Saarwellingen, im Oktober 2007

PINwand Nº 140


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen aus Deutschland unsere Klassiker Kirsten von der Mosel und Emrich-Schönleber von der Nahe. Weltklasseweine zu fairsten Preisen!

Aus Frankreich sind die neuen Jahrgänge unserer beliebten Domainen Tour des Gendres (im Jahrhundertjahrgang 2005 absolute Provokationen teurer Bordelaiser Prestigegewächse!) und Beaucastel frisch eingetroffen.

Aus Italien präsentieren wir mit dem Weingut Marco Porello einen phantastischen Geheimtipp aus der weltberühmten Region des Piemont. Absolute Glücksfälle für Liebhaber nobler italienischer Weine! In der Toskana meldet sich ein großer Name des italienischen Weinbaus mit spektakulären Qualitäten zurück: Der Italienspezialist Jens Priewe feiert im WEINGOURMET den fabelhaften Basisrotwein des Traditionsgutes Tenuta di Capezzana als den wertigsten Wein seiner Preisklasse. Lassen Sie sich das einmalige Preis-Genussverhältnis dieses authentischen Charakterweins auf keinen Fall entgehen.


News:
Die Domaine Guillaume Gros (früherer Name d’Antonin) vinifiziert im Lubéron urwüchsige Rotweine voller ursprünglicher Wildheit aus einer großartigen Naturlandschaft! Unter Insidern und in der südfranzösischen Winzerszene gelten Guillaumes Rotweine mittlerweile als Geheimtipp und als die Referenz ihrer aufstrebenden Appellation! Es sind rare Glücksfälle für den echten Genießer, voll innerer Ruhe und Frische und doch vibrierend lebendig. Diese Rotweine schaffen im Lubéron neue Qualitätsdimensionen und sind in ihrer berauschenden Natürlichkeit so atemberaubend präsent wie die herrliche, wildromantische Landschaft selbst. Urwüchsige Rhône, wie sie sein kann – und sollte. Rober M. Parker hat jetzt den „kleinen Basiswein der Domaine”, den El Nino, degustiert und bewertet ihn begeistert mit 90 Punkten!

168405 Guillaume Gros, El nino loco 2005 6,95 Euro
Was für ein authentischer, „wilder” Lubéronwein mit tiefdunkler Farbe und einer tollen Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer brillanten Struktur und animierenden Textur im Mund, die in dieser Preisklasse alles andere als „normal” sind. Dieser tolle Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, der vor der Ernte den Saft in den vollreif gelesenen Trauben von besten Grenache-, Syrah- und Carignanrereben konzentrierte, so dass ungemein dichte, expressive, beerenwürzige Aromen (dazu erdige Anklänge, Teer, Kaffee, geräuchertes Fleisch, Zedernholz, Rauch und dunkler Tabak) entstanden sind. Die meisterhafte Weinbereitung besticht mit Konzentration und Dichte und einem enormen Extraktreichtum, aber auch mit feiner Fruchtsüße und einer großartigen Struktur. Ein authentisches Weinoriginal mit Potential für Jahre, ein Maßstab in seiner Preisklasse, den die meisten Domainen der Region nicht mal mit ihren Spitzencuvées erreichen. Völlig verdient 90 Parker-Punkte!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012.


 


In den wildromantischen Corbières nahe dem mittelalterlichen Städtchen und Weltkulturerbe Carcassonne produziert Pinard-Urgestein Guido Jansegers auf Château Mansenoble herrlich balancierte Rotweinklassiker in einem urwüchsigen Stil zu fabelhaft günstigen Preisen! Sein ungemein fairpreisiger Spitzenwein wurde von der „Revue du Vin de France” in ihrer aktuellen Ausgabe Oktober 2007 zu den 50 größten Schnäppchen des gesamten Languedoc gezählt!

Mansenoble
Guido „Le Nez” Jansegers

305204 Mansenoble, Réserve du Château Mansenoble, rouge 2004 13,30 Euro
Das tiefe Schwarzrot mit leicht ziegelroten Aufhellungen am Rande deutet bereits auf die Konzentration und Dichte hin und die Natur hat diesen Riesen von Wein reich ausgestattet. Aus dem Glas steigt eine bezaubernde Duftigkeit, ein sinnliches Parfum mit betörender Fruchtsüße, eine spannende Liaison aus nobler Schokolade, Karamell, Vanille, getrocknete Datteln, eingelegte Kirschen, Nelken, reifen Waldbeeren und prallen, saftigen Kirschen.
So schmeckt schwarzer Samt: Substantiell und ausdrucksstark, ganz Seide und provenzalische Würze, mit Lakritznoten, Veilchen und einer zarten Graphitnote wie in einem hochklassigen Bordeaux aus dem Médoc. Eine dichte, harmonische, samtige, komplexe Cuvée (Syrah, Grenache, Mourvèdre, Carignan) mit Fülle und Schmelz, Eleganz und Finesse von kühler Stilistik und schokoladiger Textur, die den Gaumen verführerisch auskleidet. Keinerlei Wucht oder marmeladige Noten stören den sinnlichen Gesamteindruck, stattdessen verwöhnen eine feine Saftigkeit, eine anregende Säure und eine edle Stilistik die Zunge mit sanften Streicheleinheiten. Ein betörender Wein, der trotz seiner ausgeprägten Aromenfülle eine tänzerische Leichtigkeit besitzt und mit einer unwahrscheinlich feinwürzigen und cremigen Tanninstruktur und einem moderaten Alkoholgehalt aufwartet. Großer Nachhall! Nicht erst seit der FEINSCHMECKER diesen herrlichen Stoff zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte, gehört er zu den großen Klassikern in unserem Programm!
Ein großartiger Stoff, der mit Wildgängen, Trüffel und Pilzen hervorragend harmoniert. Dekantiert zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2008 bis mindestens 2012.



Château Lamartine: In der letzten Pinwand vorgestellt – im Wissen um die einzigartige Qualität in seiner Preisklasse bestens bevorratet –, waren wir dennoch im Handumdrehen ausverkauft. Eine solche Bestelllawine hat uns selten in unserer Historie überrollt! Doch wir können wieder liefern. Bestellen Sie jetzt schnell: Denn die Qualität dieses fabelhaften Cahors-Gewächses hält locker mit der vieler hochpreisiger Bordeaux Weine mit! Das ist das echte Frankreich, ein nobler Aristokrat von entwaffnender Natürlichkeit und Ausstrahlung.

508205 Lamartine, Cuvée Particulière, rouge 2005 12,80 Euro
„Niemals zuvor war die ‚Cuvée Particulière’ so gut wie in 2005. Alain Gayraud vinifiziert immer harmonischere, finessenreichere und ausdruckstärkere Weine”, jubelt begeistert die „Bibel” der französischen Weinkritik, das „Classement des meilleurs vins de France 2008” und vergibt diesem Wahnsinnsstoff sagenhafte 17/20 Punkten, eine Qualitätsliga, in der in 2005 im Bordelais Weine wie Giscours, La Lagune oder Lagrange angesiedelt sind!

In der Farbe tiefschwarz, mit ganz leichten violetten Aufhellungen zum Rande hin. Bereits bei meiner ersten Fassprobe umschmeichelten sehr komplexe, feinst ziselierte Aromen die Nase: Noten von kleinen süßen Waldfrüchten, eingelegte Schattenmorellen, Cassis, kandierte Feigen, süßes Früchtebrot, Pfeffer, Tabakkiste, Zedernholz, ein Hauch von Gewürzanklängen, Nelke und Zimt, dazu Veilchen und feine Raucharomen.
Dieses gesamte faszinierende Spektrum findet sich auch im Mund wieder, mit Anklängen an Brotkruste, herrlichen Würznoten, Salbei und Lavendel: Eine großartige Fruchtdichte mit burgundischer Eleganz und Finesse, ein großer Terroirwein des Cahors! Die 1988 erstmals vinifizierte „Cuvée Particulière” ist ein Ausbund an innerer Dichte, Konzentration und Feinheit gleichermaßen mit einem ungemein tiefgründigen mineralischen Kern. Das Potenzial dieses in gebrauchten und neuen Barriques ausgebauten Weins (90 % Malbec, 10 % Tannat) ist grandios: Davon konnte ich mich wiederum bei meinem letzten Besuch vor Ort vergewissern, als mich Alain den 1990er probieren ließ, einen durch sein edles Rosenparfum und Aromen von kleinen Griotte-Kirschen zutiefst beeindruckenden Wein. Die dezente Süße in den ungemein weichen, seidenen, cremigen Tanninen wird in 2005 belebt durch mineralische Frische und einen stringenten Säurenerv – ein großer Wein, Charakter pur, zu einem unglaublich fairen Preis! Einer der größten Wein-Werte ganz Frankreichs!
Unbedingt ein bis zwei Stunden vor dem Trinken dekantieren, dann können Sie diesen großen Wein bereits jetzt zu dunklen Fleischgerichten wie Hirschrücken mit Wachholdersoße und Brombeersoufflé oder geschmorte Rehkeule mit eingelegten Kirschen und Schwarzwurzelgemüse genießen; seine wahre Größe zeigt sich jedoch erst in zwei bis drei Jahren bis weit nach 2018, wenn der mächtige Tanninkern abgeschmolzen und die Säure perfekt integriert sein wird.


Classement: 17/20 Punkten


DEUTSCHLAND


Weingut Kirsten - Klüsserath Mosel

Bernhard Kirstens trockene Rieslinge sind von überraschender Fülle und Schmelz für die Mittelmosel: Ungemein dichte Weine, die mühelos neben den besten trockenen Rieslingen südlicherer Gebiete bestehen, deren Klima für diese Kategorie traditionell als besser geeignet gilt.

Seit Jahren kennen und schätzen Sie, unsere werten Kunden, die ungemein preiswerten Weine der sympathischen Kirstens aus Klüsserath. Doch was Bernhard und Inge im Jahrgang 2006 auf die Flasche gezaubert haben, ist schlicht fabelhaft und demonstriert die Jahr für Jahr kontinuierlich steigende Qualität der Kirstenschen Weine. Vor einem Jahrzehnt noch sprach kaum jemand in der internationalen wie nationalen Weinszene von Klüsserath. Dann lernte unser junger Winzer im August 1987 in New York eine gewisse Inge von Geldern aus Cuxhaven kennen. Er war Tourist, sie arbeitete in der Stadt. Aus dieser lustvollen Begegnung entstand nicht nur eine Ehe, sondern auch einer der innovativsten Betriebe an der Mittelmosel, quasi eine Keimzelle der Moselwein-Revolution!


Weingut Kirsten

Revolution? An der beschaulichen Mosel? Wie das? In seiner wöchentlichen Kolumne in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”, hat Stuart Pigott die Situation unter dem Titel „Brüder im Herzen” beschrieben. Wir zitieren in Auszügen: „In keinem anderen deutschen Weinanbaugebiet gibt es eine derartige stilistische Vielfalt bei den Weinen einer einzigen Rebsorte und Geschmacksrichtung. Die Rede ist natürlich vom trockenen Riesling an Mosel, Saar und Ruwer, dessen geschmackliche Bandbreite von extrem leichten Weinen mit fast magersüchtigem Körper und strahlig-spitzer Säure bis zu enorm opulenten, mächtigen Weinen reicht, die den Trinker aus den entgegengesetzten Gründen herausfordern. Aber was ist traditionell? Was ist gebietstypisch? Wie sieht die Zukunft aus? Diese Fragen werden im Gebiet und in der gesamten Weinszene heiß diskutiert... .Eine Tendenz zeichnet sich bereits deutlich ab: Die extrem schlanken Weine werden immer seltener (ANMERKUNG Tino Seiwert: „Aber ich werde auch diese grazilen Weine immer innig lieben!”), während die kräftigen, aber nicht übermächtigen Weine schnell an Terrain gewinnen. Viele der bedeutenden neuen Aufsteiger an Mosel, Saar und Ruwer haben sich bewusst genau dieser Stilrichtung gewidmet. Manche von ihnen sind auch schon dabei, diese Art des Moselweins zu perfektionieren, allen voran das Weingut Kirsten in Klüsserath. Die trockenen Rieslinge von Inge und Bernhard Kirsten zeigen viel Substanz angesichts des mäßigen natürlichen Alkoholgehalts und wirken wunderbar harmonisch. Sie sind voluminös und dicht, ihre Ausdrucksstärke ist auffällig und selbstbewusst. Jeder der vorwiegend trockenen Rieslinge gibt ein großes Statement ab. Das Extreme – niedrige Erträge, strenge Selektion der Trauben, langer Ausbau mit Spontangärung und daraus resultierende eigenartige Kraft – wird konsequent gesucht, das Spiel wird mit Freude bis zum Äußersten getrieben.”


Weingut Kirsten

Stuart Pigott hat die Lage sehr zutreffend analysiert! Das junge, ungemein sympathische, weltoffene Winzerpaar Inge und Bernhard bildet zusammen mit Reinhard Löwenstein (und in moderaterer Form Markus Molitor, der sich mit seinen Weltklasserieslingen vielleicht genau zwischen den Polen Finesse und Dichte bewegt), bei allen Unterschieden, die diese drei Individualisten dann wieder im persönlichen Stil auszeichnen, die Speerspitze einer Bewegung, die unbeeinflusst von historischen Vorbildern einen neuen Moselstil kreiert, der sicherlich polarisiert, der aber frischen Wind in eine traditionsbewusste Region hineinweht und dem Moselriesling viele neue Freunde geschaffen hat; Weißweinliebhaber, die von ihrem gewohnten Geschmacksbild her früher eher Nicht-Rieslingtrinker gewesen sind. Sie, liebe Kunden, können jedenfalls nach Ihrem Gusto im Programm von Pinard de Picard unter allen Weinstilen einer der schönsten und spannendsten Weinanbauregionen der Welt frei wählen.

Übrigens: Wenn man – am Flusslauf der Mosel stehend – einen Blick auf die erstklassigen Weinberge der Kirstens wirft, scheinen diese sich gleichsam in die extrem steilen Schieferhänge von Klüsserath im klimatisch privilegierten Herzen der Mittelmosel einzuschmiegen. Ihr hervorragender Zustand, die bestens kompostierten Böden und liebevoll gepflegten Reben, demonstrieren eindrucksvoll Bernhards Maxime, dass „große Weine draußen im Wingert wachsen”, weshalb er mit extremen Mengenbegrenzungen arbeitet und warum für ihn „das Schlimmste, was ein Winzer machen kann, ist, das Geschenk der Natur mit Füßen zu treten.” Viel Spaß Ihnen, werte Kunden, mit diesen fabelhaften Rieslingen neuer Generation!


913206 Kirsten, Weißburgunder, trocken QbA (DV) 2006 7,80 Euro
Dieser herrliche, ungemein erfrischende, elegante und mineralische Weißburgunder demonstriert eindrucksvoll, mit welch intuitivem Feingefühl die sympathischen Kirstens das herausragende Terroir der Mittelmosel über die hochreifen Trauben in den fertigen Wein transferieren. Die optimalen klimatischen Bedingungen des an der Mittelmosel herausragenden Jahrgangs 2006 sind verantwortlich für die enorme innere Konzentration, die Cremigkeit und Frische sowie die geradezu explosive Frucht (sehr saftig ausgeprägte Birnen- und Apfelnoten, helle Nüsse, Mandeln und etwas Butter) dieses traumhaften Burgunders mit seiner schmelzigen und betörend mineralischen Note. Langer würziger Nachhall!
Ein herausragender Essensbegleiter, zu Fisch, zu Schalentieren und zu hellem Fleisch, aber auch solo genossen ein großes Erlebnis! Unter Preis-Genussgesichtspunkten ebenso wie der von der Fachpresse zu Recht so hoch gelobte Gutsriesling in diesem sensationellen Moseljahrgang schlichtweg unschlagbar. „Einer der besten Weißburgunder der Mittelmosel”, Pigott. Referenzcharakter!
Zu genießen ab sofort bis 2009.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November



Weingut Kirsten

911106 Kirsten, Riesling Wolkentanz trocken (DV) 2006 6,95 Euro
Beschwingter (Nomen est Omen!), würziger, cremiger, fruchtbetonter (Pfirsich, reife Orange, exotische Anklängen von Ananas, Melone und dezente Noten von Akazienhonig), unwahrscheinlich saftiger Riesling mit viel Dichte und Stoffigkeit am Gaumen. Die erfrischende Säure ist präsent, wird aber durch den Schmelz und die Cremigkeit des Weines perfekt abgerundet. Werte Kunden, Sie werden kaum einen zweiten Moselriesling vergleichbarer Qualität zu ähnlich günstigem Preis erwerben können. Sie müssen diesen herrlichen, „easy going” Alltagsriesling einmal probiert haben, um zu glauben, welch preis„werte” Qualitäten im ursprünglichen Wortsinne Sie in Deutschland finden können im Vergleich zu so vielen belanglosen Weißweinen aus aller Welt, etwa den seelenlosen Pinot Griiigios, die seit Jahren die Supermärkte überschwemmen. Trinkspaß pur für den unmittelbaren Genuss und einer unser meistverkauften deutschen Weißweine.



913106 Kirsten, Gutsriesling trocken 2006 7,50 Euro
Der 2006er Gutsriesling trocken von Inge und Bernhard Kirsten zeigt feine Aromen von reifer rosa Grapefruit und Orangenzesten, saftigem Apfel, Mandeln, Akazienblüten und exotische Anklänge von Passionsfrucht und Mango. Angesichts des mäßigen natürlichen Alkoholgehalts von 12 Prozent ungemein trinkanimierend, „ein Meisterwerk an gehobenem Alltagswein” (Pigott), dessen beliebter Vorgänger von Jancis Robinson in einer großen Degustation der deutschen Rieslinge mit 17,5/20 Punkten bewertet und damit auf eine Stufe mit den größten trockenen Rieslingen Deutschlands gestellt wurde, die ein Vielfaches dieses herrlich leckeren Weines kosten. Wenn mir auch diese Bewertung ein wenig zu euphorisch scheint, so bestätigt sie doch eindrucksvoll die herausragende Qualität dieser beeindruckenden Gaumenfreude mit seiner aufregenden, expressiven, kristallinen Nase und seinem cremigen, feinst balancierten, dichten, pikant rassigen und tief mineralischem Geschmackseindruck auf der Zunge. Ein toller Wein zu fast unverschämt günstigem Preis!


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November



Weingut Kirsten
Bernhard und Inge in den Steillagen von Klüsserath

911806 Kirsten, Riesling Spätlese „Alte Reben”, trocken 2006 15,95 Euro
Aus einem erst vor ein paar Jahren erworbenen, nur 1/2 Hektar großen „Paradewingert” (alte, ertragsarme Reben mit sehr kleinbeerigen, traumhaft aromatischen Trauben) in der Klüsserather Bruderschaft kommt dieser expressive, komplexe, trockene schmeckende Spitzenriesling. In der Nase eine komplexe Aromatik, nobel und herrlich feinduftig, im Mund dann stoffig, enorm füllig (als würde man in einen hochreifen Pfirsich beißen), harmonisch, feinst ausbalanciert von der Zungenspitze bis zum betörenden Abgang, grandiose Frucht, verwoben mit tiefgründiger Mineralität. Seine Länge, die innere Dichte, die hochfeine Mineralität und die ungewöhnlich aromatische Konzentration machen diese großartige Spätlese zu einem eindrucksvollen Weinerlebnis. Welch cremiger Extrakt, welche Filigranität, wiederum mein Lieblingswein der Kirstens in ihrem herausragend gelungenen Jahrgang.
Stuart Pigott ist ebenfalls begeistert. In seinem Standardwerk „Wein spricht Deutsch” urteilt er: „Mit jeder Qualitätsstufe steigt die Geschmackskonzentration erheblich, unter den trockenen Mittelmosel-Rieslingen ist der Alte Reben diesbezüglich unübertroffen. Die Säure immer präsent und stützt den recht substanziellen Körper des Weins, ist aber nie pointiert oder vordergründig. Die Aromatik erinnert stark an vollreife gelbe Pfirsiche, Mandarine und Ananas. Ein schönes Beispiel für die Mosel-Zukunft.”


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November



Weingut Kirsten
Bernhard beim tasting für die Dosage seines Premium-Sektes

913005 Kirsten, Rieslingsekt trocken 2005 11,50 Euro
Bernhard Kirsten hat frisch degorgiert und so können wir endlich wieder seinen traumhaft mineralischen Rieslingsekt anbieten, der unter den perlenden Schaumweinen deutscher Provenienz eine Ausnahmestellung einnimmt, und das zu einem mehr als sympathischen Preis! Obwohl dieser Jahrgangssekt wegen des langen Hefelagers von seiner Stilistik her eher dichter und fülliger gewirkt ist als dies normalerweise säurebetontere, schlankere Rieslinge zu sein pflegen, brilliert er durch seine schöne Frische und sein feines Perlenspiel und kommt auch nicht breit daher wie ach so viele belanglose Champagner. Das Aromenspiel ist sehr komplex, es dominieren am Gaumen exotische Früchte und der Abgang ist bemerkenswert lang. Der Preis ist angesichts der gebotenen Ausnahmequalität sensationell günstig. Doch überzeugen Sie sich selbst, ein Vergleich wird für Sie sehr lohnend sein!
Stuart Pigott urteilt: „ Nicht weniger revolutionär (als die Weißweine) fallen Kirstens Sekte aus, die zu ähnlich freundlichen Preisen wie die trockenen Rieslinge angeboten werden, mit denen sie auch geschmacklich eng verwandt sind. Welch wunderbarer Schmelz!”


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November




Emrich-Schönleber - Kultweingut aus Monzingen

Kollektion des Jahres 2004”/„Winzer des Jahres 2006” (Gault Millau)

Ein großer Riesling transportiert wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem er stammt, ist ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Werner Schönleber hat diese Seele niemals verkauft, seine grandiosen Charakterweine – ein Spiegelbild seiner eigenen unverfälschten Persönlichkeit – stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte!

Werner Schönlebers grandiose Weißweine lösen bei Kennern tiefe Emotionen aus, können gar als Archetypus ihrer Edelreben und ihrer weltweit einzigartigen Anbauregion, der Nahe, gelten. Denn in diesem malerischen Flusstal, auf Höhe des 50. Breitengrades – an der nördlichen Grenze dessen also, wo Weinbau in Europa überhaupt möglich ist und die Reben im harten Überlebenskampf eine solche Vielzahl von Weinstilistiken ergeben, wie sonst nirgends auf der Erde – vinifiziert einer der weltbesten Winzer so unverfälscht reinrassige und urwüchsig-klassische Rieslinge, dass sie für jeden Liebhaber authentischer Gewächse die unverfälschte Inkarnation ihres großen, mineralischen Monzinger Terroirs darstellen! Es sind unglaublich animierende, vibrierend mineralische Weine von großer aromatischer Komplexität. Bei aller inneren Dichte verwöhnen sie ungemein schlank und filigran den Gaumen, tänzeln im besten moselanischen Stil springlebendig auf der Zunge, besitzen großen Tiefgang und sind, erst recht in einem Jahrgang wie 2006, mit einer fabelhaften Säurestruktur ausgestattet: Es sind traumhafte Rieslingunikate, die niemals satt machen, die vielmehr stets zum Weitertrinken animieren.

Schönlebers grandiose Qualitäten haben ihren Ursprung, wie sollte es auch anders sein, in einem großen Terroir. Im ‚Frühlingsplätzchen’ und im ‚Halenberg’ besitzen die sympathischen Schönlebers traumhafte Filetstücke: beste Kernparzellen von sagenhaftem Terroir! Diese beiden Monzinger Steilhänge genossen bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts allerhöchstes Ansehen: Dies hielt beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe in seinen Reisenotizen ausdrücklich fest. Doch hat erst Werner Schönleber – angetrieben vom Ehrgeiz, diese alte Wertschätzung wieder zu erreichen – beiden Lagen durch viel persönliches Engagement in ihre Erhaltung und Rekultivierung zu dem ihnen gebührenden Ruhm unter den weltbesten Rieslinglagen verholfen, indem er ihr wahrhaft großes Potenzial mit seinen phänomenalen Weinen aufgezeigt hat. Das ist Schieferklang pur, aber auch feinstes Gewebe von Kiesel und Quarzit. Die Weine vom Frühlingsplätzchen – in dieser Lage, Nomen est Omen, weicht der Winter immer zuerst von der Nahe in den Hunsrück zurück – schmecken so überschwänglich, als wären sie auf einer blühenden Alpenwiese unter blauem Himmel gewachsen. Werner Schönleber sieht sie immer „früher zugänglich, stärker gelbfruchtbetont, aus feinster Seide gewirkt, floraler und femininer als die Halenberger, sinnlich und nachhaltig zugleich”. Dagegen sind die Rieslinge aus dem legendären Halenberg rassig-mineralischer, er braucht mehr Zeit zur Reife und entfaltet dann seine wunderbaren Aromen von Kräutern, Mineralien, Zitrusfrüchten und Grapefruit, mitunter flankiert von einer rotbeerigen Note. Beide Renommierlagen der Nahe erbringen somit gleich phantastische Qualitäten, nur sehr unterschiedlicher Stilistik.


Weingut Emrich Schönleber
Blick auf's Frühlingsplätzchen

Die weitaus größte Rebfläche der Schönlebers umfassen steile Süd- bis Südwestlagen, die optimal von der warmen Mittagssonne beschienen werden und die sich durch ein jeweils ganz spezielles Mikroklima auszeichnen. Die aus dem Tal über die Hänge „kletternde” Warmluft bietet nicht nur Schutz vor kalten Fallwinden während der Nacht, sondern ist auch für bedeutende qualitative Unterschiede in den einzelnen Wingerten verantwortlich. Dort, wo die steilen Lagen schon nach den ersten Sonnenstrahlen im Frühling wieder schneefrei sind, wo die Greifvögel am Himmel majestätisch und scheinbar schwerelos ihre Kreise ziehen, dort ist die Thermik, der Aufstieg warmer Luft aus dem Tal, am deutlichsten zu spüren. In diesen traumhaften Parzellen mit ihren leichten, schiefrigen Böden bleiben die Trauben in der Regel deutlich kleinbeeriger als sonst üblich und werden dafür – infolge des optimalen Verhältnisses zwischen Saft und Haut – um so aromenreicher; die Erntemenge ist gering. Erst bei sehr hoher Reife und wesentlich später als bei prallen, dicht gepackten Reben setzt unter diesen Bedingungen (lockerbeerige Trauben, die sich nicht berühren) die Edelfäule ein, so dass auch die edelsüßen Weine von besonders klaren, feinen Fruchtnoten geprägt sind.

Werner Schönleber geht sehr behutsam und äußerst sensibel mit seinem Geschenk der Natur um: Aufwändige Boden- und Laubarbeiten, Ausdünnen der Triebe, späte selektive Lese sehr reifer Trauben ausschließlich von Hand, schonende Pressung der Trauben, kühle Vergärung und sorgsamer Weinausbau, mit dem Vorsatz, möglichst wenig menschlichen Einfluss auf die ureigene Werdung des Weines zu nehmen, gewährleisten die bestmögliche Entwicklung und Bewahrung der terroirgeprägten Frucht und Mineralik in seinen großen Rieslingen. „Das Potential und die Charakteristik der Lage, der Rebsorte und der klimatischen Bedingungen des Jahrgangs möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen”, lautet Schönlebers Maxime. Nicht selten haben seine durch Spontangärung im Holzfuder und Edelstahltank ausgebauten Rieslinge, die keinerlei Manipulationen ausgesetzt sind, um früh auf Jungweinverkostungen brillieren zu müssen, nach der Flaschenfüllung einen kleinen Durchhänger im Sommer nach der Ernte; doch umso brillanter präsentieren sie sich im Herbst danach. Die logische Konsequenz solch fabelhafter Weißweine auf absolutem Weltklasseniveau: Werner Schönleber wird nur 2 Jahre nach der grandiosen Auszeichnung für die ‚Kollektion des Jahres 2004’ vom Gault Millau auch als ‚Winzer des Jahres 2006’ gefeiert!

Wir zitieren mit großer Freude aus der Laudatio: „Mit Beharrlichkeit und seltener Intensität arbeitete sich der Monzinger in die Weltspitze empor. Sein vorbildliches Streben nach Perfektion, kleine, wohlüberlegte Schritte, Arbeit an den so wichtigen Details, brachten den Erfolg. Ausrutscher – auch bei kleinen Weinen – gibt es bei ihm nicht. Er hat die großen Monzinger Lagen ‚Frühlingsplätzchen’ und ‚Halenberg’ erst wieder bekannt gemacht, hat ihr Potenzial mit seinen Weinen aufgezeigt. Kein Geheimnis steckt hinter den Qualitäten des Hauses, nur sorgfältige Arbeit: späte, häufig selektive Handlese, schonende Pressung, kühle Vergärung. Die eleganten Weine atmen jenes Understatement, das auch Werner Schönleber ausmacht, genau wie dessen gradlinige Bestimmtheit. Nichts ist in seinen Weinen vage, alles ist auf den Punkt, nichts protzt, doch jeder Wein weiß um seinen Wert. Wir rufen den Monzinger deshalb mit Freude zu unserem ,Winzer des Jahres 2006’ aus”.


Weingut Emrich Schönleber
Impressionen vom Halenberg

Werner Schönleber und seine Frau Hannelore haben, mittlerweile unter tatkräftiger Mithilfe ihres Sohnes Frank (der in den letzten Jahren immer mehr in die Mitverantwortung hineinwächst und der mit seinen Ideen zweifellos zur nochmaligen Qualitätssteigerung beigetragen hat), somit binnen drei Jahrzehnten das über 250 Jahre alte, traditionsreiche Weingut von einem soliden Familienbetrieb zu einem im Gault Millau mit der fünften Traube geadelten und damit in den kleinen (acht Winzer insgesamt) Olymp deutscher Weltklasseerzeuger aufgenommenen Spitzengut entwickelt. Mit großer Freude besuche ich jährlich dieses so gastfreundliche und sympathische Winzerpaar an der oberen Nahe: Die Gespräche (sie pflegen bei gutem Essen und großartigen Rieslingen stets bis tief in die Nacht zu dauern: Die Zeit vergeht wie im Fluge) mit den grundehrlichen Schönlebers sind immer wohltuend, ihre Analysen von profundem Tiefgang und ungeschminkt in der Sache. Selbstkritisch werten sie ihr eigenes Tun, freuen sich bei aller Bescheidenheit aber auch zutiefst über ehrliches Lob, denn ihre phantastischen Weine sind schließlich das Resultat harter Arbeit und bedingungsloser Hingabe. Doch alles Laute und Marktschreierische ist dem stillen ‚Grauen Wolf’ mit der großen, hageren Gestalt absolut wesensfremd. Und so sind es ausschließlich die sensationellen Qualitäten im Glase und die dadurch bedingten großen Erfolge bei vergleichenden Proben, die den mittlerweile legendären Ruf dieses Vorzeigeweingutes begründet haben – aber keinerlei Marketingstrategie. Werner Schönleber ist allen Elogen zum Trotz ein so wohltuend bescheidener Mensch geblieben, aber auch ein begnadeter Winzergenius: Sein unermüdliches Schaffen dient ausschließlich der Transformierung seines phantastischen Terroirs in große Weine mit einem legendären Alterungspotential, zutiefst mineralische Rieslinge ureigenen Charakters mit einer Rasse, Tiefe und Komplexität, wie man sie sich weltweit kaum beeindruckender vorstellen kann.

Im Jahrgang 2006 scheint in Deutschland wiederum die Nahe zu den drei privilegierten Regionen zu gehören: „Gott lebt an der Nahe”, dieses exakt den Punkt treffende Fazit von Marcus Hofschuster (renommierter Degustator des Internetweinführers wein-plus.de) wurde, den Jahrgang 2003 betreffend, mittlerweile zum geflügelten Wort unter Weinliebhabern. Doch aus dem Wochenendhäuschen wurde seither ein fester Wohnsitz! Die Abfolge eines großen Jahrgangs nach dem anderen kann man natürlich auch, wissenschaftlich korrekt, mit den Folgen des „global warming” erklären, dessen Gewinner eindeutig das weit nördlich gelegene idyllische Tal der Nahe ist.

Wenn solch zurückhaltende und besonnene Winzer wie Helmut Dönnhoff („2006 fruchtig ist mein bester Jahrgang seit 1971 und 1989”) und Werner Schönleber („Im trockenen Bereich hatten wir vielleicht schon mal das Glück, ähnlich gute Weine wie in 2006 erzeugen zu können, im fruchtigen Bereich sind es wohl die besten Qualitäten in meiner Winzerlaufbahn”), denen jegliches Eigenlob fremd ist und die so wohltuend bescheidene, liebenswerte Menschen sind, nach dem Ende langer gemeinsamer Verkostungsabende (Ich muss gestehen, Ausspucken war nicht möglich, derart begeistert war ich von den traumhaften Qualitäten) sich zu solch dezidierten Urteilen hinreißen lassen, brauche ich dem nichts mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht Stuart Pigott zu zitieren, der seinen Lesern in der FAS empfiehlt: „2006 bei den guten Winzern, die den schwierigen Herbst im Griff hatten, ganz schnell zugreifen, denn es droht ein rapider Ausverkauf: Niedrige Erntemenge, aber tolle Weine und daher eine riesige Nachfrage”, die bei weitem das Angebot übersteigt!

Mein Fazit: Eine wesentlich spätere Lese als in vielen anderen deutschen Anbaugebieten, deren Basis in einer vorbildlichen Weinbergsarbeit während einer langen Vegetationsperiode gelegt wurde, ermöglichte es den sympathischen Schönlebers, zutiefst mineralische Rieslinge zu erzeugen, wie ich persönlich sie am liebsten mag: feinrassig, filigran, mit einer fabelhaften Säurestruktur, damit herrlich frisch und terroirbetont. Natürlich profitierte man auch in 2006 wie stets von den kühlen Winden, die kontinuierlich über den Hunsrück streichen und für starke Abkühlungen in den Nächten sorgen, so dass die Trauben aromatischer werden und ihre natürliche Säurestruktur (insbesondere einen hohen Weinsäureanteil) bewahren können, ein unschätzbarer Vorteil in den immer reifer werden Jahrgängen! Das Resultat: Werner Schönleber hat zwar wie alle qualitätsorientierten Spitzenwinzer in einem traumhaften Spätherbst 2006 (kein einziger tropfen Regen nach moderaten Regenfällen am 3. Oktober!) eine mengenmäßig kleine Ernte eingefahren, doch von derart erlesener Güte (die Weine vereinen die Säure von 04 mit der Dichte von 05 und dem Extrakt aus 98), dass ich nach mehreren, mich absolut begeisternden Verkostungen der Überzeugung bin, dass die sensationell schöne 2006er Kollektion die bisherige Krönung im Schaffen von Werner Schönleber darstellen könnte, einen Tick besser noch als die grandiosen Jahrgangsvorgänger!

Eine persönliche Anmerkung zum Schluss: Ein großer Riesling transportiert wie keine andere Rebsorte das Terroir, aus dem er stammt, ist ein einzigartiges Unikat, ein Heimatwein mit unverwechselbarer Seele. Werner Schönleber hat diese Seele niemals verkauft, seine grandiosen Charakterweine – ein Spiegelbild seiner eigenen unverfälschten Persönlichkeit – stehen in der großen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und gehören zur schönsten und edelsten Ausprägung ihrer Sorte: Meine ganz besondere Empfehlung, Kategorie persönliche Lieblingsweine!

P.S.: Zurzeit beginnen die 2004er Rieslinge der Schönlebers sich traumhaft zu präsentieren und der 2001er Halenberg Auslese trocken ist in einer sensationell schönen Verfassung. Schauen Sie, liebe Kunden, doch einmal nach, was Sie von diesen tollen Weinen in Ihren Kellern finden und genießen Sie.


937006 Schönleber, Monzinger Riesling QbA, trocken 2006 8,20 Euro
Wunderbarer Basisriesling und toller Einstiegswein in die magische Welt der Schönleber’schen Rieslinge.



938006 Schönleber, Riesling „Mineral” 2006 13,50 Euro
Nomen est Omen! Aus einer exzellenten Parzelle des Frühlingsplätzchens mit großartigem Terroir, unmittelbar an den Halenberg angrenzend, allerdings mit mehr Kieselsteinen im Untergrund als Schiefergestein, in seiner Stilistik folglich die schönsten Eigenschaften des Halenberg und des Frühlingsplätzchens vereinend, stammt diese Inkarnation flüssig gewordener Mineralien, die vom glockenklaren Klang der Gesteine aus den Tiefen ihres Untergrunds erzählt und die im Glase zu einem gewaltigen, vielstimmigen Chor mit einer faszinierenden Tiefe anschwellen. Dieses berührende Rieslingunikat schmeckte in Frühjahr unmittelbar nach seiner Abfüllung ein wenig „intellektueller”, fordernder als die übrigen Rieslinge von Schönleber (hat sich aber mittlerweile schon wunderbar geöffnet), besitzt eine trinkanimierende Alkoholgradation von knapp 12,5 Volumenprozent und ist eine großartige Demonstration von Mineralität pur: Hier spüren Sie, werte Kunden, messerscharf den nackten Fels auf der Zunge!
Dieser fabelhaft mineralische Riesling hat mich in meiner Probe in Monzingen im Übrigen derart begeistert, dass ich mir buchstäblich das Fass auf den Rücken schnallen und mit diesem traumhaften Elixier durchbrennen wollte, so dass die sympathischen Schönlebers meinen Wunsch mir nicht abschlagen konnten und Pinard de Picard die gesamte für den deutschen Markt vorgesehene Menge zuteilten. Ganz herzlichen Dank!

P.S.: Stuart Pigott feiert unter dem Titel „Steinreiche Tropfen” in der FAS unsere Exklusivfüllung „Mineral”. Wir zitieren in Auszügen: „Keine andere Komponente des Weins ist schwieriger zu erklären als die mineralische Dimension seines Geschmacks. Es handelt sich dabei jedoch um eine entscheidende Frage für den deutschen Wein, weil keine anderen Weißweine der Welt derart mineralisch schmecken wie die besten der hier wachsenden Rieslinge. Der 2006er Riesling „Mineral” vom Weingut Emrich-Schönleber in Monzingen an der Nahe trägt diesen Namen nicht umsonst. Mit seiner extrem mineralischen Prägung ist er geradezu ein Paradebeispiel, er ist eine Entdeckungsreise ins Reich der Steine.” Und mittlerweile hat sich dieser Lieblingsriesling ein ganzes Stück weit geöffnet und brilliert auch mit traumhaften Fruchtaromen, die sich harmonisch mit der fabelhaften Mineralität vermählen.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2014, mindestens.


exklusiv bei Pinard de Picard!



Weingut Emrich Schönleber
Frank und Werner Schönleber im Frühlingsplätzchen

937206 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Spätlese trocken 2006 14,90 Euro
Feinste Frucht trifft tiefgründige Mineralität: Niemals zuvor waren die Rieslinge aus dem Frühlingsplätzchen so gut wie in 2006!
Betörende trockene, traumhaft verspielte Spätlese mit ungemein viel Charakter und einer offenen, sinnlichen Ausstrahlung, die von den Aromen einer duftenden Blumenwiese, von reifen Äpfeln, Zitrusfrüchten, noblen Gewürznoten und etwas Pfirsich ebenso geprägt wird wie von den Mineralien des tiefgründigen Gesteins und dem ebenso frischen, wie herrlich cremigen und betörend langen, mineralischen Nachhall. Die Zunge wird becirct durch eine saftige Frucht mit lebendiger Säure; diese ebenso fein strukturierte wie verspielte, enorm zupackende trockene Spätlese besitzt Substanz und Tiefe sowie eine erstklassige Struktur und eine traumhafte Balance. Sie spiegelt das einzigartige Terroir des Monzinger Frühlinsplätzchens in all seinen Facetten wieder, da der Charakter seiner exzellenten Lage sich von Jahr zu Jahr deutlicher manifestiert. Der Grund: Die Rebstöcke haben ihr optimales Alter erreicht und sind verantwortlich für das tolle Spiel auf der Zunge, unterlegt mit feinster Mineralität und dem enorm langen, verspielten Nachhall: ein hocheleganter, femininer Riesling mit beeindruckender Tiefe, phantastischem Spiel und elfenhaftem Charakter!
Höchster Trinkgenuss ab sofort bis nach 2012.



934406 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese trocken 2006 16,90 Euro
Ich oute mich seit Jahren als bekennender Halenberg-Fan, weil seine zutiefst mineralischen Rieslinge stets eine ungemein trinkanimierende ‚kühle’ Stilistik aufweisen, die betört und die mich magisch in ihren Bann zieht. In der Nase des großen 2006ers ein edler, zarter Rosenduft – langsam entfalten sich aromatische Blütenblätter und Noten von Zitrusfrüchten, Cassis, Grapefruitschale und Ananas verströmen sich im Raum. Die faszinierende mineralische Würze zeigt den ungeschminkten Charakter des Halenbergs, die fein verwobene Textur bündelt den weit gefächerten Aromenbogen. Am Gaumen auch wieder der Eindruck einer noch festen Ananasfrucht, feinherbe Zitrusnoten, Mineralität pur, packend und begeisternd, unendlicher und zugleich fordernder Nachhall. Ein enorm vielschichtiger, eleganter Wein mit beeindruckender Tiefe und Mineralität, der jeden Liebhaber trockener Rieslinge deutscher Provenienz in seinen Bann zu ziehen vermag. Die faszinierenden Aromen sind ungemein komplex, noch sehr verwoben, sie werden mit Luftzufuhr über Stunden immer expressiver. Am Gaumen cremig, füllig, geschmeidig, geschliffene Textur, enorm zupackende, tiefgründige Mineralität, zart unterlegt von Zitrus- und Ananasnoten. Und welch begeisternder, unendlich langer, kraftvoller Nachhall. Tolles Preis-Genussverhältnis! DIE Provokation für viele – weitaus teurere – Große Gewächse mittelmäßiger Güter.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2008 bis nach 2012.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November



Weingut Emrich Schönleber
Vom blauen Schiefer geprägtes Terroir des Halenberg

934405 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese trocken 2005 16,50 Euro
Aus Werners Schatzschatulle konnten wir noch einige wenige Kisten der trinkreifen großen 2005er Spätlese erwerben.
Potential bis 2012.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


934106 Schönleber, Monzinger Grauburgunder -S-, trocken 2006 14,00 Euro
„Pinot Grigio! Ausgelutscht sagen Sie? Dann probieren Sie mal Grauburgunder”, schrieb die Süddeutsche Zeitung in einem Special über diese häufig völlig unterschätzte Rebsorte. „Zwei Stöffchen aus der gleichen Rebe und doch schlug die Deutsche Version den Latin Lover um Längen. Dieses eindeutige Ergebnis ist die Folge eines direkten Vergleichs bester deutscher Grauburgunder und italienischer Pinot Grigios, der von je fünf Experten der deutschen und der italienischen Sommelier-Union in München durchgeführt wurde. Das Resultat: Die ersten vier Plätze wurden allesamt von Grauburgundern belegt, dann erst kamen die ersten Italiener. Die Nummer 1 der Jury: Emrich-Schönleber, Grauburgunder Spätlese trocken!”
Der heute von uns präsentierte 06er ist jahrgangsbedingt auf der einen Seite noch finessenreicher, eleganter und frischer (Wahnsinnssäurestruktur!) als der große Testsieger in der SZ, auf der anderen Seite aber noch konzentrierter und kraftvoller und voll cremigem Schmelz. Dieser enorm charaktervolle Wein von mineralischen Böden (roter und blauer Schiefer, Quarzit und Kiesel) überzeugt mit seinem feinwürzigen Kürbisduft mit Anklängen an Honigmelonen, füllt am Gaumen auch den letzten Mundwinkel betörend aus, ist für einen Grauburgunder schier unglaublich mineralisch und sehr nachhaltig. Ein leckerer, begeisternder Grauburgunder von edler Stilistik, eine Demonstration des kerngesunden, optimal gereiften, quasi „mürben” Lesegutes und eine gewaltige Provokation für so viele überteuerte seelenlose Pinot Griiigios, deren einziger Vorteil ihr so viel schöner klingender italienischer Sortenname ist. Bei Schönleber dominieren Finesse, Rasse und Noblesse über langweiligen Barriqueeinsatz!
Ein individueller Weißwein mit Größe und Ausstrahlung, der mit Luft noch an mineralischer Tiefe gewinnt, daher unbedingt Dekantieren. Zu genießen ab sofort bis 2010.



937306 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Großes Gewächs 2006 27,50 Euro
Welches sind die richtigen Worte, das berührende Erlebnis beim Genuss dieses Großen Gewächses von alten Rieslingreben aus einer Parzelle mit tiefgründigem Lehm und rotem Schiefer adäquat zu beschreiben? Wie erfasst man dieses phantastische Kaleidoskop an Aromen, das komplexe Potpourri an Düften... ? In der Nase faszinieren die sinnliche Fruchtigkeit, eine hochfeine Mineralität, eine traumhafte Frische, ein transparentes, feines Gewebe: Ein Wein wie aus Samt und Seide gewirkt, so herrlich verspielt, einem übermütigen Fohlen ähnlich, stets frühzeitiger geöffnet als der in seiner Stilistik so gänzlich anders gewirkte Halenberg. Dieser filigrane Riesling besitzt überhaupt nichts Vordergründiges, schwebt stattdessen geradezu in einer feinen, prononcierten Säure über die Zunge, dem Tanz der Elfen gleich. Seine perfekt balancierte würzige Frucht-Säurestruktur ist betörend, frisch, gelbfruchtbetont und verwöhnt den Gaumen mit komplexen Geschmacksnoten von Pfirsich, Ananas, Apfel sowie Mandarine und wiederum einer zart gewobenen Mineralität. Dieser unglaublich animierende, Trinkfreude pur verströmende Riesling brilliert mit einer fabelhaften Filigranität, seiner vibrierenden Rasse und seiner lagenbedingten Zartheit: Er gewinnt seine Faszination nicht durch Kraft und Dichte, sondern durch ein ungemein finessenreiches Spiel, eine traumhafte Frische und eine moselanisch anmutende Eleganz, Leichtigkeit und Verspieltheit. Dieser hedonistische „Flatteur” scheint die Gesetze der Schwerkraft aufzuheben und scheinbar schwerelos über die Zunge zu gleiten – den Greifvögeln ähnlich, die hoch über den Steillagen der Nahe majestätisch ihre Kreise ziehen. Und es ist ihre Sensibilität, die sich bis zum langen, harmonischen, stets saftigen Ende hinzieht, welche die großen Rieslinge von Werner Schönleber für mich so unverwechselbar authentisch macht. Was für ein legendäres Frühlingsplätzchen, vinifiziert aus traumhaft klein- und lockerbeerigen Träubchen, die an den herrlichen Herbsttagen im Oktober 06 mit der Sonne um die Wette strahlten!
Zu genießen sofort nach Freigabe im September, Höhepunkt 2009 bis 2018.



937305 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Großes Gewächs 2005 27,00 Euro
Die letzten Kisten: Ein „Muss” für Liebhaber subtiler Genüsse, welche Kaschmir und Seide, Finesse und Eleganz, mehr schätzen als opulente Fülle.

Weingut Emrich Schönleber
Sanft geschwungene Weingärten im Frühlingsplätzchen

Zu genießen bis 2015.


max. 3 Flaschen pro Kunde


934506 Schönleber, Monzinger Halenberg, Riesling Großes Gewächs 2006 28,50 Euro
Meine Liebe zu den Weinen der sympathischen Schönlebers findet ihren Ursprung genau in diesem fabelhaften trockenen Spitzenriesling vom Halenberg, einem wahrhaft Großen Gewächs, das mich seit mehreren Jahren unentrinnbar in sein Gravitationsfeld gezogen und nie mehr losgelassen hat! Fasziniert das Frühlingsplätzchen wie ein liebreizendes junges Mädchen, das verträumt durchs Leben tänzelt, so kommt der Halenberg als aristokratischer Charakterkopf daher: Es ist der im Halenberg dominierende blaue Schiefer, der die Basis für die komplexe, tiefgründige Mineralität dieses großen Rieslings legt, der enorm dicht, kompakt und konzentriert im Glase steht. Was für ein grandioser Terroirwein von einer zwar kleinen, aber zweifellos einer der besten und spannendsten Lagen innerhalb ganz Deutschlands!
Dieser noble, majestätische Riesling brilliert durch eine abgrundtiefe, extrem mineralische Nase mit intensiven Steinobst-, spektakulär schönen Grapefruit- und würzig-rauchigen Aromen. Am Gaumen eine konzentrierte, strahlende Frucht, ungemein saftig und dicht, faszinierend die reife, rassige Säure, betörend das mächtige mineralische Fundament, das vom vielstimmigen Klang der Mineralien aus den Tiefen des Felsenbodens erzählt. Und welch ein Extrakt! Dazu gesellen sich eine enorme Kraft, Tiefe und Länge und eine feine, cremige Textur mit grandiosem Schmelz, die wohltuend seiden die Zunge umhüllt, gepaart mit einer Finesse und Filigranität, wie sie in dieser Kombination nur den großen Rieslingen der Nahe zu eigen sind. Der extrem lange, salzig-mineralische Nachhall dieses traumhaft balancierten, mit Luftzufuhr ungemein sinnlichen Rieslings von edler Gestalt und brillanter Struktur ist glockenklar. Diese grandiose Hymne an die Transzendenz und Komplexität großer deutscher Rieslinge ist ein beseelter Wein, die Inkarnation seines legendären Terroirs, der dem wahren Weinliebhaber einen Zipfel der Unendlichkeit erhaschen lässt. Welch Hommage an den Halenberg, ein magischer, verzaubernder Wein! Zu genießen ab Freigabe im September wird dieser Rohdiamant, der in den letzten Jahrgängen für so viel Aufsehen bei Weinkennern und Fachpresse gleichermaßen gesorgt hat, zwischen 2010 bis etwa 2025 auf seinem Höhepunkt sein. Wahnsinnsstoff!
Zu genießen ab Freigabe im September wird dieser Rohdiamant, der in den letzten Jahrgängen für so viel Aufsehen bei Weinkennern und Fachpresse gleichermaßen gesorgt hat, zwischen 2010 bis etwa 2025 auf seinem Höhepunkt sein. Wahnsinnsstoff!



934306 Schönleber, „Lenz”, Riesling Qba (halbtrocken) 2006 9,20 Euro
Fein mineralischer, vielschichtiger, verspielter Riesling, der mit seiner schwebenden Leichtigkeit und duftigen Transparenz (den Insignien seines großartigen Terroirs des Frühlingsplätzchens) schier den Atem raubt, mit hellen Aromen von Pfirsich, reifen Mirabellen, Grapefruit und Orangenschale, die ihn funkeln lassen wie einen strahlenden Diamanten. Der dezente Restzuckergehalt ist verantwortlich für eine feine Fruchtigkeit und ein herrliches Spiel auf der Zunge zwischen der zarten Restsüße und der lebendigen, reifen Säure, so dass er sich ungemein finessenreich, trinkanimierend, virtuos tänzelnd und harmonisch trocken präsentiert. Dabei hat dieser zarte Wein eine große innere Dichte; Konzentration und Finesse ergänzen sich zu perfekter Harmonie, faszinierender, fruchtig-mineralischer Nachhall. Der perfekte Apéritif oder Begleiter zu Gerichten wie Parmaschinken mit Melone, geräuchertes Forellenfilet mit Gurkengemüse oder Carpaccio vom Seeteufel mit Limonen-Olivenöldressing.
Zu genießen ab sofort bis 2011.



937406 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Kabinett 2006 10,90 Euro
Welch mineralischer, verspielter, zart gewobener, delikater, klassischer Kabinett – ein Riesling zum Niederknien schön. Schon in der Nase faszinieren eine sagenhafte Mineralität und eine ungemein komplexe Aromatik, insbesondere Weinbergspfirsich, Cassis und Mandarinen. Am Gaumen ungemein viel Spiel, Finesse, Rasse und eine vibrierende Mineralität, dazu eine enorme Dichte: Welch unnachahmliche Brillanz auf der Zunge, welche Leichtigkeit, welch betörendes Spiel und welche Strahlkraft! Kühle Mineralität trifft reife Säure. Dieser fein ziselierte Riesling demonstriert auf einmalige Art und Weise, warum ein filigraner, tänzelnder, fruchtsüßer Kabinett unter vielen Liebhabern deutscher Weine so begehrt ist, nicht zuletzt wegen seiner Leichtigkeit im Alkohol, der ihn zu einem wunderbaren Zech-, Aperitif- und Terrassenwein werden lässt, aber gereift auch zum idealen Begleiter für leichte, feine Speisen.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2012.



938105 Schönleber, Monzinger Halenberg, Riesling -R- (feinherb) 2005 24,00 Euro
Nach einem Jahr Flaschenreifung bringt Werner Schönleber eine in einer homöopathischen Dosis abgefüllte „Reserve-Version” des Halenbergs auf den Markt, der mit einer Wahnsinnsmineralität begeistert, unter der sich eine feine, herbe Frucht verbirgt. Ein ganz feiner, nobler Wein und dennoch von gewaltiger Kraft, der wie Seide über die Zunge gleitet.
Ein emotional berührender Gruß aus einer der größten Rieslinglagen der Welt, der unter die Haut geht!
Ein traumhafter Riesling mit enorm weiniger Substanz aus einem ganz großen Nahejahrgang, ab Herbst 2007 durchaus schon zu genießen (braucht dann aber noch viel Luft), Höhepunkt 2009 bis nach 2015.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


937906 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Spätlese 2006 14,50 Euro
Ein Rieslingduft von genialer Komplexität: Die herrliche mineralische, ungemein brillante Frucht springt förmlich in die Nase, faszinierende Noten von kräuterwürzigem Pfirsich-Nektarinenduft, reifem Apfel und rosa Grapefruit gepaart mit mineralischer Komplexität und dezenter Süße. Ein Gaumenschmeichler, beladen mit verführerischen Fruchtaromen, dazu eine betörende Rasse und Finesse, höchst animierendes Spiel, im minutenlangen mineralischen und Grapefruitbetonten Nachhall tanzen die Aromen Samba. Fabelhaft verspielte Spätlese (aufgepasst liebe Freunde von der Mosel, dieser unglaublich komplexe Wein ist eine unglaubliche Herausforderung) mit sagenhafter Tiefe, formidabler Finesse und einer großartigen, wiederum sehr reifen Säure! Diese fein ziselierte Säure und die noble Süße ergeben eine perfekte Balance und feinsten Schliff im subtilen Spiel, aber auch Fülle, Kraft, Cremigkeit, enormen Schmelz und eine unübertreffliche Struktur. Nur die ganz großen Spätlesen Deutschlands können mit einem derartigen Spannungsbogen zwischen glockenklaren Aromen (ein frischer Quellbach aus tiefen geologischen Schichten scheint sich übermütig ins Tal zu stürzen), einer fabelhaften Dichte und einer vibrierenden Filigranität und Finesse brillieren – Nirgendwo auf der gesamten Welt gibt es noch einmal solche Parameter in einem großen Wein wie in solch phantastischen, aristokratischen Rieslingdiamanten: Wegen seiner unglaublichen Balance und Frische zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2012 bis nach 2025.
Eine geniale, zutiefst berührende Spätlese von atemberaubender Rasse und makelloser Schönheit! 94-96+ Punkte, gefühlte Hundert! Referenzqualität.



934606 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese 2006 17,95 Euro
2006 ist für meinen Geschmack DAS Spätlesejahr mit monumentalen, phantastischen Spätlesen, die durch eine konzentrierte, klare, strahlende Frucht und ein geradezu explosives Süße-Säure-Spiel brillieren. Und das hier ist Riesling pur! Ein Gipfelpunkt! Da tanzen ausgeprägte Aromen von noblen, weißen Weinbergspfirsichen im Glas, reifer Birne, Ananas, knackigem Apfel und rosa Grapefruit, da geht der Wein von vorne bis hinten am Gaumen durch und im Nachhall so richtig auf: eine vollblütige Halenberg-Grazie. Das ist enorme „weinige Substanz” und weniger Süße als sonst. Die kühle Mineralität des Halenbergs paart sich grandios mit Aromen von weißen Blüten sowie Akazienhonig und einer feingliedrigen, anregenden Säure. „Die Sensibilität, die sich bis zum langen Ende hinzieht – das finde ich so groß!”, sagt Werner Schönleber, und ich widerspreche nicht. Mit seiner verspielten Eleganz und eleganten Duftigkeit könnte dies durchaus ein ganz großer Moselwein sein.
Diese traumhafte Spätlese ist zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2012 bis 2025.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


937804 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Spätlese „Rutsch” 2004 39,90 Euro
Eine sensationelle, in Insiderkreisen legendäre Spätlese aus extrem niedrigem Ertrag von den ältesten Rebstöcken und der steilsten Lage der Region. Finesse, Dichte und Filigranität pur, eine Spätlese zur Meditation, die noch ein paar Monate der Reife bedarf und die auf ihrem Höhepunkt in einer ganz eigenen Qualitätsliga spielen wird. Weltklasse aus Monzingen!



934605 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Spätlese 2005 16,50 Euro
Eine legendäre Spätlese aus einem legendären Nahe-Jahrgang! Kandierte Zitrusfrüchte und frische Kräuter ruhen auf einem festen mineralischen Bett.
Zu genießen ab sofort bis nach 2020.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


937505 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Auslese 2005 24,00 Euro
Was für ein Wein! Tiefgründig mineralisch mit feinsten Frucht und Reifenoten konzentriert, aber filigran; dicht und saftig. Das sind die Paradoxien großer Weine, die sich in dieser phantastischen Auslese paaren. Von exemplarischer Klarheit, sauberer Botrytis und strahlender Fruchtsäure. Ein einnehmender Duft von süßem, fast karamellisiertem Kern- und Steinobst, der Duft einer Sommerwiese in voller Blüte, Honig, Karamell, kandierte Orangenschale und Limette. Feine Rauchnoten, Schiefer pur, zarte Ansätze von Reife, die sich in einem Hauch Petrol widerspiegeln.
Am Gaumen explodierende Zitrusfrucht in Kombination mit einer knackigen, den Gaumen kitzelnden Säure und einem Nachhall, der kein Ende zu nehmen scheint und gleichzeitig zu einem weiteren Glas verführt. Der perfekte Begleiter zu Gerichten, wie Parfait von der Gänseleber mit glasierten Äpfeln, gebackener St. Nectaire mit Honig und Haselnusskruste oder Zimtmousse mit Orangenstückchen. Eine Auslese wie eine übermütige Gazelle, die rennt und springt, als gäbe es keine Schwerkraft. Vollkommen Harmonie am Gaumen. Nahe-Noblesse!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2012 bis nach 2030.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


937705 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen Riesling Auslese 2005 24,50 Euro
Ein Rieslingduft von genialer Komplexität und femininer Struktur: Die herrliche mineralische Frucht springt förmlich in die Nase, faszinierende Noten von feinen Kräutern, saftiger Pfirsich, Nektarinen, reifer Apfel und rosa Grapefruit gepaart mit mineralischer Komplexität und feinen Blütennoten. Am Gaumen filigran und elegant mit betonter Säure, wunderschön abgerundet durch die feine Süße, läuft einem bei jedem Schluck das Wasser im Mund zusammen und weckt das Verlangen nach einem weiteren Glas. Ein Wein zum Träumen, Philosophieren oder als perfekte Untermalung eleganter Desserts, wie Pfirsichspalten mit Champagnerschaum oder leicht karamellisierte Apfeltarte mit Holunderblütensorbet. Grandios auch zu milden Hart- oder Frischkäsen mit Birnenspalten oder Quittenkompott.
Monumentale Auslese mit sagenhafter Tiefe und unglaublicher Finesse!
Jahrgangsbedingt wohl nochmals besser als seine vom Gault Millau mit 95 Punkten zur zweitbesten Auslese des Jahrgangs 2004 in Deutschland gewählte Vorgängerin!
Potential bis nach 2030.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


934906 Schönleber, Monzinger Frühlingsplätzchen, Riesling Auslese** 2006 0,375 l 35,00 Euro
Ich bin sehr frankophil geprägt, was meinen Lebenserfahrungen nahe der französischen Grenze und meiner Leidenschaft für großen Wein und gutes Essen geschuldet sei. Aber meine französischen Freunde mögen mir verzeihen, wenn ich sage, dass ich zur Gänseleber (Ja, ich weiß, der Genuss widerspricht der political correctness, aber man kann doch im Leben nicht immer nur gut sein. Das Verbotene strahlt bisweilen einen magischen Reiz aus!) einem Wein wie dieser genialen Auslese immer den Vortritt einräume vor einem noch so großen Sauternes: Das ist Finesse und Reinheit pur mit kristallklarer Süße und den Samba tanzenden Aromen von hochreifem Pfirsich, kandierter Orange, Ananas, Honig, zarten Karamelltönen und einem mineralischen, nicht enden wollenden Nachhall. Eine Wahnsinnsauslese! Großer Wein, großer Winzer, große Entzückung! Ewiges Potential!


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


934706 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Auslese** 2006 31,50 Euro
Was für ein monumentaler Wein! Tiefgründig mineralisch, aber umwerfend fruchtig; konzentriert, aber filigran; dicht, aber saftig. Das sind die Paradoxien großer Weine, die sich in dieser phantastischen Auslese paaren. Von exemplarischer Klarheit, sauberer Botrytis und strahlender Fruchtsäure. Bereits der Duft von Steinobst, Ananas, eingelegten Orangen, vollreifem Pfirsich, Blütenhonig, grünem Tee und kandierten Zitrusfrüchten betört derart, dass man am liebsten ins Glas eintauchen möchte. Eine fein ziselierte, sehr prononcierte Säure katapultiert diese verführerischen Aromen auch an den Gaumen und setzt ihrerseits die typischen mineralisch-würzigen Akzente, welche die Schönleber-Weine so unverkennbar, charakterstark und individuell machen. Was für ein Wein, was für eine Freude beim Genuss! „Power without weight”.
Potential bis 2040.


Reservierbar, lieferbar ab Anfang November


934806 Schönleber, Monzinger Halenberg Riesling Beerenauslese 2006 0,375 l 75,00 Euro
Christina Hilker, Sommelier des Jahres, ist gerührt: „Es gibt Weine, die so groß und einzigartig erscheinen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Ich weiß nicht, wie Werner Schönleber das immer wieder hinbekommt, aber diese Beeren-Auslese ist genial. Pure glasklare Frucht, kühle Mineralität, den Gaumen auskleidende feine Fruchtfülle. Süße ja, aber nicht schwer, sondern schwebend. Tänzelnde Aromen von kandierten Zitrusfrüchten, Ananas und hochreifem Pfirsich explodieren am Gaumen und wirken trotz der Kraft des Weines immer noch elegant und feingliedrig.”
Dieses feinste „Engelspippi” ist ein Sinnenzauber für Jahrzehnte!





Marco Porello – Piemont

Ein Kleinod am Rande der prestigeträchtigen Orte Barolo und Barbaresco lehrt die großen Namen des Piemonts das Fürchten – und dies zu sagenhaft günstigen Preisen!

Nur ein paar Kilometer nördlich von Alba liegen die sanft geschwungenen Hügel von Guarene und Canale, wo Marco Porello seine erstklassigen Weingärten besitzt. Es ist die weltberühmte Region im Piemont, in der auch die legendären Orte Barolo und Barbaresco liegen. Zu Unrecht ist aber das Tal von Canale nicht ganz so berühmt, denn auch hier wachsen auf erstklassigen Hanglagen hervorragende Weine aus denselben Sorten wie bei den berühmteren Kollegen: Nebbiolo, Barbera und die weiße Arneis. Und damit versteht der junge Marco Porello meisterhaft umzugehen! Zudem sind seine großartigen Weine zu einem Preis zu haben, der einen Bruchteil der benachbarten Baroli oder Barbaresci beträgt, auf deren Etikett die prestigeträchtigen Namen stehen – und dies, obwohl im aktuellen Gambero Rosso 2007 seine Spitzenweine allesamt mit zwei und erstmals auch drei Gläsern gefeiert werden! Deshalb hatten wir Fortune, als wir im letzten Jahr vor der Veröffentlichung im Gambero keine Minute zögerten, als wir auf einer großen Verkostung in der herb-schönen Landschaft des Piemont diese prachtvollen Gewächse erstmals im Glase hatten, die vielen gerühmten Prestigeweinen in nichts nachstanden und uns unverzüglich auf den Weg zu diesem nicht nur für uns bis dato völlig unbekannten Weingut machten.

Wenn man dann bei Porellos kleinem, idyllischen Weingarten-Häuschen auf dem Kegel seiner besten Lage auf ungefähr 250m Seehöhe steht und rundum in die 30-50 Jahre alten Weingärten blickt, versteht man augenblicklich, warum die Weine so ungemein gut und im besten Wortsinne saftig daherkommen: Von Südosten bis Südwesten erstrecken sich exzellente Weinbergslagen in der Mitte des Tales. Und hier im Herzstück stehen Nebbiolo und Barbera, die sich wegen der mineralischen Böden und infolge einer optimalen Sonneneinstrahlung sichtlich wohl fühlen. Und vis-a-vis sieht man auf eine imponierende steile Kessellage, in der die Sorten angepflanzt sind, die es etwas kühler brauchen. Hier wächst vor allem Arneis, der durch das Wechselspiel der kühlen Nächte und der heißen Tage besonders fruchtig, rassig und knackig wird.
Marco Porello führt den Betrieb in der dritten Generation. Seinen Großvater bezeichnet er als Vordenker und sein großes Vorbild, der damals schon die besten Lagen der Gegend erworben und neu ausgepflanzt hat. Im Lauf der Zeit wurde natürlich auch die Kellertechnik systematisch erneuert, so dass Marco Porello heute für jeden Most das richtige Gebinde wählen kann, um seine Weine perfekt zu vinifizieren. Von alten kühlen Zisternen über Stahltanks zu perfekten 3.000 l Fässern und natürlich einer kleinen Anzahl von Barriques steht für jeden Wein die richtig Größe bereit. Wir freuen uns sehr, mit Marco Porello ein absolutes Ausnahmetalent und Weinbesessenen für unser Programm verpflichtet zu haben, dessen Gewächse heute bereits im Konzert der ganz Großen mitspielen können und der noch eine glänzende Zukunft vor sich hat. Das Preis-Genussverhältnis seiner höchst authentischen Weine ist im Piemont schwerlich zu überbieten.


610106 Porello, Roero Arneis Camestrì, bianco 2006 7,95 Euro
Der weiße Roero Arneis Camestrì ist ein wunderbares Beispiel, wie gut im Piemont Weißweine schmecken können. Dies zu demonstrieren ist auch ein großes Anliegen des jungen Winzers, um dieser autochthonen Sorte wieder zu Ruhm und Ehre zu verhelfen. Das gelingt ihm auch so hervorragend, dass er mit seinem 2005er großes Lob in allen namhaften italienischen Guides erntete. Und der Jahrgang 2006 ist wegen seiner animierenden Säure gar als noch größer einzustufen! Der Arneis wächst auf etwas kühleren Lagen auf sandigen Untergründen des ehemaligen Urmeeres. Das Mikroklima ist geprägt von großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, die Lagen sind sehr steil und immer vom Wind durchzogen. Die Lese erfolgte Mitte September händisch in kleine Behälter, vier Durchgänge waren nötig, um die perfekte Ausreifung zu erhalten. Ausgebaut wurde der Camestrì im Edelstahltank. Die Nase wird verwöhnt von den Düften einer blühenden Sommerwiese, dazu etwas Steinobst und Limetten im einladenden Bukett. Am Gaumen kommt dieser fabelhafte Weißwein knochentrocken daher mit herrlicher Frucht und knackiger Säure, einem animierendem Spiel und vorzüglicher Länge. Großartiger Begleiter zu Fischgerichten.



610205 Porello, Barbera d’Alba Mommiano, rosso 2005 7,95 Euro
Der Barbera d’Alba Mommiano kommt von der südöstlich ausgerichteten Lage Mommiano, die mit Ton und Kalk durchsetzt ist und dadurch feingliedrige Weine mit viel Frucht und Finesse hervorbringt. Der Jahrgang 2005 wurde Ende September/Anfang Oktober in mehreren Durchgängen von Hand in kleine Kübel gelesen. 8 Tage Fermentation und 8 Monate Ausbau in 3.000 l Holzfässern perfektionierten diesen Wein, der danach noch auf der Flasche weiterreifen durfte. Insgesamt gibt es davon nur 6.000 Flaschen. Rubingranat schillert er im Glas, der Duft ist rotbeerig nach Kirschen und Himbeeren. Am Gaumen eine traumhaft saftige Frucht, eingebettet in kühle mineralische Noten, die auch eine feste Struktur unterstreichen. Geschmeidig und seidig liebkost er die Zunge mit einem animierenden Frucht-Säure-Spiel, das lange nachklingt und das diesen wunderbaren Barbera zu einem idealen Begleiter mediterraner Gerichte werden lässt. Marco Porello empfiehlt ihn leicht gekühlt bei ca. 16° zu trinken. 2 Gläser im Gambero Rosso!
Ab sofort bis mindestens 2012.



610305 Porello, Nebbiolo d’Alba, rosso 2005 11,00 Euro
Nebbiolo d’Alba steht in den beiden besten Lagen bei Vezza d’Alba und Canale. Die Stöcke sind mindestens 30 Jahre alt, haben daher schon von Natur aus etwas weniger Ertrag und transportieren die feine salzige Mineralik des Terroirs in die kerngesunden Beeren. Geerntet wurde relativ spät, zwischen dem 10. und 20. Oktober, 12 Tage fermentiert, um dann in 3.000 l Holzfässern zu reifen. Ganze 8.000 Flaschen wurden gefüllt. In der Farbe ein dunkles Rubin mit violetten Reflexen. Im intensiven und einladenden Duft faszinieren Brombeeren, Maulbeeren und ein wenig Himbeeren, dazu zarte Veilchen-Noten und ein Hauch Nougat. Am Gaumen wieder eine saftige Beerenfrucht und eine famose Struktur, sehr fein balanciert, elegant mit Tiefe und Schmelz, aber auch typischer lebendiger Säure, klingt mit feiner Frucht lange nach. Die herausragende Qualität dieses famosen Nebbiolo ist eine Provokation vieler gerühmter, wesentlich teurerer Baroli und Barbaresci und demonstriert das ganze vinologische Können eines Ausnahmetalents wie Marco Porello.
Zu genießen ab 2008, Höhepunkt 2010 bis 2020.



610405 Porello, Barbera d’Alba Filatura, rosso 2005 12,90 Euro
Die Trauben für diesen berührenden Wein kommen aus der wohl besten Lage in Canale, die fast zur Gänze Marco Porello gehört. Der Boden ist ein Mergelgemisch mit hohem Ton-Anteil. Hundert Prozent Barbera d’Alba von 30 bis 50 Jahre alten Reben stehen hier auf einem steilen Hügel namens Filatura, dessen Name vermutlich daher kommt, weil der Weinberg mit seinen dicht gepflanzten Reihen im Morgentau seidenen Fäden ähnlich sieht, so dass Filatura (die wörtliche Übersetzung ist „Spinnen”) auch im Sinne von „gesponnenen Fäden” gebraucht wird. Schmunzelnd fügt Marco Porello hinzu, dass man das Wort auch im piemontesischen Dialekt als Ausdruck für ein „Filetstück” verwenden könne. Und dies ist augenscheinlich richtig! Denn die vorzüglich gepflegten Reben sind nach Südwesten ausgerichtet, die erstaunlich lockerbeerigen Klone ergeben gerade einmal 6.000 Flaschen pro Jahr. Erst Anfang Oktober wird gelesen. Nach 10-12 Tagen Mazeration in temperaturgesteuerten Tanks und der anschließenden Vergärung in Holzgärständern reifen die Weine 12-14 Monate ja nach Jahrgang in mehr oder weniger neuen und gebrauchten Barriques und danach „einige” Monate auf der Flasche zur vollen Reife heran. Daher kommt der 2005er auch erst jetzt in den Verkauf, hat aber auch noch Potential für einige Jahre.
In der Farbe ein mittleres Violettrot, fast Schwarz im Kern, mit zarten Aufhellungen zum Rand. In der Nase betörende Aromen von Brombeeren, Blaubeeren, Sauerkirschen, Veilchen, Rosen, Tabak, Pfeffer und Zedernholz und auch zarte Anklänge von Schokolade.
Am Gaumen dicht, mit saftiger Frucht und mit einer anregenden, trinkanimierenden Säurestruktur ausgestattet sowie einer erfrischenden Sauerkirschnote und einem langen von feiner Würze und Mineralität geprägten Nachhall. Nochmals besser als sein großartiger Jahrgangsvorgänger, der im Gambero Rosso mit zwei roten Gläsern geadelt wurde!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2008 bis 2014.



610505 Porello, Roero Torretta, rosso 2005 14,90 Euro
Ein phantastischer Nebbiolo aus der grandiosen Einzellage Torretta, benannt nach dem romantischen Türmchen, das auf dem Hügel thront. Er liegt auf über 250 m Seehöhe und ist zur Gänze nach Südwesten ausgerichtet; daher ist es noch spätnachmittags sonnig – sehr wichtig für den spät reifenden Nebbiolo! Das Erfolgsrezept für jeden großen Wein heißt: Lange sonnige Tage und kühle Nächte und das ist im Weingarten Torretta perfekt der Fall. Ein sandiger Boden, der auf Ablagerungen des Urmeeres zurückzuführen ist, bringt komplexe Geschmacksaromen und eine feine Frucht sowie eine wunderbare salzige Mineralität in die Trauben. Die Rebstöcke sind bis zu 50 Jahre alt und tragen nur wenige kleinbeerige Trauben.
Die Trauben werden erst bei perfekter physiologischer Reife gelesen, meist erst Mitte bis Ende Oktober, und da sind die Kollegen in der Gegend längst alle fertig. Nach 14-16 Tagen Mazeration wird konsequenterweise in kleinen Holzgärständern vergoren und in Barriques aus französischer Eiche 16 Monate lang gereift. Erst nach weiteren Monaten Flaschenreife werden die knapp 6.000 Flaschen vermarktet. Ein subtiler, sehr feingliedriger Nebbiolo, der den Vergleich mit den berühmten (und wesentlich teureren) Namen nicht zu scheuen braucht und viele Jahre Genuss verspricht. In der Farbe ein gedecktes Kirschrot mit zarten schwarzen, violettfarbenen Reflexen. In der „verzauberten” Nase Aromen von Kirschen, dunklen Beeren, mediterranen Kräutern, steiniger Mineralität und dunkler Erde. Dazu zarte balsamische Anklänge und Noten von Schokolade, Tabak und Baumrinde. Am Gaumen überraschend schlank (trotz 14,0 Vol% Alkohol) und eine ausgeprägte Säurestruktur. Dazu ein edles Tannin und eine unendliche Sauerkirschfrucht im betörenden Abgang. Gewinnt nochmals mit einem starken Gegenspieler in Form eines kräftigen Essens, wie geschmorter Ochsenschwanz mit Salbeipolenta oder Lammkarree mit Olivenölmarinade und gegrilltem Gemüse.
Was für eine Preis-Leistungs-Sensation: Animierend im Trunk und enorm viel Finesse und Spiel am Gaumen freisetzend. Ein Piemonteser mit Seele, mit Charakter und Noblesse.
Zu genießen 2009 bis nach 2018.





Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana

In der letzten Pinwand stellten wir Ihnen, liebe Kunden, unsere Neuaufnahme Tenuta di Capezzana aus der Toskana vor: Ein mythischer Name aus einer der magischen Kulturlandschaften der Welt erwacht zu neuem Leben und brilliert mit authentischen Weinen voller Noblesse! Der Erfolg mit diesen Weinen war sensationell. Vielen Dank Ihnen, werte Kunden, für Ihr Vertrauen. Ein Wein vor allem war so stark nachgefragt, wie wir es nie erwartet hatten (hier spielt sicherlich auch der Testerfolg im WEINGOURMET eine große Rolle), so dass wir trotz großer Bevorratung binnen Tagen ausverkauft waren. Wir konnten jedoch nochmals nachordern und bieten Ihnen heute wiederum einen der schönsten Rotweine der Toskana mit einem wohl einzigartigen Preis-Genussverhältnis an. Unbedingt zugreifen, es lohnt sich sehr!



Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Eine traumhafte toskanische Hügellandschaft
schmiegt sich um die Tenuta di Capezzan

645205 Capezzana, Barco Reale, Carmignano DOC rosso 2005 9,80 Euro
Italienkenner Jens Priewe lobt begeistert im aktuellen WEINGOURMET-Test Toskana: „Für mich der wertigste Wein seiner Preisklasse”! Welch fabelhafter Einstiegswein in die magische Welt der großen Rotweine eines der traditionsreichsten Güter nicht nur der Toskana, sondern ganz Italiens. „Barco Reale“ ist qualitativ gesehen weit mehr als nur der kleine Bruder des legendären Carmignano von Capezzana: Er ist vielmehr ein ungemein würziger, charaktervoller, unverfälschter Terroirwein aus der autochthonen Rebsorte Sangiovese sowie jeweils 10% Cabernet Sauvignon und Canaiolo. Er ist überdies in puncto Preis-Genuss nicht nur in der Toskana, sondern auf dem gesamten italienischen Stiefel unschlagbar! Seine exorbitante Qualität, seine ungemein feine, zartwürzige Frucht, seine fabelhaft weichen, seidenen Tannine schmecken nach weit mehr, als sie kosten und heben ihn meilenweit aus der Masse belangloser Allerweltsweine heraus. Doch lassen Sie mich bitte hierzu angesichts meiner ungezügelten Begeisterung eine neutrale Stimme zitieren:
Im WEINGOURMET 1/2007 recherchiert der bekannte Italienspezialist Jens Priewe über „feine Findlinge jenseits der Supertuscans” und notiert: „Viel Geld ausgeben für große Namen – das kann jeder” Und dann präsentiert er seine 50 Tropfen unfassende „Trefferliste mit Weinen, bei denen eines sicher ist: Mensch und Portemonnaie werden angenehm überrascht.” Und in diesen „Insider-Tipps unter 20 Euro” bewertet er unseren heute präsentierten 2005er „Barco Reale“ als „Appetitmacher für den formidablen Carmigano” und urteilt begeistert: „Anders als die Meere belangloser Sangiovese-Weine, die aus den Hügeln um Empoli und Pisa kommen, hat diese Cuvée ein Gesicht: ausdrucksvoll, heiter, fein gezeichnet. Für mich der wertigste Wein dieser Preisklasse!”

Mehr braucht es zu diesem fabelhaften Toskaner kaum zu sagen: Sein wohl weltweit unübertreffliches Preis-Genuss-Verhältnis, zu Recht von Jens Priewe präzise herausgestellt, macht diesen Schmeichler der Sinne zu einem absoluten Muss für alle Italienliebhaber. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein eines weltberühmten Traditionsgutes mit seinem zartherben Nachhall ist wie kaum ein zweiter toskanischer Edelwein Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Chianti, an die heimische Sangiovese-Traube, an eine verzaubernde Landschaft, an echte Winzer und das unvergleichliche Licht einer einzigartig schönen, heiteren Kulturlandschaft. Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen.
Zu genießen wegen seiner sagenhaft weichen, cremigen Tannine ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012.


Reservierbar, lieferbar ab Mitte/Ende Oktober



Tenuta di Capezzana, Carmignano - Toskana
Sorgfältigst gepflegter Barriquekeller in den uralten, unterirdischen Gewölben

645304 Capezzana, Villa di Capezzana, Carmignano DOCG rosso 2004 19,80 Euro
Seit meiner Jugend zählen die berauschenden Tropfen der zauberhaften Toskana zu meinen persönlichen Herzblutweinen. Und welch ein Glück, wenn man endlich wieder einen dieser raren eleganten, aristokratischen Sangiovese-Riserva mit filigranen Fruchttönen und einem schmusigen Finish im Glase hat, der mit allen zwischenzeitlichen Enttäuschungen der Vergangenheit zu versöhnen vermag. „Villa Capezzana” ist der Inbegriff eines Carmignano schlechthin, denn 80% Sangiovese (vermählt mit 20% der Edelrebe Cabernet Sauvignon) von lehmigen Schiefer- und Sandsteinböden ergeben nach über einjährigem Ausbau in großen Eichenholzfässern und nochmals vielmonatiger Flaschenlagerung einen wunderschön authentischen toskanischen Rotwein mit einer faszinierenden Reinheit in seinen Aromen und mit einer bezaubernden, intensiven, feinmaschigen Frucht von kleinen, saftigen, roten Beeren, Kirschen, violetten Veilchen, zart unterlegt von rauchigen Noten und Anklängen an Graphit sowie feinste Gewürze. Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen einer zart beerigen Fruchtsüße und dem erdigen Geschmack von kühler mineralischer Würze. Es sind dieser sanfte, leicht erotische Schmelz und die genau richtig dosierte Fruchtsüße mit einer mittlerweile im Chianti nur noch selten anzutreffenden Frische und Delikatesse (infolge so vieler unsäglicher Holzorgien!), die schlichtweg begeistern. Dieser höchst animierende Wein voll innerer Harmonie, eine traumhafte Vermählung zwischen toskanischer Tradition und Moderne, steht in vollem Saft und ist ein chiantischer Samthandschuh. Authentisches, originäres Chianti voll Charakter und Noblesse, wie es nur noch gelegentlich anzutreffen ist. Wohl unschlagbar in seiner Preisklasse im gesamten Chianti-Gebiet!
„Wohl kaum ein anderes Weingut kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken, wie die Villa di Capezzana, ein Besitz den die Familie Contini Bonacossi an die Spitze der Appellation geführt hat”, notiert Burt Anderson in seinem Standardwerk über die „100 besten italienischen Rotweine” bereits über den 1996er Jahrgang diesen berühmten Weins. Dieses fabelhafte Meisterwerk aus dem Jahrgang 2004 demonstriert ausdrücklich die Rückkehr zu alter Klasse und Größe!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2008 bis nach 2014.



645401 Capezzana, Ghiaie della Furba, IGT Rosso di Toscana 2001 29,50 Euro
Viele Weinliebhaber sind nicht unbedingt Freunde der so genannten Supertuscans. Und ausgerechnet Conte Ugo Contini Bonacossi leitete den Trend zu diesen Weinen mit ein. Seit früher Kindheit befreundet mit der Familie Rothschild von Château Lafite, brachte er in den siebziger Jahren Cabernet-Rebstöcke nach Carmignano und bestand in der Folge bei der Formulierung der Qualitätskriterien für die DOC Carmignano darauf, dass neben Sangiovese auch die Edelrebe Cabernet in den Weinen enthalten sein muss. Zudem wollte er in Carmignano einen Wein als traditionelle Bordeaux-Cuvée erzeugen: Der erste Weinberg mit Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot befand sich auf dem kieselsteinigen („ghiaioso”) Schwemmland des Baches „Furba” (daher der Name des Weines). Mit den Jahren hat sich die Cuvée in der Zusammensetzung verändert, bis 1998 schließlich ein Anteil Syrah hinzugefügt wurde: Der aktuelle Verschnitt besteht aus 60% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot und 10 % Syrah. Der Ghiaie della Furba wird 1 Jahr in Barriques ausgebaut und anschließend 12 Monate auf der Flasche verfeinert. So ist ‚Ghiaie della Furba’, ein Bordeaux-Blend mit einem Hauch Syrah, heute das Capezzana-Flaggschiff. Dieser betörende Wein ist eine umwerfende Mischung aus französischer Eleganz und italienischer Lebensfreude: Komplexer, schmeichelnder Duft nach Cassis, edlem Tabak, Dörrpflaume und feinen Gewürzen. Geschliffen und dicht auf der Zunge, am Gaumen noch einmal ein letzter Kick von Havannatabak und schwarzer Schokolade. Bei diesem traumhaften Chianti blühen Veilchen am Wegesrand! Lang und dicht im Abgang mit weichen, seidenen Tanninen. Ein großartiger Tropfen, der zu Recht die drei Gläser des Gambero Rosso erhalten hat. Trotz seiner internationalen Rebsorten ein großer toskanischer Wein aus dem Bilderbuch, der in seiner Balanciertheit und inneren Harmonie, seiner Echtheit und aristokratischer Noblesse das Epos einer großartigen Landschaft zu erzählen weiß!
Zu genießen ab sofort bis 2015.


Gambero Rosso: 3 Gläser



FRANKREICH


Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Originäre Weltklasseweine der südlichen Rhône aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt und traumhafter Finesse!

„Le vin est la partie intellectuelle d’un repas”, Alexandre Dumas

Beaucastel: Ein Name, eine Legende. Uralter Rhôneadel! Wer einmal den großen Rhône-Klassiker „Hommage à Jacques Perrin” getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. „Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern mit die größten und charaktervollsten Gewächse des gesamten Rhônetals: Es sind die weißen und roten Referenzweine!” urteilt Parker voller Enthusiasmus. Und die „Bibel” der französischen Weinkritik, das ‚Classement 2007’ der REVUE DU VIN DE FRANCE, stuft dieses Weltklassegut als einziges der südlichen Rhône ein in die winzig kleine, elitäre Spitzenklasse der besten Domainen aus ganz Frankreichs.


Château Beaucastel
Château Beaucastel

Worin liegen seit Jahrzehnten die großartigen Qualitäten dieses traditionsreichen Familiengutes (heute wird es von der 6. Generation geführt) begründet? Hier sind mehrere Faktoren gleichberechtigt zu nennen: Zum einen erfolgt die Bewirtschaftung der extrem steinigen Weinberge ausschließlich nach biodynamischen Grundsätzen. Auf der im äußersten Norden von Châteauneuf-du-Pape in der Nähe von Courthézon gelegenen Domaine werden bereits seit 1964 (!) keine Düngemittel, Pestizide oder Insektenvernichtungsmittel mehr benutzt, stattdessen wird mit einer Tonne Kompost (Schafsmist und Traubentrester) pro Hektar jährlich gedüngt. „Wenn Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden, wurzeln die Reben nicht tief genug. Daher bekämpfen wir Krankheiten ausschließlich mit biologischen Mitteln, lockern den Boden auf und schneiden die oberflächlichen Wurzeln weg. Damit versetzen wir unsere Reben – deren Neubestockung nach einem detailliert geplanten Rotationsprinzip erfolgt, so dass die Weinstöcke im Schnitt stets 50 Jahre alt sind – in die Lage, auch in den heißen Sommermonaten genügend Wasser zur Vermeidung von Trockenstress zu finden und genügend Nährstoffe und Mineralien aus den unterschiedlichen Schichten in der Tiefe der Erde in die Rebe zu transportieren”, erläutert engagiert wie stets Jean-Pierre Perrin, einer der beiden heute die Domaine mit großer Weitsicht leitenden Brüder (dazu übernimmt sein Sohn Pierre immer mehr Verantwortung) und ergänzt: „Im Laufe der Jahre haben die Reben so ihre eigene Abwehrkraft gegen Aggressionen entwickelt und Bienen, Marienkäfer und Regenwürmer bevölkern wieder unsere Weinberge. Das natürliche Gleichgewicht führt zwangsläufig zu limitierten Erträgen und gibt somit die Quintessenz des Charakters dieses einzigartigen Terroirs wieder.”

Ein weiterer entscheidender Faktor der unverwechselbaren Qualitäten der großen Châteauneufweine von Beaucastel liegt in ihrer besonderen Rebsortenzusammensetzung. Beim roten Châteauneuf fließen wie beispielsweise auch bei Clos des Papes ALLE 13 Rebsorten der Appellation in die Cuvées ein, was zur großen Harmonie, zur Ausgewogenheit, zur Finesse und dem moderaten Alkoholgehalt der Weine beiträgt, was aber immer mehr Winzer zu vergessen oder bewusst zu negieren scheinen, in ihrem Bestreben, hoch bepunktete Monsterweine zu erzeugen. So ist die Counoise-Rebe beispielsweise sehr wichtig für die Finesse im Wein und die früh reifende Cinsault-Traube mit ihrer reichlichen Frucht bildet ein notwendiges Gegengewicht zum Alkoholgrad der Grenache und den Tanninen von Syrah und Mourvèdre. Und letztere Rebe trägt durch ihren für die Appellation ungewöhnlich hohen Anteil zum höchst eigenständigen, unverwechselbaren Beaucastel-Stil in seiner ganzen Ursprünglichkeit bei: Bio-Weine der absoluten Weltspitze! Da auch der Weißweinverschnitt einzigartig ist (mit mindestens 80%, bisweilen 100% ein sonst nirgendwo erreichter Anteil von Roussanne), wird der Charakter der großen Weine von Beaucastel auch und besonders durch ihre eigenwillige Rebsortenzusammensetzung geprägt. Bisweilen werden gar die roten Gewächse als das Gegenteil eines klassischen Châteauneuf-du-Pape bezeichnet, wohl auch, weil sie durch den hohen Mourvèdre-Anteil (der aber früher in Châteauneufweinen gang und gäbe war und erst in den 50er Jahren, als man Lastzügeweise Grenache ins Burgund karrte, um die damaligen dünnen Pinot-Noir-Wässerchen aufzupäppeln, ebenso zurück gedrängt wurde wie im letzten Jahrzehnt, als man begann, wegen der tiefen Farbausbeute immer mehr Syrah anzupflanzen, der aber eindeutig im Norden der Rhône, in kühleren Lagen, seine besten Resultate erzielt) in ihrer Jugend häufig unzugänglicher und weniger einschmeichelnd sind als Weine anderer Domainen. Welche Verkennung des wahren Charakters eines großen Châteauneufs! Diese singulären Weinmonumente von Beaucastel mögen zwar Genießern von Neue-Welt-Einheitsweinen, die insbesondere Wert auf vordergründige Frucht und neue Eiche legen, nicht gefallen. Für wahre Kenner und Liebhaber sind es mit die originellsten und charaktervollsten Rotweine der Welt und sie gehören seit über 20 Jahren zu meinen persönlichen Favoriten! Und das Ergebnis nach der Reifephase, die normalerweise mindestens sechs bis zehn Jahre andauert und über zwei Jahrzehnte anhält, ist spektakulär:


In Spitzenjahrgängen zeigt sich der Wein üblicherweise von rubin- bis purpurroter Farbe mit einem unglaublich komplexen Aromenspektrum, einer sagenhaften Süße und Fülle der Frucht und einer phantastischen Konzentration, Dichte und Tiefe.


Château Beaucastel
Alte Reben

Die Kellerarbeit der Familie Perrin ist genau so vorbildlich wie die Weinbergsarbeit. Die unumstößliche Maxime dabei lautet: Der Charakter und die natürlichen Eigenschaften eines Weins dürfen nicht durch Zugeständnisse an die moderne Technik gefährdet werden. Eine Besonderheit hierbei ist die „vinification à chaud”. Bei dieser Gärungsmethode werden die hereinkommenden Trauben für gut eine Minute auf 30°C erhitzt und unmittelbar danach bei der Beförderung in die Gärbehälter wieder auf 20°C abgekühlt. Diese Vorgehensweise, die zuerst vom Großvater der Brüder Perrin angewandt und von ihrem Vater Jacques Perrin perfektioniert wurde, soll mehreren Zielen dienen: Die natürliche Neigung der Trauben zur Oxidation wird gestoppt, aus den Beerenhäuten werden tiefere, sattere Farb-, Aroma- und Geschmackstoffe extrahiert, der Vinifikationsprozess wird verlangsamt und damit verlängert und letztendlich die Schwefelung minimiert.

Auf Beaucastel verarbeitet man alle (natürlich extrem penibel selektierten) Rebsorten getrennt, wobei der Großteil der Mourvèdre- und Syrahtrauben entrappt wird. Letztere ist die einzige Sorte, die mit neuer Eiche in Berührung kommt, da Experimente zeigten, dass ihr eine Gärung in kleinen Eichenholzfässern, wie an der nördlichen Rhône praktiziert, besonders gut bekommt. Alle Rebsorten werden bis zum ersten Frühling nach der Ernte, wenn der Selektionsprozess und der endgültige Verschnitt erfolgen, getrennt vergoren und ausgebaut. Die Brüder Jean-Pierre und François sowie deren Söhne Marc, Pierre und Thomas Perrin treffen sich dann zu „einem magischen Vorgang” (Jean-Pierre Perrin), um die „Rohlinge” gemeinsam zu verkosten, die aus den verschiedenen Rebsorten gewonnen werden, und um für jeden Wein die Qualität jeder einzelnen Rebsorte zu überprüfen, die der Cuvée des jeweiligen Jahrgangs beigefügt wird. Die einjährige Lagerung des Weins in großen Holzfässern erfolgt danach in beeindruckenden, klimatisierten unterirdischen Kellern, die von ihren Dimensionen her darauf hin ausgelegt sind, alle durchschnittlich 20.000 bis 25.000 Kisten Châteauneufwein eines Jahrgangs in einem einzigen Durchgang unfiltriert abfüllen zu können. Das Ziel ist die Vermeidung unerwünschter Qualitätsunterschiede in den einzelnen Flaschen.

Auf Grund ihres besonderen Enthusiasmus für die Mourvèdretraube und des daraus folgenden unverwechselbaren Weincharakters sind die tatkräftigen Perrins keiner der bekannten Gruppierungen mit ihrer jeweiligen Stilistik in Châteauneuf zuzuordnen, sondern sie sind, was sie schon immer waren, liebenswerte Individualisten, die unbeirrt von Moden ihren eigenen Weg gehen. „Die Perrins arbeiten außerordentlich professionell und fühlen sich dem Besten, was die Natur zu bieten hat, verpflichtet. Der wohlverdiente Erfolg von Beaucastel hat dazu geführt, dass François und Jean-Pierre Perrin heute im Rhônetal wesentlich mehr repräsentieren als Qualitätsbewusstsein – nämlich Ehrlichkeit, vorzügliche Leistungen, Fleiß und Hingabe. Sie haben nicht nur die besten Traditionen im Rhônetal bewahrt, sondern diese sogar erweitert und damit weltweit Ruhm erlangt – für ihre Weine, für das Rhônetal und nicht zuletzt für Frankreich”, schwärmt Parker zu recht von dieser Domaine, die zu den ganz großen Weingütern Frankreichs gehört.

Ein Châteauneuf-du-Pape von Beaucastel, rot wie weiß, ist stets ein brillantes Gewächs auf absolutem Weltklasseniveau, geschaffen von visionären Winzerpersönlichkeiten: Ein einzigartiger Triumph einer phantastischen Appellation, erklärbar aus dem Zusammenspiel eines großartigen, beseelten Terroirs, sensibler, biodynamischer Wirtschaftsweise und der unermüdlichen Tatkraft einer engagierten Perfektionistenfamilie. Weine mit weltweit magischem Klang!


Château Beaucastel
Familie Perrin

Natürlich handelt es sich bei den Châteauneufs von Beaucastel um die Flaggschiffe der Familie Perrin, daneben erzeugt man aber auch in ebenfalls biodynamisch bewirtschafteten Lagen um Châteauneuf-du-Pape herum „köstliche Rotweine im regionstypischen Stil der südlichen Rhône, bemerkenswerte Leistungen, die nirgendwo in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden” (Parker) und die den legendären Mythos der Perrin-Weine in der ganzen Welt mitbegründet haben. Gerade in einem Jahrhundertjahrgang wie 2005 besitzen diese wunderbaren Tropfen, die alle nach den gleichen Grundsätzen des biodynamischen Anbaus hergestellt werden, ein weltweit unschlagbares Preis-Genussverhältnis!

PS.: Ein paar erklärende Worte noch zu unserem einleitenden Spruch: Bei einem gemeinsamen, ausgedehnten Mittagsmahl mit Jean-Pierre Perrin, zu dem wir ausschließlich einen Querschnitt verschiedener Jahrgänge rot und weiß von Beaucastel genossen, kam mir Alexandre Dumas’ Aussage „Le vin est la partie intellectuelle d’un repas” unwillkürlich in den Sinn. Jean-Pierre, eine faszinierende Persönlichkeit und ein kluger, weltoffener, intellektueller Kopf, hatte sie mit einer zutreffenden Bemerkung evoziert: „Unsere Vorstellung vom Wein ist unzertrennlich verbunden mit unserer Leidenschaft für die Gastronomie. Wir bauen ausschließlich Weine aus, die zwar auch solo genossen die Seele des Weinliebhabers streicheln, deren tiefe Berufung jedoch in der Begleitung einer Mahlzeit liegt.”


175106 Perrin, Côtes du Lubéron, blanc 2006 5,60 Euro
Nicht nur bei den Rotweinen sind die Perrins absolute Spitze, auch ihre Weißweine bereiten Trinkvergnügen pur, wie ihr mit 96 Punkten von Parker geadelter Roussanne Vieilles Vignes eindrucksvoll beweist. Aber auch ihre herrlich leckere Alltagscuvée (Grenache Blanc, Bourboulenc, Ugni Blanc, Roussanne) aus den autochthonen Rebsorten der Region weiß zu gefallen! Dieser authentische Weißwein vom Fuße des malerischen Mont Ventoux begeistert mit den traumhaften Aromen seiner zauberhaften Landschaft, mit Noten von weißen Blüten und den Früchten seiner Region, mit Anklängen an frisch gemahlenes Heu und nussigen Aromen sowie einer herrlich frischen, rassigen Note, die stets Lust macht auf das nächste Glas. Fabelhafter Apéritif- und Terrassenwein aus biologischem Anbau, schmeckt aber auch vorzüglich zu Salaten, Fisch und hellem Geflügel.



174106 Perrin, Côtes du Ventoux Rosé 2006 5,60 Euro
Aus den klassischen Reben Cinsault und Grenache sowie etwas Syrah besteht dieser würzig-blumige Rosé, dessen animierender, intensiver Duft mit seinem Hauch von Anis Erinnerungen an die traumhafte Landschaft der blühenden Provence hervorruft. Am Gaumen eine belebende, frische, ganz feine Säure, eine subtile Fülle und eine kühle Textur, Anklänge an Himbeeren, Erdbeeren und duftende Wiesenkräuter. Dieser herrlich leckere, knackig-würzige Rosé erweckt Assoziationen an Sommergerüche schönster Art. Mit diesem zarten Wein im Glas, solo genossen oder als erstklassiger Essensbegleiter, wird jeder laue Sommerabend zu einem sinnlichen Genuss. Wirklich gute Rosés sind extrem rar, doch hier finden Sie einen richtig seriösen! Ein Bio-Wein mit viel Geschmack, Ausdruck und Tiefe – ein Meisterwerk von erstklassigen Reben vom Fuße des bezaubernden Mont Ventoux!




Château Beaucastel
Reben von Château Beaucastel

174205 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2005 5,60 Euro
Was für ein herrlicher Alltagswein des Jahrhundertjahrgangs 2005 an der südlichen Rhône vom Fuße des mythischen Bergriesen des Mont Ventoux! Bereits die ausgezeichneten Jahrgangsvorgänger erfreuten sich bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, großer Beliebtheit. Doch diese faszinierend harmonische, elegante, sensationell frische und ungemein trinkfreudige Cuvée aus Grenache, Syrah, Mourvèdre (!) und Cinsault legt qualitativ noch eine Schippe drauf. Versprochen!
Dieser leckere Wein bietet eine tiefrubinrote Farbe und verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen, reifen Waldbeeren, weißem Pfeffer und den unvergleichlich aromatischen Gewürzen der Provence. Seine zarte Transparenz und Komplexität in Duft und Geschmack von edlen, reifen Grenachetrauben, die diesen phänomenalen Jahrgang prägen wie nie zuvor, seine beeindruckende Dichte (völlig ungewöhnlich in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse, ein Geschenk des fabelhaften Syrahanteils in der Cuvée), sein verführerischer Schmelz und die butterweichen, cremigen Tannine machen ihn im positivsten Sinne zu „everybodys darling”: Welch ungemein schmeichlerischer, köstlicher Wein aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt zu unschlagbar günstigem Preis. „Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden kann”, urteilte Parker begeistert über einen (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2009.



175005 Perrin, „Peyre Blanche” Cairanne Village rouge 2005 9,90 Euro
Natürlich handelt es sich bei den legendären Châteauneufs von Beaucastel um die Flaggschiffe der Familie Perrin, daneben erzeugt man aber auch in ebenfalls biodynamisch bewirtschafteten erstklassigen Lagen um Châteauneuf-du-Pape herum, die das gleiche vorzügliche Terroir aufwiesen, köstliche Rotweine im charakteristischen Stil der südlichen Rhône. Und einer dieser fabelhaften Rotweine von traumhaften Satellitenlagen um das Epizentrum kommt von malerischen, extrem steinigen Weinbergen aus Cairanne, einem traumhaften Örtchen „mit einem beeindruckenden Potential” (Parker). Die betörende, ungemein schmeichlerische, Grenache-dominierte Cuvée ‚Peyre Blanche’, ein qualitativ herausragender und gleichzeitig einer der preis,wertesten’ Weine der Rhône, wird extrem schonend und ohne jegliche kellertechnische Eingriffe aus kleinbeerigen Trauben uralter Reben vinifiziert, die einen zutiefst dunkelroten, fast schwarzen, höchst authentischen Wein voll sinnlicher süßlicher Frucht und einem Touch ungebändigter Wildheit ergeben.
In der Nase faszinierende Anklänge an Schwarz- und Blaubeeren, aromatische Kräuter der Provence, Süßkirschen und Karamell. Am Gaumen von einer betörenden, ganz seltenen Weichheit und Cremigkeit bestimmt, komplex, von exzellenter Struktur, dicht und dennoch elegant und geschliffen. Dieser phantastische Wein aus einem Super-Rhônejahr ist nach meinem Geschmack wegen seiner feinst balancierten Stilistik, der Vermählung einer großartigen inneren Dichte, seidenen traumhaft weichen Tanninen und seiner herausragenden Frische ein Referenzwein der Region. Es gibt nicht viele Châteauneufweine, von den teuren Prestigegewächsen der absoluten Spitzendomainen abgesehen, die dieser Preissensation das Wasser reichen können! Herzlichen Glückwunsch Pierre Perrin zu dieser phantastischen Leistung!
Zu genießen wegen seiner cremigen Tannine ab sofort, Höhepunkt Mitte 2008 bis 2012.



175205 Perrin, „Nature” Côtes du Rhône rouge 2005 8,90 Euro
2005 ist auf Beaucastel ein Jahrgang der Superlative! Perrins 2005er ‚Nature’ hat die Qualität wie bei anderen Winzern der Châteauneuf! In seiner sympathischen Preisklasse hinsichtlich Fruchtintensität und Transparenz ein neuer Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Natur! In der Farbe ein dunkles Kirschrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein faszinierendes, anregendes Aromenspektrum: Schwarze Oliven, frisch gepflügte dunkle Erde, süße Brombeeren, intensive Kräuteraromen und Rosenblüten. Am Gaumen für einen Wein der südlichen Rhône geradezu schlank, feingliedrig und tänzerisch, mit einer anregenden Säure- und Tanninstruktur (einem Seidentuch ähnlich, für duftig lange Spuren auf der Zunge) und zutiefst mineralisch. Faszinierend, wie anders sich die schonende Extraktion der Weinbereitung auf der Domaine Beaucastel auf der Zunge auswirkt; sie wirkt geradezu erholsam im Vergleich zu den harten, ausgezehrten Gerbstoffen so vieler überextrahierter Weine der Rhône. Ein großartiger Genusswein, der die Sonne des Südens im Herzen trägt und sie mit einer ‚nordischen Kühle’ und sensationell niedrigen 13 Volumenprozent Alkohol verbindet. Sommer, Lärm der Zikaden, Duft der Garrigue, flirrende Hitze – man spürt die Kraft der Sonne in diesem transparenten Wein und atmet die würzige Luft der Provence. Natürlicher als unser biodynamisch erzeugter ‚Nature’ kann Rotwein kaum sein.
Zu genießen ab sofort bis 2012.


Ankunftsofferte bis zum 17.11.2007, danach 9,50 Euro


174305 Perrin „Les Cornuds”, Vinsobres Village 2005 10,50 Euro
Die exzellenten Lagen rund um das wunderschöne Dorf Vinsobres gehören zu den best gehüteten Geheimtipps an der südlichen Rhône (Jancis Robinson) am besten in seiner traumhaften Fruchtphase trinken, d.h. in den ersten drei Jahren nach der Abfüllung, und dann erst wieder nach seinem 10. Geburtstag, wenn sich eine fabelhafte Mineralität Bahn bricht. In der Zwischenzeit? Einfach schlafen lassen!



174405 Perrin, „Les Hauts de Julien” Vinsobres Village rouge 2005 34,00 Euro
Fabelhafte Spitzencuvée aus den ältesten Reben von Vinsobres auf dem qualitativen Niveau hervorragender Châteauneuf-du-Pape-Weine mit einem Potential von 20 Jahren, 91-93 Parkerpunkte!




Château Beaucastel
Assemblage

174905 Perrin, „Les Christins” Vacqueyras rouge 2005 16,90 Euro
Einer der Lieblingsweine von Christina Hilker, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005. Sie notiert begeistert: „Ich habe selten einen Vacqueras mit solch einer Tiefe verkostet. Toffeearomen, dunkler Nougat und frisch gerösteter Kaffee vermischen sich mit den süßlichen Noten von hochreifen Schwarzkirschen, eingelegten Zwetschgen und Cassislikör. Bei dieser Aromenfülle könnte man auf der Zunge ein Konzentrationsmonster erwarten, aber weit gefehlt, der Gaumen glänzt mit einer pointierten Säure- und Tanninstruktur und einem ausgeprägt erdigen Nachhall, der das Terroir der südlichen Rhône vortrefflich widerspiegelt”. Auch Parker ist begeistert und urteilt zu Recht, dass Vacqueras mit seinen großartigen Terroirs Weine produziert, die in Stilistik und Qualität nahe an Châteauneuf-du-Pape heranreichen, aber preislich immer noch weit unterbewertet sind! Dieser fabelhafte Wein von sehr alten Reben ist für diese These der überzeugendste Beleg. Unbedingt probieren, meine ganz besondere Empfehlung.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2018.



174504 Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge 2004 16,95 Euro
Nur die „Autoroute du soleil” trennt das exzellente Terroir des ,Coudoulet’ von dem des legendären ,Chateauneuf’ von Beaucastel! Seit mehr als 30 Jahren bereits werden die Mourvèdre-, Syrah-, Counoise- und Grenachereben für den traditionell in Holzfudern ausgebauten ,Coudoulet’ biodynamisch bewirtschaftet und wurzeln tief in den kalkhaltigen Böden, die teppichartig mit den berühmten „galets roulés” bedeckt sind. Und so prunkt dieser köstliche, purpurrote Wein mit einem komplexen, ,kühlen’, ungemein animierenden Aromenspektrum von reifen Kirschen, Himbeeren, Brombeeren, wild wachsenden provençalischen Kräutern, zarten Anklängen an geräuchertes Fleisch (wie bei großen noblen Rotweinen der Côte Rôtie), frisch gepflügte Erde, orientalische Gewürze, Oliven und Lakritze und zaubert ein verschmitztes Lächeln in die Augen des kundigen Weinliebhabers: Die kühle Eleganz dieses Weines ist für einen Côtes-du-Rhône geradezu sensationell! Dies ist edler Stoff der absoluten Spitzenklasse! Für mich wird dieser weltberühmte „Zweitwein” von Beaucastel von Robert Parker, der 90-93 Punkte gegeben hat („one of the best vintages ever”), eher unterbewertet. Einfach ein traumhafter Côtes-du-Rhône, der das Wort „steinreich” neu definiert. Schmeckt wie ein klassischer Châteauneuf von Beaucastel aus den späten 80er, frühen 90er Jahren – vornehm, nobel, aristokratisch. Rhôneadel von traumhafter Finesse und selten erlebter spielerischer Eleganz! Und mit moderaten 13,5% Alkohol endlich wieder ein Rhônetropfen, den man mit herrlichem Trinkvergnügen ,weg-zichen’ kann, so, wie es früher einmal war. Mein Wort drauf! Das ist definitiv die Qualität großer Châteauneuf-Weine zu einem absoluten Schnäppchenpreis! Dieser aristokratische Tropfen klopft leise, aber unüberhörbar, an die Pforte der Weltklassegewächse.
Zu genießen mit größtem Vergnügen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis wenigstens 2012. Ein Rhônefestival, ein erotisches Feuerwerk der Sinne!



174605 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2005 57,00 Euro
Wer einmal den großen Rhône-Klassiker „Hommage à Jacques Perrin” getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. Und welch großartige Fassproben aus dem vielleicht größten Jahrgang aller Zeiten in Châteaneuf-du-Pape habe ich in den letzten Monaten auf Beaucastel degustieren dürfen: Als wären die legendären Weine aus 1959, 1961 oder 1989 neu geboren! Welch wundervolle Liaison zwischen einer samtig-seidigen, aber auch ungemein kraftvollen Materie und einer betörenden Frucht. Dem Glase entströmen köstliche Wogen von bezaubernden Aromen nach würzigen, süßlichen Schwarz- und Blaubeeren, saftigen schwarzen Kirschen und weißem Pfeffer, die pikante Würze von schwarzen Oliven, ein orientalischer Touch von Zimt und Nelken sowie Noten von schwarzem Tee. Am Gaumen wird jene feine, reife Grenache-Süße zelebriert, die so vollständig anders ist als bei aufdringlichen Marmeladenweinen, so viel distinguierter, eleganter, nobler. Das ist Aristokratie pur! Dieser Châteauneuf-du-Pape auf absolutem Weltklasseniveau verzaubert durch seinen unverwechselbaren Charakter, der von der Mineralität der Böden und seinem hohen Mourvèdreanteil stammt. Und, was für viele Kenner am wichtigsten ist, seine feine Säure löst das Gefühl von angenehmer Frische auf der Zunge aus, so dass diese fabelhafte Cuvée trotz ihres Extrakts und ihrer Tiefe nicht schwer, sondern duftig, fein und transparent erscheint. Für Liebhaber originärer Rhôneweine ist dies einer der charaktervollsten Rotweine der Welt und gehört mit seiner ureigenen Stilistik im Jahrhundertjahrgang 2005 zu meinen persönlichen Favoriten!

Der Beaucastel-Châteauneuf-du Pape ist ein betörender Sinneszauber mit schier unglaublichem Potential. Diese singuläre Qualität zählt in ihrer traumhaften Dimension zu den großen Wein-„Persönlichkeiten” Frankreichs mit einer expressiven Natürlichkeit, die ihre faszinierende Aura dem großen Terroir und einer meisterhaften Weinbereitung durch Pierre Perrin verdankt. Legenden sterben nie, Gänsehautatmosphäre!






Château Tour des Gendres - Bergerac

Traumhaft schöne Bio-Weine mit niedrigem Alkoholgehalt provozieren die überteuerten Prestigegewächse des benachbarten Bordelais!

Obwohl die ländlich geprägte Hügellandschaft der Appellation Bergerac die natürliche Fortsetzung des rechten Ufers des Bordelais darstellt, von diesem nur durch eine administrative Grenze getrennt, aber, wie kundige Kenner der Region mutmaßen, mit einer identischen Qualität großer Terroirs gesegnet und obwohl in ihr auch die klassischen Bordelaiser Rebsorten dominieren, schmecken noch immer viele ihrer Cabernet-Merlot-Weine langweilig, uniform, schlichtweg belanglos. Doch aus einer sehr kleinen Schar qualitätsorientierter Winzer hebt sich noch einmal ein wahrer Stern am Firmament der südfranzösischen Winzerszene eindeutig ab: Als wir vor nunmehr bereits 10 Jahren die Rotweine des liebenswerten, intellektuellen Weinfanatikers Luc de Conti, einer der größten Persönlichkeiten im Weinanbau überhaupt, blind verkosteten, glaubten wir zunächst, äußerst hochwertige Crus Classés vom linken Ufer im Glas zu haben und waren um so verblüffter, als das Geheimnis gelüftet wurde.


Château Tour des Gendres
Luc de Conti

Natürlich findet sich wie bei allen großen Weinen der Welt die Ursache solch famoser Qualität in den hervorragenden Lagen der Domaine: Lehmige Sandböden vermitteln den Weinen Finesse und Frucht, karge Kalkböden zeichnen für die körperreiche Textur und die feine Mineralität verantwortlich und von kieseligen Granit- und Kalkböden kommen eine sehr spezifische Fruchtausprägung und die tiefe Farbe. Zudem hat Luc die Weinbergsarbeit in Bergerac geradezu revolutioniert: eine strikte Mengenbegrenzung, eine sehr späte und extrem selektive Ernte in mehreren Durchgängen, um nur auf den Punkt gereifte Trauben zu lesen, Umstellung auf biologisch-dynamischen Anbau, um eine tiefe Wurzelung der Rebstöcke (die im übrigen aus uraltem, allerbestem genetischen Material bestehen) zu erreichen sowie eine manuelle Bearbeitung der extrem gepflegten Böden. Wer jemals die aufgelockerte Bodenstruktur in Lucs Weinbergen begutachtet und sie durch bloßen Augenschein mit dem „Beton” seiner Nachbarn verglichen hat, der ahnt, was sich hinter dem Begriff der „lebenden Böden” verbirgt und begreift, wie viel harte, körperliche Arbeit hinter dem Top–Zustand des erstklassigen Terroirs stecken muss.

Die rigorose handwerkliche Arbeit in den Weinbergen findet ihre konsequente Fortsetzung in einer äußerst schonenden Kellertechnik: Vergärung von intakten, unzerquetschten Trauben auf weineigenen Hefen, sehr langsame und schonende Entrappung, keine Filtrierung oder Klärung. Das ist schlichtweg höchste winzerliche Handwerkskunst, bei der „aber immer der menschliche Instinkt höher einzuschätzen ist als die Technik”, so Luc. Soviel Sorgfalt und Können bei der Weinbereitung ergibt unglaublich spektakuläre Weine, die bei jeder Verkostung für Aufregung sorgen, weil sie wegen ihrer gleichzeitig konzentrierten und eleganten Art – großen Bordelaiser Gewächsen zumindest ebenbürtig – bei den Weiß- wie den Rotweinen im Bergerac neue Maßstäbe setzen. Dabei zeigt sich bei der Verkostung der Jahrgänge seit 2003, dass die Eleganz, die Frische und die Finesse in den Weinen der ‚neuen’ Generation dramatisch zugenommen haben, dass die Tannine wesentlich weicher und cremiger sind als in der Vergangenheit und somit auch Lucs Rotweine jetzt wesentlich früher getrunken werden können als die 90er Jahrgängen.

Luc hat mir zur Erklärung dieser von mir sehr geschätzten Entwicklung von einem Lernprozess erzählt, von dem mir auch andere biodynamisch arbeitende Winzer berichtet haben: In den ersten Jahren der Umstellung der Weinberge und dem damit verbundenen Verzicht auf chemischen Dünger sanken die Erntemengen sehr stark ab, so dass die daraus vinifizierten Weine bisweilen zu massiv erschienen. Mittlerweile haben die Rebstöcke aber ihr optimales natürliches Gleichgewicht gefunden (mit wieder leicht erhöhten Erträgen) und die Weine sind fabelhaft balanciert und ausgewogen wie niemals zuvor: Sie besitzen deutlich mehr Frische infolge einer perfekten Säurestruktur und deutlich weniger Alkohol! Die in jahrelanger, mühevoller Handarbeit entstandenen „lebenden Böden” voller Mikroorganismen helfen den Reben, ihre Erträge und die Qualitäten ihrer Beeren selbst zu regulieren. Dazu gibt ihnen Luc Gelegenheit durch seine intensive Weinbergsarbeit im Einklang mit der Natur – und nicht gegen sie!

Die Fachpresse urteilt euphorisch: Das „Classement 2008”, die Bibel der französischen Weinkritik, lobt Lucs Gewächse als „phantastische Qualitäten und modellhafte Weine seiner Appellation” und vergibt ihm „für seine unglaubliche Arbeit und seine Weine auf höchstem Niveau” als einem von nur fünf Winzern des gesamten französischen Südwestens 2 Sterne. Zudem wurden Lucs Weine schon mehrfach vom renommierten „Guide Hachette” mit der höchsten Auszeichnung, dem „coup de coeur”, prämiert und der FEINSCHMECKER hat in den letzten Jahren mehrere seiner Weine unter die 100 besten der Welt gelistet.

Uns selbst haben diese nach biodynamischen Grundsätzen produzierten, ungemein frischen Weine mit ihrem vorbildlich niedrigen Alkoholgehalt wegen ihrer traumhaften Qualität zu einem sehr fairen Preis vorbehaltlos begeistert. Es sind, weiß wie rot, individuelle Charaktere, versehen mit einer fabelhaften, explosiven Fruchtaromatik, einer tiefen Mineralität und einer großartigen Eleganz, Finesse und inneren Balanciertheit. Luc selbst ist mir in all den Jahren unserer Zusammenarbeit ein Freund geworden, durch ihn lernte ich viel darüber, wie man nach biologischen Anbaumethoden im Einklang mit der Natur wahrhaft große Weine produzieren kann. Das klare Urteil der REVUE DU VIN DE FRANCE: „Während seiner 20jährigen Winzerkarriere hat Luc de Conti sein Weingut an die Spitze der Appellation Bergerac geführt.” Und seine herrlich mineralischen Weiß- wie Rotweine gehören schlicht zu den herausragenden Gewächsen ganz Frankreichs!


510106 Tour des Gendres, Cuvée des Conti, blanc (PK) 2006 7,80 Euro
Die Domaine Tour des Gendres unseres französischen Kultwinzers Luc de Conti zählt auch ihrer spektakulären komplexen Weißweine wegen zu den besten Weingütern des gesamten französischen Südwestens. Lucs Basiswein „Cuvée des Conti” mit ihrem faszinierend mineralischen und zutiefst betörendem exotischen Bukett besitzt in Frankreich längst Kultstatus. Diese leckere Cuvée aus der Semillontraube und einem kleinen Anteil Sauvignon blanc sowie Muscadelle aus den besten Parzellen der Domaine präsentiert sich ungemein cremig, traumhaft frisch und herrlich ausgewogen, von feinster Eleganz und Finesse, die nicht nur solo getrunken Freude pur bereitet, sondern hervorragend zu Fisch und hellem Fleisch wie auch zur asiatischen Küche mundet. In der Nase betört eine reiche, komplexe Frucht mit deutlichen Anklängen an Zitrusfrüchte, weißen Pfirsich, Aprikose, Birne und Blüten, dazu gesellen sich feine exotische und mineralisch-rauchige Noten. Kein Wunder, dass einer seiner unter unseren Kunden so beliebten Jahrgangsvorgänger bei einer großen Verkostung der besten Bergerac-Weine mit deutlichem Vorsprung vor zum Teil erheblich teureren Weinen den ersten Platz belegte! Und das Beste: Der Preis für diesen tollen Bio-Wein ist seit Jahren nahezu unverändert sympathisch. Bravo, Luc!
Kann schon jetzt mit höchstem Genuss getrunken werden, 1-2 stündiges Dekantieren empfohlen, hält seine Bestform sicherlich bis wenigstens 2010.



510205 Tour des Gendres, „Moulin des Dames”, blanc 2005 19,90 Euro
Unfiltrierte, im nur ganz dezent schmeckbaren Barrique ausgebaute Weißweinrarität (40 % Sémillon, 60 % Sauvignon) mit einem herrlich komplexen und zutiefst mineralischen Bukett, ungemein kraftvoll, gleichzeitig voll ausdruckstarkem Spiel im Mund, mit einem sehr langen Nachhall, ein Wein zum Süchtigwerden aus ganz großem Weißweinjahrgang für Tour des Gendres: Die traumhaften klimatischen Bedingungen für Weißweine in Bergerac und die abgeschlossene Umstellung auf biologischen Anbau ließen Luc einen der faszinierendsten Weißweine ganz Frankreichs vinifizieren, ein absolut ungewöhnlicher, beeindruckender Wein mit einer tiefgründigen Mineralität und einer cremigen Weichheit, die Kenner großer Weißweine an Burgunder der Spitzenklasse erinnert. Und genau zu dieser Einschätzung kommt Wolfgang Fassbender, renommierter Journalist und Weißweinliebhaber, der in einem in der Zeitschrift EURO veröffentlichten Artikel die „Kultweine der Welt” bereits einen Jahrgangsvorgänger als „grandiose, preiswerte Alternative, komplex und ungeheuer charmant, zu den legendären Lagen des Burgund, wie Montrachet & Co” empfiehlt! In Nase und Mund faszinieren Pampelmuse, kandierte Früchte (Ananas, Mango, Honigmelone), Quitten und Mineralien, vermischt mit Noten von hellem Nougat, Honig Vanille und Krokant. Am Gaumen sehr viel Exotik, die einen feinst süßlichen Eindruck hinterlässt, bestens verwoben mit einer erfrischenden Säure und einer feinen Würze. Finesse paart sich mit Konzentration und ein nobler Kern intensiver Mineralität und kühle, rassige, fabelhaft seidene Tannine verwöhnen, ja streicheln die Zunge beim Genuss dieses Weltklasseweines. Phänomenaler Nachklang. Unglaublich fast der betörende Duft, der noch minutenlang nach dem Austrinken dem leeren Glas entströmt! Christina Hilker, „Sommelière des Jahres 2005”, urteilt begeistert: „Wunderschöne Paarung von ausgeprägter Exotik, spürbarem, aber gekonnt gemachtem Holzeinsatz, opulenter Fülle und feiner Mineralität”.



510705 Tour des Gendres, „Classique” rouge (PK) 2005 6,50 Euro
Herrlicher, tiefdunkler, ungemein schmeichlerischer Merlot mit verführerischen Aromen von roten Früchten, Kirschen, Erdbeeren, Rauch und feinsten Gewürzen. Am Gaumen dicht, saftig, weich, herrlich frisch, traumhaft balanciert, höchst trinkanimierend, sehr komplex mit cremigen, sagenhaft weichen, seidenen Tanninen. Ein ungeschönter, unfiltrierter Schmeichler der Sinne, der aber infolge seiner präzisen Mineralität und großartigen Struktur qualitätsmäßig in einer Liga spielt, die im benachbarten Bordelais ein Vielfaches kostet! Ein sagenhaft leckerer Rotwein aus biologischem Anbau mit großem Charakter und kaum schlagbarem Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2010.



510305 Tour des Gendres, „La Gloire de mon Père”, rouge 2005 12,90 Euro
Der „kleine” Bruder des großen Moulin des Dames ist im Jahrgang 2005 von spektakulärer, nie zuvor erlebter Qualität und ein absoluter Insidertipp, der von der Bibel der französischen Weinkritik, dem „Classement” 2007, mit für seine Preisklasse sensationellen 16/20 Punkten gefeiert wird, eine Benotung, die im benachbarten Bordelais nur wesentlich teurere Weine erhalten. Diese faszinierende Cuvée aus gleichen Anteilen Merlot und Cabernet-Sauvignon zeigt sich in der Farbe von einem tiefen Schwarzrot, das fast ins Schwarze übergeht und wirkt in der Nase noch etwas jung und ungestüm. Doch bereits heute betören die komplexen Aromen nach Cassis, Brombeeren, feinen Gewürzen, dunklem Tabak und Vanilleschoten. Am Gaumen tiefgründig und ungemein fein mit einer präsenten Säure und einer beeindruckenden Dichte, sehr viel Frucht, saftig, sehr ausgewogen und balanciert, klassischer Bordelaiser Stil, enorm viel Eleganz und Finesse, der mit Abstand beste Gloire, den Luc je produzierte, an hochwertige Weine aus St. Julien erinnernd, eine sagenhaft preiswerte Alternative zu großen Bordelaiser Gewächsen im Jahrhundertjahrgang 2005. Moderater Alkohol, Frische, Finesse und Eleganz statt marmeladiger Überreife, das Ganze aus biologischem Anbau, dazu die Qualität eines hochwertigen Bordeaux – des kundigen Weinliebhabers Herz, was begehrst Du mehr?
DECANTER: vier Sterne, „highly recommended”!
Zu genießen ab Ende 2008, Höhepunkt 2010 bis nach 2020.



510405 Tour des Gendres, „Moulin des Dames”, rouge 2005 19,95 Euro
Intensiv rot-violett, ja fast schwarz in der Farbe präsentiert sich dieser betörende Weinriese im Glas. Niemals zuvor hat der Moulin des Dames eine derart reintönige und komplexe Frucht besessen: Traumhaft konzentrierte, weit gefächerte Aromen von Cassis, wilden Waldbeeren, kandierten Kirschen, Vanille, Schokolade, frischer Minze und schwarzem Tabak, zart unterlegt von süßlichen Holztönen der neuen Barriques erlauchter Provenienz. Am Gaumen ungemein expressiv, enorm viel Frucht, beeindruckende Konzentration, Dichte und Tiefe, dazu eine vibrierende Finesse, eine stahlige Kühle und sinnliche Süße, und was für eine Mineralität! Ein komplexer, terroirgeprägter Wein von großer Rasse und Eleganz! Die Tannine sind reif, cremig und seiden und eingebettet in einen fabelhaft süßen Fruchtschmelz, das Finale lang, intensiv, frisch und wiederum zutiefst mineralisch. Lucs Verzicht auf die Abfüllung der Supercuvée „Anthologia” hat sicherlich zu diesem Weinmonument aus einem Jahrhundertjahrgang wie im benachbarten Bordelais beigetragen. Dieser begeisternde Tropfen (vinifiziert aus auf den Punkt gelesenen Cabernet Sauvignon-, Malbec- und Merlottrauben) gehört mit seiner überragenden Frische zum Besten, was bisher im französischen Südwesten erzeugt worden ist, ein charaktervoller Grandseigneur in Samt und Seide, der wegen der grandiosen Qualität seiner Ingredienzien von einer edlen Noblesse zeugt, wie sie sonst nur wesentlich teureren Bordelaiser Gewächsen zu eigen ist – ein wundervoller, perfekt gewirkter Ästhet. Unendlicher Nachhall, noch lange nach dem Leeren des Glases, welch großes Potential!

Von der Bibel der französischen Weinkritik, dem „Classement 2008”, so hoch bewertet wie (in 2005!) Rauzan-Ségla, Giscours, La Lagune und viele andere Prestigegewächse – was für ein sensationelles Preis-Genuss-Verhältnis! Ein emotional berührender Gruß von einem der sympathischsten Winzer Frankreichs, der unter die Haut geht!
Zu genießen ist diese unerhörte Provokation teuerster Bordelaiser Nobelgewächse 2010 bis 2030.



510403 Tour des Gendres, „Moulin des Dames”, rouge 2003 25,00 Euro
Der DECANTER feiert in seiner Septemberausgabe 2007 den fabelhaften 2003er Moulin des Dames rouge mit fünf Sternen (das ist die Bestnote: Decanter Award!) und der Kaufempfehlung „Best buy”. Freudig konstatiert das renommierte Weinmagazin, dass dieser großartige Wein eindrücklich demonstriert, dass die Zeiten der Überextraktion von Lucs fabelhaften Rotweinen endgültig vorüber seien.
Zu genießen Mitte 2009 bis nach 2020.




Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann