Saarwellingen, im Februar 2011
PINwand Nº 189
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,
Freunden erlesener französischer Tropfen präsentieren wir heute Klassiker unseres Programms von den Domainen Saint Antonin („Les Magnoux” – Ein Weltklassewein des französischen Südens zu einem völlig unmöglichen Preis!), Saint Cosme, Clos du Caillou, Champ des Soeurs, Voillot (DIE Preis-Provokation im Burgund) und Dugat-Py.
Liebhaber deutscher Weltklasse-Gewächse können sich an den Pretiosen von Rainer Schnaitmann (welch geniale Rotweinkollektion!) Dönnhoff, Herrenberg und Rebholz erfreuen.
Riecine, ein mythischer Name aus der Toskana, verzaubert mit der Essenz des Sangiovese. Freunde authentischer italienischer Rotweine können sich zudem von den magischen Rotweinen von Baricci (grandiose Bewertung in MERUM) und Burlotto verwöhnen lassen.
Und Bernhard Otts legendärer Grüner Veltliner ‚Am Berg’ ist wieder da!
Frisch bzw. wieder eingetroffen:
Unsere Bestseller der beliebten Bodega Inurrieta werden vom FEINSCHMECKER begeistert gefeiert:
429410 Inurrieta, Mediodía rosado 2010 5,95 Euro
Der FEINSCHMECKER: Bester Rosé Spaniens!
429207 Inurrieta, Sur „S”, tinto 2007 6,50 Euro
Der FEINSCMECKER feiert „11 Rotweine, bei denen Preis und Leistung stimmen. Wahre Schnäppchen und die FEINSCHMECKER-Favoriten aus ganz Europa”. Der preis„werteste” dieser Kaufempfehlungen ist, wieder einmal, unser genialer „Sur” der Bodega Inurrieta.
4292907 Inurrieta, Sur „S”, tinto (12 Flaschen) 2007 9 l 71,50 Euro
(12 Flaschen zum Preis von 11!)

429107 Inurrieta, Norte „N”, tinto 2007 6,50 Euro
4291907 Inurrieta, Norte „N”, tinto (12 Flaschen) 2007 9 l 71,50 Euro
(12 Flaschen zum Preis von 11!)
Domaine Magellan – Côtes de Thongue, Languedoc

Kalkstein prägt weite Teile der wild-romantischen Landschaft des Languedoc
Unser Geheimtipp des Jahres – Solch burgundisch feiner Wein zu derart extrem günstigem Preis, der das Gefüge selbst im Languedoc auf den Kopf zu stellen vermag, ist ein Glücksfall für jeden kundigen Weinkenner!
363107 Magellan, Colline „Vieilles Vignes”, VdP Cotes de Thongue rouge 2007 6,95 Euro
Eine Neuheit in unserem Programm ist diese opulentere, lasziv-erotische Version unseres Bestsellers aus dem wilden französichen Süden:
363307 Magellan, Syrah, Grenache, Carignan, VdP de l’Herault rouge 2007 8,90 Euro
Château de la Negly – „Bestes Weingut des Languedoc” (Robert M. Parker)!

„Falaise” bedeutet im Französischen „Felswand” –
Dieses Massiv schützt die Parzellen vor den kalten Nordwinden.
318208 La Negly, Cuvée de la Falaise, rouge 2008 16,50 Euro
Einer der besten Rotweine aus einem grandiosen Languedoc-Jahrgang, seinem kongenialen Vorgänger ebenbürtig, der mit 91-92 Parker-Punkten geadelt wurde.
Domaine Berthoumieu – Madiran: Ein Urgestein unseres Programms!
506507 Berthoumieu, „Charles de Batz”, rouge 2007 12,95 Euro
Der gesündeste Wein der Welt laut Ärztezeitung! Und eines der größten Schnäppchen und Weinwerte Frankreichs!

Welch sensationelle Bewertung im wichtigsten französischen Weinführer: Für seine höchst attraktive Preisklasse wird unser beliebter ‚Batz’ in den drei Jahrgängen 2006/7/8 nacheinander mit völlig außergewöhnlichen 17-17,5/20 Punkten im „Classement”, der Bibel der französischen Weinkritik,
ausgezeichnet, eine Bewertung, die ansonsten wesentlich teureren Prestigegewächsen vorbehalten ist! Welch ungeheure Provokation wesentlich teurerer Bordelaiser Nobelgewächse!
FRANKREICH
Domaine Saint Antonin - Faugères
Frédéric Albaret produziert authentische, individuelle Weinunikate voller Frische, Finesse und Mineralität auf den berühmten schwarzen Schieferböden des Languedoc!
„Les Magnoux” – Ein Weltklassewein des französischen Südens zu einem völlig unmöglichen Preis!

© age fotostock / LOOK-foto
Faugères ist ein wildromantisches, waldreiches Gebiet nördlich von Béziers, das als einzige AOC des Languedoc flächendeckend über homogene karge Böden aus schwarzem Schiefer verfügt, der ansonsten im Midi nur sehr selten anzutreffen ist. Die Weinberge erstrecken sich über wellige Hügel mit steilen Hängen und sind somit hervorragend geeignet zur Erzeugung großer Rotweine, die von Liebhabern wegen ihres unverwechselbaren Charakters, ihrer für den französischen Süden singulären Eleganz und großartigen Finesse, noblen Weinen aus Burgund durchaus ebenbürtig, hoch gerühmt werden. Das die Stilistik prägende Schiefergestein sorgt in den Spitzenweinen für eine ureigene und unverwechselbare Identität: Tiefgründige Mineralität trifft feinste Finesse! Bei den besten Winzern der Region sind diese hochkomplexen Weine terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler industriell „gemachter” oder uniformer, ermüdender Garrigueweine hervorheben und zu den unbestrittenen Referenzweinen des Languedoc gezählt werden.

Ein begnadeter Winzer: Frédéric Albaret
Und es ist immer wieder ein Name, der respektvoll genannt wird, wenn französische Winzerikonen sich hinter vorgehaltener Hand über die besten Weine des Faugères austauschen: Frédéric Albaret, ebenso qualitätsversessen wie sympathisch, produziert magische Gewächse voller Eleganz, die nicht marktschreierisch mit neuem Holz und modisch marmeladiger Neuer-Welt-Monotonie langweilen, sondern ganz im Gegenteil mit einer rassig-eleganten Textur, mit seidigen Tanninen und einer noblen, „kühlen” Mineralität die Zunge liebkosen. Dieses wunderschöne delikate Spiel am Gaumen und die fabelhafte Finesse zeichnen verantwortlich für die betörende Stilistik dieser singulären Gewächse! Und der Ursprung dieser phantastischen Qualitäten, die trotz Parkers Elogen noch immer zu den provokant günstigen Preisen zu erwerben sind, die das Languedoc weltberühmt gemacht haben, liegt natürlich primär im oben angesprochenen genialen Terroir der exzellenten Weinberge: Karge, schwarze Schieferböden, in harter handwerklicher Arbeit aufgelockert, ein weitestgehend naturnaher Anbau und extrem tief wurzelnde Reben, die sich ihren Weg durch den Schiefer hart erkämpfen müssen, um (in heißen, trockenen Sommern) tief in der Erde – weitab von feuchten Winden des Meeres – genügend Wasser zur Ernährung der Pflanzen zu finden. Und somit werden natürlich die Mineralien aus den Tiefen der Erde in die Trauben und später in den Wein transmittiert! Infolge einer wohl überlegten Exposition der Parzellen, die aus Schutz vor zu viel Sonne nicht nach Süden ausgerichtet sind, kann Frédéric in langsam reifenden Jahrgängen wie 2009 für südfranzösische Verhältnisse außergewöhnlich spät (Ende September, Anfang Oktober) ernten, und zwar genau dann, wenn die Trauben ihre höchste physiologische Reife erreicht haben, ohne aber zu hohe potentielle Alkoholwerte aufzuweisen. So sorgt neben den Schieferböden diese ungewöhnlich lange Vegetationsperiode für ein deutliches Mehr an Finesse und Eleganz in den fertigen Weinen (so wie wir es auch von den großen deutschen Rieslingen kennen) und eben eine perfekte Reife, die aber, Frédérics zentrales Anliegen, niemals (!) in Überreife umschlagen darf. Marmelade mag Frédéric höchstens auf dem Baguette, aber keinesfalls im Wein!

Frankreichs dramatisch schöner Süden:
Von strahlendem Sonnenlicht durchflutete „wilde” Hügellandschaften
Das Resultat dieser beispielgebenden handwerklichen Arbeit und des Genius eines sensiblen Weinmachers: Ultrafeine, finessenreiche Gewächse, wie sie erst von einer ganz, ganz kleinen Avantgarde qualitätsbesessener junger Winzer im Languedoc vinifiziert werden! In Frankreich unter Insidern bereits seit mehreren Jahren zu den großen Stars des Midi gezählt, in Deutschland bis zu Parkers Traumbewertungen noch eher ein Pinard-de-Picard-Geheimtipp, muss Frédéric seine Ernte den Interessenten aus aller Welt mittlerweile strikt zuteilen. Es sind zutiefst mineralische Bilderbuchweine des französischen Südens, Terroir pur, das eindeutig den Rebsortencharakter dominiert, sehr rar und von phantastischer Qualität: Berührende Unikate, Referenzweine des Languedoc!
Kein Wunder, dass Parker verblüfft anmerkt, dass er überhaupt nicht verstehen könne, wie so dramatisch gute Weine, die zu den phantastischsten, ja unglaublichsten Weinwerten der Welt zählten, zu einem solch günstigen Preis zu haben seien! Und noch hat er ja den Jahrgang 2009, ja, genau den mit den singulär schönen Ergebnissen in so vielen klassischen europäischen Anbaugebieten gar nicht probiert, die Frédéric wie auch Pinard de Picard für die Steigerung all dessen halten, was auf Saint Antonin bisher produziert wurde. Warum ist dem so? Nun, zum einen hat Frédéric einen neuen klimatisierten Keller bauen können (da reift der Wein einfach noch schonender vor sich hin) und bekommt jetzt noch bessere Barriques und größere Fuder (von Frankreichs berühmtesten Tonneliers, auch hier muss man sich Zuteilungen besten Holzes zunächst durch ein Weingutsimage hart erarbeiten) als in der Vergangenheit, was den Ausbau der Weine nochmals optimieren hilf und den Holzeinfluss zurück drängt. Aber noch entscheidender ist der Jahrgangsverlauf sowohl in 2008 (Regen im Frühjahr 08, der die Wasserspeicher im Boden so füllte, dass sowohl 08 wie auch 09 davon profitieren konnten) und ein Traumsommer in Sommer und Herbst 2009. Nichts als Sonnenschein! Erst Ende September wurden bei kühlen Nachttemperaturen von weniger als 10° C kerngesunde Träubchen in den Keller eingebracht, die infolge der extrem langsamen Ausreifung eine Aromenkomplexität besaßen, wie nie zuvor und die jedem Weinkenner ein glückliches Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermögen. Frédéric: „Es war schier unfassbar, wir brauchten quasi keine Selektion vorzunehmen. Das habe ich als Winzer noch nie erlebt! Es war die entspannteste Ernte meines Lebens”, lächelt der sympathische Winterstar vergnügt vor sich hin!

Berührende Stimmungen zaubert das warme Herbstlicht auf die Weinberge
Definitiv: Im Faugères, das zeigen alle meine bisherigen Verkostungen, liegen die Qualitäten in 09 bei den Spitzenwinzern gar noch über denjenigen aus dem zu Recht als Traumjahrgang gefeierten 2007er. Es ist der bisher beste Jahrgang der Appellation. Und auch Frédéric, dieser so zurückhaltende, sympathische Winzer, strahlt daher übers ganze Gesicht: „Ja, ich bin überzeugt, 2009 ist definitiv mein bisher bester Jahrgang. Stilistisch ist er wegen der Kühle der Frucht und ihrer inneren Balanciertheit viel näher bei 2004 (das ist genau der Jahrgang, den Parker bisher am höchsten bewertete) als bei 07, infolge meiner älter gewordenen Rebstöcke, meinen so deutlich verbesserten Bedingungen im Keller, die ich mir immer so sehr gewünscht habe, einer nochmalig sensibleren Extraktion und zweier bilderbuchhafter Vegetationsperioden auf einem Qualitätsniveau, von dem ich bisher nur zu träumen gewagt habe.” Werte Kunden: 94 Parkerpunkte (in 2004) für einen französischen Wein, der weniger als 15 Euro kostet – das gab es unseres Wissens nach noch nie! Und ich geben Ihnen mein Wort: Frédéric hat in 2009 DIE Weine seiner bisherigen Winzerkarriere vinifiziert, Glücksfälle, nein, Sternstunden im Leben eines jeden Weinliebhabers. Weinwerte, die Preisgefüge auf den Kopf stellen und in Blindproben vinologische Weltbilder zum Einsturz bringen werden. Diese betörenden Pretiosen wandern kistenweise auch in meinen privaten Keller. Unbedingt probieren!

302309 Saint Antonin, Les Jardins de Saint Antonin, rouge 2009 6,50 Euro
Jaaa! Das ist genau wieder einer dieser so ungemein preis„werten” und schmackhaften Alltagsweine aus dem französischen Süden, der das Languedoc vor mehr als einem Jahrzehnt als Quelle herausragender Trinkweine über Nacht weltberühmt machte und der das großartige vinologische Können von Frédéric Albaret eindrucksvoll belegt. Herrlich leuchtendes, dunkles Purpurrot in der Farbe, in der Nase eine betörende Fruchtorgie, Sauerkirschen, rot- und dunkelbeerige (Cassis, Blau- und Himbeeren!) sowie würzig-samtene Aromen (Nelken!), dabei von sehr elegantem Stil, überhaupt nichts Marmeladiges in sich tragend. Am Gaumen ungemein schmeichlerisch, elegant und saftig, geprägt von einer animierenden Trinkfrische, erstaunlich dicht, mit einer verblüffend cremig-seidenen Tanninstruktur. Welch herrlicher Alltagswein, eine ehrliche, fröhliche Haut: herzhaft lecker, mineralisch (welche Rarität in seiner sinnenfreudigen Preisklasse!) und trinkanimierend frisch. Schon dieser schier unglaubliche attraktive Einstiegswein ist eine Demonstration dessen, dass im grandiosen Languedoc-Jahrgang 2009 Albaret wohl die dramatischsten Rotweine seiner glanzvollen Karriere zu unverschämt günstigem Preis vinifiziert hat!
Zu genießen ab sofort bis 2012+.
302109 Saint Antonin, Faugères, rouge 2009 8,95 Euro
Eine intensive, dichte Fruchtwürze und edle Beerenaromen zeichnen den fabelhaften Faugères-Jahrgang 2009 aus, der seinen frischen, kühl-noblen Charakter, weitab von modischen marmeladigen Exzessen, den mineralischen schwarzen Schieferböden verdankt. Schon die Nase scheint mit der Zunge zu schnalzen: Rote und blaue Früchte, vanillige Kirschnoten, Cassis- und Cappuccinoanklänge ergeben einen seidigen Touch. Und welch hedonistischer Genuss am Gaumen: Blaubeeren, Schwarzkirschen, edle Bitterschokolade und eine wiederum vom Schiefer stammende feinste Mineralität, die wie bei großen traditionellen Bordeauxweinen an Bleistift erinnert, eine in dieser Preisklasse ganz und gar ungewöhnliche Eleganz, Finesse und Feingliedrigkeit, bestens integrierte, frische, seidige, cremige Tannine und ein schöner, schmeichlerischer, ungemein feiner, rauchig-mineralischer, zart tabakiger Nachhall begründen ein sensationelles Preis-Genussverhältnis, das selbst für den französischen Süden extrem selten ist.

Faugères: Landschaft von intensiver Schönheit
und mit singulären Schieferböden
Nach längerer Luftzufuhr wird die Zunge zärtlich gestreichelt von einer ungemein seidenen, kühlen Textur, die nichts anderes ist als der schmeckbare Ausdruck des schwarzen Schieferbodens, der den großen Terroirweinen des Faugères einen authentischen Charakter verleiht. Diese kühle Mineralität und die duftige Würze im geschmeidig dichten Mundgefühl vereinen den Charme, das Licht und die Wärme des Südens mit der Singularität des schiefrigen Terroirs. Kein modischer Neuholzton, keine Rustikalität, keine Marmelade! Stattdessen ein großartiger, mineralischer Terroirwein de luxe der leisen Töne, der mit viel Komplexität und Charakter, Ausstrahlung und Geschmack, mit Würze, phantastischer Frische und mineralischer Tiefe in seiner sympathischen Preisklasse die Qualitätsmaßstäbe des Languedoc definiert!
Frédéric Albaret hat sich souverän seinen Platz in der ganz kleinen Elite der Spitzenwinzer des Languedoc erobert mit Referenzqualitäten der neuen Generation: Finesse und Eleganz, Rasse und Frische statt marmeladiger Langeweile. Daher lege ich Ihnen seit vielen Jahren diese so traumhaft preiswerten, ungemein finessenreichen Rotweine aus dem Faugères als meine Lieblingsweine ganz besonders ans Herz. Aber auch Parker hat unsere Domaine Saint Antonin entdeckt und mit Elogen überhäuft. Er schreibt wörtlich, dass er überhaupt nicht verstehen könne, wie so gute Weine, die zu den phantastischsten, ja unglaublichsten Weinwerten der Welt zu zählen seien, zu einem solch günstigen Preis zu haben sind! So erhielt dieser sensationell preiswerte Faugères bereits zweimal 91Punkte! Und 2009 ist nochmals deutlich, aber wirklich deutlich, besser! Fréderic erklärt: „Meine schönsten Weine bisher, in einer Balance und Harmonie wie nie zuvor”.
Zu trinken nach unserem Geschmack ab sofort (die cremig-seidenen, kühlen Tannine erlauben nämlich bereits hohes Trinkvergnügen, aber Frédéric sieht den Genuss ab Herbst 2011 nochmals deutlich höher), Höhepunkt Ende 2011 bis 2018+.
302209 Saint Antonin, „Les Magnoux”, rouge 2009 14,95 Euro
Seine Qualität: Singulär in seiner Preisklasse. Schlicht die Referenz!
Seine Bewertungen bei Fachjournalisten: Einzigartig in seiner Preisliga! 94 Parkerpunkte für einen französischen Wein, der weniger als 15 Euro kostet – das gab es unseres Wissens nach noch nie!

Frédéric Albarets Spitzencuvée „Les Magnoux” lässt auf unkopierbare Weise die abgrundtiefe und zugleich seidene Mineralität und den unverfälschten Terroircharakter des schwarzen Schiefers sinnlich erfahrbar werden! Wegen seiner erotisierenden Duftkomplexität und burgundischen Eleganz DAS Aushängeschild der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, zwar enorm dicht und mit einer grandiosen Tiefe versehen, aber überhaupt kein Extraktionsmonster mit Muskeln und überbordendem Eichenholz, stattdessen mit einer vor kurzem im französischen Süden noch nicht vorstellbaren Finesse gesegnet, an der sich die anderen großen Weine des Languedoc messen lassen müssen! Tief dunkelrot steht dieser noble Weinriese im Glas, in der Nase ungemein komplexe, verführerische schwarze Beeren und reife Früchte (Kirschen!), dazu Lakritz, Johannisbeerblätter sowie feine, würzige Anklänge und Noten von schwarzen Oliven, Eukalyptus und Zigarrenkiste. Die expressive Frucht und eine traumhaft cremige Textur betören schmeichlerisch den Gaumen, hüllen ihn ein in ein samtenes Tuch, verweilen, wollen überhaupt nicht mehr loslassen. Faszination pur! Dieser großartige Wein löst mit seiner seidigen Fülle wohlige Schauer aus, ein herrlich runder, harmonischer, delikater, verführerisch weicher Wein; der noble Kern seiner intensiven Mineralität umspielt dabei fordernd die Zunge. Danach öffnet sich die dichte, kühle Gerbstofftextur im Mund, um die Sinne mit mächtiger Kraft (aber ohne ermüdende Schwere, dieser Aristokrat der Sinne scheint zärtlich über die Zunge zu schweben), aber auch mit zartem Schmelz, Geschliffenheit und wiederum subtiler Schiefer-Mineralität zu verwöhnen. Und welch dramatische Länge! Nach 24-stündiger Öffnung breitet sich vor dem staunenden Betrachter eine expressive, kühle Minzfrische aus wie bei einem großen Mouton-Rothschild!
Ein wahrer Geniestreich von Frédéric, Terroir und Individualität pur und von extremer Qualität: Wein-GENUSS in Vollendung! Es fällt schwer, stilistische Vergleiche zu finden für diesen Gänsehautwein, er vereint in sich die edle Kühle eines großen Syrah der nördlichen Rhône mit der Eleganz und Finesse eines aristokratischen Gewächses aus dem Burgund.

Sommelier Sebastian Georgi urteilt: Das ist DER Gegenentwurf zu allen marmeladigen Syrahs aus der Neuen Welt!” Welch betörende Qualität aus dem vielleicht bisher größten Jahrgang im Faugères – und hier wiederum die absolute Spitze verkörpernd. Bravissimo! Frische, Frucht und Finesse treffen feinste Mineralität: „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann” (Kurt Tucholsky)!
PS: Nachdem dieser Spitzenwein von Parker im grandiosen 2004er Jahrgang mit für seine Preisklasse unglaublichen 94 Punkten geadelt wurde, erzählte mir Fréderic, dass ihm jedermann „geraten hat, jetzt müsse ich doch endlich die Preise erhöhen. Doch warum sollte ich dies tun? Damit sich dann nur noch die Reichen der Welt meine Gewächse leisten können? Niemals! Ich mache Weine für Liebhaber, aber nicht für Etikettentrinker.” Welch noble altruistische Einstellung!
Zu genießen ab Frühjahr 2011 (nach ca. 15 Minuten Öffnung scheinen die Aromen förmlich zu explodieren), Höhepunkt 2013 bis etwa 2025.
Für die Liebhaber von Großflaschen haben wir noch ein besonderes Schmankerl: Frédéric wird Anfang März eine Sonderfüllung des Magnoux 2009 vornehmen, sichern Sie sich bereits jetzt per Reservierung Ihr Kontingent an Magnum- oder Doppelmagnumflaschen, die Lieferung wird Ende März erfolgen.
3022109 Saint Antonin, „Les Magnoux”, rouge, Magnum 2009 1,5 l 32,00 Euro
Reservierbar, die Lieferung wird Ende März 2011 erfolgen.
3022209 Saint Antonin, „Les Magnoux”, rouge, Doppelmagnum 2009 3 l 69,00 Euro
Reservierbar, die Lieferung wird Ende März 2011 erfolgen.
Château Saint Cosme - Gigondas
Kultweingut am Fuße der pittoresken Bergwelt der ‚Dentelles de Montmirail’: „Louis Barruol is one of the two finest producers of Gigondas with magical terroir” (Parker)

Die malerischen Dentelles de Montmirail sind ein Paradies für Mensch und Natur
Im malerischen Ort Gigondas an den Hängen der wildromantischen Dentelles de Montmirail produzieren die drei von Pinard de Picard repräsentierten Spitzendomainen phantastische Qualitäten auf Augenhöhe mit den weltweit renommiertesten Top-Gütern in Châteauneuf-du-Pape, nur zu wesentlich günstigeren Preisen – woran auch höchste Bewertungen in der internationalen Fachpresse nichts geändert haben! Und mitten im Herzen der pittoresken Appellation Gigondas, etwa 300 m vom alten Dorfkern entfernt, liegt das Château Saint Cosme, die älteste aller Gigondas-Domainen (seit 1490 in Familienbesitz). Seit der jüngste Spross der Familie, Louis Barruol, das Weingut vor über einem Jahrzehnt von seinem Vater übernommen hat, ging die Qualität und damit der Bekanntheitsgrad der Domaine noch einmal dramatisch nach oben. Heute ist Château Saint Cosme beständig in bestechender Form und gehört nach unserer Einschätzung und der kompetenter Weinjournalisten zur kleinen Elite der herausragenden Weingüter der gesamten südlichen Rhône: „He is one of the best of his generation”, Parker!

Louis Barruol, alte Reben und ein traumhaftes Kalksteinterroir
Louis Barruols stilistisch so eigenständige Weine sind zuallererst das Resultat einer äußerst geringen Produktion von durchschnittlich 27 hl/ha (bei seinen Spitzencuvées also nochmals deutlich weniger) in seinen in harter handwerklicher Arbeit gepflegten Weinbergen (mit einem Schatz alter Reben (60+) aus bestem genetischen Material auf einem Terroir, das – eine Rarität in Gigondas – im fertigen Wein Eleganz, eine sonst in der Appellation unerreichte Finesse, enorm viel Komplexität und eine sagenhafte Frische mit Konzentration und Dichte vereint. Ursache für diese faszinierende Stilistik ist die hohe Hügellage der extrem kalkhaltigen Parzellen inmitten der traumhaft schönen Naturlandschaft der Dentelles de Montmirail, welche besonders große Temperaturschwankungen zwischen heißen Tagen und kühlen Nächten ermöglicht, die wiederum ideal sind zur komplexen Aromenbildung der Trauben. Des Weiteren ist die hohe Pflanzdichte der sehr alten Reben bedeutsam, wodurch deren Wurzeln zur Nahrungsaufnahme aus Konkurrenzgründen tief in die Erde gezwungen werden, wo sie viele Mineralien aufnehmen können und die nördlich orientierte Ausrichtung der Parzellen, die eine späte Lese (im Oktober) sehr aromatischer, hochreifer Trauben mit genügend Säure (wichtig für die Frische der Weine) aus einem relativ langen Vegetationszyklus ermöglicht. Nach einer sorgfältigen selektiven Handlese findet die schonende Vinifizierung in uralten unterirdischen, in die Felsen getriebenen Kelleranlagen statt (in Stein gehauene Bottiche aus der Römerzeit zeugen von einer langen Tradition): Traumhafte Bedingungen zur Entstehung großer Weine, die weder geschönt noch filtriert werden, damit alle Geschmacksstoffe in ihrer gesamten Komplexität dem Wein erhalten bleiben. Lassen Sie sich, werte Kunden, daher diese in ihrer Stilistik höchst eigenständigen großen Weine von Gigondas (denn nirgends sonst in der Appellation findet man diese einzigartige Kombination von Konzentration, Komplexität, Frische und fabelhafter Finesse), die im Vergleich zu den berühmten Nachbarn in Châteauneuf-du-Pape gnadenlos unterbepreist sind, auf keinen Fall entgehen!
Erst recht nicht im Fabeljahrgang 2009 der südlichen Rhône, wie auch des Languedoc und des Roussillon, in Burgund wie in Bordeaux und in allen deutschen und den meisten italienischen Anbaugebieten. Und werte Kunden, 2009 ist KEIN Jahrgang der dramatischen Hitze wie 2003, sondern ein ausgewogener Jahrgang, in dem uns die Natur Weine einzigartiger Komplexität, Fülle, Kraft und Dichte sowie von einer traumhaften Balance jenseits marmeladiger Alkoholorgien geschenkt hat „Faboulous bargains: Barruols 2009 Gigondas cuvées are very good. And his 2008s are some of the finest efforts from that challenging vintage. Some sensational bargains can also be found at this property.”, gerät Parker daher geradezu ins Schwärmen!
Hier kann es für kundige Kunden nur einen Rat geben: Kistenweise in den Keller legen, diese legendären Trouvaillen von Château Saint Cosme!

© Werner Richner
179310 Saint Cosme, Little James, VdP d’Oc, blanc (DV) 2010 6,95 Euro
Sommelier Sebastian Georgi: Einer der leckersten Weißweine Südfrankreichs, vinifiziert aus DER autochthonen Rebsorte des Südens, Viognier von Originalreben aus Condrieu, sowie hochwertigen Sauvignon Blanc-Trauben. Welch herrlich fruchtbetonte Nase, was auf die beiden so unterschiedlichen Rebsorten zurück zu führen ist, die zusammen zu einer betörenden Cuvée zu verschneiden bisher kaum ein Winzer gewagt hat! Welch Schmeichler der Sinne: Minze, frisch gemähtes Gras, Stachelbeere, zarte Vanille, kandierte Ananas, aber auch Pfirsich und Nektarinenblüten – eine frische frühlingshafte Brise umweht die Nase. Im Mund ein völlig ungewöhnliches Geschmackserlebnis durch die beiden so unterschiedlichen Cuvéepartner, die sich gegenseitig übertrumpfen wollen, denn beide Rebsorten wollen wohl die Oberhand behalten! Daher genießen wir frische Kräuter auf der einen, aber auch Honigmelone und tropische Früchte auf der anderen Seite. Welch traumhafter Wein, nicht süßlich dick, eher spielerisch leicht, toll eingebundene Säure, ein sensationell gelungener Wein, hat viel Schmelz, macht enormen Spaß, eine meiner schönsten Sommerwein-Entdeckungen seit Jahren!

Louis Barruol beim Verkosten des neuen Jahrgangs
171110 Saint Cosme, Côtes du Rhône blanc 2010 11,95 Euro
Einer der schönsten weißen CdR, die je produziert wurden, mit einer ungewöhnlich feinen mineralischen Note, die von den kalkhaltigen Böden stammt, auf denen die Reben wachsen. Eine ungemein cremige, opulente und dennoch herrlich frische Cuvée – eine exemplarische Qualität für einen weißen Rhônewein, in dem sich die betörenden Aromen der provençalischen Landschaft widerspiegeln: Birne, Pfirsich, Mirabelle, weiße Blüten, frische Minze, zarte Anklänge von Vanille. Am Gaumen enorm viel verführerische Frucht, insbesondere exotische Noten von Ananas und Papaya . Feine Würze, erfrischende Mineralität, langer und anregender Nachhall. Einer seiner (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger wurde mit 90 Parkerpunkten geadelt und vom „Feinschmecker” in einer großen Degustation der weißen Rhôneweine als der mit weitem Abstand preiswerteste Wein auf den fünften Platz gesetzt; umrahmt von den Prestigenamen der Region, die bis zu 75 Euro kosten! Das Urteil der Jury: „Glänzendes Preis-Genussverhältnis, best buy.” Und ich verspreche Ihnen, der sagenhaft feine 2010er ist aufgrund der fabelhaften klimatischen Bedingungen nochmals besser ausgefallen!

Winzerromantik in den uralten, unterirdischen Kelleranlagen
171709 Saint Cosme, Little James, VdT rouge (DV) 6,95 Euro
Sicher hat dieser betörend reinsortige Grenache aus hochreif gelesenen Trauben des europäischen Ausnahmejahrgangs 2009 nicht ganz die große Tiefe und komplexe Struktur eines edlen Châteauneuf-du-Pape. Andererseits ist er unglaublich attraktiv, ein „sexy”-Wein von granatroter Farbe mit viel frischer, herrlich dunkelbeeriger Frucht, insbesondere Heidelbeere und saftige, pralle schwarze Kirschen, dazu eine zarte vanillige Note, verbunden mit blühendem Lavendel und zart-herber Pfefferminze und cremigen, trinkanimierenden, fabelhaft weichen Tanninen. Am Gaumen eine anregende Würze, faszinierend charmant, eine Wagenladung voll saftiger Schwarzbeeren, frisch (!) und finessenreich. Der Abgang ist Grenache-typisch ungemein verführerisch, animiert zum lustigen Gelage und ist für seine Preisklasse erstaunlich lang: Herausragender Geschmack muss kein Monopol für teure Weine sein! Parker bewertete daher schon einige Jahrgangsvorgänger mit jeweils 89 Punkten und dem Attribut „sensational value”.
Werte Kunden: Dieser geniale Alltagswein ist nochmals besser als der grandiose 2007er, der für seine attraktive Preisklasse sensationelle 15/20 Punkten von Frankreichs Weinpapst Michel Bettane in seinem Standardwerk „Le grand guide des vins de France” erhielt und natürlich die Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis! Und Parker jubelte: „Einer der phantastischsten und fast unglaublichen Weinwerte der südlichen Rhône!”
PS: Dieses traumhafte Tröpfchen, von Insidern gerne als „Geheim-Gigondas” deklariert, entstammt dem Umstand, dass nach französischem Weinrecht ein jährlich festzulegender Anteil der Traubenernte deklassiert werden MUSS. Hierdurch soll der Überproduktion vorgebeugt und die Qualität der AC-Weine angehoben werden. Bei Massenweinproduzenten sicherlich eine sinnvolle Regelung, für Qualitätserzeuger ärgerlich, da Partien hochwertiger Qualitäten selbst aus größten Jahrgängen offiziell nur als „Vin de table” gehandelt werden dürfen. Der geneigte Weinfreund sollte sich aber nicht über die weltberühmte Logik französischer Amtsschimmel wundern, sondern einfach nur freuen, denn das, was er hier in der Flasche findet, ist kein einfacher Landwein, sondern überwiegend ein abgestufter Gigondas aus dem genialen Rhônejahrgang 2009!
PS II: Das lustige Etikett dieses Landweins mit originellen Comic-Szenen zeigt Episoden des kleinen Sohnes von Louis Barruol (des „little James”) im Keller und demonstriert so den hintergründigen Humor eines großen Winzers, der bei all seinem Erfolg ein so sympathischer bodenständiger Mensch geblieben ist!
Zu genießen ab sofort bis 2012.

Louis völlig perplex: Es schneit an der Rhône ;-)
171209 Saint Cosme, Côtes du Rhône rouge 2009 7,95 Euro
Wine Spectator: „Gehört zu den 100 begeisterndsten Weinen der Welt im Jahre 2010!”
Zwar geht uns, werte Kunden, diese euphorische Einstufung der größten Weinzeitschrift der Welt vielleicht ein wenig zu weit, doch haben wir hier zweifellos einen extrem seltenen Glücksfall eines betörend schmeichlerischen Weins zu einem unglaublich günstigen Preis im Glas! Welch ungemein leckerer CdR aus 100% kerngesunden Syrahreben – Über einen qualitativ vergleichbaren Jahrgangsvorgänger schrieb Parker einmal zu Recht, ein gleich guter Syrah aus Kalifornien koste etwa 35-50 Dollar! Im ungemein extraktreichen 09er beeindruckt bereits seine satte, tintige Farbe mit violetten Reflexen, welche die ungewöhnliche Konzentration dieses CdR signalisiert, mit einer Dichte, Kraft und Tiefe, die in der Tat selbst die legendären Vorgänger noch überragt und die in einer grandiosen mineralischen, geradezu „schlank” wirkenden Textur eingebettet ist. In der Nase komplexe, feinste Beerenaromen (insbesondere Brombeeren und Cassis!) sowie Zedernholz, Pfeffer, frische Minze und schwarzer Tee. Auf der Zunge mineralisch, dazu mit einer extrem raren, erfrischenden Säure für einen Rotwein der südlichen Rhône gesegnet sowie einer feinen Fruchtsüße, bestens strukturiert mit fabelhaft weichen, cremigen Tanninen.
Kein Wunder, dass auch der FEINSCHMECKER einen seiner beliebten Jahrgangsvorgänger als einen der 5 besten Rhôneweine „unter den günstigsten Qualitäten” geadelt hat, der wegen „seiner eleganten Struktur, seiner feinen Tannine und seiner schönen Länge an Bordeauxweine erinnert. Dieser Wein ist in jedem Jahrgang ein ganz besonderer Tipp zu einem ganz besonders günstigen Preis”. Zu genießen ab sofort (ein toller Begleiter zu Lammgerichten und allem Geschmorten), Höhepunkt Ende 2011 bis nach 2015.
Parker: „Eines der wunderbaren und sagenhaften Schnäppchen der Côtes du Rhône Appellation!”

171309 Saint Cosme, „Les deux Albion”, Côtes du Rhône rouge 2009 11,95 Euro
Welch eine geniale Hommage von Louis Barruol an Guigals legendären Côte Rôtie La Mouline! Und nicht nur für Parker ist der ‚Les deux Albion’ „ein sensationeller Erfolg, ein Wein, so sexy wie ein CdR nur sein kann, ein kleiner La Mouline des Südens, ein sagenhaft günstiger Kauf, vielleicht der größte Erfolg unter Barruols so ungemein preiswerten Weinen”! Und was ist das nur für ein intensives, akzentuiertes Bukett! Ein expressiver, phantastischer Duft nach roten und schwarzen Früchten, blauen Beeren, Pfirsich (!) sowie Cassis, Pfeffer, exotischen Aromen und Kräutern der Provence. Am Gaumen ungewöhnlich tief und komplex für einen Rotwein seiner Preisklasse, enorm kraftvoll, dicht, ausgewogen, aber auch sehr fein und mit einer kühlen, rauchigen Mineralität gesegnet. Mit einer Orgie an Frucht, dabei viel Finesse zeigend und lang anhaltend. Ein hedonistischer Wein aus den Edelreben Syrah, Grenache, Carignan, Mourvèdre und Clairette mit reifen, cremigen Tanninen, ein Schmeichler der Sinne, der Louis’ Philosophie, schmackhafte Trinkweine statt konzentrierter Monsterweine zu produzieren, eindrucksvoll widerspiegelt.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt Herbst 2011 bis nach 2014, doch Vorsicht: Suchtgefahr!

Traumhafte Lage der Domaine Saint Cosme am Fuße der malerischen „Dentelles de Montmirail”
© Werner Richner
171408 Saint Cosme, Gigondas rouge 2008 21,50 Euro
Dieser verführerische, komplexe Gigondas riecht so ungemein vibrierend und schmeckt so tiefgründig erfrischend, wie es hoch oben am Fuße der pittoresken Dentelles de Montmirail lebendig vielfältig duftet. Wenn ich einen Schluck dieser originären Cuvée zu mir nehme, werden Erinnerungen wach und ich tauche ein in die angenehm wohltuende Sonne eines Spätnachmittags im Frühling, der kühlende Abendwind streicht bereits über die Reben, und ich tanke Hoffnung und Kraft. Kann es ein schöneres Kompliment geben? Probieren Sie unbedingt diesen autochthonen, charaktervollen Wein, der nach Herkunft schmeckt, nach provençalischer Heimat, nach Süden, nach dem prachtvollen Weinberg, auf dem er gewachsen ist. Dem Glase entsteigen die betörenden Aromen seiner mediterranen Herkunft: Ein sich verströmendes Pfauenrad von wild wachsenden schwarzen Brombeeren, Lavendel, Veilchen, Kräutern der Provence, weißem Pfeffer, süßen Kirschen, Feigenbrot, Zimt, Lakritz, Mineralien und schwarzem Trüffel. Am Gaumen sehr reichhaltig mit einer cremigen Fülle, dabei aber immer wieder Faszination pur durch seine für südliche Verhältnisse geradezu tänzerische Leichtfüßigkeit (Parker urteilt begeistert: „Very Pinot Noir-like”, eine Demonstration der Finesse wider alle marmeladige, alkoholische Opulenz!), seine Frische und Eleganz, seine wunderbare Textur; seine Ausgewogenheit und Harmonie sowie seine noch präsenten, doch bereits sehr reifen, weichen, saftigen Tannine; lang anhaltend. Dieser traumhaft balancierte Gigondas traditionellen Stils (inklusive aller Partien der Überfliegercuvée Valbelle’, die in 2008 nicht separat vinifiziert worden, sondern in den Tradition eingeflossen ist: Welch Benefit für den kundigen Genießer!) lässt viele hochpreisige Châteauneufweine ganz schön alt aussehen, besitzt ein Lager- und Entwicklungspotential von mehr als 10 Jahren, bereitet aber wegen seiner cremigen Gerbstofftextur jetzt schon großes Trinkvergnügen! Einer der größten Weinwerte der südlichen Rhone!

Alte Reben vor dem Hintergrund der Dentelles de Montmirail
Und da gibt’s ja noch Louis’ in minimalsten homöopathischen Dosen vinifizierte Klassiker aus den größten Terroirs Gigondas, beide in völlig unterschiedlicher Stilistik infolge der komplett verschiedenen Böden, aber beides Fabel-Qualitäten! Parker: „Some of the finest efforts from the vintage”. Ein Muss für die großen Terroirweine des französischen Südens! Viel Spaß mit diesen Juwelen des Jahrgangs. Bei Interesse bitte ganz schnell zugreifen, denn im Handumdrehen werden diese Sterne des Südens ausverkauft sein!
171908 Saint Cosme, Gigondas „Hominis Fides” rouge 2008 42,00 Euro
Von der Stilistik her der mineralischste der Einzellagenweine, eine Folge des hohen Sandanteils (hierin deutliche Parallelen zu den legendären Châteauneuf-du-Pape Réserveweinen von Clos du Caillou) im Kalksteinboden und der über 100 Jahre alten Grenachereben.

© VinParleur.net
179108 Saint Cosme, Gigondas „Le Poste”, rouge 2008 39,95 Euro
DER Rivale: Ganze drei Barriques konnten von dieser femininen, ungemein betörenden, in ihren Tiefendimensionen geradezu geheimnisvollen Cuvée abgefüllt werden, die von edlen Grenachereben von purem Kalkboden stammt, der unmittelbar um die alte mittelalterliche Kapelle von Saint Cosme das Terroir bestimmt und die stilistisch wegen ihrer Cassis-Orgie und ihren Anklängen an geröstetes Fleisch an legendäre Côtie-Rôtie-Weine erinnert. Parker: „This serious wine may rival the Hominis Fides as one of the two top Gigondas produced in this vintage.”

171608 Saint Cosme, Côte-Rôtie rouge 2008 45,00 Euro
Sie lesen richtig, werte Kunden, Louis Barruol produziert auch einen spektakulären Rotwein von der nördlichen Rhône, natürlich aus 100% Syrahtrauben vinifiziert von neun verschiedenen, exzellenten Terroirs, sechs von der Côte Brune (80%) und drei von der Côte Blonde (20%), die für das ungemein komplexe Aromenspektrum dieses ausschließlich in neuen Barriques ausgebauten Weltklasseweins verantwortlich sind.
In der Nase das ganze Spektrum eines klassischen großen Côte Rôtie: Cassis, Schwarzbeeren, Dörrfleisch, Speck, Rauch, Tapenade, am Gaumen ungemein elegant und finessenreich bei aller Konzentration und Dichte, fabelhafte Textur, eine ganze Wagenladung voll reifer, süßlicher Frucht (aber in keinster Weise marmeladig!), ungemein lang anhaltend.
Vielleicht auf dem gleichen Level wie der sensationell gute 99er, der zu Recht von Parker mit 95 Punkten bewertet wurde, zu genießen 2014 (wenn das Holz bestens integriert sein wird) bis 2020+. Dieser brillante Wein ist nicht billig, kann es angesichts der harten Qualitätsarbeit in den Steillagen um Ampuis auch gar nicht sein, ist aber angesichts seiner Qualität und im Vergleich zu anderen Weinen dieser weltberühmten kleinen Appellation extrem fairpreisig!
Clos du Caillou - Châteauneuf-du-Pape
Authentische Gewächse von weltberühmtem Terroir verkörpern die Vermählung von Tradition und Moderne!

Patronin Sylvie Vacheron leitet die Domaine
mit viel weiblicher Intuition und profunder Sachkenntnis
Viele von Ihnen, liebe Kunden, sind seit Jahren begeisterte Liebhaber der unverwechselbaren Unikate der Domaine Clos du Caillou treu geblieben und haben sich diese großartigen, langlebigen und höchst sinnlichen Gewächse, die sich trotz moderaten Einsatzes neuen Holzes wegen ihres ausgeprägten Terroircharakters in einem traumhaft originären Stil präsentieren, in ihren Keller gelegt. Und Sie haben gut daran getan, bieten diese wunderbaren Weine doch in ihrer jeweiligen Preisklasse ein unübertreffliches Preis-Genussverhältnis! Parker vergibt Traumnoten, sowohl für die preiswerten „spektakulären CdR, die viele Châteauneufs in Verlegenheit bringen” und erst recht für die „fabulösen Châteauneufweine selbst, die zu den besten Tropfen der Welt gehören”. Es sind Glücksfälle von Wein, dichte, kraftvolle, tiefe und dennoch feine, elegante Gewächse, mit großer Fülle und Komplexität, die ihresgleichen suchen und die ungeschönt sowie unfiltriert abgefüllt wurden. Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach darauf hingewiesen, dass alle Weine von Clos du Caillou wegen ihrer einzigartigen Finesse und ihrer reichhaltigen Frucht bei Kennern Anklänge an berühmte burgundische Grand Crus wach werden lassen: Traumhafte Gewächse mit einer unnachahmlichen Balance von eleganter Opulenz und Mineralität als Quintessenz der herausragenden Lage des Weingutes zwischen zwei anderen weltberühmten Gütern, den Châteaux Rayas und Beaucastel!
154009 Clos du Caillou, Côtes-du-Rhône, rouge 2009 9,50 Euro
Parker hat ja so Recht: „Year after year, Clos du Caillou continues to produce some of the finest Chateauneuf du Papes and Cotes du Rhones. Along with the Coudoulet of Beaucastel, this estate produces the finest Cotes du Rhones of the appellation.”
Und was verführt uns hier für ein erotisches Meisterwerk aus Europas Überfliegerjahrgang 2009. Und das zu einem Preis von unter 10 Euro – mein Gott, Bordeaux, was würdest Du für derart grandiose Qualitäten nur für Phantasiepreise aufrufen? Für einen solch faszinierenden, zum fröhlichen Zechen wie zum anspruchsvollen Essensbegleiter bestens geeigneten provençalischen Rotwein, einen provozierenden Lecker-Schmecker, was ihn zu einem der größten Preisbrecher des letzten Jahrzehnts macht! An der südlichen Rhône! In ganz Frankreich! Schlicht überall in der Welt! Daher u nsere besondere Empfehlung! Ein Geschenk eines der legendären Güter Châteauneuf-du-Papes an die Liebhaber originärer Charakterweine aus einer Landschaft, die Lebensfreude pur vermittelt. Und uns stets in ihren Bann zu ziehen vermag: Mit einer schier unbändigen Sehnsucht, bei den ersten Frühlingsstrahlen der Sonne die Koffer packen zu wollen, um in die Düfte der provençalischen Erde (Blaubeeren, Veilchen, Lavendel) einzutauchen und unsere Sehnsüchte wahr werden lassen. Und wenn wir dann mal wieder doch nicht unseren hiesigen Pflichten entfliehen können, dann vermögen wir uns zumindest mit solch betörenden Klassikern einer verzaubernden Region wegzuträumen und zu verschmelzen mit seinen betörenden Aromen und der kühlenden Frische eines klaren Gebirgsquellbachs.
In der schöpferischen Synthese von Boden, Mikroklima, alten Reben und den intuitiven Entscheidungen großer Winzer liegen die Geheimnisse solch faszinierender Weine!
154107 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge 2007 12,95 Euro

„Die eigentliche Sensation im Angebot von Clos du Caillou”, so lobte schon vor Jahren Deutschlands renommierte Sommelière Paula Bosch (Tantris, München, 2 Michelinsterne)! Qualitativ liegt dieses Juwel auf der Ebene ansprechender Châteauneuf-du-Pape, preislich aber nur auf der eines guten Côtes-du-Rhône, denn die erstklassigen Trauben für unser Kleinod stammen aus den exzellenten, unmittelbar an Châteauneuf angrenzenden und mit Kieselsteinen übersäten Terroirs von „Le Coudoulet” und „Les Garrigues”. So haben wir das Vergnügen, Ihnen zu extrem fairem Preis einen erstklassigen Wein anbieten zu können, der in jedem Jahr zu unseren beliebtesten Angeboten gehört. Dieser komplexe Wein riecht so ungemein vibrierend und schmeckt so tiefgründig erfrischend, wie es im Süden Frankreichs vielfältig duftet! In der Nase vermählen sich wilde Würznoten der Garrigue (Nomen est Omen) und feine Pfeffernoten mit einem verführerischen Schwarzkirschenbukett, Lakritze und feinen Brombeeraromen. Am Gaumen eine traumhafte Fruchtsüße (Kirschen und Himbeeren) und eine sinnliche Opulenz. Weiche Tannine streicheln zärtlich die Zunge! Im betörenden Abgang begeistern eine dem großen Jahrgang 2006 geschuldete animierende Cremigkeit, eine enorme Frische und Finesse sowie noble Schokoladenanklänge. Dieser samtig elegante Tropfen ist einer unserer meist verkauften Roten überhaupt und wird mit Auszeichnungen überhäuft: So belegte ein Jahrgangsvorgänger beispielsweise im weltweiten Grenachetest des FEINSCHMECKER mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis einen Platz unter den Top Ten! Und dann wurde schon unser 2006er von Parker („the essence of Provence”) zu den „größten Schnäppchen der gesamten Weinwelt” gezählt!
Und 2007 war bis dato jahrgangsbedingt der beste Garrigues aller Zeiten – ein Meisterwerk! Und er ist bereits auf dem Höhepunkt seiner Trinkreife, die er noch drei bis 4 Jahre bewahren wird!
1541107 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge, Magnum 2007 1,5 l 27,00 Euro
Domaine du Champ des Soeurs – Fitou
Ein junger Wilder geht seinen ureigenen Weg und Pit Falkenstein feiert in seiner Kolumne im HANDELSBLATT die großartigen Gewächse unserer Neuentdeckung, der Domaine Champs des Soeurs, als herzerfrischende Trinkweine: „Knackige, köstliche Weine nach Großvaters Art”.

359209 Champ des Soeurs, Fitou Rouge (PK) 2009 7,95 Euro
Diese ätherisch feinduftige, auf den heimischen Rebsorten Grenache und Carignan basierende urwüchsige Cuvée stellt attraktiv ihre herrliche Frucht in den Vordergrund und fasziniert mit betörenden Aromen nach Himbeeren, Cassis, würzigen Tabakblättern und provençalischen Kräutern. Am Gaumen begeistert sie mit ihrer würzigen Dichte und gleichzeitig mit einer spielerischen Leichtigkeit auf der Zunge, welche von singulärer Güte ist in ihrer Preisklasse. Infolge der einzigartigen klimatischen Gegebenheiten in Europas Fabeljahrgang 2009 von betörendem Charme und von einer Stilistik, die heiter und lecker hohen Anspruch realisiert und mit einem lasziv-erotischen Abgang betört. Qualität kann bisweilen so preis„wert” sein!

Laurent Maynadier erläutert engagiert
seine Weinbergsphilosophie
Laurent Maynadier ist in Deutschland immer noch einer der größten Geheimtipps, auch wenn Michel Bettane, der große Mann des französischen Weines, ihn als eine der größten Entdeckungen der letzen Jahre den Lesern in seinem Heimatland mit großer Eindringlichkeit ans Herz legt. Werte Kunden, Sie sind in den letzten Jahren so vielen meiner Empfehlungen gefolgt, Weine betreffend, die man in Deutschland noch kaum kennt. Vielen Dank für Ihr großes Vertrauen. Legen Sie sich auch diesen Lecker-Schmecker mit seinen butterweichen Tanninen (das ist eine kaum fassbare Qualität für einen Basiswein, sagenhafte 15/20 Punkten in seiner höchst attraktiven Preisklasse im „Classement 2011” der Bibel der französischen Weinkritik!) aus einem Jahrgang, der alle Qualitätsparameter nach oben verschoben hat, wieder kistenweise in den Keller. Sie werden sich viele Jahre hedonistischem Trinkvergnügen hingeben können. Versprochen!
Auch Thomas Reinhardt (Weinjournalist und Gourmetkritiker der Saarbrücker Zeitung) entdeckt begeistert den „wilden Süden” bei Pinard de Picard und urteilt: „Was der Winzer Laurent Maynadier, in Deutschland noch immer ein Geheimtipp, hier für 7,95 Euro in die Flasche gezaubert hat, ist ein Fest.”
Zu genießen ab sofort bis 2014, mindestens – aufmachen, trinken bei etwa 17° C und sich sauwohl fühlen!
Domaine Joseph Voillot – Volnay
Michel Bettane, der große Mann des französischen Weins, urteilt euphorisch: „Seit vielen Jahren macht Jean-Pierre Charlot auf der Domaine Voillot Weine, die zu den feinsten und balanciertesten des Burgunds zählen”.
Voillot: Ein absolutes Muss im Traumjahrgang für Finesse, Eleganz und Mineralität, in 2008, über den John Gilman, ein ebenso anerkannter Burgund-Kritiker wie Meadows, geradezu ins Schwärmen gerät: „Niemals in den 20 Jahren, in denen ich mittlerweile Burgund besuche, habe ich jemals einen Jahrgang probieren dürfen, in dem die Rotweine derart reinrassig waren wie in 2008 und die Kombination von atemberaubender reintöniger Frucht und außergewöhnlicher Transparenzergeben einen der aufregendsten Jahrgänge in der jüngeren Geschichte des Burgunds.”

Jean-Pierre Charlot: Genussmensch, virtuoser Winzer
und „ ... erster Diener meiner Reben”
Sie wissen, werte Kunden, dass das Burgund wie keine andere Rotweinanbauregion der Welt eine enorme Vielfalt an Weinen ihr eigen nennt, die in höchstem Maße Ausdruck ihrer spezifischen Lage, ihres einzigartigen Terroirs sind. Aber das Reizvolle an Burgund sind neben den höchst unterschiedlichen verschiedenen Lagen mit ihren spezifischen geschmacklichen Charakteristika auch die jeweiligen Handschriften der einzelnen Domainen. So ist in Burgund der Name des Winzers mindestens ebenso wichtig wie die Weinberglagen, denn sein Charakter, sein Wissen, sein handwerkliches Ethos und seine Intuition prägen den Wein. Die Menschen und ihr Terroir bilden daher gemeinsam den Schlüssel zum Verständnis des Burgunds und verleihen ihren großen Weinen eine ureigene Stilistik mit unverkennbarer Handschrift, die sie so zu authentischen Unikaten macht.
So wie Jean-Pierre Charlot, der Schwiegersohn Joseph Voillots, einer der ganz Stillen, Sympathischen im Land des Weins, der voller Elan die Traditionsdomaine leitet. Höchster Respekt vor den Trauben und der ihm überantworteten Erde ist sein Credo. Bewahren der Schöpfung. Vinifizierung von sensiblen Weinen, von Pinot Noirs mit Seele, die singen, wie man im Burgund solch betörende Pretiosen charakterisiert! Sie entstammen einem kleinen Paradies, denn die Domaine Voillot hat das Glück, genau dort zu stehen, wo gleich zwei der schönsten Rotweinterroirs der gesegneten Region beheimatet sind: Pommard und Volnay. Die leisen Töne, die auf der Domaine Voillot gesprochen werden und die Bescheidenheit der verantwortlichen Personen haben dazu geführt, dass ihre Weine fast nur unter Weinkennern bekannt sind und noch immer als geniale Geheimtipps unter vorgehaltener Hand weiterempfohlen werden. Und dies sind beispielsweise berühmte Sommeliers französischer Sternerestaurants, welche die feinen und langlebigen Weine von Joseph Voillot für ihr Weinangebot besonders schätzen.
Die Weine von Volnay werden von Liebhabern als die Chambolle-Musignys der Côte de Beaune hymnisch gefeiert – elegant, voller Finesse und filigraner Delikatesse, doch mit einer Tiefe und Struktur, die sie jahrzehntelang am Leben erhält. Große Pinot Noirs aus Volnay scheinen stets Interpretationen einer schwebenden Ballerina. Diese Stilistik hat natürlich mehr mit dem Boden als mit einem Kellermeisterkniff zu tun: Die privilegierte Rebfläche Volnays liegt zum großen Teil auf Hängen, unter deren Oberfläche Kalkstein den Lehm überwiegt, so dass die dort erzeugten edlen Tropfen stets durch ihre Finesse brillieren. Und zur qualitativen Spitze Volnays, das wissen intime Kenner der Szene, zählen die höchst traditionellen Gewächse der Domaine Voillot. So urteilte Remington Norman, einer der größten Burgundkenner weltweit, bereits vor über einem Jahrzehnt: „Die vorzüglichen Pinot Noirs von Joseph Voillot gelten zweifellos als vorbildliche Volnays und Pommards!” Und die heutigen Qualitäten klopfen unüberhörbar an die Pforte zur Weltklasse, denn Jean-Pierre Charlot ist einer der klügsten und begabtesten Köpfe an der gesamten Côtes de Beaune. Bevor der barocke Genussmensch Jean-Pierre die Leitung dieser traditionsreichen Familiendomaine übernahm, war er als Professor für Oenologie tätig! Mit klaren Vorstellungen ging er deshalb nach seinem Wechsel von der Theorie der universitären Lehre in die Praxis des Winzerdaseins ans Werk: „Meine Kellerarbeit ist ganz einfach und traditionell und dient keinem anderen Ziel, als die grandiose Vielfalt meiner unterschiedlichen Weinbergslagen in fertigen Wein umzusetzen. Der Respekt, ja die Ehrfurcht des Winzers vor der Natur und seinem Terroir sind unabdingbare Voraussetzungen, um einen großen Wein in handwerklicher Tradition zu machen, der nichts mit der modernen Massenvinifizierung und den daraus resultierenden austauschbaren, zutiefst langweiligen Produkten zu tun hat. Meine urtraditionelle Arbeit im Weinberg, insbesondere das Pflügen der Böden und die Ernte vollreifer Trauben zum exakt richtigen Zeitpunkt ist viel wichtiger als jede kellertechnische Maßnahme. Ich bin nichts anderes als der erste Diener meiner Reben”.

Ein Besuch bei diesem Sympathieträger ist in geschmacklicher Hinsicht stets eine Reise zu den Wurzeln des Burgunds. Ungeschminkt, einerseits kraftvoll und dann doch voller Nuancen, traumhaft komplex in der Frucht, zutiefst mineralisch und stets ungemein fein präsentieren sich die Weine, die alle über ein nobles Tannin verfügen. Ganz großes emotionales Kino! Voillots Weine verfügen über ein legendäres Alterungspotenzial, die Jahrgänge 1964 und 1978 zählen heute noch zu den großen Klassikern des Burgunds! Und 2008 ist auf der Domaine Voillot schlicht ein Fabeljahrgang der Finesse! Und ganz wichtig: Bereits der einfache Bourgogne dieses begnadeten Winzers hat ein Niveau wie sonst die Dorflagen berühmter Kollegen (daher jubelt VINUM zurecht: „Größtes Schnäppchen des Burgunds”), diese wiederum ein Niveau, welches man in anderen Jahrgängen und bei anderen Winzern erst ab den 1ers Crus erhält, deren beste Exemplare Grand-Cru Qualitäten besitzen! 2008 bei Voillot heißt höchste Expression des Terroirs verbunden mit einer traumhaften Transparenz und einer sinnlichen Frucht. Des kundigen Weinliebhabers Herz – Was begehrst Du mehr? Unter Preis-Genuss-Gesichtspunkten besitzen die höchst traditionellen Pretiosen der Domaine Joseph Voillot schlicht Referenzqualität!

Wie der Pinot Noir: Sanft verlaufen die anmutig geschwungenen Rebzeilen der großen Lagen des Burgunds
© Werner Richner
214109 Joseph Voillot, Bourgogne Pinot Noir Vieilles Vignes, rouge 2009 14,90 Euro
Finesse und Komplexität heißen die Kardinalstugenden eines großen Pinot Noirs. Nicht Extraktion, Kraftmeierei, Holzorgien oder extreme Farbtiefe. Ein exzellenter Burgunder soll fein, duftig, tief und elegant in seiner Aromatik sein und seidig über die Zunge laufen, tänzerisch schwebend und transparent gewirkt, ohne jegliche Schwere. Und diese von Liebhabern in aller Welt geschätzten Eigenschaften versinnbildlicht in stilbildender Qualität bereits unsere ungemein preiswerte, feinsinnige, mineralische Einstiegsdroge aus liebevoll gepflegten, besonders wertvollen alten (daher ertragsschwachen) Reben unseres Kleinods Voillot, die den Maßstab in ihrer Preisklasse im gesamten Burgund setzt. Frucht, Frische und Finesse in einer singulären Qualität! Oder wo sonst noch bekommen Sie eine derartig hohe Qualität zu solch kundenfreundlichem Preis? Jahrgang für Jahrgang einer unserer beliebtesten Pinot Noirs!
Auch VINUM ist begeistert. Die Redaktion hatte sich ein heikles Thema vorgenommen: „Burgund und günstig”. Das Urteil: „Das Burgund ist ein Dschungel aus Hunderten von ähnlich klingenden Namen, Appellationen und Lagen – alles, um den Weinfreund zu verwirren, vom Einsteiger gar nicht zu reden. Schnäppchenjäger im Burgund zu sein, heißt, sich Zeit zu nehmen, vor Ort in zahlreiche Winzerkeller zu steigen, wo nicht eine, sondern Dutzende verschiedener Abfüllungen auf einen warten... Fazit unserer Verkostung: Es gibt sie schon, die Schnäppchen, aber sie sind dünn gesät!” Pinard de Picard hat zu dieser großen VINUM-Degustation seinen preiswertesten Pinot Noir aus dem Burgund angestellt, unseren Bourgogne von Voillot, der zu unserer Freude in einer illustren Runde mit Premier und Grand Crus gar (!) von Vinum zu den raren Schnäppchen des Burgunds gezählt wird. Ein nobler Pinot Noir aus dem Herzen des Burgunds kann bisweilen also doch noch dramatisch preiswert sein!

214208 Joseph Voillot, Volnay Vieilles Vignes, rouge 2008 28,00 Euro
Ein wahrlich betörender Volnay wie der „Alte Reben” von Voillot ist niemals ein opulenter, schwerer Wein. Sein Bukett ist vielmehr äußerst fein, sehr delikat und von höchster Finesse und Präzision geprägt. In seinem verführerischen Duft findet man betörende Anklänge von roten und blauen Beeren, saftigen Kirschen, von Weinbergspfirsichen gar, von schwarzem Pfeffer, Veilchen und anderen verzaubernden Blüten. Er ist ein zarter femininer Wein mit perfekter Ausgewogenheit und einer ungemein präzisen, einerseits sehr fokussierten, andererseits enorm subtilen Mineralität. Diese ist vermählt mit einem zart floralen Charakter und so ähnelt dieser verzaubernde Volnay aus über 50 Jahre alten Reben den schönsten Weinen aus Chambolle-Musigny, die wiederum zu den Feinsten des ganzen Burgunds zählen. Eine betörende Schmusekatze mit Samtpfoten und eingezogenen Krallen, die sich jedoch in Form einer tiefen mineralischen Spur auf der Zunge in der Jugend und einer beeindruckenden Frische stets bemerkbar machen. Einer der größten Weinwerte in Burgunds grandiosem Jahrgang 2008!
Zu genießen ist diese großartige, ungemein reizvolle Dorflage mit ihrem samtigen lasziv-erotischen Charakter, die viele wesentlich teurere 1er Crus ganz schön alt aussehen lässt, ab sofort, Höhepunkt 2012 bis 2016+.

Spaziergang durch das faszinierende Licht des Burgunds
© Werner Richner
214308 Joseph Voillot, Pommard Vieilles Vignes, rouge 2008 29,00 Euro
Der erdig-kraftvolle stilistische Gegenpol zum feminineren, finessereicheren Volnay: Die erstklassigen Trauben für diese großartige Dorflage stammen von fünf verschiedenen Terroirs, die mit ihren unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen zur Vielschichtigkeit dieses großartigen Villages-Weines beitragen. Am Gaumen bei aller Fülle und Dichte feinst balanciert, sehr harmonisch, enorm frisch, sehr elegant und mit herrlich reifen Blaubeeraromen und Sauerkirschanklängen sowie Noten von Sandelholz und dunklem Tabak versehen. In seiner Stilistik Pommard-typisch, mit großer Konzentration, Komplexität und Kraft gesegnet, begeistert dieser exzellente Pinot Noir aber auch mit einer großen Länge und vermählt die seidige Delikatesse feinster Volnays mit der Tiefe eines großen Pommard. Tolle Länge, subtile Mineralität und noch präsentere Tannine als im Volnay VV, die aber auch schon jetzt, im jugendlichen Stadium des Weins, feiner sind als man sie gewöhnlich in Villages-Weinen zu finden vermag!
Zu genießen ab 2012 bis 2016+.

Jean-Pierre Charlot beim Verproben des neuen Rotweinjahrgangs
214408 Joseph Voillot, Volnay 1er Cru „Les Brouillards”, rouge 2008 49,00 Euro
Wenn Sie, werte Kunden, diesen fabelhaften Premier Cru von über 75 Jahre alten Reben von einem extrem felsigen Kalksteinterroir im Glase haben, dann schließen Sie bitte die Augen und riechen Sie einfach einmal. Er wird zu Ihnen sprechen: leise, unaufdringlich, hören Sie ihm daher aufmerksam zu. Er hat soviel zu erzählen von seiner Region und seiner gerühmten Lage. So ein betörendes Bukett, ein kleiner Zipfel vom Paradies, das findet man in dieser Form nur in Burgund! Fein und gleichzeitig vielschichtig duftet ein ganzer Korb roter Beeren, Zwetschgen und reifer Sauerkirschen – balsamisch und perfekt balanciert verströmt schon die Nase dieses grandiosen Weines allerhöchste Noblesse. Auch der erste Eindruck im Mund ist geprägt von der komplexen und eleganten Fruchtdichte, dann gesellen sich Gewürzaromen, etwas Kirsche, Tabak und eine tiefgründige Mineralität hinzu und dieser Spitzenpremier endet ungemein lang in einer noblen Textur. Das ist Burgund auf höchstem Niveau, perfekt gewirkt in seiner seidigen Transparenz, zart und elegant die Zunge betörend, aber trotzdem mit großer mineralischer Tiefe gesegnet. Die Einzigartigkeit seiner jeweiligen Lage, das weltweit legendäre Terroir, herauszuarbeiten, es letztendlich den Charakter des Weines bestimmen zu lassen, das war schon immer das Ziel auf der Domaine Voillot. Burgunder hypermoderner Stilistik, die mit ihrer Konzentration und Holzaromen protzen, lehnt Jean-Pierre Charlot kategorisch ab. So bieten alle seine Weine authentischen, traditionellen, Burgunder-Genuss „in einem zeitlosen klassischen Stil” (Michel Bettane), vorausgesetzt, der geneigte Connaisseur vermag es, sich den leisen Tönen zu öffnen.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2014 bis 2020+.

214008 Joseph Voillot, Volnay 1er Cru „Les Fremiets”, rouge 2008 49,00 Euro
Einer meiner persönlichen Favoriten bei den „roten Rieslingen” der Côte de Beaune ist dieser Samt eines großen Burgunders (eine Stilistik, weshalb bereits Shakespeare solcherart Pretiosen als den wahren Nektar des Abendlandes bezeichnete) – Nirgendwo sonst auf der Welt findet man bei Pinot Noirs eine solch mythische Verbindung zwischen großem Winzerkönnen und magischem Terroir! Für viele Burgund-Aficionados bleibt der höchste Ausdruck des Pinot Noirs die Finesse, eingebettet in enorme Kraft, aber immer mit Eleganz. Es ist einfach, einen eleganten oder einen kraftvollen Wein zu machen, aber es ist sehr schwierig, eine Ausgewogenheit zwischen beiden Polen herzustellen. Dieser fabelhafte Volnay mit seiner enormen Dichte und Konzentration UND seiner fabelhaften Filigranität kann beide Parameter idealtypisch vermählen! Welch verführerische Frucht (rote, blaue und schwarze Beeren sowie feinste Kirscharomen) liebkost die Nase; würzige Tabaknoten, Sandelholz und eine kalkige Mineralität umhüllen schmeichelnd den Gaumen, weiche, cremige, seidene Tannine laden zu baldigem Genuss (Höhepunkt 2012 bis 2020+) und der lange Abgang gewährt einen fulminanten Einblick in die Seele der großen Weine aus Volnay. Viele wesentliche teurere Grand Crus haben dagegen nicht den Hauch einer Chance! Unverkennbar die fabelhafte Klasse eines in seiner Spitze grandiosen Jahrgangs! Welch ein Genuss: Fülle, Konzentration und Finesse, alles ist da in verschwenderischer Vielfalt, aber von Nichts hat es auch nur einen Hauch zu viel, ein Wein wie ein Modell der großen kapriziösen Rebsorte Pinot Noir!
Werte Kunden: Michel Bettane bringt die singulären Qualitäten der Domaine Voillot auf den Punkt: „Seit vielen Jahren macht Jean-Pierre Charlot Weine, die zu den feinsten und ausgeglichensten von Pommard und Volnay zählen. Ihre Reifung enthüllt mit großer Präzision die Typizität des Jahrgangs und des Terroirs. Man bewundert dann die Feinheit in der Textur und die Integration der Tannine in das Bukett, was das Markenzeichen der großen Stilisten an der Côte de Beaune ist.” Unser Kleinod, die Domaine Voillot, vinifiziert im Rotweinbereich mit die größten Weinwerte des gesamten Burgunds. Die „raren Schnäppchen” (VINUM) dieser prestigereichsten Anbauregion der Welt!
Domaine Bernard Dugat-Py – Gevrey Chambertin
In Frankreich zusammen mit Romanée-Conti zu DER Kultdomaine des Burgunds avanciert: Die mythischen Gewächse von Dugat-Py in Deutschland exklusiv bei Pinard de Picard!
„Les meilleurs vins de France”, die Bibel der französischen Weinkritik, urteilt: „Der kleinste Wein von Dugat-Py ist bereits ein großer Wein”!

Traditionelle Weinbergsarbeit als ein Garant für höchste Qualität
209008 Dugat-Py, Bourgogne Halinard, rouge 2008 35,90 Euro
Die Einstiegsweine der besten Winzer des Burgunds verdienen wahrlich die besondere Beachtung von Kennern und Liebhabern, da hier die qualitativen Fortschritte der letzten Jahre, die „Erneuerung des Burgunds” (Jancis Robinson), am besten sichtbar sind. Noch Ende der 70er- und in den 80er-Jahren gab es infolge vieler hausgemachter Fehler (insbesondere der exzessive Chemieeinsatz, von dem die Böden Jahre brauchten, sich zu erholen) selbst bei berühmten Domainen nur wenige Premier Crus, die eine Qualität erreichten, wie man sie heute schon bei diesem Bourgogne de luxe des Winzermagiers aus Gevrey-Chambertin findet. Entdecken Sie, werte Kunden, das Burgund über diesen grandiosen Charakterwein, der benannt ist nach einem Mönch, der im 11. Jahrhundert in Gevrey wirkte und den Keller der Domaine erbaute, wo sich noch heute die Weine von Dugat-Py in Ruhe behutsam entwickeln – Das Burgund ist eine eigene Weinwelt, die Feinheit und Eleganz eines Burgunders lässt sich mit nichts anderem vergleichen! Und dieser Referenzwein seiner Preisklasse entlockt dem glücklichen Genießer mehr Emotionen als so manch renommierter Lagenname der Côte de Nuits! Kein Wunder, stammen die exzellenten Trauben für diesen erlesenen Tropfen doch allesamt aus der Appellation Gevrey-Chambertin, von jüngeren Rebstöcken zwar, aber mit einer Kraft gesegnet, die den teilweisen Ausbau in neuen Barrique nicht nur problemlos schluckt, sondern geradezu fordert! Welch sinnlich-genialer Duft (intensive schwarze Kirschen, Blau- und Himbeere, Mineralität, noble kräuterwürzige Anklänge) zum Verlieben schön! Feinheit und Finesse, diese von Liebhabern in aller Welt geschätzten Eigenschaften, versinnbildlicht in stilbildender Qualität bereits dieser so ungemein, feinsinnige, mineralische Bourgogne Halinard, in seinem Charakter ein herausragender Gevrey! Aber dennoch besticht er durch eine wunderbare Konzentration und präsentiert sich eine Spur dichter und cremiger als sein hervorragender Vorgänger aus 07. Traumhaft mineralischer Nachhall und fabelhaft weiche Tannine.
Zu genießen ab Mitte 2011, Höhepunkt 2012 bis nach 2017.

© Werner Richner
209108 Dugat-Py, Gevrey-Chambertin „Coeur de Roy”, rouge 2008 99,00 Euro
Bis 100 Jahre alte Prachtreben, die ein unvergleichliches Parfum verströmen, liefern die ganz kleinen Zauberträubchen für diesen Domainen-Klassiker auf absolutem Grand-Cru-Niveau. Der Reiz authentischer Pinot Noirs des Burgunds liegt in der einzigartigen Kombination von Zartheit und Kraft, die selbst außerordentlich reiche und konzentrierte Weine nicht „fett” wirken lässt, im Unterschied zu vielen ihrer belanglosen Pendants aus Übersee. Die singuläre aromatische Vielfalt dieser magischen Finessenweine erschließt sich in ihrer gesamten Komplexität erst nach einigen Jahren der Entwicklung: Wahre charakterliche Größe braucht Reifezeit – beim Wein wie beim Menschen. Und was haben wir hier einen Wahnsinnsstoff im Glase: Ein Meisterwerk mit einer verzaubernden Nase – Hedonistische Pinot Noir-Frucht (Himbeeren, würzige Kräuter, ein Hauch von Tannennadeln), wie sie klarer und präziser nicht sein kann! Die innere Kraft und Dichte, der betörende Extrakt scheinen schwerelos – Sie werden aufgehoben in schwebender Transparenz und einer Feinheit und Eleganz, wie sie nur den großen Gevrey-Lagen zu eigen ist. Die fabelhafte Mineralität vermählt sich mit einer noblen Frucht, die am Gaumen förmlich explodiert, und mit dem Duft weißer Trüffel. Welch Wahnsinns-Extrakt, welch unendlich langer, zutiefst mineralischer Nachklang, der dieses feminine Meisterwerk adelt. Unglaublich feiner Kultstoff!
Von Allen Meadows im Vorjahr höher gar bewertet als der Echézeaux Grand Cru der Domaine Romanée-Conti! Und 2008 ist nochmals besser. Mein Wort drauf!
Wie die größten Weine des Jahrgangs erst zu genießen ab 2015 bis nach 2025.
DEUTSCHLAND
Weingut Rainer Schnaitmann - Württemberg
„Rainer Schnaitmann schoss mit seinem erst 1997 gegründeten Weingut wie eine Concorde in den Württemberger Weinhimmel – und der Steigflug hat immer noch kein Ende. Schon zum vierten Mal in Folge hat uns der ehrgeizige Fellbacher die mit Abstand feinsten roten Burgunder Württembergs vorgestellt. So küren wir Rainer Schnaitmann nicht nur zum Kronprinzen der Württemberger Weinszene, sondern auch zu unserem Aufsteiger des Jahres 2007”, so das dezidierte Lob des Gault Millau.

„Der Star unter Württembergs Jungwinzern” (so Bernd Kreis in seinem unbedingt lesenswerten Bildband „Weinmacher in Württemberg”), Rainer Schnaitmann, gehört zur neuen Generation deutscher Weinmacher und spricht erfrischend offen und unangepasst über seine persönlichen Vorstellungen als Winzer: „Weingärtner zu werden – das konnten sich mein Bruder und ich früher überhaupt nicht vorstellen. Ich wollte immer Architektur studieren, denn das Gestalterische und seine Wirkung haben mich einfach begeistert. Ich bin mit dem Fahrrad durch halb Europa gefahren und habe mich eigentlich nur für Bauwerke interessiert. Nach dem Abitur wollte ich mich dann um ein Praktikum als Zimmermann bewerben, doch da kam mir die Bundeswehr dazwischen. Ich war damals begeisterter Radfahrer, oft in den Bergen und wollte daher am liebsten zu den Gebirgsjägern gehen. Ich bin dann per Zufall im Offizierscasino in Ingolstadt gelandet, wo auch Restaurantfachleute waren, die im weltbekannten Feinschmeckerrestaurant Traube-Tonbach gelernt hatten. Zusammen haben wir einen Service, eine Küche aufgezogen – nur vom Feinsten! Wir haben eine Woche Schicht gearbeitet, täglich bis nachts um zwölf und hatten dann jeweils eine Woche frei. Und in diesen Freischichten habe ich damals regelmäßig draußen im Weinberg gearbeitet und so ein ganzes Jahr im Weinbau erlebt. Da hat es bei mir angefangen zu zünden.

© Hendrik Holler / LOOK-foto
Unser Familienbetrieb stand zudem ganz gut da; wir haben seit über 500 Jahren Weinbau in der Familie und ich konnte mir nun vorstellen, diese Tradition doch fortzuführen. Daher habe ich 1989 eine Weinbaulehre begonnen und anschließend in Geisenheim studiert. Danach bin ich noch ins Ausland und habe in Neuseeland und anschließend in Südtirol gearbeitet. Von Anfang an war mir klar, dass ich, anders als mein Vater, nicht in der Genossenschaft bleiben wollte. Sie war damals für mich indiskutabel, weil ihre Auffassung von Wein, ihre Einschätzung der eigenen Leistung und ihre Weinqualität überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprachen. In Österreich kam der immense Qualitätsschub erst nach dem großen Weinskandal, aber ich denke, dass wir Württemberger eine in dieser Hinsicht unblutige Revolution zuwege bringen, eine sanfte Revolution. Ein großer Vorteil für mich war natürlich auch, dass mein Vater mich nie zu etwas gezwungen hat und mir völlig freie Hand ließ, er war ja so glücklich, dass ich überhaupt das Weingut fortführen wollte. Das Wichtigste für mich in meiner Weinbergsarbeit ist, der Natur (und damit den spezifischen Jahrgangsbedingungen) freien Lauf zu lassen. Wein soll leben, soll ein Naturprodukt bleiben. Und solange ich mit einem nicht konzentrierten und „ungedopten Wein” treue Kunden finde, bin ich sehr zufrieden”.
Neugierig geworden, werte Kunden? Neugierig auf die ungemein spannenden Weine dieses musisch wie künstlerisch interessierten, freisinnigen und -denkenden Fellbacher Winzers, der zu seinen Leidenschaften das Gleitschirmfliegen ebenso zählt wie das Erklimmen der Alpenpässe mit dem Fahrrad. Rainer Schnaitmann ist begeistert und kann begeistern – mit seinen mitreißenden Worten, aber insbesondere mit seinen höchst authentischen Natur-Weinen! Das Fellbacher Wein-Märchen dieses Sympathieträgers deutscher Winzerkultur hat gerade erst begonnen! Mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen überhäuft, werden Rainers Weine mittlerweile weithin unbestritten als die feinsten Vertreter ihrer Art in Württemberg angesehen. Die aus jeder einzelnen Lage geborene jeweils einzigartige Charakteristik unterscheidet diese großen Naturweine mit ihrer unverwechselbaren Seele von technisch gemachten Industrieweinen und gibt ihnen eine ganz andere Wertigkeit, ähnlich einem großen Gemälde oder einem genialen Musikstück. Rainer Schnaitmann gehört zu den Juwelen unseres Programms!
981309 Schnaitmann, Riesling Gutswein trocken 2009 9,95 Euro
Ein Einstiegswein ist stets die Visitenkarte eines Weinguts. Und Rainers Basis-Riesling ist schlichtweg eine geniale Einstiegs-Droge. Wozu natürlich auch der große Jahrgang 2009 beigetragen hat!

983109 Schnaitmann, Schnait Riesling** trocken 2009 12,95 Euro
Schnaitmann gab, wohl bedacht, seinen klangvollen Namen für die Benennung dieses grandiosen, zutiefst mineralischen Rieslings, um die fabelhafte Qualität in Bezug zu seinem provokant günstigen Preis zu dokumentieren. Dieses konzentriert-kraftvolle, durch seine rassig-knackige, pikante Note fesselnde Urgestein, das Herz und Sinne berührt und betört, stammt von exzellenten Mergel- und Sandsteinverwitterungsböden aus einem Seitental des Remstals mit einem kühlen Klima, wo die Trauben eine extrem langsame Reifung erfahren und so die komplexesten Aromen einlagern können. Erst sehr spät gelesen, haben wir hier einen spektakulär mineralischen, ungemein präzisen und fokussierten Riesling im Glase mit gerade einmal 12,5 Volumenprozent Alkohol. Physiologische Reife und komplexe Aromen, das sind die entscheidenden Parameter für großen Wein, aber keine Alkoholorgie! Viele Große Gewächse werden durch diese geniale Qualität beschämt. Ein kleiner Wermutstropfen: Wir dürfen diesen mineralischen Riesling einfach gar nicht so bewerben, wie er es verdient. Die Mengen sind zu gering, die Käufer stehen Schlange. Daher ganz leise: Kaufen, liebe Kunden, kaufen ... .
Zu genießen ab sofort bis nach 2014.

Blick auf den Fellbacher Lämmler
981609 Schnaitmann, Fellbacher Lämmler Riesling Großes Gewächs 2009 27,00 Euro
Welch kraftvoller und tiefgründiger Riesling der absoluten deutschen Spitzenklasse, vom FALSTAFF im Ranking der Großen Gewächse Deutschlands im Überfliegerjahrgang 2009 als höchst bewerteter Riesling Württembergs geadelt. „Auf Mergel und Schilfsandstein gewachsen, bringen die Trauben die Art von Kraft und Aromen mit, die man als typisch für den wieder gefundenen württembergischen Rieslingstil bezeichnen kann. Er begeistert mit einer enorm mineralischen Art und einer tiefgründige Stilistik, ist von einer subtilen Frucht geprägt und auf eine lange Lebensdauer angelegt”, beschreibt Rainer Schnaitmann selbst diesen großen Wein. Die Nase wird betört von der saftigen, fleischigen Aromatik vollreifer Pfirsiche, mit Anklängen von reifer Ananas und Orangenzeste sowie einer feinherben, zart hefigen Note, eingebettet in eine traumhafte Mineralität. Am Gaumen präsentiert er sich herrlich saftig, ungemein dicht, cremig, wollüstig fast, mit einer wunderschön integrierten Säure und einem wiederum ungemein animierenden, leicht herben, tief mineralischen Nachhall. Dieser grandiose Riesling passt hervorragend zu leicht exotischen Gerichten wie Rotbarbe mit Orangenmarinade auf Vanille-Kartoffelschaum oder einem Rinderfilet mit cremiger Blauschimmelsoße und glacierten Pfirsichspalten, er eignet sich aber selbstverständlich auch zu Klassikern wie Currygeschnetzeltem oder Seezunge „Müllerin”.
Zu genießen ab sofort bis 2020+.

981109 Schnaitmann, Evoé! rot trocken 2009 9,50 Euro
Der griechischen Mythologie nach unternahm der Gott des Weines, Dionysos, einen Feldzug nach Indien. Da er aber nun einmal kein Kriegsgott war, ließ er seine berüchtigten Mänaden, sauf- und rauflustige Frauen, voraus ziehen, um die Städte moralisch so zu „unterwandern”, dass die spätere Einnahme nicht mehr besonders schwer fiel. Der Schlachtruf dieser „Kriegerinnen” war angeblich „Evoé!”, was jedoch nicht nur eine Kampfansage war, sondern auch „Jubeln, Frohlocken”, bedeutet, ein hintersinniger Name also für diesen betörenden, ungemein verführerischen Lecker-Schemcker – Auf nach Indien!
Rainer Schnaitmann selbst tituliert dieses leckere, violettrote Stöffchen aus einem Jahrhundertjahrgang für deutschen Rotwein gerne als seinen Pizza- und Pastawein. Ach, wenn es doch nur möglich wäre, bei einem ‚Italiener’ einen solchen Wein im Offenausschank zu bekommen! Welch toller Rotwein für alle Tage – aber keinesfalls alltäglich. Er duftet animierend nach Brombeeren, Cassis, Kirschen und Schokolade, aber auch animierend zart nach Lakritze, Kräutern und frisch gemahlenem weißen Pfeffer. Am Gaumen präsentiert er sich traumhaft cremig und füllig, sehr, sehr süffig, dazu zart mineralisch, mit anregender Säure- und erfrischender Tanninstruktur. Obwohl man bei der intensiven Farbe und dem durchaus kraftvollen Gaumen relativ viel Alkohol vermuten könnte, beschränkt sich dieser auf Trinklust fördernde 13 Volumenprozent! Aufgrund seiner erfrischenden Lebendigkeit ist dieser leckere Rotspon selbst zu Fischgerichten, wie Saltimbocca vom Seeteufel mit Rotwein-Buttersoße oder gegrillte Rascasse mit Oliven und Wildreis-Risotto, ein perfekter Begleiter, aber auch zur asiatischen Küche. Auf sympathischem Preisniveau eine großartige Demonstration von Herkunft und Ursprung. Wahrlich: Das deutsche Rotweinmärchen geht weiter – Authentischer Genuss zu provokant günstigem Preis!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2011 bis 2014+.

983509 Schnaitmann, Lemberger*** trocken 2009 19,90 Euro
Die drei Sterne stehen innerhalb der Schnaitmannschen betriebseigenen Klassifikation für höchstes Qualitätsniveau. Schon im Weinberg hat das Streben nach ausgereizter Qualität absoluten Vorrang. Der Ertrag wird strikt reguliert, auch durch das Teilen der einzelnen Trauben. Sie werden abgebeert, nicht gequetscht, um eine besonders attraktive Fruchtaromatik zu erzielen. Das Hinzufügen einer Traubenpartie mit Stilen ist ein interessantes Instrument zur Gestaltung von Gerbstoffstruktur und Frische. Nach einer dreiwöchigen Maischegärung und dem Abpressen folgt eine achtmonatige Lagerung im neuen, kaum schmeckbaren, ausschließlich Struktur gebenden Barrique. Und diese ausgefeilte Winzerkunst, sehr sensibel und mit großer Könnerschaft angewandt, sieht man diesem großartigen Elixier bereits an: Der Blick ins Glas zeigt ein sehr tiefes Kirschrot mit schwarz-violetten Reflexen. Verführerisch betören reife, saftige, schwarze Kirschen, Cassis und frische Zwetschgen die verzückte Nase, aber auch feine Tabaknoten und Anklänge von Bitterschokolade, Zimt, Lorbeer, Leder, Kaminrauch und kräutrig-mineralische Aromen, die an Rosmarin, Veilchen und Salbei erinnern. All diese Komponenten vereinigen sich zu einem höchst attraktiven Bukett und die Aromen tanzen Samba: Was für ein Lecker-Schmecker! Auf der Zunge betören grandiose süße Fruchtaromen, gepaart mit animierender junger Herbe, einer phantastischen, rauchig-tabakigen Mineralität und einem reifen, cremigen Tannin. Welch grandiose Tiefe und Komplexität. Welch fabelhafte Balance und innere Harmonie. Und welch präzise Kühle! Dieser großartige Wein-Wert ist das Ergebnis visionären handwerklichen Könnens. Mit dieser avantgardistischen Prägung ist Rainer Schnaitmann ein großer Wurf gelungen: Wieder einer dieser fabelhaften Weine, natürlich ungefiltert, die eindrücklich die Zeichen der neuen Zeit beschwören: Deutschlands Rotwein gehört die Zukunft!
Stilistisch durchaus vergleichbare Bordelaiser kosten bei solch fabelhaften Qualitäten locker das Doppelte bis Dreifache!
Zu genießen ab sofort wegen seiner samtenen, cremig-weichen Tannine, Höhepunkt 2013 bis 2020+.

982009 Schnaitmann, Lemberger** trocken 2009 12,95 Euro
Spielerischer, subtiler als der große Bruder, stilistisch viel eher an Pinot Noir erinnernd. Eine Fabel-Qualität! Und ein Preis-Qualitäts-Hammer, der in seiner sympathischen Preisklasse in ganz Deutschland nicht zu toppen ist! Wahrlich: „Rainer Schnaitmann gehört zu den besten Rotweinerzeugern Deutschlands,” Gault Millau!
Für mich DIE Sensation in Rainers genialem 2009er Portfolio. Dieser Wein gehört in jeden Keller!
9820109 Schnaitmann, Lemberger** trocken, Magnum 2009 1,5 l 27,90 Euro

982808 Schnaitmann, Simonroth „MC” Merlot/Cabernet trocken 2008 32,90 Euro
„Simonroth nenne ich meine besten Rotweine, die mindestens 12 Monate im neuen Holz verbringen. Der Name stammt von einem kleinen Weiler namens Immenrod, der vor etwa 1000 Jahren gerodet wurde. Heute liegen dort am Fuß des Kappelbergs Gärtnereien, wo wir auch ein großes Stück Weinberg besitzen. Immer, wenn wir dort schon als Kinder raus gegangen sind, hieß es: Wir gehen in den Semmerrod. Und das Semmerrod habe ich abgewandelt zu Simonroth. Es ist also ein Phantasiebegriff – angelehnt an die alte Lage – aber keine Lagenbezeichnung”, erklärt mir Rainer beim Verkosten den ungewöhnlichen Namen, den seine Spitzencuvées tragen: Deutsche Rotweine auf absolutem Weltklasseniveau!
Und was hat dieser begnadete Winzer hier für einen traumhaften Wein auf die Flasche gezaubert: Eine grandiose Rotweincuvée aus den internationalen Edelreben Merlot und Cabernet Franc, die aber, kaum zu glauben, nicht aus Bordeaux kommt, sondern aus Deutschland, aus dem Herzen Württembergs! Herrlich markante Aromen versprüht dieser Wein, der violettrot, fast schwarz ins Glas läuft. Er duftet nach Cassis, Salbeiblättern, grünem Paprika, Räucherspeck, Holzrauch, Teer, Kaffee und Lakritz. Mit längerer Öffnung gesellen sich Anklänge an Brombeeren, eingelegte Feigen und feinherbe Noten von Schlehe, Holunder und Vogelbeeren hinzu. Am Gaumen traumhaft saftig und weich mit süßer, die Zunge liebkosender Frucht und feinkörnigen Tanninen sowie einer distinguierten Säure. Der großartige Jahrgang 2009 kommt diesem fabelhaften Herz-Stoff natürlich ungemein entgegen: Jeder Schluck ein Treffer! Ist das Zeug gut! Von allem so viel, aber nichts im Übermaß! Reife, konzentrierte Frucht, rare Würzsubstanz und packende Mineralität. Dieser Wein setzt sich beim ersten Hineinschnuppern in den Papillen fest. Ein weicher Wein zwar, aber kein Softie oder flatterhafter Charmeur. Diese Cuvée hat Charakter, sie gibt sich zwar durchaus schmeichlerisch, aber besitzt eine Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut und ruft daher einen kräftigen Gegenspieler in Form eines erlesenen Mahls auf den Plan: Gerichte wie Hasenpfeffer mit Wintergemüsen, Hirschrücken unter der Nusskruste mit Rouanaiser-Pfeffersoße, Taube im Speckmantel geräuchert mit Kaffeesoße und Kartoffelkrapfen oder geschmorter Ochsenschwanz mit Trüffelrisotto ergänzen diesen grandiosen Wein perfekt.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2013 bis 2020, mindestens.

982209 Schnaitmann, Spätburgunder*** „Junge Reben” trocken 2009 19,90 Euro
Rainer Schnaitmann liebt den Pinot Noir. Unüberschmeckbar! Wie das duftet! Verführerisch strömen betörende Aromen aus dem Glase: Pralle reife Kirschen, Waldhimbeeren, Brombeeren, mediterrane Kräuter, feine Zimt- und Zedernholznoten kitzeln die Nase und wecken das Verlangen, Schluck um Schluck dieses köstlichen Weines zu kosten. Am Gaumen zart und weich mit tänzelnder Säure, so zeigt sich bei diesem wunderschönen Pinot einmal mehr die Kompromisslosigkeit von Rainer Schnaitmann: Selbst bei seinem „kleinen Spätburgunder” lässt er den Verkoster teilhaben an der großen burgundischen Finesse, mit der andernorts nur Prestigecuvées gekeltert werden. Ein feiner Wein, der Trinkvergnügen pur bereitet und hervorragend zu Gerichten wie Wildterrine mit Beerenfrüchtegelee, Entenbrust kross gebraten mit Sauerkirschsauce oder Seeteufel mit Pilzkruste auf Linsengemüse harmoniert. Rainer Schnaitmann ist einfach erfrischend anders. Er passt in kein Klischee. Und steckt voller neuer Ideen. Während des Gangs durch seine neu erbaute Kellerei halten die Besucher beim Betreten der Empore im Holzfasskeller erstaunt und überrascht inne. Die Kulisse der Barriques fasziniert – und dazu ertönen leise klassische oder moderne Klänge, die den Wein bei der Reife begleiten. Verblüfft und inspiriert, eingefangen von einer geheimnisvollen Aura, werden die Gäste in diese Weinwelt entführt. Rainer liebt diese anregende und stimmungsvolle Atmosphäre auch während seiner Arbeit im Holzfasskeller. Und seine Weine anscheinend auch! Denn bereits sein Spätburgunder von jungen Reben hat eine Qualität, die in anderen renommierten Betrieben Reserve-Qualitäten gut zu Gesicht stünde!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2012 bis 2017, mindestens.

982709 Schnaitmann, Simonroth Spätburgunder trocken 2009 32,90 Euro
Württembergs begnadeter „Kronprinz” (Gault Millau) begnadete Winzer hat sich mit diesem Meisterwerk selbst übertroffen: Dieser geniale Wein explodiert förmlich in der Nase mit seiner fesselnden Mineralität, seiner noblen Würze und seinen ungemein betörenden Aromen eines komplexen, kirschigen und rot- wie schwarzbeerigen Spektrums von kaleidoskopartiger Komplexität und verbleibt dennoch auf der feinsinnig-eleganten, transparenten, mineralisch-kühlen Seite. Der dichte Körper ist samtig und gleichzeitig laserstrahlartig fokussiert sowie unerhört reich in seiner erotischen Aromatik. Eine sinnliche Opulenz und eine kühle, seidene Tanninstruktur ergeben eine famose Spannung zwischen Wärme und Kühle, zwischen Mineralität und Frucht, die am Gaumen spielt, die grandioses Trinkvergnügen beschert, die Emotionen weckt nach diesem tollen Parfum, den feinen Gewürzen und den saftigen Beerenaromen. Die Zunge jubiliert wegen der animierenden, knackigen, saftigen Frische und der seidenen, samtigen Tannine. Und welch Wahnsinnslänge! Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen! Eine Hommage an die Sinnlichkeit, Eleganz und Mineralität eines beseelten Spätburgunders, der wie keine andere Rotweinrebe als die Inkarnation von Eleganz und Finesse zu gelten hat und die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen ins Glas zaubert. Kaum zu glauben, dass diese geniale Pretiose nicht aus Burgund kommt, sondern aus Deutschland, aus Württemberg!
2009 ist in Württemberg unter den Händen eines begnadeten Weinmagiers einfach ein geniales Rotweinjahr!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2013 bis 2018+.
Unerbittlich ticken die Anzeiger der Bestände unserer Riesling-Selektionen aus dem Überfliegerjahrgang 2009 dem Ende entgegen. Wiederum sind die letzten reservierten Partien betörender Pretiosen bei uns eingetroffen:
Weingut Hermann Dönnhoff - Oberhausen, Nahe

930009 Dönnhoff, Dönnhoff-Riesling „Edition Pinard de Picard”, trocken 2009 9,90 Euro
„Was für ein genialer Wein, für mich der Gutsriesling des Jahres, eigentlich ein 100 Punkte Wein in seiner Kategorie”, Sommelier Sebastian Georgi.
Welch rassiger, eleganter, cremiger, knackig frischer, ,kühler’ und traumhaft mineralischer Gutsriesling aus den besten Fässern des Dönnhoffschen Kellers (die wir exklusiv für unsere Kunden aussuchen durften) auf absolutem Spätleseniveau, der auf wunderschöne Art und Weise die Typizität der großen Oberhäuser Lagen demonstriert. In der unglaublich intensiven Nase eine herrliche Frucht, schon hier den großen Jahrgang anzeigend: welch zart verwobene Anklänge an Limette, reifen grünen Apfel, Feuerstein, Weinbergspfirsich, Birne, Zuckerwatte, Kräuter und feinste Mineralien. Und was für eine steinige Aromatik! Faszinierend am Gaumen, spielerisch und tänzelnd, traumhaft mineralisch, feinwürzig und dennoch cremiger, schmelziger und extraktreicher als seine bei unseren Kunden so ungemein beliebten Jahrgangsvorgänger, tolle innere Spannung, dabei mit nur 12 % Alkohol ausgestattet und somit ein phantastischer Zechwein auf allerhöchstem Niveau! Das ist Noblesse pur! Welche Rasse, welch geniale Aromatik! Phantastisches Preis-Genussverhältnis, dieser fabelhafte Gutsriesling ist nichts anderes als eine deklassierte Spätlese und damit ein „Geschenk” eines der größten Winzer der Welt an seine Kunden! Welch Wein: ein Meisterwerk des Grandseigneurs der deutschen Winzerelite, das er exklusiv nur für Pinard de Picard gefüllt hat. Was für ein Schnäppchen! Herzlichen Dank, Helmut!
Zu genießen ab sofort bis 2014+.
Weingut Ökonomierat Rebholz - Siebeldingen
In Europas Traumjahrgang 2009 vinifiziert Hansjörg Rebholz die größten Weine in seiner glanzvollen Winzerlaufbahn: Weltklassegewächse aus zertifiziertem biologischen Anbau, „völlig losgelöst” von bisherigen Qualitätsdimensionen und zu provokant günstigen Preisen, die im internationalen Kontext gesehen geradezu als Schnäppchen gewertet werden müssen!

Birgit und Hansjörg Rebholz haben allen Grund zum Strahlen
973209 Rebholz, Muskateller „L” trocken 2009 12,50 Euro
Auch noch so betörende Weine dieser hocharomatischen Rebsorte finden in Deutschland merkwürdigerweise nur wenige Liebhaber. Trocken ausgebaut kann der Muskateller allerdings zu einem der verführerischsten und leichtfüßigsten Weißweine überhaupt zählen. Und was hat Hansjörg Rebholz hier wieder ein Meisterstück komponiert: Ein leckerer Apéritif- und Zechwein, ungemein duftig, ein pikant-würziges Bukett von knackigen Trauben und Cassis, dazu Aromen von frischem Koriander und traumhaft schöne Muskatassoziationen. Welch verspielter Liebreiz! Anmut und Schönheit Hand in Hand. Am Gaumen feinrassig, frisch und schmelzig-mineralisch. Ein betörendes Pfauenrad an süchtig machenden Aromen und mit 11,5 Volumenprozent die Verkörperung der Leichtigkeit des Seins!

970709 Rebholz, Kastanienbusch Riesling Großes Gewächs 2009 35,90 Euro
„Einer der großartigsten trockenen Weißweine auf dem Planeten Wein: feinblumig und zartwürzig im Duft. Den Gaumen durchzieht dieser überaus subtile Wein mit edler Rieslingfrucht, feiner Mineralität und delikatem Säurespiel und hinterlässt die Erinnerung an einen einzigartigen, vielschichtigen Riesling von schwereloser Eleganz”, so die Hymne von Stuart Pigott an dieses zutiefst emotional berührende Weinmonument. Der ‚Kastanienbusch’ gehört für meinen persönlichen Geschmack schlicht zu den zehn besten Großen Gewächsen Deutschlands in 2009, Weltklasse pur, die Paradoxien der großen Weine der Welt demonstrierend, da er Dichte, Kraft und Leichtigkeit königlich vereint! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2014 bis nach 2025.
Weinhof Herrenberg - Schoden Saar
Der „Riesling-Pétrus von der Saar” (Mario Scheuermann) begeistert mit phantastischen Bio-Weinen zu attraktivsten Preisen!

Dream-Team: Claudia und Manfred Loch
908509 Herrenberg, „Quasaar”, Riesling feinherb (SC) 2009 23,90 Euro

Im Namen dieser betörenden Pretiose finden wir eines der vom sympathischen Winzerpaar Loch so geliebten Wortspiele, die diesen traumhaften feinherben Riesling auszeichnen. Komplexe Nase mit betörend fruchtigen Aromen von Weinbergspfirsich, Stachelbeere, reifer Ananas und Orangenzesten, von einer tiefgründigen Mineralität und dem Duft nach Anis, Muskatnuss und feinen Kräuternoten unterlegt. Am Gaumen wiederum eine verführerische Frucht, eine rauchige Mineralität und ein tolles Süße-Säure-Spiel, wobei die Süße kaum merklich ist. Schöne Balance und Harmonie, viel Power und Extrakt, dabei auch feinsinnig, elegant und verspielt, Saarweincharakter in großartiger Stilistik demonstrierend, lang anhaltend und betörend mit einer glasklaren Säurestruktur. Üppiger, ja „fleischiger” als der „Stoveler”, das ist die ultimative Opulenz für Eleganztrinker. Kein Paradoxon, sondern erlebte Weinrealität! Mustergültige Qualität aus souveräner Weinbereitung zum Top-Preis. Dieser Wein beweist Profil und kommt ohne „Turbo-Alkohol” und „Säure-Attacken” aus. Mit einem Wort: „Superlecker!” Und wie der Name schon suggeriert: Mit enormer Strahlkraft und Brillanz! Und brandaktuell mit 94-Parker-Punkten geadelt!
ÖSTERREICH
Weingut Bernhard Ott - Donauland

Bernhard Ott
© Steve Haider
Bernhard Ott, legendärer Weinmacher aus dem ungemein spannenden Anbaugebiet Wagram, wurde vom FALSTAFF, dem renommierten österreichischen Weinführer, bereits mit dem Titel „WINZER DES JAHRES” ausgezeichnet, der bedeutendsten Ehrung, die ein Winzer in Österreich erreichen kann. „Österreichs Mr. Grüner Veltliner”, wie der sympathische Genuss-Mensch Bernhard Ott in der Weinszene liebevoll tituliert wird, beweist Jahrgang für Jahrgang auf’s Neue, dass er in punkto Grüner Veltliner, DER autochthonen Rebsorte Österreichs, von niemandem übertroffen werden kann. Seit Jahren ein Bestseller ist sein großartiger Einstiegs-Veltliner „Am Berg”, der frisch bei uns eingetroffen ist:
761510 Ott, Grüner Veltliner „Am Berg” (DV) 2010 8,50 Euro
„Gerade im Einstiegsbereich darfst Du keine Kompromisse machen. Der ‚kleinste’ Wein eines Gutes ist immer auch seine Visitenkarte”. Dieses sympathische Credo hat Bernhard Ott mit diesem ebenso herrlichen Terrassenwein wie hervorragenden Essensbegleiter eindrucksvoll bestätigt („Ja”, schmunzelt Bernhard beim Verkosten, „für diese Qualität haben wir in mehreren Erntedurchgängen extrem selektiert. Da ist keine Botrytistraube drin. Dieser ‚Berg’ ist in der Tat einer meiner bisher besten. Unsere Umstellung auf biodynamischen Anbau zahlt sich Jahrgang für Jahrgang immer mehr aus!”). Und welch immense Dichte und Kraft, welch unnachahmliche Eleganz und Finesse für einen Basiswein der charaktervollen autochthonen österreichischen Rebsorte vereinen sich mit einer rassigen Pikanz und einer fast rieslingartigen Säure zu einem großen Trinkvergnügen zu fairstem Preis. Kühler, pfeffriger Birnen-, Melonen- und Reineclaudenduft und zarte Tabaknoten in der mineralischen Nase, frisch, cremig und glockenklar am Gaumen, animierende pfeffrige Würze und salzige Mineralität, ungemein süffige Art (wiederum gerade einmal 11,5 Volumenprozent Alkohol, welch beeindruckende Kraft ohne alkoholische Schwere!), traumhaft balanciert und ausgewogen für einen derart preisgünstigen Wein, zartfruchtiger zitrischer Abgang. FALSTAFF: „Der perfekte Alltagsveltliner!” Genießen Sie dieses authentische Urgestein vom Fuße des Wagrams in vollen Zügen an den ersten lauen Frühlingsabenden! Wohl bekomm’s!
7615110 Ott, Grüner Veltliner „Am Berg” (DV), Magnum 2010 3 l 16,95 Euro

© Etienne van Sloun
761309 Ott, Grüner Veltliner „Der Ott” (DV) 2009 18,90 Euro
Welch grandioses Meisterwerk! Das Aushängeschild (Nomen est Omen) des Gutes von sehr spät gelesenen Trauben – eine dramatische Spitzencuvée auf absolutem Weltklasseniveau: Strahlendes Gelb mit grünen Reflexen; kühler, mineralischer, ungemein rauchiger Duft nach Feuerstein, reifer Birnenfrucht, Anis, Mango, Marillen, Quittenbrot, Ananas, feinem Blütenhonig und verführerischer Tabakwürze sowie Anklänge an frische Wiesenkräuter im Morgentau. Am Gaumen ungemein differenziert: Auf der Zungenspitze ein animierender Frucht-Säure-Tanz, dann eine weiche, schmelzige Kräuterwürze, eine Veltliner-typische pfeffrige Note in Verbindung mit zarten Rauchanklängen und einer fabelhaften Mineralität. Großartige Fruchttiefe, phantastische, geradezu wollüstige Textur, dichter und konzentrierter als das elegantere „Fass 4”, dabei dennoch ungemein leichtfüßig, frisch und fein balanciert und ein traumhaft langer, supersaftiger, salzig-mineralischer, sensationell extraktreicher Abgang; riesiges Reifepotential! Wohl noch grandioser als der von Jancis Robinson mit 18/20 Punkten bewertete Jahrgangsvorgänger!
ITALIEN
Riecine - Toskana
Ein mythischer Name aus einer der magischen Kulturlandschaften der Welt verzaubert mit biologisch angebauten originären Chiantis voller Noblesse!

© Werner Richner
Laue Abende in der Toskana verführen zum Träumen: Bei Vollmond tauchen die Hügel in ein bleiches Märchenlicht und Dörfer, romantische Gehöfte und Zypressen zeichnen sich wie Scherenschnitte in die Nacht. Die Toskana kann man riechen in diesen Nächten („Da packt mich ein Verlangen”, sang dereinst Konstantin Wecker): Den schweren Duft des steinigen Bodens, den erdigen Morgendunst ihrer Wälder. Im Frühling das betörende Parfum aus Gärten und Olivenhainen, den wilden Lorbeer und die Süße der Akazienblüten. Den berauschenden Geruch des Herbstes, wenn die Traubenernte begonnen hat. Und schließlich den Wein, die Seele der Toskana. Es ist die süchtig machende Gesamtheit all der betörenden Sinneseindrücke, die sanfte, allumfassende Harmonie, welche den einzigartigen Charakter dieser großen Kulturlandschaft prägt. Gänsehautatmosphäre, unvergesslich in der Seele verwahrt. Kein Wunder, dass seit meiner Jugend die wirklich großen Weine der zauberhaften Toskana zu meinen persönlichen Lieblingsgewächsen gehören: Herzblutweine, deren Stilistik jedoch in den letzten drei Jahrzehnten erheblichen Veränderungen unterworfen war!

„Der Chianti, wie wir ihn aus den 70er und frühen 80er Jahren kennen, war oft dünn, sauer, hell und besaß unreife, bittere Tannine. Solche Weine gibt es heute in der Toskana kaum mehr. Niemand soll deshalb behaupten, dass die Qualität insgesamt nicht ganz gewaltig gestiegen sei. Nur: Das Pendel hält nie in der Mitte inne, sondern schlägt immer ins andere Extrem aus. Heute sind nicht zu dünne und saure, sondern zu fette Weine ohne Temperament und Sortencharakter das Problem”, so das dezidierte Urteil von Andreas März, streitbarer, aber kompetenter Chefredakteur der Insider-Zeitschrift MERUM. Und wie recht er hat, dieser kritische Geist: Nach den vielen dünnen, sauren Weinchen der 80er Jahre wurden und werden heute mit hohem kellertechnischen Aufwand viel zu viele fette, in ihrer Stilistik austauschbare Marmeladenweine aus internationalen Rebsorten produziert: Rubens trifft Schwarzenegger. Viele wahre Toskana-Liebhaber haben jedoch einfach keine Lust, diese „barriquegeschwängerten” Monstertropfen zu trinken, die vor schierer Kraft kaum zu laufen, geschweige denn grazil im Glase zu stehen vermögen! Aber es gab und gibt die rühmlichen Ausnahmen in der Toskana: Handwerklich, in größter Achtung vor der Natur vinifizierte Sangiovese-Weine (die autochthone Urrebe der Region), vibrierend lebendige Geschöpfe voller Individualität – und somit das genaue Gegenteil eines in industrieller Massenproduktion gefertigten, immer gleich schmeckenden „Coca-Cola”-Produkts! Eine dieser leider so raren Trouvaillen können wir Ihnen heute anempfehlen: Das Weingut Riecine aus Gaiole in Chianti ist in jeder Hinsicht eine Perle und einer der strahlenden Fixsterne von „bella Italia” und nimmt in stilistischer Hinsicht eine absolute Ausnahmestellung ein. Seine Weine sind so betörend anders – schwebenden Wesen ähnlich, in unverfälschter, höchst authentischer toskanischer Weintradition! Diese Inkarnation von burgundischer Feinheit in Duft und Textur bildet den Gegenpol zu den unzähligen austauschbaren Technoweinen, die heute den Markt überschwemmen. Originäres Chainti, wie es nobler und unverfälschter nicht sein kann!

Blick auf das Weingut Riecine
Kein Zweifel: „Riecine” ist in den knapp vier Jahrzehnten seines Bestehens zur Legende geworden. Nur eine Handvoll anderer Weingüter der Toskana kann auf eine solche, die Maßstäbe definierende Qualitätsgeschichte zurückblicken wie dieses 1971 von dem Engländer John Dunkley gegründete Kleinod. Der Inhaber einer Londoner Werbeagentur war „ausgestiegen” und erfüllte sich einen Lebenstraum, als er zusammen mit seiner italienischen Frau gerade einmal 1,5 ha bester Rebfläche (mit einer jahrhundertealten Weinbautradition übrigens) von ihrem berühmten Nachbarn „Badia a Coltibuono” abkaufte. Ihre Maxime von Beginn an: Qualität, Qualität und nochmals Qualität, visionäre Konzentration auf die uralte autochthone Edelrebe der Region, den Sangiovese, geringe Erträge von sorgfältig gepflegten Reben in biologischem Anbau („Großartige Weine können nur aus großartigen Trauben kommen”) und sensible Vinifizierung im Weinkeller – und das alles ohne jegliche Holzorgie im feinduftig transparenten Wein! Unter Liebhabern dieser leider nur in kleinen Mengen produzierten traumhaften toskanischen Pretiosen ist seit Jahren unstrittig: John Dunkley, sein genialer schottischer (!) Kellermeister und Betriebsleiter Sean O’Callaghan (liebevoll als Meister der Sangiovese tituliert) und Gary Baumann, New Yorker von Geburt und Wahl-Mailänder wie -Toskaner, der das Gut vor einem Jahrzehnt nach dem Tode von Dunkleys Frau kaufte und es heute zusammen mit O’Callaghan leitet, führten dieses toskanische Kleinod an die absolute Spitze ihrer Region und machten es zu einem der besten Weingüter ganz Italiens! Die konsequente Hinwendung zum zertifizierten biologischen Anbau war dabei nur noch das letzte Tüpfelchen auf einem steilen Erfolgsweg, dessen Credo stets die höchstmögliche Qualität im Glase war, vinifiziert aus DER autochthonen Rebsorte der Toskana!
Das Resultat solch liebevoller Arbeit im Detail sind geschliffene Sangiovese-Delikatessen – völlig frei von modischen überreifen Aromen, fetter Frucht oder gar trockenen Tanninen. Handwerkliche Sangiovese-Weine voller Eleganz statt holzüberladener Supertuscans aus internationalen Modesorten! Diese urigen, authentischen Chianti gehen schlicht unter die Haut! Sie beschwören die Magie ihrer Herkunft, sie rufen wehmütige Erinnerungen wach an laue Sommerabende unter toskanischem Himmel und das unbeschreiblich schöne fahle Licht in der Abenddämmerung, sie besitzen burgundische Textur und sind außerordentlich vielschichtig im faszinierenden Duft. Gänsehautatmosphäre! Die Sehnsucht nach solch ursprünglichen, unverwechselbaren, authentischen Weinen zu fairen Preisen wie nach dem prallen Leben in mediterranem Ambiente lodert im Herzen eines jeden echten Toskanafans. Diese originären Chianti wagen avantgardistische Tradition, besitzen Charisma und unverfälschten Herkunftscharakter: Sie sind die Essenz der Toskana, wahrlich ihr pochendes Herz! Die magischen Weine von „Riecine” gehören schlicht zu den größten Weinen Italiens.

648108 Riecine, Chianti Classico, rosso 2008 15,90 Euro
Decanter: Bester Chianti des Jahrgangs 2007 mit 18,5 von 20 möglichen Punkten und 5 Sternen (Höchstbewertung)! Und 2008 setzt da nochmals einen dramatischen Frische-Kick drauf. Gratulation an das Dream-Team von Riecine!
Für viele Toskana-Aficionados bildet Riecines Chianti Classico aus zertifiziertem biologischen Anbau einen der großen Referenzweine des Chianti: Sangiovese kann anders schmecken, besser wohl kaum! Toskana unverfälscht und ungeschminkt, nobel im Duft und burgundisch in der Textur. Dieser grandiose Chianti aus ganz großem Jahr (2008 ist in der Toskana und im Piemont wegen seiner Frische ein Überfliegerjahrgang!) verströmt einen bezaubernden Hauch von Veilchen, Sauerkirschen, Tabak, Minze, Pfeffer, Dörrobst, Weihrauch und betörenden Wildkräutern, der in mir sentimentale Erinnerungen auslöst an meine erste Toskanareise vor vielen Jahren – Die Zeit steht still, unverwechselbare Gerüche und Erinnerungen kehren wieder. Die Zunge jubiliert ob der Feinheit und Transparenz der köstlichen Frucht, die sie zärtlich liebkost und der erfrischenden Säurestruktur, die zum fröhlichen Gelage animiert: Das ist wahrlich ein handwerkliches Meisterwerk voll burgundischer Finesse mit samtenen, cremigen Tanninen, das wohlige Emotionen auslöst. Seine seidige, geschmeidige Fülle, sein edler Extrakt, die zart-herben Anklänge an die duftende Erde der toskanischen Hügellandschaft nach einem zarten sommerlichen Landregen und seine animierend frische Säurestruktur machen einfach Lust, diesen urigen Chianti über einen Abend mit großem Genuss ‚solo’ zu leeren – ein Wein, der aber auch als kongenialer Essensbegleiter zu Pasta oder gehobener italienischer Küche dient. Ein duftiger Tropfen aus einer traumhaften Landschaft, ein originärer Chianti, wie er authentischer wohl kaum schmecken kann. Für meinen persönlichen Geschmack einer der schönsten italienischen Rotweine, die ich in diesem Jahr verkosten durfte: Noblesse oblige! Ein edles Gewächs des Südens mit prachtvollem Mundgefühl, raffinierter Struktur und einem Trinkvergnügen, das diese Pretiose aus biologischem Anbau weit teurer schmecken lässt als sie kostet!
„Ein kleiner toskanischer Pinot Noir”, staunt der Wein-Gourmet. Stimmt!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2012 bis nach 2015.
648207 Riecine, Chianti Classico Riserva, rosso 2007 32,00 Euro

© age fotostock / LOOK-Foto
Die ultimative Steigerung des Decanter-Testsiegers in 2007!
Diese grandiose Riserva zeigt enorm viel Schliff und eine kühle, fast burgundisch anmutende Stilistik und verwöhnt mit einer traumhaften Frische und Eleganz Nase und Gaumen gleichermaßen. Welch ein Reichtum an fruchtiger Süße und zugleich auch einer erdverbundenen Würze! Eine solch geballte Ladung an Frucht und Terroir mit perfekt strukturierten Tanninen ist bei einer Riserva in der Toskana nur ganz selten zu finden. Tief rubinrot läuft dieser verführerische, lasziv-erotische Wein ins Glas, der Nase strömen fruchtbetonte Aromen entgegen, reife Blau- und frische Himbeeren, dazu eine florale Fliederduftigkeit, noble Kräuter, edle Milchschokolade, wiederum Weihrauch, Oregano und eine mineralische Graphitnote. Hier stört, bei aller Dichte, Kraft und Konzentration, keinerlei marmeladige Überreife, stattdessen verwöhnt eine sangiovesetypische dichte, saftige, fast sahnige, herrlich kühle Frucht. Veilchen, dunkle Edelhölzer, viel Würze, Minze, geröstetes Weißbrot, Nuss, wilde Kräuter und mineralische Noten im kräftigen, langen, intensiven Nachhall ergeben Biss, Frische und pures Trinkvergnügen. Welch Essenz des Terroirs: Eine Sinfonie der unermesslichen Melodien, die ein großer Sangiovese in unkopierbarer Weise erklingen lassen kann. Die erlesene Frucht strengster Selektion der besten Trauben, die in den eng bestockten Weinbergen auf etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel gewachsen sind. Ein sensationeller Chianti: Prächtige Aromen, feine Duftigkeit und wärmender Charme – wahrlich der verzaubernden Toskana pochendes Herz.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2012 bis nach 2016.
648306 Riecine, La Gioia, IGT rosso 2006 38,90 Euro
„La Gioia” bedeutet Freude! Und das grandiose Flaggschiff unseres toskanischen Kleinods, basierend auf Sangiovese und erschaffen aus rigoroser Traubenselektion von einer Vielzahl unterschiedlicher Parzellen, ist in der Tat eine Quelle purer Freude aller Sinne und die kaum für möglich gehaltene Steigerung des Riserva, schlicht das Non-Plus-Ultra. Ein großer Wein, der jeden Genießer sofort in seinen Bann zieht, der von allen Ingredienzien im Überfluss hat, der aber nicht mit vorlauten Tönen protzt, sondern ganz im Gegenteil sehr pointiert ist, geschliffen, ein unverwechselbarer Edelstein, ein Rohdiamant. Betörende Frucht von Wild- und Sauerkirschen, leicht likörhaft verdickt, zart mineralisch unterlegt, mit Anklängen an Veilchen, Kakao, Tabak, Schokolade und mit einer deutlichen mineralischen Würze. Bei jedem Schwenken des Glases tritt eine andere Note in den Vordergrund, dabei bleibt dieser noble Wein immer auf der feinen, distinguierten Seite, delikat, frisch und elegant. Vor allem ist da nicht nur diese verführerische zarte Fruchtsüße, sondern auch eine prononcierte, frische Säure, eine tiefgründige Mineralität und eine dezente Herbe von Cassisblättern und Tabaknuancen als ideales Gegenwicht: Tolle Spannung zwischen Brillanz, Opulenz und artisanaler Kraft! Das ist die unvergleichliche differenzierte Komplexität eines ganz, ganz großen, originären Sangiovese, der mit einem faszinierenden Spiel zwischen Kühle und Wärme betört. Für mich einer der legendären toskanischen Crus mit der ungebärdigen Kraft und rassigen Schönheit einer arabischen Vollblutstute. Ein überzeugender Beweis, dass große Chianti-Weine zur italienischen Rotweinelite gehören!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2012 bis etwa 2017.
Veronelli-Guide 2011: 96 Punkte!
Wieder eingetroffen sind 4 absolute Bestseller unseres Programms aus Bella Italia!

Spaziergang über einen Bauernmarkt im Piemont ... und danach: der Abend wird eingetrunken
© Franz Marc Frei / LOOK-foto
Commendatore G.B. Burlotto - Piemont
DAS Traditionsgut des Piemont!

Fabio Alessandria, der Ur-Ur-Enkel des Commendatore,
sympathisch, weltoffen und ein genialer Winzer!
© Werner Richner
604209 Burlotto, Barbera d’Alba, rosso 2009 11,00 Euro
Vom Barbera d’Alba werden von Fabio Alessandria, zwei in ihrer Stilistik höchst unterschiedliche Weine vinifiziert, die auf jeweils traumhafte Weise das große Potential ihrer Rebsorte widerspiegeln: Der im großen Holzfass ausgebaute „kleine” Barbera d’Alba verkörpert als klassische Variante die puristische Typizität des Barbera: Eine betörende Frucht (Veilchen, kleine rote Beeren, saftige Kirschen) paart sich mit einem seidigen Körper voller Eleganz, Finesse und genialer Frische sowie einer rauchigen Mineralität, die dem hohen Kalkanteil im Untergrund seiner erstklassigen Lage geschuldet ist. So feinsinnig die Frucht, so reichhaltig und dicht ist sie andererseits, besitzt eine tolle Reife ebenso wie eine traumhaft integrierte, vibrierende Säure und sehr weiche, cremige Tannine, die diesen ungemein harmonischen und wunderbar komplexen Sinnenschmeichler ab sofort und in den nächsten 5 Jahren mit höchstem Genuss wegzischen lassen. Für meinen persönlichen Geschmack wegen seines burgundischen Stils auf zumindest gleichem Niveau wie seine beiden fabelhaften Jahrgangsvorgänger und ein heißer Kandidat für den besten Basis-Barbera 2009 im Piemont!

Piemont: Land der Hügel und Reben am Fuße der Berge
© Herbert Lehmann
604309 Burlotto, „Aves”, Barbera d’Alba, rosso 2009 14,95 Euro
Neben seinem Basis-Barbera, einem fröhlichen Gesellen, vinifiziert Fabio Alessandria seit dem Jahrgang 1999 einen Grandseigneur des Barbera, den „Aves”, eine Selektion der besten Trauben, die zum guten Teil in Barriques (davon jedoch nur 20% neu, denn das Holz hat eine dienende, ausschließlich strukturgebende Funktion und soll nicht den Geschmack dominieren) ausgebaut werden. Und was besitzt dieser Referenz-Barbera für eine grandiose Struktur! Die aristokratische, schwarzbeerige, feinst süßliche Frucht betört erotisierend die Nase und vergießt sich schwebend, transparent und ungemein saftig auf die Zunge, feinst eingebettet in einen bunten Strauß erlesener orientalischer Gewürze, nobler Schokoladenoten und balsamischer Anklänge. Da ist keinerlei Schwere am Gaumen, bei allem Schmelz, innerer Dichte und sinnlicher Fleischeslust, aber eine grandiose Komplexität. Zärtlich liebkost das dezente Holz die Zunge, die auch von seidenen Tanninen verwöhnt wird, welche sofortigen Trinkgenuss (am besten am zweiten Abend aus der geöffneten Flasche!), aber auch ein großes Entwicklungspotential bis nach 2016 versprechen. Ein Überflieger in seiner Preisklasse, einer der größten WEINWERTE des Piemonts! Wegen seines singulären Preis-Genuss-Verhältnisses haben wir den Jahrgangsvorgänger dieses betörenden Charakterweins zu unserem Wein des Jahres 2010 aus Italien gewählt! Und 2009 ist wohl für den Barbera ein noch größeres Jahr als 2008. Viel Vergnügen jedenfalls mit diesem piemontesischen Klassiker: Seine komplexe Frucht, seine ungemein trinkanimierende Saftigkeit und Geschmeidigkeit in außergewöhnlich lustvoller Mundtextur machen Burlottos Spitzen-Barbera zu einer der verführerischsten Weinpersönlichkeiten aus Bella Italia. Salute!
Azienda Agricola Nello Baricci – Montalcino
Burgundische Noblesse in erfrischend spröder Verpackung, Montalcino ungekünstelt, Wein und Landschaft von großem Reiz und herber Schönheit.

Nello und sein Enkel Federico verkosten
voller Stolz ihre authentischen Weine
640108 Baricci, Rosso di Montalcino 2008 14,90 Euro
Welch wunderbares Schnäppchen aus einem Traumjahrgang der Toskana! Der kongeniale Nachfolger unseres 2005er Bestsellers, der zum schönsten Rosso des Jahrgangs 2005 gekürt wurde!
640205 Baricci, Brunello di Montalcino, rosso 2005 29,90 Euro
Die langlebigen aristokratischen Brunelli von Baricci brillieren als urwüchsige unverwechselbare Sangiovese-Unikate mit Herz und Seele. Es sind Jahrgang für Jahrgang urtraditionelle Weine, die durch feinste Beerenfrucht (dazu Noten von Rosen, Orangenblüten und mediterranen Kräutern), eine noble Eleganz und ein langes Finale den Ruhm und den Mythos eines großen Brunello in die ganze Welt hinaustragen. Und dieser fabelhafte 2005er, ein ganz, ganz großes Jahr für Baricci, ist bei aller inneren Dichte, samtenen Fülle und lasziven Vollmundigkeit geradezu ein Antipodenwein zu den nur allzu vielen „dicken”, marmeladigen Wuchtbrummen und zu den austauschbaren Weltweinen im technisch gestylten Einheitslook, die leider viel zu häufig in Italien, gerade auch in der Toskana, vinifiziert werden. Liebhaber eines „altmodischen”, handwerklichen Weinstils werden begeistert sein: Die Zeit scheint still zu stehen. Oder gar zurückgedreht. In eine Epoche, als die Begriffe „winemaking” oder „Atomisierung” von Weinen und „labortechnische Wiederzusammensetzung” (heiße Kandidaten für das Unwort des Jahres wahrer Weinliebhaber!) unbekannt waren und handwerkliches Ethos eines visionären Wein„bauern” allein die Qualität und Größe eines Weines bestimmte.

Morgennebel hüllt das idyllische Montalcino ein
© Karl-Heinz Bitter
Verstehen Sie, werte Kunden, mich bitte nicht falsch. Früher war nicht alles besser. Bei weitem nicht. Ich begrüße durchaus viele Neuerungen, die in den letzten Jahrzehnten die Welt positiv veränderten. Aber manche tradierte Wertvorstellungen kommen meinem Weltbild auch sehr nahe. Dazu gehören Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Weltoffenheit, keine Toleranz der Intoleranz gegenüber und die Liebe zum Echten. Zum wahren Leben. Darüber kann natürlich jeder von uns unterschiedliche Vorstellungen haben, gemeinsam finden könnten wir uns vielleicht in einem ureigenen, unverfälschten Kosmos, wie ihn dieser Archetypus von Brunello sein eigen nennt: Ein nobler Kern intensiver Mineralität, eine betörend saftige Frucht, deren Opulenz von einer nahezu nordischen Kühle ummantelt wird und cremige, fabelhaft seidene Tannine verwöhnen, nein, streicheln und liebkosen zärtlich die Zunge. Welch phantastische Säurestruktur (!) für einen Südwein, welch herrlich balancierte Textur, welche Präzision und welch animierende Trinkigkeit! Diese betörend duftige und zugleich wilde aromatische Transparenz, gepaart mit warmer Kraft und Würze sowie balsamisch reifer Süße, machen Nello Bariccis unmodisch-urwüchsigen Brunello einmalig und stets mit Freude in einer Blindprobe identifizierbar. Dies ist burgundische Noblesse in erfrischend spröder Verpackung, Montalcino ungekünstelt, Landschaft von großem Reiz und herber Schönheit. Wie der Wein – authentischer kann man einen Brunello auf der Flasche nicht erleben: Vergleichen Sie, werte Kunden, den Preis dieses edlen Weines doch bitte einmal mit dem der anderen großen Montalciner: Er macht schlichtweg Staunen! Selbst in den Prestigeregionen der Weinwelt gibt es sie also noch, selten zwar, aber bisweilen kann man sie finden – Fabelqualitäten zu werten Preisen, wie dieser authentische Heimatwein voller Noblesse, Charakter und Originalität! Mein Fernweh nach Montalcino entflammt jedenfalls stets aus Neue, wenn ich ihn zu Hause verkostete: Ein Brunello, der nach nichts außer Brunello schmeckt! Brunello Baricci 2005 – Das muss nochmals ganz deutlich gesagt werden: Ein urtraditioneller Rotwein nobelster toskanischer Provenienz! Bitte Finger weg, wenn Sie, werte Kunden, moderne, gestylte „Fruchtbomben” in opulentem Stil lieben. Sie werden bitter enttäuscht werden. Unbelehrbare Verfechter originärer winzerlicher Handwerkskunst, deren Visionen großer Weine in unverfälschten Heimat-Herzblutweinen authentischen Charakters ihre Entsprechung finden, könnten hingegen begeistert sein und sich auf Sternstunden ihres Lebens in hedonistischen Höhenflügen freuen! Aber bitte nicht laut weitersagen: Die Quantität dieser betörenden Droge ist leider arg begrenzt!

© Karl-Heinz Bitter
In der aktuellen MERUM-Ausgabe September 2010 urteilt Andreas März nach einer umfassenden Verkostung (139 Brunelli wurden degustiert) des grandiosen 2005er Brunello-Jahrgangs begeistert: Brunello di Montalcino ist der klassische Grand Cru der Toskana! Und dann adelt er sieben Pretiosen, die bis zu 65 Euro kosten, mit der höchsten Bewertung von drei bis vier bzw. vier Sternen. Darunter unseren Ur-Brunello von Baricci! Im Übrigen kommentiert März diese Verkostung mit so offenen, ehrlichen Worten, dass ich diese Ihnen nicht vorenthalten möchte: „Bei der Bewertung zählt für uns neben Vielschichtigkeit und Komplettheit vor allem die Eleganz. Größe ist für mich nicht ein Synonym für schwarzes Rubin, überreife Konzentration, für Tanninstruktur, sondern für Feinheit, für Eleganz, für Tiefe und Nachklang. Ich möchte Wein trinken, genießen, in seinem Nachhall schwelgen. Er soll mich für einen Moment alles vergessen machen, mich schweben lassen. Was interessiert mich, ob der Wein lagerfähig ist oder nicht, ob er dies ist oder das? Entweder es macht Klick oder eben nicht. Das ist wie bei der Liebe. Nicht immer ist es die Schönste, sondern die, bei der das Feeling stimmt. Und dieses stimmt perfekt zwischen mir und einigen dieser Brunello.” Salute!
Zu genießen ab sofort wegen seiner phantastisch feinen, schmelzigen Tannine (Dekantieren bitte oder über wenigstens zwei Abende aus der geöffneten Flasche probieren), Höhepunkt 2012 bis ca. 2020.
Herzliche Grüße aus Saarwellingen,
Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann

