Saarlouis, im Juni 2001

PINwand N° 42


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

zunächst möchten wir uns ganz herzlich bedanken für Ihre so positive Resonanz auf unseren neuen Print-Katalog und Ihre liebenswerten Komplimente. Diese tun nach getaner Arbeit immer gut, und wir haben uns aufrichtig darüber gefreut.

Wir haben Ihnen im Vorwort unseres Print-Kataloges versprochen, unser Programm beständig mit hochwertigen Weinen zu erweitern. Heute kommen insbesondere die Liebhaber französischer Tropfen auf Ihre Kosten. Wir stellen Ihnen neue Jahrgänge der beliebten Domainen „La Negly“ und „Santa Duc“ vor, präsentieren Ihnen von der Rhône einen hervorragenden Alltagswein von Andrè Brunel, dem Eigner des großartigen Gutes „Les Cailloux“, sowie zwei herausragende Gewächse DES Shooting-Stars von Gigondas, „Des Bousquets“, haben aus dem Languedoc endlich das in Deutschland noch gänzlich unbekannte Château Montpezat neu aufnehmen können, dessen Spitzenweine in der internationalen Weinszene für soviel Furore sorgen und freuen uns ganz besonders, die legendären Weißweine von Nicolas Joly anbieten zu dürfen. Dazu offerieren wir Ihnen die ersten Subskriptionen Bordeaux 2000. Zwei Leckerbissen gibt es zudem für die Freunde italienischer Rotweine: den Kultwein „Kurni“ 98 von Oasi degli Angeli und einen neuen Stern aus der Toskana: Spadaio e Piecorto.

Aktuelle Informationen:

In unserem Anschreiben zum neuen Print-Katalog hatte ich Ihnen berichtet, daß die Domaine L’Aigle bei der großen internationalen Chardonnay-Verkostung „Confrontation Internationale des Meilleurs Chardonnay du Monde“ einen großartigen Erfolg errungen hat, da die Spitzencuvée „Les Aigles“ als eine von neunzehn unter 987! degustierten Weinen aus aller Welt mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde, mit der Bemerkung: „Wahrscheinlich der beste Weißwein Südfrankreichs vom Fuße der Pyrenäen“.
Und damit handelten wir uns wiederum ein Problem ein, das fast abzusehen war, denn nach einer solchen Bewertung war unsere Marge im Handumdrehen ausverkauft. Doch es gelang uns noch einmal eine größere Menge nachzukaufen, so daß wir Ihnen diesen erstklassigen Chardonnay wieder anbieten können, der so deutlich vom Terroir geprägt ist und überhaupt nicht von einer vordergründigen Traubenfrucht oder vom Barrique und der in seiner Stilistik, in seiner Feinheit, Finesse und Eleganz, gepaart mit Körper und Kraft, an wesentlich teurere Weine aus dem Burgund, vor allem aus Meursault, erinnert. Unsere ganz besondere Empfehlung.

Leider ausverkauft!


Die ersten warmen Sonnentage haben Sie bereits genießen können, die Nachfrage nach schmackhaften Sommerweinen zieht spürbar an. Wir bieten Ihnen deshalb zur Degustation ein preis“wertes“ Weißweinpaket (12 Flaschen) für unbeschwerte Genießerstunden auf der Terrasse an, damit Sie sich ein eigenes Bild von unserer Auswahl machen können:

Je 2 Fl. Sauvignon Blanc von Montpezat, Cousssergues und Aires Hautes (Ab sofort führen wir die Weine dieser neuen Spitzendomaine aus dem Minervois, die wir in der nächsten Pinwand besprechen werden), DEN Weißweinrenner aus Spanien von Telmo Rodrigues, den Basa 2000, den Picpoul de Pinet von Lauriers und den ungemein köstlichen Pinot Blanc von Julien Meyer. Dieses attraktive Paket senden wir Ihnen ca. 8 % reduziert zum einmaligen Sonderpreis von 125 DM versandkostenfrei ins Haus (sofern bei Bestellung im Warenkorb Versandkosten ausgewiesen werden, werden diese natürlich bei der späteren Rechnungsstellung nicht erhoben!).

Leider ausverkauft!


FRANKREICH

Château de la Negly, La Clape – Languedoc

Einige der denkwürdigsten Weine des Languedoc kommen von dem in kürzester Zeit geradezu legendär gewordenen Château La Negly, dessen privilegierte Weinberge in einer der besten Appellationen des französischen Südens, in La Clape, gelegen sind.

Die aufsehenerregenden Erfolge der letzten Jahre beruhen auf den einschneidenden Veränderungen, die der ehrgeizige Perfektionist Jean Rosset nach der Übernahme des Château 1996 eingeleitet hat:
Penible Selektion perfekt gereifter Trauben auf einem Fließband im Keller des Weingutes, eine nicht zu übertreffende Sorgfalt bei der Vinifikation, Entrappung von Hand, Vergärung in nagelneuen offenen Gärbehältern aus Eichenholz und anschließender Ausbau in neuen Barriques.
Dieser Aufwand bei der Auslese und Vinifizierung der Trauben, den wir in dieser rigorosen Konsequenz bisher nur bei ganz wenigen anderen Winzern erlebten, führt im Zusammenspiel mit den exzellenten Böden und dem einzigartigen Mikroklima in unmittelbarer Nähe des Mittelmeeres zu selten saftigen, ungemein attraktiven Weinen mit überbordender Frucht und großer Eleganz. Dabei sind diese Schmeichler der Sinne hochkonzentriert, komplex, weich und cremig zugleich mit feinen Tanninen, es sind Weine, die nicht nur in der internationalen Fachpresse für ein bis dahin selten gekanntes Aufsehen gesorgt haben, sondern auch dafür, daß wir – wie sonst nur bei Pierre Clavel und Sébastien Vincenti von der Domaine Fondréche – nie auch nur annähernd genügend Weine bekommen, um alle Nachfragen unserer begeisterten Kunden erfüllen zu können.

Der jetzt in den Verkauf kommende 2000er Jahrgang wirkt von der Stilistik her wie eine gelungene Vermählung zwischen seinen großartigen Vorgängern, dem konzentrierten, kräftigen 98er und dem eher weichen, saftigen, fruchtbetonten 99er, das ist einfach Trinkgenuß pur zu selten attraktivem Preis.
Liefern können wir Ihnen als ersten Wein ab Mitte Juni die ungemein verführerische Cuvée La Cote, ein wahres Meisterwerk in seiner so genußfreundlichen Preisklasse.

318100 „La Côte“, rouge 2000 16,80 DM


Von sehr steinigen Kalk- und Lehmböden südwestlich orientierter Hanglagen kommt diese schmeichlerische Assemblage der Edelrebsorten Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan, ergänzt mit ein wenig Tempranillo und Alicante, von Hand geerntet und streng selektiert.
Traditionelle Vinifizierung im Holzfaß, fast violette Farbe, deutliche Gewürznoten und Aromen von schwarzen und roten Früchten, finessenreich, saftig, dicht, ganz weich auf der Zunge mit komplexer Struktur; zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2002 bis 2005.

Das ist wiederum einer der Weine, die mit ihrem sensationellen Preis-Genußverhältnis den außerordentlichen Ruf südfranzösischer Weine begründen, wobei solch faszinierende Qualitäten zu derartig kundenfreundlichen Preisen selbst im Languedoc nur sehr selten anzutreffen sind. Unsere ganz besondere Empfehlung.

Leider ausverkauft!


Domaine de Montpezat, Côteaux du Languedoc

Schon seit ein paar Jahren hatten wir mehr als nur ein Auge auf diese Domaine geworfen, nicht wegen des imposanten Schlosses, dessen älteste Teile aus dem 16. Jahrhundert datieren, sondern weil der innovative Eigner Christophe Blanc zusammen mit seinem begnadeten Önologen Jean-Philippe Escorne seit Mitte der 90er Jahre im Begriffe ist, dieses im Herzen des Languedoc, bei Pèzenac, auf erstklassigen Böden gelegene Gut mit grandiosen körperreichen, dichten, fruchtbetonten und eleganten Weinen an die Spitze der Appellation zu führen.

Übernommen hatte Christophe das traditionsreiche Weingut 1987, restaurierte dann zunächst in mühevoller Kleinarbeit die alten Rebanlagen, pflanzte neue Edelreben hinzu, vinifiziert seitdem alle seine aus sehr niedrigen Erträgen gewonnenen Weine in einem sehr handwerklichen, sich an den wechselnden natürlichen Bedingungen des jeweiligen Jahrgangs orientierenden Stil („Ich bin schließlich kein Industrieller“), beläßt den Most entgegen allen modernen Trends wenigstens 30 Tage auf der Maische, modernisierte Schritt für Schritt die alten Kelleranlagen, und mit dem 95er Jahrgang fuhr er erstmals eine spektakuläre Ernte ein, mit Folgen.
Parker mit dem uns, wie sie wissen, eine sehr ambivalente Beziehung verbindet (unbestrittene Kompetenz für einzelne Regionen und wesentliche Impulse für die qualitative Weinbereitung in der Vergangenheit, aber auch problematische Geschmacks“diktatur“, die Forcierung von Überreife, Konzentration und schierer Kraft zu Ungunsten von Eleganz, Finesse und subtilen Aromen: Weinbeurteilungen sind halt dann produktiv, wenn sie positive Entwicklungen fördern, aber problematisch, wenn sie Geschmack monopolisieren), hat jedenfalls zu Recht bereits den 95er „Prestige“ mit 92 Punkten bewertet, damals eine absolute Rarität für Weine des französischen Südens, und Christophe verkauft seitdem fast seine gesamte Ernte in die USA, auch, da die französischen Weintrinker selbst Mitte der 90er das Languedoc noch gar nicht beachteten und über dessen Weine höchstens verächtlich die Nase rümpften. Wie sich die Zeiten ändern!
Jedenfalls bemühten wir uns seit längerem hartnäckig, in die Zuteilung von Christophs so eigenständigen terroir- und fruchtbetonten Weinen zu gelangen, die exzellenten Qualitäten waren es uns wert. Und heute können wir Ihnen endlich mit drei herausragenden Weinen in ihrer jeweiligen Preisklasse mit Domaine Montpezat ein weiteres Juwel aus dem schier unerschöpflichen Reservoir des französischen Südens anbieten.

306100 Sauvignon blanc 2000 11,50 DM


In der Nase expressive, kräftige Sauvignonaromen, im Mund dann überraschend zart, feingliedrig, weich, hintergründig, eine bemerkenswerte Frische (Die Trauben werden zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh sehr kühl geerntet!), eine dezente Säure, Noten von Feuerstein, Mineralien, Stachelbeeren, viel Sauvignon fürs Geld; jetzt bis 2002.

Leider ausverkauft!

306298 „Les Palombieres“, CdL rouge 1998 23,00 DM


Sehr charaktervolle unfiltrierte Cuvée aus Mourvèdre, Grenache und Syrah, sattes, tiefdunkles Rot, kühle, expressive Aromatik, trotz Barriqueausbau seine mediterrane Herkunft nicht verleugnend und an große Weine aus Montpeyroux erinnernd, Heidelbeeren, Gewürze der Garrigue, schöne Konzentration, Struktur Komplexität, kompakt, dicht, ausgewogen, präsente, perfekt eingebundene Säure für längere Lagerung und Entwicklung; schmeckt nach 8-10stündigem Dekantieren bereits jetzt hervorragend, Höhepunkt 2003 bis 2008.

Leider ausverkauft!

306398 „Le Prestige“, rouge 1998 29,00 DM


Tiefpurpurrote Farbe, in der Nase zunächst eine verführerische, aber sehr dezente Holznote, schmeckbar sehr reifes Traubengut (Cabernet Sauvignon und Syrah), nach einiger Zeit der Öffnung dann unverkennbar die mediterrane Aromatik des französischen Südens, eingebettet in eine allerdings rare Eleganz und Finesse, wie sie großen Bordelaiser Gewächsen zu eigen ist, auch die Gerbstoffe der Cabernettraube sind noch deutlich vernehmbar, besitzen aber die seltene Qualität, lange und dicht auf der Zunge nachzuklingen, ohne trocken oder dominant zu erscheinen, da sie meisterhaft von süßlichen Fruchtaromen umhüllt werden, so daß sie zugänglich, kühl, fast seiden wirken.
Die expressive Frucht und das komplexe Cassis-dominierte Aromenspektrum reizen delikat den Gaumen, dieser „dramatische“, unfiltrierte und ungeschönte Wein ist hochkonzentriert, dicht, tief, von erstklassiger Struktur und ungeheuer fruchtig. Wurde bereits den 95er mit 92 Punkten bewertet, so ist der 98er aus potentiell großem Jahr der Höhepunkt im bisherigen Schaffen von Christophe Blanc.
Das ist wahre handwerkliche Kunst für anspruchsvolle Genießer, hier triumphieren reife Trauben aus niedrigen Erträgen von sehr gepflegten Rebstöcken und der unverkennbare Terroireinfluß und lassen viele modisch „gemachte“ , wesentlich teurere Weine ganz schön alt aussehen; zu genießen ab 2003, Höhepunkt 2004 bis 2009.


Santa Duc, Gigondas

Von Yves Gras, dem „Superstar in Gigondas“, so Parker, der gerade hinsichtlich der Rhôneweine seine wohl größte Kompetenz überhaupt besitzt und der in den letzten Jahren wie kaum ein anderer die qualitative Entwicklung dieser Weine förderte und viel für das Renommee dieser faszinierend vielfältigen Region geleistet hat, bin ich Ihnen noch die Beschreibung des großartigen 99er Gigondas schuldig, der soeben bei uns eingetroffen ist:
Tiefdunkles Rot mit lila Reflexen, die Nase erschnüffelt den verführerischen Duft hochreifer dunkler, süßlicher Beeren, südlicher Kräuter und schwarzer, fetter Oliven, unterlegt von leichten Speck- und feinen Raucharomen.
Im Mund konzentriert, dabei hochelegant; während der Wein sanft über die Zunge gleitet, eröffnet sich ein grandioses, komplexes Aromenspektrum (reife schwarze Kirschen, Schwarzbeeren und etwas Cassis dominieren), die saftigen, leicht süßlichen Tannine betören weich, seiden und schmelzig den Gaumen und enden in einem langen Finish.
Eine großartige Cuvée aus 75% perfekt gereifter Grenache, 10% Mourvèdre, 10% Syrah sowie 5% Cinsault, die je zur Hälfte im kaum merklichen Barrique und in traditionellen Foudres ausgebaut wurde.
Ein überzeugender Beleg unserer These, daß nördlich von Châteauneuf-du-Pape die Spitzenwinzer der südlichen Rhône in 99 noch überragendere Qualitäten produziert haben als in dem als Jahrhundertjahrgang gefeierten 98er; zu genießen ab Herbst dieses Jahres bis mindestens 2010.

148299 Gigondas, rouge 1999 29,50 DM

Leider ausverkauft!


Domaine Des Bosquets, Gigondas

Was für ein Comeback dieser alten, traditionsreichen Familiendomaine, die über verstreut liegende, hervorragende Parzellen in den höheren Lagen von Gigondas verfügt, die aber über viele Jahre hinweg das immense Potential ihrer Weingärten sträflich vernachlässigte.
Das änderte sich schlagartig, als 1997 mit Laurent Brechet die junge Generation die Führung auf der Domaine übernahm. Gekonnte Restaurierung der erstklassigen Weinberge, Errichtung einer hochmodernen Kelleranlage, und erhebliches Aufsehen bereits mit dem 98er Jahrgang – als man uns den überragenden 99er anbot, haben wir begeistert zugegriffen.
Sagenhafter Stoff für faires Geld, mit solchen Weinen ist Laurent Brechet heute mitverantwortlich dafür, daß die besten Weine Gigondas in einem Atemzuge mit den großen Weinen aus Châteauneuf-du-Pape genannt werden. Das sind Weine, die sich mit den besten der Appellation, mit denen von Yves Gras, messen lassen können!

142199 Gigondas, rouge 1999 25,00 DM


Grenache-dominierte „explosive“ Cuvée mit ausgesprochener Persönlichkeit, charakteristische Noten von Cassis, Pfeffer und reifen, schwarzen Beeren, konzentriert, tief, ausgewogen, extraktreich, (niedrige Erträge!), geschmeidige, kühle Textur, von Parker mit 90-93 Punkten bewertet, bereitet bereits viel Trinkvergnügen, Höhepunkt 2003-2010.

Leider ausverkauft!

142299 Gigondas „Cuvée Preference“, rouge 1999 58,00 DM


Intensive, selten komplexe, vielschichtige Aromen umschmeicheln die Nase, eine unvergeßliche Sinnenorgie evozierend. Reife Syrahtrauben, wie sie an der südlichen Rhône nicht schöner sein können, bilden die Grundlage dieses tiefdunklen, großartigen Meisterwerkes, Parker vergibt 91-94 Punkte (zu wenig!), zu genießen 2003 bis 2015.

Leider ausverkauft!

Domaine de L’Enclos, CdR Villages

Hinter diesem in Deutschland noch weitgehend unbekannten Weingut verbirgt sich nichts anderes als eine enge Zusammenarbeit zwischen André Brunel, den Sie als Weltklassewinzer aus Châteauneuf-du-Pape kennen und Guy Dours, dessen Weinberge, über viele Generationen im Familienbesitz, auf der häufig unterschätzten rechten Seite der Rhône nördlich von Chusclan gelegen sind.
Hinter diesem Projekt steht die Idee, daß Guy Dours seine ganze Zeit und Tatkraft einer arbeitsintensiven, handwerklich geprägten Weinbergsarbeit widmet, um so außergewöhnliche Traubenqualitäten zu erzeugen, während André Brunel, der geniale Weinbereiter, die Vinifizierung in seinen erstklassigen Kellern übernimmt. Das Ergebnis: ein hervorragender Alltagswein, wie er zu diesem kleinen Preis auch an der südlichen Rhône nur ganz selten zu finden ist.

144199 L’Enclos, Côtes du Rhône Villages, rouge 1999 12,80 DM


Südliche Wärme, Eleganz und würzige Aromen, unterlegt von reifen Pflaumen, Schwarzkirschen und weißem Pfeffer, prägen diese einladende süffige Cuvée für den anspruchsvollen täglichen Trinkgenuß, die in ihrer traditionellen Stilistik und Aromatik an Weine aus Châteauneuf-du-Pape erinnert, wenn sie auch natürlich nicht deren Konzentration und Struktur besitzen kann, dafür verfügt sie aber über schmeichlerisch weiche, saftige Gerbstoffe mit reifer Frucht, Würze und einer beeindruckenden Tiefe. Ihre betörende fruchtige Aromatik, ihre Kraft und Ausgewogenheit verdankt sie dem 85%igen Anteil fast 100 Jahre alter Grenachetrauben, ihre leicht süßlichen Anklänge und die satte Farbe den 10% jungen Syrahtrauben, und 5% alte Clairettetrauben erbringen feine florale Noten. Wie viele Weine der südlichen Rhône mundet auch dieser CdR bereits in seiner Jugend vorzüglich und wird dieses Niveau bis mindestens 2004 halten. Ein weiterer Beweis dafür, daß an der südlichen Rhône für kleines Geld bereits ungemein attraktive, aromatische Rotweine ohne abweisende Tannine wie kaum sonstwo auf der Welt zu finden sind, die nach wesentlich mehr schmecken als sie in Wirklichkeit kosten; dieser Wein macht einfach Lust auf mehr!

Leider ausverkauft!


Nicolas Joly, „Coulée de Serrant“, Savennières – Loire

Einer der größten und rarsten Weißweine der Welt, über den so viele Weinliebhaber sprechen, den aber nur wenige Kenner je getrunken haben, kommt aus der weltberühmten steilen Hanglage „Coulée de Serrant“ in Savennières, die sich im Alleinbesitz der Familie Joly befindet und der hoch über dem schimmernden Wasser der Loire im 12. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt wurde. Bereits 2 Jahre nach der Lese trinkreif, erreicht der legendäre Wein seinen Höhepunkt nach 10 bis 15 Jahren und bleibt jahrzehntelang haltbar. Nicolas Joly, der geniale Vordenker der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise in Frankreich erzeugt ohne jeglichen Einsatz von Pestiziden oder sonstiger chemischer Produkte von über 70 Jahren alten Chenin-Blanc Reben einen bekömmlichen, kostbaren, terroirgeprägten Stoff mit einer immensen Komplexität und einer kaum faßbaren Aromenvielfalt sowie einem unvergleichlich langen Nachhall, der zu seinem Verständnis wie kein zweiter den ganzen Menschen und nicht nur dessen Nase oder Zunge fordert.

Die überaus lesenswerte Einführung in Jolys anthroposophische Gedankenwelt „Beseelter Wein“ können Sie hier über unseren Partner Amazon versandkostenfrei zum Preis von DM 39,80 beziehen.

[Katalog]

Dieses eigenwillige, ungemein füllige, feine, elegante, charakterstarke Gewächs ist das Gegenteil eines leicht verständlichen Weines, der dem fortgeschrittenen Kenner jedoch ein unvergleichlich sinnliches Vergnügen bereitet. Wer diese intellektuelle Herausforderung scheut aber dennoch einen großen Weißwein von Joly probieren möchte, dem sei der ebenfalls reinsortige und noch preis-“werte“ Chenin-Blanc aus der zweiten exzellenten Lage der Familie, der „La Roche aux Moines“, empfohlen. Beide Weine bitte karaffieren, der Kontakt mit dem Sauerstoff läßt sie duftmäßig geradezu erblühen.

223199 „Savennières“, blanc 1999 35,00 DM

Leider ausverkauft!

223299 „Clos de la Coulée de Serrant“, blanc 1999 89,00 DM

Leider ausverkauft!


BORDEAUX-SUBSKRIPTION

Nach den exorbitant hohen Bewertungen des 2000er Jahrganges durch die Fachpresse ist im Umfeld des Bordeaux-Handels „der Teufel los“. Wir kaufen ganz gezielt ein und bieten Ihnen zunächst zwei sehr hochwertige, relativ unbekannte Weine an, die ein unübertreffliches Preis-Genußverhältnis bieten.

512300 Valmy Dubourdieu Lange 2000 Der beste Valmy aller Zeiten 32,00 DM

Leider ausverkauft!

599100 Chateau Reignac, Bordeaux Superior 2000 90-91 Parkerpunkte, „sleeper of the vintage“ 48,00 DM

Leider ausverkauft!


ITALIEN

Spadaio E Piecorto, Toskana

Die Weine aus der berühmten und landschaftlich so reizvollen Region der Toskana bringen wahre Weinliebhaber häufig zum Verzweifeln:
Neben großartigen Weinen, die ihre Authentizität bewahrt haben und in denen mühsame Weinbergsarbeit engagierter Winzer mit moderner Kellertechnik eine fruchtbare Synthese eingehen, füllen überteuerte Allerweltsweine, austauschbar, ausgezehrt und übersäuert, die Regale der Supermärkte.
Auch die sogenannten Super-Tuscans provozieren immer mehr den Unmut der kritischen Konsumenten, die zunehmend die Lust verlieren, diese mit großem kellertechnischem Aufwand produzierten „fetten“, pompösen Weine zu verkosten, die zwar einer aktuellen Mode entsprechen, aber kaum mehr das großartige Terroir widerspiegeln, dem sie entstammen, sondern, von rühmlichen Ausnahmen abgesehen, nur noch als standardisierte Karikaturen Bordelaiser Weine wirken.
Neben den erstklassigen Gewächsen von Paneretta, die eher in der Kategorie Super-Tuscans mit Terroircharakter brillieren, bieten wir Ihnen heute erstmals die Weine eines kleinen Gutes in unmittelbarer Nachbarschaft des berühmten Isole e Olena an, dessen Böden die gleiche herausragende Qualität besitzen: Spadaio E Piecorto.
Und Gianpaolo Stefanelli, dessen ebenso sympathischer wie ehrgeiziger Eigner, sucht insbesondere die Eleganz und Finesse sowie eine herrliche Fruchttiefe in seinen Weinen herauszuarbeiten, also authentische toskanische Produkte zu erzeugen, die schon früh großen Trinkgenuss bereiten, aber deren geschmackliche Komplexität im Verlaufe der Reifung noch gewaltig zulegt.
Diese ungefilterten Sangiovese-dominierten Weine (mit ein wenig Merlot und Canaiolo) möchte ich daher auch ausdrücklich nicht denjenigen unserer Kunden empfehlen, die hochkonzentrierte, kraftvolle, spektakuläre Gewächse bevorzugen, sondern denjenigen, die die betörende, sublime Aromenvielfalt der Sangiovesetraube unverfälscht genießen wollen mit ihrer intensiven, feinwürzigen Frucht.

642198 Chianti Classico, rosso 1998 22,00 DM


Betörender Sangiovese-Duft, fruchtig, feinwürzig, typische Veilchen- und Kirschtöne, dazu ein wenig Tabakaromen, süffiger, eleganter, fast filigraner klassischer Chianti, nach ein bis zweistündigem Dekantieren ab sofort zu genießen.

Leider ausverkauft!

642297 „Alleroso“ IGT, rosso 1997 35,00 DM


Der 97er war ein außergewöhnlicher Jahrgang, sowohl von seiner Substanz her als auch von seiner verführerischen Weichheit, Ausgewogenheit und Fruchtigkeit. Intensives Rubinrot mit violetten Reflexen, offene Nase mit frischer, aber reifer Frucht, noch nicht voll entwickelt, konzentriert, von fast burgundischer Finesse und Eleganz, kein Wein für Anhänger tiefkonzentrierter körperbetonter Weine sondern für Liebhaber eines reifen, eleganten Chianti, jetzt bis 2007.

Leider ausverkauft!


Oasi degli Angeli, Marken

Gar nicht erst in unseren neuen Print-Katalog aufgenommen haben wir dieses winzige Gut aus den Marken, zu homöopathisch gering (2.500 Flaschen!) sind die Mengen eines in seinem Charakter einzigartigen großen Rotweins, der in einer der innovativsten Regionen Italiens erzeugt wird und dessen ebenso grandioser Vorgänger im letzten Jahr binnen Stunden ausverkauft war.
Wenn wir auch bisweilen mit den Bewertungen des „Gambero Rosso“ hadern, hier müssen wir der Bewertung von drei Gläsern, wie im vorherigen Jungfernjahrgang, uneingeschränkt zustimmen:
Der „Kurni“ 98 ist einer der großen Rotweine Italiens. Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir pro Kunde nicht mehr als 3 Fl. abgeben können, damit möglichst viele Liebhaber in den Genuß dieses so authentischen Weines kommen. Kultweinstatus!

651298 „Kurni“, rosso 1998 95,00 DM


Zitieren wir doch einfach den „Gambero Rosso“ 2001: “ ...der ungeheuer komplexe Kurni, ein reinsortiger Montepulciano aus einem Niedrigertragsanbau: Dunkelviolett, fast schwarz seine Farbe, die Kirchenfenster unterstreichen seine imposante Struktur; reich, tief, und kompakt der Duft, in dem man neben den zarten Tabak-, Leder und Gewürznoten das Aroma von Weichselkonfitüre und roten Früchten wahrnimmt; der Geschmack enthüllt von Anfang an eine volle, mächtige. fette Struktur und ein noch deutliches Tannin, das aber die Frucht nicht erschlägt; danach hebt ein Aroma von Pflaumenkompott, Kirschen und bitterem Kakao an, das sich bis in den sauberen, sehr nachhaltigen Abgang hält. Ein exquisiter Wein, der erst in ein paar Jahren seinen Höhepunkt erreichen wird.

Leider ausverkauft!


Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert