Saarwellingen, im Frühjahr 2007

PINwand Nº 129


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

wegen der anstehenden Osterferien erscheint unsere Pinwand eine Woche früher als im gewohnten Rhythmus, damit auch die Urlauber unter Ihnen unsere aktuellen Angebote wahrnehmen können. Denn heute präsentieren wir Ihnen drei Weltklassedomainen, deren traumhafte Gewächse absoluten Rhôneadel verkörpern und die Sie sich daher auf keinen Fall entgehen lassen sollten:

Das legendäre Château Beaucastel brilliert im Jahrhundertjahrgang 2005 mit phantastischen Alltagsweinen und großartigen Spitzenweinen aus biologischem Anbau. Weltklasseweine kommen auch von Clos des Papes und Michel Ogier. Und in Frankreichs wildem Süden begeistern Força Real und Château Lamartine mit wunderschönen Qualitäten zu kleinen Preisen. Der große klassische Jahrgang 2004 ist in Bordeaux ein El Dorado für Finesse- und Eleganztrinker!

Die Fattoria Le Fonti vinifiziert traditionelle Sangiovese-Weine voller Eleganz statt holzüberladener Supertuscans aus internationalen Modesorten! Telmo Rodriguez, der Wunderknabe des spanischen Weinbaus, verwöhnt uns mit leckeren Tropfen für jeden Tag und das Weingut Keller („Deutschlands Winzer des Jahrzehnts”) bedankt sich bei den Kunden von Pinard de Picard mit einer Exklusivabfüllung, die eine fabelhafte Qualität mit einem schier unglaublich günstigen Preis verbindet.


In letzter Minute frisch bzw. wieder eingetroffen:

429406 Inurrieta, Mediodía rosado 2006 5,95 Euro
Der FEINSCHMECKER wählt unseren traumhaft aromatischen und fabelhaft frischen Mediodía rosado zum besten Rosé Spaniens!

Bodega Inurrieta
Blick auf die sanfte Hügellandschaft der Bodega Inurrieta



911805 Kirsten, Riesling Spätlese „Alte Reben”, trocken 2005 15,50 Euro
Seit Jahren einer unserer beliebten Klassiker von den steilen Hängen der Mittelmosel.



Gerhard Eichelmann feiert Josi Leitz in seinem Standardwerk Deutschlands Weine 2007: „Johannes Leitz hat die Weißweinkollektion des Jahrgangs 2005 vinifiziert! Vielleicht die beste Leistung in der Geschichte des Gutes: Seine Weine sind stoffig und elegant, konzentriert und doch filigran, sie vereinen Kraft und Mineralität. Johannes Leitz erzeugt große Weine vom Rüdesheimer Berg, komplexe Weine mit einer enormen Nachhaltigkeit!”

961505 Leitz, Rüdesheimer Berg Roseneck Riesling trocken 2005 14,90 Euro


961605 Leitz, Rüdesheimer Kirchenpfad, Riesling Spätlese trocken 2005 11,00 Euro



Der beste Weißweinwinzer der Pfalz hat uns nochmals zwei großartige Tropfen aus seinem großen Jahrgang 2005 zur Verfügung gestellt:

970205 Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Spätlese trocken 2005 13,95 Euro

Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Spätlese trocken

Weingut Ökonomierat Rebholz
Ein sympathisches Paar: Hansjörg Rebholz
mit seiner Frau Birgit

971105 Rebholz, Silvaner Spätlese trocken 2005 12,40 Euro

Rebholz, Silvaner Spätlese trocken


361204 Domaine de Puech Chaud, Coteaux du Languedoc rouge 2004 19,90 Euro
René Rostaing, Kultwinzer, steht stellvertretend für die neue Generation avantgardistischer junger Winzer, der es selbstbewusst um eine andere Zukunft geht: nicht um überkonzentrierte, alkoholreiche Monsterweine in global kompatiblem Einheitsgeschmack, sondern um unverwechselbares Profil und regionsspezifische Authentizität! Bereits der ungemein betörende Duft dieses traumhaften Weines weckt Neugierde, die Melange aus feinstem Holz der gebrauchten Barriques bester Provenienz, der tollen Frucht, der hochkomplexen Gewürzaromen und der fabelhaften Mineralität erinnert an feinste Hermitageweine oder gar an einen großen Chambolle-Musigny! Nur wenige andere Weine im Languedoc wagen ähnlich prägnanten Charakter, verströmen ähnlich souveränes Charisma. Ein großer Wein, der neue Maßstäbe definiert und der lange im Gedächtnis nachwirkt, wenn die Gläser längst geleert sind.





DEUTSCHLAND

Weingut Keller

„Kollektion des Jahres 2004” (Gault Millau)
„Weingut des Jahres 2006 – beste Weißweinkollektion” (Gerhard Eichelmann)

In der letzten Pinwand haben wir Ihnen, werte Kunden, die legendären Großen Gewächse 2006 von „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts” in Subskription angeboten: Klaus-Peter Keller, der ebenso sensible wie visionäre Winzermagier aus Rheinhessen, hat in 2006 fabelhafte Qualitäten in den Fässern reifen, die in sich die Vorzüge dreier großer Jahrgänge vereinen: den traumhaften Extrakt aus 1998, die vibrierende Frische und Mineralität aus 2004 sowie die innere Dichte und Konzentration aus 2005. Der Dalsheimer Hubacker und die großen Westhofener Lagen sind wie die Noten einer Partitur, die sich unter dem Dirigat einfühlsamer Künstler zu einer einzigartigen Sinfonie entfalten – Maßstab und Vorbild großer deutscher Terroirweine! Und Ihre Nachfrage, liebe Kunden, nach den grandiosen Rieslingen aus 2006 übertrifft alles, was wir bisher in der Geschichte von Pinard de Picard kannten: Bereits Mitte März haben wir so viele Flaschen verkauft wie letztes Jahr bis im August und der Hubacker ist fast schon ausverkauft! Herzlichen Dank Ihnen für Ihr Vertrauen und die dringliche Empfehlung, sich die Großen Gewächse 2006 noch schnell zu sichern, falls Sie es noch nicht getan haben.
Aber auch Klaus-Peter Keller möchte sich bei Ihnen bedanken. Er freut sich ungemein, wie dramatisch in den letzten Jahren die Nachfrage nach großen deutschen Rieslingen bei Pinard de Picard in die Höhe geschnellt ist. Deshalb hat er für uns in seinem fabelhaften Jahrgang 2006 exklusiv einen Gutsriesling abgefüllt, der qualitativ in einer ureigenen Liga spielt: Ein derart faszinierender Riesling für unter 10 Euro ist ein ganz seltener Glücksfall im Leben eines Weinhändlers und ein einmaliges Geschenk an unsere Kunden, die seit Jahren zu den begeisterten Liebhabern der genialen Rieslinge einer der großen Winzerpersönlichkeiten der Welt gehören! Dieser exzellente Riesling ist einer der schönsten Empfehlungen, die ich unseren Kunden jemals habe aussprechen können. Auf Ihr Wohl und das von Klaus-Peter. Danke.


Weingut Keller
Unsere sympathische Vierer-Bande:
Julia und Klaus-Peter Keller sowie die Söhne Felix und Max


953006 Keller, Riesling „Edition Pinard de Picard”, QbA trocken 2006 8,90 Euro
In der komplexen Nase eine herrlich saftige, rassige Frucht von weißem Weinbergspfirsich, Feuerstein, Cassis und aromatischen Aprikosen, traumhaft unterlegt mit einer feinen Mineralität und einer zart kräutrigen Würze, die Assoziationen an das phantastische Große Gewächs Kirchspiel evozieren.
Am Gaumen ungemein zupackend und dicht, herrlich mineralisch, mit einer grandiosen Frische und einem feinst strukturierten Säuregerüst ausgestattet, das harmonisch abgepuffert wird durch einen sagenhaften Extrakt, eine betörende Fruchtsüße und einen für seine so fairpreisige Kategorie ungemein lang anhaltenden, höchst animierenden Nachhall.

Welche verführerische Eleganz und Finesse, welch tänzerisches Spiel, welch kristalline Klarheit und welch zupackende Mineralität: Mit diesem köstlichen Riesling hat sich Klaus-Peter Keller selbst übertroffen! Dieser Zugang in die magische Welt der großen Weine der rheinhessischen Winzerikone vermag jedem Liebhaber ein glückliches Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Sein Preis ist eine unerhörte Provokation für viele wesentlich teurere Prestigegewächse aus aller Welt! Ich kann Ihnen, liebe Kunden, nur wärmstens anempfehlen, sich diesen ungemein harmonischen Riesling, der qualitativ zumindest auf dem gleichen Niveau spielt wie in den vergangenen Jahren der bei Ihnen so beliebte „von der Fels”, kistenweise in den Keller zu legen: Er ist ein großartiges Geschenk der Natur, das auch ein Winzermagier wie Klaus-Peter nicht in jedem Jahrgang vinifizieren kann, denn ein Basisriesling derart erlesener Güte wächst vielleicht einmal in einem ganzen Jahrzehnt! Ich bin fest überzeugt, diese herrlich leckere und so ungemein bekömmliche Selektion (nur knapp 12% Alkohol!) wird Kultstatus bei unseren Liebhabern deutscher Rieslinge erlangen.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt ab Herbst diesen Jahres bis 2010.


Exklusiv bei Pinard de Picard

In der letzten Pinwand frisch vorgestellt, im Handumdrehen vergriffen, doch ab sofort wieder lieferbar, DER Spargelwein par excellence:

951006 Keller, Grüner Silvaner trocken (PK) 2006 7,40 Euro
Frühlingszauber vom Muschelkalk!





FRANKREICH

Domaine Força Real - Roussillon

Ein traumhafter Ausblick, ein kleines Paradies! Nach einer abenteuerlichen Anreise über serpentinenartige, schlaglochdurchsetzte Feldwege schweift mein Blick von der über 400 m hoch gelegenen Anhöhe bei traumhaft schönem Wetter und angenehmen Morgentemperaturen über die steilen Parzellen mit ihren so gepflegten, im saftigen Grün stehenden Reben zu den schneebedeckten Gipfeln der Pyrenäen und weit unten am Rande der Ebene schimmert tiefblau das Mittelmeer und lädt zum Baden. Ein Moment zum Innehalten, zum Meditieren gar.

Domaine Força Real
Blick über die Terasse auf die Weinberge der Domaine

Jean-Paul Henriquès, rühriger Eigner dieser adlerhorstartig gelegenen Domaine, nähert sich in seiner bekannt dynamischen, stets freundlichen Art und begrüßt mich sehr herzlich. Zunächst besichtigen wir wie stets das traumhafte Areal, das Jean-Paul 1989 gekauft hat und seither mit seinem Sohn Cyril bewirtschaftet: ein altes Gebäude auf dem Gipfel des Bergkamms, das einst als Wachhäuschen diente (als in früheren Jahrhunderten die Grenze zwischen Spanien und Frankreich genau hier, also weiter östlich verlief als heute) und dann widmen wir uns den mit großer Sorgfalt und klug bedachter Standortwahl neu angepflanzten Edelreben für die erstklassigen Rotweine. Es ist kaum zu glauben: Die Vorbesitzer hatten auf diesem für große Rotweine bestens geeigneten Höhenzug noch süße Rivesaltesweine produziert. Welch gröbliche Missachtung des enormen Potentials einzigartiger Parzellen aus ärmlichen Schieferböden – Liebhaber finessenreicher Rieslinge von der Mosel wissen, wovon wir hier sprechen! Dieser im französischen Süden raren Bodenstruktur und der optimalen Höhenlage mit starken Temperaturschwankungen von Tag und Nacht verdanken die Weine von Força Real ihre so traumhafte, selten anzutreffende Kombination einer reifen, sehr weichen, expressiven Frucht mit einer faszinierenden Mineralität, Finesse und Eleganz, einer frischen Säurestruktur und weichen, extrem reifen, schmelzigen, edlen Tanninen. Nachdem Jean-Paul Henriquès dieses spektakulär über der Ebene von Perpignan gelegene „Adlernest” gekauft hatte, regenerierte er zunächst in mühsamer Arbeit die verwahrlosten, aber hochwertigen alten Rebanlagen, pfropfte um auf Syrahreben, renovierte dann im zweiten Schritt die alten Gutsgemäuer, investierte viel Geld in hochmoderne, unterirdische, auch im heißen Sommer kühle Kelleranlagen und begann alsbald, Aufsehen erregende Qualitäten zu erzeugen, die spätestens seit dem 2000er Jahrgang zur absoluten Spitze des Roussillon zählen!

Domaine Força Real
Der Barriquekeller der Domaine Força Real

Forca Real heute: Das sind wohlschmeckende, ungemein preis„werte” Weinunikate, die vortrefflich ihr unvergleichliches Terroir reflektieren. Solch singuläre Qualitäten findet man nicht oft im Ozean immer uniformer werdender Weine!


344105 Força Real, „Mas de la Garrigue”, rouge 2005 6,90 Euro


344205 Força Real, „Côtes du Roussillon Villages”, rouge 2005 9,80 Euro


344304 Força Real, „Les Hauts de Força Real”, rouge 2004 15,80 Euro



Der große klassische Jahrgang 2004 in Bordeaux – Ein El Dorado für Finesse- und Eleganztrinker!

Zwischen den beiden hoch gehypten Jahrgängen 2003 und 2005 wurde der klassische Jahrgang 2004 lange von den Fachjournalisten gar nicht so recht wahrgenommen, da man sich mit Verve auf die hoch konzentrierten Superjahrgänge stürzte: 2004 geriet darüber fast in Vergessenheit. Welch Glück für kundige Weinliebhaber, die im Bordelais fein balancierte, harmonische, finessenreiche Weine suchen, die zu bezahlbaren Preisen angeboten werden. Letzteres ändert sich leider zurzeit dramatisch, denn mittlerweile tritt der 04er Jahrgang aus dem Schatten des lange Zeit übermächtigen 05ers und wird von immer mehr Weinkritikern als großer klassischer Jahrgang gefeiert. Wir können Ihnen, werte Kunden, heute noch einige fabelhafte Weine, die frisch eingetroffen sind, zu Schnäppchenpreisen anbieten, da wir uns im Vertrauen auf die grandiose Qualität des Jahrgangs vor zwei Jahren zu den damals noch sehr günstigen Subskriptionspreisen eingedeckt haben. Diesen Vorteil geben wir gerne an Sie weiter. Greifen Sie beherzt zu: Zu solch attraktiven Preisen finden Sie große Bordelaiser Gewächse so schnell nicht wieder!


512304 Chainchon, Valmy Dubourdieu Lange, Côtes de Castillon rouge 2004 14,90 Euro
Unser legendärer Geheimtipp vom rechten Ufer brilliert seit mehreren Jahren mit einer sensationellen Qualität, gegen die auch viele wesentlich teurere Grand Crus aus Saint Émilion keine Chance haben!
Weingourmet: „Gehört zu den 50 besten Schnäppchen aus Bordeaux zu vergleichsweise kleinem Geld (bis 34,90 Euro).
Es gibt sie noch – gute Bordeaux zum reellen Preis!”


Ungemein spannend ist zurzeit die Entwicklung in den Satellitenappellationen um Bordeaux, wo erstklassige Qualitäten zu derart günstigen Preisen produziert werden, dass man selbst im Bordelais wieder „Schnäppchen auf Top-Niveau” (FEINSCHMECKER) finden kann. Folgerichtig urteilt auch die ‚Revue du vin de France’, die renommierte französische Weinzeitschrift, dass die Appellation Côtes de Castillon, die mit ihrem erstklassigen Terroir unmittelbar an die berühmten Lagen von St. Émilion anschließt und mit einem identischen Mikroklima gesegnet ist, zu einem neuen El Dorado des rechten Ufers geworden sei, mit großartigen Qualitäten und noch sehr attraktiven Preisen. Und Parker fordert die Bordeauxliebhaber ausdrücklich auf, sich in dieser noch weitgehend unbeachteten Region nach attraktiven Alternativen zu den Hochpreisprodukten umzuschauen. Das haben wir bereits vor mehreren Jahren getan und eine damals in Deutschland noch völlig unbekannte Familiendomaine für Sie aufgespürt, die in kleinen Mengen erstklassige terroirbetonte Weine erzeugt, die mittlerweile zu den großen Rennern unseres Programms gehören. Verantwortlich für dieses kleine „Weinwunder” zeichnet Patrick Erésué, ein genialer Weinmacher spanischer Herkunft, der 1995 den väterlichen Betrieb übernommen hat. Zuvor war er über mehrere Jahre als Kellermeister und Önologe maßgeblich am kometenhaften Aufstieg des Grand Cru Classé Weingutes „Canon La Gaffelière” (St. Émilion, Besitzer Graf Neippberg) beteiligt.


Chainchon
Alle Weinberge von Château Chainchon schmiegen sich
sanft geschwungen um die Domaine


Ausschließlich aus im naturnahen Anbau gewachsenen, kerngesunden Merlottrauben mit optimaler physiologischer Reife vinifizierte Patrick ohne jegliche kellertechnische Manipulation einen tiefdunklen, attraktiven, klassisch-traditionellen Wein des rechten Ufers mit faszinierenden Anklängen an aromatische rote und schwarze Früchte (Cassis, Kirsche, Brombeere, Zartbitterschokolade), schwarzen Tee, Holunderblüten, feine Gewürze, Tabak und zarte Röstaromen. Am Gaumen gleitet dieses faszinierende Extrakt bei aller „Kraft der alten Reben” (WEINGOURMET) fast zärtlich über die Zunge und ummantelt liebevoll eine perfekt eingebundene Säure, die ein großes Entwicklungs- und Lagerpotential aufzeigt; dazu überzeugen faszinierend weiche, cremige, seidig-elegante Tannine und ein sehr moderater Alkoholgehalt von knapp 13%, der nicht ermüdet, sondern lustvoll animiert auf das nächste Glas! Ein ganz großer Wurf von Patrick, der es sich mit seinem mutigen Schritt in die Selbständigkeit nicht leichte machte und sich nicht auf seinen Lorbeeren und seiner sicheren Anstellung als renommierter Kellermeister von Canon-La-Gaffelière ausruhte, stattdessen mit unermüdlichem Elan, höchstem vinologischen Können und enorm viel Intuition das alt eingesessene Gut an die Spitze der mittlerweile glänzend beleumdeten Aufsteiger-Appellation führte. Was mir so besonders an Patricks Weinen imponiert: So viele moderne Bordelaiser Gewächse sind mittlerweile vom aufdringlichen Holz dominiert, das in Wahrheit nur mangelnde Weinbergsarbeit unzulänglich kaschiert! Bei Patrick hingegen finden Sie das genaue Gegenteil: Komplexe Aromatik, Geschmeidigkeit, ein Hauch von zartherber Fruchtsüße, extrem feine Struktur, Tiefgründigkeit, Eleganz, Ausgewogenheit und Finesse pur, kernige, dennoch feinsaftige, cremige Tannine für ein großes Lager- und Entwicklungspotential und nicht den Hauch einer marmeladigen Opulenz. Dieser große Wein ist nichts anderes als ein phänomenaler Triumph des Terroirs über alle moderne Kellertechnik.


Château de Chainchon
Château Chainchon mit uralten Merlotreben in Hanglage

Ein unglaublich beeindruckendes Bordelaiser Gewächs, und das zu einem fabelhaft fairen Preis. Immer noch ein Geheimtipp klassischen Stils mit tiefgründiger Mineralität, der nicht nur Maßstäbe in seiner Preisklasse setzt, sondern wesentlich berühmtere Nachbarn in St. Émilion teilweise ganz schön alt aussehen lässt! Genießen können Sie diesen traumhaften Klassiker des rechten Ufers ab sofort, seinen Höhepunkt wird diese unerhörte Provokation wesentlich teurerer Bordelaiser Prestige Gewächse (im Bordeaux gehen die Uhren eben anders und die überteuerten Preise hoch gehypter Güter zählen bei Etikettentrinkern mehr als bei wahren Kennern und Liebhabern die Wahrheit im Glas) zwischen 2008 und etwa 2018 erreichen!
Die WEINWELT urteilt folgerichtig in einer sehr interessanten Reportage über die Möglichkeiten, in Bordeaux noch „Entdeckungen zu besten Preisen” zu machen: „Bordeaux gilt als Herkunft teurer Weine. Ganz Bordeaux? Nein. Wir haben für Sie ausgiebig die fünf Côtes de Bordeaux durchkreuzt. Und haben entdeckt: In den historischen Randbezirken der Grands Crus lassen sich verborgene Schätze heben... Die Côtes de Castillon liegt nur den berühmten Steinwurf von den benachbarten Nobelvierteln Saint-Émilion und Pomerol entfernt”. Und dann werden 5 Weine mit 4 Sternen geadelt und damit als die besten Entdeckungen des Bordelais gefeiert: Darunter unser Valmy Dubourdieu Lange!
Höhepunkt zwischen 2008 und etwa 2018.


570304 Château des Eyrins, Margaux rouge 2004 26,00 Euro
„Wie ein Alchimist hat Eric Grangerou das Ausufern der Temperaturen im heißen Sommer 2003 gemeistert”, huldigte die ‚Revue du vin de France’ bereits in der Jahrgangsbewertung 2003 in ihrer Laudatio den Jahrgangsvorgänger dieses großartigen Margaux und verlieh ihm ihre sehr selten vergebene, höchste Auszeichnung, den ‚coup de coeur’ („Lieblingswein”). Und in der Tat kann Eric sehr stolz sein auf das, was er mittlerweile auf seinem nur 2,5 ha großen, erstklassigen Terroir mit seinen mehr als 40 Jahren alten Reben mit einem sehr hohen Anteil an Cabernet Sauvignon (70%, der Rest Merlot, 25%, und Petit Verdot) Jahr für Jahr leistet. Aus niedrigstem Ertrag von unter 30 hl/ha vinifiziert er eine brillante Qualität, einen der wahren Stars des Jahrgangs, und das nicht nur in der angesichts seiner Qualität fast unglaublich günstigen Preisklasse!

Dieser edle Margaux beeindruckt mit einer sagenhaften Finesse und Ausgewogenheit und seiner großen Fülle, die aber auf faszinierende Weise frisch wirkt und duftig. Eric hat sein Ziel, ein optimales Reifestadium der Trauben zu erreichen, ohne aber bis zur marmeladigen Überreife zu gehen, dafür aber die feinfruchtige und aromatische Seite der Trauben zu erhalten, mit Bravour erreicht. Von sehr dichter Farbe zeigt sich der herrlich saftige Wein, im Duft von exquisiter Eleganz und Komplexität, seine klassische Margaux-Nase offenbart intensiven Schwarzkirsch- und Waldbeerengeruch, dezente Röstaromen und differenzierte Gewürznoten. Über die Zunge rollt der dichte, konzentrierte, dabei so elegante und finessenreiche Wein mit unglaublicher Länge und Vielschichtigkeit, dabei in seiner noblen Textur ein herrliches Mundgefühl vermittelnd. Die sehr harmonischen, seidenen Tannine und ein lang anhaltender, superber Abgang (weiße Schokolade!) zaubern einen grandiosen Nachhall. Dieser große Wein mit den Leitideen Eleganz, Finesse und Harmonie ist ganz sicherlich einer der heißesten Tipps in Bordeaux zurzeit. Er erhielt daher zu Recht die höchste Auszeichnung in der REVUE DU VIN DE FRANCE „Nous avons beaucoup aimé” und die Beurteilung: „Sehr großer, mineralischer Wein, lang anhaltend, große Frische, herausragender Charakter. Ein großer Erfolg!” Für viele Weinliebhaber vielleicht noch wichtiger: Dieser aristokratische Wein besitzt gerade einmal 12,5% Alkohol, so wie in der guten alten Zeit, als Bordeaux noch nach Bordeaux schmeckte und nicht mit Neue-Welt-Weinen um die Vorherrschaft im Marmeldekochen rang. Edle Bordelaiser Gewächse bewegen sich fernab jeglicher Alkoholorgien und bestechen durch Finesse, Mineralität und Eleganz. Wohl bekomm’s!
Zu genießen ab Ende 2008, Höhepunkt 2010 bis nach 2025.


569104 Château d’Agassac, Haut-Médoc, Cru Bourgeois rouge 2004 15,90 Euro
WW: 17/20 Punkte

Château d’Agassac bestätigt sein hohes Qualitätsniveau mit einem traumhaften 2004er, der den klassischen Jahrgang in Perfektion reflektiert. Das verführerische Bukett des Weines verströmt attraktive rote Fruchtaromen, Heidelbeeren, „Kirsche, feine Zedernnoten, dominikanischer Tabak. Cremiger, samtener Gaumen, wunderschöne Balance, Reife zeigend, malzige Süße, gebündeltes Finale. Ein toller Wein mit Finesse und Sex-Appeal. 17/20 Punkte, zu genießen 2009-2018”, so lobt überschwänglich der WEINWISSER; dazu die höchste Auszeichnung in der REVUE DU VIN DE FRANCE „Nous avons beaucoup aimé”. Im WEINGOURMET (Juli/August 05) mit der dritthöchsten Bewertung aller Güter aus dem Médoc/Haut-Médoc ausgezeichnet: „ ...dicht, schöner Stoff, elegant, lang und ein straffes Finale”.
Zu genießen 2008 bis 2018.


Ankunftsofferte!

565104 Charmail, Haut-Médoc Cru Bourgeois rouge 2004 18,40 Euro
WW: 18/20 Punkte

Charmail entwickelt sich immer mehr zu einem der zuverlässigsten Weinwerte seiner so fairen Preisklasse im Haut-Médoc. 50 % Merlot, 30 % Cabernet Sauvignon, 15 % Cabernet Franc und 5 % Petit Verdot ergeben einen ungewöhnlich charmanten, aber zugleich dichten und intensiven Wein von wunderbarem Charme. „Extrem dunkler Granat, violette Reflexe. Rahmiges Brombeerbouquet, viel Black Currant, dunkle Edelhölzer. Im Gaumen füllig mit enorm viel Fruchtaromatik, schwarze Beeren in überschwänglicher Form, samtene Tannine. Wie immer ein Wein, den man fast bedenkenlos kaufen kann. 18/20 Punkte, zu genießen 2008-2018”, urteilt der WEINWISSER. Zweithöchste Auszeichnung in der REVUE DU VIN DE FRANCE: „Nous avons aimé”.


Ankunftsofferte!

567104 Escurac, Médoc, Cru Bourgeois rouge 2004 12,80 Euro
WW: 17/20 Punkte

„Dunkles Granat-Rubin, satt in der Mitte. Delikates Pflaumenbouquet, feine Rosentöne, rote Grütze. Stoffiger Gaumen, rote Johannisbeeren, recht griffige Tannine, feinkörniger Fluss, gute Anlagen, wirkt momentan noch etwas kühl von der Fruchtreife her. 17/20 Punkte, zu genießen 2009-2017”, WEINWISSER. Toller Geheimtipp aus dem Médoc mit einem sensationellen Preis-Genussverhältnis!


568104 Paloumey, Haut-Médoc Cru Bourgeois rouge 2004 15,20 Euro
WW: 17/20 Punkte

„Dunkles, tiefes Weinrot mit rubinem Rand. Offenes, süß ausladendes, nach roten, gekochten Pflaumen duftendes Bouquet, viel Red-Currant-Noten, dahinter ein süßer Hauch Vanille. Im Gaumen tänzerisch wie ein Burgunder, viel Maulbeeren und Himbeeren, zart und fein und jetzt schon süffig. Ohne großes Lagerpotenzial, dafür jung ein enormer Trinkspaß. 17/20 Punkte, zu genießen 2007-2014”, WEINWISSER. Zweithöchste Auszeichnung in der REVUE DU VIN DE FRANCE: „Nous avons aimé”.




Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Authentische Weltklasseweine der südlichen Rhône aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt und traumhafter Finesse

Beaucastel: Ein Name, eine Legende. Uralter Rhôneadel! Wer einmal den großen Rhône-Klassiker „Hommage à Jacques Perrin” getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. „Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern mit die größten und charaktervollsten Gewächse des gesamten Rhônetals: Es sind die weißen und roten Referenzweine!” urteilt Parker voller Enthusiasmus. Und die „Bibel’ der französischen Weinkritik, das ‚Classement 2007’ der REVUE DU VIN DE FRANCE, stuft dieses Weltkassegut als einziges der südlichen Rhône ein in die winzig kleine, elitäre Spitzenklasse der besten Domainen aus ganz Frankreichs.


Château Beaucastel
Hinter uralten Reben verbirgt sich das weltberühmte Château Beaucastel


Worin liegen seit Jahrzehnten die großartigen Qualitäten dieses traditionsreichen Familiengutes (heute wird es von der 6. Generation geführt) begründet? Hier sind mehrere Faktoren gleichberechtigt zu nennen: Zum einen erfolgt die Bewirtschaftung der extrem steinigen Weinberge ausschließlich nach biodynamischen Grundsätzen. Auf der im äußersten Norden von Châteauneuf-du-Pape in der Nähe von Courthézon gelegenen Domaine werden bereits seit 1964 (!) keine Düngemittel, Pestizide oder Insektenvernichtungsmittel mehr benutzt, stattdessen wird mit einer Tonne Kompost (Schafsmist und Traubentrester) pro Hektar jährlich gedüngt. „Wenn Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden, wurzeln die Reben nicht tief genug. Daher bekämpfen wir Krankheiten ausschließlich mit biologischen Mitteln, lockern den Boden auf und schneiden die oberflächlichen Wurzeln weg. Damit versetzen wir unsere Reben – deren Neubestockung nach einem detailliert geplanten Rotationsprinzip erfolgt, so dass die Weinstöcke im Schnitt stets 50 Jahre alt sind – in die Lage, auch in den heißen Sommermonaten genügend Wasser zur Vermeidung von Trockenstress zu finden und genügend Nährstoffe und Mineralien aus den unterschiedlichen Schichten in der Tiefe der Erde in die Rebe zu transportieren”, erläutert engagiert wie stets Jean-Pierre Perrin, einer der beiden heute die Domaine mit großer Weitsicht leitenden Brüder (dazu übernimmt sein Sohn Pierre immer mehr Verantwortung) und ergänzt: „Im Laufe der Jahre haben die Reben so ihre eigene Abwehrkraft gegen Aggressionen entwickelt und Bienen, Marienkäfer und Regenwürmer bevölkern wieder unsere Weinberge. Das natürliche Gleichgewicht führt zwangsläufig zu limitierten Erträgen und gibt somit die Quintessenz des Charakters dieses einzigartigen Terroirs wieder.”


Château Beaucastel
Die „Perrin-Familie” beim Abschmecken der Weine um herauszufinden,
welche Fässer die besten Tropfen enthalten, um die optimale Komposition einer Cuvée zu erhalten.


Ein weiterer entscheidender Faktor der unverwechselbaren Qualitäten der großen Châteauneufweine von Beaucastel liegt in ihrer besonderen Rebsortenzusammensetzung. Beim roten Châteauneuf fließen wie bei Clos des Papes alle 13 Rebsorten der Appellation in die Cuvées ein, was zur großen Harmonie, zur Ausgewogenheit, zur Finesse und dem moderaten Alkoholgehalt der Weine beiträgt. So ist die Counoise-Rebe beispielsweise sehr wichtig für die Finesse im Wein und die früh reifende Cinsault-Traube mit ihrer reichlichen Frucht bildet ein notwendiges Gegengewicht zum Alkoholgrad der Grenache und den Tanninen von Syrah und Mourvèdre. Und letztere Rebe trägt durch ihren für die Appellation ungewöhnlich hohen Anteil zum höchst eigenständigen, unverwechselbaren Beaucastel-Stil in seiner ganzen Ursprünglichkeit bei: Bio-Weine der absoluten Weltspitze! Diese singulären Weinmonumente mögen Genießern von Neue-Welt-Einheitsweinen, die insbesondere Wert auf vordergründige Frucht und neue Eiche legen, nicht gefallen. Für wahre Kenner und Liebhaber sind es mit die originellsten und charaktervollsten Rotweine der Welt und sie gehören seit über 20 Jahren zu meinen persönlichen Favoriten!

Neben den fabelhaften Châteauneufweinen sind es die ebenso leckeren wie ungemein preiswerten, höchst authentischen Alltagsweine von der südlichen Rhône, die den legendären Mythos der Perrin-Weine in der ganzen Welt begründet haben. Gerade in einem Jahrhundertjahrgang wie 2005 besitzen diese wunderbaren Tropfen, die alle nach den gleichen Grundsätzen des biodynamischen Anbaus hergestellt werden, ein weltweit unschlagbares Preis-Genussverhältnis!


Château Beaucastel


Übrigens: Der Jahrgang 2005 scheint mir, wie mancher andere große Jahrgang zuvor (die klimatischen Veränderungen haben an der Rhône schlichtweg zu einer sensationellen, vorher nie gekannten Abfolge fabelhafter Qualitäten geführt wie in 95, 98, 99, 2000/1/3/4/5), keineswegs so einheitlich grandiose Qualitäten erbracht zu habe, wie man es vielleicht aufgrund der traumhaften klimatischen Bedingungen erwarten konnte. Stattdessen gibt es wie insbesondere im Hitzejahrgang 2003, aber auch in 1995 und 2001, die in der Stilistik dem 05er ähnlich sind, insbesondere was ihre traumhafte Aromenkomplexität, ihre sensationelle innere Dichte, Konzentration und Struktur sowie ihre erfrischende Säure betrifft, beträchtliche Qualitätsschwankungen: Zum einen scheinen, wie Parker wohl zu Recht vermutet, einige Winzer schlicht zu früh geerntet zu haben, so dass die Trauben noch nicht die höchste physiologische Reife erreicht hatten, was sich bei diesen Weinen in einer nicht optimalen Tanninstruktur niederschlägt. Mir dünkt aber auch, dass so mancher Winzer zuviel des Guten wollte und im Bestreben, den ultimativen Wein seines Lebens zu vinifizieren, eine zu lange Maischestandzeit wählte und deshalb zu viele Tannine extrahierte, ein Problem, von dem so mancher Winzer hinter vorgehaltener Hand mit mir gesprochen hat. „Nichtsdestotrotz gibt es in 2005 einen Ozean phantastischer Weine” (Parker), aus dem wir Ihnen, werte Kunden, das Beste vom Besten herausgefischt haben. Lassen Sie sich diese fabelhaften Wein-Werte auf keinen Fall entgehen und bestücken Sie Ihre Keller für viele Jahre: Das Reifepotential des 2005er Jahrgangs ist nicht zuletzt wegen der großartigen Säurestruktur, denen die wirklich guten Weine ihre fabelhafte Frische und Trinkanimation verdanken, legendär!


175106 Perrin, Côtes du Lubéron, blanc 2006 5,60 Euro
Nicht nur bei den Rotweinen sind die Perrins absolute Spitze, auch ihre Weißweine bereiten Trinkvergnügen pur, wie ihr mit 96 Punkten von Parker geadelter Roussanne Vieilles Vignes eindrucksvoll beweist. Auch diese herrlich leckere Alltagscuvée (Grenache Blanc, Bourboulenc, Ugny Blanc, Roussanne) aus den autochthonen Rebsorten der Region weiß zu gefallen! Dieser authentische Weißwein vom Fuße des malerischen Mont Ventoux begeistert mit den traumhaften Aromen seiner zauberhaften Landschaft, mit Noten von weißen Blüten und den Früchten seiner Region, mit Anklängen an frisch gemahlenes Heu und nussigen Aromen sowie einer herrlich frischen, rassigen Note, die stets Lust macht auf das nächste Glas. Fabelhafter Apéritif- und Terrassenwein aus biologischem Anbau, schmeckt aber auch vorzüglich zu Salaten, Fisch und hellem Geflügel.



Château Beaucastel


174106 Perrin, Côtes du Ventoux Rosé 2006 5,60 Euro
Aus den klassischen Reben Cinsault und Grenache besteht dieser würzig-blumige Rosé, dessen animierender, intensiver Duft mit seinem Hauch von Anis Erinnerungen an die traumhafte Landschaft der blühenden Provence hervorruft. Am Gaumen eine belebende, frische, ganz feine Säure, eine subtile Fülle und eine kühle Textur, Anklänge an Himbeeren, Erdbeeren und duftende Wiesenkräuter. Dieser herrlich leckere, knackig-würzige Rosé erweckt Assoziationen an Sommergerüche schönster Art. Mit diesem zarten Wein im Glas, solo genossen oder als erstklassiger Essensbegleiter, wird jeder laue Sommerabend zu einem sinnlichen Genuss. Wirklich gute Rosés sind extrem rar, doch hier finden Sie einen richtig seriösen! Ein Bio-Wein mit viel Geschmack, Ausdruck und Tiefe – ein Meisterwerk von erstklassigen Reben vom Fuße des bezaubernden Mont Ventoux!


174205 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2005 5,60 Euro
Was für ein herrlicher Alltagswein des Jahrhundertjahrgangs 2005 an der südlichen Rhône vom Fuße des mythischen Bergriesen des Mont Ventoux! Bereits die ausgezeichneten Jahrgangsvorgänger erfreuten sich bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, großer Beliebtheit. Doch diese faszinierend harmonische, elegante, sensationell frische und ungemein trinkfreudige Cuvée aus Grenache, Syrah, Mourvèdre (!) und Cinsault legt qualitativ noch eine Schippe drauf. Versprochen!

Dieser leckere Wein bietet eine tiefrubinrote Farbe und verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen, reifen Waldbeeren, weißem Pfeffer und den unvergleichlich aromatischen Gewürzen der Provence. Seine zarte Transparenz und Komplexität in Duft und Geschmack von edlen, reifen Grenachetrauben, die diesen phänomenalen Jahrgang prägen wie nie zuvor, seine beeindruckende Dichte (völlig ungewöhnlich in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse, ein Geschenk des fabelhaften Syrahanteils in der Cuvée), sein verführerischer Schmelz und die butterweichen, cremigen Tannine machen ihn im positivsten Sinne zu „everybodys darling”: Welch ungemein schmeichlerischer, köstlicher Wein aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt zu unschlagbar günstigem Preis. „Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden kann”, urteilte Parker begeistert über einen (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2009.


175005 Perrin, „Peyre Blanche” Cairanne Village rouge 2005 9,90 Euro
Natürlich handelt es sich bei den legendären Châteauneufs von Beaucastel um die Flaggschiffe der Familie Perrin, daneben erzeugt man aber auch in ebenfalls biodynamisch bewirtschafteten erstklassigen Lagen um Châteauneuf-du-Pape herum, die das gleiche vorzügliche Terroir aufwiesen, köstliche Rotweine im charakteristischen Stil der südlichen Rhône. Und einer dieser fabelhaften Rotweine von traumhaften Satellitenlagen um das Epizentrum kommt von malerischen, extrem steinigen Weinbergen aus Cairanne, einem traumhaften Örtchen „mit einem beeindruckenden Potential” (Parker). Die betörende, ungemein schmeichlerische, Grenache-dominierte Cuvée ‚Peyre Blanche’, ein qualitativ herausragender und gleichzeitig einer der preis,wertesten’ Weine der Rhône, wird extrem schonend und ohne jegliche kellertechnische Eingriffe aus kleinbeerigen Trauben uralter Reben vinifiziert, die einen zutiefst dunkelroten, fast schwarzen, höchst authentischen Wein voll sinnlicher süßlicher Frucht und einem Touch ungebändigter Wildheit ergeben. In der Nase faszinierende Anklänge an Schwarz- und Blaubeeren, aromatische Kräuter der Provence, Süßkirschen und Karamell. Am Gaumen von einer betörenden, ganz seltenen Weichheit und Cremigkeit bestimmt, komplex, von exzellenter Struktur, dicht und dennoch elegant und geschliffen. Dieser phantastische Wein aus einem Super-Rhônejahr ist nach meinem Geschmack wegen seiner feinst balancierten Stilistik, der Vermählung einer großartigen inneren Dichte, seidenen traumhaft weichen Tanninen und seiner herausragenden Frische ein Referenzwein der Region. Es gibt nicht viele Châteauneufweine, von den teuren Prestigegewächsen der absoluten Spitzendomainen abgesehen, die dieser Preissensation das Wasser reichen können! Herzlichen Glückwunsch Pierre Perrin zu dieser phantastischen Leistung!
Zu genießen wegen seiner cremigen Tannine ab sofort, Höhepunkt Herbst 2007 bis 2012.


174305 Perrin „Les Cornuds”, Vinsobres Village 2005 11,50 Euro
Die exzellenten Lagen rund um das wunderschöne Dorf Vinsobres gehören zu den best gehüteten Geheimtipps an der südlichen Rhône und sind daher in Deutschland noch wenig bekannt. Doch dies wird sich sehr bald ändern, bietet doch diese Region aufgrund ihrer Exposition am nördlichsten Rande der südlichen Rhône und ihrer Höhenlage, die auch im Sommer relativ kühle Nächte mit sich bringt (ideal geeignet zur Herausbildung komplexer Aromen!), optimale Bedingungen. Insbesondere die Syrahrebe fühlt sich hier, ähnlich den Gegebenheiten an der nördlichen Rhône, pudelwohl. Zusammen mit erstklassigen Grenachetrauben ergibt dies einen zugleich kräftigen, dichten als auch eleganten, samtweichen Wein mit kühler Stilistik: welch Triumph eines großen Terroirs!

Dem Glase entströmen köstliche Aromen von ungemein leckeren roten Früchten, Lakritze, Pfeffer, Oliventapenade und schwarzen Kirschen, fein mineralisch unterlegt und mit einer phänomenalen syrahgeprägten Frische. Im Mund wirkt der tiefdunkle, würzige Wein extrem balanciert, sehr ausgewogen, lang und komplex, und, was am wichtigsten ist, seine feine Säure löst das Gefühl von angenehmer Leichtigkeit auf der Zunge aus, so dass diese animierende Cuvée trotz ihres Extrakts, ihrer Tiefe und ihrer noch präsenten Tanninstruktur nicht schwer, sondern duftig, frisch und transparent erscheint. Welch herrliche Vermählung von provençalischen Aromen, erdigen Noten und einer an große Weine der nördlichen Rhône erinnernden Finesse. „Exciting”, jubelt Jancis Robinson über diesen sensationell preis„werten” Wein und vergibt 16,5/20 Punkten, „a very fine wine, excellent, possible outstanding”, lobt Parker.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt jedoch erst ab 2009 bis nach 2015.



Château Beaucastel
Hart ist die Weinbergsarbeit auf dem steinigen Terroir von Vinsobres


174405 Perrin, „Les Hauts de Julien” Vinsobres Village rouge 2005 34,00 Euro
Fabelhafte Spitzencuvée aus den ältesten Reben von Vinsobres auf dem qualitativen Niveau hervorragender Châteauneuf-du-Pape-Weine mit einem Potential von 20 Jahren, 91-93 Parkerpunkte!


174905 Perrin, „Les Christins” Vacqueyras rouge 2005 16,90 Euro
Einer der Lieblingsweine von Christina Hilker, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005. Sie notiert begeistert: „Ich habe selten einen Vacqueras mit solch einer Tiefe verkostet. Toffeearomen, dunkler Nougat und frisch gerösteter Kaffee vermischen sich mit den süßlichen Noten von hochreifen Schwarzkirschen, eingelegten Zwetschgen und Cassislikör. Bei dieser Aromenfülle könnte man auf der Zunge ein Konzentrationsmonster erwarten, aber weit gefehlt, der Gaumen glänzt mit einer pointierten Säure- und Tanninstruktur und einem ausgeprägt erdigen Nachhall, der das Terroir der südlichen Rhône vortrefflich widerspiegelt”. Auch Parker ist begeistert und urteilt zu Recht, dass Vacqueras mit seinen großartigen Terroirs Weine produziert, die in Stilistik und Qualität nahe an Châteauneuf-du-Pape heranreichen, aber preislich immer noch weit unterbewertet sind! Dieser fabelhafte Wein von sehr alten Reben ist für diese These der überzeugendste Beleg. Unbedingt probieren, meine ganz besondere Empfehlung.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2009 bis 2018.


174805 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape „Roussanne vieilles vignes”, blanc 2005 89,00 Euro
Die Gebrüder Perrin gehen stets ihre eigenen Wege. So lehnen sie auch den in der Region vorherrschenden Verschnitt in der Weißweinbereitung ab und favorisieren die launische, kapriziöse Roussanne-Traube (in dieser Spitzencuvée ein 100% Anteil) gegenüber den überall sonst beliebteren Sorten Grenache blanc, Clairette und Bourboulenc. So ist dieser feinste weiße Châteauneuf (im Übrigen zusammen mit dem Hermitage von Chave mein weißer Lieblingswein der gesamten Rhône) im Vergleich zum (zumeist langweiligen) Standard der Appellation sehr langlebig sowie überaus reichhaltig und komplex. Die früh morgens in der Kühle der Nacht geernteten Trauben für diesen „spektakulären Wein” (Parker, 96 Punkte) stammen aus streng limitierten Erträgen von einer vier Hektar großen Parzelle mit knapp 70 Jahre alten Weinstöcken. Der monumentale Wein wird sowohl in teilweise neuen Holzfässern als auch in Edelstahl vergoren, durchläuft die volle malolaktische Gärung und erzielt ähnliche Preise wie ein weißer Grand Cru aus Burgund. Er ist die vielleicht großartigste Ausdrucksform der Roussanne-Rebe weltweit, ein außergewöhnlich gehaltvoller Wein, mit einem tiefgründigen Bukett und überreichlichen, komplexen Aromen von Rosenblättern, Akazienblüten, Orangenschalen, tropischen Früchten, Gewürzen, Mineralien und Rauch, einer öligen Textur und einer fabelhaften Balance. Ungemein extraktreich, aber auch fein und geschliffen, geradezu zärtlich gleitet der Wein über die Zunge, füllt mit seiner Dichte und seiner würzigen Säure den Gaumen vollständig aus, bleibt haften, verzaubert, die Zartheit des Holztones verbindet sich mit der Komplexität der Aromen zu einer beeindruckenden Geschmackssinfonie. Diese seit 1986 hergestellte großartige Cuvée präsentiert sich Jahr für Jahr als unwiderstehlicher Tropfen mit einem Reifepotential von mindestens zehn bis zwanzig Jahren. Doch sollte man diesen „charaktervollen Erfolgstropfen” (Jancis Robinson) am besten in seiner traumhaften Fruchtphase trinken, d.h. in den ersten drei Jahren nach der Abfüllung, und dann erst wieder nach seinem 10 Geburtstag, wenn sich eine fabelhafte Mineralität Bahn bricht. In der Zwischenzeit? Einfach schlafen lassen!



Sie, werte Kunden, wissen: Der fein balancierte Jahrgang 2004 war auf Beaucastel auf exakt identischem Niveau wie 2005. Zwei großartige Gewächse können wir Ihnen heute anbieten:

174504 Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge 2004 16,95 Euro
90 - 93 PP
Nur die „Autoroute du soleil” trennt das exzellente Terroir des ‘Coudoulet’ von dem des legendären ‘Chateauneuf’ von Beaucastel! Für mich wird dieser weltberühmte „Zweitwein” von Beaucastel von Robert Parker, der 90-93 Punkte gegeben hat („one of the best vintages ever”), eher unterbewertet. Einfach ein traumhafter Côtes-du-Rhône, der das Wort „steinreich” neu definiert. Schmeckt wie ein klassischer Châteauneuf von Beaucastel aus den späten 80er, frühen 90er Jahren – vornehm, nobel, aristokratisch. Rhôneadel von traumhafter Finesse und (fast?) nie erlebter spielerischer Eleganz! Und mit moderaten 13,5% Alkohol endlich wieder ein Rhônetropfen, den man mit herrlichem Trinkvergnügen ‘weg-zichen’ kann, so, wie es früher einmal war. Mein Wort drauf! Das ist definitiv die Qualität großer Châteauneuf-Weine zu einem absoluten Schnäppchenpreis! Dieser aristokratische Tropfen klopft leise, aber unüberhörbar, an die Pforte der Weltklassegewächse.
Zu genießen mit größtem Vergnügen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis wenigstens 2012. Ein Rhônefestival, ein erotisches Feuerwerk der Sinne!


174704 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape „Hommages à Jacques Perrin”, rouge 2004 225,00 Euro
96 - 100 PP
Einer der legendärsten und rarsten Rotweine Frankreichs mit einem Potential von 50 Jahren! Ein monumentales Meisterwerk in perfekter Harmonie, 96-100 Parkerpunkte.




Clos des Papes - Châteauneuf-du-Pape

Burgundisch inspirierte Weltklassegewächse aus Châteauneuf-du-Pape

Kein anderes Gut außer Beaucastel kann nur annähernd die Tradition und glorreiche Vergangenheit einer der besten Appellationen der Welt verkörpern wie DER uralte Adel von Châteauneuf-du-Pape schlechthin: Die Familie Avril, die Besitzerin dieser alteingesessenen Familiendomaine, ist bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts inmitten dieses Wallfahrtsortes der Weinenthusiasten ansässig und ihre weltweit berühmten, klassisch-eleganten, finessenreichen Gewächse sind seit jeher hoch gerühmt und heiß begehrt. Und in 2005 hat Vincent Avril einen der besten Châteauneuf-du-Pape-Weine in der großartigen Geschichte des Weingutes vinifiziert (94-96+ Parkerpunkte), den wir Ihnen wegen der enormen weltweiten Nachfrage heute in Subskription anbieten (Auslieferung im September diesen Jahres). Zu genießen sein wird dieses Monument traditioneller Winzerkunst (für mich einer der Kandidaten für den besten Wein des Jahrgangs) voraussichtlich zwischen 2012 und 2040.

177105 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2005 39,90 Euro
94 - 96+ PP


In Subskription, Preis ab September 45,00 Euro!

1771105 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge, Magnum 2005 1,5 l 89,90 Euro


In Subskription!


Die sympathischen Avrils vinifizieren zudem einen herrlich leckeren Alltagswein, „a vin gourmande, bestes Preis-Genussverhältnis” (Parker):

177305 Clos des Papes, Le Petit Vin d’Avril, rouge 2005 8,95 Euro
Diese herrlich saftige Cuvée mit ihren noblen Beerenanklängen und feinen Gewürznoten trägt deutlich die Handschrift eines begnadeten Winzers, da sie ebenfalls über eine sehr feine Struktur verfügt und meilenweit entfernt ist von jeglichen überreifen oder marmeladigen Anklängen. Das Besondere an diesem Wein ist, dass er keine Jahrgangsbezeichnung trägt sondern stets eine Assemblage aus verschiedenen Ernten darstellt. So setzt sich dieser wunderbare Trinkwein zusammen aus einem Drittel Trauben des Jahrgangs 2005 und zwei Dritteln der beiden Vorgängerjahre 2003 und 2004: Diese traumhafte Vermählung von drei ganz großen Ernten demonstriert daher eine ausgesprochen harmonische Verbindung ihrer positiven Charakteristika. Trinkspaß pur ab sofort, verfügt jedoch – das Signum exzellenter Lagen, reifer Trauben und großer Jahrgänge – über ein Entwicklungspotential von 6 bis 8 Jahren.




Château Lamartine - Cahors

„Schade, dass man Wein nicht streicheln kann”, Kurt Tucholsky

Château Lamartine
Blick über die Rebzeilen auf Château Lamartine

„Ohne Zweifel macht Alain Gayraud die Pinot Noir aus Cahors”, so charakterisiert Frankreichs Winzerstar Pascal Verhaeghe (Domaine du Cèdre) voller Stolz die stilistisch höchst eigenständigen Weine seines mittlerweile in Insiderkreisen höchst angesehenen Freundes.

Château Lamartine
Alain Gayraud beim Verkosten

Diese authentischen Weine sind von subtilem und delikatem Charakter, sehr tief und dicht, vollkommen harmonisch und von einer raren Eleganz und Finesse gezeichnet – fürwahr Cahors’sche Crus. Die Weinberge, insgesamt 30 Hektar, liegen in idealer süd-südwestlicher Exposition auf der zweiten und dritten Terrasse hoch über dem Tal des malerischen Flüsschens Lot. Die kargen, gut drainierten Böden sind stark kalkhaltig (wie im Burgund) und hohe Eisenanteile sorgen für Komplexität und feine Würze im fertigen Wein. Zudem liegt Château Lamartine am äußersten westlichen Punkt der Appellation Cahors und verfügt somit über ein einzigartiges Mikroklima, welches neben südlichen Einflüssen auch vom Atlantik her – ähnlich dem nahen Bordelais – geprägt wird. So überstehen die sehr tief wurzelnden Reben auch heiße Sommer ohne jeglichen Trockenstress.

Alain Gayraud ist eine der Schlüsselfiguren im französischen Südwesten: Er spielte eine treibende Rolle bei der Wiederherstellung der AOC Cahors 1971 und bereitet derzeit zusammen mit seinem Freund Pascal Verhaeghe eine bahnbrechende Klassifikation des einst so berühmten Weinanbaugebietes in Quercy (altgallischer Name für Cahors, bedeutet soviel wie: „die am Ufer eines schönen Flusses leben”) vor. Dieses dreistufige Modell sieht – in Anlehnung an Burgund – eine Einstufung der Lagen als Grand und Premier Cru vor. Die einfachen Weine werden nur unter dem Namen der Appellation Cahors geführt. „Wir brauchen diese Klassifikation, um das durch rustikale Massenweine heruntergekommene Image der Region aufzupolieren. Denn das Potenzial unserer Region ist gewaltig und gleichwertig mit dem Bordelais!” Diese auf den ersten Blick manchem Weinfreund gewagt erscheinende These Alain Gayrauds findet ihre Bestätigung nicht nur in historischen Texten der Vergangenheit, in denen gar von einer Überlegenheit des „black wine” aus dem Cahors über die Konkurrenz aus dem Bordelais die Rede ist, davon überzeugt auch jeder Schluck der großartigen Weine von Lamartine!

Château Lamartine
Blick in den Barriquekeller auf Château Lamartine

Zum Jahrgang 2004: Der Jahrgang 2004 bot im Cahors die erdenklich besten klimatischen Voraussetzungen. Nach einem optimalen Sommer, es war warm, aber nicht zu heiß, fiel von Anfang September bis Mitte Oktober, bis zum Ende der Ernte also, kein einziger Tropfen Regen, so dass alle Trauben in kerngesundem Zustand eingebracht werden konnten. Die Weine, die Alain daraus erzeugt hat, sind mit dem Begriff spektakulär nur unzureichend beschrieben, Weine mit einer Finesse, Rasse, Eleganz und insbesondere einer Komplexität wie wohl nie zuvor. Dabei sind die Nuancen zu den ebenfalls phantastischen 2002ern (Sie wissen, werte Kunden, 2002 war im Cahors, im Burgund und an der Loire ein ganz großer Jahrgang!) sehr gering. Die Weine haben die gleiche Balanciertheit, Finesse und Eleganz, bei aller Dichte und Konzentration, wie in 02, doch irgendwie von allem einen Tick mehr! Die seit Jahren praktizierte vorbildliche Bodenarbeit und der Verzicht auf jeglichen Einsatz chemischer Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel tragen erkennbar Früchte und führen zu lockeren, „lebenden Böden” voller Kleinstlebewesen mit einer hohen Wasserhaltekraft. So verfügen Alains authentische Gewächse über eine unnachahmliche Frische und Eleganz, eine duftige Frucht und eine unvergleichlich burgundische Finesse. Genau diese nicht bis an die Schmerzgrenze vorangetriebene Konzentration verleiht den saftigen Weinen von Lamartine ein äußerst attraktives Trinkvergnügen!


508104 Château Lamartine, rouge 2004 8,90 Euro
Bereits dieser zu einem Drittel in gebrauchten Barriques (ansonsten Betoncuvées) ausgebaute Alltagswein aus vorbildlich selektierten Malbec- und Merlottrauben besticht durch seine klare, feingliedrige Struktur und seine traumhafte Aromatik. In der Nase fasziniert ein intensives Bukett von dunklen Beeren, traumhaft unterlegt von einer ausgeprägten Röstaromatik, die an Kaffee, noble Bitterschokolade und getoastetes Schwarzbrot erinnert. Am Gaumen präsentiert sich dieser burgundisch inspirierte Wein leicht, fast tänzerisch, mit ausgeprägter Mineralität und feinkörniger Säure-und Tanninstruktur. Eine solch ausgeprägte aromatische Fülle bei einem so moderaten Alkohol ist schlicht spektakulär. Das cremige Tannin ist feinkörnig, und im animierenden Nachhall, der von einer ausgeprägten Kirschnote und einer fein durchwobenen Würze dominiert wird, blüht die Frucht noch einmal regelrecht auf und klingt tief mineralisch aus. Welch ungewöhnlich langes Entwicklungs- und Reifepotential für einen Wein in dieser so genussfreundlichen Preisklasse!
Wegen seiner geschmeidigen Tannine und seiner spielerischen Eleganz schon ab sofort wunderschön zu genießen (der perfekte Wein zum Osterlamm!), Höhepunkt Ende 2007 bis mindestens 2012.


Château Lamartine

508204 Lamartine, Cuvée Particulière, rouge 2004 12,50 Euro
„Niemals zuvor war die ‚Cuvée Particulière’ in ihrer Reife, ihrer Konzentration und in der Finesse ihrer Tannine qualitativ so dicht bei der Cuvée Expression wie in 2003. Und 2004 gefällt uns noch besser, denn in diesem Jahrgang begeistert Lamartine mit einer enormen Frische und Frucht”, jubelt begeistert die „Bibel” der französischen Weinkritik, das „Classement des meilleurs vins de France”! In der Farbe tiefschwarz, mit ganz leichten violetten Aufhellungen zum Rande hin. Bereits bei meiner ersten Fassprobe umschmeichelten sehr komplexe, feinst ziselierte Aromen die Nase: Noten von kleinen süßen Waldfrüchten, eingelegte Schattenmorellen, Cassis, kandierte Feigen, süßes Früchtebrot, Pfeffer, Tabakkiste, Zedernholz, ein Hauch von Gewürzanklängen, Nelke und Zimt, dazu Veilchen und feine Raucharomen. Dieses gesamte faszinierende Spektrum findet sich auch im Mund wieder, mit Anklängen an Brotkruste, herrlichen Würznoten, Salbei und Lavendel: Eine großartige Fruchtdichte mit burgundischer Eleganz und Finesse, ein großer Terroirwein des Cahors! Die 1988 erstmals vinifizierte „Cuvée Particulière” ist ein Ausbund an innerer Dichte, Konzentration und Feinheit gleichermaßen. Das Potenzial dieses in gebrauchten und neuen Barriques ausgebauten Weins (90 % Malbec, 10 % Tannat) ist grandios:
Davon konnte ich mich bei meinem letzten Besuch vor Ort vergewissern, als mich Alain den 1990er probieren ließ, einen durch sein edles Rosenparfum und Aromen von kleinen Griotte-Kirschen zutiefst beeindruckenden Wein. Die dezente Süße in den ungemein weichen, seidenen, cremigen Tanninen wird in 2004 belebt durch mineralische Frische und einen stringenten Säurenerv – ein großer Wein, Charakter pur, zum mehr als fairen Preis! In seiner Preisklasse von beispielloser Qualität, ‚nüchtern’ bewertete 91 Punkte‚ doch gefühlt-geschmeckte’ 93+!

Unbedingt ein bis zwei Stunden vor dem Trinken dekantieren, dann können Sie diesen großen Wein bereits jetzt zu dunklen Fleischgerichten wie Hirschrücken mit Wachholdersoße und Brombeersoufflé oder geschmorte Rehkeule mit eingelegten Kirschen und Schwarzwurzelgemüse genießen; seine wahre Größe zeigt sich jedoch erst in zwei bis drei Jahren bis weit nach 2018, wenn der mächtige Tanninkern abgeschmolzen und die Säure perfekt integriert sein wird.


Château Lamartine
Handverlesen wird das Gut auf Château Lamartine

508304 Lamartine, Expression, rouge 2004 25,90 Euro
Dieser ausschließlich in neuen Barriques ausgebaute reinsortige Malbec ist nicht nur einer der großen Klassiker der Region, bereits der 99er wurde schlicht als der „größte unter allen verkosteten Weinen des französischen Südwestens” angesehen, so die Eloge der „Revue du Vin de France”. Erwarten Sie jedoch bei dieser Spitzencuvée keinen hyperkonzentrierten Monsterwein, im Gegenteil: Sie genießen zwar einen im Kern tiefschwarzen Wein mit violetten Reflexen und einem kardinalsroten, irisierenden Rand, doch mit einer – bei aller Dichte und Konzentration – großen Eleganz und kühlen, cremigen Tanninen. In der Nase eine betörende, komplexe, tiefgründige Aromenintensität: frisch gepflückte Waldbrombeeren, Schattenmorellen und Zwetschgen begleiten Noten, die an frisch geschroteten schwarzen Pfeffer und Wachholderbeeren erinnern, dazu Lavendel, Veilchen, Unterholz, geräuchertes Fleisch und schmelzige Schokolade, feinst unterlegt mit einem delikaten, vanilleartigen Holzton und rauchigen Anklängen. Am Gaumen präsentiert sich dieser spektakulär schöne Wein extrem saftig, dicht, cremig, mineralisch und glycerinreich. Von enormer Faszination! Die kühle, beerige Frucht mit ihrer zarten Kirscharomatik und den feinen Gewürznoten zeigt viel Finesse, ist aber noch eingebettet in eine eher ungewöhnliche Opulenz und besitzt daher viel Babyspeck sowie (noch) deutliche Holzanklänge vom feinfühligen Ausbau in neuen Barriques. Dazu ein immens langer, traumhaft mineralischer und frischer Nachhall, den man so schnell nicht wieder vergisst. Übrigens: Christina Hilker, im Gault Millau 2005 als Sommelier des Jahres geehrt, schwärmt von diesem „verführerischen Wein als perfekte Ergänzung für intensive Wildgerichte mit fruchtig süßlichen Einschlägen wie z.B. eine Etouffé-Taube, glasiert mit orientalischen Gewürzen an Périgord-Trüffelsoße und cremigem Selleriegemüse”.
Dieser große Wein präsentiert sich zurzeit noch sehr verschlossen und wird seine Genussreife voraussichtlich zwischen 2012 und 2030 erreichen!




Domaine Michel Ogier - Côte Rôtie

Finessenreiche Kultweine burgundischen Stils aus einer der berühmtesten Appellationen Frankreichs – extrem rar und von legendärer Qualität!

Domaine Michel Ogier
Blick über die Weinberge der Domaine Michel Ogier

Michel und Stephane Ogier, dieses großartige Tandem Vater und Sohn, wird unter Insidern, selbst von der Winzerkonkurrenz an der nördlichen Rhône, hinter vorgehaltener Hand respektvoll als die heimliche Nr. 1 der Côte Rôtie tituliert.

Domaine Michel Ogier
Stephane Ogier beim Verkosten des neuen Jahrgangs

Auch Parker urteilt, dass auf dieser noch relativ jungen Domaine „einige der fesselndsten Weine der Appellation produziert werden mit einem der besten Preis-Genussverhältnisse (one of the areas best wine values”), doch was dieses Kleinod (im wahrsten Sinne des Wortes, gerade einmal 2,5 ha spektakulär guter, extrem steiler Lagen stehen unter Ertrag) im Jahrgang 2004 produziert, ist schlicht traumhaft schön. Zwar ist 2004 an der nördlichen Rhône ein Jahrgang, der, ähnlich wie im südlichen Teil, etwas im Schatten des übermächtigen 2003ers steht, doch wollen mir persönlich auch hier die 04er einfach besser gefallen, da die besten Weine wesentlich balancierter, harmonischer und frischer daherkommen als die übermächtigen, sehr alkoholstarken 2003er. Doch ist dies sicherlich eine Frage der persönlichen Geschmacksvorlieben. Und was die rührigen Ogiers 2004 vinifiziert haben, „übertrifft wohl selbst die herausragenden Qualitäten der Vorgängerjahre, denn aufgrund weiterer subtiler Verbesserungen in der Weinbergsarbeit sowie dem zunehmenden Alter der Rebstöcke haben unsere Weine nochmals an burgundisch anmutender Finesse gewonnen”, so Stephane Ogier mit sichtlichem Stolz angesichts seiner von der Fachwelt so heiß diskutierten herausragenden Qualitäten.

Die logische Konsequenz: Alle Händler, die nicht bereits vor Jahren das Potential dieser neuen Musterdomaine erkannten, stehen angesichts der zu verteilenden kleinen Quantitäten vergebens Schlange, um diese aromaintensiven, konzentrierten und dabei sehr eleganten und komplexen Syrah beziehen zu können. So haben sich die großen Weine der auch landschaftlich so reizvollen Côte Rôtie (extrem steile Hänge wie an der Mosel, der Saar oder in Rüdesheim) in den letzten Jahren zwar mit zu den beliebtesten Gewächsen Frankreichs entwickelt, sind jedoch für Liebhaber nur schwer erhältlich. Sie besitzen in ihrer schönsten Ausprägung eine kühle Stilistik und eine aufregende, komplexe Aromatik aus Cassisbeeren, Himbeeren, Oliven, gebratenem Speck, frischem Fleisch, schwarzen Oliven, Rauch und wilden Düften wie Moschus, unterlegt mit einer fabelhaften Mineralität, wie sie nur ganz wenige andere Rotweine der Welt aufweisen können. Diese puristische Stilistik vermag so manchen Weinnovizen bisweilen etwas abzuschrecken, lässt sie aber den Liebhabern expressiver, rassiger Syrah als ausgesprochen sinnlich und verführerisch erscheinen: Es sind die Antipodenweine zu den marmeladigen Kraftmonstern aus Übersee!

Domaine Michel Ogier

Etwas südlich von Lyon wachsen die besten Weine der Appellation Côte Rôtie auf zwei imposanten, steil zur Rhône hin abfallenden, terrassierten Berghängen, die eine Höhe von etwa 300 Metern mit einem Gefälle von 30 bis 55 Grad erreichen, so dass jeglicher Einsatz von Maschinen ausgeschlossen ist und die gesamte Weinbergsarbeit manuell erfolgen muss. Erst seit Anfang der 80er Jahre füllt Michel Ogier seine an den Steilhängen der so genannten „Côte Blonde” auf Granitterrassen und zum anderen auf den Schieferterrassen der „Côte Brune” wachsenden, je zur Hälfte von knapp 20 Jahre jungen und von sehr alten Rebstöcken stammenden Syrahweine selbst ab. Vorher verkaufte er einen Großteil seiner Ernte an zwei der berühmtesten Winzer der nördlichen Rhône, an Max Chapoutier sowie an Marcel Guigal – bei letzterem hatte er übrigens lange Zeit extrem erfolgreich als Kellermeister gearbeitet. Zwar rechnet sich Ogier zu Recht selber eher zu den Traditionalisten in der Appellation, doch vergärt er seine Weine zu etwa der Hälfte in neuen Barriques und füllt relativ früh auf Flasche ab, so dass ungewöhnlich feine, finessenreiche, seidige Syrah mit einer beeindruckenden beerigen, reifen Fruchtsüße und einer animierenden Säure erzeugt werden. Diese faszinierende Kombination aus Aroma und Finesse, Kraft und Struktur, Dichte und Tiefe findet man sonst nur noch bei den legendären Gewächsen von Guigal, insbesondere der „Mouline” scheint von der Stilistik ähnlich, doch verfügen die Weine von Ogier darüber hinaus über eine derart außergewöhnliche Eleganz für einen Rhônewein, dass sie viele Kenner auch an große Crus aus Pomerol oder aus dem Burgund erinnern. Meine ganz besondere Empfehlung für Liebhaber zutiefst finessenreicher und ungewöhnlich mineralischer Rotweine – Weinunikate, die wie ein Fanal aus dem Meer uniformer Langweiler internationaler Machart herausragen!

161205 Ogier, „La Rosine”, Vin de Pays Rhodanienne, rouge 2005 15,95 Euro
Von einer großartigen Parzelle, die unmittelbar an die Spitzenlagen der Côte Blonde angrenzt, mit nach Süden abdrehenden, identisch erstklassigen Böden gesegnet, aber eben außerhalb der Appellation gelegen, deshalb nur ein Vin de Pays, stammt diese legendäre Preissensation, die im Geschmack einem wirklich guten Côte Rôtie sehr ähnlich ist. „Zusammen mit August Clapes Côtes-du-Rhône, der auch aus 100% Syrah hergestellt wird, ist dies einer der besten Weine aus dem nördlichen Rhônetal, den man zu einem spektakulären Preis-Genussverhältnis bekommt und der besser schmeckt als viele reguläre Côte Rôties”, so urteilt auch Parker über diesen tiefdunklen, dichten, attraktiven, weichen Wein, der in der Nase ein ausgeprägtes Aroma von Heidelbeere und Kirsche zeigt in Verbindung mit Cassis, Vanille, Kaffee, Zimt, Lakritze, schwarzem Pfeffer und Kardamon. Am Gaumen schlank und präzise, demonstriert er auf geniale Weise die Mineralität eines großen Côte Roties in Verbindung mit der verführerischen Säure eines finessenreichen Burgunders (einen Vergleich, den auch Jancis Robinson zieht!), harmonische Struktur, weicher, süßlicher Abgang. Zusammen mit dem 91er und 99er der klar beste „Rosine”, den die sympathischen Ogiers bisher vinifiziert haben!
Zu genießen ab sofort bis 2015.


Domaine Michel Ogier
Blick in den weitläufigen Barriquekeller

161104 Ogier, Côte Rôtie, „Reserve du Domaine” rouge 2004 37,00 Euro
Der Jahrgang 2004 ist dunkelbeeriger, verspielter, finessenreicher, femininer ausgefallen als der mächtigere 2003er. Dieser zutiefst faszinierende delikate Wein brilliert zudem wie immer durch seine burgundische Eleganz, seine herausragende Komplexität, eine tiefdunkle Farbe und intensive Aromen: Traumhafte Nougatnoten und Karamell entsteigen verführerisch dem Glase, mit etwas Luftkontakt offenbaren sich Noten von eingelegten Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, Weihnachtsgewürzen, geräuchertem Speck, Vanilleschoten und feinen indischen Gewürzen. Ein wunderschöner Wein, der trotz seiner traditionellen Vinifikation die pure Exotik ausstrahlt. Am Gaumen sehr dicht, konzentriert, tief, reichhaltig und ungemein frisch, dazu eine herrliche reife Süße im phantastisch langen Abgang. „Ein fabelhafter Wein, der mit einem nicht enden wollenden Nachhall besticht und einen für diese Fülle fast spektakulär niedrigen Alkoholgrad aufweist”, urteilt begeistert Christina Hilker, Deutschland Sommelier des Jahres 2006. Die ungemein kühlen, traumhaft weichen, rauchigen Gerbstoffe präsentieren sich mächtig (enormes Lager- und Entwicklungspotential!) und saftig zugleich sowie von seidener Struktur. Nach meinem persönlichen Geschmack einer von Ogiers bisher brillantesten Côte Rôtie und wohl auf der gleichen Qualitätsstufe wie der mit 95 Punkten von Parker geadelte 99er. Meine ganz besondere Empfehlung für diesen edlen Syrah in Referenzqualität!
Zu genießen ab sofort in seiner schönsten Primärfruchtphase (Dekantieren bitte), Höhepunkt voraussichtlich 2009 bis nach 2020.



Aus dem Languedoc, dem Roussillon und von der südlichen Rhone sind zudem einige beliebte Klassiker unseres Programms aus ganz großen Jahrgängen wieder eingetroffen:


Domaine Gourt de Mautens - Rasteau

Domaine Gourt de Mautens
Die besten Parzellen von Rasteau thronen hoch
über der Rhône-Ebene

Was für ein hedonistischer Genuss, welch geniales Gesamtkunstwerk! Dieses nahezu perfekt gebaute Weinmonument („eine Eisenhand in Handschuhen aus Seide”, REVUE DU VIN DE FRANCE), allergrößten Châteauneuf-Weinen ebenbürtig, ist in seinem Spiel, seiner Feinheit, Eleganz, Vielschichtigkeit und Länge, in seiner geradezu burgundischen Textur und Harmonie das Ebenbild von Jérômes großen Vorbildern, dem Réserve des Celestins von Henri Bonneau sowie den legendären Châteauneufs von Rayas, insbesondere dem sagenhaften 78er Jahrgang! Mehr Finesse und Eleganz bei einem Grenachewein geht wohl nicht.

167104 Gourt de Mautens, CdR Villages rouge 2004 34,00 Euro


1671104 Gourt de Mautens, CdR Villages rouge, Magnum 2004 1,5 l 70,00 Euro




Domaine Font Caude - Montpeyroux

Von einem der besten Terroirs des Languedoc, aus dem kleinen, verschlafenen, aber romantisch in der kargen Garriguelandschaft eingebetteten Ort Montpeyroux, 30 km nordwestlich von Montpellier am Fuße der Cevennen gelegen, kommen einige der überzeugendsten Weine des gesamten französischen Südens, ganz eigenständige Tropfen, die auf den ärmlichen Böden der sonnendurchfluteten Regionen gedeihen. Sie zählen zweifellos zu den neuen Referenzweinen des Languedoc: Extreme, mineralische Weine von charismatischer Ausstrahlung mit großer Konzentration und einer sehr seltenen inneren Dichte, präsenten, cremigen, kühlen Gerbstoffen mit einer enormen, komplexen Frucht, einer fabelhaften Struktur und einer großen inneren Balance und Harmonie.

358505 Font Caude, „Campredon”, rouge 2005 11,90 Euro
Alains faszinierende, intensiv rote Basiscuvée aus den klassischen Rebsorten ihrer Region (ca. 50% erstklassige Syrahreben, dazu Grenache, Mourvèdre sowie Carignan) wurde im großen Languedocjahrgang 2004 erstmals vinifiziert und 6 Monate lang behutsam ausschließlich im Edelstahl ausgebaut. Diese sensible Weinwerdung im Keller mit subtiler Extraktion manifestiert sich in einer komplexen, frischen Fruchtfülle in der Nase: Cassis, schwarze Kirschen, Oliven sowie traumhaft würzige Kräuter seiner wild-romantischen Garrigueheimat und eine feine mineralische Note. Die Zunge wird von diesem ‚feinsinnigen’ edlen Tropfen geradezu gestreichelt, der mit seiner sinnlichen Textur weich, sanft und dicht zugleich den Gaumen derart verwöhnt, wie es in dieser genussfreundlichen Preisklasse völlig ungewöhnlich ist. Die tabakig-würzige Tanninstruktur ist edel, die Gerbstoffe wirken kühl, seidig und extrem feinkörnig und die feine Mineralität im langen Abgang, Kennzeichen großen Terroirs, signalisiert unverkennbar seine große Klasse. Seine animierende Ausstrahlung (meilenweit entfernt von den animalischen Noten, die vor vielen Jahren die Mehrzahl der Languedoc-Weine prägte) macht diesen herausragenden, herrlich frischen, unfiltrierten und ungeschönt abgefüllten Biowein zu Alains sicherlich zugänglichstem Gewächs und eröffnet so auch der ungeübten Zunge die Chance, sich die magische Welt der höchst authentischen Weine von Font Caude zu erschließen.
Zu genießen ab sofort nach 1-2-stündiger Öffnung, wie stets wird sich dieser großartige Basiswein jedoch innerhalb der nächsten Monaten geradezu dramatisch entwickeln und daher zwischen Ende 2007 bis nach 2010 auf seinem Höhepunkt sein.


358202 Font Caude, Les Boissières, rouge 2002 22,90 Euro
Diese legendäre Cuvée aus 90% Grenache und einem Hauch Syrah ist eine Hommage Alains an urwüchsige, traditionelle, aber auch durch ihre Finesse und Eleganz burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape. Denn einerseits brilliert dieses große Gewächs mit einer enormen Mächtigkeit und einer beeindruckenden Fülle, die Assoziationen an die majestätischen Weine von Pégau evoziert, andererseits zeichnet diese saftige, geschmeidige Cuvée mit ihren cremig-seidenen Tanninen eine Stilistik aus, wie sie den feinsten Weinen des Altmeisters Henri Bonneau zu eigen ist: Finesse und Frische, enorm viel Schmelz und eine hohe Komplexität der Frucht verwöhnen alle olfaktorischen Sinne: Orientalische Gewürze vereinen sich mit den Aromen der Garrigue, Anklänge an Lorbeer und Wacholder, Tabak und Rosmarin stehen als Essenz für die kargen roten Böden der hügeligen, wildromantischen Landschaft hoch über Montpeyroux und verbleiben noch lange im Gedächtnis, wenn die Flasche längst geleert ist. Sein gleich guter Vorgänger aus dem ebenfalls großen Jahr 2000 (der ein wenig mächtiger und nicht ganz so fein balanciert war wie der 02er, der in der Appellation Montpeyroux von ähnlich großartiger Qualität ist wie in Teilen des Roussillon, z.B. bei Gauby, und im Cahors) schlug in der berühmten Blindprobe von Jancis Robinson den 2000er Rayas, die Legende aus Châteauneuf-du-Pape! Ein ganz großer Stoff mit dem Potential zur Legende! Zu genießen ist diese Hommage an das große Potential der Grenacherebe am besten bei einer Temperatur von 18-19°C ab Herbst/Winter 2007. Dann werden Sie, werte Kunden, über Jahre hinweg einen zutiefst komplexen, edlen Stoff im Glase haben und einen ebenbürtigen Konkurrenten erstklassiger Châteauneuf, jedoch mit einem ureigenen, unverwechselbaren Stil seines exzellenten Terroirs.
Zu genießen ab Herbst/Winter 2007.


358402 Font Caude, L’Esprit de Font Caude, rouge 2002 24,60 Euro
In dieser traumhaften, ungemein charaktervollen Cuvée spiegelt sich die Seele ihrer wildromantischen Region ebenso wieder wie das begnadete Können von Alain Chabanon: Edle Rebbestände aus Syrah (50%), Mourvèdre (35%) Carignan und Grenache prägen einen der großartigsten Rotweine der gesamten französischen Weinszene, einen extrem raren Kultstoff, die Inkarnation von Authentizität und Terroir! In seiner subtilen, hochkomplexen, extrem feinen und zutiefst mineralischen Aromatik erinnert dieser rare Spitzenwein des Languedoc eher an einen großen Syrahwein von der nördlichen Rhône denn an einen Cru aus dem wilden französischen Süden. Die expressive Fruchtexplosion in der Nase ist gekennzeichnet von einer wunderbaren Harmonie und Balance, einer animierenden, frischen, zart süßlichen, ungemein betörenden Cassisfrucht, Röst- und Rauchfleischaromen wie bei klassischen, edlen Gewächsen der Côte Rôtie sowie pfeffrig-würzigen Noten. Ein nobler Kern intensiver Mineralität und kühle, rassige, fabelhaft seidene Tannine verwöhnen, ja streicheln die Zunge, die Finesse, Eleganz und Subtilität dieses großen Weines sind unübertrefflich im Languedoc und verleihen ihm einen absolut singulären Charakter. Jedes Schwenken des Glases setzt neue verführerische Aromen frei, jeder Schluck erbringt neue faszinierende Facetten: Ein atemberaubend schöner Wein, mit einer tollen Frische und perfekten Balance, einer fesselnden inneren Spannung und einem traumhaft schönen, zutiefst tabakig-mineralischen Nachklang. Ein „Muss” für Liebhaber subtiler Genüsse, welche nicht die ungemein dichten, ja fast opulenten Gewächse der Domaine de la Negly als ihre absoluten Favoriten sehen, die aber beispielsweise in den filigranen, finessenreichen Weltklasserotwein von Grange des Pères, dem zweiten legendären Zugpferd des Languedoc, eine persönliche große Weinliebe gefunden haben. Jedenfalls spielt dieses große, subtil-finessenreiche Weinmonument in der absoluten TOP-Liga des französischen Midi und konkurriert mit weitaus teureren, weltberühmten Gewächse der Côte Rôtie: Kategorie persönlicher Lieblingswein!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis nach 2015.





ITALIEN

Fattoria Le Fonti

Traditionelle Sangiovese-Weine voller Eleganz statt holzüberladene Supertuscans aus internationalen Modesorten!

Seit meiner Jugend gehören die großen Weine der zauberhaften Toskana, jener mythischen Kulturlandschaft mit den magischen Anziehungspunkten Florenz, Siena und Montalcino, malerisch zwischen dem Apennin und dem Tyrrhenischen Meer gelegen, zu meinen persönlichen Lieblingsgewächsen: Herzblutweine. Doch leider stimmt in dieser traumhaft schönen Landschaft, wie in anderen renommierten Prestigeregionen, die Relation zwischen Preis und gebotener Qualität häufig überhaupt nicht mehr und viel zu oft werden mit hohem kellertechnischem Aufwand „fette” Marmeladenweine aus internationalen Rebsorten produziert – Rubens trifft Schwarzenegger! Viele Liebhaber haben einfach keine Lust mehr, diese barriquegeschwängerten Monstertropfen zu trinken, die vor schierer Kraft kaum laufen, geschweige denn grazil im Glase stehen können! Und so hatten auch wir uns in den letzten Jahren schweren Herzens von der Toskana ein Stückchen innerlich verabschiedet, sind aber doch immer wieder vor Ort zurück gekehrt, haben degustiert, diskutiert und uns vermeintliche Geheimtipps angeschaut, die sich dann jedoch eher als standardisierte Karikaturen großer, originärer Sangiovese-Weine entpuppten, oder preislich so abgehoben waren, dass sie, wie ihre unerreichten Vorbilder, in trinkferne Sphären abgedriftet sind. Wir probierten uns durch Myriaden von Flaschen – um die wenigen Glücksfälle von Wein aufzuspüren, die aller Mühen wert sind.


Fattoria Le Fonti
Majestätisch trohnt die Fattoria Le Fonti über den Hügeln des Chianti-Gebietes


Im Herzen des Chianti, dort, wo der Rausch und der Siegeszug des modernen italienischen Weins seinen Ausgang nahm und wo die Sangiovese-Sorte ihre höchsten Triumphe feierte, hat sich mittlerweile über mehrere Jahrgänge hinweg mit großartiger Konstanz die Fattoria Le Fonti unter der Ägide der ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Imberti-Geschwister zur absoluten Gebiets-Spitze der Toskana aufgeschwungen: In ihrem traumhaft schönen Mikrokosmos in der toskanischen Hügellandschaft, in die sich vor über 50 Jahren bereits ihr Vater Vito Arturo so unsterblich verliebte, dass er das landwirtschaftliche Anwesen, 300m über dem Meeresspiegel gelegen, umgehend erwarb, vinifizieren Franca, Ferdinando und Giovanni vinologische Pracht- und Prunkstücke, originäre Sangiovese-Delikatessen, die so elegant-klassisch und gleichzeitig verführerisch-süß über die Zunge gehen, dass sie Kennern wegen ihres so schmeichelnden und verschwenderisch großzügigen „gôut de terroir” wie die Inkarnation nobler Pomerolweine aus der Toskana scheinen. Denn diese großartigen Weine sind würzig, extraktsüß, von kraftvoller Fruchtigkeit, zugleich aber auch fest und mineralisch im Aroma. Sie begeistern nicht nur durch ihre herrlich reintönige Frucht, sie besitzen auch eine faszinierend weiche, samtige Textur, schönen Schmelz, feine Röstaromen und eine differenzierte Struktur. Welch samtene Power! Aber sie kommen nicht vom rechten Ufer der Gironde, sondern aus einer wunderschönen italienischen Landschaft mit den malerischen Zypressen als grünen Insignien, wo sanfte Hügel und weite Olivenbaumhaine die teils uralten, terrassierten Weinberge flankieren, wo so manche berühmten Südhänge ‚conca d’oro’, also ‚Goldgrube’, heißen und wo die geniale autochthone Kultursorte Sangiovese nicht zuletzt wegen der heftigen nächtlichen Abkühlungen (optimal für Frische und Finesse) unter den Händen begnadeter Winzermagier ihre höchsten Triumphe feiert und sich zu absolutem Spitzeniveau aufschwingt. Und dies dank eines ganzheitlichen Ansatzes, der – wie bei der fulminanten Renaissance des deutschen Rieslings – eine höchst gelungene, in der Toskana aber noch immer sehr rare Vermählung zwischen aufgeklärter Tradition und Moderne darstellt.

Die Imberti-Geschwister wissen, dass es nur zwei Faktoren für wahre, originäre Qualität gibt: eine exzellente Traubengüte im dicht bestockten Weinberg und respektvoller und extrem schonender Umgang mit dem, was die Natur geliefert hat, im Keller. Kellertechnische Kunstgriffe, wie in weiten Teilen der Neuen Welt und zunehmend leider auch in Europa üblich, scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser. Und so haben sie vor allem in die Rekultivierung alter Weinberge und die Anpflanzung neuer Areale mit hochwertigen Sangiovese-Klonen beträchtlich investiert. Das Resultat solch liebevoller Arbeit im Detail sind geschliffene Sangiovese-Delikatessen – völlig frei von modischen überreifen Aromen, fetter Frucht oder gar trockenen Tanninen. Statt süßlicher Suppe dominiert hier eine kräftige, herrlich ausbalancierte, geschmeidige Struktur mit einem wunderbaren Gleichgewicht aus Frische, reintöniger, saftiger Frucht und cremigen Tanninen: Diese urigen, authentischen Chianti gehen unter die Haut! Sie beschwören die Magie ihrer Herkunft, sie rufen in mir Erinnerungen wach an laue Sommerabende unter toskanischem Himmel und das unbeschreiblich schöne fahle Licht in der Abenddämmerung, sie haben eine wunderbare Farbe, sie sind dicht und außerordentlich vielschichtig im faszinierenden Duft. Gänsehautatmosphäre!


Fattoria Le Fonti
Tief im kühlen Erdreich reifen die Rotweine in kleinen Barriquefässern
wie auch in großen Holzfudern in aller Ruhe vor sich hin.


P.S. Langsam nimmt auch die aufgeklärte Weinwelt jenseits des Gambero Rosso von diesem toskanischen Kleinod Notiz. Obwohl noch weitgehend unbekannt, hat sich dieses Gut aus dem Stand in die toskanische Spitze hineingearbeitet. Stephen Tanzer bewertet alle Weine der Fattoria Le Fonti zwischen 90-94 Punkten, auch in ALLES ÜBER WEIN landeten die Weine ganz vorne. In ihrem Buch „Toskana – Die 100 besten Weingüter” loben Gerhard Eichelmann und Steffen Maus ‚Le Fonti’ ebenfalls in höchsten Tönen: „Wie bei den beiden Chianti Classico überzeugt die faszinierend reintönige Frucht des Vito Arturo: Sangiovese pur!” Und selbst Robert Parker outet sich mittlerweile als großer Fan dieser Weine (für mich durchaus überraschend angesichts ihrer eher kühlen Stilistik) und urteilt begeistert: „Eines der best gehüteten Geheimnisse des Chianti Classico, die Fattoria ‚Le Fonti’ (nicht zu verwechseln mit Le Fonti in Panzano) liegt unterhalb von Monsanto. Die Weine sind konstant exzellent seit 1995, Chianti Riserva und Vito Arturo aus dem Jahrgang 2000 sind die beiden besten im Chianti Classico produzierten Sangiovese, lediglich rivalisiert von Riecine.” Trotz dieses überraschenden frühen Lobs wissen Kenner, dass infolge nochmaliger Qualitätssteigerungen ‚Le Fonti’ nie besser war als in den traumhaft gelungenen Jahrgängen 2003/4: Das ist Sangiovese pur voller Ausdruck und Charakter, herrlich kraftvoll, elegant, geschliffen und fruchtbetont, aber ohne jegliche Konfitüre-Aromen, brandige Noten oder Oxydationszeichen! Die Inkarnation der neuen Chianti-Klassik: Toskanische Weine aus dem Bilderbuch, denen man nicht durch Zugabe internationaler Rebsorten ihre Seele geraubt hat und die in ihrer Balanciertheit und inneren Harmonie, ihrer Echtheit und Ursprünglichkeit das Epos ihrer großartigen Landschaft zu erzählen vermögen!

626104 Fattoria Le Fonti, Sangiovese, rosso 2004 7,90 Euro
In der Nase ein betörend nobles Aromenspiel: Da faszinieren pralle Kirschen pur sowie wilde Waldbeeren, aber welch leckere Früchte sind das überhaupt! Nicht die aufgeblähten, aufgepumpten, dicken ohne Geschmack!! Dafür die kleinen, saftigen, die so ungemein herzhaft schmeckenden. Ein reinsortiger Sangiovese als Basiswein ist eine Liebeserklärung an diese große autochthone Rebsorte und die sympathischen Imberti-Geschwister haben diese Kür souverän gemeistert. Mit einer expressiv gereiften Frucht als pochendem Herzen dieses so schmackhaften Weins, der zu Pasta, Pizza, zur Nuova Cucina, zu Scaloppine con Pommodoro und (fast) allen anderen Gelegenheiten richtig lecker mundet. Er ist quirlig, schwungvoll, lebendig, seine filigrane Finesse wird durch das Säurespiel optimal gestützt und durch einen zarten Schmelz getragen, die feinen Tannine sind noch präsent, jedoch weich, saftig und harmonisch integriert, das intensive Fruchtbukett zeigt die typischen floralen und würzigen Akzente eines richtig guten toskanischen Sangiovese. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein mit seinem zartherben Nachhall ist wie kein zweiter Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Chianti, an die heimische Sangiovese-Traube, an die bezaubernde Landschaft, die echten Winzer und das unvergleichliche Licht einer unvergleichlich schönen, heiteren Kulturlandschaft. Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen.
Zu genießen ab sofort bis 2009.


626204 Fattoria Le Fonti, Chianti Classico, rosso 2004 11,95 Euro
Gerhard Eichelmann ist begeistert: „Bei diesem Spitzenwein werden die enormen Qualitätssteigerungen der letzten Jahre auf Le Fonti am augenfälligsten sichtbar”. Recht hat der Kerl! Dieser authentische Chianti enthält neben Sangiovese auch fünf Prozent Canaiolo und wächst auf lehmigen Böden, die mit Sand und Kieselsteinen durchsetzt sind und somit optimale Standortbedingungen bieten. Nach der Gärung kommt dieser Bilderbuch-Chianti zu 30 Prozent für etwa ein Jahr in Barriques, der Rest wird in Tanks ausgebaut. So bewahren die rührigen Imberti-Geschwister die ganze naturgegebene Wärme und faszinierende Reinheit mit einer bezaubernden, intensiven, feinmaschigen Frucht von kleinen, saftigen, roten Beeren, Kirschen und violetten Veilchen. Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen einer zart beerigen Fruchtsüße und dem erdigen Geschmack von kühler mineralischer Würze. Welch lebhafte, pulsierende, delikate Komposition. Alles sitzt perfekt! Eben diese harmonische, vollkommen ausbalancierte Ausstrahlung lässt den Chiantiliebhaber genießerisch mit der Zunge schnalzen: Es sind dieser sanfte, leicht erotische Schmelz und die genau richtig dosierte Fruchtsüße mit einer mittlerweile im Chianti nur noch selten anzutreffenden Delikatesse (infolge so vieler unsäglicher Holzorgien!), die schlichtweg begeistern – und dann kommt trotz aller belebenden, schmeichlerischen Fruchtigkeit auf der Zunge ganz hinten am Gaumen noch einmal ein letzter Kick von Havannatabak und schwarzer Schokolade. Bei diesem traumhaften Chianti blühen Veilchen am Wegesrand! Hier ist sie schmeckbar, die handwerkliche, extrem sorgfältige, differenzierte Weinbergsarbeit. Dieser höchst animierende Wein voll innerer Harmonie, eine traumhafte Vermählung zwischen toskanischer Tradition und Moderne, steht in vollem Saft und ist ein chiantischer Samthandschuh – aber ohne eiserne Faust.

Jeder Schluck weckt Erinnerungen an die zauberhafte Toskana – Ich muss gestehen: So wie sich einst Vito Arturo Imberti in die Hügel des Chiantigebietes und deren Duft und Geschmack verliebt hat, so geht es mir mit diesem zauberhaften, delikaten, ungemein verwobenen und traumhaft schönen Sangiovese-Wein, dessen Wärme von einer packenden mineralischen Kühle zurückstrahlt. Das Toskana-Feuer lodert wieder! Authentisches, originäres Chianti, wie es nur noch gelegentlich anzutreffen ist. Wohl unschlagbar in seiner Preisklasse im gesamtem Chianti-Gebiet!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2007 bis Ende 2009.


626303 Fattoria Le Fonti, Chianti Classico Riserva, rosso 2003 24,00 Euro
Ein reinsortiger, feinsinniger Sangiovese mit einer der brillantesten Farben des Jahrgangs. Der Wein zeigt eine grandiose Fülle, eine Kraft und Wärme voll bezaubernder Grandezza, die ihr Terroir unverkennbar widerspiegelt und gleichzeitig mit einer sagenhaften Frische Nase und Gaumen verwöhnt. Welch ein Reichtum an fruchtiger Süße und zugleich auch eine erdverbundene Würze! Eine solch geballte Ladung an Frucht und Terroir mit perfekt strukturierten Tanninen habe ich bislang bei einer Riserva in der Toskana nur ganz, ganz selten gefunden. Tief rubinrot läuft dieser verführerische, lasziv-erotische Wein ins Glas ... und dann tauche ich ab in die schemenhaften Bilder meiner Kindheit und schnuppere Großmutters Rumtopf mit eingelegten Kirschen, Brombeeren und Pflaumen.
Aber: Hier stört keine marmeladige Überreife, stattdessen verwöhnt eine dichte, saftige, fast sahnige, eine herrlich kühle Frucht. Noble Bitterschokolade, Kakao, Pralinen, Veilchen, dunkle Edelhölzer, viel Würze, Säure und mineralische Noten im kräftigen, langen, intensiven Nachhall ergeben Biss, Frische und pures Trinkvergnügen. Kein Zweifel: Für Le Fonti beginnt mit diesem traumhaft klassischen, ungemein komplexen Chianti eine neue Qualitätsdimension. Beeindruckend, intensiv, herausfordernd, spektakulär! Welch Essenz des Bodens von Kalkmergel (Galestro) in Kombination mit lehmigen Ton und Kalkstein: eine Sinfonie der unermesslichen Melodien, die ein großer Sangiovese in unkopierbarer Weise erklingen lassen kann.

Die Frucht erlesenster Selektion der besten Trauben, die in den eng bestockten, südlich und süd-westlich ausgerichteten Weinbergen auf etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel gewachsen sind. Die Trauben wurden per Hand in 20 Kilogramm-Kästen gesammelt und die Riserva nach der Gärung 16 Monate lang im Struktur gebenden Barrique ausgebaut. Soviel Opulenz, Feinheit, Frische und distanzierte Noblesse! Zweifellos die ultimative Provokation für viele wesentlich teurere Super-Tuscans und daher doch so eine Art „Super-Chianti”. Doch diese Bewertung rührt nicht von einer ultramodernen Stilistik her, ganz und gar nicht, sondern ausschließlich von der berauschenden Qualität dieses brillanten Weines. In manchen Ausnahmejahrgängen – wie dem in der Spitze legendären 2003er – wächst eine Riserva eben über sich hinaus. Ein sensationeller Chianti: Prächtige Frucht, feine Duftigkeit und wärmender Charme – aber ohne die glühende Hitze des heißen Sommers.
Zu genießen ab sofort (einstündiges Dekantieren empfohlen) bis mindestens 2010.


626403 Fattoria Le Fonti, Vito Artura, rosso 2003 27,00 Euro
Das berühmteste Gewächs unseres toskanischen Kleinods (seit Parkers 93 Punkten für den 01er), ein authentischer Einzellagenwein, der jeden Genießer sofort in seinen Bann zieht, der aber nicht mit vorlauten Tönen protzt, sondern ganz im Gegenteil sehr pointiert ist, geschliffen, ein unverwechselbarer Edelstein, ein Rohdiamant und zusammen mit dem 03er Classico Riserva wohl der beste Rotwein in der Historie der Fattoria Le Fonti: Ein überzeugender Beweis, dass große Chianti-Weine zur italienischen Elite gehören! Zu genießen ab sofort (profitiert enorm von mehrstündigem Dekantieren), Höhepunkt Ende 2007 bis mindestens 2013.

Fattoria Le Fonti, Vito Artura, rosso

626599 Fattoria Le Fonti, Vin Santo del Chianti Classico 1999 0,5 l 28,50 Euro
Genießen Sie diesen traditionell erzeugten Nektar der Toskana einfach solo oder als genialen Begleiter zu Pecorino oder Gorgonzola.





SPANIEN

Telmo Rodriguez

„Un Bordeaux en Espagne”

Er ist der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite. Telmo Rodriguez, dem selbst die REVUE DU VIN DE FRANCE einen geradezu euphorischen Artikel mit spektakulären Bewertungen unter dem zutreffenden Titel: „Un Bordeaux en Espagne” widmete, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir Ihnen zwei traumhafte Leckerbissen für den täglichen Genuss ohne Reue, die seit langem bereits zu den absoluten Favoriten unserer Kunden und zu den meist verkauften Weinen unseres Programms gehören. Kein Wunder: Die Compañía de Vinos Telmo Rodriguez erzeugt in modernem Stil hervorragende Weine mit einer ureigenen Handschrift, die einen ausgeprägten Terroircharakter besitzen und als Vorbild gelten für viele Weine Spaniens der neuen Generation!



Telmo Rodriguez
Telmo im Schutze einer schattenspendende Plantage


420106 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2006 6,95 Euro
Dieser ungemein beliebte leckere Trinkspaß, eine sehr erfrischende Cuvée aus Verdejo, Viura und Sauvignon Blanc, gilt unter Kennern als einer der spannendsten trockenen spanischen Weißweine für unfassbar wenig Geld. Herrlich fruchtig und würzig in der verführerischen Nase: Aromen von reifen Stachelbeeren, Holunderblüten, frisch gemahlenem Heu und Cassis vermählen sich mit einem exotischen Früchtekorb und mineralischen Anklängen von der Verdejotraube. Am Gaumen betörend frisch, fein balanciert und enorm finessenreich. Telmo Rodriguez selbst meint, er habe noch niemals einen Basa in einer solch finessenreichen Qualität vinifiziert! Dieser herrliche Alltagswein aus dem Nordwesten Spaniens, der für Weißweine besten Region der spanischen Halbinsel, Rueda, die auch in 2006 von einem besonders günstigen Klima vor und während der Weinlese profitierte, ist für den baldigen Trinkgenuss konzipiert und wird bis Ende 2008 exzellent munden! Robert Parkers Bewertung des ebenbürtigen 2005ers: „Readers looking for a tasty, value-priced white should check out the Basa, 89 Punkte”.


420405 Rodriguez, „Dehesa Gago”, tinto 2005 7,95 Euro
Der Weinberg zählt zu den ältesten in Spanien: Schon die Pilger im Mittelalter auf dem Weg nach Santiago de Compostella stärkten sich an diesem großartigen Wein für ihren mühevollen Weg! Im Westen Kastiliens, an der Grenze zu Portugal gelegen, in der so ungemein dynamischen Region Toro mit ihren extremen klimatischen Bedingungen, in sehr ärmlichen, uralten Rebanlagen mit einer extrem exponierten Sonneneinstrahlung produziert Telmo, dieser sympathische „Wunderknabe des spanischen Weinbaus”, einen Rotwein, der von Parker seit Jahren zu den „awesome wine values” gezählt wird, die also ein Preis-Genussverhältnis bieten, das nicht nur seiner Meinung nach geradezu unglaublich ist: 100% Tinta de Toro-Trauben aus 40 bis 70 Jahre alten, teilweise wurzelechten Weinstöcken ergeben ein traumhaftes Gewächs von schwarzroter Farbe, einem berauschendes Bukett nach Crème de Cassis, Kirschen, Brombeeren, Walnüssen, Schlehen, Oliven und dunklem Tabak mit einer süßlich-würzigen Fruchtexplosion im Munde. Verführerisch und sehr dicht am Gaumen, komplex, fleischig, generös, eine noch kompakte, aber herrliche Tanninstruktur, pfeffriger Nachhall „zu gut um wahr zu sein, 89 Punkte” (Parker), ein Wein, der im 99er Jahrgang vom FEINSCHMECKER zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt wurde (eine Einstufung, die mir übertrieben scheint, andererseits aber den betörenden Reiz dieses reinsortigen, authentischen Tempranillo verdeutlicht) und einer unserer meist verkauften spanischen Rotweine überhaupt.
Zu genießen ab sofort zu pikanten Fleischgerichten (Dekantieren bitte), Höhepunkt Ende 2007 bis nach 2012.



Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann