Saarwellingen, im Winter 2008

PINwand Nº 143


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

wegen der anstehenden Faschingstage erhalten Sie unsere zweite Pinwand des Jahres eine Woche früher als üblich, damit auch alle Karnevalsfreunde und Kurzurlauber sich mit ihren Lieblingstropfen eindecken können.

Ein Auszug aus unseren heutigen Themen – Frankreich: Die Domaine de Cascavel vinifiziert am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, fabelhafte Qualitäten aus zertifiziertem biologischem Anbau: Diese unerhörten preislichen Provokationen der Prestigegüter aus Châteauneuf-du-Pape gibt es heute in attraktiven Schnäppchenpakten. Die grandiosen Weine der Domaine Joblot sind seit fast 2 Jahrzehnten Kult und es ist wohl unmöglich, mehr und besseren Burgunder für einen Preis um 20 Euro zu bekommen!

DER Geheimtipp aus der Champagne: Pierre Moncuit – Weltklassechampagner aus dem Herzen der Côte Blancs zu unglaublich fairen Preisen von einer sympathischen Familiendomaine! Domaine du Champ des Soeurs – Fitou: Pit Falkenstein feiert in seiner Kolumne im HANDELSBLATT die großartigen Gewächse unserer Neuentdeckung aus dem Languedoc als herzerfrischende Trinkweine nach „Großväter-Art: schlanke, knackige, köstliche Weine, fernab der Alkoholbomben, wie sie heute gängig sind”.

Gerhard Eichelmann urteilt in ‚Deutschlands Weine 2008’: „2006 brillieren die Weine von Theo Haart auf höchstem Niveau wie im Jahrhundertjahrgang 2005 an der Mittelmosel”. Wir präsentieren mit großer Freude diese traumhafte Kollektion!

Freunde großer italienischer Rotweine können sich an dem frisch eingetroffenen urtraditionellen Brunello von Nello Baricci erfreuen sowie dem besten Rosso des Jahrgangs 2005.


Außerdem frisch eingetroffen:
Die Domaine Guillaume Gros vinifiziert im Lubéron urwüchsige Rotweine voller ursprünglicher Wildheit aus einer großartigen Naturlandschaft! Unter Insidern und in der südfranzösischen Winzerszene gelten Guillaumes Rotweine mittlerweile als Geheimtipp und als die Referenz ihrer aufstrebenden Appellation! Es sind rare Glücksfälle für den echten Genießer, voll innerer Ruhe und Frische und doch vibrierend lebendig. Diese Rotweine schaffen im Lubéron neue Qualitätsdimensionen und sind in ihrer berauschenden Natürlichkeit so atemberaubend präsent wie die herrliche, wildromantische Landschaft selbst. Urwüchsige Rhône, wie sie sein kann – und sollte. Robert M. Parker bewertete den Jahrgangsvorgänger des El nino loco voller Begeisterung mit sagenhaften 90 Punkten!

Domaine Guillaume Gros
Von dieser trumhaft an einem Waldesrand gelegenen Junganlage
stammen die Trauben unseres „El nino loco”

168406 Guillaume Gros, El nino loco 2006 6,95 Euro
Ein authentisches Weinoriginal mit Potential für Jahre, ein Maßstab in seiner Preisklasse, den die meisten Domainen der Region nicht mal mit ihren Spitzencuvées erreichen.


 


Weinreise in die Toscana:

Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Eine traumhafte toskanische Hügellandschaft
schmiegt sich um die Tenuta di Capezzan

Pinard de Picard lässt eine alte Tradition wieder aufleben: Nachdem wir uns in den letzten Jahren sehr auf unseren Hallenneubau mit den idealen Lagerbedingungen für unsere Weine konzentrierten, bieten wir Ihnen in diesem Frühjahr wieder unsere beliebte Winzerreise an: Zusammen mit unseren Freunden vom renommierten Reiseveranstalter Toscana Tours führt Tino Seiwert Sie vom 22. - 25. Mai 2008 zu vier unserer Top-Güter in die uralte Kulturlandschaft der Toscana (Tenuta di Capezzana, Azienda Agricola Nello Baricci, Castello di Fonterutoli und La Brancaia). Alle weiteren Informationen erhalten Sie auf unserer Internetseite oder direkt bei Toscana Tours (Tel. 06831-46676).




FRANKREICH

Domaine de Cascavel - Côtes-du-Ventoux

Fabelhafte Qualitäten aus zertifiziertem biologischem Anbau avancieren zu preislichen Provokationen der Prestigegüter aus Châteauneuf-du-Pape

Eine der spannendsten Regionen der südlichen Rhône ist zurzeit sicherlich die Appellation Côtes-du-Ventoux im Herzen der Provence. Hier werden Weine mit einem Preis-Genussverhältnis erzeugt, das weltweit fast einzigartig ist. Unsere Domainen Fondrèche und Cascavel erfreuen sich seit Jahren bei Ihnen, unserer bestens informierten Kundschaft, einer großen Beliebtheit, werden mittlerweile auch von Parker mit höchsten Punktzahlen und enthusiastischen Worten geadelt („DIE Entdeckung meiner Rhôneverköstigung”) und produzieren zweifellos die Referenzweine dieser malerisch am Fuße des Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provenzalen, gelegenen Region.
Ich sitze am Schreibtisch, wie so oft tief in der Nacht und blicke zurück auf eine spannende Rhônereise: Es ist Sonntag, der 16. Januar. Eigentlich tiefer Winter, doch die Sonne scheint von einem strahlend blauen Himmel und die Temperaturen sind mit 14 Grad vorfrühlingshaft angenehm. In dem verschlafenen Örtchen Bedouin, nahe dem Mont Ventoux, dessen schneebedeckter Gipfel majestätisch den Horizont ausfüllt, sitze ich auf einer Bank auf dem Dorfplatz, wo sich die gesamte männliche Bevölkerung getroffen zu haben scheint, um sich mit einer unglaublichen Ausdauer dem Boulespiel zu widmen und dem Pastis zu frönen. Unfassbar, mit welcher Präzision ein schon sehr alter, fast zerbrechlich wirkender Mann seine Kugeln beherrscht. Doch auch hier schweifen meine Gedanken ab, zwei Tage zurück, als ich eine der spannendsten Verkostungen meiner Rhônereise erleben durfte und ich beginne auf meinem Laptop zu schreiben.

Cascavel: Alte Reben
Alte Reben vor dem schneebedeckten Gipfel des Mont Ventoux

Ich sehe mich wieder in der kleinen Probierstube in Méthamis stehen bei einer Verkostung aller bisherigen Jahrgänge eines kleinen, aber feinen Weingutes: Raphael Trouiller von der Domaine de Cascavel ist von der leidenschaftlichen Idee beseelt, erstklassige Weine aus biologischem Anbau zu produzieren. Sensationell, wie Raphael die Chancen mehrerer großer Jahrgänge nacheinander und die Gegebenheiten seines extrem steinigen, erstklassigen Terroirs zur Vinifizierung Aufsehen erregender Rotweine nutzt: Die großen Unterschiede zwischen hohen Tag- und kühlen Nachttemperaturen infolge der außergewöhnlichen Höhenlage der 14 verstreut inmitten der blühenden provençalischen Landschaft (die Düfte der Blüten und Kräuter in der Außenhaut der Trauben gespeichert!) liegenden Parzellen führen zu feinsten Tanninen und einem Pfauenrad an komplexen Aromen. Das deutlich kühlere Mikroklima an den Hängen des Mont Ventoux im Vergleich zum Rhônetal, das vor über 20 Jahren häufig ein Nachteil war, führt in den heutigen, zumeist sehr warmen Jahrgängen dazu, dass die Trauben eine längere Vegetationsperiode besitzen und daher langsamer reifen als in der Region üblich, dass sie eine ungewöhnlich schöne Säurestruktur aufweisen und infolge der extrem unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen sehr komplexe Aromen aufnehmen. Strikte Mengenbegrenzung (im Schnitt unter 35 hl/ha), selektive Handlese, Vinifizierung und Ausbau des Weines unter geringst möglichen Eingriffen in den neu konstruierten Kelleranlagen erbringen im großen Rhônejahrgang 2005 spektakuläre Ergebnisse und damit, wie die spannende Vertikalverkostung gezeigt hat, den bisherigen Höhepunkt im vinologischen Schaffen von Raphael. Es ist bisweilen schier unglaublich, für wie wenig Geld man wunderschöne Weine in Südfrankreich finden kann, die qualitativ viele teure Prestigeweine mühelos an die Wand spielen. Und dann stammen diese emotional berührenden Boten ihrer traumhaft schönen provençalischen Landschaft auch noch aus kontrolliertem biologischem Anbau: Des kundigen Weinliebhabers Herz – was begehrst Du mehr!

Übrigens: Der alte Mann hat mit seiner Equipe das Bouleturnier gewonnen. Neugierig schaute er zwischendurch bei mir vorbei, was ich wohl mit meinem Laptop hier so anstellte. Diese moderne Welt ist nicht die seine. Ich gratuliere ihm zu seinem Sieg und zu seinen genialen Würfen. Er lächelt stolz und wir prosten uns zu mit einem Pastis. Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, es wird sehr schnell bitter kalt. Ich breche auf, zurück in mein Hotel.

PS.: Beim Schreiben dieser Zeilen öffne ich den „Les Amidyves”, da solch wunderbare Terroirweine mich stets mit Hirn und Herz an meine Weingutsbesuche vor Ort erinnern. Während ich an ihm rieche und ihn danach wohlig auf der Zunge verspüre, sehe ich vor meinem geistigen Auge die traumhaften Dörfchen am Fuße des schneebedeckten Wipfels des Mont Ventoux in der milden Abendsonne in ihrem fahlen Licht leuchten. Gänsehautatmosphäre!


137105 Le Cascavel, rouge 2005 7,50 Euro
Schon diese leckere, kräuterwürzige, aromenintensive Basiscuvée mit Anklängen an Schattenmorellen und dunkle Waldbeeren brilliert mit einem satten Rubinrot und evoziert mit ihren verführerischen südlichen Aromen nach Beeren und Kräutern geradezu eine Sehnsucht nach dem bunten Leben des provençalischen Südens, etwa nach der Stimmung eines lauen Spätsommerabends auf einer malerischen Terrasse bei heraufziehender Abendstimmung. Aber auch zurück in der Heimat im kühleren Klima verliert dieser betörende Wein seinen Reiz nicht: Feine Fruchtnoten von Waldbeeren und Sauerkirschen vermischen sich mit dem Aroma von Rosmarin, Thymian, Salbei, Anis und Lavendel. Am Gaumen präsentiert sich dieser Schmeichler der Sinne frisch, mit anregender Säure und cremiger Textur. Hier kommen auch die Sauerkirschnoten wieder deutlich zum Tragen und verbinden sich mit einem feinkörnigen, saftigen Tannin. Unbezahlbare Urlaubserinnerungen zu einem spektakulär fairen Preis!
Trinkvergnügen ab sofort bis Ende 2010.


1371905 Le Cascavel, rouge (12 Flaschen) 2005 9 l , statt 90,00 nur 79,90 Euro


Schnäppchenangebot bis 29.2.2008

137205 Cascavel, „Les Amidyves”, rouge 2005 11,00 Euro
Die Weine vom Fuße des mythischen Bergriesen Mont Ventoux sind trotz Parkers jüngster Elogen noch immer eine Art Geheimtipp für preisbewusste Weinliebhaber. Und dieser ungemein verführerische Spitzenwein gehört mit zum Besten, was bisher in dieser wunderschönen Region produziert wurde! Fabelhafte Grenache- und Syrahreben prägen eine traumhafte, barriqueausgebaute Cuvée: Betörend komplexe Nase, eine reife, zart süßliche, ja sinnlich-pralle Frucht, Schattenmorellen, Brombeeren, ein Hauch von Vanille und Zimt und zarte Anklänge an Rosenblätter, Nelken und schwarzen Pfeffer. Am Gaumen ein Schmeichler der Sinne mit frischer dunkelbeeriger Frucht und anregender Säure, die verführerischen Würznoten von Zimt, Vanille und Nelke spiegeln sich erneut wieder in Verbindung mit leckeren Sauerkirsch- und Brombeernoten. Ein hedonistischer Wein, der die Sehnsucht nach Frankreichs malerischem Süden auflodern lässt, der aber zugleich mit seinen betörenden Noten dieses Fernweh ein wenig zu stillen vermag. Ist das nicht Terroircharakter in seiner schönsten Form, wenn ein Wein uns so deutlich an seinen Ursprung erinnert? Ein ungemein ‚sexy’ Wein mit phantastischen, cremigen Tanninen, leicht gekühlt ebenso geeignet für laue, romantische Sommerabende wie als Seelentröster und exzellenter Essensbegleiter an kühlen Winterabenden! Viele wesentlich teurere Châteauneuf-du-Pape-Weine aus diesem großen Jahr haben gegen diese Klassecuvée keine Chance!
Schon jetzt ein toller Genuss, Höhepunkt Herbst 2008 bis mindestens 2014.


1372905 Cascavel, „Les Amidyves”, rouge (6 Flaschen) 2005 4,5 l , statt 66,00 nur 58,00 Euro


Schnäppchenangebot bis 29.2.2008



Pierre Moncuit – Le Mesnil-sur-Oger

Nicht nur Krug ist in Le Mesnil zuhause: Die sympathische Familiendomaine Moncuit vinifiziert Weltklassechampagner aus dem Herzen der Côte Blancs zu phantastisch günstigen Preisen!

Die Champagne gilt als Herkunft teurer Weine. Große Champagner kosten ein kleines Vermögen. Wirklich alle? Nein. Wir haben für Sie ausgiebig eine der spannendsten Anbauregionen der Welt durchkreuzt und uns nach intensiven Verkostungen für ein kleines, aber extrem feines Weingut entschieden, das von Insidern weltweit und vielen Kennern in Frankreich sehr geschätzt wird, wo die Domaine sich einen geradezu legendären Ruf erworben hat und neben Krug, Selosse, Jacquesson und Bollinger zu den Top-Five der Region gezählt wird: Phantastische Qualitäten zu vorbildlich fairen Preisen! Ganz herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei einem Weinjournalisten, der das informativste auf dem deutschen Markt befindliche Buch über die Champagne geschrieben hat, der mich einlud, ihn auf seiner letzten Degustationsreise zu begleiten und von dessen Insiderwissen ich enorm profitieren durfte. Gerhard Eichelmann, Ihnen allen als Herausgeber der sehr empfehlenswerten, werbefreien und daher völlig unabhängigen Zeitschrift MONDO und des Standardwerkes „Deutschlands Weine” sicherlich bekannt, ist einer der kompetentesten Köpfe der deutschen Weinszene und wohl niemand kennt sich besser aus in der Champagne als er. Ihm also verdanken wir ein neues Kleinod in unserem Programm, dessen prickelnde Tropfen ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen möchte:
Lassen wir doch zur Weingutsbeschreibung diese kompetente, „neutrale” Stimme sprechen und zitieren aus Eichelmanns Standardwerk „Champagne”: „Mehr als hundert Jahre macht die sympathische Familie schon Champagner in Le Mesnil. Pierre Moncuit und seine Frau Odile Moncuit-Delos haben das Haus bekannt gemacht. Heute führen es ihre beiden Kinder, Nicole und Yves. Während Yves Moncuit sich um den kaufmännischen Bereich kümmert, ist Nicole Moncuit für den technischen Bereich verantwortlich. Bereits seit 1977 baut sie die Weine aus und stellt die Cuvées zusammen.

Mit heute 20 Hektar Weinbergen gehört das Haus Pierre Moncuit zu den größeren Récoltants-Manipulants an der Côte des Blancs. Drei Viertel der Weinberge liegen in Le Mesnil, ein Viertel in Sézanne. Die Weine der zwei Crus werden aber niemals zusammen ausgebaut. Die Trauben aus Sézanne ergeben die Cuvée Hugues de Coulmet. Alle anderen Cuvées enthalten ausschließlich Weine aus (den ungemein kalkreichen Lagen von) Le Mesnil, alle tragen die Bezeichnung Grand Cru. Neben dieser Besonderheit, dass alle Champagner von Nicole Moncuit aus einer einzigen Lage stammen, also Mono-Crus sind, gibt es zwei weitere Besonderheiten: Sie sind, abgesehen vom Rosé, alle Blanc de Blancs, also reinsortige Chardonnay, denn Nicole und Yves Moncuit bauen ausschließlich Chardonnay an. Dass man in Le Mesnil, an der Côte des Blancs, einem der bekanntesten Crus der gesamten Champagne, auf Chardonnay setzt, das ist einleuchtend. Aber in Sézanne bauen viele Erzeuger auch Pinot Noir an. Ob es sie denn nie interessiert habe, Pinot Noir anzupflanzen und mit Pinot Noir zu arbeiten, will ich wissen. Niemals, antwortet sie knapp und bestimmt. Eine Lage, eine Rebsorte und dazu ein Jahrgang. Denn Nicole Moncuit assembliert niemals Weine aus verschiedenen Jahrgängen, alle ihre Champagner stammen aus einem einzigen Jahrgang, also auch diejenigen, die keine Jahrgangsbezeichnung auf dem Etikett tragen!

Alle Weine werden in Emaille- oder Edelstahltanks ausgebaut und durchlaufen immer die malolaktische Gärung. Im März oder April des auf die Ernte folgenden Jahres werden sie auf die Flasche gefüllt. Dosiert wird wenig, denn schließlich will Nicole Moncuit in ihren Champagnern vor allem das Terroir ausdrücken. Jahrgangschampagner macht Nicole Moncuit nur in den besten Jahren. Sehr konsequent kommen die Champagner erst dann in den Verkauf, wenn sie den Zeitpunkt für richtig erachtet (und die Weine bereits feinen Trinkgenuss versprechen). Auch wenn ihr Bruder, der die kaufmännische Seite immer im Blick behält, das manchmal anders möchte.” So weit Gerhard Eichelmann in seiner fundierten Weingutsbeschreibung.

Ganz präzise, mit leiser Stimme, spricht Nicole Moncuit mit uns, als wir mit ihr verkosten, eine sehr sympathische Patronin. Und genauso präzise und fabelhaft mineralisch brillieren ihre Champagner, eine Essenz des großartigen Terroirs Terroir von Le Mesnil. Und was sind das für fabelhafte Qualitäten: Großen Champagner erkennt man stets daran, dass er auf der Zunge eine harmonische Reife und eine cremige weiche Textur besitzt, dass er reif und füllig und dennoch frisch ein in sich stimmiges, betörendes Geschmackserlebnis bietet. Niemals darf die Säure unangenehm heraus schmecken, niemals die Dosage zu einer pappigen Süße führen! Großer Champagner ist erstaunlich haltbar und entwicklungsfähig, ungemein komplex und vielschichtig auf der Zunge und leicht und unbeschwert zu genießen. Einfach nur solo getrunken, oder wie in der Champagne üblich, als kongenialer Begleiter eines ganzen Menüs!

Zur Stilistik der fabelhaften Champagner unseres Kleinods Pierre Moncuit, dass von den Kennern zu den besten Häusern dieser großartigen Region gezählt wird, allerdings mit einem einzigartigen Preis-Genuss-Verhältnis, möchte ich nochmals Gerhard Eichelmann zitieren aus seinem aktuellen Standardwerk „Champagne”, ganz aktuell Anfang 2008 erschienen: „Die von Nicole Moncuit vinifizierten Champagner sind fein und elegant, bestechen mit ihrer Mineralität, ihrer Länge und Nachhaltigkeit. Die Jahrgangangschampagner sind komplex und eindringlich, gehören regelmäßig zu den großen Champagner der Côte des Blancs – Côte des Blancs in ihrer reinsten und faszinierendsten Form”.



299100 Pierre Moncuit, Cuvée Hugues de Coulmet 2000 24,80 Euro
Welch wunderschöner Terroir-Champagner, eine geschmacklich und preislich unerhörte Provokation so unendlich vieler nichtssagender, langweiliger, pappig-süßer Champagner bekannter Handelshäuser!


2991300 Pierre Moncuit, Cuvée Hugues de Coulmet 2000 0,375 l 14,90 Euro


299200 Pierre Moncuit, Cuvée Pierre Moncuit-Delos Grand Cru 2000 27,50 Euro
Eichelmann: „Champagner mit besonders gutem Preis-Genuss-Verhältnis!”


299399 Pierre Moncuit, Grand Cru Millésime 1999 39,00 Euro
Vom FEINSCHMECKER in seiner aktuellen Januarausgabe 2007 zu den 10 schönsten Empfehlungen unter den Schaumweinen gefeiert: „Lieblingswein”. Eichelmann: „Champagner mit besonders gutem Preis-Genuss-Verhältnis!”


2993199 Pierre Moncuit, Grand Cru Millésime, Magnum 1999 1,5 l 79,00 Euro


max. 1 Flasche pro Kunde

2993196 Pierre Moncuit, Grand Cru Millésime, Magnum 1996 1,5 l 97,00 Euro
Eichelmann: „Champagner mit besonders gutem Preis-Genuss-Verhältnis, absolute Weltklasse!”


max. 1 Flasche pro Kunde

2993195 Pierre Moncuit, Grand Cru Millésime, Magnum 1995 1,5 l 89,00 Euro



max. 1 Flasche pro Kunde



Domaine du Champ des Soeurs – Fitou

Ein junger Wilder geht seinen Weg und Pit Falkenstein feiert in seiner Kolumne im HANDELSBLATT die großartigen Gewächse unserer Neuentdeckung, der Domaine Champs des Soeurs, als herzerfrischende Trinkweine: „schlanke, knackige, köstliche Weine, fernab der Alkoholbomben, wie sie heute gängig sind”.

Pinard de Picard recherchiert seit Jahren ständig im Languedoc, um Ihnen, liebe Kunden, ausschließlich authentische Weine anbieten zu können, die sich einerseits ihren Ursprungscharakter dank ihrer großen Lagen mit ihren zumeist sehr alten, liebevoll restaurierten Rebstöcken bewahrt haben und die sich andererseits infolge des Lernprozesses der Winzer in Textur, Mundgefühl und Struktur mit den großen Weinen der Welt messen können. Sie schmecken wesentlich kühler, feiner, eleganter und finessenreicher als früher und besitzen ein größeres Aromenspektrum sowie noble, cremige, seidene Tannine. Finesse pur statt schierer Kraft lautet die Maxime, weg von den überextrahierten, muskulösen Monsterweinen hin zu Eleganz und Subtilität. Komplexität im Duft, Schmelz, Geschliffenheit, Frische im Trunk und Mineralität zählen für die „Wissenden” der neuen Winzergeneration mehr als Muskeln und überbordendes Eichenholz. Unser dynamisches Familinweingut geht genau diesen Weg: Kompromisslos!

Domaine du Champs des Soeurs
Laurent Maynadier erläutert engagiert
seine Weinbergsphilosophie

Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Besuch auf unserem Kleinod im wilden Süden erinnern. Am Ende eines einwöchigen Verkostungsmarathons im Midi, war ich an der westlichen Grenze dieser gigantisch großen Weinanbauregion angekommen, in der Region Fitou, unmittelbar an das Roussillon angrenzend. Aus der Ferne grüßten die majestätischen Gipfel der Pyrenäen im milden Dunst der Nachmittagssonne. Marie Valette und ihr Ehemann Laurent Maynadier vom in Deutschland bis dato noch gänzlich unbekannten Château Champ des Soeurs hatten mich auf einer großen Messe in Montpellier mit ihren erfrischenden Weinen jenseits eines internationalen Standartgeschmacksbildes à la Coca Cola derart begeistert, dass mein Jagdinstinkt geweckt war und ich die Weinberge und die Kellerarbeit einer genauen Überprüfung unterziehen wollte.
Die teilweise extrem steinigen (vergleichbar mit Châteauneuf-du-Pape), teils aus Schutz vor Bodenerosion begrünten und stets in aufwändiger Handarbeit aufgelockerten Parzellen der sympathischen Newcomer liegen am Fuße des Gebirgszuges der Corbières in unmittelbarer Nachbarschaft der Mittelmeerküste: Nur ca. 2-3 km entfernt ist das blau schimmernde Meer von fast jedem Weinberg aus zu erspähen. Dem Auge des geübten Beobachters fallen sofort die Unterschiede in der Weinbergsarbeit der ungemein bescheidenen, bodenständigen, vom Qualitätsvirus befallenen Maynadiers zu denen ihrer Nachbarn ins Auge: Laurent hat sich, bevor er sich hier in der Heimat seiner Vorfahren als Winzer niederließ, intensiv mit den ganz alten Weinbauern aus Fitou unterhalten, um möglichst viel aus jenen Zeiten zu erfahren, als diese Region noch für ihre eigenständigen Weine berühmt war. Heute, da in Fitou die moderne Önologie Einzug gehalten hat, werden die Reben im Allgemeinen an Drahtrahmen in luftige Höhen gezogen, um möglichst hohe Alkoholgradationen in den Trauben zu erzielen, damit die Winzer im Keller in teuren neuen Barriques „moderne” Weine produzieren können, die einem möglichst massenkompatiblen Geschmack entsprechen sollen. Doch marmeladige Eichenholzweine sind genau der Stil nicht, den Maynadier bevorzugt: Deshalb erzieht er seine Reben, die sich im Übrigen bereits seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz befinden, auf seinen vorbildlich gepflegten, rein organisch gedüngten Parzellen (die in ihrem Untergrund teils aus Kalk, teils aus rotem Schiefer bestehen), ganz bewusst in alter Tradition: Wie vor einem Jahrhundert pflegt er im totalen Gegensatz zur heute dominierenden Mode einen sehr tiefen Schnitt, so dass die Trauben bei der großen Hitze im Sommer von ihrer Laubwand (die aber auch nicht zu mächtig sein darf, um nicht zuviel Zucker und damit Alkohol zu produzieren!) beschattet werden und somit bei aller Reife ihre natürlich Säure und damit ihre Trinkanimation behalten und auch wesentlich feinere Tannine ausbilden als bei der modernen Drahtrahmenziehung.
Einen natürlichen Standortvorteil in all seinen Parzellen bildet zudem der Tramontana-Wind, der bisweilen sehr heftig von Norden her durch die Weinberge fegt, nach den seltenen Regenfällen die Trauben schnell abtrocknet, aber andererseits auch benötigte Feuchtigkeit mit sich führen kann.

Domaine du Champs des Soeurs
Ganz „tiefgelegt” kämpfen sich die Reben
in das extrem steinige Terroir

All diese wohl durchdachten Puzzlesteine zeigen im Detail, dass Laurent Maynadier zur kleinen Elite der „Jungen Wilden” des Languedoc gehört, die sich nicht mehr mit den belanglosen „Qualitäten” ihrer Elterngeneration zufrieden geben, die sich stattdessen auf uralte Traditionen ihrer Vorfahren besinnen und dieses Wissen zusammen mit Erkenntnissen der modernen Weinbereitung (diese aufgeschlossenen jungen Winzer sind alles andere als weltfremde Spinner!) das Potential und die natürlichen Gegebenheiten ihrer Heimat zur Erzeugung wirklich großer Weine nutzen. Laurents intensive handwerkliche Arbeit inmitten seiner in die blühende, herrlich duftende Garriguelandschaft wie Inseln eingelassenen Parzellen erinnert mich in vielem an diejenige von Laurent Vaillé von Grange des Pères. Die intensive Bodenarbeit zur besseren Mineralisation, das natürliche Gleichgewicht der Reben, die dadurch von Natur aus bedingten niedrigen Erträge und die veränderte Blattwerksarbeit bewirken, dass der fertige Wein fokussierter, transparenter, präziser wirkt, sehr viel frischer im Trunk und viel weniger dick und fett als viele langweilige, uniforme Garrigueweine, dafür jedoch fast ätherisch duftig.

Im Keller der jungen Traditionsdomaine geht es herzerfrischend einfach zu: eine uralte, aber sehr funktionelle Presse, große hölzerne Gärbottiche, die zum Ausbau der Weine mit Deckeln verschlossen werden, ein paar Betoncuves, das war’s! So einfach kann die Vinifizierung sein, vorausgesetzt, der Winzer hat im Weinberg optimale Arbeit geleistet. Noch ist Laurent Maynadier erst am Anfang seines Weges, doch unter Preis-Genussgesichtspunkten sind seine Weine für Finessetrinker bereits heute ein absolutes Muss! Laurent Maynadier steht für die neue Generation avantgardistischer junger Winzer im Languedoc, der es selbstbewusst um eine andere Zukunft geht: nicht um überkonzentrierte, alkoholreiche Monsterweine in global kompatiblem Einheitsgeschmack, sondern um Frische, Finesse und Eleganz sowie ein unverwechselbares Profil und regionsspezifische Authentizität! Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit in den nächsten Jahren!

PS.: Bernhard Maynadier ist mit einer derart großen Portion Leidenschaft, viel Feinsinn und Talent am Werk, dass mittlerweile die Spürnasen unter den Weinjournalisten auf ihn aufmerksam werden: Michel Bettane, der große alte Mann des französischen Weines, bezeichnet Laurent Maynadier mittlerweile als eine der größten Entdeckungen der letzen Jahre wegen seiner fabelhaften „Modell-Weine der Region Fitou, die geboren sind unter mediterraner Sonne, die aber voller Finesse, Frische, Ausgewogenheit und Bekömmlichkeit daherkommen und versehen mit erstklassigen Tanninen den Ruhm französischer Weine begründen”. Und Pit Falkenstein feiert in seiner Kolumne im HANDELSBLATT die großartigen Gewächse unserer Neuentdeckung aus dem Languedoc, der Domaine Champs des Soeurs, als herzerfrischende Trinkweine nach „Großväter-Art: schlanke, knackige, köstliche Weine, fernab der Alkoholbomben, wie sie heute gängig sind”.


Domaine du Champs des Soeurs
Das zum Schutz vor Bodenerosion begrünte Terroir

359505 Champ des Soeurs, AOC Corbières, blanc 2005 7,60 Euro
Einer der eigenständigsten Weißweine des französischen Südens, von der Insiderzeitschrift für südfranzösische Weine, „Terre de vins”, mit 17/20 Punkten gefeiert!
Da auch mir die Begeisterung für authentische Weine und die daraus resultierende Neigung zu Elogen nicht ganz wesensfremd ist, kann ich die unerhörte Bewertung für diesen Charaktertropfen irgendwo nachvollziehen, wenn mir die Note aber doch etwas zu hoch gegriffen scheint. Gerne übernehme ich jedoch die verbale Beurteilung: „Ein Weißwein der feinen und delikaten Art mit enorm viel Frische. Am großartigen Gaumen dominieren reife gelbe Früchte, Pfirsich und Aprikosen, eine fast ölige Textur und eine eindrucksvolle Reichhaltigkeit. Deliziös mit allen Arten von Fisch, auch mit kräftigen Saucen”.
Aber Vorsicht, werte Kunden: Eingeschworene Rieslingfreaks könnten durchaus Probleme bekommen mit diesem urigen südfranzösischen Weißweintypus. Wer jedoch offen ist für neue Grenzerfahrungen, sollte diesen mediterranen Aromenstrauß unbedingt probieren; jetzt bis Ende 2009.


Terre de vins: 17/20 Punkten

359206 Champ des Soeurs, Fitou Rouge 2006 7,90 Euro
Diese ätherisch feinduftige, auf den heimischen Rebsorten Grenache und Carignan basierende urwüchsige Cuvée stellt attraktiv seine herrliche Frucht in den Vordergrund und fasziniert mit seinen betörenden Aromen nach Himbeeren, Cassis, würzigen Tabakblättern und provençalischen Kräutern. Am Gaumen begeistert sie mit ihrer würzigen Dichte und einer tänzerischen Leichtigkeit auf der Zunge. Zwar kommt dieser ungemein leckere Basiswein infolge subtiler Verbesserungen in der Weinbergsarbeit nochmals etwas dichter und konzentrierter daher als seine so ungemein beliebten Jahrgangsvorgänger, aber in keinster Weise fett oder marmeladig. Vielmehr schmeicheln ein betörender Charme und die Ausstrahlung eines filigranen Weines, der die Wärme des Südens mit der Kühle des Terroirs perfekt zu vereinen versteht. Diese weiche, erfrischende Basiscuvée von Laurent ist ein trinkfreudiger, fröhlicher, charmanter Rotwein, der heiter und lecker hohen Anspruch realisiert. Ein qualitativ hochwertiger Wein muss wirklich nicht teuer sein!
Zu genießen ab sofort (bis 2010, mindestens) – aufmachen, trinken und sich wohl fühlen!


359305 Champ des Soeurs, „Bel Amant”, rouge 2005 11,00 Euro
Dieser großartige Sinnenzauber wird von der „Revue du Vin de France” zu den größten Schnäppchen des gesamten Languedoc gezählt!
Kaum ein anderer Rotwein in Fitou verfügt über eine derart präzise Ausstrahlung und seidenweiche Struktur im Mund: Cremig und extrem feinkörnig ist seine kühle, ungemein weiche Gerbstoffpräsenz auf der Zunge zu verspüren. Seine allgegenwärtige Mineralität, Kennzeichen eines großen Terroirs, signalisiert unverkennbar die großartigen Kalk- und Schieferböden, auf denen seine optimal ausgereiften Trauben gewachsen sind. Komplexes und feines Aromenspiel in der Nase mit Anklängen an rote Beerenfrüchte, Mineralien, Gesteine und wilde Gewürze der Garrigue. Feine, konzentrierte Fruchtsüße am Gaumen, ungemein präzise fokussiert, die faszinierende Mineralität ist durchdringend spürbar. Die unverkennbare Ausstrahlung als Terroirwein macht diesen herrlichen, ungemein frischen (!) Tropfen aus Carignan, Grenache und Mourvèdre zu einem der größten Schnäppchen des Languedoc. Dieser begeisternde 2005er ist immer noch blutjung und bezaubert mit dem unverschämt leckeren Fruchtcharme dieses Jahrgangs, der noch viel Freude machen wird.
Die „Bibel” der französischen Weinkritik, das „Classement 2008”, vergibt ganz aktuell 16/20 Punkten – vorsichtig formuliert eine absolute Sensation in dieser ungemein fairen Preisklasse für einen authentischen Charakterwein des wilden französischen Südens, der wesentlich teurere Prestigeweine mühelos an die Wand spielt! Dieser Bewertung kann ich mich persönlich nur vorbehaltlos anschließen: Welch urwüchsiger Heimatwein aus naturnahem Anbau, welch Demonstration höchster handwerklicher Winzerkunst wider den Irrsinn der um sich greifenden Tyrannei moderner industrieller Massenweine!
Zu genießen ab sofort bis 2011+.


359405 Champ des Soeurs, „La Tina”, rouge 2005 13,90 Euro
Statt ermüdender Barrique-Aromen und massiver, zumeist trockener Tannine, wie wir es von vielen Weingütern aus Fitou kennen, präsentieren sich alle drei Rotweine von Champ des Soeurs ungemein fruchtbetont, elegant, frisch und daher herrlich trinkanimierend. Doch diese Spitzencuvée aus den traditionellen Reben des Südens, ein edler und nobler, aber dennoch authentischer Garriguewein, ist schlicht DER Insider-Tip aus Fitou! In der Nase ein großartiges, komplexes Aromenspektrum, geprägt von frischen, wilden, dunklen Beeren, intensiven, jedoch sehr feinen Gewürzanklängen, Holunder und schwarzem Pfeffer. Dem Gaumen schmeichelt er mit einer wunderbar weichen Textur und einer sinnlichen, opulenten, zart süßlichen und feinwürzigen Frucht. Dabei präsentiert sich dieses urwüchsige Musterexemplar eines leckeren, Trinkspaß bereitenden Rotweins aus dem Midi ungemein harmonisch dicht, rund und geschmeidig mit einer schmelzig-cremigen Tanninstruktur und langem, mineralischem Abgang. Was für ein herzerfrischend authentischer Languedocwein zu einem unschlagbar fairen Preis.
Die Spitzencuvée „La Tina”, die im Jahrhundertjahrgang 2005 nominell über etwas mehr Alkohol verfügt als in der Vergangenheit, der jedoch von der Opulenz der Frucht und der feinen Säure förmlich aufgesogen wird, demonstriert ausdrücklich die Elogen von Michel Bettane: „Zweifellos eine wunderschöne Cuvée aus Fitou aus einem grandiosen Weingutsangebot, das Modellcharakter für die gesamte Region Fitou sein eigen nennen kann und das Liebhaber großer Weine auf gar keinen Fall missen möchten”. Die Domaine du Champ des Soeurs figuriert daher zu Recht unter den größten Languedoc-Entdeckungen der letzten 10 Jahre!
Wegen seiner cremigen Tannine zu genießen bei 17-18°C ab sofort, Höhepunkt Mitte 2009 bis 2012+.




Domaine Joblot - Givry

„Die Familie Joblot bringt regelmäßig Givrys hervor, die ebenso gut oder besser sind als die meisten Grands Crus von der Côte d’Or” (Robert M. Parker) – nur dramatisch günstiger im Preis!

Der höchste Ausdruck des Pinot Noir ist die Finesse. Eine Finesse, die zwar im Idealfall in eine famose Kraft eingebettet, aber immer mit einer unvergleichlichen Eleganz verbunden ist. Es ist nicht die höchste Kunst, entweder einen finessenreichen ODER einen kraftvollen Wein zu machen, aber es ist extrem schwierig, eine perfekte Balance zwischen beiden Kriterien herzustellen – die besten Weine des Burgunds vermögen es in exemplarischer Qualität! Und in dieser begnadeten Region reihen sich die Weiß- wie Rotweine von Jean-Marc Joblot ein in die Phalanx der ganz Großen. Jean-Marc, der mit seinem langen, blonden, wilden Haar eher an einen Rockstar erinnert, als dass er in das traditionelle Bild eines Winzers passt, ist zwar eine Seele von Mensch, aber auch ein intelligenter Kopf, ein Mann, der genau weiß, was er will. Wenn er über seine Weinberge spricht, seine Arbeit und seine inspirierte Philosophie, so meint man einen intellektuellen „professeur” von der Sorbonne dozieren zu hören, so akribisch, so präzise, so fundiert sind seine Äußerungen. Er schwört auf niedrige Erträge und eine lange Gärung. Seine exzellenten Lagen liegen im beschaulichen, romantischen Dörfchen Givry, der sicherlich dynamischsten der fünf Appellationen der tief im Süden des Burgunds befindlichen Côte Chalonnaise auf optimal exponierten süd- und südöstlich orientierten Hügeln, die wie ein Brennspiegel die Sonnenstrahlen einfangen. Seine gepflegten Rebparzellen demonstrieren augenscheinlich, wo die Qualität der Weine entsteht. Derart extrem gepflegte, aufgelockerte, sehr steinige Böden (in ihrer geologischen Zusammensetzung mit den berühmten Crus von der Côte d’Or quasi identisch), derart extrem ausgedünnte Trauben (keine Beere berührt die andere), derart aufwändige Laubarbeiten, um Luft und Sonne an die Trauben zu lassen und dazu noch biologischer Anbau: Die alte Familiendomaine Joblot ist ein wahres Kleinod im unüberschaubaren Dschungel von Burgund. In den unterirdischen, optimal klimatisierten Kellern werden die Weine in gebrauchten und neuen Barriques so schonend wie möglich vinifiziert und ausgebaut, die Weinwerdung erinnert hier sehr an eine sanfte Geburt.

Domaine Joblot - Givry
Herbststimmung im Burgund

Kein Zweifel: Jean-Marc Joblot vinifiziert rote und weiße Burgunder zu unglaublich günstigen Preisen (Noch besitzen die Weine der Côte Chalonnaise nur die Qualität, nicht aber die Reputation der teuren Prestigegewächse der Côte d’Or!), die mit ihrer einzigartigen Finesse, mineralischen Feinheit und subtilen Geschmeidigkeit ein unvergleichliches Erlebnis darstellen. Finesse ist die Kardinaltugend eines großen Burgunders. Und genau das ist die Essenz der atemberaubenden Weine von Joblot. Sie paaren jene sprichwörtliche „burgundische” Finesse mit Geschmeidigkeit und einer fabelhaften inneren Dichte, Saftigkeit und Konzentration sowie einem unerhört differenzierten Aromenspektrum und betten dieses ein in eine kühle, faszinierende Mineralität. Das ist ganz großes emotionales Kino – zu einem Preis, der angesichts der herausragenden Qualität geradezu lächerlich niedrig wirkt. Hier können Sie, liebe Kunden, die derzeit größten Geheimtipps in einer der renommiertesten Weinregionen der Welt einkaufen! Wer einmal einen 1990er Premier Cru dieses Kleinods im Glas hatte, weiß, zu welch denkwürdigen Leistungen das Gut im Stande ist. Und diese legendären Tropfen werden von den exzellenten neuen Jahrgängen 2005 und 2006 nochmals mühelos übertroffen.

Zur Stilistik und Qualität des Jahrgangs 2006 im Burgund: 2006 wurde schon ganz früh im Weißweinbereich als ganz großer Jahrgang ausgerufen. Doch Vorsicht vor solch nivellierender Vereinfachung: Bei meinen Verkostungen vor Ort lagen Himmel und Hölle dicht beieinander. Der richtige Erntezeitpunkt war in diesem Jahrgang von entscheidender Bedeutung: Wer zu langer abwartete, hat heute fette Weine mit hohen Alkoholgradationen im Keller liegen, die keinen Trinkspaß bereiten! Wer jedoch zum richtigen Zeitpunkt erntete und sorgfältig seine Hausaufgaben im Weinberg machte, hat einen der größten Jahrgänge der Neuzeit vinifiziert: Henri Boillot, in 2005 der Superstar der Region, dem auch in 2006 ein großer Wurf gelungen ist, von dem man noch lange schwärmen wird, urteilt dezidiert: „2006 kann man in vielerlei Hinsicht mit 1986 vergleichen, einem großen Jahr für die weißen Burgunder.” Und die Pinot Noirs? In ihrer Stilistik sicherlich etwas weniger kraftvoll als in 2005, aber in ihren schönsten Exemplaren mit den Kardinalstugenden roter Burgunder im Überfluss gezeichnet: Finesse, Eleganz und eine traumhaft intensive Frucht! Weine vollendeter Schönheit mit einer betörenden Delikatesse der Aromen, einer atemberaubenden Sinnlichkeit und einer unübertrefflichen Transparenz! 2005 ist ein großer Jahrgang, der vom warmen Klima geprägt wurde, 2006 spiegelt in seiner Spitze die unendliche Vielfalt der großartigen Terroirs einer der größten Weinanbaugebiete der Erde wieder – schlicht „la vraie bourgogne”, das wahre Burgund! In ihrer Spitze den 2005ern absolut ebenbürtig: Zwei wunderschöne Töchter der Bourgogne aus zwei stilistisch unterschiedlichen Zwillingsjahrgängen. Und von solch fabelhaften Weinen aus 2006 mit einem unvergleichlichen Preis-Genuss-Verhältnis wollen wir Ihnen heute erzählen: Joblots grandiose Weine sind seit fast 2 Jahrzehnten Kult und es ist wohl unmöglich, mehr und besseren Burgunder für einen Preis um 20 Euro zu bekommen!


215106 Joblot, „Pied de Chaume”, Givry, blanc 2006 18,50 Euro
Feingliedriger, rassiger, eleganter und finessenreicher Chardonnay aus einem phantastischen Jahrgang für Weißweine in der Bourgogne. In der Nase faszinieren mineralische sowie fein rauchige Aromen und betörende Anklänge an Haselnuss; am Gaumen enorm reichhaltig und kraftvoll, traumhaft saftig, rassig, mineralisch, sehr animierend, daher schon in seiner Jugend mit größtem Vergnügen wegzu„süffeln”. Von seiner Stilistik her ein Referenzwein des „mineralisch-rassigen” Typus, mit einem frischen Kern von Reineclauden, Pfirsich und Zitrusfrüchten, dazu weiße Blumen, geröstete Haselnüsse und Anklänge an Brioche, sehr harmonisch, erfrischend, wunderschönes Säurespiel, toller Allrounder! Ein fröhlich-saftiger Gaumenschmeichler mit wahrhaft geschliffenem Charakter, ein betörender Charmeur, auf der gleichen Qualitätsstufe wie doppelt und dreifach so teure Prestigeweine aus Meursault!
Gratulation zu einem tollen Erfolg: Im WEINGOURMET berichtet Master Sommelier und Burgund-Experte Frank Kämmer über die größten Schnäppchen des Burgund. „Wer feinen Burgunder trinken möchte, muss tief in die Tasche greifen – so lautet ein weit verbreitetes Vorurteil. Irrtum!” und feiert folgerichtig den Givry Pied de Chaume unseres Kleinods Joblot: „Angesichts dieses Klasseweins verwundert es, warum die Gemeinde Givry oft nur für ihre Roten bekannt ist. Feiner Duft von nobler Zurückhaltung, aber ungemein großer Vielschichtigkeit im Bukett. Schöner Ausdruck am Gaumen, lebendiges Spiel, feine Komplexität.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2012+.


215206 Joblot, „En Veau”, Vieilles Vignes, Givry, blanc 2006 22,50 Euro
In der betörenden Nase ist ganz zart eine feine, jugendliche, würzige Holznote bester Provenienz vernehmbar. Nach wenigen Minuten Luftzufuhr öffnet sich ein wunderschön konturierter komplexer Früchtekorb (zurzeit süße Aprikosen und Mandarinen) und weiße Blumen, weiße Schokolade, geröstete Haselnuss und feinste Mineralität faszinieren im ungemein komplexen Duft. Welch kraftvolle, seidige Persönlichkeit mit einer traumhaften inneren Dichte, einer raren aromatischen Reinheit und mit dem intensiven Feuerstein-Bodengeschmack von durch tiefe Rebwurzelung gelösten Mineralien – DEN Geschmacksträgern großer Burgunder schlechthin! Dieses fürwahr edle Gewächs strahlt eine Komplexität und eine gebündelte, stahlige Konzentration aus, wie sie für Weine von „Alten Reben” – den „Vieilles Vignes” – typisch ist. Seidig, duftig, mineralisch: wie aus einem Guss. Assoziationen an einen berühmteren – und daher wesentlich teureren – Chardonnay aus Puligny-Montrachet werden in mir wach: Auch wegen der prononcierten, nervigen Säure, die als wunderschönes Pendant zur dezenten Briochenote steht. Dennoch ist dieser Wein noch einen Tick rassiger und verspielter als so viele Puligny-Montrachet und meine besondere Empfehlung – wegen seiner feinst balancierten Säure übrigens auch für Riesling-Freaks, die mit diesem grazilen großen Burgunder guten Gewissens einen Abend lang ihrer Liebe „untreu” werden können! Probieren Sie, werte Kunden, diesen traumhaft schönen, feinen, mineralischen Burgunder und lassen Sie sich verzaubern vom Charme und der Ausdruckskraft des großen Terroirs von Givry. Toller Understatementwein für kundige Genießer und Ästheten, die das Florett dem Säbel vorziehen.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2010 bis etwa 2015.


215606 Joblot, Givry 1er Cru „Clos de la Servoisine”, blanc 2006 22,90 Euro
Der große Rivale des verspielteren En Veau Vieilles Vignes, kompakter, dichter, fülliger, kraftvoller in der Stilistik. Hier werden die Liebhaber majestätischer Gewächse begeistert sein: Ein fabelhafter Premier Cru mit enormer mineralischer Tiefe (deutliche Noten von Jod und Salz!) zu einem schlichtweg unglaublich günstigen Preis!
Zu genießen ab 2009, Höhepunkt voraussichtlich 2011 bis 2018+.


215306 Joblot, „Pied de Chaume”, Givry, rouge 2006 18,50 Euro
Pinot Noir ist die dünnschaligste aller roten Rebsorten und daher die zickigste, pflegeintensivste und empfindlichste, die ,sensibel’ auf falsche Behandlung in Weinberg und Keller reagiert. Als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ,Persönlichkeit’ braucht sie ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in unvergleichlich brillante, aufregende und feinste Aromen. Bereits dieses feinduftige Basis-Exemplar aus Givry versöhnt den Liebhaber großer burgundischer Weine mit allen Enttäuschungen, die jeder von uns schon erleiden musste! Jean-Marc Joblot ist ein sensibler und erfahrener Winzer, dem es vor allem um Finesse, Frische, Frucht und wiederum Frucht in seinen weltweit gesuchten Weinen geht. Er setzt neues Holz nur sehr verhalten ein und zieht duftige Transparenz der alkoholischen Dichte vor. Und dieser wunderschöne, zartrauchige Pinot Noir duftet attraktiv nach reifen Beeren und saftigen Sauerkirschen, subtil unterlegt mit orientalischen Gewürzen, präsentiert sich auf der Zunge ungemein saftig, zart und trinkanimierend, mit sehr feinen, cremigen Tanninen und frischer feiner Säurestruktur und verwöhnt die Zunge mit seiner beispielhaften Harmonie, leisen Mineralität und besten Balance. Welch rarer Glücksfall von Burgunder zum ausgesprochen fairen Preis!
Auch dieses Prachtexemplar eines Pinot Noir wird von Frank Kämmer im WEINGOURMET als großartiges Schnäppchen unter 25 Euro gefeiert: „Jean-Marc Joblot („the uncontested king in the Givry appellation” – so Robert Parker) hat mittlerweile fast schon Kultstatus. Seine Rotweine verfügen über eine bisher in dieser Appellation nicht gekannte Tiefe und Persönlichkeit sowie ein bemerkenswertes Reifepotential und stellen so manchen großen Wein der Côte d’Or in den Schatten”.
Zu genießen ab sofort (dekantieren bitte), Höhepunkt Mitte 2010 bis nach 2015.


215506 Joblot, Clos de la Servoisine, Givry 1er Cru, rouge 2006 22,50 Euro
Der Clos de la Servoisine ist eine in optimaler südlicher Exposition situierte erstklassige Lage und seine betörenden Aromen prunken wie stets mit verführerischen Mon-Chéri-Kirschen, dunklen Wald- und kleinen, schwarzen Johannisbeeren. Doch das ist längst noch nicht alles! Ich schnuppere frisch geschnittenes Heu wie von einer Bergwiese und schmecke neben den reifen beerigen Früchten und der dezenten Würze feine Mineralien und ein Aroma von dominikanischem Tabak. Auch dieser Wein zeigt neben der schmeichlerisch-sinnlichen Fruchtsüße die charakteristische Würze, die allen Joblot-Weinen zu eigen ist. Dabei bleibt dieser sensationelle Premier Cru bei aller Konzentration und inneren Dichte immer auf der feinen, subtilen, delikat-mineralischen Seite und ist niemals überpowert oder gar marmeladig. Das ist Givry at its best mit einem herrlich cremigen Tannin und für mich infolge subtiler Verbesserungen in der Weinbergsarbeit gar nochmals besser als der legendäre 1999er Servoisine, der von Parker bereits berechtigte 93 Punkte bekommen hat. Dieser verspielte Pinot präsentiert sich stets als der eleganteste Wein des Winzermagiers aus Givry. Er fängt so harmlos an und schraubt sich Schluck für Schluck, unaufhaltsam gleichsam, in fruchtige Höhen und in mineralische Tiefen. Unbedingt probieren!
Zu genießen ab sofort (mehrstündiges Dekantieren empfohlen), Höhepunkt 2009 bis nach 2018.


215406 Joblot, „Clos Grand Marole”, Givry 1er Cru, rouge 2006 22,80 Euro
Welch Zauber eines feinkräutrigen, zartkirschigen Dufts, welch komplexes, sinnliches Pinot-Parfum! Die wunderschöne Landschaft Burgunds taucht vor dem inneren Auge auf und ein Bouquet-Garni-Duft von frischen Kräutern und gemahlenem schwarzem Pfeffer steigt aus dem Glas, dazu frische Fruchtaromen von schwarzen Waldhimbeeren, Cassis und tiefen Mineralien – fast wie bei einem großen traditionellen Syrah von der nördlichen Rhône. Der Körper ist ungewöhnlich samtig und doch fest konturiert, das geschmeidige, straffe Tannin trägt ein rot- und schwarzbeeriges Fruchtspiel von Brombeeren, Griotte-Kirschen und roten Johannisbeeren, dazu zeigt sich noch eine feine Note von Holunderblüten. Genial! Ein Premier Cru, der für die Côte Chalonnaise geradezu exemplarisch ist und DIE ultimative Provokation selbst für die Grands Crus der Côte d’Or, die ein Mehrfaches dieses traumhaften Weines kosten. Maskuline Kraft ist eingebettet in sinnliche Saftigkeit und finessenreiches Spiel. Feinste Mineralität und enorme Differenziertheit der Aromen machen fast süchtig nach dem nächsten Schluck. Das ist Burgund pur, zum Abtauchen, zum Träumen, zum Meditieren. Und im unendlich langen, zutiefst mineralischen Nachhall kommt der sattrubinrote Wein selbst dann noch in Wellen wieder, wenn man meint, er wäre schon abgetaucht.
Zwar ist diese fabelhafte Hommage an eine der großen Reben der Welt unmittelbar nach der Öffnung in ihrer Persönlichkeit intellektueller und etwas fordernder als der feinsinnige Servoisine, doch nach längerer Öffnung faszinieren traumhaft weiche, cremige Tannine und lassen diesen großen Wein schon jetzt mit höchstem Genuss trinken (Dekantieren empfohlen), Höhepunkt jedoch erst 2010 bis nach 2020.


215706 Joblot, Givry 1er Cru „Cellier Aux Moines”, rouge 2006 22,90 Euro
Dieser grandiose Pinot Noir bringt wohl noch ein Quäntchen mehr an Struktur und fabelhaften Tanninen für eine lange Entwicklungs- und Reifespanne mit als seine beiden Brüder. Seine großartige Qualität versinnbildlicht exemplarisch, warum die Domaine Joblot als DER große Geheimtipp Burgunds gehandelt wird. Durch die niedrigen Erträge und eine lange, bei niedrigen Temperaturen gefahrene Gärung zeigen sich diese Referenzweine des südlichen Burgunds ungemein komplex und brillieren mit einer fabelhaften Frucht, die sich mit kraftvoller Eleganz vermählt. In großen Jahren wie 2006 besitzen sie die Qualität von wesentlich berühmteren und teureren Grand Crus von der Cote d’ Or! Der „Clos du Cellier Aux Moines” ist stets der kompakteste, mineralischste und tanninstärkste Pinot Noir der sympathischen Familiendomaine Joblot und braucht daher stets die längste Flaschenreife, bis er alle Facetten seines phantastischen Terroirs offenbart. Deshalb empfehle ich, diesen „Ruchottes” aus Givry bis wenigstens 2011 in Ihrem Keller zu vergessen und ihn dann mit höchstem Trinkspaß bis etwa 2025 zu genießen.


 



Clos Saint-Jean - Châteauneuf-du-Pape

Wieder eingetroffen: Vor drei Jahren noch ein absoluter Geheimtipp in Châteaneuf-du-Pape, nach Parkers 100 Punkten für die 2005er Spitzencuvée weltweit in aller Munde: Die Domaine Clos Saint-Jean bietet mit ihrem urtraditionellen großen Gewächs wohl den Wein mit dem besten Preis-Genuss-Verhältnis im phantastischen Jahrgang 2005 der südlichen Rhône: Unbedingt probieren, soviel exzellenten Châteauneuf-du-Pape bekommen Sie so schnell nicht wieder für’s Geld.


176105 Clos Saint-Jean, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2005 24,90 Euro
„Eines der großen Schnäppchen von Châteauneuf-du-Pape”, jubelt Parker und vergibt begeistert 93 Punkte.
Ein wunderbar dichter, fein strukturierter Weingigant, der aufgrund seiner großen Harmonie, seiner Balanciertheit und seines enorm hohen Glyceringehalts schon ab sofort höchsten Trinkgenuss verspricht, dessen cremige wie kompakte Tannine jedoch auch sein großes Lager- und Entwicklungspotential signalisieren. In der Nase eine klassische, eher kühle Stilistik, keine auf vordergründige Effekthascherei getrimmte Fruchtbombe, stattdessen sehr komplexe, verwobene Aromen der erlesenen Trauben der uralten Grenachereben (dazu insbesondere Mourvèdre, Syrah und Cinsault): Cassis, wilde Brombeeren, weißer Pfeffer, saftige Kirschen, schwarze Trüffel, Oliventapenade, frisch gepflügte Erde, feinwürzige Kräuter der Provence, Malz, Nougat und mineralische Noten. Am Gaumen Kraft und Würze statt marmeladiger Süße verbunden mit einer wohldosierten, ganz zart süßlichen, kernigen Frucht, die mit einem kleinen herben Touch versehen ist (das Signum traditioneller großer Châteauneufweine) und die diesen Wein zu einem großen Klassiker wird reifen lassen. Traumhaft kompakte Textur, konzentriert, enorm extraktreich und fabelhaft ausgewogen; dieser delikate Wein gehört zu meinen persönlichen Favoriten und fasziniert als wunderschöne Verkörperung eines absolut klassischen, phantastisch komplexen Weines einer der großartigsten Regionen innerhalb der gesamten Weinwelt!
Zu genießen bereits ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2009 bis 2025.




Château de la Negly - La Clape

Mit einem Klassiker aus dem Languedoc runden wir unser Frankreichangebot in dieser Pinwand ab: Das Château de la Negly („Bestes Weingut des Languedoc”, Robert M. Parker) brilliert mal wieder mit seinem fabelhaften Einstiegswein: Liebhaber dieses leckeren Gaumenschmeichlers sollten unbedingt zugreifen!


Château de la Negly
M. Rosset - dynamischer Eigner der Domaine

318105 La Negly, „La Côte”, rouge 2005 8,90 Euro
Ein tiefes, sattes, dunkles Rot bildet die Robe dieses urwüchsigen, phantastischen Weins mit sehr moderaten, ungemein trinkanimierenden 13 Volumenprozent Alkohol. Er besitzt all die positiven Eigenschaften, derentwegen Kenner und Liebhaber die Weine aus dem Midi so sehr mögen: Betörend intensive Beerenfrüchte, dazu faszinierende Anklänge an Oliventapenade, Süßholz, schwarzen Pfeffer und Kräuter der Provence. Sogar Feigen und ein Hauch Zartbitterschokolade sind zu erschmecken! Am Gaumen zeigt dieser betörende Schmeichler eine cremige Fülle und traumhafte Fruchtkonzentration, die völlig frei bleibt von marmeladiger Süße. Stattdessen: Eine dem großen Jahrgang 2005 geschuldete animierende Cremigkeit, eine enorme Frische und Finesse, komplexe Beerenfrüchte, betörende Kräuteraromen und noble Schokoladenanklänge. Gestützt wird diese traumhafte Stilistik nicht nur von der festen mineralischen Struktur, sondern einem superfeinen Tanningerüst, das diese verführerische Cuvée aus Grenache, Syrah, Mourvèdre und Carignan zu einem wahren Meisterwerk werden lässt. Schwerlich vorstellbar, dass Sie zu diesem Preis etwas Besseres im gesamten Languedoc finden können! Ein Sinnenzauber, ein seltener Glücksfall für anspruchsvolle Genießer!
Trinkspaß pur ab sofort bis 2011.





ITALIEN

Azienda Agricola Nello Baricci – Montalcino

Brunello: Toskanischer Grand Cru in herrlich traditionellem Stil von höchster burgundischer Finesse


Azienda Agricola Nello Baricci
Nello Baricci


Meine letztjährige Verkostungsreise durch den italienischen Stiefel liegt schon Monate zurück. Doch immer wieder, wenn ich einen Wein öffne, der mir in all der Zeit nicht mehr aus dem Sinn gegangen ist, an ihm rieche und ihn danach wohlig auf der Zunge verspüre, sehe ich vor meinem geistigen Auge das traumhafte Städtchen Montalcino in der milden Abendsonne weithin sichtbar auf seinem in fahles Licht getauchten Berghügel leuchten. Gänsehautatmosphäre! Ist es nicht Terroircharakter in seiner schönsten Form, wenn ein Wein uns so deutlich an seinen Ursprung erinnert und den Durst der Seele stillt? Warum nur, um alles in der Welt, schmecken dann so viele Brunelli als (durchaus hochwertige, aber dennoch) austauschbare Kopien eines internationalen Weinstils, der in Barrique-Langeweile zu ersticken droht? Zahlreiche, bis vor wenigen Jahren noch traditionell arbeitende Brunello-Winzer, finden immer mehr Geschmack an Röstaromen und Holztanninen, während gleichzeitig die kundige Kundschaft zunehmend ihre Barrique-Abneigung in Kaufverweigerung äußert. Ich jedenfalls fühle mich in guter Gesellschaft mit echten Weinliebhabern und Toskana-Freaks, die das „altmodische” Bedürfnis nach typischen, von jeglichen Fremdaromen verschonten, dafür trinkanimierenden, authentischen Terroir-Weinen verspüren. Und mein Fernweh nach Montalcino wird erheblich getrübt, wenn der zu Hause verkostete Brunello nicht nach Brunello schmeckt!

Azienda Agricola Nello Baricci
Kerngesunde Trauben liefern die Basis der urwüchsigen Gewächse
der Azienda Agricola Nello Baricci


Dafür gibt es keinen einleuchtenden Grund, denn die besten Parzellen des Anbaugebietes von Montalcino verfügen über ein phantastisches Terroirpotential. „Der Sangiovese ergibt dort authentische Weine, die tatsächlich unvergleichlich sind und dem Brunello den Ruf eines der großen Weine der Welt eintragen. Wenn nun Produzenten solcher Lagen ihre Weine mit moderner Önologie so verfremden, dass man beim besten Willen nicht mehr auf ihre Herkunft schließen kann, dann ist das ein Kulturfrevel. Diese Verfremdung des Weins ist umso dümmer, als Weine aus Spitzenlagen dadurch nicht mehr von Weinen aus den heißen Plantagen im Süden des Hügels zu unterscheiden sind. Es soll mir mal einer erklären, warum ein Brunello, der gleich schmeckt wie eine Maremma-Cuvée oder ein Wein aus den Abruzzen oder aus Kampanien, seinen Preis wert sein soll!” So das zornige, aber meinen geschmacklichen Vorlieben nach absolut zutreffende Urteil von Andreas März, streitbarer Chefredakteur von MERUM, einer unbedingt empfehlenswerten Zeitschrift, die sich vehement für unverfälschte Olivenöle und authentische Weine Italiens engagiert.
Und von einem originären, unverfälschten Terroirwein aus Montalcino will ich Ihnen jetzt erzählen. Bei meinem ersten spontanen und unangemeldeten Besuch auf dem kleinen Gehöft auf dem im Norden des Montalcinogebietes gelegenen Montosoli-Hügels, der schon seit jeher wegen seiner Höhenlage und den starken Unterschieden zwischen warmen Tages- und relativ kühlen Nachttemperaturen als ideales Anbaugebiet burgundisch inspirierter Weine voller Eleganz und Finesse berühmt ist, traf ich einen älteren Herrn, der in kurzen Hosen und Unterhemd gemütlich in seinem Stuhle lehnte und sehr zufrieden, so schien es, in die Welt hinaus schaute.

Ich fragte ihn, ob er mir sagen könne, wo ich den Besitzer finde. Ein warmes freundliches Lächeln erfüllte bei dieser Frage sein Gesicht und er entgegnete mir voller Stolz: „Io sono Baricci”. Und als ich schließlich fragte, ob es denn möglich sei, auch ohne Voranmeldung heute seine Weine zu verkosten, lies er mich durch ein viel sagendes Kopfnicken wissen, dass Nello Baricci (so sein vollständiger Name) sich mit offenem Herzen über jeden Besucher seines Weingutes freue, der Interesse an seinen großen, traditionsreichen Weinen mitbringe. „Aber die Proben sind eine Sache der Jüngeren,” flüsterte Nello mir zu und rief seinen Schwiegersohn Pietro, der mich dann zum kleinen, aber feinen Weinkeller geleitete. Pietro erzählte mir dann von der langen Geschichte des Traditions-Weingutes, von den 60er Jahren, als Nello Baricci mit einigen Winzern aus Montalcino das Brunello-Konsortium gründete und davon, dass von diesen Gründungsmitgliedern heute nur noch Nello Baricci lebe, von den 10 Brunello Weingütern, die es damals gab und den 250 heute existierenden Weingütern, die oftmals einen Brunello produzieren, der nach allem schmeckt, aber nur nicht nach der wunderbaren Rebsorte Sangiovese und seiner Heimat Montalcino. „Unsere Philosophie”, fährt er in Fahrt gekommen fort, „ist von Anfang an so einfach wie klar. Wir beobachten die Natur und ernten unsere Sangiovese-Trauben, wenn sie ihre optimale Reife haben. Die Gärung dauert durchschnittlich 15-18 Tage. Dann werden die Weine nach traditioneller Art, genau so wie früher, ohne irgendeines der modernen Kellermittelchen einzusetzen, in großen Fässern über 3 Jahre ausgebaut. Nach einem Jahr der Flaschenreife kommen die Weine schließlich in den Handel”.

Azienda Agricola Nello Baricci


Und was für ein unverwechselbarer Stil zeichnet diese urtraditionellen Brunelli aus! Ganz anders als die vielen Konzentrationsmonster „schleicht” sich dieser Wein eher durch die Sinne und betört durch burgundische Finesse und Eleganz. Auch im Mund setzt sich diese feine Klarheit des Weines betörend fort und bleibt noch minutenlang am Gaumen haften, wenn das Glas schon lange geleert ist. Die extrem langlebigen Brunelli von Baricci sind große, unverwechselbare Sangiovese-Unikate. Es sind ungemein elegante Weine, die durch feinste Frucht, kraftvolle Klarheit, betörende Eleganz und ein langes Finale dem Ruhm des großen Brunello gerecht werden. Ein „Muss” für Liebhaber subtiler Genüsse, welche Kaschmir und Seide, Finesse und Eleganz mehr schätzen als vorlautes Krachen im Glase oder Holzorgien für Bibermäuler. Ein urtraditioneller Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Brunello-Authentizität!

Mit der Verkostung des Rosso di Montalcino aus dem Jahrgang 2005 findet mein Besuch einen wunderbaren Abschluss. Dieser Wein, der in internen Verkostungen in Montalcino zum besten Rosso des Jahrgangs gekürt wurde (!), besticht durch seine tolle Frucht und seine kraftvolle Konzentration. Ein Wein mit großer Struktur, gleichzeitig ungemein frisch und lebendig. Spontan beschließe ich, diesen Wein zu meinem abendlichen Absackerwein zu machen, wenn ich in meinem Hotelzimmer die täglichen Eindrücke auf den Weingütern sortiere und nehme einige Kisten mit in der Gewissheit, immer wieder großen Weingenuss erleben zu dürfen. Beim Hinausgehen treffe ich dann wieder auf Nello Baricci, ich schaue in sein immer noch sehr zufriedenes Gesicht und er schaut offen in meine Augen, welche die Ehrfurcht vor seinen großen Weinen nicht verbergen wollen. Und dann stelle ich noch eine ganz dumme Frage: „Warum sind Ihre Weine eigentlich nicht in den gängigen Weinführen bei Gambero Rosso und Robert Parker zu finden?” Er schaut mich mit seinem zufriedenen Lächeln weiter an und sagt einfach nur achselzuckend „Perché?”.

Werte Kunden: Der Brunello von Baricci verkörpert genau die Stilistik eines Weines aus Montepulciano, den ich persönlich immer wieder trinken möchte. Ein unverfälschter Heimatwein mit Seele, unkopierbar auf der Welt, eines der immer seltener werdenden großen Weinoriginale. Genau so empfindet übrigens Andreas März, der die Baricci-Weine, die preislich gesehen eine absolute Provokation der teuren Barrique-Brunelli darstellen, auf dem Gut verkostet, danach höchst bewertet und kommentiert hat: „Toll finde ich unter anderem, dass der heutige Brunello von Baricci genau so schmeckt wie seine Brunello der frühen 80er Jahre, die mich vor 20 Jahren wiederholt nach Montalcino pilgern ließen. Gäbe es doch mehr Baricci in Italien! Nur sehr wenige italienische Winzer können sich leider damit brüsten, ihrem Stil seit 20 Jahren treu geblieben zu sein”.


Azienda Agricola Nello Baricci


640105 Baricci, Rosso di Montalcino 2005 14,80 Euro
Zum besten Rosso des Jahrgangs 2005 gekürt – ein absolutes Schnäppchen!
Duftig und transparent, geschmeidig und erfrischend mineralisch zugleich: Ein traumhafter, ein fröhlicher Wein, der Leben atmet und Emotionen auslöst, weil er so rein und authentisch, so unverfälscht riecht und schmeckt, dass jedem Brunello-Liebhaber das Herz aufgeht, wenn man ihn im Glas hat. Denn die Qualität dieses fabelhaften Rosso hält bereits locker mit denen vieler hochpreisiger Brunelli mit! Das ist die echte Toskana, das ist ein authentischer Montalcino, das ist ein nobler Seelentröster von entwaffnender Natürlichkeit und Ausstrahlung. Der Rosso 2005 von Baricci ist derart lecker, dass er zu verdunsten scheint, so schnell sind die Gläser geleert! Traumhaft komplex in der Nase mit Anklängen an pralle, reife Schwarzkirschen, Rosenblätter, Nelken, Veilchen und feine Gewürze; verführerisch gleitet er über die Zunge, animierend wirken eine feine Säure und eine bemerkenswerte Mineralität im Trunk, die der Transparenz dieses herrlichen Rosso Struktur und Nervigkeit verleihen. Ein wunderbarer Rosso aus einer traumhaft schönen Landschaft, solo genossen oder als perfekter Begleiter herzhafter mediterraner Gerichte.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2008 bis 2012.


640203 Baricci, Brunello di Montalcino, rosso 2003 29,90 Euro
Die extrem langlebigen aristokratischen Brunelli von Baricci sind große, unverwechselbare Sangiovese-Unikate. Es sind Jahrgang für Jahrgang ungemein elegante Weine, die durch feinste Beerenfrucht (dazu Noten von Rosen, Orangenblüten und mediterranen Kräutern), betörende Eleganz und ein langes Finale dem Ruhm des großen Brunello gerecht werden. Und dieser fabelhafte 2003er ist geradezu ein Antipodenwein zu den allzu vielen „dicken” Wuchtbrummen, die in diesem heißen Jahrgang so häufig in Italien vinifiziert worden sind. Ein nobler Kern intensiver Mineralität, eine traumhaft saftige Frucht, deren Opulenz von einer nahezu nordischen Kühle ummantelt wird und cremige, rassige, fabelhaft seidene Tannine verwöhnen, ja streicheln zärtlich die Zunge. Welch phantastische Säurestruktur (!), welch herrlich balancierte Textur, welche Präzision und welche Trinkigkeit! Dies ist kein dicker, wuchtiger Weltwein, sondern burgundische Noblesse in erfrischend spröder Verpackung, Montalcino ungekünstelt, Landschaft von großem Reiz und herber Schönheit. Wie der Wein – authentischer kann man einen Brunello auf der Flasche nicht erleben: „Gäbe es doch mehr Baricci in Italien!” (Andreas März).
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte oder am zweiten Abend aus der geöffneten Flasche), Höhepunkt 2010 bis ca. 2018.




Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana

Wieder eingetroffen:
Sie, werte Kunden, lieben auch urtraditionelle Chianti? Dann kann ich Ihnen wieder den Barco Realo von Capezzana anempfehlen, eine der erfolgreichsten Einführungen in der Geschichte von Pinard de Picard, der wegen der enormen Nachfrage kurzzeitig vergriffen war, doch jetzt wieder lieferbar ist! Ein authentisches toskanisches Urgestein, das von seiner Stilistik her ähnlich schmeckt, wie Chianti früher einmal schmeckte, nur wesentlich besser als in der vermeintlich guten alten Zeit. Kompromisslos umgesetzte Tradition mit Charisma, Charakter und Authentizität. Toskana ungekünstelt. Wie der Wein – originärer kann man Chianti nicht genießen!


Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Sorgfältigst gepflegter Barriquekeller in den uralten, unterirdischen Gewölben

645205 Capezzana, Barco Reale, Carmignano DOC rosso 2005 9,80 Euro
Italienkenner Jens Priewe lobt begeistert im aktuellen WEINGOURMET-Test Toskana: „Für mich der wertigste Wein seiner Preisklasse”!
Welch fabelhafter Einstiegswein in die magische Welt der großen Rotweine eines der traditionsreichsten Güter nicht nur der Toskana, sondern ganz Italiens. „Barco Reale” ist qualitativ gesehen weit mehr als nur der kleine Bruder des legendären Carmignano von Capezzana: Er ist vielmehr ein ungemein würziger, charaktervoller, unverfälschter Terroirwein aus der autochthonen Rebsorte Sangiovese sowie jeweils 10% Cabernet Sauvignon und Canaiolo. Er ist überdies in puncto Preis-Genuss nicht nur in der Toskana, sondern auf dem gesamten italienischen Stiefel unschlagbar! Seine exorbitante Qualität, seine ungemein feine, zartwürzige Frucht, seine fabelhaft weichen, seidenen Tannine schmecken nach weit mehr, als sie kosten und heben ihn meilenweit aus der Masse belangloser Allerweltsweine heraus. Doch lassen Sie mich bitte hierzu angesichts meiner ungezügelten Begeisterung eine neutrale Stimme zitieren:
Im WEINGOURMET 1/2007 recherchiert der bekannte Italienspezialist Jens Priewe über „feine Findlinge jenseits der Supertuscans” und notiert: „Viel Geld ausgeben für große Namen – das kann jeder” Und dann präsentiert er seine 50 Tropfen unfassende „Trefferliste mit Weinen, bei denen eines sicher ist: Mensch und Portemonnaie werden angenehm überrascht.” Und in diesen „Insider-Tipps unter 20 Euro” bewertet er unseren hier präsentierten 2005er „Barco Reale” als „Appetitmacher für den formidablen Carmigano” und urteilt begeistert: „Anders als die Meere belangloser Sangiovese-Weine, die aus den Hügeln um Empoli und Pisa kommen, hat diese Cuvée ein Gesicht: ausdrucksvoll, heiter, fein gezeichnet. Für mich der wertigste Wein dieser Preisklasse!”

Mehr braucht es zu diesem fabelhaften Toskaner kaum zu sagen: Sein wohl weltweit unübertreffliches Preis-Genuss-Verhältnis, zu Recht von Jens Priewe präzise herausgestellt, macht diesen Schmeichler der Sinne zu einem absoluten Muss für alle Italienliebhaber. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein eines weltberühmten Traditionsgutes mit seinem zartherben Nachhall ist wie kaum ein zweiter toskanischer Edelwein Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Chianti, an die heimische Sangiovese-Traube, an eine verzaubernde Landschaft, an echte Winzer und das unvergleichliche Licht einer einzigartig schönen, heiteren Kulturlandschaft. Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen.

P.S.: Bei so vielen Weinen, die zu degustieren ich während meiner ausgedehnten Verkostungsreisen die Mühen und bisweilen große Freude habe, gehört dieses unverfälschte Weinunikat zu den unvergesslichen Erinnerungen, nach deren Genuss man sich stets zurücksehnt, im Bewusstsein, dass eine solch traumhafte, unverfälschte Qualität zu den großen Glücksmomenten zählt. Jens Priewe hat ins Schwarze getroffen. In Hinblick auf seinen so fairen Preis ist dieser urwüchsige Wein an der Grenze zur Spitzenklasse wahrscheinlich konkurrenzlos. Salute!
Zu genießen wegen seiner sagenhaft weichen, cremigen Tannine ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012.




Azienda Agricola Felline - Apulien

Einer der beliebten Klassiker unseres Italien-Programms fasziniert mit ungemein preiswerten, autochthonen Rebsorten seiner süditalienischen Heimat.

In den weiten, sanft zum Meer hin abfallenden Ebenen Apuliens, tief im Süden des italienischen Stiefels gelegen, ist unsere Kellerei Felline eines der Vorzeigeobjekte für eine „neue Weingeneration mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis”, so das Urteil des Gambero Rosso) Die Gebrüder Perucci vinifizieren hier unter Anleitung eines der renommiertesten italienischen Önologen, Dottore Cosimo Spina, autochthone Rotweine voller Originalität – mit einem Schuss unverfälschter Wildheit, aber in einer zeitgemäßen Stilistik. Insbesondere der Primitivo von Manduria, wohl der Stammvater des kalifornischen Zinfandels, eine Rebsorte, die wie keine andere die Zukunft und das Potential Apuliens verkörpert, wird hier auf geniale Weise neu interpretiert!


681105 Felline, Alberello, Rosso Salento 2005 5,95 Euro
Leuchtendes Tiefrot in der Farbe, dem Glase entströmt eine betörende, leicht süßliche Fruchtnase mit Anklängen an reife Kirschen, feine orientalische Gewürze, dunkle Beeren, geschmolzene Vollmilchschokolade, Lakritze und faszinierende Veilchenblüten. Wie seine Jahrgangsvorgänger ein feuriger Schmeichler des Gaumens mit seiner herrlich reifen, saftigen Frucht, dazu süße Kirschen und feinste schokoladige Anklänge. Die präsente, sehr angenehme Säure verleiht diesem leckeren Wein eine traumhafte Frische. Mit einer für seine Preisklasse selten anzutreffenden Dichte und seiner zart malzigen Struktur erfreut er die Zunge, die cremigen, würzigen Tannine sind perfekt eingebunden in die zart süßliche Frucht: Ein Musterexemplar für die neue Generation authentischer, grundehrlicher süditalienischer Alltagsweine, die wieder so richtig Lust machen, sich den Weinen dieses wunderschönen Landes zuzuwenden. Ein extrem fairpreisiger Charmeur (je zur Hälfte aus den heimischen Reben Negroamaro und Primitivo vinifiziert) und daher wie sein Vorgänger zwei Gläser im Gambero Rosso 2007 und die Extra-Auszeichnung für ein besonders gutes Preis-Genussverhältnis. Es gibt wohl in ganz Italien kaum einen zweiten Alltagswein in dieser sensationellen Qualität!
Zu genießen ab sofort bis 2009.


Gambero Rosso: 2 Gläser

681205 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2005 9,50 Euro
In der Farbe bereits findet sich das rebsortentypische satte Braunrot der autochthonen, uralten Rebsorte ‚Primitivo’, mit schwarzem Kern und ziegelroten Aufhellungen zum Rande hin. In der stilistisch höchst eigenständigen, charaktervollen Aromatik der Nase betören tiefgründige, feinwürzige Beerenaromen, charakteristische schwarze Kirschen, dazu reife Pflaumen, balsamische Noten und faszinierende Anklänge an Eukalyptus, Tannennadeln sowie getrocknete Rosenblätter, Veilchen und Flieder. Am Gaumen dicht, füllig, ja, wollüstig-opulent (ohne jedoch ins Marmeladige abzugleiten) und herrlich saftig, eine samtige Beerenfrucht, Noten von Lebkuchen, Zimt und Nelken, dazu weiche, fabelhaft cremige Tannine. Dieser Schmeichler der Sinne, der die Faszination traditioneller Weinbaukultur unverfälscht ins Glas zu zaubern vermag, macht mit seiner feinen Säurestruktur und seinen geschmeidigen, geschliffenen Tanninen von Glas zu Glas mehr Lust zum weiter „Süffeln”: Faszinierend für einen feurigen Süditaliener seine ungewöhnlich „kühle” Stilistik und sein pikanter, feingliedriger Nachhall. Jahrgangsbedingt nochmals besser als seine ebenfalls herausragenden Vorgänger, z.B. der herrliche 02er (aus wahrlich nicht leichtem Jahr), der von VINUM mit 17/20 Punkten als Top-Tipp und der Empfehlung „unbedingt kaufen” geadelt wurde.
Zu genießen ab sofort bis etwa 2010.


681305 Felline, Vigna del Feudo, rosso 2005 13,50 Euro
Endlich können wir Ihnen wieder die legendäre Spitzencuvée Vigna del Feudo anbieten, die nur in großen Jahrgängen vinifiziert wird und die im Gambero Rosso 2007 mit 2 roten Gläsern (das bedeutet: in der Endausscheidung für die begehrten 3 Gläser nur knapp gescheitert) ausgezeichnet wurde. Diese großartige Cuvée aus Primitivo, Malvasia nera und Ottavinello, der apulischen Rebart der Cinsault-Rebe, die für eine traumhafte Frische im fertigen Wein verantwortlich zeichnet, fasziniert durch ihr betörend-blumiges Bukett von Heidelbeeren und Brombeeren, orientalischen Gewürzen, balsamischen Noten, Rhabarber und Anklängen an frisch gebackenes, lecker duftendes Brot. Tiefgründig, dicht und komplex auf der Zunge mit einer reifen, saftigen, weichen Tanninstruktur und verführerischen Noten von süßlichen dunklen Beeren, Kirschen sowie Tabak- und Kaffeeanklängen, feinst unterlegt von einer knackigen, trinkanimierenden Säureader und mineralischen Noten. Ein authentischer Traumtropfen, der wie kaum ein zweiter die Originalität großer apulischer Weine verkörpert! Infolge seiner phantastischen Frische und Feingliedrigkeit einer der großen Stars der süditalienischen Weinszene zu einem phänomenal günstigen Preis angesichts seiner grandiosen Qualität!
Zu genießen wegen seiner seidenen Tannine ab sofort bis wenigstens 2014.


Gambero Rosso: 2 rote Gläser




DEUTSCHLAND

Weingut Reinhold Haart - Piesport

Gault Millau 2007: „Unser Winzer des Jahres: Theo Haart. Der Piesporter zählt zu den eher Stillen im Land. Auch seine sublimen Rieslinge schlagen zunächst leise Töne an – bevor sie zu unvergleichlichen Kunstwerken aufblühen. Große Klasse!”

Stuart Pigott: „Besser als die Rieslinge von Theo Haart können Mosel-Weine kaum sein”, in „Wein spricht deutsch”, dem neuen, aktuellen Standardwerk zum deutschen Wein.

Gerhard Eichelmann: „2006 brillieren die Weine von Theo Haart auf höchstem Niveau wie im Jahrhundertjahrgang 2006 an der Mittelmosel”, in „Deutschlands Weine 2008”.

Weingut Reinhold Haart - Piesport
Theo Haart beim Degustieren

Die Familie Haart betreibt als die älteste Winzerdynastie im landschaftlich so reizvollen Piesporter Moselbogen, der sich exakt nach Süden hin öffnet, bereits seit Jahrhunderten (erstmalige urkundliche Erwähnung 1337) qualitativen Weinbau. Unter Kennern gilt die Lage Piesporter Goldtröpfchen als eines der herausragenden Terroirs der Mosel, da sie von allen Lagen die überschwänglichsten Aromen hervorbringt und in jeder Blindprobe durch ihre typische Aromatik leicht identifiziert werden kann. Sie umfasst die untere Hälfte des beeindruckenden, nach Süden ausgerichteten steilen Hanges, der wie ein großartiges natürliches Amphitheater antiken Ausmaßes geformt ist und auch die letzten Strahlen der untergehenden Abendsonne wie ein riesiger Brennspiegel einfängt. Die Sonne heizt so ungehindert den Schiefer auf, wobei die Wasserfläche die Strahlen zusätzlich in die steilen Lagen reflektiert. In diesem besonders warmen, einzigartigen Mikroklima entwickeln die Weine eine für die Mosel rare Fülle und Saftigkeit sowie eine betörende Fruchtaromatik. Der Schiefer ist bereits seit Äonen zu tiefgründiger Feinerde (verantwortlich für die brillanten Johannisbeeraromen in den fabelhaften Rieslingen) mutiert mit hoher Wasserhaltekraft, welche die Regenschauer lokaler Gewitter wie ein Schwamm aufsaugt, so dass selbst in heißen Jahrgängen kein Trockenstress auftritt. Die lockerbeerigen Trauben liefern mit beeindruckender Konstanz ein kerngesundes Lesegut mit hohen Mostgewichten, die feinst ausbalancierte Weine ergeben.
So brilliert dieser sympathische Winzer, einer der ganz Stillen im Lande, der aber um so beredter stets die fabelhafte Qualität seiner filigranen Rieslinge im Glase sprechen lässt, Jahrgang für Jahrgang mit sensationell schönen Kollektionen – es scheint, stets „besser noch als die Vorgängerjahre und 2006 brillieren die Weine auf höchstem Niveau wie im Jahrhundertjahrgang 2005 an der Mittelmosel”, so das dezidierte Urteil von Gerhard Eichelmann, (‚Deutschlands Weine 2008’).

Diese sich stetig steigernden Qualitäten hängen sicherlich auch zusammen mit den immer älter werdenden Rebstöcken nach der Flurbereinigung Mitte der 80er Jahre und der Klimaveränderung, von der insbesondere die nördlich gelegenen deutschen Weinanbaugebiete profitieren. Doch Theo Haart produziert bereits unstrittig seit Ende der 80er Jahre auf dem alten Familiengut in unglaublich konstanter Weise erstklassige Weine, die dem einzigartigen Terroir von Piesport ihren schönsten Ausdruck verleihen. Dabei manipuliert er seine in der Jugend oftmals verschlossenen Weine in keinster Weise, arbeitet vielmehr äußerst schonend und so sorgfältig wie nur irgend möglich in Weinberg und Keller und legt besonderen Wert auf ein großes Entwicklungspotential seiner genialen Rieslinge. welche „perfekt die dichte, reife Frucht mit finessenreicher Säure in Einklang bringen” (Gault Millau).

Weingut Reinhold Haart - Piesport

So kommen seine besten frucht- und edelsüßen Weine selbst aus seinen Anfangsjahren jetzt erst in ihr optimales Alter und werden sich weitere 10 Jahre lang anmutig entwickeln! Das Potential der fruchtsüßen Mosel-Spät- und Auslesen ist legendär und Theo Haart weiß es mit sensibler Hand meisterlich zu nutzen. Dennoch ist der relativ tiefgründige Ton-Schieferboden des Goldtröpfchens auch für die Produktion erstklassiger trockener Rieslinge geeignet, die Theo Haart ebenfalls eindrucksvoll gelingen. Doch unter Kennern ist unstrittig: Die weltweit einzigartigen Vorzüge der großen Moselrieslinge offenbaren sich auch bei Theo am eindrucksvollsten in den traumhaft schönen Gewächsen mit natürlicher Restsüße, bei ihrem fein ziselierten Spiel von fruchtiger Süße und mineralischer Säure, die diesen Weinen insbesondere im angelsächsischen Raum, in den USA und Japan ein geradezu charismatisches Ansehen verleihen. Dabei sind all diese Moselrieslinge, von wenigen Prestigegewächsen abgesehen, noch immer mit einem phantastischen Preis-Genussverhältnis ausgestattet, ja, es sind mit die – gemessen an ihrer großartigen Qualität – unterbezahltesten Weine der Welt!
Und kein Winzer kann diese These mit seinen Weinen eindrucksvoller belegen als Theo Haart, der, mittlerweile tatkräftig unterstützt von seinem nicht minder fachlich versierten Sohn Johannes (mir scheint, dass zurzeit in der deutschen Winzerelite mehrfach überaus gut funktionierende Tandembildungen den Qualitätsschüben sehr dienlich sind!) in einer schier unglaublichen Abfolge an traumhaft schönen Jahrgängen seit 2001 die schönsten Rieslinge seiner Laufbahn produzierte, Weine von atemberaubender Rasse und makelloser Schönheit, die dicht und filigran zugleich wirken, wie immer sehr langsam vergoren, ohne Einsatz von Reinzuchthefen, da er aus Prinzip ausschließlich mit weineigenen Hefen spontan vergärt. Theo Haarts emotionale Rieslinge, die auch zu meinen ganz persönlichen Lieblingsweinen zählen, vermögen wie vielleicht kein zweiter an der Mittelmosel (Markus Molitor einmal ausgenommen) innere Kraft und Dichte mit der sprichwörtlichen moselanischen Finesse und Eleganz zu verbinden: Tradition und Moderne, Lagencharakter und Trinkvergnügen harmonisch Hand in Hand!
Mit den grandiosen Kollektionen seiner traumhaften Jahrgänge 2001 bis 2006 hat Theo Haart sich seinen endgültigen Aufstieg in den Olymp deutscher Weltklassewinzer redlich verdient! Und die Ehrung als Winzer des Jahres im Gault Millau 2007 trifft nicht nur einen fachlich herausragenden, sondern auch menschlich ungemein sympathischen Ausnahmewinzer. Ein Weltstar ohne jegliche Allüren, dessen „Weine in der Qualität über die der allermeisten seiner Kollegen hinauswachsen”, Stuart Pigott!


Weingut Reinhold Haart - Piesport

918506 Haart, Haart to Heart, Riesling QbA (DV) 2006 9,95 Euro
Theo Haarts QbA, im traditionellen Fuderfass ausgebaut und lange auf der Hefe gereift, schmeckt weit anspruchsvoller, als sein vorbildlich günstiger Preis vermuten lässt. In der Nase ein saftiger Duft nach reifen Früchten, wie Pfirsich, Mirabelle, kandierte Zitrusfrüchte, weiße Blüten und Honig. Am Gaumen ebenso saftig wie in der Nase präsentiert er sich auf der Zunge mit einem vergnüglichen Schmelz, einer feinen Restsüße und mineralischen Noten. Hier zeigt sich unbeschwerter Weingenuss in seiner schönsten Form; der ideale Mosel-Riesling für das tägliche Weinvergnügen, bei dem es bestimmt nicht bei einem Glas bleiben wird. Stuart Pigott, einer der kenntnisreichsten Weinjournalisten weltweit in Bezug auf deutsche Rieslinge, feiert diesen leckeren „harmonisch” trockenen Trinkspaß in der FAS als „supersaftigen, eleganten, sanften, sehr lebendigen und feinfruchtigen Riesling, der zudem ein hervorragender Begleiter asiatischer Gerichte” sei. Und wir finden, er bereitet mit seinen moderaten 11,5% Alkohol genau so viel Trinkvergnügen wie beispielsweise einer unserer und Ihrer Lieblingsweine, nämlich Van Volxems legendärer Saar-Riesling.
Zu genießen ab sofort bis 2010.


Weingut Reinhold Haart - Piesport
Junganlage in der Steilage des Goldtröpfchens

918206 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Kabinett 1. Lage 2006 16,90 Euro
Der traumhaft verspielte 2006er schließt mit seiner phantastischen Qualität nahtlos an den legendären 2005er Jahrgang an, den ich seinerseits zum schönsten Kabinett des Jahres gekürt habe und den Sie, werte Kunden, uns förmlich aus den Händen rissen. Aus der weltberühmten, extrem steilen Traumlage Goldtröpfchen kommen die Trauben für diesen mineralischen, verspielten, zart gewobenen, delikaten, klassischen Kabinett – ein Riesling zum Niederknien schön! Das Idealbild gar eines tänzerischen, verspielten moselanischen Rieslings, der zu einem der drei/vier besten Kabinette in der glanzvollen Geschichte des Weinguts zählt! In der Nase eine faszinierende Mineralität, verwoben mit Aromen von Cassis, Zitrusfrüchten, Weinbergspfirsich und einem Hauch von hellen Beeren. Am Gaumen eine elegante und saftige Süße in Verbindung mit einer kühl anmutenden Mineralität und einer vibrierenden Säure: Welch unnachahmliche Brillanz auf der Zunge, welche Leichtigkeit des Seins, welch betörendes Spiel! Solch einen filigranen Kabinett habe ich in diesem großen Jahrgang der Mittelmosel kein zweites Mal irgendwo genießen können. Kategorie absoluter Lieblingswein! Dieser fein ziselierte Riesling demonstriert auf einmalige Art und Weise, warum ein Kabinett für viele Liebhaber den klassischen Moselwein par excellence darstellt, nicht zuletzt wegen seiner Leichtigkeit im Alkohol (knapp 9%), die ihn zu einem wunderbaren Zech-, Aperitif- und Terrassenwein werden lässt, aber auch zum idealen Begleiter für Speisen, wie Terrine vom Geflügel mit glasierten Apfelspalten, Kürbiscremesüppchen mit gebratener Jakobsmuschel oder gegrillter Dorade auf Glasnudelsalat.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis mindestens 2015.


Weingut Reinhold Haart - Piesport
Impressionen aus den Steillagen des Goldtröpfchens

915206 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese 1. Lage 2006 19,90 Euro
Die Nachfrage nach der Spätlese Goldtröpfchen 2005, seit Jahren immer unter den schönsten des Landes und in 05 vom Gault Millau mit 96 Punkten endlich auch als die beste Deutschlands gefeiert, sprengte alles bisher da Gewesene. Im Handumdrehen waren wir ausverkauft! Und endlich können wir Ihnen den absolut gleichwertigen Nachfolger anbieten: 2006 an der Mittelmosel ist schlicht von fabelhafter Güte! Welch traumhaft schöne Spätlese, die mich magisch in ihren Bann gezogen hat. In ihrer Stilistik trägt sie die vermeintlichen Paradoxien der großen Weine der Welt in sich: Kraft und Muskeln, die mächtige Konzentration und die enorme innere Dichte, sie werden quasi aufgehoben in ihrem faszinierend subtilen Spiel und einer brillanten Leichtigkeit und Finesse, die diesen fein balancierten, harmonischen Weltklassewein von der Zungenspitze bis zum gewaltigen Abgang kohärent durchziehen. Tiefer, sehr komplexer, ungemein vielschichtiger, mineralisch-würziger Duft nach hochreifen Zitrusfrüchten, Mirabellen, schwarzen Johannisbeeren und Pfirsichen, in Verbindung mit ausgeprägten exotischen Fruchtnoten wie Mango, Papaya und Litschi. Hinzu kommt ein Hauch von Holunderblüte und Lavendel.
Sehr fest gewirkt im Mund mit ungemein viel Extrakt (mehr noch als in 2005!), klar und kühl, total faszinierende, tiefe Mineralität, rassige, erfrischende Säure, tolle Finesse, unübertreffliche innere Balance und ein großartiger mineralischer Abgang: Schiefer aufgelöst in kristallklarem Wasser! Diese noble, aristokratische Spätlese kann als Inkarnation flüssig gewordener Mineralien gelten mit einem feinst ziselierten glockenklaren Spiel. Referenzqualität!


9152306 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese 1. Lage 2006 0,375 l 11,20 Euro


918706 Haart, Piesporter Goldtröpfchen, Riesling Spätlese Goldkapsel 1. Lage 2006 27,00 Euro
Schwer vorstellbar, dass es zur Spätlese 1. Lage noch eine Steigerung gibt. Die Goldkapsel schafft es! Welch Pfauenrad der Aromen! Rote Rosen blühen. Welch laserartig fokussierte Mineralität. Am Gaumen die Traumpaarung Kraft und Finesse. Welche Sinneswonnen! Die Essenz einer der größten Rieslinglagen der Welt. Tanze Goldtröpfchen, tanze!


915406 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Auslese 1. Lage 2006 32,00 Euro
Unglaublich mineralisch, fast rauchig schwebt der Duft des Schiefers über dem Glase. Mit etwas Sauerstoffkontakt öffnen sich feine Noten von Birnen, Äpfeln und reifem Pfirsich in Verbindung mit exotischen Nuancen wie Ananas und Mango, leise untermalt von dezenten Blütenhonig-, Mandel- und Krokantnoten. Explosionsartig breitet sich am Gaumen eine saftige Fruchtfülle aus in Kombination mit einer bestechenden Mineralität und einer geschliffenen und zugleich verspielten Säure! Elegant und ungemein finessenreich, DER Gegenpol so vieler dicker, fetter Auslesen, die mir überhaupt nicht munden wollen. Ungemein trinkanimierend, von „sensibler”, vibrierender Feinheit und ausgesprochen nachhaltig. Ein terroirgeprägter Weltklasseriesling mit einer mineralischen Extravaganz und unnachahmlichem Charakter, der emotional tief berührt und daher meine unbedingte Empfehlung!
Stuart Pigott: „Bei Haart zeigt das Goldtröpfchen seine wahre Größe”.
Zurzeit noch etwas verschlossen, aber ein Rieslingmonument erster Güte mit einer perfekten Harmonie, das zwischen 2010 und 2030 mit zum Besten gehören wird, was die Mosel je an Auslesen hervorbringen kann!


915806 Haart, Wintricher Ohligsberg, Riesling Auslese 1. Lage 2006 29,90 Euro
Tiefe, mineralische, extrem ausgeprägte Duftaromen, faszinierend die zart süßlichen Noten von Pfirsich, Limetten, Ananas, Grapefruit und Aprikose in Verbindung mit kraftvollen, tiefgründigen Schiefernoten. Welch liebreizender Duft, kristallklar und filigran. Am Gaumen sehr saftige, fest gewirkte, reife Frucht mit intensiver, feingliedriger mineralischer Würze. Die fein ziselierte Säure und die noble Süße ergeben eine perfekte Balance, extrem dicht und nachhaltig, sehr klar und harmonisch, Schliff und subtiles Spiel, aber auch Fülle, Kraft und Cremigkeit, enormer Schmelz, ausgezeichnete Struktur, tiefgründig, extraktreich und sehr langes, ausdrucksstarkes, schier unglaublich mineralisches Finale. Ein phantastischer, aristokratischer Rieslinggigant mit ungeheurer mineralischer Kraft und knapp 9 % Alkohol – gewonnen aus einer Traube pro Trieb!
Nirgendwo auf der gesamten Welt gibt es noch einmal solch geniale Parameter in einem großen Wein! Der lange Zeit in Vergessenheit geratene Ohligsberg (in alten Preislisten aus dem Jahr 1857 wird er allerdings als einer der teuersten Weine der Mosel ausgewiesen), eine extreme Steillage, unmittelbar am Wasser beginnend, erlebt eine glänzende Renaissance, wiederum Kategorie persönlicher Lieblingswein!


Weingut Reinhold Haart - Piesport

918606 Haart, Piesporter Goldtröpfchen, Riesling Auslese Goldkapsel 1. Lage 2006 55,00 Euro
Eine ölige kompakte Süße strömt aus dem Glase. Ein intensiver Duft von kandierten Zitrusfrüchten, exotischen Noten wie Ananas und Mango sowie getrocknete Feigen, Zimt und helle Schokolade betört alle Sinne. Am Gaumen feinste Würze und eine cremige Süße in Verbindung mit einer präsenten und klar strukturierten Säure. Ein terroirgeprägter Weltklasseriesling mit einer barocken Extravaganz, der die mineralische Struktur den unnachahmlichen Rieslingcharakter verleiht und „ihn in eine schlanke Silhouette verpackt”, (Stuart Pigott). Noch verschlossen und auf leisen Pfoten daherkommend, aber ein Rieslingmonument erster Güte, zu genießen zwischen 2012 und 2030*. Ein ganz großer, souveräner Riesling, ein emotional berührender Gruß aus einer der schönsten und besten Weinlagen der Welt, der unter die Haut geht!


Weingut Reinhold Haart - Piesport
Ausschnitt aus einer uralten preußischen Lagenklassifikation

915201 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese 2001 29,90 Euro
Theo Haart hält in fast jedem Jahrgang einen ganz großen Wein (leider zumeist in eher homöopathischen Dosen) zurück, um ihn erst dann zu präsentieren, wenn er seine erste Trinkreife erlangt. Wurde schon die „normale” Spätlese vom Gault Millau zu den 10 besten Spätlesen des Jahres 2001 in ganz Deutschland gezählt, so scheint dieser Tanz der Elfen unübertrefflich.
Eine Weltklasse-Spätlese, die ihre erste Genussreife erreicht hat und wohl bis 2030 die wenigen Glücklichen becircen wird, die diese Pretiose in ihrem Keller hüten dürfen!


max. 3 Flaschen pro Kunde



Weingut Keller

Dazu können wir Ihnen die definitiv letzten Flaschen phantastischer trockener Weißweine von Klaus-Peter Keller anbieten:

Weingut Keller
Unsere sympathische Vierer-Bande:
Julia und Klaus-Peter Keller sowie die Söhne Felix und Max

953506 Keller, Grauer Burgunder, trocken 2006 8,90 Euro
Pinot Grigio? Zumeist banal und seelenlos sagen Sie? Einverstanden! Aber dann probieren Sie doch bitte mal diesen fabelhaft leckeren und gleichzeitig enorm charaktervollen Grauburgunder bester deutscher Provenienz. Dieser pikant-würzige Wein von mineralischen Böden begeistert mit seinem feinrauchigen Duft und komplexen Anklängen an reifen Apfel, Brioche, Melonen und seinen animierenden nussigen Noten. Gewinnt mit Luftkontakt noch an mineralischer Tiefe!


953606 Keller, Weisser Burgunder, trocken 2006 9,20 Euro
Traumhaft feinsinniger, knackig-trockener (nur knapp 3 g Restzucker), zart cremiger, herrlich frischer, rassig-kühler, tief mineralischer Weißburgunder auf absolutem Top-Niveau! Dieser animierende, ungemein herzhafte Weißwein fasziniert in der Nase durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel (feinste Haselnussnoten) und seine Anklänge an eine frisch gemähte Blumenwiese im frühen Morgentau. Auf der Zunge ein Weißburgunder wie aus einem Guss: bei aller Extraktdichte und Cremigkeit verspielt, elegant und animierend frisch mit einem langen mineralischen Nachhall.




Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann