Saarlouis, im September 2000

PINwand N° 33


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

vielen Dank für Ihr großes Interesse an unserem „Geburtstagsfest“ und die vielen Glückwünsche, über die wir uns aufrichtig gefreut haben.

Heute stellen wir Ihnen unsere ersten drei Weingüter mit Spitzenerzeugnissen aus Italien vor, darunter gleich zwei „Dreigläserweine“, einen der besten deutschen Winzer und einige von vielen Kunden lange erwartete Weine von zwei unserer beliebtesten südfranzösischen Domainen, außerdem machen wir Ihnen ein verlockendes Angebot.

ITALIEN

Italien, in den 80er und 90er Jahren nicht nur weinmäßig auf der Beliebtheitsskala der Deutschen ganz oben platziert, hat seit geraumer Zeit bei wahren Weinliebhabern trotz grandioser Weine viel von seinem großen Renommee verspielt: Aberwitzige Preiserhöhungen, Verlust der Authentizität und Anpassung an einen austauschbaren, internationalen Weingeschmack, Panschereien und Manipulationen ohne Ende.

Aber jede Krise birgt auch die Chance zu einem Neuanfang, und in Italien, insbesondere in den bisher vernachlässigten Anbauregionen, beginnt eine Entwicklung, die frappierende Parallelen aufweist zu der revolutionären Dynamik, die vor zwei Jahrzehnten in Südfrankreich einsetzte. Junge, ambitionierte Weinmacher, aber auch gestandene Winzerpersönlichkeiten besinnen sich zurück auf die schier unglaubliche Fülle an unterschiedlichen Weinstilistiken, die dieses schöne Land berühmt gemacht hat, und produzieren höchst individuelle Weine voller Charakter zu moderaten Preisen.

Noch sind diese qualitätsorientierten Winzer in der Minderheit – in welcher Weinbauregion der Welt sind sie das nicht? – , aber Ihre Zahl wächst ständig. Höchste Zeit, uns in Italien zu engagieren. Wir haben im Frühjahr dieses Jahres unsere Degustationen abgeschlossen und präsentieren Ihnen in den nächsten Monaten etliche herausragende Weine ganz unterschiedlicher Provenienz.

Azienda Agricola Felline

In Apulien wurden in der Vergangenheit fast ausschließlich profillose Billigweine in großen Mengen erzeugt, in den letzten Jahren jedoch erzielten qualitätsorientierte Winzer vorwiegend mit den einheimischen Rebsorten erste große Erfolge und erlangten internationale Reputation.

Voraussetzung für diesen Qualitätssprung war die Verknüpfung von Tradition im besten Sinne – insbesondere die Verwendung der regionalen autochthonen Rebsorten sowie eine radikale Mengenbegrenzung in den Hektarerträgen – mit einer modernen Verarbeitungstechnik in renovierten oder neu konstruierten Kelleranlagen.

Eines der Vorzeigeobjekte für diese neuen Weine mit einem großartigen Preis-Genußverhältnis ist die Kellerei Felline in Manduria. Die Gebrüder Perucci produzieren unter Anleitung eines der renommiertesten – manche meinen gar des besten – italienischen Önologen, Roberto Cipresso, Rotweine voller Originalität zu kleinen Preisen. Insbesondere der Primitivo von Manduria, der Stammvater des zur Zeit so populären, aber leider immer teurer werdenden kalifornischen Zinfandels, eine Rebsorte, die wie keine andere die Zukunft und das Potential Apuliens verkörpert, wird hier vom genialen Weinmacher Cipresso neu interpretiert. Durch harte Arbeit im Weinberg, strenge Auslese der Trauben, Reduzierung des Blattwerkswachstums, unterschiedliche Vinifizierung der Trauben je nach Standort und Qualität bringt er die Vorzüge dieser so dickschaligen und schwer ausreifenden Rebsorte optimal zur Geltung, es entstehen herrliche, komplexe Trinkweine mit einem fast unwiderstehlichen attraktiven Charakter, durchaus ihre süditalienische Herkunft nicht verleugnend, mit einer sinnlichen Frucht und einer würzigen Note.

681198 Azienda Agr. Felline, „Alberello“, rosso 1998 12,00 DM


Was für ein herrlicher Trinkwein aus je 50% Primitivo und Negramaro, dunkelfarbig, in der Nase ein verführerischer Duft von Gewürzen und Pflaumen, konzentriert, mundfüllend, mit einem langen, saftigen Abgang, ein „Preiswunder“, wie es Dagmar Ehrlich vom „Feinschmecker“ in ihrem Buch der besten Weine unter 20 DM zutreffend formuliert hat.

Leider ausverkauft!

681299 Azienda Agr. Felline, „Primitivo di Manduria“, rosso 1999 17,00 DM


Fast schwarz in der Farbe, verströmt dieser kraftvolle, kompakte, aber dennoch infolge des oxydativen Ausbaus weiche 100%ige Primitivo einen üppigen Duft nach orientalischen Gewürzen, Pfeffer, Vanille (Ausbau im neuen 550 Liter Eichenfaß) und Rosinen, phantastische Frucht mit einer leicht süßlichen Würze, Anklänge an Kakao und reife Kirschen.

Leider ausverkauft!

Azienda Agricola Serafini e Vidotto

Venetien mit seinen riesigen Rebflächen steht beispielhaft für diejenigen Regionen in Italien, die zwar über ein hervorragendes Potential verfügen, deren Winzer dieses jedoch in der Vergangenheit infolge von Überproduktion mittelmäßiger Massenweine, wegen unzureichender Vinifizierungstechniken sowie dem Aufkauf von fremdproduziertem, minderwertigem Lesegut geradezu mit Füßen getreten haben.

Zwar haben viele Winzer in den letzten Jahren eine erstklassige Kellerausstattung erworben, doch erweisen sich die meisten der dort produzierten Weine als zwar technisch perfekt vinifiziert, aber ohne „Seele“, ohne eigene Identität. Doch genau in dieser so problematischen Region mit einer gewaltigen Kluft zwischen wenigen erstklassigen Winzern und der Masse von Kellereien, die mäßige Qualitäten zu überhöhten Preisen verkaufen, sind wir auf zwei ehrgeizige Winzer par excellence gestoßen:

Francesco Serafini und Antonello Vidotto produzieren auf ihrem gleichnamigen Weingut in Nervesa della Battaglia infolge rigoroser Ertragsbegrenzungen Rotweine ganz herausragender Qualität, die nicht nur zu den besten Venetiens, sondern der gesamten Halbinsel gehören.

Diese Weine, zwar aus den international erfolgreichen „Bordelaiser“ Rebsorten produziert, sind von so umwerfender, geradezu spektakulärer Qualität, daß wir Ihnen diese Gewächse als unbedingt lohnend empfehlen: Den Geschmack des „Rosso Dell’Abazzia“ werden Sie lange nicht vergessen. Ein absolutes Muß für Freunde großer Bordeaux-Gewächse, ein Wein, der in seiner Stilistik auch erinnert an glänzende Resultate dieser Rebsorten in Kalifornien.

630197 Azienda Agr. Serafini e Vidotto, „Phigaia After the Red“ VdTavola, rosso 1997 26,00 DM


Sehr eleganter, ausgewogener, reifer Blend aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot, etwas über ein Jahr in 2-3 Jahre alten französischen Barriques ausgebaut, blumig im Duft, harmonisch und komplex, unfiltriert.

Leider ausverkauft!

630297 Azienda Agr. Serafini e Vidotto, „Rosso Dell’Abazzia“ VdTavola 1997 49,00 DM


Farbintensive, unfiltrierte Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot aus besten südlich exponierten, eisenhaltigen Lagen, ein wegen seiner Finesse, Würze und Überreife geradezu kalifornisch anmutender Wein aus großem Jahr, im Mund dicht und seidig, mit einer warmen, samtigen Struktur, Aromen von Gewürzen und roten Früchten, faszinierend weiche, reife Tannine, meisterlich eingebunden das neue französische Barrique, in dem der Wein fast 2 Jahre ausgebaut wurde. Ein Monument, erhielt im Gambero Rosso 2000, der italienischen Weinbibel, die höchste Auszeichnung, 3 Gläser, die von fast 20.000 verkosteten Weinen gerade einmal an 182 Weine vergeben wurde.

Leider ausverkauft!

Azienda Agricola Oasi degli Angeli

Wir präsentieren heute noch ein drittes Weingut aus Italien, bei dem es gilt, meine Begeisterung zu zügeln, zu herausragend die Qualitäten, zu homöopathisch gering die produzierten Mengen, zwei Weine, die schon sehr bald Kultweinstatus erlangen werden.

In den Marken, einer der zur Zeit spannendsten und innovativsten Regionen Italiens, in Deutschland aber wohl noch nicht so bekannt, sind wir auf das Gut Oasi degli Angeli, ein wahres Juwel, gestoßen, das in seiner neuesten Ausgabe auch der „Gambero Rosso“ enthusiastisch feiert:
„Welch Labsal in der Engeloase! Daß unsere Karawane von Redakteuren, wenn sie Jahr für Jahr ... von einer Kellerei zur anderen zieht, bei einem derartigen Lichtblick ins Schwärmen gerät, dürfte nur allzu verständlich sein ... Nachdem wir uns vergewissert hatten, daß es sich beim Kurni 97, ... einem der besten Rotweine Italiens ..., mitnichten um eine Fata Morgana handelt, zückten wir bereitwillig unsere 3 Gläser ... Das zweite Glanzstück des Hauses, der Esedra 97“, mit 2 Gläsern bedacht, wurde 1997 ebenfalls erstmalig unter technischer Beratung des Önologen Giovanni Basso vom sympathischen Winzerpaar Eleonora Rossi und Marco Casolanetti bereitet.
Beide Weine haben jedoch einen gravierenden Makel: die zur Verfügung stehende geringe Menge. So wurden vom „Esedra“ ganze 3.000, vom „Kurni“ 2.500 (i.W. zweitausendfünfhundert!) Flaschen produziert, und dieser sensationelle Rosso wird gerade in zahlreichen Publikationen mit Elogen überhäuft. So gewann er im Juni 2000 die Verkostung einer Auswahl der besten Rotweine Süditaliens, veranstaltet von der „Grand Jury Européen“. Nach Ansicht dieser Weinexperten belegt die Degustation auch den „historischen Durchbruch“ der Weine dieser Regionen im qualitativen Vergleich zu den wesentlich berühmteren und teureren norditalienischen Renommierrotweinen.
Wegen der kleinen Margen können wir ihn nur in limitierter Menge von max. 2 Flaschen pro Kunde abgeben, beim weißen „Esedra“ teilen wir bis zu 3 Fl. zu. Wir bitten Sie um Verständnis, daß wir möglichst viele unserer Kunden in den Genuß dieser so authentischen Weine kommen lassen wollen, die wir aufgrund ihres sehr eigenen Charakters auch nur fortgeschrittenen Weinliebhabern anempfehlen.

651197 Azienda Agricola Oasi degli Angeli „Esedra“, bianco 1997 36,00 DM


Aus der Trebbiano-Traube gekelterte und 16 Monate im neuen französischen Barrique ausgebaute, mächtige, konzentrierte Weißweinrarität, breiter Duftfächer, Noten von weißen Blüten, Karamell, Zitrusfrüchte und Anis, ausladend, würzig, warm im Geschmack, lang anhaltend, viel Potential.

Leider ausverkauft!

651297 Azienda Agricola Oasi degli Angeli, „Kurni“, rosso 1997 78,00 DM


Aus niedrigsten Erträgen wird dieser reinsortige Montepulciano mit seinem seidigen Tannin gewonnen, 20 Monate im neuen französischen Barrique ausgebaut, eine den Weinnovizen „schockierende“ Aromenexplosion mit Anklängen von Kirschen, Leder, Minze und Kaffee, im Mund ebenfalls ausladend, hochkonzentriert, mächtig und lang anhaltend, „Wärme“, großes Potential, einer der charktervollsten Rotweine, den ich je degustieren durfte.

Leider ausverkauft!


DEUTSCHLAND

Weingut Karthäuserhof

In den letzten Jahren haben sich meine Vorlieben beim Weißwein deutlich verändert, weg von den modischen Rebsorten wie den Chardonnays aus aller Welt mit ihren so austauschbaren Weinstilen (Ausnahmen wie große Burgunder bestätigen nur die Regel), hin zu charaktervollen Gewächsen aus dem deutschsprachigen Raum, seien es faszinierende Sauvignon Blancs und Grüne Veltliner aus Österreich, mächtige Gewürztraminer und Pinot Gris aus dem Elsaß, insbesondere jedoch Weißweine aus der edelsten aller Weißweinreben, von Dichtern seit ewiger Zeit als der wahre Göttertrank verzückt beschrieben, dem Riesling.

Einen großen Riesling zu genießen ist für mich ein unvergleichliches Erlebnis, da sich zur aromatischen Fülle äußerste Eleganz und Finesse gesellen. Mehr als jede andere Weinsorte spricht er den Geruchssinn an, betört mit unendlich vielen Nuancen, sein Aroma, seine Frische und sein ursprünglicher Geschmack vermögen zu verzaubern. Das faszinierende Spiel zwischen den intensiven Fruchtaromen und der charakteristischen Säure, die je nach Region, Bodentyp und Wachstumsbedingungen elegant und seidenweich, kräftig und rassig oder fest und stahlig schmecken kann, gibt den Rieslingweinen ihre einzigartige Persönlichkeit.

Wachsen auch in Österreich und im Elsaß Rieslinge allerhöchster Qualität, so kommen doch die meisten großen Rieslinge aus Deutschland, und hier sicherlich von Mosel, Saar und Ruwer, eine Tatsache, die heutzutage im angelsächsischen Sprachraum mehr verankert zu sein scheint als im eigenen Land.
Dabei waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die deutschen Rieslinge die gefragtesten und teuersten Weine der Welt, teurer gar als die Premier-Cru-Rotweine aus dem Bordelais.
Der Riesling ist ein sehr transparenter Wein, der den Duft und Geschmack der Trauben direkt vermittelt, ein Wein, bei dem ein guter Erzeuger so wenig wie möglich einzugreifen versucht. Vielmehr besteht seine Herausforderung im Bewahren des vollständigen Traubenaromas in seinen unzähligen Facetten. Die Aromenkonzentration im deutschen Riesling ist das Ergebnis der einzigartig langen Vegetationsperiode von der Rebenblüte bis zur Lese der reifen Trauben von ca. 120 Tagen, ja große Rieslinge haben nicht selten bis zu 150 Tage am Stock gehangen.

Woher rührt also bei der unbestritten großen Klasse dieser einzigartigen Weine das Unbehagen vieler Konsumenten? Es waren nicht zuletzt hausgemachte Probleme, wie die durch das katastrophale deutsche Weingesetz von 1971 ermöglichte Ausdehnung exzellenter Lagen von den weltberühmten, erstklassigen Steilhängen in die minderwertigen Ebenen. Viele der unter großen Lagennamen vermarkteten pappigen, süßen Gesöffe, die danach die Regale nicht nur der Supermarktketten überschwemmten und dem Image der grandiosen edelsüßen Rieslinge erheblichen Schaden zugefügt haben, stammen nicht einmal aus diesen berühmten Ortschaften. „Dies ist gesetzlich autorisierter und geregelter Betrug“ schreibt einer der weltweit angesehensten Kenner deutscher Spitzenweine, Stuart Pigott, in seinem unbedingt lesenswerten Standardwerk über die „großen deutschen Rieslingweine“.
Nach der süßen Welle schwappte dann, typisch deutsch, das andere Extrem über uns hinweg, schier unglaublich trockene, furchtbar saure Rieslinge, die zu trinken es fast schon eines gewissen Masochismus bedurfte.
Erst vor gut 10 Jahren begann die Rückbesinnung auf einen Stil, der die Stärken des deutschen Rieslings in vortrefflicher Weise wiedergibt, der weniger säurebetont ist und körperreichere Weine voller Harmonie und Eleganz entstehen läßt.

Als Paradebeispiele dieser zweiten Blütezeit des deutschen Rieslings gelten die besten Weine von Mosel, Saar und Ruwer; hier führt die Verbindung von sehr kühlem, doch nicht rauhem Klima, steinigen Schieferböden, extrem steilen Weinbergen und qualitätsbesessenen Spitzenwinzern zu einzigartigen Weltklasseweinen. Und eines der besten Güter dieser Region finden wir im kleinen Ruwertal, das Weingut Karthäuserhof, dessen 59er und 64er Rieslinge zur Legende geworden sind. Nach einer schwierigen Phase in den 70er Jahren, als unter dem Vater des heutigen Eigentümers und damaligen Präsidenten des deutschen Weinbauverbandes ein Stück am deutschen Weinskandal, der verbotenen Chaptalisierung bei Prädikatsweinen, mitgeschrieben wurde, fand es infolge des unermüdlichen Einsatzes von Christoph Tyrell und seines genialen Kellermeisters Ludwig Breiling zu alter Klasse zurück. Ja, mit dem phantastischen 97er und dem an der Ruwer überragenden 99er Jahrgang („Wie ein Garten Eden von den klimatischen Bedingungen her“, Tyrell), dem besten, der bisher unter der 15jährigen Ägide des neuen Führungsgespannes erzeugt wurde, präsentiert das Gut geradezu sensationelle Weine.

Diese Weine verfügen über mehr Frische, Aroma und Eleganz als je zuvor. Die Ursachen für den Qualitätsschub liegen in der Mengenreduzierung im Weinberg, dem unmittelbar am wunderschönen Gut gelegenen Ettelsbacher Karthäuserhofberg, eine der absoluten Spitzenrieslinglagen an Mosel-Saar-Ruwer und im Monopolbesitz von Tyrell, in der einschneidenden Veränderung in der Kellerarbeit – dem Wechsel vom traditionellen Ausbau in alten Holzfudern zur Vinifikation in Edelstahltanks –, einer feinfühligen, temperaturkontrollierten Gärung, der überwiegenden Verwendung von natürlichen Hefen und einer möglichst sanften, schonenden Behandlung des unfertigen Weines, „um die Traube so unverändert wie möglich durch die Gärung zum Wein zu führen“ (Tyrell). Kennzeichen der Weine vom Karthäuserhof sind ihre Mineralität, ihre unnachahmliche Eleganz und Filigranität, sowie die Aromen von weißen Früchten wie Apfel oder Birne und bei den höheren Prädikatsweinen nach gelben Früchten wie Pfirsich.
Die trockenen Weine, am besten im zweiten bis fünften Jahr zu trinken, sind schlank, rassig, filigran und sehr fruchtbetont. Den halbtrockenen Weinen ist eine wunderbare Balance von Frucht, Säure und Süße eigen, wobei letztere so diskret ist, daß für mich diese Weine immer vollkommen trocken schmecken. Und die edelsüßen Weine sind extrem rassig, saftig und elegant, schmecken bereits in der Jugend verführerisch und verfügen über ein enormes Alterungspotential. Wenn Sie erfahren wollen, wie umwerfend gut Weine von der Ruwer schmecken können, dann probieren Sie unsere Selektion des 99er Jahrgangs, dem Inbegriff großer Weine des Karthäuserhofs. Selten nur hat mich eine Weinkollektion eines Winzers so begeistert wie diese Weißweine aus einem Traumjahrgang an der Ruwer.

910199 Weingut Karthäuserhof, Weißburgunder Qualitätswein trocken 1999 17,00 DM


Feinfruchtiger, elganter, spritziger, mineralischer Weißburgunder, wie er nur in großem Jahr an der Ruwer wächst.

Leider ausverkauft!

910299 Weingut Karthäuserhof, Riesling Kabinett trocken 1999 17,00 DM


Sehr ausbalancierter Riesling mit niedriger, kaum vernehmbarer Säure, mineralisch, lang.

Leider ausverkauft!

910399 Weingut Karthäuserhof, Riesling Spätlese trocken 1999 25,00 DM


Harmonisch, elegant, finessenreich, herzerfrischend, ein Wein, der auf der Zunge tanzt.

Leider ausverkauft!

910499 Weingut Karthäuserhof, Riesling Kabinett halbtrocken 1999 18,00 DM


Was für ein Klasse-Riesling mit nur 10% Alkohol, feinduftig, pikant, ein Schmeichler der Sinne.

Leider ausverkauft!

910599 Weingut Karthäuserhof, Riesling Spätlese 1999 25,00 DM


Welch konzentrierte Frucht- und Aromenintensität, großartige Struktur, eine Spätlese in ihrer schönsten Form.

Leider ausverkauft!

910699 Weingut Karthäuserhof, Riesling Auslese Nr. 20 1999 78,00 DM


Hochkomplexer Riesling, barocke Fülle vereint mit großer Eleganz, feinste Pfirsicharomen, Honignote, Weltklasse!

Leider ausverkauft!


FRANKREICH

Domaine Fondrèche

Was sollen wir Ihnen noch zu den so preiswerten, aber qualitaiv hochwertigen Weinen dieser Domaine sagen, die zu unseren erfolgreichsten überhaupt gehören und von denen wir leider nie genug bekommen. Wir haben schon mehrfach geschrieben, daß viele TOP-Winzer 1999 in Südfrankreich bessere Resultate erzielt haben als im hochgelobten Vorgängerjahr. Infolge rigoroser Traubenselektion ist dies beispielhaft unserem Freund Sébastien gelungen, dessen „einfache“ Cuvée Fayard von Parker im neuen Wine Advocat mit 89 Punkten bewertet wurde, ein stolzer Erfolg für einen Wein, der gerade mal 12,50 DM kostet! Und soeben abgefüllt und frisch eingetroffen ist die höherwertigere Cuvée Carles Nadal, eine Assemblage aus Syrah und Grenache, gekennzeichnet von attraktiver Wildheit und hoher Eleganz.

151299 Cuvée Carles Nadal, rouge 1999 15,50 DM


Wegen der Folgen der Treibstoff-Blockaden in Frankreich verzögert sich die Auslieferung dieses Weines um ein paar Tage!

Leider ausverkauft!


Château de la Negly

Wohl kein Gut im Languedoc hat in den beiden letzten Jahren mit so spektakulären Ergebnissen für Furore bei den Weinliebhabern und in der Fachpresse gesorgt wie das Château de la Negly. Penibelste Auslese der reifen Trauben, eine nicht zu steigernde Sorgfalt bei der Vinifikation, schon die Vergärung erfolgt in neuen Holzbehältern, all dies ergibt Weine mit faszinierend feinen Tanninen und extrem reifer Frucht, die so angenehm weich den Mund vollständig auskleiden; es sind konzentrierte Weine voller Dichte und Aromen, herausragend in 1998, übertroffen gar noch vom 99er Jahrgang infolge einer Halbierung! der Ernteerträge. Vier Weine dieses Ausnahmegutes sind neu eingetroffen.

318699 Château de la Negly, Rosé 1999 13,00 DM


Cabernet, Syrah und Grenache prägen diesen frischen, blumigen, finessenreichen Rosé der eher leichteren Art.

Leider ausverkauft!

318199 Château de la Negly, „La Côte“, rouge 1999 16,80 DM


Grenache, Carignan und Cinsault, dazu ein wenig Syrah, Alicante und Tempranillo, all dies ergibt einen fast schwarzen, komplexen, dichten, saftigen, würzigen und fruchtbetonten (Cassis!) Ausnahmewein in seiner Preisklasse.

Leider ausverkauft!

318798 Château de la Negly, „L'Ancely“, rouge 1998 75,00 DM


In kleinster Menge produzierter Weltklassewein aus alten Mourvèdre-Reben, dazu 10% Syrah. Ausbau im neuen Barrique, ungemein weicher, fülliger, komplexer Wein, alle Komponenten harmonisch eingebunden, perfekte Textur, von ähnlicher Klasse wie die von Parker mit 92-94 Punkten bewertete und ab Januar erhältliche Cuvée „Porte du Ciel“.

Leider ausverkauft!


Angebot des Monats:

Einer meiner persönlichen Favoriten, charaktervoller, trinkreifer, relativ unbekannter Spanier.

411296 Vega Sauco, Tinto Crianza 1996 15,00 DM

Leider ausverkauft!

Mit freundlichen Grüßen

Tino Seiwert