Saarlouis, im Juni 2006

PINwand Nº 116


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

in unserer heutigen Pinwand präsentieren wir Ihnen aus Deutschland traumhaft schöne Weißweine aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 von den Weingütern Dönnhoff („Weine und Weinmacher sind Legende, geradezu ein nationales Erbe”, Gault Millau), für mich einer der ganz heißen Favoriten für die beste Kollektion des Jahrgangs, und Dirk Würtz mit unserem legendären Potate!

Liebhaber französischer Tropfen können sich an den Weinen der Kultdomaine de Fondrèche (Parker: „Superstar Estate – high quality as well as value-priced-wines”), Château de Montpezat, (Parker: Der „Le Pin des Languedoc”) und der Domaine Gauby (Eine Revolution im Roussillon” jubelt Vinum/Alles über Wein – Die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität!) erfreuen.

Zudem empfehlen wir Ihnen eindringlich unsere Bordeaux-Subskription 2005 – traumhafte Qualitäten wie in den legendären Jahrgängen 1982, 1961 und 1947: Majestätische Weine von großer Dichte und fabelhafter Frische mit einem phantastischen Reifepotential! Viele kleine Weingüter haben die besten Weine ihrer Geschichte vinifiziert – Schnäppchenqualitäten wie nie zuvor! In Österreich brilliert wieder einmal Kurt Angerer mit feinsten Qualitäten zu bescheidenen Preisen.

In letzter Minute frisch eingetroffen (detaillierte Weinbeschreibungen erfolgen in der nächsten Pinwand): Von vielen unserer Kunden sehnsüchtig erwartet, können wir Ihnen ab sofort die neuen Jahrgänge unserer beiden großen Klassiker aus dem französischen Süden, Château de la Negly und Grange der Pères („die beiden besten Weingüter des Languedoc” – Parker), anbieten:

318305 La Negly, Cuvée „La Brise Marine”, blanc 2005 8,80 Euro



318605 La Negly, Cuvée „Les Embruns”, rosé 2005 7,95 Euro



318104 La Negly, „La Côte”, rouge 2004 8,60 Euro



318204 La Negly, Cuvée de la Falaise, rouge 2004 14,90 Euro



352103 Grange des Pères, rouge 2003 49,00 Euro



Sie, liebe Kunden, kennen unsere Vorbehalte gegen die so genannten Super-Tuscans. Vielfach ohne eigene Identität und maßlos überteuert! Aber es gibt sie noch, die berühmten Ausnahmen, die gesuchte Stecknadel im Heuhaufen: Das Weingut Pratesi produzierte im großen Jahrgang 2001 einen fabelhaften toskanischen Wein der absoluten Spitzenklasse, den wir Ihnen für unter 20 Euro anbieten können, und dies, obwohl er im neuen wine advovate von Parker mit 94 Punkten geadelt wurde. Phantastisches Preis-Genussverhältnis!

655101 Pratesi, Carmione, IGT rosso 2001 19,95 Euro



Wieder eingetroffen: Bodega Inurrieta, Navarra – Unsere Entdeckung des Jahres 2005
Die herrlichen Alltagsweine der Bodega Inurrieta sind vom höchst angesehenen spanischen Weinführer, dem „Guia Penin 2006”, hervorragend beurteilt worden: Alle Weine unseres spanischen Kleinods haben 5 Sterne erhalten, die das einzigartige Preis-Genussverhältnis-Verhältnis dieser zauberhaften Tropfen ausdrücken!

429405 Inurrieta, Mediodía rosado 2005 5,90 Euro

Inurrieta, Mediodía rosado



429103 Inurrieta, Norte „N”, tinto 2003 6,50 Euro

Inurrieta, Norte „N”, tinto



429203 Inurrieta, Sur „S”, tinto 2003 6,50 Euro

Inurrieta, Sur „S”, tinto



429302 Inurrieta, Crianza tinto 2002 7,80 Euro



429502 Altos de Inurrieta, Reserva tinto 2002 11,00 Euro

Altos de Inurrieta, Reserva tinto



Morgante, Spitzenweingut aus Sizilien:

690104 Morgante, Nero d’Avola, rosso 2004 8,80 Euro

Zwei Gläser im Gambero Rosso, der den Jahrgangsvorgänger mit dem „National Oscar” für den Rotwein mit dem besten Preis- Genussverhältnis ganz Italiens auszeichnete!



FRANKREICH

Domaine de Fondrèche - Côtes-du-Ventoux

Domaine de Fondrèche ? Kultdomaine von den Côtes-du-Ventoux
Parker: „Superstar Estate – high quality as well as value-priced-wines”


Die Domaine de Fondrèche ist seit Jahren ein wahres Kleinod aus dem schier unerschöpflichen Reservoir des französischen Südens, von dessen sensationellen Qualitäten selbst die Winzer im benachbarten Châteauneuf-du-Pape unter vorgehaltener Hand begeistert schwärmen.

Gelegen am Fuße des malerischen Mont Ventoux, des heiligen Berges der Provençalen, sorgt sie seit Mitte der 90er Jahre unter der engagierten Leitung des jungen, begnadeten Weinmachers Sébastien Vincenti für erhebliches Aufsehen. Dabei stellt sich dem aufmerksamen Beobachter natürlich die Frage, wie in dieser bis vor einem Jahrzehnt trotz ihres phantastischen Terroirs und ihrer überwältigend schönen Landschaft fast vergessenen Appellation solch traumhafte Qualitäten entstehen können?

Domaine Fondreche
Blick auf die malerisch am Fuße des Mont Ventoux gelegene Domaine Fondreche


Den qualitativen Wendepunkt im Weinanbau in dieser wildromantischen Region markiert das Jahr 1990. Damals übernahm die Familie Barthélemy-Vincenti die alteingesessene Domaine de Fondrèche, die über sehr differenzierte, extrem ärmliche Böden verfügt und die bereits damals mit bis zu 75 Jahre alten, sehr tief wurzelnden Rebstöcken in sehr gutem Zustand bestückt war. Mit diesen exzellenten natürlichen Voraussetzungen in die Lage versetzt, erstklassige Qualitäten zu erzeugen, baute man hochmoderne, optimal gekühlte Kelleranlagen und so konnte Sébastien, der experimentierfreudige, innovative Kopf der Familie und eines der größten Winzertalente der südlichen Rhône, beginnen, Weine zu kreieren, die in kürzester Zeit in der internationalen Weinszene für Furore sorgten.

Domaine Fondreche
Sébastien bei der Verprobung des neunen Jahrgangs


Zunächst verbesserte Sébastien die Bedingungen im Weinberg. Er stellte auf naturnahen Anbau um, schnitt die seitlichen Wurzeln der Rebstöcke weg, um die Hauptwurzel tiefer in die Erde zu zwingen, forcierte die Blattwerksarbeit (je nach Jahrgangsbedingungen sorgt er für mehr Beschattung oder bessere Durchlässigkeit des Sonnenlichts und vermeidet durch die Lockerbeerigkeit der Trauben jegliche Fäulnisprobleme) und führte eine strikte Ertragsbegrenzung ein. Hinzu kamen kleine, aber geniale Verbesserungen in der Kellertechnik, erfolgreiche Experimente mit der Mikrooxidation und eine äußerst schonende Vinifizierung in Stahl- und Betoncuves sowie ein wohldosierter, kaum vernehmlicher Holzeinsatz. Damit schuf Sébastien terroirgeprägte Weine modernen Stils, welche die Seele ihrer provençalischen Heimat widerspiegeln und die sich bei unseren Kunden derart großer Beliebtheit erfreuen, dass sie zu den gefragtesten der Rhône überhaupt gehören.

Mittlerweile suchen gar die Winzerikonen des Midis unseren Freund Sébastien auf, um mit ihm über seine Weinbergsarbeit zu reden – und um von ihm zu lernen! Denn Sébastien, dieser so kluge, aber immer bescheiden und bodenständig gebliebene junge Mann, vinifiziert zweifellos die Referenzweine seiner aufstrebenden Appellation, die im Glase einen faszinierenden Duft verströmen, der von ihrer traumhaft schönen Landschaft mit ihrem faszinierenden provençalischen Licht erzählt und die trotz Parkers Elogen noch immer zu derart extrem fairen Preisen verkauft werden, dass sie angesichts ihrer großartigen Qualitäten geradezu als Schnäppchen gelten müssen. Sébastien Vincenti hat die Region des wildromantischen Mont Ventoux aus ihrem lange anhaltenden Dornröschenschlaf wach geküsst und ist unbestritten – trotz seiner Jugend – das Idol und Vorbild einer zahlenmäßig noch kleinen Winzerelite, die sich anschickt, Châteauneuf-du-Pape das Fürchten zu lehren!


151505 Fondrèche, L’ Eclat, Côtes-du-Ventoux, blanc 2005 7,90 Euro
Einer der schönsten Sommerweine Frankreichs und seit Jahren ein Klassiker unseres Programms, vinifiziert aus autochthonen Rebsorten des Südens (Grenache blanc, Roussanne, Clairette) und teilweise im neuen Holz ausgebaut, das zwar kaum schmeckbar ist, dem Wein aber seine cremige Textur verleiht. Im betörenden, würzigen Duft dieses originären Weißweins scheint sich geradezu die Seele seiner provençalischen Heimat widerzuspiegeln.
Es sind sommerliche Aromen, mit denen man unweigerlich den Geruch von Kräutern, von Zitrusnoten, von blauen Lavendelfeldern und von einem sich in der Sonne spiegelnden Meer assoziiert. Ein Glas dieses herrlichen Weines (jahrgangsbedingt noch frischer und animierender als der ebenfalls hervorragende, von Parker mit 89 Punkten bewertete 03er), genossen zur mediterranen Küche oder abends solo auf der Terrasse: Schon werden Erinnerungen wach an die unvergleichliche Landschaft der Provençe und verführen unweigerlich zum Träumen.
Zu genießen ab sofort bis 2008.



151405 Fondrèche, L’ Instant, Côtes-du-Ventoux, Rosé (PK) 2005 6,50 Euro
Sie, liebe Kunden, wissen, dass wir nur ganz wenige Rosés in unserem Programm führen, da sie zu selten unseren Ansprüchen nach einem wirklich guten Wein genügen. Einer dieser raren Ausnahmerosés ist diese so würzige, erfrischende Cuvée aus Grenache, Cinsault und Syrah, lachsfarben und mit einem hochinteressanten Aromenspektrum versehen. Jeder Schluck dieses genialen Rosés lässt Parkers Elogen verständlich werden, der einen seiner Vorgänger mit sensationellen 89 Punkten bewertete und ihm Vorbildcharakter für seine Gattung bescheinigte!
Der fruchtige, frische, ungemein elegante 2005er aus ganz großem Jahrgang ist nach Sébastiens Meinung der wohl beste Rosé, den er bisher produzierte und demonstriert eindrucksvoll, warum einer seiner grandiosen Jahrgangsvorgänger vom FEINSCHMECKER in einer großen ?Rosédegustation Südfrankreich? zu den drei Besten (!) gezählt wurde.

Ein idealer „Zechwein” für laue Sommerabende, aber auch ein exzellenter Begleiter zu südländischen Grillgerichten, wie etwa Lammkoteletts oder Merguez.



151705 Fondrèche, Sud Absolu, rouge (PK) 2005 5,95 Euro
Im Hitzejahrgang 2003 vinifizierte Sébastien erstmals diesen fröhlichen Tischwein zu ungemein sympathischem Preis, der sofort zu einem Bestseller in unserem Programm avancierte und der wesentlich teurere Konkurrenz mühelos aus dem Feld schlägt, was Parker mit seinen 89 Punkten eindrucksvoll unterstrich.

Der 05er aus einem Jahrhundertjahrgang an der Rhône ist ein ungemein ?sexy? Wein, von, Nomen est Omen, unverkennbar südlicher Stilistik, der Trinkspaß pur bietet und zum fröhlichen Zechen animiert. Erstmals in seiner Rebsortenzusammensetzung hälftig aus Syrah und Grenache bestehend und in seiner Stilistik nahe am genialen 2004er, mit eben nur dem Tick mehr an Dichte und Konzentration, die der zur Legende werdende 2005er Jahrgang mit sich bringt, verführen in der Nase expressive Aromen von Schwarzbeeren, reifen Kirschen und der verführerische Düften der wild wachsenden Kräuter der Provençe.
Dicht, füllig und schmeichlerisch am Gaumen, dabei jedoch weicher, lasziver und frischer als der von Parker so hoch gelobte 03er, mit cremigen, ungemein leckeren Tanninen ausgestattet und somit ein absoluter Maßstab in seiner so konsumfreundlichen Preisklasse. Jetzt und in den nächsten drei Jahren bietet dieser ungemein schmackhafte Alltagswein, der weltweit gesehen kaum ernsthafte Konkurrenz in seiner so lukrativen Preisklasse zu fürchten hat, ein unvergleichliches Genusserlebnis!

Übrigens: Auch Bernd Kreis, ausgezeichnet als bester Sommelier Deutschlands wie Europas, empfahl bereits den Jahrgangsvorgänger dieses herrlichen Alltagsweins in seinem Einkaufsführer empfehlenswerter „500 Weine unter 10 Euro” (Hallwag Verlag). Wahrlich eine Rarität in seiner sinnenfrohen Preisklasse!



Château de Montpezat - Côteaux du Languedoc

Parker: Der „Le Pin des Languedoc”
Malerisch am Rande eines kleinen Wäldchens liegt das Schloss de Montpezat, dessen älteste Teile aus dem 16. Jahrhundert datieren und das seit Jahren Schritt für Schritt behutsam renoviert wird. Aber auch im Weinberg geschieht Großes: Der junge innovative Eigner Christophe Blanc ist zusammen mit seinem begnadeten Önologen Jean-Philippe Escorne im Begriff, mit dichten, fruchtbetonten, insbesondere aber faszinierend eleganten Weinen, vinifiziert aus autochthonen Reben der Region wie aus neu interpretierten internationalen Edelreben, dieses bei Pézenas im Herzen des Languedoc auf erstklassigen Böden gelegene Gut an die Spitze der Appellation zu führen.

Château de Montpezat
Blick auf das Schloss de Montpezat


In Frankreich hat dieser sympathische Winzer in Insiderkreisen bereits Kultstatus erreicht und wird unter vorgehaltener Hand in einem Atemzug genannt mit Laurent Vaillé (Grange des Pères) oder Didier Barral, wenn Intimkenner der Szene über die ganz großen, autochthonen Weinjuwelen des Midi diskutieren. Denn Christophe hat, wie erst wenige andere Winzer des Languedoc, verstanden, dass die Zeit der hyperkonzentrierten Opulenzweine vorbei ist, dass der kundige Genießer nach trinkanimierenden Tropfen sucht, die bei aller Dichte und Konzentration durch ihre Eleganz, Finesse und Ausgewogenheit brillieren. So sind seine neuen Jahrgänge mehr denn je stilistisch ganz eigenständige Tropfen, die wegen ihrer Frische und ihres Terroircharakters zweifellos zu den neuen Referenzweinen des Languedoc zählen, wie sie nur eine avantgardistische Winzerelite in einer Besinnung auf traditionelle Handwerkskunst und schöpferischen Genius vinifizieren kann.

Château de Montpezat
Rose an Rebzeile


Übernommen hatte Christophe, Winzer in der 5. Generation, das bereits von seinem Großvater gekaufte traditionsreiche Weingut im Jahre 1990. Zunächst restaurierte er in mühevoller Kleinarbeit die alten Rebanlagen und pflanzte neue Edelreben hinzu. Er betreibt seitdem eine extrem aufwändige Blattwerksarbeit, um genügend Säure in den Trauben zu bewahren, arbeitet naturnah und erhält nicht zuletzt wegen der privilegierten Lage seiner Weinberge, in denen ein stetig wehender Wind die Trauben in idealer Weise belüftet, ein kerngesundes Lesegut. Natürlich begnügt sich Christophe mit sehr niedrigen Erträgen: Selbst beim Cabernet Sauvignon erntet er nur ca. 25 hl/ha und damit wesentlich weniger als die Spitzendomainen im Bordelais. Sein Großvater fuhr noch über 200 hl/ha (!) ein, in einer Zeit, als die Weine aus dem französischen Süden keinerlei Qualitätskriterien genügten. Heute für Christophe eine unfassbare Vorstellung! Den schonend gepressten Most baut Christoph in einem sehr handwerklichen, sich an den wechselnden natürlichen Bedingungen des jeweiligen Jahrgangs orientierenden Stil behutsam in neuen und gebrauchten Barriques aus. Dabei verzichtet er, fast selbstverständlich für einen Weinbesessenen wie ihn, auf jegliche Manipulation und natürlich auch auf die Filtration der Weine. ?Ich bin schließlich kein Industrieller und deshalb soll jeder Wein eines Jahrgangs dessen unverwechselbaren Charakter widerspiegeln? formuliert Christoph dezidiert sein Credo.

Château de Montpezat
Christophe Blanc und seine attraktive Frau Laurence


Bereits mit dem großartigen 95er Jahrgang fuhr Christophe erstmals eine spektakuläre Ernte ein. Mit Folgen: Parker bewertete zu Recht den 95er „Prestige” mit 92 Punkten, damals noch eine absolute Rarität für Weine des französischen Südens und bezeichnete den 99er überschwänglich als den „Le Pin des Languedoc”. Doch die herausragenden Gewächse dieses wahren Juwels aus dem schier unerschöpflichen Reservoir des französischen Südens wurden in den letzten Jahrgängen noch einmal deutlich besser: Die Böden haben sich endgültig von der exzessiven Bewirtschaftung früherer Zeiten erholt und gelang es Christoph bereits Anfang und Mitte der 90er Jahre, seinen Weinen eine bemerkenswerte Konzentration und Struktur zu verleihen, so stehen diese herausragenden, singulären Weine mit unverwechselbarer Aura nicht zuletzt durch einen reduzierten Einsatz neuen Holzes mittlerweile modellhaft für die neue Generation von Weinen aus dem Languedoc, die eine Renaissance von Eleganz und Finesse einläuten. Sie spiegeln unverkennbar den unverwechselbaren Charakter ihrer Rebsorten wie ihres Terroirs wider und aufgrund ihrer schmelzigen, seidenen Tannine versprechen sie schon in ihrer Jugend höchsten Trinkgenuss. Im Languedoc gibt es immer mehr bemerkenswerte Weine aus den großen Edelreben der Welt, Cabernet und Syrah, häufig durchaus gut „gemacht”, aber austauschbar und langweilig. So originäre Gewächse wie die von Christophe Blanc zu finden, von so expressivem Charakter, derart eigenständige Interpretationen, Weine, die man, einmal getrunken, so schnell nicht wieder vergisst, das ist schon ein absoluter Glückstreffer! Christophes Charisma und seine profunde, konsequente Arbeit für authentische Herkunft und deren maximal natürliche Umsetzung im fertigen Wein machen ihn zum großen Visionär von souveränem Status. Christophe Blanc ist kein Marktschreier und daher sicher nicht der ‚lauteste’ Winzer des Languedoc, er ist aber zweifellos einer der besten.


306105 Montpezat, Sauvignon blanc (PK) 2005 5,90 Euro
Seit Jahren einer unser beliebtesten Weißweine aus dem Süden Frankreichs, der herrlich reintönige Sauvignon mit expressiven Aromen von Stachelbeeren, frischem Heu, zart exotischen Noten sowie feinen Mineralien; am Gaumen klar, fruchtig, feingliedrig, ausgestattet mit einer bemerkenswerten Frische (Die Trauben werden zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh sehr kühl geerntet!) und einer cremigen Textur.

Dieser herrliche Weißwein bietet viel Qualität für kleines Geld und ist weit mehr als nur ein einfacher Sommerwein.
Ab sofort bis Sommer 2007.



306504 Montpezat, Merlot, rouge (PK) 2004 5,90 Euro
Christophes verblüffend leckerer Alltagsrotwein, der überraschend hochwertig und tiefgründig schmeckt, nimmt fröhliche Anleihe bei Bordelaiser Vorbildern und kann es mühelos mit einigen Cru Bourgeois-Gewächsen des Médoc aufnehmen, die allerdings zu anderem Preis gehandelt werden.

Dunkel, feinwürzig und traumhaft beerenfruchtig steht er im Glas, man will ihm den ungemein fairen Preis kaum abnehmen, so saftig und nobel wirkt er am Gaumen. Ein geschmeidiger, fruchtbeladener, bestens balancierter Alltagsrotwein von köstlicher Delikatesse und mit butterweichen Tanninen ausgestattet, der richtig Lust auf den nächsten Schluck macht.

Unbedingt probieren!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis 2009.



306304 Montpezat, „Le Prestige”, rouge 2004 14,95 Euro
Tiefstes Purpurrot, ja fast schwarze Farbe mit einem kardinalsroten Rand, in der Nase unverkennbar die betörende mediterrane Aromatik des französischen Südens, eingebettet in eine allerdings rare Eleganz und Finesse, wie sie großen Bordelaiser Gewächsen zu eigen ist. Die explosiv dem Glase entsteigende betörende Cassisfrucht fasziniert von der ersten Duftempfindung an, so dass man am liebsten eintauchen möchte in das komplexe, beerendominierte Aromenspektrum (dazu feinste Tabakanklänge, reife Kirschen und subtile Gewürznoten), welches delikat den Gaumen reizt.
Dieser unfiltrierte und ungeschönte Wein ist sehr dicht, tief, von erstklassiger Struktur, wunderbar ausbalanciert, durch die Zurückname des Holzes jedoch frischer und finessenreicher denn je zuvor und seine dunkelwürzigen Fruchtspuren verlieren sich in einem Meer cremiger, aber präsenter Tannine. Versehen mit einem sehr langen, fruchtbetonten Nachhall und einem großen Reifepotential sind die kernigen Gerbstoffe der Cabernet-Trauben zwar noch deutlich vernehmbar, aber sie besitzen die seltene Qualität, lange und dicht auf der Zunge nachzuklingen, ohne trocken oder dominant zu erscheinen, da sie meisterhaft von süßlichen Fruchtaromen umhüllt werden, so dass sie zugänglich, kühl, fast seiden wirken.

Der „Le Pin des Languedoc” demonstriert handwerkliche Kunst für anspruchsvolle Genießer, hier triumphieren reife Trauben aus niedrigen Erträgen von sehr gepflegten Rebstöcken und der unverkennbare Terroireinfluss: Ein Sinnenzauber für anspruchsvolle Genießer, der nach weit mehr schmeckt, als er kostet ? ein seltener Glücksfall!
Zu genießen ab Ende 2006, Höhepunkt 2007 bis mindestens 2012.



Domaine Gauby

?Eine Revolution im Roussillon? jubelt Vinum
Alles über Wein – Die Renaissance von Finesse, Frische, Eleganz und Mineralität!


„Lange stand das Roussillon im Schatten des benachbarten Languedoc. Plötzlich hat jedoch in seinem Norden, dem historischen Gebiet des Fenouillèdes, eine verblüffende Dynamik eingesetzt. Denn in den Hügeln des oberen Aglytals verfügen die Winzer über hervorragende Terroirs mit Kalk-, Schiefer- oder Granitböden und über einen bedeutenden Bestand an alten Reben; ideale Voraussetzungen, um große Weine von herausragender Qualität zu erzeugen. Entsteht hier das Priorat Frankreichs?”, so die euphorisch-rhetorische Frage von André Dominé, einem der versiertesten Weinkenner der Welt, in seinem großartig recherchierten Bericht in ?Alles über Wein? .

Und Sie, liebe Leser, wissen es aus vielen Pinwänden schon lange: Seit Jahren zählt Gérard Gauby, neben Jérôme Malet die Ikone des Roussillon und eine charismatische Persönlichkeit, zu den besten Winzern des gesamten französischen Südens. So vergibt die Bibel der französischen Weinliebhaber, das ?Classement des meilleures vins de France 2005? von Bettane & Desseauve, der Domaine Gauby als einer von insgesamt sechs der gesamten riesigen Region des Languedoc-Roussillon 2 Sterne, was bedeutet: ?Produzent sehr großer Weine in den besten Lagen Frankreichs?.

Domaine Gauby
Gérard Gauby


Dabei hat Gauby in den bewegten Jahren seiner Winzertätigkeit einen enormen Lernprozess durchschritten. Bis zum Jahrgang 1998 waren seine Weine ungeheuer konzentriert, dicht, ja gewaltig, es fehlte ihnen aber für meinen Geschmack etwas an Finesse und Eleganz. Doch mit Gaubys großartigen Jahrgängen 99/2000 setzte ein Stilwandel und damit verbunden ein qualitativer Sprung ein, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er anstatt auf höchstmögliche Konzentration und schiere Kraft – bei aller Dichte seiner Weine – auf Finesse, Eleganz, ultrafeine, geschliffene Tannine und niedrigen Alkoholgehalt (zwischen 12,5% und 13,5%) in bester Bordelaiser Tradition setzt. Sensationell schöne Trinkweine ersetzen Monsterweine für Journalistendegustationen!

Wie kam diese Entwicklung zustande? Nach der Hinwendung zum biologischen Anbau folgte in letzter Konsequenz 1999 der Beginn der biodynamischen Bewirtschaftung der Weinberge, zu deren bedeutendsten Verfechtern weltweit Gérard mittlerweile zählt und die mitentscheidend war für den dramatischen Qualitätssprung, der damals einsetzte. Immer stärker konzentriert er seither seine Anstrengungen auf die Böden seiner Parzellen. ?Die Dinge geschehen nicht von einem auf den anderen Tag?, erläutert Gauby. ?Es braucht ein Jahrzehnt, bis man die natürliche Abwehr erreicht, die wir jetzt in unseren Weinbergen haben. Bei den Weinen arbeite ich jetzt fast ohne Schwefel, sie erreichen eine fast schon nördliche Geradlinigkeit, aber mit einem enorm hohen Anteil an Extrakt und Konzentration, vor allem aber an Tiefe. Wir werden immer präziser, was den Augenblick des Pflückens angeht. Damit gelingt es uns, die phenolische Reife vor der alkoholischen zu erreichen. Und das ist bislang nur sehr wenigen Leuten in Europa oder in der Welt gelungen. Wir machen jetzt Weine, die zu den lebendigsten und frischesten Frankreichs zählen.?

In gleicher Weise bedeutsam war die Umstellung in der Kellerarbeit, denn Gauby reduzierte im gleichen Jahr als einer der ersten Winzer, damals noch völlig gegen den Zeitgeist, die Extraktion, um keine Konzentrationsmonster mehr zu erzeugen, sondern ? bei aller Dichte und Tiefe ? großartige TRINKWEINE, die Lust machen, mehr als nur zwei oder drei Gläser zu genießen. Eine visionäre Entscheidung! Gaubys Kellertätigkeit ist heute gekennzeichnet durch einen wesentlich sensibleren Ausbaustil als in der Vergangenheit (deutlich reduziertes Untertauchen der Maische oder Umpumpen des Mostes), was zu wesentlich geschliffeneren, feineren, frischen und seidigen Tanninen führt. Zudem vergärt er mittlerweile in großen hölzernen Gärbottichen und Betontanks (je nach Zustand der Trauben entscheidet Gérard intuitiv, ob die Behälter dabei offen oder geschlossen sind), in denen durch die ausschließliche Verwendung weineigener Hefen die Gärung viel langsamer als früher verläuft und so eine Extraktion der feinsten Inhaltsstoffe der Trauben ermöglicht wird. Zudem hat sich Gauby für einen langen Hefekontakt und eine starke Zurücknahme des Holzes entschieden (Umstellung vom Barrique auf neue größere Eichenholz fuder, zunehmend auch der Einsatz gebrauchter Barriques statt neuer: ?Die Mischung muss optimal sein.?), was den Weinen nochmals mehr Finesse, Eleganz und Geschliffenheit vermittelt und zu der im Weinberg angelegten Dominanz des Terroirs über den Rebsortencharakter beiträgt.

„Ich will eigentlich nichts anderes als das, was ich im Weinberg angelegt habe, im Keller bewahren”, so die Maxime von Gérard Gauby, die in den wunderschönen Weinen des Jahrhundertjahrgangs 2005 mit ähnlich traumhaften klimatischen Bedingungen wie im Bordelais einen vorläufigen Höhepunkt, aber sicherlich noch keinen Abschluss findet. „Ein wundervoller Jahrgang, geprägt von einer großen Länge, einer sagenhaften Finesse, einer einzigartigen Frische und seidenen Tanninen” (Gauby): Sagenhafte Weine mit Referenzcharakter für den gesamten französischen Süden!

Oder um es noch einmal mit André Dominés Worten zu sagen: „Gaubys Weine verblüffen mit ihrer spektakulären Frische, Finesse und Mineralität. Sie erfinden den Süden neu, verbinden dessen Frucht und Rundheit mit einer Eleganz, die an große Bourgognes denken lässt, und wie diese brauchen sie viel Zeit (oder Luft), um sich zu offenbaren!
Ihnen, liebe Kunden, kann ich diese Meisterwerke aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 (leider mengenmäßig nur eine geringe Ernte) zu den günstigen Subskriptionspreisen nur eindringlich ans Herz legen: Es sind singuläre Weinunikate voller Charakter und Authentizität mit einem legendären Reife- und Entwicklungspotential, die, kämen sie denn aus den bekannten Renommierregionen der Welt, ein Vielfaches kosten würden!


354405 Gauby, Vieilles Vignes, C.d.Roussillon Village, rouge 2005 19,80 Euro
Uralte Grenache- und Carignanreben aus dem Ende des 19ten Jahrhunderts, dazu etwas Syrah und Mourvèdre (über 50 Jahre alt) ergeben einen der besten Rotweine des gesamten französischen Südens, der wegen seiner faszinierenden Frische und Kühle und beispielhaften Mineralität, seiner fulminanten Finesse und Eleganz und seiner ganz eigenständigen Ausprägung wegen Referenzcharakter besitzt und in allen bisherigen Proben ungemein beeindruckte.

Keine Spur von marmeladiger Überreife, von Rumtopfnoten oder einer Alkoholdominanz, allesamt unerwünschte Parameter, die Gaumen und Nase unschön attackieren. Stattdessen brilliert dieser autochthone, tiefdunkle Wein jahrgangsbedingt mit einer sagenhaften Fruchttiefe und einer noblen Aromatik wie noch nie zuvor: Edle, burgundisch kühle, hochkomplexe, feinwürzige Beeren- und Kirscharomen, feinst unterlegt von Bitterschokolade- und Tabaknoten in Nase und Gaumen, dazu ein kohärenter innerer Spannungsbogen von der Zungenspitze bis in den phantastisch langen Nachhall sowie traumhaft feine, in dieser Form bisher im französischen Süden wohl nie zuvor erlebte seidige Gerbstoffe: Dieser phantastische Tropfen ist daher ein phänomenal großer Spitzenwein von einer unglaublichen, bis dato im Midi unerreichten burgundischen Finesse, der nicht nur im Roussillon, sondern selbst im internationalen Maßstab keinen (Preis-) Vergleich zu scheuen braucht!

Meine persönliche Empfehlung des Jahres aus Frankreichs wildem Süden, sicherlich kein billiger Wein (wie könnte er dies angesichts seiner fabelhaften Qualitäten auch sein), aber fast jede Sünde und daher eine besondere Investition sicherlich wert. Solch einen grandiosen Stoff finden Sie weltweit in dieser Preisklasse kaum ein zweites Mal. Faszination und Versuchung pur!
Dieser Referenzwein für DEN neuen Stil des französischen Südens wird seinen Höhepunkt wohl zwischen Ende 2009 bis wenigstens 2018 erreichen.


In Subskription

354505 Gauby, „La Muntada”, rouge 2005 56,00 Euro
Eine andere Preisliga als der Vieilles Vignes, aber: Junge Syrahtrauben von einer traumhaften, im heißen Süden – ähnlich wie viele Parzellen der Domaine Trévallon – idealerweise nach Nordwesten! ausgerichteten großartigen Einzellage und uralte Grenache- und Mourvèdrereben ergeben den für viele Kenner wohl besten Wein des französischen Südens in 2005!

Dieses sensationelle Weinunikat voller Ursprünglichkeit und geschliffener, burgundischer Finesse ist wohl das Größte, was Gérard Gauby in seiner bisherigen Winzerlaufbahn vinifiziert hat, noch einmal einen Tick besser als die phantastischen Jahrgangsvorgänger. (Wobei ja schon der 2001er in der Bibel der französischen Weinkritik, dem ?Classement 2005?, mit der ganz selten vergebenen Idealnote von 10/10 Punkten bewertet wurde, während der WEINWISSER 19/20 Punkten zückte!)

Eine fabelhafte Konzentration, Dichte, Tiefe und beispielloser Extrakt (aber beileibe kein Konzentrationsmonster), dies alles eigentlich wie gewohnt, gepaart jedoch mit einer bisher einzigartigen Finesse, Frische und Mineralität formen einen sagenhaften Wein der absoluten Weltspitze mit dem Potential für eine Legende, der mediterrane Reife und phantastische Aromenvielfalt mit unvergleichlicher Eleganz und Feinheit vereint. Dieser subtile, hochkomplexe, beerenwürzige Wein (mit Anklängen an Schlehe, Wachholderbeere, eingelegte schwarze Walnüsse, Schwarzbrot, Teer und Leder) setzt neue Maßstäbe für den gesamten europäischen Süden, betört, fasziniert, fordert die Sinne, macht sprachlos gar. Seine noble Frucht, seine exorbitante Fruchtsüße, seine Gerbstoffqualität, die von größten burgundischen Gewächsen nicht übertroffen werden kann, seine subtile, sich am Gaumen langsam aufbauende Aromenintensität, seine innere Balance, all dies macht dieses einzigartige Gewächs zum bisher unerreichten Vorbild aller Weine des gesamten Midi! Riesiges Potential mit dem Zeug zur Legende!
Trinkbar wohl ab Ende 2007 (wobei er zurzeit nach etwa anderthalb tägiger Öffnung einen überraschenden Einblick in seine grandiose Zukunft gewährt), Höhepunkt 2009 bis nach 2020!


In Subskription

Dazu können wir Ihnen zwei herausragende Weine aus dem ebenfalls phantastischen Jahrgang 2004 anbieten, die jetzt ihre erste Trinkreife erreichen:

354604 Gauby, Les Calcinaires, Vin de pays des Côtes Catalane, blanc 2004 12,00 Euro
Die weißen Rebsorten der Gaubys aus jüngeren Rebstöcken werden seit dem Jahrgang 2003 nicht mehr getrennt ausgebaut, sondern als höchst animierende, sehr mineralische Cuvée aus Muscat sec, Chardonnay, Grenache Blanc und Viognier vinifiziert, deren Hauptmerkmal neben der aromatischen Komplexität ? wie bei allen Weinen des Winzergenies aus Calce ? ihre unnachahmliche Finesse darstellt.

Der weiße Les Calcinaires betört zunächst durch den typischen Duft des Muskatellers nach Rosen und exotischen Früchten. Sein subtiler, unaufdringlicher Duft ist fein verwoben, frisch und klar, dabei sehr komplex. Die Zunge jubiliert wegen der animierenden, knackigen Frische, der tiefgründige Wein präsentiert sich vielschichtig, voller Schliff und Mineralität, cremig und wiederum von traumhafter Finesse. Natürlich ist diese südländische Cuvée ein unverwechselbares Kind ihrer Heimat. Auf der anderen Seite brilliert sie mit ihrer singulären Finesse, die diesen Wein so wohltuend ?anders? macht, ihn so fundamental aus der Masse der zumeist belanglosen und langweiligen Weißweine des französischen Südens heraushebt, wie kaum einen anderen.

Hier ist sie wieder zu spüren, die geniale Handschrift des Meisters, die den Einstieg in die faszinierende Welt der sensationell großen Rot- wie Weißweine dieses Winzergenius leicht macht. Ein herrlicher Wein mit einem lang anhaltenden, frischen, mineralischen Nachhall, solo genossen Trinkfreude pur, ein Traum zudem zu asiatischer Küche, schlicht ein phantastischer Wein, bei dem ich auch einen Abend lang guten Gewissens meine Liebe zu großen Rieslingen deutschsprachiger Herkunft vergessen kann.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2006 bis Ende 2009.



354104 Gauby, Les Calcinaires, Côtes du Roussillon Villages rouge 2004 12,00 Euro
Ein in seiner Preisklasse unvergleichlicher Traum von Wein aus ganz großem Jahrgang vom Hochplateau von Calce im äußersten südwestlichen Zipfel der französischen Mittelmeerküste, ein fein balancierter, harmonischer Côtes du Roussillon, der ebenfalls geprägt ist von seiner für den französischen Süden raren, seidigen und unvergleichlich kühlen Finesse. In der Farbe ein tiefes Violettrot mit schwarzem Kern; die Nase wird betört von einem gleichzeitig dichten und dennoch filigranen Kirsch- und Cassisbukett mit Anklängen an Früchtebrot, Tabak, schwarze Oliven und Karamell, feinst unterlegt von einer tiefgründigen Mineralität. Die expressive Frucht, verbunden mit einer burgundischen Finesse und einem äußerst moderaten Alkoholgrad (12 %), betört gleichermaßen einschmeichelnd den Gaumen, hüllt ihn ein mit ihrem samtenen Tuch, verweilt, will nicht mehr loslassen.

Ein herrlich runder, harmonischer, delikater Wein, mit einer faszinierenden Frische und Kühle in den cremigen Gerbstoffen (vom Ausbau im fast unmerklichen Barrique), ein Zungengefühl von zartem Schmelz und subtiler Mineralität: ein kleiner Geniestreich von Gérard Gauby, Terroir pur, WeinGENUSS in Vollendung! Gérards Meisterwerk aus biodynamischem Anbau ist in seiner Preisklasse selbst im Süden Frankreichs fast ohne Konkurrenz und bietet ungewöhnlich viel Gegenwert fürs Geld.

Übrigens: In der „Revue du vin de France”, die alljährlich den neuesten Jahrgang aller Anbauregionen Frankreichs beurteilt, erhält die Domaine Gauby als eine von zwei Weingütern aus dem riesigen Gebiet des Languedoc-Roussillon einen „coup de coeur” und der längst ausverkaufte Jahrgangsvorgänger unseres hier präsentierten Calcinaires wird ausdrücklich wegen „seiner verführerischen Frucht und seiner großartigen Tanninstruktur” gefeiert.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren), Höhepunkt Ende 2006 bis nach 2010.


Bordeaux-Subskription 2005

Jahrhundertqualitäten wie in den legendären Jahrgängen 1982, 1961 und 1947!

Majestätische Weine von großer Dichte und fabelhafter Frische mit einem phantastischen Reifepotential! Das Bordelaiser Fieber, die Euphorie um die 2005er, stellt alles Bisherige in den Schatten und treibt bei den Renommiergütern die Preise in astronomische Höhen mit den wahrscheinlich höchsten Kursen aller Zeiten! Doch Weinfreunde mit kleinerem Budget brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wer klug einkauft, bekommt dieses Jahr sogar mehr Qualität für sein Geld als je zuvor! Wir haben einige sagenhafte Trouvaillen eingekauft, die qualitativ den besten Weinen kaum nachstehen, aber nur einen Bruchteil davon kosten. Viele kleine Weingüter haben die besten Weine ihrer Geschichte vinifiziert – Schnäppchenqualitäten wie nie zuvor!

In der letzten Pinwand haben wir mit unserer Subskription begonnen, heute stellen wir Ihnen weitere großartige Weine vor, die meisten nur mit den Journalistenbewertungen. Einen von vier Weinen, die wir persönlich als die mit dem besten Preis-Genussverhältnis im gesamten Bordelais betrachten, den Valmy von Chainchon, haben wir ausführlich kommentiert. Detaillierte Beschreibungen der anderen Gewächse und der noch nicht ausverkauften Weine unseres ersten Angebotes finden Sie auf unserer Homepage im Internet oder wir senden Ihnen auf Anfrage gerne eine Printversion zu.

576105 Château Rollan de By, Cru Bourgeois Médoc, rouge 2005 13,90 Euro

René Gabriel 18/20 Punkten; Parker 88-90 Punkte


In Subskription, Auslieferung voraussichtlich im Frühjahr 2005!

522105 Château La Vieille Cure, Fronsac, rouge 2005 17,90 Euro

Seit Ende der 80er Jahre ist die Appellation Fronsac (immer schon ein Geheimtipp) bei Bordeaux-Liebhabern in aller Munde und mit dem großen Jahrgang 1998 gelang dann der Anschluss zur Weltspitze. Die besten Chateaux des Fronsac, nach Ansicht vieler Experten Moulin Haut Laroque, Fontenil, Haut Carls und La Vieille Cure, können sich heute qualitativ mit den allerbesten Cru Bourgeois des Medoc messen. Die Charakteristik ähnelt auf Grund des hohen Merlot-Anteils und des Terroirs jedoch mehr dem benachbarten Pomerol, etwas rauher und kerniger allerdings, aber das macht sie dann ja auch preislich viel attraktiver.

Auch Parker schätzt den 2005er La Vieille Cure sehr: „While the 2005 does not equal the prodigious 2003 (the finest La Vieille Cure to date), this Merlot-dominated effort was fashioned under the guidance of Michel Rolland. It is a dense, powerful, dark ruby/purple-tinged offering exhibiting a big structure, loads of substance as well as extract, and high tannin. Give this sleeper of the vintage 2-3 years of bottle age and consume it over the following two decades, 89 – 91 Punkte”.


In Subskription

525105 Château Clos Puy Arnaud, Cotes de Castillon, rouge 2005 19,90 Euro

Parker 90-92 Punkte; Decanter: Delicious; ****


In Subskription

599105 Château Reignac, Bordeaux Supérior, rouge 2005 22,00 Euro

Parker beurteilt den 2005er als den wohl feinsten Reignac aller Zeiten: „Possibly the finest Reignac I have ever tasted from proprietor Yves Vatelot, this superlative blend of 75% Merlot and 25% Cabernet Sauvignon is treated like a spoiled child, aged on its lees, and bottled unfiltered. There are over 16,000 cases of this cuvee, which should be uncommonly long-lived for a wine of this pedigree. Its dense ruby/purple color is followed by a sweet nose of blackberries, cherries, smoke, and pain grille. Deep, full-bodied, moderately tannic, fresh, and well-delineated, with 14% natural alcohol, it should drink well for 10-12 years. 91-94 Punkte”.


In Subskription!

577105 Château Clos les Lunelles, Côtes de castillon, rouge 2005 32,50 Euro

Parker bewertet den 2005er mit der bisherigen Höchstnote: „The Cotes de Castillon offering from perfectionists Chantal and Gerard Perse, the 2005 Clos des Lunelles, fashioned from yields of 20 hectoliters per hectare, is a candidate for the reference point wine of the appellation. Inky/blue/purple-colored with stunning aromas of spring flowers, sweet cherries, black currants, crushed rocks, and new oak, it possesses fabulous fruit, remarkable intensity and texture, full body, and a huge, moderately tannic finish. The natural alcohol come in at 14.3%. Anticipated maturity: 2010-2020+. 91-94 Punkte”.


In Subskription

589105 Château Monbousquet, Saint Emillion, Grand Cru, rouge 2005 43,90 Euro

Wine Spectator: 92-94 Punkte; Parker: 92-94 Punkte; Steven Tanzer: 91-94 Punkte


In Subskription

589205 Château Monbousquet, Saint Emillion, blanc 2005 55,00 Euro

Parker: „...Another excellent vintage for Bordeaux's dry whites, which tend to be vastly underrated and exceptionally long-lived (30-40 years in some cases). The 2005s possess crisp acidity as well as serious weight, richness, and texture. Space constraints did not allow full tasting notes, but this is one of the top 2005 dry white Bordeaux wines, 92-95 Punkte.”


In Subskription

585105 Château Rieussec, Sauternes, blanc 2005 56,50 Euro

WineSpectator: „…Loads of spicy honey and apple character. Full-bodied, medium-sweet, with a solid core of fruit and lots of botrytis character. Very racy. Not the 2001 but superb, 95 – 100 Punkte.“


In Subskription!

570105 Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2005 8,50 Euro

Diesen „CHAMPION DE BORDEAUX” (RVDF), „a top-flight”(Parker), diese Preissensation aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 stellten wir Ihnen bereits in der letzten Pinwand mit großem Erfolg vor. Zusammen mit seinem „größeren Bruder”, dem ‚Eyrins’, gehört er zu unseren persönlichen vier Top-Weinen des Jahrgangs hinsichtlich seiner Preis-Genussrelation. Wir freuen uns über eine neue herausragende Bewertung: Max Gerstl, einer der renommiertesten Schweizer Bordeauxexperten, urteilt: „In diesem Duft finden sich so noble Aromen wie Trüffel, aber auch jede Menge reife, schwarze Kirschen, das ist verführerische Aromatik der himmlischen Art. Das ist nicht nur ein Wein, der Spaß macht mit seiner weichen, süßen, saftigen Art, der hat sogar etwas richtig Sinnliches an sich, genial und fast nicht zu glauben für diesen Preis. Die Erklärung liegt bei seinem Produzenten Eric Grangerous. Die Grangerous waren über Generationen Kellermeister auf Château Margaux. Eric ist Winzer aus Leidenschaft und keltert nebst dem delikaten Château Eyrins auch diesen Cru Monplaisir. Die Reben befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Margaux, aber außerhalb der Appellation, in der Nähe der Gironde. 17/20 Punkten!


In Subskription

570105 Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2005 8,50 Euro


In Subskription


Château de Chainchon - Côtes de Castillon

Unser fast schon legendärer Geheimtipp vom rechten Ufer brilliert in 2005 mit einer sensationellen Qualität, gegen die auch viele wesentlich teurere Grand Crus aus Saint Émilion keine Chance haben!

Ungemein spannend ist zurzeit die Entwicklung in den Satellitenappellationen um Bordeaux, wo erstklassige Qualitäten zu derart günstigen Preisen produziert werden, dass man selbst im Bordelais wieder „Schnäppchen auf Top-Niveau” (FEINSCHMECKER) finden kann. Folgerichtig urteilt auch die ‚Revue du vin de France’, die renommierte französische Weinzeitschrift, dass die Appellation Côtes de Castillon, die mit ihrem erstklassigen Terroir unmittelbar an die berühmten Lagen von St. Émilion anschließt und mit einem identischen Mikroklima gesegnet ist, zu einem neuen El Dorado des rechten Ufers geworden sei, mit großartigen Qualitäten und noch sehr attraktiven Preisen. Und Parker fordert die Bordeauxliebhaber gar ausdrücklich auf, sich in dieser noch weitgehend unbeachteten Region nach attraktiven Alternativen zu den Hochpreisprodukten umzuschauen.

Das haben wir bereits vor mehreren Jahren getan und eine damals in Deutschland noch völlig unbekannte Domaine für Sie aufgespürt, die in kleinen Mengen erstklassige terroirbetonte Weine erzeugt, die mittlerweile zu den großen Rennern unseres Programms gehören. Verantwortlich für dieses kleine „Weinwunder” zeichnet Patrick Erésué, ein genialer Weinmacher spanischer Herkunft, der 1995 den väterlichen Betrieb übernommen hat. Zuvor war er über mehrere Jahre als Kellermeister und Önologe maßgeblich am kometenhaften Aufstieg des Grand Cru Classé Weingutes „Canon La Gaffelière” (St. Émilion, Besitzer Graf Neippberg) beteiligt. Mit dem dort erworbenen „Know-how” produziert er seither auf seinem eigenen Gut traumhafte Bordeauxweine, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen dürfen, da sie ein derart günstiges Preis-Genussverhältnis besitzen, wie man es nur ganz selten findet.



Château de Chainchon
Patrick Erésué und seine Ehefrau Michele vor ihrem Weinkeller




Neben seinem immensen önologischen Wissen nennt Patrick aber auch erstklassige Hanglagen in südwest- und südlicher Ausrichtung sein eigen, die zwar mineralstoffreich, aber ansonsten so mager und „arm” sind, dass keinerlei Ausdünnung der Trauben vorgenommen werden muss, da sie schon von Natur aus nie mehr als 40 hl/ha Ertrag erbringen. Eine für Bordelaiser Verhältnisse, wo gar die Premier Grand Cru Güter mehr als 50 hl/ha Trauben einfahren, geradezu extrem niedrige Ernte!



Château de Chainchon
Château Chainchon mit uralten Merlotreben in Hanglage




Diese deutlich reduzierten Traubenerträge von teilweise alten, teilweise neu angepflanzten Rebstöcken mit großem Potential (60 % Merlot, 40 % Cabernet-Sauvignon) werden anschließend von Patrick in seinem technisch so wohltuend einfach gehaltenen Keller möglichst sanft und behutsam in neuen sowie gebrauchten Barriques ausgebaut, ohne Schönung oder Filtration erleiden zu müssen.

Daher präsentieren sich diese originären Gewächse auf der Flasche in einem wohltuend „altmodischem” oder besser gesagt, klassischem Bordelaiser Stil, haben natürlich keinen Mostkonzentrator gesehen, sind elegant, extrem finessenreich, dicht, harmonisch, geschmeidig, mit schmelziger Textur und sehr feinkörnigen Tanninen ausgestattet und besitzen eine dunkelbeerige Frucht. Es ist uns eine besondere Freude, Ihnen den fabelhaften 2005er Valmy Dubourdieu Lange anbieten zu dürfen, seit Jahren einer der beliebtesten Rotweine in unserem Programm, der viele seiner wesentlich berühmteren und teureren Nachbarn aus St. Émilion ganz schön alt aussehen lässt! Meine Verkostungsnotizen vor Ort in Bordelais waren so euphorisch, dass ich mir nochmals, um wirklich sicher zu gehen, 2 Flaschen dieses großartigen Gewächses nach Saarlouis habe senden zu lassen, um nachzuprobieren: Das Ergebnis bleibt das gleiche: Patrick hat in 2005 den besten Wein seiner Winzerkarriere vinifiziert, den ich auch im Kontext einer vergleichenden Bewertung mit den berühmten Namen aus Saint Émilion mit 92+ Punkten bewertet habe. Phantastisches Preis-Genussverhältnis und meine ganz besondere Empfehlung!



Château de Chainchon
Patrick und Michele beim Begutachten ihrer Trauben




512305 Chainchon, Valmy Dubourdieu Lange, Côtes de Castillon rouge 2005 11,90 Euro
Ausschließlich aus im naturnahen Anbau gewachsenen, kerngesunden Merlottrauben mit optimaler physiologischer Reife vinifizierte Patrick ohne jegliche kellertechnische Manipulation einen tiefdunklen, attraktiven, klassisch-traditionellen Wein des rechten Ufers mit faszinierenden Anklängen an aromatische rote und schwarze Früchte (Cassis, Kirsche, Brombeere, Haselnuss), edle Bitterschokolade, schwarzen Tee, Holunderblüten, feine Gewürze, Tabak und zarte Röstaromen. Am Gaumen gleitet dieses faszinierende Extrakt fast zärtlich über die Zunge und ummantelt liebevoll eine perfekt eingebundene Säure, die ein großes Entwicklungs- und Lagerpotential aufzeigt; dazu überzeugen faszinierend weiche, cremige, seidig-elegante Tannine und ein sehr moderater Alkoholgehalt von ca.13%, der nicht ermüdet, sondern lustvoll animiert auf das nächste Glas!

Ein ganz großer Wurf von Patrick, der es sich mit seinem mutigen Schritt in die Selbständigkeit nicht leichte machte und sich nicht auf seinen Lorbeeren und seiner sicheren Anstellung als renommierter Kellermeister von Canon-La-Gaffelière ausruhte, stattdessen mit unermüdlichem Elan, höchstem vinologischem Können und enorm viel Intuition das alt eingesessene Gut an die Spitze der mittlerweile glänzend beleumdeten Aufsteiger-Appellation führte. Was mir so besonders an Patricks Weinen imponiert: So viele moderne Bordelaiser Gewächse sind mittlerweile vom aufdringlichen Holz dominiert, das in Wahrheit nur mangelnde Weinbergsarbeit unzulänglich kaschiert! Bei Patrick hingegen finden Sie das genaue Gegenteil: Komplexe Aromatik, Geschmeidigkeit, ein Hauch von zartherber Fruchtsüße, extrem feine Struktur, Tiefgründigkeit, Eleganz, Ausgewogenheit und Finesse pur, kernige, dennoch feinsaftige, cremige Tannine für ein großes Lager- und Entwicklungspotential und nicht den Hauch einer marmeladigen Opulenz.

Dieser große Wein ist nichts anderes als ein phänomenaler Triumph des Terroirs über alle moderne Kellertechnik. Ein unglaublich beeindruckendes Bordelaiser Gewächs, und das zu einem fabelhaft fairen Preis. Immer noch ein Geheimtipp klassischen Stils mit tiefgründiger Mineralität, der nicht nur Maßstäbe in seiner Preisklasse setzt, sondern wesentlich berühmtere Nachbarn in St. Émilion teilweise ganz schön alt aussehen lässt! Genießen können Sie diesen traumhaften Klassiker des rechten Ufers voraussichtlich schon nach seiner Freigabe im Frühjahr 2008, seinen Höhepunkt wird diese unerhörte Provokation wesentlich teurerer Bordelaiser Prestige Gewächse (im Bordeaux gehen die Uhren halt anders und die überteuerten Preise hoch gehypter Güter zählen bei Etikettentrinkern mehr als bei wahren Kennern und Liebhabern die Wahrheit im Glas) zwischen 2010 und etwa 2020 erreichen!

P.S.: Bei der Durchsicht der Bewertungen der internationalen Fachjournalisten habe ich nunmehr zu meiner freudigen Überraschung festgestellt, dass sich doch tatsächlich ein renommierter Journalist auf Château Chainchon verirrt hat und die Qualitäten dieses fast völlig unbekannten 2005er Valmy Dubourdieu Lange adäquat bewertet:
Mario Scheuermann (u.a. Herausgeber des empfehlenswerten Internetportals www.best-of-wine.com) vergab begeistert 90 ? 91Punkte und notierte: ?Dunkles, sehr tiefes rubinviolett. Schon die dichte, kompakte Frucht und Würze der Nase lässt die Ambitioniertheit dieses Weins erahnen. Am Gaumen saftig, rund und weich, sehr harmonische, reife Tannine. Lang nachklingend, ausgesprochen lecker?.

Zur Einschätzung von Scheuermanns Bewertung sollte hier noch angefügt werden, dass er stets deutlich zurückhaltender in seiner Notenvergabe ist als alle anderen Journalisten, dass der ?Valmy? die höchste Bewertung aller Weine der Côtes de Castillon erzielte und dass selbst in der Renommierregion Saint-Emilion, deren Weine preislich in einer völlig anderen Liga spielen als unserer Kleinod aus Castillon, nur knapp 2 Dutzend Weine höher bewertet wurden, ein Drittel davon wiederum mit nur einem Punkt. Diese Relation demonstriert unter Berücksichtigung der gewaltigen Preisunterschiede das sensationelle, schier unübertreffliche Preis-Genussverhältnis unseres grandiosen Klassikers aus einer Satellitenappellation von Saint-Èmilion. Lassen Sie sich dieses fabelhafte Schnäppchen auf keinen Fall entgehen!

Château de Chainchon
Alle Weinberge von Château Chainchon schmiegen sich sanft geschwungen um die Domaine





In Subskription

Aktuell verfügbare Weine aus großem Jahr von Château de Chainchon:

Kaum sind wir mit unserem Subskriptionsangebot für den 2005er Valmy Dubourdieu Lange ins Netz gegangen, da flattert uns auch schon die neue WEINWELT-Ausgabe Juni 2006 auf den Tisch mit einer sehr interessanten Reportage über die Möglichkeiten, in Bordeaux noch „Entdeckungen zu besten Preisen” zu machen. Wir zitieren mit großem Vergnügen: „Bordeaux gilt als Herkunft teurer Weine. Ganz Bordeaux? Nein. Wir haben für Sie ausgiebig die fünf Côtes de Bordeaux durchkreuzt. Und haben entdeckt: In den historischen Randbezirken der Grands Crus lassen sich verborgene Schätze heben... Die Côtes de Castillon liegt nur den berühmten Steinwurf von den benachbarten Nobelvierteln Saint-Émilion und Pomerol entfernt”. Und dann werden 5 Weine mit 4 Sternen geadelt und damit als die besten Entdeckungen des Bordelais gefeiert: Darunter unser 2003er Valmy Dubourdieu Lange, dessen noch größeren 05er Nachfolger wir Ihnen heute so eindringlich ans Herz legen! Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, demonstriert sie doch die ganze Klasse dieses angesichts seiner Spitzenqualität so unglaublich preiswerten Weines, den Pinard de Picard im Übrigen bereits seit dem 1996er Jahrgang mit großem Erfolg im Programm führt. Noch haben wir einige wenige Kisten des 03er Valmy, den so viele unserer Kunden in ihrem Keller liegen haben, auf Lager (Kontaktieren Sie uns bitte bei Interesse) und in größeren Mengen steht uns noch sein „kleinerer Bruder” zur Verfügung, ein phantastischer, bereits jetzt voll trinkreifer Alltagswein. Viel Vergnügen!

512103 Château de Chainchon, rouge 2003 6,90 Euro



512203 Chainchon, Cuvée Prestige, rouge 2003 8,90 Euro
Traumhafter reinsortiger Merlotwein, 9 Monate im 3 Jahre alten Barrique ausgebaut aus einem ganz hervorragenden Jahrgang, der mit kleinem Preisen und großartiger Qualität den kundigen Weinliebhaber erfreut. Sehr tiefes sattes Kirschrot in der Farbe. Noble Beerenaromen, Mon Chérie-Kirschen sowie Anklänge an rauchige Mineralien streicheln die Nase mit samtener Pfote. Am Gaumen von klassischer Stilistik, eine sehr saftige und hochelegante Frucht schmeichelt der Zunge, bei aller Eleganz dennoch ausreichend dicht und konzentriert, dazu eine wunderbare Balance und eine erstklassige, reife, cremige Tanninstruktur. Dieser verführerische Wein ist weit mehr als nur ein ?kleiner? Bruder des von der WEINWELT gefeierten ?Valmy? und ein typischer Vertreter der früh zugänglichen Merlotweine des rechten Ufers.
Bietet schon jetzt höchsten Trinkgenuss; Höhepunkt 2007 bis nach 2010.



512303 Chainchon, Valmy Dubourdieu Lange, rouge 2003 14,90 Euro
Seit dem 2000er Jahrgang wird dieses faszinierende Spitzengewächs unseres Geheimtipps aus den Côtes de Castillon als reinsortiger Merlotwein ausgebaut, was sich in seiner betörenden Aromatik (?reife Pflaumen, Brombeeren, Cassis, dabei so saftig, dass man das unstillbare Verlangen bekommt, in diesen duftenden Früchtekorb hinein beißen zu wollen, dazu zart süßliche Aromen von Schokolade und Caramel sowie kandierte Nüsse?, so die begeisterte Notiz von Christina Göbel, Sommelier des Jahres 2005) und einer wunderbar weichen, geschmeidigen, schmelzigen Textur manifestiert.
Dieser in seinem Preissegment absolut überragende Wein besitzt eine außergewöhnliche Struktur, ist fein ausbalanciert und verwöhnt die Zunge mit seiner dunkelbeerigen Frucht und zarten Anklängen an tiefschwarze Schokolade. Ein dichter Körper und die ausladende Frucht umhüllen die erfrischende Säure, die Tannine sind feinkörnig, weich, reif, elegant und von einer unwahrscheinlichen Finesse.
Wie viele moderne Bordelaiser Gewächse sind mittlerweile von einem langweiligen Einheitsholzgeschmack dominiert, der doch nur mangelnde Weinbergsarbeit unzulänglich kaschiert! Aber hier in diesem großen Gewächs finden Sie das genaue Gegenteil: Mineralität, Geschmeidigkeit, ein Hauch von zarter Fruchtsüße, extrem feine Struktur, Tiefgründigkeit, Eleganz und Finesse pur, wahrlich ein großer Triumph des Terroirs über alle moderne Kellertechnik.
Ein unglaublich beeindruckender Spitzenwein, ein absolutes Schnäppchen mit einem der besten Preis-Genussverhältnisse im gesamten Bordelais und eine ungeheure Provokation wesentlich berühmterer und teurerer Nachbarn aus Saint-Émilion!
Mit großem Vergnügen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2006 bis nach 2015.



Weingut Kurt Angerer - Kamptal

Urwüchsige Weine eines Naturburschen aus dem Kamptal lehren die Prestigeweine aus der Wachau das Fürchten!

„Qualität kommt von Qual”, so das mittlerweile weithin bekannte Bonmot des ungemein sympathischen und quirligen Naturburschen Kurt Angerer, in Deutschland mittlerweile wie in Österreich in aller Munde, da geradezu phantastisch seine Qualitäten – und in Relation hierzu ungemein niedrig die verlangten Preise. Und wer von Ihnen jemals inmitten seiner extrem gepflegten Weinberge steht, begreift blitzartig die doppelte Botschaft, die in Kurtis Worten liegt. Welch immenser körperlicher Anstrengung bedarf es, die Riede (der in Österreich übliche Begriff für die Weingärten) in einen solch optimalen Zustand zu versetzen! Wie aufwändig werden die Blattwerksarbeiten betrieben, um eine bestmögliche Photosynthese und Sonneneinstrahlung zu erreichen und wie sehr müssen die Reben gegen die Grünbepflanzung inmitten ihrer Reihen ankämpfen! Dieser Konkurrenzsituation, der die Wurzeln ausgesetzt sind, zwingen sie tief ins Erdreich, um Wasser zu finden und damit gleichzeitig die Mineralien des felsigen Untergrunds in die Trauben zu transportieren. Im fertigen Wein wird diese Philosophie von Kurt Angerer in einer fabelhaften, feinwürzigen Mineralität, in Kompaktheit, Dichte, Kraft und Konzentration schmeckbar, die in unverwechselbarer Weise den Stil seiner Grünen Veltliner, Rieslinge und Rotweine prägen. In diesen Meisterwerken spiegeln sich ihre mineralischen Strukturen und ihre unterschiedlichen Standorte – Urgesteinsböden, tiefgründige Lössböden oder Kies – auf verblüffende und vor allen Dingen eigenständige, nachvollziehbare und geschmackvolle Weise wider.

Kurts erstklassige Lagen befinden sich in einer Region, die immer ein wenig im Schatten der wesentlich bekannteren Lagen der Wachau und des Kremstals standen und die daher auch noch bei weitem nicht die dort verlangten Preise erzielen, aller gleichrangigen Qualität zum Trotz. Daher möchte ich Ihnen die urwüchsigen, trockenen Weine von Kurt Angerer, diesem jungen, sympathischen, bodenständigen und dennoch weltoffenen Winzer, ganz besonders empfehlen. Es sind seltene Glücksfälle von Wein, von phantastischer Qualität und weit unterbezahlt, insbesondere seine Grünen Veltliner, von alten Reben allesamt, die bereits jung superlecker schmecken, aber mit einem großen Reifepotential versehen sind, solo getrunken einen wunderbaren Genuss bereiten, aber auch als hervorragende, universelle Essensbegleiter dienen, und das auch zu Fleischgerichten!



Weingut Kurt Angerer
Kurti Angerer beim Säubern der Tankanlage




Übrigens: Helmut Knall, höchst angesehener Fachjournalist und Herausgeber des Internetweinführers Österreich auf www.winetimes.at, urteilt ebenfalls euphorisch: „Kurt Angerer verblüfft immer wieder mit einer Kollektion, die man in dieser Qualität in Österreich nur ganz selten findet, dabei aber mit Preisen, die absolut erschwinglich sind”.
Und endlich hat Kurti seine grandiosen 2005er abgefüllt, die mich seit der ersten Fassprobe zu Beginn dieses Jahres so ungemein fasziniert haben. Die Kollektion schließt lückenlos an die hervorragenden 2004er an. Bei einer sehr späten und aufwändigen Lese (nach einem geringen Traubenansatz infolge eines langen Winterfrostes im Kamptal und viel Regen im August, der zu einem rigorosen Ausschneiden von faulen Trauben zwang, kam Mitte September bis Ende Oktober auch in Österreich der traumhafte Altweibersommer an!) konnte Angerer physiologisch perfekt ausgereifte Trauben in toppgesundem Zustand und mit einer reifen Säurestruktur ernten. Die extreme Selektion, der ungeheuer arbeitsintensive Aufwand im verregneten August, alle Mühen haben sich gelohnt, denn was wir Ihnen heute anbieten können, ist wohl kurt Angerers bis dato bester Jahrgang! Alle Weine besitzen eine reife Fruchtaromatik bei gleichzeitig ausgeprägter Mineralität, sind ungemein animierend durch eine feinfruchtige Säure und traumhaft balanciert. Bravo Kurti!

700105 Angerer, Grüner Veltliner „Kies” 2005 6,90 Euro
Welch Traum eines preiswerten Grünen Veltliners für jeden Tag: In der Nase ein rebsortentypischer, kühler, expressiver Duft nach Limetten, gelben Äpfeln, Maracuja, Honigmelonen, Wiesenkräutern und etwas weißem Pfeffer, unterlegt mit einer mineralisch-tabakigen Würze. Am Gaumen eine klare schlanke, saftige Frucht, feine Kräuternoten, pfeffrige Würze, zart und saftig, schönes, belebendes Frucht-Säure-Spiel, herrliche Frische und Balance, beste Nachhaltigkeit und Länge, und dies alles bei nur knapp 12,5% Alkohol.

Sowohl als Essensbegleiter als auch als beschwingter Sommerwein für die Terrasse hervorragend geeignet. Jeder Schluck macht Lust auf?s nächste Glas!

Helmut Knall, bescheinigt auf seiner Internetseite www.winetimes.at (die Sie, liebe Kunden, im übrigen kostenlos einsehen können, mit allen aktuellen Verkostungsnotizen zu Österreichs neuen Weinjahrgängen) diesem tollen Veltliner ein „grandioses Preis-Genussverhältnis”!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2010.



700205 Angerer, Grüner Veltliner „Spies” 2005 10,90 Euro
Der Überflieger und infolge weiterer subtiler Verbesserungen in Weinberg und Keller noch bessere (!) Nachfolger des mittlerweile legendären Siegers der großen Verkostung aller Veltliner Austrias in Österreichs renommiertem Weinmagazin VINARIA: Sehr präsenter, frischer Duft nach Pfeffer, Steinobst, gelben Tropenfrüchten und Birnen, feste, griffige Mineralik, fein unterlegt mit etwas Minze. Am Gaumen enorm viel saftige, frisch gewirkte, straffe Frucht, Finesse und Struktur, dichter und konzentrierter noch als der ?Kies?, feingliedrige Säure, die jedoch herrlich in die zart-cremige Textur eingebettet ist, wohl balanciert, wiederum sehr mineralisch (infolge des hohen Anteils an Granitböden) und zupackend, nachhaltiger, langer, fein-herber, würziger Abgang, vielschichtig, sensationelle Qualität für relativ wenig Geld.

Helmut Knall: 91 Punkte!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis mindestens 2012.



700005 Angerer, Riesling „Ametzberg“, trocken 2005 13,90 Euro
Zu diesem traumhaft mineralischer Wein, der sich sehr dicht und konzentriert und dennoch eher von der verspielteren, unangestrengten deutschen Stilistik präsentiert denn im opulenten Wachauer Stil, möchte ich die Verkostungsnotiz von Helmut Knall auf www.winetimes.at veröffentlichen, die verbal natürlich etwas journalistisch-zurückhaltender ausfällt als meine eigenen, bisweilen etwas lyrischen Beschreibungen:
„Noch etwas verschlossen im Duft, braucht Zeit und Luft um sein vielschichtiges Bouquet zu entwickeln. Würziger mineralischer Duft mit Kräuternoten, Marillen und Limetten, leicht tabakig, nach einiger Zeit auch rote Ribisl und weiße Blüten. Auch am Gaumen feine mineralische Würze und extraktsüße Steinobst-Frucht, kraftvoller Körper mit feingliedriger Struktur, hat Finesse und Eleganz, schön schmelzig und doch mit knackigem Frucht-Säure-Spiel, das Lust auf das nächste Glas macht, klingt mit Limetten im Abgang lange nach. Noch sehr jung und verschlossen, sollte unbedingt einige Zeit auf der Flasche reifen. Dann sind vielleicht auch noch 2-3 Punkte mehr drin als die jetzt vergebenen 93. Trinkreife: 2007-2015."

Weingut Kurt Angerer
Abenddämmerung im Kamptal






700603 Angerer, Zweigelt Granit, rot 2003 14,95 Euro
Was für ein herrlich saftiger, verführerischer, lasziv-erotischer Wein aus dem bis dato wohl besten Rotweinjahrgang aus Österreich, ein zutiefst kardinalsroter Zweigelt aus älteren Rebbeständen mit dunklem Kern, in gebrauchtem, dezent spürbarem Barrique ausgebaut. In der betörenden Nase eine präzise Frucht, reife schwarze Brombeeren, Zwetschgen, saftige Weichselkirschen und eine faszinierende zarte Würze. Der animierend frische, kompakte, dennoch elegante und noble, den gesamten Gaumen auskleidende und betörende Geschmack dieses extrem preis„werten” Weines fasziniert durch seine kühle, dunkelbeerige Aromatik. Im langen Nachhall nochmals eine kompakte dunkle Frucht sowie ein elegantes, feines, cremiges Tanningerüst mit einem zart-herben, schokoladigen Nachhall.
Dieser Schmeichler der Sinne bereitet mit seinem beerig-würzigen Spiel ab sofort lustvolles Trinkvergnügen ohne Ende, Höhepunkt 2007 bis etwa 2014.




DEUTSCHLAND

Weingut Dirk Würtz

Sympathischer Revoluzzer und Qualitätsfanatiker aus Rheinhessen

„Es gibt keine Zwischenstufe zwischen Qualität und Nichtqualität”. Erfrischend unangepasst formuliert Dirk Würtz, dieser eigenwillige, kluge Kopf, ein engagierter Querdenker, seine Ansichten zur deutschen Weinszene. Der studierte Betriebswirt, Politologe und Philologe, ein klassischer Quereinsteiger also, wollte eigentlich schon sein ganzes Leben lang nichts andere als „Bauer” werden und geht nach seiner Jungfernstation als Kellermeister bei Weil unbeirrbar seinen eigenen Weg. Er eckt an dabei: Mit dezidierten Urteilen zu (Fehl-) Entwicklungen im deutschen Weinbau schafft sich Dirk wahrlich nicht nur Freunde. Ein Winzer mit Ecken und Kanten, wie seine Rieslinge eben, voller Charakter und Authentizität.



Weingut Dirk Würtz
Dirk Würtz und sein Partner Hubertus Weinmann beim entspannten Picknick




Seine Weinberge liegen im Hinterland von Nierstein, fernab des Rheins. Hier bietet das wellige Hügelland ein ganz anderes landschaftliches Bild: die vorherrschenden Böden, insbesondere Löss, Lehm und Mergel, oft mit Kalkstein unterlegt, können in sehr nassen Jahren zwar einen Nachteil bedeuten, stecken auf der anderen Seite jedoch die oftmals vorherrschende Trockenheit problemloser weg. Kein Wunder also, dass in diesem ländlich-abgeschiedenen Herrgottswinkel unser sympathischer ‚Revoluzzer’ Dirk in Gau-Odernheim mit Weinen aufhorchen lässt, die – mittlerweile weit über Insiderkreise hinaus – wegen ihres sensationellen Preis-Genuss-Verhältnisses für erhebliches Aufsehen sorgen und die mitverantwortlich sind, dass Rheinhessen mittlerweile weltweit als Synonym für (trockene) Weltklasserieslinge deutscher Provenienz gefeiert wird. So stuft beispielsweise Marcus Hofschuster, renommierter Degustator des Internetweinführers Deutschland auf www.wein-plus.de, das Weingut Würtz mit 4 von 5 möglichen Sternen unmittelbar hinter Keller und Wittmann bereits als Nummer 3 der Region ein – welch ein Katapultstart in die erste Liga!



Weingut Dirk Würtz
Blich auf Dirks "Königsmühle" aus luftiger Höhe




Dirks Weinberge, überwiegend gelegen in den exzellenten, aber jahrzehntelang fast vergessenen Uelversheimer Lagen, werden biologisch bewirtschaftet (für Dirk unumgängliche Voraussetzung, um extraktreiche, aromatische Weine zu gewinnen), die dicht bepflanzten Rebreihen von einem befreundeten Winzer, Hubertus Weinmann, „einem Genie im Weinberg, einem wirklichen Landarbeiter”, penibelst bearbeitet, auch von Vertragswinzern, die strikt nach seinen strengen Vorgaben arbeiten müssen. „Ich selbst verstehe ja nichts von Weinbergsarbeit, ich bin nur der Kellermeister”, stellt Dirk seine großartigen Fähigkeiten bescheiden unter den Scheffel. So intensiv im Weinberg gearbeitet wird, so wenig wird im Gegensatz dazu im Keller in die Entwicklung der Weine eingegriffen. Dirks Devise für den Keller klingt provokativ: „Kontrolliertes Nichtstun”.

Das kostet viele schlaflose Nächte, beinhaltet extrem sensibles Eingreifen in die Weinwerdung nur dann, wenn unbedingt nötig, zumeist spontane Vergärung bei ca. 20 Grad, Ausführung aller Kellerarbeiten nur mit Hilfe der Schwerkraft und so gut wie keine Filtration. Das Ergebnis derartig sensiblen Schaffens sind ungeheuer ausdrucksstarke Weine mit tief gestaffelter Struktur und intensiver Mineralität. Erst wenn die Weine im Fass fertig sind, entscheidet Dirk, ausschließlich aufgrund sensorischer Proben, welcher Riesling unter welchem Namen vermarktet wird, Mostgewicht und andere Parameter interessieren ihn dabei überhaupt nicht. „Ich mache langlebige, charaktervolle Weine für meine Sympathisanten, keine Journalistenweine”, so Dirks herzerfrischend unangepasstes Statement. „Wer Würtz kennt, dem wird schnell klar, dass hier ein Wahnsinniger am Werk ist, der nicht aufgeben wird, bis er das Potenzial der Uelversheimer Weinberge tatsächlich ausgereizt hat. Da er sich da selbst noch auf einem langen Weg sieht, dürfen wir uns gerade in Anbetracht seiner bisherigen Leistungen noch auf einiges gefasst machen”, so das abschließende Urteil von Hofschuster. Und „Alles über Wein” feierte das ‚enfant terrible’ der deutschen Weinszene als Entdeckung des Jahrgangs 2003 in Rheinhessen, eine hoch verdiente und längst überfällige Ehrung. Mach weiter so, Dirk!

950705 Würtz, Silvaner trocken 2005 6,90 Euro
Knapp hundert Weine des Jahrgangs 04 standen im Frühjahr 05 an zur Silvaner-Trophy, der Ermittlung des besten Gewächses dieser uralten rheinhessischen Rebsorte. Der Sieger: Dirk Würtz mit einem knochentrockenen Paradebeispiel eines rheinhessischen Silvaners. Das Niveau und die Bandbreite der gesamten Probe begeisterte und demonstrierte eindrucksvoll, dass im Silvaner ein erheblich größeres Potenzial liegt, als ihm gemeinhin zugebilligt wird. Insbesondere schätzt man heute diese vielseitige Rebsorte mit ihrem ?gänzlich eigenständigen Charakter, mit dem man sich in einer Welt immer einförmigerer Weine profilieren kann? (Dirk Würtz), als phantastischen und viel zu lange unterschätzten Speisenbegleiter!

Und das Urteil der Jury: „Zu zwei Dritteln im Stahltank und zu einem Drittel spontan im Holzfass vergoren begeistert der Silvaner von Dirk Würtz und Hubertus Weinmann mit einem klassischen, sehr lebendigen Duft nach Äpfeln, Kräutern und etwas weißem Gemüse. Im Mund reintönig und lebendig, mit einer idealen Balance zwischen Kraft und Finesse, nachhaltig am Gaumen, mit guter Tiefe, animierende Art, präsent und mittellang. Ein mustergültiger Silvaner.” Nach dieser Bewertung waren wir trotz großer Bevorratung im Handumdrehen ausverkauft und können jetzt endlich, nach langer Durststrecke, den kongenialen, vielleicht noch einen Tick dichteren Nachfolger aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 anbieten. Viel Spaß damit!



950405 Würtz, „Potate”, Riesling trocken (DV) 2005 4,95 Euro
Von der Großen Gewächslage ?Dienheimer Tafelstein? kommen die Trauben für diesen Basisriesling, denen jedoch für die Einstufung als Großes Gewächs nach Dirks Meinung etwas das Potential fehlt. Dennoch hat unser Revoluzzer aus relativ kleinem Ertrag (35 hl/ha) wiederum einen ?ansprechenden Saufwein im unteren Preissegment vinifiziert, von dem man garantiert keine Kopfschmerzen (auch keine verkorkten Flaschen, da Drehverschluss!) bekommt?, so Dirk Würtz, Understatement pur betreibend.

Es ist mittlerweile schon seit mehreren Jahren schlichtweg sensationell, mit welcher Aromenintensität dieser herrliche Alltagswein begeistert. Dazu fasziniert wie stets die typische ?Würtz-Würze? und am Gaumen präsentiert sich dieser grandiose Alltagswein im Jahrgang 2005 ungemein dicht, mit einer feinen Säure und einer zarten Mineralität ? eine Folge des hohen Kalkanteils im Boden. Sicherlich ist unser ?Potate? kein großer, komplexer Riesling, doch in seiner Preisklasse qualitativ eine unerhörte Provokation!

Diese Auffassung teilt seit Jahren auch die Fachpresse: Lassen Sie mich stellvertretend für alle Elogen, die ihm zuteil wurden, Stephan Reinhardt zitieren, der in einer ausführlichen Reportage in der WELT am Sonntag unter der Schlagzeile „Generation Riesling” über junge Winzer berichtete, die mit „Leidenschaft und handwerklicher Sorgfalt” Deutschlands Paraderebsorte ?an die Spitze führen?. Als einer von fünf besonders herausgehobenen Rieslingen wird der ?Potate?, sowohl für seine Qualität als auch für sein tolles Preis-Genussverhältnis ausdrücklich gelobt. Reinhardt schreibt: ??Sauft?, Brüder?, heißt dieser ökologisch erzeugte Riesling mit Schraubverschluss aus Rheinhessen. Damit sich weniger Leute durch den Namen abgestoßen oder gar ausgegrenzt fühlen, hat Winzer Dirk Würtz den Imperativ in lateinischer Sprache aufs Etikett gesetzt: Potate! Der Name ist Programm: Die frische und leichte Einstiegsdroge zum Thema ?Riesling trocken? eignet sich für alle Anforderungen des Lebens, etwa zu Vergessen, Verlieben, Durstlöschen und Sparen.?

Der 2005er hat wie sein Vorgänger ein solch phantastisches Preis-Genussverhältnis, dass wir wiederum die gesamte zur Verfügung stehende Menge aufgekauft und exklusiv für unsere Kunden gesichert haben. Lassen Sie sich diesen leckeren Trinkspaß auf keinen Fall entgehen!



950904 Würtz, „Potate”, rot (DV) 2004 5,95 Euro
Auf sein neues Projekt hatte sich unser so ungemein sympathischer Revoluzzer lange vorbereitet: In Deutschland einen Rotwein mit Anspruch zu produzieren, der dennoch in einer ungemein fairpreisigen Liga angesiedelt ist. Und was ihm im heißen Jahrgang 03 bereits mit großem Erfolg glückte, hat er im ausgewogenen Jahr 2004 nochmals optimiert:
In der Nase Aromen von dunklen Waldbeeren und Dörrobst, am Gaumen unglaublich lecker, sehr füllig, eine beerige Frucht und ein sehr moderater Alkoholgehalt. Dazu feinste, cremige Tannine, die den Wein zu einem der schönsten Zechweine machen, den Sie auf dem Markt finden können! Ein deutscher Rotwein mit Anspruch, im Stile eines Franzosen.

Welch himmelweiter Unterschied zwischen diesem handwerklich produzierten Wein und der Billigplörre teilweise zweifelhafter Herkunft aus Supermärkten.
Zu genießen ab sofort bis 2008.



Weingut Hermann Dönnhoff - Nahe

Helmut Dönnhoff
Intellektueller Feingeist von der Nahe vinifiziert traumhaft balancierte und finessenreiche Rieslinge mit weltweitem Kultstatus. Nie zuvor war er so gut wie in 2005!

Das kleine, verträumte und ungemein faszinierende Weinanbaugebiet der Nahe verwöhnt den Genießer mit trockenen und fruchtsüßen Weltklasserieslingen, die zur absoluten Spitze innerhalb Deutschlands gehören. „Gott lebt an der Nahe”, dieses schon legendäre Urteil von Marcus Hofschuster, renommierter Verkoster des Internetweinführers www.wein-plus.de , avanciert mittlerweile unter Weinliebhabern zum geflügelten Wort und die phantastischen Weine des Doyens der dortigen Winzerszene, Helmut Dönnhoff, genießen bereits seit Jahren einen herausragenden Ruf, sind weltweit begehrt und dementsprechend rar. Kein Wunder bei diesen fabelhaften Qualitäten, dass nicht nur die nationalen Weinführer Gault Millau und Gerhard Eichelmann Dönnhoffs Weine enthusiastisch feiern, auch die Bewertungen durch Parker wie durch den „wine spectator” sind ebenso spektakulär wie gerechtfertigt. In England und in den USA erlangten seine Weine schon lange absoluten Kultstatus, werden gesucht wie wenige andere und mit Phantasiepreisen, weit über dem in Deutschland verlangten Kurs, bezahlt – wenn man sie denn überhaupt erhält. Dort wird Dönnhoff – zu Recht – der gleiche Ruhm zuteil, wie sonst nur den größten Winzern aus dem Burgund mit ihren wesentlich teureren Prestigeweinen!



Weingut Hermann Dönnhoff
Blick über das romantische Nahetal bei Oberhausen




Der Riesling ist an der Nahe aus qualitativer Sicht unzweifelhaft die wichtigste Rebsorte. Dabei ist seine Stilistik aufgrund der extrem unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen ungemein vielfältig, von puristisch-geradlinig bis füllig-opulent, in seinen schönsten Ausprägungen stets jedoch ungemein komplex und zutiefst mineralisch, und erinnert, je nach Winzer, Lage und Ausbaustil, an legendäre Weine von der Mosel, aus dem Rheingau oder aus der Pfalz. Ja, es scheint bisweilen, als vereinten diese Pretiosen gar in sich sämtliche Vorzüge dieser traditionsreichen Regionen!

Sollten Sie, liebe Kunden, sich bisher noch nicht mit den Weinen dieses ebenso kleinen wie feinen Anbaugebietes beschäftigt haben, lege ich Ihnen heute die grandiosen Weine von Helmut Dönnhoff ganz besonders ans Herz, spektakulär schöne, doch im internationalen Maßstab gesehen geradezu verrückt preiswerte Rieslinge, die zum liebsten dessen gehören, was ich in meinem persönlichen Weinkeller zu finden vermag. Doch Vorsicht: Das Ergebnis Ihrer Verkostungen könnte Ihr vinologisches Weltbild verändern!

Helmut Dönnhoff ist ein brillanter Charakterkopf, der stets unbeirrt seinen ureigenen Weg geht. Den er selbst aber auch jedes Jahr auf’s Neue erst wieder suchen muss. Denn bisweilen dauert es, bis er den Jahrgang in all seinen Facetten versteht: Die klimatischen Bedingungen des Jahrgangs, die dadurch bedingten unterschiedlichen Anforderungen der Reben im Weinberg und der schonende und unmanipulierte Ausbau im Keller stellen Dönnhoff immer wieder vor neue Herausforderungen. Er erklärt: „Der Winzer muss der Natur ihren Lauf lassen. Natürlich gibt es auch die Gestaltungskraft und den Willen des Winzers, aber wenn die Vergärung nun mal anders läuft als gewollt, muss ich mich gedanklich umstellen. Das fällt manchmal schwer. Wie oft habe ich schon in meinem Keller gestanden, mit dem Fuß gegen das Fass getreten und geschimpft, weil der Most sich anders entwickelte, als ich es mir in den Kopf gesetzt hatte. Doch die Natur hat es bisweilen anders beschlossen und sie ist es, die für die innere Balance und Harmonie in einem großen Wein sorgt. Die Harmonie ist das innerste Bestreben der Natur, eine Entwicklung, die der Mensch nicht stören sollte, um die Brillanz eines Weines zu erhalten. Also muss der Winzer sich letztendlich unterordnen!”



Weingut Hermann Dönnhoff
In diesen großen Holzfässern reifen die ungemein filigranen Weltklasse-Rieslinge von Helmut Dönnhoff




Diese ehrliche Liebe zum Rebensaft ist der Schlüssel, um Helmuts flüssige Kunstwerke zu verstehen. Doch Helmut Dönnhoff ist nicht nur intellektueller Vordenker, er ist auch ein ausgesprochener Genießer: ?Ein Wein, der mir gefällt, löst stets ein tief empfundenes emotionales Jubilieren aus und er erzählt mir die Geschichte der Landschaft, in der er gewachsen ist und von deren einzigartiger Kultur?. Diesen Bezug zur Heimat (in der modernen Weinsprache würde man eher vom Terroir sprechen, einem leider nur all zu oft missbrauchten Begriff) so unverfälscht wie nur irgend möglich in die Flasche zu transmittieren, darin sieht Helmut die große Kunst eines handwerklich arbeitenden Winzers. Die aus jeder einzelnen Lage geborene jeweils einzigartige Charakteristik unterscheidet große Naturweine mit ihrer unverwechselbaren Seele von technisch gemachten Industrieweinen und geben ihm eine ganz andere Wertigkeit, ähnlich einem großen Gemälde oder einem genialen Musikstück.
„Großen Wein muss man verstehen lernen wie klassische Musik, geniale Architektur und moderne Malerei. Dafür braucht man Zeit und Muße und eine innere Offenheit. Ein großer Wein kostet auch Geld, wie alle wertvollen kulturellen Leistungen, die eigentlich in ihrer Wertigkeit unbezahlbar sind. Und Essen und Trinken sind ein besonderer kultureller Schatz. Daher ist es kein Frevel, wenn Genießer Geld für diese Dinge auszugeben bereit sind. Natürlich muss man das abgrenzen von Snobismus und Protzerei von Leuten, die nichts verstehen”. Trotz dieses Bewusstseins der Wertigkeit seiner Produkte und trotz Parkers Punktesegen hat Helmut Dönnhoff die Preise seiner Weine seit Jahren weitestgehend stabil gehalten, eine fast altruistisch anmutende, beispielhafte Einstellung.

Helmut Dönnhoff spricht stets Klartext. Klarheit, Reintönigkeit, Finesse und Filigranität (zuweilen bis auf des Messers Schneide) zählen auch bei seinen Weinen stets mehr als Konzentration, Opulenz und Fülle. Bei aller Akzeptanz anderer Weinstile ist die Tendenz zu ausschließlich spontan vergorenen, sehr kräftigen, cremigen Rieslingen Helmuts Welt mit Sicherheit nicht. („Die Frage, ob natürliche Hefen, ja oder nein, wird viel zu sehr ideologisiert. Es ist immer der Wein, der entscheidet, was er braucht!”) Seine ungemein trinkanimierenden Rieslinge erinnern mich vielmehr an die sprudelnde Quellenklarheit eines jungen, tänzelnden Baches im frischen Frühling. Dies scheint ein wesentlicher Grund zu sein, dass (ungeachtet des Weltklasseformats aller Dönnhoff’schen Weine) ich innerlich immer zu fühlen glaube, dass Deutschlands Winzerikone, so oft er auch glaubhaft zu begründen vermag, er ziehe ( „wie ein Vater, der seine Kinder gleich gern hat”) keinen seiner Weine einem anderen vor, eine heimliche Vorliebe hat: Sie gilt den fruchtsüßen Spätlesen, seit jeher dem Inbegriff deutscher Winzerkunst, die wie keine andere Qualitätsstufe die ungeschminkte Geschichte des Jahrgangs und der Lage zu erzählen vermag sowie der Menschen, die an ihrem Werden mitwirkten. Daher gibt es auch auf der ganzen Welt ganz wenige andere Winzer, deren Spätlesen in eine ähnlich magische Welt zu entführen vermögen, bessere habe ich nirgendwo gefunden!

Doch woher kommt diese ungeheure Vielfalt an Lagen und unterschiedlichen Prädikaten in Helmuts Weinen? Lassen wir ihn wieder selbst erzählen: „Deutsche Rieslingwinzer denken – anders als viele ausländische Kollegen – in der Originalität des Fasses, das immer einen Teil einer großen Lage, wie beispielsweise der Hermannshöhle, ausdrückt. Überliefertes Wissen unserer Vorfahren zeigt uns die großen Unterschiede, die es auch innerhalb einer einzigen Lage gibt. Diese gilt es, ähnlich den Gegebenheiten im Burgund, herauszuarbeiten und durch die bewusste Auswahl der Fässer in unterschiedliche Weine einfließen zu lassen. Schon der Begriff des Verschnitts (mehrerer Lagen) klingt für mich negativ. Natürlich muss der Bordelaiser Winzer anders denken, seine Welt sind die Cuvées unterschiedlicher Reben aus einer relativ großen Anbaufläche. (Schmunzelnd fügt Helmut hinzu: Aber Cuvée klingt ja auch nicht wie Verschnitt, sondern nach Kreation, obwohl es das gleiche ist.) Doch unsere Lagen sind durch die extrem heterogenen Bodenzusammensetzungen so unterschiedlich, dass es ein Frevel wäre, diese glockenklaren Typizitäten nicht auch in unterschiedlichen Weinen zum Klingen zu bringen. Denn jede Lage riecht anders, so wie großflächig auch jede Landschaft anders duftet. Manche riecht nach Frühling, eine andere nach Sommer. In Südfrankreich habe ich einen ganz anderen Geruch als in Deutschland. Wie herrlich duften dort beispielsweise Pinien. Und wie anders duftet es in unseren Breiten nach einem Regenschauer im Sommer, der die staubige Luft verscheucht. All diese Düfte findest Du in einem großen Wein. Das ist Terroir! Und meine Aufgabe als Winzer ist es herauszufinden, welcher Weintypus zu welcher Lage passt. Welche Talente hat sie? Diese muss ich herausarbeiten. Und das braucht Überlieferung und eigene Erfahrung. Ein Gesicht eines Menschen hat Narben, wenn er gelebt hat. Diese spiegeln seine Erfahrungen. Um große Weine zu machen braucht es Narben und Erfahrung”.



Weingut Hermann Dönnhoff
Das romantische Lustschloss der Puricellis inmitten seiner Spitzenlage
Schlossböckelheimer Felsenberg wurde von Riesling-Magier liebevoll restauriert




Am Schluss meiner Ausführungen noch eine persönliche Bemerkung an Gabi und Helmut Dönnhoff: Meine Verkostung des Jahrgangs 2005 dauerte bis nach Mitternacht und wir tranken geniale Rieslinge, die sich unauslöschlich in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Doch noch fast beeindruckender waren die Erzählungen von Helmut Dönnhoff, der über einen ungemein reichhaltigen Lebensschatz an Winzererfahrungen verfügt und der mit seinen dezidierten Ausführungen jeden interessierten Zuhörer unentrinnbar in seinen Bann zu ziehen vermag. Ich habe in all den Jahren meiner Tätigkeit als Weinhändler das Privileg gehabt, viele große Winzerpersönlichkeiten kennen zu lernen. Doch es gab und gibt nur ganz wenige Winzer auf der Welt, die mit einer derart liebevollen Begeisterung für den Wein beseelt sind wie Helmut Dönnhoff. Er gehört zu den charismatischen Menschen, denen man stundenlang bei ihren leidenschaftlichen Erzählungen zuhören kann. Nichts ist gekünstelt, alles ist echt. Helmut Dönnhoff ist eine der ganz großen, authentischen Winzerpersönlichkeiten der Welt. Jede Reise zu ihm ist ein unvergessliches Erlebnis! Danke.

Zum Jahrgang 2005 lassen wir Helmut Dönnhoff wieder selbst zu Worte kommen: „So schnell wie diesmal haben wir noch nie geerntet, 20ha in 3 Wochen, das ist Rekord. Der Jahrgang 2005 war tendenziell trocken. Der Sommer war nach einer frühen Blüte sehr ausgeglichen, nie zu heiß, nie zu kalt und das lieferte die Basis für einen großen Jahrgang mit einer langen Vegetationsperiode. Und urplötzlich im traumhaften Bilderbuchherbst waren die Trauben perfekt reif. Und wenn sie so auf den Punkt sind, kann man sie nicht mehr hängen lassen. Und wir dürfen auch nie vergessen, dass die Traubenreifung auch ein kleines Wunder ist, der Mythos der Weinpflanze mit all ihren Geheimnissen, die sich seit Generationen jeglicher exakter wissenschaftlicher Erforschung entzieht. Wenn wir glauben, wir wüssten, dreht und die Natur eine lange Nase. Sicherheit existiert nie, das Gefühl des Winzers, wann er zu ernten hat, ist viel wichtiger als jede nur vorgebliche Sicherheit aufgrund von Parametern wie den Öchslegraden. Und die Jahrgänge eines Weines sind so unterschiedlich wie die Fingerabdrücke der Menschen. Jeder Jahrgang hat seinen ureigenen, nur schwer vergleichbaren Charakter”.



Weingut Hermann Dönnhoff
Helmut Dönnhoff




Wie wahr! „Weine und Weinmacher sind Legende, geradezu ein nationales Erbe. Es ist ein weiter Weg bis zu dieser Position und Helmut Dönnhoff ist ihn arbeitsam und bescheiden gegangen, wie es seine Art ist. Der Grandseigneur des Naheweins ist ein Traditionalist und als solcher ein wahrer Experte im Ausbau des Rieslings im klassischen Eichenholzfass”, urteilt der Gault Millau. Für mich persönlich hat der Magier Helmut Dönnhoff im Jahre 2005 wohl die besten Weine in seinem bisherigen Leben vinifiziert. Seine Kollektion ist so unfassbar gut, dass wir (fast) alle Lagen, trocken wie edelsüß, dieses genialen Winzers gekauft haben. Lassen Sie sich, liebe Kunden, diese einzigartigen Rieslinge auf keinen Fall entgehen und beachten Sie bitte, dass die Nachfrage nach Dönnhoffs Weinen immens ist: Viele dieser Weine werden sehr schnell ausverkauft sein!

930005 Dönnhoff, Riesling QbA, trocken 2005 8,20 Euro
Wunderschöner, herzhaft trockener, eleganter, ?feinsinniger?, ungemein frischer, ?kühler? und mineralischer Gutsriesling auf absolutem Spätleseniveau, der auf wunderschöne Art und Weise die Typizität der großen Oberhäuser Lagen demonstriert.

In der Nase eine herrliche Frucht, zart verwobene Anklänge an Aprikose, Weinbergspfirsich und feinste Mineralien. Faszinierend am Gaumen, noch dichter, harmonischer und balancierter als der sehr gute 04er (der mehr Ecken und Kanten besaß) und finessenreicher als in 03, tolle innere Spannung, dabei mit nur 11,5 % Alkohol ausgestattet und somit ein phantastischer Zechwein auf allerhöchstem Niveau! Das ist Noblesse pur! Welche Rasse, welch geniale Aromatik! Phantastisches Preis-Genussverhältnis, ach was, ein unfassbar günstiger Schnäppchenpreis, ein ?Geschenk? eines der größten Winzer der Welt!



930105 Dönnhoff, Oberhäuser Leistenberg, Riesling Kabinett trocken 2005 11,95 Euro
Erstklassige Schieferverwitterungsböden aus einer klassischen Lage, die (noch) nicht so populär ist wie die großen Namen der Nahe, doch zu Dönnhoffs persönlichen Lieblingswingerten gehört, ergeben einen feinfruchtigen, finessenreichen, sehr nuancierten Wein mit sehr eleganter Säure am Gaumen und einer knackigen Mineralität.

Der Leistenberg war bereits im 18. Jahrhundert eine ganz berühmte Lage, die nicht die dicksten oder mächtigsten Weine hervorbrachte, aber mit die schönsten und finessenreichsten, geschliffen, klar und reintönig mit enorm viel Mineralität, alles Anlagen, die perfekt in das Anforderungsprofil von Helmut Dönnhoff passen. Und so scheint dieser herrliche 05er Kabinett geradezu auf der Zunge zu tanzen, ist herrlich frisch und voller Finesse, harmonisch, dicht, mit einer komplexen Aromatik ausgestattet und einem ungemein animierenden, mineralischen Nachhall: Das Paradebeispiel eines klassischen Rieslings der Nahe, ein animierender, ?freundlich-optimistischer? Wein (nur 11,5% Alkohol), bei aller Konzentration wirkt er sehr leicht und beschwingt (Dönnhoff: ?ein heiteres blondes Mädchen mit blauen Augen?, wie wahr!), ein vibrierender, sehr präziser Riesling, bei aller inneren Kraft und Dichte die wunderbare Leichtigkeit des Seins in lauen Sommernächten traumhaft widerspiegelnd.



935305 Dönnhoff, Norheimer Dellchen, Großes Gewächs Riesling trocken 2005 23,50 Euro
Von klassischen steilen Schieferterrassen in einer Felsmulde, in die auch vulkanische Elemente eingeschlossen sind, stammt dieser phänomenale Riesling mit seinen wunderbar komplexen, sehr subtilen Aromen.

Das ?Dellchen? ist eine stille große Liebe von Helmut Dönnhoff, eine traumhafte Lage, die er jetzt mit der erstmaligen Vinifizierung eines Großen Gewächses adelt. Bereits in den 60er Jahren, als Helmut Dönnhoff noch Lehrling war, stand er jedes Jahr voller Neugier vor den Fässern mit den Weinen aus Norheim, von deren berühmter Vergangenheit im Mittelalter (die bedeutendsten Klöster Deutschlands besaßen hier kostbare Besitzungen!) er damals noch nichts wusste. Und während die Väter Flaschen aus allen Spitzenlagen der mittleren Nahe nebeneinander stellten und sich darüber ereiferten, ob die Schlossböckelheimer Kupfergrube besser sei als die Niederhäuser Hermannshöhle, prägte sich der Geschmack der Norheimer Weine, vor allem der aus dem bizarren Felsenland des Dellchen (wie der Name schon andeutet, eine durch Felsvorsprünge nach Westen wie nach Osten hin perfekt geschützte südlich exponierte Einbuchtung), unauslöschlich in sein Gedächtnis ein.

Weingut Hermann Dönnhoff
Blick auf die bizarre Felsenlandschaft des Dellchens




Es war der Beginn einer Herzensangelegenheit! Denn als in den 70er Jahren die damalige Krise des deutschen Weinbaus auch die Nahe erfasste, gehörte das Norheimer Dellchen trotz seines einzigartigen Terroirs mit optimalen mikroklimatischen Bedingungen aufgrund seiner schwer zu bearbeitenden Steillage zu den ersten Wingerten, die wegen zu hoher Bewirtschaftungskosten aufgegeben wurden. Bis zur Unkenntlichkeit mit Sträuchern überwuchert, einige Trockenmauern eingefallen: So bot sich Helmut Dönnhoff Ende der 80er Jahre das Herzstück des Dellchens dar, als er sich seinen Jugendtraum erfüllen und dieses Filetstück erwerben konnte.

Terrassen mussten entbuscht und wieder mit Riesling bepflanzt werden. Doch heute haben sich alle Mühen und Entbehrungen gelohnt: „Die Trauben, die an den mittlerweile jugendlichen Reben wachsen, geben von Jahr zu Jahr mehr die Mysterien des Dellchens preis: Wie die Planeten eines Sonnensystems umkreisen Aromen vom würzig-kräutrig über Limette und Grapefruit bis hin zur Gelbfrucht den schiefrig-mineralischen Kern des Weins, in sicherer Distanz und doch in harmonischen Bahnen gehalten durch eine markante, allerdings niemals spitze Säure. Auf Anhieb gefällig sind die Weine aus dem Dellchen nicht, gleich ob sie trocken oder restsüß ausgebaut wurden. Wie so viele Weine aus guten Lagen muss man sie reifen lassen. Doch auch nach Jahren bleiben Rieslinge der Extraklasse wie die aus dem Dellchen ein Rätsel, aber ein wunderbares – und nicht weniger wunderbar als diese Weine ist die Rettung einer der traditionsreichsten und zugleich besten Weinlagen in Deutschland!” Mit großer Freude zitiere ich Ihnen, liebe Kunden, aus einer faszinierenden, unbedingt lesenswerten Reportage von Daniel Deckers in der Maiausgabe 06 von VINUM, in der die Geschichte „einer der ältesten Spitzenlagen Deutschlands” und ihrer Wiederbelebung durch Helmut Dönnhoff ungemein spannend erzählt wird. Gänsehautatmosphäre!
Zu genießen empfehle ich Ihnen dieses wahrlich Große Gewächs zwischen Mitte 2007 bis nach 2020.


In Subskription

930305 Dönnhoff, Niederhäuser Hermannshöhle, Großes Gewächs Riesling trocken 2005 27,50 Euro
Weltweit als eine der absoluten Spitzenlagen nicht nur der Nahe, sondern aller deutschen Weinanbaugebiete gerühmtes Terroir: Windoffener steiler Südhang zur Nahe, Niedrigerziehung der Rebstöcke wegen Ausnutzung der Bodenwärme, Kompostierung der Böden, um die Feuchtigkeit optimal zu speichern, Grauschieferverwitterung und komplexe Mischung verschiedener Gesteinstypen: „Heute wird der Name Niederhäuser Hermannshöhle von Weinfreunden auf der ganzen Welt mit Ehrfurcht ausgesprochen, Helmut Dönnhoff verhalf den Weinen aus dieser Lage zu mehr als nur Beachtung und Bewunderung ? er gab ihnen eine Aura?, so urteilt völlig zu Recht Stuart Pigott zu Recht im WEINGOURMET.

Diese traumhafte Lage mit ihren bis zu über 60 Jahre alten Reben bringt intensivst mineralische Weine hervor, sehr komplex, ungemein konzentriert, dabei aber gleichzeitig herrlich verspielt, unfassbar leicht und aristokratisch, dicht, elegant, extraktreich, extrem tiefgründig, mit herrlichen Pfirsich- und Zitrusaromen und Anklängen an eine frisch duftende Blumenwiese im Sommer, am Gaumen druckvoll, schöne Balance, unfassbar lang, über 1 Minute anhaltend. Dieser große spektakuläre Riesling gehört wie sein 03er Vorgänger (2. Platz im Ranking des GAULT MILLAU hinter Kellers legendärem G-Max) für mich zu den 5 besten trockenen Weißweinen des Jahres in ganz Deutschland und demonstriert durch seine Stilistik eindrucksvoll, warum in Weinbauregionen kalte Nächte und somit große Temperaturunterschiede zum Tag eminent wichtig sind: Welch fabelhafte Frische, welch große Eleganz und Finesse, welch unvergleichliche Rasse und vibrierende Stahligkeit, welch beeindruckende mineralische Strahlkraft und welch perfekte Säurestruktur bei moderatem Alkohol!

Das macht großen deutschen Rieslingen in der gesamten Weinwelt so schnell keiner nach, das ist Rieslingduft, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann!
Riesiges Potential bis etwa 2030.


In Subskription

930805 Dönnhoff, Weißburgunder trocken 2005 9,20 Euro
Wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, fülliger, eleganter, herzhafter und mineralischer Weißburgunder auf erstklassigem Spätleseniveau! Dieser inspirierende Wein fasziniert in der Nase durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel; am Gaumen dicht, konzentriert und stoffig, dabei angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, lang anhaltend.

Ein traumhaft leckerer Terrassenwein, der die Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden widerspiegelt und Lust macht auf das nächste Glas. Fabelhafter Essensbegleiter und DIE Alternative zu den belanglosen Pinot Griiiigios, die noch immer den Markt überschwemmen. Phantastisches Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort bis 2008.



935205 Dönnhoff, Weißburgunder „Stückfass”, Spätlese trocken 2005 14,20 Euro
Diese herrliche Spätlese demonstriert eindrucksvoll, mit welch intuitivem Feingefühl der sympathische Grandseigneur des deutschen Weines das so oft beschworene Terroir seiner großen Lagen über die hochreifen Trauben in den fertigen Wein transportiert. Die optimalen klimatischen Bedingungen des herausragenden Jahrgangs 2005 sind verantwortlich für die enorme innere Konzentration, die Cremigkeit und die geradezu explosive Frucht dieses traumhaften Burgunders; die Grauschiefer- und Vulkanverwitterungsböden der erstklassigen Wingerte verleihen dieser dichten, stoffigen, sehr gehaltvollen trockenen Spätlese (welch Understatement, die hochreifen Trauben besaßen allesamt höchste Auslesequalität) eine ungewohnt feingliedrige, elegante und betörend mineralische Note.

Ein herausragender Essensbegleiter, zu Fisch, zu Schalentieren und zu hellem Fleisch, aber auch solo genossen ein großes Erlebnis! Unter Preis-Genussgesichtspunkten schlichtweg unschlagbar. Referenzcharakter!

P.S. Diese traumhafte Spätlese wurde im klassischen Sinne traditionell im ?Stückfass? ausgebaut, einem 1200-Liter Holzfass, DEM Inbegriff höchster deutscher Küferkunst an der Nahe. Entscheidend dabei ist, fernab jeder Deutschtümelei, die Verwendung deutschen Holzes, das eben den fertigen Wein nicht nach einem internationalen Barriquetouch schmecken lässt, sondern angesichts der nördlichen Lage der Wälder eine kühlere Stilistik vermittelt.
Bereits jetzt mit hohem Trinkvergnügen versehen, ergeben der hohe Extraktgehalt und die reiche Fruchtfülle ein Reifepotential bis 2010.



931605 Dönnhoff, Riesling QbA 2005 7,95 Euro
Betörende Aromen von Feuerstein, zarte Rauchanklänge, klassische Zitrus- und fein gewebte mineralische Noten prägen in der Nase diesen traumhaft schönen, fruchtsüßen Basiswein von Helmut Dönnhoff. Welch genialer Duft, das ist Noblesse pur! Am Gaumen bei aller Dichte elegant und verspielt, zart, unaufdringlich, feinste mineralische Anklänge, eine nur sehr schwerlich zu übertreffende Qualität im QbA-Bereich, die aufgrund ihrer Mineralität, ihres Extrakts und ihrer schönen Balance zwischen Süße und Säure herrlich ausgewogen, in keinster Weise aber aufdringlich süß schmeckt, sondern wegen ihrer knackigen Frische zum Weitertrinken animiert.

Zwei Jahrgangsvorgänger erhielten von Parker 89 und 90 Punkte und wurden von Jancis Robinson als dringliche Kaufempfehlung gelistet!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2009.



931005 Dönnhoff, Oberhäuser Leistenberg, Riesling Kabinett 2005 11,95 Euro
Von besten Schieferverwitterungsböden stammt dieser finessenreiche Riesling mit einem phantastischen Spiel auf der Zunge zwischen Süße und Säure, sicherlich der ?moselanischste? unter allen Rieslingen Dönnhoffs, harmonisch, dicht, cremig, feinst balanciert, erstklassige Säurestruktur, toller Spannungsbogen am Gaumen, daher ungemein animierend, ein Paradebeispiel eines klassischen Rieslings der Nahe.

Die Steillage „Leistenberg” ist noch nicht ganz so bekannt wie Dönnhoffs Renommierwingerte, galt aber schon immer als einer der besten Nahelagen, die zwar keine opulente Rieslinge hervorbringt, dafür jedoch spannende Gewächse voller Rasse, Finesse und Ausstrahlung. Für mich persönlich einer der drei schönsten Kabinette des Jahrgangs in Deutschland!
Jetzt bereits (bis 2012) mit großem Genuss zu trinken.



931105 Dönnhoff, Norheimer Kirschheck, Riesling Spätlese 2005 15,95 Euro
Lange Jahre führte diese Schiefersteillage, die urkundlich älteste Weinbergslage der Nahe, ein Schattendasein in Dönnhoffs Kollektion, ihr Potential wurde vielfach verkannt. Doch in den herausragenden Jahrgängen 2001/2/4 erbrachte sie derart traumhafte Weine (so erhielt der 01er von Parker 94 Punkte, der 04er gar 95), dass ihr Image, aber nicht ihr Preis, sich dramatisch veränderte.

Faszinierend kühle, zart kräutrige Nase nach Pfirsich und Aprikose, am Gaumen filigranes Spiel Süße-Säure, phantastische Eleganz und Finesse und eine perfekt eingebundene Mineralität, eine vibrierende, von der Stilistik her eher feminine, charmante Spätlese, die über die Zunge zu schweben scheint und dennoch anspruchsvoll, ?intellektuell? fast, daherkommt.
Wäre da nicht die herrliche Fülle und Dichte, man glaubte einen zauberhaften Kabinettwein im Glase zu haben, keine Spur von Fett, dafür aber die sprudelnde Quellenklarheit eines unbefleckten Baches im frischen Frühling. Diese aristokratische Weltklassespätlese mit ihrem unglaublichen inneren Spannungsbogen, ihrer Wahnsinnsfrucht und grandiosen Mineralität hebt ihre enorme innere Dichte quasi selbst wieder auf in ihrem faszinierend subtilen Spiel und einer brillanten Leichtigkeit und Finesse, die diese feinst balancierte, harmonische Spätlese von der Zungenspitze bis zum gewaltigen Abgang kohärent durchziehen: Ein transzendentaler, ein beseelter Riesling, ein göttlicher Wein, dessen Ausstrahlung sich niemand wird entziehen können! Ich bin sicher, diese geniale Spätlese, die trotz Parkers letztjähriger Bewertung von 95! Punkten noch so unglaublich preis?wert? daherkommt, wird Liebhaber großer deutscher Rieslinge glücklich machen. Gänsehautatmosphäre!

Mein ganz persönlicher Favorit in diesem gigantischen Jahrgang bei Dönnhoff, bei dessen Genuss mir unwillkürlich Kurt Tucholsky in den Sinn kommt: „Schade, dass man Wein nicht streicheln kann”.
Zu genießen ab sofort, Potential bis wenigstens 2020.



930205 Dönnhoff, Norheimer Dellchen, Riesling Spätlese 2005 21,00 Euro
Von klassischen steilen Schieferterrassen in einer Felsmulde, in die auch vulkanische Elemente eingeschlossen sind, stammt diese große Spätlese mit subtilen exotischen Aromen, dazu Zitrus, weiße Blüten und Birne. Ganz tief mineralisch, sehr dicht, dabei aber total verspielt, saftig, lebhafte Säure, ein unendlich langer, tief mineralischer Nachhall. Doch was diese Spätlese insbesondere auszeichnet, ist ihre unnachahmliche Feinheit, Finesse und Cremigkeit, die große Rieslinge nur in absoluten Ausnahmejahrgängen in besten Lagen gewinnen können. Große Weine vermögen, ähnlich genialen Musikkompositionen, Emotionen auszulösen: Diese phantastische Spätlese erinnert an brillante klassische Musik, nicht der getragenen, feierlichen Art, sondern an fröhliche, optimistische, südländische Arien, die verzaubern, berühren und in eine magische Welt entführen.

Welch phantastische Spätlese, vibrierend, den größten Weißweinen der Welt ebenbürtig, jedoch zu einem im Vergleich unfassbar niedrigen Preis. Parker vergab dem Vorgänger 97 Punkte, eine Bewertung, die angesichts des so moderaten Preises wie eine Bombe einschlug und zu hektischen Nachfragen und vergeblichem Suchen auf dem Weltweinmarkt führte. Eine herrliche Spätlese eines genialen Winzers, ein Wein zum Meditieren, der Genuss in Ruhe und Entspanntheit bedarf und ehrfürchtige Schauer in Ihnen auslösen wird.
Zu genießen bis 2030, mindestens.



930405 Dönnhoff, Oberhäuser Brücke, Riesling Spätlese 2005 23,00 Euro
Legenden sterben niemals und so wird auch diese phantastische Spätlese jedes Jahr neu geboren! Nur 1ha große, in unmittelbarer Nähe des Flusses liegende, sehr geschützte Parzelle in Dönnhoff?schem Monopolbesitz, von Helmuts Großvater bereits angepflanzt, die aufgrund ihrer besonderen Bodenstruktur (hohes Wasserhaltevermögen, da Lehm über Schiefer) und ihrer typischen Weine als eine der kleinsten Einzellagen der Nahe separat klassifiziert wurde: ein Terroirwein absoluter Weltklasse. Sehr komplexer Aromenbogen, phantastische Frucht und florale Noten, frisch, mineralisch, perfekte Säurestruktur, sehr konzentriert und von cremiger Textur, großer Druck am Gaumen, kerniger Körper, traumhafte Balance zwischen Säure und Süße und ein unendlicher, tänzelnder Nachhall.

Ein ganz großer, klassischer, sehr rarer Riesling, von nobler und edler Gestalt, der in sich die mineralischen Geheimnisse dieser großen Nahelage birgt. Weltweit unschlagbares Preis-Genussverhältnis! Trinkgenuss pur ab sofort, doch braucht die ‚Brücke’ immer etwa ein Jahr länger als die Hermannshöhle, um ihre ganze Komplexität zu offenbaren. Für mich die beste ‚Brücke’-Spätlese aller Zeiten – von himmlischer Größe!
Höhepunkt 2008 bis mindestens 2035.



931205 Dönnhoff, Niederhäuser Hermannshöhle, Riesling Spätlese 2005 27,90 Euro
Diese aristokratische Weltklassespätlese mit ihrem unglaublichen inneren Spannungsbogen, ihrer Wahnsinnsfrucht und grandiosen Mineralität trägt in ihrer Stilistik (ebenso wie Kellers ausverkaufte Spätlese Kirchspiel Goldkapsel, die Sie uns nach der Präsentation in der letzten Pinwand förmlich aus den Händen gerissen haben) die vermeintlichen Paradoxien der großen Weine der Welt in sich: Kraft und Muskeln, die mächtige Konzentration und die enorme innere Dichte, sie werden quasi aufgehoben in ihrem faszinierend subtilen Spiel und einer brillanten Leichtigkeit und Finesse, die diese feinst balancierte, harmonische Spätlese von der Zungenspitze bis zum gewaltigen Abgang kohärent durchziehen.

Ein ganz großer, klassischer, rarer Riesling, von nobler und edler Gestalt, nach Parkers jährlichen Höchstbewertungen weltweit gesucht, birgt in sich die mineralischen Geheimnisse seines großen Terroirs Hermannhöhle, eine der magischen Steillagen Deutschlands. Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Ich bin sicher, diese geniale Spätlese wird Liebhaber großer deutscher Rieslinge glücklich machen. Dieser Wein wird zur Legende werden!
Potential bis 2035.


930505 Dönnhoff, Oberhäuser Brücke, Riesling Auslese Goldkapsel 2005 0,375 l 21,00 Euro



930605 Dönnhoff, Niederhäuser Hermannshöhle, Riesling Auslese 2005 0,375 l 24,90 Euro


Zwei der besten Auslesen Deutschlands in den letzten 100 Jahren, mit einer fabelhaften Frische und Leichtigkeit und einer unnach-ahmlichen Rasse, Aromenkomplexität und unergründlichen Mineralität. Weltweit einzigartige Unikate, für mich jeweils nur mit der Idealnote zu bewerten.


Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann