Saarwellingen, im September 2008

PINwand Nº 154


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in dieser Pinwand, die wegen der Herbstferien in NRW eine Woche früher als im üblichen Rhythmus erscheint, präsentieren wir Ihnen aus dem Languedoc und von der Rhône mit den Domainen Grange des Pères (legendärer Kultstoff, von Parker und VINUM an die Spitze des wilden französischen Südens gesetzt!) und Beaucastel Legenden der französischen Weinwelt und Urgesteine unseres Programms!

Eine der renommiertesten Domainen Burgunds erstrahlt wieder in altem Glanz und erneuert den Mythos Vosne-Romanée als die großartigste Expression des Pinot Noir in der Welt: die Domaine du Comte Liger-Belair in Vosne-Romanée!

Aus deutschen Landen brillieren traumhafte Weine von unserem Spitzenwinzer Hansjörg Rebholz! Zudem präsentieren wir das toskanische Spitzengut Tenuta di Capezzana: Ein mythischer Name aus einer der magischen Kulturlandschaften der Welt erwacht zu neuem Leben und brilliert mit authentischen Weinen voller Noblesse! Nicht zuletzt finden Sie einige Trouvaillen, die aktuell von Parker als die „größten Schnäppchen der Weinwelt” gefeiert werden!


Wieder eingetroffen:

Nach der Präsentation in der letzten Pinwand waren unsere Vorräte von zwei unserer Spitzen-Rieslinge trotz großer Bevorratung im Handumdrehen von begeisterten Kunden geräumt. Dank unserer freundschaftlichen Beziehungen zu beiden Spitzenwinzern können wir zwei der größten Weinwerte aus Deutschlands Fabel-Jahrgang 2007 wieder anbieten:


955707 Seehof, Westhofener Kirchspiel, Riesling trocken 2007 11,90 Euro
Aus dem Urstromtal des Rheins heraus erheben sich sanft die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage ‚Kirchspiel’ wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet und somit, bestens geschützt vor den kalten Westwinden, über ein optimales Mikroklima verfügt. Sie, werte Kunden, kennen diese große mythische Rieslinglage, die mittlerweile weltweit über ein Renommee verfügt wie die gerühmten Terroir des Burgund, sicherlich von den stets in Windeseile ausverkauften Großen Gewächsen von Klaus-Peter Keller. Die Rieslinge, die von dieser Fabel-Lage stammen, zeichnen sich zuvörderst niemals durch barocke Opulenz oder überbordende Muskeln aus; nein, in erster Linie bezaubert ein ‚Kirchspiel’ seine Liebhaber stets durch eine unvergleichliche Eleganz und Finesse, fasziniert mit feinstem, tänzerischem Spiel und deutet schon in seiner Jugend sein komplexes Aromenspektrum an, das von Aprikose, Pfirsich, exotischen Zitrusfrüchten und Ananas über Melisse, Minze und Holunderblütennoten bis hin zu frischen, feinherb-kräutrigen Noten reicht und von einer samtig-seidenen, salzigen Mineralität unterlegt, ja geradezu liebkost wird.

Weingut Seehof
Florian Fauth

Was verführt bei diesem wunderbar balancierten Riesling bei aller Cremigkeit eine Feinheit und Finesse, welch glockenklarer Stil! Und welch unschlagbares Preis-Genussverhältnis, denn aufgrund der spezifischen Jahrgangsbedingungen, der extrem langen Vegetationsperiode und der kerngesunden Trauben infolge der traumhaft warmen Herbsttage und kühlen -nächte erbrachte 2007 das beste Kirchspiel, das Florain Fauth bisher vinifizierte. Unbedingt probieren!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2015.

Seehof, Westhofener Kirchspiel, Riesling trocken


934407 Emrich-Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese trocken 2007 18,50 Euro
Ich oute mich seit Jahren als bekennender Halenberg-Fan, weil seine zutiefst mineralischen Rieslinge stets eine ungemein trinkanimierende ‚kühle’ Stilistik aufweisen, die betört und die mich magisch in ihren Bann zieht. In der Nase des großen 2007ers ein edler, zarter Rosenduft – langsam entfalten sich aromatische Blütenblätter und es gesellen sich Noten von Zitrusfrüchten und Cassis hinzu; feinherbe Anklängen von Grapefruit und Ananas verströmen sich im Glase und verbinden sich mit Aromen von weißen Blüten, Honig und einer derart abgrundtiefen Mineralität, dass der begeisterte Verkoster unwiderstehlich von diesem strahlenden Fixstern angezogen wird. Die faszinierende mineralische Würze zeigt den ungeschminkten Charakter des Halenbergs, die fein verwobene, cremige Textur bündelt den weit gefächerten Aromenbogen, der am Gaumen noch komplexer wird und auch Noten von Feuerstein und wilden Kräutern aufweist. Und immer wieder Mineralität pur, packend und begeisternd, dazu ein schier unendlich langer und in seiner wiederum salzigen Mineralität zugleich ungemein fordernder Nachhall. Tolles Preis-Genussverhältnis! DIE Provokation für viele – weitaus teurere – Große Gewächse selbst renommierter Güter. Schlicht ein famoser Wein, der so schwebend fein und elegant wirkt, wie er gleichzeitig mit samtiger Faust das Geschmacksbild prägt und so die Paradoxien der großen Weine der Welt in sich trägt! Faszinierend mineralisch, strahlend, hinreißend, verführerisch! Welch glockenklarer Stil, frisches Bergkristallwasser kann nicht fokussierter, frischer und präziser die Zunge liebkosen! Ist das nicht Terroircharakter in seiner schönsten Form, wenn ein Riesling uns so deutlich an seinen Ursprung erinnert und den Durst der Seele stillt?
Zu genießen ab sofort bis 2020.





FRANKREICH

Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Originäre Weltklasseweine der südlichen Rhône aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt und traumhafter Finesse!

Beaucastel: Ein Name, eine Legende. Uralter Rhôneadel! Wer einmal den großen Rhône-Klassiker „Hommage à Jacques Perrin” getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. „Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern mit die größten und charaktervollsten Gewächse ganz Frankreichs: Es sind weiße und rote Referenzweine!” urteilt Parker voller Enthusiasmus. Und die „Bibel” der französischen Weinkritik, das ‚Classement’ der REVUE DU VIN DE FRANCE, stuft dieses Weltklassegut als einziges der südlichen Rhône ein in die winzig kleine, elitäre Spitzenklasse der besten Domainen aus ganz Frankreich. Wir präsentieren Ihnen heute vier phantastische Rotweine, die zu den größten Weinwerten Frankreichs zählen! Klassiker, Urgesteine der südlichen Rhône aus biodynamischem Anbau, welche in ihrer jeweiligen Preisklasse die Maßstäbe definieren. Große Qualität kann so preiswert sein!


Château Beaucastel
Frühlingszauber auf Château Beaucastel


174207 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2007 5,95 Euro
„Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Niveau zu derart sympathischem Preis produziert werden kann, ein Wein für all diejenigen, die hohe Qualität und großen Trinkgenuss suchen”, schwärmt Parker bereits seit Jahren begeistert über diesen phantastischen Alltagswein und feiert ihn mit der Auszeichnung „excellent value”! Und auch der DECANTER urteilt euphorisch: „Ein Vergnügen, ein großer und vortrefflicher Weinwert”! Und was ist das für ein herrlicher Alltagswein des fabelhaften Jahrgangs 2007 an der südlichen Rhône vom Fuße des mythischen Bergriesen des Mont Ventoux, einer Appellation, die immer noch Geheimtipp-Status besitzt! Bereits die ausgezeichneten Jahrgangsvorgänger erfreuten sich bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, großer Beliebtheit. Und im phantastischen Jahr 2007 ist diese faszinierend harmonische, elegante, traumhaft frische und ungemein trinkfreudige Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Cinsault in ihrer sympathischen Preisklasse wohl weltweit fast ohne Konkurrenz! Die Ursache: Die südliche Rhône wird in dieser Dekade von einer fast unheimlichen Serie großer Jahrgänge heimgesucht. Bis auf den in den sintflutartigen Regenfällen des September abgesoffenen 2002er waren alle Jahrgänge schlichtweg groß, sie unterschieden sich nur in ihrer jeweiligen Stilistik. Gab es also in den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren pro Dekade nur 2-3 herausragende Resultate, kann man aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen und einer im Vergleich zu früher wesentlich engagierteren Weinbergsarbeit durch bestens ausgebildete Winzer ab 2000 fast ununterbrochenen von einer Jahrhundertqualität sprechen und 2007 scheint allem die Krone aufzusetzen! Zusammen mit Deutschland hat ganz Südfrankreich (also auch das Languedoc und das Roussillon) in 2007 europaweit die schönsten Resultate aufzuweisen mit dramatisch guten Qualitäten! Und was wir Ihnen heute hier als herrlich leckeren Alltagswein präsentieren, unser Wort drauf, sprengt alles, was wir in den letzen Jahren in dieser sympathischen Preisklasse probieren durften!

Dieser phantastische Bio-Wein bietet eine tiefe, undurchsichtige schwarzrote Farbe (aber nur vom Extrakt der Trauben und nicht aus Frankensteins Chemielabor!), ungemein verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen, reifen Brom- und wilden Waldbeeren, Veilchen, weißem Pfeffer und den unvergleichlich aromatischen Gewürzen der Provence. Seine zarte Transparenz und Komplexität in Duft und Geschmack, seine beeindruckende Konzentration und Dichte (völlig ungewöhnlich in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse), sein verführerischer Schmelz und die butterweichen, cremigen Tannine machen ihn im positiven Sinne zu „everybodys darling” und einem hedonistischen Trinkvergnügen. Zu genießen ist dieser Schmeichler der Sinne, ab sofort, Höhepunkt Ende 2009 bis wenigstens 2012.

Werte Kunden, dieser Wein ist so dramatisch gut, dass er die Qualitätshierarchie in so mancher Blindprobe auf den Kopf stellen wird. Dieses Geschenk der Natur sollten Sie sich kistenweise in Ihren Keller legen. Solch eine Qualität zu solch unmöglichem Preis wächst alle 10 Jahre einmal, vielleicht!





Château Beaucastel
Château Beaucastel


175205 Perrin, „Nature” Côtes du Rhône rouge 2005 9,50 Euro
Auch 2005 war auf Beaucastel ein Jahrgang der Superlative! Und Perrins 2005er ‚Nature’ hat die Qualität, wie bei anderen Winzern der Châteauneuf! In seiner sympathischen Preisklasse hinsichtlich Fruchtintensität und Transparenz ein neuer Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Natur! In der Farbe ein dunkles Kirschrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein faszinierendes, anregendes Aromenspektrum: Schwarze Oliven, frisch gepflügte dunkle Erde, süße Brombeeren, intensive Kräuteraromen und Rosenblüten. Am Gaumen für einen Wein der südlichen Rhône geradezu schlank, feingliedrig und tänzerisch, mit einer anregenden Säure- und Tanninstruktur (einem Seidentuch ähnlich, für duftig lange Spuren auf der Zunge) und zutiefst mineralisch. Faszinierend, wie anders sich die schonende Extraktion der Weinbereitung auf der Domaine Beaucastel auf der Zunge auswirkt; sie wirkt geradezu erholsam im Vergleich zu den harten, ausgezehrten Gerbstoffen so vieler überextrahierter Weine der Rhône. Ein großartiger Genusswein, der die Sonne des Südens im Herzen trägt und sie mit einer ‚nordischen Kühle’ und sensationell niedrigen 13 Volumenprozent Alkohol verbindet. Sommer, Lärm der Zikaden, Duft der Garrigue, flirrende Hitze – man spürt einfach die Kraft der Sonne in diesem transparenten Wein und atmet die würzige Luft der Provence. Natürlicher als unser biodynamisch erzeugter ‚Nature’ kann Rotwein kaum sein.
Zu genießen ab sofort bis 2012.

Perrin, „Nature” Côtes du Rhône rouge


174305 Perrin „Les Cornuds”, Vinsobres Village 2005 10,50 Euro
„Die exzellenten Lagen rund um das wunderschöne Dorf Vinsobres gehören zu den best gehüteten Geheimtipps an der südlichen Rhône” (Jancis Robinson) und sind daher in Deutschland noch wenig bekannt. Doch dies wird sich sehr bald ändern, bietet doch diese Region aufgrund ihrer Exposition am nördlichsten Rande der südlichen Rhône und ihrer Höhenlage, die auch im Sommer relativ kühle Nächte mit sich bringt (ideal geeignet zur Herausbildung komplexer Aromen!), optimale Bedingungen. Insbesondere die Syrahrebe fühlt sich hier, ähnlich den Gegebenheiten an der nördlichen Rhône und anders als in der brütend heißen Tal-Ebene des Südens, pudelwohl. Zusammen mit erstklassigen Grenachetrauben ergibt dies einen zugleich kräftigen, dichten als auch eleganten, samtweichen Wein mit kühler Stilistik: Welch Triumph eines großen Terroirs. Diese bereits heute ungemein lecker schmeckende, fabelhafte Cuvée von großartigen alten Reben bewegt sich auf dem qualitativen Niveau guter Châteauneuf-du-Pape-Weine! Das findet auch der weltweit wichtigste Weinkritiker, Robert M. Parker: Der Wine Advocate feiert daher in seiner aktuellen Ausgabe 177, die den „wahren Schätzen, großen preiswerten Weinen” gewidmet ist, unseren weitgehend unbekannten Vinsobres im Überfliegerjahrgang 2005 der südlichen Rhône für sein „exzellentes Preis-Genuss-Verhältnis” als eines der „größten Schnäppchen der gesamten Weinwelt”!

Château Beaucastel
Hart ist die Weinbergsarbeit auf dem steinigen Terroir von Vinsobres


Perrin „Les Cornuds”, Vinsobres Village


Gleiche Ehre wird im Übrigen einem der großen weltberühmten Klassiker aus dem Hause Beaucastel zuteil:

174505 Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge 2005 16,95 Euro
Nur die berühmte „Autoroute du soleil” trennt das exzellente Terroir des ,Coudoulet’ von dem des legendären ,Chateauneuf’ von Beaucastel! Seit mehr als 30 Jahren bereits werden die erstklassigen Mourvèdre-, Syrah-, Cinsault- und Grenachereben für den traditionell in Holzfudern ausgebauten ,Coudoulet’ biodynamisch bewirtschaftet und wurzeln tief in den kalkhaltigen Böden, die teppichartig mit den berühmten „galets roulés” bedeckt sind. Und so prunkt dieser köstliche, purpurrote Wein mit einem komplexen, ,kühlen’, ungemein animierenden Aromenspektrum von reifen, prallen schwarzen Kirschen, Himbeeren, Oliventapenade, wild wachsenden provençalischen Kräutern, zarten Anklängen an geräuchertes Fleisch (wie bei großen, noblen Rotweinen der Côte Rôtie), orientalischen Gewürzen und Lakritze und zaubert ein verschmitztes Lächeln in die Augen des kundigen Weinliebhabers: Die kühle Eleganz dieses Weines ist für einen Côtes-du-Rhône geradezu sensationell! Dies ist edler Stoff der absoluten Spitzenklasse! Für mich wird dieser weltberühmte „Zweitwein” von Beaucastel von Robert Parker, der 91Punkte gegeben hat („another outstanding example of this Côtes du Rhône”) und es zu den größten Schnäppchen der Weinwelt zählt, mit dieser Bewertung dennoch eher unterbewertet: Ein traumhafter Côtes-du-Rhône, der das Wort „steinreich” neu definiert und der schmeckt wie ein klassischer Châteauneuf von Beaucastel aus den späten 80er, frühen 90er Jahren – vornehm, nobel, aristokratisch. Rhôneadel von traumhafter Finesse und selten erlebter spielerischer Eleganz! Und mit moderaten knapp 14% Alkohol auch wieder ein Rhônetropfen, den man mit herrlichem Trinkvergnügen ,wegzichen’ kann, so, wie es früher einmal war. Mein Wort drauf! Das ist definitiv die Qualität großer Châteauneuf-Weine zu einem absoluten Schnäppchenpreis! Dieser aristokratische Tropfen mit seiner cremig-seidenen Mundtextur klopft leise, aber unüberhörbar, an die Pforte der Weltklassegewächse. Ein Rhônefestival, ein erotisches Feuerwerk der Sinne! Oder um nochmals mit Parker zu sprechen: „This is almost the bottle essence of Provence”. Zu genießen mit größtem Vergnügen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis wenigstens 2018.

Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge


Wieder eingetroffen:

506505 Berthoumieu, „Charles de Batz”, rouge 2005 12,80 Euro
Der gesündeste Wein der Welt laut Ärztezeitung! Und eines der größten Schnäppchen des letzten Jahrzehnts in Frankreich!
Die originäre Spitzencuvée Charles de Batz ist ein grandioser Madiran von phantastischen Lagen – ein individueller Charakter im Konzert der großen Weine Frankreichs! Beeindruckend wie in den Vorjahren brilliert zunächst die tiefstrote, fast schwarze Farbe dieser barriqueausgebauten Spitzencuvée. Die Überraschung folgt jedoch in der Nase und am Gaumen: Didier, der die Mikrooxidation so meisterhaft beherrscht wie kaum ein zweiter, hat es in einem der größten Jahrgänge in der Geschichte des Madiran geschafft, diesen begeisternden ‚wilden’ Wein mit einer sagenhaft weichen, cremigen Textur zu versehen und daher auch früher zugänglich zu machen als in den 90er Jahren. So fasziniert diese finessenreiche, elegante Cuvée aus 90% edelster Tannattrauben und penibelst gelesenem reifen Cabernet-Sauvignon zunächst mit einer zart süßlichen, komplexen roten Beerenfrucht, geheimnisvollen Gewürzen und einer kühlen Mineralität. Nach längerer Belüftung entströmen dem Glase betörende expressive Duftnoten von reifen Johannisbeeren, prallen süßen Kirschen, dunklen Bitterschokoladen- und noblen Röstaromen mit subtilen Anklängen an würzigen Tabak, Weihrauch und Zedernholz. Am Gaumen wie immer eine phantastische Konzentration und Eleganz, eine sagenhafte Frische (selbst der Hitzejahrgang 2003 belegte bereits diese höchste handwerkliche Kunst Didiers) und ein immenser Extrakt. Welch ausgewogene, harmonische, feinst balancierte, von nobler Kühle und fabelhafter Dichte geprägte Stilistik! Dunkle, würzige Beerenaromen umhüllen die dichten, kühlen Gerbstoffe und die für einen tannatgeprägten Wein sensationell weichen, seidenen Tannine versprechen diesem authentischen Madiranwein ein Wahnsinnspotential! Dieser originäre Kultwein brilliert mit seinem authentischen Charakter, seiner wilden natürlichen Schönheit und seiner cremigen Gerbstoffstruktur: ein grandioses Meisterwerk mit Dichte und Schmelz, faszinierender Eleganz und großer Feinheit! In seiner Stilistik noch frischer im Trunk als der ungemein beliebte 2003er wegen seiner animierenden Säurestruktur und seiner traumhaft cremigen Tannine und noch dichter und komplexer als der ebenfalls fabelhafte 2004er. Daher ist der ‚Batz’ 2005 aus einem wahren Jahrhundertjahrgang ein zwar südlich inspirierter Wein, mit Feuer in den Adern und den glutvollen Augen einer geheimnisvollen, zarten, ebenholzfarbenen Schönheit, besitzt aber auch die Rasse und Noblesse eines großen Bordelaiser Gewächses. Für einen Madiran, den gesündesten Wein der Welt, ein schier unglaubliches hedonistisches Trinkvergnügen!

Tolle Bewertungen in den wichtigsten französischen Weinführern: Für seine höchst attraktive Preisklasse wird der ‚Batz’ 2005 mit sensationellen 16,5/20 Punkten im „Classement 2008”, der Bibel der französischen Weinkritik, ausgezeichnet, eine Bewertung, die ansonsten wesentlich teureren Prestigegewächsen aus dem Bordelais im Jahrhundertjahrgang 2005 vorbehalten ist! Und Michel Bettane, der große alte Mann des französischen Weinjournalismus, vergibt in seinem neuen Weinguide 2008 gar 17/20 Punkten und feiert diese traumhafte Provokation Bordelaiser Spitzengewächse wegen seiner raren Finesse, die bei aller Dichte und Konzentration diesen großartigen Tropfen auszeichnet!

Domaine Berthoumieu
Kleinbeerige, dickschalige Tannat-Reben
strotzen vor gesunden Inhaltsstoffen, die
das Herz schützen. (© jb lafitte)

Trotz seiner bereits in der jetzigen Primärfruchtphase betörenden Zugänglichkeit ein „grand vin de garde” (Höhepunkt 2010 bis nach 2025), der heute schon einen hervorragenden Begleiter zu allen kräftigen Fleischgerichten ergibt – oder einfach nur solo genossen Trinkspaß pur bereitet.

Berthoumieu, „Charles de Batz”, rouge

Bettane: 17/20 Punkten



Domaine de la Grange des Pères – Anian (Hérault)

DIE Weinlegende aus dem Herzen des Languedoc vinifziert die finessenreichsten Gewächse des wilden französischen Südens im burgundischen Stil!

Wenige Weine aus dem Süden Frankreichs sind binnen eines Jahrzehnts zu einem solchen Mythos, einem weltweit derart gesuchten Kultwein geworden, wie die rote Edelcuvée „Grange des Pères” aus dem faszinierenden Tal des kleinen, wildromantischen Flüsschens Hérault. Kaum ein anderes Gewächs des Languedoc ist sonst bei Insidern derart in aller Munde, wie dieser schon aufgrund seiner Rebsortenzusammensetzung (Syrah, Mourvèdre und Cabernet-Sauvignon) höchst charaktervolle Rotweinsolitär, der aufgrund seiner extrem niedrigen Produktionsmenge von ca. 20.000 Flaschen jährlich leider nur von wenigen stolzen Besitzern jemals verkostet werden kann, der aber stets in den Erinnerungen an den großen Genuss, den er verschwenderisch verschenkt, noch nach Jahren ein seliges Lächeln in die Gesichter dieser glücklichen Weinliebhaber zu zaubern vermag.

Der Produzent dieses raren Stoffs ist Laurent Vaillé, mittlerweile Vorbild einer ganzer Schar junger innovativer Winzer aus Frankreichs wildem Süden, ein sehr scheuer, sensibler, zurückhaltender Mensch, der selten in der Öffentlichkeit auftritt oder in den Medien präsent ist. Um so mehr lässt der „Verrückte”, wie man ihn noch Anfang der 90er Jahre in der Region verspottete, als er in den verschmähten kühlen Höhenlagen inmitten eines unwirtlichen Stein- und Felsenmeeres (welch visionäre Entscheidung!) seine Edelreben anpflanzte, die Qualität seines Weines für sich sprechen, beseelt von der Vision, „DEN Grand Cru des Hérault” zu vinifizieren. Nach Lehr- und Wanderjahren auf Weltklassedomainen wie Chave (hier lernte er den kunstvollen Umgang mit der Rebsorte Syrah), Coche Dury (sein Lehrmeister für den kunstvollen Umgang mit dem Barrique), Rayas (dereinst die Kunstschmiede, um südfranzösische Reben zu höchster Qualität zu adeln) und Trévallon (Eloi Dürrbach lehrte ihn, die Bordelaiser Edelrebe Cabernet Sauvignon im Midi ihren schönsten Ausdruck finden zu lassen) schlug sein 92er Jungfernjahrgang unter Kennern ein wie eine Bombe ein, sein phänomenaler Rotwein besaß eine bis dato im Languedoc noch nicht erlebte Finesse und Eleganz, kombiniert mit einer großartigen Beerenfrucht, einer subtilen Gewürzaromatik und einer traumhaften Mineralität. In den Folgejahren wurden seine Weine, die von sorgsam gepflegten Reben auf einem der besten Kalksteinterroirs des französischen Südens wachsen, immer dichter und konzentrierter, verloren aber niemals ihre phantastische Eleganz und Finesse. Und wurden daraufhin zu weltweit gesuchten, legendären Tropfen! Parker behauptet dezidiert: „Laurent Vaillé, ein großer Weinmacher, ist neben Jean-Paux Rosset von Château de la Negly einer der beiden Lokomotiven, Vorbilder und Zugpferde des gesamten Languedoc. Sein Geheimnis: Niedrige Erträge!”

Laurent selbst bezeichnet die singuläre Qualität seiner Pretiosen nicht nur mit hoher winzerlicher Handwerkskunst: „Einen wirklich großen Wein des französischen Südens zu machen, ist nicht eine Frage der Technik, der Erträge, der Perfektion im Keller oder des großen Terroirs allein. Die Weine, die ich bei meinen Lehrmeistern kennen lernen konnte und die zweifellos zu den größten der Welt zählen, sind jeder auf seine ureigene Art ein Abbild des Charakters ihres Schöpfers und damit die unverwechselbare Handschrift einer genialen Winzerpersönlichkeit.” Und in dieser Tradition ist auch Laurents Grange des Péres, dessen ganz persönlicher Ausdruck eines Weines, der sein großes Terroir, seine Heimat, das Languedoc, in all seinen Facetten widerspiegelt – eine einzigartige Hommage an seine großen Lehrmeister! Laurents atemberaubender Wein vereint in sich somit die Vorzüge mehrerer großer Französischer Weinwelten und bildet in seiner eher kühlen, expressiven Stilistik und seiner für das Midi extrem raren Eleganz und Finesse den Gegenpol zu von der Opulenz getragenen Weinen internationaler Machart, die im Languedoc wie Pilze aus den Böden schießen. Dieser Hommage an die Finesse, die aromatische Präzision, die Mineralität und Authentizität großer Weine des wilden französischen Südens gehört meine ganz besondere Empfehlung.


352105 Grange des Pères, rouge 2005 59,00 Euro
Laurent Vaillé ist der geniale Schöpfer des Grange de Pères. Uneingeschränkt wird er von (fast) allen Winzern der Region als derzeitige Nummer 1 des Languedoc angesehen. Und der 2005er Grange des Pères aus einem ganz großen Jahrgang ist der beste, den Laurent Vaillé bis dato vinifiziert hat! Bereits die Nase verströmt nobelste Mineralität, edle Gewürznoten und rote Beeren vom Feinsten. Und wie in allen großen Jahrgängen der Domaine sind aufgrund der charakteristischen Aromen der Syrahtraube mit ihren fabelhaften mineralischen Noten deutliche Anklänge an die teuersten Weltklasseweine von der Côte Rôtie oder aus Hermitage unüberschmeckbar: Ein komplexes Bündel von Cassis- und traumhaft schönen, leicht süßlichen Waldbeerenaromen, dazu zartes Rauchfleisch, Kirschen, Brombeeren, Schlehe, Vogelbeeren, Paprika, Thymian, frische Minze und feinste orientalische Würze. Am Gaumen fasziniert dieser edle Wein mit einer fabelhaft finessenreichen und kühlen Stilistik, die so anders ist als fast alles, was es sonst im Languedoc gibt und Assoziationen weckt an große Pinot Noir bester burgundischer Provenienz, neben der hochkomplexen, kühlen Frucht betören zutiefst mineralische Noten von Kalk und nassen Steinen und Anklängen an feinste Grand-Cru Schokolade. Dieser phantastische Wein präsentiert sich zwar dicht und konzentriert, wie man es von einem Weltklassewein aus dem Languedoc erwartet, aber gleichzeitig hoch elegant, ausgestattet mit einer hinreißenden Fruchtsüße und einem erstklassigen Säuregerüst. Unmittelbar nach der Öffnung noch präsente, aber sehr feinkörnige, geschliffene Tannine, doch hinter einer ganzen Wagenladung voll subtiler, differenzierter Frucht offenbart sich bereits heute nach 24- bis 48stündiger Öffnung mehr und mehr die ungemein komplexe Aromenvielfalt, die enorme Frische und das großes Potential. Ein monumentaler, ja ein emotionaler Wein aus dem großen Languedocjahrgang 2005, gereift in gebrauchten Barriques von Coche Dury aus dem Burgund, an dessen phänomenale Weine dieser Grandseigneur aus Samt und Seide erinnert, der bei aller Eleganz über eine derart bemerkenswerte Dichte und eine solch fabelhafte Struktur verfügt, dass man ob so viel Ausstrahlung und einer schon in der Jugend sichtbaren Größe – und erst recht bei Bewertung seines enormen Potentials – kaum zu glauben vermag, dass der französische Süden über Jahrzehnte in einen Dornröschenschlaf verfallen war!

Ein geniales Kunstwerk, zweifellos zu den besten Weinen Frankreichs gehörend, ein unkopierbarer Individualist, geprägt von den Aromen spektakulär reifer (aber aufgrund der kühlen Höhenlage seines kalkigen Terroirs in keinster Weise überreifer oder eine marmeladige Stilistik produzierender) Trauben der Edelreben Syrah, Mourvèdre und Cabernet-Sauvignon, von einzigartigem autochthonem Charakter, der ihn unverwechselbar und damit konkurrenzlos werden lässt. Welch hoch komplexes, charaktervolles Weinunikat aus der Hand einer der größten Winzerpersönlichkeiten Frankreichs, der in den nächsten Jahren zu einer Legende heranreifen wird! Zu genießen ab sofort (2-3 Stunden Dekantieren!) wegen seiner fabelhaft cremigen und seidenen Tannine, Höhepunkt 2012 bis nach 2030!


Mit diesem genialen Kunstwerk hat Laurent Vaillé, seine Heimat, das Languedoc, geadelt und ihr ein vinologisches Denkmal gesetzt. Dieser so eigenständige Weltklassewein, der in sich die Insignien seines grandiosen Kalk-Terroirs zu einer genialen Synthese zwischen der aromatischen Präzision eines burgundischen Grand Crus aus Chambertin, der wilden Würzigkeit und Syrah-Expressivität eines legendären La Landonne und der Kühle und Mineralität eines Premier Cru aus dem Bordelais vereint, gehört in jeden Keller eines ambitionierten Weinliebhabers. Dieses Charakter-Gewächs, ein unverwechselbarer Solitär, wird, als Pirat in Blindproben eingesetzt, so manches vinologische Weltbild zum Einsturz bringen!

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: In der Juni-Ausgabe 08 von VINUM wird das Languedoc als Heimat „der aufregendsten Weinentdeckungen der Alten Welt” gefeiert. Die Höchstpunktzahl von über 150 degustierten großen Weinen der Region erhielt – „natürlich” unser Grange des Pères!



352205 La Grange des Pères, blanc 2005 69,00 Euro
Irrer Stoff mit einer Stilistik zwischen Montrachet, Chaves legendärem Hermitage blanc und dem nicht minder gerühmten Roussanne Vieilles Vignes von Beaucastel und so ziemlich der unauffindbarste Weißwein der Welt!


Einzelflaschenabgabe!


Wieder frisch eingetroffen:

311306 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge (DV) 2006 5,90 Euro

Was ist das nur für ein faszinierender Trinkspaß für jeden Tag! Unser meistverkaufter Rotwein unseres Kultwinzers aus dem Languedoc, Pierre Clavel, fasziniert und begeistert jeden Kenner vom ersten Schluck an. Eine geniale Cuvée aus reifen Carignan-, leckeren Grenache- und erstklassigen Syrah- sowie, zum zweiten Mal nach 2005, Cinsaulttrauben, die für die traumhafte Frische dieser so trinkanimierenden Cuvée mitverantwortlich sind. Die eher ,kühle’ Stilistik (ja, das ist die große Stärke von 2006 im Languedoc!) dieses charaktervollen Alltagsweins für höchste Ansprüche betört mit einer geradezu unverschämt delikaten Aromatik, wie sie finessenreiche, burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape und Umgebung aufweisen: einer frischen, beerigen, ungemein animierenden Frucht mit zart kräuterwürzigen Anklängen in der Nase und saftigen, schmeichlerischen, cremigen Gerbstoffen auf der Zunge. Im Traumjahrgang 2006 wartet der „Le Mas” mit der gleichen Dichte und Konzentration auf wie seine so ungemein beliebten Vorgänger, ist jedoch noch extraktreicher, strukturierter und mineralischer als je zuvor, besitzt eine noch höhere, deutlich schmeckbare Komplexität (!) in der berauschenden Frucht und ist wie stets unverkennbar geprägt von seinem Terroir und der sensiblen Handschrift einer großen Winzerpersönlichkeit! In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein nur schwerlich zu übertreffender Leckerbissen, was auch Joel Payne in seiner großen Languedoc-Reportage in „Alles über Wein” konstatiert, indem er diesen herrlichen Alltagswein zu den „besten Schnäppchen des Languedoc” zählt.

Pierre Clavel
Pierre's Nase vor der „Schnauze” des
mythischen Bergriesen Pic St. Loupt

Welch ungemein süffiger und anregender Wein, von dem man auch mal die berühmte Flasche mehr trinken kann und am nächsten Morgen keinerlei Probleme im Magen oder Kopf bekommt, da die für den Wein verwendeten Träubchen liebevoll im Weinberg behandelt und nicht in Frankensteins Monsterlabors atomisiert und danach wieder neu zusammengesetzt werden: Schnöde, moderne Weinwelt mit den Segnungen der modernen Agrarindustrie versus solch authentische Naturprodukte des liebenswerten Charaktermenschen Pierre Clavel!


Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge (DV)


134205 Triennes, Les Auréliens, VdP du Var rouge 2005 8,80 Euro
Burgunds Kultdomainen Romanée-Conti und Dujac vinifizieren im Herzen der Provence betörend südliche Weine mit burgundischem Esprit! Zwei der mythischen französischen Winzerpersönlichkeiten haben ein gemeinsames Projekt auf einem gesegneten Stückchen Erde in Frankreichs wildromantischem Süden gestartet: Jacques Seysses von der Domaine Dujac in Morey-Saint-Denis, dessen legendäre Pinot Noir weltweit als Inkarnation der sprichwörtlichen burgundischen Eleganz und Finesse gelten, und Aubert de Villaine von der Kultdomaine de la Romanée-Conti. Beide charismatischen Persönlichkeiten gehören zu den großen lebenden Legenden des burgundischen Weinanbaus und haben es sich zum Ziel gesetzt, mit der gleichen Qualitätsphilosophie, die ihre jahrzehntelange Reputation im Burgund begründet hat, in der lieblichen Landschaft der Provence große Weine zu erzeugen, die jedoch im Unterschied zu den exorbitanten Preisen, die für ihre burgundischen Pretiosen bezahlt werden, für jedermann erschwinglich sein sollen!

Und was haben sie nur für einen grandiosen Katapultstart hingelegt: Welch faszinierend mineralischer, ungewöhnlich finessenreicher Rotwein aus naturnahem Anbau mit knappen 13 Volumenprozent Alkohol vibriert hier im Glase – unzweifelhaft ist das die begnadete Handschrift zweier großer Winzermagier des Burgunds! In der Farbe ein tiefdunkles Rubinrot mit violetten Reflexen, in der Nase verführt ein berauschendes, ungemein intensives, kühl-nobles Cassis-, Brombeer- und Holunderblütenbukett von in optimalem Reifezustand geernteten Cabernet Sauvignon-Trauben, mit Anklängen an schwarze Trüffel, Mineralien sowie die noblen Gewürze der Provence. Die Früchte der erstklassigen Syrahrebstöcke dieser begeisternden Cuvée zeichnen verantwortlich für eine hochelegante Stilistik, die gekennzeichnet ist durch eine ‚nördliche’ Kühle und eine subtile Finesse. Am Gaumen betören reife rote Beeren, Cassis, schwarze Pralinen und eine subtile Mineralität, die an legendäre Gewächse der nördlichen Rhône erinnert. Die Zunge taucht ein in ein animierendes süßliches Aromenspektrum, das Erinnerungen hervorruft an die frühen Jahrgänge der Kultdomaine Trévallon (deren Weine die gleiche Rebsortenzusammensetzung besitzen!) und wird verwöhnt von einem dichten, konzentrierten Extrakt mit schöner Komplexität, exzellenter Struktur und betörendem Finale mit einer weichen, cremigen Tanninstruktur. Dieser phantastische, höchst authentische Rotwein mit seinem herrlich moderaten Alkoholwert ist einer der großen Preissensationen des französischen Südens! Zu genießen ab sofort bis 2012.

Triennes, Les Auréliens, VdP du Var rouge


Werte Kunden, wir haben schon mehrfach informiert: Parkers neuer wine advocate 178 ist erschienen, der sich ausschließlich mit den größten Schnäppchen der Weinwelt (allesamt im Preis unter 25 Dollar) beschäftigt. Wir legen Ihnen hier drei weitere von Parker eindringlich empfohlene Gewächse („wahre Schätze, große preiswerte Weine”) aus unserem Programm ganz eindrücklich ans Herz, bevor sie vergriffen sein werden:

318307 La Negly, Cuvée „La Brise Marine”, blanc 2007 8,95 Euro
Einer der leckersten Weißweine Frankreichs, vinifiziert aus den autochthonen Rebsorten des Südens (Grenache blanc, Roussane, Clairette), war schon im (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger Guru Robert Parker („ein wundervoller, attraktiver Weißwein”) sensationelle 91 Punkte wert. ,Brise Marine‘ verführt mit sommerlichen Aromen, denn dieser großartige Wein duftet nach gelben Äpfeln, Melone und Birne, fein unterlegt von cremigen Noten, die an frische Butter, Mandeln und Weißbrot erinnern. Ein Glas dieses saftigen, cremig-weichen, charaktervollen, fein mineralischen, frischen und würzigen Weißweins aus großem Jahr zur mediterranen Küche oder abends auf der Terrasse und Erinnerungen an die unvergleichliche Landschaft der Provence werden wach und verführen zum Träumen. „Überraschend diese animierende Frische, bei einem Weißwein aus dem Süden, die wirklich wie die ,Brise des Meeres’ anmutet”, freut sich Christina Hilker, Sommelier des Jahres 2005, über diesen fabelhaften Weißwein. Zu genießen ab sofort bis 2010.

Parker hat so Recht: Dieses geniale Stöffchen stellt das Preisgefüge im Weißweinbereich in Frankreich schlicht auf den Kopf!



138005 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Classique, rouge 2005 11,90 Euro
Jean-Paul Daumen hat die traditionsreiche Familiendomaine Vieille Julienne mit großartigen Rotweinen aus biodynamischem Anbau innerhalb nur einer Dekade qualitativ „in die Stratosphäre geschossen. Er ist nicht nur einer der brillantesten Winzer von Châteauneuf-du-Pape, sondern seine Domaine zählt zu ‚France’s superstar wineries’, lobt Robert M. Parker. Und was vinifiziert dieser Teufelskerl neben seinen Châteauneuf-Legenden nur für einen herrlich leckeren Basiswein! Dieser traumhafte Landwein wächst auf einer Sandsträhne, welche eine andere, lehmhaltige Parzelle diagonal durchläuft. Das macht die Erntearbeit zwar deutlich schwieriger, denn die Beerchen, die an den Reben auf der Strähne wachsen, werden gut eine Woche nach denjenigen Trauben gelesen, die in den vom Lehmboden erzeugten Wein wandern. Doch wie immer ist Jean-Pauls oberstes Leitmotiv auch hier das Herausarbeiten terroirspezifischer Weine. Und die wachsen nun einmal in einzelnen Weinbergsparzellen mit ihren unterschiedlichen Bodenformationen und nicht im Keller. (Das heißt, bei industriellen Massenerzeugern ersetzt nur allzu gerne das Chemiesäckchen im Keller die Naturaromen, aber das ist wiederum eine ganz andere Geschichte.) Der ärmere Boden der Sandsträhne sorgt jedenfalls für eine tiefe Struktur dieses noblen Weines, der jeweils zur Hälfte aus Syrah und Cabernet assembliert wird und der in der Nase mit seinen Anklängen an Cassisblätter, wilde Minze und den typischen Gewürznoten der Garrigue begeistert, dazu feine Fruchtnoten von Schattenmorellen und Brombeeren und Cassis. Eine phantastische Länge und die feine Mineralik, gepaart mit würzigen Noten von südfranzösischer Garrigue (Thymian und Rosmarin) deuten jetzt schon auf einen großen Tropfen hin, der sich aber noch mindestens zwei Jahre in Ihrem Keller auf seinen Höhepunkt weiterentwickelt.


„Wahrhaft ein Schnäppchen des Jahrgangs und eines der größten in der gesamten Weinwelt, 90 Punkte”, Parker!

Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Classique, rouge


154106 Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge 2006 12,50 Euro
„Die eigentliche Sensation im Angebot von Clos du Caillou”, so lobte schon vor Jahren Deutschlands renommierte Sommelière Paula Bosch (Tantris, München, 2 Michelinsterne). Qualitativ liegt er auf der Ebene ansprechender Châteauneufs, preislich aber nur auf der eines guten Côtes-du-Rhône. Die Ursache für diese Diskrepanz liegt darin, dass die erstklassigen Weinberge, aus denen die Trauben stammen, zwar 1931, zur Zeit der Gründung der AOC, in die Appellation aufgenommen werden sollten, aber die damaligen Besitzer sich weigerten, die dafür fälligen Gebühren zu bezahlen, so dass seither die vorzüglichen Trauben dieses ausgezeichneten Terroirs „nur” zu einem Côtes-du-Rhône verarbeitet werden dürfen. So haben wir das Vergnügen, Ihnen zu extrem fairem Preis einen erstklassigen Wein anbieten zu können, der in jedem Jahr zu unseren beliebtesten Angeboten gehört. Dieser komplexe Wein riecht so ungemein vibrierend und schmeckt so tiefgründig erfrischend, wie es im Süden Frankreichs vielfältig duftet! In der Nase vermählen sich wilde Würznoten der Garrigue (Nomen est Omen) und feine Pfeffernoten mit einem verführerischen Schwarzkirschenbukett und feinen Brombeeraromen. Am Gaumen eine traumhafte Fruchtsüße und eine sinnliche Opulenz. Weiche Tannine streicheln zärtlich die Zunge! Im betörenden Abgang begeistern eine dem großen Jahrgang 2006 geschuldete animierende Cremigkeit, eine enorme Frische und Finesse und noble Schokoladenanklänge. Dieser samtig elegante Tropfen ist einer unserer meist verkauften Roten überhaupt und wurde in der Vergangenheit mit Auszeichnungen überhäuft: So belegte er beispielsweise im weltweiten Grenachetest des FEINSCHMECKER mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis einen Platz unter den Top Ten! Und ganz aktuell wird er von Parker zu den „größten Schnäppchen der gesamten Weinwelt” gezählt! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis mindestens Ende 2014.

Clos du Caillou, „Bouquet des Garrigues”, CdR rouge



Domaine du Comte Liger-Belair – Vosne-Romanée

Eine der renommiertesten Domainen Burgunds erstrahlt in neuem Glanz und erneuert den Mythos Vosne-Romanée als die großartigste Expression des Pinot Noir in der Welt! In Deutschland exklusiv bei Pinard de Picard.


Comte Liger-Belair
Eine der nobelsten Adressen auf dem Planeten Wein

Die Familie Liger-Belair besitzt eine zweihundertjährige Tradition in Vosne-Romanée – sie ist eine der legendären Dynastien der Bourgogne. Doch zogen es in der Vergangenheit viele Erbfolger vor, in exponierter Stellung dem französischen Staat zu dienen statt in den großartigsten Weinbergslagen des Landes als Winzer zu arbeiten. So wurden fabelhafte Weinberge in den besten Lagen Burgunds verkauft, andere über viele Dekaden verpachtet. Doch mit dem Jahrgang 2000 gab es eine dramatische Veränderung. Der jüngste Spross der Familie, der damals 29 jährige Comte Louis-Michel Liger-Belair, erfüllte sich einen Kindheitstraum und übernahm nach einem Studium des Agraringenieurwesens und der Önologie sowie nach Praktika in Bordeaux und Kalifornien mit großem Enthusiasmus und Ehrgeiz die uralte Familiendomaine. Bereits sein erster Jahrgang, den er noch während seiner Studienzeiten vinifizierte, der 2000er, brachte sehr gute Weine hervor, die Aufsehen erregten. Seitdem wurden die Qualitäten von Jahrgang zu Jahrgang immer besser, gewannen stets an Komplexität hinzu, wurden immer feiner und sinnlicher in der Frucht und intensiver in der Mineralität und werden heute in Frankreich als Inkarnation großer Pinot Noir klassischen Stils gefeiert!

Comte Liger-Belair

Kein Wunder, suchte Louis-Michel doch stets den Rat des legendären Henri Jayer, der leider in 2006 verstorbenen Winzerlegende des Burgunds, der mit seinen unvergleichlichen Weinen Vorbild und beratender Freund einer ganzen Generation junger Winzer wurde und der trotz seines Weltruhms stets ein bescheidener, liebenswerter Mensch geblieben war. Als Guru des Pinot Noir feierten ihn nur die Medien. Er selbst wollte immer nur eins – einen großen Terroirwein machen. Der Rummel um seine Person ließ in kalt, aber er war stolz, wenn in seinen sinnlichen Pinot Noirs, dem Inbegriff von Feinheit und Finesse, das Terroir der jeweiligen Lage dominierte und eine wundervolle Präzision in der Frucht den Genießer betörte. Viele Ideen eines der größten Winzer in der französischen Weinbaugeschichte hat Louis-Michel begeistert aufgegriffen: „95 Prozent der Qualität eines Weines entsteht im Weinberg, nur 5 Prozent im Keller. Je weniger man im Keller überhaupt macht, um so besser ist es”, formuliert Louis-Michel eine seiner wichtigsten Prinzipien, ganz im Sinne von Henri Jayer. „Die Bodenbearbeitung im Weinberg ist das Allerwichtigste, um das Terroir im Wein ausdrücken zu können. Deshalb gibt es bei uns keine chemischen Keulen. Ganz im Gegenteil, wir arbeiten weitestgehend nach den Prinzipien des biologischen Anbaus in der goldenen Tradition unserer Großväter und pflügen wieder mit dem Pferd. Wir müssen unseren unvergleichlichen Schatz, unser weltweit einzigartiges Terroir, bewahren”, erläutert der junge Winzer engagiert seine Philosophie. Nach einer extrem sorgfältigen Weinbergslese werden die gepflückten Trauben („Die Basis all meiner Qualität”) so schnell wie möglich und so schonend, wie es nur geht, in kleinen Kisten in den Keller gebracht. Hier werden die kerngesunden Trauben im Sinne Jayers komplett entrappt, ausschließlich spontan vergoren und vorsichtig extrahiert und danach in besten, ausschließlich neuen Fässern (wie bei Romanée Conti) erlesener französischer Provenienz ausgebaut („Holz darf nie den Geschmack prägen, sondern nur Struktur geben”), und das in vorbildlich schonender Manier. Kein maschinelles Umpumpen, keine Schönung oder Filtration, minimale Schwefelung, alles dem Ziel untergeordnet, eine möglichst reife, komplexe und feine, ungemein präzise Frucht im fertigen Wein zu erzielen.


Comte Liger-Belair
Er kann gut zuhören – Comte Louis-Michel Liger-Belair

Louis-Michel fasst zusammen: „Die puristische Klarheit der betörenden Frucht, die Finesse des Pinot, der Nuancenreichtum jeder einzelnen Lage, ihre tiefgründige Mineralität und eine großartige Länge: All das will ich in meinen Weinen wieder finden. Und nicht nur Kraft und Konzentration: Muskulöse Weine sind wie Karikaturen, wie aufgeblasene Menschen ohne seelischen Tiefgang und Intellekt. Die Balance zwischen Kraft und Finesse muss stimmen. Ich suche die Kraft ohne Schwere, die Leichtigkeit des Pinot. Meine Weine müssen Trinkspaß machen. Ich mache auch keine kunsttechnischen Griffe im Keller. Ich mag keine technischen Weine, wie sie heute in allen Ecken der Welt produziert werden. Meine Weine müssen keine Jungweinverkostungen gewinnen. Sie sind auf ein langes Leben ausgelegt und sollen dem Weinliebhaber später von ihrem großen Terroir erzählen”.

Keine Frage, Louis-Michel hat die Maximen Henri Jayers, der Ikone des Weinanbaus im Burgund, verinnerlicht und es kommt nicht von ungefähr, dass die Kenner der französischen Weinszene in dem ebenso talentierten wie ehrgeizigen und klugen Comte Louis-Michel Liger-Belair den legitimen Nachfolger einer der größten Winzerpersönlichkeiten Frankreichs sehen. Insbesondere die fabelhaften Qualitäten, die bereits im Jahrhundertjahrgang 2005 auf Liger-Belair erzeugt wurden, aber mehr noch die fabelhaften 2006er geben diesen Stimmen immer weiter Nahrung. So stuft Patrick Essa, der in Frankreich einen hervorragenden Ruf als intimer Burgundkenner besitzt, die Domaine Comte Liger-Belair zusammen mit Romanée Conti und Robert Arnoux als die drei Weingüter ein, die in Vosne Romanée Qualitäten „hors classe” produzieren, die also quasi außerhalb dessen liegen, was man in normalen Kategorien erfassen kann, so wie es bei der Tour de France die Berge „hors catégorie” gibt.

Louis-Michel hat gerade erst angefangen seinen ureigenen Weg zu gehen. Und dennoch ist er seinem Ziel, auf naturnahem Wege Weine zu erzeugen, die aufgrund ihrer fabelhaft feinen Frucht und traumhaften Balance die Quintessenz ihres großen Terroirs darstellen, schon extrem nahe gekommen. Ja, man kann sich kaum vorstellen, dass diese großen Pinot Noirs aus den legendären Weinbergen Burgunds je besser schmecken könnten: Louis-Michel ist schon verdammt nah am Ideal und mit dem Jahrgang 2006 auf Augenhöhe mit Romanée Conti! Seine 2006er Weine mit ihrer ungemein reifen Frucht und der tollen Säurestruktur, die diesen sinnlichen Pinots eine fabelhafte Frische und ein immenses Entwicklungs- und Reifepotential verleihen, sind schlichtweg genial: Sie sind Meisterwerke der Natürlichkeit, des ungeschminkten Ausdrucks ihres grandiosen Terroirs, des aromatischen Reichtums und der unvergleichlichen Vornehmheit ihrer Frucht: Die innere Kraft und Dichte wird schwerelos aufgehoben in schwebender Transparenz und einer Feinheit und Eleganz, wie es sie außerhalb Vosne-Romanées vielleicht kein zweites Mal mehr gibt. Noblesse oblige! Welch Triumph handwerklicher Winzerkunst eines genialen Weinmagiers und eines weltweit einzigartigen Terroirs! Die Domaine Liger-Belair hatte im Burgund dereinst einen magischen Ruf. Louis-Michel hat sich mit seinen emotional berührenden Qualitäten seinen Platz unter den allerbesten Burgunderproduzenten gesichert und damit den alten Mythos Liger-Belair wiederbelebt und ist auf dem Weg in das Pantheon französischer Winzerkunst. Wir sind stolz und glücklich, ihn auf diesem Wege begleiten zu können.

PS: Märkte bilden immer auch die Nachfrage nach Weinen ab und die Wertschätzung der Kunden. In den USA und Großbritannien werden die grandiosen Pinot Noir von Liger-Belair bereits zu Preisen gehandelt, die denen von Romanée-Conti ähneln. So kostet der La Romanée bei einigen Händlern über 1.800 Euro! Doch diese Preise werden nicht vom Gut, das eine sehr maßvolle Politik betreibt, vorgegeben. Hier sahnen andere den Rahm ab. Pinard de Picard wird sich wie stets nicht an diesen Spekulationen beteiligen, sondern alle Weine von Liger-Belair normal fair kalkulieren und nicht auf ausländische Märkte verschieben. Wir behalten uns aber angesichts der Spekulationshysterie, insbesondere beim La Romanée, ausdrücklich vor, unsere Stammkunden bevorzugt zu beliefern: Wenn nicht irgendwann einmal eine kleine Ernte geringere Zuteilungen von der Domaine nach sich zieht, erhält jeder Kunde von Liger-Belair – wenn er es denn wünscht – wie bei den Großen Gewächsen von Klaus-Peter Keller stets die gleiche Zuteilung wie im Vorjahr, damit dieses Kleinod in gute Hände gelangen möge, die die einzigartige Qualität dieses berühmtesten Weins der Welt zu schätzen wissen!

Zum Jahrgang 2006 im Burgund: Burgund 2006 bildet in seiner qualitativen Spitze zusammen mit seinem Zwillingsjahrgang 2005 den besten Jahrgang seit 1978 – Allen Meadows, wohl der weltweit einflussreichste Burgundkenner und -kritiker, urteilt begeistert: „Ein exzellenter Jahrgang, ein würdiger Nachfolger von 2005 mit klassischen Weinen von phantastischer Reinheit und Transparenz, heterogener in der Qualität, aber bisweilen noch größer als 2005.” Meadows Urteil hat es auf den Punkt gebracht: In der Breite des Jahrgangs ist zwar der Sonnenjahrgang 2005 das Optimum, denn die Bedingungen waren so gut, dass ähnlich wie im Bordelais selbst die schlechtesten Winzer passable bis gute Weine hervorbrachten. Doch bei den Spitzenwinzern will den Burgund-Aficcionados 2006 noch ein Wimpernschlag besser gefallen, da in diesem kühleren Jahrgang (in dem man im Weinberg extrem penibel arbeiten musste mit einer rigorosen Selektion, was sich nur eine qualitäsbesessene Winzerelite antut) die Kardinalstugend eines großen Burgunders, seine in der ganzen Welt unerreichte Finesse und Präzision in der Frucht (in 2005 faszinieren vor allem die innere Dichte und Kraft) so perfekt zum Tragen kommen wie letztmalig wohl im Legendenjahrgang 1962 – wie sich ältere Winzer mit vor Freude zittrig erregter Stimme erinnern! 2006 im Burgund heißt daher bei den Weltklassewinzern höchste Expression des Terroirs verbunden mit einer traumhaften Transparenz und einer sinnlich-präzisen Frucht wie seit Generationen nicht mehr. Wahrlich die Essenz des Pinot Noir in einer Stilistik, die frühes Trinkvergnügen verspricht (weit vor den 05ern), aber auch ein Potential von 20 bis 30 Jahren und mehr! Des kundigen Weinliebhabers Herz – Was begehrst Du mehr?


204006 Comte Liger-Belair, Vosne-Romanée „Clos du Château”, rouge 2006 65,00 Euro
Pinot Noir ist die dünnschaligste aller roten Rebsorten und daher die zickigste, pflegeintensivste und empfindlichste, die ,sensibel’ auf falsche Behandlung in Weinberg und Keller reagiert. Als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ,Persönlichkeit’ braucht sie ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in unvergleichlich brillante, aufregende und feinste Aromen. Und dass ein Vosne-Romanée weltweit als Inbegriff der Feinheit gilt, beweist bereits diese von Jancis Robinson letztjährig mit 18 Punkten geadelte Monopollage von extrem felsigem Terroir, die unmittelbar unterhalb des herrschaftlichen Anwesens in einem ummauerten Weinberg angesiedelt ist. Die extrem kalkreichen, kargen Böden (bereits 80 cm unter der oberen Lehmschicht beginnt der nackte Fels) vermitteln diesem feinsinnigen Wein mit seinen reintönigen Pinot-Aromen (kleine rote Beeren und Kirschen, Blaubeeren, Veilchen, Rosen und aufregende asiatische Gewürznoten) eine großartige Mineralität und traumhafte Rasse, wie bei einem arabischen Vollblut. Welch traumhafte Eleganz, welch tänzerisches Spiel, welche Leichtigkeit des Seins, welch komplexe Tiefe des Geschmacks für diesen Pinot mit Seele, der „singt”, wie man im Burgund zu sagen pflegt. Das ist Schicht um Schicht sich entfaltende Finesse und eine fabelhaft präzise Frucht! Einer der persönlichen Lieblingsweine von Louis-Michel.

Diese fabelhafte Monopollage spielt in einer Qualitätsliga mit den besten Premier Crus der Côte de Nuits und wird sich über viele Jahre hinweg zu einem der heimlichen Stars eines Jahrgangs entwickeln, der den großen alten Winzerpersönlichkeiten des Burgunds wie eine Renaissance des legendären 1962ers scheint. Grandioser Stoff!
Zu genießen ab 2010, Höhepunkt 2012 bis ca. 2025.



204106 Comte Liger-Belair, Vosne-Romanée „La Colombière”, rouge 2006 59,00 Euro
ALLE Weine der Domaine Liger-Belair werden mit der gleichen Sorgfalt im Weinberg wie im Keller hergestellt, ganz gleich, ob es sich um eine Dorflage handelt oder einen Grand Cru aus mythischer Lage. Und diese Qualitätsphilosphie ist in jedem einzelnen Wein der Domaine schmeckbar: Ein genialer Produzent als Mittler zwischen seinem großen Terroir und dem Wein! Unmittelbar unterhalb des Clos du Château wachsen die 60 Jahre alten Reben für diesen spektakulären Dorflagenwein, die auf einem etwas tonhaltigeren Boden stehen, weshalb dieser kraftvolle Pinot zu Beginn seines Ausbaus immer etwas kompakter und opulenter wirkt und erst im Laufe der Zeit im neuen Fass immer feiner und aromatischer wird. Schmeckbar hier die Fähigkeit der alten Reben, durch die lehmhaltige obere Schicht des Bodens in die mineralischen Tiefen des darunter liegenden kalkigen Fels vorzudringen und dessen mineralischen Kern mit feinster Präzision in diesen sinnlichen Burgunder umzusetzen! In der Nase sehr komplexe Anklänge an Schattenmorellen, rote Beerenfrüchte, blaue Waldbeeren und betörende Gewürze, fein getragen von einer traumhaften Mineralität. Am Gaumen ungemein dicht und packend, aber gleichzeitig schwebend, filigran, präzise, ungemein fokussiert, transparent. Dazu ein enormer mineralischer Spannungsbogen und eine großartige Säureader, mit Luftzufuhr immer besser werdend und in ein ungemein kraftvolles, zupackendes Finale mündend.
Zu genießen 2010 bis 2028, mindestens.



204306 Comte Liger-Belair, Vosne-Romanée 1er cru „Aux Reignots”, rouge 2006 149,00 Euro
Die mit felsigem Kalkstein durchzogene fabelhafte Premier Cru Lage „Aux Reignots” liegt direkt oberhalb einer der berühmtesten Weinberge der Welt: „La Romanée”. Die Liger-Belair-Parzelle bildet einen Querschnitt durch diese große Lage, indem sie von der Hügelspitze bis zu ihrem Fuß verläuft und erbringt Weine, die als Inkarnation des großen Terroirs von Vosne-Romanée angesehen werden. Kein Wunder, bilden doch 60-80 Jahre alte Reben, die ihre Wurzeln tief in das Kalkgestein getrieben haben, die Grundlage für eine der besten 1er Cru-Lagen des gesamten Burgunds! Dieser geniale Wein explodiert förmlich in der Nase mit seiner fesselnden Mineralität und seinen ungemein betörenden Aromen eines komplexen Beerenspektrums von kaleidoskopartiger Komplexität, mit Noten von exotischen Gewürzen, Schokolade, Mineralien und Vanille. Der Körper ist samtig und voll, lasziv-erotisch und unerhört reich in seiner Aromatik. Eine expressive, geschmeidige Kraft, eine enorme Fülle und sinnliche Opulenz und eine kühle, seidene Tanninstruktur ergeben eine famose Spannung zwischen Wärme und Kühle, zwischen Mineralität und Frucht, die am Gaumen spielt, die grandioses Trinkvergnügen beschert, die Emotionen weckt nach diesem tollen Kalksteinparfum, den feinen Gewürzen und den saftigen Beerenaromen. Die Zunge jubiliert wegen der animierenden, knackigen, saftigen Frische und der seidenen, samtigen Tannine. Und welch Wahnsinnslänge! Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen! Eine Hommage an die Sinnlichkeit, Ausgewogenheit und Mineralität eines beseelten Pinot Noir, der wie keine andere Rotweinrebe als die Inkarnation von Eleganz und Finesse zu gelten hat und die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen ins Glas zaubert.

Aux Reignots

Von Jancis Robinson im Vorjahr mit 18,5/20 Punkten zu den größten Pinot Noirs im Jahrhundertjahrgang 2005 gezählt!
Zu genießen ab 2012, Höhepunkt 2015 bis 2030.



„Die Zukunft der besten Weinberge Burgunds”, bemerkt völlig zu Recht Jancis Robinson „scheint eine Rückkehr zu den lange vergessenen Idealen der Vergangenheit zu sein. Und die REVUE DU VIN DE FRANCE urteilt: „Man kann von einer wirklichen Revolution sprechen...Es gibt nichts wichtigeres in der heutigen französischen Weinwelt als die Erneuerung Burgunds”: Große Winzerpersönlichkeiten wie Louis-Michel Liger-Belair produzieren endlich wieder die absoluten Spitzenqualitäten, die den einzigartigen Ruf, den Mythos des Burgunds, in der ganzen Welt verbreitet haben: Magische Tropfen, die verzaubern, eine Hommage an den Pinot Noir, eine der großen Rebsorten der Welt!


204606 Comte Liger-Belair, Echézeaux Grand Cru, rouge 2006 185,00 Euro

In den größten Burgundern manifestieren sich die Sehnsüchte all jener Weinliebhaber, denen eine hinreißende seidige Fülle, verbunden mit einer außerordentlichen Komplexität und Transparenz der Frucht, als immer währendes Ziel vorschwebt. In diesem emotional bewegenden Grand Cru finden sie diesen Traum verwirklicht! Ungemein komplexe Nase, welch betörender Schwarzbeerensaft, der in seinem jugendlichen Stadium das Geschmacksbild noch dominiert, so sinnlich so ungemein sexy, feinwürzig und zutiefst mineralisch. Am Gaumen die Paradoxien der großen Weine der Welt in sich tragend, einerseits ungemein dicht und packend, aber gleichzeitig schwebend, filigran, transparent. Dazu ein enormer mineralischer Spannungsbogen und eine großartige Säureader, mit Luftzufuhr immer besser werdend und ein überhaupt nicht Enden-wollender-Abgang! Eleganz und Rasse, Harmonie und Tiefe, Präzision und Transparenz, hier finden Pinot-Noir-Liebhaber alles, was ein Burgunderherz sich nur zu wünschen vermag! Welch raffinierte Schönheit, welch Wahnsinnspotential (nur ein anderer Echézeaux wurde von Allen Meadows in 2006 noch ein Pünktchen höher bewertet)!

Für mich bleibt der höchste Ausdruck des Pinot Noir die unvergleichliche Finesse, die in Kraft eingebettet, aber immer mit einer unnachahmlichen Eleganz versehen ist. Es ist nicht so schwierig, einen eleganten oder einen kraftvollen Wein zu machen, aber es ist extrem schwierig, eine Ausgewogenheit zwischen beiden Polen herzustellen. Nur die großen Pinot Noir aus dem Burgund vermögen es meisterlich. Und dieser Grand Cru ist solch ein singuläres Meisterwerk, ganz nahe dem Ideal! Die Rebe als Übersetzer ihres einzigartigen, weltberühmten Terroirs, sinnlicher Genuss in Vollendung. Power without weight.

Zu genießen 2014 bis nach 2030.



204406 Comte Liger-Belair, La Romanée Grand Cru, rouge 2006 Preis auf Anfrage

Wohl die berühmteste Rotweinlage der Welt – und die kleinste Appellation Frankreichs!
Ein Name mit magischem Klang, ein unsterblicher Mythos, den wenige Sterbliche je in ihrem Leben verkosten dürfen. Ursprünglich bildete diese weltbekannte Lage ein Ganzes mit der heutigen Lage Romanée Conti, wurde aber 1760 geteilt, als der Prince de Conti eine Hälfte kaufte (die mit 12% Gefälle steilere und nach Ansicht vieler Kenner die bessere, da dieser höher gelegene Anteil, der zudem in untypischer Nord-Süd-Richtung bepflanzt ist, einen immer größer werdenden Vorteil in heißen Jahren und einen generell besseren Erosionsschutz besitzt!), die dann 1815 in den Besitz der Familie Liger-Belair gelangte. Da die Söhne dieser in Frankreich hoch angesehenen Dynastie häufig in höchsten Staatsämtern tätig waren, wurde über Jahrzehnte dieses großartige Terroir vom Handelshaus Bouchard Père et Fils bearbeitet – zum Leidwesen aller Burgundliebhaber in der gesamten Welt nicht auf dem Niveau, wie es einer der größten Rotweinlagen der Welt geziemt. Nach mehreren Jahren sorgsamster Pflege und Regeneration durch Louis-Michel aber ist dieses Filet-Terroir des Burgunds wieder auf Augenhöhe mit dem legendären Romanée Conti und die Experten diskutieren emsig, wem die Krone denn nun gebühre. Eine akademische Diskussion!

La Romanée Grand Cru
Der Mythos lebt.

Im Glase haben wir jedenfalls den Traum eines Weines, den der „Enkel” Henri Jayers aus diesen kostbaren Parzellen vinifiziert und der überströmt von Eleganz und Rasse. Er zeigt die Paradoxien der größten Weine der Welt, ist zugleich seidig und opulent, unglaublich reichhaltig und fein und betört mit seinem reifen Bukett von Gewürzen und Veilchen und bietet facettenreiche Geschmacksnuancen von glorreicher Fülle und Nachhaltigkeit, einem großen Sinfonieorchester ähnlich, dessen geniale Musiker zu vollkommener Harmonie ihrer Instrumente finden. Bei aller inneren Kraft ein geradezu zärtlicher, ein leiser, traumhaft geschliffener Wein (jaaa, feiner nochmals als der opulentere 05er), der das perfekte Zusammenspiel von Reinheit und Kraft, Finesse und Länge sowie innerer Harmonie, das der Magier der Pinottraube stets in seinen großen Burgundern herauszuarbeiten sucht, traumhaft verkörpert. Nichts ist aufdringlich an diesem fein balancierten, harmonischen Burgunder, der mit seiner abgrundtiefen Mineralität, seinen subtilen Aromen und einer inneren Dichte besticht, die nicht als Wucht oder Fett im Glase kracht, sondern ganz piano zärtlich die Zunge streichelt. Doch Worte müssen stets unzulänglich bleiben bei der Beschreibung solcher Superlative großer Winzerkunst. Vor diesem genialen, leider ungemein raren, mythischen Terroirwein verneigen sich selbst die Winzer an der Côte und weit darüber hinaus in tiefster Ehrfurcht. Solch legendäre Weine werden zuunterst im Keller gehortet und nur zur Krönung ganz besonderer Anlässe hervorgeholt. „Sie bilden die Apotheose von Vosne-Romanée und Vosne-Romanée bildet die Apotheose von Burgund!”, so das dezidierte Urteil von Remington Norman, einem der größten Burgundkenner der Welt.

Zu genießen ist dieser absolute Weltklassewein wohl ab 2012, Höhepunkt 2015 bis nach 2035.

Preis auf Anfrage


Wieder eingetroffen, einer der sensationellsten Weinwerte des Burgunds:

214106 Joseph Voillot, Bourgogne Pinot Noir Vieilles Vignes, rouge 2006 13,90 Euro
Michel Bettane, der große, alte Mann des französischen Weins, urteilt euphorisch: „Seit vielen Jahren macht Jean-Pierre Charlot auf der Domaine Voillot Weine, die zu den feinsten und balanciertesten des Burgunds zählen”!

Joseph Voillot, Bourgogne Pinot Noir Vieilles Vignes, rouge




ITALIEN

Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana

Ein mythischer Name aus einer der magischen Kulturlandschaften der Welt erwacht zu neuem Leben und brilliert mit authentischen Weinen voller Noblesse!

Laue Abende in der Toskana verführen zum Träumen: Bei Vollmond tauchen die Hügel in ein bleiches Märchenlicht und Dörfer, einsame Gehöfte und Zypressen zeichnen sich wie Scherenschnitte in die Nacht. Die Toskana kann man riechen in diesen Nächten: Den schweren Duft des steinigen Bodens, den erdigen Morgendunst ihrer Wälder. Im Frühling das betörende Parfum aus Gärten und Olivenhainen, den wilden Lorbeer und die Süße der Akazienblüten. Den berauschenden Geruch des Herbstes, wenn die Traubenernte begonnen hat. Und schließlich den Wein, die Seele der Toskana. Es ist die süchtig machende Gesamtheit all der betörenden Sinneseindrücke, die Harmonie aller Einzelteilchen, welche den einzigartigen Charakter dieser großen Kulturlandschaft prägen. Gänsehautatmosphäre! Aus dem Herzen der Region, von dort, wo der Rausch und der Siegeszug des modernen italienischen Weins ausging und wo die Sangiovese-Sorte ihre höchsten Triumphe feierte, präsentieren wir heute einen der großen Namen der Toskana:


Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Eine traumhafte toskanische Hügellandschaft
schmiegt sich um die Tenuta di Capezzana

Die kleine, malerische DOCG-Region Carmignano firmiert als eine der ältesten klassifizierten Appellationen der Welt, die schon 1716 als Ursprungsgebiet gesetzlich festgelegt wurde und die ganze 14 Erzeuger umfasst. Malerisch gelegen, inmitten einer traumhaften Hügellandschaft, findet sich hier mit der Tenuta di Capezzana eines der renommiertesten Weingüter Italiens. Die hier erzeugten Weine sind weltberühmte Klassiker der Toskana, sind seit Jahrhunderten ein Garant für Tradition und Zuverlässigkeit im toskanischen Weinbau und werden in jeder seriösen Publikation über italienische Weine hymnisch gefeiert. Aber obwohl in dieser traumhaften, uralten Kulturlandschaft seit über dreitausend Jahren (wie Funde aus der Zeit der Etrusker beweisen) und auf unserem Weingut selbst seit 804 nachweislich Weinbau und Olivenproduktion betrieben wird, wurde selbst diese Kultdomaine in den neunziger Jahren von den qualitativen Erschütterungen im toskanischen Weinbau heimgesucht. Doch aus dieser Krise kehrte die Adelsfamilie Contini Bonacossi (der rührige Altmeister Ugo mit seinen Kindern Filippo, Bernedetta und Beatrice und deren Nichte Serena, die heute das Traditionsgut leiten) Anfang des neuen Jahrtausends gestärkt und in besserer Form denn je zuvor zurück und begeistert seither mit ihren Pretiosen wiederum alle Liebhaber authentischer, handwerklich hergestellter, echter toskanischer Meisterwerke: Juwelen in einem Meer belangloser, langweiliger, stromlinienförmiger Weinchen, die vielerorts die Regale der Supermärkte überschwemmen.


Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Tenuta di Capezzana

Gegen diese Banalität des Geschmacks vinifiziert man auf unserem aristokratischen Landgut unverfälschte Terroirweine, die ihren Ursprung aus einer der dramatischsten Landschaften Europas und ihre autochthonen Rebsorten in jedem Schluck dieser Meisterwerke nachvollziehbar machen. Hinwendung zum biologischen Anbau, hohe Investitionen in Weinberge (Erhöhung der Pflanzdichte!) und Keller. Rückbesinnung auf alte, bewährte Traditionen. Die authentischen, charaktervollen Weine Capezzanas erwecken die DOCG Carmignano zu neuem Leben und einem vorher nicht für möglich gehaltenen Höhenflug! Kein Wunder: Bereits in seinem mittelalterlichen Genießerwerk ‚Bacchus in der Toskana’ schwärmt Francesco Redi von den Böden Capezzanas als „den steinigsten der ohnehin schon steinigen Weinberge der Toskana”. Hier fühlt sich Italiens große autochthone Rebsorte Sangiovese aufgrund des herausragenden Mikroklimas mit den kühlen Nächten pudelwohl. Sie ergibt in den Händen einfühlsamer, visionärer Winzer, denen das Traditionsgut heute gehört, traumhafte Weinoriginale, wie sie natürlicher und ursprünglicher nicht sein können. Dabei wird Tradition nicht als etwas Statisches, Unveränderliches interpretiert, „eher vergleichbar einem Schiff, das seiner Route folgt als mit einem unbeweglichen DenkmaI”, so Ugo Contini Bonacossi. In den großartigen Weinunikaten, die auf der Tenuta di Capezzana vinifiziert werden, spiegelt sich daher, behutsam neu interpretiert, die unverfälschte Seele ihrer toskanischen Heimat!


Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Kathedraleartiger Barriquekeller in den uralten,
unterirdischen Gewölben


645107 Capezzana, Chardonnay, IGT Bianco di Toscana 2007 8,95 Euro
Dieser ungemein leckere, jetzt und in den nächsten beiden Jahren hervorragend mundende Chardonnay ist ein wunderbares Beispiel, wie gut in der Toskana im Idealfalle auch Weißweine schmecken können, wenn sie denn nur handwerklich sorgfältig genug vinifiziert werden: Traumhaft ausgewogen und frisch im noblen Bukett, der Zunge schmeichelt eine cremige Textur mit den typischen Aromen von zarten Haselnüssen und frischen Brioche. Sehr mild in der Säure, dennoch herrlich frisch im Mundgefühl (hier spielt der behutsame Ausbau in hochwertigen Edelstahltanks eine entscheidende Rolle) und mit viel Charakter ausgestattet. Urlaubserinnerungen werden wach und des kundigen Genießers Herz freut sich schon auf seinen nächsten Besuch in südlichen Gefilden, sobald er diesen schmackhaften Begleiter zu köstlicher italienischer Küche im Glase hat.

Capezzana, Chardonnay, IGT Bianco di Toscana


645504 Capezzana, Trebbiano, IGT Bianco di Toscana 2004 21,00 Euro
Einer der ganz großen Weißweinstars Italiens! Eine goldgelb im Glase schimmernde Pretiose mit einer ungemein komplexen, zart holzwürzigen Nase vom feinfühligen Ausbau in französischen Barriques feinster Provenienz, dazu herrliche Anklänge an Zitrusfrüchte, weiße Blüten und Mineralien! Wunderschön „lebhafter, zwischen Fülle und Frische perfekt ausbalancierter Geschmack (Power without weight!), zwei rote Gläser” lobt zu Recht der Gambero Rosso 2008. Ein toskanischer Weißwein „de luxe”, ein Herzblutwein der sympathischen Familie Bonacossi, den in dieser „singulären Qualität zu vinifizieren die größte Herausforderung für unsere Familie darstellt”, wie Serena bei einer gemeinsamen Verkostung in Saarwellingen betont. „Rotweine konnten wir schon immer, aber einen solch komplexen Weißwein der Spitzenklasse aus der so häufig malträtierten Trebbiano-Rebe zu kreieren, der dann auch noch ein beachtliches Alterungspotential entwickeln sollte, ist eine Leistung, auf die wir ganz besonders stolz sind”! Und wir empfehlen dieses höchst eigenständige Solitär all denen unter unseren Kunden, die ihre Liebe zu großen Weißweinen nicht auf Riesling beschränken möchten. Hier finden Sie eine aufregende, höchst spannende Alternative!

Capezzana, Trebbiano, IGT Bianco di Toscana


645007 Capezzana, Vin Ruspo, Rosato di Carmignano (PK) 2007 7,95 Euro
Brandaktuell wird in Eckart Witzigmanns kulinarischem Magazin „apéro” dieser große Rosé begeistert gefeiert. Christina Hilker, mehrfache Sommelière des Jahres, testete für Eckart Witzigmann herausragende Roséweine. Zu ihren sechs Favoriten aus ganz Europa gehört unser Toskaner-Klassiker von der Tenuta Capezzana: „Das Weingut Capezzana liegt in der malerischen DOCG-Region Carmigniano. Sein Renomée gründet sich – wie auch bei den anderen hier vorgestellten Weingütern – nicht allein auf die Rosés, aber auch im Vin Ruspo spiegelt sich der Qualitätsanspruch der Familie Contini Bonacossi wider. Gekeltert wird dieser Rosato aus Sangiovese (80%), Cabernet Sauvignon (10%) und Canaiolo (10%). Er präsentiert sich in Farbe und Aromatik sehr intensiv: dunkle Beeren, süße Kirschen, Salbei, Thymian, Rosmarin, Nelken und Pfeffer in der Nase. Am Gaumen zeigt er eine eher zurückhaltende Frucht, eine feine Gerbstoffnote und einen den Appetit anregenden Nachhall. Serviert bei 9 bis 10 Grad ist dieser Wein der perfekte Begleiter zu Antipasti, Saltimbocca alla romana, Spaghetti mit Pesto oder Provolone mit eingelegten Feigen.” Dieser Muster-Rosé würde auch in Südfrankreich, der Heimat großer Luxus-Rosés, bella figura machen und er besitzt wegen seiner singulären Cremigkeit und Dichte fast schon Rotweincharakter! Daher Trinkvergnügen pur nicht nur für Roséfans und seit Jahren bereits DER Hit in den Fiorentiner Genusstempeln.

Capezzana, Vin Ruspo, Rosato di Carmignano (PK)


645206 Capezzana, Barco Reale, Carmignano DOC rosso 2006 9,95 Euro
Welch fabelhafter Einstiegswein in die magische Welt der großen Rotweine eines der traditionsreichsten Güter nicht nur der Toskana, sondern ganz Italiens. Was für ein ungemein würziger, charaktervoller, unverfälschter Terroirwein aus der autochthonen Rebsorte Sangiovese sowie jeweils 10% Cabernet Sauvignon und Canaiolo! Seine exorbitante Qualität, seine ungemein feine, zartwürzige Frucht, seine fabelhaft weichen, seidenen Tannine schmecken nach weit mehr, als sie kosten und heben ihn meilenweit aus der Masse belangloser Allerweltsweine heraus. Doch lassen Sie mich bitte hierzu angesichts meiner ungezügelten Begeisterung und neben dem begeisterten Urteil Parkers eine weitere neutrale Stimme zitieren: Im WEINGOURMET recherchiert der bekannte Italienspezialist Jens Priewe über „feine Findlinge jenseits der Supertuscans” und notiert: „Viel Geld ausgeben für große Namen – das kann jeder” Und dann präsentiert er seine 50 Tropfen unfassende „Trefferliste mit Weinen, bei denen eines sicher ist: Mensch und Portemonnaie werden angenehm überrascht.” Und in diesen „Insider-Tipps unter 20 Euro” urteilt er begeistert: „Anders als die Meere belangloser Sangiovese-Weine, die aus den Hügeln um Empoli und Pisa kommen, hat diese Cuvée ein Gesicht: ausdrucksvoll, heiter, fein gezeichnet. Für mich der wertigste Wein dieser Preisklasse!”

Und aufgrund der phantastischen klimatischen Bedingungen im Sommer – insbesondere mehrere ganz kleine Regenfälle im Juli und August (optimal zur Wasserversorgung der Reben) bei gleichzeitig moderaten, nicht zu heißen Temperaturen, erbrachten Bilderbuchwetter für die Reben – ist der geniale 2006er Jahrgang auf Capezzana nochmals einen Tick besser ausgefallen ist als der große 2005er! Mehr braucht man zu diesem fabelhaften Toskaner kaum zu sagen: Sein unübertreffliches Preis-Genuss-Verhältnis, zu Recht von Jens Priewe präzise herausgestellt, macht diesen Schmeichler der Sinne zu einem absoluten Muss für alle Italienliebhaber. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein eines weltberühmten Traditionsgutes mit seinem zartherben Nachhall ist wie kaum ein zweiter toskanischer Edelwein Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das in großer handwerklicher Tradition arbeitende Chianti, an die heimische Sangiovese-Traube, an eine verzaubernde Landschaft, an echte Winzer und das unvergleichliche Licht einer einzigartig schönen, heiteren Kulturlandschaft. Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen.

Das findet auch der weltweit wichtigste Weinkritiker, Robert M. Parker: Der Wine Advocate feiert daher in seiner aktuellen Ausgabe 177, die den „wahren Schätzen, großen preiswerten Weinen” gewidmet ist, unseren Klassiker Barco Reale im Überfliegerjahrgang 2006 der Toscana für sein „exzellentes Preis-Genuss-Verhältnis” als eines der „größten Schnäppchen der gesamten Weinwelt”! Zu genießen wegen seiner sagenhaft weichen, cremigen Tannine ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2013.

PS: Bei so vielen Weinen, die zu degustieren ich während meiner ausgedehnten Verkostungsreisen die Mühen und bisweilen große Freude habe, gehört dieses unverfälschte Weinunikat zu den unvergesslichen Erinnerungen, nach deren Genuss man sich stets zurücksehnt, im Bewusstsein, dass eine solch traumhafte, unverfälschte Qualität zu den großen Glücksmomenten zählt. Ein toskanisches Urgestein, das von seiner Stilistik her ähnlich schmeckt, wie Chianti früher einmal schmeckte, nur wesentlich besser als in der vermeintlich guten alten Zeit. Kompromisslos umgesetzte Tradition mit Charisma, Charakter und Authentizität. Toskana ungekünstelt. Wie der Wein – originärer kann man Chianti nicht genießen! Jens Priewe und Robert Parker haben mit ihren Bewertungen voll ins Schwarze getroffen. In Hinblick auf seinen so fairen Preis ist dieser urwüchsige Wein an der Grenze zur Spitzenklasse wahrlich konkurrenzlos. Salute!

Capezzana, Barco Reale, Carmignano DOC rosso


645305 Capezzana, Villa di Capezzana, Carmignano DOCG rosso 2005 19,90 Euro
Seit meiner Jugend zählen die berauschenden Tropfen der zauberhaften Toskana zu meinen persönlichen Herzblutweinen. Und welch ein Glück, wenn man endlich wieder einen dieser raren, aristokratischen Sangiovese-Riserva mit filigranen Fruchttönen und einem schmusigen Finish im Glase hat, der mit allen zwischenzeitlichen Enttäuschungen der Vergangenheit zu versöhnen vermag. „Villa Capezzana” ist der Inbegriff eines Carmignano schlechthin, denn 80% Sangiovese (vermählt mit 20% der Edelrebe Cabernet Sauvignon) von lehmigen Schiefer- und Sandsteinböden ergeben nach über einjährigem Ausbau in großen Eichenholzfässern und nochmals vielmonatiger Flaschenlagerung einen wunderschön authentischen toskanischen Rotwein mit einer faszinierenden Reinheit in seinen Aromen und mit einer bezaubernden, intensiven, feinmaschigen, sehr reifen (!) Frucht von kleinen, saftigen, roten Beeren, Kirschen, violetten Veilchen, zart unterlegt von rauchig-teerigen Noten und Anklängen an Graphit sowie feinste Gewürze. Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen einer zart beerigen Fruchtsüße und dem erdigen Geschmack von kühler mineralischer Würze. Es sind dieser sanfte, leicht erotische Schmelz, die fabelhaft weichen Tannine und die genau richtig dosierte Fruchtsüße mit einer mittlerweile im Chianti nur noch selten anzutreffenden Frische und Delikatesse (infolge so vieler unsäglicher Holzorgien!), die schlichtweg begeistern und welche die enorme Fülle, Dichte und Opulenz des Jahrgangs 2005 auffangen und wunderschön ausbalancieren. Dieser höchst animierende Wein voll innerer Harmonie, eine traumhafte Vermählung zwischen toskanischer Tradition und Moderne, steht in vollem Saft und ist ein chiantischer Samthandschuh. Authentisches, originäres Chianti voll Charakter und Noblesse, wie es nur noch gelegentlich anzutreffen ist. Wohl unschlagbar in seiner Preisklasse im gesamten Chianti-Gebiet!

„Wohl kaum ein anderes Weingut kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken, wie die Villa di Capezzana, ein Besitz den die Familie Contini Bonacossi an die Spitze der Appellation geführt hat”, notiert Burt Anderson in seinem Standardwerk über die „100 besten italienischen Rotweine” bereits über den 1996er Jahrgang dieses berühmten Weins. Dieses fabelhafte Meisterwerk aus dem großen Jahr 2005 demonstriert ausdrücklich die Rückkehr zu alter Klasse und Größe!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2008 bis nach 2014.

Capezzana, Villa di Capezzana, Carmignano DOCG rosso


645403 Capezzana, Ghiaie della Furba, IGT Rosso di Toscana 2003 29,90 Euro
Das Flaggschiff von Capezzana: Ein großer toskanischer Wein aus dem Bilderbuch, ein wahrer Aristokrat, der in seiner Balanciertheit und inneren Harmonie, seiner Echtheit und Noblesse das Epos einer großartigen Landschaft zu erzählen weiß! Ein charaktervoller Rotwein aus dem Herzen einer uralten Kulturregion, ein unverwechselbares Unikat. Die Sehnsucht nach solch ursprünglichen, unverwechselbaren Weinen, bei deren Genuss Erinnerungen wach werden an unvergessliche Tage in einer einzigartigen Hügellandschaft und das pralle Leben in mediterranem Ambiente, lodert im Herzen eines jeden echten Toskanafans. Dieser phantastische Chianti schmeckt wie die Essenz der Toskana, wahrlich ihr pochendes Herz! Zu genießen ab sofort bis 2015.

Capezzana, Ghiaie della Furba, IGT Rosso di Toscana


Wieder eingetroffen:

652106 Saladini Pilastri, Rosso Piceno 2006 4,95 Euro
Er läuft und läuft und läuft und... . Kein Wunder: Unsere Kunden sind genau so begeistert wie wir selbst und auch beispielsweise Parker, der den 2006er in seinem brandaktuellen wine advocate 178 als eines der „größten Schnäppchen der gesamten Weinwelt” feiert! Auch die Wein-Fachzeitschrift „Alles über Wein” verleiht für sein herausragendes Preis-Genussverhältnis eine Goldmedaille und Italiens Weinführer Gambero Rosso schwärmt von der verführerischen Aromatik, der Dichte und Tiefe dieses herausragenden Weins aus biologischem Anbau! Ein phantastischer Alltagswein zu einem unschlagbar günstigen Preis!

Saladini Pilastri, Rosso Piceno


614206 Giacosa, Dolcetto d’Alba di Serralunga, rosso 2006 14,50 Euro
Dieser Dolcetto ist etwas ganz Besonderes. Der „Altmeister” des Barolo, der begnadete Traditionalist Bruno Giacosa, als „Klassiker der Klassiker” hymnisch gefeiert, hat in Serralunga d’Alba gleich neben den besten Barolo-Lagen auch Dolcetto gepflanzt. Einige seiner Kollegen hielten ihn dafür – gelinde gesagt – für ausgeflippt. Doch das Ergebnis spricht für sich und straft alle Kritiker Lügen – ein fabelhafter Dolcetto zu einem unglaublichen Preis-Genuss-Verhältnis! In der verführerischen Nase ein einladender tiefdunkler Duft nach dunklen Früchten, Kirschen und Pflaumen mit einer betörenden floralen Note. Am Gaumen wieder diese verführerische, extraktsüße, schmeichelnde Frucht, ungemein saftig, kräftiger Körper, aber sehr geschmeidig und wunderbar harmonisch balanciert mit lebendigem Frucht-Säure-Spiel, das lange nachklingt. Frucht und Fülle ergänzen sich hier wunderbar zu einem herrlichen Trinkspaß.
Zweifellos einer der besten Dolcetti eines ganz großen piemontesischen Jahrgangs! Zu genießen ab sofort bis 2012, mindestens.

Giacosa, Dolcetto d’Alba di Serralunga, rosso




DEUTSCHLAND

Weingut Ökonomierat Rebholz - Siebeldingen

2007 vinifiziert Hansjörg Rebholz die größten Weine in seiner glanzvollen Winzerlaufbahn: Weltklassegewächse aus der Pfalz aus ökologischem Anbau zu Preisen, die im internationalen Kontext gesehen provozierend günstig sind!

„Für Hansjörg Rebholz ist der Respekt vor der Natur die Quelle all dessen, was einen Wein ausmacht,” (Stuart Pigott).

Weingut Ökonomierat Rebholz
Ein sympathisches Paar: Hansjörg Rebholz
mit seiner Frau Birgit

Die Pfalz scheint vielen Besuchern ein wahres Paradies. Traumhafte Landschaften und ein magisches Lichtspiel bei strahlendem Sonnenschein, das an die zauberhafte Toskana erinnert. Vom Südrand Rheinhessens (bei Worms) bis ins Grenzland zwischen Vogesen und Pfälzerwald, wo das Elsass die Pfalz berührt, zwischen Schweigen im Süden, wo die Grenze zum Elsass auch weinbaulich fließend ist und Bockenheim im Norden, wo der landschaftliche Übergang zu Rheinhessen kaum merklich ist, wachsen Pfirsich-, Mandel- und Zitronenbäume, Oleander, Kiwis, Feigen und vor allem Weinreben mit prallen goldenen oder tiefdunklen Trauben. Auch im Hinblick auf das Potential des Weinbaus bleibt die Pfalz ein Paradies mit Kreszenzen, deren Güte über jeden Zweifel erhaben ist: Die hier gewachsenen Rieslinge, Weißburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer, Muskateller, Rieslaner, Scheureben und Spätburgunder erreichen im Idealfall absolutes Welt-Spitzenniveau, das sie dem besonderen Klima des Oberrheingrabens und der schier unendlichen Vielfalt der Böden verdanken, die jeder Rebe optimale Standortbedingungen bieten.
Und denke ich an großen Pfälzer Wein, schießt mir stets ein Name in den Kopf: Seit 1962 hatte Hans-Günther Schwarz als langjähriger Kellermeister des Weinguts Müller-Catoir „einen völlig neuen Weinstil kreiert, dem die geschmacksintensive Frucht und die harmonische Säure aus vollreifen und gesunden Trauben heilig war. Die Aromatik und Frische der Beere sollte sich förmlich eins zu eins und ohne kellertechnische Korrektur- oder Verschönerungsmaßnahmen im Wein wieder finden. Die weltweit verehrten Weine, die Schwarz bis zum Jahrgang 2001 gefüllt hat, zeichneten sich durch brillante, explosive Frucht ebenso aus wie durch ihren unnachahmlich subtilen und präzisen Geschmack (und ihre Strahlkraft). Es waren die Prototypen des modernen Pfälzer Weins und da Schwarz zahlreiche junge Winzer ausgebildet hat, machte seine Arbeitsweise Schule und sein Stil ist bis heute lebendig geblieben, auch wenn er modifiziert und neuen Bedürfnissen angepasst wurde.

Am eindruckvollsten hat Hansjörg Rebholz vom Weingut Ökonomierat Rebholz in Siebeldingen den Schwarz-Stil weiterentwickelt und praktisch nahtlos in das sich seit Mitte der 1990er-Jahre abzeichnende, im Großen Gewächs mündende Terroir-Konzept überführt, das mehr Wert auf Mineralität und Lagenausdruck legt als auf die Explosion verführerischer Fruchtaromen. Rebholz kombiniert beides; die klare, vollreife Fruchtaromatik und Säure sind bei ihm eine Art Trägerrakete des im Weinberg herausgearbeiteten, im Keller erhaltenen und durch keinerlei Korrekturmaßnahmen geschönten Terroir-Ausdrucks.” Stephan Reinhardt, kompetenter freier Journalist (u.a. FEINSCHMECKER) und einer der Autoren von Stuart Pigotts ebenso lesens- wie diskussionswertem neuen Standardwerk „Wein spricht deutsch”, bringt die jüngere Pfälzer Weingeschichte zutreffend auf den Punkt.

Und in der Tat vinifiziert in Siebeldingen in der Südpfalz einer der visionärsten Winzerpersönlichkeiten Deutschlands – auf steilen Hanglagen und sanften Hügeln – aus Reben besten genetischen Materials traumhafte Weiß- und Rotweine, die seit Jahren zur absoluten Weltspitze zählen. Hansjörg Rebholz, der intellektuelle Vordenker seiner Region, und seine ebenso sympathische wie attraktive Frau Birgit leiten ein traditionsreiches Weingut, „das in der Pfalz seit drei Generationen zu den Pionieren höchster Qualität zählt. Der überaus engagierte Winzer des Jahres 2002 setzte in den ersten Jahren seines Wirkens konsequent fort, was sein Vater und Großvater begonnen haben: die Erzeugung von höchst individuellen, kompromisslos trockenen Weinen, die in der Jugend recht eckig und kantig wirken, sich aber selbst für Kenner des Hauses immer wieder erheblich besser entwickeln, als man anfangs vermuten könnte. Gibt man Ihnen genügend Zeit, so wächst das Trinkvergnügen viele Jahre lang”, schwärmt daher auch zu Recht der Gault Millau 2008.

Weingut Ökonomierat Rebholz
In Barriques edler Provenienz reifen Rebholz’ phantastische Pinot Noir Weine sanft vor sich hin.

Hansjörg Rebholz ist ein sympathischer Charakterkopf! Er macht daher kompromisslos keine vordergründigen Journalisten- und Punkteweine, die in Jungweinverkostungen brillieren sollen; er vinifiziert stattdessen, unverwechselbare Naturweine. „Der Meisterschüler der Pfalz, der erste Lehrling, den der legendäre Hans-Günter Schwarz ausbildete, baut seine Weine derart konsequent trocken und ohne jegliche Manipulation aus, dass sie schon im jugendlichen Stadium beachtliches Potenzial zeigen, doch immer etwas Reife und Entwicklung brauchen, um ihre ganze Größe zu offenbaren” urteilt kenntnisreich und gleich euphorisch der WEINGOURMET.

Doch lassen wir Hansjörg Rebholz, vom Naturell her eher introvertiert, besonnen und nachdenklich, der aber zum ungemein engagierten Diskussionsteilnehmer wird, wenn es um seine Naturweine, allesamt eigene „Persönlichkeiten mit Seele”, geht, seine so sympathische Philosophie der Weinbereitung selbst erklären. „Veränderungen in Weinanbau und Kellertechnik hat es seit meiner Verantwortung für unser Weingut nur gegeben, wenn sie der Philosophie des Hauses nicht widersprachen und wenn sie eindeutige Verbesserungen der Weinqualität ermöglichten. Die Ideen meines Großvaters und Vaters sind so gut, dass man sie nicht verändern sollte – auch wenn wir sie immer wieder hinterfragen und im Lichte technischer Fortschritte neu interpretieren müssen. Als mein Großvater, Ökonomierat Eduard Rebholz, (diesem legendären Pionier der kompromisslos trockenen Qualitätsweine in der Südpfalz, zu Zeiten, als dort noch alle Welt denaturierte, austauschbare, künstlich gesüßte Weine produzierte und schon der Firmenname ‚Naturweingut Rebholz’ eine provokative Kampfansage darstellte, wurde der Titel „Ökonomierat” wegen seiner Verdienste um den Weinbau des Landes ehrenhalber verliehen) sich nach dem Krieg entschloss, den väterlichen Weinbau zu übernehmen, war er schon fast 60 Jahre alt. Er hatte dabei unbeirrbar ein Ziel vor Augen: die jeweilige Individualität eines Weines, die im Terroir begründet liegt, herauszuarbeiten. Was er als „Naturweine” bezeichnete, war schon damals viel mehr als der bis heute bei uns übliche Verzicht auf Anreicherung (Chaptalisierung und Konzentrierung) und ‚künstliche Süßung’ der Weine. Seine Idee baute auf der liebevollen Pflege der Reben im Weinberg und einer extrem selektiven und riskant späten Lese physiologisch auf den Punkt gereifter Trauben auf. Denn nach dem Vegetationsabschluss der Rebe werden alle Inhaltsstoffe (Mineralstoffe), welche die Rebe dann nicht mehr zum Funktionieren des Saftstroms braucht, eingelagert. Diese Vollreife von Trauben lässt sich eben nicht nur in Öchsle messen, wie man im Weingesetz von 1971 irrig meinte (und dies war einer der großen Fehler so manchen Winzers in 2007, die zu früh ernteten, als der Zuckergehalt der Träubchen bereits hoch, die physiologische Reife aber noch nicht erreicht war!), sie ist auch analytisch nicht zu definieren. Aber der völlig verschiedene Geschmack von Weinen aus dem gleichen Weinberg, die jeweils zu einem früheren und späteren Zeitpunkt gelesen sind, zeigt diese Unterschiede deutlich auf. Die Art, wie die Säure in die später gelesenen Weine eingebunden ist sowie deren deutlich größere Komplexität und Langlebigkeit, lassen uns Jahr um Jahr dieses große Leserisiko wieder eingehen, um die Weine in ihrer einzigartigen, Individualität zu belassen und konsequent auf lange Lebensdauer anzulegen.”

Und in der Tat: So faszinierend Rebholz’ höchst individuelle rote und weiße Prädikatsweine schon in der Jugend munden, so profitieren sie tatsächlich enorm von einer gewissen Zeit der Flaschenreife, bis sie ihr komplexes Geruchs- und Geschmacksprofil optimal entfalten und eine ihr eigene Dimension von Finesse und Schliff entwickeln, die des geliebten Großvaters Weine noch nicht enthielten, die vielmehr die Folge der subtilen Weiterentwicklungen in Keller und Weinberg sind, die Hansjörg im Laufe der Jahre kreiert hat. Und daher gehören seine Pretiosen zu den größten Weinunikaten der Welt, von originärem Charakter (wie die Persönlichkeit, die sie geschaffen hat!), singulärer Ursprünglichkeit und infolge ihrer so unterschiedlichen Böden mit einem Terroir-Charakter versehen, der Maßstab und Vorbild gleichermaßen wird für die gesamte deutsche Weinkultur – meilenweit von so vielen durchaus leckeren, aber auch belanglosen Pfälzer ‚Schmusekätzchen’ entfernt, die heute in Mode sind. Der Ausbau im Keller verläuft unter optimalen Bedingungen so schonend wie möglich, die Neuanschaffung einer Vielzahl auch kleinster Edelstahlbehälter für einen extrem differenzierten Ausbau der einzelnen Parzellen hat nochmals einen qualitativen Schub gegeben. Und so sind diese genialen Naturprodukte Referenzweine der Pfalz, welche die Sinfonie ihrer großen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat von Hansjörg Rebholz in einer glockenklaren, mineralischen, zutiefst emotional berührenden Melodie erklingen lassen. Kategorie persönliche Lieblingstropfen, die „in jedem Jahrgang seit 1998 zu den feinsten und allerbesten gehören, die in Deutschland erzeugt wurden und die unsere Hochachtung verdienen” (Gault Millau) und sich somit ihren Platz im Olymp der weltbesten Weine erobert haben!

Weingut Ökonomierat Rebholz

Gut gebrüllt, G.M.. Denn Hansjörg Rebholz schafft es jahraus, jahrein eine vibrierende Selektion „wahrhaft erregender Weine” zu vinifizieren, wie Hugh Johnson und Jancis Robinson sie einst tauften. Diese große, intellektuelle Winzerpersönlichkeit mit Visionen, in deren wachem Geist die Ideen des Großvaters lebendig bleiben und behutsam weiter entwickelt werden, hat beseelte Weine geschaffen: Diese originären, unverfälschten Charakterweine stehen in der glanzvollen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und lösen Emotionen aus, können gar als Archetypus gelten der grandiosen Weine des stolzen Weinanbaugebietes der Pfalz. Und in 2007 konnte Hansjörg kerngesunde, bei niedrigen Nachttemperaturen langsam ausgereifte Träubchen ernten – Es war ein goldener Oktober mit einem Bilderbuchwetter wie nie zuvor, so dass auf dem Weingut Rebholz die dramatischsten Gewächse („mit einer traumhaften, ungemein trinkanimierenden Saftigkeit und salzigen Mineralität”, Rebholz) in einer an glanzvollen Höhepunkten so überaus reichen Geschichte vinifiziert werden konnten! Meine ganz besondere Empfehlung, Kategorie persönliche Lieblingsweine!


971207 Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Kabinett trocken 2007 10,90 Euro

Dieser fabelhafte Kabinett stammt aus der berühmten Pfälzer Spitzen-Lage ‚Im Sonnenschein’ wo auf 4,5 Hektar uralte wurzelechte Reben wachsen, die diesen legendären Riesling gebieren. In der Nase eine enorm eindringliche Frucht: Welch rassiger, mineralischer und feinwürziger Duft nach Weinbergspfirsichen, Aprikosen und Honigmelone, zart unterlegt mit Nuancen feinster Kräuterwürze! Im Mund eine glasklare, feinsaftige, sehr reife und dennoch herrlich schlank daherkommende Frucht, stahlig und strahlend, straff gewirkt, komplex und filigran. Knackig-frische Säure, faszinierendes mineralisches Rückgrat. Noch sehr jugendlich am Gaumen, mit einer extrem feingliedrigen, fokussierten Stilistik, daher meilenweit von den fülligen, opulenten Pfälzer Schmusekätzchen entfernt, mit einem reintönigen, lang anhaltenden, wiederum zutiefst mineralischen Nachhall: Ein wunderschöner, glockenklarer Riesling, der das große Terroir des ‚Sonnenscheins’ geradezu eins zu eins in die Flasche übersetzt. Und für mich persönlich ist dieser Referenzriesling der schönste trockene Kabinett der Pfalz im Jahrhundertjahrgang 2007. Phantastisch günstiger Preis und meine besondere Empfehlung! Ein „fröhlich-optimistischer” Riesling mit moderatem Alkoholgehalt, der spielerisch leicht und beschwingt die Zunge liebkost.

Zu genießen ab sofort bis 2010.

Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Kabinett trocken


970307 Rebholz, Weißer Burgunder Kabinett trocken 2007 9,50 Euro

Dieser inspirierende, kompromisslos trockene, animierend frische, höchst anregende Weißburgunder aus dem „Sonnenschein” fasziniert in der Nase durch seine terroirgeprägte Individualität und sein faszinierendes Aromenspiel: Mandel, Butter, Apfel, Birne, Haselnüsse und eine wunderbare Raucharomatik, die sich aus dem traumhaften Zusammenspiel von Rebe und dem Muschelkalkböden ergibt. Was für ein Unterschied zu vielen belanglosen Modeweinchen mit aufgesetzter Restsüße! Ein leckerer knackig-mineralischer Terrassenwein mit gerade einmal 12% Alkohol und unter 3 g Restzucker, der immer wieder Lust macht auf das nächste Glas („Trinkt sich leicht wie Wasser, nur viel schöner”, Christina Hilker, Sommelier des Jahres 2005), aber auch ein fabelhafter Essensbegleiter, der eindrucksvoll belegt, dass gerade die Burgundersorten eine der großen Stärken der Südpfalz sind. Die Rebsorte Weißburgunder schwingt sich unter den Händen des begnadeten Magiers Rebholz zu ungeahnten Höhenflügen empor und wird damit zu einer echten Alternative auch für Rieslingfreaks!

Bereits dieser herrliche Kabinett demonstriert ausdrücklich, dass im Bereich der Weißburgunder niemand in Deutschland bessere Weine machen kann als Hansjörg Rebholz. Bravo!

Zu genießen ab sofort bis 2009.

Rebholz, Weißer Burgunder Kabinett trocken


973207 Rebholz, Muskateller Kabinett trocken 2007 11,90 Euro
Auch noch so betörende Weine dieser hocharomatischen Rebsorte haben in Deutschland merkwürdigerweise nur wenig Anhänger. Trocken ausgebaut, kann er allerdings zu einem der verführerischsten und leichtfüßigsten Weißweine überhaupt zählen. Und was hat Hansjörg Rebholz hier wieder ein Meisterstück komponiert: Ein traumhafter Apéritif- und Zechwein, ungemein duftig, ein pikant-würziges Bukett von knackig grünen Trauben und Cassis, dazu blättrige Aromen und Muskatassoziationen. Wirkt herrlich kühl und mineralisch. Am Gaumen kompakt strukturiert, feinrassig und bissig, angenehm leicht, dabei ausdrucksvoll. Sehr präzise mit betörenden Aromen von Muskattrauben, Orangenzesten und Pfirsich, dezent unterlegt von exotischen Aromen, Zitronengras, Weihrauch, frischen Kräutern, weißen Blüten und Rosen.
Einer der schönsten Sommerweine des Jahres mit einem betörenden Pfauenrad an süchtig machenden Aromen!



973707 Rebholz, Sauvignon blanc Kabinett trocken 2007 13,90 Euro

Was für ein grandioser Rivale des wunderschönen Muskatellers um die Krone des Sommerweins im Jahrhundertjahrgang 2007. Welch traumhaft expressiver Duft nach Feuerstein, Cassis, Stachelbeere, Melonenschale, Kräutern, Holunder, Grapefruit und feinen mineralischen Noten, den Insignien großer Terroirs, die nach längerer Öffnung im Glase immer präsenter werden. Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen einer zart beerigen Frucht und dem erdigen Geschmack von kühler mineralischer Würze. Welch lebhafte, pulsierende, delikate Komposition! Die Säure am Gaumen ist weich, reif und äußerst anregend und bestens in die großartige Frucht integriert; saftig, weich und komplex gleitet dieser große, noble, knochentrockene (nur 3,5 g Restzucker) Sauvignon Blanc über die Zunge, eine eindrückliche Referenz für die großartigen Spitzenweine der Pfalz, die den so vielen unsäglichen Billig-Weinchen aus dieser oftmals so malträtierten Rebsorte die Originalität großer authentischer Lagen entgegensetzen. Trinkspaß pur, sowohl solo wie auch als hervorragender Essensbegleiter zu vielen Gerichten – Und mit gerade einmal 11,5 Volumenprozent Alkohol geradezu die Verkörperung der Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden!

Rebholz, Sauvignon blanc Kabinett trocken


Ein Wahlspruch von Hansjörg Rebholz lautet: Keine Kompromisse! Ein anderer: Die jeweilige Individualität eines Weines, die im unterschiedlichen Terroir begründet liegt, muss den Charakter meiner Geschöpfe prägen. Und gemäß dieser Maxime begeistern unsere drei heute präsentierten Spätlesen durch ihre jeweilig einzigartige, unverwechselbare Handschrift: Jeder Wein zeugt unverkennbar von seiner Herkunft, gibt nuancenreich und voll komplexer, betörender Aromen seinen einmaligen Standort preis. Allen Liebhabern großer deutscher Terroirweine, aber auch Rieslingnovizen, die anfangen wollen zu verstehen, was Terroir überhaupt ist und wie ungemein unterschiedlich große Weine schmecken können, die alle mit der gleichen Sorgfalt und im exakt gleichen Stil von der Hand des gleichen sensiblen Winzermagiers vinifiziert werden, aber von unterschiedlichen Böden stammen, kann ich diese traumhaften Spätlesen nur eindringlich ans Herz legen! Alle drei begeistern durch ihre extreme Qualität, die auf Spätleseniveau bei all meinen Verkostungen des Jahrgangs 2007 in der Pfalz nicht übertroffen werden konnte. Rebholz beweist dabei, dass die mineralische Tiefe seiner Weine keineswegs auf Kosten der Eleganz geht. Im Gegenteil! Aber in der Stilistik trennen alle Rieslinge Welten:


970207 Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Spätlese trocken 2007 15,50 Euro

Die fein ziselierte Spätlese „vom Buntsandstein” brilliert mit all den Qualitäten, die schon der Kabinettwein aufweist, zeigt aber am Gaumen deutlich mehr Schmelz, ist cremiger und besitzt eine phantastische Mineralität.

Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Spätlese trocken


970007 Rebholz, Riesling „vom Rotliegenden” Spätlese trocken 2007 16,90 Euro

Die Spätlese „vom Rotliegenden” stammt aus dem Kastanienbusch (Nomen est Omen – hier dominiert rötlicher Schiefer), präsentiert sich farbintensiver, die Aromen mehr von roten Beeren und Cassis (auch Weinbergspfirsich) und einem Strauß frischer Kräuter wie Thymian, Majoran und Minze geprägt und im Mund mit einem Wahnsinnszug über die gesamte Zunge gesegnet: Vorne auf der Zungenspitze eine traumhaft reife Säure, die hinten heraus nochmals als rassige, lang anhaltende Schiefersäure brilliert.


Weingut Ökonomierat Rebholz
Nomen est Omen


Rebholz, Riesling „vom Rotliegenden” Spätlese trocken


973607 Rebholz, Riesling „vom Muschelkalk” Spätlese trocken 2007 19,90 Euro

Und die Spätlese „vom Muschelkalk”, deren kleinbeerige Träubchen von über 60 Jahre alten edlen Rieslingreben stammen, schmeckt naturgemäß, da Kalk im Untergrund statt Buntsandstein oder Schiefer, wiederum ganz anders: Kraft und Pfälzer Fülle paaren sich mit einer salzigen Mineralität zu einem hedonistischen Hochgenuss mit einer cremig-seidenen Mundtextur. Großes Kino!




Zweifellos: Hansjörg Rebholz verbleibt unbeirrbar auf seinem Weg, den ihm die Familientradition seit drei Generationen mit auf den Weg gegeben hat. Er vinifiziert traumhafte Terroirweine aus biologischem Anbau und vorige drei Referenz-Spätlesen sind aufregend wie das pochende Herz der Pfalz – Sie sind wahrlich die Essenz ihrer so unterschiedlichen, traumhaften Lagen! Unbedingt probieren! Genau wie unsere vierte heute präsentierte Spätlese, ein Weißburgunder der absoluten deutschen Spitzenklasse:

973907 Rebholz, Weißer Burgunder Spätlese trocken 2007 15,50 Euro

Dieser inspirierende, kompromisslos trockene und animierend frische Weißburgunder aus dem ‚Sonnenschein’ fasziniert in der Nase durch seine terroirgeprägte Individualität und sein faszinierendes, schier unglaublich komplexes Aromenspiel: Aprikose, Buttercreme, Haselnüsse und eine wunderbare Raucharomatik, die sich nur aus dem traumhaften Zusammenspiel von Rebe und dem Muschelkalkböden ergibt, denn dieser verführerische Wein hat kein Holz gesehen! Am Gaumen dichter, cremiger und fülliger als der sehnigere Jahrgangsvorgänger, dabei jedoch auch von verspielter, eleganter Stilistik, angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, lang anhaltend. Dies ist ein wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, fülliger und dennoch hocheleganter und zutiefst mineralischer Weißburgunder auf einem Niveau, dass invielen anderen Betrieben als wesentlich teureres Große Gewächs vermarktet würde! Ein ungemein komplexer Begleiter edler Essensgänge, der Trinkfreude pur überschwänglich verströmt und liebevoll Lust macht auf das nächste betörende Glas!

Rebholz, Weißer Burgunder Spätlese trocken


970607 Rebholz, Im Sonnenschein Riesling Großes Gewächs 2007 31,50 Euro

Welch ein phantastischer trockener Weltklasse-Riesling aus extrem später Lese, welch ein heute noch völlig unentwickeltes Rieslingbaby, wohl der Antipode eines füllig-opulenten Pfälzer Schmusekätzchens, von enormer puristischer Klarheit, laserstrahlartiger Präzision und abgrundtiefer Mineralität. Im komplexen rauchig-mineralischen Duft Anklänge an edle Zitrusfrüchte, Weinbergspfirsich, zarte Röstaromen, Cassis und immer wieder Mineralität! Am Gaumen: „Power without weight” – Unendliche Kraft und Dichte vermählen sich mit einer moselanischen Leichtigkeit, einfach grandios die Ingredienzien, überwältigend, schlicht ein Riesling, der sprachlos werden lässt. Assoziationen bilden sich, Erinnerungen werden wach, ich träume mit offenen Augen und vernehme Gerüche nach heißen Steinen an einem Sommertag, nachdem es geregnet hat: der Dampf steigt auf ... Unglaublich langer Nachhall durch Mineralität und eine traumhaft reife Säure, wie ein Weißwein ihn ganz selten besitzt, ein sehniger Marathonläufer, der gewaltig kommen wird auf Dauer, nach Jahren etwas kuscheliger wird, aber nicht fett, immer von der Mineralität geprägt, großen weißen Burgundern nicht unähnlich. Welch intellektueller Riesling zur Meditation, aber auch so animierend im Trunk, DER mineralreichste Sonnenschein in der Geschichte des traditionsreichen Gutes. Kategorie absoluter Lieblingswein! Wie schon der charismatische Großvater von Hansjörg Rebholz („Der Sonnenschein ist immer die Liebe auf den zweiten Schluck”) haben viele Rieslingliebhaber auf der ganzen Welt eine enge innere Affinität zum Sonnenschein, der zwar in seiner Jugend eine den Kenner fordernde, ,intellektuelle’ Stilistik besitzt, der erobert werden will, der aber über ein phänomenales Entwicklungspotential verfügt und im ausgereiften Zustand zu den größten Rieslingmonumenten der Welt gehört.

Weingut Ökonomierat Rebholz
Typische Bodenformation in der Großen Lage „Im Sonnenschein”

Die legendäre Lage „Im Sonnenschein”, eine der absoluten Renommierlagen der Pfalz, gebiert unter den Händen des leidenschaftlichen Perfektionisten Hansjörg Rebholz einen der faszinierendsten deutschen Rieslinge – stilistisch das völlige Gegenteil von Pfälzer Kuscheligkeit. Der feste Kern dieses extremen Langstreckenläufers sprüht nur so vor abgrundtiefer Mineralität, die den gesamten Mundraum kohärent durchzieht! „Rebholz kombiniert eine klare vollreife Fruchtaromatik und Säure, die eine Art Trägerrakete des im Weinberg herausgearbeiteten, im Keller erhaltenen und durch keinerlei Korrekturmaßnahmen geschönten Terroir-Ausdrucks sind”, kommentiert Stuart Pigott in seinem neuen, profunden Standardwerk „Wein spricht deutsch” die Stilistik der phänomenalen Weine unseres Pfälzer Weltklassewinzers. Der grandiose Riesling ‚Im Sonnenschein’ fliegt mit diesem Anschub in die Unendlichkeit des Weinuniversums, um in wenigen Jahren als leuchtender Fixstern zu den großen Legenden deutscher Winzerkunst gezählt zu werden. Ein Meisterwerk nahe dem Ideal mit dem Potential für mehr als zwei Jahrzehnte!



9706107 Rebholz, Im Sonnenschein Riesling Großes Gewächs, Magnum 2007 1,5 l 67,00 Euro



970707 Rebholz, Kastanienbusch Riesling Großes Gewächs 2007 33,50 Euro

Der große Rivale des Sonnenschein und von gänzlich anderer Stilistik:
Aus einer spektakulär schönen Steillage südlicher Exposition (mehr als 300 hoch gelegen) mit einem herrlichen Ausblick über den Talkessel auf den Pfälzer Wald, einer jener raren Orte, die auf feinfühlige Menschen einen magischen Zauber verströmen, kommt einer der legendären Spitzenrieslinge Deutschlands. Die roten Schieferböden, die es in der gesamten Pfalz nur hier im Kastanienbusch gibt, prägen diesen majestätischen, tief mineralischen Riesling, der so anders schmeckt als die großen Rieslinge von der Nahe, dem Rheingau oder Rheinhessen, aber auch sehr verschieden von allen anderen Pfälzer Weinen. Denn hier kommt stilbildend der einzigartige Boden ins Spiel, der rote Schiefer, der diesem grandiosen Riesling neben der Pfälzer Fülle, Dichte und Konzentration eine Finesse und Mineralität verleiht, die jeden Liebhaber begeistert, der diesen fabelhaft schönen Wein jemals genießen darf. Ungemein betörend, dicht und sehr mineralisch in der Nase, mit höchst komplexen Aromen von reifen gelben Äpfeln, Pfirsich, Quittengelee und Aprikosenkompott, unterlegt von einer Note, die an karamellisierten Rhabarber erinnert, aber auch rauchigen, zartherben, kräuterwürzigen Anklängen an Speck und hellen Tabak. Extrem packend im Mund, großartige mineralische Würze, dazu eine sehr saftige, präsente, herrlich reife Säure, überaus konzentrierte Struktur sowie eine vibrierend vitale, finessenreiche Textur und ein grandioses, sehr langes, ungemein rassiges Finale voller feinfruchtiger Eleganz und Mineralität! Ein traumhafter Riesling, eine Inkarnation flüssig gewordener Mineralien aus tiefen geologischen Schichten, eine Hommage an eines der ganz großen Weißwein-Terroirs der Welt!

„Einer der großartigsten trockenen Weißweine auf dem Planeten Wein: feinblumig und zartwürzig im Duft. Den Gaumen durchzieht dieser überaus subtile Wein mit edler Rieslingfrucht, feiner Mineralität und delikatem Säurespiel und hinterlässt die Erinnerung an einen einzigartigen, vielschichtigen Riesling von schwereloser Eleganz”, so die Hymne von Stuart Pigott an dieses zutiefst emotional berührende Weinmonument! Der Kastanienbusch gehört für meinen persönlichen Geschmack schlicht zu den fünf besten Großen Gewächsen Deutschlands im Fabeljahrgang 2007 – Weltklasse pur!

PS: Deutschlands Spätlesen und Große Gewächse sind zweifellos weltweit betrachtet die größten Schnäppchen der Neuzeit mit dem besten Preis-Genuss-Verhältnis aller Weltklasseweine. Zudem besitzen sie einen Vorteil, den Ihnen kein anderer großer Wein der Welt streitig machen kann: Sie schmecken bereits in ihrer frühesten Jugend großartig, da kein neues Holz ihre traumhaft komplexe Frucht und ihre tiefe mineralische Spur überlagert und haben ein Entwicklungspotential von 20 Jahren und mehr – eine unermesslich spannende Zeit, in der sie sich wie ein Kind über die Jugendzeit zum reifen Erwachsenen entwickeln und uns in den unterschiedlichen Stadien ihrer Werdung mit immer neuen Facetten ihres unermesslich vielschichtigen Charakters überraschen und begeistern!
Zu genießen ab Frühjahr 2009, Höhepunkt 2012 bis nach 2030.



9707107 Rebholz, Kastanienbusch Riesling Großes Gewächs, Magnum 2007 1,5 l 72,00 Euro



970407 Rebholz, Albersweiler Latt Gewürztraminer Auslese 2007 29,00 Euro

Einen großartigen Gewürztraminer aus Rebholz’ Fabeljahrgang 2007 können wir Ihnen heute anbieten, den Sie getrost in Blindproben mit den besten Pendants aus aller Welt stellen können. Diese völlig unangesagte Rebsorte des germanischen Nordens hat es verdient, wieder ins kollektive Weingedächtnis der Liebhaber erlesener Tropfen aufgenommen zu werden.
Eine herrliche Demonstration der These des Gault Millau, dass „Rebholz’ Spezialitäten wie Gewürztraminer oder Muskateller mit ihrer Frische und Individualität Jahr für Jahr aufs Neue beeindrucken”!
Gänsehautwein, zu genießen ab sofort bis 2020.



975004 Rebholz, „R” Pi No° „Gold” brut 2004 23,90 Euro

„Bester deutscher Winzersekt”, Gault Millau 2008

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts genoss deutscher Riesling-Sekt weltweite Anerkennung und war, analog den großen Rieslingen, oftmals teurer selbst als renommierte Champagner. Dann jedoch folgte eine lange währende Depression, in der industrielle Massenerzeuger viele kleine, handwerklich arbeitende Sektkellereien vom Markt verdrängten. Doch seitdem Deutschlands Winzerelite beginnt, sich verstärkt um Sektausbau zu kümmern, ist eine erfreuliche Entwicklung zu höchst individuellen Schaumweinen mit best möglicher Qualität zu erkennen: Traditionelle Flaschengärung ist dabei ebenso selbstverständlich wie ein langes Hefelager. Und welche Finesse und Rasse, welch feines Perlenspiel, welch ausdrucksvolles Bouquet kennzeichnen diesen traumhaft schönen Winzersekt, der bei aller cremigen Textur schwerelos auf der Zunge tänzelt und alle Attribute eines Grand Cru in sich vereint: Cremigkeit, Feinheit, Leichtigkeit, Ausgewogenheit und Bekömmlichkeit. Ein sinnlich-verführerischer Festtagswein mit feinstem Perlenspiel, der vom Gault Millau 2008 als bester deutscher Winzersekt gefeiert wird: „Pikanter Duft von gepfefferten Erdbeeren, betörende Limettenfrucht, exzellente Perlage, ein brut Prestige mit Grandezza”. Bei solch fabelhafter Qualität aus deutschen Winzerkellern gibt es wahrlich keinen Grund mehr, dass sich Weinliebhaber mit überteuerten Massenchampagnern aus dem Supermarkt quälen: Charaktervolle Pfälzer Ursprünglichkeit, von Meisterhand sensibel vinifiziert, statt austauschbarer Industrieproduktion!

Werte Kunden, ich gebe Ihnen mein Wort: Gegen diesen Weltklassesekt haben viele wesentlich teurere Prestigechampagner nicht mal die Spur einer Chance!

Rebholz, „R” Pi No° „Gold” brut



Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann