Saarwellingen, im August 2008

PINwand Nº 152


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

Sébastien Vincenti von der malerisch am Fuße des Mont Ventoux gelegenen Domaine de Fondrèche vinifiziert Schnäppchenqualitäten, wie man sie ganz selten in der gesamten Weinwelt finden kann – mit sensationell hohen Parkerbewertungen: „This is a source of sensational wines that still sell for incredibly fair prices”!

Zudem präsentieren wir Ihnen heute u.a. die aktuellen Jahrgänge von Rainer Schnaitmann, „Aufsteiger des Jahres”, Gault Millau, Helmut Dönnhoff, Deutschlands Winzerikone von der Nahe, Potinet-Ampeau, DER Geheimtipp aus dem Burgund, Bernhard Ott, „Österreichs Winzer des Jahres”, (Falstaff) und der Legende aus dem Piemont, Bruno Giacosa.

News:
Das kenntnisreiche norwegische „vinforum” hat brandaktuell eine Verkostung deutscher Spitzenrieslinge vorgenommen, mit einem sensationellen Ergebnis: Unser Freund Josi Leitz aus dem Rheingau belegt mit seinen traumhaften Weinen in 2007 die Plätze 1, 2, 4 und 7! Herzlichen Glückwunsch Josi für diesen großartigen Erfolg im vinforum-Tasting:

Platz 1:
960407 Leitz, Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels Riesling Alte Reben trocken 2007 29,50 Euro
Finesse trifft feinste Frucht. Kategorie Lieblingsriesling! Eine der großen mythischen Rieslinglagen Deutschlands von einem legendären Terroir, ganz hoch oben an der Spitze des majestätisch über dem Rheintal thronenden Schlossberges gelegen.

Leitz, Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels Riesling Alte Reben trocken


Weingut Josef Leitz
Josi Leitz (rechts) und Tino Seiwert beim Fachsimpeln hoch über dem Schlossberg

Platz 2:
961107 Leitz, Rüdesheimer Schlossberg Alte Reben Riesling 2007 29,50 Euro
Auch Jancis Robinson vergibt diesem fabelhaften mineralisch-rassigen Terroirwein 18/20 Punkten!

Leitz, Rüdesheimer Schlossberg Alte Reben Riesling


Weingut Josef Leitz
Aus dieser weltberühmten Lage stammen die burgundisch inspirierten
Weine des „Rottlands”

960307 Leitz, Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben Riesling trocken 2007 29,50 Euro
Nicht angestellt zum vinforum-tasting brilliert auch in 2007 wieder Josis im burgundisch-cremigen Stil (dies der große Unterschied zu allen anderen Rieslingen aus dem Hause Leitz) ausgebaute Berg Rottland, der – spätestens seit er vom Gault Millau drei Jahrgänge hintereinander mit der zweithöchsten Punktzahl aller trockenen Rieslinge Deutschlands geadelt wurde – Kultstatus bei unseren Kunden besitzt! Der puristische, feingliedrige ‚Kaisersteinfels’, ihm stilistisch sehr nahe der mineralisch-aristokratische ,Schlossberg’ und auf der anderen Seite der burgundisch inspirierte majestätische ‚Rottland’ verkörpern in ihrer völlig unterschiedlichen Stilistik die 2 Pole höchster Rheingauer Winzerkunst. Alle drei tragen jedoch unverkennbar die Insignien der Meisterhand in sich, die diese flüssigen Kunstwerke geschaffen hat.

Leitz, Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben Riesling trocken


Platz 4:
960007 Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (DV) 2007 11,80 Euro
Unser Klassiker aus dem Hause Leitz: Nie war er so gut wie heute!

Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (DV)


Weingut Josef Leitz
Blick über den Schlossberg zum majestätisch dahin gleitenden Rhein

Platz 7:
962207 Leitz, „Eins, Zwei, dry” Rheingau Riesling trocken 2007 7,80 Euro
Dieser rassig-knackige Einstiegswein mit seinem hintergründigen Wortspiel wird auch von Robert Parker, bzw. seinem für deutsche Weine zuständigen Co-Autor David Schildknecht, enthusiastisch gelobt: „delicious value”!



Unsere ganz besonderen Empfehlungen vom Weingut Leitz in diesem Jahrgang der Superlative mit sensationellem Preis-Genuss-Verhältnis:

962007 Leitz, Rüdesheimer Riesling Spätlese trocken (DV) 2007 9,50 Euro

Leitz, Rüdesheimer Riesling Spätlese trocken (DV)


Weingut Josef Leitz
Blick auf die großartige Lage des „Rosenecks”

960607 Leitz, Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling Spätlese 2007 21,90 Euro
Mit seinem Siegerwein aus 2003 und dem 2. Platz in 2004 (Gault Millau) demonstriert unser sympathischer Rheingauer seine Ausnahmestellung auch in dieser genuin deutschen Kategorie. Die phantastische fruchtsüße 2007er Spätlese gehört wiederum zu den Kandidaten für die beste Spätlese Deutschlands! Weltklasse pur, dieser geniale Stoff mit seinem tänzerisch moselanischen Stil hat das Zeug zur Legende!

Leitz, Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling Spätlese



Deutschland 2007: Ein Sommermärchen!

„Und dies letzt, wem soll ich’s bringen
In dem Wein?
Süßestes von allen Dingen,
Dir, oh Freiheit, will ich’s bringen
In dem Wein.”

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben,
Verfasser des Deutschlandlieds

Sie wissen es bereits längst, werte Kunden: 2007 ist in Deutschland POTENTIELL ein Fabeljahrgang, der aufgrund seiner einzigartig langen Vegetationsperiode – aufgrund der frühesten Blüte aller Zeiten – den Winzern in einem wunderschönen Altweibersommer alle Möglichkeiten bot, extrem langsam gereifte Träubchen mit einem traumhaften Extrakt zu ernten und die größten Weine zu vinifizieren, die es je in deutschen Landen gab. Doch Vorsicht, auch in 2007 ist längst nicht alles Gold, was glänzt, da allzu viele Winzer das noch nie dagewesene Geschenk der Natur nicht zu nutzen wussten! Die beiden schlimmsten Fehler: Viele Winzer ernteten zu große Mengen (nach ihrem Trauma 2006 mit den extrem niedrigen Erträgen) und schlicht viel zu früh. Sie glaubten, dass der um drei Wochen vorverlegte Blütebeginn eine sichere Ernte bereits Ende August(!) und Anfang September erlauben würde. Denn der Zuckergehalt der Trauben war bereits auf hohem Niveau; was viele Winzer aber nicht erkannten, war, dass die Säurewerte noch zu hoch lagen und die physiologische Reife infolge der langsamen Ausreifung der Trauben während des Sommers noch längst nicht eingetreten war. Das erklärt die viel zu vielen sauren, aromatisch unreifen Weine des Jahrgangs, die heute Gaumen und Magen des Verkosters traktieren. So bot zwar 2007 aufgrund seiner einzigartig langen Vegetationsperiode allen Winzern in einem wunderschönen Altweibersommer im wahrlich Goldenen Oktober alle Möglichkeiten, extrem langsam gereifte Träubchen mit einem singulären Extrakt in einer stressfreien, wochenlangen optimalen Traumwetter-Periode zu ernten und die größten Weine zu vinifizieren, die es je in deutschen Landen gab. Doch nur unsere Besten haben so lange gewartet und diese historisch bisher einmalige Chance genutzt, was wiederum demonstriert, dass pauschalisierende Beurteilungen von Jahrgängen – in potentiell eher schwierigen wie in so genannten großen – ihren Sinn weitgehend verloren haben! Große Winzer machen aufgrund ihres Könnens und Wissens (fast) immer große Weine. Und bei diesen Spitzenwinzern sind in 2007 alle Qualitätsparameter nach oben verschoben: Niemals zuvor habe ich so tolle Weine getrunken! Die Gutsweine schmecken so gut wie in den Vorjahren die Weine aus dem Mittelbau, diese haben (fast) Großes Gewächsniveau und letztere schmecken so fabelhaft wie niemals zuvor. Phantastische Herzblutweine mit einem weltweit unübertrefflichen Preis-Genuss-Verhältnis.



Weingut Rainer Schnaitmann - Württemberg

„Rainer Schnaitmann schoss mit seinem erst 1997 gegründeten Weingut wie eine Concorde in den Württemberger Weinhimmel – und der Steigflug hat immer noch kein Ende. Schon zum vierten Mal in Folge hat uns der ehrgeizige Fellbacher die mit Abstand feinsten roten Burgunder Württembergs vorgestellt. So küren wir Rainer Schnaitmann nicht nur zum Kronprinzen der Württemberger Weinszene, sondern auch zu unserem Aufsteiger des Jahres”, so das dezidierte Lob des Gault Millau.

Weingut Rainer Schnaitmann

„Der Star unter Württembergs Jungwinzern” (so Bernd Kreis in seinem unbedingt lesenswerten Bildband „Weinmacher in Württemberg”), Rainer Schnaitmann, gehört zur neuen Generation deutscher Weinmacher und spricht erfrischend offen und unangepasst über die Weinszene Württembergs und seine persönlichen Vorstellungen als Winzer: „Weingärtner zu werden – das konnten sich mein Bruder und ich früher überhaupt nicht vorstellen. Ich wollte immer Architektur studieren, denn das Gestalterische und seine Wirkung haben mich einfach begeistert. Ich bin mit dem Fahrrad durch halb Europa gefahren und habe mich eigentlich nur für Bauwerke interessiert. Nach dem Abitur wollte ich mich dann um ein Praktikum als Zimmermann bewerben, doch da kam mir die Bundeswehr dazwischen. Ich war damals begeisterter Radfahrer, oft in den Bergen und wollte daher am liebsten zu den Gebirgsjägern gehen. Ich bin dann per Zufall im Offizierscasino in Ingolstadt gelandet, wo auch Restaurantfachleute waren, die im weltbekannten Feinschmeckerrestaurant Traube-Tonbach gelernt hatten. Zusammen haben wir einen Service, eine Küche aufgezogen – nur vom Feinsten! Wir haben eine Woche Schicht gearbeitet, täglich bis nachts um zwölf und hatten dann jeweils eine Woche frei. Und in diesen Freischichten habe ich damals regelmäßig draußen im Weinberg gearbeitet und so ein ganzes Jahr im Weinbau erlebt. Da hat es bei mir schon gezündet.

Weingut Rainer Schnaitmann
Rainer Schnaitmann

Unser Familienbetrieb stand zudem ganz gut da, wir haben seit über 500 Jahren Weinbau in der Familie und ich konnte mir nun vorstellen, diese Tradition doch fortzuführen. Daher habe ich 1989 eine Weinbaulehre begonnen und anschließend in Geisenheim studiert. Danach bin ich noch ins Ausland und habe in Neuseeland und anschließend in Südtirol gearbeitet. Von Anfang an war mir klar, dass ich, anders als mein Vater, nicht in der Genossenschaft bleiben wollte. Sie war damals für mich indiskutabel, weil ihre Auffassung von Wein, ihre Einschätzung der eigenen Leistung und ihre Weinqualität überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprachen. In Österreich kam die Qualität erst nach dem großen Weinskandal, aber ich denke, dass wir Württemberger eine in dieser Hinsicht unblutige Revolution zuwege bringen, eine sanfte Revolution. Ein großer Vorteil für mich war natürlich auch, dass mein Vater mich nie zu etwas gezwungen hat und mir völlig freie Hand ließ, er war ja so glücklich, dass ich überhaupt das Weingut fortführen wollte.
Das Thema der Stilistik meiner Weine ist noch im Werden begriffen. Wir sind einfach noch nicht so weit, dass man bei Württemberg sofort an ein oder zwei Rebsorten denkt, die das Profil bestimmen wie beispielsweise in der Wachau, die man sofort mit Riesling und Grünem Veltliner assoziiert. Wir aber besitzen noch kein klares Profil; unsere Weinregion verbindet man leider immer noch mit dem Trollinger. Unser Vorteil und zugleich unser Problem ist die Vielfalt an Mikroklimata und Böden. Wir finden unten, im Stuttgarter Kessel, vom Gottlieb-Daimler-Stadion an (wo es tagsüber sehr heiß werden kann, nachts aber kalte Winde von den umliegenden Höhen einfließen) Gipskeuper, relativ schweren Boden also; und alle Terrassenlagen entlang des Neckars stehen auf Muschelkalk. Es geht dann (teilweise sehr steil) hinauf bis auf 450 Meter, wo meine höchsten Weinberge auf Sandstein, vermischt mit Keuper, stehen. Wir müssen also unsere Sorten dorthin pflanzen, wo sie passen und wir sind gerade dabei, das Optimale herauszufinden. Meine Lagen sind so unterschiedlich, dass es keine einheitliche Antwort auf sie geben kann. Meine eigene Auswahl betreffend will ich den Riesling ganz sicher nicht aufgeben, weil er mich als Weißwein einfach begeistert. Meine zweite Stärke sehe ich beim Burgunder, beim Pinot, und zwar nicht bei den weißen, sondern nur bei den roten Sorten, vor allem beim Pinot Noir. Ich besitze da fast 40 Jahre alte Anlagen und auf unseren besten Lagen, wo vormals Trollinger stand, haben wir neue Reben gepflanzt, Pinotklone aus Frankreich. Aber nicht nur der Pinot Noir interessiert mich. Mich reizen alle roten Pinots, gerade auch Frühburgunder und Pinot Meunier (Schwarzriesling).

Weingut Rainer Schnaitmann
Ganz schön steil recken sich Rainers Weinberge
in den württembergischen Himmel

Das größte Problem des Pinot Noir (Spätburgunder) ist seine Fäulnisanfälligkeit. Das macht die Sorte so schwierig im Weinbau; sie ist eine Diva. Und weil sie nur in kühlen Gegenden großartige Ergebnisse erzielt, in heißen Regionen aber langweilige Weine produziert, führt das dazu, dass es auf der Welt nicht viele gute Spätburgunder gibt. Es ist eine Risikosorte, mit der man nicht so leicht Geld verdienen kann wie mit Merlot, Cabernet und Co.. Eine schwierige Sorte auch im Keller: Holzeinsatz wie bei Merlot und Cabernet kann der Spätburgunder relativ schnell übel nehmen. Er besitzt sehr viel Kraft, aber eine fragile Frucht und die kann beschädigt werden. Pinot zu probieren ist wie einen spannenden, unbekannten Raum zu betreten: Aha, staunt man. Sehr schön. Aber dann öffnet sich eine weitere Tür, man staunt noch mehr und danach ist da eine weitere Tür, dann wieder eine... . Wenn man aber Neue-Welt-Weine probiert, betritt man bei vielen bereits nach der ersten Tür einen oft etwas sehr üppig ausgestatteten Raum – im besten Fall eine Art Bernsteinzimmer. Dann ist aber Ende. Die klassischen europäischen Pinots sind daher viel reizvoller, hintergründiger und nie einfach. Ich will auch jedes Jahr in seinem ureigenen Witterungsverlauf im Wein schmecken, das macht doch den Reiz des Weins aus. Wein soll leben, soll ein Naturprodukt bleiben. Und solange ich mit einem nicht konzentrierten und ungedopten Wein treue Kunden finde, bin ich sehr zufrieden”.

Weingut Rainer Schnaitmann
Herbststimmung auf dem „Lämmler”

Neugierig geworden? Neugierig auf die ungemein spannenden Weine dieses musisch wie künstlerisch interessierten, freisinnigen und -denkenden Fellbacher Winzers, der zu seinen Leidenschaften das Gleitschirmfliegen ebenso zählt wie das Erklimmen der Alpenpässe mit dem Fahrrad. Rainer Schnaitmann ist begeistert und kann begeistern – mit seinen mitreißenden Worten, aber insbesondere mit seinen höchst authentischen Weinen! Wir freuen uns ungemein auf spannende gemeinsame Jahre mit einem der großen Sympathieträger innerhalb der deutschen Winzerschaft. Das Fellbacher Wein-Märchen hat gerade erst begonnen! Mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen überhäuft, werden Rainers Weine mittlerweile weithin unbestritten als die feinsten Vertreter ihrer Art in Württemberg angesehen. Lassen Sie mich abschließend stellvertretend für viele Elogen nochmals den Gault Millau zitieren: „Rainer Schnaitmann gehört zu den besten Rotwein- (und Weißwein-!) Erzeugern Deutschlands!”


981907 Schnaitmann, Weißweincuvée, QbA trocken 2007 6,95 Euro
Rainer Schnaitmann spricht immer sehr liebevoll von seiner „kleinen Cuvée”, wenn er diese knackig-rassige Einstiegsdroge aus Rivaner (über 30 Jahre alte Reben von den höchstgelegenen – 450 m - Weinbergen des Gutes) und auf Schilfsandstein wachsendem Kerner aus dem Remstal meint. Doch für einen „kleinen Wein” schmeckt dieser wunderbare Alltagswein mit seinen phantastisch niedrigen 11,5 Volumenprozent Alkohol vielleicht fast schon zu gut, hängt Rainer mit diesem Einstiegswein die Messlatte schon extrem hoch, was auch der Gault Millau findet, der Rainers Qualitäten in dieser so preiswerten Kategorie als „spektakulär” bezeichnet.

Schnaitmann, „Evoé!” Rosé trocken


981807 Schnaitmann, „Evoé!” Rosé trocken 2007 9,50 Euro
In der letzen Pinwand haben wir Sie über den großartigen Testerfolg unseres italienischen Klassikers Barba informiert, der den großen Rosé-Test Italien im FEINSCHMECKER gewonnen hat. Heute stellen wir Ihnen einen Rosé de luxe von Rainer Schnaitmann vor, der qualitativ in einer eigenen Liga spielt und zu den besten Rosés gehört, die je in deutschen Landen vinifiziert wurden! Unbedingt probieren!
Der griechischen Mythologie nach unternahm der Gott des Weines, Dionysos, einen Feldzug nach Indien. Da er aber nun einmal kein Kriegsgott war, ließ er seine berüchtigten Mänaden, sauf- und rauflustige Frauen, voraus ziehen, um die Städte moralisch so zu unterwandern, dass die spätere Einnahme nicht mehr besonders schwer fiel. Der Schlachtruf dieser „Kriegerinnen” war angeblich „Evoé!”, also ein passender Begriff für diesen als „unmoralischen” Terrassenwein gedachten Rosé aus 30 % Schwarzriesling (Pinot Meunier), 35 % Spätburgunder, 25 % Portugieser und 10 % Trollinger. Bei diesem Klassiker aus dem Hause Schnaitmann vermählt sich die Fülle der Burgundersorten (auch der Saignéewein der Simonroth-Weine ist dabei!) mit der Frische des Trollinger und des Portugieser – und ergibt einen traumhaft trinkanimierenden Wein! Welch verführerische Aromen nach schwarzen und roten Beeren (Johannis- und Erdbeeren, aber auch Nelken, Zimt, mediterranen Kräutern und Walnüssen), welch eleganter Schmelz, pikante Rasse und mineralischer Nachhall. Würde man die Augen schließen und diesen leckeren Rosé blind verkosten, glaubte man sicherlich, einen großartigen Rotwein im Glas zu haben! „Bei diesem großen Rosé handelt es sich nicht um einen leichten Terassenwein, sonder um ein hochwertiges Gewächs, das nicht nur solo genossen hervorragend mundet, sondern bestens mit einem kongenialen Gegenspieler harmoniert in Form exzellenter Speisen wie gegrillter Dorade mit Rosmarinkartoffeln, Milchlamm in Thymianjus und Gratin von grünem Spargel mit Morcheln”, lobt Christina Hilker, Sommelier des Jahres 2005, diesen Ausnahme-Rosé, der zu den größten seiner Art in ganz Deutschland gehört.
Übrigens: „Evoé” bedeutet jedoch nicht nur eine Kampfansage, sondern heißt auch „Jubeln, Frohlocken”, ein hintersinniger Name also für einen Wein, dazu die künstlerische Unterstreichung durch die Etiketten-Karikatur von Friederike Groß, die eine Frau zeigt, die auf einem gefüllten Weinglas die Geige spielt. Wer den ebenso sympathischen wie klugen Rainer Schnaitmann kennt, weiß um seine musischen und literarischen Neigungen und vermag über diese Paarung ein wenig zu schmunzeln, erinnert sie doch unübersehbar an den Künstler hinter dem Weinbauern. Gekünstelt ist an diesem saftigen Wein allerdings nichts, sondern er ist auch seiner animierenden Art wegen einfach das, was man einen traumhaft leckeren Rosé nennt! – Auf nach Indien!

Schnaitmann, „Evoé!” Rosé trocken


Weingut Rainer Schnaitmann
Vor Saft und Gesundheit strotzende Lembergertrauben

981505 Schnaitmann, Fellbacher Lämmler Riesling Spätlese trocken 2005 23,00 Euro

Schon an der satten goldgelben Farbe, mit der dieser phantastische Riesling ins Glas läuft, erkennt man, dass es sich hier nicht um einen Wein handelt, von dem man nebenher das berühmte Viertele „schlotzen“ kann, sondern um einen kraftvollen und hintergründigen Riesling der absoluten deutschen Spitzenklasse. „Auf Mergel und Schilfsandstein gewachsen, bringen die Trauben die Art von Kraft und Aromen mit, die man als typisch für den wieder gefundenen württembergischen Rieslingstil bezeichnen kann. Der Wein wurde erst im September 2006 abgefüllt, nach 10 Monaten auf der Vollhefe. Er zeigt deswegen eine sehr mineralische Art und eine tiefgründige Stilistik, ist von einer subtilen Frucht geprägt und auf eine lange Lebensdauer angelegt”, beschreibt Rainer Schnaitmann selbst diesen großen Wein. Die Nase wird betört von der saftigen, fleischigen Aromatik vollreifer Pfirsiche, mit Anklängen von reifer Ananas und Orangenzeste sowie einer feinherben, zart hefigen Note, eingebettet in eine traumhafte Mineralität. Am Gaumen präsentiert er sich herrlich saftig, mit einer wunderschön integrierten Säure und einem wiederum ungemein animierenden, leicht herben, tief mineralischen Nachhall. Dieser grandiose Riesling passt hervorragend zu leicht exotischen Gerichten wie Rotbarbe mit Orangenmarinade auf Vanille-Kartoffelschaum oder einem Rinderfilet mit cremiger Blauschimmelsoße und glacierten Pfirsichspalten, er eignet sich aber selbstverständlich auch zu Klassikern wie Currygeschnetzeltem oder Seezunge „Müllerin”.
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2012.

Schnaitmann


981707 Schnaitmann, Sauvignon blanc*** trocken 2007 19,90 Euro
Der beste Sauvignon Blanc Deutschlands? Gut möglich!
Welch traumhaft expressives Aroma nach reifen Stachelbeeren, Ananas und Mango, zart unterlegt von typischen Minze-, Brennnessel- und Cassisnoten und feinsten mineralischen Anklängen! Daneben eröffnen sich ein zarter Moschusduft und ein ätherisches Aroma, das an Orangenöl erinnert. Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen einer zart beerigen Frucht und dem erdigen Geschmack von kühler mineralischer Würze. Welch lebhafte, pulsierende, delikate Komposition! Die knackige Säure am Gaumen ist weich, reif und äußerst anregend und bestens in den großartigen Fruchtschmelz integriert. Saftig, weich und komplex gleitet dieser große, noble, charaktervolle Sauvignon Blanc über die Zunge, eine eindrückliche Referenz für eine so oft malträtierte Rebsorte (v.a. in Übersee, aber auch in Sancerre), die den vielen unsäglichen Billig-Weinchen aus unseliger Massenproduktion die Originalität großer authentischer Lagenweine entgegensetzt. Welch faszinierender salzig-mineralischer Nachhall, welch belebende pikante Würze! Trinkspaß pur, sowohl solo getrunken als auch als hervorragender Begleiter zu vielen Gerichten wie grüner Spargel mit Orangenvinaigrette, Gänseleber mit Passionsfrucht, Ruccolasalat mit gegrillten Jakobsmuscheln und Ziegenkäse im Speckmantel, gebraten mit Honig.

Schnaitmann, Sauvignon blanc*** trocken


982007 Schnaitmann, Lemberger** trocken 2007 11,90 Euro
Die beiden Sterne stehen innerhalb der betriebseigenen Klassifikation für hohes Qualitätsniveau. Schon im Weinberg hat das Streben nach hoher Qualität absoluten Vorrang. Der Ertrag wird strikt reguliert, auch durch das Teilen der einzelnen Trauben. Sie werden abgebeert, nicht gequetscht, um eine besonders attraktive Fruchtaromatik zu erzielen. Das Hinzufügen reifer Traubenstiele, wie es im Burgund die Kultdomainen Dujac und Romanée-Conti praktizieren, ist ein interessantes Instrument zur Gestaltung von Gerbstoffstruktur und Frische. Eine Woche lang erfolgt dann eine „Kaltmazeration”, also ein Aufschluss der Maische. Erst danach wird die zehntägige Gärung eingeleitet. Es schließt sich ein fünftägiges Ziehenlassen, die „Nachmazeration”, an. Nach dem Abpressen folgt eine achtmonatige Lagerung im neuen Barrique. Dieser ausgefeilte Weinausbau gehört in die Kategorie einer innovativen, professionellen Önologie. Und diese hohe Winzerkunst sieht man diesem großartigen Elixier auch bereits an: Der Blick ins Glas zeigt ein sehr dunkles Rubinrot mit einem Tupfer Schwarz. Verführerisch sind Süßkirschen, Waldbeeren, Pflaumen, aber auch feine Tabaknoten und Anflüge von Bitterschokolade, Vanille, Pfeffer und Zimt zu riechen und all diese feinen Komponenten vereinigen sich zu einem höchst attraktiven Bukett. Auf der Zunge betören Fruchtaromen, gepaart mit animierender kräuterwürziger junger Herbe (Wacholder, Rosmarin) sowie zarten Noten von Wildbret und saftiger Schokolade. Und welch ein finale furioso: Feinkörnige Tanninstruktur, grandiose Tiefe und tolle Komplexität. Dichte und Konzentration aus dem Fabeljahrgang 2007 paaren sich mit einer Finesse und Eleganz, wie wir sie aus 2006 kennen! Dieser großartige Wein-Wert ist das Ergebnis der geschickten Kombination von handwerklichem Können sowie der Anwendung innovativer Methoden. Mit dieser avantgardistischen Prägung ist dem Weingut Schnaitmann ein großer Wurf gelungen: Wieder einer dieser fabelhaften Weine, die eindrücklich die Zeichen der neuen Zeit beschwören: Deutschlands Rotwein gehört die Zukunft!

Solch geniale Weine wie der Lemberger 2007** brillieren mühelos auf internationalem Parkett und beweisen einmal mehr, dass Rainer Schnaitmann auch im preislichen Einstiegssegment phantastische Rotweine zu keltern weiß.
Zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt Dekantieren bitte, Höhepunkt Frühjahr 2009 bis mindestens 2014.

Schnaitmann, Lemberger** trocken


Weingut Rainer Schnaitmann
Harmonie als dominierendes Stilelement im neuen Bariquekeller

982206 Schnaitmann, Spätburgunder „Junge Reben”*** trocken 2006 18,50 Euro
Rainer Schnaitmann liebt den Pinot Noir. Unüberschmeckbar! Wie das duftet! Verführerisch strömen betörende Aromen aus dem Glase: Pralle reife Kirschen, Waldhimbeeren, Brombeeren, mediterrane Kräuter, feine Zimt- und Zedernholznoten kitzeln die Nase und wecken das Verlangen, Schluck um Schluck dieses köstlichen Weines zu kosten. Am Gaumen zart und weich mit tänzelnder Säure, so zeigt sich bei diesem wunderschönen Pinot einmal mehr die Kompromisslosigkeit von Rainer Schnaitmann: Selbst bei seinem „kleinen Spätburgunder” lässt er den Verkoster teilhaben an der großen burgundischen Finesse, mit der andernorts nur Prestigecuvées gekeltert werden. Ein feiner Wein, der Trinkvergnügen pur bereitet und hervorragend zu Gerichten wie Wildterrine mit Beerenfrüchtegelee, Entenbrust kross gebraten mit Sauerkirschsauce oder Seeteufel mit Pilzkruste auf Linsengemüse harmoniert.

Rainer Schnaitmann ist einfach erfrischend anders. Er passt in kein Klischee. Und steckt voller neuer Ideen. Während des Gangs durch seine neu erbaute Kellerei halten die Besucher beim Betreten der Empore im Holzfasskeller erstaunt und überrascht inne. Die Kulisse der Barriques fasziniert – und dazu ertönen leise klassische oder moderne Klänge, die den Wein bei der Reife begleiten. Verblüfft und inspiriert, eingefangen von einer geheimnisvollen Aura, werden die Gäste in diese Weinwelt entführt. Rainer liebt diese anregende und stimmungsvolle Atmosphäre auch während seiner Arbeit im Holzfasskeller. Und seine Weine anscheinend auch! Denn bereits sein Spätburgunder von jungen Reben hat eine Qualität, die in anderen renommierten Betrieben Reserve-Qualitäten gut zu Gesicht stehen würde! 2006 ist in Württemberg unter den Händen eines begnadeten Weinmagiers einfach ein geniales Rotweinjahr!
Zu genießen ab sofort bis 2015, mindestens.

Schnaitmann, Spätburgunder „Junge Reben”*** trocken


982405 Schnaitmann, Simonroth MC trocken 2005 32,00 Euro
„Simonroth nenne ich meine besten Rotweine, die mindestens 12 Monate im neuen Holz verbringen. Der Name stammt von einem kleinen Weiler namens Immenrod, der ungefähr vor 1000 Jahren gerodet wurde, ungefähr zwischen hier und Rotenberg. Heute liegen dort am Fuß des Kappelbergs Gärtnereien, wo wir auch ein großes Stück Weinberg besitzen. Immer, wenn wir dort raus gegangen sind, hieß es: Wir gehen in den Semmerrod. Und das Semmerrod habe ich abgewandelt zu Simonroth. Es ist also ein Phantasiebegriff – angelehnt an die alte Lage – aber keine Lagenbezeichnung”, erklärt mir Rainer beim Verkosten den ungewöhnlichen Namen. Und was hat dieser begnadete Winzer hier für einen traumhaften Wein auf die Flasche gezaubert: Eine verdammt gute Rotweincuvée aus den internationalen Edelreben Merlot und Cabernet Franc, die aber, kaum zu glauben, nicht aus Bordeaux kommt, sondern aus Deutschland, aus Württemberg! Herrlich markante Aromen versprüht dieser Wein, der violettrot, fast schwarz ins Glas läuft. Er duftet nach grünem Paprika, Räucherspeck, Holzrauch, Teer, Kaffee und Lakritz. Aufgrund seiner Jugendlichkeit und dem intensiven, aber sensiblen Holzeinsatz sind die Fruchtaromen von Brombeere, Schlehe und Zwetschge im Moment noch eher im Hintergrund. Am Gaumen traumhaft saftig und weich mit süßer Frucht und feinkörnigen und zugleich präsenten Tanninen sowie einer eher zurückhaltenden Säure. Der großartige Jahrgang 2005 kommt diesem fabelhaften Herz-Stoff natürlich ungemein entgegen: Jeder Schluck ein Treffer! Ist das Zeug gut! Von allem so viel, aber nichts im Übermaß! Reife, konzentrierte Frucht, rare Würzsubstanz und packende Mineralität. Dieser Wein setzt sich beim ersten Hineinschnuppern in den Papillen fest. Ein weicher Wein zwar, aber kein Softie oder flatterhafter Charmeur. Diese Cuvée hat Charakter, sie gibt sich zwar durchaus schmeichlerisch, aber besitzt eine Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut und ruft daher einen kräftigen Gegenspieler in Form eines erlesenen Mahls auf den Plan: Gerichte wie Hasenpfeffer mit Wintergemüsen, Hirschrücken unter der Nusskruste mit Rouanaiser-Pfeffersoße, Taube im Speckmantel geräuchert mit Kaffeesoße und Kartoffelkrapfen oder geschmorter Ochsenschwanz mit Trüffelrisotto ergänzen diesen grandiosen Wein perfekt.

2005 ist einfach ein geniales Rotweinjahr in Deutschland!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2015, mindestens.

Schnaitmann, Simonroth MC trocken

max. 3 Flaschen pro Kunde



Weingut Hermann Dönnhoff - Oberhausen

Helmut Dönnhoff: Intellektueller Feingeist von der Nahe vinifiziert traumhaft balancierte und finessenreiche Rieslinge mit weltweitem Kultstatus. Nie zuvor war der Grandseigneur des deutschen Weins so gut wie in 2007, dem potentiell größten Jahrgang der neueren deutschen Weingeschichte!

Weingut Hermann Dönnhoff
Helmut Dönnhoff

Wer Helmut Dönnhoff persönlich kennt, weiß, dass er nicht nur ungemein sympathisch ist, er ist auch ein brillanter Charakterkopf, der stets unbeirrt seinen ureigenen Weg geht. Was mir an Helmut so imponiert: Er spricht stets erfrischenden Klartext. Und genau so sind seine Weine. Klarheit und Frische, Reintönigkeit, Finesse und Filigranität (zuweilen bis auf des Messers Schneide) zählen auch bei seinen Weinen stets mehr als schiere Konzentration, Opulenz und Fülle. Ich habe in all den Jahren meiner Tätigkeit als Weinhändler das Privileg gehabt, manche große Winzerpersönlichkeit kennen zu lernen. Doch es gab und gibt nur ganz wenige Winzer auf der Welt, die mit einer derart liebevollen Begeisterung für den Wein beseelt sind wie der charismatische Helmut Dönnhoff. Und 2007 ist der bisherige Höhepunkt im Schaffen eines der größten Winzer der Welt! „Weine und Weinmacher sind Legende, geradezu ein nationales Erbe. Es ist ein weiter Weg bis zu dieser Position und Helmut Dönnhoff ist ihn arbeitsam und bescheiden gegangen, wie es seine Art ist. Der Grandseigneur des Naheweins ist ein Traditionalist und als solcher ein wahrer Experte im Ausbau des Rieslings im klassischen Eichenholzfass”, urteilt dezidiert der Gault Millau. Für mich persönlich hat der Magier Helmut Dönnhoff im Jahre 2007 eine Kollektion vinifiziert, die so unfassbar gut ist, dass Sie sich, liebe Kunden, diese einzigartigen Rieslinge mit ihrem feinen mineralischen Duft und ihrem komplexen Aromenreichtum auf keinen Fall entgehen lassen dürfen. Und beachten Sie bitte, dass die Nachfrage nach Dönnhoffs Weinen immens ist: Viele dieser Weine werden sehr schnell ausverkauft sein. Doch Vorsicht bitte: Suchtgefahr!


930107 Dönnhoff, „Tonschiefer” Riesling trocken 2007 12,50 Euro
Ein bezaubernder Riesling zu einem begeisternden Preis! Was versprüht dieser verspielt-tänzerische Wein nur einen wunderbar mineralischen Duft, dazu eine herrliche Zitrusfrucht und einen Hauch feinste Würze! Am Gaumen ist er weich wie Seide, ohne an Rasse einzubüßen, die Säure ist von sensationeller Qualität, traumhafte Aromatik, verspielte Leichtigkeit, wahnsinnige Mineralität, einfach genial. „Das ist Riesling trocken in Perfektion, dieser Wein hat einen absolut unwiderstehlichen Charme, ein göttliches Getränk”, urteilt euphorisch Max Gerstl und vergibt bereits diesem Einstiegswein in die magische Welt von Helmut Dönnhoff begeistert 18/20 Punkten – einer der größten Weinwerte in 2007 in ganz Deutschland mit einem unübertrefflichen Preis-Genussverhältnis! Kategorie persönlicher Lieblingswein!
Zu genießen ab sofort bis 2015.

Dönnhoff, „Tonschiefer” Riesling trocken


931807 Dönnhoff, Schloßböckelheimer Felsenberg, Riesling trocken 2007 18,90 Euro
Der legendäre Schlossböckelheimer Felsenberg besteht ausschließlich aus mit rotem Porphyr durchsetzten Vulkanverwitterungsböden und dieses großartige Terroir gibt diesem exzellenten Riesling sein zutiefst mineralisches Gepräge. In Nase und Mund faszinieren komplexe Aromen von Pfirsich und Aprikose, reifen Zitrusfrüchten, gelben Äpfeln, weißen Blüten und wilden Kräutern sowie immer wieder diese alles durchdringende fabelhafte Mineralität, die jeden Liebhaber großer Rieslinge magisch in ihren Bann zieht. Helmuts einzigartige Rieslingbabys sind niemals laut oder aufdringlich, sie besitzen vielmehr stets eine vornehme, edle, fast distinguierte Stilistik: ein Spiegelbild der Seele des großartigen Menschen Helmut Dönnhoff, wahrlich des Grandseigneur der deutschen Winzerszene. Und nur in diesem Kontext gesehen, wirkt der Schlossböckelheimer Felsenberg etwas weniger schlank als seine Geschwister aus den Nachbarlagen, „ist kein blondes Mädchen, eher vergleichbar mit einer ungezähmten, rassigen, dunkelhaarig-lockigen Schönheit südländischen Typus, ist dabei sehr fordernd und anspruchsvoll” (so Helmuts verschmitzter, augenzwinkernder Kommentar) sowie geprägt von einer bemerkenswerten Frische und einer erstklassigen Säurestruktur. Nach längerer Öffnung im großen Glas – diese traumhafte Pretiose braucht viel Luft – entwickeln sich Aromen von schwarzen, wild wachsenden Himbeeren, ergießen sich, bei aller Feinheit und Finesse, wollüstige, saftige Wogen von Cassis, Feuerstein und würziger Mineralität über die Zunge, kleiden den Gaumen aus bis in den letzten Winkel, setzen sich fest, wollen nicht mehr loslassen – und welch ungemein langer, packender, salzig-mineralischer Nachhall. Noblesse oblige! Genialer Riesling, der deutlich macht, warum viele Kenner den 07er Jahrgang bei Dönnhoff als den primus inter pares in einer grandiosen Abfolge großartiger Ernten sehen. Einer der besten trockenen Rieslinge Deutschlands, eine fabelhafte Qualität auf internationalem Spitzenniveau – legendäres Preis-Genussverhältnis! Ein qualitativer Hammerschlag aus der Zauberkiste eines der größten Winzermagiers der Welt!
Helmut Dönnhoff: „Wahre Genießer und Liebhaber großer Rieslinge leben mit ihren favorisierten Weinen aus großen Lagen wie mit einem heranwachsenden Menschen. In der Kindheit sind sie einfach nur süß und „knuddelig”, im jugendlichen Alter kriegen sie Pickel und revoltieren, entwickeln Charakter und zeigen sich über eine gewisse Lebensphase (oft im dritten/vierten Jahr nach der Füllung) mal in schönster Laune (Trinkspaß pur!), mal unnahbar. Rühr mich jetzt nur nicht an! Als Erwachsener sind die Turbulenzen vorbei und wir genießen große Weine der Welt in vollendeter Harmonie”. Recht hat er, unser Freigeist von der Nahe. Und wir laden Sie herzlich ein, dieses geniale Rieslingbaby auf seinem Weg zu begleiten. Ich kann Ihnen versprechen: Es hat alle Anlagen zu einem Nobelpreisträger!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2014.

Dönnhoff, Schloßböckelheimer Felsenberg, Riesling trocken


Weingut Hermann Dönnhoff
Blick über das romantische Nahetal bei Oberhausen

931607 Dönnhoff, Riesling QbA 2007 8,50 Euro
In der Nase deutlich von der Mineralität geprägt, zart unterlegt von exotischen Aromen und eleganten Zitrusnoten, in seiner Stilistik zurückhaltend und leise, wie der Winzer selbst. Am Gaumen eine tänzerische Feinheit, feingliedrige Säure, elegante zarte Süße und eine bestechende und zugleich anregende Mineralität. Betörende Aromen von Feuerstein, zarte Rauchanklänge, klassische Zitrus- und fein gewebte mineralische Noten prägen in der Nase diesen traumhaft schönen, fruchtsüßen Basiswein von Helmut Dönnhoff. Welch genialer Duft, das ist Noblesse pur! Am Gaumen bei aller Dichte eine tänzerische Feinheit, zarte mineralische Anklänge, eine nur sehr schwerlich zu übertreffende Qualität im QbA-Bereich, die aufgrund ihrer Mineralität, ihres Extrakts und ihrer schönen Balance zwischen Süße und feingliedriger Säure herrlich ausgewogen, in keinster Weise aber aufdringlich süß schmeckt, sondern wegen ihrer knackigen Frische und den gerade einmal 9,5 Volumenprozent Alkohol zum steten Weitertrinken animiert. (Fast) gleich gute Jahrgangsvorgänger erhielten von Parker 89 und 90 Punkte und wurden von Jancis Robinson als dringliche Kaufempfehlung bewertet! Eines der größten Schnäppchen des Dönnhoff'schen Fabeljahrgangs 2007!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2011.

Dönnhoff, Riesling QbA


931007 Dönnhoff, Oberhäuser Leistenberg, Riesling Kabinett 2007 11,95 Euro
Von exzellenten Schieferverwitterungsböden stammt dieser finessenreiche Kabinett mit einem phantastischen Spiel auf der Zunge zwischen Süße und Säure, sicherlich der „moselanischste” unter allen Rieslingen Dönnhoffs, harmonisch, ungemein präzise und sagenhaft fein, traumhaft balanciert, vibrierende Säurestruktur, toller Spannungsbogen am Gaumen, daher ungemein rassig und animierend, ein Paradebeispiel eines klassischen Rieslings der Nahe. Die Steillage „Leistenberg” ist noch nicht ganz so bekannt wie Dönnhoffs Renommierwingerte, galt aber schon in Vorzeiten als einer der besten Nahelagen, die spannende Gewächse voller Rasse, Finesse und Ausstrahlung hervorbringt. Für mich persönlich einer der drei schönsten Kabinette des Jahrgangs 2007 in Deutschland mit traumhaft niedrigen 8,5 Volumenprozent Alkohol! Der Preis dieses Weltklasseweins kann im internationalen Kontext gesehen nur als Witz bezeichnet werden.

John Gilman hat in den USA einen ausgezeichneten Ruf als langjähriger exzellenter Kenner deutscher Weine. Seine fundierte Analyse: „2007 – Ein großartiger, strahlender Jahrgang, der alles in den Schatten stellt, was es in Deutschland seit 1971 gegeben hat.” Und sein Urteil zum Leistenberg Kabinett: „A magical Kabinett, 96 Punkte!” Ein Weltklasse-Wein zu einem völlig unmöglichen Preis!
Ein beschwingter, fröhlicher Wein, der zum „ewigen” Weitersüffeln animiert, Potential bis nach 2030.

Dönnhoff, Oberhäuser Leistenberg, Riesling Kabinett


935707 Dönnhoff, „Felsentürmchen”, Spätlese 2007 22,95 Euro
Helmut Dönnhoffs Traum vom Türmchen: Eine alte Liebe mutiert zum magischen Kultstoff!
Ein liebevoll restauriertes Felsentürmchen, ein wunderschöner magischer Ort der Stille, steht inmitten der besten Parzellen des Schlossböckelheimer Felsenbergs. Von diesem Filetstück stammen die extrem kleinbeerigen Träubchen dieser fabelhaften Spätlese, die mich magisch in ihren Bann gezogen hat! In ihrer Stilistik trägt sie die vermeintlichen Paradoxien der großen Weine der Welt in sich: Kraft und Muskeln, die enorme innere Dichte, sie werden quasi aufgehoben in ihrem faszinierend subtilen Spiel und einer brillanten Leichtigkeit und Finesse, die diesen fein balancierten, harmonischen Weltklassewein von der Zungenspitze bis zum gewaltigen Abgang kohärent durchziehen. Tiefer, sehr komplexer, ungemein vielschichtiger, mineralisch-würziger Duft nach hoch reifen Zitrusfrüchten (insbesondere Orange und Aprikosen), Akazienblüten und Steinobst sowie kräutrigen Anklängen. Moselanisch verspielt und unübertrefflich fein im Mund, klar und kühl, total faszinierende, tiefe Mineralität, rassige, erfrischende, vibrierende Säure, tolle Finesse, unübertreffliche innere Balance und ein großartiger Abgang: Mineralität aufgelöst in kristallklarem Wasser! Diese noble, aristokratische Spätlese kann als Inkarnation flüssig gewordener Mineralien gelten mit einem feinst ziselierten glockenklaren Spiel. Referenzqualität – Eine neue Legende ist geboren!

Weingut Hermann Dönnhoff
Das romantische Lustschloss der Puricellis inmitten seiner Spitzenlage
Schlossböckelheimer Felsenberg wurde von Riesling-Magier liebevoll restauriert

Viele Jahre hat Helmut Dönnhoff davon geträumt, aus dieser Weltklasselage eine einzigartige Spätlese zu vinifizieren. Sein Traum ist nun schönste Realität geworden! Und Jancis Robinson dankt Helmut diese singulären Qualitäten mit Fabelnoten für eine Spätlese: 18/20 Punkten für diese Hommage an die Finesse und Eleganz!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2015 bis mindestens 2030.

Dönnhoff, „Felsentürmchen”, Spätlese


9364307 Dönnhoff, Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling Auslese 2007 0,375 l 17,50 Euro
Irrer Stoff! Geniales Elixier – Weltklasse pur! 2007 hat der Winzermagier Dönnhoff die mit Abstand schönsten Weine seiner Laufbahn im Schlossböckelheimer Felsenberg vinifiziert. Der relativ kühle Sommer und die einzigartige langsame Ausreifung der Trauben haben dieser Renommierlage der Nahe in die Hände gespielt! Daher ist dieses emotional zutiefst berührende Gewächs auch einer der heißesten Kandidaten für die beste Auslese des Jahrgangs in ganz Deutschland. Ein Weinmonument für die Ewigkeit, Gänsehautatmosphäre!

Dönnhoff, Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling Auslese


Wieder eingetroffen:


Weingut Dirk Würtz - Gau-Odernheim

Weingut Dirk Würtz
Blick auf Dirks „Königsmühle” aus luftiger Höhe.

950407 Würtz, Potate Rheinhessen, Riesling trocken 2007 (DV) 5,95 Euro
Stephan Reinhardt schwärmt in einer ausführlichen Reportage in der WELT am Sonntag unter der Schlagzeile „Generation Riesling” über junge Winzer, die mit „Leidenschaft und handwerklicher Sorgfalt” Deutschlands Paraderebsorte „an die Spitze führen”. Als einer von fünf besonders herausgehobenen Rieslingen wird der ,Potate’ sowohl für seine Qualität als auch für sein tolles Preis-Genussverhältnis gefeiert. Reinhardt schreibt begeistert: „,Sauft, Brüder’, heißt dieser ökologisch erzeugte Riesling mit Schraubverschluss aus Rheinhessen. Damit sich weniger Leute durch den Namen abgestoßen oder gar ausgegrenzt fühlen, hat Winzer Dirk Würtz den Imperativ in lateinischer Sprache aufs Etikett gesetzt: Potate! Der Name ist Programm: Die frische und leichte Einstiegsdroge zum Thema ,Riesling trocken’ eignet sich für alle Anforderungen des Lebens, etwa zu Vergessen, Verlieben, Durstlöschen und Sparen.” Lassen Sie sich diesen leckeren Trinkspaß auf keinen Fall entgehen!

Würtz, Potate



Weingut Keller

Weingut Keller
Die sanft geschwungene Hügellage der legendären Abtserde
weckt Erinnerungen an das große Terroir des Burgund

953007 Keller, Keller Riesling, trocken 2007 9,90 Euro
Die Geburtsstunde eines neuen Mythos – Ein Fass zum Träumen schön! Einer der großen Prunkstücke in der Kollektion des Weinguts Keller, ein phantastischer Riesling zu unmöglichem Preis – Exklusiv bei Pinard de Picard!

Es sind nicht immer die teuren Prestigegewächse der Welt, die den wahren Weinliebhaber emotional berühren. Bisweilen verzaubern gerade Weine wegen eines singulären Zusammentreffens zwischen ihrer brillanten Qualität und einem provokant günstigen Preis die Herzen auch des kundigsten Kenners. Und was strahlt dieser phantastische Keller-Riesling nur für eine Magie aus! Was für ein fulminanter Einstieg in die mythische Welt der so authentischen Terroir-Unikate unseres rheinhessischen Traditionsgutes! Klaus-Peter Keller hat seine Weinbergs- und Kellerarbeit in den letzten Jahren behutsam und konsequent weiter entwickelt und so präsentiert er mit diesem extrem frischen und zutiefst mineralischen 2007er einen vibrierend rassigen Riesling voll feiner, filigraner Frucht, der seine Herkunft von einem der besten Weißweinterroirs der Welt, den extrem kalkhaltigen rheinhessischen Hügellagen, in Referenzqualität widerspiegelt. In der komplexen kräuterwürzigen Nase eine herrlich saftige, rassige, noble Frucht von weißem Weinbergspfirsich, Feuerstein, Cassis und aromatischen Aprikosen, traumhaft unterlegt mit einer feinen Mineralität und einer zart kräutrigen Würze, die Assoziationen an das phantastische Große Gewächs Kirchspiel evozieren. Kein Wunder, hat Klaus-Peter doch, um die Qualität seiner Exklusivfüllung für Pinard de Picard nochmals zu steigern, einen Anteil von 20 Prozent bester Trauben aus dem Kirchspiel in diesen Basiswein de luxe einfließen lassen.

Für einen Einstiegswein (welch Understatement!) in die faszinierenden Weinwelten eines der großen Winzermagier der Welt ist dieser edle Tropfen eine absolute Sensation – Er ist ein Geschenk geradezu eines großen Winzers an alle Rieslingfreunde von Pinard de Picard! Seine frische, lebendige Art vereint sich mit einem cremig-schmelzigen Mundgefühl (welch Wahnsinnsextraktsüße der kleinbeerigen, kerngesunden Träubchen aus der Grand Cru-Lage des legendären Kirchspiels) und einer geschmeidigen, seidenen Textur, er erzeugt permanent Lust auf den nächsten Schluck und animiert so zum fröhlichen Gelage: Welch phänomenale Vermählung zwischen perfekter physiologischer Reife und einer feinen Säurestruktur, noch von einer Art Babyspeck umhüllt, der im Laufe der nächsten Monate abschmelzen wird und diesen traumhaften Keller Riesling immer präziser und fokussierter werden lässt! Kraft paart sich mit verspielter Leichtigkeit! Und der vibrierende Nachhall ist derart zutiefst mineralisch-salzig wie bei großen Prestigegewächsen aus dem Burgund! Höchster Trinkgenuss ab sofort bis 2012, mindestens. Bitte Dekantieren oder über drei bis vier Abende aus der geöffneten Flasche probieren, denn unser Keller Riesling wird sich wie alle Großen Gewächse von Klaus-Peter enorm mit Luft entwickeln. Aber Vorsicht, Suchtgefahr!

Mit diesem köstlichen Riesling, klar wie ein Gebirgsquellbach, hat sich Klaus-Peter Keller selbst übertroffen! Sein Preis ist eine unerhörte Provokation für viele wesentlich teurere Prestigegewächse aus aller Welt! Ich kann Ihnen, liebe Kunden, nur wärmstens anempfehlen, sich diesen ungemein mineralischen Riesling mit seiner schwebenden Transparenz kistenweise in den Keller zu legen: Er ist ein großartiges Geschenk der Natur, das auch ein Winzermagier wie Klaus-Peter nicht in jedem Jahrgang vinifizieren kann, denn ein Basisriesling derart erlesener Güte wächst alle Jahre einmal – vielleicht! Ich bin fest überzeugt, diese herrlich leckere und so ungemein bekömmliche Selektion (nur knapp 12% Alkohol!) wird Kultstatus bei unseren Liebhabern deutscher Rieslinge erlangen. In seinem Preisniveau ist das absolute Weltklasse! Zweifellos: 2007 ist in der Spitze DER deutsche Jahrgang der Neuzeit und Kellers Kollektion ist ÜBERRAGEND
Zu genießen ab sofort bis nach 2012.

Keller, Keller Riesling, trocken

Exklusiv bei Pinard de Picard


Weingut Keller
Fabelhafter Reifezustand der lockerbeerigen Trauben
im Kirchspiel im Herbst 2007

9527307 Keller, Trockenbeerenauslese „Cuvée Pinard” 2007 0,375 l 39,90 Euro
Der Süßwein zum absoluten Hammerpreis! Wann wird uns die Natur so etwas wieder schenken?

Wiederum hat Klaus-Peter Keller Pinard de Picard eine traumhafte Trockenbeerenauslese abgefüllt, die unter Preis-Genussgesichtspunkten unschlagbar ist. Schon der frisch gekelterte, ungemein extraktreiche Saft aus den Rebsorten Scheurebe und Rieslaner schmeckte wie himmlisches Elixier. Klaus-Peter erzählt: „Durch die spät einsetzende Botrytis sind die schon perfekt ausgereiften Trauben in optimaler Weise konzentriert worden, die schon über 100 Öchsle hatten, bevor die Botrytis kam. So entstehen die größten Süßweine!” In der Nase herrlich komplexe, konzentrierte, betörende Aromen (insbesondere Passionsfrucht und Litschi), am Gaumen eine Aromenorgie und eine tolle Konzentration, Kraft, Tiefe, Dichte, Struktur und Länge aufgrund des ca. 50% Anteils an erstklassigen Botrytistrauben. Die zweite Hälfte kerngesund eingeschrumpfter Beeren zeichnen verantwortlich für die großartige Eleganz und Finesse dieser traumhaften Cuvée mit einer phantastisch trinkanimierenden Säurestruktur, welche das sagenhafte Konzentrat dieses göttlichen Nektars in Samt und Seide hüllen. Die Trauben wurden übrigens vom gesamten Keller-Team über viele Tage hinweg Beere für Beere selektiv verlesen, gemahlen und gekeltert: Ein echtes Geschenk des Fabeljahrgangs 2007 an Winzer und Weinliebhaber, die von einem „Wahnsinns-Preis” für eine große Trockenbeerenauslese profitieren! Wegen der schier unglaublichen Relation zwischen gebotener Weltklassequalität (bereits der 05er Jahrgang erhielt 95 Punkte bei Gerhard Eichelmann, der 07er spielt nochmals in einer anderen Liga!) und gefordertem Preis verleihen wir dieser phantastischen Trockenbeerenauslese die Auszeichnung „Einmaliges Preis-Genussverhältnis im Bereich der Trockenbeerenauslesen im Fabeljahrgang 2007 in Deutschland”! Potential für Jahrzehnte!

Bei solch fabelhaften Qualitäten schwärmt die internationale Fachpresse euphorisch: Jancis Robinson urteilt: „Die Keller-Rieslinge werden jedes Jahr besser – knockout quality”! Und: „Es sind die Kronjuwelen des Jahrgangs 2007” urteilt John Gilman, renommierter amerikanischer Journalist und höchst anerkannter Deutschlandexperte, „und das in einem Jahrgang, der jeden aussticht seit zumindest 1971”!

Keller, Trockenbeerenauslese „Cuvée Pinard”




FRANKREICH

Domaine Potinet-Ampeau – Monthelie

Eine junger sympathischer Aufsteiger provoziert mit sensationell günstigen Weltklasseweinen aus den berühmtesten Weißeinlagen Burgunds die etablierten Domainen!

Domaine Potinet-Ampeau - Côte de Beaune
Domaine Potinet-Ampeau

Burgund ist die Heimat einiger der größten trockenen Weißweine der Welt – und damit die einzige ernsthafte Konkurrenz zu den besten trockenen Rieslingen deutschsprachiger Provenienz! Nirgendwo sonst erreicht die Chardonnayrebe diese einzigartige Kombination aus Kraft und Eleganz, Geschmeidigkeit und Präzision sowie Mineralität und Lagencharakter wie an der Côte de Beaune, dem südlichen Teil der Côte d’Or. Das Epizentrum dieser genialen Weißweine befindet sich wenige Kilometer südlich von Beaune und umfasst die weltberühmten Orte Meursault, Puligny Montrachet und Chassagne Montrachet. Hier liegt das Reich von Vincent Durieux.

Vincent wer?

Vincent Durieux, Domaine Potinet-Ampeau
Vincent Durieux im Fasskeller

Burgundkenner wissen, dass es sehr schwierig ist, weltbekannte Domainen neu ins Programm aufnehmen zu können, da diese Renommiergüter seit Jahren ständig ausverkauft sind und daher eigentlich keine neuen Kunden aufnehmen können. Nur unseren guten Kontakten in unser Nachbarland und unserem Leumund unter französischen Winzern haben wir es zu verdanken, dass wir diese Gesetze des Marktes aufheben konnten und Ihnen, werte Kunden, mittlerweile beispielsweise die Kultdomainen Dujac, Liger-Belair oder Dugat-Py exklusiv für Deutschland anbieten können. Doch noch wesentlich schwieriger gestaltet sich im Dschungel von Burgund die Suche nach Weingütern, die, obwohl im Mitbesitz der legendären großen Terroirs, aus sehr unterschiedlichen Gründen noch nicht so in aller Munde sind, dennoch gute bis herausragende Qualitäten produzieren und ihre Weine zu derart extrem fairen Preisen verkaufen, die das Gefüge im Burgund auf den Kopf stellen. Diese Suche gleicht der nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen!

Nach intensiven Recherchen und dem Verkosten unzähliger so genannter Geheimtipps sind wir auf eine Domaine eines blutjungen, gerade einmal 24jährigen Burschen gestoßen, der das Feuer in seinen Augen lodern hat. Vincent Durieux heißt der ehrgeizige Newcomer, der 2003 nach Absolvierung der Weinbaufachschule die alte Familiendomaine übernommen hat. Sein geliebter Großvater schon hatte auf legendären Lagen große Weine gemacht, die Eltern jedoch, in akademischen Berufen tätig, das Winzerdasein aufgegeben (in einer Zeit, die im Burgund qualitativ wie wirtschaftlich sehr problematisch war) und die Weinberge verpachtet. Doch Vincent war vom Weinvirus infiziert und, geprägt von seinem charismatischen Großvater, von der Idee beseelt, in urtraditioneller Weise große Weine des Burgund zu erzeugen: „Schon als kleiner Junge war ich immer mit meinem Großvater im Weinberg und durfte bereits das Pferd führen, mit dem er seine Lagen pflügte. Und an dieser traditionellen Arbeitsweise möchte ich nichts ändern. Der Respekt vor der Natur ist für mich das Credo meiner Arbeit!” Die Eltern unterstützen diesen innigen Wunsch ihres Sohnes, lösten die Pachtverträge auf und Vincent stürzte sich mit Feuereifer in die Arbeit. Naturnahe, organische Bewirtschaftung und körperlich harte, arbeitsintensive Weinbergspflege (hier wird aufwendige mechanische Arbeit nicht durch moderne Chemie ersetzt!), natürlich wieder mit Pferden wie zu Großvaters Zeiten, eine unaufgeregte, wohl durchdachte und schonende Vinifizierung in der Tradition großer Burgunderweine: Noch steht Vincent erst am Anfang eines rumreichen Weges, doch von diesem großen Talent und DEM Insidertipp der Côte de Beaune werden wir in den nächsten Jahren noch viel hören! Vincent Durieux lässt gelebte Tradition zu wegweisender Avantgarde werden, bescheiden und voller Idealismus, nachhaltig für unsere Umwelt und visionär in seinen Qualitäten. Kategorie persönliche Lieblingsweine!

Domaine Potinet-Ampeau - Côte de Beaune
Blick über die gepflegten Rebzeilen von Potinet-Ampeau

PS.I: Denjenigen unserer Kunden, die Ihre Liebe zum Burgund erst neu entdecken, sei gesagt, dass eine Handvoll Spitzenwinzer in Meursault mit seinen drei mythischen Lagen Les Perrières, Les Genevrières und Les Charmes die wohl mineralischsten, „feinsten und kaum von anderen Weißwein-Lagen zu übertreffenden Terroirs des Burgunds besitzt”, wie zutreffend Jancis Robinson in ihrem unbedingt empfehlenswerten, spannend geschriebenen Standardwerk „Das Oxford Weinlexikon” (Vielleicht DAS Buch der Bücher über Wein – ein unerschöpfliches brillantes Nachschlagewerk!) analysiert.

PS.II: Burgundkenner wissen, dass drei Faktoren den Schlüssel zur Qualität im Burgund determinieren – und zwar in dieser Reihenfolge: Der Name des Erzeugers, die Lage und der Jahrgang. Und wir präsentieren Ihnen heute DEN Insider-Winzer im Weißweinbereich, Vincent Durieux, (mit) die größten Lagen des Burgund und den Jahrhundertjahrgang 2006, den Allen Meadows, der weltweit einflussreichste Burgundkritiker, einstuft als „einen exzellenten Jahrgang, einen würdigen Nachfolger von 2005 mit klassischen Weinen von phantastischer Reinheit und Transparenz, der bisweilen noch größer ist als 2005, bis dato der beste Jahrgang seit 1978”. Ein qualitätsbesessener Winzer, legendäre Terroirs und einer der größten Jahrgänge aller Zeiten – und Preise, die im Vergleich zu denen der renommierten Superstars provokant günstig daherkommen. Des kundigen Weinliebhabers Herz – was begehrst Du mehr?


208106 Potinet-Ampeau, Bourgogne blanc 2006 12,90 Euro
Heute können wir Ihnen aus dem in der Spitze Jahrhundertqualitäten demonstrierenden Jahrgang 2006 Vincents Maßstäbe setzenden Bourgogne blanc anbieten, dessen Trauben aus der erstklassigen Lage „Les Pellands” stammen, die direkt unterhalb angrenzend an den weltweit gerühmten Premier Cru Meursault „Les Charmes” liegt. In der Nase verführt eine saftige Frucht (Ananas, Honig, Pfirsich), fein verwoben mit noblen Lindenblüten- und Briochenoten. Am Gaumen bei aller Fülle und Saftigkeit ein wunderschön feingliedriger, rassiger, eleganter und finessenreicher Chardonnay – ein Traum eines klassischen weißen Burgunders mit einem wunderschönen Fruchtschmelz und einer feinsinnigen mineralischen Ader! Welch traumhaft balancierter wunderschöner Burgunder für jeden Tag, gegen den viele wesentlich teurere Prestigeweine keinerlei Chance haben! Legen Sie sich, werte Kunden, diesen ungemein fairpreisigen Wein kistenweise in den Keller, denn solche Gelegenheiten kommen sehr, sehr selten!

Wahrlich: Bereits die Einstiegsdroge in die magischen Weinwelten eines der größten Winzertalente des Landes demonstriert nachdrücklich: Unter Preis-Genuss-Gesichtspunkten besitzen die höchst traditionellen Pretiosen der Domaine Potinet-Ampeau schlicht Referenzqualität im Burgund! Ganze 5 Barriques wurden von diesem absoluten Geheimtipp vinifiziert, mehr als die Hälfte der Flaschen konnten wir für unsere Kunden erwerben, nachdem wir diesen neuen Stern am Burgunder Weinhimmel auf Empfehlung eines vor Ort lebenden Insiders im Vorjahr entdeckten, als noch quasi niemand auf der Welt dieses Juwel kannte!

Potinet-Ampeau, Bourgogne blanc


208206 Potinet-Ampeau, Meursault „Les Rougeots” blanc 2006 29,50 Euro
„Les Rougeots” ist zweifellos Meursaults beste und berühmteste Einzellage unterhalb der klassifizierten Premier Crus und hat durch Coche-Dury Weltruhm erlangt. Dem Altmeister mit grandiosen Qualitäten ganz nah auf den Fersen ist Vincent Durieux mit diesem ganz dezent vom Holz geküssten Meisterwerk: Ein traumhafter, atemberaubender, extraktreicher Weißwein von einer außergewöhnlichen Tiefe des Geschmacks, voll vibrierender Kraft und von einer faszinierenden Lebendigkeit. In der Nase entfalten sich betörende Aromen von Birnen- und Haselnussaromen, zart unterlegt von Lindenblüten, subtilen Kalksteinanklängen, feinsten Brioche- und Mandelnoten und mit etwas Sauerstoffkontakt kommen elegante Pfirsich-, Grapefruit- und Anisaromen hinzu. Am Gaumen begeistert wiederum eine ausgeprägte Mineralität in Verbindung mit einer vibrierenden Säure und im langen Nachhall Faszinosum pur durch seine salzig anmutende Mineralität. Der perfekte Begleiter zu hochwertiger Küche, Carpaccio von der Jakobsmuschel, Tatar von Krebsfleisch mit Zuckerschoten oder Salat mit Garnelen und Sommertrüffel.

Mich persönlich begeistern die feine Mineralität, der verspielte, fast zärtliche Stil (bei aller Cremigkeit und Dichte) und die traumhafte Frische dieser felsigen burgundischen Renommierlage!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2011 bis 2016, mindestens.



208406 Potinet-Ampeau, Meursault 1er Cru „Les Perrières” blanc 2006 59,00 Euro
Les Perrières – die weltberühmte, extrem steinige Kalksteinlage besitzt einen magischen Klang unter Weißweinliebhabern in aller Welt! Für die Kultweine von Coche-Dury werden 4-stellige Euro-Beträge gefordert – und gezahlt! Warum ist dem so? Nun, der Perrières wird von vielen Kennern und Liebhabern als die größte aller Lagen Meursaults (einige meinen gar aller Weißweinlagen des Burgunds) angesehen, die daher unter den Händen begnadeter Winzer unvergleichlich komplexe, zutiefst mineralische Weltklasseweine gebiert. Und dann trifft eine weltweit extreme Nachfrage auf ein ganz kleines Angebot. Mit entsprechenden Folgen! Mit dem Traumjahrgang 2006 können wir Ihnen, werte Kunden, daher einen der feinsten, vibrierendsten, elegantesten und gleichzeitig mineralischsten Weltklasseweine des Burgunds anbieten – zu einem ungemein fairen Preis! Und in einer traumhaft klassischen Stilistik! Heute dominiert weltweit ein „internationaler” Einheits-Chardonnay-Stil: Ein fülliger Weißwein mit üppigen tropischen Früchten, dem durch das „Zaubermittel” Eichenholz ein reiches Gewand aus toastigem Vanillegeschmack angelegt wurde. Dieser leicht zugängliche Reiz eines Chardonnay-Weins hat jedoch überhaupt nichts mit diesem traditionellen weißen Burgunder von Burgunds großem Winzertalent gemein, der mit seiner Mineralität und Säure, seiner Frische und seinen ungemein reichhaltigen, subtilen Geschmacks- und Duftnuancen fasziniert, die von Haselnuss über Aprikosen und Tannenhonig bis Feuerstein reichen. Ein traumhaft transparenter, dichter, perfekt ausbalancierter genialer Burgunder mit langem mineralischen Nachhall!
Wie alle großen Perrières in seiner Jugend noch distinguiert und erst in Ansätzen seine ganze Größe andeutend, mit der Zeit aber majestätischen Adel entfaltend. Noblesse paart sich mit mineralischer Tiefe und einem komplexen Aromenspektrum. Besser kann Chardonnay nicht schmecken – nur anders! Einer der größten Weinwerte in Burgunds Zauberjahrgang 2006!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2012 bis nach 2020!



208706 Potinet-Ampeau, Auxey Duresses 1er Cru rouge 2006 19,50 Euro
Vincent Durieux kann auch Rot. Und wie! Sie wissen: Pinot Noir ist die dünnschaligste aller roten Rebsorten und daher die zickigste, pflegeintensivste und empfindlichste, die ,sensibel’ auf falsche Behandlung in Weinberg und Keller reagiert. Als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ,Persönlichkeit’ braucht sie ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in unvergleichlich brillante, aufregende und feinste Aromen. Bereits dieses feinduftige Basis-Exemplar aus Auxey Duresses, einer lange maßlos unterschätzen Appellation, versöhnt den Liebhaber großer burgundischer Weine mit allen Enttäuschungen, die jeder von uns schon erleiden musste! Vincent Durieux ist ein sensibler und ungemein wissbegieriger Winzer, dem es vor allem um Finesse, Frische, Frucht und wiederum Frucht in seinen urtraditionell vinifizierten Weinen geht. Er setzt neues Holz nur sehr verhalten ein und zieht duftige Transparenz der alkoholischen Dichte vor. Und dieser wunderschöne, zartrauchige Pinot Noir duftet ungemein attraktiv: Kirschen-, Zwetschgen- und Waldbeerkonfitürenaromen vermischen sich mit würzigen Anklängen, die intensiv an Zimt, Vanille und geröstete Mandeln sowie an Veilchen und Lavendel denken lassen. Dieser radikal unterbepreiste Premier Cru eines feinsinnigen, nur in Insiderkreisen bekannten Winzertalents präsentiert sich auf der Zunge ungemein saftig, zart und trinkanimierend, mit sehr feinen, cremigen Tanninen und frischer feiner Säurestruktur und verwöhnt die Zunge mit seiner beispielhaften Harmonie, zarten Mineralität und besten Balance. Welch rarer Glücksfall von Burgunder zum ausgesprochen konsumentenfreundlichen Preis! NICHT mächtige Konzentration und Ladungen süßer Gerbstoffe dominieren die Zunge, dieser seidige, stilistisch präzise, „leise” Weine betört stattdessen mit aromatischer Finesse in der feinen Frucht und traumhaft natürlicher Leichtigkeit und Transparenz.

Vincent Durieux steht erst am Beginn einer großen Karriere, die ihm viele Insider prophezeien. Dies demonstriert neben seinen grandiosen Weißweinen beispielhaft dieser verspielt-filigrane Pinot Noir: Er fängt so harmlos an und schraubt sich Schluck für Schluck, unaufhaltsam gleichsam, in fruchtige Höhen und in mineralische Tiefen. Unbedingt probieren!
Zu genießen ab sofort (mehrstündiges Dekantieren empfohlen), Höhepunkt 2010 bis nach 2018.




Domaine de Fondrèche - Côtes-du-Ventoux

Parker urteilt euphorisch: „Fondreche is the reference point for what can be done in the Cotes du Ventoux. This is a source of sensational wines that still sell for incredibly fair prices, and virtually every one of these selections proves that you don’t have to drink luxury-priced Bordeaux, Burgundy, or Napa Cabernets to experience the multiple joys of wine.”

Domaine Fondreche
Blick auf die malerisch am Fuße des Mont Ventoux gelegene Domaine Fondreche

2006 ist ein Jahrhundertjahrgang an der Rhône (Und 2007 scheint analog zu den Spitzenrieslingen aus Deutschland von gleicher Güte – wir informieren Sie detailliert im Herbst diesen Jahres). Dabei lassen es die besten 06er nicht zuvörderst mit Kraft und Konzentration im Glase krachen, sondern begeistern mit einer fabelhaft klassischen Stilistik, durchaus mit hoher Konzentration und Dichte (ähnlich den grandiosen 98ern), aber auch mit enorm viel Finesse, Frische und einer phantastischen Balanciertheit. Dies verdanken sie dem relativ kühlen August 2006, der nach dem heißen Juli ein Segen war. Er ließ die Reben aufatmen und sorgte für eine wunderschöne Komplexität in einer kühlen Frucht. So finden wir Weine in einer Balanciertheit, inneren Harmonie und Finesse, wie es sie an der südlichen Rhône kaum je zuvor gegeben hat. Frische trifft Finesse! Und das im französischen Süden!
Ich wunderte mich ein wenig, dass Parker, dessen hohe Kompetenz für die Rhône unumstritten ist, den Jahrgang in seinem Report vor einem Jahr zwar durchaus hoch einschätzte, aber nicht als ganz groß einstufte. Doch im wine advocate 175 hat er seine Einschätzung revidiert (was im Übrigen ein Zeichen menschlicher Größe ist!) und urteilt jetzt euphorisch: „Die 2006er Roten sind viel besser, als ich es ursprünglich erwartet hatte, mit grandiosem Charme, Eleganz, reifen Tanninen und toller Balance. Sie sind in ihrer Jugend viel zugänglicher als die 2005er, werden sich aber infolge ihrer aromatischen Reinheit und ihrer Frische viel länger halten als erwartet”. Und dann bewertet Parker konsequent die besten Weine mit Traumnoten und feiert die sensationell preiswerten Gewächse unseres Kleinods Fondrèche geradezu enthusiastisch: „Außergewöhnliche Qualitäten eines beispielhaft sorgfältig arbeitenden jungen Winzers, die alle meine Erwartungen übertroffen haben zu Preisen, die das Bordelais erzittern lassen! (Wow!) Ein überwältigender Erfolg, diese Weine gehören in jeden Keller der Welt!”

Domaine Fondreche
Sébastien verkostet die einzelnen Partien des neuen Jahrgangs

Diese Empfehlung beherzigen Sie, werte Kunden, seit Jahren. Daher gehören die Fondrèche-Pretiosen, von deren sensationellen Qualitäten selbst die Winzer im benachbarten Châteauneuf-du-Pape unter vorgehaltener Hand begeistert schwärmen, auch zu den meist verkauften Weinen unseres Programms. Der Vater dieses „Weinwunders”, der junge, begnadete Winzer Sébastien Vincenti, ist seinem Ziel wieder ein ganzes Stück näher gekommen, fein balancierte, terroirgeprägte Weine aus naturnahem Anbau mit moderaten Alkoholgradationen zu erzeugen, welche nichts anderes als die unverfälschte Seele ihrer provençalischen Heimat widerspiegeln. Zweifellos DIE Referenzweine einer aufstrebenden Appellation aus einer traumhaft schönen Landschaft am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen. Sie verströmen im Glase einen faszinierenden Duft, der von ihrer traumhaft schönen Landschaft mit ihrem faszinierenden provençalischen Licht erzählt und sie werden trotz Parkers Elogen noch immer zu derart extrem fairen Preisen verkauft, dass sie angesichts ihrer großartigen Qualitäten geradezu als die größten Schnäppchen der Rhône gelten müssen und immer viel zu schnell ausverkauft sind. Sébastien Vincenti hat die Region des wildromantischen Mont Ventoux aus ihrem lange anhaltenden Dornröschenschlaf wach geküsst und ist unbestritten – trotz seiner Jugend – das Idol und Vorbild einer zahlenmäßig noch kleinen Winzerelite, die sich anschickt, Châteauneuf-du-Pape das Fürchten zu lehren!


Domaine Fondreche

151007 Fondrèche, Chardonnay „Alpha”, blanc 2007 7,95 Euro
Die Jungfernernte 2006 der vor erst 6 Jahren angepflanzten Chardonnaystöcke war ein ganz großer Erfolg bei unseren Kunden! Der kongeniale Nachfolger (vielleicht gar nochmals einen Wimpernschlag besser) ergibt einen ungemein frischen Rebsortenklassiker, der allen Freunden dieser edlen Rebsorte Trinkspaß pur vermitteln wird. Ungemein betörende Nase, die nach reifen Birnen, Apfelmus, Quitten, rosa Grapefruit und Orange duftet, unterlegt von einer dezent toastigen Note und zarten Anklängen an Akazienblüte, Honig und Karamell. Der Holzeinsatz ist in der Nase zwar noch präsent, aber elegant verwoben mit der vielschichtigen Aromatik. Am Gaumen präsentiert sich dieser leckere Weißwein mit einer cremigen Textur und einer reifen und zugleich erfrischenden Säure, besonders die Zitrusaromen kommen am Gaumen noch stärker zum Tragen. Der Holzeinsatz zeigt sich ebenso elegant wie in der Nase, der Nachhall gestaltet sich pikant und animierend. Im betörenden Charakter dieses originären Weißweins erleben Sie blühende Provence pur! Zu genießen ab 2009 bis 2015.

Fondrèche, Chardonnay „Alpha”, blanc


151706 Fondrèche, Sud Absolu, rouge (PK) 2006 5,95 Euro
Seit Sébastien 2003 erstmals diesen fröhlichen Tischwein zu ungemein sympathischem Preis vinifizierte, avancierte dieser sofort zu einem Bestseller in unserem Programm, da er wesentlich teurere Konkurrenz mühelos aus dem Feld schlägt, was Parker mit seinen 89 Punkten eindrucksvoll unterstrich. Der hedonistische 2006er aus einem Jahrhundertjahrgang an der Rhône ist ein ungemein „sexy”-Wein, von, Nomen est Omen, unverkennbar südlicher Stilistik, der Trinkspaß pur bietet und zum fröhlichen Zechen animiert. Erstmals in seiner Rebsortenzusammensetzung hälftig aus Syrah und Grenache bestehend und in seiner Stilistik nahe am genialen 2004er, mit eben nur dem Tick mehr an Dichte und Konzentration, die der zur Legende werdende 2006er Jahrgang mit sich bringt, verführen in der Nase expressive Aromen von Schwarzbeeren, reifen Kirschen, weißem Pfeffer und die verlockenden Düfte der wild wachsenden Kräuter der Provence. Dicht, füllig und schmeichlerisch am Gaumen, dabei jedoch weicher, lasziver und frischer als die von Parker so hoch gelobten 03er und 04er, mit cremigen, ungemein leckeren Tanninen ausgestattet und somit ein absoluter Maßstab in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse. Jetzt und in den nächsten drei Jahren bietet dieser ungemein schmackhafte Alltagswein, der weltweit gesehen kaum ernsthafte Konkurrenz in seiner so lukrativen Preisklasse zu fürchten hat, ein unvergleichliches Genusserlebnis!
Parker lobt euphorisch: „Sud Absolu rouge 2006 ist ein Super-Schnäppchen!” Übrigens: Auch Bernd Kreis, ausgezeichnet als bester Sommelier Deutschlands wie Europas, empfahl bereits den Jahrgangsvorgänger dieses herrlichen Alltagsweins in seinem Einkaufsführer empfehlenswerter „500 Weine unter 10 Euro” (Hallwag Verlag). Wahrlich eine Rarität in seiner sinnenfrohen Preisklasse!

Fondrèche, Sud Absolu, rouge (PK)


133007 Fondrèche, Cuvée Natur, rouge 2007 8,50 Euro
Ein Premieren-Jahrgang eines völlig ungewöhnliches Weins, der neue alte Wege zeigt: Welch sensationelle Qualität aus einer der landschaftlich reizvollsten Regionen Frankreichs mit ihrem großartigen Terroir brilliert hier UNGESCHWEFELT, UNFILITRIERT, UNGESCHÖNT (und selbstverständlich ohne Zusatzstoffe wie Enzyme oder Sulfite) im Glase: Betörende Natur pur! In der Farbe ein leuchtendes, intensives Violettrot mit schwarzen Reflexen, in der beglückten Nase ein großartiges, komplexes Aromenspektrum, geprägt von frischen, wilden, dunklen Blaubeeren, Cassis und Brombeeren, betörenden exotischen Gewürzanklängen, einem faszinierenden Touch von frischen Trüffeln, Lakritz, Zedernholz, Tabak und schwarzem Pfeffer, Assoziationen an seine wild-lebendige, urwüchsige Heimat evozierend. Hinzu gesellen sich feinste balsamische Noten, die an Rosmarin, Salbei, Thymian und Eukalyptus erinnern, begleitet von einem ausgeprägt floralen Duft nach Veilchen, Lavendel und Rosenblüten. Bezaubernd die geniale Struktur auf der Zunge! Schwebend transparent breitet er sich aus im Mund, betört die Geschmackspapillen mit seidig-cremiger Präsenz und wirkt duftig, elegant und fein in Trunk wie Anmut: Spektakulär niedrige 13 Volumenprozent Alkohol für den französischen Süden paaren sich mit einer intensiven Mineralität von erstklassigen Kalkböden am Fuße des mythischen Bergriesen Mont Ventoux! Daher wohl liebkost diese burgundisch feine Cuvée geradezu zärtlich die Zunge und betört mit ihren tiefgründigen Spuren reifer Beerenaromatik in den geschliffenen Tanninen: Ein grandioser Referenzwein seiner traumhaft schönen Appellation, der die Seele seiner provençalischen Landschaft lebendig widerspiegelt, vinifiziert aus 50 % kühl-nobler Mourvèdre, 30 % würzig-wildem Syrah und 20 % seidig-feiner Grenache.

Welch ungemein trinkanimierender und anregender Wein, welch betörender Vorbote des grandiosen Jahrgangs 2007 der südlichen Rhône, welch urwüchsige Cuvée, von der man auch mal die berühmte Flasche mehr trinken kann und am nächsten Morgen keinerlei Probleme im Magen oder Kopf bekommt, da die für den Wein verwendeten Träubchen liebevoll im Weinberg und Keller gepflegt und nicht in Frankensteins Monsterlabors atomisiert und danach wieder neu zusammengesetzt werden: Schnöde, moderne Weinwelt mit den Segnungen der modernen Agrarindustrie versus solch authentische Naturprodukte eines visionären Winzergenius! Eine traumhafte Trouvaille singulärer Stilistik!

Fondrèche, Cuvée Natur, rouge


151106 Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge 2006 7,95 Euro

Fondrèche, Cuvée Fayard, rouge


151206 Fondrèche, Cuvée Carles Nadal, rouge 2006 11,95 Euro
Mit 91 Parkerpunkten die höchste Nadal–Bewertung aller Jahrgänge. Welch schallende Ohrfeige für so unendlich viele überpreiste Châteauneufs!

Fondrèche, Cuvée Carles Nadal, rouge


Wieder eingetroffen:


Château Mansenoble - Corbières

Mansenoble
Guido „Le Nez” Jansegers

In Pinwand 150 vorgestellt, war binnen Tagen! unser Lager geräumt. Château Mansenoble ist definitiv einer der großen Klassiker in unserem Programm mit einer treuen Fan-Gemeinde! In den wildromantischen Corbières nahe dem mittelalterlichen Städtchen und Weltkulturerbe Carcassonne produziert Pinard-Urgestein Guido Jansegers herrlich balancierte Rotweinklassiker in einem urwüchsig-authentischen Stil zu fabelhaft günstigen Preisen, die wir Ihnen heute wieder anbieten können:

305105 Mansenoble, „Le Nez”, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge 2005 6,50 Euro

Mansenoble, „Le Nez”, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge


305405 Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge 2005 8,50 Euro

Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge


305205 Mansenoble, Réserve du Château Mansenoble, rouge 2005 13,90 Euro
Der phantastische Nachfolger des von der „Revue du Vin de France” im Oktober 2007 zu den „größten Schnäppchen des gesamten Languedoc” gezählten (fast) gleich guten 2004ers! Nicht erst seit der FEINSCHMECKER dieses herrliche Gewächs zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte, gehört er zu den beliebtesten Rotweinen in unserem Programm! Ein großartiger Stoff aus traumhaftem Jahrgang, der mit Wildgängen, Trüffel und Pilzen hervorragend harmoniert.

Mansenoble, Réserve du Château Mansenoble, rouge




ÖSTERREICH

Weingut Bernhard Ott - Donauland

Bernhard Ott, legendärer Weinmacher aus dem ungemein spannenden Anbaugebiet Wagram, wird vom FALSTAFF, dem renommierten österreichischen Weinführer, mit dem Titel „WINZER DES JAHRES 2008”, der bedeutendsten Ehrung, die ein Winzer in Österreich erreichen kann, ausgezeichnet. Wir gratulieren „Österreichs Mr. Grüner Veltliner”, wie der sympathische Genuss-Mensch Bernhard Ott in der Weinszene liebevoll tituliert wird, von ganzem Herzen zu dieser großartigen Auszeichnung und präsentieren Ihnen heute seine überragenden Grünen Veltliner aus seinem phantastischen Jahrgang 2007.

Weingut Bernhard Ott
Bernhard Ott im Spiegel der untergehenden Abendsonne

„Der Grüne Veltliner ist unsere Chance. Der wächst nirgendwo anders auf der Welt. Der kann nicht wie Chardonnay von jedermann übernommen und zum charakterlosen Modewein degradiert werden.” Eigentlich ist Bernhard Ott, ein sinnenfroher, ausgeglichener, barocker Genussmensch, so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen. Doch wenn die Rede auf „seinen” Grünen Veltliner kommt, dann wirkt er wie elektrisiert, wird zum engagierten Streiter für eine häufig verkannte, von allzu vielen Winzern zum billigen Durstlöscher abgestempelte Massenrebe. Dann erspürt jeder Gesprächspartner, dass sein leidenschaftliches Plädoyer für Österreichs große autochthone Rebsorte, die unter den Händen begnadeter Winzer höchst anspruchsvolle Spitzengewächse mit cremig-seidener Textur gebären kann, aus tiefstem Herzen kommt.
„Terroir und Rebsortencharakter unverfälscht in die Flasche zu bringen, also die Natur eins zu eins umzusetzen, ist die Maxime all meines Handelns. Eleganz, Kraft, feinnervige Mineralität und insbesondere Finesse sind viel wichtiger als vordergründige Primärfruchtaromen, die durch kalte Temperaturen bei der Vergärung entstehen”, fährt Bernhard Ott fort, während wir in seiner gemütlichen Probierstube degustieren. In unserer Diskussion schweifen seine Gedanken zurück in die Vergangenheit. Bernhard hatte 1992 als 20-jähriger das seit 1889 im Familienbesitz befindliche, 16 ha große, mittlerweile liebevoll restaurierte Weingut und das 800-Seelen-Dörfchen Feuersbrunn im niederösterreichischen Weinbaugebiet Donauland verlassen. „Alles war mir hier – wie vielen jungen Menschen – zu eng. Ich wollte mir den Wind der großen weiten Welt um die Nase wehen lassen. Mein Ziel: viel sehen, viel erleben, viel lernen.” Dazu besuchte er die Spitzenwinzer Europas, machte Praktika, sog neues Wissen und Erkenntnisse förmlich in sich ein. Doch dann erkrankt urplötzlich der Vater und so kehrt Bernhard bereits im Sommer 1993 zur Weinlese nach Hause zurück – den Kopf voller neuer Ideen – und probt eine Palastrevolution. „Ich bin an die Schalthebel der Macht gekommen und habe sie einmal umgedreht. Mal sehen, was passieren würde.” Und kompromisslos krempelt Bernhard – nach seinen Lehr- und Wandermonaten voller Tatkraft und Visionen – alles um: „Weg mit den alten, muffigen, großen Holzfässern, dafür Anschaffung blitzsauberer Stahltanks. Weg von der bis dato betriebenen Sortenvielfalt, dafür Konzentration auf die „Brot-und-Butter-Rebe” Grüner Veltliner. Aber mit viel mehr Finesse, mehr Fülle und viel mehr Eleganz. Der Grüne Veltliner war jahrzehntelang in unseren Breiten ein ständiger Begleiter. Wie ein treuer alter Hund, der aber nur noch still in der Ecke lag. Und dem wollte ich auf die Sprünge helfen.”

Weingut Bernhard Ott
Blitzsaubere Stahltanks in den neu konstruierten Kelleranlagen

Zunächst nimmt jedoch kaum jemand Notiz von dem jungen Himmelsstürmer. Aber dann kommt 1994 Paula Bosch, Deutschlands renommierte Sommelière, verkostet – und ist begeistert. Unverzüglich nimmt sie Bernhards Weine auf die Karte des Spitzenrestaurants „Tantris” (2 Michelinsterne) in München: Der Jungwinzer avanciert in Insiderkreisen zum Geheimtipp. Dies spornt weiter an, macht Mut und bereits ein Jahr später überträgt ihm der Vater – stolz auf seinen Sohn und die drastisch gestiegenen Qualitäten – den Betrieb. Bernhard schuftet wie verrückt: Extreme Weinbergsarbeit, Kompostierung der Böden statt Düngung der Reben, Bodenbepflanzung mit Klee und im Herbst mit Rap: „Das ist in feuchten Jahren ein enormer Wasserverbraucher und wirkt als natürlicher Mostkonzentrator. In den immer heißer werdenden Jahren erweist sich die Bepflanzung als Segen, da die Begrünung das Wasser halten kann und den Boden vor Erosion schützt”. Zudem hat Bernhard Ott in den letzten Jahren konsequent auf biodynamischen Anbau umgestellt, was seinen großartigen Veltlinern eine neue Dimension an strahlender Mineralität, unvergleichlicher Brillanz und betörend aromatischer Finesse und Transparenz hinzugefügt hat. Hinzu kommt eine extrem selektive und riskant späte Lese hochreifer Trauben, wie er es bei den Großen der Zunft gelernt hat, eine sehr sorgfältige, schonende, moderat oxidative Vinifikation mit sehr vorsichtigen Schwefelzugaben und ein langes Feinhefelager.
„Aber: Entscheidend ist einzig und allein die Weinbergsarbeit. Der Weinberg ist die Quelle aller Qualität, im Keller kann man nur noch Fehler machen”, stellt Bernhard in seiner wohltuend zurückhaltenden Art seine ausgeklügelte, kompromisslose Kellerarbeit weit unter den Scheffel. Doch unstrittig ist: Seine Grünen Veltliner sind zuallererst das Produkt einer Liebesziehung zwischen diesem jungen, innovativen, begnadeten Winzermagier und dem großen Terroir des Wagrams, dieses beeindruckenden, bis zu 15 Metern dicken Lösswalls 7 km nördlich der Donau (ehemals das Nordufer des Urmeers. „Wogenrain” war der im 12. Jahrhundert benutzte Ausdruck für „Uferböschung”. Aus Wogenrain wurde Wachrain und schließlich Wagram), der sich majestätisch von Krems stromabwärts bis vor die Tore Wiens zieht mit einer Jahrtausende alten Weinbautradition. Schon die Römer, welche als erste anfingen, Terrassen anzulegen, in denen sich bis heute eine intakte Natur mit seltenen Tieren wie Smaragdeidechse und Steinkauz erhalten hat, erkannten, dass hier ideale Bedingungen für Reben herrschen: Auf den fast ausschließlich nach Süden gerichteten, sanften Lössterrassen mit hohem Kalkgehalt (der Löss ist nichts anderes als vor Urzeiten angewehter, heute extrem komprimierter Flugsand) fühlt sich vor allem der Grüne Veltliner wohl. Heiße Sommertage (pannonisches Klima mit warmen Winden tagsüber aus der nach Westen hin offenen ungarischen Tiefebene) und sehr kalte Lüfte in der Nacht aus den nahen Waldgebieten geben den Trauben ihre unverwechselbare expressive Aromatik, ihre grandiose Tiefe und Mineralität und ihre ungewöhnlich feine Eleganz und Finesse, DAS Markenzeichen Ott’scher Veltliner.

Weingut Bernhard Ott
Romantische Abendstimmung auf dem Weingut Ott

Dies spiegelt sich eindrucksvoll in seinen brillanten Weinen. Viele Jahre ist die „Palastrevolution” mittlerweile her – Bernhard Ott, vom jungen Revoluzzer zum arrivierten Kultwinzer seiner Region gereift, hat den Gipfel österreichischer Winzerkunst erreicht, was sich in der Verleihung des Titel „Winzer des Jahres 2008” durch den Falstaff beispielhaft widerspiegelt – und ist trotzdem ein so wohltuend bescheidener und sympathischer Naturbursche geblieben, wie ich ihn dereinst als aufstrebenden Fixstern am österreichischen Weinhimmel kennen lernte. Seine glockenklaren, fein mineralischen, lang entwicklungs- und lagerfähigen Grünen Veltliner (gut zehn bis zwanzig Jahre bei den Spitzenweinen) zieren die Karten der großen Restaurants in aller Welt, werden von Weinliebhabern in aller Welt so gesucht wie sündhaft teure Burgunder und von Weinkritikern in aller Welt enthusiastisch gefeiert!
„Mister Grüner Veltliner”, mit diesem prägnantesten und zutreffendsten aller Komplimente wurde Bernhard Ott von einem der kompetentesten Weinjournalisten Österreichs, Michael Pronay, in einem Interview tituliert. Wir sind überzeugt: Sie werden dieser Hommage vorbehaltlos zustimmen, wenn Sie die herausragenden trockenen Weißweine – erstklassige Essensbegleiter genauso wie zum meditativen Genuss geeignete Trinkweine – unseres Kleinods aus Österreichs aus seinem phantastischen Jahrgang 2007 degustiert haben. Ein solch fabelhaftes Preis-Genussverhältnis, wie es die traumhaft mineralischen und betörend aromatischen Grünen Veltliner von Bernhard Ott aufweisen, finden Sie, werte Kunden, äußerst selten, und das nicht nur in Österreich! Visionäre Qualitäten eines höchst sympathischen Winzergenius in avantgardistischer Tradition, Weltklasse pur aus biodynamischem Anbau und unsere ganz besondere Empfehlung! Kategorie persönliche Lieblingsweine.

Weingut Bernhard Ott
Blick über die Riede Rosenberg, gelegen auf dem Kamm des Wagrams

PS: Robert M. Parker bzw. David Schildknecht, der im wine advocate für Österreich ebenso zuständig ist wie für Deutschland und in Frankreich auch die Regionen Burgund, Loire und das Languedoc-Roussillon übernommen hat (so wie auch Parker nicht selbst Italien und Spanien verkostet, sondern diese Degustationen Jay Miller und Antonio Galloni überlässt) und dessen persönlichen Geschmack ich sehr schätze, da er sehr wohl die Finesse, Komplexität und Eleganz in einem Wein wenigstens ebenso zu schätzen vermag wie Dichte und Konzentration, stellt im aktuellen wine advocate 177 die Ott’schen Pretiosen auf zumindest eine Stufe mit den teuersten Renommiergewächsen aus der Wachau: Er berichtet von einer Probe gereifter Grüner Veltliner im Januar diesen Jahres, in der Otts Gewächse gegen „die berühmtesten Namen der Wachau angetreten sind und durchgängig die fesselndsten und aufregendsten Weine der Verkostung waren”! Bravo, Bernhard!

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, aber der Ehrungen in diesem genialen Jahrgang 2007 sind es fast zu viele. Auch VINARIA, der Konkurrenzguide zum FALSTAFF, adelt Bernhard Ott für seine 07er Kollektion erstmals mit drei Sternen und stellt ihn damit, lange genug hat’s gedauert, auf eine Stufe mit den legendären Granden aus der Wachau und dem Burgenland.


761507 Ott, Grüner Veltliner „Am Berg” (DV) 2007 7,20 Euro
„Gerade im Einstiegsbereich darfst Du keine Kompromisse machen. Der ‚kleinste’ Wein eines Gutes ist immer auch seine Visitenkarte”. Dieses Credo hat Bernhard Ott mit diesem ebenso herrlichen Terrassenwein wie hervorragenden Essensbegleiter eindrucksvoll bestätigt. Eine immense Dichte und Kraft, eine unnachahmliche Eleganz und Finesse vereinen sich mit einer rassigen Pikanz zu einem großen Trinkvergnügen zu fairstem Preis. Kühler, pfeffriger Melonen- und Reineclaudenduft, zart tabakig, fruchtbetont in der Nase und traumhaft mineralisch. Frisch, cremig und glockenklar am Gaumen, wieder leicht pfeffrig, ungemein süffige Art, phantastisch balanciert und ausgewogen für einer derart preisgünstigen Wein, zartfruchtiger zitrischer Abgang. FALSTAFF: „Der perfekte Alltagsveltliner!”

Ott, Grüner Veltliner „Am Berg” (DV)


761207 Ott, Grüner Veltliner „Fass 4” (DV) 2007 11,90 Euro
Der KLASSIKER des Gutes, vinifiziert aus 5 verschiedenen kleinen, erstklassigen Lagen aus den Feuersbrunner Rieden, der geradezu traumhaft Eleganz mit Trinkvergnügen paart und dessen Vorgänger in einer großen Publikumsverkostung zum „beliebtesten Weißwein in Belgien und Holland” gewählt wurde! Grüngelb funkelt er im Glase und präsentiert sich mit einer fein verwobenen Duftnote, erinnernd an gelbe Früchte, Quitten, Anis, Salbei und den für die Rebsorte typischen Touch von frisch gemahlenem weißem Pfeffer. Am Gaumen sehr vielschichtig, saftig und ungemein präzise mit feiner mineralischer Note und langem, vom würzigen Charakter des Weines dominiertem Nachhall. Ein toller Wein, der aufgrund seiner animierenden Art Trinkgenuss pur garantiert! Jeder Schluck macht Lust auf das nächste Glas! Hoffentlich halten unsere Vorräte diesmal etwas länger als beim (fast) gleich guten 04er, der nach seiner Präsentation durch Starsommelier Hendrik Thoma (Louis C. Jacob, Hamburg) in der Kochsendung von Johannes B. Kerner im Handumdrehen ausverkauft war!

PS.I: Unschlagbares Preis-Genussverhältnis, legendäres Jahr, schlicht ein Parade-Veltliner, der die innige Liebesbeziehung zwischen einem Winzergenius, „seiner” Rebsorte und seiner Heimat, dem Wagram, widerspiegelt!
PS.II: Zum zweiten Mal nach 2005 der zweite Platz im großen „Grüner Veltliner Grand Prix” des Falstaff!

Ott, Grüner Veltliner „Fass 4” (DV)


761307 Ott, Grüner Veltliner „Der Ott” (DV) 2007 18,90 Euro
Welch Meisterwerk! Das Aushängeschild (Nomen est Omen) des Gutes von sehr spät gelesenen Trauben – eine traumhafte Spitzencuvée auf Weltklasseniveau: Strahlendes Gelb mit grünen Reflexen; kühler, mineralischer, ungemein rauchiger Duft nach Feuerstein, reifer Birnenfrucht, Anis, Marillen, Quitte, Ananas, Bratapfel und verführerischer Tabakwürze. Am Gaumen sehr differenziert: auf der Zungenspitze ein animierender Fruchtsäure-Effekt, dann immer mehr eine weiche, schmelzige Kräuterwürze, eine Veltliner-typische pfeffrige Note in Verbindung mit zarten Rauchanklängen und einer fabelhaften Mineralität. Großartige Fruchttiefe, phantastische Textur, dichter und konzentrierter als der elegantere „Fass 4”, dabei ungemein frisch und fein balanciert, und ein traumhaft langer, supersaftiger, salzig-mineralischer Abgang; riesiges Reifepotential!
Wohl noch grandioser als der von Jancis Robinson mit 18/20 Punkten bewertete Jahrgangsvorgänger!

Ott, Grüner Veltliner „Der Ott” (DV)


761606 Ott, Rheinriesling 2006 27,90 Euro
Für Liebhaber only: Bernhard Otts österreichische Finesse-Antwort auf grandiose deutsche Spät- und Auslesen aus dem Rheingau!
Falstaff Weinguide: 92 Punkte

Ott, Rheinriesling




ITALIEN

Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana

Ein mythischer Name aus einer der magischen Kulturlandschaften der Welt erwacht zu neuem Leben und brilliert mit authentischen Weinen voller Noblesse!

Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Eine traumhafte toskanische Hügellandschaft
schmiegt sich um die Tenuta di Capezzana

Das findet auch der weltweit wichtigste Weinkritiker, Robert M. Parker: Der Wine Advocate feiert daher in seiner aktuellen Ausgabe 177 unseren Klassiker Barco Reale im Überfliegerjahrgang 2006 der Toscana für sein „exzellentes Preis-Genuss-Verhältnis!” Und wir empfehlen diesen authentischen toskanischen Klassiker allen Liebhabern handwerklich hergestellter Meisterwerke: Ein Juwel in einem Meer belangloser, langweiliger, stromlinienförmiger Weinchen, die den Markt überschwemmen. In den großartigen Weinunikaten, die auf der Tenuta di Capezzana vinifiziert werden, spiegelt sich daher, behutsam neu interpretiert, die unverfälschte Seele ihrer toskanischen Heimat!


645206 Capezzana, Barco Reale, Carmignano DOC rosso 2006 9,95 Euro
Welch fabelhafter Einstiegswein in die magische Welt der großen Rotweine eines der traditionsreichsten Güter nicht nur der Toskana, sondern ganz Italiens. Was für ein ungemein würziger, charaktervoller, unverfälschter Terroirwein aus der autochthonen Rebsorte Sangiovese sowie jeweils 10% Cabernet Sauvignon und Canaiolo! Seine exorbitante Qualität, seine ungemein feine, zartwürzige Frucht, seine fabelhaft weichen, seidenen Tannine schmecken nach weit mehr, als sie kosten und heben ihn meilenweit aus der Masse belangloser Allerweltsweine heraus. Doch lassen Sie mich bitte hierzu angesichts meiner ungezügelten Begeisterung und neben dem begeisterten Urteil Parkers eine weitere neutrale Stimme zitieren: Im WEINGOURMET recherchiert der bekannte Italienspezialist Jens Priewe über „feine Findlinge jenseits der Supertuscans” und notiert: „Viel Geld ausgeben für große Namen – das kann jeder” Und dann präsentiert er seine 50 Tropfen unfassende „Trefferliste mit Weinen, bei denen eines sicher ist: Mensch und Portemonnaie werden angenehm überrascht.” Und in diesen „Insider-Tipps unter 20 Euro” urteilt er begeistert: „Anders als die Meere belangloser Sangiovese-Weine, die aus den Hügeln um Empoli und Pisa kommen, hat diese Cuvée ein Gesicht: ausdrucksvoll, heiter, fein gezeichnet. Für mich der wertigste Wein dieser Preisklasse!”

Und aufgrund der phantastischen klimatischen Bedingungen im Sommer – insbesondere mehrere ganz kleine Regenfälle im Juli und August (optimal zur Wasserversorgung der Reben) bei gleichzeitig moderaten, nicht zu heißen Temperaturen, erbrachten Bilderbuchwetter für die Reben – ist der geniale 2006er Jahrgang auf Capezzana nochmals einen Tick besser ausgefallen ist als der große 2005er! Mehr braucht man zu diesem fabelhaften Toskaner kaum zu sagen: Sein unübertreffliches Preis-Genuss-Verhältnis, zu Recht von Jens Priewe präzise herausgestellt, macht diesen Schmeichler der Sinne zu einem absoluten Muss für alle Italienliebhaber. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein eines weltberühmten Traditionsgutes mit seinem zartherben Nachhall ist wie kaum ein zweiter toskanischer Edelwein Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das in großer handwerklicher Tradition arbeitende Chianti, an die heimische Sangiovese-Traube, an eine verzaubernde Landschaft, an echte Winzer und das unvergleichliche Licht einer einzigartig schönen, heiteren Kulturlandschaft. Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen.

PS: Bei so vielen Weinen, die zu degustieren ich während meiner ausgedehnten Verkostungsreisen die Mühen und bisweilen große Freude habe, gehört dieses unverfälschte Weinunikat zu den unvergesslichen Erinnerungen, nach deren Genuss man sich stets zurücksehnt, im Bewusstsein, dass eine solch traumhafte, unverfälschte Qualität zu den großen Glücksmomenten zählt. Ein toskanisches Urgestein, das von seiner Stilistik her ähnlich schmeckt, wie Chianti früher einmal schmeckte, nur wesentlich besser als in der vermeintlich guten alten Zeit. Kompromisslos umgesetzte Tradition mit Charisma, Charakter und Authentizität. Toskana ungekünstelt. Wie der Wein – originärer kann man Chianti nicht genießen! Jens Priewe und Robert Parker haben mit ihren Bewertungen voll ins Schwarze getroffen. In Hinblick auf seinen so fairen Preis ist dieser urwüchsige Wein an der Grenze zur Spitzenklasse wahrlich konkurrenzlos. Salute!
Zu genießen wegen seiner sagenhaft weichen, cremigen Tannine ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2013.

Capezzana, Barco Reale, Carmignano DOC rosso


Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Kathedraleartiger Barriquekeller in den uralten unterirdischen Gewölben

645007 Capezzana, Vin Ruspo, Rosato di Carmignano (PK) 2007 7,95 Euro
Brandaktuell wird in Eckart Witzigmanns kulinarischem Magazin „apéro” dieser große Rosé begeistert gefeiert. Christina Hilker, mehrfache Sommelière des Jahres, testete für Eckart Witzigmann herausragende Roséweine. Zu ihren sechs Favoriten aus ganz Europa gehört unser Toskaner-Klassiker von der Tenuta Capezzana: „Das Weingut Capezzana liegt in der malerischen DOCG-Region Carmigniano. Sein Renomée gründet sich – wie auch bei den anderen hier vorgestellten Weingütern – nicht allein auf die Rosés, aber auch im Vin Ruspo spiegelt sich der Qualitätsanspruch der Familie Contini Bonacossi wider. Gekeltert wird dieser Rosato aus Sangiovese (80%), Cabernet Sauvignon (10%) und Canaiolo (10%). Er präsentiert sich in Farbe und Aromatik sehr intensiv: dunkle Beeren, süße Kirschen, Salbei, Thymian, Rosmarin, Nelken und Pfeffer in der Nase. Am Gaumen zeigt er eine eher zurückhaltende Frucht, eine feine Gerbstoffnote und einen den Appetit anregenden Nachhall. Serviert bei 9 bis 10 Grad ist dieser Wein der perfekte Begleiter zu Antipasti, Saltimbocca alla romana, Spaghetti mit Pesto oder Provolone mit eingelegten Feigen.” Dieser Muster-Rosé würde auch in Südfrankreich, der Heimat großer Luxus-Rosés, bella figura machen und er besitzt wegen seiner singulären Cremigkeit und Dichte fast schon Rotweincharakter! Daher Trinkvergnügen pur nicht nur für Roséfans und seit Jahren bereits DER Hit in den Fiorentiner Genusstempeln.

Capezzana, Vin Ruspo, Rosato di Carmignano (PK)



Bruno Giacosa - Piemont

Der begnadete Traditionalist Bruno Giacosa, der „Klassiker der Klassiker”, vinifiziert legendäre Baroli und Barbaresci von Weltruf!

In der sanft gewellten Hügellandschaft der Langhe im Piemont, dem „Land am Fuße der Berge”, dieser mit ihrem herben Charme und ihren kulinarischen Köstlichkeiten verzaubernden Provinz im Nordwesten Italiens, wird zwar seit Menschengedenken Wein angebaut, aber zu wahrem Ruhm hat der Region erst die Nebbiolo-Rebe verholfen, aus deren Trauben die bei Kennern in aller Welt begehrten komplexen, langlebigen Barolo- und Barbarescoweine erzeugt werden. Aber auch in dieser reizvollen Landschaft entstehen die raren Spitzenweine nur dann, wenn unter den günstigen klimatischen Bedingungen – viel Sonne, relativ wenig Niederschlag – erstklassige Trauben aus den bevorzugten kargen, trockenen Lagen von wirklich guten Weinerzeugern verarbeitet werden. Und viele Liebhaber sehen in den gesuchten Baroli und Barbaresci des begnadeten Traditionalisten Bruno Giacosa, des „Klassikers der Klassiker” (so Horst Dohm, Flaschenpost aus Piemont), nicht nur die besten Weine des Piemont, sondern zählen sie zu den größten Gewächsen der Welt.

Diese Einschätzung teile auch ich schon seit langer Zeit; deshalb reifen in meinem privaten Keller seit 1985 aus allen bedeutenden Jahren exzellente Weine Giacosas, dieser Inkarnation piemontesischer Weinkultur, ihrem Höhepunkt entgegen. Und niemals werde ich jenen kalten und verregneten Herbstabend im September 96 vergessen, als in einer kleinen Enoteca in Rom die Flasche eines auf den Punkt gereiften, majestätischen 78 Barolo „Falletto” des legendären Meisters der Nebbiolotraube Herz und Sinne auf das angenehmste temperierte und betörte: Nur wenige Weine der Welt konnten mir bisher so viel hedonistisches Vergnügen bereiten wie dieser absolute Weltklassewein. Diese Rarität vom Hügelkamm der steilen, süd- und südwestlich ausgerichteten Spitzenlage Falletto erschien geradezu wie eine Liebkosung der bacchantischen Seele!

Was ist das Besondere an den unverwechselbaren Weinen des „großen Schweigers”, wie Bruno Giacosa aufgrund seiner Wortkargheit, seiner Nachdenklichkeit, seiner Introvertiertheit und seiner Öffentlichkeitsscheu – allein die Qualität seiner Weine soll für sich sprechen, alles Marktschreierische ist ihm vollkommen fremd – gerne tituliert wird? Nun, in seinen großen Rotweinen findet sich die Quintessenz der Nebbiolotraube, aus der seine weltberühmten Baroli und Barbaresci gemacht werden, es sind Weine von unerhörter Komplexität und fruchtiger Fülle, von Kraft und beispielloser Langlebigkeit, gepaart jedoch mit einer Feinheit und Eleganz, wie sie nur wenige Große Gewächse aus den bedeutendsten Lagen der Welt aufzuweisen vermögen. Es sind Weine großen, individuellen Charakters und einzigartiger Typizität, Lichtjahre entfernt von jenem austauschbaren internationalen Stil, der (nicht nur) mir ein Graus geworden ist.

Natürlich hat sich auch Giacosa gemeinsam mit seinem Kellermeister Dante Scaglione behutsamen, sinnvollen Neuerungen in der Kellertechnik nicht widersetzt, hat die Gär- und Maischezeit auf nur noch 2 Wochen verkürzt, da in seinen Kellern jetzt mit neuen Edelstahltanks gearbeitet wird, deren Rührwerk und Remontagetechnik eine ausreichende Tanninausbeute garantieren. Allerdings werden dabei vorwiegend die Gerbstoffe aus der Schale extrahiert und nicht aus den Kernen, was dazu führt, dass die Intensität der Farbstoffe und Polyphenole viel höher ist, die Tannine selbst wesentlich weicher erscheinen. Den Ausbau der Weine in neuen Barriques, den sich die so genannten Modernisierer auf ihre Fahnen geschrieben haben, lehnt Giacosa genauso entschieden ab wie die artverändernde Begrenzung des Tanningehaltes im Barolo und Barbaresco, denn ein Barolo ohne spürbares, wenn auch weiches Tannin ist für den Doyen der traditionellen piemonteser Winzerkunst eine Verfälschung dieses in der Welt einmaligen Weines. Doch verwendet Giacosa seit Anfang der 90er Jahre mittelgroße Fässer aus französischer Eiche und nicht mehr die alten, schweren Fässer aus slowenischem Holz, was den Weinen nochmals spürbar mehr Eleganz und Finesse verliehen hat. Unabhängig davon benötigen die großen, unfiltrierten Rotweine dieses Genies immer eine längere Zeit der Reife als die der Modernisten – Geduld also in unserer so hektischen Zeit ohne Zeit, ehe sie dann als wahrhaft majestätische Weine ein wirklich einzigartiges Trinkvergnügen bereiten.

Mein Fazit: Die wahren Liebhaber Großer Gewächse, die eher das Leise, das Burgundische suchen, denn das marktschreierisch Laute, finden die betörende Seele des Piemont in den Weinen des großen Weinmachers aus Neive!

Frisch eingetroffen sind der grandiose Piemonteser-Spitzenjahrgang 2004 sowie Giacosas qualitativ höchst spannende Basisweine (Detaillierte Beschreibungen folgen in den nächsten Pinwänden).

613107 Giacosa, Roero Arneis, bianco 2007 16,50 Euro
Dieser grandiose trockene Weißwein aus einer fast schon vergessenen, autochthonen Rebsorte, „der beste Arneis im ganzen Piemont” (Parker) ist schlichtweg hinreißend!
 

Giacosa, Roero Arneis, bianco

 


614206 Giacosa, Dolcetto d’Alba di Serralunga, rosso 2006 14,50 Euro
Dieser Dolcetto ist etwas ganz Besonderes. Der „Altmeister” des Barolo hat hier in Serralunga d’Alba gleich neben den besten Barolo-Lagen auch Dolcetto gepflanzt. Einige seiner Kollegen hielten ihn dafür – gelinde gesagt – für ausgeflippt. Doch das Ergebnis spricht für sich und straft alle Kritiker Lügen – und das zu einem unglaublichen Preis-Genuss-Verhältnis! In der verführerischen Nase ein einladender tiefdunkler Duft nach dunklen Früchten, Kirschen und Pflaumen mit einer betörenden floralen Note. Am Gaumen wieder diese betörende extraktsüße schmeichelnde Frucht, ungemein saftig, kräftiger Körper, aber sehr geschmeidig und wunderbar harmonisch balanciert mit lebendigem Frucht-Säure-Spiel, das lange nachklingt. Frucht und Fülle ergänzen sich hier wunderbar zu einem herrlichen Trinkspaß.
Zweifellos einer der besten Dolcetto des Jahrgangs! Zu genießen ab sofort bis 2012, mindestens.

Giacosa, Dolcetto d’Alba di Serralunga, rosso


614207 Giacosa, Dolcetto d’Alba „Faletto di Serralunga”, rosso 2007 14,90 Euro


Giacosa, Dolcetto d’Alba „Faletto di Serralunga”, rosso


613605 Giacosa, Barbera d’Alba, Superiore Falletto di Serralunga d’Alba 2005 27,90 Euro
Wunderbar würziger Duft nach Pflaumen und Gewürzen, im Hintergrund auch Veilchen und zarte Röstaromen. Am Gaumen präsentiert sich tiefe Fruchtfülle in einem kräftigen Körper mit samtig-weicher aber feingliedriger Struktur, feine mineralische Noten spielen mit den aromatischen Gewürzen, facettenreich und nuanciert, macht schon richtig Spaß, obwohl man ihn am besten noch ein, zwei Jahre in den Keller legen sollte, sehr fein balanciert, harmonisch, saftig und lang nachhallend. Ein Barbera der Extraklasse, fein gezeichnet durch des Magiers sensible Hand!

Giacosa, Barbera d’Alba, Superiore Falletto di Serralunga d’Alba


614404 Giacosa, „Vigna Croera di La Morra”, rosso 2004 95,00 Euro
Giacosas Jungfernjahrgang aus La Morra!

Giacosa, „Vigna Croera di La Morra”, rosso


613804 Giacosa, Barolo, „Falletto di Serralunga d’Alba”, rosso 2004 119,00 Euro
Einer der größten Baroli in diesem Jahrtausend: 96 Parkerpunkte!

Giacosa, Barolo, „Falletto di Serralunga d’Alba”, rosso


614104 Giacosa, Barbaresco „Santo Stefano di Neive”, rosso 2004 89,00 Euro
Eine piemontesische Legende: 95 Parkerpunkte!

Giacosa, Barbaresco „Santo Stefano di Neive”, rosso

 


613504 Giacosa, Barbaresco „Rabaja di Barbaresco”, rosso 2004 95,00 Euro
Wiederum Weltklasse pur: 97 Parkerpunkte!




Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann