Saarlouis, im Frühling 2006

PINwand N° 113


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

wegen der anstehenden Osterferien erscheint unsere Pinwand 113 eine Woche früher als geplant. Wir präsentieren Ihnen nämlich einige Weltklasseweine aus Châteauneuf-du-Pape (von Clos des Papes und Beaucastel) ebenso zu attraktiven Subskriptionspreisen wie die Großen Gewächse von Hansjörg Rebholz aus der Pfalz und wollen allen unseren Kunden die Möglichkeit geben, diese phantastischen Weine zu erwerben, für die es eine extreme Nachfrage gibt.

Aus dem Südwesten Frankreichs stammen die herausragenden Bioweine von Tour des Gendres, seit Jahren ebenso ein Klassiker in unserem Programm wie die beliebte Domaine Laffont.

Vom Weingut Keller (Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Gault Millau) stellen wir die ersten Basisweine aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 vor.

Ein Gläserregen im Gambero Rosso adelt die phantastischen Alltagsweine von Felline in Apulien und unsere Bodega Inurrieta wird vom spanischen Weinführer Guia Penin 2006 enthusiastisch gefeiert: Alle Weine unseres spanischen Kleinods haben 5 Sterne erhalten, die das einzigartige Preis-Genussverhältnis dieser zauberhaften Tropfen ausdrücken!


Aus neuer Ernte ist einer unserer erfolgreichsten Olivenölklassiker wieder frisch eingetroffen:

41021 Tenuta Zangara, Olivenöl Extra Vergine 17,50 Euro
Vom FEINSCHMECKER vor zwei Jahren nach einer Verkostung von 1000 Olvenölen als das beste der Welt gefeiert.

Tenuta Zangara, Olivenöl Extra Vergine



Jancis Robinson hat einige phantastische Rieslinge und Grüne Veltliner unserer österreichischen Spitzengüter sehr positiv bewertet:

700104 Angerer, Grüner Veltliner Kies 2004 JR: 16 P 6,90 Euro



700404 Angerer, Grüner Veltliner Loam 2004 JR: 18 P 12,90 Euro



709504 Nigl, Riesling Privat, trocken 2004 JR: 17,5 P 25,90 Euro



761304 Ott, Grüner Veltliner Der Ott (DV) 2004 JR: 18 P 13,00 Euro



Kurt Angerer belegte in der großen VINARIA-Verkostung, Kategorie Grüne Veltliner 04, mit seinem extrem preiswerten Spies den 3. Platz!

700204 Angerer, Grüner Veltliner Spies 2004 10,50 Euro



In letzter Minute: Wieder verfügbar sind die ungemein leckeren Rotweine von legendären Schieferböden aus dem Faugères von St. Antonin:

302304 Saint Antonin, Les Jardins de Saint Antonin, rouge 2004 5,95 Euro



302103 Saint Antonin, Faugères, rouge 2003 8,90 Euro



302203 Saint Antonin, Les Magnoux, rouge 2003 13,50 Euro



Schnäppchenweine: Tolle Restposten in geringen Mengen, die dringend unseren Neueinkäufen Platz machen müssen.

518102 Monplaisir, Cuvée Prestige, rouge 2002 , statt 11,50 nur 9,90 Euro



338501 Primo Palatum, Jurancon sec, Classica, blanc 2001 , statt 28,00 nur 15,90 Euro



80113 Mansenoble Reserve, rouge 12 für 10 2002 9 l, statt 154,80 nur 129,00 Euro



An dieser Stelle listen wir Ihnen die Großen Gewächse des Jahrhundertjahrgangs 2005 auf, die noch nicht ausverkauft sind und die wir ihnen wegen ihrer grandiosen Qualitäten als Subskriptionskauf (unsere Kampagne endet am 31. Mai 2006) ganz besonders an Herz legen:

951205 Keller, Westhofen Kirchspiel -Turmstück- Riesling Großes Gewächs, trocken 2005 20,90 Euro

In Subskription, späterer Preis bei Freigabe im September 2006 24,00 Euro!


932905 Diel, Dorsheimer Pittermännchen Riesling Großes Gewächs, trocken 2005 21,00 Euro

In Subskription, später 24,00 Euro


932605 Diel, Dorsheimer Burgberg Großes Gewächs Riesling, trocken 2005 25,90 Euro

In Subskription, später 28,90 Euro


932005 Diel, Dorsheimer Goldloch Riesling Großes Gewächs, trocken 2005 24,00 Euro

In Subskription, später 27,50 Euro


DEUTSCHLAND

Weingut Keller
Kollektion des Jahres 2004 urteilt der Gault Millau – Eichelmann, Deutschlands Weine 2006, lobt: Weingut des Jahres 2004

Kein deutsches Gut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den vinologischen Olymp erhoben wie Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks durch den Gault Millau. Unter den schier unzähligen weiteren Elogen möchte ich hier nur eine Ehrung besonders hervorheben: Als bisher einziger deutscher Erzeuger erhielten die sympathischen Kellers den begehrten International Award, der bisher nur einer sehr kleinen Elite absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) verliehen wurde.

Trotz einer in Deutschland bisher einmaligen Erfolgsgeschichte dachte Sohn Klaus-Peter (Schon als kleiner Junge konnte ich nie schnell genug aus der Schule nach Hause kommen, um im Weinberg mitzuarbeiten) nicht im Traum daran, es gemütlicher angehen zu lassen, seit er das Familiengut offiziell vom Vater übernommen hat. Ganz im Gegenteil: Voller Ehrgeiz und Enthusiasmus ging er ans Werk, eigene Ideen, die er während seines Studiums in Geisenheim und bei großen Winzern des Burgund entwickelt hatte, in die Weinbergs- und Kellerarbeit mit einzubringen.

Nicht die Revolutionierung der bisherigen Arbeit war sein Ziel, wie hätte dies aufgrund des vorgefundenen beispielhaften Qualitätsstandards auch sein können, sondern subtile, behutsame Weiterentwicklung. Den singulären Charakter des unverwechselbaren Terroirs der großen rheinhessischen Lagen im Einklang mit der Natur einfühlsam zu interpretieren und infolge extrem selektiver Lese im fertigen Wein so unverfälscht und authentisch wie nur irgend möglich transparent werden zu lassen, darin investiert er kompromisslos all seine Tatkraft und sein herausragendes vinologisches Wissen.
Das Resultat: Hinter der Lokomotive Keller, der Macht aus Rheinhessen (ALLES ÜBER WEIN), schwingt sich eine lange vergessene Region zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz – Maßstab und Vorbild beseelter großer Terroirweine!

Und hatten im Jahrgang 2004 die Kellers bereits nach Ansicht ALLER renommierten Experten die beste Kollektion des Jahres in Deutschland vinifiziert, so steigern Sie infolge der optimalen klimatischen Bedingungen in 2005 gar noch einmal die Qualitäten! Rar – aber exzellent, lautet daher auch das eindeutige Resümee von Klaus-Peter Kellers detaillierter Beschreibung des Jahrgangsverlaufs in seinen Weinbergen, die wir Ihnen in Pinwand 111 ausführlich vorgestellt haben.
Auch die Fachpresse urteilt euphorisch: Ernte 2005 – Deutschland einsame Spitze, titelt beispielsweise VINUM in ihrer Februarausgabe 2006 und vergleicht das Jahr, aufgrund des Bilderbuchwetters im Goldenen Oktober mit den besten Jahrgängen der letzten 100 Jahre, den legendären 1959ern, 1947ern und 1921ern!
Mein persönliches Urteil: 2005 wird in der Tat bei einer Reihe von Spitzenwinzern Geschichte schreiben und sich bei diesen zu einem phänomenalen Jahrgang entwickeln. Die Verrieselungen im Frühjahr, die zu einer natürlichen Ertragsreduzierung führten und die Ernte kleinbeeriger, lockerer, hocharomatischer und kerngesunder Trauben in einem der schönsten Altweibersommer in Deutschland seit Menschengedenken (7 Wochen Sonnenschein mit kühlen Nächten, die eine optimale, ungemein komplexe Aromenbildung förderten) waren ein Geschenk der Natur, das aber, auch diese Bemerkung erfordert die Chronistenpflicht, leider nicht alle Winzer adäquat zu nutzen wussten. Klaus-Peter Keller jedoch hat die beste Kollektion in der traditionsreichen Weingutsgeschichte vinifiziert!


953005 Keller, Riesling QbA Fass 2, trocken (PK) 2005 7,60 Euro
Dieser köstliche Gutsriesling ist eine Eintrittskarte in die magische Welt der großen Weine unserer so sympathischen Keller-Family und belegt ausdrücklich deren Einstufung durch Hugh Johnson, des großen alten Mannes des britischen Weinjournalismus: 4 Sterne, die höchste, sehr selten vergebene Auszeichnung für ausnehmend feine oder großartige Qualität, beständig über viele Jahrgänge.
Und wie bereits im letzten Jahrgang haben wir uns im Keller ein Fass aussuchen dürfen, dass uns wegen seiner Balanciertheit und inneren Harmonie besonders gut gefiel und haben uns dieses Juwel als unsere Selektion Fass Nr. 2 abfüllen lassen.

In der Nase eine herrlich saftige, rassige Frucht von weißem Weinbergspfirsich, Cassis und aromatischen Aprikosen, traumhaft unterlegt mit feinem mineralischen Spiel und zart kräutriger Würze. Am Gaumen dicht, mineralisch, eine phantastische Frische (wie sie im Jahrgang 2005 nur bei den Rieslingen der absoluten Spitzenwinzer zu finden sein wird) und ein feinst strukturiertes Säurespiel, das harmonisch abgepuffert wird durch einen wunderbaren Extrakt, eine betörende Fruchtsüße und einen für seine so fairpreisige Kategorie ungemein lang anhaltenden, höchst animierenden Nachhall.

Kurzum: Ein klasse Riesling at its best, mit einer tollen Balance zu einem extrem fairen Preis, der jedem Weinliebhaber ein glückliches Lächeln ins Gesicht zu zaubern vermag! Hier spürt man mit jedem Schluck die hohe Reife der in kerngesundem Zustand geernteten Trauben (über 90° Öchsle im Schnitt). Unter Preis-Genussgesichtspunkten unschlagbar, sowohl als fröhlicher Zechwein als auch als exzellenter Essensbegleiter. Ich bin fest überzeugt, diese herrlich leckere und so ungemein bekömmliche Selektion (nur knapp 12% Alkohol!) des Kellerschen Gutsrieslings wird wie sein Jahrgangsvorgänger Kultstatus bei unseren Liebhabern deutscher Rieslinge erlangen.
Zu genießen ab sofort bis 2008.



951005 Keller, Grüner Silvaner trocken (PK) 2005 7,30 Euro
Von über 30 Jahre alten Reben auf exzellenten Muschelkalk- und Lössboden kommt dieser fruchtige, frische, wunderbar aromatische Grüne Silvaner mit einer beeindruckenden mineralischen Feuersteinnote und faszinierenden Anklängen an schwarzen Pfeffer, Kräuterwürze und reifen Apfel.
Am Gaumen komplex und anhaltend, mit viel Schmelz, Substanz und innerer Dichte versehen, dabei aber wiederum auch von einer traumhaft vibrierenden, schwebenden Luftigkeit, Frische und Transparenz geprägt, die wunderbare Leichtigkeit des Seins an lauen Frühlingsabenden trefflich widerspiegelnd. Feingliedrige Säure, herrliche mineralische Würze, großartige Balance, schöner pfeffriger Nachhall, in seiner gesamten Stilistik an Grüne Veltliner bester Provenienz aus der Wachau oder dem Kremstal erinnernd und wie diese ein vorzüglicher Essensbegleiter (natürlich hervorragend geeignet zu allen Spargelgerichten!), ob seines phantastischen Preis-Genussverhältnisses seit Jahren ein Renner unter den Keller-Liebhabern.

Wie viele höchst banale Silvaner habe ich in den letzten Jahren probieren müssen und was haben die Kellers für ein herrliches, belebendes, mineralisches, ausdrucksstarkes, authentisches Gewächs aus dieser so arg malträtierten Rebsorte vinifiziert. Welch superfrische Wahnsinnsnase, welche Nachhaltigkeit und Komplexität, wie sie in dieser Preisklasse völlig ungewöhnlich ist und eine Demonstration des qualitativen Höhenflugs, zu dem diese rheinhessische Urrebe in ihrer Heimat unter den Händen einer begnadeten Winzerpersönlichkeit wie Klaus-Peter Keller ansetzen kann.



952304 Keller, Beerenauslese Pius 2004 0,375 l 14,90 Euro
Kellers Einstieg in die magische Welt des Süßweines – das ultimative Süßwein-Glück zum sensationellen Preis!
EIN ELFENREIGEN AUF DER ZUNGE – FAST JEDE SÜNDE WERT...
Schon die 2003er Beerenauslese Pius beeindruckte mich sehr und offenbar auch Sie, liebe Kunden. Der Wein avancierte aus dem Stand zum erfolgreichsten Süßwein im Pinard Programm! Auch Robert Parker lobte ihn als fascinating wine“, der Wine Spectator vergab für diese Preisklasse sensationelle 93 Punkte und die Grande Dame der deutschen Spitzensommeliers, Paula Bosch (Tantris, München, 2 Michelin Sterne ), lobte ihn in der SZ über den grünen Klee.
Ist diese Qualität noch zu toppen?“ – fragte ich mich auf einer vorweihnachtlichen Fahrt nach Dalsheim. Klaus Peters verschmitztes Lächeln beim Einschenken des Weines verriet bereits einiges: Die rosinenartig eingetrockneten Beeren waren in 2004 beinahe 4 Wochen länger am Stock als 2003 und haben vielschichtige mineralische Noten und tolle exotische Aromen in dieser ausgesprochen langen Reifeperiode getankt.
Im betörenden Duft erinnert mich der 04er an feinste exotische Düfte (Passionsfrucht, Ananas, Maracuja). Im Mund explodiert ein ungemein facettenreiches Süße- Säurespiel, ein Feuerwerk an Eleganz und Finesse, ein wahrer Elfenreigen tänzelt auf der Zunge! Hier ist den Kellers wahrlich ein Süßwein-Meisterwerk gelungen. Daher kann ich Ihnen – liebe Kunden – nur raten, den 04er Pius ganz schnell einzukellern, denn soviel Süßwein-Glück zu solch bescheidenem Preis hat es ganz lange nicht mehr gegeben.
Ein herrlicher Begleiter zu vielen Arten von süßen Desserts aber auch solo genossen zum Träumen schön ...
Diese betörende BA entwickelt sich über Tage hinweg in der geöffneten Flasche ganz hervorragend und besitzt ein ausgezeichnetes Reifepotential von mindestens 15 Jahren.



Weingut Ökonomierat Rebholz - Pfalz (Siebeldingen)
Für Hansjörg Rebholz ist der Respekt vor der Natur die Quelle all dessen, was einen Wein ausmacht. (Stuart Pigott)

Vom Südrand Rheinhessens (bei Worms) bis ins Grenzland zwischen Vogesen und Pfälzerwald, wo das Elsass die Pfalz berührt, erstreckt sich ein durchschnittlich sieben Kilometer breiter, etwa 23.600 Hektar umfassender Traubengürtel in einer klimatisch besonders gesegneten Region, in der alljährlich selbst Mandeln und Feigen reifen. Und in Siebeldingen in der Südpfalz vinifiziert einer der visionärsten Winzerpersönlichkeiten Deutschlands auf steilen Hanglagen und sanften Hügeln aus Reben besten genetischen Materials traumhafte Weiß- und Rotweine, die seit Jahren zur absoluten Weltspitze zählen.
Hansjörg Rebholz, der intellektuelle Vordenker seiner Region, und seine ebenso sympathische wie attraktive Frau Birgit leiten ein traditionsreiches Weingut, das in der Pfalz seit drei Generationen zu den Pionieren höchster Qualität zählt. Der überaus engagierte Winzer des Jahres 2002 setzte in den ersten Jahren seines Wirkens konsequent fort, was sein Vater und Großvater begonnen haben: die Erzeugung von höchst individuellen, kompromisslos trockenen Weinen, die in der Jugend recht eckig und kantig wirken, sich aber selbst für Kenner des Hauses immer wieder erheblich besser entwickeln, als man anfangs vermuten könnte, schwärmt daher zu Recht der Gault Millau 2006.

Hansjörg Rebholz macht kompromisslos keine vordergründigen Journalisten- und Punkteweine, die in Jungweinverkostungen brillieren sollen, er vinifiziert stattdessen große, unverwechselbare Naturweine. Der Meisterschüler der Pfalz, der erste Lehrling, den der legendäre Hans-Günter Schwarz ausbildete, baut seine Weine derart konsequent trocken und ohne jegliche Manipulation aus, dass sie schon im jugendlichen Stadium beachtliches Potenzial zeigen, doch immer etwas Reife und Entwicklung brauchen, um ihre ganze Größe zu offenbaren urteilt kenntnisreich und gleich euphorisch der WEINGOURMET.

Doch lassen wir Hansjörg Rebholz, vom Naturell her eher introvertiert, besonnen und nachdenklich, der aber zum ungemein engagierten Diskussionsteilnehmer wird, wenn es um seine Naturweine, allesamt eigene Persönlichkeiten mit Seele geht, seine so sympathische Philosophie der Weinbereitung selbst erklären.
Veränderungen in Weinanbau und Kellertechnik hat es seit meiner Verantwortung für unser Weingut nur gegeben, wenn sie der Philosophie des Hauses nicht widersprachen und wenn sie eindeutige Verbesserungen der Weinqualität ermöglichten. Die Ideen meines Großvaters und Vaters sind so gut, dass man sie nicht verändern sollte – auch wenn wir sie immer wieder hinterfragen und im Lichte technischer Fortschritte neu interpretieren müssen. Als mein Großvater, Ökonomierat Eduard Rebholz (diesem legendären Pionier der kompromisslos trockenen Qualitätsweine in der Südpfalz, zu Zeiten, als dort noch alle Welt denaturierte, austauschbare, künstlich gesüßte Weine produzierte und schon der Firmenname Naturweingut Rebholz eine provokative Kampfansage darstellte, wurde der Titel Ökonomierat wegen seiner Verdienste um den Weinbau des Landes ehrenhalber verliehen), sich nach dem Krieg entschloss, den väterlichen Weinbau zu übernehmen, war er schon fast 60 Jahre alt. Er hatte dabei unbeirrbar ein Ziel vor Augen: die jeweilige Individualität eines Weines, die im Terroir begründet liegt, herauszuarbeiten. Was er als Naturweine bezeichnete, war schon damals viel mehr als der bis heute bei uns übliche Verzicht auf Anreicherung (Chaptalisation und Konzentrierung) und künstliche Süßung der Weine. Seine Idee baute auf der liebevollen Pflege der Reben im Weinberg und einer extrem selektiven und riskant späten Lese physiologisch auf den Punkt gereifter Trauben auf. Denn nach dem Vegetationsabschluss der Rebe werden alle Inhaltsstoffe (Mineralstoffe), welche die Rebe dann nicht mehr zum Funktionieren des Saftstroms braucht, eingelagert. Diese Vollreife von Trauben lässt sich nicht in Öchsle messen, wie man im Weingesetz von 1971 meinte. Sie ist auch analytisch nicht zu definieren. Aber der völlig unterschiedliche Geschmack von Weinen aus dem gleichen Weinberg, die jeweils zu einem früheren und späteren Zeitpunkt gelesen sind, zeigt diese Unterschiede deutlich auf. Die Art, wie die Säure in die später gelesenen Weine eingebunden ist sowie deren deutlich größere Komplexität und Langlebigkeit, lassen uns Jahr um Jahr dieses große Leserisiko wieder eingehen, um die Weine in ihrer einzigartigen, Individualität zu belassen und konsequent auf lange Lebensdauer anzulegen.

Und in der Tat: So faszinierend Rebholz höchst individuelle rote und weiße Prädikatsweine auch in der Jugend munden, benötigen sie tatsächlich einige Zeit der Flachenreife, bis sie ihr komplexes Geruchs- und Geschmacksprofil optimal entfalten. Dann jedoch gehören sie zu den größten Weinunikaten der Welt, von originärem Charakter (wie die Persönlichkeit, die sie geschaffen hat!), singulärer Ursprünglichkeit und infolge ihrer so unterschiedlichen Böden mit einem Terroircharakter versehen, der in der Pfalz unerreicht ist und so Maßstab und Vorbild gleichermaßen wird für die gesamte deutsche Weinkultur – meilenweit von so vielen durchaus leckeren, aber auch belanglosen Pfälzer Schmusekätzchen entfernt, die heute in Mode sind. Der Ausbau im Keller verläuft unter optimalen Bedingungen so schonend wie möglich, die Neuanschaffung einer Vielzahl auch kleinster Edelstahlbehälter für einen extrem differenzierten Ausbau der einzelnen Parzellen hat neben dem traumhaften Altweibersommer dem Jahrgang 2005 nochmals einen qualitativen Schub gegeben. Und so sind diese genialen Naturweine definitiv die Referenzweine der Pfalz, welche die Sinfonie ihrer großen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat von Hansjörg Rebholz in einer glockenklaren, mineralischen, zutiefst emotional berührenden Melodie erklingen lassen. Kategorie persönliche Lieblingsweine, die in jedem Jahrgang seit 1998 zu den feinsten gehören, die in Deutschland erzeugt wurden (Gault Millau) !

Zur aktuellen Jahrgangsbeinschätzung 2005 möchte ich Hansjörg Rebholz nochmals selbst zu Wort kommen lassen:
Der Jahrgang 2005 präsentiert sich in der Pfalz aufgrund mikroklimatischer Unterschiede heterogen. Aus denjenigen Lagen, die optimal mit Wasser versorgt wurden, erbrachten spät gelesene, kerngesunde Trauben mit perfekter physiologischer Reife nach dem wochenlangen, traumhaft schönen Spätherbst herausragende, sehr harmonische, knackig-trockene, höchst animierende Weine mit toller Sortentypizität und großer Länge, die mehr Schmelz und Dichte besitzen als die sehnig-mineralischen 2004er und die in ihrer Stilistik mit den großen Jahrgängen 1992, 97 und 99 zu vergleichen sind.
Hansjörg Rebholz hat wieder einmal eine vibrierende Selektion wahrhaft erregender Weine vinifiziert, wie Hugh Johnson und Jancis Robinson sie einst tauften. Diese große, intellektuelle Winzerpersönlichkeit mit Visionen, in dessen wachem Geist die Ideen des Großvaters lebendig bleiben und behutsam weiter entwickelt werden, hat beseelte Weine geschaffen: Diese originären, unverfälschten Charakterweine stehen in der glanzvollen Tradition einer jahrhundertealten Kultur und lösen Emotionen aus, können gar als Archetypus gelten der grandiosen Weine des stolzen Weinanbaugebietes der Pfalz. Meine ganz besondere Empfehlung, Kategorie persönliche Lieblingsweine!

Subskription des großen Rebholz-Jahrgangs 2005:

Ich möchte Ihnen, liebe Leser, vor meiner Beschreibung der wahrhaft Großen Rieslinggewächse von Hansjörg Rebholz, die das Sahnehäubchen einer grandiosen Kollektion darstellen, die in der Pfalz in 2005 nach meiner Ansicht von keinem anderen Winzer übertroffen werden kann, eine bedeutende Stimme der deutschen Weinszene zitieren. Stuart Pigott, der in seinem unbedingt lesenswerten Werk Schöne neue Weinwelt angesichts einer Verkostung beider Rieslinge ins Schwärmen gerät und seine Sicht der unterschiedlichen Stilistiken in ein anschauliches Bild fasst:
Ich war glücklich, eine Kostprobe des Im-Sonnenschein-Riesling zu ergattern, und noch glücklicher, als der Wein in meinem Mund war. Ein großer goldener Engel stieg mit weit ausgebreiteten Flügeln in den glänzenden Himmel auf. Der Riesling aus dem Kastanienbusch erinnerte hingegen an ein Stilleben von Chardin, unglaublich feingliedrig, still und kühl – eine Schale Erdbeeren und eine Vase mit frisch gepflückten Kräutern – , prägte sich aber tief ins Gedächtnis ein. Der Boden der Lage Im Sonnenschein besteht aus Buntsandstein, während der im Kastanienbusch Rotliegendes ist, also Schiefer, und die Weine schmeckten ebenso unterschiedlich, wie diese Böden aussehen.


970605 Rebholz, Im Sonnenschein Riesling Großes Gewächs 2005 24,00 Euro
Die legendäre Lage Im Sonnenschein, eine der absoluten Renommierlagen der Südpfalz, gebiert unter den Händen des leidenschaftlichen Perfektionisten Hansjörg Rebholz neben großen Burgundern einen der faszinierendsten deutschen Rieslinge, der über ein phänomenales Reife- und Entwicklungspotential verfügt.

Im enorm komplexen Duft Anklänge an Steinobst, Zitrusfrüchte, Orangenzesten, pinke Grapefruit und wie stets eine beeindruckende Mineralität. Wie schon in der Nase präsentiert sich dieser großartige Langstreckenläufer auch am Gaumen jahrgangsbedingt wesentlich zugänglicher, dichter und cremiger als sein puristischerer Jahrgangsvorgänger. Ein Riesling, der sprachlos werden lässt! Assoziationen bilden sich, Erinnerungen werden wach, ich träume mit offenen Augen und vernehme Gerüche nach heißen Steinen oder an einen Acker an einen Sommertag, nachdem es geregnet hat: der Dampf steigt auf ... Unglaublich langer Nachhall durch eine vibrierende Mineralität sowie eine reife und dennoch knackige Säure, wie ein Weißwein ihn ganz selten besitzt. Deutlich mehr in seiner Stilistik ein kuscheliges Pfälzer Schmusekätzchen als der sehnigere 2004er, aber überhaupt nicht fett, sondern feinst balanciert, ausgewogen, harmonisch und terroirbetont.
Wie schon der charismatische Großvater von Hansjörg Rebholz (Der Sonnenschein ist immer die Liebe auf den zweiten Schluck) habe ich persönlich wohl eine enge innere Affinität zum Sonnenschein, der in seiner Jugend zumeist fordernder scheint als der Kastanienbusch, der erobert werden will, der sich aber in diesem phantastischem Jahrgang für Hansjörg Rebholz bei meiner Fassprobe so zugänglich zeigt wie kaum je zuvor.
Diese Demonstration bester Pfälzer Rieslingkultur wird sicherlich bereits unmittelbar nach ihrer Freigabe im September herausragend schmecken und ihren Höhepunkt zwischen 2008 bis nach 2015 erreichen.

In Subskription, späterer Preis 27,00 Euro!


970705 Rebholz, Kastanienbusch Riesling Großes Gewächs 2005 24,00 Euro
Aus einer spektakulär schönen Steillage südlicher Exposition mit einem herrlichen Ausblick, einem jener raren Orte, die auf feinfühlige Menschen einen magischen Zauber verströmen, kommt einer der legendärsten Spitzenrieslinge Deutschlands. Die roten Schieferböden, die es in der gesamten Pfalz nur hier im Kastanienbusch gibt, prägen diesen majestätischen, tief mineralischen Riesling auf absolutem Weltklasseniveau, der so anders schmeckt als die großen Rieslinge von der Nahe, dem Rheingau oder Rheinhessen, aber auch sehr verschieden von allen anderen Pfälzer Weinen. Denn hier kommt stilbildend der einzigartige Boden ins Spiel, der rote Schiefer, der diesem atemberaubend tiefen Riesling neben der Pfälzer Fülle eine Finesse und Mineralität verleiht, die sprachlos werden lässt vor Freude, wenn Sie diesen fabelhaft schönen Wein genießen dürfen.

Präsent, dicht und sehr mineralisch in der Nase, mit klaren, reintönigen, sehr reifen Pfirsich-, Zitrus und Grapefruitaromen, aber auch rauchigen, zartherben Noten sowie exotischen Anklängen. Ungemein packend im Mund, großartige mineralische Würze, die in 2005 von einer phänomenalen Dichte umhüllt wird, dazu eine sehr saftige, präsente, herrlich reife Säure, extrem konzentrierte Struktur sowie eine vibrierend vitale, finessenreiche Textur und ein grandioses, sehr langes, ungemein rassiges Finale voller feinfruchtiger Eleganz und Mineralität! Deutlich schmeckbar die kerngesunden, hocharomatischen Trauben, die nach einem Bilderbuchherbst in optimalem Reifezustand in den Keller gebracht wurden und im fertigen Wein idealtypisch die unverwechselbare Bodenzusammensetzung des Kastanienbuschs widerspiegeln.
Ein traumhafter Riesling, eine Inkarnation flüssig gewordener Mineralien aus tiefen geologischen Schichten, eine traumhafte Verbindung aus Pfälzer Fülle und Dichte (jedoch fernab jeglicher Überkonzentriertheit) mit einer sagenhaften Präzision und Finesse und einem Glanz, der wohl alles überstrahlt, was jemals zuvor in dieser einzigartigen Filetlage vinifiziert wurde. Welch Hommage an ein ganz großes Terroir, ein magischer, verzaubernder Wein!
Phantastisches Potential, zu genießen ab Freigabe im September 2006 bis etwa 2020.

In Subskription, späterer Preis 27,00 Euro!


970504 Rebholz, Im Sonnenschein Weißer Burgunder Großes Gewächs 2004 23,90 Euro
Zutiefst mineralischer, vielschichtiger Rebsortenklassiker mit beeindruckendem Potential, (nicht nur) ein hervorragender Essensbegleiter und eine Provokation wesentlich teurerer Prestigegewächse aus dem Burgund.

Wurde vom Gault Millau 2006 als einer der drei besten Weißburgunder des Jahrgangs bewertet!



970604 Rebholz, Im Sonnenschein Riesling Großes Gewächs 2004 23,90 Euro
Welch ein phantastisch trockener Wein, (gerade einmal 2g Restzucker und nur 12% Alkohol, Hut ab vor Rebholz und soviel Mut, auf Alkohol und Zucker als Geschmacksträger und Punktesammler zu verzichten!) aus extrem später Lese, welch ein unentwickeltes Rieslingbaby, wohl das genaue Gegenteil eines schmusigen Pfälzer Kätzchens, von enormer Kargheit und abgrundtiefer Mineralität.
Im komplexen Duft Anklänge an Zitrusfrüchte, zarte Röstaromen, Nussnoten, pinke Grapefruit und immer wieder Mineralität (zusammen mit Kellers Morstein wohl der mineralichste Riesling Deutschlands).
Am Gaumen: Power without weight, einfach grandios, überwältigend, ein Riesling, der sprachlos werden lässt. Assoziationen bilden sich, Erinnerungen werden wach, ich träume mit offenen Augen und vernehme Gerüche nach heißen Steinen oder an einen Acker an einen Sommertag, nachdem es geregnet hat: der Dampf steigt auf.... Unglaublich langer Nachhall durch Mineralität und Säure, wie ein Weißwein ihn ganz selten besitzt, ein sehniger Marathonläufer, der gewaltig kommen wird auf Dauer, nach Jahren etwas kuscheliger wird, aber nicht fett, immer von der Mineralität geprägt, großen weißen Burgundern nicht unähnlich.
Welch phantastische reife Säure einer gelben Zitrone, ein intellektueller Wein zur Meditation, aber auch so animierend im Trunk, DER mineralreichste Wein in der Geschichte des traditionsreichen Gutes. Kategorie absoluter Lieblingswein!

Bitte nicht missverstehen: Der Kastanienbusch ist ein ganz großer Riesling, der sicherlich auch in den meisten Bewertungen besser abschneiden wird als der Sonnenschein und der definitiv auch in 2004 zu den 6 besten Rieslingen in ganz Deutschland gehört! Doch wie schon der charismatische Großvater von Hansjörg Rebholz (Der Sonnenschein ist immer die Liebe auf den zweiten Schluck) habe ich persönlich wohl eine engere innere Affinität zum Sonnenschein, der spröder ist in seiner Jugend, fordernder, intellektueller, der erobert werden will.
Darf ich zu diesen beiden wahrhaft Großen Gewächsen eine bedeutende Stimme der deutschen Weinszene zitieren, Stuart Pigott, der in seinem unbedingt lesenswerten Werk Schöne neue Weinwelt angesichts einer Verkostung beider Rieslinge ins Schwärmen gerät, aber die Weine stilistisch wohl anders bewertet als meine Wenigkeit:
Ich war glücklich, eine Kostprobe des Im-Sonnenschein-Riesling zu ergattern, und noch glücklicher, als der Wein in meinem Mund war. Ein großer goldener Engel stieg mit weit ausgebreiteten Flügeln in den glänzenden Himmel auf. Der Riesling aus dem Kastanienbusch erinnerte hingegen an ein Stilleben von Chardin, unglaublich feingliedrig, still und kühl – eine Schale Erdbeeren und eine Vase mit frisch gepflückten Kräutern – , prägte sich aber tief ins Gedächtnis ein. Der Boden der Lage Im Sonnenschein besteht aus Buntsandstein, während der im Kastanienbusch Rotliegendes ist, also Schiefer, und die Weine schmeckten ebenso unterschiedlich, wie diese Böden aussehen.
Diese Quintessenz Pfälzer Rieslingkultur braucht noch mindestens drei Jahre der Reife, zu genießen bitte erst ab 2008 bis nach 2015.



970704 Rebholz, Kastanienbusch Riesling Großes Gewächs 2004 24,50 Euro
Aus einer spektakulär schönen Steillage südlicher Exposition mit einem herrlichen Ausblick, einem jener raren Orte, die auf feinfühlige Menschen einen magischen Zauber verströmen, kommt einer der legendärsten Spitzenrieslinge Deutschlands. Die roten Schieferböden, die es in der gesamten Pfalz nur hier im Kastanienbusch gibt, prägen diesen majestätischen, tief mineralischen Riesling auf absolutem Weltklasseniveau, der so anders ist als die großen Rieslinge von der Nahe, dem Rheingau oder Rheinhessen, aber auch anders als alle anderen Pfälzer.
Und hier kommt wieder der Boden ins Spiel, der rote Schiefer, der diesem atemberaubend tiefen Riesling neben der Pfälzer Fülle eine Finesse und Mineralität verleiht, die sprachlos werden lässt vor Freude, wenn Sie diesen fabelhaft schönen Wein genießen dürfen.
Präsent, dicht und sehr mineralisch in der Nase, mit klaren Pfirsich- und Zitrusaromen, aber auch rauchigen, zartherben Noten und floralen (Rosen?) sowie exotischen Anklängen. Ungemein dicht und packend im Mund, großartige mineralische Würze, saftig, präsente, feine, herrlich reife Säure, extrem konzentrierte Struktur sowie eine vibrierend vitale, finessenreiche Textur und ein grandioser, sehr langer, mineralisch geprägter Abgang.

Traumhafter Riesling, vom Gault Millau 2006 mit der dritthöchsten Punktzahl zu den 10 besten Rieslingen in Deutschland gezählt!
Trinkspaß JETZT und in 10 bis 15 Jahren!



970304 Rebholz, Weißer Burgunder Kabinett trocken 2004 9,25 Euro
Dieser inspirierende, kompromisslos trockene (was für ein Unterschied zu den belanglosen Modeweinen mit Restsüße!) und animierend frische Weißburgunder aus dem Sonnenschein fasziniert in der Nase durch sein faszinierendes Aromenspiel (Aprikose, Buttercreme, Haselnüsse und eine wunderbare Raucharomatik, die sich aus dem traumhaften Zusammenspiel von Rebe und dem Muschelkalkböden ergibt, denn der Wein hat kein Holz gesehen!) und seine terroirgeprägte Individualität; am Gaumen dicht, konzentriert, kräftig, dabei jedoch auch von verspielter, eleganter Stilistik, angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, lang anhaltend.
Ein traumhaft leckerer Terrassenwein, der die Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden widerspiegelt und immer wieder Lust macht auf das nächste Glas, aber auch ein fabelhafter Essensbegleiter, der eindrucksvoll belegt, dass gerade die Burgundersorten eine der großen Stärken der Südpfalz sind.
Die Rebsorte Weißburgunder schwingt sich unter den Händen des begnadeten Magiers Rebholz zu ungeahnten Höhenflügen empor und wird damit zu einer echten Alternative auch für Rieslingfreaks wie mich. Bereits dieser herrliche Kabinett demonstriert ausdrücklich, dass im Bereich der Weißburgunder niemand in Deutschland bessere Weine machen kann als Hansjörg Rebholz. Bravo!
Zu genießen ab sofort bis 2008.



970204 Rebholz, Riesling vom Buntsandstein Spätlese trocken 2004 12,95 Euro
Der Jahrgang 2004 dürfte einer der größten sein, den Hansjörg Rebholz bisher produzierte. Unglaublich präzise Weine voll strahlender, vibrierender Mineralität und einer pikanten, aber geradezu cremigen Säure, einer dadurch bedingten animierenden Frische und einem sinnlichen Mundgefühl.
Dieser expressive Wein bezaubert mit seiner frischen kräutrigen Aromatik und feinstem Spiel und deutet schon in der Jugend sein breites Fruchtspektrum an, das von Pfirsich, Limone, Honigmelone und Apfel bis hin zu zart exotischen Anklängen reicht und das fast süchtig macht in der Intensität der Aromen, in der Reinheit seiner geschmacklichen Komponenten und dem unverkennbaren authentischen Rieslingcharakter seiner großen Lage mit Anklängen an rauchige Gesteinsnoten.
Eine faszinierende Mischung aus stahliger Mineralität und Komplexität, Kraft, Finesse und Pfälzer Fülle, die nur wenige große Winzer auf die Flasche zu zaubern vermögen. Ein brillanter, sehr harmonischer, höchst individueller Riesling mit enorm viel Charakter.
Vermutlich wird sich dieser grandiose Wein in den kommenden Monaten zu dem entwickeln, was er heute bereits vehement andeutet: Diese großartige Spätlese wird in ihrer ungemein preis,werten Klasse einer der attraktivsten und stilistisch prägnantesten Rieslinge Deutschlands sein, gegen den selbst viele wesentlich teurere Großen Gewächse nicht die Spur einer Chance haben.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2006 bis 2009.



SPANIEN

Bodega Inurrieta - Navarra

Unsere Entdeckung des Jahres 2004 in Spanien von der Fachpresse gefeiert!

Innovation durch Tradition heißt das Zauberwort bei der neuen Avantgarde qualitätsbewusster junger Winzer, die den Weinanbau in Navarra, dieser französischsten aller spanischen Appellationen, nördlich der berühmten Region Rioja gelegen, revolutioniert haben.
Als optimale Grundlage zur Erzeugung großer Rotweine erweist sich die Schnittstelle zwischen mediterranem und atlantischem Klima (300 bis knapp 500 m hoch gelegen), da die starken Abkühlungen der Trauben in der Nacht ungemein wichtig sind für die Finesse und Aromenausbildung. Zudem sind die Rebstöcke teilweise sehr kalten Nordwinden aus den Pyrenäen ausgesetzt, die auch in heißen Sommern genügend Feuchtigkeit transportieren, um Trockenstress und eine damit verbundene Blockade der physiologischen Reife der Trauben zu verhindern. Daher war 2003 auf den hoch gelegenen Weinbergen in Navarra ein absolutes Ausnahmejahr und erbrachte sehr weiche, bereits früh ungemein zugängliche Weine mit saftigem, fast fließendem Tannin und einer phantastischen Frucht.

Ganz aktuell sind die Gewächse der Bodega Inurrieta vom höchst angesehenen spanischen Weinführer, dem Guia Penin 2006, hervorragend beurteilt worden:
Alle Weine unseres spanischen Kleinods haben 5 Sterne erhalten, die das einzigartige Preis-Genussverhältnis-Verhältnis dieser zauberhaften Tropfen ausdrücken. Anlass für uns, Ihnen in aller Kürze diese sagenhaft günstigen Rotweine nochmals ans Herz zu legen und rechtzeitig zu den wärmeren Tagen des Jahres den besten Rosé Navarras zu präsentieren.


429103 Inurrieta, Norte N, tinto 2003 6,50 Euro
DIE Alternative schlechthin zu den überteuerten Bordelaiser Gewächsen, die begeisternd demonstriert, wie viel Geschmack und Struktur engagierte Winzerarbeit und optimales Terroir in eine Flasche Wein einbringen können. Von nördlich exponierten Weingärten (daher auch der Name des Weines), die kühlen Winden ausgesetzt sind, kommt dieser hervorragende Alltagswein, ein klassischer Blend aus 60% Merlot und 40% Cabernet-Sauvignon, fünf Monate gereift in Barriques bester französischer und amerikanischer Herkunft.
Die Farbe ist geprägt von einem dichten, tief dunklen Rot, die Nase wird verwöhnt von einer zart süßlichen, reifen Beerenfrucht, insbesondere Cassis, Blaubeeren sowie Kirschanklänge, zart unterlegt von Wachholder, Röst- und Pfeffernoten sowie vanilligen Nuancen. Der Gaumen präsentiert sich ebenso verführerisch, aromatisch, füllig und dicht wie die Nase, gepaart dabei mit einer zarten Fruchtsüße und einer erfrischenden, kühlen mineralischen Note sowie einer sagenhaft ausbalancierten Tannin- und Säurestruktur. Nachdem der 2002er bereits von VINUM mit einer für seine Preisklasse sensationellen Bewertung von 16/20 Punkten ausgezeichnet wurde, ehrt die Zeitschrift Sobremesa den Norte 2003 in einer großen Vergleichsdegustation von Merlotcuvées aus ganz Spanien als Testsieger sowie als Star und Einkaufsempfehlung des Monats.
Ein Wein prädestiniert für den unmittelbaren Genuss mit Entwicklungspotential bis 2009.



429203 Inurrieta, Sur S, tinto 2003 6,50 Euro
Auf südlich exponierten Weingärten wachsen die autochthonen spanischen Rebsorten Garnacha (70%), Tempranillo und Graciano unter optimalen Bedingungen und ergeben nach viermonatigem Barriqueausbau einen herrlich verführerischen, südlich inspirierten, wunderbar fruchtigen Wein mit angenehm niedrigen 13,5% Alkohol, der für ganz Spanien Maßstäbe setzt in seiner so genussfreundlichen Preisklasse.
In der Farbe schwarzrot mit purpurnen Reflexen zum Rande hin. Die Nase umschmeicheln Aromen von hochreifen dunklen Beeren und Veilchen, ganz zart unterlegt von Vanille und Kakaoanklängen, mit einer erfrischenden Note, die an Minze und Eukalyptus erinnert. Am Gaumen ausladend weich, dabei von leckerer, süßlich-beeriger Frucht geprägt, offenbart dieser Schmeichler der Sinne eine lustvolle Opulenz und Konzentration und wirkt dennoch lebhaft und vibrierend mit feingliedriger, animierender Säure, geschliffenen Tanninen und einem schokoladig-feinwürzigen Nachhall.
Ein herrlicher Gaumenzauber ab sofort bis wenigstens 2009.



429502 Altos de Inurrieta, Reserva tinto 2002 11,00 Euro
Kennen Sie dieses Gefühl, einen Wein im Glase zu haben, dessen Aromatik so ungewöhnlich erscheint, dass Sie zunächst nicht sicher sind, ob er ihre Zustimmung oder Ablehnung finden soll? So ging es mir kürzlich nach einem langen Verkostungstag mit zwar phantastischen Rotweinen, aber auch den sich ständig wiederholenden Geruchs- und Geschmackseindrücken von Kirsche, Cassis und Blaubeere, als ich erstmals den neuen Jahrgang dieses letztjährig ungemein erfolgreichen Reserva gereicht bekam. Die höchst animierende Nase präsentiert sich unwahrscheinlich pikant mit einem intensiv nach grünem Paprika duftenden Aroma, gepaart mit süßlichen Röst- und einer ausgeprägten Pfeffernote sowie speckig- rauchigen Anklängen. Sehr eigenständig und faszinierend!
Der Gaumen war aber in keinster Weise spröde oder grün, wie man es nach den Paprikaanklängen vermuten könnte, sondern herrlich weich, saftig, mit cremig-süßlichen Tanninen und einer milden, belebenden Säure, ausgestattet mit der gleichen Pikanz, die auch schon im Duft verblüfft!
Ein beeindruckender Wein mit reichhaltigen Röstnoten, der bei aller Zugänglichkeit einen sehr eigenständigen Charakter besitzt, durch ein tolles Preis-Genussverhältnis punktet und weit weniger vom Ausbau in neuen französischen Barriques geprägt ist als in der Vergangenheit. Die faszinierend kühle Frische schimmert durch die warme intensive Fruchtigkeit bei jedem Schluck durch. Das ist die spannungsgeladene Grandezza von Frische und Reife, ein filigraner Anti-Monster-Wein mit Kraft ohne Schwere! Unbedingt probieren!

Guiá Penin: 91 P
Trinkreife ab sofort bis wenigstens 2009.



429405 Inurrieta, Mediodía rosado 2005 5,90 Euro
Bester Rosé Navarras, gewählt vom Club de Sommeliers de España.

Der fuchsienfarbene Mediodía 2005, vinifiziert aus perfekt gereiften Garnacha-Trauben, bezaubert durch einen ganzen Strauß von Aromen: rote Früchte, Sauerkirschen und Himbeeren, dazu ein Hauch von Rosenblättern. Die angenehme Säure verleiht ihm eine wunderbare Frische und Reinheit, daher sowohl ein idealer Rosé für heiße Sommertage auf der Terrasse als auch ein vorzüglicher Begleiter zu südländischen Grillgerichten, wie etwa Lammkoteletts oder Merguez.
Dies ist keiner dieser banalen Rosés von der Stange, welche die Regale der Supermarktkette füllen, sondern wie sein gleich phantastischer Jahrgangsvorgänger ein ernst zu nehmender animierender Wein auch für anspruchsvolle Rotweintrinker!



ITALIEN

Azienda Agricola Felline

Ein großer Klassiker unseres Programms fasziniert mit autochthonen Rebsorten der Region.

In Apulien, tief im Süden des italienischen Stiefels, produziert seit einem Jahrzehnt eine kleine Elite qualitätsorientierte Winzer aus ihren einheimischen Rebsorten großartige Weine und hat daher mittlerweile zu Recht eine hohe internationale Reputation erreicht. Voraussetzung für diesen Qualitätssprung war die Verknüpfung von Tradition im besten Sinne – insbesondere die Verwendung der regionalen autochthonen Rebsorten sowie eine radikale Mengenbegrenzung in den Hektarerträgen - mit einer modernen Verarbeitungstechnik in neu konstruierten Kelleranlagen. Diese trug entscheidend dazu bei, dass die früher nur allzu oft überreifen und oxidativen Weine heute mit ihrer betörenden Frucht brillieren. Eines der Vorzeigeobjekte für diese neuen Weine mit einem großartigen Preis-Genussverhältnis (so das Urteil des Gambero Rosso) ist die Kellerei Felline in Manduria.
Die Gebrüder Perucci vinifizieren unter Anleitung eines der renommiertesten italienischen Önologen, Dott. Cosimo Spina, autochthone Rotweine voller Originalität. Italiens wilder Süden erlebt daher (jenseits aller Massenertragsorgien von Genossenschaften, deren Billigplörre dann in Supermärkten verramscht wird) in der Spitze verdientermaßen eine wahre Renaissance und folgerichtig einen sagenhaften Nachfrageboom nach seinen temperamentvollen, charakter-vollen Weinen: Seit Jahren sind die sanften Rotweine unseres apulischen Kleinods Felline - so schonend wie nur möglich vinifiziert aus niedrigen Erträgen kerngesunder Trauben – ein großer Renner in unserem Programm!


681104 Felline, Alberello, rosso 2004 5,95 Euro
Dunkles Kirschrot in der Farbe, dem Glase entströmt eine betörende, leicht süßliche Fruchtnase, dazu Kirsche, Trockenpflaumen, geschmolzene Vollmilchschokolade und Veilchenblüten. Wie seine Jahrgangsvorgänger wiederum auch ein Schmeichler des Gaumens mit seiner herrlich reifen, saftigen Frucht, dazu süße Kirschen und feinste schokoladige Anklänge.
Die präsente, sehr angenehme Säure verleiht diesem leckeren Wein eine traumhafte Frische. Mit einer für seine Preisklasse selten anzutreffenden Dichte und seiner zart malzigen Struktur erfreut er die Zunge, die cremigen, würzigen Tannine sind perfekt eingebunden in die zart süßliche Frucht: Ein Musterexemplar für die neue Generation ursprünglicher, grundehrlicher süditalienischer Alltagsweine, die wieder so richtig Lust machen, sich den Weinen dieses wunderschönen Landes zuzuwenden.
Ein extrem fairpreisiger Wein und daher wie sein Vorgänger zwei Gläser im Gambero Rosso 06 und die Extra-Auszeichnung für ein besonders gutes Preis-Genussverhältnis!
Zu trinken ab sofort bis 2008.

Reservierbar, wieder lieferbar Anfang April


681204 Felline, Primitivo di Manduria, rosso 2004 9,30 Euro
In der Farbe das rebsortentypische satte Braunrot der autochthonen, uralten Rebsorte Primitivo, mit schwarzem Kern und ziegelroten Aufhellungen zum Rande hin. In der stilistisch höchst eigenständigen, charaktervollen Aromatik der Nase finden sich sehr tiefgründige, feinwürzige Beerenaromen, dazu reife Pflaumen, balsamische Noten und faszinierende Anklänge an Eukalyptus, Tannennadeln sowie getrocknete Rosenblätter, Veilchen und Flieder. Am Gaumen dicht, füllig, sehr saftig, samtige Beerenfrucht, Noten von Lebkuchen, Zimt und Nelken, dazu weiche, herrlich cremige Tannine. Dieser Schmeichler der Sinne, der die Faszination traditioneller Weinbaukultur unverfälscht ins Glas zu zaubern vermag, macht mit seiner geschliffenen Säure und seinen geschmeidigen Tanninen von Glas zu Glas mehr Lust zum weiter Süffeln, bemerkenswert dabei für einen feurigen Süditaliener seine fast ungewöhnlich kühle Stilistik und sein pikanter, feingliedriger Nachhall.
Jahrgangsbedingt nochmals besser als seine ebenfalls herausragenden Vorgänger, z.B. der herrliche 01er, der wie der 03er vom Gambero Rosso 2006 (ein vorzüglicher Primitivo) mit zwei Gläsern und einem Stern für sein ausgezeichnetes Preis-Genussverhältnis ausgezeichnet wurde und der 02er gar (aus wahrlich nicht leichtem Jahr), der von VINUM mit 17/20 Punkten als Top-Tipp und der Empfehlung unbedingt kaufen geadelt wurde.
Trinkreife: ab sofort bis wenigstens 2008.



681304 Felline, Vigna del Feudo, rosso 2004 13,50 Euro
Endlich wieder können wir Ihnen die Spitzencuvée anbieten, die nur in großen Jahrgängen vinifiziert wird und die im Gambero Rosso 2006 mit 2 roten Gläsern (das bedeutet: in der Endausscheidung für die begehrten 3 Gläser nur knapp gescheitert) ausgezeichnet wurde.

Diese großartige Cuvée aus Primitivo, Malvasia nera und Ottavinello, der apulischen Rebart der Cinsault-Rebe, die für viel Frische im fertigen Wein verantwortlich ist, fasziniert durch ihr betörend-blumiges Bukett von Heidelbeeren und Brombeeren, orientalischen Gewürzen, balsamischen Noten und Anklängen an frisch gebackenes, lecker duftendes Brot. Tiefgründig, dicht und komplex auf der Zunge mit einer reifen, saftigen, weichen Tanninstruktur und verführerischen Noten von süßlichen dunklen Beeren, Kirschen sowie Tabak- und Kaffeeanklängen, feinst unterlegt von einer knackigen, trinkanimierenden Säureader.
Ein Klassestoff zu sensationell günstigem Preis, der wie kaum ein zweiter die Originalität großer autochthoner apulischer Weine verkörpert!
Ab sofort, Höhepunkt 2007 bis wenigstens 2010.



FRANKREICH

Clos des Papes - Châteauneuf-du-Pape

Burgundisch inspirierte Weltklassegewächse aus Châteauneuf-du-Pape

Lhomme fait la difference, sagen die Franzosen über große Winzerpersönlichkeiten, was wörtlich übersetzt bedeutet: Der Mann (und selbstverständlich auch die Frau) macht den Unterschied. Denn neben dem unverzichtbaren Schatz einer großen Lage ist es der Winzer - oder im Falle dieses so traditionsreichen Gutes eine ganze Familiendynastie - dessen unermüdliches Qualitätsstreben die Charakteristika eines wunderbaren Terroirs mit dem erlesenen und feinen Stil der Weine verbindet, den nur ein genialer Schöpfer so ungemein feinfühlig zu interpretieren und herauszuarbeiten versteht.

Kein anderes Gut außer Beaucastel kann nur annähernd die Tradition und glorreiche Vergangenheit einer der besten Appellationen der Welt verkörpern wie DER uralte Adel von Châteauneuf-du-Pape schlechthin:
Die Familie Avril, die Besitzerin dieser alteingesessenen Familiendomaine, ist bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts inmitten dieses Wallfahrtsortes der Weinenthusiasten ansässig und ihre weltweit berühmten, klassisch-eleganten, finessenreichen Gewächse sind seit jeher hoch gerühmt und heiß begehrt. Und gerade im letzen halben Jahrzehnt ist die Qualität noch einmal deutlich angestiegen, wie die Hysterie um den Jahrgang 2003 demonstrierte, der von Parker mit 97 Punkten bewertet wurde. Und dies nicht etwa für eine nur in homöopathischen Dosen erzeugte Spitzencuvée! Nein, die traditionsbewussten Avrils, Vater Paul und Sohn Vincent, sind vehement gegen die Erzeugung von Luxuscuvées, auch, weil sie seit Jahrzehnten ohnehin dasjenige Lesegut, das nicht optimalen Ansprüchen genügt, an Négociants weiter verkaufen. Daher gibt es in jedem Jahr nur einen roten- und einen weißen Châteauneuf-Wein, jeweils in höchst traditioneller Machart, unmanipuliert, weder geschönt noch filtriert – aber von Maßstäben setzender Finesse und Eleganz!

So ist die traditionsreiche Domaine Clos des Papes seit jeher ein renommiertes Aushängeschild ihrer berühmten Appellation, dass derart brillante Weine erzeugt, dass sie keinen Vergleich mit den größten (und wesentlich teureren) Prestigeweinen der ganzen Welt zu scheuen brauchen. Verantwortlich für eine nochmalige subtile Qualitätssteigerung ist der junge sympathische Sohn der Familie, Vincent Avril, der nach fünf intensiven Lehr- und Wanderjahren im Burgund neues Know-how in das Weingut eingebracht hat.
Was mir schon immer besonders an den Weinen von Clos du Papes gefallen hat, ist ihre innere Harmonie, ihre Balance und die Abwesenheit jeglicher marmeladiger, überreifer Noten. Klassischer und finessenreicher kann kein Châteauneuf-du-Pape schmecken, nur anders! Vincent Avril hat diese burgundisch inspirierte Stilistik nochmals verfeinert, deren primäre Ursache in den verstreut liegenden 80 (!) Parzellen zu suchen ist, die über die gesamte Appellation verteilt sind, von den Sandböden im Westen und Südosten bis hin zu den steinigen Lehm- und Kalksteinböden im Norden und Nordosten. So vereint die fertige Cuvée die Vorteile der unterschiedlichen Bodenformationen und der vielfältigen Rebsorten, die für diesen unvergleichlich komplexen Wein verantwortlich sind. Paul Avril hat zudem seit Jahren behutsam den Mourvèdreanteil in seiner Assemblage schrittweise erhöht, da er der Ansicht ist, dass diese große Rebsorte des Südens, an der seit jeher sein Herz hängt, in Châteauneuf-du-Pape, ihrem nördlichsten Anbaugebiet Europas, ihre spektakulärsten Qualitäten erbringen kann!
Die Kellerarbeit geschieht vorbildlich behutsam und traditionell bei konstant (!) 12° C im ganzen Jahr. Nach der extrem schonenden Vinifikation ohne Pigeage werden alle Rebsorten gemeinsam in großen Holzfässern ausgebaut und so schonend wie möglich unfiltriert abgefüllt. Jung schon häufig sehr ansprechend, gehört dieses Gewächs aus der Kategorie persönlicher Lieblingswein zu den langlebigsten Tropfen der Appellation – ein großer Wein und ein Muss für alle Liebhaber nobler Châteauneuf-du-Pape-Weine.
Übrigens: Der Name der Domaine leitet sich von der Bezeichnung eines exzellenten Weinbergs ab, der einst zu der alten Rebfläche innerhalb der eng umgrenzten Mauern am Fuße des heute zerfallenen päpstlichen Schlosses gehörte und in der alle 13 Rebsorten der glorreichen Appellation angepflanzt sind!


177104 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2004 39,00 Euro
Vincent Avril produziert ungemein komplexe, extrem finessenreiche, terroirgeprägte, traditionelle Châteauneuf-Weine alter Schule ohne jeglichen Barriqueausbau, geprägt durch alte Reben aller 13 in der Appellation zugelassener Rebsorten, die verantwortlich zeichnen für die große Harmonie und Ausgewogenheit seiner Weine.

Der 2004er Jahrgang ist traumhaft balanciert, mit einer großartigen Konzentration und Dichte, einer phantastischen Tiefe und einer faszinierend komplexen Aromenvielfalt:
Schichten um Schichten von roten Früchten, süßen Kirschen, geröstetem Kaffee, schwarzem Pfeffer, Trüffeln und allerfeinsten Gewürzen. Auf der Zunge Verführung pur durch eine betörende, edle Fruchttiefe, unglaublich reichhaltig, komplex, ausladend, animierende Frische, die reifen, saftigen, zart süßen Tannine sind eingebettet in eine straffe Mineralität, extrem lang anhaltend, ein majestätischer Châteauneuf und dennoch in seiner noblen Stilistik wie eine Chambertin aus Châteauneuf-du-Pape!

Vincent Avril stuft diesen grandiosen 2004er, der, dies sei noch einmal ausdrücklich betont, im Vergleich zum legendären 2003er bei gleicher Dichte und Komplexität eindeutig mehr Frische und Finesse und burgundische Textur besitzt, als ganz großen Jahrgang ein, vergleichbar dem legendären 1978!

Extrem streng hat Vincent in 2004 jede einzelne Traube (auf die Stunde genau wurde die optimale Reife abgewartet) von Hand selektiert, was bei einem Ertrag von lächerlich geringen 22hl/ha zu einer starken Mengenreduzierung gegenüber dem Jahrgang 2003 führte, so dass Engpässe in der Verteilung vorprogrammiert sind.
Wir bieten Ihnen daher heute den 2004er Châteauneuf-du-Pape in unserer Subskription zu einem äußerst attraktiven Preis an, damit unsere Stammkunden sich diesen Weltklassewein vor seiner voraussichtlichen Auslieferung im September zuverlässig sichern können. Sie, werte Kunden, wissen, dass ich Parker im Bereich der südlichen Rhône für einen der kompetentesten Verkoster halte. Daher kann ich nicht verstehen, dass er dieses Weltklassegewächs, dass ich persönlich für einen der drei besten Weine in der glanzvollen Geschichte dieses Traditionsgutes ansehe – auf gleicher Augenhöhe mit dem legendären 78er und damit nahe dem Ideal – mit nur 93-95 Punkten bewertet, ihm aber konzediert, er sei one of the top wins of the vintage.
Aufgrund seiner fabelhaften Balanciertheit, seiner Ausgewogenheit, Frische, Finesse und Eleganz sowie dem Nicht-Vorhandensein jeglicher marmeladiger Überreife und –konzentration (Parker urteilt durchaus zu Recht, er sei weniger voluminös als der 03er) stelle ich ihn nach mehreren ausgiebigen Verkostungen vor Ort, zu unterschiedlichen Zeitpunkten in seiner Entwicklung, über (!) den Jahrgangsvorgänger (der im übrigen in der Liste der 100 besten Weine der Welt des Wine Spactators auf Platz 2 rangiert) und kann Ihnen diesen sagenhaft großen Stoff, der einmal zu den Legenden von Châteauneuf-du-Pape gehören wird, nur wärmstens empfehlen. Diese singuläre Qualität zählt in ihrer traumhaften Dimensionierung zu den großen Wein-Persönlichkeiten Frankreichs mit einer expressiven Natürlichkeit und der seine faszinierende Aura seinem großen Terroir und einer meisterhaften Weinbereitung durch Vincent Avril verdankt. Gänsehautatmosphäre!
Zu genießen wohl ab Freigabe im Herbst in seiner schönsten Primärfruchtphase, Höhepunkt 2010 bis nach 2025.

In Subskription, Freigabe im Herbst 2006


1771104 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge, Magnum 2004 1,5 l 85,00 Euro

In Subskription, Freigabe im Herbst 2006


177102 Clos des Papes, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2002 24,90 Euro
Wenn Sie diesen aus geringsten Erträgen (17hl/ha) infolge penibelster Selektion gewonnenen Wein in eine Blindprobe stellen, wird man ihn garantiert für einen erstklassigen Burgunder halten, so sehr faszinieren seine kirschige Frucht, seine Balance und Harmonie sowie seine beispiellose Eleganz. Auf der Zunge Verführung pur, eine feine, zarte, süße reife Frucht, durchzogen mit dem Duft provenzalischer Kräuter, eine animierende Frische und im würzigen Abgang ungemein seidene, reife Tannine.
Ein Wahnsinnspreis für diesen Klassestoff, ein absolutes Schnäppchen für Kenner und Liebhaber finessenreicher Weine. Bei den Winzern vor Ort wird er als einer von zwei oder drei Referenzweinen des Jahrgangs gehandelt und Parker stuft ihn als Nr.1 des Jahrgangs ein!
Zu genießen ab sofort (bitte Dekantieren) bis wenigstens 2012. Mit diesem sensationellen Erfolg in schwierigem Jahr beweist Vincent Avril eindrucksvoll, dass er zu den ganz Großen seiner Zunft gehört!



177305 Clos des Papes, Le Petit Vin d'Avril, rouge 2005 8,95 Euro
Auch Vincent Avril macht einen herrlich leckeren Alltagswein, der jedoch nicht aus den Parzellen für seinen Grand Vin stammt (Sie wissen, es gibt nur EINEN Châteauneuf-du-Pape, keine Luxuscuvées), sondern von exzellenten Weinbergen der Umgebung, die neben den traditionellen Rebsorten der Region auch einen kleinen Anteil Merlot und Cabernet-Sauvignon-Trauben enthalten.
Diese herrlich saftige Cuvée mit ihren noblen Beerenanklängen und feinen Gewürznoten trägt deutlich die Handschrift eines begnadeten Winzers, da sie ebenfalls über eine sehr feine Struktur verfügt und meilenweit entfernt ist von jeglichen überreifen oder marmeladigen Anklängen.

Das Besondere an diesem Wein ist, dass er keine Jahrgangsbezeichnung trägt sondern stets eine Assemblage aus verschiedenen Ernten darstellt. So setzt sich dieser wunderbare Trinkwein zusammen aus einem Drittel Trauben des Jahrgangs 2005 und zwei Dritteln der beiden Vorgängerjahre 2003 und 2004: Diese traumhafte Vermählung von drei ganz großen Ernten demonstriert daher eine ausgesprochen harmonische Verbindung ihrer positiven Charakteristika.
Trinkspaß pur ab sofort, verfügt jedoch – das Signum exzellenter Lagen, reifer Trauben und großer Jahrgänge – über ein Entwicklungspotential von 6 bis 8 Jahren.



Château Beaucastel - Châteauneuf-du-Pape

Charaktervolle Referenzweine aus Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape ist der Ort auf Erden, der unzweifelhaft die größte Zahl von aktuellen Weltklassegütern sein eigen nennen darf. Davon haben einige wenige unter Weinliebhabern wegen ihrer langen, ruhmvollen Vergangenheit und ihrer originären, unverwechselbaren Stilistik einen legendären Ruf. Eine dieser Domainen mit magischem Klang ist Château Beaucastel. Es ist unbestreitbar, dass Beaucastel nicht nur die langlebigsten Rot- und Weißweine der südlichen Rhône hervorbringt, sondern auch einen der größten und charaktervollsten Weine des gesamten Rhônetals: Es sind die weißen und roten Referenzweine! urteilt beispielsweise Parker voller Enthusiasmus.
Und die Bibel der französischen Weinkritik, das Classement 2006 der REVUE DU VIN DE FRANCE, stuft dieses Weltkassegut als einziges der südlichen Rhône ein in die ganz kleine, elitäre Spitzenklasse aller Domainen Frankreichs.

Worin liegen nun die großartigen Qualitäten dieses traditionsreichen Familiengutes (seit 6 Generationen!) begründet? Hier sind mehrere Faktoren gleichberechtigt zu nennen: Zum einen erfolgt die Bewirtschaftung der extrem steinigen Weinberge ausschließlich nach biodynamischen Grundsätzen. Auf der im äußersten Norden von Châteauneuf-du-Pape in der Nähe von Courthézon gelegenen Domaine werden bereits seit 1964(!) keine Düngemittel, Pestizide oder Insektenvernichtungsmittel mehr benützt, stattdessen wird mit einer Tonne Kompost (Schafsmist und Traubentrester) pro Hektar jährlich gedüngt. Wenn Unkrautvernichtungsmittel gespritzt werden, wurzeln die Reben nicht tief genug. Daher bekämpfen wir Krankheiten ausschließlich mit biologischen Mitteln, lockern den Boden auf und schneiden die oberflächlichen Wurzeln weg. Damit versetzen wir unsere Reben – deren Neubestockung nach einem detailliert geplanten Rotationsprinzip erfolgt, so dass die Weinstöcke im Schnitt stets 50 Jahre alt sind – in die Lage, auch in den heißen Sommermonaten genügend Wasser zur Vermeidung von Trockenstress zu finden und genügend Nährstoffe und Mineralien aus den unterschiedlichen Schichten in der Tiefe der Erde in die Rebe zu transportieren, erläutert engagiert wie stets Jean-Pierre Perrin, einer der beiden heute die Domaine mit großer Weitsicht leitenden Brüder und ergänzt: Im Laufe der Jahre haben die Reben so ihre eigene Abwehrkraft gegen Aggressionen entwickelt und Bienen, Marienkäfer und Regenwürmer bevölkern wieder unsere Weinberge. Der zwangsläufig limitierte Ertrag gibt somit die Quintessenz des Charakters dieses einzigartigen Terroirs wieder.

Ein weiterer entscheidender Faktor der unverwechselbaren Qualitäten der großen Châteauneufweine von Beaucastel liegt in ihrer besonderen Rebsortenzusammensetzung. Beim roten Châteauneuf fließen wie bei Clos des Papes alle 13 Rebsorten der Appellation in die Cuvées ein, was zur großen Harmonie, zur Ausgewogenheit, zur Finesse und dem moderaten Alkoholgehalt der Weine beiträgt. So ist die Counoise-Rebe beispielsweise sehr wichtig für die Finesse im Wein und die früh reifende Cinsault-Traube mit ihrer reichlichen Frucht bildet ein notwendiges Gegengewicht zum Alkoholgrad der Grenache und den Tanninen von Syrah und Mourvèdre. Und letztere Rebe trägt durch ihren für die Appellation ungewöhnlich hohen Anteil zum höchst eigenständigen, unverwechselbaren Beaucastel-Stil in seiner ganzen Ursprünglichkeit bei: Bio-Weine der absoluten Weltspitze!


174204 Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2004 5,50 Euro
Was für ein herrlicher Alltagswein des großen Jahrgangs 2004 an der südlichen Rhône! Bereits der ausgezeichnete 03er erfreute sich bei Ihnen, unserer werten Kundschaft, großer Beliebtheit. Doch diese faszinierend harmonische, elegante, frische und sensationell trinkfreudige Cuvée aus Grenache, Syrah, Carignan und Cinsault legt qualitativ noch eine Schippe drauf. Versprochen!
Dieser leckere Wein bietet eine tiefrubinrote Farbe und verführerische Düfte nach schwarzen Kirschen, reifen Waldbeeren, weißem Pfeffer und den unvergleichlich aromatischen Gewürzen der Provence. Seine zarte Transparenz in Duft und Geschmack, seine beeindruckende Dichte (völlig ungewöhnlich in dieser so konsumfreundlichen Preisklasse), sein verführerischer Schmelz, die jahrgangstypische, animierende Frische auf der Zunge und die butterweichen, cremigen Tannine machen ihn im positivsten Sinne zu everybodys darling:
Welch ungemein schmeichlerischer, molliger, köstlicher, Wein aus biodynamischem Anbau mit moderatem Alkoholgehalt zu unschlagbar günstigem Preis. Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Qualitätsniveau zu diesem sympathischen Preis produziert werden kann, urteilte Parker begeistert über einen (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger!
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2008.



174503 Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge 2003 15,90 Euro
Nur die Autoroute du soleil trennt das exzellente Terroir des Coudoulet von dem des legendären Chateauneuf-du-Pape von Beaucastel!

Seit 30 Jahren bereits werden die Mourvèdre-, Syrah-, Counoise- und Grenachereben für den ganz traditionell in Holzfudern ausgebauten Coudoulet biodynamisch bewirtschaftet und wurzeln tief in den kalkhaltigen Böden, die teppichartig mit den berühmten galets roulés“ bedeckt sind.
Und so prunkt dieser köstliche Wein mit seinem komplexen Spektrum von reifen Kirschen, getrockneten provenzalischen Kräutern, geräuchertem Fleisch, frisch gepflügter Erde, orientalischen Gewürzen, Oliven und Lakritze und zaubert ein Lächeln in die Augen des kundigen Weinliebhabers: Die kühle Eleganz dieses Weines ist für einen Côtes-du-Rhône geradezu sensationell! Tolles Spiel zwischen kerniger Fruchtsüße, frischer Mineralität und einer kräutrigen Würze. Die ungewöhnlich markante Gerbstofftiefe demonstriert ausdrücklich, dass hier mit den Brüdern Perrin besessene Weinenthusiasten am Werk sind.

Für mich ist dieser weltberühmte Zweitwein von Beaucastel auf dem gleichen Niveau wie der sensationelle 2001er, dem Robert Parker 90-92 Punkte gegeben hat. Ein traumhafter Côtes-du-Rhône, der das Wort steinreich“ neu definiert.
Zu genießen ab sofort (mehrstündiges Dekantieren empfohlen!), Höhepunkt 2007 bis wenigstens 2012.



174304 Perrin Les Cornuds, Vinsobres Village 2004 9,90 Euro
Die exzellenten Lagen rund um das wunderschöne Dorf Vinsobres gehören zu den best gehütetsten Geheimtipps an der südlichen Rhône und sind daher n Deutschland noch wenig bekannt. Doch dies wird sich sehr bald ändern, bietet doch diese Region aufgrund ihrer Exposition am nördlichsten Rande der südlichen Rhône und ihrer Höhenlage, die auch im Sommer relativ kühle Nächte mit sich bringt (ideal geeignet zur Herausbildung komplexer Aromen!), optimale Bedingungen.
Insbesondere die Syrahrebe fühlt sich hier, ähnlich den Gegebenheiten an der nördlichen Rhône, pudelwohl. Zusammen mit erstklassigen Grenachetrauben ergibt dies einen zugleich kräftigen, dichten als auch eleganten, samtweichen Wein mit kühler Stilistik: welch Triumph eines großen Terroirs!

Dem Glase entströmen köstliche Aromen von roten Früchten, Lakritze, Pfeffer, Oliventapenade und schwarzen Kirschen, fein mineralisch unterlegt und infolge seiner phänomenalen syrahgeprägten Frische sehr trinkanimierend. Im Mund wirkt der tiefdunkle, würzige Wein feinst balanciert, sehr ausgewogen, lang und komplex, und, was am wichtigsten ist, seine feine Säure löst das Gefühl von angenehmer Frische auf der Zunge aus, so dass diese animierende Cuvée trotz ihres Extrakts und ihrer Tiefe nicht schwer, sondern duftig, fein und transparent erscheint.
Welch herrliche Vermählung von provenzalischen Aromen und einer an große Weine der nördlichen Rhône erinnernden Finesse (88-90 Parkerpunkte).
Zu genießen ab sofort bis 2008.



174403 Perrin, Vinsobres Vieilles Vignes rouge 2003 29,90 Euro
Beaucastel. Ein Name, eine Legende. Wer einmal den großen Rhône-Klassiker Hommage à Jacques Perrin“ getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los. Die gleiche Stilistik – eine samtig-seidige Materie und eine wundervolle Liaison zwischen reifen, reintönig konturierten roten und schwarzen Früchten und der frischen Struktur – zeigt auch dieser wundervolle Vinsobres aus uralten, über 100-jährigen Rebstöcken und kleinstem Ertrag, der duftig und elegant, aber mit präzisem Kern in der Mitte mir das Wasser förmlich im Mund zusammenlaufen lässt.
Schon die intensive purpurrote Farbe mit ihren violetten Reflexen deutet auf die immense Konzentration aus dem Jahrhundertjahrgang 2003 hin. Das Geschmacksprofil ist einfach hinreißend: frische rote und schwarze Früchte (Cassis, Brombeeren und Kirschen) sowie Süßholz- und Veilchenaromen steigen aus dem Glas, und am Gaumen entfalten sich Noten von frisch gemahlenem Pfeffer, Weihrauch und Thymian, das Ganze von einer dezenten minzigen Frische belebt. Chapeau!
Der zart-mineralische Charakter dieses ebenso großartigen wie extrem raren Unikats tritt nach dem Belüften deutlich zu Tage. Welch ein Triumph des Terroirs! Bietet diese Region aufgrund ihrer Exposition am nördlichsten Rande der südlichen Rhône doch auch im Sommer relativ kühle Nächte – ideal zur Herausbildung komplexer, frischer Aromen. So erscheint diese herrlich animierende, weinige Cuvée aus Grenache und Syrah trotz ihres Extraktes und ihrer Kraft so ungemein duftig und transparent. Die kongeniale Vermählung aus Finesse und Kraft! Ein brillanter, reiner Wein zum Genießen und Schwelgen – zu einem wirklich tollen Preis! Parker: It is a candidate for the finest Côtes du Rhône of the vintage.
Zu genießen ab sofort (mehrstündiges Dekantieren empfohlen!) bis wenigstens 2015.



174604 Beaucastel, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2004 39,00 Euro
2004 ist einer der größten Jahrgänge in der Geschichte dieses weltberühmten Gutes. Nach mittlerweile drei unvergesslichen Verkostungen dieses traumhaft schönen Châteauneuf-Klassikers teile ich diese gleich lautende Beurteilung der Familie Perrin und Parkers uneingeschränkt.

Diese fast unglaublich reichhaltige und aromenintensive, tiefrubin-purpurrote Assemblage von jeweils 40% Mourvèdre (Jean-Pierre Perrin: 2004 war DAS Jahr der Mouvèdrerebe), Grenache, Syrah, Counoise und kleinen Anteilen der 9 übrigen zugelassenen Rebsorten der Appellation besitzt ein sehr komplexes, Bukett, das geprägt ist von schwarzen Früchten, Kirschsaft, Trüffeln, grünem Tee, getrockneten Kräutern sowie balsamischen Noten und repräsentiert so die stilistische Einzigartigkeit von Beaucastel. Am Gaumen eine fabelhafte Konzentration, Dichte, Tiefe und Extrakt, eine tiefgründige Mineralität und eine sagenhafte Länge. A grand vin de garde, so nennen die Franzosen einen solch klassischen Langstreckenläufer mit seiner ungemein präzisen Definition.
Das Ergebnis nach einer mehrjährigen Reifephase auf der Flasche wird spektakulär sein: In einem Spitzenjahrgang wie 2004 wird dieser Gigant auf seinem Höhepunkt mit einem unglaublich reichhaltigen Aromenspektrum, einer sagenhaften Fruchtsüße und einer traumhaften Textur und Frische die Zunge liebkosen.
Doch Vorsicht: Dieses singuläre Weinmonument wird Genießern von Neue-Welt-(Einheits-) Weinen, die Wert auf marmeladige Frucht und neue Eiche legen, sicher nicht gefallen. Für Liebhaber originärer Rhôneweine dagegen ist es einer der charaktervollsten Rotweine der Welt und gehört mit seiner ureigenen Stilistik und seinen ungemein geschliffenen, seidenen Tanninen wie jedes Jahr zu meinen persönlichen Favoriten!

Übrigens: Jancis Robinson, weltweit renommierte master of wine schwärmt über diesen Wein wegen seiner phantastisch komplexen Fruchttiefe (die keinerlei Anzeichen der früher fast schon traditionellen animalischen Note der Beaucastelschen Weine habe), seiner superfeinen Tannine und großartigen Länge und vergibt begeistert 18,5/20 Punkten.
Dieses aufregende, sinnliche Weinmonument wird sich wohl schon relativ jung mit großem Vergnügen verkosten lassen und zwischen 2012 bis 2030 auf seinem Höhepunkt sein.

In Subskription


Domaine de Lavabre - Pic Saint Loup

Traumhaft finessenreiche Languedocweine vom Fuße des mythischen Bergriesen des Pic St. Loup

Die faszinierenden Weine von Château Lavabre, im nördlichsten, sehr waldreichen Teil des wildromantischen Bergmassivs des Pic St. Loup im Hinterland von Montpellier gelegen, gehören mit zu den stilistisch eigenständigsten Weinen, die Sie im gesamten französischen Süden finden können. Olivier Bridel, visionärer Charakterkopf und ungemein sympathischer Winzer, der in seinem früheren Leben in der Normandie mit großem Erfolg eine Firma für Elektrotechnik betrieben hatte, kaufte Anfang der 90er Jahre in einer paradiesisch schönen Landschaft ein altes Weingut unmittelbar unterhalb einer riesigen Felsenwand, welche die Region des Pic Saint-Loup wie ein schier unüberwindlicher Wächter nach Norden abgrenzt. Das großartige Terroir, eines der besten der gesamten Appellation, und die alten Rebstöcke (Syrahreben von 1961(!), im Languedoc eine absolute Rarität) boten ideale Voraussetzungen, Oliviers Lebenstraum zu erfüllen: große, autochthone Rotweine des französischen Südens zu vinifizieren.

Doch zunächst mussten die erstmals im 18. Jahrhundert angelegten, aber mittlerweile sich weitgehend selbst überlassenen Weinberge und alten Rebstöcke liebevoll restauriert, teilweise auch neu bepflanzt und die Gebäudeteile des Hofes mitsamt den Kellern von Grund auf renoviert werden. Bereits Ende der 90er Jahre gelangen dann – nach aufwändigen Laubwerksarbeiten an den Reben und infolge sehr geringer Erträge – die ersten viel versprechenden Weine, die infolge ihrer finessenreichen Struktur für erstauntes Aufsehen in der Fachwelt sorgten. Die großartigen 2000er waren dann spektakulär gelungen und reifen derzeit in den Kellern ihrer optimalen Trinkreife entgegen. Die jetzt frei gegebenen Nachfolger aus wohl noch größeren Jahrgängen zählen zweifellos bereits zu den Referenzweinen ihrer großartigen Region!

Diese herrlichen trinkanimierenden Gewächse gefallen Kennern vor allem deshalb so gut, weil Olivier keine hyperkonzentrierten Monsterweine produziert, die häufig genug auch noch vom Holz dominiert werden. Vielmehr brillieren seine authentischen Gewächse durch ihre betörende Beerenfrucht, ihre unvergleichliche Eleganz und Finesse und eine kühle Expressivität. Denn nördlich des mythischen Bergriesen des Pic St. Loup herrschen andere klimatische Bedingungen als im übrigen Teil der Appellation. In schwierigen Jahrgängen wie 99 hat Olivier daher auch mit viel Regen und den entsprechenden Folgen zu kämpfen, in warmen, sonnenreichen Jahrgängen wie 2000/01/03 und 2004 jedoch lassen die besonderen mikroklimatischen Bedingungen, von dem seine genau unterhalb des großen Felsenareals gelegenen Weinberge profitieren, unvergleichlich schöne, elegante Weine entstehen. Denn die extremen Temperaturunterschiede zwischen heißen Tagen und sehr kühlen Nächten im Sommer und Frühherbst und die von den hohen Felsen herabfallenden kalten Winde sorgen für eine fabelhaft komplexe Aromenbildung in der Taubenhaut und prägen die singuläre Stilistik dieser wunderbaren Weine.
In ganz großen Jahrgängen gehört die wunderschöne, sublime Spitzencuvée der Domaine de Lavabre daher zur kleinen Elite der besten Weine des gesamten Languedoc. Und alle drei Weine dieses Kleinods vom Pic St. Loup besitzen seit Jahren das gleich großartige Preis-Genussverhältnis, denn Olivier hat in all der Zeit die Preise kaum verändert. Eine sehr weise Entscheidung, ein sehr sympathischer Zug einer der großen Winzerpersönlichkeiten des Languedoc. Bravo Olivier!


343104 Lavabre, Coteaux du Languedoc, rouge 2004 6,90 Euro
Am Gaumen für einen Alltagswein erstaunlich dicht und extraktreich, dabei hoch aromatisch, beerig und zartwürzig, ein flatteur im besten Sinne des Wortes, die reifen Tannine noch kernig und dennoch bereits weich, rund und bestens eingebunden. Da betören leckere schwarze Himbeeren im Glas, viel schwarze Kirschen, da fasziniert eine unbeschwerte, heitere, florale Frische mit Veilchen und sogar Rosenanklängen nebst einer zarten Würze, die an die Aromen erinnert, welche man beim Wandern in südlichen Gefilden erschnuppert, wenn sich die Nebel lichten und der Morgentau noch zart die mediterranen Pflanzen und die menschliche Seele liebkost. Welche eine herrlich delikate, verführerische Süße begleitet den zarten Fruchtschmelz!
Die aromatische Traubigkeit dieses Weins wirkt ausgesprochen animierend, das ist sanfte Harmonie ohne Sturm und Drang und eine spannende Balance zwischen substanzreicher Fülle und betonter Frische.

Ein erstaunlich günstiger Wein für den unbeschwerten Trinkgenuss für jeden Tag mit der unvergleichlichen Leichtigkeit des Seins, die viele Menschen bei ihren Aufenthalten im französischen Süden verspüren. Das ist genau der Typus von Wein, der verantwortlich ist für den legendären Ruf der Weine des Languedoc.
Geradezu unverschämt günstig!
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2008.



343203 Lavabre, Les Demoiselles de Lavabre, rouge 2003 9,95 Euro
Ob Mary, Oliviers ebenso hübsche wie sympathische Tochter, Pate gestanden hat für den Namen dieser in gebrauchten Barriques ausgebauten Cuvée (50 % Syrah, 40 % Grenache und 10 % Cinsault), weiß ich nicht.
Aber beim Genuss dieses Weines kommen mir immer wieder Marys Worte in den Sinn: Noch vor einigen Jahren haben wir, wie viele unserer jungen Kollegen, den Fehler gemacht, den Tresterhut zu oft in die Maische zu tauchen und überextrahiert. Damals hatten wir einfach Angst, dass Weine mit Finesse und Eleganz weniger geschätzt werden als die massiven, extrem konzentrierten Tropfen. Doch heute machen wir einfach den Wein, der uns schmeckt. Und genau diese Tropfen voller Frucht, Finesse und Eleganz werden heute von unseren Kunden noch mehr geschätzt als die früheren Weine.

Und wie gut mundet der Demoiselles 2003! Zuerst ist da das dieses Wahnsinns Purpur-Violett und der Wein lächelt wie Fred Astaire. Da sind reife, kleine Waldfrüchte, da ist Schokolade, da ist eine subtile Blaubeerenaromatik, da ist feiner, beschwingter Grip und eine animierende mineralische Würze. Und da ist die für die Stilistik der betörenden Weine vom Pic St. Loup ungemein leichte, finessenreich, typisch seidig-kühle Struktur. Das alles eingebunden in eine rare Expressivität und eine edle Fruchttiefe, die Tannine reif, saftig, schmelzig, weich, feinkörnig, die feinst ziselierte Säure bestens in die ausladende, feinwürzige Frucht integriert.
Ein samtener Wein, der mit Streicheleinheiten verwöhnt!
Zu genießen mit großem Vergnügen ab sofort bis mindestens 2009.



343303 Château Lavabre, rouge 2003 14,80 Euro
Beim wohligen Schnuppern im Glase scheint sich der stille Genießer in der mediterran geprägten, sehr subtil heraus gearbeiteten Fülle und Üppigkeit dieses großen Weines zu verlieren. Emotional berührt spürt er aber auch die vibrierende Leichtigkeit eines sonnigen Frühlingsabends am Meer, an dem eine frische Brise die heiße Stirn wohltuend kühlt. Welch markante Noblesse ohne jegliche vordergründige Schaueffekte!

Dieser expressive und dennoch distinguiert zurückhaltende Rote begeistert durch seine zart süße Frucht, seine Dichte und Tiefe sowie seine großartige Mineralität. Er ruht ganz einfach in sich selbst. In der Farbe ein zutiefst dichtes, dunkles Rot, an den Rändern purpurne Reflexe:
Ein betörender Duft süßlicher schwarzer und blauer Wald- und Johannisbeeren entströmt dem Glas, dazu Kräuter, zartes Zedernholz, schwarzer Pfeffer und ein wenig Vanille. Am Gaumen faszinieren aromatische blaue Beeren, dazu feinste Gewürze, wiederum Pfeffer, die reife, expressive Frucht verwöhnt den Gaumen, schmeichelt sich ein. Dieser edle Tropfen vereint auf unnachahmliche Weise Anklänge an ein großes Gewächses der nördlichen Rhône (herrlich die kühle, mineralische Frische der Syrah!) mit einem burgundisch inspirierten Châteauneuf. Das ist Faszination pur!

Eine harmonische Cuvée (70 % Syrah, 30 % Grenache, perfekt im Barrique ausgebaut), ein delikater Wein mit einer faszinierenden Kühle und zartem Schmelz in den seidenen, samtigen Tanninen, ein galanter Verführer par excellence, ein herrlich runder, charaktervoller, lang anhaltender Wein mit moderatem Alkoholgehalt.
Fürwahr ein Sinnenzauber für anspruchsvolle Genießer, der die mediterrane Aromatik mit der Eleganz und Finesse großer Nordrhônegewächse vereint.
Wegen seiner weichen, cremigen Tannine zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis etwa 2010.



Château Tour des Gendres - Bergerac

Sensationell schöne Bio-Weine provozieren die überteuerten Gewächse des benachbarten Bordelais!

Obwohl die sehr ländlich geprägte Appellation Bergerac die natürliche Fortsetzung des rechten Ufers des Bordelais darstellt, von diesem nur durch eine administrative Grenze getrennt, aber mit einer identischen Qualität großer Terroirs gesegnet und obwohl in ihr auch die klassischen Bordelaiser Rebsorten dominieren, scheint die Zeit dort stehen geblieben zu sein: Die Weine sind zwar zumeist kellertechnisch sauber vinifiziert, schmecken aber häufig langweilig, uniform, schlichtweg belanglos. Doch aus einer sehr kleinen Schar qualitätsorientierter Winzer hebt sich noch einmal ein wahrer Stern am Firmament der südfranzösischen Winzerszene eindeutig ab:
Als wir vor nunmehr bereits 8 Jahren die Rotweine des liebenswerten, intellektuellen Weinfanatikers Luc de Conti, der ersten Adresse des Bergerac (Vins et vignobles en France) und einer der größten Persönlichkeiten im Weinanbau überhaupt, blind verkosteten, glaubten wir zunächst, äußerst hochwertige Crus Classés aus Bordeaux im Glas zu haben und waren um so verblüffter, als das Geheimnis gelüftet wurde. Welch phänomenale Weine von absoluter Weltklasse hat hier ein im besten Wortsinne Weinverrückter kreiert, und das zu noch bezahlbaren Preisen! Und was ist das Geheimnis eines solch umwerfenden Erfolgs?

Wie bei allen großen Weinen der Welt zunächst einmal hervorragende Lagen: Lehmige Sandböden geben den Weinen Finesse und Frucht, karge Kalkböden sind für die körperreiche Textur und die feine Mineralität verantwortlich und von kieseligen Granit- und Kalkböden kommen eine sehr spezifische Fruchtausprägung und die tiefe Farbe. Zudem hat Luc die Weinbergsarbeit in Bergerac geradezu revolutioniert: eine strikte Mengenbegrenzung, eine sehr späte und extrem selektive Ernte in mehreren Durchgängen, um nur auf den Punkt gereifte Trauben zu lesen, Umstellung auf biologischen Anbau, um eine tiefe Wurzelung der Rebstöcke aus bestem genetischen Material zu erreichen, die so die spezifischen Duft- und Geschmacksaromen der Böden aufnehmen können, sowie eine permanente manuelle Bearbeitung der extrem gepflegten Böden.
Wer jemals die aufgelockerte Bodenstruktur in Lucs Weinbergen begutachtet und sie durch bloßen Augenschein mit dem Beton seiner Nachbarn verglichen hat, der ahnt, was sich hinter dem Begriff der lebenden Böden verbirgt und begreift, wie viel harte, körperliche Arbeit hinter dem Top–Zustand des erstklassigen Terroirs stecken muss. Und wer jemals die krümelige, duftende Erde durch seine Hände hat rieseln lassen, der ahnt nicht mehr nur, der beginnt langsam zu verstehen.

Die rigorose handwerkliche Arbeit in den Weinbergen findet ihre konsequente Fortsetzung in einer äußerst schonenden Kellertechnik: Vergärung von intakten, unzerquetschten Trauben auf weineigenen Hefen, sehr langsame und schonende Entrappung, keine Filtrierung oder Klärung. Das ist schlichtweg höchste winzerliche Handwerkskunst, bei der aber immer der menschliche Instinkt höher einzuschätzen ist als die Technik, so Luc. Soviel Sorgfalt und Können bei der Weinbereitung ergibt unglaublich spektakuläre Weine, die bei jeder Verkostung für Aufregung sorgen, weil sie wegen ihrer gleichzeitig konzentrierten und eleganten Art – großen Bordelaiser Gewächsen zumindest ebenbürtig – bei den Weiß- wie den Rotweinen im Bergerac neue Maßstäbe setzen. Dabei zeigt sich bei der Verkostung der neuen Jahrgänge seit 2003 ein Lernprozess, dem auch ein Spitzenwinzer wie Luc unterworfen ist, dass bei etwas reduzierter Konzentration und gleich bleibender Dichte die Eleganz, die Frische und die Finesse deutlich zugenommen haben, dass die Tannine wesentlich weicher und cremiger sind als in der Vergangenheit und somit auch Lucs Rotweine jetzt wesentlich früher getrunken werden können als die 90er Jahrgängen.
Neben Lucs Lernprozess hat ebenso die spannende Entwicklung im Weinberg zu den nochmals verbesserten Qualitäten beigetragen, von der mir auch andere biodynamisch arbeitende Winzer berichtet haben: In den ersten Jahren der Umstellung sanken die Erntemengen sehr stark ab, so dass die Weine bisweilen zu massiv erschienen. Mittlerweile haben die Rebstöcke mit wieder leicht erhöhten Erträgen ihr optimales natürliches Gleichgewicht gefunden (keine grüne Lese!) und die Weine sind fabelhaft balanciert und ausgewogen wie niemals zuvor! Die in jahrelanger, mühevoller Handarbeit entstandenen lebenden Böden voller Mikroorganismen helfen den Reben, ihre Erträge und die Qualitäten ihrer Beeren selbst zu regulieren. Dazu gibt ihnen Luc Gelegenheit durch seine intensive Weinbergsarbeit im Einklang mit der Natur – und nicht gegen sie!
Die Fachpresse urteilt euphorisch: Das Classement 2006, die Bibel der französischen Weinkritik, lobt Lucs Gewächse als unglaubliche Qualitäten und modellhafte Weine seiner Appellation und vergibt ihm als einem von nur zwei Winzern des gesamten französischen Südwestens 2 Sterne. Zudem wurden Lucs Weine schon mehrfach vom renommierten Guide Hachette mit der höchsten Auszeichnung, dem coup de coeur, prämiert und der FEINSCHMECKER hat in den letzten Jahren mehrere seiner Weine unter die 100 besten der Welt gelistet.

Uns selbst haben diese nach biodynamischen Grundsätzen produzierten Weine wegen ihrer traumhaften Qualität zu einem sehr fairen Preis vorbehaltlos begeistert. Es sind, weiß wie rot, individuelle Charaktergewächse, versehen mit einer fabelhaften, explosiven Fruchtaromatik und einer großartigen Eleganz, Finesse und Balanciertheit. Luc selbst ist mir in all den Jahren unserer Zusammenarbeit ein Freund geworden, durch ihn lernte ich viel verstehen, wie man nach biologischen Anbaumethoden im Einklang mit der Natur wahrhaft große Weine produzieren kann. Das klare Urteil der REVUE DU VIN DE FRANCE: Während seiner 20jährigen Winzerkarriere hat Luc de Conti sein Weingut an die Spitze der Appellation Bergerac geführt!


510104 Tour des Gendres, Cuvée des Conti, blanc 2004 7,50 Euro
Die Domaine Tour des Gendres unseres langjährigen Freundes Luc de Conti zählt gerade ihrer spektakulären komplexen Weißweine wegen zu den besten Weingütern des französischen Südens. In seiner so genussfreundlichen, ungemein fairen Preisklasse seit Jahren in ganz Frankreich für viele Weinliebhaber unerreicht ist Lucs Basiswein Cuvée des Conti mit einem faszinierenden mineralischen und leicht exotischen Bukett.

Diese betörende Cuvée aus der Semillontraube und einem kleinen Anteil Muscadelle (die Rebflächen gehören zu den besten Parzellen der Domaine) präsentiert sich dicht, traumhaft balanciert und herrlich ausgewogen, von feinster Eleganz und Finesse, die nicht nur solo getrunken Freude pur bereitet, sondern hervorragend zu Fisch und hellem Fleisch wie auch zur asiatischen Küche mundet.
Sehr reiche komplexe Frucht, bestens integrierte Säure und daher von erstaunlicher Frische, deutliche Anklänge an Zitrusfrüchte, weiße Pfirsiche, Aprikosen, Birnen und Blüten, feinste Mineralität, zart exotische Anklänge, weiche, cremige, komplexe Tannine, lang anhaltend.

Sein ebenso guter Jahrgangsvorgänger 02 belegte übrigens bei einer großen Verkostung der besten Bergerac-Weine mit deutlichem Vorsprung vor zum Teil erheblich teureren Weinen den ersten Platz!
Und das Beste: Der Preis für diesen tollen Bio-Wein ist seit Jahren nahezu unverändert sympathisch. Bravo, Luc!
Kann schon jetzt mit höchstem Genuss getrunken werden, 1-2 stündiges Dekantieren lohnt sehr, Höhepunkt ab Herbst 2006 bis 2009.



510204 Tour des Gendres, Moulin des Dames, blanc 2004 17,50 Euro
Unfiltrierte, im nur ganz dezent schmeckbaren Barrique ausgebaute Weißweinrarität (40 % Sémillon, 60 % Sauvignon) mit einem herrlich komplexen und zutiefst mineralischen Bukett, voll und kraftvoll, gleichzeitig voll ausdruckstarkem Spiel im Mund, mit einem sehr langen Nachhall, ein Wein zum Süchtigwerden aus ganz großem Weißweinjahrgang für Tour des Gendres:
Die traumhaften klimatischen Bedingungen für Weißweine in Bergerac und die abgeschlossene Umstellung auf biologischen Anbau ließen Luc einen der faszinierendsten Weißweine ganz Frankreichs vinifizieren, ein absolut ungewöhnlicher, beeindruckender Wein mit einer tiefgründigen Mineralität und einer cremigen Weichheit, die Kenner großer Weißweine an Burgunder der Spitzenklasse erinnert.
Und genau zu dieser Einschätzung kommt Wolfgang Fassbender, renommierter Journalist und Weißweinliebhaber, der in einem in der Zeitschrift DM/EURO veröffentlichten Artikel über die Kultweine der Welt bereits den 2000er als grandiose, preiswerte Alternative, komplex und ungeheuer charmant, zu den legendären Lagen des Burgund, wie Montrachet & Co empfiehlt!

In Nase und Mund faszinieren Pampelmuse, kandierte Früchte (Aprikose, Birne), Quitten und Mineralien, Finesse paart sich mit Konzentration und man findet ein schier unübertreffliches Gleichgewicht aller so ungemein komplexen Bestandteile dieses Weltklasseweines.
Phänomenaler Nachklang. Unglaublich fast der betörende Duft, der noch minutenlang nach dem Austrinken dem leeren Glas entströmt!

Mit 9/10 Punkten erhielt bereits der 02er Jahrgangsvorgänger dieses traumhaften Weißweins eine selten vergebene Weltklassebewertung im Classement 2005 der besten Weine Frankreichs. Ich verspreche Ihnen nach intensiven vergleichenden Verkostungen: Der 2004er hat die Nase vorn!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren!) bei etwas höheren Temperaturen (ca. 12-14 Grad) als sonst zumeist beim Weißwein üblich, Potential bis mindestens 2014.



510604 Tour des Gendres, Rosé 2004 6,50 Euro
Aus je 50% Cabernet-Sauvignon und Merlot wird ein sehr komplexer, Rosé (in der Farbe ein mittleres Rubinrot mit zarten violetten Reflexen) erzeugt mit animierenden Aromen von roten Johannisbeeren, Himbeeren, Rhabarber, mit einem leichten Touch von Minze und Rosenblättern, dazu ein zarter Würzton mit weißem Pfeffer.
Am Gaumen findet sich die ausgeprägt betörende Frucht der Nase wieder, in Verbindung mit einer äußerst animierenden, aber durch die Fruchtsüße gut abgepufferten Säure, leichte vanillige Note, wiederum schöne Würze, mittlerer Nachhall, der ebenfalls deutlich von den roten Früchten und von der belebenden Säure geprägt ist. Eine geniale Synthese zwischen reifen Fruchtaromen sowie Finesse und Eleganz, weit mehr als nur ein Rosé, ein Klassewein, von dem wir nie auch nur annähernd genug Flaschen erhalten können, zu groß die Anzahl seiner Liebhaber, die ihn im übrigen großteils – ungewöhnlich genug für einen Rosé – am liebsten im zweiten Jahr nach der Füllung genießen.
Christina Göbel (Speisemeisterei Stuttgart, 2 Sterne im Guide Michelin), vom Gault Millau zum Sommelier des Jahres 2005 gekürt , urteilt begeistert: Ein Rosé, der an heißen Sommertagen viel Trinkvergnügen bereitet, aufgrund seines relativ niedrigen Alkohols, seines ausgeprägten fruchtigen Charakters und seiner animierenden Säure.



510704 Tour des Gendres, Merlot (PK) 2004 6,80 Euro
Herrlicher, tiefdunkler Merlot mit verführerischen Aromen von roten Früchten, Cassis, Rauch und feinsten Gewürzen.
Am Gaumen dicht, saftig, weich, herrlich frisch, traumhaft balanciert, trinkanimierend, sehr komplex mit cremigen, sagenhaft weichen, seidenen Tanninen.

Ein ungeschönter, unfiltrierter Schmeichler der Sinne, der aber infolge seiner tollen, präzisen Mineralität und großartigen Struktur qualitätsmäßig in einer Liga spielt, die im benachbarten Bordelais ein Vielfaches kostet!
Ein sagenhaft leckerer Rotwein aus biologischem Anbau mit großem Charakter und kaum schlagbarem Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis 2010.



Domaine Laffont - Madiran

Grandiose Gewächse aus der Tannattraube: Die wilden Musketiere aus der Gascogne gelten wegen ihrer herzschonenden Wirkung als die gesündesten Weine der Welt!

Pierre Speyer, ungemein liebenswerter Winzer belgischer Herkunft, erfüllte sich nach 20jähriger Tätigkeit in der Filmbranche und 2jähriger intensiver Suche im französischen Südwesten seinen Lebenstraum:
Er erwarb 1993 eine sehr kleine (3,5 ha), allerdings mit bis zu 70 Jahre alten Rebstöcken bepflanzte Domaine im Madiran mit optimal ausgerichteten Südhängen und erstklassigem Terroir (sehr ärmliche, schwere Lehmböden unterschiedlicher Ausprägung und Parzellen mit kleinen Kieselsteinen) und wurde Winzer. Schon seine ersten Jahrgänge nach behutsamer Restauration der alten Weinberge ließen aufhorchen, ohne dass er jedoch bereits wirklich zur Elite der Appellation gehörte, spätestens mit dem 99er Jahrgang hat er sich jedoch, inspiriert von den Vorstellungen und Ideen unseres gemeinsamen Freundes Pascal Verhaeghe (Château du Cèdre), in die Handvoll Spitzenwinzer dieser erstklassigen Appellation katapultiert.
Kein Wunder: Setzt Pierre doch kompromisslos auf extrem aufwändige handwerkliche Tätigkeiten im Weinberg und auf Minimalintervention im Keller. Seine kontinuierlichen Verbesserungen der Bodenstruktur im Wingert, das arbeitsintensive Wegschneiden der seitlichen Wurzeln, um die Hauptwurzeln tiefer in die Erde zu treiben, die optimale Blattwerksarbeit, die extrem späte Lese im Oktober, wenn die Trauben die volle physiologische Reife erreicht haben und die Inbetriebnahme des neuen klimatisierten Weinkellers mit idealen Lagermöglichkeiten, eine extrem schonende Pressung der Trauben durch eine eigens von ihm erdachte Konstruktion, die meisterhafte Anwendung der Mikrooxidation und das Extrahieren nur der feinsten Tannine aus den dickhäutigen Schalen der Tannattraube, all diese Maßnahmen katapultieren Pierres so charaktervolle urwüchsige Weincharaktere in die absolute Spitzenliga des gesamten französischen Südwestens.

Übrigens: Die Rotweine aus der kleinbeerigen, dickschaligen Tannattraube gelten als die gesündesten Weine der Welt. So das Urteil von Dr. Roger Corder vom Londoner William Harvey-Institut für Kreislaufforschung. Corder hatte das so genannte French Paradox genauer untersucht, das besagt, dass Menschen in Süd- und Südwestfrankreich seltener Herzinfarkte haben als Menschen in anderen Industrienationen, obwohl sie sich fettreicher und üppiger ernähren. Und Corders Experiment (Lesen Sie bei Interesse meinen ausführlichen Bericht im Katalog S. 224f) hatte einen eindeutigen Sieger: die sehr polyphenolhaltigen Madiranweine aus der Tannatrebe!


504203 Laffont, Cuvée Erigone, rouge 2003 12,50 Euro
Diese extrem verführerische Selektion von kerngesunden Trauben winziger Parzellen mit alten Reben, diese tiefschwarze Assemblage aus barriqueausgebauten Tannat- und Cabernettrauben entführt den Weinliebhaber in eine neue Dimension der Madiranweine:
Wer diese aufgrund eher problematischer Trinkerfahrungen bisher nur mit kräftigen, bäuerlichen Weinen assoziiert hat, dem wird bei diesem Schmeichler der Sinne buchstäblich der Atem stocken. Dieser faszinierende Wein setzt seine barocke Üppigkeit, ja seine Dekadenz messerscharf an die Kante. Die ungemein natürliche Ausstrahlung, geprägt von seinem immensen Fruchtreichtum (reifen Blaubeeren, Waldfrüchten und Cassis, zart unterlegt von einer Bordeaux-ähnlichen Graphitnote, endend mit einer pfeffrigen mineralischen Würze und Noten von Unterholz, Lakritze und Tabak), einer traumhaften Finesse, mit einer nur Spitzenweinen vorbehaltenen Dichte und Konzentration und verblüffend weichen Tanninen demonstriert den genialen, unverwechselbaren Laffont-Stil mit seiner faszinierenden Mischung aus hochreifem Traubengut und einer Eleganz, wie man sie in dieser verschlafenen, wildromantischen Region bisher nicht kannte.

Ein Rotwein-Monument, mehr als nur eine Provokation wesentlich teurerer Bordelaiser Gewächse. Sensationell preiswerter großer Madiran, der vielleicht beste Erigone aller Zeiten, mit einem grandiosen, nein, einem unverschämt günstigen Preis-Genussverhältnis!
Schmeckt bereits jetzt hervorragend, Höhepunkt Mitte 2007 bis nach 2010.



504103 Laffont, Cuvée Hécate, rouge 2003 23,00 Euro
Pierre Speyers unermüdliche Weinbergsarbeit, die sich dadurch immer weiter verbessernde Bodenstruktur, die tiefgründigen Lehmböden mit ihrer immensen Wasserhaltekraft, die bis zu 70 Jahre alten Tannatreben mit ihren tief reichenden Wurzeln und weitere kellertechnische Fortschritte infolge langer gemeinsamer Überlegungen mit seinem Freund Pascal Verhaeghe, genialer Eigner von Château du Cèdre, all dies trägt erkennbare Früchte und führte zusammen mit den für die Tannattraube herausragenden klimatischen Bedingungen des Jahrgangs und den niedrigen Erträgen zu einer neuen Qualitätsdimension im Madiran, zu einem Weinmonument, einem Tannatwein in Vollendung!

In der Farbe zeigt dieser Gigant ein extrem dichtes Schwarz mit violettem Rand, in der Nase eine grandiose Aromenvielfalt, im verschwenderischen Bukett Anklänge an saftige, wild wachsende schwarze Beeren, Tabak, Ledernoten, herrlich duftende provenzalische Kräuter, dazu ist er fein mineralisch, die ungemein reichhaltige, samtige Fruchtfülle kleidet den ganzen Gaumen aus, kriecht unaufhaltsam bis in den letzten Mundwinkel, die bestens in die immens frische Frucht integrierten Tannine sind derart elegant, seiden und voller Finesse, dass man kaum glauben mag, dass dieser Weltklassewein aus dem Madiran stammt, leicht süßliche Holztöne, gewaltige Dichte, unglaubliche Konzentration, dabei faszinierend elegant und finessenreich, im nicht enden-wollenden Abgang enorm würzig, ein großer Wein, eigenständig, ein Aristokrat!
Ein Preis-Leistungswunder dieses Jahrgangs, fast atypisch für Madiranweine mit einer neuen Dimension der Weichheit, ein Wein mit geradezu unglaublich saftigen, reifen Tanninen; die so genannte Mikrooxidation, die kontrollierte Sauerstoffzufuhr beim Ausbau des Weines im neuen Barrique, beherrscht Pierre Speyer, lebenslustiger Winzer belgischer Provenienz, in Perfektion.
Zu genießen etwa ab 2008 bis nach 2020.



Eine persönliche Anmerkung: Wenn ich so beobachte, wie viel Schein und Big Business mittlerweile in weiten Bereichen der Weinszene Einzug gehalten haben, dann freue ich mich immer wieder über die persönlichen Beziehungen zu Winzern, die sich ihre Natürlichkeit und Menschlichkeit bewahrt haben. Pierre gehört nun zu denjenigen Persönlichkeiten, die der Erfolg in keinster Weise verändert hat, er ist ein ungemein sympathischer Mensch geblieben und von ihm als Winzer werden wir noch viel hören in den nächsten Jahren. Da bin ich mir ganz sicher!


Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann