Saarlouis, im März 2001

PINwand N° 39


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

unsere heutige Pinwand bietet überwiegend den Liebhabern französischer Weine einige ausgesprochene Highlights, da endlich eine ganze Reihe neuer Jahrgänge einiger unserer beliebtesten und damit auch immer sehr schnell ausverkauften Güter bei uns eingetroffen ist.

Von Pierre Clavel präsentieren wir Ihnen den „Garrigues“ 99, den Wein mit dem wohl besten Preis-Genußverhältnis in seinem Sortiment. Am Fuße des malerischen Mont Ventoux ist zur Zeit eine qualitative Revolution im Gange, die Weine der Domainen Fondrèche und Murmurium waren im Vorjahr unsere erfolreichsten überhaupt, leider reichen die zur Verfügung stehenden Mengen nie aus, alle Kundenwünsche zu befriedigen. Für Furore sorgt seit mehreren Jahren bereits die Domaine Clos du Caillou mit ihrem zum Côtes-du-Rhône deklassierten Châteauneuf „Bouqut des Garrigues“, der viele teurere Konkurrenten mühelos hinter sich läßt. Als Neuaufnahme aus Châteauneuf bieten wir den Namensvetter Les Cailloux, mit seinen „himmlischen, wie aus einer anderen Welt stammenden Qualitäten“ (Parker). Und den Freunden großer, aber noch bezahlbarer Tropfen aus dem Burgund empfehlen wir den 98er Jahrgang des Aufsteigers der letzten Jahre, Vincent Girardin. Mit diesen Weinen ist er endgültig in den Olymp burgundischer Winzerkunst aufgestiegen.

Den Liebhabern italienischer, spanischer und portugiesischer Weine werden wir in den nächsten Monaten etliche erstklassige Neuaufnahmen anbieten. Wir beginnen heute mit neuen Jahrgängen eines noch relativ unbekannten, aber erstklassigen Gutes aus Rueda, der Bodegas Antaño.

Kurzinformationen:

Ein regelrechter Run setzt zur Zeit ein auf den exzellenten, charaktervollen 96er Tinto Redoma von Niepoort, den souveränen Sieger der Portugal-Weinprobe im aktuellen „Feinschmecker“ 3/2001.

Leider ausverkauft!

Des weiteren hat der „Feinschmecher“ in dieser Märzausgabe eine empfehlenswerte Liste der 400 besten Internetadressen zum Thema Wein veröffentlicht. 40 Websites wurden dabei noch einmal besonders ausgezeichnet. Wir freuen uns, daß wir dazugehören und zu den 6 besten Adressen Deutschlands in der Kategorie Weinhändler gezählt werden.

Am Freitag, dem 27. April 2001, feiern wir ein Fest im Landgasthof Paulus in Nonnweiler, auf dem einige unserer Winzer ihre Weine persönlich vorstellen werden. Fest zugesagt haben bisher Pierre Clavel, Laurence Féraud von Pégau, Pascal Moulinier und Sébastien Vincenti von Fondrèche. Nähere Infos in der Aprilpinwand, Vorreservierungen sind ab sofort möglich.


FRANKREICH

Domaine Pierre Clavel, Côteaux du Languedoc

Gerade eingetroffen ist die superbe Cuvée „Les Garrigues“ 99 von Pierre Clavel, diesem so sympathischen Kultwinzer, von dessen Weinen wir leider nie genug bekommen, um alle Kundenwünsche erfüllen zu können. Und Sie kennen schon lange zur Genüge die grandiosen Qualitäten des „Garrigues“, der wohl über das schönste Preis-Genußverhältnis aller Weine von Pierre verfügt, ist doch diese Cuvée bei uns jedesmal noch schneller ausverkauft als der legendäre Copa Santa, und Parker hat gar den 98er mit 89-91 Punkten bewertet, gewiß eine kleine Sensation für einen Wein dieser Preisklasse.
Wir haben Sie auch schon ausführlich informiert über die Jahrgangscharakteristika im Languedoc und Sie darauf hingewiesen, daß die Spitzenwinzer, aber nur diese!, im 99er Jahrgang aufgrund extremer Selektion und aufwendiger Arbeiten im Weinberg wenigstens gleich gute Qualitäten erzeugt haben wie im als Jahrhundertjahrgang gefeierten 98er. Weniger tanninbeladen, weniger monströs, aber mit einer unvergleichlichen Eleganz und Finesse, doch aufgrund des rigorosen Aussortierens von Trauben, die nicht den hohen Ansprüchen genügen, nur in wesentlich geringerer Menge als im Vorjahr. Und so scheint uns der 99er „Garrigues“ den erstklassigen Vorgänger noch um eine Nuance zu überragen.

311199 Pierre Clavel, „Les Garrigues“, rouge 1999 14,00 DM


Tiefdunkle, fast schwarze Farbe, in der Nase opulente Aromen von gekochten Früchten, Schokolade, dazu leichte Anklänge an Gewürze der Garrigue und Unterholz, im Mund extrem seidene, weiche, saftige Tannine, eine süßliche Frucht, große Eleganz und Finesse, ein „kühl“ wirkender edler Tropfen, mal wieder zu einem kaum nachvollziehbar günstigen Preis,zu trinken mit größtem Vergnügen ab sofort (Dekantieren), Potential bis etwa 2005.

Leider ausverkauft!


Domaine de Fondrèche, Côtes-du-Ventoux

Wir haben schon fast eine Scheu, die Weine unseres ambitionierten Freundes Sébastien Vincenti in der ihnen gebührenden Form zu würdigen, zu schnell, meist innerhalb von 4 Wochen, sind die Rotweine der traumhaft am Fuße des malerischen Mont Ventoux gelegenen TOP-Domaine Fondrèche ausverkauft, müssen wir enttäuschte Kunden auf den Nachfolgejahrgang verweisen. Da bleibt nur als geringer Trost, daß seine vorzüglichen Weiß- und Roséweine (der 98er erhielt für einen Rosé schier unglaubliche 89 Parkerpunkte) fast das ganze Jahr über erhältlich sind.
Deshalb nur soviel: Der Fayard 2000 aus einem wahren Jahrhundertjahrgang an der südlichen Rhône ist von bisher nie gekannter Qualität, eine Fruchtbombe, die um ein Vielfaches teurere Touristenweine aus Châteauneuf-du-Pape ziemlich alt aussehen läßt. Und Sébastien zeigt wieder einmal, daß das lange verkannte Terroir um den Mont Ventoux mit zum besten an der südlichen Rhône gehört.

151500 Fondrèche, Côtes-du-Ventoux, blanc 2000 12,50 DM


Einer der attraktivsten Weißweine unseres Programms in dieser so genußfreundlichen Preisklasse, der so sehr gefällt durch seine schmeichlerischen Aromen von südfranzösischen Gewürzen und Blumen, ein jung zu trinkender, geschmeidiger, harmonischer, aromatischer Trinkwein, passend vor allem zur mediterranen Küche und im Sommer auf der Terrasse.

Leider ausverkauft!

151400 Fondrèche, Côtes-du-Ventoux, Rosé 2000 12,50 DM


Sie wissen, daß wir nur wenige Rosé in unserem Programm führen, da sie nur ganz selten unseren Anspüchen genügen. Einer dieser raren Weine ist diese so würzige, erfrischende Cuvée aus Grenache, Cinsault und Syrah, von kräftiger Farbe, mit einem interessanten Aromenspektrum, jeder Schluck dieses Ausnahmerosés läßt Parkers Elogen verständlich werden.

Leider ausverkauft!

151100 Fondrèche, Côtes-du-Ventoux, Cuvée Fayard , rouge 2000 12,80 DM


Im Glase funkelt ein kräftiges Rot mit lila Reflexen, in der Nase verspürt man ausladende Fruchtaromen, ein massiver, kräftiger, alkoholstarker Roter, der mit seinen Aromen und seiner „Wärme“ fast an einen Châteauneuf erinnert, im Mund spürt man sehr reife Tannine, ein verführerischer, würziger, fülliger Wein, ab sofort zu trinken bis 2004.

Leider ausverkauft!


Domaine Murmurium, Côtes-du-Ventoux

Die Weinliebhaber werden an der südlichen Rhône geradezu verwöhnt von erstklassigen Tropfen aus der grandiosen Jahrgangstrilogie 1998/99/2000, wobei zumeist die 98/2000er den 99er um eine Spur übertreffen. Doch keine Regel ohne Ausnahme. Im folgenden präsentieren wir Ihnen drei Weingüter, bei denen die 99er Qualitäten so herausragend sind (die Quantitäten jedoch deutlich niedriger), daß Sie den Vorgängerjahrgang zumindest erreichen oder gar noch überragen.
Unsere Entdeckung des Jahres im Programm 2000 (vgl. Katalog S. 30-32) war das Nachbargut von Fondrèche, die Domaine Murmurium des ehemaligen Apothekers Jean Marat, der dieses auf erstklassigem Terroir angesiedelte und mit alten Reben gesegnete Weingut seit 1995 nach streng biologischen Kriterien bearbeitet. Erinnern Sie sich noch, wie herrlich der 98er Carpe Diem schmeckte! Innerhalb kürzester Zeit war er trotz großer Marge ausverkauft, noch nie wurden von einem Wein solche Mengen nachgeordert, und noch immer erreichen uns viele Anfragen, erst recht, nachdem ihn der „Feinschmecker“ in der Januarausgabe 2001 zu den 100 interessantesten Neuentdeckungen des Jahres zählte. Nur, dies war ein Jahrgangsirrtum, denn wir hatten natürlich eine Faßprobe des noch deutlich gelungeneren 99ers eingeschickt, da der Vorgänger gar nicht mehr erhältlich war.
Probieren Sie unbedingt diesen tiefgründigen Wein, der wie kein anderer die Seele der provençalischen Landschaft widerspiegelt, mit einem schwerlich zu schlagenden Preis-Genußverhältnis!

152299 Murmurium, „Carpe Diem“, rouge 1999 18,00 DM


Kardinalsrote, im kaum merklichen Barrique ausgebaute Cuvée aus 70% Syrah und 30% Grenache, elegante Aromen nach Heidelbeeren, frischen Waldbrombeeren und schwarzen Kirschen, leicht nussig und pfeffrig, am Gaumen eine reife, würzige süßliche Frucht, perfekt ausbalancierte Tannine, ein weicher, konzentrierter, eleganter, charaktervoller Tropfen, jetzt bis 2006, genial! Kategorie Lieblingswein.

Leider ausverkauft!


Domaine Clos du Caillou, Châteauneuf-du-Pape

Kaum ein Weingut von der südlichen Rhône hat in den letzten beiden Jahren so bei Weinliebhabern und Kritikern von sich reden gemacht wie die großartige Domaine „Clos du Caillou“, die über beste Lagen in Châteauneuf verfügt. Dennoch waren die dort produzierten Weine bis Mitte der 90er Jahre eher bäuerlich rustikal und von durchschnittlicher Qualität, bis der von der Loire stammende Schwiegersohn Jean-Denis Vacheron die Leitung der Domaine übernahm, die Vinifizierung modernisierte, neue, große Eichenfuder anschaffte und ungeschönte und unfiltrierte Rotweine produzierte, die als die Burgunder unter den Châteauneuf gefeiert werden, so fein, so finessenreich, so schmeichlerisch und verführerisch präsentieren sich diese duftigen, samtigen, feinstrukturierten Tropfen.
Die Sensation unter den Rotweinen dieses Gutes ist sicherlich der „degradierte“ CdR „Bouquet des Garrigues“, der zwar von Parzellen stammt, die unmittelbar an die berühmten Lagen von Beaucastel und Rayas angrenzen, die aber nicht als Châteauneuf-du-Pape Weine verkauft werden dürfen, da die Vorbesitzer zu Beginn dieses Jahrhunderts die Appellationsgebühren nicht bezahlten. Nicht nur in Deutschland scheint bisweilen der Amtsschimmel zu wiehern und Kapriolen zu schlagen. Jedenfalls ist dieser feine, unglaublich preiswerte Wein seit Jahren bei Ihnen sehr beliebt, wird in der Fachpresse begeistert gefeiert und ist endlich wieder zu haben. Auch hier noch ein Hinweis an die Liebhaber der roten Châteauneuf dieser Domaine: Parker, der ja gerade bezüglich der Rhôneweine über eine hervorragende Kompetenz verfügt, hat die 99er Châteauneuf von Clos du Caillou zwar „nur“ mit bis zu 95 Punkten bewertet, aber damit höher gar als Rayas, und wir bekommen natürlich seither sehr viele Vorreservierungen, und das bei einer fast halbierten Produktionsmenge in 99. Kontaktieren Sie uns also rasch bei entsprechendem Interesse.

154199 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues“, CdR rouge 1999 19,00 DM


Dunkelrote Farbe, in der Nase vermählen sich Würznoten der Garrigue, Nomen est Omen, mit einem ausdrucksstarken Schwarzkirschenbukett, im Mund süßliche, weiche, saftige Tannine, ausladende Frucht, kräutrig-würzige Nuancen, mittlere Konzentration, ein Wein, der immer geprägt wird von seiner Eleganz und Finesse. Dieser fast puristische Wein ist nicht nur einer unserer erfolgreichsten überhaupt, auch sieht dagegen mancher Châteauneuf-du-Pape, der diese Bezeichnung auf dem Etikett tragen darf, ganz schön alt aus, zu trinken jetzt bis 2006, der Wein wird sich wohl nicht mehr verschließen.

Leider ausverkauft!


Domaine Les Cailloux, Châteauneuf-du-Pape

Trotz der frappierenden Namensähnlichkeit sind die in traditionellem Stil bereiteten, ausladenden, üppigen, vielschichtigen Rotweine dieser neuen Domaine in unserem Programm gänzlich verschieden von den eher modernen, samtigen, eleganten, tiefen, reintönigen Weinen von Clos du Caillou. Seit mehreren Jahren bereits haben wir ein Auge auf dieses kleine Weingut geworfen, das geleitet wird von „André Brunel, einem der Stars von Châteauneuf-du-Pape. Bemerkenswert beständig in schwierigen Jahren, sind seine Weine in großen Jahren wie 90, 98 und 99 himmlisch, wie aus einer anderen Welt stammend“ (Robert Parker). Und genau diese überragenden Qualitäten haben uns bewogen, jetzt unser drittes Weltklassegut aus diesem traditionsreichen Ort in unser Programm aufzunehmen.
Wie immer bei wirklich großen Weinen entstehen diese zuallererst im Weinberg, in dem uralte Grenacherebstöcke auf einem wahrlich extrem kieseligen Terroir wachsen, das auch den Namen des Gutes „Les Cailloux“ = Kieselsteine erklärt. Im Keller werden die Mourvèdre-, Syrah- und die überwiegenden Grenachetrauben traditionell vinifiziert. Ungeschönt und unfiltriert abgefüllt betören Brunels Weine durch ihre wunderbare Reife, ihre sehr konzentrierte, aromatisch-expressive Frucht, ihre Weichheit und Opulenz. Jung getrunken bereiten sie bereits absolutes Vergnügen, verfügen aber auch über ein großes Potential.

140399 Les Cailloux, Côtes du Rhône, „Cuvée Sommelonge“, rouge 1999 14,50 DM


Das ist wiederum einer dieser Weine, die den Ruf des französischen Südens als die Einkaufsquelle für Weine mit dem besten Preis-Genußverhältnis weltweit begründen, ein wuchtiger, grenachedominierter CdR der Extraklasse, jetzt bis 2005.

Leider ausverkauft!

140198 Les Cailloux, Châteauneuf-du-Pape, „Les Cailloux“, rouge 1998 39,00 DM


Mittleres bis dunkles Rot, eine intensiv-verführerische Nase, es dominiert ein aufregendes Pflaumenaroma, unterlegt von einer würzigen Garriguenote, ganz zarten Röstaromen und Anklängen an süße Schwarzkirschen und Trüffel. Im Mund offenbart sich ein schöner Körper mit einer opulenten, weichen, reifen Frucht und einer grandiosen Würze am Gaumen, der Wein präsentiert sich kräftig, vielschichtig, mit viel Glycerin, einem extremen Extrakt, die Tannine sind präsent, aber perfekt eingebunden und süßlich, so daß der Wein bereits jetzt hervorragend schmeckt, aber Potential besitzt bis 2012.

Leider ausverkauft!


Domaine Vincent Girardin, Bourgogne

Seit Jahren schon verbindet mich mit den Weinen aus dem Burgund ein Art Haßliebe.
Wo sonst klaffen Anspruch und Realität so weit auseinander wie in dieser französischen Renommierregion? Wo sonst ist die in Jahrhunderten gewachsene Klassifikation der Lagen so unübersichtlich und gleichzeitig so wenig aussagekräftig? Denn allein der Name des Produzenten, nicht aber die weltberühmte Appellation, garantieren eine hohe Qualität, da wirkliche Unmengen schlechter Weine auch aus besten Lagen die Märkte überschwemmen.

Jahrzehntelang legten viele Winzer die Hände in den Schoß, ihre miserablen Weine verkauften sich aufgrund der nicht gerechtfertigten Reputation fast von selbst. Und das zu Preisen, die den gebotenen „Qualitäten“ einfach nur Hohn sprachen. Dazu kommt, daß durch Manipulationen vielfacher Art versucht wurde, der kapriziösen Rebsorte Pinot Noir Herr zu werden und den durch intensiven Anbau ausgelaugten Böden noch irgendetwas Brauchbares abzugewinnen.
Warum also trotz so vieler Enttäuschungen sich mit dem Burgund überhaupt noch beschäftigen? Nun deshalb, weil ein wirklich großer Weiß- oder Rotwein aus dieser Region einzigartig ist, mit keinem Pinot Noir oder Chardonnay aus der sonstigen Welt, die so häufig aufgrund ihrer Uniformität nur langweilen, vergleichbar. Ein Schluck eines großen Weines aus dem Burgund ist etwas Einzigartiges, betört die Sinne, verzaubert, läßt all die erlebten Enttäuschungen vergessen, bietet ein sinnliches Vergnügen der Extraklasse. Und seit Anfang der 90er Jahre gibt es eine Renaissance des Burgund, lösen sich ambitionierte junge Winzer aus der dunklen Vergangenheit und revolutionieren die Vinifikation mit der Hinwendung zu einem biodynamischen Anbau bei gleichzeitig starker Ertragsreduktion.

Und ein Aushängeschild dieser Bewegung ist Vincent Girardin. Seit Beginn meiner Tätigkeit als Weinhändler arbeite ich mit diesem sympathischen Winzer zusammen, habe ein Faible entwickelt für seine exzellenten Weine, die saftig, weich, konzentriert, komplex, mit extremer Frucht und reifen Tanninen versehen im Glase stehen und mit einer traumhaften Finesse zu verzaubern vermögen. Und seit Parker dieses Weingut entdeckte, es mit Elogen überhäuft, stehen Händler aus aller Welt Schlange, um in die Zuteilung zu gelangen. Doch längst ist Girardin durch seine Stammkunden ausreserviert, hat er den Hofverkauf ab Gut an Privatkunden vollständig einstellen müssen.
Nimmermüde arbeitet er an weiteren Verbesserungen im Weinberg und im Keller. Und so großartig seine Weine in den Jahren 95 bis 97 ausgefallen sind, mit dem 98er Jahrgang katapultiert sich Girardin in eine neue Dimension. Solche Qualitäten hat er bisher noch nicht erzeugt, seine Umstellungen im Weinberg, der biodynamische Anbau tragen deutliche Früchte. Die Weißweine werden vom Terroir der weltberühmten Lagen geprägt wie nie zuvor, die Rotweine besitzen eine für Pinot Noir seltene Farbintensität, eine traumhafte Reife, eine prägnante Frucht, seidene, saftige, reife Tannine, eine verblüffende Komplexität und eine präsente Säure für eine großartige Entwicklung. Wenn Sie bisher mit dem Burgund nichts (mehr) anfangen konnten, und Gründe dafür gibt es ja mehr als genug, diese Weine von Girardin können eine alte Liebe wiedererwecken oder eine neue Leidenschaft begründen.

211398 Girardin, Chassagne-Montrachet 1er Cru „Morgeot“, Vieilles Vignes blanc 1998 69,00 DM


Fruchtige, nuancierte Aromen von Zitrusfrüchten und Stachelbeeren, Feuersteine, leichte Vanilletöne, feinstrukturierter und dennoch vollmundiger Wein mit Anklängen an Buttergebäck und Mineralien, stoffig, lang anhaltend, Ende 2001 bis 2006.

Leider ausverkauft!

212598 Girardin, Meursault 1er Cru „Perrières“, blanc 1998 88,00 DM


Mineralischer großer weißer Burgunder mit Anklängen an Limonen und Zitronen,eine große Eleganz, Finesse und Filigranität prägen diesen harmonischen, expressiven Meursault mit lang anhaltendem Abgang, zu genießen 2002 bis 2008.

Leider ausverkauft!

212698 Girardin, Bâtard-Montrachet Grand Cru, blanc 1998 225,00 DM


Ein Weinmonument, in der Nase reife Birnen, Gewürze und ein zarter Rauchton, leicht exotische Anklänge, Mineralien, großartige Textur, mächtig, dicht, hochkonzentriert, opulent, dennoch finessenreich, ein Traum an Wein von 2002-2009.

Leider ausverkauft!

212398 Girardin, Maranges 1er Cru „Clos des Loyeres“ Vieilles Vignes, rouge 1998 35,00 DM


Dieser Rote ist für mich die eigentliche Sensation in der diesjährigen Kollektion von Girardin, ich habe es nicht mehr für möglich gehalten, einen solchen Spitzenburgunder zu so angenehmen Preis trinken zu können. Tiefrote, fast schwarze Farbe, in der Nase sehr reife Früchte, süße Kirschen, Kakao, mundfüllend, wesentlich weniger Säure als die übrigen Rotweine dieses großartigen Jahrgangs, deshalb schon jetzt nach mehrstündiger Öffnung mit großem Vergnügen zu trinken, bis 2006.

Leider ausverkauft!

211698 Girardin, Chassagne-Montrachet 1er Cru „Morgeot“, rouge 1998 49,00 DM


Kardinalsrote Farbe, sehr intensive Aromen von schwarzen Kirschen, Rauch, Schokolade, geröstetem Kaffee und Brombeeren, im Mund füllig, stoffig, saftige Tannine, eleganter als in den Vorjahren, lang anhaltend, trinken jetzt oder 2003 - 2009.

Leider ausverkauft!

212798 Girardin, Pommard 1er Cru „Les Rugiens“, rouge 1998 95,00 DM


Seit 2 Jahren nunmehr gehört diese exzellente Pommard-Lage zu meinen Lieblingsweinen von Girardin, dunkelrot funkelt dieser große Stoff im Glas, in der Nase dominieren noch Röstaromen vom neuen Barrique, dahinter verbirgt sich ein differenziertes Aromenspektrum, aus dem zur Zeit noch Sauerkirschen und Gewürze hervorragen, ein fülliger, dichter Wein von großer Tiefe, Länge, Eleganz und Finesse, riesiges Potential, zu genießen 2005 - 2013.

Leider ausverkauft!

213798 Girardin, Bonnes-Mares Grand Cru, rouge 1998 145,00 DM


Dunkelroter, fülliger, dichter, majestätischer Weltklasseburgunder, in der Nase schwarze Kirschen und vielfältige Beerenaromen, im Mund eine perfekte Tanninstruktur für ein lange Reifezeit, Eleganz und Finesse, großer Nachhall, 2004 - 2013.

Leider ausverkauft!


SPANIEN

Bodegas Antaño, Rueda

In der vorletzten Pinwand haben wir Ihnen mit Vega Sauco ein in Deutschland noch nicht sehr bekanntes, aber exzellentes Weingut in der Aufsteigerregion Spaniens, dem nahe der portugiesischen Grenze gelegenen Anbaugebiet Toro, vorgestellt. Heute bieten wir Ihnen aus der östlich davon gelegenen Region Rueda einen der renommiertesten Weißweine Spaniens zu höchst genußfreundlichem Preis – dieser und sein kleinerer „Bruder“ belegten im großen Test spanischer Weißer in der Maiausgabe 2000 des "Feinschmecker" die Plätze vier und sechs –, und auch die beiden Roten überzeugen durch Trinkgenuß pur zu kleinem Preis.

Die Voraussetzungen für diese Qualitäten liegen in den besonderen klimatischen Bedingungen der Region an der Trennlinie zwischen kontinentalen und mediterranen Einflüssen begründet. Lange, kalte Winter, kurze, heiße Sommer mit wenig Niederschlägen, aber extrem viel Sonnenscheinstunden, ein lockerer und sehr tiefer, ärmlicher, kalkhaltiger Sandboden, der ähnlich wie im Graves mit sehr vielen Kieselsteinen durchsetzt ist, der die Feuchtigkeit bewahrt und die Wurzeln der Rebstöcke vor Temperaturschwankungen schützt. Zudem wurde eine moderne Berieselungsanlage installiert, die, wie von Mas Martinet im Priorat vorbildlich demostriert, mit einer revolutionären Tröpfchen-Bewässerung dafür Sorge trägt, daß es den Pflanzen in der heißen Jahreszeit weder an Wasser noch an Nährstoffen mangelt. Aber das Spektakulärste an diesem Weingut sind sicherlich die aus dem 15/16. Jahrhundert stammenden, 4 km langen unterirdischen Kellergewölbe, in denen aufgrund der dort herrschenden Dunkelheit, Feuchtigkeit und konstanten Temperatur die Weine eine ideale Lagerstätte gefunden haben. „Vater“ dieses kleinen Weinwunders ist einer der prominentesten Gastronomen und Feinkosthändler des Landes, José Luis Solaguren, der sich mit dem Erwerb der Bodega einen lang gehegten Jugendtraum erfüllte. Die Weine dieses Vorzeigegutes aus Rueda bieten für relativ wenig Geld Trinkgenuß pur, so wie wir es in Spanien heute nur noch ganz selten finden, ihr Stil ist ein sehr gelungener Balanceakt zwischen regionaler Tradition und Moderne.

413199 Antaño, Viña Mocén Superior, blanco 1999 17,00 DM


Dieser aus 90% Verdejo und 10% Sauvignon gekelterte Rueda Superior hat sich zu DEM Vorzeigewein der gesamten Region entwickelt und Fachpresse und Liebhaber frischer, tiefgründiger Weißweine gleichermaßen begeistert: Leuchtendes Stohgelb in der Farbe mit grünem Schimmer, herrliche, intensive Fruchtnase von Zitrus und Melone, im Mund eine frische, anregende Säure, ein reintöniger, fein strukturierter Wein mit saftigen Fruchtaromen, jetzt bis Ende 2002.

Leider ausverkauft!

413298 Antaño, Vega Bravia tinto 1998 14,90 DM


Erst seit etwa drei Jahren werden auf der Bodega Antaño Rotweine produziert, die dem Niveau der Weißen entsprechen. Kräftiges Rubinrot, schöne Fruchtaromen und Würzanklänge, weicher, harmonischer Körper, mehrere Stunden vor dem Trinken geöffnet, fügt sich die anfangs deutlich vernehmbare Säure harmonisch ein und verleiht dem Wein eine wohltuende Frische, jetzt bis 2003.

Leider ausverkauft!

413397 Antaño, Viña Copranza Crianza, tinto 1997 17,00 DM


Dieser rubinrote Wein mit seinem würzigen Bukett, den schmeichlerischen Vanillenoten und seinen eleganten Fruchtaromen, seinen weichen Tanninen und seiner samtigen Finesse ist ein Schmeichler par exellence, jetzt zu genießen bis 2005.

Leider ausverkauft!


Unsere Freunde von Toscana Tours veranstalten vom 30.9 bis 7.1. 2001 eine kulinarische Weinreise in die Toskana und bieten dabei 7 Weinproben auf erstklassigen Gütern, nähere Infos dazu unter Telefon 06831-46676 oder Fax 06831-42959

Herzliche Grüße, Ihr

Tino Seiwert