Saarwellingen, im Februar 2008

PINwand Nº 144


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

Telmo Rodriguez vinifiziert höchst authentische Rotweine mit einer ganz eigenständigen Stilistik und seine Spitzenweine stammen aus dem wohl größten Jahrgang Spaniens seit über 50 Jahren! Dazu präsentieren wir Ihnen einen fabelhaften Alltagswein, der mit seinen gerade einmal 12,5% Volumenprozent Alkohol als der Antipode zu allen Marmeladenweinen der iberischen Halbinsel gefeiert wird.

Ein Auszug aus unseren weiteren Themen:
Die Domaine Guillaume Gros produziert im Lubéron urwüchsige Rotweine voller ursprünglicher Wildheit in einer großartigen Naturlandschaft!

Der weltweit höchstes Ansehen genießende Weinguide DECANTER bewertet unseren Madiran-Wein Charles de Batz („der gesündeste Rotwein der Welt”, Deutsche Ärztezeitung) der Kultdomaine Berthoumieu als besten französischen Rotwein unter 15,- Euro in der Kategorie: „Regional France Red Blend” und Michel Bettane, der große alte Mann des französischen Weinjournalismus, vergibt in seinem neuen Weinguide 2008 diesem phantastischen Wein im Jahrhundertjahrgang 2005 17/20 Punkten – eine ungeheure Provokation der um ein Vielfaches teureren Bordelaiser Spitzengewächse!

Alain Chabanons urwüchsige Terroirweine des Languedoc aus biologischem Anbau schlagen in großer Blindverkostung die mythischen Kult-Gewächse von Rayas und Pétrus!

Aus Deutschlands dynamischster Weinanbauregion Rheinhessen stellen wir eines der größten Winzertalente des Landes vor: Florian Fauth – sein Weingut Seehof wird vom Gault Millau zu den Top-Ten der Region gezählt und seine Weine werden als „veritable Schnäppchen” empfohlen.

Rainer Schnaitmann aus Württemberg gehört zweifellos zur absoluten deutschen Rotweinelite!


Wieder eingetroffen:
Freunde großer italienischer Rotweine können sich an den traditionell vinifizierten Friulischen Gewächsen von Bragato erfreuen sowie an den fabelhaften Bio-Weinen von Saladini-Pilastri: Großartige Qualitäten zu höchst attraktiven Preisen!

Saladini
Blick auf die Domaine Saladini Pilastri


652106 Pilastri, Rosso Piceno 2006 4,95 Euro
Parker beurteilte den gleich guten 2004er mit 89 Punkten, eine kleine Sensation für einen Wein dieser extrem fairen Preisklasse. Die Wein-Fachzeitschrift „Alles über Wein” verlieh für sein herausragendes Preis-Genussverhältnis eine Goldmedaille, Italiens Weinführer Gambero Rosso schwärmt von der verführerischen Aromatik, der Dichte und Tiefe dieses herausragenden Weins aus biologischem Anbau!
Zu genießen ab sofort bis 2009.

Pilastri, Rosso Piceno


652604 Pilastri, Pregio del Conte, rosso 2004 8,90 Euro
In gleich guten Vorgängerjahren vom Gambero Rosso mit zwei 2 roten Gläsern und der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis geadelt und von Parker mit sensationellen 92 Punkten beurteilt!

Pilastri, Pregio del Conte, rosso


Bragato - Friaul
Christian Patat und Dr. Andrea Pittana (Bragato)

609305 Bragato, Sauvignon Colli Orientali del Friuli, bianco 2005 12,50 Euro
Ein hervorragender Essensbegleiter und im kommenden Frühling auch solo getrunken auf der Terrasse Trinkfreude pur!

Bragato, Sauvignon Colli Orientali del Friuli, bianco


609504 Bragato, Rosso Colli Oriental del Friuli, rosso 2004 13,95 Euro
Vom WEINGOURMET (Juli 2007) als mineralisch-feinnerviger, angenehm fruchtiger Tischwein seinen Lesern wärmstens anempfohlen!

Bragato, Rosso Colli Oriental del Friuli, rosso



In der letzten Pinwand neu vorgestellt, die ersten Weine schon ausverkauft und von Allen Meadows, einem der weltweit einflussreichsten Burgunderkenner und -kritiker, brandaktuell als die „größten Schnäppchen des Burgund” gefeiert: „Die Domaine Joblot bringt regelmäßig Givrys hervor, die ebenso gut oder besser sind als die meisten Grands Crus von der Côte d’Or” (Robert M. Parker) – nur dramatisch günstiger im Preis!

215206 Joblot, „En Veau”, Vieilles Vignes, Givry, blanc 2006 22,50 Euro

Joblot, „En Veau”, Vieilles Vignes, Givry, blanc


215506 Joblot, Clos de la Servoisine, Givry 1er Cru, rouge 2006 22,50 Euro

Joblot, Clos de la Servoisine, Givry 1er Cru, rouge


215406 Joblot, „Clos Grand Marole”, Givry 1er Cru, rouge 2006 22,80 Euro

Joblot, „Clos Grand Marole”, Givry 1er Cru, rouge




SPANIEN

Telmo Rodriguez

„Un Bordeaux en Espagne”

Terroirweine von alten Reben aus Spaniens spannendsten Anbauregionen vereinen Konzentration, Eleganz und Finesse und setzen ihre ureigene „Identität gegen eine weltweit im industriellen Maßstab hergestellte Multi-Kulti-Stilistik”, Telmo Rodriguez!

Es geschah schier Unerhörtes: Die von mir zwar außerordentlich geschätzte, aber (naturgemäß) besonders den französischen Weinen zugeneigte „Revue du vin de France” verneigt sich vor einem spanischen Winzer: Telmo Rodriguez, einer der begabtesten und kreativsten Köpfe der spanischen Winzerelite, eine visionäre, charismatische Persönlichkeit, Weinliebhabern in aller Welt als Macher des großartigen Remelluri aus Rioja längst ein Begriff, wird unter dem zutreffenden Titel „Un Bordeaux en Espagne” geradezu enthusiastisch gefeiert. Zutreffend ist die Schlagzeile nicht etwa, weil die von Telmo produzierten Weltklasseweine eine Kopie großer Bordelaiser Gewächse in einem austauschbaren internationalen Stil seien, sondern weil sie, wie die schönsten und herausragenden Gewächse aus dem Médoc, über eine außerordentliche Konzentration, Eleganz und Finesse verfügen. Dazu spiegeln sie auf unnachahmliche Weise den Charakter ihrer jeweiligen autochthonen Rebsorte und der unterschiedlichen Region wieder, in denen sie gewachsen sind: Terroirweine im besten Sinne des Wortes, „das Gegenteil also dieser weltweit im industriellen Stil hergestellten Multi-Kulti-Weine, die über keine eigene Identität verfügen. Menschen aus der ganzen Welt sollen friedlich zusammenfinden, ihre Weine sollen aber unzweifelhaft ihre ureigene Herkunft widerspiegeln” (Telmo)! Die Trauben für diese originären Terroirweine stammen aus den qualitativ hochwertigsten Parzellen ihrer jeweiligen Appellation, von zumeist sehr alten Rebstöcken und werden dann in modernen Kelleranlagen schonend und mit einer gehörigen Portion Intuition ausgebaut. Spaniens Weine faszinieren Liebhaber individueller großer Gewächse infolge stetig verbesserter Qualitäten von Jahrgang zu Jahrgang mehr und die Spitzengewächse von Telmo Rodriguez gehören zu meinen persönlichen Lieblingstropfen. Zögern Sie nicht, sich diesen Weinen anzunähern, wenn Sie sie noch nicht kennen sollten, eine bessere Gelegenheit, große spanische Weine mit einem hervorragenden Preis-Genussverhältnis zu finden, wird es selten geben!

Telmo Rodriguez
Telmo im Schutze einer schattenspendende Plantage


Wie viele große (Winzer-)Persönlichkeiten verfügt auch Telmo über eine spannende Biographie: Geboren im Baskenland verbrachte er seine Kindheit auf dem Weingut seines Vaters in Rioja, studierte später zunächst Biologie in Bilbao (wenn er sich nicht gerade seiner großen Leidenschaft, dem Surfen, widmete, wie Freunde aus der Jugendzeit schmunzelnd zu berichten wissen), erwarb dann das Önologiediplom in Bordeaux, um anschließend 3 Jahre beim legendären Bruno Prats auf Cos d’Estournel die hohe Schule der Weinbereitung in der Praxis zu erlernen und eine Passion für wahrhaft große Weine zu entwickeln.

Aber selbst diese erstklassige Ausbildung genügte ihm noch nicht, denn er wollte neben der technisch-handwerklichen, der bis ins letzte Detail ausgeklügelten wissenschaftlichen Seite auch die eher intuitive Art kennen lernen, erstklassige Weine herzustellen, wollte sein Wissen und seine Erfahrungen erweitern und bat deshalb Eloi Durbach (Sie wissen, der geniale Kopf hinter der Domaine Trévallon) um eine Art Assistentenstelle. Doch dieser lehnte zunächst brüsk ab, mit der Begründung, was Telmo während seines Studiums vermittelt bekommen habe, reiche vielleicht aus, um Coca Cola zu produzieren, aber nicht, um bei ihm zu arbeiten! Aber Telmo blieb hartnäckig, überzeugte Durbach, ihn anzustellen, blieb wiederum drei Jahre und erlernte hier die „menschliche” Seite des Weines und seiner Erzeugung kennen. Weitere Stationen seiner außergewöhnlichen Lehr- und Wanderjahre führten ihn noch einmal zu drei ganz großen Winzerpersönlichkeiten Frankreichs, Perrin, Guigal und Chave.

Telmo Rodriguez

Eine extreme Steilterasse aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert.

Telmo Rodriguez


Danach mit einem theoretischen und praktischen Rüstzeug ausgestattet wie kaum ein zweiter, übernahm er, zurück in Rioja, die Leitung von Remelluri und führte das Familiengut innerhalb weniger Jahre nicht nur an die Spitze der Region, sondern avancierte zu einem Vorreiter der notwendigen Veränderungen innerhalb der spanischen Weinkultur. Als äußerst fruchtbar erwies sich dabei die enge Zusammenarbeit mit Pablo Vicente Eguskiza, der in Bordeaux sein Examen als Ingenieur der Agrarwissenschaften erworben hatte und langjähriger Mitarbeiter von Jean-Claude Berrouet (Önologe von Moueix) gewesen ist. Mit wissenschaftlicher Akribie erforschten sie die Bedingungen, unter denen mit den besten spanischen Reben optimale Ergebnisse zu erzielen waren. Vor 10 Jahren dann gründete Telmo die „Compañía de Vinos”, da er spürte, dass ihn auf Dauer die Arbeit auf Remelluri allein nicht ausfüllen würde: Dieses Gut war etabliert, galt als neues Aushängeschild von Spaniens wichtigstem Anbaugebiet und Telmo suchte neue Herausforderungen in anderen spanischen Regionen. Dabei hatte er eine Vision: Er scharte ein begeisterungsfähiges und engagiertes Team von Önologen und befreundeten Winzern um sich, mit denen er seither – nach umfangreichen Studien, Experimenten und großen Anstrengungen im Weinberg– moderne und dennoch höchst individuelle, terroirbetonte, konzentrierte, finessenreiche Weine ausschließlich aus autochthonen Rebsorten in unterschiedlichen Anbaugebieten Spaniens produziert, mit großem Erfolg und „mit einem sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis”, wie die gesamte Fachpresse, und nicht nur die hier VINUM, konstatiert.

Rodiguez’ authentische Tropfen sind allesamt höchst eigenständige und unverwechselbare „vinos con alma”, wie Telmo sie selbst bezeichnet, „Weine mit Seele”!


420106 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2006 6,95 Euro
Dieser ungemein beliebte leckere Trinkspaß, eine sehr erfrischende Cuvée aus Verdejo, Viura und Sauvignon Blanc, gilt unter Kennern als einer der spannendsten trockenen spanischen Weißweine für unfassbar wenig Geld. Herrlich fruchtig und würzig in der verführerischen Nase: Aromen von reifen Stachelbeeren, Holunderblüten, frisch gemahlenem Heu und Cassis vermählen sich mit einem exotischen Früchtekorb und mineralischen Anklängen von der Verdejotraube.
Bei Interesse bitte schnell zugreifen, dies ist unsere definitiv letzte Palette des großartigen Basa aus 2006!

Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco


420206 Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto 2006 5,30 Euro
Der STERN feiert diesen sensationell preis„werten” Klassiker unseres Programms euphorisch unter der zutreffenden Schlagzeile „Al Muvedre – Schrecken des Supermarkts” als seinen besonderen Weintipp: „Es sind nicht unbezahlbare Ego-Weine, mit denen der junge Telmo Rodriguez nach Ruhm und Ehre greift. Eher sind es die bodenständigen Tropfen. Einer der kreativsten unter den Star-Weinmachern Spaniens, sucht er in seiner Heimat nach typischer Expression von Herkunft, Rebsorte und Klima. In Alicante, sonst vinologisches Niemandsland, entdeckte er Terrassenanlagen mit alten Rebstöcken der Sorte „Monastrell”, frankophilen Weintrinkern unter den Namen „Mourvèdre” bekannt. Nun ist die Gegend von Alicante zwar die Heimat dieser dickschaligen Rebsorte, gleichwohl wussten die Bauern dort deren Kraft und Würze bis vor kurzem nicht in Weinqualität umzusetzen. Telmo Rodriguez kam, half und liefert nun auf herzerfrischende Weise authentischen Monastrell. Die Ausstattung der Flasche wirkt durch gekonnte Simplizität edel und raffiniert. ‚Al’ steht für Alicante, ‚Muvedre’ für die Rebsorte. Der unkomplizierte Wein erfreut das Herz des preisbewussten Weintrinkers, den die anonymen Supermarkttropfen immer wieder quälen, der aber vom Geizen nicht lassen kann. Hier wird er zu einem Spottpreis glücklich! Herrlich wild zeigt der Wein Charakter in Duft und Geschmack, milde Gerbstoffe tragen saftige Würze an den Gaumen. Schmeckt nach deutlich mehr, als er kostet – da hat der Supermarktwein nichts zu melden”.

Gut gebrüllt, STERN! Unser heute präsentierter, ungemein charaktervoller 2006er demonstriert eindrucksvoll die fabelhaften Qualitäten dieses Alltagsweins de luxe und begeistert mit seinen südlich-würzigen Aromen und seinen Anklängen an dunkle Beeren, Schwarzbrotrinde, Walnüsse, Schokolade, schwarze Trüffel, Tabakkiste und getrocknete Kräuter, zart unterlegt mit dem Aroma von getrockneten Datteln, Feigen und Pflaumenmus. Seit Jahren einer unserer erfolgreichsten Rotweine überhaupt, doch wohl noch nie war er so gut und so geschliffen wie in 2006! Eine traumhaft leckere Hommage an die bedeutende Rebe des Mittelmeerraumes, den Mourvèdre. Unbedingt probieren! Robert Parker: „Ein sensationelles Schnäppchen”!
Trinkreife ab sofort (etwas Luft geben bitte) bis Ende 2009.

Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto


422306 Rodriguez, Gabo do Xil Mencia, Valdeorras tinto 2006 7,90 Euro
Im Jahre 2002 wandte sich Spaniens sympathischer Superstar der spannenden DO Valdeorras zu, einer bis dato nur Insidern bekannten Region Galiziens, in der auf terrassierten Rebflächen, die noch aus römischer Zeit stammen und die das große Potential dieses vergessenen Anbaugebietes demonstrieren, autochthone Sorten wachsen, die höchst individuelle Weine ergeben. Die interessanteste dieser Reben ist die Mencia-Traube, die man wegen der Finesse der aus ihr produzierten Rotweine lange Zeit fälschlicherweise für eine Verwandte des Cabernet franc hielt. Und spektakulär ist in der Tat der schier unglaublich FEINE Stil dieses ungemein preis„werten” Weines, den Telmo aus perfekt gereiften Trauben von erstklassigen Hanglagen mit besten Granit- und Schieferböden vinifiziert hat. Bei aller Komplexität der betörenden, eleganten Aromen von Veilchen, Mandeln und roten Früchten, begeistern mineralische Noten und eine tänzerische Leichtigkeit, die selbst Intimkenner bei einem Rotwein von der iberischen Halbinsel in diesem Maße bisher nicht erlebt haben dürften. Mit seiner vibrierenden Frische, seiner verspielten Frucht sowie den gerade einmal 12,5% Volumenprozent Alkohol ist dieser traumhafte Tropfen, der ureigene Wege geht, geradezu der Antipode zu allen Marmeladenweinen der Neuen Welt. Welch Triumph der schwebenden Transparenz – eine Revolution am spanischen Rotweinhimmel! Für Liebhaber eines finessenreichen Stils mit moderaten Alkoholgradationen ein unbedingtes Muss!
Zu genießen ab sofort bis 2010+.



420406 Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto 2006 7,95 Euro
Der Weinberg zählt zu den ältesten in Spanien: Schon die Pilger im Mittelalter auf dem Weg nach Santiago de Compostella stärkten sich an diesem großartigen Wein für ihren mühevollen Weg! Im Westen Kastiliens, an der Grenze zu Portugal gelegen, in der so ungemein dynamischen Region Toro mit ihren extremen klimatischen Bedingungen, in sehr ärmlichen, uralten Rebanlagen mit einer extrem exponierten Sonneneinstrahlung produziert Telmo, dieser sympathische „Wunderknabe des spanischen Weinbaus”, einen Rotwein, der von Parker seit Jahren zu den „awesome wine values” gezählt wird, die also ein Preis-Genussverhältnis bieten, das nicht nur seiner Meinung nach geradezu unglaublich ist: 100% Tinta de Toro-Trauben aus 40 bis 70 Jahre alten, überwiegend wurzelechten Weinstöcken ergeben ein traumhaftes Gewächs von schwarzroter Farbe, einem berauschendes Bukett nach Crème de Cassis, Kirschen, wilden Brombeeren, Walnüssen, Schlehen, Oliventapenade und dunklem Tabak mit einer süßlich-würzigen Fruchtexplosion im Munde. Verführerisch und sehr dicht am Gaumen, Kirsch-, Brombeer- und Schwarze Johannisbeernoten vermählen sich mit Bitterschokolade und Lakritz und Noten von orientalischen Gewürzen, Zimt, Nelke und Kreuzkümmel, ungemein komplex, fleischig, generös, eine noch kompakte, aber herrliche Tanninstruktur, pfeffriger Nachhall, „zu gut, um wahr zu sein,” (Parker), ein Wein, der im 99er Jahrgang vom FEINSCHMECKER zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt wurde (eine Einstufung, die mir schon ein wenig übertrieben scheint, andererseits aber den betörenden Reiz dieses reinsortigen, authentischen Tempranillo verdeutlicht) und einer unserer meist verkauften spanischen Rotweine überhaupt.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2015.

Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto


422004 Rodriguez, „Gago”, tinto 2004 15,90 Euro
Dieser fabelhafte Spitzenwein wird aus einer Selektion der besten wurzelechten Parzellen in Toro vinifiziert. Seine enorme Frische und seine grandiose Gerbstoffstruktur mit ihren tabakig-würzigen Noten verleiht ihm noch ein großes Entwicklungs- und Reifepotential; zu genießen ab sofort (unbedingt Dekantieren), Höhepunkt 2010 bis nach 2020.

Rodriguez, „Gago”, tinto

 


422204 Rodriguez, Pegaso, Barrancos de Pizarra, tinto 2004 24,00 Euro
In der Castilla, nördlich von Madrid, liegt ein kleiner, legendärer Weinberg mit Namen Cebreros, einer der historischen großen Terroirs Spaniens, der fast in Vergessenheit geraten war, wohl, weil die extrem harte Bearbeitung in dem unwegsamen Gelände nur mit Hilfe von fleißigen und geduldigen Pferden möglich ist. Doch diese sehr steilen Hügel in über 1.000 m Höhe („eine Art Priorat mit kühlen, für die komplexe Fruchtausbildung idealen Nächten”, so Telmo) aus Schiefer!- und Tonböden tragen einen wahren Schatz – über 80 Jahre alte Grenachereben besten genetischen Materials mit extrem geringem Ertrag von unter 20 hl/ha. Für Telmo Rodriguez, diesen stets wachen, umtriebigen Geist die ideale Gelegenheit, einen spektakulären, autochthonen Terroirwein zu erzeugen, der sich in seiner stilistischen Einzigartigkeit von den anderen großen spanischen Rotweinen fundamental unterscheidet. Was ist das für ein betörender, vielschichtiger, traumhaft komplexer Wein, meilenweit von allen modisch marmeladigen Tendenzen entfernt, wie ein ferner Gruß aus einer verschollenen, lieb im Gedächtnis verhafteten Zeit wirkend, in der die Qualität eines großen Gewächses noch ausschließlich im Weinberg erzielt wurde. Tiefrote Grenachefarbe, ungemein faszinierende, noble Nase mit betörenden Aromen von reifen schwarzen Beeren, Kirschen und mediterranen Kräutern, dazu zarte Anklänge an Pfeffer und Mineralien. Am Gaumen eine dem gigantischen Jahrgang 2004 geschuldete enorme Kraft und Dichte, eine animierende Frische und Finesse sowie komplexe Beerenfrüchte, betörende Kräuteraromen und edle Schokoladenanklänge, feinst strukturiert und nobel unterlegt von seidenen, cremigen Tanninen und im grandiosen Finale begeistert ein lang anhaltender, zutiefst mineralischer Abgang.

Ein großer Wein von fast burgundischer Stilistik (auf seinem Höhepunkt einem legendären Grand Èchezeaux sicher nicht unähnlich) aus einem Jahrhundertjahrgang in Spanien, den ich insbesondere Liebhabern komplexer Tropfen anempfehlen möchte, deren Trinkvergnügen weit jenseits der Vordergründigkeit von modern-marmeladigen Extraktionsbomben beginnt!

Dieses tief mineralische und herrlich frische, höchst individuelle Weinmonument, die legendäre eiserne Faust im seidenen Samthandschuh, stellt eines der größten Weinwerte dar, die Sie in Spaniens größtem Jahrgang der Neuzeit genießen können, ein fabelhaft schöner Wein, ganz nahe dem Ideal und ein Glücksfall für Liebhaber autochthoner Weine aus Spanien – Weltklasse-Qualität zu bezahlbaren Preisen! Viele wesentlich hochpreisigere Priorat-Weine haben gegen diesen urwüchsigen Charakterwein nicht den Hauch einer Chance!
Zu genießen ab sofort aus einem großen Burgunderpokal, Höhepunkt jedoch erst 2010 bis 2020, mindestens.

Rodriguez, Pegaso, Barrancos de Pizarra, tinto


420004 Rodriguez, „Pago La Jara”, tinto 2004 36,90 Euro
In sehr limitierter Auflage (wegen der drastischen Selektion bei der Zusammenstellung dieses fabelhaften Spitzenweins durch Telmo Rodriguez) können wir Ihnen, liebe Kunden, diesen großartigen, harmonischen, sehr authentischen Tropfen aus der besten Lage einer Region anbieten, deren enormes Potential VINUM in einer glänzend recherchierten Reportage unter dem Titel „Wunderkinder aus Toro” beschrieben hat: Ein „neues Weinwunderland” sei im Entstehen, ein „El Dorado” gar für preisbewusste Weinliebhaber, denn die einzigartigen klimatischen Bedingungen, die bis zu 3000 Sonnenstunden im Jahr, garantieren ein perfektes Ausreifen der auf luftigen Anhöhen gepflanzten, zum größten Teil noch wurzelechten Reben, die von der Reblausplage verschont geblieben sind. Zudem bringt die dominierende, autochthone Rebsorte der Region, Tinta de Toro, eine enge Verwandte der Tempranillo, ungemein extraktreiche, fruchtige, gleichzeitig verblüffend opulente und dennoch weich wirkende Weine mit viel Tiefgang hervor, mit einer würzigen, an Tinte und Teer erinnernden, unverwechselbaren Note. Ausschließlich aus einer erstklassigen, kieseligen Parzelle, deren Weinstöcke über 70 Jahre alt sind, stammen die perfekt gereiften Trauben für diesen noblen, maskulin wirkenden Wein, der mit seinen tiefgründigen mineralischen Aromen und seinen Anklängen an schwarze Trüffel, Lakritz, Bitterschokolade, Zigarrenkiste, geräucherten Speck und dunkle Beeren die Sinne verzaubert.

Ein höchst authentischer Rotwein mit einer ganz eigenständigen Stilistik aus einer der spannendsten Regionen Spaniens und dem wohl größten Jahrgang seit über 50 Jahren!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2008 bis nach 2014.

Rodriguez, „Pago La Jara”, tinto


420704 Rodriguez, Matallana, Ribera del Duero tinto 2004 67,00 Euro
Dieser zutiefst dunkelrote, fast schwarze Wein mit einer ungeheuren Dichte und Konzentration (aber beileibe kein Monsterwein, im Gegenteil, er präsentiert sich voller Eleganz, Finesse und Feinheit) stammt aus einem Weinberg von nur 7 ha, dessen Rebstöcke des Tinto Fino knapp 70 Jahre alt sind. Sehr komplexe, nuancierte Aromen von schwarzen Früchten, Cassis, Kirschen, Kaffee, sehr feinen Gewürzen und zarte, perfekt eingebundene Toastanklänge vom neuen Barrique; am Gaumen noble Schokoladen- und Vanillenoten, eine traumhafte Struktur, Harmonie und Tiefe, ein betörender Sinnenzauber mit butterzarten Tanninen von einer äußerst raren Seidigkeit. Feinheit und Finesse verbinden sich mit einem lodernden südlichen Feuer. Dieser Cru hat Charakter, er gibt sich zwar schmeichlerisch, aber besitzt jene Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut. Ungemein langer, zutiefst feinbeeriger und mineralischer Abgang! Einer dieser so seltenen Weine, bei denen ich begeistert notiere: „Ein veritabler Kraftprotz, aber edel gekleidet in eine Abendgarderobe aus Samt und Seide”. Ein außerordentlich komplexer, feiner, perfekt ausbalancierter, traumhafter mineralischer Wein, dessen ähnlich guter 99er Jahrgangsvorgänger bereits die sehr selten vergebene Höchstnote in der Revue du vin de France erhielt!

Dies ist ein Rotwein der absoluten Spitzenklasse aus einer der besten Anbaugebiete der iberischen Halbinsel, authentisches, originäres Ribera del Duero und mit das beste, was Sie derzeit in Spanien finden können!
Zu genießen ab sofort, (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2009 bis nach 2016.

Rodriguez, Matallana, Ribera del Duero tinto


420504 Rodriguez, Molino Real „Mountain Wine”, Malaga blanco 2004 0,5 l 32,50 Euro
Gilt unter Liebhabern als der spektakulärste Süßwein Spaniens und ein Wein zum Süchtigwerden! In der Nase feine Cassisnoten, reife Ananas, karamellisierte Mandeln, saftiger Pfirsich, Vanille und Mangokompott. Am Gaumen eine verzaubernde Süße mit feiner Würze, auch hier findet sich die vortreffliche Intensität der exotischen Früchte wieder, besonders Mango tritt in den Vordergrund, verwoben mit frischer Minze und Cassisblatt. Genialer Wein zu asiatischen Desserts, wie Zitronengras-Crème-Brûlée mit Mangokompott oder karamellisierte Ananas mit grünem Tee-Eis. Ein Wein zum sofortigen Genuss mit riesigem Potential! Unbedingt probieren!

Bitte beachten Sie, werte Kunden, dass sich in unserer gedruckten Pinwandfassung der Druck-Fehlerteufel eingeschlichen hat und der Jahrgang 2005 angegeben wurde. Wir haben aber nochmals den phantastischen 2004er eingekauft, der spektakulärste Jahrgang in Spanien seit Menschengedenken.

Rodriguez, Molino Real „Mountain Wine”, Malaga blanco

92 Parker Punkte!




FRANKREICH

Domaine Guillaume Gros - Lubéron

Urwüchsige Rotweine voller ursprünglicher Wildheit aus einer großartigen Naturlandschaft!

Guillaume Gros ist ein begnadeter Magier und der Leader der dynamischen jungen Winzergeneration im hügeligen Bergland des Lubéron, dieser faszinierend urwüchsigen Landschaft des Lichts. Mit seinen romantischen Schluchten und Wäldern, seinen pittoresken Bergdörfern und Weinbergen, seinen Legenden und Schlössern ist das Lubéron die etwas andere – die wildromantische – Provençe. Kein Wunder, dass Guillaume Gros dem Reiz dieser ökologisch intakten Kulturlandschaft erlag und vor über einem Jahrzehnt als einer der Top-Sommeliers Frankreichs den Michelin-Sternen adé sagte – und dies, obwohl seine frühere Karriere ihn als Chefsommelier in einige der renommiertesten Restaurants Frankreichs (u.a. das 3-Sternerestaurant l’Arnsbourg im Elsass) geführt hatte. Mit einer schier entfesselten Kreativität gründete er erst zu Jahresbeginn 2001 die Domaine Gros (ursprünglicher Name: d’Antonin) und katapultierte diese vom Start weg in ungeahnte Höhen. Bereits der Jungfernjahrgang wurde im Handumdrehen von unseren begeisterten Kunden aufgekauft und so avancierte Guillaume auf Anhieb zu einem international gefeierten neuen Stern am funkelnden Rhônehimmel.

Domaine d’Antonin
Traditionell bearbeitete Rebzeilen auf steinigem Kalklehmboden - im Hintergrund
erhebt sich die hügelige Wald- und Felsenlandschaft des Lubéron

Wie kam es zu diesem Katapultstart in die erste Riege der Rhônewinzer? Unter Insidern der Szene war sehr wohl bekannt, welch ambitionierter Jungwinzer hier in diesem hügeligen Terroir, südöstlich des malerischen Mont Ventoux gelegen, engagiert zu Werke ging. Denn Guillaume Gros trieb es schon während seiner Zeit als Sommelier in seiner Freizeit immer wieder zu seiner Passion, dem Wein, und damit zu Winzern mit echter Leidenschaft zu ihrem Beruf. Die beseelte Idee, selbst Wein zu produzieren, wuchs immer stärker in ihm heran und so wagte er schließlich vor sieben Jahren, ausgestattet mit praktischen Erfahrungen und einer mehrjährigen Lehrzeit bei großen Meistern der Winzerzunft, bei André Ostertag im Elsass, Yves Gras auf Santa Duc und Christophe Sabon auf der Domaine La Janasse in Châteauneuf-du-Pape, den Schritt in die Selbständigkeit.

Domaine d’Antonin
Die Weinlese ist geschafft - müde, aber glücklich ruht
Guillaume Gros an einem Holzfass

Und bei unserem Freund Yves, dem sympathischen Tausendsassa und genialen Spitzenwinzer aus Gigondas, habe ich Guillaume bei einem meiner Besuche erstmals kennen gelernt und war sofort fasziniert von seiner Liebe zu den großen Weinen der südlichen Rhône. Nie verlor ich ihn seither aus den Augen, verfolgte aufmerksam seinen weiteren Weg, bis er in den klimatisch privilegierten Nordhängen(!) der Côtes du Lubéron einige traumhafte Parzellen kaufte. An diesen Nordhängen führen kühle Nächte und sehr große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zu einer ausgeprägten Finesse und Frische im fertigen Wein und es gibt genügend Wasser zur Vermeidung von Trockenstress in den heißen Sommern, weshalb Reifeblockaden der Beeren ausbleiben. Das sehr heterogene Terroir dieser exzellenten Weinberge ähnelt zudem den herausragenden Gegebenheiten in Gigondas, wobei natürlich jede einzelne dieser naturnah bewirtschafteten Parzellen über ihr spezifisches Mikroklima verfügt.

Der alles entscheidende Aspekt in Guillaumes Schaffen im Weinberg dreht sich um die Frage, in allen Rebbergen den optimalen Zeitpunkt für die Lese zu finden, den Punkt also, an dem die Trauben ihre höchste physiologische Reife erreicht haben. Es soll keinesfalls zu früh geerntet werden, es darf aber auch niemals Überreife aufkommen, die später im Wein zu einer marmeladigen Stilistik beiträgt. Schon Guillaumes erster Jahrgang, der oben angesprochene Jahrgang 2001, demonstrierte daher eindrucksvoll das großartige Zusammenspiel zwischen den herausragenden Lagen, Guillaumes enormem Talent und den bei seinen charismatischen Lehrmeistern erworbenen Fähigkeiten. Unter Insidern und in der südfranzösischen Winzerszene gelten Guillaumes Rotweine mittlerweile als absoluter Geheimtipp und als die Referenz ihrer aufstrebenden Appellation! Es sind rare Glücksfälle für den echten Genießer, höchst authentisch, voll sprudelnder Frische und daher vibrierend lebendig – Frucht- und Texturvergnügen pur. Diese Rotweine schaffen im Lubéron neue Qualitätsdimensionen und sind in ihrer berauschenden Natürlichkeit so atemberaubend präsent wie die herrliche, wildromantische Landschaft selbst. In ihrer Qualität großen Châteaufneufweinen ebenbürtig, stilistisch in ihrer Jugend jedoch ungestümer mit knackigen Tanninen, die immer ein wenig mehr Zeit brauchen, sich abzuschleifen als bei ihren Pendants aus der Rhôneebene, dafür aber mit einer traumhaften Frische gesegnet. Urwüchsige Rhône, die des Weinliebhabers Herz erfreut, der sich von originären, authentischen Gewächsen im Glase verwöhnen lassen möchte. Unbedingt probieren!


Domaine d’Antonin
Von dieser trumhaft an einem Waldesrand gelegenen Junganlage
stammen die Trauben unseres „El nino loco”

168406 Guillaume Gros, El nino loco 2006 6,95 Euro
Was für ein authentischer „wilder” Lubéronwein mit tiefdunkler Farbe und einer tollen Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer brillanten Struktur und animierenden Textur im Mund, die in dieser Preisklasse alles andere als „normal” sind. Dieser tolle Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, der vor der Ernte den Saft in den vollreif gelesenen Trauben von besten Grenache- und Carignanreben konzentrierte, so dass ungemein dichte, expressive, beerenwürzige Aromen (dazu erdige Anklänge, Teer, Kaffee, geräuchertes Fleisch, Zedernholz, Rauch und dunkler Tabak) wohlig dem Glase entsteigen. Die meisterhafte Weinbereitung besticht mit Konzentration und Dichte und einem enormen Extraktreichtum, aber auch mit feiner Fruchtsüße und einer großartigen Struktur. Ein authentisches Weinoriginal mit Potential für Jahre, ein Maßstab in seiner Preisklasse, den die meisten Domainen der Region nicht mal mit ihren Spitzencuvées erreichen!

Robert M. Parker bewertet den gleich guten Jahrgangsvorgänger dieses Juwels voller Begeisterung mit sagenhaften 90 Punkten!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2012.

Guillaume Gros, El nino loco

 


168105 Guillaume Gros, Pourquoi Pas, rouge 2005 11,00 Euro
Der Jungfernjahrgang ‘Premier Pas’, „der erste Schritt”, (ein doppeldeutiger Begriff, der sowohl den ersten Schritt seines 2001 geborenen Sohnes beim ,Laufen lernen’ meinte als auch den Start seiner Winzerkarriere) verkörperte im großen Jahrgang 2001 eindrucksvoll Guillaumes Philosophie der Weinbereitung und war bei Ihnen, werte Kunden, ein enormer Erfolg! Heute können wir Ihnen den kongenialen Nachfolger aus einem weiteren Jahrhundertjahrgang an der südlichen Rhône anbieten, mit einer Namensänderung allerdings. Wegen einer möglichen Assoziation mit einem Premier Cru verboten die Appellationsbehörden die alte Bezeichnung, woraufhin Guillaume seinen Wein ironischerweise ‘Pourquoi pas’ nannte, was übersetzt heißt: „Warum nicht?” Wie auch immer, nicht nur Bordeauxfreunde werden staunen, wenn sie diesen Wein im Glas haben. Denn die faszinierend kühle Frische, welche die Gerbstoffmuskeln bei jedem Schluck durchziehen – das ist schlichtweg sensationell! Dieser Wein ist zwar ein Kraftpaket, aber mit einer sensiblen Seele ausgestattet. In der Farbe ein tiefes, sattes, leuchtendes Purpurrot mit funkelnden violetten Reflexen; in der Nase elegante, komplexe, feine, sehr verführerische Aromen von prallen, reifen Walderdbeeren, Cassis und Cassisblättern, vermischt mit Kräutern, wie Rosmarin, Thymian und Salbei und dem kühlen Unterton von frischer Minze. Am Gaumen saftig mit einer erfrischenden Sauerkirschnote, kühl und mineralisch mit feiner Würze. Deutlich schmeckbar ist die hohe physiologische Reife der Trauben, für Guillaume die unabdingbare Voraussetzung zur Erzeugung wirklich großer Weine. Mit seiner feinen Frucht verströmt dieser formidable Tropfen den Zauber der großartigen Landschaft des wild-romantischen Lubéron. Bereits der Duft signalisiert die noble Tanninqualität, Konzentration und Dichte. Superb gelungen – und ein herausragender Tipp für alle, die das neue Südfrankreich zu schätzen wissen. Ein Wein, der sich wegen seiner frischen Säure jetzt schon wunderbar genießen lässt, der aber noch viel Potential in sich birgt, bis die feinkörnige Tanninstruktur weiter abgeschliffen sein wird.
Höhepunkt daher wohl erst Frühjahr 2009 bis mindestens 2014.

Pilastri, Pregio del Conte, rosso


Domaine d’Antonin
Uralte Carignan-Rebe aus dem Jahr 1902 - eine majestätische Persönlichkeit

168204 Guillaume Gros, „Côté Terroir”, rouge 2004 14,50 Euro
Welch großartiger, unfiltrierter, fast ätherischer Spitzenwein mit enormer Frucht- und Würzsubstanz, der das Zeug zur Legende hat und der die seelenlosen Hightech-Weine aus aller Welt auf’s Äußerste provoziert. Das hier ist eine geballte Fruchtladung aus dem Lubéron, die mit ihrem komplexen Aromenspektrum nur so strotzt! Die massive Kalibrierung und die kühle Eleganz sind schlichtweg atemberaubend: ein Triumph des phantastischen Jahrgangs 2004, der so herrlich balancierte und erfrischende Trinkweine ermöglichte. Im Glas baden schwarze Früchte und mediterrane Kräuter. Kandierte Schwarzkirschen vermischen sich mit Marzipan und Schokoladennoten und werden begleitet von dem balsamischen Duft der Kräuter der Provence. Die Substanz dieses „Monuments an Reichhaltigkeit der Aromen der alten Grenache-, Carignan- und Syrahreben” (Guillaume) ist so überwältigend, so orientalisch inspiriert, so nachhaltig schön, dass er tief unter die Haut geht. Die aromatische Fülle und Komplexität lauern zwar noch in der Tiefe, aber der Wein knistert schon. Und dieses ,Feuer’ wird in den nächsten Jahren durch Filigranität ergänzt! In seiner Stilistik wie eine hypothetische Mischung aus einem Spitzenchâteauneuf und einem sehr guten Burgunder wirkend, präsentiert sich dieses Monument aus dem Lubéron verführerisch und extraktsüß, insbesondere jedoch sehr mineralisch-würzig – DAS Signum für alle großen Terroirweine der Welt. Diese Mineralität zeigt sich von der Zungenspitze bis zum Rachen, trotz der mächtigen Konzentration, des enormen Extraktes und der noch deutlich vernehmbaren, dezent pfeffrigen Barriqueanklänge. Im Finale zeigen sich eine prägnante Kirscharomatik, Noten von Kakao, Rosen und Veilchen. Genial! Man riecht und schmeckt förmlich die sonnengetränkte Erde des Lubéron. Ein echter Knüller und ein Allegro Crescendo auf das Lubéron!
Zu genießen 2009 bis nach 2015.

Pilastri, Pregio del Conte, rosso



Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Wer von Ihnen, werte Kunden, vielleicht ein wenig kuscheligere Tropfen aus dem Süden Frankreichs bevorzugt als es die ‚wilden’ Naturweine von Guillaume Gros sind, dem sei an dieser Stelle wiederum unser phantastischer Bio-Wein der Weltklassedomaine Beaucastel empfohlen:

Château Beaucastel
Familie Perrin

174206 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2006 5,80 Euro
Was für ein herrlicher Alltagswein des fabelhaften Jahrgangs 2006 an der südlichen Rhône vom Fuße des mythischen Bergriesen des Mont Ventoux, einer Appellation, die immer noch Geheimtipp-Status besitzt! Dieser leckere Bio-Wein bietet eine tiefrubinrote Farbe und verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen, reifen Brombeeren, Veilchen, weißem Pfeffer und den unvergleichlich aromatischen Gewürzen der Provence. Seine zarte Transparenz und Komplexität in Duft und Geschmack, seine beeindruckende Konzentration und Dichte (völlig ungewöhnlich in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse, ein Geschenk der großartigen Syrahpartie in der Cuvée), sein verführerischer Schmelz und die butterweichen, cremigen Tannine machen ihn im positiven Sinne zu „everybodys darling”.

„Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Niveau zu derart sympathischen Preis produziert werden kann, ein Wein für all diejenigen, die hohe Qualität und großen Trinkgenuss suchen”, schwärmt Parker bereits seit Jahren begeistert über diesen phantastischen Alltagswein und feiert unseren aktuellen 2006er mit der Auszeichnung „excellent value”! Und der DECANTER urteilt euphorisch: „Ein Vergnügen, ein großer und vortrefflicher Weinwert!”
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis wenigstens 2010.

Perrin, Côtes du Ventoux rouge


Zudem wieder eingetroffen ist der berühmte Zweitwein des legendären Châteauneufs von Beaucastel:

Château Beaucastel
Frühlingszauber auf Château Beaucastel

174505 Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge 2005 16,95 Euro
Ein Rhônefestival, ein erotisches Feuerwerk der Sinne! Oder um nochmals mit Parker zu sprechen: „This is almost the bottle essence of Provence”. Zu genießen mit größtem Vergnügen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis wenigstens 2018.

Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge


Alle unsere Erwartungen übertroffen hat der Hype nach dem fabelhaften 2006er Châteauneuf von Beaucastel. Bereits über 75% unserer Zuteilung für das lukrative Subskriptionsangebot sind nach unserem Januar-Mailing vergriffen! Sichern Sie sich bei Interesse noch schnell einen der charaktervollsten Rotweine der Welt zum attraktiven Sonderpreis, der mit seiner ureigenen Stilistik im großartigen Jahrgang 2006 der südlichen Rhône zu meinen persönlichen Favoriten gehört! (Auch Parker lobt begeistert: „One of the vintage’s top wines”.) Dieser fabelhafte Stoff wird bei seiner Auslieferung im Herbst diesen Jahres deutlich teurer sein. Legenden sterben nie, Gänsehautatmosphäre!

Château Beaucastel
Alte Reben

174606 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2006 49,00 Euro
Mourvèdre, Grenache, Counoise, Cinsault + Vaccarèse, Terret Noir, Muscardin, Clairette, Picpoul, Picardan, Bourboulenc, Roussanne späterer Preis voraussichtlich 59,00 Euro, Auslieferung im Herbst diesen Jahres.


In Subskription



Domaine Berthoumieu - Madiran

Der weltweit höchstes Ansehen genießende Weinguide DECANTER feiert unseren Madiran-Wein Charles de Batz als besten französischen Rotwein unter 15,- Euro in der Kategorie: „Regional France Red Blend”

Seit Jahren ist er ein Klassiker in unserem Programm – einer der eigenständigsten, charaktervollsten und nach Ansicht der „Deutschen Ärztezeitung” auch der gesündeste Rotwein der Welt: der Charles de Batz der Domaine Berthoumieu aus dem Madiran, einer Appellation, die unter Kennern als eine der spannendsten Weinanbauregionen Frankreichs gilt.

Domaine Berthoumieu
Didier Barré beim Verkosten
© jb lafitte


Didier Barré, Winzergenius und Gascogner wie aus dem Bilderbuch, gilt als „Primus inter pares” innerhalb der jungen Winzergeneration im Madiran. Denn Didier, dem jungen, ambitionierten Eigentümer der 24 ha großen Domaine Berthoumieu, deren bis zu über 100 Jahre alte Rebstöcke überwiegend im Westen des kleinen Ortes auf privilegierten, südlich ausgerichteten Hanglagen gepflanzt sind, ist es auf vorbildliche Art gelungen, die aus der kleinbeerigen Tannattraube gewonnenen „Tanninmonster” zu zähmen. Dies erreicht er durch aufwendige Laubwerksarbeit, eine extrem späte Lese streng selektionierten, auf den Punkt gereiften Lesegutes, die Assemblage mit der Edelrebe Cabernet Sauvignon, den feinfühligen Ausbau in neuen Barriques und den überaus gekonnten Einsatz der Mikrooxidation, was bedeutet, dass den Weinen beim Ausbau in geringer Dosierung Sauerstoff zugeführt wird, um sie geschmeidiger, weicher und saftiger werden zu lassen, ohne dass sie ihre ureigene Identität verlieren. So produziert Didier Barré individuelle Gewächse voller Charakter und Authentizität, mit einem superben Preis-Genuss-Verhältnis, das nicht zu überbieten ist. Deshalb war es für uns auch keine Überraschung, dass der Decanter bereits die 2003er Spitzencuvée „Charles de Batz” als besten französischen Rotwein unter 15,- Euro in der Kategorie: „Regional France Red Blend” feiert. Und Sie, werte Kunden, wissen längst, dass der Jahrgang 2005 im französischen Südwesten sogar besser ausgefallen ist als der große 03er, da einfach nochmals finessenreicher, komplexer und extrem langlebig. Zu Recht wird dieser Jahrgang daher nicht nur im Bordelais als Jahrhundertjahrgang gefeiert!

Aber nicht nur der Decanter, auch die übrige Fachpresse ist voll des Lobes über unser Kleinod: Der „Weingourmet” konstatiert unter der treffenden Schlagzeile „Stilwandel: Aus dem derben Roten wurde ein eleganter Prestigewein”, dass die Spitzenprodukte aus dem Madiran zur harten Konkurrenz Bordelaiser Gewächse heranreifen und der „hervorragend gelungene Charles de Batz als der beste rote Madiran gilt”. Die in Frankreich angesehenste Weinfachzeitschrift, die „Revue du vin de France”, beschäftigt sich ebenfalls mit den großartigen Qualitäten der neuen Jahrgänge im Madiran und resümiert unter der Schlagzeile „Montus nicht mehr allein an der Spitze”, dass der wesentlich preisgünstigere „Charles de Batz” jetzt gleichrangig mit diesem Pionier der qualitativen Weinbereitung im Madiran die Appellation anführe und zeichnet daher Berthoumieu als eine von 11 Domainen aus ganz Frankreich mit dem begehrten „coup de coeur” aus, eine Art Liebesbezeugung für die besten Weine mit exzellentem Gegenwert für ihr Geld. Denn auch das ist bemerkenswert: Trotz der Elogen, die den Weinen von Didier Barré, dem kreativen Kopf und genialen Schöpfer dieser tollen Weine, mittlerweile gesungen werden, beweist dieser begnadete Winzer eine Preisdisziplin, die fast ohne Beispiel ist und mich sehr an die so sympathische Philosophie Pierre Clavels erinnert. Didier Barré, eines der größten Winzertalente des Südwestens, produziert große Gewächse voller Charakter, Authentizität und Individualität mit einem Preis-Genuss-Verhältnis, das nicht zu überbieten ist.

Domaine Berthoumieu
Kleinbeerige, dickschalige Tannat-Reben
strotzen vor gesunden Inhaltsstoffen, die das Herz schützen.
© jb lafitte


Viele Stammkunden wissen aber auch, dass Didiers Spitzencuvée „Charles de Batz” laut „Deutscher Ärztezeitung” noch eine weitere ganz besondere Ehre zuteil wurde: „Der gesündeste Wein der Welt”, sei er, meint Dr. Roger Corder vom Londoner William Harvey-Institut für Kreislaufforschung. Corder hatte das so genannte French Paradox genauer untersucht, das besagt, dass Menschen in Süd- und Südwestfrankreich seltener Herzinfarkte erleiden als Menschen in anderen Industrienationen, obwohl sie sich fettreicher und üppiger ernähren. Und Corders Experiment (Lesen Sie bei Interesse bitte meinen ausführlichen Bericht in unserer Einführung zum wilden französischen Südwesten in unserem Katalog 2008 auf S. 229-230) hatte einen eindeutigen Sieger: unseren tiefdunklen, fast pechschwarzen, sehr polyphenolhaltigen Madiran „Cuvée Charles de Batz”, hergestellt aus der autochthonen Tannat-Rebe. Wohl bekomm’s!


Domaine Berthoumieu


506505 Berthoumieu, „Charles de Batz”, rouge 2005 12,80 Euro
Der gesündeste Wein der Welt laut Ärztezeitung! Und eines der größten Schnäppchen des letzten Jahrzehnts in Frankreich!
Die originäre Spitzencuvée Charles de Batz ist ein grandioser Madiran von phantastischen Lagen – ein individueller Charakter im Konzert der großen Weine Frankreichs! Beeindruckend wie in den Vorjahren brilliert zunächst die tiefstrote, fast schwarze Farbe dieser barriqueausgebauten Spitzencuvée. Die Überraschung folgt jedoch in der Nase und am Gaumen: Didier, der die Mikrooxidation so meisterhaft beherrscht wie kaum ein zweiter, hat es in einem der größten Jahrgänge in der Geschichte des Madiran geschafft, diesen begeisternden ‚wilden’ Wein mit einer sagenhaft weichen, cremigen Textur zu versehen und daher auch früher zugänglich zu machen als in den 90er Jahren. So fasziniert diese finessenreiche, elegante Cuvée aus 90% edelster Tannattrauben und penibelst gelesenem reifem Cabernet-Sauvignon zunächst mit einer zart süßlichen, komplexen roten Beerenfrucht, geheimnisvollen Gewürzen und einer kühlen Mineralität. Nach längerer Belüftung entströmen dem Glase betörende expressive Duftnoten von reifen Johannisbeeren, prallen süßen Kirschen, dunklen Bitterschokoladen- und noblen Röstaromen mit subtilen Anklängen an würzigen Tabak, Weihrauch und Zedernholz.
Am Gaumen wie immer eine phantastische Konzentration und Eleganz, eine sagenhafte Frische (selbst der Hitzejahrgang 2003 belegte bereits diese höchste handwerkliche Kunst Didiers) und ein immenser Extrakt. Welch ausgewogene, harmonische, feinst balancierte, von nobler Kühle und fabelhafter Dichte geprägte Stilistik! Dunkle, würzige Beerenaromen umhüllen die dichten, kühlen Gerbstoffe und die für einen tannatgeprägten Wein sensationell weichen, seidenen Tannine versprechen diesem authentischen Madiranwein ein Wahnsinnspotential!
Dieser originäre Kultwein brilliert mit seinem authentischen Charakter, seiner wilden natürlichen Schönheit und seiner cremigen Gerbstoffstruktur: ein grandioses Meisterwerk mit Dichte und Schmelz, faszinierender Eleganz und großer Feinheit! In seiner Stilistik noch frischer im Trunk als der ungemein beliebte 2003er wegen seiner animierenden Säurestruktur und seiner traumhaft cremigen Tannine und noch dichter und komplexer als der ebenfalls fabelhafte 2004er. Daher ist der ‚Batz’ 2005 aus einem wahren Jahrhundertjahrgang ein zwar südlich inspirierter Wein, mit Feuer in den Adern und den glutvollen Augen einer geheimnisvollen, zarten, ebenholzfarbenen Schönheit, besitzt aber auch die Rasse und Noblesse eines großen Bordelaiser Gewächses. Für einen Madiran, den gesündesten Wein der Welt, ein schier unglaubliches hedonistisches Trinkvergnügen!

Tolle Bewertung im aktuellen wichtigsten französischen Weinführer: Für seine höchst attraktive Preisklasse wird der ‚Batz’ 2005 mit sensationellen 16,5/20 Punkten im „Classement 2008”, der Bibel der französischen Weinkritik, ausgezeichnet, eine Bewertung, die ansonsten wesentlich teureren Prestigegewächsen aus dem Bordelais im Jahrhundertjahrgang 2005 vorbehalten ist!

Und Michel Bettane, der große alte Mann des französischen Weinjournalismus, vergibt in seinem neuen Weinguide 2008 gar 17/20 Punkten und feiert diese traumhafte Provokation Bordelaiser Spitzengewächse wegen seiner raren Finesse, die bei aller Dichte und Konzentration diesen großartigen Tropfen auszeichnet!
Trotz seiner bereits in der jetzigen Primärfruchtphase betörenden Zugänglichkeit ein „grand vin de garde” (Höhepunkt 2010 bis nach 2025), der heute schon einen hervorragenden Begleiter zu allen kräftigen Fleischgerichten ergibt – oder einfach nur solo genossen Trinkspaß pur bereitet.


Bettane: 17/20 Punkten


506405 Berthoumieu, Haute Tradition, rouge 2005 7,90 Euro
Oft zu Unrecht ein wenig im Schatten der großartigen Spitzencuvée steht Didiers traumhaft preiswerter Basiswein, ein Tannat traditioneller Machart, natürlich mit den gleichen das Herz schonenden Ingredienzen ausgestattet, ein höchst originär Tropfen, ein urwüchsiges Gascogne-Gewächs wie aus dem Bilderbuch. Fabelhafter Essensbegleiter zu allen deftigen Fleischgerichten! Michel Bettane: 15/20 Punkten, eine traumhafte Bewertung für diesen authentischen Musketier!
Zu genießen ab sofort bis 2012, mindestens.


Bettane: 15/20 Punkten


5064905 Berthoumieu, Haute Tradition, rouge (12 Flaschen) 2005 9 l , statt 94,80 nur 86,90 Euro


(12 Flaschen zum Preis von 11)



Domaine Alain Chabanon (Font Caude) – Montpeyroux

Alain Chabanons urwüchsige Terroirweine aus biologischem Anbau schlagen in großer Blindverkostung unter Leitung der renommierten ‚master of wine’, Jancis Robinson, die mythischen Kult-Gewächse von Rayas und Pétrus!

In Frankreich hat, zunächst in Insiderkreisen, mittlerweile bei einem breiten, interessierten Weinpublikum, ein fachlicher begnadeter Winzer Kultstatus erreicht: Alain Chabanon, sympathischer Eigner der winzigen Domaine Font Caude, wird seit mehreren Jahren in einem Atemzug genannt mit Laurent Vaillé (Grange des Pères), Didier Barral, Gérard Gauby oder Marlène Soria, wenn Insider über die ganz großen, autochthonen Gewächse des Midi diskutieren. Alains rare, höchst individuelle Weinjuwele werden in einer der besten Appellationen des Languedoc vinifiziert, in dem kleinen, verschlafenen Örtchen Montpeyroux, romantisch in der kargen, kalkhaltigen Garriguelandschaft am Fuße der wilden Cevennen gelegenen. Es sind stilistisch ganz eigenständige Tropfen, die wegen ihrer Frische, ihrer Finesse und ihres Terroircharakters zweifellos zu den neuen Referenzweinen des Languedoc zählen, wie sie nur eine avantgardistische Winzerelite in einer Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und schöpferischem Genius vinifizieren kann.

Domaine Font Caude
Traumhafte Hügellandschaft in der Umgebung von Montpeyroux


Alain Chabanon kennt in qualitativer Hinsicht keinerlei Kompromisse! Seinen extrem ärmlichen Kalk-Lehmböden ringt er eigenhändig noble Finesse und feine Textur ab, wie sie in dieser Perfektion ganz selten sind im Languedoc. Daher sind seine faszinierenden Tropfen von einem differenziert kühlen Mundgefühl geprägt, das – bei aller Konzentration und Dichte – Mineralität, Eleganz, Rasse und selten seidene, feinste Tannine in den Vordergrund stellt. Kein Wunder, dass der renommierte französische Gourmetführer ‚Gault Millau’ Alain Chabanon zum Winzer des Jahres kürte und zwei seiner Spitzencuvées in einer spektakulären Degustation von Jancis Robinson, weltweit höchst angesehene ‚master of wine’, („Midi v. France’s finest”, in der die neue Elite des französischen Südens gegen gerühmte Klassiker aus Bordeaux und von der Rhône antraten), gar die Legende aus Châteauneuf-du-Pape, den weltberühmten Rayas, sowie Pétrus, den unangefochtenen König aus Pomerol, aus dem Felde schlugen! Trotz der hektischen weltweiten Nachfrage, die diese mittlerweile legendäre Vergleichsprobe auslöste, werden Alains Weine einem winzigen Kreis von Kennern vorbehalten bleiben, da sein kleines Kultgut wegen seiner unumstößlichen Philosophie, dass alle wichtigen Arbeiten aus Qualitätsgründen nur von ihm persönlich (im wahrsten Sinne des Wortes EIGENHÄNDIG!) ausgeführt werden, auch in Zukunft auf keinen Fall vergrößert und somit die Zahl der jährlich produzierten Flaschen, über alle 4 Cuvées zusammen, bei unter 40.000 verbleiben wird.

Das Resultat solch handwerklich sorgfältigster Arbeit eines Weinbesessenen ist mit dem Wort spektakulär eher untertrieben beurteilt: Was sind das für extrem mineralische, individuelle Bio-Weine von charismatischer Ausstrahlung mit einer raren inneren Dichte, cremigen, kühlen Gerbstoffen und einer großen Balance, Harmonie und sagenhaften Frische. Dabei sind sie bei aller Konzentration und Kraft alles andere als marktschreierisch laut oder ‚easy-going’, weder Tanninmonster noch Extraktionswunder oder opulente Marmeladenfruchtbomben. Wer sich auf diese wunderbaren sublimen Spitzengewächse aus biodynamischem Anbau einlassen kann, ihnen Zeit gibt, im Glas und in der Flasche, der wird mit Referenzweinen für Terroircharakter, Frische und Individualität reichlich beschenkt. Alains ungeschönte und unfiltrierte Meisterwerke schmecken – am besten bei Trinktemperaturen zwischen 17° und 19° C – wie die Inkarnation ihrer spröden, wildromantischen Landschaft: Es sind noble Gewächse voller Aura und Charisma mit dem Potential zur Legende! Kategorie Lieblingsweine aus dem Languedoc.


358505 Font Caude, „Campredon”, rouge 2005 11,90 Euro
Alains faszinierende, intensiv rote Basiscuvée aus den klassischen Rebsorten ihrer Region (knapp 40% erstklassige Syrahreben, dazu Grenache, Mourvèdre sowie Carignan) wurde im großen Languedocjahrgang 2005 erst zum zweiten Mal überhaupt vinifiziert und 6 Monate lang behutsam ausschließlich im Edelstahl ausgebaut. Diese sensible Weinwerdung im Keller mit subtiler Extraktion manifestiert sich in einer komplexen, frischen Fruchtfülle in der Nase: Cassis, schwarze Kirschen, Oliven sowie traumhaft würzige Kräuter seiner wild-romantischen Garrigueheimat und eine zarte mineralische Note. Die Zunge wird von diesem ‚feinsinnigen’ edlen Tropfen geradezu liebkost, der mit seiner sinnlichen Textur weich, sanft und dicht zugleich den Gaumen derart verwöhnt, wie es in dieser genussfreundlichen Preisklasse völlig ungewöhnlich ist. Die tabakig-würzige Tanninstruktur ist edel, die Gerbstoffe wirken kühl, seidig und extrem feinkörnig und die feine Mineralität im langen Abgang, Kennzeichen großer Terroirs, signalisiert unverkennbar seine ganze Klasse. Seine animierende Ausstrahlung (meilenweit entfernt von den animalischen oder ermüdend langweiligen Garrigue-Noten, die immer noch die Mehrzahl der Languedoc-Weine prägen) macht diesen herausragenden, herrlich frischen, unfiltrierten und ungeschönt abgefüllten Biowein zu Alains sicherlich in der Jugend zugänglichstem Gewächs und eröffnet so auch der ungeübten Zunge die Chance, sich die magische Welt der höchst authentischen Weine von Font Caude zu erschließen.
Großer Weingenuss muss nicht teuer sein – Alains konsequente Qualitäts-Philosophie ist bereits in seiner exzellenten Basiscuvée deutlich zu erschmecken. Unbedingt probieren!
Zu genießen ab sofort nach 1-2-stündiger Öffnung, wird sich dieser großartige Basiswein jedoch wie stets innerhalb der nächsten Monate geradezu dramatisch entwickeln und daher zwischen Herbst 2008 bis nach 2011 auf seinem Höhepunkt sein.

Font Caude, „Campredon”, rouge


358303 Font Caude, Le Petit Merle aux Alouettes, rouge 2003 17,50 Euro
Wahre Genies sind nicht mit normalen Maßstäben zu messen. So kann auch nur ein ‚Verrückter’ auf die Idee kommen, den wohl besten Merlot des Languedoc in einem Jahrgang wie 2003, der von der gesamten Weinwelt hoch gehypt wird, zu einem ‚petit Merlot’ abzustufen, nur, weil er anfangs unsicher war, wie sich dieser große Merlot in einem Hitzejahrgang entwickeln würde. So erhalten Sie, werte Kunden, einen fabelhaften Konkurrenten größter Bordelaiser Gewächse zu einem regelrechten Spottpreis. Greifen Sie zu, eine solche Gelegenheit gibt es für Liebhaber mineralischer Bordelaiser Gewächse, weit weg von marmeladigen Noten, ganz, ganz selten! Unter Insidern und Intimkennern großer französischer Weine jedenfalls gilt dieses noble Gewächs als der größte im französischen Süden vinifizierte Merlot (mit einer kleinen Beimischung von 15% Syrah und etwas Carignan). Nach langer Maischestandzeit, aber gleichzeitig sehr behutsamer, sensibler Extraktion und einem vielmonatigen Ausbau in Barriques bester französischer Provenienz wurde ein Stoff von großer Sinnlichkeit und ungewöhnlich kühler, traumhaft mineralischer Stilistik abgefüllt, der noch jeden Liebhaber großer Weine in Verzückung versetzte, der ihn je probieren durfte. Die komplexe, feinsinnige, aristokratische Nase wird geprägt von wild wachsenden roten und schwarzen Beeren sowie subtilen Noten von Salbei, Thymian, Zimt und Nelke, wunderbar unterlegt von Anklängen an schwarze Kirschen und Kaffeelikör und ist bar jeglicher Anzeichen von vordergründiger Überreife, die so oft in diesem Jahrgang die Liebhaber finessenreicher Weine langweilt. Am Gaumen begeistern eine großartige, hintergründige Mineralität vom kalkigen Boden (nein, hier haben wir keinen langweiligen Merlot-Schmeichler aus Übersee im Glas, hier fasziniert Terroir pur!), die sich kohärent und verführerisch über die Zunge legt und ein komplexes Beerenspektrum von kaleidoskopartiger Komplexität. Dazu eine konzentrierte und dichte Textur mit einer zärtlichen Note, eine schwebende, transparente Struktur und fabelhaft cremige und wiederum traumhaft frische Tannine in einem extrem langen, feinwürzig-mineralischen Nachhall. In Jancis Robinsons legendärer Blindprobe wurde der 99er (übrigens ein gar nicht so einfacher Jahrgang im Languedoc) knapp von Cheval Blanc und Ausone geschlagen, ließ aber andere renommierte Namen aus dem Bordelais wie Château Pétrus glatt hinter sich. Und mittlerweile haben die Weine dieser südfranzösischen Kultdomaine eine neue Qualitätsstufe erreicht: Das große, kalkhaltige Terroir von Montpeyroux kann infolge sorgfältigster Bodenbearbeitung durch Alain Chabanon – mittlerweile über viele Jahre hinweg – ALLE Facetten seiner großartigen Lage in den fertigen Wein transformieren! Welten trennen die Bodenstruktur der Parzellen von Font Caude von dem, was Sie, liebe Kunden, kennen, wenn Sie einmal einen ‚normalen’, betonharten Weinberg durchwandert haben sollten.
Zu genießen ist diese Hommage an eine der großen Edelreben der Welt ab sofort, Höhepunkt 2009 bis nach 2015.

Font Caude, Le Petit Merle aux Alouettes, rouge


358402 Font Caude, L’Esprit de Font Caude, rouge 2002 24,60 Euro
Die Finesse, Eleganz und Subtilität dieses großen Weines sind unübertrefflich im Languedoc und verleihen ihm einen absolut singulären Charakter. Jedes Schwenken des Glases setzt neue verführerische Aromen frei, jeder Schluck erbringt neue faszinierende Facetten: Ein atemberaubend schöner Wein, mit einer tollen Frische und perfekten Balance, einer fesselnden inneren Spannung und einem traumhaften, zutiefst tabakig-mineralischen Nachklang. Ein „Muss” für Liebhaber subtiler Genüsse, welche Kaschmir und Seide, Finesse und Eleganz, mehr schätzen als vorlautes Krachen im Glase. Dieses große Weinmonument gehört zum knappen Dutzend der authentischen Weltklassegewächse, welche die Maßstäbe im Midi definieren und konkurriert mit weitaus teureren, weltberühmten Gewächsen der Côte Rôtie: Kategorie persönlicher Lieblingswein! Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2008 bis nach 2015.

Font Caude, L’Esprit de Font Caude, rouge


Aus dem Languedoc sind folgende Klassiker unseres Programms wieder frisch eingetroffen:

Pierre Clavel


311004 Pierre Clavel, „Cado”, Coteaux du Languedoc rouge (PK) 2004 5,80 Euro


In Deutschland exklusiv bei Pinard de Picard.


Wir bieten Ihnen diesen traumhaft leckeren Alltagswein außerdem im attraktiven Schnäppchenpaket, 12 Flaschen zum Preis von 10:

3110904 Pierre Clavel, „Cado”, Coteaux du Languedoc rouge (PK) 2004 9 l , statt 69,60 nur 58,00 Euro


12 Flaschen zum Aktionspreis von 10!


316204 Moulinier, „Cuveé des Sigillaires”, rouge 2004 11,00 Euro
Die Bibel der französischen Weinkritik, das „Classement” 2008, feiert diesen grandiosen, nordisch inspirierten Wein mit für seine Preisklasse absolut raren 16/20 Punkten, eine Bewertung, mit der in 2004 wesentlich teurere Prestigegewächse aus dem Bordelais wie Calon-Ségur, Giscours, Gruaud-Larose oder Duhart-Milon ausgezeichnet wurden. Und das Beste: Diese sensationelle Bewertung geht absolut im Ordnung! Der „Sigillaires” 2004 ist einer der größten Weinwerte, der heute in Frankreich zu erwerben ist!

Pilastri, Pregio del Conte, rosso

Classement: 16/20 Punkten


323206 Limbardié, VdP „Murviel”, VdP de Cessenon, rouge 2006 5,30 Euro
Viele tausend Flaschen verkaufen wir jährlich von diesem ungemein charaktervollen Wein, der über mehrere Jahrgänge hinweg als „herausragender, handwerklich produzierter Wein” im „Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro” enthusiastisch gelobt und wegen seines „hervorragenden Preis-Genuss-Verhältnisses” nochmals extra ausgezeichnet wurde. Henri Boukandoura gelingt es mehr denn je, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen: Reich im Bukett, vielschichtig in den Aromen und cremig weich in den Tanninen. Und das alles bei trinkanimierend niedrigen Alkoholgradationen von knapp 13 Volumenprozent.
Zu genießen ab sofort bis 2011.

Pilastri, Pregio del Conte, rosso




DEUTSCHLAND

Weingut Seehof – Westhofen

Aus Deutschlands dynamischster Weinanbauregion präsentieren wir Ihnen eines der größten Winzertalente des Landes: Florian Fauth – Sein Weingut Seehof wird vom Gault Millau mit drei Trauben geadelt und damit zu den Top-Ten der Region gezählt: „Die aktuelle Kollektion besitzt Substanz, Dichte und Brillanz. Bereits die saftigen trockenen Weine überzeugen mit animierender Frucht, Klarheit und feinem Schmelz, die fruchtigen und edelsüßen haben enormes Spiel – veritable Schnäppchen!”

Weingut Seehof
Florian Fauth inmitten seines kalkhaltigen, steinigen Terroirs


Eines meiner drei Lieblingsrestaurants in Deutschland ist das idyllisch gelegene Schloss Lerbach in Bergisch-Gladbach. Der Altmeister und Aromenmagier Dieter Müller und Nils Henkel, der kongeniale Küchenchef seines Restaurants, faszinieren mit einer traumhaft schmackhaften und gleichzeitig ungemein leichten Küche. Niemals verlässt man die gastliche Stätte mit dem Gefühl, zu viel gegessen zu haben, so ausladend das Menü auch gewesen sein mag. Dazu gibt es eine traumhafte Weinauswahl, auch und gerade aus deutschen Regionen, die vom Kenntnisreichtum und der Liebe zum Rebsaft des begnadeten Sommeliers Sebastian Georgi zeugt: Ein großer Meister seiner Zunft, ebenso kompetent wie sympathisch. Seinen Weinempfehlungen können Sie, werte Kunden, blind vertrauen. Stets wird er Ihnen vorzügliche Tropfen offerieren, die eine phantastische Symbiose mit den grandiosen Aromen aus einer der besten Küchen der Welt eingehen. Nie will er mit seinen Vorschlägen Ihren Geldbeutel mutwillig strapazieren (wenn Sie allerdings möchten, können Sie selbstverständlich auch unter allen großen Prestigeweinen der Welt wählen, die natürlich ihren speziellen Preis haben) und immer bietet sein traumhaft bestückter Keller auch für den kundigen Kenner große Überraschungen. So verblüffte Georgi mich bei einem meiner Besuche mit einer fabelhaften Scheurebe des Weinguts Seehof, deren außerordentliche Qualität zu unverschämt günstigem Preis mich veranlasste, bei nächster Gelegenheit das Weingut in Rheinhessens mittlerweile weltberühmter Ortschaft Westhofen aufzusuchen, die gesamte Kollektion zu probieren und von diesen traumhaften Weinen zu kaufen, was ich nur kriegen konnte!

Hinter diesen grandiosen Qualitäten steckt ein kluger Kopf: Florian Fauth, ungemein sympathisch, voller Tatendrang und gerade mal 26 Jahre jung, ist eines jener großen deutschen Winzertalente, die mit enorm viel önologischem Sachverstand und heißem Herzen herrlich authentische, terroirgeprägte Weine vinifizieren. Nach der Ausbildung zum Weinbautechniker arbeitete er zunächst bei Pfälzer Spitzenwinzern (Dr. Wehrheim und Mosbacher), um möglichst viel aus der Praxis der Erzeugung großer Weißweine zu erlernen, bevor er schließlich mit dem Jahrgang 2003 das elterliche Weingut in Westhofen übernahm, inmitten der rheinhessischen Renommierlagen, die unter Führung des deutschen Paradegutes Keller zu einem vorher nie geahnten Höhenflug emporstiegen und heute gar als Synonym für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz angesehen werden. Im verwinkelten Ortskern von Westhofen, entlang des Seebachs, der wasserstärksten Quelle Rheinhessens, die unmittelbar hinter dem Gutshaus entspringt, liegt der mehr als 1200 Jahre alter Seehof – im Übrigen der traditionsreiche Kern dieses großen Weinortes mit mythischem Klang. Und in der fünften Generation bereits betreibt die Familie Fauth das heute 16,5 ha große Aufsteigergut!

Weingut Seehof
Extrem felsig ist der Untergrund der Steingrube


Florian Fauth ist ein im positiven Wortsinn Weinverrückter. Schon seit 1999, neben seiner Ausbildung also, arbeitete er als erst 17-jähriger intensiv im elterlichen Betrieb mit. Und er weiß schon seit damals eines ganz genau: Große Qualität entsteht immer nur im Weinberg. Und was besitzt er für exzellente Parzellen in den rheinhessischen Spitzenlagen, die schon im Mittelalter zu den besten Deutschlands zählten: Im Kirchspiel, im Morstein und in der Steingrube, letztere eine recht große Lage zwischen Morstein, Kirchspiel und der Abtserde gelegen, mit sehr unterschiedlichen Bodenqualitäten. Doch Florians extrem karge, kalkhaltige, felsige, teilweise aber auch tiefgründige, eisenoxydhaltige Parzellen, die Filetstücke der Steingrube, liegen in unmittelbarer Nähe zu Klaus-Peter Kellers Abtserde, der vielleicht besten aller Westhofener Lagen überhaupt! Grandiose Voraussetzungen also, große Weine zu erzeugen, insbesondere, wenn man wie Florian mit wachem Verstand und ganzem Herzen bei der Sache ist: „Wir sind der Meinung, dass die Symbiose aus Rebsorte, Bodenart und harter handwerklicher Arbeit im Weinberg der Schlüssel zum Erfolg ist. Nach einer streng selektiven Lese wird im Keller mit größter Sorgfalt nur noch erhalten, was uns die Wingerte gebracht haben”, lautet sein sympathisches Credo. Ich möchte Ihnen, liebe Kunden, die wunderbaren Weißweine einer der großen deutschen Winzerhoffnungen ganz eindrücklich ans Herz legen. Das Preis-Genussverhältnis ist schlicht unübertrefflich! Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit mit Florian Fauth in den nächsten Jahren!

PS: Jancis Robinson urteilt: „Undiscovered Gold in Rheinhessen – Rheinhessen is today one of the world’s most exciting wine regions with many motivated young producers”…Und einer dieser hochmotivierten, jungen Produzenten ist zweifellos Florian Fauth!


955106 Seehof, Westhofener Steingrube, Auxerrois trocken 2006 8,90 Euro
Auxerrois ist eine heute kaum noch bekannte uralte Rebsorte, die in der Stilistik ihrer feinrassigen Weine Ähnlichkeiten mit Pinot Blanc oder Weißburgunder besitzt. Der jungen Florian Fauth hat in einer großartigen Parzelle der Steingrube einen phantastischen Auxerrois in exemplarischer Qualität vinifiziert, den ich Ihnen, liebe Kunden, ganz besonders anempfehlen möchte. In der feinduftigen, traumhaft animierenden Nase finden sich betörende Aromen von gelben Früchten (Mirabelle!), Birnen und eine herrliche, würzig-mineralische Note. Diese rassige Spätlesequalität ist ausdrucksstark im Geschmack, sorgt für ein saftiges, feinnerviges, belebendes Spiel auf der Zunge und ein weiches, präzise definiertes Mundgefühl, das knochentrocken und frisch daherkommt und stets Lust macht auf den nächsten Schluck. Vorzüglicher Essensbegleiter!

Seehof, Westhofener Steingrube, Auxerrois trocken


955306 Seehof, Westhofener Steingrube, Riesling trocken 2006 12,90 Euro
Die legendären Großen Gewächse Rheinhessens genießen als weltberühmte Aushängeschilder unter Weinliebhabern einen mythischen Ruf. Die Nachfrage ist bei weitem größer als die zur Verfügung stehenden Mengen. Viele von Ihnen, werte Kunden, haben sich in Subskription die ausverkauften Großen Gewächse des deutschen Paradegutes Keller gesichert. Die Wartezeit auf seinen nächsten Jahrgang können wir Ihnen ein wenig versüßen mit einem Spitzenriesling von Florian Fauth, den er aus perfekt gereiften Trauben aus einer sehr felsigen und kalksteinhaltigen Parzelle der Steingrube gewonnen hat, die, gelegen zwischen Kirchspiel und Morstein, unmittelbar unterhalb an Kellers Abtserde anschließt und der von solch sensationeller Qualität ist, dass er viele wesentlich teurere Große Gewächse mühelos an die Wand spielt. In der Nase ein betörender, kräuterwürziger Duft mit komplexen Aromen von gelben Früchten und Limetten, unterlegt mit einer animierenden Mineralität. Am Gaumen verwöhnen eine reife Frucht sowie zart würzige und tiefe mineralische Noten, perfekt eingebettet in eine fein cremige, extraktreiche Konsistenz und eine klare Säurestruktur, welche die Zungenpapillen so wunderbar erfrischt, dass Erinnerungen an einen klaren, frischen Gebirgsbach evoziert werden, der sich tänzelnd und übermütig ins tiefe Tal ergießt. Sensationeller Gegenwert fürs Geld!

Seehof, Westhofener Steingrube, Riesling trocken


955506 Seehof, Westhofener Morstein, Scheurebe Beerenauslese Goldkapsel 2006 0,375 l 32,50 Euro
Ja, das ist es, das grandiose Stöffchen aus einer der größten deutschen Spitzenlagen, in Beerenauslesequalität, das schon Hunderte begeisterter Gäste in Deutschlands bestem Restaurant schlichtweg verzauberte! Welch sinnliche Aromen betören die Nase: Ein veritables Pfauenrad exotischer Noten (Passionsfrucht, Maracuja, Litschi) und ein traumhaft rauchig-mineralischer Touch spiegeln sich im Glase, so dass man am liebsten darin eintauchen und ein Aromenbad genießen möchte. Welch feinrassiges Säurespiel, welche Frische, welch exotischer Früchtekorb und welch mineralische Strahlkraft betören die Zunge. Welch fabelhafte Symbiose zwischen den ältesten Reben einer absoluten Weltklasselage und dem phantastischen Aromenspektrum der Scheurebe!
Zu genießen ab 2010, Potential jedoch für 30 Jahre, mindestens!

Seehof, Westhofener Morstein, Scheurebe Beerenauslese Goldkapsel



Emrich-Schönleber - Kultweingut aus Monzingen

Weingut Emrich Schönleber
Frank und Werner Schönleber im Frühlingsplätzchen

Wieder eingetroffen sind zwei fabelhafte Spätlesen von Emrich-Schönleber – Kultweingut aus Monzingen („Kollektion des Jahres 2004”und „Winzer des Jahres 2006” (Gault Millau): Ein großer Riesling transportiert wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem er stammt, ist ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Werner Schönleber hat diese Seele niemals verkauft, seine grandiosen Charakterweine – ein Spiegelbild seiner eigenen unverfälschten Persönlichkeit – stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte!


937206 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Spätlese trocken 2006 14,90 Euro
Feinste Frucht trifft tiefgründige Mineralität: Niemals zuvor waren die Rieslinge aus dem Frühlingsplätzchen so gut wie in 2006!
Betörende trockene, traumhaft verspielte Spätlese mit ungemein viel Charakter und einer offenen, sinnlichen Ausstrahlung, die von den Aromen einer duftenden Blumenwiese, von reifen Äpfeln, Zitrusfrüchten, noblen Gewürznoten und etwas Pfirsich ebenso geprägt wird wie von den Mineralien des tiefgründigen Gesteins und dem ebenso frischen, wie herrlich cremigen und betörend langen, mineralischen Nachhall. Die Zunge wird becirct durch eine saftige Frucht mit lebendiger Säure; diese ebenso fein strukturierte wie verspielte, enorm zupackende trockene Spätlese besitzt Substanz und Tiefe sowie eine erstklassige Struktur und eine traumhafte Balance. Sie spiegelt das einzigartige Terroir des Monzinger Frühlinsplätzchens in all seinen Facetten wieder, da der Charakter seiner exzellenten Lage sich von Jahr zu Jahr deutlicher manifestiert. Der Grund: Die Rebstöcke haben ihr optimales Alter erreicht und sind verantwortlich für das tolle Spiel auf der Zunge, unterlegt mit feinster Mineralität und dem enorm langen, verspielten Nachhall: ein hocheleganter, femininer Riesling mit beeindruckender Tiefe, phantastischem Spiel und elfenhaftem Charakter!
Höchster Trinkgenuss ab sofort bis nach 2012.



934605 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese 2005 16,50 Euro
Weltklasse-Spätlese aus Monzingen
Eine legendäre Spätlese aus einem legendären Nahe-Jahrgang! Ich oute mich seit Jahren als bekennender Halenberg-Fan, weil seine zutiefst mineralischen Rieslinge stets eine ungemein trinkanimierende ‚kühle’ Stilistik aufweisen, die betört und die mich magisch in ihren Bann zieht.
Zu genießen ab sofort bis nach 2020.




Weingut Rainer Schnaitmann - Württemberg

„Rainer Schnaitmann schoss mit seinem erst 1997 gegründeten Weingut wie eine Concorde in den Württemberger Weinhimmel – und der Steigflug hat immer noch kein Ende. Schon zum vierten Mal in Folge hat uns der ehrgeizige Fellbacher die mit Abstand feinsten roten Burgunder Württembergs vorgestellt. So küren wir Rainer Schnaitmann nicht nur zum Kronprinzen der Württemberger Weinszene, sondern auch zu unserem Aufsteiger des Jahres”, so das dezidierte Lob des Gault Millau.


Weingut Rainer Schnaitmann


„Der Star unter Württembergs Jungwinzern” (so Bernd Kreis in seinem unbedingt lesenswerten Bildband „Weinmacher in Württemberg”), Rainer Schnaitmann, gehört zur neuen Generation deutscher Weinmacher und spricht erfrischend offen und unangepasst über die Weinszene Württemberg und seine persönlichen Vorstellungen als Winzer: „Weingärtner zu werden – das konnten sich mein Bruder und ich früher überhaupt nicht vorstellen. Ich wollte immer Architektur studieren, denn das Gestalterische und seine Wirkung haben mich einfach begeistert. Ich bin mit dem Fahrrad durch halb Europa gefahren und habe mich eigentlich nur für Bauwerke interessiert. Nach dem Abitur wollte ich mich dann um ein Praktikum als Zimmermann bewerben, doch da kam mir die Bundeswehr dazwischen. Ich war damals begeisterter Radfahrer, oft in den Bergen und wollte daher am liebsten zu den Gebirgsjägern gehen. Ich bin dann per Zufall im Offizierscasino in Ingolstadt gelandet, wo auch Restaurantfachleute waren, die im weltbekannten Feinschmeckerrestaurant Traube-Tonbach gelernt hatten. Zusammen haben wir einen Service, eine Küche aufgezogen – nur vom Feinsten! Wir haben eine Woche Schicht gearbeitet, täglich bis nachts um zwölf und hatten dann jeweils eine Woche frei. Und in diesen Freischichten habe ich damals regelmäßig draußen im Weinberg gearbeitet und so ein ganzes Jahr im Weinbau erlebt. Da hat es bei mir schon gezündet.

Weingut Rainer Schnaitmann
Rainer Schnaitmann


Unser Familienbetrieb stand zudem ganz gut da, wir haben seit über 500 Jahren Weinbau in der Familie und ich konnte mir nun vorstellen, diese Tradition fortzuführen. Daher habe ich 1989 eine Weinbaulehre begonnen und anschließend in Geisenheim studiert. Danach bin ich noch ins Ausland und habe in Neuseeland und anschließend in Südtirol gearbeitet. Von Anfang an war mir klar, dass ich, anders als mein Vater, nicht in der Genossenschaft bleiben wollte. Sie war damals für mich indiskutabel, weil ihre Auffassung von Wein, ihre Einschätzung der eigenen Leistung und ihre Weinqualität überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprachen. In Österreich kam die Qualität erst nach dem großen Weinskandal, aber ich denke, dass wir Württemberger eine in dieser Hinsicht unblutige Revolution zuwege bringen, eine sanfte Revolution. Ein großer Vorteil für mich war natürlich auch, dass mein Vater mich nie zu etwas gezwungen hat und mir völlig freie Hand ließ, er war ja so glücklich, dass ich überhaupt das Weingut fortführen wollte.

Das Thema der Stilistik meiner Weine ist noch im Werden begriffen. Wir sind einfach noch nicht so weit, dass man bei Württemberg sofort an ein oder zwei Rebsorten denkt, die das Profil bestimmen wie beispielsweise in der Wachau, die man sofort mit Riesling und Grünem Veltliner assoziiert. Wir aber besitzen noch kein klares Profil; unsere Weinregion verbindet man leider immer noch mit dem Trollinger. Unser Vorteil und zugleich unser Problem ist die Vielfalt an Mikroklimata und Böden. Wir finden unten, im Stuttgarter Kessel, vom Gottlieb-Daimler-Stadion an (wo es tagsüber sehr heiß werden kann, nachts aber kalte Winde von den umliegenden Höhen einfließen) Gipskeuper, relativ schweren Boden also; und alle Terrassenlagen entlang des Neckars stehen auf Muschelkalk. Es geht dann (teilweise sehr steil) hinauf bis auf 450 Meter, wo meine höchsten Weinberge auf Sandstein, vermischt mit Keuper, stehen. Wir müssen also unsere Sorten dorthin pflanzen, wo sie passen und wir sind gerade dabei, das Optimale herauszufinden. Meine Lagen sind so unterschiedlich, dass es keine einheitliche Antwort auf sie geben kann. Meine eigene Auswahl betreffend will ich den Riesling ganz sicher nicht aufgeben, weil er mich als Weißwein einfach begeistert. Meine zweite Stärke sehe ich beim Burgunder, beim Pinot, und zwar nicht bei den weißen, sondern nur bei den roten Sorten, vor allem beim Pinot Noir. Ich besitze da fast 40 Jahre alte Anlagen und auf unseren besten Lagen, wo vormals Trollinger stand, haben wir neue Reben gepflanzt, Pinotklone aus Frankreich. Aber nicht nur der Pinot Noir interessiert mich. Mich reizen alle roten Pinots, gerade auch Frühburgunder und Pinot Meunier (Schwarzriesling).”

Und gerade für den roten Pinot Meunier ist Schnaitmann mittlerweile ziemlich bekannt. „Dieser Schwarzriesling, bei uns normalerweise total vermostet zu schrecklichen, halbtrockenen Konsumweinen, bringt von Natur aus sehr viel Ertrag. Ich muss in diese Rebe etwa doppelt soviel Zeit investieren wie in unseren besten Spätburgunder, weil sie sehr stark wächst. Das bedeutet im Sommer viel Laubarbeit und mehrmaliges Ausdünnen, aber beim Ausbau gibt es keinen großen Unterschied. Ich baue die Pinot Meuniers ganz ähnlich aus wie die großen Spätburgunder. Sie stehen auf relativ tiefgründigen Böden und sind sehr wüchsig. Bei der Laubarbeit drehen wir jedes Blättle zur Sonne und das lohnt sich, denn es gibt spannende Weine mit viel Pinot-Charakter.

Weingut Rainer Schnaitmann
Ganz schön steil recken sich Rainers Weinberge
in den württembergischen Himmel


Das größte Problem des Pinot Noir (Spätburgunder) ist seine Fäulnisanfälligkeit. Das macht die Sorte so schwierig im Weinbau; sie ist eine Diva. Und weil sie nur in kühlen Gegenden großartige Ergebnis erzielt, in heißen Regionen aber langweilige Weine produziert, führt das dazu, dass es auf der Welt nicht viele gute Spätburgunder gibt. Es ist eine Risikosorte, mit der man nicht so leicht Geld verdienen kann wie mit Merlot, Cabernet und Co.. Eine schwierige Sorte auch im Keller: Holzeinsatz wie bei Merlot und Cabernet kann der Spätburgunder relativ schnell übel nehmen. Er besitzt sehr viel Kraft, aber eine fragile Frucht und die kann beschädigt werden. Pinot zu probieren ist wie einen spannenden, unbekannten Raum zu betreten: Aha, staunt man. Sehr schön. Aber dann öffnet sich eine weitere Tür, man staunt wieder und danach ist da eine weitere Tür, dann wieder eine... . Wenn man aber Neue-Welt-Weine probiert, betritt man bei vielen bereits nach der ersten Tür einen oft etwas sehr üppig ausgestatteten Raum – im besten Fall eine Art Bernsteinzimmer. Dann ist aber Ende. Die klassischen europäischen Pinots sind viel reizvoller, hintergründiger und nie einfach. Ich will auch jedes Jahr in seinem ureigenen Witterungsverlauf im Wein schmecken, das macht doch den Reiz des Weins aus. Wein soll leben, soll ein Naturprodukt bleiben. Und solange ich mit einem nicht konzentrierten und ungedopten Wein treue Kunden finde, bin ich sehr zufrieden”.

Neugierig geworden? Neugierig auf die ungemein spannenden Weine dieses musisch wie künstlerisch interessierten, freisinnigen und -denkenden Fellbacher Winzers, der zu seinen Leidenschaften das Gleitschirmfliegen ebenso zählt wie das Erklimmen der Alpenpässe mit dem Fahrrad. Rainer Schnaitmann ist begeistert und kann begeistern – mit seinen mitreißenden Worten, aber insbesondere mit seinen höchst authentischen Weinen! Wir freuen uns ungemein auf spannende gemeinsame Jahre mit einem der großen Sympathieträger innerhalb der deutschen Winzerschaft. Das Fellbacher Wein-Märchen hat gerade erst begonnen! Mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen überhäuft, werden Rainers Weine mittlerweile weithin unbestritten als die feinsten Vertreter ihrer Art in Württemberg angesehen. Lassen Sie mich abschließend stellvertretend für viele Elogen nochmals den Gault Millau 2007 zitieren: „Rainer Schnaitmann gehört zu den besten Rotweinerzeugern Deutschlands!”


981907 Schnaitmann, Weißweincuvée, QbA trocken 2007 6,95 Euro
Rainer Schnaitmann spricht immer sehr liebevoll von seiner „kleinen Cuvée”, wenn er diese knackig-rassige Einstiegsdroge aus Rivaner (über 30 Jahre alte Reben von den höchstgelegenen – 450 m - Weinbergen des Gutes) und auf Schilfsandstein wachsendem Kerner aus dem Remstal meint. Doch für einen „kleinen Wein” schmeckt dieser wunderbare Frühlingsbote mit seinen phantastisch niedrigen 11,5 Volumenprozent Alkohol vielleicht fast schon zu gut, hängt Rainer mit diesem Einstiegswein die Messlatte schon extrem hoch, was auch der Gault Millau findet, der Rainers Qualitäten in dieser so preiswerten Kategorie als „spektakulär” bezeichnet. Dieser zu Recht so gelobte Basiswein begeistert in der betörenden Nase mit exotischen Zitrusfrucht- und Ananasaromen und präsentiert sich am animierenden Gaumen saftig mit ausgeprägter Frucht und knackiger Säure, die durch den Fruchtschmelz gut eingebettet ist. Im Nachhall kommen die feinen Zitrusaromen wieder deutlich zum Vorschein und wecken stets aufs Neue das Verlangen nach einem weiteren Glas. Mit dieser ungemein leckeren Cuvée haben wir einen absoluten Lieblingswein neu im Programm, dessen Qualität alles andere als alltäglich ist, der aber täglichen Weingenuss bescheren kann, ohne gleich ein Loch ins Portemonnaie zu reißen. Zu genießen ab sofort bis Ende 2009.



981306 Schnaitmann, Riesling Gutswein trocken 2006 7,90 Euro
Zu genießen ab sofort bis Ende 2009.

Schnaitmann, Riesling Gutswein trocken


Weingut Rainer Schnaitmann
Herbststimmung auf dem „Lämmler”


981505 Schnaitmann, Fellbacher Lämmler Riesling Spätlese trocken 2005 23,00 Euro
Schon an der satten goldgelben Farbe, mit der dieser phantastische Riesling ins Glas läuft, erkennt man, dass es sich hier nicht um einen Wein handelt, von dem man nebenher das berühmte Viertele „schlotzen“ kann, sondern um einen kraftvollen und hintergründigen Riesling der absoluten deutschen Spitzenklasse. „Auf Mergel und Schilfsandstein gewachsen, bringen die Trauben die Art von Kraft und Aromen mit, die man als typisch für den wieder gefundenen württembergischen Rieslingstil bezeichnen kann. Der Wein wurde erst im September 2006 abgefüllt, nach 10 Monaten auf der Vollhefe. Er zeigt deswegen eine sehr mineralische Art und eine tiefgründige Stilistik, ist von einer subtilen Frucht geprägt und auf eine lange Lebensdauer angelegt”, beschreibt Rainer Schnaitmann selbst diesen großen Wein. Die Nase wird betört von der saftigen, fleischigen Aromatik vollreifer Pfirsiche, mit Anklängen von reifer Ananas und Orangenzeste sowie einer feinherben, zart hefigen Note, eingebettet in eine traumhafte Mineralität. Am Gaumen präsentiert er sich herrlich saftig, mit einer wunderschön integrierten Säure und einem wiederum ungemein animierenden, leicht herben, tief mineralischen Nachhall. Dieser grandiose Riesling passt hervorragend zu leicht exotischen Gerichten wie Rotbarbe mit Orangenmarinade auf Vanille-Kartoffelschaum oder einem Rinderfilet mit cremiger Blauschimmelsoße und glacierten Pfirsichspalten, er eignet sich aber selbstverständlich auch zu Klassikern wie Currygeschnetzeltem oder Seezunge „Müllerin”.
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2012.



981806 Schnaitmann, „Evoé!” Rosé trocken 2006 8,95 Euro
Der griechischen Mythologie nach unternahm der Gott des Weines, Dionysos, einen Feldzug nach Indien. Da er aber nun einmal kein Kriegsgott war, ließ er seine berüchtigten Mänaden, sauf- und rauflustige Frauen, voraus ziehen, um die Städte moralisch so zu unterwandern, dass die spätere Einnahme nicht mehr besonders schwer fiel. Der Schlachtruf dieser „Kriegerinnen” war angeblich „Evoé!”, also ein passender Begriff für diesen als „unmoralischen” Terrassenwein gedachten Rosé aus 30 % Schwarzriesling (Pinot Meunier), 35 % Spätburgunder, 25 % Portugieser und 10 % Trollinger. Bei diesem Klassiker aus dem Hause Schnaitmann vermählt sich die Fülle der Burgundersorten (auch der Saignéewein der Simonroth-Weine ist dabei!) mit der Frische des Trollinger und des Portugieser – und das bei trinkanimierend niedrigen, knapp 11 Volumenprozent Alkohol! Welch zarte Aromen nach roten Beeren (Johannis- und Erdbeeren, aber auch Kirschen, Zwetschgen und Quitten), welch eleganter Schmelz, pikante Rasse und mineralischer Nachhall. „Evoé” bedeutet jedoch nicht nur eine Kampfansage, sondern heißt auch „Jubeln, Frohlocken”, ein hintersinniger Name also für einen Wein, dazu die künstlerische Unterstreichung durch die Karikatur von Friederike Groß, die eine Frau zeigt, die auf einem gefüllten Weinglas die Geige spielt. Wer den ebenso sympathischen wie klugen Rainer Schnaitmann kennt, weiß um seine musischen und literarischen Neigungen und vermag über diese Paarung ein wenig schmunzeln, erinnert sie doch unübersehbar an den Künstler hinter dem Weinbauern. Gekünstelt ist an diesem saftigen Wein allerdings nichts, sondern er ist auch seiner animierenden Art wegen einfach das, was man einen traumhaft leckeren Rosé nennt! – Auf nach Indien!

Schnaitmann, „Evoé!” Rosé trocken


981106 Schnaitmann, Rotwein Cuvée trocken 2006 8,90 Euro
Rainer Schnaitmann spricht im Zusammenhang mit diesem leckeren Stöffchen gerne von seinem Pizza- und Pastawein. Ach, wenn es doch nur möglich wäre, bei einem ‚Italiener’ einen solchen Wein im Offenausschank zu bekommen! Welch toller Rotwein für alle Tage – aber keinesfalls alltäglich. Er duftet verführerisch nach Brombeeren, Pflaumenmus, Kirschen und Schokolade, aber auch animierend zart nach Paprika und frisch gemahlenem weißem Pfeffer. Am Gaumen präsentiert er sich kräftig und süffig mit anregender Säure- und erfrischender Tanninstruktur. Obwohl man bei der intensiven Farbe und dem durchaus kraftvollen Gaumen relativ viel Alkohol vermuten könnte, beschränkt sich dieser auf Trinklust fördernde 12,5 Volumenprozent! Neben Pizza und Pasta kann man diesen betörenden Wein hervorragend zu Grillgerichten aller Art, Rostbraten mit Zwiebeln und Spätzle, Rouladen, Gulasch oder Pfeffersteak kombinieren. Auf sympathischem Alltagsniveau eine großartige Demonstration von Herkunft und Ursprung, der Dimensionen der potentiellen Möglichkeiten Württembergs.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2008 bis 2012.

Pilastri, Pregio del Conte, rosso


Weingut Rainer Schnaitmann
Vor Kraft strotzende Lembergertrauben


982006 Schnaitmann, Lemberger** trocken 2006 12,50 Euro
Die beiden Sterne stehen innerhalb der betriebseigenen Klassifikation für hohes Qualitätsniveau. Schon im Weinberg hat das Streben nach hoher Qualität absoluten Vorrang. Der Ertrag wird strikt reguliert, auch durch das Teilen der einzelnen Trauben. Sie werden abgebeert, nicht gequetscht, um eine besonders attraktive Fruchtaromatik zu erzielen. Das Hinzufügen einiger Traubenstiele ist ein interessantes Instrument zur Gestaltung von Gerbstoffstruktur und Frische. Eine Woche lang erfolgt dann eine „Kaltmazeration”, also ein Aufschluss der Maische. Erst danach wird die zehntägige Gärung eingeleitet. Es schließt sich ein fünftägiges Ziehenlassen, die „Nachmazeration”, an. Nach dem Abpressen folgt eine achtmonatige Lagerung im neuen Barrique. Dieser ausgefeilte Weinausbau gehört in die Kategorie einer innovativen, professionellen Önologie. Und diese hohe Winzerkunst sieht man diesem großartigen Elixier auch bereits an: Der Blick ins Glas zeigt ein sehr dunkles Rubinrot mit einem Tupfer Schwarz. Verführerisch sind Süßkirschen, schwarze Brombeeren, aber auch feine Tabaknoten und Anflüge von Süßholz, Nelke, Pfeffer und Zimt zu riechen und all diese Komponenten vereinigen sich zu einem attraktiven Bukett. Auf der Zunge betören Fruchtaromen, gepaart mit animierender junger Herbe. Dieser großartige Wein-Wert ist das Ergebnis der geschickten Kombination von handwerklichem Können sowie der Anwendung innovativer Methoden. Mit dieser avantgardistischen Prägung ist dem Weingut Schnaitmann ein großer Wurf gelungen: Wieder einer dieser fabelhaften Weine, die eindrücklich die Zeichen der neuen Zeit beschwören: Deutschlands Rotwein gehört die Zukunft!



982206 Schnaitmann, Spätburgunder „Junge Reben”*** trocken 2006 18,50 Euro
Rainer Schnaitmann liebt den Pinot Noir. Unüberschmeckbar! Wie das duftet! Verführerisch strömen betörende Aromen aus dem Glase: Pralle reife Kirschen, Waldhimbeeren, Brombeeren, mediterrane Kräuter, feine Zimt- und Zedernholznoten kitzeln die Nase und wecken das Verlangen, Schluck um Schluck dieses köstlichen Weines zu kosten. Am Gaumen zart und weich mit tänzelnder Säure, so zeigt sich bei diesem wunderschönen Pinot einmal mehr die Kompromisslosigkeit von Rainer Schnaitmann: Selbst bei seinem „kleinen Spätburgunder” lässt er den Verkoster teilhaben an der großen burgundischen Finesse, mit der sonstwo nur Prestigecuvées gekeltert werden. Ein feiner Wein, der Trinkvergnügen pur bereitet und hervorragend zu Gerichten wie Wildterrine mit Beerenfrüchtegelee, Entenbrust kross gebraten mit Sauerkirschsauce oder Seeteufel mit Pilzkruste auf Linsengemüse harmoniert.

Weingut Rainer Schnaitmann
Harmonie als dominierendes Stilelement im neuen Bariquekeller


PS: Rainer Schnaitmann ist erfrischend anders. Er passt in kein Klischee. Und steckt voller neuer Ideen. Während des Gangs durch seine neu erbaute Kellerei halten die Besucher beim Betreten der Empore im Holzfasskeller erstaunt und überrascht inne. Die Kulisse der Barriques fasziniert – und dazu ertönen leise klassische oder moderne Klänge, die den Wein bei der Reife begleiten. Verblüfft und inspiriert, eingefangen von einer geheimnisvollen Aura, werden die Gäste in diese Weinwelt entführt. Rainer liebt diese anregende und stimmungsvolle Atmosphäre auch während seiner Arbeit im Holzfasskeller. Und seine Weine anscheinend auch! Denn bereits sein Spätburgunder von jungen Reben hat eine Qualität, die in anderen renommierten Betrieben Reserve-Qualitäten gut zu Gesicht stehen würde!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2015, mindestens.



982106 Schnaitmann, Schwarzriesling*** trocken 2006 19,50 Euro
„Die in der Champagne als Pinot Meunier bekannte Müllerrebe wird bei uns in Württemberg leider hauptsächlich für belanglose, gesüßte Massenweine benutzt. Die Eigenschaft, hohe Erträge bei ausreichendem Mostgewicht liefern zu können, deren Weine allerdings scheinbar nur mit ausreichend Süßreserve trinkbar werden, wurde ihm zum Verhängnis. Viele Sommeliers musste ich daher mit Blindproben gegen Spätburgunderweine vom Potential dieser maßlos unterschätzten Rotweinsorte überzeugen. Der Aufwand für die Weinbergsarbeit ist allerdings sehr groß: dreimaliges Ausdünnen, um ein zu großes Beerenwachstum und dadurch Fäulnis zu vermeiden, gezielte Laubarbeit und allergrößte Vorsicht bei der Bodenarbeit. Mein Ziel ist eine reintönige Pinotfrucht, eine rauchige Eleganz und feine, aber schmeckbare Tannine”, bricht Rainer Schnaitmann, engagiert wie eh und je, eine Lanze für eine selbst unter Feinschmeckern wenig bekannte Rotweinsorte. Und Christina Hilker, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005 und Neu-Stuttgarterin (zuerst des Berufes als Sommelier in der ‚Speisemeisterei’, dann der Liebe wegen), urteilt begeistert: „Als so genannte ‚Neigeschmeckte’ und Burgunderliebhaberin habe ich mich aufgrund der Tatsache, dass einer der ersten Schwarzrieslinge aus dem ‚Ländle’, mit dem ich mich intensiv beschäftigt habe, der von Rainer Schnaitmann war, regelrecht in die Rebsorte verliebt. Rainer versteht es mit viel Aufwand im Weinberg und sensiblem Umgang im Keller dieser Rebsorte feine Aromen von Sauerkirsche, frisch gepflückten Brombeeren, Waldhimbeeren, Veilchen, Zedernholz, Lebkuchengewürzen und hellem Tabak sowie elegante rauchige Duftnoten in Verbindung mit einem leichten Cassisduft zu entlocken. Am Gaumen wirkt dieser betörende Pinot sehr elegant, fast tänzerisch, mit feingliedriger Säure und geschliffener Tanninstruktur. Ein Wein, der mit der Zunge zu spielen scheint und im Wechsel Süße, Säure, Würze und Mineralität zeigt, alle Komponenten wohl dosiert und nie aufdringlich. Man sagt ja Burgundern nach, eine gewisse Erotik ausstrahlen zu können und in diesem Fall trifft es wirklich zu: Dieser Schwarzriesling ist einfach sexy! Der Nachhall bewirkt genau das, was man auch von einem guten Burgunder erwartet, er weckt das Verlangen nach einem weiteren Glas!”
Und genießen können Sie, werte Kunden, diesen edlen Pinot ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2015.



2006 ist in Württemberg unter den Händen eines begnadeten Weinmagiers einfach ein geniales Rotweinjahr!



Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann