Saarlouis, im August 2000

PINwand N° 32


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

wir feiern unseren 5. Geburtstag!

Fünf Jahre ist es nun schon her, seit ich meine Passion für erlesene Weine auch zu meiner neuen Profession machte. Begonnen hat es „nebenberuflich“, wie die meisten von Ihnen wissen, doch mit wachsendem Erfolg wurde ich verführt, mein solides (???) und gesichertes Beamtendasein gegen das weniger geruhsame und risikoreichere Leben eines selbständigen Weinhändlers einzutauschen. Diese Umorientierung in meinem beruflichen Leben wurde mir nur möglich, weil immer mehr Weinfreunde, auch und gerade infolge von Weiterempfehlungen zufriedener Kunden, mit unserer Selektion bekannt wurden und meine Begeisterung für diese eigenständigen, charaktervollen Weine teilten.

Für Ihr reges Interesse, das mir in all der Zeit Ansporn und Motivation zugleich gewesen ist, sowie für Ihre Zustimmung zu unserer Geschäftsphilosophie sage ich ganz herzlich Danke, und nach unserer Jubiläumsverkaufsaktion im Frühsommer möchte Pinard de Picard nun ein Fest feiern. Am liebsten mit Ihnen allen und zwar in meinem „Wohnzimmer“.

Dieser ganz besondere Ort, an dem ich nach getaner Arbeit neue Kraft tanke, befindet sich nicht, wie Sie vielleicht meinen, bei mir zu Hause, sondern im nördlichen Saarland in Nonnweiler-Sitzerath im Restaurant meiner Freunde
Sigrun und Thomas.
Sie sind die sympathischen Gastgeber im Landgasthof Paulus, wo für jedermann die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Restaurant“ erlebbar ist, kommt doch dieser Begriff vom lateinischen restaurare = wiederherstellen. Verwöhnt wird zum einen der Körper mit Speisen aus ausgewählten Produkten der Region, die im Einklang mit der Natur erzeugt sind. In einer „Zeit ohne Zeit“ nimmt man sich hier genau diese Zeit, um die Gäste noch im wahrsten Sinne zu bekochen: alles ist hausgemacht. Aber nicht nur die leiblichen Genüsse finden hier Erfüllung. Im behutsam restaurierten Bauernhaus kann man die Seele baumeln lassen in der behaglichen Stube, im eleganten Eßzimmer, im mediterranen Flair des Wintergartens und bei sonnigem Wetter auf der lauschigen Weinterrasse. Auch der Geist kommt nicht zu kurz. Wie gern labe ich mich dort an Weinen herausragender Qualität, die auch glasweise kredenzt werden: eine Hymne an den Weingott Bacchus, der in jedem wahren Weinliebhaber wohnt.

Es trifft sich, daß auch mein „Wohnzimmer“ vor gerade 5 Jahren von einem Dorfgasthaus zu diesem Kleinod kulinarischer Gastlichkeit umgestaltet wurde. Als vorläufiger Abschluß wurde vor wenigen Monaten das „Sigrun Essenpreis Wein & Genuss Zentrum“ eröffnet, ein wegen seiner einzigartigen Gestaltung geradezu magischer Ort, in dem Weinnovizen als auch Fortgeschrittene in Genuss-Coachings und Events tiefer in die unendlich reiche Sinnenwelt von Wein und Genuss eintauchen können.

Ja, so haben wir allen Grund gemeinsam zu feiern und das ganze zwei Tage lang! Das Fest beginnt am Freitag, dem 22. September 2000, um 19.00 Uhr mit einem Dîner Oenologique im Wein & Genuss Zentrum. Dieser Abend ist der Degustation und dem Genuß großer Weine gewidmet. Wir präsentieren einen Querschnitt exzellenter Weine aus unserem Programm, insgesamt 15! meiner persönlichen Favoriten. Unterstützt werde ich bei der Moderation der Weine von Sigrun Essenpreis. Sie ist auch in der Sommelierausbildung tätig und weiht uns an diesem Abend in die Geheimnisse der Harmonie von Weinen und Speisen ein. Harald Brecht, nach mehreren Stationen in herausragenden Häusern nun Küchenchef im Landgasthof Paulus, begleitet die Auswahl hochwertiger Weine mit einer kulinarischen Sinfonie:

Hausgerauchter warmer Donauwaller mit marinierten Linsen
Raviolo aperto mit Steinpilzen aus heimischen Wäldern
Rosagebratener Rücken vom Hunsrücker Hirsch mit Civetsauce, Rotkraut und Weißbrotauflauf
Tête-de-Moîne mit Kompott aus rotem Weinbergspfirsich

Am nächsten Tag bieten wir an, von 15.00 Uhr - 17.00 Uhr das Weingut Karthäuserhof zu besuchen. Unter der Leitung von Christoph Tyrell gehört dieses Gut nicht nur zu den besten an Mosel-Saar-Ruwer, sondern in Deutschland überhaupt. Die 99er Kollektion ist geradezu sensationell ausgefallen, der Kellermeister Ludwig Breiling erläutert uns die Philosophie seiner Weinerzeugung, und natürlich werden Sie neben der hochwertigen Pallette des 99er Jahrgangs (bis hin zu seinen edelsüßen Kreszenzen) auch Weine aus seiner Schatzkammer degustieren dürfen.

Als Alternative können Sie von 17.00 Uhr - 19.00 Uhr am Genuß-Coaching im „Wein & Genuss Zentrum“ teilnehmen unter dem Thema: „Bin ich noch bei Sinnen?“. Es gibt einen Sinnenparcours, in dem der Geruchs-, der Geschmacks- und der Tastsinn neu entdeckt und geschult werden können. Die Idee dazu lieferte die Erkenntnis, daß wir in unserer rationalen, vom Visuellen geprägten Welt verlernt haben, alle unsere Sinne zu gebrauchen, denn heutzutage wird maßgeblich der Sehsinn bedient und trainiert. In dieser Veranstaltung lernen Sie noch einmal neu, welche Erlebniswelten sich auftun, welch eine Genußsteigerung es bedeutet, wenn man mit allen seinen Sinnen wieder in Kontakt gekommen ist.

Am selben Abend ab 19.00 Uhr gibt´s im Landgasthof Paulus ein „Fest auf dem Lande“. Der Reigen beginnt, die Musik spielt auf, an großen Tafeln lockt das frischgebackene Bauernbrot aus dem Steinbackofen, der Patron teilt die Quiche vom Blech, die Kürbissuppe wird aus der bauchigen Terrine geschöpft, die geschmorte Lammkeule im gußeisernen Tiegel aufgetischt, die Salatschüssel wird herumgereicht, das Ratatouille dampft in den Kacheln, die gebratenen Rosmarinkartoffeln gehen nicht aus, der Ofenschlupfer paßt gerade noch in den Bauch, die Gläser bleiben nie ungefüllt .... .Apropos: nicht nur Weine aus dem aktuellen Programm von Pinard de Pinard stehen auf dem Tisch, wir plündern für dieses „Familienfest“ auch Magnums, Doppelmagnums, eine Jeroboam (83er Talbot) und eine Salmanazar (9 Liter! 90er Pégau Cuvée Laurence) aus unseren Privatbeständen.

Sie haben Lust bekommen mit uns zu feiern? Dann können Sie sich für alle Veranstaltungen anmelden oder wählen:

1. Dîner Oenologique, Freitag, 22. September 2000, Beginn 19.00 h, 195,- DM

2. Verkostung Weingut Karthäuserhof, Samstag, 23. September 2000, Treffpunkt beim „Paulus“ 14.30 h, 35,-DM

3. Genuss-Coaching: „Bin ich noch bei Sinnen?“ , Samstag, 23. September 2000, Beginn 17.00 h , 35,- DM

4. „Fest auf dem Lande“, Samstag, 23. September 2000, ab 19.00 h, 145,- DM

Die Preise verstehen sich inklusive aller Speisen und Getränke (sämtliche hochwertigen Weine, die wir nur zu Einkaufspreisen! kalkuliert haben, Wasser und Kaffee), Spirituosen und Rauchwaren gehen extra, der Wein aus den Großflaschen ist ein weiteres Geburtstagsgeschenk an Sie.

Sie wollen nach dem ausgiebigen Feiern nicht mehr nach Hause fahren? Kein Problem, wir haben für Sie im Parkhotel Weiskirchen, einem Hotel der Spitzenklasse mit Wellness-Bereich/Hallenbad im 10 km entfernten Luftkurort Weiskirchen, Zimmer zu besonders günstigen Konditionen reserviert. Das Doppelzimmer kostet pro Person nur 90,- DM / Nacht, das Einzelzimmer 110,- DM / Nacht. Die Preise verstehen sich inklusive reichhaltigem Frühstücksbüffet und kostenlosem Transportservice vom Hotel zum Landgasthof und zurück. Wenn Sie „einfacher“, aber preiswerter übernachten wollen, können wir Ihnen gerne günstige Pensionen nennen. Es gibt schon viele Anfragen zu unserem Fest nach unserer Vorankündigung im Juni, bei Interesse kontaktieren Sie uns daher so schnell wie möglich.


Auch heute bieten wir Ihnen wieder einige großartige Weine an - wir haben nachgeblättert, wohl noch nie erschien eine PINwand mit ausschließlich solch hochwertigen Weinen mit einem jeweils phantastischen Preis-Genußverhältnis:

Château Tour des Gendres, Bergerac

Eigentlich hatten wir diese Traumcuvée aus vollreif gelesenen Cabernet-Sauvignon, Cabernet-Franc und Merlot in unserem Katalog erst für Oktober angekündigt, aber Luc de Conti, dieses unberechenbare, visionäre Genie, hat sich überraschend entschlossen, früher abzufüllen, und so können wir dieses hochfeine Extraktionmonster ab sofort liefern: Dichte, konzentrierte Nase von schwarzen und roten Beeren, Lakritze sowie Früchte, Leder und Tabak; fein eingebundene Holztöne, die dem Wein einen Hauch von Vanille und Süße verleihen, äußerst konzentriert, finessenreich und dicht, eine seltene Kombination von schierer Kraft und feinster Eleganz. Ein Wein zum Süchtigwerden. Zwar zählte der „Feinschmecker“ schon den 96er zu den „100 besten Weinen der Welt“, doch setzt dieser 98er aus dem Bergerac, dem Nachbargebiet des Bordelais, neue Maßstäbe, erscheint in seiner Preisklasse geradezu wie von einem anderen Stern. Wir behaupten: Nirgendwo im Médoc werden Sie zu diesem Preis eine vergleichbare Qualität finden!

510498 Château Tour des Gendres, „Moulin des Dames“, rouge 1998 45,- DM

Leider ausverkauft!


Château de Chainchon, Côtes de Castillon

Patrick Érésué , als langjähriger Kellermeister des berühmten Gutes Canon-La-Gaffelière bis 1995 verantwortich für die exzellenten Weine dieses St. Émilion Châteaux, hat im großen 98er Merlot-Jahrgang einen sensationellen Wein kreiert: Von über 100 Jahre alten Rebstöcken einer reinen Südlage stammt dieser im neuen Barrique gereifte und unfiltriert abgefüllte Wein (70% Merlot, 30% Cabernet-Sauvignon) mit reicher Frucht, kompakter Tanninstruktur und großer Komplexität, überbordende Aromen von Cassis, Kaffee, Schokolade und roten Früchten. Wo in Saint Émilion gibt es solch riesige Qualitäten zu so angenehmen Preisen?
Wir sind aus dem 99er Bordeaux Subskriptionsgeschäft kompromißlos ausgestiegen, zu schwach viele Weine (Vgl. Sie hierzu auch Parker!), die jetzt über die Jahreszahl – letzter Jahrgang des Jahrtausends – zu völlig überhöhten Preisen angesichts der mittelmäßigen Qualitäten an den Käufer gebracht werden sollen. Nur einen einzigen Wein haben wir uns nicht entgehen lassen, denn wie im Vorjahr hat Patrick einen Wein gemacht, der seine Konkurrenten in dieser Preisklasse mühelos an die Wand spielt, einen Wein, den wir uns wie den 98er auch in den eigenen Keller legen.

512398 Château de Chainchon, Valmy Dubourdieu Lange, rouge 1998 36,- DM

Leider ausverkauft!

512399 Château de Chainchon, Valmy Dubourdieu Lange, rouge 1999 Subskription 29,- DM incl. MwSt.

Leider ausverkauft!


Château du Cèdre, Cahors

Pascal Verhaege, belgischer Provenienz, aber „bester französischer Winzer“ im Urteil vieler seiner Kollegen, hat mit diesem erstmals 1996 produzierten Wein sofort Kultstatus erlangt. Im 99er Jahrgang hat er infolge rigoroser Auslese (Urlaubssperre im August für seine Mitarbeiter und doppelt soviele Arbeitsstunden in den Weinbergen als sonst) eine absolut sensationelle Qualität erzeugt, da dieses Extraktionsmonster neben der schier unglaublichen Kraft, Dichte und Konzentration erstmals auch eine traumhafte Eleganz infolge feingliedriger Tannine aufzuweisen hat. Schwarz wie Tinte steht dieser monumentale Wein im Glas, in der Nase erahnt man bereits die explosive Fruchtbombe, der beste Wein, der jemals in Cahors erzeugt wurde, nie habe ich in den letzten Jahren im Médoc einen Wein gefunden, der ein solches Preis-Leistungsverhältnis besitzt, ein Wein, geschaffen für eine Legende. Sichern Sie sich diesen Weltklassewein zum absoluten Schnäppchenpreis, der reguläre Verkaufspreis ab nächsten Sommer wird 48 DM betragen.

502299 Château du Cèdre „Le Cèdre“, rouge 1999 Subskription 39,- DM incl. MwSt.

Leider ausverkauft!


Domaine La Soumade

Die Domaine La Soumade gehört bereits seit Jahren zu Ihren und unseren besonderen Favoriten, so überragend die Qualitäten, die von einem der begnadetsten Weinmacher der südlichen Rhône produziert werden, von André Roméro, den wir schon lange für den legitimen Nachfolger des verstorbenen Jacques Renaud von Château Rayas halten, eine Einschätzung, die jetzt auch von Parker geteilt wird, der diesen „Superstar“ zudem mit Henri Bonneau vergleicht und ihn in die kleine Weltelite der „outstanding producers“ einreiht. Im vom Potential her großartigen 98er Jahrgang hat André sich selbst übertroffen, Weine der Extraklasse vinifiziert, tiefdunkle, gerbstoffbeladene, opulente und dennoch elegante und saftige Weine ohne Bitterstoffe, aber mit viel beeriger, reifer Frucht und einer fleischigen Finesse, die selbst in Châteauneuf keine Konkurrenz zu fürchten braucht. Das aber zu wesentlich moderateren Preisen, die wieder einmal belegen, daß Frankreich neben vielen völlig überteuerten Prestigeobjekten immer noch die preiswertesten Rotweine der gesamten Welt zu bieten hat. Weine, die ich Ihnen als meine ganz besondere Empfehlung ans Herz lege.

145698 Cabernet-Sauvignon, rouge 1998 14,50 DM


Eigenständige, charaktervolle Cabernet-Variante für Liebhaber, kraftvoll und dennoch geschliffen.

Leider ausverkauft!

145598 Côtes-du-Rhône-Villages, rouge 1998 16,50 DM


Purpurrote Farbe, saftiger, fein strukrurierter, harmonischer, beeriger Wein für noch wenig Geld.

Leider ausverkauft!

145198 Rasteau Cuvée Prestige, rouge 1998 24,- DM


Tiefdunkle Farbe, in der Nase eine Fülle von Aromen, von gänzlich anderer Struktur als in den Vorjahren, eher einem hochwertigen! Châteauneuf ähnelnd, noch nach Tagen in der geöffneten Flasche keinerlei Oxidationserscheinungen.

Leider ausverkauft!

145298 Rasteau Cuvée Confiance, rouge 1998 32,- DM


Berühmte Spitzencuvée, von der Revue du vin de France mit Guigals superteuren Lageweinen verglichen, fast schwarz in der Farbe, von einer sagenhaften, geschliffenen Eleganz, dicht, mundfüllend, weiche, beerige Fruchtaromen, für mich der beste Confiance aller Zeiten, noch gelungener als der 95er, der vom Feinschmecker zu den „100 besten Weinen der Welt“ gezählt wurde und auch den phantastischen „Harys“ von Trapadis klar übertreffend.

Leider ausverkauft!

145798 Rasteau Cuvée Fleur de Confiance, rouge 1998 68,- DM


Sehr rare Selektion, nur in den herausragenden Jahren von den besten Trauben erzeugte „Quintessence“. Grandios!!!

Leider ausverkauft!

Noch wenige Flaschen aus den schwierigen, aber sehr gelungenen Vorgängerjahren zum absoluten Schnäppchenpreis:

145596 Côtes-du-Rhône, rouge 1996 9,50 DM

Leider ausverkauft!

145197 Rasteau Cuvée Prestige, rouge 1997 14,- DM

Leider ausverkauft!

145297 Rasteau Cuvée Confiance, rouge 1997 21,- DM

Leider ausverkauft!


Saint-Andrieu - Montpeyroux

Die steinigen und kargen Böden von Montpeyroux ergeben mit die außergewöhnlichsten Weine im gesamten Languedoc, die Aufsteigerdomaine schlechthin der letzten beiden Jahre ist zweifellos Saint-Andrieu, geleitet von Charles Giner, einem ehemaligen Top-Manager von IBM. Er erzeugt in diesem verschlafenen Dorf unfiltrierte, konzentrierte, aber weiche, beerige, würzige Spitzenweine von sehr alten Reben, die, streng selektioniert, mit ihrer überbordenden Frucht in uns immer wieder die grandiosen Weine von Peyre Rose anklingen lassen, nur noch wesentlich preiswerter.

315298 Saint-Andrieu „Les Sérannes“, rouge 1998 18,50 DM


Ein Maßstab für seine Preisklasse

Leider ausverkauft!

315398 Saint-Andrieu „Yeuse Noir“, rouge 1998 29,- DM


Ein großer Wein!!!

Leider ausverkauft!


FEINKOST

Die Liebe zu großen Weinen und zu einer hervorragenden Küche gehören untrennbar zusammen. Zur Zubereitung eines wirklich schmackhaften Essens bedarf es hervorragender Grundprodukte, die sich wegen ihrer herausragenden sensorischen Qualitäten und ihrer positiven Auswirkungen auf die Gesundheit – infolge ihrer naturgemäßen Herstellung – unendlich weit von der in Supermärkten angebotenen Massenware abheben. Wir haben uns entschlossen, unser Angebot um solche Produkte zu erweitern und nach und nach eine Feinkostabteilung aufzubauen.

Als Liebhaber exzellenter kaltgepreßter Öle, dem „Fruchtsaft der Götter“, bin ich in den letzten Jahren auf Elogen in Gourmetzeitschriften gestoßen, die in vielen Berichten auf eine unvergleichliche Rarität hinwiesen, das Traubenkernöl der Ölmühle VITIS in Trittenheim an der Mosel.

Ich bin ständig auf der Suche nach unmanipulierten, aromatischen Ölen, die nicht durch chemische oder thermische Extraktion und anschließende Raffinierung ihrer wertvollen Inhaltsstoffe und Aromen beraubt werden und die mittlerweile gar nicht mehr so einfach zu finden sind. Der Grund hierfür liegt in der vehement gestiegenen Nachfrage nach kaltgepreßten Ölen in den letzten Jahren, die zu einem dramatischen Qualitätsverlust und einem ebensolchen Anstieg der unerlaubten Manipulationen führte.

Bei der Olivenölproduktion beispielsweise finden wir häufig maschinell von den Bäumen gerüttelte und damit beschädigte Oliven, die, mit riesigen „Staubsaugern“ aufgesammelt, in Zentrifugen geschleudert, häufig erhitzt oder gar gepanscht, aber als „extra vergine“ verkauft werden. Diese Ungeheuerlichkeiten werden leicht nachvollziebar, wenn man weiß, was ein solcher Etikettenbetrug einbringt: Traubenkernöl beispielsweise aus meist anonymer, industriell-chemischer Erzeugung wird am internationalen Markt zu Literpreisen um 2,- DM gehandelt, in Deutschland werden 0,25 l-Flaschen mit solch wirkungslosem Inhalt dann als angeblich kaltgepreßt für 12,80 DM angeboten. Gegen solche Betrügereien gibt es nur ein Mittel: Traditionell arbeitende Ölmühlen mit relativ kleinen Kapazitäten und einem großen handwerklichen Ethos.

Vor 2 Wochen fand ich endlich die Zeit, die Ölmühle VITIS aufzusuchen, deren Betreiber uns schon mehrfach aufgrund unserer Qualitätsphilosophie kontaktiert hatten. Ganz selten fasziniert mich ein Öl, das ich selbst bereits seit 2 Jahren in meiner Küche benutze, so wie dieses unfiltrierte Traubenkernöl:
Grüngold in der Farbe, in der Nase ein Geruch von Trauben, Trester, reifen Bananen und frischer Landbutter, im Mund eher nussig, rund und unglaublich mild, welch ein sensorischer Genuß! Und dann die Sorgfalt, mit der dieser lange nicht mehr erhältliche Schatz der Natur produziert wird.
Zwar war Traubenkernöl über Jahrtausende hinweg berühmt, als edelstes, wertvollstes, am meisten Nutzen bringendes Öl, weil es zu den ergiebigsten überhaupt gehört und sich als einziges kaltgepreßtes auch Öl zum Braten eignet, da es sehr hoch erhitzbar ist: Sein Rauchpunkt – die Temperatur, bei der die Inhaltsstoffe zerstört werden und das Öl verbrannt schmeckt – liegt etwa 40 Grad über der Brattemperatur von 190 Grad. Auch war es schon seit dem Mittelalter wegen seines hervorragenden Rufes als Heil- und Hautpflegemittel (Einreiben in purer Form!) sehr gesucht, doch mußte 1952 die letzte traditionelle Traubenkernmühle in Deutschland schließen, da dieses Öl – im Zuge einer unreflektierten Fortschrittsgläubigkeit – im europäischen Ausland zu geringen Kosten chemisch extrahiert wurde.

Damit nahm man jedoch dem Öl das wichtigste, was es besitzt, nämlich seine bioaktiven Wirkstoffe:

Sein hoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren (ca.90%) zur Cholesterinsenkung, an Lecithin, einem wichtigen Botenstoff für Nerven und Gehirn, an Vitamin E (dreimal mehr als im Olivenöl) und insbesondere an Procyanidin, einem in nennenswerten Mengen nur im Traubenkernöl vorkommenden Stoff, der es so einzigartig macht, da es das stärkste bekannte Antioxidans ist, ein hochwirksamer Zellschutzstoff, 20mal stärker als Vitamin C und 50mal stärker als Vitamin E. Dieses Elixier aus den winzigen Kernen der Weintrauben ist so ein ideales Bollwerk im Kampf gegen die Freien Radikale, deren Übermaß sich im menschlichen Körper nicht nur als Ursache für Krebs schädlich auswirkt. In jedem der mikrofeinen Tropfen Öl in den Membranen des Traubenkerns – 50 kg davon ergeben gerade mal 1 Liter Öl – ist die ganze Kraft dieser ungeheuer vitalen Pflanze enthalten.

Dieses flüssige Gold wird seit 1995 auf Initiative von Winfried Heinen, Weinbuchautor und erfolgreicher Unternehmer, von der VITIS Ölmühle wieder hergestellt. In einer weltweit einmaligen, eigens konstruierten Presse fließt es, kalt gepreßt, und nur durch natürliches Absinken der Trubpartikel geklärt, naturbelassen in die Flasche. Wenn Sie einmal dieses Öl probiert haben, werden Sie es immer wieder einsetzen!

902100 Vitis Traubenkernöl Edition Genesis, unfiltriert, 0,1l Geschenk-Amphorenfläschchen 18,- DM


902200 Vitis Traubenkernöl Edition Genesis, unfiltriert, 0,25l Flasche „Bordelaise Vittoria“ 33,- DM


902300 Vitis Traubenkernöl Edition Genesis, unfiltriert, 0,5l Klassische , bauchige Tonflasche 55,- DM

Leider ausverkauft!


Weinreise in die Provence vom 08. - 14.10.2000

Nach den beiden erlebnisreichen Weinreisen in die Provence in den beiden Vorjahren veranstalten unsere Freunde von Toscana Tours in diesem Herbst erneut eine „Genießerreise für Weinfreunde“, auf der die Spitzen-Domainen Pégau, La Soumade und Fondrèche unter Führung der Winzer besichtigt und natürlich deren Weine verkostet werden. Die provençalische Küche erleben Sie vorwiegend im versteckt zwischen den Weinbergen von Gigondas gelegenen Hotel „Montmirail“, das wegen seiner hervorragenden Küche Aufnahme in verschiedene Gastronomieführer gefunden hat und in dem Sie auch übernachten werden. Das abwechslungsreiche Besichtigungsprogramm führt Sie nach Avignon, Arles, Gordes, Roussillon, Châteauneuf-du-Pape sowie in die malerischen Landschaften des Lubéron und auf den Mont Ventoux. Der Reisepreis incl. aller Weinproben, Essen und Ausflüge beträgt 1.575,- DM. Anfragen bitte direkt an den Reiseveranstalter Toscana Tours, Tel. 0 68 31 - 4 66 76; Fax 0 68 31 - 4 29 59;
E-Mail: info@toscana-tours.de

Mit freundlichen Grüßen

Tino Seiwert