Saarwellingen, im Juni 2007

PINwand Nº 132


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen mit den fabelhaften Rieslingen von Helmut Dönnhoff („Weine und Weinmacher sind Legende, geradezu ein nationales Erbe”, Gault Millau) einer der ganz heißen Favoriten für die beste Kollektion des Jahrgangs 2006 in Deutschland, sensationell schöne Weine, die selbst der so ungemein bescheidene Winzerstar von der Nahe als seine besten seit 1971 und 1989 ansieht. Dazu gibt es eine Auslese von Klaus-Peter Keller in einer Qualität, wie sie nur ein paar Mal in einem ganzen Jahrhundert wächst. Urwüchsige Weine eines Naturburschen aus dem Kamptal, Kurti Angerer, aus dem größten Jahrgang Österreichs der letzten 25 Jahre lehren die wesentlich teureren Prestigeweine aus der benachbarten Wachau das Fürchten!

In den wildromantischen Corbières produziert Pinard-Urgestein Guido Jansegers auf Château Mansenoble herrlich balancierte Rotweinklassiker in einem urwüchsigen Stil zu fabelhaft günstigen Preisen. Großartige Alltagsweine von Klassikern unseres Programms aus dem wilden französischen Süden sind zudem wieder eingetroffen.

Pinard de Picard baut in den nächsten Monaten sein Italienprogramm deutlich aus. Heute können sich die Liebhaber italienischer Tropfen auf den neuen Jahrgang von Saladini-Pilastri freuen und wir präsentieren mit Bragato ein Kleinod aus dem Friaul: Drei kluge Charakterköpfe und Querdenker produzieren fabelhafte Weiß- wie Rotweine in einer landschaftlich reizvollen Region.


Die Bordeaux Kampagne 2006 nimmt bei den gesuchten Weinen rasant an Fahrt auf. Kein Wunder: Die letzten großen Jahrgänge demonstrieren eindrücklich die lukrativen finanziellen Vorteile des Subskriptionskaufs und die meisten TOP-Journalisten (nicht nur Robert Parker, sondern beispielsweise auch René Gabriel, WEINWISSER) bewerten den Jahrgang 06 als Spitze (besser selbst als 2004!) bei erstklassigen Winzern und großen Terroirs (problematisch aber bei nachlässig arbeitenden Winzern). Erstklassige Weine zu extrem fairen Preisen zwischen acht und fünfzehn Euro widerlegen ausdrücklich jedes pauschalisierende Preisargument gegen Bordeaux als Mär und demonstrieren augenscheinlich, wie preiswert Bordeaux heute immer noch sein kann, wenn man entsprechend selektiv vorgeht. Wir haben Ihnen fabelhaft schöne Alltagsweine ausgesucht, die ein großartiges Preis-Genussverhältnis aufweisen. Schauen Sie unbedingt täglich auf unserer permanent aktualisierten Homepage (ausführlicher Bericht: BORDEAUX-SUBSKRIPTION 2006 – Ein großer, klassischer Jahrgang des guten Winzers und des exzellenten Terroirs) vorbei. Es lohnt sich sehr. Die besten Schnäppchen des Jahrgangs finden Sie aber auch hier!

512306 Chainchon, Valmy Dubourdieu Lange, Côtes de Castillon rouge 2006 PdP: best buy 10,90 Euro
WEINGOURMET: „Gehört zu den 50 besten Schnäppchen aus Bordeaux zu vergleichsweise kleinem Geld”.
WEINWELT: „Entdeckung zu besten Preisen”


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Herbst/Winter 2008!


Château Brun
Hervé Brun vor dem idyllisch gelegenen Château Brun

524106 Château Brun, St. Émilion, rouge 2006 PdP: best buy 8,90 Euro
VINUM schwärmt begeistert über unser Kleinod: „Sie werden immer seltener, die authentischen Weine dieses Stils”.


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2009!


569106 Château d’Agassac, Haut-Médoc, Cru Bourgeois rouge 2006 PdP: best buy 13,90 Euro
René Gabriel, WeinWisser: „Ein toller, großer d’Agassac. Großartige 18/20 Punkten.”


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2009!


576106 Château Rollan de By, Cru Bourgeois Médoc, rouge 2006 PdP: best buy 13,90 Euro
Parker: 88-90 Punkte
René Gabriel, WeinWisser: „Zu den besseren Weinen gehörend. 17/20 Punkten.”


In Subskription, Auslieferung im Frühjahr 2009!


881106 Château Beaumont, Médoc, rouge 2006 PdP: best buy 8,95 Euro
Jancis Robinson: Sensationelle 16,5+/20 Punkten!


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2009!


570306 Château des Eyrins, Margaux rouge 2006 19,90 Euro
Meisterwerk klassischer Bordelaiser Winzerkunst!


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2009!


570106 Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2006 PdP: best buy 7,95 Euro
REVUE DU VIN DE FRANCE:„CHAMPION DE BORDEAUX”


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2009!


„A top-flight, sleeper of the vintage, bis 89 Punkte” lobt selbst Parker diese Preissensation im Jahrhundertjahrgang 2005, den wir Ihnen ebenfalls noch anbieten können!

570105 Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2005 9,90 Euro



521106 Château Moulin Haut Laroque, Fronsac, rouge 2006 15,70 Euro
VINUM: „Übertrifft alles, was dieses Gut je produziert hat.”


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2009!


522106 Château La Vieille Cure, Fronsac, rouge 2006 16,50 Euro
VINUM: „La Vieille Cure 2006 ist ungemein dicht, der beste Jahrgang, den wir bis heute verkostet haben.”


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2009!




ÖSTERREICH

Weingut Kurt Angerer - Kamptal

Urwüchsige Weine eines Naturburschen aus dem Kamptal aus dem größten Jahrgang Österreichs der letzten 25 Jahre lehren die wesentlich teureren Prestigeweine aus der benachbarten Wachau das Fürchten!

„Qualität kommt von Qual”, so das mittlerweile weithin bekannte Bonmot des ungemein sympathischen und quirligen Naturburschen Kurt Angerer, in Deutschland mittlerweile wie in Österreich in aller Munde, da geradezu phantastisch seine Qualitäten – und in Relation hierzu ungemein niedrig die verlangten Preise. Und wer von Ihnen, werte Kunden, jemals das Vergnügen hat, inmitten seiner extrem gepflegten Weinberge zu stehen, begreift blitzartig die doppelte Botschaft, die in Kurtis Worten liegt. Welch immenser körperlicher Anstrengung bedarf es, die Riede (der in Österreich übliche Begriff für die Weingärten) in einen solch optimalen Zustand zu versetzen! Wie aufwändig werden die Blattwerksarbeiten betrieben, um eine bestmögliche Photosynthese und Sonneneinstrahlung zu erreichen und wie sehr müssen die Reben gegen die Grünbepflanzung inmitten ihrer Reihen ankämpfen! Dieser Konkurrenzsituation, der die Wurzeln ausgesetzt sind, zwingen sie tief ins Erdreich, um Wasser zu finden und damit gleichzeitig die Mineralien des felsigen Untergrunds in die Trauben zu transportieren. Im fertigen Wein wird diese Philosophie von Kurt Angerer in einer fabelhaften, feinwürzigen Mineralität, in Kompaktheit, Dichte, Kraft und Konzentration schmeckbar, die in unverwechselbarer Weise den Stil seiner Grünen Veltliner, Rieslinge und Rotweine prägen. In diesen Meisterwerken spiegeln sich ihre mineralischen Strukturen und ihre unterschiedlichen Standorte – Urgesteinsböden, tiefgründige Lössböden oder Kies – auf verblüffende und vor allen Dingen eigenständige, nachvollziehbare und geschmackvolle Weise wider.

Weingut Kurt Angerer
Kurti Angerers Silhouette im milden Licht der untergehenden Abendsonne

Kurts erstklassige Lagen befinden sich in einer Region, die immer ein wenig im Schatten der wesentlich bekannteren Lagen der Wachau und des Kremstals standen und die daher auch noch bei weitem nicht die dort verlangten Preise erzielen, aller gleichrangigen Qualität zum Trotz. Daher möchte ich Ihnen die urwüchsigen, trockenen Weine von Kurt Angerer, diesem jungen, sympathischen, bodenständigen und dennoch weltoffenen Winzer, ganz besonders empfehlen. Es sind seltene Glücksfälle von Wein, von phantastischer Qualität und weit unterbezahlt, insbesondere seine Grünen Veltliner, von alten Reben allesamt, die bereits jung superlecker schmecken, aber mit einem großen Reifepotential versehen sind, solo getrunken einen wunderbaren Genuss bereiten, aber auch als hervorragende, universelle Essensbegleiter dienen, und das auch zu Fleischgerichten!

Helmut Knall, höchst angesehener Fachjournalist und Herausgeber des Internetweinführers Österreich auf www.winetimes.at, urteilt ebenfalls euphorisch:

„Kurt Angerer verblüfft immer wieder mit einer Kollektion, die man in dieser Qualität in Österreich nur ganz selten findet, dabei aber mit Preisen, die absolut erschwinglich sind”.

Und endlich hat Kurti seine grandiosen 2006er abgefüllt, die mich seit der ersten Fassprobe zu Beginn dieses Jahres so ungemein fasziniert haben. Die klimatischen Bedingungen waren im Kremstal in 2006 genauso spektakulär wie im übrigen Österreich. Nach Verrieselungen im Frühjahr, die für einen von Natur aus niedrigen Ertrag sorgten, waren ein schöner Juni, ein heißer Juli und ein kühler August mit ausreichenden Regenfällen, der die Wasserreserven im Boden wieder auffüllte und für eine erfrischende Säurestruktur und den Extraktreichtum der Weine verantwortlich zeichnet, optimal für die Reben. Und dann ein Traumwetter im Herbst: „Ab September ließ der schönste Altweibersommer, an den wir uns erinnern können, die Winzerherzen lachen” (VINARIA 2/07). Und die Konsequenz: Was hat Kurti in 2006 für glockenklare, zutiefst mineralische Grüne Veltliner und extraktreiche Rieslinge vinifiziert, eine traumhafte Kollektion, die beste wohl in seiner glanzvollen Winzerkarriere. Bravo Kurti!


700206 Angerer, Grüner Veltliner „Spies” 2006 11,00 Euro
Der Überflieger und infolge weiterer subtiler Verbesserungen in Weinberg und Keller noch bessere (!) Nachfolger des mittlerweile legendären Siegers der großen Verkostung aller Veltliner Austrias in Österreichs renommiertem Weinmagazin VINARIA:
Sehr präsenter, frischer Duft nach Pfirsich, Pfeffer, Steinobst, gelben Tropenfrüchten und Birnen, feste, griffige Mineralik, fein unterlegt mit etwas Minze, Litschi und Honigmelone. Am Gaumen enorm viel saftige, frisch gewirkte, straffe Frucht, Finesse und Struktur, dichter und konzentrierter noch als der „Kies”, mit einer begeisternden, feingliedrigen, erfrischenden Säure, die herrlich in die zart-cremige Textur eingebettet ist, wohl balanciert, wiederum sehr mineralisch (infolge des hohen Anteils an Granitböden) und zupackend, nachhaltiger, langer, fein-herber, würziger Abgang, vielschichtig, sensationelle Qualität für relativ wenig Geld.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis mindestens 2012.


Weingut Kurt Angerer
Kurt Angerer beim säubern eines riesigen Stahltanks

700106 Angerer, Grüner Veltliner „Kies” 2006 6,95 Euro
Welch Traum eines preiswerten Grünen Veltliners für jeden Tag: In der Nase ein rebsortentypischer, kühler, expressiver Duft nach Pfirsichhaut, Melone, gelbem Apfel, Kamille, weißem Pfeffer, Wiesenkräutern. Am Gaumen eine klare schlanke, saftige Frucht, frische Zitrus- und feine Kräuternoten, pfeffrige Würze, zart und saftig, schönes, belebendes, rassiges Frucht-Säure-Spiel, herrliche Frische und Balance, beste Nachhaltigkeit, belebend und anregend, tolle Länge, und dies alles bei nur knapp 13% Alkohol. „Sowohl als Essensbegleiter als auch als beschwingter Sommerwein für die Terrasse hervorragend geeignet. Jeder Schluck macht Lust auf’s nächste Glas!” (Christina Hilker, geb. Göbel, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005).
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2010.


700406 Angerer, Grüner Veltliner „Loam” 2006 13,80 Euro
Der alljährliche Favorit vieler unserer Kunden unter den Grünen Veltlinern von Kurt Angerer: Intensiver, tiefer, würziger, pfeffriger Duft von gelben einheimischen und exotischen Früchten (Ananas, Bananen), intensive Limettenanklänge sowie Honigmelonen, Holunderblüte und Sternfrucht, animierend unterlegt von einer feinherben Mineralik. Am Gaumen sehr cremig mit exotischer Frucht feiner Säure und ausgeprägter Würze. Ein Wein, der trotz seiner Fülle stets zu einem weiteren Glas verführt. Sehr rund und fein balanciert, pikante, fast salzig-mineralische Struktur, animierendes Spiel auf der Zunge, dabei tief und kraftvoll, langer, fruchtig-würziger Abgang. Jahrgangsbedingt noch besser als sein hervorragender Vorgänger, der von Jancis Robinson mit 18/20 Punkten geadelt wurde.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2008 bis mindestens 2014. Super Essensbegleiter!


700306 Angerer, Grüner Veltliner „Eichenstaude” 2006 13,80 Euro
Zarter, holzwürziger Duft von reifen Birnen und grünen Bananen mit pfeffriger Note, dazu Kräuter, Mineralien und etwas schwarze Beeren. Am Gaumen feste, sehr saftige Frucht, dicht, cremig und feinst strukturiert, verhaltene Holzwürze, gute Säure, sehr nachhaltig am Gaumen, enorme Kraft, große Dichte, zart mineralische Würze im Hintergrund, harmonischer Holzeinsatz (zu 10% Ausbau im gebrauchten Barrique), langer Nachhall mit Frucht und Fett! Ein majestätischer Grüner Veltliner, der unwahrscheinlich maskulin wirkt mit kraftvoller Struktur, ausgeprägter Würze und pfeffrigem Nachhall. Passt perfekt zu Gerichten mit erdigen Noten, sprich Pilze, Rote Beete, geräuchertes Fleisch oder Fisch.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2015.



Und da wir seit Jahren nicht nur erfolgreich, sondern auch freundschaftlich zusammen arbeiten, hat uns Kurti aus seiner Schatzschatulle nochmals einige Kisten des jetzt voll trinkreifen 2005ers überlassen, der im FEINSCHMECKER 1/07 zu den 10 besten österreichischen Grünen Veltlinern gezählt wurde. Herzlichen Dank!

700305 Angerer, Grüner Veltliner „Eichenstaude” 2005 13,50 Euro
Wir zitieren aus der FEINSCHMECKER-Laudatio: „Vollmundig, exotisch-fruchtig mit schöner Würze, kraftvoll in Körper und Struktur – so lieben wir die Kamptaler Weine. Damit ist dieses Exemplar ein guter Begleiter zu kräftig gewürzten Speisen – und ähnelt charakterlich seinem Winzer Kurt Angerer: ein kraftvoller, fester, hintergründiger Typ, der stundenlang mit dem Gast plaudert”.


FEINSCHMECKER: TOP Ten Veltliner 2005


700006 Angerer, Riesling „Ametzberg“, trocken 2006 14,50 Euro
Traumhaft mineralischer Riesling, der sich sehr dicht und konzentriert und dennoch eher von der verspielteren, unangestrengten „deutschen Stilistik” präsentiert denn im opulenten Wachauer Stil. Noch etwas verschlossen im Duft, braucht Zeit und Luft um sein vielschichtiges Bouquet zu entwickeln. Würziger mineralischer Duft mit Kräuternoten, Marillen und Limetten, leicht tabakig, nach einiger Zeit auch rote Ribisl, weiße Blüten, Zitronenfruchtfleisch, Orangenzeste und Minze. Auch am Gaumen feine mineralische Würze und extraktsüße Steinobst-Frucht, kraftvoller Körper mit feingliedriger Struktur, hat Finesse und Eleganz, schön schmelzig und doch mit knackigem Frucht-Säure-Spiel, das Lust auf das nächste Glas macht, klingt mit Limetten im Abgang lange nach. Noch sehr jung und verschlossen, sollte unbedingt einige Zeit auf der Flasche reifen, dann vereinen sich ein sagenhafter Schmelz und eine fast salzig anmutende Mineralität zu einem grandiosen Mundgefühl. Wahnsinnsriesling!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2008 bis 2015.


700506 Angerer, Riesling „Donatus”, trocken 2006 13,50 Euro
Mineralisch-würziger, feinrassiger Duft von Pfirsichhaut, grünen Äpfeln, frisch gemahlenem weißem Pfeffer, Kräutern und Pfirsichen. Klare, saftige Frucht am Gaumen mit enormer mineralischer Würze (dieses Weinmonument duftet geradezu nach nassen Urgesteinsböden im Sommer nach einem sanften Landregen), lebendige, knackige Säure, tiefgründig, packend, gut strukturiert und nachhaltig, viel Kraft, griffiger Nachhall von sagenhafter Länge, und ein großer Rivale wesentlich teurerer Prestigegewächse aus der renommierteren Wachau. Benannt wird dieser Wein übrigens nach dem Schutzpatron der Winzer, „Donatus”, dessen Statue genau gegenüber der Rieslingried von Kurt Angerer errichtet wurde. Christina Hilker, geb. Göbel, lobt: „Am Gaumen prägnant und unwahrscheinlich mineralisch mit knackiger Säure und salziger, ja fast scharfer Mineralität. Der Nachhall scheint unendlich. Ein Wein, der auf spannende Art die Sinne und den Gaumen fordert. Sollte vor dem Genuss unbedingt dekantiert werden Potential bis mindestens 2015.”


700603 Angerer, Zweigelt Granit, rot 2003 14,95 Euro
Neben seinen legendären Weißweinen produziert unser Naturbursche Kurti auch großartige Rotweine, die sich seit Jahren bei unseren Kunden größter Beliebtheit erfreuen: Heute präsentieren wir Ihnen einen herrlich saftigen, verführerischen, lasziv-erotischen Wein aus dem bis dato wohl besten Rotweinjahrgang aus Österreich, ein zutiefst kardinalsroter Zweigelt aus älteren Rebbeständen mit dunklem Kern, in gebrauchtem, dezent spürbarem Barrique ausgebaut. In der betörenden Nase eine präzise Frucht, reife schwarze Brombeeren, Zwetschgen, saftige Weichselkirschen und eine faszinierende zarte Würze. Der animierend frische, kompakte, dennoch elegante und noble, den gesamten Gaumen auskleidende und betörende Geschmack dieses extrem preis„werten” Weines fasziniert durch seine kühle, dunkelbeerige Aromatik. Im langen Nachhall nochmals eine kompakte dunkle Frucht sowie ein elegantes, feines, cremiges Tanningerüst mit einem zart-herben, schokoladigen Nachhall.
Dieser Schmeichler der Sinne bereitet mit seinem beerig-würzigen Spiel ab sofort lustvolles Trinkvergnügen ohne Ende, Höhepunkt 2007 bis etwa 2014.

Angerer, Zweigelt Granit, rot




FRANKREICH

Château Mansenoble - Corbières

In den wildromantischen Corbières produziert Pinard-Urgestein Guido Jansegers herrlich balancierte Rotweinklassiker in einem urwüchsigen Stil zu fabelhaft günstigen Preisen!

In den letzten zwei Dekaden hat das Languedoc-Roussillon eine Qualitätsrevolution erlebt, die in der Geschichte des europäischen Weinbaus kaum eine Parallele kennt. Kein Mensch hätte vor 20 Jahren diese Erfolgsstory vorher zu sagen gewagt, denn das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet der Erde war unter Weinkennern lange als Produktionsstätte derber, rustikaler Massenweine verschrien. Doch Winzerpioniere wie Marlène Soria (Peyre Rose), Laurent Vaillé (Grange des Pères) und Pierre Clavel ließen sich Mitte der 80er Jahre hier nieder und gelangten, beseelt von ihrer Vision, im Midi eine völlig neue Qualitätskategorie zu schaffen, zu Weltruhm. Mit einem Male galt das Languedoc-Roussillon als Paradies. Leider nicht nur für handwerklich arbeitende Winzerpersönlichkeiten: Immer neue Betriebe schossen wie Pilze aus den Böden, doch viele von Ihnen produzieren bestenfalls passable, jedoch völlig austauschbare, langweilig-banale Allerweltsweine (zumeist mit dem immer gleichen, ermüdenden Garriquetönen ausgestattet), technisch sauber vinifiziert, denen aber jede Individualität abgeht.

Einer, der aus dieser Designerwein-Masse schon seit Jahren ungemein positiv herausragt, ist Guido „Le Nez” Jansegers, ein sympathischer Quereinsteiger aus Belgien, der früher Weinjournalist war und bis heute als exzellenter Verkoster geachtet wird (daher der Spitzname: „Die Nase”). Er erzeugt bewusst keine teuren Nobelweine, die stilistisch bis ins Letzte ausgereizt wären. Stattdessen setzt er auf unkomplizierte, herrlich fruchtig-würzige, charaktervolle Rotweine, die zu äußerst fairen Preisen vermarktet werden. Sie zählen zu den feinsten und typischsten Vertretern der wildromantischen Hügellandschaft der Corbières, ein Hochplateau zwischen dem Minervois und dem Roussillon, wo das extrem karge Terroir sowohl von dem im Sommer heiß-trockenen Mittelmeerklima als auch von den mäßigenden Einflüssen des Atlantiks profitiert. Gerade dessen kühle Luftmassen lassen die Trauben viel langsamer reifen als in anderen Regionen des Südens, was die Feinheit und den Aromenreichtum der Mansenoble-Weine erklärt.

Mansenoble
Guido „Le Nez” Jansegers

Unser Vorzeigegut wird wegen der außerordentlichen Qualität seiner Weine mit Elogen überhäuft und von „Vins et Vignobles en France” zu den Top-Ten des Languedoc gezählt, während es Robert M. Parker sogar als eines der weltweit besten Weingüter bezeichnet. Trotz solcher Ehrungen ist „Die Nase” stets mit beiden Beinen fest auf dem Boden geblieben, denn Guidos Augenmaß bezüglich seiner Preispolitik ist ein wahrer Glücksfall. Und die höchst animierende Stilistik seiner Weine im ganz großen Languedocjahrgang 2004 mit seinen fein balancierten Weinen demonstriert beispielhaft große handwerkliche Winzerkunst: Frische und Finesse statt marmeladiger Konsistenz, spielerische Eleganz statt alkoholischer Konzentration. Bravo, Guido!


305104 Mansenoble, „Le Nez”, Vdp des Coteaux de Miramont, rouge 2004 6,50 Euro
Welch ein ungemein charaktervoller, kerniger Landwein aus perfekt gereiften Merlot-, Cabernet- und Carignantrauben! Diese leckere Basiscuvée profitiert im phantastischen Jahrgang 04 außerordentlich von jenen exzellenten Trauben, die in der Vergangenheit in Guidos so beliebten Merlot-Cabernet ‚Le Cyprès’ wanderten. Doch in 2004 waren die geernteten Mengen derart niedrig, dass der ‚Cyprès’ kurzerhand ausgesetzt wurde. Nun strotzt also der schwarzrote ‚Nez’ vor intensiver Cassis- Blau- und Brombeerfrucht, atmet rauchig-ätherische sowie erfrischende kühle Noten, die an Salbei, Fenchel und Lavendel erinnern und versieht das Ganze mit einer Prise Pfeffer und Zedernholz. Am Gaumen herrlich erfrischend, gepaart mit einer feinen süßlichen Frucht, würzig (fein duftende Kräuter der Garrigue), bestens strukturiert, mit sehr feinem, kaum spürbarem Holzeinsatz , im beeindruckenden Abgang animierende, schmelzige, fabelhaft cremige Tannine. Seit Jahren ein absoluter Renner in unserem Programm, doch niemals zuvor war der ‚Le Nez’ so gut wie heuer als 2004er. Und dies zu beispielhaft fairem Preis!
Christina Hilker, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005, notiert begeistert: „Der Le Nez 2004 ist ein traumhaft leckerer Wein, der süffig und erfrischend zugleich wirkt. Geschliffene Tannine verbinden sich mit einer feinen Frucht und einer anregenden Säure”.
Zu genießen ab sofort bis 2008/9.


305404 Mansenoble, Corbières Tradition „Montagne d’Alaric”, rouge 2004 8,10 Euro
Die legendäre Cuvée d’Alaric (Syrah, Grenache, Carignan) besitzt ein feinwürziges Aroma von Zedernholz, frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer, fein unterlegt von noblen Fruchtnoten, die an Zwetschgen und Brombeeren erinnern und zarte Anklänge von geräuchertem Fleisch und gegrilltem Paprika sowie florale Noten von Veilchen und Lavendel. Am Gaumen präsentiert sich diese schmeichlerische Cuvée markant, komplex, dicht, weich und ausdrucksstark, vor allem aber finessenreicher als in der Vergangenheit – da die leicht animalischen Anklänge aus den 90er Jahren heute gänzlich fehlen. Statt dessen begeistert dieser Klassiker unseres Programms mit orientalischen Noten von Muskatnuss, Zimt, Kardamon und Chili. Cremige Tannine und eine erfrischende Säure, gepaart mit einer feinen Frucht und einer zarten Süße, liefern ein stimmiges Gesamtbild und einen charaktervollen Wein, der Trinkfreude pur bereitet und mit etwas Lagerzeit noch an Komplexität zulegen wird.
Kurzum: Ein fabelhaft fein ausbalancierter und mit saftigen Tanninen gesegneter Alltagswein der Luxusklasse! Das ist der neue Midi pur, der mit fein gewobener, erfrischender Säurestruktur schon jetzt richtig lecker schmeckt und in ein bis zwei Jahren seinen Höhepunkt erreicht haben wird – vorausgesetzt allerdings, dass Sie sich angesichts seiner Qualität solange beherrschen können. Die Natur hat nicht bei den Früchten gespart, und Guido „Le Nez” Jansegers hat die reife Ernte eingebracht. Hinreißende Frucht und Frische: Viel Wein für kleines Geld! Ein Renner!


Mansenoble
Marie-Annick Jansegers beim Ziehen einer Fassprobe des Reserve
in den optimal gekühlten unterirdischen Kelleranlagen

305204 Mansenoble, Réserve du Château Mansenoble, rouge 2004 13,30 Euro
Das tiefe Schwarzrot mit leicht ziegelroten Aufhellungen am Rande deutet bereits auf die Konzentration und Dichte hin und die Natur hat diesen Riesen von Wein reich ausgestattet. Aus dem Glas steigt eine bezaubernde Duftigkeit, ein sinnliches Parfum mit betörender Fruchtsüße, eine spannende Liaison aus nobler Schokolade, Karamell, Vanille, getrocknete Datteln, eingelegte Kirschen, Nelken, reifen Waldbeeren und prallen, saftigen Kirschen.
So schmeckt schwarzer Samt: Substantiell und ausdrucksstark, ganz Seide und provenzalische Würze, mit Lakritznoten, Veilchen und einer zarten Graphitnote wie in einem hochklassigen Bordeaux aus dem Médoc. Eine dichte, harmonische, samtige, komplexe Cuvée (Syrah, Grenache, Mourvèdre, Carignan) mit Fülle und Schmelz, Eleganz und Finesse von kühler Stilistik und schokoladiger Textur, die den Gaumen verführerisch auskleidet. Keinerlei Wucht oder marmeladige Noten stören den sinnlichen Gesamteindruck, stattdessen verwöhnen eine feine Saftigkeit, eine anregende Säure und eine edle Stilistik die Zunge mit sanften Streicheleinheiten. Ein betörender Wein, der trotz seiner ausgeprägten Aromenfülle eine tänzerische Leichtigkeit besitzt und mit einer unwahrscheinlich feinwürzigen und cremigen Tanninstruktur und einem moderaten Alkoholgehalt aufwartet. Großer Nachhall! Nicht erst seit der FEINSCHMECKER diesen herrlichen Stoff zu den „100 besten Weinen der Welt” zählte, gehört er zu den großen Klassikern in unserem Programm!
Ein großartiger Stoff, der mit Wildgängen, Trüffel und Pilzen hervorragend harmoniert. Dekantiert zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2008 bis mindestens 2012.




Frisch (bzw. wieder) eingetroffen aus dem wilden französischen Süden sind traumhafte Weine aus den großartigen Zwillingsjahrgängen 2004/5:

Domaine de Trévallon - Provence

Domaine de Trévallon
Eloi Dürrbach in seinem Weinkeller

Der große alte Mann des französischen Weins, Michael Bettane, feiert in seinem Buch über die besten Weine der Welt die einzigartigen Rotweine der Domaine Trévallon aus biologischem Anbau. Der exzellente Jahrgang 2004 ist frisch eingetroffen und wir bieten Ihnen den fabelhaften 2005er in Subskription an:


401104 Domaine de Trévallon, rouge 2004 37,50 Euro


In Subskription

4011104 Domaine de Trévallon, rouge, Magnum 2004 1,5 l 76,00 Euro


In Subskription



Domaine de Trévallon
Blick auf das steinige Terroir der Domain de Trévallon


401105 Domaine de Trévallon, rouge 2005 34,00 Euro
Diesen traumhaften Trévallon aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 möchte ich allen unseren Kunden ganz eindringlich empfehlen:
Bereits seine genialen Jahrgangsvorgänger gelten als Quintessenz im Schaffen von Eloi Dürrbach (so wurde beispielsweise der 98er vom Bordeauxexperten René Gabriel im WEINWISSER mit der Traumnote 19/20 Punkten bewertet, zu einer Zeit als die Reben noch nicht ihr optimales Alter erreicht hatten). Doch mit dem 2005er reift in den optimal klimatisierten, unterirdischen Kellerräumen in den wildromantischen Alpilles Elois bis dato bester Jahrgang sanft vor sich hin. Wir sind glücklich, Ihnen heute mit diesem Unikat einen der rarsten und größten Weine Frankreichs anbieten zu können.
In der Farbe ein tiefdunkles Rubinrot mit violetten Reflexen, in der Nase ein betörendes, ungemein intensives, kühl-nobles Cassis-, Brombeer- und Holunderblütenbukett von in optimalem Reifezustand geernteten Trauben, mit Anklängen an berauschende schwarze Trüffel, Mineralien, Rauch und gerösteten Kaffee, Gewürze der Provence und dunkle Edelhölzer. Prägnanter denn je zuvor betört dieser traumhaft balancierte Wein durch seine ‚nördliche’ Kühle, seine große Eleganz und subtile Finesse. Den Gaumen bezaubern reife rote Beeren, Röstaromen, schwarze Pralinen, nochmals edle Hölzer und eine fabelhafte Mineralität, die an legendäre Gewächse der nördlichen Rhône sowie an die Premier Grand Crus aus dem Médoc erinnern. Die Zunge taucht ein in ein fast dekadent süßliches Aromenspektrum („très Trévallon”) und wird verwöhnt von einem dichten, ungemein konzentrierten Extrakt mit sensationeller Komplexität, exzellenter Struktur und einem großartigen, mineralischen Finale mit einer phantastischen, feinkörnigen Tanninstruktur. Ein ganz großer, magischer Extrakt: Der Trévallon 2005 besitzt das Potential, sich zu einer der größten Legenden des französischen Südens zu entwickeln und gehört nach Meinung vieler Kenner zu den 3 besten Rotweinen des Jahrgangs im gesamten Midi. Zu genießen nach seiner Freigabe Anfang 2008 in seiner schönsten Primärfruchtphase, dann wohl wieder ab 2012. Höhepunkt 2015 bis mindestens 2030.


In Subskription!


Rhône

2005 hat bei den Spitzenwinzern der südlichen Rhône sensationell schöne Weine hervorgebracht, vergleichbar den legendären 1995ern und 2001ern, die in der Stilistik den wunderschönen Weinen aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 ähnlich sind, insbesondere was ihre traumhafte Aromenkomplexität, ihre sensationelle innere Dichte, Konzentration und Struktur sowie ihre erfrischende Säure betrifft. Aus „diesem Ozean phantastischer Weine” (Parker), haben wir Ihnen, werte Kunden, das Beste vom Besten herausgefischt – und präsentieren Ihnen heute die spektakulärsten Tropfen im Bereich der fabelhaft schönen und ungemein preiswerten Basisweine. Lassen Sie sich diese einzigartigen Wein-Werte auf keinen Fall entgehen und bestücken Sie Ihre Keller für viele Jahre: Das Reifepotential des 2005er Jahrgangs ist nicht zuletzt wegen der großartigen Säurestruktur, denen die wirklich guten Weine ihre fabelhafte Frische und Trinkanimation verdanken, legendär!



Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Ein Name, eine Legende. Uralter Rhôneadel!


Château Beaucastel
Hinter uralten Reben verbirgt sich das weltberühmte Château Beaucastel


„Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern mit die größten und charaktervollsten Gewächse des gesamten Rhônetals: Es sind die weißen und roten Referenzweine!” urteilt Parker voller Enthusiasmus. Und die „Bibel’ der französischen Weinkritik, das ‚Classement 2007’ der REVUE DU VIN DE FRANCE, stuft dieses nach biodynamischen Grundsätzen arbeitende Weltkassegut als einziges der südlichen Rhône ein in die winzig kleine, elitäre Spitzenklasse der besten Domainen aus ganz Frankreichs.


174106 Perrin, Côtes du Ventoux Rosé 2006 5,60 Euro
Aus den klassischen Reben Cinsault und Grenache besteht dieser würzig-blumige Rosé, dessen animierender, intensiver Duft mit seinem Hauch von Anis Erinnerungen an die traumhafte Landschaft der blühenden Provence hervorruft. Am Gaumen eine belebende, frische, ganz feine Säure, eine subtile Fülle und eine kühle Textur, Anklänge an Himbeeren, Erdbeeren und duftende Wiesenkräuter. Dieser herrlich leckere, knackig-würzige Rosé erweckt Assoziationen an Sommergerüche schönster Art. Mit diesem zarten Wein im Glas, solo genossen oder als erstklassiger Essensbegleiter, wird jeder laue Sommerabend zu einem sinnlichen Genuss. Wirklich gute Rosés sind extrem rar, doch hier finden Sie einen richtig seriösen! Ein Bio-Wein mit viel Geschmack, Ausdruck und Tiefe – ein Meisterwerk von erstklassigen Reben vom Fuße des bezaubernden Mont Ventoux!



Château Beaucastel


174205 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2005 5,60 Euro
Was für ein herrlicher Alltagswein des Jahrhundertjahrgangs 2005 an der südlichen Rhône vom Fuße des mythischen Bergriesen des Mont Ventoux! Bereits die ausgezeichneten Jahrgangsvorgänger erfreuten sich bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, großer Beliebtheit. Doch diese faszinierend harmonische, elegante, sensationell frische und ungemein trinkfreudige Cuvée aus Grenache, Syrah, Mourvèdre (!) und Cinsault legt qualitativ noch eine Schippe drauf. Versprochen!

Dieser leckere Wein bietet eine tiefrubinrote Farbe und verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen, reifen Waldbeeren, weißem Pfeffer und den unvergleichlich aromatischen Gewürzen der Provence. Seine zarte Transparenz und Komplexität in Duft und Geschmack von edlen, reifen Grenachetrauben, die diesen phänomenalen Jahrgang prägen wie nie zuvor, seine beeindruckende Dichte (völlig ungewöhnlich in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse, ein Geschenk des fabelhaften Syrahanteils in der Cuvée), sein verführerischer Schmelz und die butterweichen, cremigen Tannine machen ihn im positivsten Sinne zu „everybodys darling”: Welch ungemein schmeichlerischer, köstlicher Wein aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt zu unschlagbar günstigem Preis. „Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden kann”, urteilte Parker begeistert über einen (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger! Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2009.


175005 Perrin, „Peyre Blanche” Cairanne Village rouge 2005 9,90 Euro
Natürlich handelt es sich bei den legendären Châteauneufs von Beaucastel um die Flaggschiffe der Familie Perrin, daneben erzeugt man aber auch in ebenfalls biodynamisch bewirtschafteten erstklassigen Lagen um Châteauneuf-du-Pape herum, die das gleiche vorzügliche Terroir aufwiesen, köstliche Rotweine im charakteristischen Stil der südlichen Rhône. Und einer dieser fabelhaften Rotweine von traumhaften Satellitenlagen um das Epizentrum kommt von malerischen, extrem steinigen Weinbergen aus Cairanne, einem traumhaften Örtchen „mit einem beeindruckenden Potential” (Parker).
Die betörende, ungemein schmeichlerische, Grenache-dominierte Cuvée ‚Peyre Blanche’, ein qualitativ herausragender und gleichzeitig einer der preis,wertesten’ Weine der Rhône, wird extrem schonend und ohne jegliche kellertechnische Eingriffe aus kleinbeerigen Trauben uralter Reben vinifiziert, die einen zutiefst dunkelroten, fast schwarzen, höchst authentischen Wein voll sinnlicher süßlicher Frucht und einem Touch ungebändigter Wildheit ergeben. In der Nase faszinierende Anklänge an Schwarz- und Blaubeeren, aromatische Kräuter der Provence, Süßkirschen und Karamell. Am Gaumen von einer betörenden, ganz seltenen Weichheit und Cremigkeit bestimmt, komplex, von exzellenter Struktur, dicht und dennoch elegant und geschliffen. Dieser phantastische Wein aus einem Super-Rhônejahr ist nach meinem Geschmack wegen seiner feinst balancierten Stilistik, der Vermählung einer großartigen inneren Dichte, seidenen traumhaft weichen Tanninen und seiner herausragenden Frische ein Referenzwein der Region.
Es gibt nicht viele Châteauneufweine, von den teuren Prestigegewächsen der absoluten Spitzendomainen abgesehen, die dieser Preissensation das Wasser reichen können! Herzlichen Glückwunsch Pierre Perrin zu dieser phantastischen Leistung!
Zu genießen wegen seiner cremigen Tannine ab sofort, Höhepunkt Herbst 2007 bis 2012.




Les Cailloux - Châteauneuf-du-Pape

Seit Jahren bereits gehört das Weingut Les Cailloux, das von André Brunel geleitet wird, eine der „intellektuellsten Winzerpersönlichkeiten von Châteauneuf-du-Pape” zur absoluten Spitzenkategorie der Appellation. Mit Weinen, „wie aus einer anderen Welt stammend” (Parker).


140305 Les Cailloux, CdR „Cuvée Sommelongue” rouge 2005 7,95 Euro
„A sexy wine and a poor man’s Châteauneuf-du-Pape”, so hat Parker diesen ungemein leckeren Rotwein einmal beschrieben und schon mehrfach mit 90 Punkten geadelt. Welch traumhafte Cuvée aus 75% erstklassiger Grenachetrauben, dazu Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Clairette – einer unserer beliebtesten Klassiker überhaupt! Der leicht süßliche, fein verwobene Duft, subtil geprägt von schwarzen Kirschen, roten und schwarzen Früchten, Pfeffer, schwarzen Oliven und würzigen Kräutern der Garrigue fasziniert selbst Kenner, die sonst nur wesentlich teurere Prestigewächse genießen.
Die samtene Textur des Weines, seine fröhliche Saftigkeit und animierende Würze, seine tiefgründige Beerenfrucht und sein bestens eingebundenes cremiges und schmelziges Tannin, das die Zunge verwöhnt sowie sein beeindruckender Nachhall heben ihn deutlich aus der Masse seiner Konkurrenten hervor. Dieser herrliche CdR aus einem absoluten Jahrhundertjahrgang ist das genaue Gegenteil eines marmeladigen, überkonzentrierten Monsterweins, es dominieren vielmehr spielerische Eleganz und burgundische Finesse.
Welch charaktervoller Trinkspaß für jeden Tag, das ist Individualität pur statt belangloser Uniformität! Dieses südfranzösische Weinvergnügen setzt souveräne Maßstäbe in Sachen Preis und Genuss und hat weltweit keine Konkurrenz zu fürchten. Die beste ‚Cuvée Sommelongue’ aller Zeiten, eine traumhafte Qualität, die bei vielen anderen Gütern als wesentlich teurerer Châteauneuf-du-Pape-Wein vermarktet würde. Parker urteilt euphorisch: „It is always an excellent wine and it is so beauty in 2005 with more freshness and structure than normal”.
Zu genießen ab sofort bis 2012.




Domaine du Pégau - Châteauneuf-du-Pape

Domaine du Pégau
Laurence Féraud


Zu der kleinen Winzerelite der Weltklassewinzer aus Châteauneuf-du-Pape, dieser renommierten Appellation mit magischem Klang, gehören unsere langjährigen Freunde von der traditionsreichen Familiendomaine Pégau, mit denen wir seit Beginn unserer Tätigkeit als Weinhändler mit großer Freude zusammenarbeiten und deren Weine ich persönlich bereits seit über 25 Jahren leidenschaftlich gerne trinke. Paul Féraud, diese so bodenständige und sympathische Persönlichkeit, und seine ebenso innovative wie attraktive Tochter Laurence vinifizieren schon seit Beginn der 80er Jahre in schöner Regelmäßigkeit grandiose, unverwechselbare, handwerklich hergestellte Weine, denen kaum jemand widerstehen kann:


141705 Pégau, Pegovino, VdP d’Oc, rouge 2005 5,95 Euro
Mit diesem traumhaften Trinkspaß hat unsere Freundin Laurence einen absoluten Volltreffer gelandet! Ihr Ziel war es, einen ungemein preiswerten Alltagswein zu schaffen, der bereits jung getrunken enormen Trinkspaß bereitet. Diese in gebrauchten Fudern der Domaine Pégau ausgebaute verführerische Cuvée (jeweils knapp zur Hälfte Grenache und Syrah mit einem Hauch Merlot) aus einem Überfliegerjahrgang besitzt eine sehr dunkle Farbe und einen sinnlichen, beerigen Duft, der die exzellente Reife des erstklassigen Lesegutes ausdrücklich demonstriert. Am Gaumen präsentiert er sich vollmundig, dicht, traumhaft weich, mit einer reifen, saftigen Frucht, feinen Gewürzen, prallen Kirsch- und zarten Schokoladennoten, die in ihrem komplexen Zusammenspiel der Zunge so sehr schmeicheln. Die bestens integrierten, samtigen Gerbstoffe sind sehr weich und cremig, so dass dieser so fairpreisige, verführerische Alltagswein (der aber in Blindproben wesentlich teurere Prestigegewächse locker leicht an die Wand spielt) ab sofort Trinkspaß pur bereitet.
Parker (ein glühender Pégau-Verehrer: „These are some of my favorite wines in the world, and also some of my favorite visits, largely because of the charismatic Féraud family, from the daughter Laurence to the father Paul) notiert begeistert: „Der beste Jahrgang bisher, den ich von diesem Wein jemals probiert habe!”




Château Saint Cosme - Gigondas

Kultweingut am Fuße der pittoresken Bergwelt der ‚Dentelles de Montmirail’: „Louis Barruol is one of the two finest producers of Gigondas with magical terroir”, (Parker).

Louis Barruol mit alten Reben des Château Saint Cosme
Louis Barruol (Château Saint Cosme) mit alten Reben


171305 Saint Cosme, „Les deux Albion”, Côtes du Rhône rouge 2005 10,50 Euro
Welch eine Hommage von Louis Barruol an Guigals legendären Côte Rôtie La Mouline! Dieser charaktervolle, unfiltrierte CdR ist eine wahrlich phantastische Cuvée (40% Syrah, 30% Grenache, 20% Carignan von uralten Weinbergen und 10% Clairette), „auf einem mindestens gleich hohen Qualitätsniveau wie der 2001er, aber wesentlich frischer noch, weniger opulent, dafür aber so dicht und so fein balanciert wie nie zuvor” (Louis). Für Parker, der diesem großartigen 2005er 90 Punkte gibt, ist der „Les deux Albion” „ein Wein, so sexy wie ein CdR nur sein kann, ein kleiner La Mouline des Südens, ein sagenhaft günstiger Kauf”! Und was ist das nur für ein intensives, akzentuiertes Bukett! Expressiver, phantastischer Duft nach roten und schwarzen Früchten, blauen Beeren sowie Cassis, Pfeffer und Kräuter der Provence. Am Gaumen ungewöhnlich tief für einen Rotwein dieser Preisklasse, enorm kraftvoll, dicht, ausgewogen, komplex und fein. Sehr fruchtig, dabei viel Finesse zeigend und lang anhaltend. Ein hedonistischer Wein, ein Schmeichler der Sinne, der Louis’ Philosophie, schmackhafte Trinkweine statt konzentrierter Monsterweine zu produzieren, eindrucksvoll widerspiegelt.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt Ende 2008 bis nach 2012, doch Vorsicht: Suchtgefahr!



Castelas - A.O.C. Vallée des Baux de Provence

Der FEINSCHMECKER feiert unter dem Titel „Eine provenzalische Revolution” das Olivenöl von Jean-Benoît Hugues „als das beste von ganz Frankreich”.

In der wildromantischen Landschaft der Alpilles, in unmittelbarer Nachbarschaft zur uralten Felsenfestung und sommerlichen Touristenattraktion Les Baux und zur weltberühmten Domaine Trévallon, deren Eigner Eloi Dürrbach mir bei einem meiner Besuche dieses Öl eindringlich ans Herz legte, hat Monsieur Hugues einen Olivenhain auf großartigem kalkhaltigem Terroir gepachtet und produziert in traditioneller, handwerklicher Art ein Olivenöl der absoluten Weltspitze. Die wertvollen Olivenplantagen rund um Les Baux dürfen daher auch eine eigene Herkunftsbezeichnung tragen (Appellation d’Origine Controlée) wie sonst nur noch die gleich gerühmte Olivenölregion Nyons im Nordosten der Provençe.

Hugues Olivenbäume befinden sich in Castelas im nördlichen Teil der malerischen Alpilles, das aufgrund seiner mikroklimatischen Bedingungen ideal zur Erzeugung großer Öle geeignet ist: „Ähnlich wie großer Wein braucht auch exzellentes Olivenöl ein ideales Terroir. Unser Boden ist nicht nur extrem kalkhaltig, sondern auch sehr trocken und die häufig wehenden heftigen Mistralwinde bewirken, dass meine Olivenanlage weitestgehend von Schädlingen verschont bleibt”, bemerkt Jean-Benoît Hugues in seiner ungemein engagierten Art, die deutlich werden lässt, dass er als Produzent, ähnlich Spitzenwinzern in aller Welt, einen erheblichen Anteil an der außerordentlichen Qualität seines phantastisch schmeckenden Olivenöls besitzt.

Castelas


Mit seinen unkonventionellen Ideen hebt sich Hugues in der Tat erheblich von anderen Ölproduzenten ab: „Wer erstklassiges Öl will, braucht gute Bäume. Daher bearbeiten wir unseren Hain wie beste Rebanlagen. Ähnlich wie beim Wein schneiden wir unsere Olivenbäume zurecht, bewässern die Bäume in der glühenden Hitze des Sommers, um Trockenstress zu vermeiden und achten auf einen großen Abstand zwischen den einzelnen Bäumen, damit diese ihre Wurzeln weit ausstrecken können”. Wer die Olivenbäume von Hugues mit denen seiner Nachbarn vergleicht, dem fällt das Resultat solch kompromisslosen Qualitätsstrebens sofort ins Auge: Die Haine strotzen vor Grün, die Pflanzen sind kleiner und kompakter als gewohnt; 60 Tage vor der Ernte wird dann der Olivenhain nur noch sich selbst überlassen. Die Ernte, im Oktober/November, immer zum optimalen, von den Jahrgangsgegebenheiten abhängigen Zeitpunkt, geschieht extrem penibel und natürlich von Hand, die schonende Verarbeitung unmittelbar nach der Ernte in der eigenen Mühle (hier stehen Gärbehälter aus Edelstahl) erinnert wieder an die sorgfältige Bereitung großer Weine.

Kein Wunder: Der Familie der Eltern von Catherine, Hugues sympathischer Ehefrau, gehört die berühmte Domaine Vieux Télégraph in Châteauneuf-du-Pape. Von hier kam daher so manche wertvolle Anregung, wie Jean-Benoît Hugues in der Erklärung seiner Arbeitsweise verdeutlicht: „Zwei Maschinen zerdrücken die Früchte zu einer Paste, doch keine Laboranalyse kann mir wirklich verraten, wann die Olivenpaste optimal ist. Den richtigen Zeitpunkt erkenne ich ausschließlich an der Konsistenz. Danach wandert die Paste in die eigentliche Presse, die, darauf bin ich besonders stolz, luftdicht abgeschlossen ist, damit das Öl nicht oxidiert. Zudem verzichten wir, im Gegensatz zu vielen anderen Produzenten, die damit mehr Öl erzeugen wollen, natürlich auf die Zuführung von heißem Wasser, welches die wertvollen Inhaltsstoffe des Olivenöls schädigen würde. (Lesen Sie bei Interesse meinen Artikel auf der Startseite unserer Homepage zu den schier unglaublichen Skandalen bei der Erzeugung vorgeblich hochwertiger Öle: „Keine 5 oder 10 % des im Mittelmeerraumes erzeugten Olivenöls erfüllen die gesetzlichen Extra Vergine-Bestimmungen,” so MERUM.) Bei uns hingegen werden 80% der gepressten Oliven nicht zu Öl verarbeitet, sondern zu Humus”.

Soviel Qualitätsstreben auf diesem vorbildlichen, mit einem extrem hohen handwerklichen Ethos geführten Gut führt zu einem einzigartigen, erlesenen Produkt aus einer für sein hervorragendes Olivenöl hoch gerühmten Region: Nicht nur der Feinschmecker lobt Öl und Produzent („der beste Ölerzeuger Frankreichs”), Hugues Teilnahme am Pariser Agrarsalon wurde zu einem einzigartigen Triumph: Sein eigenes und drei weitere Öle, die er für Olivenölbauern aus einer Nachbarschaft in seiner eigenen Mühle herstellt, erhielten jeweils eine Goldmedaille!

P.S. Olivenöl gut für’s Herz!
Die einflussreiche US-amerikanische Food and Drug Administration hat sich dafür ausgesprochen, dass auf Olivenöl-Etiketten künftig vermerkt werden darf, dass das Öl einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System besitzt. Es darf empfohlen werden, dass der Konsument zwei Teelöffel Öl pro Tag zu sich nehmen soll, um Krankheiten zu verhindern. Doch Vorsicht: Es gibt keinen Lebensmittelbereich, in dem derartig viel manipuliert wird wie im Bereich Olivenöle. Nur wenige Öle, die das Etikett ‚Extra Vergine’ tragen, haben diese Auszeichnung wirklich verdient, wie zahlreiche Studien beweisen. So bleibt beispielsweise als beschämendes Fazit einer gemeinsamen Verkostung im Sommer 2004 von STERN, ZDF und Slow Food Deutschland zu konstatieren: „Ein haarsträubendes Resultat. Keine 5 oder 10 % des im Mittelmeerraumes erzeugten Olivenöls erfüllen die gesetzlichen Extra Vergine-Bestimmungen.” (MERUM 3/04)

Castelas


Nur handwerklich arbeitende, seriöse Olivenölhersteller, wie Pinard de Picard sie in seinem vom FEINSCHMECKER mehrfach ausgezeichneten Programm führt, garantieren gleichermaßen exzellenten Geschmack und die unbestrittenen gesundheitlichen Vorteile des flüssigen Goldes, dieses unvergleichlichen „Geschenks der Götter”.


99410006 Castelas, Olivenöl Vierge Extra A.O.C. Vallée des Beaux de Provence 0,5 l 18,90 Euro
Aus einem großen Jahrgang für Olivenöle (mit dem einzigen Manko einer ganz kleinen Ernte), frisch gepresst und gerade abgefüllt: Intensiver Duft nach Kräutern, Noten von Mandeln, reifen Tomaten und Artischocken und ein feiner, feuriger Beigeschmack, „ein Öl mit einem langen Abgang wie ein Châteauneuf-du-Pape”, so Jean-Benoît Hugues dezidiertes Urteil.

Und der FEINSCHMECKER lobt den Jahrgangsvorgänger: „Das beste Olivenöl Frankreichs!”

Castelas, Olivenöl Vierge Extra A.O.C. Vallée des Beaux de Provence

Ernte 2006/2007!


In diesem Jahr haben wir dem FEINSCHMECKER den kleinen, noch preiswerteren Bruder des Spitzenöls der Domaine zur Verkostung angestellt, das „Mas de l’Olivier”. Das Resultat: Der aktuelle FEINSCHMECKER (6/2007) feiert dieses unglaublich preiswerte Öl „als das beste von ganz Frankreich”. Für welches der beiden Öle, das oben präsentierte „Castelas, Olivenöl Vierge Extra A.O.C.”, Testsieger im Vorjahr, oder den gleich folgenden aktuellen Testsieger „Mas de l’Olivier, Huile d’Olive vierge extra”, Sie sich entscheiden wollen, hängt auch von Ihren geschmacklichen Präferenzen ab. Das etwas teurere Öl schmeckt cremiger und ist extrem ausgewogen, das „Mas de l’Olivier” pikanter und etwas schärfer. Zwei sensationelle Öle, die ausdrücklich demonstrieren, dass in der Olivenölmühle Castelas die besten Olivenöle Frankreichs, nicht wenige Kenner meinen, der ganzen Welt, hergestellt werden.

99410206 Castelas, Mas de l’Olivier, Huile d’Olive vierge extra 0,5 l 13,90 Euro
Feinschmecker: „Der beste Ölproduzent Frankreichs ist wieder einmal Jean-Benoit Hugues aus Les Baux-de-Provence. Die mit modernen, extrem schonenden Methoden hergestellte Cuvée begeisterte die Jury mit kräftigen Noten von Lorbeer und Artischocken, knackigem Bitterton und chilischarfem Abgang. Herrlich zu Salaten mit Jakobsmuscheln. Dafür gibt’s vom Feinschmecker einen OLIO-Award.”

Ernte 2006/2007!


Noch ein besonderer Tipp: Olivenöl ist ein Frischprodukt. Im Frühjahr nach der Ernte ist es am besten, danach wird es mit jedem Tag im Prinzip älter. Rasch geht der Alterungsprozess dann vonstatten, wenn die Lagertemperatur hoch, das Licht hell und die Flasche geöffnet ist. Falls Sie über einen Raum verfügen, der dunkel ist, nicht wärmer als 18 Grad (ideal sind 16 Grad) und Sie die Flaschen im Originalzustand belassen (oder das Öl nach Bedarf aus der optmal klimatisierten Lagerhalle von Pinard de Picard erstehen), bleibt das Öl bis Ende des Jahres in einem praktisch unversehrten, optimalen Zustand.




ITALIEN

Bragato - Friaul

Drei kluge Charakterköpfe und Querdenker produzieren fabelhafte Weiß- wie Rotweine in einer landschaftlich reizvollen Region.

Bragato - Friaul

Einige unter Ihnen, liebe Weinfreunde, haben uns zu Recht in den letzten Jahren kontaktiert mit der Bitte, dass Pinard de Picard seine erlesene Auswahl italienischer Weine und sein Engagement in diesem wunderschönen Land doch deutlich ausweiten möge. Wir haben immer um Verständnis gebeten, dass wir nicht alles zugleich machen können: Wenn man so ausführlich in den einzelnen Regionen recherchiert, wie wir es zu tun pflegen, dann setzt dies einen sehr großen Zeitaufwand voraus. Und in den letzten beiden Jahren hatten der Bau unserer neuen Lager- und Verkostungshalle sowie die Erweiterung unseres Deutschlands- und Burgundprogramms absolute Priorität. Doch in den letzten Monaten haben wir uns mit viel Herzblut in den italienischen Weinanbauregionen umgesehen, haben viele Hunderte, nein, Tausende von Weinen probiert und ein Italienprogramm aufgebaut, das wir Ihnen in den nächsten Monaten mit viel Freude präsentieren werden. Dabei haben wir unser Hauptaugenmerk darauf gelegt, Ihnen ausschließlich authentische, urwüchsige Weine eigenständigen Charakters auszusuchen, die das Terroir ihrer großartigen Regionen unverfälscht widerspiegeln. Gut gemachte Kopien eines vermeintlichen Weltweingeschmacks waren in Italien bedauerlicherweise über Jahrzehnte vielerorts der Maßstab aller Dinge. Doch Pinard de Picard wird Ihnen die Originale präsentieren! Authentische Weine hoch gerühmter Weltklassegüter ebenso wie absolute Geheimtipps, die Ihnen allesamt das wahre, das echte Italien zeigen. Wir laden Sie daher herzlich ein, uns auf eine spannende Entdeckungsreise zu folgen.

Bragato - Friaul
Im sonnigen Herbst strahlen die Träubchen mit der Sonne um die Wette

Beginnen wollen wir heute mit einem in Deutschland noch fast gänzlich unbekannten Kleinod. Friaul Julisch-Venetien bildet die östlichste Region hoch im Norden Italiens und grenzt dabei sowohl an Österreich als auch an Slowenien. In geographischer Hinsicht präsentiert sie sich als Landschaft mit zwei Gesichtern, den Julischen und Karnischen Alpen im Norden der Region und den Ebenen, die zur Adria im Süden hin abfallen. Unter Kennern gilt die traumhaft schöne Region als Heimat hervorragender Weißweine aus den Hügelgebieten des Collio und der Colli Orientali del Friuli. Und genau hier haben sich drei Weinenthusiasten zusammengetan, um aus einer Selektion erlesener Trauben der Elitewinzer der Region (unter anderem des legendären Enzo Pontoni des nicht minder renommierten Gutes Miani) höchst eigenständige Weine zu kreieren, die zu den größten Italiens zählen. Wer sind nun die ebenso klugen wie eigenwilligen Köpfe hinter dem Projekt Bragato?

Bragato - Friaul
Christian Patat und Dr. Andrea Pittana

Antonio Bragato ist Gründer der legendären und unbedingt empfehlenswerten Enoiteca Il Calice in Berlin und somit seit fünfzehn Jahren einer der führenden Botschafter des italienischen Weines in Deutschland. Christian Patat, ehemals Agent der italienischen Winzerelite und gebürtiger Friauler, ist heute einer der erfolgreichsten Berater für Weinmaking und Marketing Italiens. Er bringt mehr als zwanzig Jahre Berufserfahrung und beste in- und ausländische Kontakte mit. Der Agronom und Önologe Dr. Andrea Pittana ist einer der best ausgebildeten Weinbauexperten des Friauls. Neben der praktischen Arbeit in Weinberg und Weinkeller betreibt er in Zusammenarbeit mit der Universität Beaune, Frankreich, intensive Forschung auf dem Gebiet des biodynamischen Anbaus. Zusammen mit den besten Winzern Friauls vinifizieren diese drei Charakterköpfe fabelhafte Weiß- und Rotweine, die mich seit dem ersten Probieren magisch in ihren Bann gezogen und seither nicht mehr losgelassen haben. Um den Stil ihrer Weine zu charakterisieren, möchte ich gerne Stuart Pigott zu zitieren, der kürzlich die Weine von Bragato entdeckte und in der FAS euphorisch feierte. Er notiert: „Antonio Bragato ist in Deutschland geboren, in Venezien aufgewachsen und hat 1990 das erfolgreiche Weinlokal „Enoiteca Il Calice” in Berlin gegründet. Er und seine Weine sind eindeutig in beiden Kulturen beheimatet.” Auf den Punkt getroffen! Denn die großartigen Weiß- und Rotweine unseres friaulischen Kleinods vermählen aufs Schönste die Frische und Mineralität, die wir so sehr von großen deutschen Rieslingen kennen, mit der Beschwingtheit und Fröhlichkeit mediterraner Lebensfreude. Ich möchte Ihnen daher unsere Neuentdeckung aus einer landschaftlich so reizvollen Region ganz besonders ans Herz legen. Bitte unbedingt probieren!


609105 Bragato, Tocai Colli Orientali del Friuli, bianco 2005 12,50 Euro
Tocai Friulano ist eine charaktervolle autochthone Rebsorte, die kundige Weinkenner, wenn sie denn Vergleiche ziehen mögen, in ihrer ursprünglichen, unverfälschten Version an große Grüne Veltliner erlesenster Provenienz erinnern. Grüngelb funkelt dieser noble Norditaliener im Glase und präsentiert sich mit einer feinen, zart mineralischen Duftnote, Erinnerungen evozierend an gelbe Früchte und Quitten, an frisch gepflückte Blumen einer Sommerwiese im Morgentau, würzige Kräuter und einen verwegenen Touch von frisch gemahlenem weißem Pfeffer. Am Gaumen saftig und ungemein präzise mit feiner mineralischer Note und langem, vom würzigen Charakter des Weines dominiertem Nachhall. Ein toller, ganz feiner Wein, der aufgrund seiner trinkanimierenden, ungemein finessenreichen, frischen Art hedonistischen Genuss pur garantiert! Jeder Schluck dieses betörenden Tocai mit gerade einmal 12,5 Volumenprozent Alkohol macht Lust pur auf das nächste Glas! Unverfälschtes Italien vermählt sich mit mediterraner Lebensfreude. Bravissimo!


Bragato - Friaul

609405 Bragato, Pinot Grigio Colli Orientali del Friuli, bianco 2005 12,50 Euro
Unzählige dünne, belanglose Weinchen aus den Supermarktregalen haben bei echten Weinkennern den Namen dieser Rebsorte über Jahrzehnte hinweg regelrecht verhunzt. Doch dieses herrlich dichte, mit 12,5 % Alkohol ungemein trinkanimierende Stöffchen rettet mit Bravour die Ehre dieser so arg malträtierten Rebsorte. Seine Struktur hat angenehme Rundungen angenommen, wirkt weich und opulent, lässt aber zart eine bestechende Mineralität durchschimmern.
Zu genießen ab sofort bis 2009.


609305 Bragato, Sauvignon Colli Orientali del Friuli, bianco 2005 12,50 Euro
Der großartige Jahrgang 2005 präsentiert sich mit einem animierend feinen, frischen Duft nach Feuerstein, Cassis, weißem Holunder und Basilikum, unterlegt mit feinen mineralischen Noten. Die Säure – jetzt unmittelbar nach der Abfüllung noch sehr präsent – wird sich im Laufe des Sommers bestens in die großartige Frucht integrieren. Auf der Zunge wiederum ungemein frisch, aber auch saftig und weich, komplex, dicht, konzentriert, große Tiefe, nicht nur ein hervorragender Essensbegleiter, sondern auch solo getrunken auf der Terrasse Trinkfreude pur!
Zu genießen ab sofort bis 2009.


Bragato - Friaul
Sanft geschwungene Hügellagen prägen die traumhaft
schöne Landschaft des Friaul

609205 Bragato, Ribolla Gialla Colli Orientali del Friuli, bianco 2005 12,50 Euro
Charaktervoller, knackig frischer Weißwein aus einer autochthonen Rebsorte mit einem langen, warmen Nachklang und einer dezenten Bitternote, die charakteristisch ist für die Ribolla. Ein unverfälschtes Weinoriginal mit Persönlichkeit! Ein idealer Begleiter zu Vorspeisen, Fischgerichten und leckeren Salaten.


609604 Bragato, „Serena” Sauvignon Colli Orientali del Friuli, bianco 2004 16,95 Euro
Edler Sauvignon Blanc mineralischer Stilistik aus ganz großem Jahrgang mit fabelhafter innerer Dichte, toller Konzentration und einem finessenreichen Spiel. In der Nase ungemein delikat, sehr fein, statt von billigen Primärfruchtaromen (wie leider nur allzu oft üblich in Italien) eindeutig von seinem exzellenten Terroir geprägt und einem ungemein attraktiven, frischen, mineralischen Bukett, in dem man den betörenden Duft von Feuersteinen, frischen grünen Kräutern (Basilikum), Stachelbeeren und kühlen Rauchnoten findet. Frisch in der Säure, aber dennoch cremig weich auf der Zunge, mit feinen Zitrus- und wiederum unwiderstehlichen Feuerstein- und mineralischen Noten. Ein vielschichtiger, präziser großer Weißwein, der überzeugend demonstriert, warum Sauvignon Blanc sich nach wie vor ungebrochener Popularität erfreut. Selbst Rieslingfreaks werden von dieser brillanten Ausnahmequalität, die nach weit mehr schmeckt als sie kostet, begeistert sein. In einer großen vergleichenden Probe bei uns im Hause schlichtweg als Inbegriff eines italienischen Sauvignon Blanc gefeiert. Feine Frucht trifft subtile Mineralität und immense Frische! Kein Wunder, dass Stuart Pigott in seiner Kolumne in der FAS begeistert schwärmt: „Der 2004er Bragato Sauvignon Blanc aus den Colli Orientale del Friuli ist eine strahlende Ausnahme unter den Weinen dieser modischen Rebsorte, weil er das charakteristische Stachelbeeraroma und die frische Säure der Sorte mit Schliff und seltener Eleganz verbindet”.
Zu genießen ab sofort bis 2012, mindestens.


609704 Bragato, „Zitelle” Pinot Grigio Colli Orientali del Friuli, bianco 2004 23,00 Euro
Dieser noble Weißwein kann zwar nicht alle Enttäuschungen der letzten Jahre vergessen machen, welche die Kehlen frustrierter Weinliebhaber auf der Suche nach einem wirklich erlesenen Pinot Grigio malträtierten, aber er vermag zumindest zu versöhnen: Denn was ist das für ein traumhafter, sagenhaft geschliffener, ungemein frischer Edel-Pinot Grigio, der Nase, Zunge und Gaumen gleichermaßen verwöhnt. Mama mia! Nichts an diesem grandiosen Wein ist schwer oder plump und das feine Holz ist nur ganz dezent im Hintergrund zu spüren, Struktur gebend statt auf vorlaute Effekthascherei zu setzen.
Bevor ich total abhebe und unreflektiert ins Schwärmen gerate, lassen Sie mich bitte nochmals mit Stuart Pigott eine neutrale Stimme zitieren. „Weit entfernt von den typischen norditalienischen Pinot Grigios ist der 2004er Bragato „Zitelle”. Noch dichter und unentwickelter als der (oben vorgestellte) Sauvignon Blanc, wird der Wein von einer eigentümlich erdigen Würze geprägt, die sich um einen festen Kern zieht – das ist alles äußerst ungewöhnlich für diese Sorte in Italien. Weintrinker, die an einfache italienische Pinot Grigios gewöhnt sind, werden das natürlich wenig zu schätzen wissen, aber derlei Erzeugnisse tragen zur Rehabilitation dieser Sorte unter anspruchsvollen Konsumenten bei.”
Ein ernsthafter Kandidat für den besten Pinot Grigio eines großen klassischen Jahres in Italien!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis sicherlich nach 2012.


609504 Bragato, Rosso Colli Oriental del Friuli, rosso 2004 13,95 Euro
Der Rosso Colli Orientali del Friuli ist eine ungemein spannende und charaktervolle Rotweincuvée aus 40% alter Refosco-Reben und 30% Merlot. Die autochthonen Sorten Schiopettino, Pignolo und Tazzelenghe (zusammen 30 %) tragen zur aromatischen Abrundung und tiefen Komplexität dieser herrlich frischen, urwüchsigen Cuvée bei. Dieser fein balancierte, Rotwein ist sowohl von der Rebsortenzusammensetzung her wie in seiner Stilistik ein urwüchsiger „Friauler”. Seine mineralisch dunkelbeerige Frucht wird von einer feinen Würze unterlegt und auf der Zunge begeistert eine zartherbe, feinwürzige Fülle voll betörender Blaubeer- und Gewürznoten. Animierend saftige, geschliffene, reife Tannine sind bestens in die volle Frucht integriert und heben die feinen Aromen hervor, ohne diese zu dominieren. Der sensible, ungemein schonende, klassische Ausbau erfolgt ca. 16 Monate in gebrauchten Barriques und Tonneaus bester französischer Provenienz, so dass das Holz nur Struktur vermittelt, aber diesen großartigen Wein in keinster Weise dominiert. Ein großartiger Norditaliener von gänzlich eigenständigem Charakter, gegen den viele Marmeladenweine des Südens in ihrer plumpen Banalität verblassen. Dieser seriöse italienische Landadel ist überhaupt nicht vorlaut und protzig, sondern wie die betörenden Weißweine von Bragato von einer feinen, noblen Machart: Wohltuend leise Töne, aber ein großartiges Geschmackserlebnis. Der Rosso Colli Orientali del Friuli ist idealer Partner zu mediterraner Küche, bekömmlich, charaktervoll, man trinkt sich regelrecht ein in ihn. Fabelhaftes Preis-Genuss-Verhältnis – ein echter Geheim-Tipp!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012.


Bragato - Friaul

609804 Bragato, „Sanzuan” Rosso Riserva Colli Orientali del Friuli, rosso 2004 39,00 Euro
Der meteorologische Verlauf des Jahres 2004 war für Norditalien schlichtweg traumhaft und ergab klassische, großartige Weine in der Tradition der fabelhaften 2001er und 1978er! Die Spitzencuvée Sanzuan ist ein Blend aus 90% Merlot und 10% Cabernet Sauvignon alter Reben von den besten Lagen in San Giovanni al Natisone. Die Merlot-Trauben wurden in der 3. Septemberwoche, die Cabernet Sauvignon-Trauben erst in der 2. Oktoberwoche perfekt reif und absolut gesund gelesen. Der Ertrag war geradezu lächerlich niedrig. Nach einer 18-tägigen Maischegärung reiften die beiden Partien in überwiegend neuen Barriquefässern bis kurz vor der Abfüllung (keine Filtrierung!) im Sommer 2006. Und welch hedonistischer Genuss verführt heute den begeisterten Weinkenner, welch großartige Aromen entsteigen dem Glase: Duftig und transparent, geschmeidig und erfrischend; ein traumhafter Wein, der Leben atmet, der Emotionen auslöst, weil er so rein und unverfälscht authentisch riecht und schmeckt, dass einem das Herz aufgeht, wenn man ihn auf der Zunge hat. Noble, kühle Gewürze umrahmen beerigen Schmelz und zarte Vanillearomen; Weihrauch, Tabak, Wildkräuter und animierende Rauchnoten wecken wehmütige Erinnerungen an schöne Tage in Italiens reizvollem Norden. Wohltuende Wärme durchdringt den Körper und die Sinne schwelgen in unbeschwertem Genuss. Der Sanzuan wirkt auf der Zunge kraftvoll und edel, seidig und samtig zugleich und verhehlt seinen über 18monatigen Ausbau in neuen Barriques nicht. Doch deren zarte Holzaromen hat er durch eine mittlerweile 10monatige Flaschenreife raffiniert in eine intensiv würzige Duft- und Geschmacksstruktur integriert. Dieser großartige Wein ist einer der herausragenden Individualisten der italienischen Weinszene, ein Flaggschiff der italienischen Weinavantgarde!

Trotz seiner aromatischen Fülle passt sich der Sanzuan mit seiner eleganten Struktur sehr gut nahezu allen Speisen an. Auch klassische, etwas fettere Gerichte wie z. B. „Ossobuco alla milanese” oder pikante italienische Käse begleitet dieser rote Friauler souverän.
Schon heute bereitet der Wein auf Grund seiner Harmonie und inneren Balance großen Genuss, seine beste Trinkreife wird er jedoch voraussichtlich erst zwischen 2009 und 2020 erreichen.



Zum Kennenlernen der grandiosen Qualitäten unserer Neuentdeckung aus dem Friaul haben wir für Sie folgendes Paket geschnürt:

80038 Bragato-Kennenlernpaket 0 4,5 l, statt 80,90 nur 69,95 Euro
je 1 Flasche Tocai Colli Orientali del Friuli, bianco 2005, Pinot Grigio Colli Orientali del Friuli, bianco 2005, Sauvignon Colli Orientali del Friuli, bianco 2005, Ribolla Gialla Colli Orientali del Friuli, bianco 2005, Rosso Colli Oriental del Friuli, rosso 2004, „Serena” Sauvignon Colli Orientali del Friuli, bianco 2004.
Unbedingt Probieren!




Saladini Pilastri

„Die Qualitätssieger aus der ländlich strukturierten Weinregion der Marken, ein Highlight für Schnäppchenjäger” (Parker).

Morgenröte erstrahlt über den Marken. Die „Marche” liegen zwar im Schatten der gewaltigen Toskanischen Apenninen, abseits der berühmten Weingüter der benachbarten Provinzen Toskana und Umbrien. Aber Sie, liebe Kunden, wissen es längst: Das hügelige Hinterland an der Adriaküste bringt inzwischen einige der besten Tropfen Italiens hervor und glänzt im Licht der internationalen Presse. Parker und der „Gambero Rosso” rühmen regelmäßig die Spitzengüter, an vorderster Stelle dabei immer unser Weingut Saladini Pilastri, das, zwischen der Adria und den malerischen Hügeln der Abruzzen gelegen, unter Insidern als DER Aufsteiger der letzten Jahre gilt:
Ein Lieblingsbetrieb von uns – und offensichtlich von Ihnen, denn unsere Verkaufszahlen legen beredtes Zeugnis ab – mit ungeschminkten, tieffruchtigen und körperreichen Weinen von großer Nachhaltigkeit und Regionalcharakter ohne jegliche marmeladige Konsistenz. Schonend vinifiziert aus autochthonen Reben, die in Top-Lagen in südlicher Ausrichtung über dem Trontotal auf erstklassigem Terroir wachsen und sowohl von den langen heißen Sommern als auch vom kühlenden Einfluss des Flusses und des nur 10 km entfernten Meeres profitieren. Daher diese traumhafte Balance zwischen saftiger Frische und reifer, ja schmeichelnder Frucht, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Weinsortiment dieses vinologischen Kleinods aus einer der attraktivsten Weinanbauregionen Italiens zieht.

„Wenn es dem Körper gut geht, singt die Seele”, zitiert ALLES ÜBER WEIN ein uraltes Askolaner Sprichwort und resümiert zutreffend: „In den Marken singt die Seele des Weinliebhabers, weil es Winzern gelingt, im italienischen Qualitätsweinbau eine Vorreiterrolle zu spielen, ohne den Blick auf die Preisgestaltung zu verlieren. Saladini Pilastri vinifiziert im biologischen Anbau Rotweine mit bemerkenswerter Farbtiefe und Struktur bei bestem Preis-Genussverhältnis: Noblesse oblige!” Wie wahr: Biologischer Anbau gepaart mit feinster Kellertechnik ergeben herausragende Rotweine zu einem ungemein fairen Preis: Authentisches Italien, wie es schöner nicht sein kann!

652406 Pilastri, „Falerio” Vigna Palazzi, bianco 2006 5,90 Euro
Frischer, anregender Bio-Weißwein mit faszinierenden Aromen von Melone, grünem Apfel und Birne. Am Gaumen unkompliziert, süffig, säurearm, dennoch mit genügend Frische versehen. Ein leckerer Weißwein für die Terrasse, zum Meeresfrüchtesalat, zur Melone mit Parmaschinken oder zu Spaghetti mit Tomatensoße.


 

652105 Pilastri, Rosso Piceno (PK) 2005 5,90 Euro
Der ungemein verführerische Piceno 2005, eine traumhaft leckere Cuvée aus Montepulciano (30%) und Sangiovese, präsentiert sich in seiner selten attraktiven Preisklasse mit einer Wagenladung voll leckerer Frucht, insbesondere Himbeeren und schwarze Kirschen, fein unterlegt von einer animierenden kräutrigen Würze. Am Gaumen herrlich ausgewogen und von seidiger Textur, dazu eleganter und noch weniger konfitürig als seine bei unseren Freunden italienischer Weine so beliebten Vorgänger, bietet diese traumhaft leckere Cuvée schlichtweg höchstes Trinkvergnügen. Mit seinen feinwürzigen und beerigen Aromen in Nase und Mund und seinen saftigen, ungemein cremigen, sehr weichen Tanninen präsentiert er sich bereits heute von seiner schönsten Seite.

Unsere Stammkunden wissen natürlich, dass die Fachjournalisten von diesem kleinen Weinwunder begeistert sind: Parker beurteilte den 04er mit 89 Punkte, eine kleine Sensation für einen Wein dieser extrem fairen Preisklasse. Die Wein-Fachzeitschrift „Alles über Wein” verlieh für sein herausragendes Preis-Genussverhältnis eine Goldmedaille, Italiens Weinführer Gambero Rosso schwärmt von der verführerischen Aromatik, der Dichte und Tiefe dieses herausragenden Weins aus biologischem Anbau. Des ambitionierten Weinliebhabers Herz – Was begehrst Du mehr??
Ein Klasse-Alltagswein, der in seiner Kategorie keine Konkurrenz zu fürchten braucht, zu genießen ab Frühjahr 2007 bis 2009.


652204 Pilastri, Vigna Piediprato, rosso 2004 8,95 Euro
Tradition und Respekt vor der gewachsenen Qualität in Top-Lagen sind für Saladini Pilastri keine leeren Worthülsen, was dieser authentische Wein höchst eindrucksvoll demonstriert. Die Nase schwelgt in einer sinnlich-verführerischen Frucht, denn diese aromatische Cuvée aus Montepulciano und Sangiovese betört durch ihren eleganten, zart süßlichen und saftigen, ungemein delikaten und herrlich frischen Duft: Welch betörende, expressive Beeren-Aromatik, dazu pralle, reife schwarze Kirschen, Kaffee, Röstaromen, Veilchen und weiße Trüffel. Am Gaumen faszinieren Noten von Bitterschokolade und Dörrpflaumen; die Mundtextur zeigt sich schmeichlerisch, saftig, fruchtig, konzentriert und elegant, von bekömmlicher Frische mit reifem, cremigem, feinkörnigem Tannin. Der zartwürzige Nachhall dieses tollen Bio-Weines ist fein mineralisch unterlegt: welch phantastisch guter Alltagswein mit loderndem Feuer und italienischem Charme. Vom Gambero Rosso 2007 mit 2 Gläsern und zusätzlich mit der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis gefeiert und nach meinem Geschmack nochmals besser als der von Parker mit 90 Punkten bewertete Vorgänger!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012.


652504 Pilastri, Vigna Montetinello, rosso 2004 9,50 Euro
Die Substanz und Konzentration dieses Einzellagen-Weins (eine Rarität in den Marken!) kommen aus nur einem, etwa 30-jährigen Weinberg: dem nur wenige Kilometer von der Adria-Küste entfernten Montetinello. Er ist vor allem mit Montepulciano-Reben bestockt und etwas Sangiovese. Beide Rebsorten ergeben eine ungemein kraftvolle Persönlichkeit mit einer mineralischen, würzigen und fruchtigen Substanz, die unter die Haut geht. Da ist zuerst Linzer Torte im Glas, Schokolade, Schwarzkirsche, in Pinot-Manier, das alles leicht rauchig unterlegt, feinwürzig, mit einem zarten blaubeerigen Touch. Tolle Komplexität! Am Gaumen kommt dann dieses typische Saladini-Tannin, das präziser, packender, substanzieller als bei vielen „Italo-Weinchen” ist, die nur geschniegelt, gestrafft und aufpoliert daher kommen. Saladinis Gewächse aber haben ihren Ursprung im Weinberg, der ökologisch bewirtschaftet ist; dieser Wein geht tiefer, dieser Wein zeigt – ähnlich wie die tollen Rieslinge des Rheingauers Josy Leitz – einen verwobenen Zusammenklang von Mineralität, Frucht und Würze. DAS ist das Signum der Saladini-Weine, die zudem einen typischen, so ungemein leckeren, noblen Nougat-Schmelz aufweisen. Am Gaumen ist das rot- und blaubeerige Fruchtspiel von einer zarten, pflaumigen Süße unterlegt, im Finale zeigt sich eine nussige Mineralität, ein Touch von schwarzen Oliven und auch eine zartherbe, blättrige Teenote, ein finessenreiches Pendant zur zarten Fruchtsüße. ,Montetinello’: Das ist Italien vom Feinsten! Und im großen Jahr 2004 prunkt der Wein nicht mit marmeladiger Konsistenz, sondern mit Frische, Kühle und Seidenglanz. Eine neue Qualitätsdimension für die Marken in diesem sympathischen Preisbereich und mit etwas Flaschenreife selbst dem großartigen Piediprato überlegen!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren empfohlen), Höhepunkt 2008 bis nach 2012.





DEUTSCHLAND

Weingut Hermann Dönnhoff - Nahe

Helmut Dönnhoff: Intellektueller Feingeist von der Nahe vinifiziert traumhaft balancierte und finessenreiche Rieslinge mit weltweitem Kultstatus. Nie zuvor war er so gut wie in 2006!


Weingut Hermann Dönnhoff
Helmut Dönnhoff


Das kleine, verträumte und ungemein faszinierende Weinanbaugebiet der Nahe verwöhnt den Genießer mit trockenen und fruchtsüßen Weltklasserieslingen, die zur absoluten Spitze innerhalb Deutschlands gehören. „Gott lebt an der Nahe”, dieses schon legendäre Urteil von Marcus Hofschuster, renommierter Verkoster des Internetweinführers www.wein-plus.de , avanciert mittlerweile unter Weinliebhabern zum geflügelten Wort und die phantastischen Weine des Doyens der dortigen Winzerszene, Helmut Dönnhoff, genießen bereits seit Jahren einen herausragenden Ruf, sind weltweit begehrt und dementsprechend rar. Kein Wunder bei diesen fabelhaften Qualitäten, dass nicht nur die nationalen Weinführer Gault Millau und Gerhard Eichelmann Dönnhoffs Weine enthusiastisch feiern, auch die Bewertungen durch Parker wie durch den „wine spectator” sind ebenso spektakulär wie gerechtfertigt. In England und in den USA erlangten seine Weine schon lange absoluten Kultstatus, werden gesucht wie wenige andere und mit Phantasiepreisen, weit über dem in Deutschland verlangten Kurs, bezahlt – wenn man sie denn überhaupt erhält. Dort wird Dönnhoff – zu Recht – der gleiche Ruhm zuteil, wie sonst nur den größten Winzern aus dem Burgund mit ihren wesentlich teureren Prestigeweinen!
Der Riesling ist an der Nahe aus qualitativer Sicht unzweifelhaft die wichtigste Rebsorte. Dabei ist seine Stilistik aufgrund der extrem unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen ungemein vielfältig, von puristisch-geradlinig bis füllig-opulent, in seinen schönsten Ausprägungen stets jedoch ungemein komplex und zutiefst mineralisch, und erinnert, je nach Winzer, Lage und Ausbaustil, an legendäre Weine von der Mosel, aus dem Rheingau oder aus der Pfalz. Ja, es scheint bisweilen, als vereinten diese Pretiosen gar in sich sämtliche Vorzüge dieser traditionsreichen Regionen!
Sollten Sie, liebe Kunden, sich bisher noch nicht mit den Weinen dieses ebenso kleinen wie feinen Anbaugebietes beschäftigt haben, lege ich Ihnen heute die grandiosen Weine von Helmut Dönnhoff ganz besonders ans Herz, spektakulär schöne, doch im internationalen Maßstab gesehen geradezu verrückt preiswerte Rieslinge, die zum liebsten dessen gehören, was ich in meinem persönlichen Weinkeller zu finden vermag. Doch Vorsicht: Das Ergebnis Ihrer Verkostungen könnte Ihr vinologisches Weltbild verändern!

Helmut Dönnhoff ist nicht nur ungemein sympathisch, er ist auch ein brillanter Charakterkopf, der stets unbeirrt seinen ureigenen Weg geht. Den er selbst aber auch jedes Jahr auf’s Neue erst wieder suchen muss. Denn bisweilen dauert es, bis er den Jahrgang in all seinen Facetten versteht: Die klimatischen Bedingungen des Jahrgangs, die dadurch bedingten unterschiedlichen Anforderungen der Reben im Weinberg und der schonende und unmanipulierte Ausbau im Keller stellen Dönnhoff immer wieder vor neue Herausforderungen. Er erklärt: „Der Winzer muss der Natur ihren Lauf lassen. Natürlich gibt es auch die Gestaltungskraft und den Willen des Winzers, aber wenn die Vergärung nun mal anders läuft als gewollt, muss ich mich gedanklich umstellen. Das fällt manchmal schwer. Wie oft habe ich schon in meinem Keller gestanden, mit dem Fuß gegen das Fass getreten und geschimpft, weil der Most sich anders entwickelte, als ich es mir in den Kopf gesetzt hatte. Doch die Natur hat es bisweilen anders beschlossen und sie ist es, die für die innere Balance und Harmonie in einem großen Wein sorgt. Die Harmonie ist das innerste Bestreben der Natur, eine Entwicklung, die der Mensch nicht stören sollte, um die Brillanz eines Weines zu erhalten. Also muss der Winzer sich letztendlich unterordnen!”

Diese ehrliche Liebe zum Rebensaft ist der Schlüssel, um Helmuts flüssige Kunstwerke zu verstehen. Doch Helmut Dönnhoff ist nicht nur intellektueller Vordenker, er ist auch ein ausgesprochener Genießer: „Ein Wein, der mir gefällt, löst stets ein tief empfundenes emotionales Jubilieren aus und er erzählt mir die Geschichte der Landschaft, in der er gewachsen ist und von deren einzigartiger Kultur”. Diesen Bezug zur Heimat (in der modernen Weinsprache würde man eher vom Terroir sprechen, einem leider nur allzu oft malträtierten Begriff) so unverfälscht wie nur irgend möglich in die Flasche zu transmittieren, darin sieht Helmut die große Kunst eines handwerklich arbeitenden Winzers. Die aus jeder einzelnen Lage geborene jeweils einzigartige Charakteristik unterscheidet große Naturweine mit ihrer unverwechselbaren Seele von technisch gemachten Industrieweinen und gibt ihm eine ganz andere Wertigkeit, ähnlich einem großen Gemälde oder einem genialen Musikstück. „Großen Wein muss man verstehen lernen wie klassische Musik, geniale Architektur und moderne Malerei. Dafür braucht man Zeit und Muße und eine innere Offenheit. Ein großer Wein kostet auch Geld, wie alle wertvollen kulturellen Leistungen, die eigentlich in ihrer Wertigkeit unbezahlbar sind. Und Essen und Trinken sind ein besonderer kultureller Schatz. Daher ist es kein Frevel, wenn Genießer Geld für diese Dinge auszugeben bereit sind. Natürlich muss man das abgrenzen von Snobismus und Protzerei von Leuten, die nichts verstehen”. Trotz dieses Bewusstseins der Wertigkeit seiner Produkte und trotz Parkers Punktesegen hat Helmut Dönnhoff die Preise seiner Weine seit Jahren weitestgehend stabil gehalten, eine fast altruistisch anmutende, beispielhafte Einstellung. Daher sind die großartigen Gewächse eines der größten Winzer der Welt, gesehen im internationalen Kontext, noch immer gnadenlos unterbezahlt und daher für Sie, liebe Kunden, man muss es so deutlich sagen, zu absoluten Schnäppchenpreisen zu erwerben.

Was mir an Helmut Dönnhoff so imponiert: Er spricht stets erfrischenden Klartext. Und genau so sind seine Weine. Klarheit und Frische, Reintönigkeit, Finesse und Filigranität (zuweilen bis auf des Messers Schneide) zählen auch bei seinen Weinen stets mehr als Konzentration, Opulenz und Fülle. Bei aller Akzeptanz anderer Weinstile ist die Tendenz zu ausschließlich spontan vergorenen, sehr kräftigen, cremigen Rieslingen Helmuts Welt mit Sicherheit nicht. („Die Frage, ob natürliche Hefen, ja oder nein, wird viel zu sehr ideologisiert. Es ist immer der Wein, der entscheidet, was er braucht!”) Seine ungemein trinkanimierenden Rieslinge erinnern mich vielmehr an die sprudelnde Quellenklarheit eines jungen, tänzelnden Baches im frischen Frühling. Dies scheint ein wesentlicher Grund zu sein, dass (ungeachtet des Weltklasseformats aller Dönnhoff’schen Weine) ich innerlich immer zu fühlen glaube, dass Deutschlands Winzerikone, so oft er auch glaubhaft zu begründen vermag, er ziehe („wie ein Vater, der seine Kinder gleich gern hat”) keinen seiner Weine einem anderen vor, eine heimliche Vorliebe hat: Sie gilt den fruchtsüßen Spätlesen, seit jeher dem Inbegriff deutscher Winzerkunst, die wie keine andere Qualitätsstufe die ungeschminkte Geschichte des Jahrgangs und der Lage zu erzählen vermag sowie der Menschen, die an ihrem Werden mitwirkten. Daher gibt es auch auf der ganzen Welt (wobei sich diese „ganze Welt” auf eine kleine Zahl deutscher Spitzenwinzer wie beispielsweise J.J. Prüm, Josi Leitz oder Klaus-Peter Keller bezieht!) wenige andere Spätlesen, die in eine ähnlich magische Welt zu entführen vermögen, bessere habe ich nirgendwo gefunden!


Weingut Hermann Dönnhoff
Blick über das romantische Nahetal bei Oberhausen


Doch woher kommt diese ungeheure Vielfalt an Lagen und unterschiedlichen Prädikaten in Helmuts Weinen? Lassen wir ihn wieder selbst erzählen: „Deutsche Rieslingwinzer denken – anders als viele ausländische Kollegen – in der Originalität des Fasses, das immer einen Teil einer großen Lage, wie beispielsweise der Hermannshöhle oder der Brücke, ausdrückt. Überliefertes Wissen unserer Vorfahren zeigt uns die großen Unterschiede, die es auch innerhalb einer einzigen Lage gibt. Diese gilt es, ähnlich den Gegebenheiten im Burgund, herauszuarbeiten und durch die bewusste Auswahl der Fässer in unterschiedliche Weine einfließen zu lassen. Schon der Begriff des Verschnitts (mehrerer Lagen) klingt für mich persönlich negativ. Natürlich MUSS der Bordelaiser Winzer anders denken als ich, denn seine Welt sind die Cuvées unterschiedlicher Reben aus einer relativ großen Anbaufläche. (Schmunzelnd fügt Helmut hinzu: „Aber Cuvée klingt ja auch nicht wie Verschnitt, sondern nach ‚Création’, obwohl es das gleiche ist”.) Doch unsere Lagen sind durch die extrem heterogenen Bodenzusammensetzungen so unterschiedlich, dass es ein Frevel wäre, diese glockenklaren Typizitäten nicht auch in unterschiedlichen Weinen zum Klingen zu bringen. Denn jede Lage riecht anders, so wie großflächig auch jede Landschaft anders duftet. Manche riecht nach Frühling, eine andere nach Sommer. In Südfrankreich habe ich einen ganz anderen Geruch als in Deutschland. Wie herrlich duften dort beispielsweise Pinien. Und wie anders duftet es in unseren Breiten nach einem Regenschauer im Sommer, der die staubige Luft verscheucht. All diese Düfte findest Du in einem großen Wein. Das ist Terroir! Und meine Aufgabe als Winzer ist es herauszufinden, welcher Weintypus zu welcher Lage passt. Welche Talente hat sie? Diese muss ich herausarbeiten.. Und das braucht Überlieferung und eigene Erfahrung. Ein Gesicht eines Menschen hat Narben, wenn er gelebt hat. Diese spiegeln seine Erfahrungen. Um große Weine mit Seele zu machen braucht es Narben und Erfahrung”.

Diesem vehementen Plädoyer einer großen Winzerpersönlichkeit ist meinerseits kaum etwas hinzuzufügen. Nur die Anmerkung, dass die großen Spät- und Auslesen Deutschlands zu den größten Weinen der Welt gehören und unabhängig von den andersartigen, da wesentlich opulenteren und in homöopathischen Dosen hergestellten Beeren- und Trockenbeerenauslesen auch mit der höchsten Punktzahl bewertet werden müssen. Sie haben es längst verdient!
Am Schluss meiner Ausführungen eine ganz persönliche Bemerkung an Helmut Dönnhoff: Meine Verkostungen des neuen Jahrgangs dauern bisweilen bis nach Mitternacht und wir trinken stets geniale Rieslinge, die sich unauslöschlich in mein Gedächtnis einbrennen. Doch noch fast beeindruckender sind die Erzählungen von Helmut Dönnhoff, der über einen ungemein reichhaltigen Lebensschatz an Winzererfahrungen verfügt und der mit seinen dezidierten Ausführungen jeden interessierten Zuhörer unentrinnbar in seinen Bann zu ziehen vermag. Ich habe in all den Jahren meiner Tätigkeit als Weinhändler das Privileg gehabt, manche große Winzerpersönlichkeit kennen zu lernen. Doch es gab und gibt nur ganz wenige Winzer auf der Welt, die mit einer derart liebevollen Begeisterung für den Wein beseelt sind wie Helmut Dönnhoff. Er gehört zu den charismatischen Menschen, denen man stundenlang bei ihren leidenschaftlichen Erzählungen zuhören kann. Nichts ist gekünstelt, alles ist echt. Helmut Dönnhoff ist eine der ganz großen, authentischen Winzerpersönlichkeiten der Welt. Jede Reise zu ihm ist ein unvergessliches Erlebnis! Danke.

Zum Jahrgang 2006 lassen wir Helmut Dönnhoff wieder selbst zu Worte kommen: „So schnell wie diesmal haben wir noch nie ernten müssen, 20 ha in 2 Wochen, das ist absoluter Rekord in unserer Weingutsgeschichte. Es gab für optimale Ergebnisse nur ein ganz schmales Zeitfenster nach dem 3 Oktober, als schlagartig mit dem schönen Wetter die Trauben traumhaft reif wurden, bis etwa zum 20ten des Monats. In dieser Zeit herrschte ein herrlicher Altweibersommer mit relativ kühlen Nächten und die Trauben besaßen eine hohe physiologische Reife und sehr komplexe Aromen. Und wenn die Trauben so auf den Punkt sind, kann man sie nicht mehr hängen lassen. Und wir dürfen auch nie vergessen, dass die Traubenreifung auch ein kleines Wunder ist, der Mythos der Weinpflanze mit all ihren Geheimnissen, die sich seit Generationen jeglicher exakter wissenschaftlicher Erforschung entzieht. Wenn wir glauben, wir wüssten, dreht und die Natur eine lange Nase. Sicherheit existiert nie, das Gefühl des Winzers, wann er zu ernten hat, ist viel wichtiger als jede nur vorgebliche Sicherheit aufgrund von Parametern wie den Öchslegraden. Und die Jahrgänge eines Weines sind so unterschiedlich wie die Fingerabdrücke der Menschen. Jeder Jahrgang hat seinen ureigenen, nur schwer vergleichbaren Charakter. Und dieser zeigte sich in 06 bereits unmittelbar nach der Pressung: Bereits der Mostgeschmack betörte. Heute glaube ich sagen zu können, dass mir zumindest im restsüßen Bereich meine Weine seit dem 1971er und 89er Jahrgang nicht mehr so gut gefallen haben, da eine solche Finesse und Eleganz wie in 2006 seit 89 nicht mehr mit einer gleichzeitig derart famosen inneren Dichte und Konzentration zusammenfielen.
Wer Helmut Dönnhoffs vornehme Zurückhaltung kennt, weiß diese Einschätzung eines Jahrgangs, seine Freude und seinen Stolz auf seine Weine adäquat einzuschätzen. „Weine und Weinmacher sind Legende, geradezu ein nationales Erbe. Es ist ein weiter Weg bis zu dieser Position und Helmut Dönnhoff ist ihn arbeitsam und bescheiden gegangen, wie es seine Art ist. Der Grandseigneur des Naheweins ist ein Traditionalist und als solcher ein wahrer Experte im Ausbau des Rieslings im klassischen Eichenholzfass”, urteilt der Gault Millau. Für mich persönlich hat der Magier Helmut Dönnhoff im Jahre 2006 zumindest im restsüßen Bereich die besten Weine in seinem bisherigen Leben vinifiziert. Seine Kollektion ist so unfassbar gut, dass wir (fast) alle Lagen, trocken wie edelsüß, dieses genialen Winzers gekauft haben und nach und nach in unseren Pinwänden präsentieren werden. Lassen Sie sich, liebe Kunden, diese einzigartigen Rieslinge auf keinen Fall entgehen und beachten Sie bitte, dass die Nachfrage nach Dönnhoffs Weinen immens ist: Viele dieser Weine werden sehr schnell ausverkauft sein!


Weingut Hermann Dönnhoff
In diesen großen Holzfässern reifen die ungemein filigranen Weltklasse-Rieslinge von Helmut Dönnhoff


930806 Dönnhoff, Weißburgunder trocken 2006 9,95 Euro
Wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, fülliger, eleganter und mineralischer Weißburgunder auf erstklassigem Spätleseniveau! Dieser inspirierende Wein fasziniert in der Nase durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel; am Gaumen dicht (wie nie zuvor!), konzentriert und wunderbar balanciert, dabei angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, lang anhaltend. Ein traumhaft leckerer Terrassenwein, der die Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden widerspiegelt und Lust macht auf das nächste Glas. Fabelhafter Essensbegleiter, phantastisches Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort bis 2009.


930006 Dönnhoff, Riesling QbA, trocken 2006 8,90 Euro
Rassiger, eleganter, ‘feinsinniger’, knackig frischer, ‘kühler’ und traumhaft mineralischer Gutsriesling auf absolutem Spätleseniveau, der auf wunderschöne Art und Weise die Typizität der großen Oberhäuser Lagen demonstriert. In der Nase eine herrliche Frucht, zart verwobene Anklänge an Limette, Feuerstein, Weinbergspfirsich und feinste Mineralien. Faszinierend am Gaumen, noch dichter und extraktreicher (Helmut Dönnhoff: „Anfangs glaubte ich an Fehler bei den Analysedaten”) als der sehr gute, ungemein beliebte 04er, tolle innere Spannung, dabei mit nur 11 % Alkohol ausgestattet und somit ein phantastischer Zechwein auf allerhöchstem Niveau! Das ist Noblesse pur! Welche Rasse, welch geniale Aromatik! Phantastisches Preis-Genussverhältnis, ach was, ein unfassbar günstiger Schnäppchenpreis, ein „Geschenk” eines der größten Winzer der Welt!
Zu genießen ab sofort bis 2009.


930106 Dönnhoff, „Grauschiefer”, Riesling Kabinett trocken 2006 12,50 Euro
Erstklassige Schieferverwitterungsböden aus einer klassischen Lage, dem Leistenberg, der zu Dönnhoffs persönlichen Lieblingswingerten gehört, ergeben einen feinfruchtigen, finessenreichen, sehr nuancierten Wein mit sehr eleganter Säure am Gaumen und einer knackigen Mineralität. Der Leistenberg war bereits im 18. Jahrhundert eine ganz berühmte Lage, die nicht die dicksten oder mächtigsten Weine hervorbrachte, aber mit die schönsten und finessenreichsten, geschliffen, klar und reintönig mit enorm viel Mineralität, alles Anlagen, die perfekt in das Anforderungsprofil von Helmut Dönnhoff passen. Und so scheint dieser herrliche 06er Kabinett geradezu auf der Zunge zu tanzen, ist herrlich frisch und voller Finesse, harmonisch, dicht, mit einer komplexen Aromatik ausgestattet und einem ungemein animierenden, mineralischen Nachhall: Das Paradebeispiel eines klassischen Rieslings der Nahe, ein animierender, „freundlich-optimistischer” Wein (nur 11,5% Alkohol), bei aller Konzentration wirkt er sehr leicht und beschwingt (Dönnhoff: „ein heiteres blondes Mädchen mit blauen Augen”, wie wahr!), ein vibrierender, sehr präziser, ungemein mineralischer Riesling: Noble Eleganz trifft traumhafte Mineralität! Sagenhaftes Preis-Genussverhältnis, ein Lieblingswein von Helmut Dönnhoff in einem seiner größten Jahrgänge.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis 2012, mindestens.



Weingut Hermann Dönnhoff
Blick auf die bizarre Felsenlandschaft des Dellchens


935306 Dönnhoff, Norheimer Dellchen, Großes Gewächs Riesling trocken 2006 29,50 Euro
Von klassischen steilen Schieferterrassen in einer Felsmulde, in die auch vulkanische Elemente eingeschlossen sind, stammt dieser phänomenale Riesling mit seinen wunderbar komplexen, sehr subtilen Aromen. Das „Dellchen” ist eine uralte stille große Liebe von Helmut Dönnhoff, eine traumhafte Lage, die er erstmals in 2005 mit der Vinifizierung eines Großen Gewächses adelte. Bereits in den 60er Jahren, als Helmut Dönnhoff noch Lehrling war (ja, auch große Meister fallen nicht vom Himmel!), stand er Jahr für Jahr aufgeregt und voller Neugier vor den Fässern mit den Weinen aus Norheim, von deren berühmter Vergangenheit im Mittelalter (die bedeutendsten Klöster Deutschlands besaßen hier kostbare Besitzungen!) er damals noch gar nichts wusste. Und während die großen Winzerkoryphäen Flaschen aus allen Spitzenlagen der mittleren Nahe nebeneinander stellten und sich darüber ereiferten, ob die Schlossböckelheimer Kupfergrube besser sei als die Niederhäuser Hermannshöhle, prägte sich der Geschmack der Norheimer Weine, vor allem der aus dem bizarren Felsenland des Dellchen (wie der Name schon andeutet, eine durch Felsvorsprünge nach Westen wie nach Osten hin perfekt geschützte südlich exponierte Einbuchtung), unauslöschlich in das Gedächtnis des jungen Helmut ein.

Es war der Beginn einer Herzensangelegenheit! Denn als in den 70er Jahren die damalige Krise des deutschen Weinbaus auch die Nahe erfasste, gehörte das Norheimer Dellchen trotz seines einzigartigen Terroirs mit optimalen mikroklimatischen Bedingungen aufgrund seiner schwer zu bearbeitenden Steillage zu den ersten Wingerten, die wegen zu hoher Bewirtschaftungskosten aufgegeben wurden. Bis zur Unkenntlichkeit mit Sträuchern überwuchert, einige Trockenmauern eingefallen: So bot sich Helmut Dönnhoff Ende der 80er Jahre das Herzstück des Dellchens dar, als er sich seinen Jugendtraum erfüllen und dieses Filetstück erwerben konnte. Terrassen mussten entbuscht und wieder mit Riesling bepflanzt werden. Doch heute haben sich alle Mühen und Entbehrungen gelohnt: „Die Trauben, die an den mittlerweile jugendlichen Reben wachsen, geben von Jahr zu Jahr mehr die Mysterien des Dellchens preis: Wie die Planeten eines Sonnensystems umkreisen Aromen von würzig-kräutrig über Limette und Grapefruit bis hin zur Gelbfrucht den schiefrig-mineralischen Kern des Weins, in sicherer Distanz und doch in harmonischen Bahnen gehalten durch eine markante, allerdings niemals spitze Säure. Auf Anhieb gefällig sind die Weine aus dem Dellchen nicht, gleich ob sie trocken oder restsüß ausgebaut wurden. Wie so viele Weine aus guten Lagen muss man sie reifen lassen. Doch auch nach Jahren bleiben Rieslinge der Extraklasse wie die aus dem Dellchen ein Rätsel, aber ein wunderbares – und nicht weniger wunderbar als diese Weine ist die Rettung einer der traditionsreichsten und zugleich besten Weinlagen in Deutschland!” Mit großer Freude zitiere ich Ihnen, liebe Kunden, aus einer faszinierenden, unbedingt lesenswerten Reportage von Daniel Deckers in der Maiausgabe 2006 von VINUM, in der die Geschichte „einer der ältesten Spitzenlagen Deutschlands” und ihrer Wiederbelebung durch Helmut Dönnhoff ungemein spannend erzählt wird. Gänsehautatmosphäre!

Und mein Wort drauf: Nie zuvor war das Dellchen so gut wie in 2006 – eine Granate! Aber nichts Aufdringliches geht von ihm aus, vielmehr ist es verspielt und traumhaft tänzerisch sowie zupackend zugleich und besitzt eine tolle Mineralität. Welch unglaublich betörende Nase, weiblicher in seiner Stilistik, zugänglicher als die Hermannshöhle, wahrlich feiner denn je, denn die neu angepflanzten Reben werden älter und liefern immer bessere Trauben: „ Die Norheimer Lagen verkörpern in ihren Weinen immer mehr das weibliche Element und jetzt ist das Dellchen so schön geworden, so voller sex-appeal, dass die Buben hinterherlaufen”, erzählt Helmut augenzwinkernd verschmitzt. Und mir scheint, er ist selbst einer dieser Buben!
Zu genießen empfehle ich Ihnen dieses wahrlich Große Gewächs zwischen Mitte 2008 bis nach 2020.


In Subskription!


930306 Dönnhoff, Niederhäuser Hermannshöhle, Großes Gewächs Riesling trocken 2006 31,90 Euro
Weltweit als eine der absoluten Spitzenlagen nicht nur der Nahe, sondern aller deutschen Weinanbaugebiete gerühmtes Terroir: Windoffener steiler Südhang zur Nahe, Niedrigerziehung der Rebstöcke wegen Ausnutzung der Bodenwärme, Kompostierung der Böden, um die Feuchtigkeit optimal zu speichern, Grauschieferverwitterung und komplexe Mischung verschiedener Gesteinstypen: „Heute wird der Name Niederhäuser Hermannshöhle von Weinfreunden auf der ganzen Welt mit Ehrfurcht ausgesprochen, Helmut Dönnhoff verhalf den Weinen aus dieser Lage zu mehr als nur Beachtung und Bewunderung, er gab ihnen eine Aura”, so urteilt völlig zu Recht Stuart Pigott im WEINGOURMET.

Diese traumhafte Lage mit ihren bis zu über 60 Jahre alten Reben bringt intensivst mineralische Weine hervor, sehr komplex, ungemein konzentriert, dabei aber gleichzeitig herrlich verspielt, unfassbar leicht und aristokratisch, dicht, elegant, extraktreich, extrem tiefgründig, mit herrlichen Pfirsich- und Zitrusaromen und Anklängen an eine frisch duftende Blumenwiese im Sommer, am Gaumen druckvoll, schöne Balance, unfassbar lang, über 1 Minute anhaltend. Dieser große spektakuläre Riesling gehört wie der legendäre 03er (2. Platz im Ranking des GAULT MILLAU hinter Kellers legendärem G-Max) für mich zu den besten trockenen Weißweinen des Jahres in ganz Deutschland und demonstriert durch seine Stilistik eindrucksvoll, warum in Weinbauregionen kalte Nächte und somit große Temperaturunterschiede zum Tag eminent wichtig sind:
Welch fabelhafte Frische, welch große Eleganz und Finesse, welch unvergleichliche Rasse und vibrierende Stahligkeit, welch beeindruckende mineralische Strahlkraft und welch perfekte Säurestruktur bei moderatem Alkohol! Das macht großen deutschen Rieslingen in der gesamten Weinwelt so schnell keiner nach, das ist Rieslingduft, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann!
Riesiges Potential bis etwa 2025.


In Subskription!



Weingut Hermann Dönnhoff
Das romantische Lustschloss der Puricellis inmitten seiner Spitzenlage
Schlossböckelheimer Felsenberg wurde von Riesling-Magier liebevoll restauriert


931206 Dönnhoff, Niederhäuser Hermannshöhle, Riesling Spätlese 2006 29,90 Euro
Diese aristokratische Weltklassespätlese mit ihrem unglaublichen inneren Spannungsbogen, ihrer Wahnsinnsfrucht und grandiosen Mineralität trägt in ihrer Stilistik die vermeintlichen Paradoxien der großen Weine der Welt in sich: Kraft und Muskeln, die mächtige Konzentration und die enorme innere Dichte, sie werden quasi aufgehoben in ihrem faszinierend subtilen Spiel und einer brillanten Leichtigkeit und Finesse, die diese feinst balancierte, harmonische Spätlese von der Zungenspitze bis zum gewaltigen Abgang kohärent durchziehen. Ein ganz großer, klassischer, rarer Riesling, von nobler und edler Gestalt, der in sich die mineralischen Geheimnisse seines großen Terroirs birgt. Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Ich bin sicher, diese geniale Spätlese wird Liebhaber großer deutscher Rieslinge glücklich machen. Dieser Wein wird zur Legende werden und er ist noch besser als der mit 98 Punkten von Parker geadelte 2001er. Mein Wort drauf. P.S. Der Preis dieses Weltklasseweines ist, im internationalen Kontext, ebenso ein Witz (was bei der immensen Nachfrage die strikte Kontingentierung auf 2 Fl./Kunde bedingt) wie die der nachfolgenden ewigen Rivalin von der Brücke!
Potential bis nach 2040.


max. 6 Flaschen pro Kunde


930406 Dönnhoff, Oberhäuser Brücke, Riesling Spätlese 2006 25,90 Euro
Legenden sterben niemals und so wird auch diese phantastische Spätlese jedes Jahr neu geboren! Nur 1ha große, in unmittelbarer Nähe des Flusses liegende, sehr geschützte Parzelle in Dönnhoff’schem Monopolbesitz, von Helmuts Großvater bereits angepflanzt, die aufgrund ihrer besonderen Bodenstruktur (hohes Wasserhaltevermögen, da Lehm über Schiefer) und ihrer typischen Weine als eine der kleinsten Einzellagen der Nahe separat klassifiziert wurde: ein Terroirwein absoluter Weltklasse. Sehr komplexer Aromenbogen, phantastische Frucht und florale Noten, frisch, mineralisch, perfekte Säurestruktur, sehr konzentriert und von cremiger Textur, großer Druck am Gaumen, kerniger Körper, traumhafte Balance zwischen Säure und Süße und ein unendlicher, packender Nachhall. Trinkgenuss pur ab sofort, doch braucht die ‘Brücke’ immer etwas länger als die Hermannshöhle, um ihre ganze Komplexität zu offenbaren. Probieren Sie diese Wahnsinnspätlese und Sie werden Helmut Dönnhoff verstehen, warum er meint, nie zuvor Spätlesen in dieser fabelhaften Qualität vinifiziert zu haben.
Ebenfalls Potential bis nach 2040.


9306306 Dönnhoff, Niederhäuser Hermannshöhle, Riesling Auslese 2006 0,375 l 25,90 Euro
Eine der besten Auslesen Deutschlands in den letzten 100 Jahren, mit einer fabelhaften Frische und Leichtigkeit und einer unnachahmlichen Rasse, Aromenkomplexität und unergründlichen Mineralität. Ein weltweit einzigartiges Unikat, für mich nur mit der Idealnote zu bewerten ebenso wie eine Auslese von Klaus-Peter Keller aus Rheinhessen, die mich bei der Verkostung zutiefst emotional berührt hat und mit der wir unsere heutige Pinwand beschließen wollen: Ganz großes Kino!


930606 Dönnhoff, Niederhäuser Hermannshöhle, Riesling Auslese 2006 49,95 Euro




Weingut Keller

952206 Keller, Westhofener Morstein Riesling Auslese*** Goldkapsel 2006 0,375 l 39,00 Euro
2004 vom Gault Millau als beste Auslese Deutschlands gefeiert; 96 Punkte im wine spectator  

2005 von Jancis Robinson, renommierte master of wine, als beste Auslese Deutschlands hymnisch besungen  

„Vom Tanz des Schmetterlings”

Das weltberühmte Terroir des Westhofener Morstein, das Liebhaber in aller Welt mittlerweile in einem Atemzuge nennen mit den renommiertesten Grand Crus des Burgund, ist eine reine Südlage, deren schwere Tonböden ebenso wie unterirdisch verlaufende Wasseradern die in diesem trockenen und heißen Mikroklima so eminent wichtige Wasserversorgung und damit eine gleichmäßige Nährstoffversorgung der über 40 Jahre alten, teils wurzelechten Reben sichern. Die besten Parzellen liegen eindeutig in dem von den Kellers bewirtschafteten oberen Gewann, da die Trauben aufgrund der Höhenlage hier später ausreifen und dem fertigen Wein wegen der längeren Vegetationsperiode wesentlich mehr Frucht und Finesse verleihen als in den weiter unten gelegenen Parzellen. So erbrachte die extrem lange Reifezeit am Stock – zusammen mit einem hohen Anteil an verwittertem Kalkstein im Untergrund – eine rassige Frucht mit tief mineralischen Noten und dichter komplexer Struktur in diesem klassisch-fruchtsüßen Weltklasseriesling. In der Nase ein tiefer, unglaublich betörender Duft nach Weinbergspfirsich, Ananas, Blutorange, Minze, Waldhonig (Tannen!) und Noten von rosa Grapefruit, dramatisch unterlegt mit einer intensiven, rauchig-mineralischen Würze. Am Gaumen hochkonzentrierte, vollkommen reintönige Frucht und wiederum – DAS Signum seines Terroirs – extrem mineralisch! Dazu besitzt dieses Rieslingmonument eine filigrane Säure, ist brillant und von explosiver Rasse am Gaumen, sehr, sehr tief und saftig, komplex, hochelegant, betörendes Spiel, transzendiert infolge seiner animierenden Frische die faszinierende Leichtigkeit des Seins, wie es sonst nur größte moselanische und Rheingauer Lagen vermögen und ist dabei doch ungemein konzentriert, tief, dicht und großartig strukturiert, zupackend, lang anhaltend, perfekte Balance, phantastisches Potential.

Weingut Keller
Die kleinbeerigen Träubchen des Morstein strahlen um die Wette:
Welch goldener Spätherbst 2006

Diese rassig-mineralische Essenz ist für mich ein ganz heißer Kandidat für die beste Auslese des Jahres in Deutschland! Es ist ein Riesling, der, wenn ich ihn bewerten würde, die Grenzen der Punkteskalen sprengen würde! Warum? Ich persönlich bin ein großer Liebhaber von Auslesen, die weniger durch ihre schiere Kraft und Mächtigkeit zu beeindrucken suchen, stattdessen aber mit ihrer Rasse und Filigranität, ihrer Verspieltheit und Frische sowie ihrer Balance und Mineralität brillieren. Und wenn dieses Ideal „meiner” Auslese früher nur in meinen Wunschvorstellungen existierte, dann hat es Klaus-Peter Keller mit dieser grandiosen Morstein Goldkapsel in den Jahrgängen 2004 (die vom Gault Millau als beste Auslese Deutschlands gefeiert wurde und bereits 96 Punkte im wine spectator erreichte), 2005 (von Jancis Robinson, renommierte master of wine, als beste Auslese Deutschlands hymnisch besungen) und erst Recht in 2006, seinem größten Jahrgang bisher, mit ihrer unvergleichlichen Harmonie aller Komponenten in die Realität umgesetzt: Sie wirkt gleichzeitig ungemein dicht, konzentriert und wahnsinnig tief, aber auch extrem finessenreich und elegant und trägt damit die innere Paradoxie der größten Weine der Welt in sich; ihre betörenden Aromen, ihre fokussierte Mineralität, ihre vibrierende Strahlkraft und ihr nicht enden-wollender Abgang machen sie zu einem unverwechselbaren Unikat, einem Juwel, sich jeder Bewertung entziehend, ein majestätischer Riesling „hors catégorie”. Klaus-Peter Keller ist wahrlich ein sensibler Winzermagier mit begnadeten Händen, denn wie sonst ist es zu erklären, dass es ihm bei dieser sensationell schönen 2006er Auslese auf unübertrefflichem Weltklasseniveau gelungen ist, die unglaubliche Finesse, Frische und Filigranität, die den 2004er Jahrgangsvorgänger auszeichnete, mit der Dichte und Opulenz des 2005ers zu vermählen. Hier finde ich sie endlich wieder, die andere, die helle Seite des Mondes, die auch Klaus-Peters G-Max zu einem einzigartigen Weinmonument verklärt.

Was für ein Sinnenzauber: Eine der raren Auslesen, die in einem ganzen Jahrhundert nur ein paar Mal wachsen, ein traumhafter Tropfen, der zur Legende mutieren wird und den mythischen Namen der großen Westhofener Lage über Jahrzehnte hinweg in aller Welt erklingen lassen wird. Traumhafte Dichte, Fülle und Konzentration vermählen sich mit fabelhaftem Extrakt und tänzerischer Eleganz und unvergleichlicher Finesse – bei nicht einmal ganz 7,5 Volumenprozent Alkohol. Auf der ganzen Welt kann das niemand kopieren!


Weingut Keller


Dieser magische Riesling ist eines jener großen Gewächse, das den Verkoster sprachlos und den Genießer gerührt hinterlässt, wie bei einer großen Liebe. Man hat Tränen in den Augen. Nichts, aber auch gar nichts ist hier laut oder aufdringlich – wie hinter einer geheimnisvollen Tür verbirgt sich jedoch Einmaliges und Unvergessliches!
Potential für 50 bis 100 Jahre!



Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann