Saarwellingen, im Herbst 2007

PINwand Nº 138


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Liebhabern italienischer Weine die Starwinzerin Elisabetta Foradori, die von Weinfreunden wie -kritikern gleichermaßen als ungekrönte Königin des Teroldego gefeiert wird!

Aus dem Languedoc kommen mit den Domainen Limbardié, Peyre Rose (REVUE DU VIN DE FRANCE: das beste Weingut des Languedoc) und Guy Moulinier, der aktuell mit hohen Bewertungen in der Fachpresse für Aufsehen sorgt, drei Klassiker unseres Programms.

Deutschland ist vertreten mit dem Weingut Battenfeld Spanier und seinen großartigen Weißweinen aus zertifiziert biologischem Anbau sowie mit den Spitzenrotweinen aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 von Friedrich Becker, der 4 Mal hintereinander den besten Rotwein Deutschlands stellte und in der legendären Pinot-Noir-Verkostung auf Augenhöhe mit den besten Burgundern gefeiert wurde.

Und aus dem Burgund selbst stellen wir die Domaine Rosssignol-Trapet vor, deren Spitzenweine von Jancis Robinson ex aequo mit den um ein Vielfaches teureren Prestigegewächsen von Romanée-Conti bewertet werden.


In letzter Minute frisch bzw. wieder eingetroffen:

In den wildromantischen Corbières produziert Pinard-Urgestein Guido Jansegers auf Château Mansenoble urwüchsige Rotweinklassiker höchst authentischen Stils:

Mansenoble
Guido „Le Nez” Jansegers

305104 Mansenoble, „Le Nez”, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge 2004 6,50 Euro


305404 Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge 2004 8,10 Euro


305204 Mansenoble, Réserve du Château Mansenoble, rouge 2004 13,30 Euro



Domaine Gauby: „Eine Revolution im Roussillon” jubelt Vinum/Alles über Wein – Die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität! Gaubys Weine erfinden den Süden neu, verbinden dessen Frucht und Rundheit mit einer Eleganz, die an große Bourgognes denken lässt, und wie diese brauchen sie viel Zeit (oder Luft), um sich zu offenbaren!”

Domaine Gauby
Gérard Gauby


354605 Gauby, Les Calcinaires, Vin de pays des Côtes Catalane, blanc 2005 13,90 Euro

Gauby, Les Calcinaires, Vin de pays des Côtes Catalane, blanc

354105 Gauby, Les Calcinaires, Côtes du Roussillon Villages rouge 2005 12,90 Euro
Gérard Gaubys Meisterwerk aus biodynamischem Anbau ist in seiner Preisklasse selbst im Süden Frankreichs fast ohne Konkurrenz.

Gauby, Les Calcinaires, Côtes du Roussillon Villages rouge

354504 Gauby, „La Muntada”, C.d.Roussillon Village, rouge 2004 59,00 Euro
Weltklassebewertung im Classement 2007, der Bibel der französischen Weinkritik, 18,5/20 Punkten – und damit auf Augenhöhe mit den teuersten Prestigegewächsen aus dem Bordelais und Burgund!

Gauby, „La Muntada”, C.d.Roussillon Village, rouge

Classement: 18,5/20 Punkten


Saladini
Blick auf die Domaine Saladini Pilastri


652105 Pilastri, Rosso Piceno (PK) 2005 4,95 Euro
Parker beurteilte den 04er mit 89 Punkten, eine kleine Sensation für einen Wein dieser extrem fairen Preisklasse. Die Wein-Fachzeitschrift „Alles über Wein” verlieh für sein herausragendes Preis-Genussverhältnis eine Goldmedaille, Italiens Weinführer Gambero Rosso schwärmt von der verführerischen Aromatik, der Dichte und Tiefe dieses herausragenden Weins aus biologischem Anbau.


652204 Pilastri, Vigna Piediprato, rosso 2004 7,95 Euro
Vom Gambero Rosso 2007 mit 2 Gläsern und zusätzlich mit der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis gefeiert und nach meinem Geschmack nochmals besser als der von Parker mit 90 Punkten bewertete Vorgänger!
Im Veronelli-Guide 2007 93 Punkte und 3 Sterne!


652504 Pilastri, Vigna Montetinello, rosso 2004 8,20 Euro


652304 Pilastri, Vigna Monteprandone, rosso 2004 11,90 Euro




ITALIEN


Elisabetta Foradori - Trentino

Drachenblut zu Wein veredelt

Elisabetta Foradori wird von Weinliebhabern wie -kritikern gleichermaßen als ungekrönte Königin des Teroldego gefeiert!

Schon früh musste die aparte Dame voll einsteigen. Als ihr Vater starb, war sie noch ein Kind. Die Mutter hielt den Betrieb über Wasser, bis Elisabetta die Schulbank mit dem Weingarten tauschte. Und während allerorts in Italien die große Cabernet-Welle Einzug hielt, setzte sie auf eine regionale Rebsorte: den Teroldego: „Ich hatte immer davon gehört, dass unsere heimische Rebe früher ein viel gepriesener Wein war, der speziell am Kaiserhof in Wien gerne getrunken wurde, mit dem Körper und der Kraft und mit zunehmender Reife auch dem Duft und Geschmack eines großen Bordeaux”, erklärt sie und wunderte sich, dass allerorts nur mehr hellrote, leichte Fruchtbomben daraus gekeltert wurden.

Elisabetta Foradori
Die ungekrönte Königin des Teroldego - Elisabetta Foradori


Also begann sie mit dem Teroldego zu experimentieren, suchte Aufzeichnungen in kirchlichen und städtischen Bibliotheken, wie denn zu den Glanzzeiten dieser autochthonen Rebe in Weinberg und Keller mit ihr gearbeitet wurde, entdeckte das verloren gegangene Wissen der alten Generationen neu („Wissen macht Wein”) und verfeinerte zunächst einmal die Erziehungsform: In Zusammenarbeit mit der Universität Mailand begann sie, die besten Weinberge ihrer Heimat mit alten Klonen neu zu kultivieren und während im gesamten Trentino die übliche Pergola-Erziehung kultiviert wurde (Ein altes System, das in südlichen Gebieten noch häufig angewendet wird: Die Reben werden dabei auf Spalieren und Drähten zur schattigen Überdachung hochgezogen), beginnen hinter ihrem Haus die Rebzeilen in Guyot-Erziehung (Die Reben ranken bei diesem System an horizontal gespannten Drähten senkrecht empor), was eine größere Stockdichte und vor allem eine bessere Ertragsbegrenzung erlaubt. Nur wenige Trauben hängen hier am Stock, und das Ergebnis zeigt sich in Elisabettas famosen Weinen! Mineralisch, dicht und trotzdem feingliedrig und elegant, mit einem Aromenspektrum, wie in einem orientalischen Basar, feiner Frucht und Würze, sowie einem animierenden Frucht-Säure-Spiel, so präsentieren sich ihre besten Weine, die den Namen „Granato” tragen und nur in guten Jahren erzeugt werden.
Das Trentino kennen die meisten Italienurlauber nur als Transitreisende vom „Durchrasen” am Weg vom Brenner zum Gardasee. Oder von den großen Winzergenossenschaften, die den Weinbau hier dominieren. Doch es lohnt sich sehr, vom direkten Wege einmal abzubiegen. Denn hier zwischen den Orten Mezzolombardo, Mezzocorona und Lavis hat der Noce, ein Nebenfluss der Etsch, in Tausenden von Jahren ein einzigartiges Tal in den Bergkessel gegraben. Steine und Geröll aus den umliegenden steilen Bergmassiven des Ortler, Brenta und Persanella hat er hier abgelagert, ein Gemisch aus Kalkstein, Porphyr, Granit und Gneis. Welch ideale Unterlage für den Weinbau!

Elisabetta Foradori


Einzigartig auch das Mikroklima. Im Sommer kann es hier tagsüber sehr heiß werden, denn von den über tausend Meter hohen Bergen rundum reflektiert die Sonne. In den Nächten fließt aber wieder die kühle Luft ins Tal. Ideale Voraussetzungen für kraftvolle, aber auch herrlich duftige, ungemein komplexe Weine.
Die Einheimischen nannten den Teroldego früher übrigens „Sangue di Drago”. Der Legende nach soll es hier in den Felshöhlen des Monte di Mezzocorona einen feuerbrünstigen Drachen gegeben haben, der das ganze Gebiet terrorisierte. Ein mutiger Ritter habe sich dann mit einem großen Spiegel auf die Lauer gelegt und den durch seinen eigenen Anblick völlig verdutzten Drachen mit seinem Speer getötet. Im Festzug wurde der Drache danach durch das ganze Tal getragen, um zu zeigen, dass die Plage endlich ein Ende habe. Dabei tropfte etwas Drachenblut auf die Felder, auf denen schon in den nächsten Tagen die ersten Weinreben mit Teroldego sprossen. Soweit die Mär.
In Wahrheit dürfte der Teroldego vor zwei bis drei Jahrhunderten im nördlichen Trentino heimisch geworden sein. Die Herkunft ist bis heute noch nicht definitiv geklärt, es wurde aber eine Verwandtschaft zu Lagrein, Syrah und Barbera genetisch nachgewiesen. Wie dem auch immer sei, Fakt ist jedenfalls, dass Elisabetta Foradori den Teroldego zu neuer Blüte geführt hat. Der Top-Wein „Granato”, wird aus über 20 Jahre alten Reben selektioniert, in großen Holzgärständern vergoren und zum Großteil 18 Monate in neuen und gebrauchten Barriques gereift. Die einzelnen Lagen werden separat gelesen und ausgebaut und erst am Ende der Reife miteinander vermählt. Wie so oft in der Geschichte großer Weine, wurde die grandiose Qualität des Granato anfangs von den Weinprüfern, die bis dato nur die leichten Fruchtbomben gewohnt waren, nicht verstanden und musste daher als „Vino da Tavola” verkauft werden. Erst 1997 durfte er als DOC Teroldego Rotaliano bezeichnet werden. Da Elisabetta Foradori die Qualitätsbestrebungen der DOC aber bei weitem nicht streng genug waren, bezeichnet sie den Wein seit 2000 als I.G.T. Vigneti delle Dolomiti Rosso. Was durchaus passt, meint man doch in der abgrundtiefen Mineralität dieses mittlerweile als Klassiker gefeierten Teroldego (wie schnell sich doch bisweilen die Zeiten ändern!) tatsächlich die nahen Dolomiten zu erahnen. Elisabetta empfiehlt, dem Granato mindestens sieben bis zehn Jahre Zeit zu lassen, bis man ihn genießt, erst dann entfalte sich die volle Aromenfülle. Und das Alterungspotential ist geradezu legendär: Er kann sich wegen seiner frischen Säure über 20 und mehr Jahre großartig entwickeln!
In den ersten fünf Jahren jedoch können Sie, werte Kunden, mit höchstem Genuss den „Foradori”, quasi den kleinen Bruder des Granato, trinken. Ebenfalls aus 100% Teroldego wird der Foradori im Edelstahl vergoren und dann 12 Monate in Barriques gereift. Das ergibt einen wunderbar dichten, schwarzbeerigen, höchst authentischen Wein mit feiner Struktur und knackigem Spiel, der schon nach ein, zwei Jahren Flaschenreife wunderbaren Trinkspaß bereitet, sich 5-10 weitere Jahre wunderbar entwickelt und ideal zu kraftvollen Fleischgerichten oder Wild passt.
Elisabetta Foradoris einzigartige, mittlerweile in Biodynamie erzeugten Teroldegos zählen zweifellos zu den großen Wein-Persönlichkeiten der Welt! Diese lange malträtierte, uralte autochthone Rebsorte gebiert unter den einfühlsamen Händen einer schönen Frau einen der großen charaktervollen Rotweine Italiens. Unbedingt probieren!


628105 Foradori, Teroldego Rotaliano rosso 2005 14,50 Euro
Elisabetta Foradoris Teroldego Rotaliano fasziniert schon beim Betrachten im Glase mit dichter blauschwarzer Farbe. Die Nase wird betört durch feine Gewürze, erdige Anklänge und zart süßliche Fruchtaromen: Brombeeren und Kirschen verbinden sich zauberhaft mit einem feinen Cassisduft, hellem Tabak und einer zarten blumigen und kräutrigen Noten. Am Gaumen weich, mit kühler Frucht, feinkörniger Tanninstruktur und anregender Säure: Die Zunge jubiliert wegen der animierenden, knackigen Frische! Pikanter und anregender Nachhall mit feinen Noten von Sauerkirschen und weißem Pfeffer. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein mit seinem zartherben Nachhall ist Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Italien.
Zu genießen ab 2008, Höhepunkt 2009 bis 2015, mindestens.


Elisabetta Foradori


628203 Granato, IGT Vigneti delle Dolomiti rosso 2003 38,50 Euro
Dieser fabelhafte Wein ist wohl der beste je erzeugte Teroldego überhaupt und besitzt eine Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut! Schon im verzaubernden Duft erkennt man das großartige Jahr mit außergewöhnlich viel Frucht nach Kirschen und einem Korb voller roter Beeren, mit Luftzufuhr gesellen sich traumhafte exotische Gewürze hinzu. Auch am Gaumen eine sehr saftige dichte Frucht, eine dem großen Jahrgang 2004 geschuldete animierende Cremigkeit, eine enorme Frische, Finesse und tolle Mineralität, faszinierend mit feinen Gewürzaromen durchzogen. Ungemein lebendig trotz aller samtenen Fülle! Noch sehr jugendlich mit enormem Reifepotential für viele Jahre, klingt endlos nach mit einem Kaleidoskop wechselnder Aromen. Einer der großen Terroirweine Italiens, eine Hommage an den Teroldego, emotional, berührend, Gänsehautatmosphäre!
Der WEINWISSER ist ebenfalls begeistert und jubiliert: „Jahrgang für Jahrgang demonstriert Elisabetta Foradori, zu welcher Größe der Teroldego fähig ist. Der Granato wird aufgrund der älter werden Rebstöcke jedes Jahr besser und liefert in 2003 einen Teroldego in Höchstform: Ein erotischer Rotweingenuss! 18/20 Punkten”.
Zu genießen ab 2008, Höhepunkt 2010 bis wohl nach 2020.


Weinwisser: 18/20 Punkten

Kein Wunder, dass ob dieser famosen Qualitäten Elisabetta Foradori den „OSCAR DEL VINO 2006” als beste Produzentin vom renommierten Weinführer DUEMILAVINI in Verbindung mit der italienischen Sommelier Union verliehen bekam.




FRANKREICH

Domaine de Limbardié - Cessenon

David schlägt Goliath – Der legendäre Kultstoff aus dem Languedoc, der auszog, Pomerols ganzen Stolz Pétrus zu besiegen!

Domaine de Limbardié - Cessenon
Die Domaine de Limbardié

Extrem faire Preise, phantastische Qualitäten: Mehr und mehr entwickeln sich die originären Rotweine der Domaine Limbardié zu begehrten Objekten unter Weinliebhabern und avancierten daher folgerichtig in den letzten Jahren (mit) zu unseren meistverkauften Rotweinen überhaupt. Kein Wunder, dass auch die Weinexperten von den grandiosen Qualitäten dieser Domaine schwärmen.: Hendrik Thoma, Sommelier des Jahres 1999, und Christina Fischer, seine kongeniale Nachfolgerin 2001, bewerten begeistert bereits die Basiscuvée „Murviel” als „Glücksfall für Weinliebhaber auf der Suche nach einem ausdrucksvollen und dennoch preiswerten Trinkwein”. Sensationell ist auch die Preis Leistungsrelation der Spitzencuvée der Domaine, eines 100%igen Merlot, der wesentlich teurere Konkurrenten aus dem Bordelais mühelos aus dem Feld schlägt. Legendär ist mittlerweile die Degustation der Schweizer Fachzeitschrift „Weinwisser”, herausgegeben von dem bekannten Fachautor René Gabriel („Bordeaux Total”), in der eben dieser Tradition in einer Welt-Merlot-Probe den 10. Platz erreichte, einen Rang hinter La Conseillante und gar zwei Plätze vor Pétrus, dem großartigen Prestigegut aus Pomerol. Wenn mir persönlich diese Beurteilung auch etwas zu euphorisch erscheint und ein wenig die Problematik von Blindproben jugendlicher Weine widerspiegelt, belegt sie andererseits doch eindrucksvoll die herausragende Qualität dieses berührenden Weines zu phantastisch niedrigem Preis – im Vergleich mit diesen berühmten Konkurrenten.

Domaine de Limbardié - Cessenon
Henrik Boukandoura

Für dieses grandiose Meisterwerk zeichnet der bescheidene Winzer Henrik Boukandoura verantwortlich, dessen Gut in dem kleinen, beschaulichen Örtchen Cessenon angesiedelt ist, in direkter Nachbarschaft zu den exponierten Lagen des wesentlich bekannteren Saint-Chinian und inmitten des Tals des kleinen Flüsschen Orbs, der im Laufe von Jahrtausenden die Lehm- und Kalkböden angeschwemmt hat, die das spezifische Terroir der Region prägen. Der gebürtige Nordafrikaner und adoptierte Bretone Boukandoura verdingte sich zusammen mit seiner Lebensgefährtin Magdelein Hutin während ihrer gemeinsamen Studienzeit im Languedoc als Erntehelfer und wurde dabei vom Weinvirus infiziert. Nach einigen Jahren der Lern- und Entdeckungsreisen warfen sie ihre Lebensplanung über den Haufen und realisierten 1987 ihren Traum: Ein Weingut im französischen Süden zu übernehmen und ihren eigenen Wein zu produzieren. Nach und nach kauften sie neue Weinberge hinzu, sowie ein schönes altes Gut, renovierten die aus dem letzten Jahrhundert stammenden Kelleranlagen und installierten modernste Technik. Schließlich kam auch noch ein klimatisierter Barriquekeller dazu, so dass Henrik jetzt endlich über die optimalen kellertechnischen Möglichkeiten verfügt, die er sich immer gewünscht hat.

Das Hauptaugenmerk legt das sympathische Paar darauf, dass die von ihm naturnah angebauten Reben (hier insbesondere die Bordelaiser Sorten Merlot und Cabernet, in geringerem Maße die typischen Rebsorten der Region, Syrah, Grenache und Carignan, was in der Konsequenz bedeutet, dass seine Weine ‚nur’ als „vin de pays” verkauft werden dürfen) den Charakter ihrer südfranzösischen Heimat widerspiegeln, folglich also alles andere sind als austauschbare Weine internationalen Stils oder bloße Kopien großer Bordelaiser Gewächse. Mit einer akribischen Liebe zum Detail, einer profunden Sachkenntnis, einer vorbildlichen Blattwerkserziehung, die zu einem hohen Zuckergehalt und feinen, reifen Tanninen beiträgt, einer strengen Selektion der Trauben in seinen extrem gepflegten, steinigen Weinbergen und einer behutsamen Vinifizierung im Weinkeller gelingt es Boukandoura, großartige Tropfen zu erzeugen. Und in jedem neuen Jahrgang steigert Henri noch einmal die Qualitäten, liefern doch die älter werdenden Rebstöcke ein immer besseres Ausgangsmaterial, trägt die konsequente Weinbergsarbeit zunehmend Früchte und bietet der neu installierte Barriquekeller lange ersehnte, optimale Ausbaumöglichkeiten.
Was uns an den Weinen dieser kleinen, handwerklich arbeitenden Domaine so fasziniert, ist ihre gänzlich eigenständige Charakteristik, die sich aus dem Zusammenspiel der Edelrebsorten mit den Gegebenheiten des südfranzösischen Terroirs ergibt. Was uns geradezu sprachlos werden lässt, ist der unverschämt niedrige Preis, zu dem man sowohl den „einfachen” Wein für jeden Tag als auch die Spitzencuvée erhalten kann.


Domaine de Limbardié - Cessenon
Die Domaine de Limbardié — ein idyllisches Fleckchen Erde

323206 Limbardié, VdP „Murviel”, VdP de Cessenon, rouge 2006 5,30 Euro
Viele tausend Flaschen verkaufen wir jährlich von diesem ungemein charaktervollen Wein, der über mehrere Jahrgänge hinweg als „herausragender, handwerklich produzierter Wein” im „Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro” enthusiastisch gelobt und wegen seines „hervorragenden Preis-Genuss-Verhältnisses” nochmals extra ausgezeichnet wurde. Das tiefe dunkle Rot in der Farbe deutet bereits auf die geschmackliche Konzentration dieser leckeren, sinnlichen Alltagscuvée aus Merlot (80%) und Syrah hin, was diesem großartigen Garriguewein seine einzigartige, urwüchsige Charakteristik verleiht. Der gar nicht südländisch warm, sondern eher distinguiert und relativ ‚kühl’ wirkende, expressive Duft erinnert an schwarze Johannisbeeren, Pflaumen, schwarzen Pfeffer und wild wachsende Kräuter der Garrigue. Am Gaumen den gleich phantastischen 2001/5ern in der Dichte und Konzentration sehr ähnlich, besitzt er aber infolge der immer älter werden Rebstöcke nochmals mehr Eleganz und Finesse und ist wie immer geprägt von einer inspirierenden, von Jahr zu Jahr subtiler werdenden, bestens eingebundenen animalischen Wildheit und Ursprünglichkeit. Weiche und cremige Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für eine extrem rare Struktur in dieser provokant fairen Preisklasse. Henri Boukandoura ist es mehr denn je gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen: Reich im Bukett, vielschichtig in den Aromen und cremig weich in den Tanninen. Und das alles bei trinkanimierend niedrigen Alkoholgradationen von knapp 13 Volumenprozent.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Frühjahr 2008 bis 2011.


323303 Limbardié, Tradition, rouge 2003 12,90 Euro
Als rebsortenreiner Merlot aus dem Languedoc wird diese traumhafte Trouvaille „nur” als vin de pays eingestuft. Aber welch großartige Vermählung geht diese Edelrebe mit der „wilden” Aromatik des französischen Südens ein! Dieser elegante, verführerische Wein erinnert in der Nase an große Crus aus St. Émilion, die jedoch ein Vielfaches kosten, denn er betört geradezu mit den Aromen der Merlottraube und der Genießer spürt die beerige (Cassis!), kernige, leicht süßliche Frucht und die kühle Eleganz des Bordelais so deutlich wie bei seinen großen Jahrgangsvorgängern 98 und 2001. Doch wie der herrliche 02er besitzt auch dieser wunderschöne Wein unmittelbar nach der Öffnung keine zart animalische Note mehr wie in der Vergangenheit, als die Rebstöcke noch jünger waren, stattdessen brilliert er mit einer so zuvor noch nicht erlebten Mineralität und komplexen Aromenintensität. Bereits kurz nach der Öffnung taucht die Zunge ein in eine faszinierende Aromatik von roten und schwarzen Beeren, Oliven- und Vanilletönen, intensiven Schwarzkirschanklängen sowie edlen mediterranen Gewürzen und einer zarten Pfeffernote. Am Gaumen gewohnt weich, dicht und cremig, die kompakte Frucht eingepackt in reife, sehr saftige, ausbalancierte Tannine und edle, feine Holznoten, welche die tiefe dunkelwürzige Frucht des Weines gekonnt umrahmen: ein vielschichtiger, bestens strukturierter, fein balancierter Wein mit einer komplexen Fülle, konzentriert und lang anhaltend. Ein Hochgenuss sowohl für die Liebhaber südfranzösischer Weine als auch vorzüglicher Bordelaiser Gewächse.

Ein großartiger Merlot, eine Provokation wesentlich teurerer Bordelaiser Prestigegewächse und bereits in seiner Primärfruchtphase infolge extrem weicher Gerbstoffe in bestechender Trinkverfassung: Dieser höchst trinkanimierende Wein (gerade mal knappe 13 Volumenprozent Alkohol) wird sich noch über drei bis 4 weitere Jahre bestens entwickeln und seinen Höhepunkt wohl zwischen 2009 und 2018 erreichen. Meine ganz besondere Empfehlung!




Domaine Peyre Rose - Coteaux du Languedoc

REVUE DU VIN DE FRANCE: „Domaine Peyre Rose: das beste Weingut des Languedoc”

WEINWISSER: „Languedoc-Spitze – Die beiden besten Weine aus dem französischen Weinanbaugebiet Languedoc heißen Clos Syrah Léone und Clos des Cistes”

Domaine Peyre Rose
Die Domaine Peyre Rose

Seit vielen Jahren ist die Domaine Peyre Rose DER KLASSIKER in unserem Languedoc-Programm: Die stilistisch so traumhaft eigenständigen, urwüchsigen, gleichermaßen dichten wie konzentrierten und dabei ebenso eleganten, finessenreichen wie frischen Terroirweine „der guten Hexe des Languedoc” (so ein von der Fachpresse gern benutzter Kosename für die Winzerikone Marlène Sori) sind der ultimative Maßstab, an dem sich alle anderen großen Syrahweine des Midi, aber auch die wesentlich teureren Prestigeweine der nördlichen Rhône und der Neuen Welt messen lassen müssen!

Die Ausnahmestellung der „besten, verrücktesten, unbändigsten Weinmacherin des ganzen Languedoc” (VINUM) dokumentiert eindrucksvoll Frankreichs renommierteste Weinzeitschrift, die „Revue du Vin de France”, die das erste (inoffizielle) „Classement des Grands Rouges du Languedoc” vorstellt. Immerhin 134 Domainen schafften die Aufnahme in die Klassifizierung, die fünf besten Languedoc-Güter wurden zu „Crus exceptionelles” gekürt. Als Siegerin an der Spitze des RVF-Classements: Marlène Sorias biodynamisch bewirtschaftete Domaine Peyre Rose, verträumt tief im Herzen der blühenden, wilden Garriguelandschaft des Languedoc gelegen. Und die beiden Top-Cuvées ‚Clos des Cistes’ und ‚Clos Syrah Léone’ „zählen seit einigen Jahren nicht nur zu den besten Gewächsen des Midi, sondern zu Frankreichs größten Rotweinen überhaupt”, so der WEINWISSER, die renommierte Schweizer Fachzeitschrift, herausgegeben von René Gabriel, Autor des Standardwerkes „Bordeaux Total”. Die beiden in ihrer Stilistik so unterschiedlichen, aber jeweils höchst authentischen Weltklassegewächse ‚Clos Syrah Léone’ und ‚Clos des Cistes’ stammen von zwei einzelnen, nur durch ein ganz schmales Tal getrennten Weinbergen mit unterschiedlichem Terroir – schwere Tonböden für die Syrah- und Mourvèdre-Stöcke des ‚Clos Syrah Léone’ und Böden mit hartem Felsuntergrund für die Syrah- und Grenachestöcke des ‚Clos des Cistes’. Angelegt worden sind die beiden Rebberge von Marlène Soria in den 1980er Jahren, nachdem der attraktiven Autodidaktin bewusst geworden war, dass das Terroir ihres damals frisch erworbenen Domaine-Besitzes, der ursprünglich als Altersruhesitz gedacht war, das Potential für ganz, ganz große Weine besitzt. Sie begriff sofort, dass sie das traumhafte Lagenpotential nur ohne kellertechnische Kunstgriffe (die sie scheut wie der Teufel das Weihwasser) eins zu eins auf die Flasche ziehen konnte, um die Charakteristik ihrer biodynamisch bearbeiteten Rebsorten aus extrem niedrigen Erträgen (ca.15hl/ha) auf singuläre, weltweit nicht kopierbare (und, Liebhaber dieser fabelhaften Weinunikate meinen, qualitativ nicht erreichbare) Art und Weise zu erhalten.

Domaine Peyre Rose
Marlène Soria bei der Verkostung

Marlène, die in den vergangenen Jahren ein ideal temperiertes Kellergebäude hat errichten können, so dass der Ausbau der Weine auch im heißen Sommer unter optimalen klimatischen Bedingungen vonstatten geht, hat seitdem die Weinwerdung subtil weiterentwickelt. Statt wie in der Vergangenheit gänzlich ohne Holzeinsatz, was man kaum für möglich hielt, wenn man diese so dichten und cremigen Weine erstmals im Glase hatte, baut sie heute einen Teil des Weines in großen Holzfudern aus, damit ihre Weine durch den äußerst sensiblen, (aber überhaupt nicht vorschmeckenden) Holzeinsatz noch mehr Struktur gewinnen. Den Gebrauch von neuen Barriques aber lehnt sie weiterhin immer entschieden ab, denn der große Zauber ihrer phantastischen, in ihrer Reinheit traumhaft puristischen Gewächse, die nichts anderes widerspiegeln als die Charakteristik ihrer Trauben und das große Terroir, auf dem sie gewachsen sind, soll auf gar keinen Fall durch Holzeinsatz übertüncht werden!
In unmittelbarer Nachbarschaft, in Steinwurfweite quasi dieses phantastischen, sonnendurchfluteten wie bisweilen winddurchpeitschten Terroirs von Peyre Rose, stehen übrigens die Rebstöcke, von deren Trauben Neglys legendärer „Clos des Truffiers” produziert wird (ein Wein, den Parker wiederum mit seinen 98+ Punkten für den besten des Languedoc hält), der infolge seines Ausbaus im neuen Barrique jedoch von gänzlich anderer, wesentlich „modernerer” Stilistik ist. Doch wem gebührt denn nun die Krone der großen Weine des Languedoc, mag sich der geneigte Betrachter fragen? Den legendären Gewächsen von Grange des Pères oder Negly, vielleicht den Terroirweinen von Barral oder Alain Chabanon (Font Caude) oder doch Peyre Rose? Doch das ist eine Luxus-Streitfrage, die sich meines Erachtens nicht pauschal beantworten lässt. Es scheint mir – wie bei allen Weltklassegewächsen oberhalb der 96 Punkte-Grenze – eher eine Sache der persönlichen Vorlieben, des individuellen Geschmacks und des emotionalen Berührt-Seins beim Genuss solcher Weine zu sein als vorgeblich objektiver Kriterien: Große, komplexe, majestätische Gewächse lassen sich nicht in Dogmen pressen!

Mich freut es jedenfalls sehr, dass Marlènes so wohltuend unmodische Weine jenseits aller Holzorgien in zahlreichen Blindverkostungen berühmte, vielfach teurere Weine der nördlichen Rhône (und erst recht die Marmeladenmonster aus Australien) mühelos an die Wand spielten. Ein Bravo der „charmanten Abenteurerin, der Diva des Syrah” (so die auf Frankreichs Süden spezialisierte Weinzeitschrift ‚Terre des Vins’ in einer Hymne auf eine visionäre Winzermagierin)! Genießen Sie, werte Kunden, mit diesen fabelhaften Weinen traumhaft authentische Garrigueweine des Languedoc, Terroir pur, statt des Versuchs, Spitzenweine aus anderen renommierten Regionen der Welt zu kopieren: Unverwechselbare, edle, magische Weinunikate von der „guten Hexe des Languedoc” mit einer ungeheuren Verführungskraft: Kategorie persönliche Lieblingsweine!
Liebhaber der großen Weine von Peyre Rose wissen, dass diese immer erst nach einer gewissen Zeit der Flaschenreifung auf den Markt gelangen, wenn sie quasi ihre erste Trinkreife erreicht haben. Deshalb ist der aktuelle, gerade für den Verkauf frei gegebene Jahrgang der traumhaft schöne 2002er, der in der Region um Montpeyroux von ähnlich großartiger Qualität ist wie in Teilen des Roussillon, z.B. bei Gauby, oder im Cahors, in der Champagne und im Burgund und der mir persönlich in seiner schönsten Ausprägung – wie hier bei den magischen Gewächsen von Peyre Rose – besser noch gefällt als viele Weine aus den hoch gehypten Jahrhundertjahrgängen 2003 und 2005. Warum? Weil bei den absoluten Spitzenwinzern auf privilegierten Terroirs die Weine über ausreichend Dichte, Kraft und Konzentration verfügen, um als absolute Weltklassegewächse gelten zu können, hinzu sich aber eine Frische, Finesse und Eleganz gesellen, die sie in den Rang von singulären Meisterstücken aus dem Süden Frankreichs erheben. Ähnlich sieht es die französische Fachpresse: Beide Gewächse erhalten eine absolute Weltklassebewertung im Classement 2008, der Bibel der französischen Weinkritik, mit 18,5/20 Punkten auf einer Stufe mit größten Bordelaiser Tropfen aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 wie Palmer, Montrose, Cos d’Estournel u.a. . Michel Bettane zückt gar für den Syrah Léone in seinem neuen Standartwerk (LE GRAND GUIDE DES VINS DE FRANCE 2008) die Note 19,5/20! Nur der Preis für diese fabelhaft finessenreichen Weltklassegeweine aus Frankreichs wildem Süden ist um ein Vielfaches günstiger als für die Prestigeweine aus Bordeaux: Kultstoff, der noch zu bezahlen ist. Feinste Finesse, gewebt aus Samt und Seide, trifft auf traumhafte Mineralität und eine fabelhafte Extraktsüße, Dichte und Konzentration, gepaart mit der ungezügelten Wildheit des Südens!


Domaine Peyre Rose
Marlène Soria und Tino Seiwert

303202 Peyre Rose, Clos Syrah Léone, rouge 2002 55,00 Euro
Von dunkelrubinroter, ja fast schwarzer Farbe beeindruckt dieser Weltklassewein mit einer ganz selten im französischen Süden erlebten Eleganz und Finesse und einer sehr differenzierten, ungemein vielschichtigen Struktur, wie sie sonst nur großen Weinen der Côte Rôtie zu eigen ist. Von schier unglaublicher Dichte explodiert diese emotional berührende Cuvée mit ihrer betörend süßlichen Frucht geradezu im Glase und fasziniert mit ihren Aromen von Cassis, Wildkräutern, Gewürzen, Pfeffer, geröstetem Kaffee und roten Kirschen. Am Gaumen dann spielen Geigen auf: Feinsinnig, filigran fast, brilliert dieser aristokratische Wein im Glas, in seiner Feinheit Anklänge an große Pinot-Noir-Gewächse aus dem Burgund evozierend. Auf der Zunge dominieren Anklänge an schwarze Schokolade, Tapenade, Trüffel, Oliven, Minze, Lakritze und kleine, reife Beeren, dazu hochreife, zart süßliche, cremige, noble Tannine, eine enorme Fülle und große Komplexität, die zusammen mit der einzigartigen Eleganz und Finesse einen phänomenalen Wein von atemberaubender mineralischer Tiefe und langer Nachhaltigkeit ergeben. Diese bereits heute schon herrlich schmackhafte, ungemein verführerische Cuvée (85% Syrah, 15% Mourvèdre) ist eine hinreißende Vermählung von Fülle und Eleganz, Komplexität und innerer Harmonie, zu der sich eine subtile Finesse gesellt, wie sie sonst in Syrah-geprägten Gewächsen nur in großen Weinen der nördlichen Rhône zu finden ist. Ein phänomenaler, lasziv-erotischer Wein, der bereits in seiner Jugend wegen seiner seidenen, samtenen Tannine und seiner cremigen Textur auf der Zunge so sehr fasziniert und mit größtem Vergnügen getrunken werden kann! Michel Bettane: 19,5/20 Punkten!

P.S. Noch Minuten nach dem Leeren des Glases verspürt der Weinliebhaber Gänsehautatmosphäre: Nichts ist aufdringlich an diesem filigranen, fein balancierten, harmonischen ‚Burgunder’ des Languedoc, der mit seiner animierenden Frische, seinen subtilen Aromen und einer inneren Dichte besticht, die nicht als Wucht oder Fett im Glase kracht, sondern ganz piano zärtlich die Zunge streichelt. Die gute Hexe des Languedoc hat einen wahrhaft großen Zaubertrank gemischt!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2018.


303102 Peyre Rose, Clos des Cistes, rouge 2002 55,00 Euro
Wie stets zeigt sich diese betörend authentische Cuvée aus Syrah (85%) und Grenache aus Minierträgen von 14 hl/ha in der Jugend ungestümer, wilder, noch ursprünglicher und ungebärdiger als die nobler und subtiler erscheinende Schwestercuvée – weniger eine Folge der ja gar nicht so unterschiedlichen Rebsortenzusammensetzung als vielmehr des Terroirs: schroffe Böden mit runden Kieselsteinen und hartem Felsuntergrund, die zudem stark einem häufig heftig wehenden Wind ausgesetzt sind. Dieser Wein ist ein Spiegelbild der wildromantischen Landschaft, der er entstammt! In der Nase deutlichere Anklänge noch an Wildkräuter, Leder und Gewürze, natürlich auch hier wieder verführerische Cassis, Blaubeeren, Veilchen und intensiv würziger Pfeffer. Am Gaumen erscheint diese urwüchsige Cuvée ebenfalls noch ungeschliffener und wilder, betört andererseits mit herrlichen Noten von Oliventapenade, Trüffeln und Cassis, das Tannin fein und edel, dennoch kerniger als beim „Léone”, unendlich langer Nachhall mit einer sagenhaften ‚rötlichen’ Mineralität, die an Erz erinnert, und die noch tiefer scheint als bei der Schwester! Diese in der Jugend im Vergleich zum ‚Syrah Léone’ immer verschlossener, etwas ungeschliffener, wilder und kerniger wirkende Cuvée entwickelt sich über fünf bis 6 Jahre hinweg grandios zu einer Komplexität, welche definitiv die Maßstäbe in Frankreichs wildem Süden setzt! Eine kompromisslose Schönheit voller Charakter und ungebändigter Eleganz. Ein aromatischer Paukenschlag! Über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche wird dieser Weinriese immer besser, Frische und Finesse treffen Mineralität und feinste Frucht. Einer der größten je im französischen Süden vinifizierten Weine, der bis wenigstens 2018 höchsten Genuss bereiten wird! Vom „Classement 2008”, der französischen Weinkritik, mit extrem raren 18,5/20 Punkten bewertet!



Diese beiden großartigen Cuvées zählen zwar bereits seit den exzellenten 95ern zu den größten Weinen des französischen Südens, was beispielsweise eine vom WEINGOURMET durchgeführte Verkostung der 80 besten Syrah des Languedoc eindrucksvoll bestätigte, als Marlènes Cuvées die Plätze eins und drei belegten; doch erreichte die Domaine Peyre Rose mit dem mittlerweile legendären 98er Jahrgang eine neue Qualitätsdimension: Der WEINWISSER, dessen Beschreibung wir im folgenden abdrucken, feierte sie als „beste Weine des Languedoc” und sie schmecken bereits jetzt so hervorragend, dass sie jedem festlichen Mahl einen würdigen Rahmen geben werden und wir daher Marlène überzeugen konnten, ihre Schatzschatulle zu öffnen und uns aus den Domaine-Reserven noch einmal einige Kisten dieses Wahnsinnstoffs zu überlassen, die auch von der Bibel der französischen Weinkritik, dem „Classement”, mit der Idealnote 9,5/10 Punkten bewertet wurden: Peyre Rose 1998 – Kultweine aus dem Languedoc mit magischem Klang!

303298 Peyre Rose, Clos Syrah Léone, rouge 1998 67,00 Euro
WEINWISSER: „Dichtes Purpur-Granat. Vielschichtige Nase, süßliche Lebkuchengewürze, Pflaumenaromen und viel Rosenparfüm. Geschmeidiger Gaumenfluss, fülliges Extrakt, noble Kandissüße, überraschend satte Tannine dahinter, nebst blauen Fruchtaromen auch Grenadine und Preiselbeeren, gute Frische und bis am Schluss tiefgründige Terroirwürze, überwältigende Ansätze, wird mit der Flaschenlagerung noch an Balance zulegen. Höhepunkt 2007-2020”. Diese also ab sofort schon herrlich schmackhafte, ungemein verführerische Cuvée (85% Syrah, 15% Mourvèdre) ist eine hinreißende Vermählung von Fülle und Eleganz, Komplexität und Ausgeglichenheit, zu der sich Jahrgang für Jahrgang mehr eine subtile Finesse gesellt, wie sie sonst nur großen Syrah-Weinen der Côte Rôtie zu eigen ist. Ein phänomenaler Wein von geradezu atemberaubender Tiefe und langer Nachhaltigkeit! Ganz ähnlich hat wohl auch Gerhard Eichelmann empfunden, denn er hat im großen, 25seitigen MONDO-Test zum Languedoc ebenso wie der WEINWISSER diesen traumhaften Tropfen mit der höchsten Bewertung aller Weine ausgezeichnet! Und Michel Bettane vergibt ganz rare 18,5/20 Punkten!

Peyre Rose, Clos Syrah Léone, rouge

303198 Peyre Rose, Clos des Cistes, rouge 1998 67,00 Euro
WEINWISSER: „Leuchtendes Granat mit rubinfarbenen Reflexen. Intensives Fruchtbouquet, an reife Kirschen, Zwetschgenkuchen und Früchtetee erinnernd, dahinter auch dezente Terroirnoten, Wildleder und Zedernholz. Angenehmer Druck im samtigen Gaumen, noch leicht körnige Tannine in der Mitte, zunehmend süßer werdendes Extrakt, reife Fruchtnoten, nun auch Walderdbeeren und Zimt, gegen das Finale wieder jugendlicher werdend, viel versprechende Reserven. Höhepunkt 2006-2018.” Diese in der Jugend im Vergleich zum ,Syrah Léone’ immer etwas ungeschliffener, wilder und kerniger wirkende Cuvée (85% Syrah, 15% Grenache) hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate traumhaft schön entwickelt, besitzt einen unendlich langen Nachhall am Gaumen und wurde im „Classement 2005” mit der ganz selten vergebenen Weltklassebeurteilung 9,5/10 Punkten geadelt! Ein irrer Wein mit dem Potential zur Unsterblichkeit!

Fast eine Liebeserklärung: Die Weinwelt ist heute mehr denn je mit einer Globalisierung des Geschmacks konfrontiert. Die Weinstilistik wird vielfach von der modernen Kellertechnik bestimmt. Viele Rotweine schmecken derart standardisiert, dass sie aus jedem Winkel unserer Erde kommen könnten, in dem Reben wachsen. Bedauerlicherweise geht die Typizität ihrer Herkunft und ihrer großen Terroirs durch die technische Gleichmacherei weitgehend verloren. Gut gemacht sind viele dieser Weine. Die beiden so originären Gewächse von Peyre Rose dagegen verkörpern eine einzigartige, unverwechselbare Sinfonie von Reben und Terroir, die man, wenn man sie einmal genossen hat, nie mehr vergisst; sie besitzen außerdem eine Textur und Komplexität, die man nicht nur im Languedoc ganz selten findet: Welch grandioser Sinnenzauber, Kultweinstatus mit magischem Klang, das ist der Stoff, aus dem Legenden entstehen!

Peyre Rose, Clos des Cistes, rouge



Domaine Guy Moulinier - Saint-Chinian

Legendäre Syrahklassiker des „Haut-Brion von Saint Chinian” (Guide des sommeliers) schlagen in Blindverkostungen ihre berühmten Pendants aus Übersee: Dominanz von Finesse und Eleganz über marmeladige Überreife!

Steven Tanzer: „Die Essenz des Syrah im Languedoc”

Die Bibel der französischen Weinkritik, das „Classement” 2008, feiert den ‚Sigillaires’, einen grandiosen, nordisch inspirierten Wein, mit für seine Preisklasse absolut raren 16/20 Punkten, eine Bewertung, mit der in 2004 wesentlich teurere Prestigegewächse aus dem Bordelais wie Calon-Ségur, Giscours, Gruaud-Larose oder Duhart-Milon ausgezeichnet wurden.
Vor gut einem Jahrzehnt, in den Zeiten der revolutionären Umwälzungen im Languedoc, noch eine der schönsten Neuentdeckungen, zählt die Domaine Moulinier aus der Appellation Saint-Chinian, deren sanft geschwungene Hügellandschaft jeden Besucher magisch in ihren Bann zu ziehen vermag, mittlerweile zu den Top-Weingütern des Midi. Darüber sind sich Fachpresse (Parker, REVUE DU VIN DE FRANCE, DECANTER, WEINGOURMET u.v.a.) und Weinliebhaber gleichermaßen einig. Doch hinter der Erfolgsgeschichte dieser Aufsteigerdomaine verbirgt sich eine hochinteressante Geschichte, denn der Weg zum Erfolg war sehr dornenreich.

Domaine Guy Moulinier
Pascal Moulinier und Tino Seiwert beim Verkosten im neuen Keller.

So verließ der Vater dieses „Weinwunders”, Guy Moulinier, in den 70er Jahren schweren Herzens seine Heimat, da zur damaligen Zeit mit dem Weinanbau im Languedoc kein Geld zu verdienen war. Ganz im Gegenteil, viele Winzer verarmten ob der lächerlich geringen Erlöse für ihre allerdings auch nur höchst mäßigen Produkte. Nachdem Moulinier mehrere Jahre in der Zollverwaltung u.a. in Paris gearbeitet hatte, packte ihn das Heimweh und die Sehnsucht nach dem Süden. Der Wunsch, nach alter Familientradition als Winzer zu arbeiten, wurde übermächtig. Jedoch sollte dies in völliger Abkehr von den bisherigen unseligen Traditionen des Languedoc geschehen. Qualität statt Quantität, diesen Leitspruch erhob er nach seiner Rückkehr zur unumstößlichen Maxime, nachdem er infolge von Besuchen und Fortbildungen bei den besten Winzern des Elsass wirklich große Weine kennen lernen durfte. Und da er mit der Qualität der ererbten Rebflächen in Saint-Chinian nicht zufrieden war, tauschte er diese ertragreichen, leicht zu bearbeitenden Flächen zur Verwunderung der Leute im Ort nach und nach gegen stark hügelige Parzellen mit alten Rebstöcken ein, die berüchtigt waren für niedrige Erträge und schwierige Bearbeitung und die sonst niemand haben wollte.

Aber was sind das für hochwertige Weinberge mit Grand-Cru-Charakter, privilegiert durch ihre optimale südliche Ausrichtung. Die vielfach steilen Terrassen und erstklassigen, kargen Böden liegen verteilt über vier Dörfer, etwa 200 bis 300 Meter hoch. Mühsam regenerierte Guy zunächst die verwahrlosten Anlagen, innerlich zutiefst überzeugt von seiner Idee, das neu erworbene Terroir sei das größte Kapital, „ja das schwarze Gold” des Languedoc: die sanft geschwungenen, dunkel schimmernden Schieferterrassen, auf denen sich unbarmherzig in heißen Sommern die Sonne spiegelt und auf denen nach seltenen Regenfällen die Wassertropfen glitzern. Es handelt sich dabei um Schiste noire, schwarzer Schiefer aus dem Erdaltertum, der sich bei der häufig sengenden Sonne so aufheizt, dass er die Trauben förmlich grillt. Dementsprechend niedrig sind die Erträge, schwarz und männlich die Aromen: Oliven, Lakritze, Teer, Brombeeren, Kaffeebohnen und Mokka. Häufig wechselt auch der Schiefer mit Sandstein- und Kalkböden. Alle drei Bodenarten sorgen zusammen mit der Höhenlage der Weinberge und den daraus resultierenden Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht für die traumhafte Komplexität, die Ausgewogenheit und das wunderbare Gleichgewicht zwischen Konzentration, Finesse und Eleganz in diesen Ausnahmeweinen des Languedoc, die in uns die großen Lagenweine der Côte Rôtie anklingen lassen. Nur noch auf ganz wenigen anderen Weingütern, wie auf den Domainen Peyre Rose, Saint Antonin, Barral oder auf Château de la Negly beispielsweise, werden derart exzellente Syrahweine im Languedoc produziert. In den letzten Jahren wurden ständig neue steinige Hänge hinzugekauft, zumeist Garriguelandschaft mit altem Baumbestand, in welche die neuen Rebflächen wie Inseln eingelassen sind. Die faszinierenden Düfte ihrer Umgebung werden von der Außenhaut der Beeren regelrecht aufgesogen und prägen später den Charakter des Weins. Die Lese erfolgt selbstverständlich von Hand, wobei das geerntete Lesegut noch einmal auf einem Band vor dem Keller auf die gesündesten und reifsten Trauben hin selektioniert wird. Vinifiziert wird möglichst schonend in neu errichteten, modernen, optimal klimatisierten Kelleranlagen, getrennt nach Böden und Lagen, alles wohldosiert im neuen Holz ausgebaut, das mit den extrem reifen Tanninen, die aus neuen Reberziehungsformen resultieren, eine wunderbare Vermählung eingeht. Selbstverständlich werden die beiden Spitzencuvées nicht filtriert, um alle wertvollen Aromastoffe im Wein zu erhalten. Und in den letzten Jahrgängen haben die rührigen Mouliniers infolge subtiler Weiterentwicklungen in Weinberg und Keller nochmals die Qualitäten steigern können, indem sie in ihren großen Weinen mehr denn je zuvor, bei aller Kraft und Konzentration, die Finesse heraus gearbeitet haben.

Domaine Guy Moulinier
Der neue Barriquekeller der Domaine Guy Moulinier

Guy Moulinier, der mittlerweile die Domaine zusammen mit seinem Sohn Stéphane bewirtschaftet, wurde in den letzten Jahren geradezu vom Erfolg überrollt und die internationale Fachpresse hat ihn mit Lobeshymnen überhäuft. So war es für uns auch nur folgerichtig, dass der WEINGOURMET in seiner großen Degustation der 80 besten Syrah aus dem Languedoc- Roussillon den „Terrasses Grillées” und den so preiswerten „Sigillaires” – zusammen mit den Weltklasseweinen von Peyre Rose – zu den 5 besten Weinen dieser Region zählte! Diese ausdrucksstarken Rotweine gehören in jeden Keller von Liebhabern eigenständiger südfranzösischer Weine, insbesondere, da die bei allem Erfolg so bescheiden und sympathisch gebliebene Winzerfamilie ihren unverwechselbaren Stil gefunden hat und sich die notwendige Konstanz erarbeitete, nicht nur in großen, sondern auch in schwierigen Jahrgängen erstklassige Qualitäten zu erzeugen. Und welch ein grandioser Erfolg ist Ihnen im Jahrhundertjahrgang 2005 gelungen, der aufgrund der herausragenden klimatischen Bedingungen und infolge verrückt niedriger Erträge gar die phantastischen 98er und 2000er Weine noch überragt, die so viele unserer Kunden glücklich gemacht haben! Mouliniers ebenso konzentrierte wie elegante Gewächse sind Terroirweine im besten Sinne, die bei allen euphorischen Vergleichen mit großen Syrahweinen reputierter Regionen den eigenständigen Charakter ihrer Region nicht verleugnen. Sie sind gewachsen auf schwarzem Schiefer, auf Sandstein und Kalkböden und alle drei Bodenarten zusammen sind verantwortlich für die traumhafte Komplexität, die Ausgewogenheit und das wunderbare Gleichgewicht zwischen Konzentration, Finesse und Eleganz in diesen herausragenden Weinen. „Sie gehören seit Jahren zu den komplexesten und gleichzeitig authentischsten Weinen ihrer Appellation”, urteilt dezidiert die Bibel der französischen Weinkritik, das „Classement” in ihrer aktuellen Ausgabe 2008.

316405 Moulinier, Cuvée de l’Homo Erectus, rouge 2005 5,90 Euro
Von jüngeren Rebstöcken aus erstklassigen Schieferlagen eine – man muss dieses große Wort gerade auch bei einem Wein dieser so sympathischen Preisklasse gebrauchen – geniale Cuvée aus leckeren Grenache- und Finesse ergebenden Cinsaulttrauben, die für die traumhafte Frische dieser so trinkanimierenden Cuvée mitverantwortlich sind. Die eher ,kühle’ Stilistik dieses charaktervollen Alltagsweins für höchste Ansprüche betört mit einer geradezu unverschämt delikaten Aromatik, wie sie finessenreiche, burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape und Umgebung aufweisen: einer frischen, beerigen, ungemein animierenden Frucht mit zart kräuterwürzigen Anklängen in der Nase und saftigen, schmeichlerischen, cremigen, ja seidenen Gerbstoffen auf der Zunge, wie sie in dieser feinsinnigen Form nur in fabelhaften Alltagsweinen großer Winzerpersönlichkeiten zu finden sind. Welch wunderbar tänzerisches Spiel, das die Zunge liebkost, welch rare Mineralität in dieser so genussfreundlichen Preisklasse!
Zu genießen ab sofort bis 2010.


 

Domaine Guy Moulinier

316105 Moulinier, „Tradition”, rouge 2005 6,90 Euro
Von der „Revue du Vin de France” in ihrer aktuellen Ausgabe Oktober 2007 zu den 50 größten Schnäppchen des gesamten Languedoc gezählt!
Im großen Languedocjahrgang 2005 demonstriert diese schmeichlerische, ungemein sinnliche Cuvée aus Syrah, Grenache und Mourvèdre eindrucksvoll, warum Peter-Paul Falkenstein bereits vor knapp einem Jahrzehnt den 97er aus eher schwierigem Jahrgang im „Handelsblatt” als besondere Empfehlung für den täglichen Trinkgenuss auszeichnete: Ein dunkelroter, eleganter und aromatischer Rotwein mit einer verführerischen Nase von dunklen Beeren (insbesondere Brombeeren und Blaubeeren), Dörrpflaume, schwarze Kirschen, Brotkruste, feinem Schieferduft, Lavendel sowie zarten Anklängen von Pfeffer. Am Gaumen eine anregende Würze und feinkörnige Tanninstruktur sowie eine belebende Säure. Großartiger, feinfruchtiger Wein für den täglichen Trinkgenuss, authentischer und doch unaufdringlicher, süffiger Charakter. Dieser Alltagswein de luxe macht solo genossen einen riesigen Spaß und ist gleichzeitig ein hervorragender Essensbegleiter.
Zu genießen wegen seiner butterweichen Tannine mit größtem Vergnügen ab sofort bis 2011.


 

316204 Moulinier, Cuvée des Sigillaires, rouge 2004 11,00 Euro
Die wunderbare Spitzencuvée „Sigillaires”, im großen Jahrgang 2004 komponiert aus 70% erstklassiger Syrah und je gleichen Anteilen perfekt gereiften Mourvèdre- und Grenachetrauben, zeigt sich wie in den Vorjahren sehr geschliffen, dennoch konzentriert, von herausragender „kühler” Eleganz und Finesse, vielschichtig, dicht und seidig, mit Aromen von dunklen Beeren und Oliven sowie mineralischen Komponenten vom Schiefer, am Gaumen würzig-markantes Tannin, mit präsenter Säure und leichten Anklängen an das Barrique bester burgundischer Provenienz, tolle Struktur, langer Nachhall. Stephen Tanzer, einer der renommiertesten Weinkritiker der Welt, sieht in dieser authentischen Cuvée stilistisch „eine wunderbare Vermählung zwischen einem mineralischen Côte Rôtie und einem großen Châteauneuf-du-Pape”, allerdings nur mit trinkanimierenden knapp 13 Volumenprozent Alkohol. Der „Sigillaires” ist eben in seiner Preisklasse ein unverschämt guter Wein mit einer traumhaft gelungenen Umsetzung von vollreifen Trauben und edlem Terroir in eine fabelhafte Frische und phantastische Mineralität! Die Bibel der französischen Weinkritik, das „Classement” 2008, feiert diesen grandiosen, nordisch inspirierten Wein mit für seine Preisklasse absolut raren 16/20 Punkten, eine Bewertung, mit der in 2004 wesentlich teurere Prestigegewächse aus dem Bordelais wie Calon-Ségur, Giscours, Gruaud-Larose oder Duhart-Milon ausgezeichnet wurden.
Und das Beste: Diese sensationelle Bewertung geht absolut im Ordnung! Der „Sigillaires” 2004 ist einer der größten Weinwerte, der heute in Frankreich zu erwerben ist!
Trinkgenuss ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt Mitte 2008 bis mindestens 2012.


Classement: 16/20 Punkten

316304 Moulinier, „Les Terrasses Grillées”, rouge 2004 24,95 Euro
Ein Traum: Die hedonistische Spitzencuvée „Terrasses Grillées”, ein reinsortiger Syrah, eine Selektion der besten Trauben der Domaine, ist ein Weinereignis der Extraklasse, der keinen Vergleich mit den größten Syrah der Welt zu scheuen braucht. So belegte bereits der legendäre 98er bei einer professionellen Verkostung der großen Syrahweine Australiens, Kaliforniens, aus dem Languedoc und von der Rhône im Oktober 99 den 2. Platz u.a. vor den legendären, um ein Vielfaches teureren Lageweinen Guigals, dem „Grange” von Penfolds, Jim Barrys „Armagh” oder dem „Hill of Grace” von Henschke. In Blindproben zögern die Verkoster oftmals, ihn in den französischen Süden einzuordnen, zu sehr dominiert bei aller Konzentration und Kraft eine unglaubliche Eleganz und Finesse – zwei Komponenten, die, infolge subtiler Verbesserungen in Weinberg und Keller, von Jahrgang zu Jahrgang mehr die Stilistik dieses genialen Weinunikates prägen. Das komplexe Bouquet gleicht einem ungemein komplexen Aromenstrauß mit einer traumhaft verführerischen Frucht: schwarze, reife Brombeeren, Wildkräuter, schwarze Oliven, Eukalyptus, schwarzer Pfeffer, Zimt, gerösteter Kaffee, Bitterschokolade und Süßholz, ein wenig geräucherter Speck und ein ungemein trinkanimierender Minzeton. Unendlich lang am Gaumen, hochreifes Tannin, exzellente Säure, dicht und füllig, rassig, zutiefst mineralisch vom schwarzen Schiefer im Untergrund, atemberaubende Tiefe, große Länge. Ein fabelhafter Syrah der neuen Winzergeneration in Frankreichs wildem Süden, in dem sich eine früher nie gekannte Kühle und Finesse mit seidigen Tanninen vermählen: Welch ein himmelweiter Unterschied zu den marmeladigen Monsterweinen, die in industrieller Produktion ohne Authentizität und Terroirbezug in vielen Weinanbauregionen der Welt in Chemielabors ähnelnden Fabrikanlagen produziert werden. Gegen diese uniformen Massenprodukte steht der zutiefst mineralische Terrasses Grillées 2004 wie ein strahlender Fixstern am Wein-Himmel einer der großen Rebsorten der Welt und fordert die teureren Luxuscuvées der nördlichen Rhone zur vergleichenden Degustation, wobei so manches vinologische Weltbild erheblich ins Schwanken kommen könnte. Denn dieser barriqueausgebaute Syrah von alten Reben mit einem extrem niedrigen Ertrag von 15-18 hl/ha ist infolge seiner Finesse, inneren Dichte, feinen Kühle und traumhaften Mineralität einer der spektakulärsten Weine Südfrankreichs, wie die berühmte Degustation des BOTTIN GOURMAND eindrucksvoll belegt: Qualitativ und stilistisch präsentiert er sich hier absolut vergleichbar den großen Lageweinen der nördlichen Rhône, insbesondere an Guigals „La Mouline” erinnernd; das „Grillées” im Namen kommt jedenfalls nicht von ungefähr. Wahrlich die „Essenz des Syrah im Languedoc!” (Steven Tanzer), Kultweinstatus!
Zu genießen ab sofort (Dekanieren bitte über mehrere Stunden) bis 2018.




Domaine Rossignol-Trapet

Die „roten Rieslinge” begeistern in den großartigen Zwillingsjahrgängen 2004/5 mit weltweit einzigartiger Eleganz und Finesse!

Die von der französischen wie der internationalen Fachpresse enthusiastisch gefeierte Aufsteigerdomaine des Jahrzehnts, Rossignol-Trapet, fasziniert mit traumhaften Rotweinen aus biodynamischem Anbau.

„2005 ist in Burgund ein wahrhaft spektakuläres Jahr, in der Tat einfach das beste und feinste, das ich je gesehen habe – wohl der größte Jahrgang in einer ganzen Generation!” (Allen Meadows, zurzeit bezüglich der Weine des Burgund einer der drei weltweit einflussreichsten und angesehensten Kritiker)

Domaine Rossignol-Trapet


Die Côte d’Or bilden das Herzstück des Burgund. Von ihrem südlichen Teil, den Côte de Beaune, stammen die berühmtesten Weißweine Frankreichs (und auch einige herausragende Rote) und auf ihrem nördlichen Teil, den Côte de Nuits, wachsen auf exzellenten, extrem unterschiedlichen Kalk-Lehmböden (alle paar Meter changiert die Zusammensetzung und ergibt höchst individuelle Weincharaktere) die größten Pinot Noir der Welt, fabelhafte Rotweine, die das universelle Renommee des Burgund begründet haben. Gevrey-Chambertin verkörpert mit seinen 9 Grand Crus das Flaggschiff der Côte de Nuits mit herrlich dichten, fein strukturierten Pinot Noirs, die neben ihrer großartigen Konzentration, einzigartigen Fülle und fabelhaften Struktur in ihrer schönsten Ausprägung auch den Finessenreichtum und das Spiel der besten Weine des benachbarten Morey-Saint-Denis und des ein paar Kilometer weiter südlich gelegenen Chambolle-Musigny in sich vereinen, da die nächtliche Kühle an den oberen Hanglagen für eine traumhafte Aromenvielfalt und -konzentration sorgt. Diese Vermählung von vibrierender Mineralität mit formidabler Kraft, von unvergleichlicher Finesse mit Fülle und Aromenreichtum lässt Liebhaber dieser Prestige-Appellation gar „vom Gipfelpunkt Burgunds” (Gaston Roupnel) sprechen, ihre Grand Crus seien die primi inter pares ihrer Zunft, die sich bis zu 30 Jahre und länger prachtvoll entfalten können!

Und aus dieser auch landschaftlich reizvollen Prestigeappellation kommt der Senkrechtstarter des Jahrzehnts im Burgund, eine von zwei sympathischen Brüdern, David und Nicolas, geleitete Domaine, deren Spitzenweine heute von Jancis Robinson ex aequo mit den um ein Vielfaches teureren Prestigegewächsen von Romanée-Conti und den der anderen Superstars des Burgund bewertet werden. Auch Patrick Essa, der in Frankreich einen hervorragenden Ruf als intimer Burgundkenner besitzt, urteilt gleich euphorisch: „Die noch relativ unbekannten Gebrüder Rossignol-Trapet haben ihre Qualitäten in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Seit den drei herausragenden Jahrgängen (2003/4/5) gehören ihre Weine zum höchsten Qualitätsniveau von Gevrey-Chambertin!” Diese These können auch wir nur ausdrücklich unterschreiben und nach mehrjähriger sorgfältiger Beobachtung der geradezu explosiven Qualitätsfortschritte können wir Ihnen diese wunderschönen Pinot Noir-Weine einer der besten Domainen des Burgund exklusiv für den deutschen Markt anbieten, fabelhafte Rotweine, die in 2004 und 2005 ein unschlagbares Preis-Genussverhältnis in dieser weltberühmten Renommierregion aufweisen.

Domaine Rossignol-Trapet
Die Brüder David und Nicolas

Wie kam es zu dieser Qualitätsrevolution auf einer Domaine im Herzen von Gevrey, die bis vor wenigen Jahren nur wirklichen Eingeweihten ein Begriff war? Nun, infolge traditionellen französischen Erbrechts entstand dieses Mustergut erst 1990 aus der Teilung der berühmten Domaine Louis Trapet, die zum einen an Jean-Louis Trapet und zum anderen an dessen Schwester Mado, die Ehefrau von Jacques Rossignol, dessen Familie seit über 100 Jahren in Gevrey im Weinbau tätig ist, vererbt wurde. Großartige Parzellen mit uralten Reben (teilweise vor dem ersten Weltkrieg gepflanzt), die zu den besten des Burgund gehören und eine extreme Pflanzdichte (10 bis 11.000 Pflanzen pro Hektar) garantieren einen hohen Extraktgehalt der Weine. Zusammen mit dem tradierten Wissen von vielen Generationen und den neuen Ideen der jungen Brüder David und Nicolas, die sich nach ihren Studien auf berühmten Weinbauschulen in Beaune und Toulouse bedingungslos dem biodynamischen Anbau zuwandten, legen sie die Basis für die sagenhaften Qualitäten, die sich Jahrgang für Jahrgang infolge der fortschreitenden Regeneration der Böden und der subtilen Fortschritte in der Weinbergs- und Kellerarbeit in immer atemberaubendere Höhen katapultierten.

„Wir sind keine weltfremden Spinner oder Dogmatiker. Doch nur mit dem Verzicht auf Pestizide und Düngemittel und der aktiven Hilfe für unsere Böden können wir in unserer Region, die natürlich gekennzeichnet ist durch eine Monokultur – den Anbau der Weinrebe – unser Terroir gesund erhalten und eine lebendige Erde voller Mikroorganismen schaffen, die komplexe, hocharomatische Trauben gebiert, die in jeglicher Hinsicht vor Gesundheit und Vitalität strotzen”, erläutert David sehr engagiert die Weingutsphilosophie. Die in biodynamischem Anbau produzierten Trauben aus sehr niedrigen Erträgen werden natürlich ausschließlich von Hand gelesen, zweimal, im Weinberg und auf einem Tisch im Keller, sorgfältig selektiert und so schonend wie möglich auf traditionelle Weise verarbeitet. Ob und wie viel entrappt wird, hängt ab von den Gegebenheiten des Jahrgangs, vergoren wird spontan mit natürlichen wilden Hefen und bei moderaten Temperaturen und der Ausbau erfolgt mit wohldosiertem Holzeinsatz so behutsam und sensibel wie nur irgend möglich. David und Nicolas möchten die „leisen” Aromen des Pinot Noir herausarbeiten und balancierte, harmonische Weine voll feinduftiger Frucht, tiefer Mineralität und reifem Tannin erzeugen. Diese vorbildliche Qualitätsphilosophie für jeden einzelnen Wein liefert höchst authentische terroirgeprägte Gewächse, die ohne übermäßige Extraktion die delikaten Aromen der Edelrebe Pinot Noir zum Klingen bringen. Kein Wunder, dass vom einfachen Bourgogne rouge über die Dorflagen bis hin zu den sinnlichen Grand Crus alle Weine zur absoluten Spitze des Burgunds zählen, mit Preisen, die in ihrem jeweiligen Kontext konkurrenzlos günstig sind. Welch unvergleichliche Hommage an eine der großen Rebsorten der Welt: Feinste Frucht trifft traumhafte Mineralität!

Domaine Rossignol-Trapet


Liebe Kunden, ich kann Ihnen diese aus zertifiziertem biodynamischen Anbau produzierten Weltklasseweine nur eindringlich anempfehlen. Sie versöhnen mit allen Enttäuschungen, denen die Liebhaber großer Pinot Noirweine immer wieder aufgesessen sind: Diese höchst charaktervollen Weine sind mir eine absolute Herzensangelegenheit und ich bin sicher, dass sie allen Kunden ein glückliches Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermögen.


219105 Rossignol-Trapet, Gevrey Chambertin, rouge 2005 29,80 Euro
Sehr verführerischer Pinot Noir, dessen komplexer, zartrauchiger, dunkelbeeriger Duft von der Finesse und der betörenden Süße geprägt ist, welche die Stilistik der großen Rotweine von Rossignol-Trapet kennzeichnen. Die erstklassigen Trauben für diese großartige Dorflage stammen von 5 verschiedenen Terroirs, die mit ihren unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen zur Vielschichtigkeit dieses großartigen Villages-Weines beitragen. Am Gaumen bei aller Fülle und Dichte feinst balanciert, sehr harmonisch, enorm frisch, sehr elegant und mit herrlich reifen Blaubeeraromen und Kirschanklängen versehen. Tolle Länge, subtile Mineralität und „feinere Tannine, als man sie gewöhnlich in Villages-Weinen findet”, urteilt dezidiert Allen Meadows, zurzeit bezüglich der Weine des Burgund einer der weltweit einflussreichsten und angesehensten Kritiker.
Zu genießen ist dieser fabelhafte Pinot Noir mit einem Wahsinns-Preis-Genussverhältnis ab Ende 2008, Höhepunkt 2010 bis 2020.


219104 Rossignol-Trapet, Gevrey Chambertin, rouge 2004 28,80 Euro
Der wunderschöne, bereits vollreife Zwillingsbruder begeistert mit einer sinnlichen Pinot-Noir-Nase (mehr auf der rotfruchtigen Seite) und betört bei aller Konzentration und Dichte des Gaumens mit einer feinen Struktur und tänzelnden Eleganz.
Ab sofort bis 2014.


Domaine Rossignol-Trapet


219705 Rossignol-Trapet, Gevrey Les Etelois, rouge 2005 39,80 Euro
Aus einer einzelnen Parzelle, die wie die Spitze eines Dreiecks in die beiden Grand Cru Lagen Charmes und Griotte hineinragt, stammen die kleinbeerigen Trauben (so klein, dass sie sich am Stock nicht berührt haben!) für diese extrem rare und wegen ihrer Feinheit und seidenen Tannine fabelhaft schöne Dorflage, die alles überragt, was Sie sonst noch im Burgund im Bereich der Villages-Weine finden können: Patrick Essa, einer der renommiertesten Burgundkritiker Frankreichs, notiert begeistert: „Das ist der Wein aus Gevrey, der am meisten an Chambolle erinnert. Ich kann mich irren, aber ich bin fest überzeugt, dieser delikate, zutiefst harmonische Wein hat das Niveau eines Grand Cru!” Selbst wenn Essa irrte, dann erwerben Sie mit diesem traumhaft finessenreichen Pinot mit seiner seidenen Mineralität (der in der Tat in mehreren Blindproben als ‚Griotte’ eingestuft wurde) zumindest eine Premier-Cru-Qualität, und das zum Preis einer guten Dorflage renommierter Winzer. Einfach ein Super-Schnäppchen!
Zu genießen 2008 bis nach 2020.


219805 Rossignol-Trapet, Beaune 1er Cru Les Teurons, rouge 2005 29,90 Euro
Wunderschön rauchiger, tief mineralischer Pinot Noir von einer hoch gelegenen, kühleren Parzelle der erstklassigen Lage „Teurons” (ein im Untergrund sehr kalkhaltiger, mit vielen roten Steine übersäter Weinberg, den Nicolas Frau in die Ehe eingebracht hat), welche als einzige der sympathischen Rossignol-Brüder nicht von den Côte de Nuits stammt: Wilde Walderdbeeren, Himbeeren und schwarze Kirschen im betörenden Bukett sowie eine faszinierende, würzige, dunkle, rauchige, zutiefst mineralisch-„steinige” Tönung in Duft und Geschmack weist diesen großen Terroir-Wein in einer Blindprobe als typisch für die Côtes de Beaune aus – wobei sie auch, je nach Entwicklungsstadium, Anklänge an einen großen Pommard hervorruft! Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen Kraft und Eleganz, wischen einer zart beerigen Fruchtsüße und dem erdigen Geschmack von kühler mineralischer Würze. Dabei begeistert ein leckerer süßer Kern, der den großen Lagen in Burgund so unverkennbar ihr betörende Stilistik verleiht und der ausdrücklich die Fortschritte in Weinberg und Keller demonstriert, die diesen kernigen1er Cru wie ein Leuchtfeuer aus dem Meer vieler mittelmäßiger Weine dieser großen Renommierregion aufleuchten lassen. Welch lebhafte, pulsierende, delikate Komposition. Alle Komponenten sind zart verwoben und seine harmonische Ausstrahlung lässt den Liebhaber großer erdiger Pinot Noir genießerisch mit der Zunge schnalzen: Es sind dieser sanfte, leicht erotische Schmelz und die auf den Punkt dosierte Fruchtsüße abseits aller Holzorgien (nur 10% neue Barrique wurden hier eingesetzt), die schlichtweg begeistern – und dann kommt trotz aller belebenden, schmeichlerischen Fruchtigkeit auf der Zunge ganz hinten am Gaumen noch einmal ein letzter Kick von Havannatabak, gefolgt von einem sehr langen, packenden, tief mineralischen Abgang.
Zu genießen ab Ende 2008, Höhepunkt 2012 bis 2018.


Domaine Rossignol-Trapet


219204 Rossignol-Trapet, Gevrey Chambertin 1er cru „Clos Prieur”, rouge 2004 48,00 Euro



219205 Rossignol-Trapet, Gevrey Chambertin 1er cru „Clos Prieur”, rouge 2005 55,00 Euro
Traditionell ausgebaute Weine der Côte de Nuits verdanken ihren legendären Ruf ihrer einzigartigen Finesse und einer geradezu lasziv-erotischen Fruchtsüße, die fein unterlegt ist von einer faszinierenden Mineralität, die in ihrer nobelsten Ausprägung ungemein präzise und kühl im Charakter die Zunge liebkost. Dieser grandiose Wein aus der phantastischen Premier Cru-Lage „Clos Prieur”, die schmeckbar an eine der legendären Grand Cru Lagen, Clos de Béze, angrenzt, gereicht seiner berühmten Appellation wahrhaft zur Ehre: Feinheit und Liebreiz paaren sich mit Eleganz, Kühle und Finesse und konkurrieren ernsthaft mit den um ein paar Meter entfernt angesiedelten grandiosen Grand-Cru-Lagen um die Krone des Pinot Noir. Ein fabelhafter, authentischer Stoff aus handwerklicher, biodynamischer Anbauweise, ein zutiefst emotionaler Wein, der die Seele zu streicheln vermag. Der 2004er aus großem klassischen Jahr ist ungemein fein balanciert und vermählt traumhaft kleine rote Beerchen mit der expressiven Mineralität seines großen Terroirs. (Zu genießen an Frühjahr 2008 bis nach 2018). Auch der 2005 aus einem Jahrhundertjahrgang ist nicht unbedingt ein Favorit von „Körpertrinkern”, sondern brilliert wegen seiner Zartheit und seiner extrem feinen Frucht von roten und schwarzen Beeren und seinen Anklängen an schwarze Kirschen und edle Gewürze. Auf der Zunge traumhaft präzise, ungemein frisch und von einer schwebenden Transparenz gesegnet. Welch fabelhafte Balance, welch seiden-cremige Tannine und welch innere Harmonie bei einer sensationellen Länge. Von Jancis Robinson mit 18/20 Punkten zu den ganz großen Weinen dieses schon heute legendären Jahrgangs gezählt!
Zu genießen 2012 bis 2025, vielleicht gar bis 2030.


Jancis Robinson: 18/20 Punkten

219405 Rossignol-Trapet, Gevrey Chambertin 1er cru „Aux Combottes”, rouge 2005 55,00 Euro
70 Jahre alt sind die Reben in dieser zwischen Latricières-Chambertin und Clos de la Roche befindlichen herausragenden1er Cru Parzelle teilweise. 1861 stufte man übrigens den Combottes gleichrangig mit allen Gevrey-Grand Crus als 2ème classé (mit Ausnahme von Chambertin und Clos de Bèze) ein. Angesichts der fabelhaften Qualitäten von Rossignol-Trapet aus dieser Renommierlage kann man das nur all zu gut nachvollziehen. Traumhafte Fruchtsüße in der Nase! Eine expressive, geschmeidige Kraft und eine kühle, seidene Tanninstruktur ergeben eine famose Spannung zwischen Wärme und Kühle, zwischen Mineralität und Frucht, die am Gaumen spielt, die grandioses Trinkvergnügen beschert, die Emotionen weckt nach diesem tollen Kalksteinparfum, den feinen Gewürzen und den saftigen Beerenaromen. Aber was für Beeren sind das! Kleine, leckere, wild gewachsene, höchst aromatische Wald- und Heidelbeeren, auf wohl schmeckende Art gepaart mit schwarzen Kirschen. Ein „Muss” für Liebhaber sinnlicher Genüsse, welche Kaschmir und Seide, Finesse und Eleganz, mehr schätzen als vorlautes Krachen im Glase. Unglaublich schöne Balance und ungemein lang mit feinsten Tanninen!
Zu genießen 2009 bis nach 2018, mindestens.


Domaine Rossignol-Trapet
Blick in die „Schatzkammer” der Domaine


219304 Rossignol-Trapet, Gevrey Chambertin 1er cru „Petite Chapelle”, rouge 2004 48,00 Euro
Petite Chapelle ist eine herausragende Premier-Cru-Parzelle, die unmittelbar an die Grand-Lagen Chapelle und Griotte angrenzt und zweifelsfrei einer der schönsten Premier Crus dieses ungemein finessenreichen Jahrgangs. Welch eine betörende Nase: neben verführerischen Blaubeer-, Kirsch- und Himbeeranklängen feinste Nougatpraline, Mokkanoten und orientalische Gewürze. Am Gaumen eine sagenhafte Dichte und Fülle für einen 2004er, daneben scheinen kleinste, süße Beeren förmlich über die Zunge zu tänzeln. Fabelhafte Harmonie und Balance, zutiefst mineralisch, großartige Länge: „Niemals in den letzten 15 Jahren hatten wir eine reintönigere Frucht, kombiniert mit einer derartigen Komplexität und Balance”, urteilen begeistert die beiden Brüder Rossignol. Welch ein großartiger Pinot Noir von femininer Stilistik, der nach mehrstündiger Öffnung sich immer feiner und mineralischer präsentiert. Großes, emotionales Kino!
Zu genießen wegen seiner seidenen, cremigen, butterweichen Tannine ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2020.


219305 Rossignol-Trapet, Gevrey Chambertin 1er cru „Petite Chapelle”, rouge 2005 55,00 Euro
Dieser fabelhafte Wein gleitet auf die Zunge wie flüssiger Samt. Ein emotional berührender Gruß aus einer der größten Weinanbauregionen Frankreichs, der unter die Haut geht! Dichter, opulenter, fleischiger als der klassische 04er.
Zu genießen 2012 bis 2025.


219504 Rossignol-Trapet, Latricières Chambertin Grand Cru, rouge 2004 75,00 Euro
Feinheit und Finesse sind die Kardinalstugenden eines großen Burgunders! Der Reiz des Pinot Noir in Burgund liegt in der einzigartigen Kombination von Zartheit und Kraft, die selbst außerordentlich reiche und konzentrierte Weine nicht „fett” wirken lässt. Idealtypisch verkörpert dieser ungemein feine und fabelhaft mineralische Grand Cru diese Stilistik, die von den hohen Kalkanteilen im Boden stammen. In der Nase sehr komplexe Anklänge an Schattenmorellen, rote Beerenfrüchte und betörende Gewürze, fein getragen von einer traumhaften Mineralität. Am Gaumen die Paradoxien der großen Weine der Welt in sich tragend, einerseits ungemein dicht und packend, aber gleichzeitig schwebend, filigran, präzise, ungemein fokussiert, transparent. Dazu ein enormer mineralischer Spannungsbogen und eine großartige Säureader, mit Luftzufuhr immer besser werdend. Wahnsinnspotential!
Es ist nicht so schwierig, einen eleganten oder einen kraftvollen Wein zu machen, aber es ist extrem schwierig, eine Ausgewogenheit zwischen beiden Polen herzustellen. Nur die großen Pinot Noir aus dem Burgund vermögen es meisterlich. Und dieser Grand Cru ist solch ein singuläres Meisterwerk, ganz nahe dem Ideal. Die Rebe als Übersetzer ihres einzigartigen, weltberühmten Terroirs, sinnlicher Genuss in Vollendung. Power without weight. Ein überwältigender, aristokratischer Wein, eine der Legenden des Jahrgangs!
Zu genießen ab 2010, Höhepunkt 2012 bis 2025.


Domaine Rossignol-Trapet


219505 Rossignol-Trapet, Latricières Chambertin Grand Cru, rouge 2005 89,00 Euro
Von Jancis Robinson mit 18,5/20 Punkten geadelt und damit exakt auf eine Stufe gestellt mit den um ein Vielfaches teureren Prestigegewächsen von Romanée Conti wie La Tâche und Richebourg. Wir bitten Sie um Verständnis, werte Kunden, dass wir diesen fabelhaften Latricières mit seiner schier unglaublich feinen Frucht und abgrundtiefen Mineralität zunächst denjenigen unserer Kunden vorbehalten, die schon den ganz großen, klassischen 2004er gekauft haben oder jetzt noch erwerben. Wir sind entschieden dagegen, für diesen 2005er Ausnahmewein Phantasiepreise zu verlangen, wie dies mit anderen großen renommierten Weinen geschieht, wohl wissend, dass diese gezahlt werden und der Marktpreis in wenigen Monaten deutlich höher sein wird. Doch Pinard de Picard verkauft unabhängig von Bewertungen seine Weine stets in Relation zu seinem Einkaufspreis. Nur möchten wir dabei unsere Stammkunden schützen und Ihnen ein Vorkaufsrecht einräumen. Sollten danach noch Weine verfügbar sein, beliefern wir Erstbestellungen des 2005ers in der Reihenfolge der Bestelleingänge.

„Wir sind die geistigen Söhne der alten Böden. Unsere Seele hat die Erhabenheit und die Qual der von Männerhand geschaffenen Unermesslichkeit empfangen.” Gaston Roupnel. Kein Wein kann dieses große Bonmot besser demonstrieren als dieser feine, noble Wein, der wie Seide über die Zunge gleitet.


Jancis Robinson: 18,5/20 Punkten

219605 Rossignol-Trapet, Chambertin Grand Cru, rouge 2005 125,00 Euro
Von Jancis Robinson mit 19/20 Punkten geadelt und damit auf eine Stufe gestellt mit den um ein Vielfaches teureren Prestigegewächsen von Romanée Conti.
Burgunderkenner unter Ihnen, liebe Kunden, wissen, dass es nicht im Charakter eines großen Pinot Noirs liegt, seine komplexen Charaktereigenschaften auch nur annähernd im jugendlichen Stadium zu offenbaren. Die einzigartige aromatische Vielfalt dieser magischen Finessenweine erschließt sich erst in ihrer gesamten Komplexität nach einigen Jahren der Entwicklung: Wahre charakterliche Größe braucht Reifezeit – beim Wein wie beim Menschen. Und was haben wir hier einen Wahnsinnsstoff im Glase von der besten Grand-Cru Lage der Appellation: Ein großer Wein von vollkommener Harmonie, nicht so fokussiert wie der Latricières, dafür cremiger, mit einer traumhaften Ausgewogenheit und einer inneren Balance versehen, die unübertrefflich ist. Mineralität, Fülle, Feinheit, Kraft, Dichte, Länge, alle Attribute eines großen Burgunders sind auf den Punkt getroffen. Eine Hommage an die Sinnlichkeit und Mineralität eines beseelten Pinot Noir, der wie keine andere Rotweinrebe als die Inkarnation von Eleganz und Finesse zu gelten hat und die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen ins Glas zaubert. 98-100 Punkte bei Patrick Essa, einem der berühmtesten Burgunderkritiker Frankreichs!
Zu genießen 2012 bis nach 2030.


max. 2 Flaschen pro Kunde




DEUTSCHLAND

Weingut Battenfeld-Spanier - Rheinhessen

Hans Oliver Spanier vinifiziert in der guten Stube des trockenen deutschen Rieslings faszinierende Öko-Weine, die zur absoluten Spitze Deutschlands zählen!

Weingut Battenfeld-Spanier - Rheinhessen
Hans Oliver Spanier

Die Region Rheinhessen setzte im letzten Jahrzehnt zu einem vorher nie geahnten Höhenflug an und steht heute als Synonym gar für trockene Weltklasserieslinge deutscher Provenienz! Am äußersten südlichen Rand dieser Renommierregion, unmittelbar an der Grenze zur benachbarten Pfalz, vinifiziert einer der Top-Aufsteiger der letzten Jahre, Hans Oliver Spanier, von seinen Freunden liebevoll H.O. gerufen, traumhaft mineralische Rieslinge, mit denen er sich binnen weniger Jahre in die absolute deutsche Spitzenklasse katapultiert hat. Mit seinen gerade einmal 35 Jahren verfügt er bereits über fast 20 Jahre Berufserfahrung und hat sich qualitätsbesessen und voller Leidenschaft dem Riesling verschrieben. Inspiriert auch durch die lange Freundschaft zu den anderen Granden des rheinhessischen Hügellandes wie Klaus Peter Keller, Dirk Würtz, Daniel Wagner und Philipp Wittmann und geprägt durch lange Gespräche mit seinem Großvater, der ihm erklärte, wie man früher Wein gemacht hat ohne die „Segnungen” der modernen Önologie, hat er sich als unbeirrbarer Freigeist konsequent dem ökologischen Weinanbau verschrieben und sich vom Bundesverband ECOVIN zertifizieren lassen.

Weingut Battenfeld-Spanier - Rheinhessen
Romantische Landschaft im Rheinhessischen Hügelland

Charaktervoll, ausdrucksstark und von Jahr zu Jahr ausgereizter in Weinberg und Keller setzen seine Weinunikate dabei mit eigenständiger Stilistik neue Maßstäbe. Niedrige Erträge, sorgfältige ökologische Arbeit im Weinberg, Düngung nur mit natürlichem Kompost, Vergärung der streng selektierten Trauben auf wilden Hefen, langsamer und schonender Ausbau auf der Hefe und sensibler Ausbau in Holzfässern oder Edelstahltanks sorgen für eine Qualität, die seine Rieslinge zu den gefragtesten ihrer Region haben werden lassen. Bei jedem Schluck dieser Terroirweine schmeckt man, dass das von der Natur gegebene Lesegut so authentisch wie möglich im Keller in singuläre Weinqualität umgesetzt wurde. „Es sind unsere einzigartigen Böden, welche den Weinen ihre mineralische, unverwechselbare Note geben, gepaart mit der ganzen Fruchtfülle, die den Riesling so einzigartig macht. Wir versuchen nur noch, das Geschenk der Natur unverfälscht in die Flasche zu transportieren”, stellt der ebenso sympathische wie lebensfrohe H.O. seine großen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel. Auf Hans Olivers Homepage prunkt jedoch selbstironisch, aber auch selbstbewusst der Ausspruch: „Der einzige Spanier, der etwas von Riesling versteht”. Für Kenner keine Frage, dass dieses Bonmot längst Realität geworden ist. Wir sind glücklich, dieses rheinhessische Musterweingut neu in unser Programm aufnehmen zu können und freuen uns sehr auf eine spannende Zusammenarbeit in den nächsten Jahren: Battenfeld-Spanier produziert Bio-Weine, wie sie besser nicht sein können!


956506 Battenfeld-Spanier, Weisser Burgunder Gutswein trocken (DV) 2006 7,75 Euro
Dieser raumhaft frische, ungemein inspirierende, kompromisslos trockene Weißburgunder (was für ein Unterschied zu vielen belanglosen Modeweinen mit kaschierender Restsüße!) von erstklassigen Kalk-, Lehm und Lössböden aus Hans Olivers Heimatort Hohen-Sülzen fasziniert in der Nase durch sein nuanciertes Aromenspiel (ganz zarte Haselnussanklänge, dazu Birnen sowie eine feine rauchige Mineralität), seine terroirgeprägte Individualität und eine schwebende Transparenz. Am Gaumen dicht, konzentriert, kräftig, dabei jedoch auch von verspielter, eleganter, ja fast filigraner Stilistik (überhaupt nichts Schweres oder Plumpes ist diesem noblen Weißburgunder zu eigen!), angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, lang anhaltend. Ein traumhaft leckerer Terrassenwein, der die Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden widerspiegelt und immer wieder Lust macht auf das nächste Glas, aber auch ein fabelhafter Essensbegleiter, der eindrucksvoll belegt, dass Hans Oliver neben seinen genialen Rieslingen auch die Rebsorte Weißburgunder meisterhaft zu vinifizieren weiß! Ein vorzüglicher Wein aus biologischem Anbau, der Staunen macht ob seiner enormen Preiswürdigkeit. Weißburgunder kann eine großartige Rebsorte sein!


956006 Battenfeld-Spanier, Riesling „Edition Pinard de Picard” trocken 2006 , statt 7,90 nur 7,40 Euro
Der Jahrgang 2006 dürfte der größte sein, den Hans Oliver bisher produzierte. Herrlich präzise Weine voll strahlender, vibrierender Mineralität und einer pikanten, aber geradezu cremigen Säure, einer dadurch bedingten animierenden Frische und einem sinnlichen Mundgefühl infolge einer wunderschönen Konzentration und inneren Dichte. Und bereits sein Basisriesling – immer die Handschrift und das Aushängeschild eines Gutes – ist derart gelungen, dass wir Hans Oliver baten, für Pinard eine Selektion seiner besten Fässer anzubieten, die wir Ihnen, werte Kunden, heuer zu einem ganz besonders günstigen Einführungspreis ans Herz legen möchten. Dieser rassige, knackig frische, ‘kühle’ und traumhaft mineralische Gutsriesling auf absolutem Spätleseniveau, demonstriert auf wunderschöne Art und Weise die Typizität der großen rheinhessischen Kalklagen. In der Nase eine herrliche tabakwürzige Frucht, zart verwobene Anklänge an Aprikose, Weinbergspfirsich und feinste Mineralien. Der Wein verwöhnt mit einer moderaten Alkoholgradation und präsentiert sich herzhaft und animierend süffig am Gaumen. Man möchte mit der Zunge schnalzen. Schön, dass es solch leckere und bezahlbare Weißweine gibt, die so unspektakulär gut sind: ein phantastischer Zechwein auf allerhöchstem Niveau, ein großartiger Riesling für den Alltag aus seriösem, zertifiziertem Bioanbau, der die Stilistik seiner Herkunft aus drei Gemarkungen gekonnt in Frische und erstklassige Qualität übersetzt: Die Monsheimer Lagen zeichnen verantwortlich für die animierende Mineralität, das Mölsheimer Terroir für die Finesse und Hohen-Sülzen für den verführerischen Schmelz. Mühelos, aber mit großer Freude steckt man auch die zweite Flasche am Abend weg.
Zu genießen ab sofort bis 2010.


Angebotspreis bis Ende September!

Weingut Battenfeld-Spanier - Rheinhessen
Rebschnitt

956106 Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen Riesling „S” trocken 2006 11,80 Euro
Dieser expressive Wein bezaubert mit seiner frischen kräutrigen Aromatik und feinstem Spiel und deutet schon in der Jugend sein breites Fruchtspektrum an, das von Pfirsich, Limone, Passionsfrucht und Steinobst bis hin zu zart exotischen Anklängen reicht und das fast süchtig macht in der Intensität der Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter seiner großen steinigen Lagen aus Hohen-Sülzen mit Anklängen an rauchige Gesteinsnoten. Am Gaumen fasziniert bei allem Schmelz zuerst die klare mineralische, rassige Note, dann, nach längerer Öffnung, das komplexe Spiel der Aromen von reifem Pfirsich und Honigmelone. Faszinierend im langen Abgang ist die leichte Würze mit ihren betörenden Trockenkräuternoten. In der Stilistik präsentiert sich dieser große rheinhessische Riesling insgesamt von noch noblerer, feinerer und aristokratischerer Struktur als der großartige Basisriesling.
Zu genießen ab sofort bis 2015, mindestens.


956206 Battenfeld-Spanier, Riesling Kirchenstück trocken 2006 21,50 Euro
Eine faszinierende Mischung aus Komplexität, Kraft, Finesse und Pfälzer Schmusekätzchen (Diese große deutsche Anbauregion für trockenen deutsche Riesling liegt nur einen Steinwurf von Hohen-Sülzen entfernt, dessen bestes Terroir mit einer Selektion hochwertiger Klone, das Kirchenstück, den Kernwingert, die südlich exponierte Renommierlage von H.O.s Heimatort bildet), die nur wenige große Winzer auf die Flasche zu zaubern vermögen. Welch brillanter, ungemein harmonischer, höchst individueller Riesling mit enorm viel Charakter. Bei aller Dichte und Opulenz niemals in die Schwere abgleitend, im Gegenteil: Eine präzise Mineralität und eine fabelhafte Säurestruktur sorgen für einen großartigen Spannungsbogen und eine fabelhafte Frische: Barocke Pfälzer Fülle trifft rheinhessische Lebensfreude und Leichtigkeit! Diese großartige Große Gewächse-Qualität wird sich in den nächsten Monaten zu einem der attraktivsten und stilistisch prägnantesten Rieslinge Deutschlands entwickeln („Ich will keine netten Weine erzeugen, ich will Weine machen, die noch Ecken und Kanten haben”, diesen Leitsatz von H-O. demonstriert dieser Paraderiesling idealtypisch), gegen den viele wesentlich teurere Großen Gewächse nicht die Spur einer Chance haben werden! Das ist feinste Bodenprägung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis 2010.


Weingut Battenfeld-Spanier - Rheinhessen
Hans Oliver Spanier beim Verkosten des neuen Jahrgangs

956306 Battenfeld-Spanier, Riesling Frauenberg trocken 2006 25,00 Euro
Eleganz und Kraft, Fülle und Finesse, Mineralität und Frucht, Feinheit (hier schmeckt man die späte Ernte der kerngesunden Trauben, die von den kühlen Nächten Ende Oktober profitierten!) und Länge: Der stark kalkhaltige Mergel des parallel zum Hang terrassierten Flörsheimer Frauenberg macht es möglich, alle Attribute eines trockenen Weltklasse-Rieslings in einem Wein zu vereinen. Gewachsen in steiler Lage erinnert mich dieser fabelhafte Wein, der seit dem Jahrgang 2002, als er in einer Blindprobe großer deutscher und Wachauer Rieslinge brillierte, an eine hypothetische Mischung aus Kellers Kirchspiel und Morstein, allerdings mit einer cremigen Konsistenz, die diesen Riesling zu einem einzigartigen Unikat werden lässt. Ein traumhaftes Spiel, eine enorme innere Dichte, betörende Kräuteraromen, eine faszinierende Feuersteinaromatik und eine abgrundtiefe, geradezu salzige Mineralität vermögen den Zauber dieser großen rheinhessischen Renommierlage ins Glas zu transportieren. Das Mundgefühl, das dieser großartige Wein auslöst, fasziniert, nimmt ein, begeistert. Ein Wein, der tief berührt in seiner spürbar edlen Art und tiefen Mineralität.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis nach 2015.




Wir haben Ihnen, werte Kunden, in der letzten Pinwand von einer mittlerweile fast schon legendären Vergleichsprobe berichtet, in der die besten Pinot Noirs aus deutschen Landen qualitativ auf Augenhöhe mit den besten burgundischen Rotweinen brillierten. Vor ein paar Jahren noch unvorstellbar, hat es eine Handvoll deutscher Spitzenwinzer tatsächlich geschafft, Rotweine von einer derart phantastischen Güte zu produzieren, dass sie in Blindproben gleich hoch wie ihre berühmten Vorbilder aus dem Burgund gewertet werden! Bestes handwerkliches Können, großer Ehrgeiz, Enthusiasmus und die bedingungslose Liebe zum Wein ebenso wie die klimatischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts, von denen die nördlich gelegenen Weinanbauregionen auf unserer Erdhalbkugel schmeckbar profitieren, haben zu diesem Ergebnis gleichermaßen beigetragen, welches, auch das sei deutlich angemerkt, schon einem kleinen Erdbeben gleichzusetzen ist! Zweifellos: Der Jahrhundertjahrgang 2005 ist nicht nur im Burgund oder im Bordelais von erlesener Güte, er stößt auch in Deutschland im Rotweinbereich die Tür zu einer neuen Qualitätsdimension ganz weit auf! Heute präsentieren wir Ihnen zwei der fabelhaften Rotweine, die mit der Spitze des Burgund mithalten können, von einem deutschen Winzer, der seit Jahren bereits höchstes Ansehen wegen seiner großartigen Gewächse genießt und der in 2005 die bisher besten Weine seines Lebens vinifizierte:


Weingut Friedrich Becker

Gault Millau: „Friedrich Becker ist der beste Spätburgunderwinzer Deutschlands und unser Aufsteiger des Jahres 2006. Zum vierten Mal in Folge ist Beckers Pinot Noir Tafelwein der beste Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland.”

Weingut Friedrich Becker
Der „Alte Fritz” probiert seine Rotweine

„Unseren größten Reichtum behandeln wir nicht selten wie Dreck. Das Erd-Reich”. Friedrich Becker nimmt kein Blatt vor den Mund. Unangepasst ist er. Ein engagierter Charakterkopf. „Der herbe Duft des Bodens zwischen Tau und Tag, beim ersten Gang durch den Weinberg, sagt der Nase des Winzers alles über den Zustand seines Weinbergs. Und damit über seinen wertvollsten Besitz. Dieses ihm anvertraute Erd-Reich in seinem natürlichen Gleichgewicht lebendig und vital zu erhalten, gebietet der Respekt vor der Natur. Aber auch das ureigenste Interesse. Denn nur auf dieser Grundlage wächst Qualität. Hier im Grenzland zwischen Vogesen und Pfälzerwald, wo das Elsass die Pfalz berührt, sind unsere Böden mit besonderem geologischem Reichtum gesegnet. Neben Buntsandstein besitzen wir jene Melange aus Kalk, Mergel und Ton, wie sie auch das Burgund auszeichnet. Nicht zufällig also haben wir hier vor über 40 Jahren unseren Pinot Noir gepflanzt.” Und mittlerweile ist aus einer vagen Hoffnung und einer großen Vision süße Realität geworden: Friedrich Becker ist, Schritt für Schritt, zum besten Spätburgunderwinzer Deutschlands avanciert.
Kein Wunder also, dass die tatkräftigen Beckers (denn neben dem „Alten Fritz”, wie Friedrich Becker in der Szene ebenso liebe- wie respektvoll tituliert wird, arbeitet gleichermaßen engagiert sein hochtalentierter Sohn im Weingut mit, der „Junge Fritz”,) fast nie auf Messen oder Präsentationen zu finden sind. Dafür bleibt keine Zeit, wenn man große Weine machen will: „Der beste Dünger eines Weinbergs sind die täglichen Fußstapfen seines Winzers.
Im Keller dürfen wir nur mehr keine handwerklichen Fehler machen, arbeiten nur mit Schwerkraft, ohne Pumpen, und so schonend wie irgend möglich, um nur die feinsten Tannine aus der Traubenhaut zu extrahieren. Doch unsere mineralischen Weine werden nie besser sein als das Lesegut, das zum Hoftor hereinkommt”, lautet das einhellige Urteil von Vater und Sohn. Und mit selten euphorischer, zudem einhelliger Begeisterung würdigt die Fachpresse ihre handwerkliche Arbeit, die bei den Beckers als selbstverständliche Hommage an die Natur betrachtet wird: Der Gault Millau 2007 bewertet zum vierten Mal in Folge Beckers Pinot Noir Tafelwein als besten Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland. Herzlichen Glückwunsch den visionären Köpfen und begnadeten Händen, die diese Weinunikate geschaffen haben, die selbst den Spitzenweinen aus dem Burgund Paroli bieten können: Der deutschen Rotweinikone, dem „Alten Fritz”, dem „Jungen Fritz”, sowie ihrem genialen Kellermeister Stefan Dorst, der seit Jahren mitverantwortlich zeichnet für die sensationellen Qualitäten und die singuläre Stilistik dieser großen Weine. Die Ehrung als „Aufsteiger des Jahres” im Gault Millau 2006 ist mehr als verdient!


Weingut Friedrich Becker
Blick auf die Große Gewächslage „Sankt Paul”

972905 Becker, Spätburgunder „Sankt Paul” Großes Gewächs 2005 49,90 Euro
Ein ganz großer Pinot Noir, zu 100% im neuen Barrique ausgebaut, der seine Pendants findet in den berühmtesten Lagen des Burgund: Feine Mineralik trifft feinste Frucht. Finesse verbindet sich mit Länge. Genau so muss ein großer Burgunder schmecken! Höchste Eleganz paart sich mit süchtig-machendem Sexappeal und geschliffenen Tanninen. Ein singuläres Meisterwerk, in dem sich ein großes Terroir versinnbildlicht und sein magisches Antlitz enthüllt. Eine Göttergabe, deren aromatische Faszination berührt und die über Jahre hinweg nicht vergessen werden wird! Doch kommen wir zu irdischen Bewertungen zurück und lassen den Gault Millau urteilen, der diesen fabelhaften, lasziv-mystischen Wein mit einem Chambolle-Musigny vergleicht und meint: „Friedrich Becker gehört seit seinem legendären 1989er zu den bedeutenden Rotweinmachern Deutschlands und kaum jemand sonst kann seitdem eine so lückenlose Reihe großer Spätburgunder aufstellen. Der Sankt Paul begeistert mit einem satten Duft von kräftig geräuchertem Speck, besitzt enorme Entwicklungschancen und gehört zu den 10 besten Rotweinen Deutschlands.” Viele unserer Kunden, die bei uns vor Ort an unseren Degustationen teilnehmen, sehen diesen genialen Wein qualitativ auf gleicher Stufe mit dem stilistisch anders gearteten, etwas majestätischeren Gault Millau-Sieger, denn eine derartige burgundische Eleganz, die in die Mysterien des Terroirs einweiht, solch pure Sinnlichkeit, werden Sie zu diesem Preis selbst in Frankreich schwerlich finden können. Châpeau, „Alter Fritz”!

Dieser ungemein komplexe Wein riecht so ungemein vibrierend und schmeckt so tiefgründig erfrischend, wie es in den ‚lebenden’ Weinbergen der rührigen Beckers an der deutsch-französischen Grenze lebendig vielfältig duftet. Wenn ich einen Schluck dieses originären Pinot Noir zu mir nehme, werden Erinnerungen wach und ich tauche ein in die angenehm wohltuende Sonne eines Spätnachmittags an einem warmen Sommerabend, der kühlende Abendwind streicht bereits über die Reben, und ich tanke Hoffnung und Kraft. Kann es ein schöneres Kompliment geben? Probieren Sie unbedingt diesen lasziv-erotischen Wein, der nach Herkunft schmeckt, nach Pfälzer Heimat, nach wild wachsenden Blaubeeren und nach dem prachtvollen Weinberg, auf dem er gewachsen ist.

Und Jancis Robinson, weltweit renommierte master of wine, feiert diesen Traum eines Burgunders mit 17,5/20 Punkten, eine Bewertung, deren ganze Tragweite man erst erkennen kann, wenn man weiß, dass diese so ungemein zurückhaltend punktende Pinot-Noir-Liebhaberin selbst die teuersten Prestigeweine aus dem Burgund, die Luxuscuvées von Romanée-Conti, im Jahrhundertjahrgang 2005 mit 18-19 Punkten bewertete und viele andere große Namen darunter! Die deutsche Rotweinelite ist erstmals auf Augenhöhe mit den Pretiosen des Burgunds!
Zu genießen ab sofort bis etwa 2018.


972705 Becker, Pinot Noir 2005 98,00 Euro
Vier Mal in Folge vom Gault Millau als der „beste Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland” ausgezeichnet. Und 2005 ist aufgrund des fabelhaften Altweibersommers und infolge immer älter werdender Reben der größte jemals in Deutschland erzeugte Rotweinjahrgang!



Weingut Friedrich Becker
Der „Junge Fritz” beim Verkosten.

Dazu möchten wir Ihnen noch zwei Einstiegsweine der sympathischen Beckers empfehlen:

974006 Becker, Weißer Burgunder „Kalkgestein” trocken 2006 12,50 Euro


972005 Becker, Spätburgunder „Cuvée Pinard” trocken 2005 2005 9,95 Euro
Einen großen Winzer erkennt man immer auch an seinem Einstiegswein. Und welch sensationelle Qualität funkelt hier im Glas und bietet ungemein viel Burgunder fürs Geld. Niemals zuvor habe ich in der Bourgogne einen so gelungenen, harmonischen, balancierten Pinot Noir in dieser genussfreundlichen Preisklasse gefunden, den die sympathischen Beckers aus jüngeren Reben aller großen Terroirs des Weingutes vinifiziert haben!
In der Nase rote Beerenaromen, Holunderblüten und eine feine, attraktive Kirschfruchtigkeit, die eine klare, unverfälschte Burgundertypizität erkennen lässt. Am Gaumen saftig, geschmeidig und mit einer inneren Dichte versehen, die man in Deutschland in dieser Preisklasse wohl kein zweites Mal mehr findet. Ein toller Einstiegswein, der die klare Handschrift des Meisters zeigt und der so lecker und beschwingt schmeckt, wie kleine Burgunder sein sollten, aber nur ganz selten sind! Ein toller Rebsortencharakter, eine Klasse Pinot-Noir-Frucht, ein ungemein süffiger und leckerer Wein, den Vater und Sohn exklusiv für Pinard de Picard abgefüllt haben. Herzlichen Dank dafür.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2010.


exklusiv bei Pinard de Picard



974203 Becker, Verbotene Früchte, rot 2003 35,00 Euro

Becker, Etikett Verbotene Früchte

Der Name dieses grandiosen Rotweins ist Programm: Denn die sympathischen Beckers vinifizieren nicht nur die besten Spätburgunder Deutschlands, nein, sie brillieren auch mit einer Cuvée der Bordelaiser Edelreben Cabernet Sauvignon und Merlot, deren Anbau in der Pfalz lange nicht erlaubt war und dennoch von so manchem Winzer heimlich angebaut wurde. „Verbotene Früchte” eben. Der Dickschädel des „Alten Fritz” versetzte ihn schon immer in die Lage, eigene Wege zu gehen, wenn er denn nur von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt war. Und was für ein großartiger Bordelaiser Blend ist ihm hier gelungen, ein traumhafter Rotwein, der die erstklassige Struktur des Cabernet mit der samtenen Weichheit des Merlot vermählt. In der Nase faszinieren betörende Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Brom- und Heidelbeeren!, reife Kirschen und feine Gewürze. Sehr vielschichtig und komplex im Mund, neben der beeindruckenden Frucht finden sich deutliche Anklänge an schwarzen, frisch gemahlenen Pfeffer sowie eine zarte Paprikanote, Jod und Salz. Sehr konzentriert am Gaumen, dicht, hervorragend balanciert, das Holz perfekt integriert, eine fabelhafte Säurestruktur, feinnervig, sehr lang, viel klassischer, viel mehr ein nobler Bordelaiser Stil als alles andere, was ich bisher aus Deutschland aus diesen Edelreben genießen durfte: schlichtweg ein großer Wein.
Zu genießen ab 2008, Höhepunkt 2010 bis nach 2015.


exclusiv bei Pinard de Picard


Weingut Josef Leitz - Rüdesheim

Eine der renommiertesten Weinexpertinnen der Welt, Jancis Robinson, hat die Ergebnisse ihrer Verkostung der Rieslinge 2006 aus Deutschland veröffentlicht und wertet die Spitze der trockenen deutschen Rieslinge auf einem Qualitätsniveau wie noch nie zuvor! Wir freuen uns sehr darüber, dass dem trockenen deutschen Riesling auch international endlich die Anerkennung erfährt, die er schon lange verdient. Heute legen wir Ihnen nochmals zwei trockene Rieslinge von Josi Leitz aus dem Rheingau ans Herz, die Jancis Robinson in ihrer jeweiligen Preiskategorie besonders gefallen haben. Diese „Weine sind stoffig und elegant, konzentriert und doch filigran, sie vereinen Kraft und Mineralität. Johannes Leitz erzeugt große Weine vom Rüdesheimer Berg, komplexe Weine mit einer enormen Nachhaltigkeit!” wie auch Gergard Eichelmann in seinem Weinführer „Deutschlands Weine 2007” begeistert lobt.


Weingut Josef Leitz
Josi Leitz (rechts) und Tino Seiwert beim Fachsimpeln hoch über dem Schlossberg

960006 Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (Naturkork) 2006 11,80 Euro
Unser Freund Josi brilliert mit einem genialen 2006er Bischofsberg, der selbst den mittlerweile legendären, von Jancis Robinson zu Recht euphorisch geadelten 2004er („a great buy”, 17/20 Punkte) um einen Wimpernschlag hinter sich lässt. Diese fabelhafte trockene Spätlese vom Bischofsberg mit ihrer fein integrierten Säure und ihrer tänzerischen Verspieltheit verkörpert die Weine des unteren Rheingaus geradezu idealtypisch: In der Nase betört eine reintönige, rassige Rieslingfrucht mit komplexen Anklängen an Weinbergspfirsich, Zitrusaromen und nach längerer Öffnungszeit eine faszinierende feinherbe Cassisnote. Am Gaumen höchst trinkanimierend, enorm dicht, saftig, dabei herrlich frisch und cremiger denn je zuvor. Auf der Zunge ein lebhaftes, bestens balanciertes Spiel zwischen betörender Frucht und vibrierender Säure; viel Biss, enorm mineralisch im faszinierend rassigen Nachhall. Ein Bilderbuch-Riesling, der beim genussvollen Trinken das Wasser im Munde zusammen laufen lässt und immer wieder Lust verspüren lässt auf das nächste Glas.
Erstklassiger Essensbegleiter und superleckerer Terrassenwein „de luxe”, der die Leichtigkeit des Seins an lauen Frühlingsabenden traumhaft begleitet. In seiner sympathischen Preisklasse von (fast) unschlagbarer Qualität! Diese fabelhafte Spätlese aus dem ‚Bischofsberg’ ist einer der größten Verkaufserfolge im Programm von Pinard de Picard der letzten Jahre, ein großartiger Riesling, der eindrucksvoll demonstriert, zu welchen Spitzenleistungen große deutsche Weißweine in der Lage sind: Unnachahmliche Mineralität, feinste Finesse und rassige Frucht!?
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis mindestens 2010.

Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (Naturkork)

Jancis Robinson: 16,5/20 Punkten

9600606 Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (DV) 2006 11,80 Euro

Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (DV)

Jancis Robinson: 16,5/20 Punkten

Weingut Josef Leitz
Qualität entsteht im Weinberg

960406 Leitz, Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels Riesling Alte Reben trocken 2006 29,50 Euro
Finesse trifft feinste Frucht. Kategorie Lieblingsriesling. 18/20 Punkten von Jancis Robinson
Eine der ganz großen Rieslinglagen Deutschland von einem legendären Terroir, ganz hoch oben an der Spitze des majestätisch über dem Rheintal thronenden Schlossberges – direkt unterhalb des Waldrands – gelegen und von kargen Taunusquarzitböden geprägt. Ein erstklassiges Traubenmaterial, sehr spät gelesen, bildet die Basis für diesen klassischen Rüdesheimer Riesling, der seine große Herkunft eindrucksvoll demonstriert und deutlich macht, warum diese Lage von Rieslingliebhabern in aller Welt so sehr geliebt und ihr Name ehrfürchtig ausgesprochen wird. In der Nase betört ein ‘kühles’, expressives, sehr reintöniges und ungemein komplexes Bukett mit einer herrlich mineralischen, frischen Frucht: Weinbergspfirsich, Zitrusfrüchte, Apfel und Aprikosen schmecken ganz zart hervor. Am Gaumen dicht, konzentriert, aber noch verspielter, filigraner, tänzerischer als in den beiden ebenfalls großen Vorgängerjahren, ein faszinierender Riesling mit hintergründiger Finesse und fruchtiger Frische, der dabei von einer stahlig-vibrierenden Rasse und einer abgrundtiefen Mineralität geprägt wird. Diese Hymne an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge besitzt eine tolle Säurestruktur, eine phantastisch niedrige Alkoholgradation von knapp unter 12 Volumenprozent und einen wiederum zutiefst mineralischen, fast ‘salzigen’, rauchigen, glockenklaren Nachklang! Die „Hassliebe” des Winzers zu diesem steilen, im Sommer fast unmenschlich heißen und daher extrem schwer zu bearbeitenden Wingert, dem letzten Terrassenweinberg mit alten Trockenmauern im Rüdesheimer Berg, wird expressiv spürbar in diesem höchst eigenständigen und unglaublich faszinierenden, aristokratischen Rieslingunikat.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2010 bis wenigstens 2020.

Leitz, Rüdesheimer Berg Kaisersteinfels Riesling Alte Reben trocken

Jancis Robinson: 18/20 Punkten


Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann