Saarlouis, im Herbst 2006

PINwand Nº 124


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

Liebhaber französischer Tropfen können sich an den großartigen Gewächsen der Kultdomainen Léon Barral und Pierrre Clavel erfreuen, an unserem Geheimtipp Limbardié (brillante Weine zu absoluten Schnäppchenpreisen) und Les Cailloux, einem der besten Rhônegüter:
Authentische Klassiker traditionellen Stils begeistern mit burgundischer Finesse. Über die fabelhaften Weine der Domaine Gauby jubelt Vinum/Alles über Wein: „Eine Revolution im Roussillon” – Die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität!

Von gleich phantastischer Qualität sind die Rotweine von Gernot Heinrich aus dem österreichischen Burgenland. Das renommierte Weinmagazin FALSTAFF wählte Heinrich zum „Winzer des Jahres 2000” und kürte ihn zum Sieger der großen Rotweinverkostung von über 1.000 österreichischen Weinen. Lassen Sie sich diese eleganten Weine, fernab jeder marmeladigen Konsistenz oder Alkoholdominanz, auf keinen Fall entgehen!

Das sizilianische Spitzengut Morgante (ein Gläserregen im Gambero Rosso!) begeistert die Liebhaber italienischer Tropfen.

Mit Friedrich Becker aus der Südpfalz stellen wir Ihnen den „besten Spätburgunderwinzer Deutschlands vor, der zum vierten Mal in Folge den besten Rotwein des Jahrgangs in ganz Deutschland” (Gault Millau 2007) vinifiziert.


Sie, liebe Kunden wissen, dass der Weinguide DECANTER unseren Madiran-Wein Charles de Batz der Domaine Berthoumieu (laut „Deutscher Ärztezeitung” der gesündeste Wein der Welt) als besten Rotwein unter 15,- Euro in der Kategorie: „Regional France Red Blend” feiert. Die definitiv letzte Palette ist eingetroffen. Zudem bieten wir Ihnen den Basiswein zu einem attraktiven Schnäppchenpreis an:


506503 Berthoumieu, Cuvée Charles de Batz 2003 11,95 Euro



5064903 Berthoumieu, Cuvée Tradition, rouge (12 Flaschen zum Preis von 11) 2003 9 l , statt 93,60 nur 85,80 Euro



Natalie Lumpp ist eine der renommiertesten Weinkennerinnen Deutschlands. Neben vielen anderen Auszeichnungen gewann sie 1997/1998 die Trophée Ruinart als „bester Sommelier Deutschlands”. Frau Lumpp schreibt in der aktuellen BRIGITTE: „Eine Freundin machte mich auf den Weinkatalog von Pinard de Picard aufmerksam: Es handelt sich um ein 336 Seiten starkes Buch mit witzigen Zeichnungen und vor allem tollen Weinbeschreibungen. Bisher dachte ich ja, dass ich die Weine schon blumig umschreibe, aber im Vergleich dazu bin ich ein Waisenkind! Ich gestehe: Dieser Weinkatalog ist mir lieber als die meisten Liebesromane... Als „traumhaft mediterran-sizilianischen Weißwein mit hocharomatischen Düften” gibt es bei Pinard den 2005er Insolia vom Familienweingut Cusumano aus Sizilien. Der Wein ist von sattem, leuchtendem Gold. Mich erinnert der intensive Duft an Orangen, Honigmelonen und Mirabellen, das passt natürlich großartig zu unserem achtgängigen Orangenmenü. Trotz seiner kraftvollen Art zeigt sich dieser Wein sehr verspielt und er bleibt lange im Nachhall. Die autochthone Weißweinrebsorte Insolia gilt in Sizilien als sehr hochwertig und sie bringt den Winzern auch nur geringe Erntemengen ein, was natürlich zu einer hohen Qualität führt. Dafür kämpfen die Söhne Alberto und Diego, die 1990 in den elterlichen Betrieb eingestiegen sind. Sie haben in den letzten Jahren auch viel investiert, wie temperaturgesteuerte Gärtanks und Barrique-Fässer aus Frankreich. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Seit 2003 konnten sie für ihre Weine hohe Auszeichnungen verbuchen, und das Schöne daran: Die Weine sind auch noch bezahlbar!”

691105 Cusumano, Insolia, bianco 2005 6,20 Euro

Cusumano, Insolia, bianco


691505 Cusumano, „Benuara”, rosso 2005 11,20 Euro

Cusumano, „Benuara”, rosso


Wir danken – auch im Namen unserer deutschen Winzer – allen unseren Kunden, die uns zum Eröffnungsfest unserer neuen Lager- und Verkostungshalle besucht haben. Mehr als 800 Weinliebhaber aus der ganzen Bundesrepublik, von Hamburg über Berlin bis München, haben mit uns gefeiert. Wir freuen uns ungemein über Ihre zahlreichen Komplimente! Und wir versprechen Ihnen: Nächstes Jahr werden wir noch viel mehr Winzer einladen!


In letzter Sekunde eingetroffen:

916005 Molitor, Riesling QbA trocken 2005 (Literflasche) 2005 1 l 7,50 Euro



914105 Molitor, Gutsriesling, trocken QbA 2005 8,20 Euro



917905 Molitor, Bernkasteler Badstube, Riesling Kabinett feinherb 2005 9,50 Euro



914305 Molitor, Zeltinger Sonnenuhr Riesling Spätlese, trocken 2005 15,50 Euro

Markus Molitor
Die Zeltinger Sonnenuhr

Für uns persönlich die schönste Spätlese trocken im Jahrhundertjahrgang 2005 an der Mittelmosel.



914705 Molitor, Zeltinger Sonnenuhr, Riesling Spätlese 2005 15,50 Euro



917805 Molitor, Graacher Himmelreich, Riesling Spätlese, feinherb 2005 17,50 Euro



917205 Molitor, Niedermenninger Herrenberg, Riesling Auslese*** 2005 0,375 l 33,00 Euro
Eine der besten Auslesen Deutschlands der letzten 100 Jahre, 96 Gault Millau Punkte.





DEUTSCHLAND

Weingut Friedrich Becker

Gault Millau: „Friedrich Becker ist der beste Spätburgunderwinzer Deutschlands und unser Aufsteiger des Jahres 2006. Und zum vierten Mal in Folge ist Beckers Pinot Noir Tafelwein der beste Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland”.

Weingut Friedrich Becker
Der „Alte Fritz”

Viele von Ihnen, liebe Kunden, haben den Kultfilm sicher gesehen: Das berührende, bittersüße Road-Movie-Meisterwerk „Sideways” ist großes, emotionales Kino: Es erzählt von Illusionen und Lebenslügen, von gescheiterten Entwürfen und zerbröckelnden Beziehungen – und von der großen Liebe zum Wein! Genauer gesagt, der spezifischen Liebe des sympathischen „Helden” Miles zur Diva aller Rotweinreben, dem Pinot Noir. Diese in der Tat zickige Rebsorte mit ihrer dünn-„häutigen” Schale sieht Miles im Gegensatz zur unverwüstlichen, robusten Cabernettraube, die überall auf der Welt wachsen könne, als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ‚Persönlichkeit’, die ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers brauche sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen, wie es sonst nur noch die großen Rieslinge der Welt vermögen.

Und welch sagenhaftes Terroir, steile Hanglagen und sanfte Hügel, welch traumhafte Reben aus bestem, teilweise uraltem genetischen Material und welch vorbildliche Weinbergsarbeit visionärer Menschen gehen bei unserem Kleinod aus der Südpfalz eine unübertreffliche Synthese ein! „Unseren größten Reichtum behandeln wir nicht selten wie Dreck. Das Erd-Reich”. Friedrich Becker nimmt kein Blatt vor den Mund. Unangepasst ist er. Ein engagierter Charakterkopf. „Der herbe Duft des Bodens zwischen Tau und Tag, beim ersten Gang durch den Weinberg, sagt der Nase des Winzers alles über den Zustand seines Weinbergs. Und damit über seinen wertvollsten Besitz. Dieses ihm anvertraute Erd-Reich in seinem natürlichen Gleichgewicht lebendig und vital zu erhalten, gebietet der Respekt vor der Natur. Aber auch das ureigenste Interesse. Denn nur auf dieser Grundlage wächst Qualität. Hier im Grenzland zwischen Vogesen und Pfälzerwald, wo das Elsass die Pfalz berührt, sind unsere Böden mit besonderem geologischem Reichtum gesegnet. Neben Buntsandstein besitzen wir jene Melange aus Kalk, Mergel und Ton, wie sie auch das Burgund auszeichnet. Nicht zufällig also haben wir hier vor über 40 Jahren unseren Pinot Noir gepflanzt”. Und mittlerweile ist aus einer vagen Hoffnung und einer großen Vision süße Realität geworden: Friedrich Becker ist, Schritt für Schritt, zum besten Spätburgunderwinzer Deutschlands avanciert.

Kein Wunder also, dass die tatkräftigen Beckers (denn neben dem „Alten Fritz”, wie Friedrich Becker in der Szene ebenso liebe- wie respektvoll tituliert wird, arbeitet gleichermaßen engagiert sein hochtalentierter Sohn im Weingut mit, der „Junge Fritz”,) fast nie auf Messen oder Präsentationen zu finden sind. Dafür bleibt keine Zeit, wenn man große Weine machen will: „Der beste Dünger eines Weinbergs sind die täglichen Fußstapfen seines Winzers. Im Keller dürfen wir nur mehr keine handwerklichen Fehler machen, arbeiten nur mit Schwerkraft, ohne Pumpen, und so schonend wie irgend möglich, um nur die feinsten Tannine aus der Traubenhaut zu extrahieren. Doch unsere mineralischen Weine werden nie besser sein als das Lesegut, das zum Hoftor hereinkommt”, lautet das einhellige Urteil von Vater und Sohn.

Weingut Friedrich Becker
Der „Junge Fritz”

Und mit selten euphorischer, zudem einhelliger Begeisterung würdigt die Fachpresse ihre handwerkliche Arbeit, die bei den Beckers als selbstverständliche Hommage an die Natur betrachtet wird: Der Gault Millau 2007 bewertet zum vierten Mal in Folge Beckers Pinot Noir Tafelwein als besten Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland. Herzlichen Glückwunsch den visionären Köpfen und begnadeten Händen, die diese Weinunikate geschaffen haben, die selbst den Spitzenweinen aus dem Burgund Paroli bieten können: Der deutschen Rotweinikone, dem „Alten Fritz”, dem „Jungen Fritz”, sowie ihrem genialen Kellermeister Stefan Dorst, der seit Jahren mitverantwortlich zeichnet für die sensationellen Qualitäten und die singuläre Stilistik dieser großen Weine. Die Ehrung als „Aufsteiger des Jahres” im Gault Millau 2006 ist mehr als verdient!


972005 Becker, Spätburgunder „Cuvée Pinard” trocken 2005 2005 9,95 Euro
Einen großen Winzer erkennt man immer auch an seinem Einstiegswein. Und welch sensationelle Qualität funkelt hier im Glas und bietet ungemein viel Burgunder fürs Geld. Niemals zuvor habe ich in der Bourgogne einen so gelungenen, harmonischen, balancierten Pinot Noir in dieser Preisklasse gefunden, der von jüngeren Reben aus allen großen Terroirs des Weingutes stammt!
In der Nase rote Beerenaromen, Holunderblüten und eine feine, attraktive Kirschfruchtigkeit, die eine klare, unverfälschte Burgundertypizität erkennen lässt.
Am Gaumen saftig, geschmeidig und mit einer inneren Dichte versehen, die man in Deutschland in dieser Preisklasse wohl kein zweites Mal mehr findet. Ein toller Einstiegswein, der die klare Handschrift des Meisters zeigt und der so lecker und beschwingt schmeckt, wie kleine Burgunder sein sollten, aber nur ganz selten sind!
Ein toller Rebsortencharakter, eine Klasse Pinot-Noir-Frucht, ein ungemein süffiger und leckerer Wein, den Vater und Sohn exklusiv für Pinard de Picard abgefüllt haben. Herzlichen Dank dafür.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2010.


Exklusiv bei Pinard de Picard!


972504 Becker, Spätburgunder Kammerberg Großes Gewächs 2004 32,50 Euro
Wie guter Rotwein gemacht wird, wurde Friedrich Becker einmal gefragt. „Mit dem Bauch”, hat er intuitiv geantwortet, so wie es die trockene Art dieses individuellen Charakterkopfes ist. Und so präsentiert sich auch dieses Große Gewächs (Nomen est omen), bei „aller Dichte und Finesse fleischig und emotional” (Gault Millau) und ist sicherlich der emotionalste unter allen Burgundern aus Deutschlands bestem Rotweingut und evoziert in seiner Stilistik Anklänge an die besten Pinot Noirs aus dem großen Terroir von Volnay im Burgund.
In der Nase fasziniert eine grandiose Frucht: Feine Kirscharomen, rote Johannisbeeren, saftige Himbeeren und ein Hauch von Schokolade dominieren zurzeit den ungemein komplexen Duft. Am Gaumen breitet sich bei aller Dichte und Kraft eine feinsinnige Pracht aus und kleidet die Zunge verführerisch aus mit delikaten Aromen roter Beerenfrüchte. Ein trinkanimierender Säurenerv sorgt in Verbindung mit feinherben, cremigen Gerbstoffen für lebhafte Frische und ein traumhaftes Mundgefühl. In einer Blindprobe wird dieser grandiose Rotwein stets als glänzender Vertreter eines elegant-kraftvollen, klassischen Burgunders erachtet, den man ab sofort bis 2015 genießen sollte. Ein solch harmonischer, perfekt ausbalancierter Pinot Noir (zu 60% im neuen Barrique ausgebaut) kann niemals billig sein, doch im internationalen Vergleich gesehen ist sein Preis geradezu ein Schnäppchen!
ab sofort bis 2015



972904 Becker, Spätburgunder „Sankt Paul” Großes Gewächs 2004 39,00 Euro
Ein ganz großer Pinot Noir, zu 100% im neuen Barrique ausgebaut, der seine Pendants findet in den berühmten Lagen von Musigny: Feine Mineralik trifft feinste Frucht. Finesse verbindet sich mit Länge. Genau so muss ein großer Burgunder schmecken! Höchste Eleganz paart sich mit süchtig-machendem Sexappeal und geschliffenen Tanninen. Ach, hätte doch nur Kate Moss diesen Wein gekannt... Ein singuläres Meisterwerk, in dem sich ein großes Terroir versinnbildlicht und sein magisches Antlitz enthüllt. Eine Göttergabe, deren aromatische Faszination berührt und die über Jahre hinweg nicht vergessen werden wird! Doch kommen wir zu irdischen Bewertungen zurück und lassen den Gault Millau urteilen, der diesen fabelhaften, lasziv-mystischen Wein mit einem Chambolle-Musigny vergleicht und meint: „Friedrich Becker gehört seit seinem legendären 1989er zu den bedeutenden Rotweinmachern Deutschlands und kaum jemand sonst kann seitdem eine so lückenlose Reihe großer Spätburgunder aufstellen. Der Sankt Paul begeistert mit einem satten Duft von kräftig geräuchertem Speck, besitzt enorme Entwicklungschancen und gehört zu den 10 besten Rotweinen Deutschlands”. Ich persönlich sehe diesen genialen Wein ganz oben, qualitativ auf gleicher Stufe mit dem stilistisch anders gearteten, mächtigeren Gault Millau-Sieger, denn eine derartige burgundische Eleganz, die in die Mysterien des Terroirs einweiht, solch pure Sinnlichkeit, werden Sie zu diesem Preis selbst in Frankreich schwerlich finden können. Châpeau, „Alter Fritz”!
Zu genießen ab sofort bis etwa 2015.



972704 Becker, Pinot Noir 2004 69,90 Euro
Zum vierten Mal in Folge vom Gault Millau 2007 als der „beste Rotwein seines Jahrgangs in ganz Deutschland” ausgezeichnet.
Dieses großartige Gewächs wird von begeisterten Liebhabern als die Inkarnation feinster Burgunderkultur enthusiastisch gefeiert: Es ist das flüssig gewordene Abbild eines Traums der oft so zickigen Pinot Noir-Rebe, die in Bestform jedoch die Herzen eines nach Finesse und Eleganz lechzenden Weinfreundes so hoch schlagen lässt, wie es keine andere Rotweinsorte vermag! Feinheit, Mineralität und Konzentration in einer bisher im deutschen Rotwein nie erlebten Form, Frische, Weichheit, Reichtum und Fülle, verborgen unter einem Struktur gebenden Holzeinfluss von besten französischen Barriques, die im perfekten Zusammenspiel mit dem Ausdruck des großen Terroirs eine ungeheure Verführungskraft und eine traumhafte Harmonie entwickeln, lassen den Genießer meditativ in purer Sinnlichkeit versinken, aus der man gar nicht mehr auftauchen möchte. Das ist Hedonismus pur, ein gewaltiges Naturereignis, eine unvergleichliche Sinfonie zwischen Rebsorte und Terroir, von einfühlsamer Meisterhand perfekt dirigiert! Das dezidierte Urteil des Gault Millau 2007:
„Unnachahmliche Koexistenz von Lakritz, Pflaume und tiefgründiger Mineralik, gebieterische Tanninstruktur, erst am Anfang aller Möglichkeiten. Der beste Rotwein Deutschlands”, der wiederum Parallelen aufweist zu legendären Gewächsen aus Gevrey-Chambertin (die aber weitaus teurer sind) und der schon jetzt klasse schmeckt, doch über ein großes Entwicklungspotential von 15 bis 20 Jahren verfügt. Spätburgunder at its best, power without weight, schlicht der ‚G-Max’ des deutschen Rotweins, der sich unter die ganz Großen Weine der Welt einreiht. Bevorzugt in liebevolle Hände abzugeben!



972804 Becker, „Cuvée Salomé” brut 2002 14,95 Euro
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts genoss deutscher Riesling-Sekt weltweite Anerkennung und war oftmals teurer als Champagner. Dann folgte eine lange währende Depression, in der industrielle Massenerzeuger viele kleine, handwerklich arbeitende Sektkellereien vom Markt verdrängten. Doch seitdem Deutschlands Winzerelite beginnt, sich verstärkt um Sektausbau zu kümmern, ist eine erfreuliche Entwicklung zu höchst individuellen Schaumweinen mit best möglicher Qualität zu erkennen: Traditionelle Flaschengärung ist dabei ebenso selbstverständlich wie ein langes Hefelager. Und welche Finesse und Rasse, welch feines Perlenspiel, welch ausdrucksvolles Bouquet kennzeichnen diesen traumhaft schönen Winzersekt, der bei aller cremigen Textur schwerelos auf der Zunge tänzelt und alle Attribute eines Grand Cru in sich vereint: Cremigkeit, Feinheit, Leichtigkeit, Ausgewogenheit und Bekömmlichkeit. Ein sinnlich-verführerischer Festtagswein mit feinstem Perlenspiel, der vom Gault Millau 2006 als zweitbester deutscher Winzersekt gefeiert wurde und auch vom FEINSCHMECKER (Januar 2006: „als einer der schönsten deutschen Winzersekte!” gelobt wurde: „Die Cuvée aus Schwarzriesling, Chardonnay und Auxerrois (sowie einer Dosage aus einer Spätburgunder TBA) wirkt in ihrer Reife und Ausgewogenheit ebenso zugänglich wie anspruchsvoll.” Bei solch fabelhafter Qualität aus deutschen Winzerkellern gibt es wahrlich keinen Grund mehr, dass sich Weinliebhaber mit überteuerten Massenchampagnern aus dem Supermarkt quälen: Charaktervolle Pfälzer Ursprünglichkeit, von Meisterhand sensibel vinifiziert, statt austauschbarer Industrieproduktion!

Übrigens: Hendrik Thoma, 1999 bereits Deutschlands Sommelier des Jahres im Gault Millau und heute kompetenter Weinberater in Hamburgs Edelrestaurant Jacobs im Hotel Louis C. Jacob, ist begeistert von diesem Spitzensekt und meint augenzwinkernd zum äußerst sympathischen Preis: „Geiz lohnt sich nur, wenn man dabei auch gut trinkt”.



Und jetzt möchten wir Ihnen, liebe Kunden, noch einige der besten Weißweine der Pfalz anbieten. Dürfen wir nochmals den Gault Millau 2007 zitieren? „Schon alleine die Leistungen Beckers beim Spätburgunder führten zur Einreihung dieses Betriebes unter die besten deutschen Erzeuger. Die Weißen blieben lange Zeit hinter den herausragenden Roten zurück. Doch seit einigen Jahren wird auch hier mit Ehrgeiz an der Qualität gefeilt. Im Jahrgang 2005 bewegen sich erneut die besten Rieslinge und Burgunder dicht an der 90-Punkte-Grenze und darüber. Als ob es das Selbstverständlichste in der Welt wäre, stellt uns Becker, kaum dass er es erstmals gewagt hat, ein Riesling Großes Gewächs abzufüllen, einen der besten Rieslinge der Pfalz auf den Tisch”. Unbedingt probieren!

Zwei fabelhafte Weiße Burgunder, zwei grundverschiedene Stile: Der „Kalkgestein” aus Beckers bester Weißburgunderlage schmeckt traumhaft frisch und mineralisch und besitzt einen tollen Schmelz sowie eine betörende Cremigkeit. Ein schon jetzt ungemein trinkanimierender und sehr zugänglicher, erstklassiger Terroirwein. Die Weißburgunder Spätlese hat zu einem kleinen Teil ein wenig Barrique gesehen, ist sehr komplex, wirkt trotz aller Animation intellektueller, mineralischer und fordernder. Beide Weine gehören zur absoluten Pfälzer Spitze und werden sich noch über drei bis vier Jahre vorzüglich entwickeln!

974005 Becker, Weißer Burgunder „Kalkgestein” trocken 2005 12,90 Euro



972205 Becker, Weißer Burgunder Spätlese trocken 2005 14,90 Euro



972305 Becker, Riesling Sonnenberg Großes Gewächs 2005 18,95 Euro
Der große Jahrgang 2005 ist nach Ansicht aller Weinkenner der bisher größte Weißweinjahrgang, der auf dem Weingut Becker im deutsch-französischen Grenzgebiet, wo der Pfälzerwald und das Elsass sich buchstäblich berühren, produziert wurde. Die stetigen, subtilen Verbesserungen in der Weinbergs- und Kellerarbeit, für die Stefan Dorst, der geniale Kellermeister, mitverantwortlich zeigt, sind unverkennbar und neben der singulären Qualität der Rotweine hat dieser Vorstoß in die absolute Spitzenriege der Pfälzer Rieslinge zur Auszeichnung als „Aufsteiger des Jahres und Einreihung des Betriebes unter die besten deutschen Erzeuger (4 Trauben)” im Gault Millau 2006 entscheidend beigetragen.

Bei aller inneren Dichte und Anklängen an ein typisches Pfälzer Schmusekätzchen ist dieses herrlich balancierte Große Gewächs ein sehr präziser Riesling voll strahlender Mineralität und begeisterndem Spiel sowie einer ungemein weichen Säure, einer dadurch bedingten animierenden Frische und einem sinnlichen Mundgefühl. Dieser fabelhaft cremige, fast burgundische Riesling erweckt in seiner Stilistik Anklänge an Leitz’ legendären ‚Rottland’ und große Wachauer Gewächse: Nicht der Jahrgang, die verbesserte Kellerarbeit bei den Weißweinen insgesamt, der Mut, die Rieslinge so lange spontan gären zu lassen, wie sie es von Natur aus brauchen, („Wir schwankten bei dieser für uns völlig ungewohnt langen Vergärung bis in den Juni zwischen Himmel und Hölle”, schaudert es den jungen Fritz in seinen Erinnerungen) hat zu diesem tief mineralischen, dichten, tabakigen Großen Gewächs geführt, das schon in seiner Jugend sein breites Fruchtspektrum andeutet, das von weißem Weinbergspfirsich, Honigmelone, Passionsfrucht und reifem Apfel bis hin zu zart rotfruchtigen Nuancen reicht und das fast süchtig macht in der Intensität der Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter seiner großen Lage mit Anklängen an rauchige Gesteinsnoten. Eine faszinierende Mischung aus stahliger Mineralität, Zartheit und Komplexität, Kraft, Finesse und Pfälzer Fülle, die nur wenige große Winzer auf die Flasche zu zaubern vermögen. Ein brillanter, sehr harmonischer, höchst individueller Riesling, „einer der besten der Pfalz” (Gault Millau 2007) mit enorm viel Charakter: Dieses grandiose Große Gewächs ist in seiner Preisklasse einer der attraktivsten und stilistisch prägnantesten Rieslinge Deutschlands mit einem enormen Reife- und Entwicklungspotential!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis 2012, mindestens.



P.S.I: Der beste deutsche Rotwein, der Pinot Noir, präsentiert sich laut Etikett nur als einfacher Tafelwein! 1990, als man mit dem Barriqueausbau begann, wurde der heute so hymnisch gefeierte Weine als gebietsuntypisch abgelehnt und musste als Tafelwein verkauft werden. Friedrich Becker, Querdenker und Pfälzer Dickschädel, hat dies konsequenterweise bis heute nicht geändert!

P.S.II: Die vom Heidelberger Kunstprofessor Griesauer Mitte der 70er Jahre entwickelten Künstleretiketten gehen auf Lafontaines Fabel vom Fuchs und den Trauben zurück und persiflieren die Meinung der damaligen Kritiker, die trockene deutsche Weine für untrinkbar hielten.

P.S.III: Das Kurioseste von allem: Eigentlich liegt das große Terroir, auf dem Deutschlands beste Rotweine wachsen, im Elsass! Die Beckers passieren bei ihrer Weinbergsarbeit täglich die französische Grenze, hinter der unmittelbar ihre phantastischen, steinig-kalkigen Lagen liegen, die aber weinrechtlich zu Schweigen – und damit Deutschland – gehören. Alles verstanden?! Diese Merkwürdigkeit hängt zusammen mit der dramatischen Geschichte der Region und der wechselvollen Zugehörigkeit des Elsasses zu Deutschland oder Frankreich. Aber diese Geschichte erzähle ich Ihnen ein andermal... .




ITALIEN

Azienda Morgante - Sizilien

Nero d’Avola: Dieser sensationell schöne Alltagswein der Luxusklasse wird 2005 mit dem „National Oscar” des Gambero Rosso für den Rotwein mit dem besten Preis-Genussverhältnis Italiens ausgezeichnet!

Azienda Morgante
Azienda Morgante

Wie Phönix aus der Asche katapultierte sich vor knapp einem Jahrzehnt ein Weingut an die Spitze Siziliens, das mittlerweile zu den erfolgreichsten Domainen unseres Programms gehört: die Azienda Morgante. Die ton-, lehm- und insbesondere kalkhaltigen Weinberge dieses Gutes liegen – von stetig wehenden trockenen Winden bestrichen – in etwa 450 bis 500 Meter Höhe in einem idealen Mikrokosmos im südwestlichen, sehr mediterran geprägten Teil Siziliens und sind ausschließlich mit der uralten autochthonen Rebsorte Nero d’Avola bepflanzt. Diese leider nur noch wenig verbreitete, eigenständige heimische Traube gehört zu den besten südlichen Rotweinsorten und verfügt über ein ganz großes Potential.

Azienda Morgante
Antonio Morgante mit seinen Söhnen Carmelo und Giovanni

Bewirtschaftet wird das Aufsteigergut von Antonio Morgante und seinen Söhnen Carmelo und Giovanni, die sich 1994 für eine radikale Qualitätsphilosophie entschieden haben und das Gut komplett umstrukturierten. Ein Glücksgriff war natürlich auch die 1997 erfolgte Verpflichtung des italienischen Starönologen Riccardo Cotarella. Unter seiner Regie entstehen infolge einer extrem selektiven Auslese im Weinberg und einem feinfühligen Ausbau in neuen Barriques zwei großartige, originäre Rotweine aus der charaktervollen Rebsorte Nero d’Avola. Diese sorgen seit nunmehr einigen Jahren für ein erhebliches Aufsehen nicht nur im Gambero Rosso (mit sensationellen Bewertungen), sondern in der gesamten Weinwelt! Es sind sehr komplexe, eigenständige Tropfen, die das großartige Potential Siziliens und ihrer autochthonen Rebsorte eindrucksvoll widerspiegeln und die zu den preis„wertesten” ganz Italiens gehört. Das ist ein urwüchsiger, originärer Stoff und eine traumhafte Interpretation einer uralten Rebe, das sind großartige Unikate, die weit aus der Masse so vieler belangloser Weinbanalitäten herausragen. Meine ganz besondere Empfehlung!

Azienda Morgante
Das Herbstlaub der Reben leuchtet in der Sonne Siziliens

690105 Morgante, Nero d’Avola, rosso 2005 8,95 Euro
Zwei Gläser im Gambero Rosso und die Auszeichnung besonders günstiges Preis-Genussverhältnis – 90 Parker-Punkte und damit der höchst bewertete Nero d’Avola aller Zeiten!!
Dieser sensationell schöne Alltagswein der Luxusklasse spiegelt das großartige Potential Siziliens und seiner autochthonen Rebsorte Nero d’Avola eindrucksvoll wider und gehört unstrittig zu den preis„wertesten” ganz Italiens. Das ist ein urwüchsiger, originärer Stoff und eine traumhafte Interpretation einer uralten Rebsorte aus bestem genetischen Material. Das ist ein großartiges Weinunikat, das weit aus der Masse so vieler belangloser, austauschbarer Billigweinchen herausragt und dem man angesichts seiner spektakulären Qualität Referenzcharakter für die gesamte Region bescheinigen muss: Dichtes Purpur-Granat in der Farbe, schwarze Reflexe. Phantastische, feinwürzige Nase, unglaublich verführerisch und geradezu lasziv. Wie sein fast schon legendärer Jahrgangsvorgänger betört der Nero d’Avola 05 mit seinen zartherben Gewürzaromen, die einen spannenden Kontrast bilden zu den süßlichen Waldbeeren- und reifen Schwarzkirschnoten sowie den Maronen-Zimt-Vanille-Anklängen. Die verführerischen Fruchtaromen von roten Kirschen und reifen Waldbeeren sind dicht bepackt, auch feines Marzipan und Haselnuss betören am Gaumen. Das Mundgefühl ist von geradezu exemplarischer Feinheit, von geschmeidiger Kraft, in der Zungenmitte zeigt sich ein kraftvoller Stoff, der noch eine Spur frischer und ausgewogener als alle seine großen Vorgänger schmeckt. Die Säurestruktur wirkt animierend, weiches Tannin und cremiger Extrakt sind bestens balanciert. Im Nachhall wiederholen sich Anklänge an Kirschen, Zimt und eine Graphitnote wie bei noblen Bordelaiser Gewächsen, die bis ins schmeichelnde, lang anhaltende Finale begeistern. Dieser höchst eigenständige und charaktervolle Tropfen scheint mir nochmals eleganter als in der Vergangenheit: der 02er wurde bereits von der Schweizer Fachzeitschrift WEINWISSER mit 17/20 Punkten gefeiert, der 03er mit dem „National Oscar” des Gambero Rosso für den Rotwein mit dem besten Preis-Genussverhältnis ganz Italiens ausgezeichnet und der heute präsentierte ungemein trinkanimierende 05er aus genialem Jahrgang wird von Parker („substantial beauty”) mit 90 Punkten geadelt und über all seine Jahrgangsvorgänger gestellt!



690204 Morgante, „Don Antonio”, rosso 2004 21,90 Euro
Dieser große Sizilianer präsentiert sich in der Farbe mit einem gewohnt satten, tiefen Rubinrot mit violetten Reflexen, in der Nase jedoch von einer kühleren, balancierteren, weniger opulenten Stilistik als in der Vergangenheit: Welch charaktervolles, explosives, authentisches und dennoch schmeichlerisches Bukett! Anklänge an reife wilde Waldbeeren, Lebkuchen und orientalische Gewürze, dazu Veilchen, schwarze Oliven, cremiger Espresso, Zedernholz sowie ein Hauch von Vanille vom zwölfmonatigen Barriqueausbau in französischer Eiche. Im Mund kommen zart süßliche Pflaumen- und Pimentanklänge mit einem leicht morbiden Touch hinzu und eine herrliche Extraktfülle: Dicht, muskulös und konzentriert, aber überhaupt kein monströser Wein. Stattdessen von einer faszinierenden, raren Kühle (hier ist die Höhenlage der erstklassigen Parzellen schmeckbar!) und einer bemerkenswerten Eleganz und Mineralität geprägt. Weich, harmonisch, komplex, lang anhaltend und lecker – Kategorie absolute Spitzenklasse und persönlicher Lieblingswein! Nie zuvor war der ‚Don Antonio’ derart nobel und elegant, fast beschwingt gar und in dieser singulären Stilistik fast atypisch sizilianisch. Daher ist es für mich auch keine Überraschung, dass der Gambero Rosso, der nicht selten schiere Kraft und Opulenz höher schätzt als Finesse und Feinheit und der ALLE Jahrgangsvorgänger des Don Antonio mit 3 Gläsern auszeichnete, diesmal „nur” zwei rote Gläser vergab. Wer von Ihnen, werte Kunden, eher meiner Vorliebe zugeneigt ist, wird mit einem Weinunikat belohnt, das höchst originären, eigenständigen Charakter mit fabelhaftem Trinkvergnügen paart: Sizilien so, wie ich es mag.
Ab sofort, Höhepunkt etwa Mitte 2007 bis nach 2012.





FRANKREICH

Les Cailloux - Châteauneuf-du-Pape

Authentische Klassiker traditionellen Stils begeistern mit burgundischer Finesse

Seit Jahren bereits gehört dieses kleine Weingut, das von André Brunel geleitet wird, einem der „intellektuellsten Winzerpersönlichkeiten von Châteauneuf-du-Pape” (Parker), zur absoluten Spitzenkategorie der Appellation. Bemerkenswert beständig selbst in schwierigen Jahren, sind seine Weine in großen Jahrgängen „himmlisch, wie aus einer anderen Welt stammend” (Parker). Wie alle großen Weine entstehen diese urtraditionellen Châteauneuf-Trouvaillen nicht im Keller, sondern zuallererst im Weinberg, in dem uralte Grenacherebstöcke auf einem wahrlich extrem kieseligen Terroir wachsen, das auch den Namen des Gutes „Les Cailloux” erklärt, was nichts anderes als „Kieselsteine” heißt. Und „Altmeister” André vinifiziert seine Weine unbeirrt in einem herrlich altmodischen Stil mit höchster Authentizität, fernab jeglicher önologischer Gleichmacherei und demonstriert damit eindrucksvoll, was man unter einer originären Stilistik eines großen Weines verstehen kann. Das sind wahrhaft große Klassiker der Region, die nicht die barocke Fülle der ebenfalls traditionellen, aber stilistisch völlig anders gearteten Weine von Pégau ihr eigen nennen, sondern die in ihrer zarten Farbe, ihrer puristischen Finesse und filigranen Stilistik weit eher an noble Pinot Noirs der Spitzenklasse erinnern. Jung getrunken bereiten sie bereits absolutes Vergnügen, verfügen aber auch über ein großes Potential. Und vom Preis-Genussverhältnis her selbst an der südlichen Rhône unschlagbar sind die beiden CdR-Weine, die wir Ihnen, liebe Kunden, ebenfalls ganz besonders ans Herz legen möchten!


144204 L’Enclos, Côtes du Rhône, rouge 2004 5,60 Euro
So großartig jedoch André Brunels Châteauneufweine auch sind, die eigentliche Überraschung, eine preisliche Sensation gar, bildet eine unter dem Etikett „Domaine L’Enclos” vermarktete Cuvée aus 70% phantastisch reifen Grenache- und Syrahtrauben, die vom rechten Ufer der Rhône stammen und die auf sehr kalkhaltigen Terrassen wachsen, welche für die völlig unerwartete Finesse und die bemerkenswerte Mineralität in diesem leckeren Alltagswein sorgen. André hat mit dieser unglaublich preis’werten’ Cuvée seit Jahren regelrecht Geschichte geschrieben und wir konnten mit ihr viele tausend Liebhaber von authentischen Gewächsen der südlichen Rhône glücklich machen! In der Nase verführerische Aromen von saftigen Kirschen, roten Beeren und feinen Kräutern der Provence, am Gaumen für seine Preisklasse ungewöhnlich fein und subtil auf der Zunge, schmeichlerisch, „gefällig” im besten Sinne des Wortes und ungemein trinkanimierend: Anklänge wiederum an aromatische Kirschen, zart süßliche Waldbeeren, Pfeffer und Gewürze, feine Tannine, sehr angenehmes, ganz weiches Finale. Ein absolut unschlagbares Preis-Genussverhältnis, auch, weil André den Preis dieser leckeren Cuvée seit Jahren kaum erhöht hat. Bravo!
Zu genießen ab sofort bis 2008.



140305 Les Cailloux, CdR „Cuvée Sommelongue” rouge 2005 7,95 Euro
„A sexy wine and a poor man’s Châteauneuf-du-Pape”, so hat Parker diesen ungemein leckeren Rotwein einmal beschrieben und schon mehrfach mit 90 Punkten geadelt. Welch traumhafte Cuvée aus 75% erstklassiger Grenachetrauben, dazu Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Clairette – einer unserer beliebtesten Klassiker überhaupt! Der leicht süßliche, fein verwobene Duft, subtil geprägt von schwarzen Kirschen, roten und schwarzen Früchten, Pfeffer, schwarzen Oliven und würzigen Kräutern der Garrigue fasziniert selbst Kenner, die sonst nur wesentlich teurere Prestigewächse genießen. Die samtene Textur des Weines, seine fröhliche Saftigkeit und animierende Würze, seine tiefgründige Beerenfrucht und sein bestens eingebundenes cremiges und schmelziges Tannin, das die Zunge verwöhnt sowie sein beeindruckender Nachhall heben ihn deutlich aus der Masse seiner Konkurrenten hervor. Dieser herrliche CdR aus einem absoluten Jahrhundertjahrgang ist das genaue Gegenteil eines marmeladigen, überkonzentrierten Monsterweins, es dominieren vielmehr spielerische Eleganz und burgundische Finesse. Welch charaktervoller Trinkspaß für jeden Tag, das ist Individualität pur statt belangloser Uniformität! Dieses südfranzösische Weinvergnügen setzt souveräne Maßstäbe in Sachen Preis und Genuss und hat weltweit keine Konkurrenz zu fürchten. Die beste ‚Cuvée Sommelongue’ aller Zeiten, eine traumhafte Qualität, die bei vielen anderen Gütern als wesentlich teurerer Châteauneuf-du-Pape-Wein vermarktet würde.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis 2015.



140104 Les Cailloux, Châteauneuf-du-Pape 2004 25,00 Euro
Dass der Jahrgang 2004 in den Händen eines wahren Könners, eines Magiers aus Châteauneuf, nichts anderes als Schicht um Schicht sich entfaltende Finesse und Frische sein kann, ein dichter, delikater Saft, ein verschachtelter Baum voller Früchte, die auf einem festen mineralischen Bett ruhen – das ist die wahre originäre Größe!
André Brunel, einer der Superstars der Region, hat wiederum einen seiner legendären, subtilen, terroirgeprägten, traditionellen Châteauneufweine vinifiziert, die geprägt sind von reifen Grenachetrauben uralter Reben (die ältesten wurden 1889 gepflanzt!), die auf den extrem kieseligen Böden mit den berühmten ‚galets roulés’ wachsen: Eine rubinrote Farbe mit purpurnen Reflexen und eine vibrierende Finesse im Glas! Die Nase taucht ein in ein intensives, burgundisch-feines Bukett von kleinen, dunklen Kirschen, reifen Brombeeren, provençalischen Kräutern und Gewürzen, einer zarten Garrigue-Note und sogar einem Hauch von schwarzem Trüffel. Enorme Spannung zwischen der reifen, geschmeidigen, extraktsüßen Frucht, dem geschliffenen, kühlen Tannin und der abgrundtiefen Mineralität. Ein ganz feiner, nobler Wein und dennoch von gewaltiger barocker Kraft, der wie Seide über die Zunge gleitet: Grenache at its best! Chapeau, André Brunel! Auch Robert Parker, der den Jahrgang 2004 bekanntlich nicht so sehr schätzt wie ich selbst und der den hitzigeren 03er im allgemeinen vorzieht, gerät ins Schwärmen über diesen „fabelhaften, großartigen Chateauneuf”. Unter Preis-Genuss-Gesichtspunkten ist dieser urwüchsige Klassiker für mich DER Wein dieses bei Spitzenwinzern so superb gelungenen Jahrgangs! Ein ganz großer, originärer Grenachewein, fein und dennoch gewaltig, den ich seiner burgundischen Stilistik wegen in der 95 Punkte-Kategorie ansiedeln möchte!
Hoher Trinkgenuss ab sofort (Dekantieren empfohlen, schmeckt selbst einen Tag nach dem Öffnen aus der angebrochenen Flasche ausgezeichnet, tolles Reifepotenzial!) bis mindestens 2020.





Domaine Pierre Clavel - Coteaux du Languedoc

Pierre Clavel, sympathischer Kultwinzer aus dem Languedoc, produziert die dramatischsten Rotweine in seiner glanzvollen Karriere!

Unser Freund Pierre Clavel ist nicht nur ein begnadeter Winzer, sein verschmitzt schelmisches Lächeln, seine permanent gute Laune und ansteckende Fröhlichkeit machen ihn darüber hinaus zu einem Sympathieträger par excellence – bei Winzerkollegen, Händlern und Weinliebhabern gleichermaßen. Seit Jahren sind seine herrlich authentischen Garrigueweine aus naturnahem Anbau ein absoluter Klassiker und Renner in unserem Programm: So gigantisch sind die Qualitäten, so unverschämt niedrig die verlangten Preise, eine phantastische Preis-Genuss-Relation, die sowohl Kritiker als auch Liebhaber stets auf’s Neue ins Schwärmen geraten lassen.

Pierre Clavel
Pierre Clavel: Winzer aus Leidenschaft

Ohne Zweifel, Pierre hat längst Kultstatus in seiner zahlreichen Fangemeinde erreicht. Heute präsentieren wir Ihnen, liebe Kunden, Pierres aktuelle Kollektion aus den herausragenden Zwillingsjahrgängen 2004/5, die wohl zusammen mit dem 2001er und 98er, die (von exzellenten Gewächsen aus anderen Jahren abgesehen) auf die gesamte Breite der riesigen Anbauregion des Midi, die spannendsten Weine der letzten Dekade im Languedoc hervorgebracht haben. Was mir persönlich, aber auch vielen Kunden bei den Verkostungen vor Ort in Saarlouis, an diesen Jahrgängen so gefällt, ist, dass sie aufgrund ihrer klimatischen Bedingungen die Chance boten, finessenreiche Weine mit moderaten Alkoholgradationen zu vinifizieren, die höchstes Trinkvergnügen bereiten – wenn man denn als Winzer Frische und Eleganz, Feinheit und Komplexität mehr schätzt als schiere Kraft, überbordende Muskeln oder eine marmeladige Konsistenz.
Pierre Clavel hat jedenfalls durch eine noch ausgefeiltere Weinbergsarbeit als früher wie auch durch eine behutsame Umstellung des Vinifizierungsprozesses (niedrigere Temperaturen zu Beginn der Vergärung, die dadurch langsamer und schonender abläuft) diese Entwicklung hin zu mehr Eleganz, Frische und Finesse in trinkanimierenden Weinen nochmals forciert. Bravo, Pierre: Du hast Dein Herz am rechten Fleck und ein sehr sensibles Gespür für die Wünsche und Sehnsüchte Deiner treuen Kunden.


311305 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge (PK) 2005 6,60 Euro
Der neue Jahrgang unseres meistverkauften Rotweins aus dem Languedoc fasziniert und begeistert jeden Kenner vom ersten Schluck an. Was ist das nur für ein faszinierender Trinkspaß für jeden Tag! Eine – man muss dieses große Wort gerade auch bei einem Wein dieser Preisklasse gebrauchen – geniale Cuvée aus reifen Carignan-, leckeren Grenache- und erstklassigen Syrah- sowie, erstmals, Cinsaulttrauben, die für die traumhafte Frische dieser so trinkanimierenden Cuvée verantwortlich sind.

Die eher ‘kühle’ Stilistik dieses charaktervollen Alltagsweins für höchste Ansprüche betört mit einer geradezu unverschämt delikaten Aromatik, wie sie finessenreiche, burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape und Umgebung aufweisen: einer frischen, beerigen, ungemein animierenden Frucht mit zart kräuterwürzigen Anklängen in der Nase und saftigen, schmeichlerischen, cremigen, ja seidenen Gerbstoffen auf der Zunge, wie sie noch keiner seiner leckeren Vorgänger besaß. Im Jahrhundertjahrgang 2005 wartet der „Le Mas” mit einer Dichte und Konzentration auf wie seine so ungemein beliebten Vorgänger, ist jedoch noch extraktreicher, strukturierter und mineralischer als je zuvor, besitzt eine noch höhere, deutlich schmeckbare Komplexität (!) in der berauschenden Frucht, ein bis dato einzigartiges Gleichgewicht zwischen Tanninen, Säure und relativ niedrigem, bestens eingebundenem Alkohol und ist wie stets unverkennbar geprägt von seinem Terroir und der sensiblen Handschrift einer großen Winzerpersönlichkeit!

In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein nur schwerlich zu übertreffender Leckerbissen, was auch Joel Payne in seiner großen Languedoc-Reportage in „Alles über Wein” konstatiert, indem er diesen herrlichen Alltagswein zu den „besten Schnäppchen des Languedoc” zählt. Meine ganz besondere Empfehlung!


Pierre Clavel
Pierre's Nase vor der „Schnauze” des
mythischen Bergriesen Pic St. Loup

311105 Pierre Clavel, Les Garrigues, rouge 2005 7,95 Euro
Neben dem „Copa Santa” zählt Pierre Clavels ebenso beliebte wie leckere Cuvée „Les Garrigues” (50% der Trauben stammen aus alten Syrahreben, dazu Grenache und Mourvèdre) zu den legendärsten Weinen des gesamten Languedoc, da hier die Relation moderater Preis und hoher Genuss ebenso unübertrefflich scheint. In der Farbe zeigt dieser betörende Wein aus ganz großem Jahr ein sehr tiefes dunkles Rot, die Nase wird verführt von herrlich frischen, schwarzen Blaubeeren und Cassisaromen, wild wachsenden Kräutern der Garrigue (die Sie auch bei einem abendlichen Spaziergang am Fuße des unweit von der Domaine gelegenen mythischen Bergriesen des Pic St. Loup begeistern) sowie saftigen Mon-Chérie-Kirschen, Wildbret und Pfeffer.

Am Gaumen präsentiert sich dieser Schmeichler der Sinne sehr saftig, mit einer verführerisch süßlichen Frucht (wiederum reife schwarze Früchte), Gewürzanklängen und zarter Bitterschokolade. Viel Extrakt und Dichte, auf der Zunge konzentriert, geschmeidig, weiche, cremige, sanfte Tannine, wie immer ein fröhlicher, einladender Wein, der die warmherzige Persönlichkeit seines sympathischen Produzenten bestens widerspiegelt. Ein ungemein charaktervoller und attraktiver Tropfen, der unbeschwerten Trinkgenuss bereitet.

Paula Bosch, Deutschlands renommierte Sommelière („Tantris”, München), hatte bereits den 2001er im Magazin der Süddeutschen Zeitung euphorisch gefeiert; der 05er ist infolge subtiler Fortschritte in Weinberg und Keller und seiner immensen Frische (die es Pierre in den letzten Jahren meisterhaft herauszuarbeiten gelingt und die seine Weine so wohltuend von so vielen alkoholischen Marmeladenbomben aus den Supermärkten unterscheidet) selbst diesem großen Wein nochmals überlegen – dabei aber in seiner Stilistik sehr ähnlich. Ein wenig komplexer, länger anhaltend und eben ein wenig frischer. Meine unbedingte Empfehlung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2010.



311204 Pierre Clavel, La Copa Santa, rouge 2004 13,80 Euro
Wahre Lobeshymnen werden dieser spektakulär schönen Cuvée (Syrah, Grenache, Mourvèdre, ausgebaut in gebrauchten Barriques) sowohl in der Fachpresse als auch von Weinliebhabern seit Jahren gesungen. In unzähligen Degustationen wurde er zu den besten Weinen des gesamten französischen Südens gezählt und manche Verkostung hat er gewonnen – zu Recht! Legendär mittlerweile die FEINSCHMECKER-Degustation, die den Copa Santa auf eine Stufe stellte mit den weltberühmten, aber um ein Vielfaches teureren Spitzenweinen der Côte Rôtie von Guigal!

Und was hat unser liebenswerter Freund Pierre im phantastischen Languedocjahrgang 2004 für eine traumhafte Qualität in die Flasche gebracht: Welch noble Stilistik, welch edler Stoff! In der Farbe ein leuchtendes, tiefes sattes Dunkelrot, in der Nase ein großartiges, komplexes Aromenspektrum, geprägt von frischen, wilden, dunklen Blaubeeren, intensiven, jedoch sehr feinen Gewürzanklängen, einem faszinierenden Touch von Bitterschokolade und schwarzem Pfeffer, einem großen, klassischen Châteauneuf-du-Pape sehr ähnlich. Dem Gaumen schmeichelt dieser Aristokrat des Languedoc mit einer wunderbar weichen Textur und einer cremigen, kühlen, schmelzigen, zart süßlichen, feinwürzigen Frucht. Dabei ist dieses Musterexemplar eines feinwürzigen, edlen, großen Rotweins aus dem Midi ungemein harmonisch und von einem fabelhaften Gleichgewicht aller Komponenten gekennzeichnet, er präsentiert sich herrlich dicht, tiefgründig, rund und geschmeidig, mit kühler Finesse und einer kernigen dennoch schmelzig-seidenen Tanninstruktur und einem langen, mineralischen Abgang.

Von nochmals deutlich besserer Qualität als sein von der französischen Fachzeitschrift TERRE DE VINS mit der Höchstbewertung von 4 Gläsern und 18/20 Punkten ausgezeichneter Jahrgangsvorgänger. Kultweinstatus!

Es ist die ungewöhnlich edle Stilistik für einen Wein des Languedoc, der dieses sinnliche Gewächs zu einem ganz besonderen Genusserlebnis werden lässt. „Der beste Copa Santa aller Zeiten, eine ganz neue Liga, ein Quantensprung gar?”, wie ein begeisterter Weinliebhaber und großer Kenner südfranzösischer Weine bei einer Verkostung vor Ort in Saarlouis begeistert ausrief. Sicherlich! Pierre Clavel hat zweifellos den vorläufigen Höhepunkt seines grandiosen vinologischen Wirkens erreicht. Niemals zuvor war seine Spitzencuvée, die einen höheren Anteil an Mourvèdretrauben (diese Rebe hat die klimatischen Bedingungen des französischen Südens optimal adaptiert) besitzt als in der Vergangenheit, derart nobel, edel und aristokratisch! Châpeau, Pierre, für diese traumhafte Qualität zu seit Jahren unverändert günstigem Preis: Der ‘Copa Santa’ setzt in Zeiten der globalen Erwärmung die neuen Maßstäbe für Rotweine aus südlichen Regionen in punkto Frische, Finesse und purem Trinkvergnügen!
Wegen seiner seidenen Tanninstruktur zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis 2012, mindestens.



3110904 Pierre Clavel, „Cado”, Coteaux du Languedoc rouge (PK) 2004 9 l, statt 69,60 nur 58,00 Euro

Pierre Clavel


12 Flaschen zum Aktionspreis von 10!




Domaine Léon Barral - Faugères

Authentische, individuelle Weinunikate aus biologischem Anbau mit singulärem Charakter. In ihrer sagenhaften Qualität großen Prestigegewächsen der Côte Rôtie ebenbürtig – und dies zu den sympathischen Preisen des Languedoc!

Visionäres Winzergenie, sensibler Wingertmann und vinologischer Revoluzzer gleichermaßen, in seinem Unangepasstsein und Habitus eine Reinkarnation des jungen, stets eigene Wege suchenden James Dean – in diesem Spannungsfeld steht Didier Barral, der sich kompromisslos wie kaum ein zweiter für höchste Qualität engagiert. „Die Winzer haben die Biologie des Bodens verlernt”, geißelt Didier die weit verbreiteten Missstände in seiner Zunft, während er auf Knien in seinem Weinberg rutscht und die krümelnde, fein duftende Erde mit ihrer enormen Vielfalt an Kleinstlebewesen durch die Finger rieseln lässt. „Der Mensch kann aber auf Dauer erfolgreich nur mit der Natur arbeiten, niemals gegen sie. Wir müssen der Erde Zeit geben, sich von der über Jahrzehnte betriebenen Monokultur und den auf sie eingespritzten Pestiziden und Herbiziden erst einmal zu erholen. 10 Jahre gebe ich neu erworbenen Parzellen Zeit, sich zu regenerieren. Denn die Reben brauchen ein vitales und natürliches Umfeld, damit der Mensch aus ihren kerngesunden Trauben große, individuelle, aber auch bekömmliche Weine machen kann.”

Domaine Léon Barral
Didier Barral

„ÉQUILIBRE” (übersetzt: Gleichgewicht, Balance) ist das Zauberwort, das Didiers Arbeit am besten charakterisiert. Zum einen ein ökologisches Gleichgewicht in den biodynamisch bearbeiteten, mit wilden Kräutern bewachsenen „butterweichen”, unter den Schuhen federnden Weinbergen (ja, eine solch optimale Bodenstruktur habe ich in Südfrankreich nirgendwo bisher ein zweites Mal vorfinden können!), die von Natur aus für niedrige Erträge sorgen und infolge einer optimalen Wasser- und Sauerstoffversorgung der extrem tief wurzelnden Reben niemals Trockenstress aufkommen lassen, dafür aber dem fertigen Wein eine unvergleichliche Säurestruktur und damit eine einzigartige Frische vermitteln. Zum anderen ein harmonisches Gleichgewicht aller wesentlichen Faktoren im fertigen Wein, wie Extrakte, Aromen und das Verhältnis der Haut zum Saft in den reif (aber nicht überreif!) geernteten Trauben, die für eine traumhafte Balance verantwortlich zeichnen. Diese hohe Winzerkunst finden wir nur bei den ganz Großen ihrer Zunft!

Bei Didier wird Wein zur einfühlsam interpretierten Kunst! Gut „gemachte” Weine gibt es mittlerweile reichlich, charaktervolle Unikate dieser Spitzenklasse sind jedoch extrem rar gesät. Diese unfiltrierten, handwerklichen Meisterstücke präsentieren sich ungemein komplex, mit einer reichen, ausladenden, tiefwürzigen, tabakigen Frucht, feinen, saftigen Tanninen und der explizit herausgearbeiteten Terroir-Note der Region Faugères: Dieses wildromantische, dünn besiedelte, hügelreiche Gebiet nördlich von Béziers verfügt über homogene, sehr karge Böden (im Schnitt nur 30-50 cm tief), unter denen sich nichts als schwarzer Schiefer befindet, in den sich, optimale Weinbergsarbeit wie bei Barral vorausgesetzt, die Wurzeln der Reben tief hineingraben, um Mineralien und andere Nährstoffe aufnehmen zu können. Didier Barral, auf dem Zenit seines großen Könnens angekommen, ist es meisterhaft gelungen, diese singuläre Bodenstruktur in seinen Weinen sinnlich schmeck- und erfahrbar zu machen. Es sind hocharomatische Gewächse, terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler „gemachter” Weine hervorheben und von Kennern zu den besten des gesamten französischen Südens gezählt werde! Schlichtweg Referenzqualität!


348103 Barral, Faugères, rouge 2003 11,80 Euro
Bereits Didiers sensationell schöner Basiswein demonstriert eindrucksvoll das große Potential der einzigartigen Region und die Überlegenheit von handwerklich-biologischem Weinanbau gegenüber einem eher an industriellen Gepflogenheiten angepassten, weit verbreiteten konventionellen ‚Wein-Making’. In ihrer Preisklasse ist diese intensiv dunkelrote Cuvée aus Syrah (von Lagen mit nördlicher Exposition, die für die kühle, noble Stilistik und den feinen Schliff verantwortlich zeichnen) sowie Grenache, Carignan und Cinsault mit einer geradezu sensationellen Finesse und einer ganz raren, expressiven, ungemein komplexen Aromenintensität gesegnet, die an allerfeinste, aber um ein Vielfaches teurere Weine der weltberühmten Côte Rôtie erinnert. Die enorm vielschichtige und zugleich hochelegante Fruchtsubstanz (schmeichlerische dunkle Waldbeeren und Cassis) ist traumhaft untermalt von feinen mineralischen Noten und Anklängen an orientalische Gewürze, die dem Wein etwas Exotisch-Verführerisches verleihen. Am Gaumen wiederholt sich die prägnante, höchst trinkanimierende Syrahnote, die zusammen mit der tollen Säurestruktur und dem moderaten Alkoholgrad (knapp 13%) diesem phantastischen Wein bei aller Fruchtsüße und inneren Dichte eine tolle Frische mit auf den Weg gibt. Begleitet von cremigen, sagenhaft geschliffenen Tanninen (wo an der nördlichen Rhône findet man diese Qualität!) und einer mineralischen Note im „gewaltigen Nachhall” (so Gerhard Eichelmann in MONDO bereits über den 2002er, den er mit 90 Punkten bewertete) ist dieser Wein ein Paradebeispiel für das großartige Zusammenspiel zwischen erstklassigen Rebsorten und phantastischem Terroir sowie für die neue Generation großer finessenreicher Weine aus dem Faugères mit einem sensationellen Preis-Genussverhältnis! Gerade im heißen Jahrgang 2003, wo längst nicht alles Gold ist, was glänzt, zeigt sich der große Vorteil der biologischen Weinbergspflege. Didiers tief wurzelnde Reben, die über die ganzen Sommermonate genügend Wasser im Boden vorfanden, versorgten die perfekt gereiften Trauben und ließen keinerlei Trockenstress aufkommen! So finden Sie hier, liebe Kunden, bereits in dieser fabelhaften Basiscuvée mit ihren seidenen Tanninen das Niveau von Réserve-Qualitäten anderer renommierter Betriebe. Mein Wort darauf!
Zu genießen ab sofort bis 2012.



348203 Barral, Faugères, „Jadis”, rouge 2003 22,00 Euro
Dies ist eines der faszinierenden Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, die von einer kleinen avantgardistischen Elite junger Winzer meisterhaft vinifiziert werden: Ein traumhaftes Gewächs (überwiegend Syrah- und alte Carignanreben, dazu ein wenig Grenache und Cinsault) mit einem verführerischen, atemberaubenden Duft nach schwarzem Cassis, kandierten Kirschen, Rauch und dunklem Tabak. Neben diesen wildaromatischen Anklängen besitzt dieser GRAND VIN DU TERROIR feine Noten von weißem Trüffel und eine wunderschön eingebundene, traumhaft geschliffene Mineralität: Ein beredtes Zeugnis seiner einzigartigen Böden aus schwarzem Schiefer. Dieser grandiose Wein präsentiert sich am Gaumen dicht und opulent, ja geradezu lasziv-erotisch mit verführerischen Schichten von komplexen Beerenaromen. Überraschend burgundisch-saftig in seiner Textur, gleitet er fast zärtlich über die Zunge und betört mit einer cremigen, feinwürzigen Tanninstruktur sowie einer animierenden Säure, die dem Wein bei aller verführerischen Opulenz eine große Eleganz verleiht! Ausgebaut in besten Barriques eines der besten Tonneliers Frankreichs verkraftet dieser dichte und elegante Nektar aus dem Languedoc die 26-monatige Holzlagerung mit spielerischer Leichtigkeit. Ein phantastisches Unikat von einem der besten Winzer Frankreichs mit enorm viel Potential für die Zukunft. Seit Christina Göbel, „Deutschlands Sommelier des Jahres 2005 (Gault Millau), den ‚Jadis’ 2000 im FEINSCHMECKER als ihre Entdeckung des Jahres feierte, zählt dieses sensationelle Gewächs für viele unserer Kunden zu ihren erklärten Lieblingsweinen aus dem französischen Süden! Wegen seiner Finesse und Eleganz ein unbedingter Tipp auch und gerade für frustrierte Bordeauxtrinker und ein neuer Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Natur! Chapeau, Didier!

Es gibt Weine, denen man mit Worten und Noten nur schwerlich gerecht werden kann, man muss sie einfach mit allen Sinnen genießen. Dieser hier gehört zur Kategorie persönlicher Lieblingswein und verdient meine ganz besondere Empfehlung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis mindestes 2020.


3482103 Barral, Faugères, „Jadis”, rouge, Magnum 2003 1,5 l 46,00 Euro



348303 Barral, Faugères „Valinière”, VdT rouge 2003 39,80 Euro
Einer der legendärsten und rarsten Weine des Languedoc, da der ungewöhnlich hohe 85%ige Anteil an optimal gereiften und streng selektierten Mourvèdretrauben (dazu ein wenig Syrah und Carignan) dem Wein einen extravaganten Charakter verleiht, der sich deutlich von dem aller anderen Weine des Midi abhebt und der mich persönlich ungemein fasziniert! Zutiefst komplex in der Aromatik, dicht, konzentriert, fein gewoben, mit atemberaubender Ausstrahlung! Uralte Rebstöcke bilden das Fundament für diesen fulminanten Wein, der zu den größten Gewächsen Frankreichs gehört. Eine Art „Hommage à Jacques Perrin” des Languedoc – denn auch diese legendäre Luxuscuvée von Beaucastel aus Châteauneuf-du-Pape ist sehr Mourvèdre-betont. In der Farbe präsentiert sich dieser grandiose Wein mit einem satten tiefdunklen Rot und mit purpurroten Reflexen am Rand. Im Duft ist diese Hommage an die Mourvèdre-Traube unmittelbar nach der Öffnung noch relativ verschlossen, doch nach mehrstündiger Karaffierung explodiert der Valinière förmlich in der Nase! Dann ist jeder Liebhaber großer autochthoner Weine sofort überwältigt von der phantastischen, ungemein komplexen Aromatik, ist wie vom Donner gerührt (einem kleinen Kind nicht unähnlich, das zum ersten Mal in seinem jungen Leben mit leuchtenden Augen einen funkelnden Weihnachtsbaum bewundert) und bereit, sich, ehrfürchtig staunend, nur dem Augenblick und dem hedonistischen Genuss hinzugeben.

Am Gaumen präsentiert sich dieser in seiner Aromatik einzigartige und unter Kennern längst mit Kultstatus versehene Wein aufgrund seiner Rebsortentypizität und der einzigartigen Schieferböden sowie seines strikt biologischen Anbaus absolut individuell und ist mit keinem anderen Wein auf der Welt vergleichbar! Ich möchte Ihnen diese geniale, charaktervolle Cuvée von verblüffend eigenwilliger Identität, die partout in kein gängiges Schema passen will und meilenweit von jeglicher Uniformierung des Weingeschmacks entfernt ist, eindringlich ans Herz legen. Ein faszinierender Extrakt mit cremigen, seidenen, traumhaft geschliffenen Tanninen (auch ein Verdienst der uralten Presse, die ungemein schonend und ausschließlich mit Hilfe der Schwerkraft den Saft der Trauben extrahiert), ein göttlicher Nektar, der minutenlang die Zunge betört, nur in winzigen Mengen erzeugt, ein geschliffener, aber dennoch irgendwie unbezähmbarer Bio-Wein von faszinierend kühler Stilistik, der noch lange in Erinnerung bleibt, wenn die Gläser längst geleert sind. Mehrfach haben wir in Blindproben dieses authentische Naturprodukt als unerhörte Provokation wesentlich teurerer Prestigegewächse von der nördlichen Rhône beurteilt und mit 96-98 Punkten bewertet. Einer der größten jemals im französischen Süden vinifizierten Weine. Kultweinstatus!
Zu genießen ab sofort (3-4 Stunden vorher Dekantieren bitte), Höhepunkt wohl zwischen 2008/9 bis nach 2025.


3483103 Barral, Faugères „Valinière”, VdT rouge, Magnum 2003 1,5 l 82,00 Euro





Domaine de Limbardié - Cessenon

David schlägt Goliath – Der legendäre Kultstoff aus dem Languedoc, der auszog, Petrus zu besiegen!

Domaine de Limbardié - Cessenon
Die Domaine de Limbardié

Extrem faire Preise, phantastische Qualitäten: Mehr und mehr entwickeln sich die originären Rotweine der Domaine Limbardié zu begehrten Objekten unter Weinliebhabern und avancierten daher folgerichtig in den letzten Jahren (mit) zu unseren meistverkauften Rotweinen überhaupt. Kein Wunder, dass auch die Weinexperten von den grandiosen Qualitäten dieser Domaine schwärmen. Hendrik Thoma, Sommelier des Jahres 1999, und Christina Fischer, seine kongeniale Nachfolgerin 2001, bewerten begeistert bereits die Basiscuvée „Murviel” als „Glücksfall für Weinliebhaber auf der Suche nach einem ausdrucksvollen und dennoch preiswerten Trinkwein”. Sensationell ist auch die Preis-Leistungsrelation der Spitzencuvée der Domaine, eines 100 %igen Merlot, der wesentlich teurere Konkurrenten aus dem Bordelais mühelos aus dem Feld schlägt. Legendär ist mittlerweile die Degustation der Schweizer Fachzeitschrift „Weinwisser”, herausgegeben von dem bekannten Fachautor René Gabriel („Bordeaux Total”), in der eben dieser Tradition in einer Welt-Merlot-Probe den 10. Platz erreichte, einen Rang hinter La Conseillante und gar zwei Plätze vor Pétrus, dem großartigen Prestigegut aus Pomerol. Wenn mir persönlich diese Beurteilung etwas zu euphorisch erscheint und die Problematik von Blindproben jugendlicher Weine widerspiegelt, belegt sie andererseits doch eindrucksvoll die herausragende Qualität dieses berührenden Weines zu phantastisch niedrigem Preis – im Vergleich mit diesen berühmten Konkurrenten.

Domaine de Limbardié - Cessenon
Henrik Boukandoura beim Verkosten des neuen Jahrgangs

Für dieses grandiose Meisterwerk zeichnet der bescheidene Winzer Henrik Boukandoura verantwortlich, dessen Gut in dem kleinen, beschaulichen Örtchen Cessenon angesiedelt ist, in direkter Nachbarschaft zu den exponierten Lagen des wesentlich bekannteren Saint-Chinian und inmitten des Tals des kleinen Flüsschen Orbs, der im Laufe von Jahrtausenden die Lehm- und Kalkböden angeschwemmt hat, die das spezifische Terroir der Region prägen. Das Hauptaugenmerk legt Henrik darauf, dass die von ihm naturnah angebauten Reben (hier insbesondere die Bordelaiser Sorten Merlot und Cabernet, in geringerem Maße die typischen Rebsorten der Region, Syrah, Grenache und Carignan, was in der Konsequenz bedeutet, dass seine Weine ‚nur’ als „vin de pays” verkauft werden dürfen) den Charakter ihrer südfranzösischen Heimat widerspiegeln, folglich also alles andere sind als austauschbare Weine internationalen Stils oder bloße Kopien großer Bordelaiser Gewächse. Und in jedem neuen Jahrgang steigert Henri noch einmal die Qualitäten, liefern doch die älter werdenden Rebstöcke ein immer besseres Ausgangsmaterial, trägt die konsequente Weinbergsarbeit zunehmend Früchte und bietet der neu installierte Barriquekeller lange ersehnte, optimale Ausbaumöglichkeiten.

Was uns an den Weinen dieser kleinen, handwerklich arbeitenden Domaine so fasziniert, ist ihre gänzlich eigenständige Charakteristik, die sich aus dem Zusammenspiel der Edelrebsorten mit den Gegebenheiten des südfranzösischen Terroirs ergibt. Was uns geradezu sprachlos werden lässt, ist der unverschämt niedrige Preis, zu dem man sowohl den „einfachen” Wein für jeden Tag als auch die Spitzencuvée erhalten kann.


323205 Limbardié, VdP „Murviel”, VdP de Cessenon, rouge 2005 5,30 Euro
Viele tausend Flaschen verkaufen wir jährlich von diesem ungemein charaktervollen Wein, der bereits über mehrere Jahrgänge hinweg als „herausragender, handwerklich produzierter Wein” im „Weineinkaufsführer der empfehlenswerten Weine unter 12 Euro” enthusiastisch gelobt wird und wegen seines „hervorragenden Preis-Genuss-Verhältnisses” nochmals extra ausgezeichnet wurde. Das tiefe dunkle Rot in der Farbe deutet bereits auf die geschmackliche Konzentration dieser leckeren, sinnlichen Alltagscuvée aus Merlot (80%) und erstmals Syrah, was diesem großartigen Garriguewein seine einzigartige, urwüchsige Charakteristik verleiht. Der gar nicht südländisch warm, sondern eher distinguiert und relativ ‚kühl’ wirkende, expressive Duft, der sich erst allmählich im Glas entfaltet, erinnert an schwarze Johannisbeeren. Pflaumen und wild wachsende Kräuter der Garrigue. Am Gaumen dem gleich phantastischen 2001er in der Dichte und Konzentration sehr ähnlich, besitzt er aber infolge der älter werden Rebstöcke noch deutlich mehr Eleganz und Finesse und ist wie immer geprägt von einer inspirierenden, von Jahr zu Jahr subtiler werdenden, bestens eingebundenen animalischen Wildheit und Ursprünglichkeit. Weiche und cremige Tannine, die nicht aus dem Holzfass, sondern ausschließlich aus den Trauben stammen, sorgen für eine extrem rare Struktur in dieser provokant fairen Preisklasse. Henri Boukandoura ist es mehr denn je gelungen, die Eleganz des Nordens mit der Expressivität des Südens zu vereinen: Reich im Bukett, vielschichtig in den Aromen und cremig weich in den Tanninen. Und das alles bei trinkanimierend niedrigen Alkoholgradationen von knapp 13 Volumenprozent.
Zu genießen ab sofort bis 2009.


Domaine de Limbardié - Cessenon
Die Domaine de Limbardié — ein idyllisches Fleckchen Erde

323302 Limbardié, Tradition, rouge 2002 12,50 Euro
Als rebsortenreiner Merlot aus dem Languedoc „nur” als vin de pays eingestuft. Aber welch großartige Vermählung geht diese Edelrebe mit der „wilden” Aromatik des französischen Südens ein! Dieser elegante, verführerische Wein erinnert in der Nase an große Crus aus St. Émilion, die jedoch ein Mehrfaches kosten, denn er betört geradezu mit den Aromen der Merlottraube und der Genießer spürt die beerige (Cassis!), kernige, leicht süßliche Frucht und die kühle Eleganz des Bordelais so deutlich wie bei seinen großen Jahrgangsvorgängern 98 und 2001. Doch erstmals besitzt dieser herrliche Wein unmittelbar nach der Öffnung keine zart animalische Note mehr wie in der Vergangenheit, als die Rebstöcke noch jünger waren, stattdessen brilliert er mit einer nie zuvor erlebten Mineralität und Aromenintensität. Bereits kurz nach der Öffnung taucht die Zunge ein in eine faszinierende Aromatik von roten und schwarzen Beeren, Zimt- und Vanilletönen, intensiven Schwarzkirschanklängen sowie edlen mediterranen Gewürzen und einer zarten Pfeffernote.
Am Gaumen gewohnt weich, dicht und cremig, die kompakte Frucht eingepackt in reife, sehr saftige, ausbalancierte Tannine und edle, feine Holznoten, welche die tiefe dunkelwürzige Frucht des Weines gekonnt umrahmen: ein vielschichtiger, bestens strukturierter, fein balancierter Wein mit einer komplexen Fülle, sehr konzentriert und lang anhaltend. Ein Hochgenuss sowohl für die Liebhaber südfranzösischer Weine als auch vorzüglicher Bordelaiser Gewächse.

Ein großartiger Merlot, eine Provokation wesentlich teurerer Bordelaiser Prestigegewächse und seit einigen Monaten in bestechender Trinkverfassung: Dieser großartige Wein hat seinen Höhepunkt erreicht und wird Sie nicht nur an den kommenden Festtagen, sondern noch über drei bis 4 weitere Jahre hinweg solo getrunknen und als fabelhafter Begleiter erlesener Speisen begeistern. Meine ganz besondere Empfehlung!
Aufgrund seiner extrem weichen Gerbstoffe durchaus schon mit Genuss zu trinken, Höhepunkt sicherlich Mitte 2006 bis wenigstens 2012.





Domaine Gauby

„Eine Revolution im Roussillon” jubelt Vinum/Alles über Wein – Die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität!

„Lange stand das Roussillon im Schatten des benachbarten Languedoc. Plötzlich hat jedoch in seinem Norden, dem historischen Gebiet des Fenouillèdes, eine verblüffende Dynamik eingesetzt. Denn in den Hügeln des oberen Aglytals verfügen die Winzer über hervorragende Terroirs mit Kalk-, Schiefer- oder Granitböden und über einen bedeutenden Bestand an alten Reben; ideale Voraussetzungen, um große Weine von herausragender Qualität zu erzeugen. Entsteht hier das Priorat Frankreichs?”, so die euphorisch-rhetorische Frage von André Dominé, einem der versiertesten Weinkenner der Welt, in seinem großartig recherchierten Bericht in „Alles über Wein”.

Domaine Gauby
Gérard Gauby

Und Sie, liebe Leser, wissen es aus vielen meiner Beschreibungen schon lange: Seit Jahren zählt Gérard Gauby, neben Jérôme Malet die Ikone des Roussillon und eine charismatische Persönlichkeit, zu den besten Winzern des gesamten französischen Südens. So vergibt die Bibel der französischen Weinliebhaber, das „Classement des meilleures vins de France 2007”, der Domaine Gauby als einzigem Produzenten trockener Rotweine im gesamten Roussillon 2 Sterne, was bedeutet:„Produzent sehr großer Weine in den besten Lagen Frankreichs”. Bevor Gérard Gauby auf diesem Gipfel des vinologischen Olymps angekommen war, hat er in den bewegten Jahren seiner Winzertätigkeit einen enormen Lernprozess durchschritten. Bis zum Jahrgang 1998 waren seine Weine ungeheuer konzentriert, dicht, ja gewaltig, es fehlte ihnen aber für meinen Geschmack etwas an Finesse und Eleganz. Doch mit Gaubys großartigen Jahrgängen 99/2000 setzte ein Stilwandel und damit verbunden ein qualitativer Sprung ein, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er anstatt auf höchstmögliche Konzentration und schiere Kraft – bei aller Dichte seiner Weine – auf Finesse, Eleganz, ultrafeine, geschliffene Tannine und niedrigen Alkoholgehalt (zwischen 12,5% und 13,5%) in bester Bordelaiser Tradition setzt. Sensationell schöne Trinkweine ersetzen seitdem Monsterweine für Journalistendegustationen!

Wie kam diese Entwicklung zustande? Nach der Hinwendung zum biologischen Anbau folgte in letzter Konsequenz 1999 der Beginn der biodynamischen Bewirtschaftung der Weinberge, zu deren bedeutendsten Verfechtern weltweit Gérard mittlerweile zählt und die ganz entscheidend zum dramatischen Qualitätssprung der Weine beigetragen hat. Immer stärker konzentriert Gauby seither seine Anstrengungen auf die Bearbeitung der Böden seiner exzellenten Parzellen. „Die Dinge geschehen nicht von einem auf den anderen Tag”, erläutert Gauby. „Es braucht ein Jahrzehnt, bis man die natürlichen Abwehrkräfte der Reben wieder belebt hat, die wir jetzt in unseren Weinbergen haben. Bei den Weinen arbeite ich jetzt fast ohne Schwefel, sie erreichen eine fast schon nördliche Geradlinigkeit, aber mit einem enorm hohen Anteil an Extrakt und Konzentration, vor allem aber an Tiefe. Wir werden auch immer präziser, was den Augenblick des Pflückens angeht. Damit gelingt es uns, die phenolische Reife vor der alkoholischen zu erreichen. Und das ist bislang nur sehr wenigen Leuten in Europa oder in der Welt gelungen. Wir machen jetzt Weine mit deutlich niedrigeren Alkoholwerten, die zu den lebendigsten und frischesten Frankreichs zählen.”

In gleicher Weise bedeutsam für den qualitativen Quantensprung war die Umstellung in der Kellerarbeit, denn Gauby reduzierte als einer der ersten Winzer, damals noch völlig gegen den Zeitgeist, die Extraktion, um keine Konzentrationsmonster mehr zu erzeugen, sondern – bei aller Dichte und Tiefe – großartige TRINKWEINE, die Lust machen, mehr als nur zwei oder drei Gläser zu genießen. Eine visionäre Entscheidung, denn Gaubys Kellertätigkeit ist heute gekennzeichnet durch einen wesentlich sensibleren Ausbaustil als in der Vergangenheit (deutlich reduziertes Untertauchen der Maische oder Umpumpen des Mostes), was zu wesentlich geschliffeneren, feineren, frischen und seidigen Tanninen führt. Zudem vergärt er mittlerweile in großen hölzernen Gärbottichen und Betontanks (je nach Zustand der Trauben entscheidet Gérard intuitiv, ob die Behälter dabei offen oder geschlossen sind), in denen durch die ausschließliche Verwendung weineigener Hefen die Gärung viel langsamer als früher verläuft und so eine Extraktion der feinsten Inhaltsstoffe der Trauben ermöglicht wird. Zudem hat sich Gauby für einen langen Hefekontakt und eine starke Zurücknahme des Holzes entschieden (Umstellung des Ausbaus der Weine vom Barrique auf neue größere Eichenholzfuder, zunehmend auch der Einsatz gebrauchter Barriques statt neuer: „Die Mischung muss optimal sein.”), was den Weinen nochmals mehr Finesse, Eleganz und Geschliffenheit vermittelt und zu der im Weinberg angelegten Dominanz des Terroirs über den Rebsortencharakter beiträgt.

„Ich will eigentlich nichts anderes als das, was ich im Weinberg angelegt habe, im Keller bewahren”, so die Maxime von Gérard Gauby, die in den wunderschönen Weinen der traumhaften Jahrgangstriologie 2003/4/5 einen vorläufigen Höhepunkt, aber sicherlich noch keinen Abschluss findet. „2005 ist ein wundervoller Jahrgang, von den klimatischen Bedingungen her absolut mit dem Bordelais zu vergleichen, geprägt von einer großen Länge, einer sagenhaften Finesse, einer einzigartigen Frische und seidenen Tanninen” (Gauby): Sagenhafte Weine mit Referenzcharakter für den gesamten französischen Süden!
Oder um es noch einmal mit André Dominés Worten zu sagen: „Gaubys Weine verblüffen mit ihrer spektakulären Frische, Finesse und Mineralität. Sie erfinden den Süden neu, verbinden dessen Frucht und Rundheit mit einer Eleganz, die an große Bourgognes denken lässt, und wie diese brauchen sie viel Zeit (oder Luft), um sich zu offenbaren!”

Ihnen, liebe Kunden, möchte ich die jetzt bereits abgefüllten Meisterwerke genau so eindringlich ans Herz legen wie in Subskription die noch in den Fässern schlummernden Kultstoffe aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 (leider mengenmäßig nur eine geringe Ernte), die von den Fachjournalisten, die diese großartigen Gewächse bereits degustieren durften, mit Höchstnoten bedacht wurden, die im Sphärenbereich der besten und im Vergleich dazu um ein Vielfaches teuren Bordelaiser Top-Gewächse liegen: Es sind singuläre Weinunikate voller Charakter und Authentizität mit einem legendären Reife- und Entwicklungspotential, die, kämen sie denn aus den bekannten Renommierregionen der Welt, ein kleines Vermögen kosten würden!


354604 Gauby, Les Calcinaires, Vin de pays des Côtes Catalane, blanc 2004 12,00 Euro
Die weißen Rebsorten der Gaubys aus jüngeren Rebstöcken werden seit dem Jahrgang 2003 nicht mehr getrennt ausgebaut, sondern als höchst animierende, sehr mineralische Cuvée aus Muscat sec, Chardonnay, Grenache Blanc und Viognier vinifiziert, deren Hauptmerkmal neben der aromatischen Komplexität – wie bei allen Weinen des Winzergenies aus Calce – ihre unnachahmliche Finesse darstellt.

Der weiße Les Calcinaires betört zunächst durch den typischen Duft des Muskatellers nach Rosen und exotischen Früchten. Sein subtiler, unaufdringlicher Duft ist fein verwoben, frisch und klar, dabei sehr komplex. Die Zunge jubiliert wegen der animierenden, knackigen Frische, der tiefgründige Wein präsentiert sich vielschichtig, voller Schliff und Mineralität, cremig und wiederum von traumhafter Finesse. Natürlich ist diese südländische Cuvée ein unverwechselbares Kind ihrer Heimat. Auf der anderen Seite brilliert sie mit ihrer singulären Finesse, die diesen Wein so wohltuend „anders” macht, ihn so fundamental aus der Masse der zumeist belanglosen und langweiligen Weißweine des französischen Südens heraushebt, wie kaum einen anderen.

Hier ist sie wieder zu spüren, die geniale Handschrift des Meisters, die den Einstieg in die faszinierende Welt der sensationell großen Rot- wie Weißweine dieses Winzergenius leicht macht. Ein herrlicher Wein mit einem lang anhaltenden, frischen, mineralischen Nachhall, solo genossen Trinkfreude pur, ein Traum zudem zu asiatischer Küche, schlicht ein phantastischer Wein, bei dem ich auch einen Abend lang guten Gewissens meine Liebe zu großen Rieslingen deutschsprachiger Herkunft vergessen kann.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2006 bis Ende 2009.

Gauby, Les Calcinaires, Vin de pays des Côtes Catalane, blanc


354204 Gauby, Vieilles Vignes, C.d.Roussillon Village, blanc 2004 27,90 Euro
Ein legendärer Weißwein singulären Charakters, unter Kennern Liebhaberstatus!



354105 Gauby, Les Calcinaires, Côtes du Roussillon Villages rouge 2005 12,90 Euro
Ein in seiner Preisklasse unvergleichlicher Traum von Wein aus Gaubys bisher größtem Jahrgang, ein fein balancierter, harmonischer Côtes du Roussillon, der geprägt ist von seiner für den französischen Süden extrem raren, seidigen und unvergleichlich kühlen Finesse. In der Farbe ein tiefes Violettrot mit schwarzem Kern; die Nase wird betört von einem gleichzeitig dichten und dennoch filigranen Kirsch- und Cassisbukett mit Anklängen an Früchtebrot, Tabak, schwarze Oliven und Karamell, feinst unterlegt von einer tiefgründigen Mineralität. Die expressive Frucht, verbunden mit einer burgundischen Finesse betört gleichermaßen einschmeichelnd den Gaumen, hüllt ihn ein mit ihrem samtenen Tuch, verweilt, will nicht mehr loslassen. Ein herrlich runder, harmonischer, delikater Wein, mit einer faszinierenden Frische und Kühle in den cremigen Gerbstoffen (vom Ausbau im fast unmerklichen Barrique), ein Zungengefühl von zartem Schmelz und subtiler Mineralität: ein kleiner Geniestreich von Gérard Gauby, Terroir pur, WeinGENUSS in Vollendung! Der 2004er war schon Klasse und bei unseren Kunden ungemein beliebt: 2005 ist noch größer, da komplexer und noch finessenreicher. Gérards Meisterwerk aus biodynamischem Anbau ist in seiner Preisklasse selbst im Süden Frankreichs fast ohne Konkurrenz und bietet ungewöhnlich viel Gegenwert fürs Geld. Übrigens: In der „Revue du vin de France”, die alljährlich den neuesten Jahrgang aller Anbauregionen Frankreichs beurteilt, erhält die Domaine Gauby als eine von zwei Weingütern aus dem riesigen Gebiet des Languedoc-Roussillon einen „coup de coeur” und der längst ausverkaufte Jahrgangsvorgänger unseres hier präsentierten Calcinaires wird ausdrücklich wegen „seiner verführerischen Frucht und seiner großartigen Tanninstruktur” gefeiert.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt Ende 2007 bis nach 2012.



354404 Gauby, Vieilles Vignes, C.d.Roussillon Village, rouge 2004 24,90 Euro
Uralte Grenache- und Carignanreben aus dem Ende des 19ten Jahrhunderts, dazu etwas Syrah und Mourvèdre (über 50 Jahre alt) ergeben einen der besten Rotweine des gesamten französischen Südens, der neben seiner faszinierenden Frische, Kühle und beispielhaften Mineralität zurzeit mächtig, dicht und gehaltvoll daherkommt – und dennoch von noblem Charakter geprägt ist. Die komplexe, fast explosive Aromatik dieses Weines kommt beispielhaft reif und subtil auf die Zunge: Keine Spur von marmeladiger Überreife, von Rumtopfnoten oder einer Alkoholdominanz, allesamt unerwünschte Parameter, die Gaumen und Nase unschön attackieren. Stattdessen brilliert dieser autochthone, tiefdunkle Wein mit einer sagenhaften Fruchttiefe:Edle, kühle, hochkomplexe, feinwürzige Beeren- und Kirscharomen, feinst unterlegt von Bitterschokolade- und Tabaknoten in Nase und Gaumen, dazu ein kohärenter innerer Spannungsbogen von der Zungenspitze bis in den phantastisch langen Nachhall.
Dieser große Wein braucht noch Zeit und wird seinen Höhepunkt wohl zwischen Ende 2009 bis wenigstens 2018 erreichen.



354405 Gauby, Vieilles Vignes, C.d.Roussillon Village, rouge 2005 19,80 Euro
Phänomenal großer Spitzenwein von einer unglaublichen, bis dato im Midi unerreichten burgundischen Finesse, der nicht nur im Roussillon, sondern selbst im internationalen Maßstab keinen (Preis-) Vergleich zu scheuen braucht! Meine persönliche Empfehlung des Jahres aus Frankreichs wildem Süden, sicherlich kein billiger Wein (wie könnte er dies angesichts seiner fabelhaften Qualitäten auch sein), aber fast jede Sünde und daher eine besondere Investition sicherlich wert. Solch einen grandiosen Stoff finden Sie weltweit in dieser Preisklasse kaum ein zweites Mal. Faszination und Versuchung pur! Ein Referenzwein für DEN neuen Stil des französischen Südens! Von der Bibel der französischen Weinkritik, dem Classement 2007, mit 17,5/20 Punkten bewertet und damit auf dem Niveau großer Bordelaiser Gewächse.


In Subskription


354505 Gauby, „La Muntada”, rouge 2005 56,00 Euro
Eine andere Preisliga als der Vieilles Vignes, aber: Junge Syrahtrauben von einer traumhaften, im heißen Süden – ähnlich wie viele Parzellen der Domaine Trévallon – idealerweise nach Nordwesten! ausgerichteten großartigen Einzellage und uralte Grenache- und Mourvèdrereben ergeben den für viele Kenner wohl besten Wein des französischen Südens in 2005! Dieses sensationelle Weinunikat voller Ursprünglichkeit und geschliffener, burgundischer Finesse ist wohl das Größte, was Gérard Gauby in seiner bisherigen Winzerlaufbahn vinifiziert hat, noch einmal einen Tick besser als die phantastischen Jahrgangsvorgänger: Die absolute Provokation teuerster und größter Weine aus Bordeaux! (Wobei ja schon der 2001er in der Bibel der französischen Weinkritik, dem „Classement 2005”, mit der ganz selten vergebenen Idealnote von 10/10 Punkten bewertet wurde, während der WEINWISSER 19/20 Punkten zückte!)


In Subskription


354503 Gauby, „La Muntada”, rouge 2003 59,00 Euro
Gerhard Eichelmann urteilt in MONDO : „La Muntada 2003, faszinierend viel Frucht, herrlich viel Stoff und Konzentration, feine Mineralität, ganz gewaltiger Nachhall, 95 Punkte.”





ÖSTERREICH

Weingut Gernot Heinrich - Neusiedlersee

Der Zauber Pannoniens

Weingut Gernot Heinrich - Neusiedlersee
Heike und Gernot Heinrich

Das Burgenland mit seinem malerischen Neusiedlersee, der in heißen Sommern durch seine kühlen Brisen und den Morgentau für belebende Frische sorgt, ist ganz zweifellos ein gesegnetes, ja magisches Weinland. Hier liegt Österreichs wärmstes Weinanbaugebiet, und die roten Trauben gedeihen in der Nähe des oft nur knapp zwei Meter tiefen, aber 30 Kilometer langen, romantisch in der Sonne glitzernden Gewässers inmitten der zauberhaften pannonischen Landschaft, die fast schon an das berühmte Médoc erinnert. Viele Kenner und Liebhaber exzellenter österreichischer Rotweingewächse betrachten Gernot Heinrich aus Gols, dem berühmtesten Weinort am Ostufer des malerischen Neusiedlersees, als Primus inter pares seiner Zunft, denn seine eleganten, finessenreichen, feinfruchtigen Gewächse sind meilenweit entfernt von den marmeladigen Monsterweinen, die mittlerweile in vielen Regionen der Welt produziert werden und die alkohollastig im Glase krachledern.

Weingut Gernot Heinrich - Neusiedlersee
Im kurzen Gabarinza

Diesem „Terror” der weltweit zunehmenden Gleichförmigkeit und Nivellierung stellt Heinrich genussvolle Trinkweine gegenüber, die bei aller Dichte und Opulenz von ihrem großartigen Terroir geprägt sind, mit Eleganz und Finesse brillieren und die zuallererst das Resultat sind von harter handwerklicher Arbeit in seinen Spitzenlagen an den Südhängen der Parndorfer Platte. So verknüpft Gernot Heinrich, dieser feinsinnige Künstler, die burgenländische Tradition mit seinem ureigenen innovativen Weinstil, kreiert edle Tropfen voller Schönheit und innerer Kraft, voll samtener Fülle und dichter Frucht, voll Harmonie, Eleganz und beispielhafter Struktur. Kopf und Herz gehen eine faszinierende Symbiose ein und zeigen uns einen eigenwilligen, jungen Winzer, der sich nicht in ein Klischee pressen lässt und so wohltuend frei jeglicher Dogmen ist. Seine eigenen Wege spiegeln sich schon rein äußerlich in einer sowohl geradlinigen als auch schöpferischen architektonischen Formensprache eindrucksvoll in seinem einzigartigen „Wohn-Arbeits-Lebens-Traumhaus” wieder, das inmitten der exzellenten Weingärten der Parndorfer Platte entstanden ist, beispielhaft den Charakter Pannoniens reflektierend und die Natur gleichsam ins Haus transportierend. So ist die gesamte Architektur des rational bis ins kleinste Detail gestalteten hochmodernen, sich auf drei Ebenen befindlichen Kellers strikt den Gesetzen der Schwerkraft unterworfen, um die Verarbeitung der Trauben zu Wein so schonend wie nur irgend möglich und ohne jegliches mechanisches Umpumpen zu gestalten, was nach Heinrichs Ansicht entscheidend ist, um eine grüne Tanninstruktur zu vermeiden und fern jeder Rustikalität die Eleganz und Finesse zu erzielen, für die seine Weine weltweit berühmt sind.

Gernot Heinrich tritt sehr bescheiden und ruhig auf, vermittelt jedoch im engagierten Gespräch eine profunde Kompetenz, ist ein höchst kreativer Perfektionist und das Burgenland hat ihm sehr viel zu verdanken: Er ist mit seinen herausragenden Rotweinen zu einer Lokomotive geworden für die ganze Region. So kürte das Weinmagazin FALSTAFF folgerichtig Gernot Heinrich zum Winzer des Jahres 2000 und zum Sieger der großen Rotweinverkostung von über 1.000 Weinen. VINARIA, „Die besten Weine 2005/6” meint, „das Renommee der Heinrich’schen Rotweine zu preisen, hieße Wasser in den Neusiedlersee zu gießen. Eine fulminante Performance, eine bestechende Kontinuität der gesamten Palette in Verbindung mit den herausragenden Qualitäten des Topsegments”. Und der GAULT MILLAU 2006 urteilt: „Das Weingut von Gernot und Heike Heinrich zählt zur absoluten Spitze unter den österreichischen Rotweinerzeugern: Perfekte Weine mit einer tollen Fruchtprägnanz, enormen Vielschichtigkeit und Komplexität bei gleichzeitiger Feinheit und Harmonie.” Zu den Jahrgängen 2003/4/5: Der 2003er gilt bei vielen Experten als der größte österreichische Rotweinjahrgang aller Zeiten, „die krönende Fortsetzung der roten Erfolgsgeschichte der Vorjahre, mächtige, reife, komplexe Gewächse”.(FALSTAFF) und Heinrichs Spitzencuvées Pannobile und Gabarinza 2003 haben das Zeug zur Legende! Klassisch-elegant (und daher gar von so manchem Kenner bevorzugt), feinsaftig und dicht gleichermaßen präsentieren sich die 2004er Basisweine – geniale Luxusweine für den Alltag!

732205 Heinrich, Zweigelt 2005 10,50 Euro
Weinguide VINARIA 2006/7: „Die 2005er Gewächse von Heinrich kosten sich ausgesprochen viel versprechend; als Einsteigerweine bieten sie überdies ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis”. Als besten Beleg für diese These von VINARIA empfehle ich Ihnen diesen enorm kraftvollen, aber von Meisterhand gebändigten Zweigelt, der eindrucksvoll demonstriert, dass diese Rebsorte Heinrichs heimliche Liebe darstellt, „mit dem er umzugehen versteht wie kaum ein anderer” (FALSTAFF). Tolle, intensive Farbe von sattem Purpur-Violett. Rauchig, speckig, maskulin, mit viel Druck und Biss und intensiver Brombeer- und Cassisfrucht. Am Gaumen kommen reife Weichseln hinzu, Veilchen und etwas Nougat, vom Holzausbau herrührend. Saftig, frisch, viel Kraft. Für einen Wein dieser ungemein fairen Preisklasse eine enorme innere Dichte. Dieser wunderschöne Trinkwein begeistert durch einen schönen Schliff und eine feine Mineralität (Ursache sind die hervorragenden Kalkböden, auf denen die Trauben wachsen), er ist extraktreich und bereits sehr harmonisch, besitzt saftige, zart süßliche, schmelzige, verführerische Tannine und zeigt im langen Nachhall florale und kräuterwürzige Aromen sowie einen dezenten schokoladigen Touch. Superb gelungen! Seinem sehr guten Jahrgangsvorgänger aufgrund seiner klassischen, kompakten, jugendlichen Eleganz nochmals – einen Tick – überlegen, ein absoluter Preis-Leistungshammer mit dem gewissen Drive!
Schmeckt einen Tag nach der Öffnung fast noch besser, Dekantieren daher empfohlen. Potential bis nach 2010.



732305 Heinrich, Blaufränkisch 2005 10,50 Euro
Dieser reinsortige Blaufränkisch aus der österreichischen Charaktersorte schlechthin besticht durch eine ungewöhnliche Feinheit und Eleganz, da alle rosinenartigen Trauben ausselektiert wurden, um eine überreife, marmeladige Stilistik zu vermeiden. Am Gaumen samtige, schmeichelnde, ausladende Aromen, die eine spezielle würzige Terroirprägung erkennen lassen, ein spannender geschmeidiger Wein mit Potential für die Zukunft! Dunkles, intensives Kirschrot. Mittlerer Körper, rassiger Bodengeschmack, intensive, kühle Fruchtigkeit, harmonische, zart cremige Textur. Feine Cassisnase mit blättrigen Nuancen und herrliche Noten von Brombeeren und getrockneten Kräutern, saftige Würze mit Anklängen an Pfeffer und Tabak. Das alles ist zart unterlegt von einer noblen, dezenten pflaumigen Süße. Ein hinreißender Wein für JEDEN TAG mit konzentrierter Rasse, viel Frucht, geschmeidigem, fast fließendem Tannin und einem langen, wiederum Brombeer-dominierten Nachhall. Feinfruchtig, fleischig und lebendig auch am Gaumen, das ideale Getränk für mediterran inspirierte Gerichte. Tolle mineralische Würze – jeder Schluck ein Treffer! „Ein Bilderbuchwein”, VINARIA.
Zu genießen ab sofort bis 2009.



732505 Heinrich, St. Laurent 2005 16,00 Euro
„Der St. Laurent ist autochthon wie wir”, meint Familie Heinrich voller Stolz. Und ich schwärme auch für diesen eher femininen, „überaus animierenden” (VINARIA) Rotwein, der mich mit seiner Delikatesse, Dichte und Grandezza begeistert. Gewiss, es ist kein Wein für „Drucktrinker”, aber welche tiefe Farbe, welche betörende, geschliffene Eleganz und Finesse! Bereits der feinmaschige, nussige Duft von sanft angeröstetem Himbeermark sowie reifen Kirschen begeistert und das Mundgefühl ist von einer nur schwer zu beschreibender Spannung zwischen lebendigem, saftigem Tannin und fleischiger, zarter Frucht von Himbeere, Kirsch und Heidelbeere sowie einem Hauch von roter Paprika geprägt. Dieser geniale Rote ist ein burgenländisches Pendant zum Riesling, der mit seiner verspielten Eleganz zu bezaubern weiß. Lebendig strukturiert, fein ziseliert, leicht geleehaft verdickt im delikaten Nachhall. Trinkvergnügen pur und mein besonderer Tipp! Man schmeckt förmlich die differenzierte Weinbergsarbeit und die sensible, einfühlsame Hand des Meisters. Eine delikate Burgenland-Grazie. So müssen Monets Seerosenbilder riechen.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2012.



732404 Heinrich, Pannobile, rot 2004 23,50 Euro
Feinheit, Eleganz, Harmonie, Intensität: Das sind die Attribute dieser aus einer strengen Traubenselektion heimischer Rebsorten von besten Lagen unter dem Begriff „Pannobile” vermarkteten, hochwertigen Cuvée, die mittlerweile zu einem Klassiker avanciert ist. Der Pannobile von Heinrich ist ein maskuliner, breitschultriger, aber durch und durch feinsinniger Wein, der trotz kräftiger Tanninstruktur von einer weichen Fülle und herrlichen aromatischen Reife geprägt ist. Die Trauben kommen ausschließlich von südlich exponierten Hanglagen der Parndorfer Platte, was sich durch eine hohe physiologische wie aromatische Reife schmeckbar ausdrückt. Durch die enorme Fruchtsubstanz, die sich am Gaumen, peu à peu, schichtweise freisetzt, schimmert eine lebendige Mineralität und Minzfrische hindurch. Königliches Cassisbukett mit herrlichen Aromen von schwarzen Waldbeeren, Kirschen und Vanilleschoten, zart unterlegt von Noten von Bitterschokolade, Rauch und Tabak. Mit zunehmendem Sauerstoffkontakt immer schokoladiger werdend. Am Gaumen sehr harmonisch, füllig, konzentriert, frisch und elegant. Die verführerische, saftige Frucht kleidet den ganzen Gaumen bis in den hintersten Winkel schmeichlerisch aus. Animierendes Frucht-Säure-Spiel! Welch faszinierende Demonstration des großen Potentials seiner pannonischen Heimat, ein Trinkvergnügen pur, das nach jedem Glase einlädt zum Weitergenießen und Meditieren!
Nach längerem Dekantieren bereits ab jetzt trinkbar, Höhepunkt 2008 bis nach 2015.



732704 Heinrich, Gabarinza, rot 2004 34,00 Euro
Die Krönung in Gernot Heinrichs traumhaften 2004er Weinen! Alles scheint ruhig in diesem Wein, doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig! Deutliche Mineralität. Geheimnisvolle Gewürze. Ein hauch von Orangen. Superbe Fruchtsüße, feinste Beerenkonfitüre. Dazu heiße röstige Akzente, darin eingebettet ist eine kühle Terroir-Würze, eingehüllt von warmer, sanft pflaumiger Frucht. Vollmundig und charakterstark, füllig und fein, weich und doch straff. Ein Energie-Wein, der fordert, der Spannung zeigt: Vor allem durch die fast schon rieslingtypische, feinstrahlige, kühle Mineralität als Pendant zur burgundischen Differenziertheit und Intensität der Frucht. Das ist Finesse pur! Und was zunächst im Bukett maskulin erscheint, wird am Gaumen weich, füllig und warm. Da ist jene Spannung, die diesen Wein für mich so faszinierend macht, ihn als unverwechselbares Unikat so wohltuend heraushebt aus dem Ozean der überpowerten Designer-Kult-Weine. Da ist nichts Gemachtes, Überdrehtes, Hochgetuntes oder Tiefergelegtes – das, liebe Kunden, ist für mich der Inbegriff eines pannonischen Terroir-Weins, der seine Herkunft, seine Heimat aufs Vortrefflichste widerspiegelt. Herzlichen Glückwunsch, Heike und Gernot Heinrich! Dieser Wein begründete – neben dem Pannobile – völlig zu Recht den Ruhm der Familie Heinrich.

Weingut Gernot Heinrich - Neusiedlersee
Im Gabarinza

Der Gabarinza ist eine komplexe Cuvée der besten Trauben aus der Golser Einzellage und penibelste Selektion heißt das Zauberwort. Einmal akribisch im Weingarten und dann sorgfältig im Weingut am Sortierband. Verarbeitet wurde das exzellente Traubenmaterial des Überfliegerjahrgangs 2003 nur mittels Schwerkraft und Gernot Heinrich vinifizierte den Wein mit einer vier- bis fünfwöchigen Maischestandzeit (!) und baute ihn danach 18 Monate in zu 90 Prozent neuem Holz aus. Doch die innere Dichte ist so hoch und das Tannin so fein, dass man in diesem riesigen Roten kein vordergründiges Holz schmeckt, ganz im Gegenteil. Bei jedem Schwenken des Glases, bei jedem Hineinschnuppern und Schmecken changieren die Aromen, verändern sich auf subtilste Weise, legen wieder neue Frucht- und Terroir-Nuancen frei. Zum Trinken schön!
Zu genießen ab sofort (zweistündiges Dekantieren empfohlen), Höhepunkt 2008 bis 2016+.



732803 Heinrich, Salzberg, rot 2003 54,90 Euro

Weingut Gernot Heinrich - Neusiedlersee
Bodenprofil im Salzberg

Österreichs extrem rarer roter Kultstoff: Zweithöchste Bewertung im FALSTAFF und drei goldene Sterne in VINARIA sowie die Beurteilung: „Wenn jemand den Salzberg als besten österreichischen Rotwein bezeichnen wollte, würden wir jedenfalls nicht widersprechen”.


Leider bereits ausverkauft!



Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann