dem Glase eine begnadetere Qualität entsteigen als der Starwinzer schlechthin, Alvaro Palacios.
Berühmt und rar sind seine großartigen Gewächse, in aller Welt gesucht und dementsprechend teuer. Doch ein Wein wird von ihm produziert, der neben seiner grandiosen Qualität noch zu erschwinglichen Preisen zu erwerben ist: Les Terrasses, der noch nie so überragend ausfiel wie im großen 99er Jahrgang!

418399 Les Terrasses, Priorat Tinto 1999 35,00 DM


Dunkles Rubin-Purpur bis hin zu intensivem Kirschrot, in der Nase herrliches, intensives, süßliches Waldbeerenbukett, schmeichlerische Aromen von reifen Brombeeren, Sauerkirschen, herben Quitten, zarte Honignote.
Im Mund geschmackliche Tiefe, wiederum tolle Beerenaromatik, superbe Konzentration, voll und füllig, aber dennoch weich und fein, extraktreich und vielschichtig. Bereits heute traumhaft nach dreistündigem Dekantieren, die perfekte Tanninstruktur verleiht ihm jedoch ein großes Potential, bis 2009.
Vom sehr zurückhaltend urteilenden „Weinwisser“ (René Gabriel) mit 17/20 Punkten bewertet.

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ITALIEN

Giacomo Conterno, Piemont

Die geräumigen, modern ausgestatteten Kellerräume des uralten Weingutes im Herzen des Piemont, das noch den Namen des Vaters trägt, stehen wohl in krassem Widerspruch zu Giovanni Conternos Philosophie der Weinbereitung.
Haben wir Ihnen mit Bruno Giacosa schon einen der beiden Vertreter des traditionellen Barolo an anderer Stelle ausführlich vorgestellt, so präsentieren wir Ihnen heute mit dem scheuen, zurückhaltenden Conterno (niemals lässt er sich photographieren) die zweite kompromisslos auf traditionelle Verfahren setzende großartige Winzerpersönlichkeit, DIE Symbolfigur piemontesischen Weinbaus schlechthin, dem selbst die Liebhaber moderner Nebbioloweine konzedieren, dass es sich bei beiden von ihm produzierten Baroli, dem frühestens nach sieben Jahren Fassausbau auf den Markt kommenden Monfortino und dem früher freigegebenen Cascina Francia, um monumentale Gewächse handelt, Weine von massiver Struktur mit umwerfendem Bukett und reichhaltigen, reifen Geschmacksnoten, die wuchtig und elegant zugleich sind.

Giovanni Conterno, dieser so höfliche und schweigsame Traditionalist (35tägige Maischegärung!, natürlich keine Barriques, keine Schönung, keine Filtration) meint dazu nur in seiner gewohnt bescheidenen Zurückhaltung:
„Ich versuche einen Barolo mit Seele zu schaffen, nach der alten Methode halt, die mich mein Vater lehrte“.
Doch in Wahrheit erzielt Conterno diese großartigen Resultate, die Kombination höchster Konzentration und Eleganz vor allem durch harte Arbeit im Weinberg, da er unter allen Winzern des Piemont die wohl strengste Auslese minderwertiger Trauben betreibt.
Und unter dem Einfluss seines Sohnes Roberto hat er mittlerweile auch Edelstahltanks mit Computer gesteuerter Temperaturregelung anschaffen lassen, die ihm – „Ich werde ja schließlich nicht jünger und kann nicht mehr ganze Nächte in alten Kellerräumen verbringen, um die entscheidenden Momente bei der Vergärung nicht zu verpassen“ – seine Arbeit doch erleichtern, was insbesondere deshalb bedeutsam ist, da er mittlerweile leider von Krankheit und Alter gezeichnet ist, aber immer noch unverzüglich aufblüht und zum engagierten Streiter wird, wenn das Gespräch auf „seinen“ Barolo kommt, den er so sehr liebt und dem er alle Zeit der Welt gibt, sich dem jeweiligen Jahrgang angemessen im Holz zu entwickeln.
So hat er mir einmal auf die Frage nach seiner Meinung bzgl. einer Festlegung der Dauer der Fassreife geantwortet: "Das entscheidet weder ein Konsortium, noch der Winzer selbst, sondern einzig und allein der Barolo des jeweiligen Jahrganges. Wenn z.B. der Monfortino sieben Jahre braucht, dann sind es eben sieben, wenn er acht Jahre will, dann kriegt er sie, und es können durchaus auch mal 9 oder 10 Jahre sein“.
Unbedingt empfehlenswert sind auch sein Dolcetto und der Barbera. Übrigens: Durchschnittliche Weine gibt es bei Conterno nie. In schwierigen Jahren mit extremen Wetterkapriolen wird auf dem Gut einfach kein Wein produziert.

614100 Dolcetto d’Alba, rosso 2000 29,50 DM


Der 2000er Jahrgang im Piemont wird der sechste! herausragende in Folge sein, dieser schmackhafte, milde, runde, fruchtige und so wunderbar duftige Dolcetto mit Anklängen an Mandeln und Süßholz legt davon beredtes Zeugnis ab, zu genießen jetzt bis 2003

Leider ausverkauft!

614200 Barbera d’Alba, rosso 2000 39,00 DM


Verführerischer Duft nach Rosen und roten Beeren, dazu etwas Kirschen, im Mund Anklänge an Brombeermarmelade, weich, fast „sexy“, umschmeichelt ausladend den Gaumen, perfekt eingebundene Tanninstruktur, jetzt bis 2005.

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614397 Barolo Cascina Francia 1997 198,00 DM


Auf einer Höhe von etwa 370 bis 420 Metern wachsen an der Westseite des hoch auf einem Hügelzug inmitten ebenso prächtiger wie geschichtsträchtiger Weinberge gelegenen weltberühmten Ortes Serralunga die Rebstöcke der großartigen Einzellage Francia, die aufgrund ihrer hervorragenden südwestlichen Exposition und dank ihrer vorzüglichen Bodenbeschaffenheit grandiose Baroli der Extraklasse hervorbringt:
In der Regel keine eleganten oder weiche Weine, wie z.B. in La Morra, dafür kernige, kompakte, konzentrierte, ausgewogene Baroli der alten terroirgeprägten Piemonteser Schule mit großem Körper und mächtigem, aber ausgewogenem Tanningerüst, die erst nach 7-8jähriger Flaschenreifung beginnen, ihre einzigartigen Qualitäten zu offenbaren.
Doch Sie wissen längst, dass der 97er Jahrgang im Piemont der ungewöhnlichste aller Zeiten ist – ältere Winzer meinen allerdings, der legendäre 47er sei von ähnlicher Struktur –, der Baroli mit unglaublich viel Glycerin, einer außerordentlich süßlichen Frucht, mit hochreifen feinen Tanninen, einer schönen Dichte und Konzentration und einer unglaublich reichen Aromenvielfalt hervorgebracht hat, die wesentlich früher als sonst hohen Trinkgenuss versprechen und dennoch sicherlich 10 bis 20 Jahre Entwicklungspotential aufweisen.
Und was hat Conterno in diesem Jahrgang für eine wunderbare Qualität auf die Flasche gebracht! Welch eine Komplexität im Duft, welch verführerische Nase, Rosen, reife, schwarze Kirschen, Himbeeren, Rauch, Leder, im Mund eine wunderbare Fruchtsüße, dazu eine dezente Säure, Konzentration, eine wunderbare Weichheit und Eleganz und eine traumhafte Harmonie sowie eine ungewöhnliche Tiefe am Gaumen.
Höhepunkt sicherlich 2005 bis wenigstens 2015; wie freue ich mich auf den Genuss eines Weltklasseweines, wenn sich wie stets bei Conternos Weinen Eleganz und Fülle im Laufe ihres Reifeprozesses vervollkommnen.

Leider ausverkauft!


DEUTSCHLAND

Weingut I. Mühlbauer, Baden

Gerade erst eingetroffen, da länger als geplant im neuen 600l Holzfass ausgebaut, ist diese bemerkenswerte Cuvée aus Silvaner und Müller-Thurgau aus niedrigstem Ertrag (25hl/ha), vinifiziert von sehr alten Reben einer idealiter südlich ausgerichteten Hanglage mit erstklassigen Böden.
Was bewegt eigentlich eine Winzerin in einer Zeit, in der von den Weinliebhabern überwiegend Rotwein nachgefragt wird, in einer Region mit zwar unverbauter und unbelasteter Natur, die aber als Weinanbaugebiet in Deutschland kaum wahrgenommen wird, dem „lieblichen Taubertal“, mit allerdings besten klimatischen Bedingungen, den sicheren Schoß der Winzergenossenschaft zu verlasen und den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen? Trotz? Ehrgeiz? Wohl beides.
Mit einem mutigen „Jetzt erst recht“ hat sie die Anonymität verlassen, um sich zu beweisen, zu zeigen, dass mit ihrer Qualitätsphilosophie, mit dem Schatz der alten Weinberge, einem geringen Ertrag sowie einer besonders schonenden Vinifizierung (Handabfüllung) man auch im hintersten Zipfel Badens hervorragende Weine bereiten kann. Kein lasches, flaches Tröpfchen, sondern ein Wein mit Tiefgang und Aroma!

921100 Weingut I. Mühlbauer „1488“, weiß 2000 22,00 DM

Leider ausverkauft!

Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert