Saarlouis, im August 2006

PINwand N° 120


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen aus Deutschland traumhaft schöne Weißweine aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 von den Weingütern Van Volxem (STERN: „Der Rebenflüsterer – Roman Niewodniczanski erzeugt Saarweine mit mythischem Ruf”) und von Johannes Leitz aus dem Rheingau. MONDO, die empfehlenswerte werbefreie Weinzeitschrift, feiert unseren Spitzenwein von Mas Estela aus Nordspanien ebenso mit einer Weltklassebewertung wie den 2003er Ansata der Domaine Perrières von Marc Kreydenweiss aus dem Süden Frankreichs. Beide Rotweine stammen aus biologischem Anbau, beide Gewächse sind angesichts ihrer phantastischen Qualität weit unterpreist und der Ansata bezaubert mit trinkanimierend niedrigen 12,5% Alkohol!
Dazu finden Sie, liebe Kunden, aus Frankreich die großen Weine der legendären Domaine Clos des Papes aus Châteauneuf-du-Pape und von Mourgues du Grès, unserem Klassiker aus den Costières de Nîmes. Freunde italienischer Tropfen können sich an den traumhaften Weinen von Saladini-Pilastri aus den Marken erfreuen sowie von Pratesi aus der Toskana (ein italienischer Spitzenwein für unter 20 Euro, und das bei 94 Parkerpunkten!)

In der letzten Pinwand stellten wir Ihnen, liebe Kunden, den phantastischen 2005er Jahrgang vom Weingut Ökonomierat Rebholz in der Pfalz vor – mit sensationellem Erfolg! Sehr gefreut hat uns eine liebevolle Besprechung von Thomas Reinhardt in der SAARBRÜCKER ZEITUNG, der den großartigen Riesling Kabinett zum Wein des Monats kürte: „Hansjörg Rebholz gehört zu den Pionieren in der Pfalz. Der Winzer aus Siebeldingen ist ein Qualitäts-Fanatiker, scheut weder Geld noch Mühe, um seine Weinberge zu pflegen und das Beste aus Ihnen herauszuholen. Heraus kommen sehr trockene, individuelle Weine, die ihre Zeit zur vollen Entwicklung brauchen. Das gilt auch für unseren Wein des Monats, den Riesling vom Buntsandstein 2005 Kabinett trocken. Wie alle Rebholz-Gewächse präsentiert sich dieser Riesling, der seine Wurzeln tief in die karge Erde aus Stein und Sand treibt, trocken und mineralisch, aber auch mit phantastisch klaren Fruchtaromen (Weinbergpfirsich, Aprikosen, Mandarinen). Ein komplexer, eleganter Riesling aus einem großen Jahr, ein vorzüglicher Essensbegleiter (Fisch, Meeresfrüchte, helles Fleisch, Pasteten), ein Wein, „der geradezu auf der Zunge tanzt”. Rebholz Gewächse zählen zu den besten in Deutschland. Probieren Sie’s !”

971205 Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Kabinett trocken 2004 9,50 Euro

Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Kabinett trocken


Zudem möchte ich Ihnen folgende drei Weine des besten Winzers der Pfalz ganz besonders ans Herz legen, die wegen großer Nachfrage bald ausverkauft sein werden:

970305 Rebholz, Weißer Burgunder Kabinett trocken 2005 9,50 Euro

Rebholz, Weißer Burgunder Kabinett trocken



970205 Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Spätlese trocken 2005 13,80 Euro

Rebholz, Riesling „vom Buntsandstein” Spätlese trocken



970005 Rebholz, Riesling „vom Rotliegenden” Spätlese trocken 2005 14,50 Euro

Rebholz, Riesling „vom Rotliegenden” Spätlese trocken


Die Bordeaux-Subskription 2005 wird weiterhin weltweit nachgefragt wie nie zuvor in der Historie der Region – Phantastische Qualitäten wie in den legendären Jahrgängen 1982, 1961 und 1947 lassen die Herzen der Weinliebhaber höher schlagen. Viele kleine Châteaux haben die besten Weine ihrer Geschichte vinifiziert – Schnäppchenqualitäten wie nie zuvor! Etliche Weine sind bereits ausverkauft bzw. im Preis stark gestiegen. Wir präsentieren Ihnen heute auf unserem Bestellblatt eine kleine Auswahl noch verfügbarer besonders guter Weine zu fairsten Preisen: Einzigartige Weinunikate mit magischer Ausstrahlung, die zur Legende werden! (Unsere gesamte Liste incl. kleinster Restmengen finden Sie hier) Zudem bieten wir Ihnen nochmals die traumhaften Gewächse von du Cédre, Gauby und Laffont an, Weine auf absolutem Weltklasseniveau, die nur einen Bruchteil der Spitzenweine aus dem Bordelais kosten – bei identischen Qualitäten!




FRANKREICH

Château Mourgues du Grès - Côstières de Nîmes

Fruchtig-frische Rosé- und authentische mediterrane Rotweine mit legendärem Ruf!

„Mourgues du Grès erstrahlt seit Jahren wie ein Leuchtturm in den Costières de Nîmes, dank seiner herausragenden Roséweine, die überwiegend aus der Syrahtraube vinifiziert werden, aber auch wegen ihrer seriösen Arbeit bei den fabelhaften Rotweinen”, so lobt Frankreichs renommiertester Weinführer, das „Classement 2005”, dieses Kleinod, das südlich der alten Römerstadt Nîmes und nördlich der wildromantischen Camargue gelegen ist. Daher grenzt es unmittelbar an beste Lagen der südlichen Rhône an, verfügt über identische Bodenstrukturen und logischerweise auch eine ähnliche Charakteristik der Weine. Im äußersten Zipfel der sonnendurchfluteten Region Costières de Nîmes, auf extrem steinhaltigen roten Sandböden, denen von Châteauneuf-du-Pape in ihrer Qualität sehr ähnlich, liegt das Château Mourgues du Grès („Grès” ist der provençalische Ausdruck für die „galets”, die großen Kieselsteine) in einer privilegierten Zone mit einem speziellen Mikroklima: Auf dem weitläufigen Gelände des Gutes befinden sich Quellen, die in diesem warmen und trockenen Gebiet den Wurzeln der Rebstöcke die notwendige Feuchtigkeitszufuhr gewährleisten. Diese tief in den Boden wachsenden, naturnah behandelten Reben, deren Blattwerk zur Erzielung bestmöglicher physiologischer Reife der Trauben an Palisaden hochgezogen wird, sind verantwortlich für den ausgeprägten Terroircharakter, die reiche Frucht, die üppigen Aromen und die bemerkenswerte Konzentration dieser wirklich exzellenten Weine.

Seit vielen Jahren sind diese authentischen Gewächse einer der großen Renner in unserem Programm und die französische Fachpresse beurteilt die so vorbildlich preiswerten Weine euphorisch. Parker zählt sie gar zu den „best values” und der Feinschmecker kürte den ‚Les Galets Rosés’ zum Sieger in einem umfassenden Test der besten südfranzösischen Rosés! Lassen Sie sich, liebe Kunden, diese fabelhaften Weine auf gar keinen Fall entgehen.

136405 Mourgues du Grès, „Fleur Eglantine”, rosé 2005 5,90 Euro
Die „Einstiegsdroge”: Wunderbar frischer, fruchtiger, tänzelnder Alltagsrosé (Syrah, Grenache, Carignan), duftet fein nach Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren; hervorragender Aperitifwein und erstklassiger Durstlöscher, wird in Südfrankreich aber auch sehr gerne zu gegrilltem Fisch oder hellem Fleisch genossen.
Zu trinken wegen seiner unkomplizierten Stilistik stets im 1. Jahr nach der Abfüllung.



136105 Mourgues du Grès, „Les Galets Rosés”, rosé 2005 6,70 Euro
Welch ein hedonistischer Trinkgenuss für wirklich anspruchsvolle Liebhaber eines erfrischenden und dennoch hoch aromatischen Rosés. Aber auch Weinliebhaber, die normalerweise nicht zu einem Rosé greifen, sollten diesen hochwertigen, frischen, fruchtigen aus Syrah und Grenache vinifizierten Ausnahmerosé und Testsieger der großen FEINSCHMECKER-Degustation unbedingt einmal probieren.
In der Nase schmeichlerische, sehr intensive Aromen von Himbeeren, Kirschen und Erdbeeren, am Gaumen frisch, weich und saftig, fein balanciert, harmonisch, schöne Struktur, intensive Frucht, herausragend!
Zu genießen ab sofort, aber aufgrund seines Entwicklungspotentials auch noch bis weit ins Jahr 2007: Ein idealer „Zechwein” für laue Sommerabende, aber auch ein traumhafter Begleiter zu südländischen Grillgerichten wie Lammkoteletts, Merguez und zu vielen Arten von Fisch.



136705 Mourgues du Grès, Les Galets Rouges 2005 6,95 Euro
Das großartige, zutiefst purpurrote und herrlich fruchtig-würzige Pendant zu unserem seit Jahren so beliebten Roséklassiker.
Die feine Eleganz, die südliche Wärme und die Expressivität der Aromen der liebevoll gepflegten Syrah-, Grenache- und Mourvèdre-Reben dominieren diese phantastische, mediterran geprägte Cuvée. Intensive Nase nach schwarzen Oliven, reifen, schwarzen Waldbeeren, Kirschen, Feigen, Lorbeer und edlen Gewürzen der Provence. Am Gaumen ist dieser einladende, südliche Wein enorm schmeichlerisch, nicht zuletzt aufgrund seines hohen Glycerin- und Extraktgehaltes, frisch, harmonisch, mit cremigen Tanninen, einfach ein ungemein leckerer, fröhlicher, provençalischer Wein. Keine Frage, 2005 ist an der südlichen Rhône ein absoluter Jahrhundertjahrgang! Daher ist auch dieser Klassiker unseres Programms nochmals höher zu bewerten als die hervorragenden 89 Punkte, die Parker seinem längst ausverkauften Vorgänger gab und verdient meine ganz besondere Empfehlung!
Zu genießen ab sofort, schmeckt zurzeit am besten am zweiten Abend aus der geöffneten Flasche, leicht gekühlt auch hervorragend an warmen Sommerabenden, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2009.



136304 Mourgues du Grès, „Terre d’Argence”, blanc 2004 9,90 Euro
Ein authentischer Weißwein aus Frankreichs wildem Süden, eine faszinierende, urwüchsige Cuvée aus Roussane und Grenache blanc, enorm reichhaltig in den komplexen, frischen, fruchtigen Aromen (Melone, Mandarine, Aprikose), zart unterlegt von einer mineralischen Note und Anklängen an eine Blumenwiese im Sommer und Zimtdüfte an einem vorweihnachtlichen Markt. Am Gaumen eine sensationelle Textur, harmonisch, traumhaftes Gleichgewicht, tolle Frische und ein mächtiger, aber dennoch sehr eleganter Körper.
Ein idealer Essensbegleiter zu hellem Fleisch, Fisch und sonstigen Meerestieren sowie zu Käse und seit vielen Jahren einer der beliebtesten mediterranen Weißweine unseres Programms, der die einzigartigen Aromen seiner wunderschönen Landschaft förmlich in sich aufgesogen zu haben scheint.
Zu genießen ab sofort bis Ende 2007.


 

136604 Mourgues du Grès, Terre d’ Argence, rouge 2004 10,80 Euro
Welch Triumph höchster handwerklicher Winzerkunst und einer extremen Selektion von alten Parzellen mit einem daher naturgegeben sehr geringen Ertrag!

In der Nase dunkelwürzig, kühl, mit attraktiven Frucht- und ?blauen? Beerenaromen. Auf der Zunge breitet sich dieser sanfte Tropfen schmeichlerisch und kernig zugleich aus, verwöhnt mit einer tollen Cremigkeit und Dichte. Würzige Fruchtkomponenten begeistern am Gaumen mit ihrer faszinierend transparenten Komplexität, wobei sie ein wohliges Gefühl von würzigem Schmelz und spürbarer Aromentiefe verursachen, das in dieser Qualität und Perfektion nur in großen Jahrgängen zu finden ist. In dieser faszinierend schmeichlerischen Cuvée (überwiegend Syrah, dazu Grenache) demonstriert der Jahrgang 2004 (den ich persönlich höher einschätze als den mächtigeren, alkoholreicheren 03er) eine rare Klasse und Eigenständigkeit in Form von seltener Feinheit und Subtilität, von bemerkenswerter Frische und vibrierender Rasse, mit reifen, feinen, cremigen Gerbstoffen und einem festen mineralischen Kern. Ein Meisterwerk voller Frische und Trinkfreude, dessen (fast) gleich guter Vorgänger von Parker mit 91 Punkten geadelt wurde!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2008 bis 2012.



136504 Mourgues du Grès, Capitelles des Mourgues, rouge 2004 13,50 Euro
Vorbildlich gepflegte, sehr alte Syrah- und Grenachereben liefern die traumhaft gereiften Trauben für diese phantastische Spitzencuvée der Domaine in ihrer so konsumentenfreundlichen Preisklasse. Dunkles Robinrot in der Farbe, ein ungemein komplexer, konzentrierter Geschmackseindruck mit Anklängen an schwarze und rote Früchte (Cassis!), pralle Kirschen, Café, Gewürze und schwarzen Pfeffer, dazu feinst nuancierte, ungemein verführerische Schokoladenaromen und mineralische Anklänge. Am Gaumen eine sehr schöne Struktur, feinst balanciert, konzentriert und kraftvoll, dabei herrlich cremig, mit zutiefst verführerischem Schmelz, dicht, tief und fleischig, tolle Frische, wohlschmeckende, samtige Tannine, ungemein lang anhaltend und von zart mineralischen und betörend schokoladigen Aromen begleitet. Ein großer nobler Wein, der mit höchstem sinnlichen Genuss verführt, ein Schmeichler der Sinne, aber mit Charakter, und ein großartiger Essensbegleiter. Klasse Rotwein zu einem unschlagbar, absolut sensationell günstigem Preis! Robert M. Parker sprach schon beim 03er von einem ?sensationellen Erfolg? und einem ?Hermitage des kleinen Mannes? und vergab begeistert 92 Punkte.
Ich persönlich ziehe den 04er wegen seiner trinkanimierenden Frische und seiner verführerisch lasziv-erotischen Stilistik nochmals deutlich vor! Schlägt wesentlich teurere Châteauneuf mühelos aus dem Feld: Wahnsinnsstoff zum fabelhaft günstigen Preis!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2007 bis etwa 2012.


 



Clos des Papes - Châteauneuf-du-Pape

Burgundisch inspirierte Weltklassegewächse aus Châteauneuf-du-Pape

„L’homme fait la difference”, sagen die Franzosen über große Winzerpersönlichkeiten, was wörtlich übersetzt bedeutet: „Der Mann (und selbstverständlich auch die Frau) macht den Unterschied”. Denn neben dem unverzichtbaren Schatz einer großen Lage ist es der Winzer, oder im Falle dieses so traditionsreichen Gutes eine ganze Familiendynastie, deren unermüdliches Qualitätsstreben die Charakteristika eines wunderbaren Terroirs mit dem erlesenen und feinen Stil der Weine verbindet, den nur ein genialer Schöpfer so ungemein feinfühlig zu interpretieren und herauszuarbeiten versteht.

Kein anderes Gut außer Beaucastel kann nur annähernd die Tradition und glorreiche Vergangenheit einer der besten Appellationen der Welt verkörpern wie DER uralte Adel von Châteauneuf-du-Pape schlechthin: Denn die Familie Avril, die Besitzerin dieser alteingesessenen Familiendomaine, ist bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts inmitten dieses ‚Wallfahrtsortes’ der Weinenthusiasten ansässig und ihre weltweit berühmten, klassisch-eleganten, finessenreichen Gewächse sind seit jeher hoch gerühmt und heiß begehrt. Und gerade im letzten Jahrzehnt ist die Qualität noch einmal deutlich angestiegen, wie die Hysterie um den Jahrgang 2003 demonstrierte, der von Parker mit 97 Punkten bewertet wurde. Und dies nicht etwa für eine nur in homöopathischen Dosen erzeugte Spitzencuvée! Nein, die traditionsbewussten Avrils, Vater Paul und Sohn Vincent, sind vehement gegen die Erzeugung von Luxuscuvées, auch, weil sie seit Jahrzehnten ohnehin dasjenige Lesegut, das nicht optimalen Ansprüchen genügt, an Négociants weiter verkaufen. Daher gibt es in jedem Jahr nur einen roten Châteauneuf-Wein, jeweils in höchst traditioneller Machart, unmanipuliert, weder geschönt noch filtriert – aber von Maßstäben setzender Finesse und Eleganz!

So ist die traditionsreiche Domaine Clos des Papes seit jeher ein renommiertes Aushängeschild ihrer berühmten Appellation, dass derart brillante Weine erzeugt, dass sie keinen Vergleich mit den größten (und wesentlich teureren) Prestigeweinen der ganzen Welt zu scheuen brauchen. Verantwortlich für eine nochmalige subtile Qualitätssteigerung ist der junge sympathische Sohn der Familie, Vincent Avril, der nach fünf intensiven Lehr- und Wanderjahren im Burgund neues „ Know-how” in das Weingut eingebracht hat. Was mir schon immer besonders an den Weinen von Clos du Papes gefallen hat, ist ihre innere Harmonie, ihre Balance und die Abwesenheit jeglicher marmeladiger, überreifer Noten. Klassischer und finessenreicher kann kein Châteauneuf-du-Pape schmecken, nur anders! Vincent Avril hat diese burgundisch inspirierte Stilistik nochmals verfeinert, deren primäre Ursache in den verstreut liegenden 80 (!) Parzellen zu suchen ist, die über die gesamte Appellation verteilt sind, von den Sandböden im Westen und Südosten bis hin zu den steinigen Lehm- und Kalksteinböden im Norden und Nordosten. So vereint die fertige Cuvée die Vorteile der unterschiedlichen Bodenformationen und der vielfältigen Rebsorten, die für diesen unvergleichlich komplexen Wein verantwortlich sind. Paul Avril hat zudem seit Jahren behutsam den Mourvèdreanteil in seiner Assemblage schrittweise erhöht, da er der Ansicht ist, dass diese große Rebsorte des Südens, an der seit jeher sein Herz hängt, in Châteauneuf-du-Pape, ihrem nördlichsten Anbaugebiet in Europa, ihre spektakulärsten Qualitäten erbringen kann! Die Kellerarbeit geschieht vorbildlich behutsam und traditionell bei konstant (!) 12° C im ganzen Jahr. Nach der extrem schonenden Vinifikation ohne Pigeage werden alle Rebsorten gemeinsam in großen Holzfässern ausgebaut und so schonend wie möglich unfiltriert abgefüllt. Jung schon häufig sehr ansprechend, gehört dieses Gewächs aus der Kategorie persönlicher Lieblingswein zu den langlebigsten Tropfen der Appellation – ein großer Wein und ein Muss für alle Liebhaber nobler Châteauneuf-du-Pape-Weine.

Übrigens: Der Name der Domaine leitet sich von der Bezeichnung eines exzellenten Weinbergs ab, der einst zu der alten Rebfläche innerhalb der eng umgrenzten Mauern am Fuße des heute zerfallenen päpstlichen Schlosses gehörte und in der alle 13 Rebsorten der glorreichen Appellation angepflanzt sind!

177305 Clos des Papes, Le Petit Vin d’Avril, rouge 2005 8,95 Euro
Neben seinem Weltklasserotwein macht Vincent Avril auch einen herrlich leckeren Alltagswein, der jedoch nicht aus den Parzellen für seinen ?Grand Vin? stammt (Sie wissen, es gibt nur EINEN Châteauneuf-du-Pape, keine Luxuscuvées), sondern von exzellenten Weinbergen der Umgebung, die neben den traditionellen Rebsorten der Region auch einen kleinen Anteil Merlot und Cabernet-Sauvignon-Trauben enthalten. Diese herrlich saftige purpurrote Cuvée mit ihren noblen Waldbeerenanklängen und feinen Gewürznoten trägt deutlich die Handschrift eines begnadeten Winzers, da sie ebenfalls über eine sehr feine Struktur verfügt und meilenweit entfernt ist von jeglichen überreifen oder marmeladigen Anklängen.
Das Besondere an diesem traumhaften Alltagswein ist, dass er keine Jahrgangsbezeichnung trägt, sondern stets eine Assemblage aus verschiedenen Ernten darstellt. So setzt sich dieser wunderbare Trinkwein zusammen aus einem Drittel Trauben des Jahrgangs 2005 und zwei Dritteln der beiden Vorgängerjahre 2003 und 2004: Diese exzellente Vermählung dreier ganz großer Ernten demonstriert daher eine ausgesprochen harmonische Verbindung ihrer positiven Charakteristika.
Von der Qualität dieser traumhaften Cuvée zu äußerst sympathischem Preis kann so manch überteuerter Châteauneuf-du-Pape nur träumen!
Trinkspaß pur ab sofort, jedoch verfügt dieser superleckere Wein über ein Entwicklungspotential von 6 bis 8 Jahren – das Signum exzellenter Lagen, reifer Trauben und großer Jahrgänge.



177104 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2004 42,50 Euro
Vincent Avril produziert ungemein komplexe, extrem finessenreiche, terroirgeprägte, traditionelle Châteauneuf-Weine alter Schule ohne jeglichen Barriqueausbau, geprägt durch alte Reben aller 13 in der Appellation zugelassener Rebsorten, die verantwortlich zeichnen für die große Harmonie und Ausgewogenheit seiner Weine. Der 2004er Jahrgang ist traumhaft balanciert, mit einer großartigen Konzentration und Dichte, einer phantastischen Tiefe und einer faszinierend komplexen Aromenvielfalt: Schichten um Schichten von roten Früchten, süßen Kirschen, geröstetem Kaffee, schwarzem Pfeffer, Trüffeln und allerfeinsten Gewürzen. Auf der Zunge Verführung pur durch eine betörende, edle Fruchttiefe, unglaublich reichhaltig, komplex, ausladend, animierende Frische, die reifen, saftigen, zart süßen Tannine sind eingebettet in eine straffe Mineralität, extrem lang anhaltend, ein majestätischer Châteauneuf und dennoch in seiner noblen Stilistik wie ein Chambertin aus dem Burgund!

Vincent Avril stuft diesen grandiosen 2004er, der, dies sei noch einmal ausdrücklich betont, im Vergleich zum legendären 2003er bei gleicher Dichte und Komplexität eindeutig mehr Frische und Finesse und burgundische Textur besitzt, als ganz großen Jahrgang ein, vergleichbar dem legendären 1978! Extrem streng hat Vincent in 2004 jede einzelne Traube (auf die Stunde genau wurde die optimale Reife abgewartet) von Hand selektiert, was bei einem Ertrag von lächerlich geringen 22hl/ha zu einer starken Mengenreduzierung gegenüber dem Jahrgang 2003 führte, so dass Engpässe in der Verteilung vorprogrammiert sind. Ich persönlich halte dieses Weltklassegewächs (Parker: ?one of the top wins of the vintage?) für einen der drei besten Weine in der glanzvollen Geschichte dieses Traditionsgutes ? auf gleicher Augenhöhe mit dem legendären 78er und damit nahe dem Ideal. Aufgrund seiner fabelhaften Balanciertheit, seiner Ausgewogenheit, Frische, Finesse und Eleganz sowie dem Nicht-Vorhandensein jeglicher marmeladiger Überreife und -konzentration stelle ich ihn nach mehreren ausgiebigen Verkostungen vor Ort, zu unterschiedlichen Zeitpunkten in seiner Entwicklung, über (!) den von Parker mit 97 Punkten bewerteten Jahrgangsvorgänger (der im Übrigen in der Liste der 100 besten Weine der Welt des Wine Spactator auf Platz 2 rangiert) und kann Ihnen diesen sagenhaft großen Stoff, der einmal zu den Legenden von Châteauneuf-du-Pape gehören wird, nur wärmstens empfehlen.

Diese singuläre Qualität zählt in ihrer traumhaften Dimensionierung zu den großen Wein-„Persönlichkeiten” Frankreichs mit einer expressiven Natürlichkeit, der seine faszinierende Aura seinem großen Terroir und einer meisterhaften Weinbereitung durch Vincent Avril verdankt. Gänsehautatmosphäre!
Höhepunkt 2010 bis nach 2025.



177102 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2002 24,90 Euro
Wenn Sie diesen aus geringsten Erträgen (17hl/ha) infolge penibelster Selektion gewonnenen Wein aus einem extrem schwierigen Jahrgang in Châteauneuf in eine Blindprobe stellen, wird man ihn garantiert für einen erstklassigen Burgunder halten, so sehr faszinieren seine kirschige Frucht, seine Balance und Harmonie sowie seine beispiellose Eleganz. Auf der Zunge Verführung pur, eine feine, zarte, süße reife Frucht, durchzogen mit dem Duft provençalischer Kräuter, eine animierende Frische und im würzigen Abgang ungemein seidene, reife Tannine. Ein Wahnsinnspreis für diesen Klassestoff, ein absolutes Schnäppchen für Kenner und Liebhaber finessenreicher Weine. Bei den Winzern vor Ort wird er als einer von zwei oder drei Referenzweinen in 2002 gehandelt und Parker stuft ihn als Nr.1 des Jahrgangs ein!
Wir haben von diesem Klasse-Wein ebenso viele Flaschen gekauft wie von den großen Jahrgängen und der Erfolg gibt uns recht: Es dauerte zwar ein bisschen länger als gewöhnlich mit dem Abverkauf, doch heute bieten wir Ihnen die letzten Flaschen dieses feinen Châteaufweins zu einem absoluten Schnäppchenpreis an. Greifen Sie bei Interesse bitte ganz schnell zu.
Zu genießen ab sofort (bitte Dekantieren) bis wenigstens 2012.




Domaine des Perrières

„Ansata”: Ein traumhaft mineralischer, ungewöhnlich finessenreicher Rotwein aus biodynamischem Anbau mit nur 12,5% Alkohol, Kategorie persönlicher Lieblingswein!

Im Jahre 1999 erfüllte sich unser Freund Marc Kreydenweiss, den viele von Ihnen, liebe Kunden, sicherlich schon als elsässischen Weltklassewinzer kennen gelernt haben, einen lang gehegten Traum: Auf seiner neu erworbenen Domaine des Perrières in Südfrankreich nahe Nîmes begann er, mit seinem in Jahrzehnten im Elsass erworbenen „Know-how” große Rotweine zu vinifizieren, eine uralte stille Liebe von ihm. Und es war im wahrsten Sinne des Wortes die Erfüllung eines Traumes, denn „zwei Jahre, bevor ich erstmals diese Domaine aufsuchte, sah ich im Traum die gleiche Pinienallee, die blühenden Rosenbüsche entlang des Weges, das Meer der kieselrunden roten Steine, alles wie später in der Realität. Als man mich erstmals zu diesem Weingut führte, spürte ich tief in meinem Innern: Ich hatte gefunden, was ich lange gesucht habe”, erzählt Marc ganz sachlich von seinem ‚déjà vue’ Erlebnis.



Domaine des Perrières
Marc Kreydenweiss im Kreise seiner Liebsten


Voller Enthusiasmus machte er sich ans Werk, stellte die Produktion auf den mineralreichen Böden („Hier fand ich die gleiche Vielfalt an ähnlichen Böden wie in Andlau im Elsass”) mit ihren über 40 Jahre alten Rebstöcken auf biodynamischen Anbau um und führte strenge Ertragsbegrenzungen ein. Marc lässt generell das Blattwerk zur optimalen Belüftung der Trauben ausdünnen sowie selektiv von Hand ernten und darüber hinaus noch einmal beschädigte Trauben vor dem Entrappen auslesen.



Domaine des Perrières
Selektive Lese von Hand


Er vinifiziert die Weine temperaturgesteuert in den Chais von Manduel und baut den Wein dann in Barriques in den mittlerweile neu errichteten, optimal klimatisierten Kelleranlagen aus. So entstehen Weine, die ein unverwechselbares Gepräge aufweisen, die anders sind als die meisten Weine aus dem Midi, filigraner, „kühler”, finessenreicher, explosiv duftig, ausgestattet mit feinen, seidenen Gerbstoffen, betörenden Aromen und vor allem mit einem niedrigen, ungemein trinkanimierenden Alkoholgehalt von gerade einmal 12,5 Volumenprozent, ein Aspekt, den immer mehr unserer Kunden sehr zu schätzen wissen und den Marc Kreydenweiss in erster Linie auf den biodynamischen Anbau zurückführt. Und im großen Languedocjahrgang 2001 produzierte Marc, nachdem er aus den Erfahrungen seiner ersten beiden Jahrgänge gelernt und die Spezifika des großen Terroirs von Manduel verstanden hatte, von Trauben aus ausgewählten Parzellen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rhônetal erstmals eine Spitzencuvée, die in der südfranzösischen Winzerszene und in Insiderkreisen für erhebliches Aufsehen sorgte. Einmal wegen der phantastischen Qualität, zum anderen aber wegen des sensationell günstigen Preises, den Marc festlegte, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein eindrückliches Zeichen der Vernunft zu setzen. Bravo!

Der 2001er Ansata war ein Riesenerfolg in unserem Programm. Auch im FEINSCHMECKER wurde dieser große Wein zu äußerst fairem Preis als besondere Empfehlung gefeiert. Wir zitieren: „Rhône-Roter für herbstliche Menüs: Marc Kreydenweiss gehört schon seit gut zwanzig Jahren zu den sympathischsten Botschaftern der Elsässer Weine... In der Gegend der Costières de Nîmes, eine halbe Stunde Autofahrt von Châteauneuf-du-Pape entfernt, erwarb er 1999 eine Domaine auf Kieselböden, ...25 Jahre stehen die jüngsten Reben hier schon, die ältesten 70. Alles, was einem solchen Gut fehlte, ist etwas Prestige – und ein visionärer Patron.



Domaine des Perrières
Herbststimmung auf der Domaine


Mit „Ansata” 2001 stellt Kreydenweiss den ersten Grand Vin seines Engagements als Rhône-Ranger vor. Die Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Merlot wurde 14 Monate in Barriques ausgebaut. Doch der Wein ist alles andere als das, was man landläufig einen Barriquewein nennt. Im Bukett ist der Holzeinsatz nur diskret zu erkennen, es dominieren mineralisch unterlegte Kirschnoten und eine an frisches Basilikum erinnernde Würze. Den Gaumen regiert Finesse. Samtenes Tannin erzeugt einen geschmeidigen Fluss, dem es nicht wie vielen modisch weichen Weinen an Bündelung mangelt. Der Abgang beginnt mit einem Akzent jugendlicher Herbe, dann hallt differenzierte, unaufdringliche Frucht nach. Dieser Rote ist ein Allrounder für alle herbstlichen Spezialitäten, seien es Pilze, sei es Wild. In der Karaffe verfeinert er sich von Stunde zu Stunde und in der angebrochenen Flasche entwickelt er sich über zwei Tage.”

Warum zitiere ich Ihnen hier nochmals ausführlich die Beschreibung zu einem ausverkauften Wein? Nun, weil dieser 2001er bereits all die Anlagen zeigt, die ich bei mehreren Fassproben des 03ers notiert habe: Perfekter Holzeinsatz, eine sagenhafte Mineralität, eine traumhafte Finesse, eine faszinierende würzig-fruchtige Aromenpracht und ein samten-seidiges Tannin. Der einzige Unterschied ist, dass der große 2003er Jahrgang nach der längeren Umstellungsphase auf biodynamischen Anbau einfach nochmals deutlich besser ausgefallen ist. Gerhard Eichelmann, ein sehr zurückhaltend punktender hervorragender Fachjournalist, vergibt in der aktuellen MONDO-Ausgabe in einer großen Languedoc-Degustation dem 03er hoch verdiente 94 Punkte (der 01er erhielt seinerzeit 90 Punkte) und damit die höchste Bewertung aller Weine seiner umfangreichen Probe!

A propos: Warum präsentiert Gerhard Eichelmann den „Ansata” in einer Languedoc-Verkostung statt in einer Rhôneprobe? Die Antwort ist ein wenig kompliziert: Die Costières de Nîmes, in denen die Domaine von Marc Kreydenweiss angesiedelt ist, sind südlich der alten Römerstadt Nîmes und nördlich der Camargue gelegen. Sie grenzen unmittelbar an beste Lagen der südlichen Rhône an, mit gleich phantastischen Böden, die sich auch in ihrer Zusammensetzung sehr ähneln und einem fast identischen Mikroklima. Doch administrativ gesehen liegt die Appellation innerhalb der Region Languedoc. Aber viele Winzer fühlen sich der Appellation Rhône zugehörig und die französischsprachige Weinliteratur schlägt die Costières de Nîmes einmal dem Languedoc, ein andermal der südlichen Rhône zu. Die Logik meiner französischen Freunde ist eben weltberühmt. Wie dem auch immer sei, die exzellente, unfiltrierte Cuvée Ansata, ein ungemein intensiv duftender Wein, traumhaft balanciert, von distinguierter, feinster, finessenreicher, nobler Struktur ist ein betörendes Gewächs, einladend, verführerisch wie die Halbgöttin Circe, verlockend wie die Sirenen, ... ein Zaubertrank! Stellen Sie gegen diese Rotweinsensation doch einmal wesentlich teurere Prestigeweine aus aller Welt: Ich bin mir sicher, dass Sie mehr als einmal eine faustdicke Überraschung erwartet.

„Ansata”: Dieser phantastische authentische Rotwein aus biodynamischem Anbau mit seinem herrlich moderaten Alkoholwert ist einer der größten Preissensationen ganz Frankreichs. Mein Wort drauf! Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2008 bis 2015, mindestens.

304303 Perrières, „Ansata”, VdP des Côteaux Flaviens, Vallée du Rhône, rouge 2003 13,80 Euro

Domaine des Perrières






DEUTSCHLAND

Weingut Josef Leitz - Rüdesheim

Magische Spitzenrieslinge von Weltruf aus dem mythischen Rüdesheimer Berg

Stuart Pigott feiert in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG die 2005er Rieslinge von Johannes Leitz: „Das nennt man wahren Rheingau-Adel!”

Stuart Pigott, einer der renommiertesten Rieslingexperten der Welt und erfolgreicher Buchautor (ganz aktuell: ?Wilder Wein. Reise in die Zukunft des Weins?), schwärmt begeistert in seiner wöchentlichen Kolumne in der FAS von den phantastischen Qualitäten unseres Rheingauer Juwels und Vorzeigewinzers Josi Leitz . Wir zitieren in Auszügen:
„Noch vor dreißig Jahren genoss der Rheingau nicht nur unter Experten unangefochten den Ruf als Deutschlands edelstes Weinanbaugebiet. Der Grund dafür waren zum einen weltberühmte Spitzenlagen und eine Reihe von adligen Weingütern, zum andern ein Qualitätsstandard, der zwei Jahrhunderte lang Gültigkeit besaß. Doch Geschichte und Tradition reichen auf Dauer nicht aus, wenn das Bemühen um Qualität nachlässt oder wenn gedankenlos rationalisiert wird. Beides war leider von Ende der siebziger Jahre an der Fall; erst während der neunziger Jahre besserte sich die Situation ein wenig, allerdings nur punktuell.

Erst in jüngster Zeit gibt es im Rheingau endlich wieder Bewegung. Dafür sind vor allem bürgerliche Weingüter verantwortlich. Der erstaunlichste dieser Betriebe ist das Weingut Leitz in Rüdesheim. Als Johannes Leitz vor zwanzig Jahren in den Familienbetrieb eintrat, bestand dieser aus nicht mehr als drei Hektar Weinbergen. Verkauft wurden die Weine überwiegend im immer noch bestehenden Blumengeschäft seiner Mutter. Einige Jahre lang gehörte auch eine Straußwirtschaft dazu, die entgegen den Gepflogenheiten ausschließlich außerhalb der Touristensaison geöffnet war. Mit seinen charaktervollen trockenen Rieslingen des Jahrgangs 1990 sorgte der junge Winzer erstmals für Aufmerksamkeit. Seitdem ist die Anbaufläche auf stattliche 28 Hektar gewachsen. Johannes Leitz hat seine Kellerei deshalb umgebaut und an einer für den traditionellen Rheingau gewagten Weinstilistik entschlossen gefeilt. Inspiriert durch die Spitzenweine der Mosel - also jenes Anbaugebiets, das den Rheingau auf dem internationalen Parkett ausgestochen hat –, setzt Leitz auf enorme Komplexität der Armomen und brillante Frische.
Mit dem Jahrgang 2005 hat er eine Reihe trockener Rieslinge erzeugt, die diesen Stil vollenden und gleichzeitig beweisen, dass der Rheingauer Wein immer noch in der ersten Reihe stehen kann.”

Gut gebrüllt, Löwe! Stuart Pigott bestätigt ausdrücklich die Weltklassequalitäten, die Josi Leitz im Jahrhundertjahrgang 2005 vinifiziert hat. „Johannes Leitz verblüfft uns ein übers andere Mal: Kaum ein anderer deutscher Riesling-Erzeuger schaffte es in den letzten Jahren solch brillante Kollektionen aufzutischen wie der junge Rüdesheimer”, urteilt daher auch euphorisch der Gault Millau 2006. Johannes Leitz ist eben ein ungemein sympathischer Typ mit Ecken und Kanten („ein Pfundskerl, eine echte Rheingauer Trouvaille”, VINUM), ein Vorzeigewinzer mit blitzenden Augen und wachem Intellekt. Seine großen, gegerbten Hände, die im wahrsten Wortsinne zupacken können, demonstrieren augenscheinlich, dass seine großartigen Rieslinge ausschließlich in harter handwerklicher Arbeit in den ungemein steilen Wingerten hoch über dem majestätisch dahingleitenden Strom des Rheins entstehen.

Daher präsentieren wir Ihnen, liebe Kunden, heute Leitz’ traumhafte Kollektion 2005 (bitte Acht geben, einige Weine sind trotz großer Zuteilungen bereist äußerst knapp!) und, mein Wort drauf, die beste, die Josi jemals auf die Flasche gezogen hat! Ich bin in diesem Frühling jedenfalls, magisch angezogen, mehrmals nach Rüdesheim geeilt, habe die ungemein mineralischen, dichten, feinst balancierten Rieslinge in allen Stadien ihrer Weinwerdung degustiert, um auch nur annähernd begreifen zu können, was dieser Winzergenius in einem Jahrgang, der zur Rheingauer Legende mutieren wird, vollbracht hat. Eine Hommage an die einzigartige Mineralität, Komplexität, Finesse und Rasse großer deutscher Rieslinge! Lieber Johannes, Deine Kollektion 2005 gehört zum Besten, was jemals in deutschen Landen vinifiziert worden ist. Glückwunsch Josi und Châpeau!

960005 Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (mit Naturkork) 2005 10,90 Euro
Unser Freund Josi hat sich mit seinem genialen 2005er Bischofsberg, der selbst den mittlerweile legendären, von Jancis Robinson geadelten Jahrgangsvorgänger (?a great buy? ? 17/20 Punkte) um einen Wimpernschlag hinter sich lässt, selbst übertroffen. Diese fabelhafte trockene Spätlese vom Bischofsberg mit ihrer fein integrierten Säure und ihrer tänzerischen Verspieltheit verkörpert in idealtypischer Weise die Weine des unteren Rheingaus: In der Nase betört eine reintönige, rassige Rieslingfrucht mit komplexen Anklängen an Weinbergspfirsich, Zitrusaromen und nach längerer Öffnungszeit eine faszinierende feinherbe Cassisnote. Am Gaumen höchst trinkanimierend, enorm dicht, saftig und herrlich frisch. Auf der Zunge ein lebhaftes, bestens balanciertes Spiel zwischen betörender Frucht und vibrierender Säure; viel Biss, nachhaltig und enorm mineralisch. Ein herrlich saftiger Bilderbuch-Riesling, der beim Trinken das Wasser im Munde zusammen laufen lässt und immer wieder Lust verspüren lässt auf das nächste Glas. Erstklassiger Essensbegleiter und superleckerer Terrassenwein? in seiner sympathischen Preisklasse von (fast) unschlagbarer Qualität!

Weingut Josef Leitz
Qualität entsteht im Weinberg


Dieser fabelhafte ?Bischofsberg? ist einer der größten Verkaufserfolge im Programm von Pinard de Picard der letzten Jahre, eine trockene Spätlese, die eindrucksvoll demonstriert, zu welchen Spitzenleistungen deutscher Riesling in der Lage ist: Unnachahmliche Mineralität, allerfeinste Finesse und blitzsaubere Frucht!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt wohl ab Ende 2006 bis mindestens 2008.

Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (mit Naturkork)


Und für die Liebhaber garantiert korkfreier alternativer Verschlüsse haben wir uns eine Partie mit Drehverschluss abfüllen lassen:


9600905 Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken mit Naturkork (12 Flaschen) 2005 9 l, statt 130,80 nur 123,80 Euro



9600605 Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (DV) 2005 10,90 Euro

Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken (DV)



96006905 Leitz, Rüdesheimer Bischofsberg Riesling Spätlese trocken mit Drehverschluss (12 Flaschen) 2005 9 l, statt 130,80 nur 123,80 Euro



961405 Leitz, Magic Mountain, Riesling trocken 2005 14,50 Euro
Eine Rarität: Stuart Pigott schwärmt in höchsten Tönen von diesem traumhaften Riesling aus dem magischen Rüdesheimer Berg wegen „seiner satten Fruchtaromen, der imposanten Geschmacksdichte und seiner höchst beeindruckenden Ausgewogenheit”.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2006 bis 2010.



960305 Leitz, Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben Riesling trocken 2005 29,50 Euro
Die großen Weine der Welt haben ihren Ursprung in einem mystischen Zusammenspiel von Mikroklima, Bodenzusammensetzung und Rebsortencharakter. Dieses Zusammenspiel wird von begnadeten Winzern in einzigartige Weinunikate transformiert. Das Herausarbeiten des Terroirs gelingt Johannes Leitz wie nur wenigen Winzern: Vom magischen Rüdesheimer Berg liefert er zum dritten Mal in Folge einen Weltklasse-Riesling, der geradezu als Quintessenz des großen Terroirs des Berg Rottland erscheint. Führende Weinmedien sind sich seit Jahren einig: Leitz’ Rottland zählt zu den allerbesten Rieslingen Deutschlands. So erhielten die drei letzten Jahrgänge hintereinander im Gault Millau die zweithöchste Punktzahl aller trockenen Rieslinge Deutschlands! Und bereits seit dem Jahrgang 2000 ist er die unumstrittene Nr. 1 des Rheingaus. Ein kleines Beispiel nur für eine Reihe von grandiosen Degustationserfolgen mag hier genügen: Unter der Leitung von Jürgen Fendt (Deutschlands Sommelier des Jahres 2000, 2-Sterne-Restaurant Bareiss, Baiersbronn) testeten 12 namhafte Weinexperten die deutschen Spitzenweine 2004 in einer Blindprobe: In der Kategorie „Best of Riesling dry” siegte souverän Johannes Leitz mit seinem Berg Rottland!

Weingut Josef Leitz
Aus dieser weltberühmten Lage stammen die burgundisch
inspirierten Weine des „Rottlands”


Für uns keine Überraschung: Denn Leitz’ Rottland vermag das vermeintlich Unmögliche. Er trägt in sich die Paradoxien der großen Weine der Welt, die Vermählung von maximaler Konzentration mit einem Maximum an Finesse. Fast ölig fließt der Berg ins Glas und präsentiert sich bei allem Körperreichtum trotzdem fein ziseliert und elegant. Die tiefgründigen Aromen sind komplex und verweben zarte Noten von Zitrusfrüchten, Mango und Weinbergspfirsich mit filigraner Mineralität. Josi serviert diesen majestätischen Riesling übrigens stets aus einem großen Burgunderglas, denn so entdeckt man bereits nach kurzer Öffnungszeit noch weitere betörende Aromen wie etwa Cassis, Grapefruit und Hibiskus. Und dann diese Faszination im Mund: Der ‚Rottland’ entwickelt am Gaumen, neben aller cremigen Saftigkeit, Dichte und Konzentration – die Anklänge an legendäre Wachauer Weltklasserieslinge evoziert – dieses verzaubernde Spiel, diese einzigartige Finesse, die ihn zu einem charaktervollen, tiefgründigen Meisterwerk handwerklicher Winzerkunst werden lassen. Alle Ingredienzien sind traumhaft ineinander verwoben, die wahnsinnige Dichte wird aufgehoben in einer schwebenden Transparenz. Sehr, sehr langer, Cassis-geprägter Nachhall von glockenklarer Mineralität. Welch monumentales Meisterwerk!

Danke Josi, für dieses ebenso großartige wie tief emotional berührende Genusserlebnis! Mit diesem majestätischen Riesling aus Deinem bisher besten Jahrgang, einer subtilen Weiterentwicklung Deines einzigartigen Stils, der keinen Vergleich mit superteuren Burgundern zu scheuen braucht, hast Du Deine Vision eines großen Rheingauer Rieslings verwirklicht, der die Finesse, Frische, Rasse und Eleganz seines großen Terroirs auf unnachahmliche Art mit famoser Kraft, grandioser Geschmeidigkeit und schmelziger Textur vereint. Ich freue mich sehr für Dich, dass es Dir gelungen ist, Dir einen Jugendtraum zu erfüllen und erstmals die Trauben von über 60 Jahre alten fabelhaften Reben aus einer der legendären Parzellen von Rüdesheim, direkt über Schloss Groenesteyn gelegen und von den Altvorderen als ?Rüdesheimer Hinterhaus? hymnisch besungen, in diesen Weltklasseriesling einfließen zu lassen. Ein beseelter, ein transzendentaler Wein!

Viele Kenner halten den Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben Riesling trocken 2005 für den größten Wein, den Josi in seinem ganzen Winzerleben vinifiziert hat: Rheingauer Winzerkunst in Vollendung. Nach meinen umfangreichen Verkostungen des Jahrgangs 2005 der majestätischste Riesling Deutschlands, eine ultimative Provokation der größten Wachauer Gewächse, welche die Insignien einer genialen Meisterhand in sich trägt, die diese flüssigen Kunstwerke geschaffen haben.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte oder über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche probieren) bis nach 2018.

Leitz, Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben Riesling trocken



961205 Leitz, Rüdesheimer Schlossberg Riesling Spätlese 2005 21,00 Euro
Werte Kunden, ich verspreche Ihnen, diese Spätlese auf absolutem Weltklasseniveau mit trinkanimierend niedrigen 7 Volumenprozent Alkohol ist infolge der herausragenden klimatischen Bedingungen des Jahrhundertjahrgangs 2005 nochmals einen Wimpernschlag besser als ihre Vorgängerin aus 2004, die im Gault Millau 2006 mit 95 Punkten zur besten Spätlese Deutschlands gewählt wurde. Und dies vor allen Granden der Mosel wie Egon Müller oder J.J. Prüm! Aber in 2005 hat mich diese sagenhaft schöne Spätlese noch mehr begeistert, mich magisch in ihren Bann gezogen und hält mich seitdem unentrinnbar fest in ihrem Gravitationsfeld.

In ihrer Stilistik trägt sie die vermeintlichen Paradoxien der großen Weine der Welt in sich: Kraft, innere Dichte und die mächtige Konzentration werden quasi aufgehoben in ihrem faszinierend subtilen Spiel und einer brillanten Leichtigkeit und grazilen Finesse, die diesen fein balancierten, vibrierenden Weltklassewein auf der Zunge schweben lässt: ?Barocke Fülle verbindet sich dionysisch mit nobler Eleganz? (Gault Millau). Welch unendlich komplexer Aromenbogen von gelben Früchten wie Mandarinen und Aprikosen, Maracuja, dazu Gewürznelken, Minze und eine sagenhafte, ungemein tiefgründige Mineralität vom roten Schiefer, die sich in Noten wie von gestoßenem Stein manifestiert, dabei ungemein frisch und zart caramellig, eine traumhafte Balance zwischen Säure und Süße und ein unendlich lang anhaltender, tänzelnder Nachhall. Ein ganz großer, klassischer Riesling von aristokratischer, edler Gestalt, der in sich die mineralischen Geheimnisse seines großen Terroirs vom Rüdesheimer Schlossberg birgt. Ein göttlicher Wein, dessen Ausstrahlung sich niemand wird entziehen können!

„Auch bei den natürlich süßen Rieslingen des neuen Jahrgangs gibt es Meisterwerke wie die 2005er Rüdesheimer Berg Schlossberg Spätlese mit ungemein feiner Pfirsichfrucht und Filigranität. Das nennt man wahren Rheingau-Adel,” so das dezidierte Urteil von Stuart Pigott.
Zu genießen ab sofort bis nach 2030!

Leitz, Rüdesheimer Schlossberg Riesling Spätlese




Weingut Van Volxem - Wiltingen Saar

STERN: „Der Rebenflüsterer – Roman Niewodniczanski erzeugt Saarweine mit mythischem Ruf”

Stephan Reinhardt (Weinjournalist, FEINSCHMECKER): „Van Volxem: Sehr komplexe Rieslinge mit Struktur, innerer Dichte und cremiger Textur; lecker für die einen, kulturphilosophische Traktate für die anderen. Jedenfalls Weine, auf welche die Welt in Zukunft nicht mehr wird verzichten wollen.”

Am Anfang stand eine Vision: Es müsste doch möglich sein, in den legendären Steillagen der Saar, in dieser so traditionsreichen deutschen Weinbauregion, den Schiefer im Riesling wieder zum Klingen zu bringen und diesen authentischen Weinunikaten ihren angestammten Platz in der Weltspitze zurückzugeben. Denn bevor der Saarriesling, von wenigen rühmlichen Ausnahmen wie den fabelhaften Gewächsen von Egon Müller abgesehen, in die Bedeutungslosigkeit versank, reihte ihn Ende des 19. Jahrhunderts seine unvergleichliche Eleganz und Finesse sowie seine einzigartige Noblesse ein in die absolute Spitzenliga der begehrtesten und damit teuersten Weine der Welt, gegen die selbst die großen Namen des Bordelais heutzutage vergleichsweise billig gehandelt werden.



Weingut Van Volxem
„Niwo” und Ralf Zimmermann beim Begutachten der
feinkrümmeligen Weinbergserde


Doch dies klingt wie eine Mär aus grauer Vorzeit, die Realität sah bis vor kurzem anders aus: Saarwein wurde zumeist billigst verramscht. Weinliebhaber in aller Welt zeigten sich entsetzt über die Verbrauchertäuschung Mitte des 20 Jahrhunderts, als durch die „Ausweitung” der Toplagen in die Ebene die Qualitäten drastisch verwässert wurden und zeigten dem ‚neuen’ Stil die kalte Schulter. Die tragische Konsequenz: Ein Weingut nach dem anderen scheiterte an den enorm hohen Kosten des Steilhanganbaus; die meisten Jungen waren nicht mehr bereit, den unprofitablen elterlichen Betrieb zu übernehmen mit der Folge, dass die einst weltberühmten Steillagen aufgegeben wurden.

Diese Ausgangssituation war es, die Roman Niewodniczanski, jüngster Spross einer der bekanntesten Bierbrauerdynastien Deutschlands und begeisterter Liebhaber großer Weine aus aller Welt, reizte. Aus dieser Leidenschaft erwuchs seine Vision. Roman kauft im Jahr 2000 einen traditionsreichen, berühmten Betrieb, ein ehemaliges Klosterweingut im historischen Zentrum von Wiltingen, der bedeutendsten Weinbaugemeinde der Saar, der in Konkurs geraten war, der jedoch einst strahlenden Klang an der Saar besaß: Van Volxem, mit Besitz in den legendären Kernparzellen der renommiertesten Saarlagen und einem besonderen Schatz: uralten, z.T. wurzelechten Rebstöcken auf skelettreichen, aber sehr unterschiedlichen Schieferböden – ein weltberühmtes Terroir!



Weingut Van Volxem
Die Heimat der Saar - Rieslinge


Dann beginnt eine sehr harte handwerkliche Arbeit. Das Traditionsgut wird renoviert, in den hoch und extrem steil über der Saar liegenden Weinbergen werden Böden aufgelockert und Unmengen von Humus eingebracht. Diese Maßnahme dient der Erhöhung der Wasserhaltekraft und der Vitalisierung der Böden: Die Mikroorganismen kehren infolge der biologischen Wirtschaftsweise zurück – mit chemischem Dünger und Pestiziden behandelter Boden ist fast so tot wie der Saharasand! Aufwändige Laubwerksarbeiten an den wertvollen Rebanlagen mit ihren tief ins Mineralreich wachsenden Reben werden zur Selbstverständlichkeit. Niedrigertragsreben aus genetisch wertvollstem Material werden hinzugepflanzt, die Pflanzdichte selbst drastisch erhöht. Massive Ausdünnung der Trauben (unter 35 hl/ha, in Spitzenlagen noch viel weniger) führt dazu, dass die völlig unterschiedlichen Mineralien des je nach Parzelle differierenden Grau-, Blau- und Rotschieferanteils ebenso wie die der Feinerde- und Grauwackenanteile im fertigen Wein stilistisch deutlich schmeckbar werden.

Natürlich profitieren die Rieslingreben auch vom relativ kühlen Klima dieses nördlichen Anbaugebietes. Bei Weinen, die sich bei aller Komplexität und Kraft über Finesse, Eleganz und Filigranität definieren, garantiert die ausreichend lange Vegetationsperiode von bis zu 160 Tagen von der Blüte bis zur Vollreife der klein- und lockerbeerigen Trauben (optimales Verhältnis der die Inhaltsstoffe beherbergenden Haut zum Saft und Fruchtfleisch), dass sie ihre subtilen Aromen langsam ausreifen lassen können. Der Riesling, diese uralte Rebe, trotzt mit seiner schier unglaublichen Vitalität Kälte und Regen, Hitze und Trockenheit und transformiert mit seinen bis zu mehr als 10 m tief in die Felsböden reichenden Wurzeln den authentischen Eigengeschmack der unterschiedlichen Schieferarten in die vollreifen Trauben.

Roman lässt den Trauben viel Zeit, ihre volle physiologische Reife zu erlangen. Sehr spät wird extrem selektiv in mehreren Durchgängen geerntet, die Spitzenlagen tief im November. Viel Zeit erhält auch der Most nach einer schonenden Pressung und einer je nach Traubenqualität unterschiedlich langen Maischestandzeit (bis zu 2 Tagen) im kalten Keller in seinen Holzgebinden, spät erst ist die Umwandlung des spontan vergorenen Traubenzuckers (um die Stilistik der einzelnen Lagen unverfälscht zu erhalten sind industrielle Hefen verpönt) in Alkohol abgeschlossen, lange verbleibt der ungeschwefelte Wein auf der Feinhefe, wird dabei ungemein cremig, hochkomplex und – aller Jungweinhysterie zum Trotz – erst im August des Folgejahres abgefüllt, so wie in den großen Zeiten des Saarrieslings üblich.

Solch immenser Aufwand, solch durchdachte Sorgfalt im Detail, solche Liebe bei der täglichen Arbeit trägt erkennbar schnell Früchte und kulminiert in einer sensationellen Kollektion: Niemals bisher waren die Van Volxem Weine so gut wie in 2005, so mineralisch, so salzig und jodhaltig, wie ich es sonst fast nur von teuersten Weißweinen der berühmtesten Lagen des Burgund kenne. Denn der herausragende Jahrgang 05 ist wohl in keiner deutschen Anbauregion so fabelhaft ausgefallen wie an der Saar und Roman selbst wie auch sein leidenschaftlicher Kellermeister Dominik Völk, verstehen ihre Lagen immer besser: „Winzer sein heißt lebenslanges Lernen im Weinberg und Keller”. Daher zählen Romans 2005er Weine zu den besten Kollektionen in ganz Deutschland; es sind begeisternde Rieslingunikate, stilbildende, authentische Klassiker der Weinwelt, gewachsen auf großen, steilen Lagen mit einzigartigem Terroir, nirgendwo auf der Welt kopierbar. Ein eindrucksvoller Spagat zwischen Tradition und Avantgarde. Sie besitzen neben ihrer komplexen Aromatik ein traumhaftes, weiches, cremiges, enorm dichtes Mundgefühl, sind kraftvoll und komplex, sagenhaft mineralisch und enorm extraktreich, dabei fein, elegant und höchst finessenreich, voll von subtilem Spiel und innerer Frische!



Weingut Van Volxem
„Niwo” hoch über den Steillagen der Saar


Wer Roman Niewodniczanski persönlich kennt, weiß um die charismatische Begeisterungsfähigkeit und die besondere Aura, die ihn umgibt. Dabei ist er alles andere als ein weltfremder Träumer oder Esoteriker. Er ist unübersehbar ein gestandenes Mannsbild, steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Aber wenn ich mit ihm durch seine imposanten Weinberge kraxele, wenn er sich in jeder Lage buchstäblich in die Rebzeilen hinein kniet, mit leuchtenden Augen die duftende, ‚lebendige’, feinkrümelige Erde durch die Finger rieseln lässt, die augenscheinlich die Grundlage seiner großen Rieslinge bildet, dann sehe ich, wie in der imposanten Gestalt eines Riesen (immerhin stolze 203 cm misst der Hüne) der kleine begeisterungsfähige Junge steckt, der, häufig genug tief verborgen, in jedem von uns weiter lebt und der dabei ist, seinen großen Traum zu verwirklichen. Wenige Winzer tragen diese Bestimmung und dieses Feuer in sich; bei Didier Barral, dem genialen Winzer aus Faugères habe ich es gesehen, bei Gauby und bei Marc Kreydenweiss, bei Klaus-Peter Keller, bei Helmut Dönnhoff (wenn er von seinen Rebstöcken wie von seinen Kindern spricht) und einigen wenigen anderen.

Das Eintauchen in die magische Welt der großen, zutiefst bekömmlichen Weine Roman Niewodniczanskis ist vergleichbar nur noch der kontemplativen Betrachtung des Ozeans oder einer lustvollen erotischen Begegnung, der Augenblick verschmilzt mit dem Unendlichen, die Zeit scheint still zu stehen – Glück stellt sich ein.

Probieren Sie und nehmen Sie uns beim Wort. Die phantastischen Weine dieses ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Winzers aus einem der größten Jahrgänge an der Saar aller Zeiten zählen zu meinen persönlichen Favoriten! Sie werden entscheidend dazu beitragen, der Region Saar die internationale Reputation zurückzugeben, die sie aufgrund ihres großen Terroirs verdient.

907105 Van Volxem, Saar Riesling, trocken 2005 9,30 Euro
Es sind nicht immer nur die teuren Kultgewächse, die den wahren Weinliebhaber emotional berühren. Denn was strahlt beispielsweise dieser legendäre Saar-Riesling nur für eine Magie aus! Welch fulminanter Einstieg in die stilistisch so eigenständige Welt der unverwechselbaren Weinunikate des Traditionsgutes Van Volxem! Der faszinierend intensive Duft offenbart reife gelbe, aber auch tropische Früchte (Mango, Papaya und Ananas), dazu gesellen sich feinste Gewürzaromen und intensiv mineralische Noten (hier wird Schiefer sinnlich fassbar!), wie wir sie hier in dieser Brillanz nie zuvor wahrgenommen haben! Ein großartiger Saarriesling von spektakulären Steillagen aus einem absoluten Jahrhundertjahrgang zu einem fast unglaublich fairen Preis, der Leichtigkeit und Tiefe, Feinheit und Kraft mühelos schwebend in sich vereint. Höchster Trinkgenuss ab sofort.

Van Volxem, Saar Riesling, trocken



907205 Van Volxem, Saar Riesling Alte Reben „Fuder Nr.4” 2005 14,95 Euro
Erstmals hat Roman uns in 2005 sein bestes Fass der ,Alten Reben?, das Fuder Nr. 4, separat abgefüllt und damit einen Wein geschaffen, der Sie angesichts seines moderaten Preises sprachlos werden lässt ? insbesondere wegen seiner geschmeidigen Textur und des darauf beruhenden cremigen Mundgefühls, auf das Roman so viel Wert legt und das in dieser Preisklasse äußerst selten zu finden ist. Worin liegt die Ursache für diese singuläre Qualität? Nun, es ist die Zugabe einer phantastischen Traubenpartie von einer großartigen Steillage unmittelbar neben dem legendären Gottesfuß! 50 bis 120 Jahre alte Reben sind verantwortlich für den Stoff, aus dem die Träume geboren werden. Roman Niewodniczanski hat in den letzten Jahren seinen individuellen Stil konsequent weiter entwickelt und so präsentiert er mit diesem extrem frischen und tief mineralischen 2005er einen herrlich trockenen, vibrierend rassigen Riesling voll feiner, filigraner Frucht, der seine Herkunft von einem der besten Weißweinterroirs der Welt, den steilen Schieferlagen der Saar, in Referenzqualität widerspiegelt.

Dem goldenen Oktober 05 verdanken wir die balsamische Konsistenz des Saftes dieser perfekt gereiften kleinen Beeren von bis zu 120 Jahre alten Reben aus allersteilsten Schieferschluchten, so dass sich dieser große trockene Riesling noch dichter und komplexer zeigt in der traumhaft vielschichtigen, ungemein mineralisch-brillanten Aromatik als sein schon genialer ?kleiner? Bruder. Am Gaumen beeindrucken eine vibrierende Mineralität, eine animierende Frische und eine Wagenladung voll Frucht, insbesondere roter Grapefruit, Orangenzesten, Ananas und Mandarinen; es betört seine ungemeine Würze, nach längerer Öffnung erscheinen verschwenderische Aromen, wie ich sie von einer leckeren, selbst gemachten Fruchtcreme aus exotischen Früchten her kenne. Obwohl die Zunge von einer fast cremigen Textur wohlig umhüllt wird, fasziniert dieser harmonisch trockene Wein infolge seiner reifen, sehr bekömmlichen Säure und seiner kristallinen, fast salzig anmutenden Mineralität auch durch seine Transparenz, sein Spiel, seine vibrierende Rasse und seine noble Finesse, die Leichtigkeit des Seins an magischen Abenden traumhaft widerspiegelnd. Phantastische Präzision! Viel Schmelz im ungemein langen, mineralischen Abgang, ein wundervoller urwüchsiger Wein voller Originalität, ein phantastischer Essensbegleiter, der den Maßstab setzt in seiner Preisklasse. Wahnsinnsstoff für?s Geld! Bravo, Roman.

Für einen Saarriesling dieser Preisklasse ist dieser Wein eine absolute Sensation!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt Herbst 2007 bis nach 2012.

Van Volxem, Saar Riesling Alte Reben „Fuder Nr.4”


Exklusivfüllung für Pinard de Picard!


906805 Van Volxem, Wiltinger Braunfels Riesling 2005 12,50 Euro
Welch eigenständiger Charakter! Welch nobler Wein in zutiefst mineralischem Gewand! Ein erlesener Riesling von mageren Grauschieferböden mit einem fabelhaften Aroma nach rauchig-salzigen Mineralien, Jod und weißem Pfeffer. Jaaa, genau so riecht und schmeckt Schiefer! Es sind aber auch die wilden Hefen, die diesen ungemein mineralischen Riesling prägen. Nach einigen Minuten im großen Glas entwickelt dieser traumhafte Terroirwein dann Anklänge an ganz reife gelbe Früchte und edle erdige Aromen mit feinsten Nuancen von Heidelbeere, Wacholder und Schlehe. Dieser faszinierende Duft mündet in einem verführerischen, facettenreichen Spiel, das Großen Wein mit langem Nachhall sinnlich erlebbar macht.

Niemals zuvor habe ich einen Braunfels einer solch brillanten Qualität getrunken, stilistisch einzigartig, niemals kopierbar! Diese ungemein aromatische, intensiv an Jod erinnernde salzige Mineralität macht den extrem trocken ausgebauten Braunfels Riesling zu einem der besten Essensbegleiter im Portfolio Van Volxems im Jahrhundertjahrgang 2005! Heute schon ungemein verführerisch, wird sich dieser fabelhafte Riesling über Jahre hinweg positiv entwickeln. Kaum glaubliches Preis-Genussverhältnis!



907405 Van Volxem, Wiltinger Kupp Riesling 2005 18,50 Euro
Die spektakuläre südlich exponierte Steillage der Kupp mit ihrem harten, eisenreichen rötlichen Devonschiefer-Verwitterungsböden liegt wie ein Reflektor inmitten der großen Wiltinger Lagen, ist damit ihr wärmster Punkt und erbringt einen Riesling, der dramatisch anders ist im Charakter als der Braunfels und der mehr von seiner Kraft, der Fülle und der inneren Dichte geprägt ist. Hier ist Terroir mit allen Sinnen erlebbar. Denn es ist diese traumhafte Lage in einer wunderschönen, in seiner Topographie einem griechischen Amphitheater ähnelnden Halbbogen der Saar, an dessen Scheitelpunkt in luftiger Höhe die Reben der Kupp der Sonne entgegen streben, der mit seiner Wärme diesem vollblütigen Wein seine außergewöhnliche Reife verleiht. Und es ist der eisenreiche rote Schiefer, dem dieser bereits von den Römern als Grand Cru Lage angesehene Riesling seine hinreißend rotbeerige Frucht (Johannisbeeren, Kirschen, Erdbeere) und Seidigkeit verdankt. Auf der Zunge zeigt sich ein mächtiger mineralischer Kern, weich eingebettet jedoch in eine füllige, geschmeidige, cremige Textur. Die verführerisch verspielte Frucht mündet in einem herrlich mineralischen Nachhall.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt 2008 bis nach 2015.



907305 Van Volxem, Volz Riesling 2005 19,50 Euro
Aus einer besonders wertvollen, südwestlich ausgerichteten Spitzenlage, unmittelbar an den Scharzhofberg angrenzend (in der Preußischen Lagenklassifikation von 1868 in der Klasse der privilegierten Lagen als Grand Cru geführt!), mit skelettreichen Blauschieferböden mit zahlreichen Quarziteinschüben und 60 Jahre alten Reben ausgestattet, stammt dieser feingliedrige, phantastische Riesling, der uns mit einem Feuerwerk aus mineralischer Expressivität und feinster, fruchtreicher Eleganz betört. Neben der ?Kupp? wirkt er, trotz nahezu gleicher Analysewerte und identischen Ausbaus, wie von einem anderen Kontinent: Welch ein Triumph des Terroirs! Hat Roman es je besser, präziser herausgearbeitet? Vergesst alle Analysen! Kostet! Trinkt! Erfahrt eine Jahrhunderte währende Weinkultur in einem einzigen Schluck!

Die Volz-Aromen sind geprägt von Ananas, feinster schwarzer Johannisbeere, würzigen Kräutern, Minze, Heidelbeeren, einem dezenten Jod-Ton sowie rauchigen Aromen. Auf der Zunge vibriert jene würzige, fast narkotisierende Mineralität, die süchtig machen kann. Ein – bei aller Opulenz und Dichte – herrliches, saar-/volxemtypisches Spiel und eine faszinierende Frische. Ein wahrhaft großer, grandioser, lang anhaltender, zutiefst mineralischer, aristokratischer Saarriesling mit vornehm-kühlem Abgang. Erhebend wie Haydns Messias und der beste Volz aller Zeiten!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2008 bis nach 2015.



907605 Van Volxem, Scharzhofberger Pergentsknopp Riesling 2005 27,50 Euro
Der Wiltinger Scharzhofberg ist eine der legendären weltberühmten Lagen der Saar. Und dieser fabelhafte, aristokratische Riesling ist ein Meisterstück, hervorgegangen aus der exzellenten Parzelle Pergentsknopp aus dem steilsten Kernstück eines der berühmtesten Weißweinterroirs der Welt und vinifiziert in der Obhut eines großartigen Winzers und magischen Künstlers! Roman erzählt begeistert: ?Selten zuvor haben wir derart reife, nach Muskatblüte und herrlich exotischen Früchten duftende Trauben in Händen halten dürfen. Es hat sich gelohnt, bis weit in den November hinein mit der Ernte zu warten?. Recht hat er! Welche Vielfalt der Aromen!
Konzentriertes Steinobst, hochreife Weinbergspfirsiche, Williamsbirne, exotische Früchte, raffiniert verquickt mit mineralischen Gesteinsnoten, frischem Ingwer, ungemein intensiven Jod-Salz-Anklängen und frisch gemahlenem weißem Pfeffer. Bereits im betörenden Duft offenbart sich eine Symbiose aus tiefer mineralischer Würze, dichter Cremigkeit und Komplexität der feinsten aller Schieferlagen, die sich im Glas mit Grandezza fortsetzt.
Hier entfaltet sich dieser monumentale Riesling wie ein großer roter Burgunder in seiner ganzen Komplexität und verführerisch seidigen Geschmeidigkeit. Blauer und ein kleiner Anteil roter Schiefer prägen seine wahnwitzig dichte, mineralische Struktur, die die Sinne eines jeden Genießers betört. Roman Niewodniczanski erweist sich als sensibler Interpret eines Terroirs, das er sinnlich erlebbar in Wein überführt hat: ungemein dicht und saftig, enorm viel Druck, pralle Opulenz und fordernde Tiefgründigkeit, feinwürzig, kühl und stringent in der Stilistik, große Länge mit Orangenzesten im nicht enden wollenden Abgang: Ein irrsinnig feines Weindenkmal, an das man noch Tage nach der Verkostung gerührt zurückerinnert. Man muss es aber nicht zwangsläufig ehrfürchtig meditierend genießen, denn dieser Wein verfügt über einen ungemein hohen Trink- und Genussfaktor. Mit solchen Meisterwerken (93 Parkerpunkte erhielt der fast gleich hervorragende Jahrgangsvorgänger) werden alte Lagenklassifikationen mit neuem Leben erfüllt! Chapeau!
Zu genießen ab sofort (unbedingt Dekantieren), Höhepunkt 2007 bis nach 2025.



907705 Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Alte Reben 2005 34,00 Euro
Die Geheimnisse der großen Weine der Welt liegen im schöpferischen Zusammenspiel von Boden, Mikroklima und Rebe sowie der Gestaltungskraft und Vision eines begnadeten Winzers. Die ideale Symbiose führt zu einem einzigartigen, authentischen Sinnenerlebnis, das die Singularität des jeweiligen Terroirs widerspiegelt. Dass sich Roman Niewodniczanski und der Altenberg zu Kanzem gefunden und inspiriert haben, ist so eine Symbiose und nie hat sie sich vollkommener manifestiert als in Van Volxems Altenberg Riesling Alte Reben des Jahrgangs 2005! Diese renommierte Spitzenlage der Saar erhebt sich majestätisch vor Ihren Augen, wie eine unüberwindbare Wand, wenn Sie, liebe Kunden, von Kanzem kommend die Saar überqueren. Der Altenberg ist bepflanzt mit uralten Reben hochwertigsten genetischen Materials. Romans lang gehegter Wunsch, in dieser Weltklasselage die besten und ältesten Parzellen zu erwerben, ging vor drei Jahren in Erfüllung. Voller Enthusiasmus machte er sich an die alles andere als leichte Aufgabe, Zeile für Zeile und Stock für Stock zu restaurieren. Letztlich wurden ? in steilstem Gelände ? 9.000 Stützpfähle ausgetauscht und der steinige Boden (Grauschiefer mit roten Einschlüssen) mit Humus durchmischt, so dass die Pflanzen behutsam regenerieren konnten ? ?eine grausame Arbeit? (Roman).

Das Resultat: Der Jahrhundertjahrgang 2005 lieferte kerngesunde, rosinenartig geschrumpfte Trauben mit sagenhaft reifen Kernen, die Roman in Halbfuderfässern bester Provenienz zu einem majestätischen Riesling singulären Charakters vinifizierte. Schwer vorstellbar, dass Sie je Vergleichbares im Glase hatten! Die Nase ist irrsinnig komplex und in der Aromatik terroirbedingt völlig anders als alles, was Sie bisher von der Saar kennen: Papaya, feinste Mineralität, Mandarinen, Sandelholz, weißer Pfeffer, vollreifer Weinbergspfirsiche, Kirschen, Mirabellen und gar Vanille, die aber nicht vom Holz stammt, sondern vom Terroir! Am Gaumen ungemein geschmeidig mit jenem cremigen Mundgefühl, das wir von feinsten burgundischen Grand Crus kennen. Das ist zweifellos der Montrachet von der Saar!

Das Terroir des kargen Schiefergerölls der dramatisch steilen Schieferwand des Altenbergs und das reifste Lesegut des Jahres ergaben in diesem Jahrhundertjahrgang einen fast athletisch anmutenden Wein mit unfassbarer Mineralität von perfekter Harmonie, einer Pantherartigen Geschmeidigkeit, einer fabelhaften Frische und einem irrsinnigen inneren Spannungsbogen. Dank seines homöopathisch niedrigen Ertrags verfügt der Altenberg 2005 über eine herrlich dezente Extraktsüße, die ihm einen fordernden, nicht enden wollenden langen Abgang verleiht. Welche Vielschichtigkeit und Rasse! Welche Harmonie! Was für ein beeindruckendes, lang anhaltendes Finish. Dieser legendäre Wein ist ein feierliches, sinnenbetörendes Animationsprogramm zum kollektiven Vollrausch in der Luxusklasse. Sollten Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen. Gehört in jeden großen, ambitionierten Weinkeller! Riesiges Potential, zu genießen ab sofort in großen Burgunderpokalen nach mehrstündigem Aufenthalt in der Karaffe.
Höhepunkt sicherlich erst zwischen 2008 (frühestens) bis nach 2030.



907805 Van Volxem, Wiltinger Gottesfuß Riesling Alte Reben 2005 34,00 Euro
Dieser extrem steile Prachthang, einem Amphitheater gleichend, mit warmer Thermik von der unmittelbar zu seinem Fuß fließenden Saar verwöhnt, verfügt über extrem skelettreiche Rot- und Blauschieferböden mit hohem Eisengehalt. Die Pflanzdichte (über 11.000 Stöcke pro Hektar!) der bis zu über 120 Jahre alten wurzelechten Reben unterbindet jede Bodenbesonnung und setzt die Pflanzen extremer Konkurrenz aus, weshalb sie ihre Wurzeln tief in die Erde versenken müssen, um wertvolle Nährstoffe zu sichern. Dies ist die Grundlage für diesen phantastischen Riesling und seine sagenhafte Mineralität. Schier ungeheuer war der Arbeitsaufwand in dieser einst renommiertesten Wiltinger Lage (ja, sie war angesehener noch als der Scharzhofberg, und ich bin sicher, Roman wird diesem Terroir seinen gebührenden Rang zurück geben): Tausende von Einzelpfählen mit Wagenladungen von Draht und Nägeln wurden ausgetauscht, Selektionsreben von Hand nachgepflanzt, Tonnen von Pferdemist, Stroh und diversen Komposten eingebracht. Nicht zuletzt wurden die Rebstöcke in mehreren Etappen durch Schnitt ?tiefer gelegt?, damit die Wärme des Schieferbodens die Trauben optimal versorgen kann.

Das Resultat in 2005: Ein Riesling von göttlicher Herrlichkeit, vinifiziert aus Ende November gelesenen goldgelben, geschmacksintensiven Minitrauben. Der Wein offenbart im Sommer 2006 bei meinen Proben ein ungeheuer komplexes Bukett mit Aromen von exotischen Früchten, Orangenschalen, dem verschwenderischen Duft von Rosenblüten, Zimt, Anis und Sauerkirsche. Dieses phantastische, unfassbar dichte Konzentrat vibriert vor salziger Mineralität und feinsten Jodanklängen, verwöhnt mit seiner opulenten Frucht und kleidet den Gaumen mit einer cremig-weichen, seidigen Textur aus, der ein dichter, kompakter Kern innewohnt. Hier ist sie wieder, die von mir mehrfach beschriebene innere Paradoxie, die den großen Rieslingen von Van Volxem zueigen ist: Kraft, Konzentration und innere Dichte werden quasi aufgehoben bzw. eingebunden in das faszinierend subtile, leichtfüßige Spiel. 120 Jahre alte wurzelechte Reben in einer dramatisch schönen und zugleich grausam steilen, von edlem Rotschiefer geschaffenen Steilstlage haben einen Wein zum Schwelgen hervorgebracht, der Zeugnis ablegt von der Wärme eines Goldenen Oktobers. Feurig-lebendig vermittelt dieser edle Riesling – einem Flamenco-Tanz gleichend – einen Eindruck purer Lebensfreude. Glauben Sie mir bitte, liebe Kunden, dieser grandiose Weltklasseriesling ist nochmals (deutlich?, das wird die Zukunft zeigen) besser als der von Parker mit 94 Punkten bewertete großartige 2004er.

Der Gottesfuß 2005 ist ein transzendentaler Riesling, ein großer, beseelter Wein, der berührt und dessen Zauber sich niemand wird entziehen können.

Es ist „wahnsinnig, gigantisch, was dieser Kerl (Roman) geschaffen hat,” lobt euphorisch, aber völlig zu recht Stuart Pigott!
Genießen Sie diesen göttlichen Zauber mit der zutiefst irdischen Mineralität ab sofort. Bitte über mehrere Tage aus der Dekantierkaraffe probieren! Höhepunkt 2008 bis nach 2030.




Mas Estela - Emporda-Costa Brava

Unsere Entdeckung des Jahres in Spanien 2003 produziert biologisch angebaute Weltklasseweine zu unschlagbar günstigen Preisen!

Sie sind im Süden unterwegs. Sie wollen eine besonders attraktive Landschaft erleben? Dann nehmen Sie sich, liebe Kunden, doch einmal ein wenig Zeit, verlassen im Roussillon die Autobahn bei Perpignan Sud und genießen bei Ihrer nächsten Reise nach Spanien eine traumhaft schöne Küstenstraße mit spektakulären Ausblicken auf das blaue Mittelmeer und die majestätischen Pyrenäen. Sie begeben sich dazu vom französischen Banyuls über die spanische Grenze in ein sprichwörtliches „land’s end” im äußersten nordöstlichen Zipfel Spaniens, in die D.O. Empordà – Costa Brava, das nördlichste Weinanbaugebiet Kataloniens, wo Sie in einem kleinen wildromantischen Tal mit gesegnetem Mikroklima auf die nach rein biologischen Kriterien geführte Domaine Mas Estela des sympathischen Ehepaares Nuria Dalmau und Didier Sota stoßen – allerdings bedeuten die letzten Kilometer eine abenteuerlich schwierige Anfahrt auf schmalster Straße! Doch werden Sie nach ihrer Ankunft durch die Idylle eines kleinen Paradieses inmitten eines Naturparks („Cap de Creus") mehr als nur entschädigt. Die traumhaft schöne Landschaft lädt zum Entspannen und Genießen ein und die Weinbereitung ist praktizierte Ökologie. Die trockenen Winde von den nahen Bergen der Sierra de Albera, die zudem den Regen abhalten, ergeben hierzu ideale Voraussetzungen. Die auf diesem wunderschön gelegenen Kleingut produzierten Qualitäten sind mit dem Begriff spektakulär eher unzureichend beschrieben. Daher war dieses Weingut auch schlichtweg unsere Entdeckung des Jahres 2003! Hinter diesem kleinen Weinwunder steckt der kluge Kopf von Didier Sota, einem ehemaligen Architekten: „Irgendwann hatte ich genug vom Pläne zeichnen und Häuser bauen, ich wollte mit der Natur arbeiten und habe mich zum biodynamischen Anbau unter besonderer Berücksichtigung der Mondphasen entschieden. Ich bin Autodidakt, habe viel gelesen und mein Schwiegersohn, ein Önologe, hat mich tatkräftig unterstützt”, erklärt mir Didier in seiner bedächtig-ruhigen Art, als wir an einem heißen Junitag im Innenhof seines geschmackssicher restaurierten Bauernhauses im kühlen Schatten sitzen und den neuen Jahrgang probieren. Die Arbeit in den liebevoll gepflegten Weinbergen geht sehr traditionell von statten, die Reben haben sich, durch den ökologischen Anbau, ihren natürlichen Gegebenheiten hervorragend angepasst. Der Untergrund besteht aus zu Sand zerfallenem Schiefer und bietet somit eine traumhafte Grundlage zur Erzeugung ungemein finessenreicher, mineralischer Weine.

Im Keller werden die stets auf den Punkt optimal reif geernteten Trauben extrem schonend verarbeitet, in temperaturgeregelten Inoxbehältern und in neuen Barriques, dazu wird behutsam die Mikrooxidation angewendet, um besonders weiche Tannine zu erhalten und um alle Komponenten des fertigen Wein aufs trefflichste auszubalancieren. Tradition und Moderne sind bei Didier kein Gegensatz, denn er ist kein weltfremder „Spinner”, sondern ein höchst sympathischer, sensibler Mensch, der mit den natürlichen Grundlagen unseres Planeten behutsam und verantwortungsvoll umzugehen, aber auch die Vorzüge moderner Technik optimal einzusetzen weiß. Lassen Sie sich diese phantastischen Weine aus biologischem Anbau, die keinerlei Spuren von Überextraktion oder marmeladiger Noten aufweisen, statt dessen mit ihrer Finesse, Frische und Eleganz, ihrer tollen Säurestruktur und ihren cremigen Tanninen begeistern und die ein fast unglaubliches Preis-Genussverhältnis besitzen, auf keinen Fall entgehen: Meine ganz besondere Empfehlung!

445304 Mas Estela, Quindals tinto 2004 , statt 13,80 nur 12,80 Euro
Der charaktervolle Quindals 2004, zwölf Monate im gebrauchten, kaum merklichen Barrique bester französischer Provenienz ausgebaut, vinifiziert aus 90% Grenache und etwas Carignan sowie Syrah, hat das Zeug zum absoluten Publikumsliebling: Satte, dunkle Farbe verführt verlockend im Glas; dem ungemein komplexen, feinwürzigen Bukett entströmt der Duft von roten Beeren, Schwarzkirschen, Rosenblättern, Schokolade und dezenten Röstnoten. Südländisch warm gleiten reife, saftige, cremige Gerbstoffe harmonisch über die Zunge und enden in einem langen Finale voller dichter, zart süßlicher Beeren- und Gewürznoten am Gaumen. Ein unverkennbar spanischer Rotwein mit der faszinierenden Würze getrockneter Kräuter, der in seinem langen mineralischen Nachhall eine bemerkenswert frische Note aufweist. Gerhard Eichelmann hat in MONDO (einer unbedingt empfehlenswerten, werbefreien Weinzeitschrift, info@mondo-heidelberg.de) bereits den nicht einfachen 2002er mit 92 Punkten geadelt. Unser heute präsentierter 2004er, ein Jahrhundertjahrgang im Norden Spaniens, ist nochmals deutlich besser! Die perfekt eingebundene Säure (welche Rarität bei südlichen Weinen), die betörende Frucht und das feinkörnige, ungemein weiche Tannin ergeben einen spannenden authentischen Rotwein, der nach weit mehr schmeckt, als er kostet.
Zu genießen ab sofort, gewinnt enorm nach 2-3 stündiger Belüftung, Höhepunkt Mitte 2007 bis nach 2010.


Einführungspreis bis zum 30.9.2006, späterer Preis 13,80

445101 Mas Estela, Vinya Selva de Mar, tinto 2001 , statt 24,00 nur 22,00 Euro
Im Glase funkelt ein tiefdunkles Rot mit schwarzem Kern, die Nase wird betört durch ein ungemein komplexes, verwobenes, hochreifes, konzentriertes Aromenspektrum, sinnlicher Ausdruck der gepflegten Edelreben (Grenache, Syrah, Carignan), mit faszinierenden Anklängen an schwarze Waldbeeren, feinste Würznoten, cremige Schokolade und eine subtile Mineralität. Fabelhaft! Am Gaumen erstaunt dieses große Gewächs zum einen durch eine für spanische Weine verblüffend frische, kühle, finessenreiche Stilistik, andererseits brilliert es durch seine cremige, komplexe Textur sowie durch eine unwahrscheinliche Dichte, Fülligkeit und cremig-schmeichlerische Struktur. Lecker die edlen Schokoladenaromen, dazu wiederum saftige, reife, süße Waldbeeren und feinste Holunderanklänge. Dieser große, extraktreiche, sehr authentische Wein glänzt durch eine selten anzutreffende, wohltuende Balance zwischen Konzentration, Eleganz und Finesse, seine fabelhafte Tanninqualität und delikate Duftigkeit. Die betörende Frucht gleitet zärtlich über die Zunge, kleidet den Gaumen bis in den letzten Winkel aus, das neue Barrique ist noch zart verhalten spürbar, das Holz aber optimal in die explosive Aromatik der fülligen, weichen Tannine integriert, erinnert am Gaumen an erstklassige, doch preislich mittlerweile völlig abgehobene große Gewächse aus dem Priorat, ein sinnlich-erotischer Wein der absoluten spanischen Spitzenklasse.

Lassen wir auch hier noch einmal eine neutrale Stimme zu Wort kommen: Gerhard Eichelmann bewertet in Mondo bereits den so ungemein beliebten Jahrgangsvorgänger mit sensationellen 95 Punkten (damit gar höher als den so prestigereichen und deutlich teureren Clos Mogador aus dem Priorat, insgesamt die fünftbeste Bewertung aller getesteten spanischen Spitzenweine und der mit Abstand preiswerteste!) und notiert zum 2001er: „Die Weine von Mas Estela werden immer besser, immer faszinierender. Der Jahrgang 2001 könnte den phantastischen 2000er noch übertreffen...Wer geschickt wählt, kann in Spanien immer noch Spitzenweine finden, die im weltweiten Vergleich moderat kalkuliert sind. Der Vinya Selva del Mar ist ein Schnäppchen”. Auch nach meiner Ansicht ist dieser fabelhaft ausgewogene Rotwein aus biologischem Anbau tatsächlich nochmals seinem Vorgänger überlegen, ein absoluter Weltklassewein, der sicherlich nicht billig ist (aber wie könnt er dies angesichts seiner fabelhaften Qualitäten und der exorbitanten Weinbergsarbeit auch sein), der aber im Kontext der anderen großen Weine der Welt ungemein preiswert daher kommt. Wann, liebe Kunden, bekommt man heute noch Weltklasseweine zu Schnäppchenpreisen. Sternstunden in einem Weinhändlerleben, wahre Glücksmomente für den kundigen Liebhaber, der nicht die bekannten Labels sucht, sondern ausschließlich die Qualität im Glase sprechen lässt.

Wenn Sie, liebe Kunden, lieber finessenreiche und elegante Rotweine mögen, statt es im Glase krachen zu lassen, dann ist dieser fabelhafte Wein aus biologischem Anbau einer der spannendsten Weinempfehlungen, die ich Ihnen in den letzten Jahren geben konnte. Kategorie persönlicher Lieblingswein!
Mein besonderer Tipp: Servieren und genießen Sie diesen phantastischen Rotweine aus Spaniens wildromantischem Norden bei einer Trinktemperatur von 17 bis 18° C.


Einführungspreis bis zum 30.9.2006, späterer Preis 24,00 Euro




SPANIEN

Bodega Inurrieta - Navarra

In aller Kürze möchte ich Ihnen die herrlichen Alltagsweine der Bodega Inurrieta ans Herz legen, die wieder frisch eingetroffen sind: Vom höchst angesehenen spanischen Weinführer, dem „Guia Penin 2006”, sind sie hervorragend beurteilt worden: Alle Weine unseres spanischen Kleinods haben 5 Sterne erhalten, die das einzigartige Preis-Genuss-Verhältnis dieser zauberhaften Tropfen ausdrücken!

429405 Inurrieta, Mediodía rosado 2005 5,90 Euro
Vom FEINSCHMECKER nach einer Verkostung von 52 herausragenden Weinen zum besten Rosé ganz Spaniens gewählt!

Inurrieta, Mediodía rosado



429103 Inurrieta, Norte „N”, tinto 2003 6,50 Euro
Nachdem der 2002er bereits von VINUM mit einer für seine Preisklasse sensationellen Bewertung von 16/20 Punkten ausgezeichnet wurde, ehrt die Zeitschrift ?Sobremesa? den ?Norte? 2003 in einer großen Vergleichsdegustation von Merlotcuvées aus ganz Spanien als Testsieger sowie als ?Star und Einkaufsempfehlung des Monats?.

Inurrieta, Norte „N”, tinto



429203 Inurrieta, Sur „S”, tinto 2003 6,50 Euro
In einer Verkostung der besten spanischen Weine unter 20 Euro zählt der Inurrieta Sur zu den dreißig besten und gleichzeitig drei preiswertesten Weinen!

Inurrieta, Sur „S”, tinto





ITALIEN

Pratesi

Sie, liebe Kunden, kennen unsere Vorbehalte gegen die so genannten Super-Tuscans. Vielfach ohne eigene Identität und maßlos überteuert! Aber es gibt sie noch, die berühmten Ausnahmen, die gesuchte Stecknadel im Heuhaufen: Das Weingut Pratesi produzierte im großen Jahrgang 2001 einen fabelhaften toskanischen Wein der absoluten Spitzenklasse, den wir Ihnen für unter 20 Euro anbieten können, und dies, obwohl er von Parker mit 94 Punkten geadelt wurde und in den USA für ca. 50 Dollar gehandelt wird. Phantastisches Preis-Genussverhältnis!

Das kleine Weingut Pratesi ist ein noch relativ junger Betrieb (1983 wurde die erste Ernte eingefahren), doch hier wird mit viel Enthusiasmus an der Herstellung erstklassiger Weine gearbeitet. Gelegen im Herzen der Toscana, 20 Autominuten nordwestlich von Florenz, in der Region Carmignano, die ideale mikroklimatische Bedingungen ihr eigen nennt, die aber so klein ist, dass gerade einmal 10 Weingüter hier existieren. Die historischen Wurzeln der Region reichen indes weit zurück: Bereits 1716 wurde Carmignano als eine von vier Gebieten der Toskana von Cosimo de’ Medici als besonders geeignet zur Produktion hochwertiger Weine herausgestellt!

1997 ist ein entscheidendes Datum für unser neues toskanisches Juwel: Fabrizio Pratesi übernahm von seinem Vater den elterlichen Betrieb. Er investierte große Summen in eine vorzügliche, unterirdische und damit optimal gekühlte Kelleranlage und engagierte den bekannten Önologen Stefano Chioccioli, unter dessen Anleitung die Pflanzdichte auf den traumhaften gelegenen Parzellen auf 10.500 Rebstöcke pro Hektar erhöht wurde, um die Wurzelkonkurrenz zu erhöhen. Die Weinbergsarbeit ist vorbildlich, die Selektion während der Ernte rigoros: Nur bestes Lesegut wird verwendet. Die Konsequenz solch extremen Qualitätsdenkens: Vom 2002er Jahrgang wird hier kein Spitzenwein gefüllt. Doch der 2001er Carmione, den wir heute präsentieren, ist von fabelhafter Qualität und sei unseren Freunden großer toskanischer Weine ausdrücklich anempfohlen.

655101 Pratesi, Carmione, IGT rosso 2001 19,95 Euro
Erst 1995 wurde der südwestlich ausgerichtete, 150-250 m hoch gelegene, sanft hügelige Weinberg bepflanzt und demonstriert seither eindrucksvoll, wie hervorragend auf seinem exzellenten Terroir die Edelreben Cabernet Sauvignon (50%), Merlot (40%) und Cabernet Franc gedeihen können und wie traumhaft sie die klimatischen Bedingungen der Region adaptiert haben. Der Witterungsverlauf in 2001 war gekennzeichnet durch einen Spätfrost im April, was eine natürliche Ausdünnung der Trauben mit sich brachte. Ansonsten verstrich das Frühjahr unter besten Bedingungen und der sehr warme Sommer führte zu einer hohen phenologischen Traubenreife. Unter optimalen klimatischen Gegebenheiten wurde Ende September, Anfang Oktober die Ernte eingebracht. Die extrem sorgfältige Lese in mehreren Durchgängen bei einem Ertrag von nur 25 hl/ha erfolgte natürlich von Hand und es wurden nur kleine Ernteboxen benutzt, um die Trauben vor der Pressung möglichst schonend zu behandeln. Nach der extrem sorgfältigen Vinifizierung wurde der Wein 18 Monate in neuen Barriques aus bester französischer Eiche ausgebaut. Das Resultat solch extremen Qualitätsstrebens ist phantastisch:

Ein tiefdunkles Rubinrot funkelt einladend im Glase, dem sehr intensive, zart süßliche Aromen (rote Beeren, schwarze Brombeeren, Lakritze und Zimt) in großer Fülle und Intensität entströmen, fein unterlegt von Gewürzanklängen und einer mineralischen Note.
Am Gaumen grandios: eine beeindruckende Fülle und Tiefe, ein dichter, saftiger Körper und dennoch bestens strukturiert, ein noch präsentes, aber weiches, feinkörniges Tannin mit wunderbar ausbalancierter Säure und einem langen, mineralischen Nachhall. Bereits jetzt mit höchstem Vergnügen zu genießen. Ob er jedoch noch „weitere 15 Jahre hedonistisches Trinkvergnügen” bereitet, wie Parker annimmt, der diesem traumhaften Toskaner 94 Punkte verleiht, bin ich mir angesichts seines heutigen optimalen Genusszustandes nicht sicher.

Pratesi, Carmione, IGT rosso




Saladini Pilastri

„Qualitätssieger aus der ländlich strukturierten Weinregion der Marken, ein Highlight für Schnäppchenjäger” (Parker)



Saladini Pilastri
Blick auf das malerisch gelegene Saladini Pilastri


Morgenröte erstrahlt über den Marken. Die „Marche” liegen zwar im Schatten der gewaltigen Toskanischen Apenninen, abseits der berühmten Weingüter der benachbarten Provinzen Toskana und Umbrien. Aber Sie, liebe Kunden, wissen es längst: Das hügelige Hinterland an der Adriaküste bringt inzwischen einige der besten Tropfen Italiens hervor und glänzt im Licht der internationalen Presse. Parker und der „Gambero Rosso” rühmen regelmäßig die Spitzengüter, an vorderster Stelle dabei immer unser Weingut Saladini Pilastri, das unter Insidern als DER Aufsteiger der letzten Jahre gilt: Ein Lieblingsbetrieb von uns – und offensichtlich von Ihnen, denn unsere Verkaufszahlen legen beredtes Zeugnis ab – mit ungeschminkten, tieffruchtigen und körperreichen Weinen von großer Nachhaltigkeit und Regionalcharakter ohne jegliche marmeladige Konsistenz. „Wenn es dem Körper gut geht, singt die Seele”, zitiert ALLES ÜBER WEIN (2/2005) ein uraltes Askolaner Sprichwort und resümiert: „In den Marken singt die Seele des Weinliebhabers, weil es Winzern gelingt, im italienischen Qualitätsweinbau eine Vorreiterrolle zu spielen, ohne den Blick auf die Preisgestaltung zu verlieren. Saladini Pilastri vinifiziert im biologischen Anbau Rotweine mit bemerkenswerter Farbtiefe und Struktur bei bestem Preis-Genussverhältnis: Noblesse oblige!”

652203 Pilastri, Vigna Piediprato, rosso 2003 8,90 Euro
In der Farbe ein leuchtendes, tiefes Rubinrot; die Nase schwelgt in einer sinnlich-verführerischen Frucht. Diese aromatische Cuvée aus Montepulciano und Sangiovese betört durch ihren eleganten, zart süßlichen und saftigen, ungemein delikaten und herrlich frischen Duft: betörende, expressive Beeren-Aromatik, pralle, reife schwarze Kirschen, Kaffee, Röstaromen und weiße Trüffel. Am Gaumen faszinieren Noten von Bitterschokolade und Dörrpflaumen; die Mundtextur zeigt sich schmeichlerisch, saftig, fruchtig, konzentriert und elegant, von bekömmlicher Frische mit reifem, cremigem, feinkörnigem Tannin. Der zartwürzige Nachhall dieses tollen Bio-Weines ist fein mineralisch unterlegt: ein phantastisch guter Alltagswein mit Feuer und italienischem Charme. In der Vergangenheit bereits mehrfach mit 2 Gläsern gefeiert und zusätzlich mit der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis im Gambero Rosso geadelt und aktuell von Parker im Wine Advocate mit 90 Punkten bewertet!
Zu genießen ab sofort bis 2009.

Pilastri, Vigna Piediprato, rosso



652503 Pilastri, Vigna Montetinello, rosso 2003 9,50 Euro
Tradition und Respekt vor der gewachsenen Qualität in Top-Lagen sind für Saladini Pilastri keine Worthülsen: Die Substanz und Konzentration dieses Einzellagen-Weins (eine Rarität in den Marken!) kommen aus nur einem, etwa 30-jährigen Weinberg: dem nur wenige Kilometer von der Adria-Küste entfernten Montetinello. Er ist vor allem mit Montepulciano-Reben bestockt und etwas Sangiovese. Beide Rebsorten ergeben eine ungemein kraftvolle Persönlichkeit mit einer mineralischen, würzigen und fruchtigen Substanz, die unter die Haut geht. Da ist zuerst Linzer Torte im Glas, Schokolade, Schwarzkirsche, in Pinot-Manier, das alles leicht rauchig unterlegt, feinwürzig, mit einem zarten blaubeerigen Touch. Tolle Komplexität! Am Gaumen kommt dann dieses typische Saladini-Tannin, das präziser, packender, substanzieller als bei vielen „Italo-Weinchen” ist, die nur geschniegelt, gestrafft und aufpoliert daher kommen. Saladinis Gewächse aber haben ihren Ursprung im Weinberg, der ökologisch bewirtschaftet ist; dieser Wein geht tiefer, dieser Wein zeigt – ähnlich wie die tollen Rieslinge des Rheingauers Josy Leitz – einen verwobenen Zusammenklang von Mineralität, Frucht und Würze. DAS ist das Signum der Saladini-Weine, die zudem einen typischen, so ungemein leckeren, noblen Nougat-Schmelz aufweisen.

Am Gaumen ist das rot- und blaubeerige Fruchtspiel von einer zarten, pflaumigen Süße unterlegt, im Finale zeigt sich eine nussige Mineralität, ein Touch von schwarzen Oliven und auch eine zartherbe, blättrige Teenote, ein finessenreiches Pendant zur zarten Fruchtsüße. ‚Montetinello’: Das ist Italien vom Feinsten! Und im großen Jahr 2003 prunkt der Wein nicht mit marmeladiger Konsistenz, sondern mit Frische, Kühle und Seidenglanz. Eine neue Qualitätsdimension für die Marken in diesem sympathischen Preisbereich. Vom Gambero Rosso 2006 mit 2 roten Gläsern ausgezeichnet (was bedeutet, in der finalen Endausscheidung nur ganz knapp an den begehrten „Tre Bicchieri” gescheitert) und einer Zusatzauszeichnung für ein herausragendes Preis-Genussverhältnis.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren empfohlen) bis 2012.



Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann