Saarlouis, im März 2006

PINwand N° 112


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

aus dem Süden Frankreichs präsentieren wir Ihnen legendäre Weltklasse- sowie herausragende Alltagsweine der Domainen Vieille Julienne, Pégau, Léon Barral und Terre Mégère.

Aus Deutschland stellen wir Ihnen vom Schlossgut Diel von der Nahe die ersten Basisweine aus dem Jahrhundertjahrgang 2005 vor und bieten Ihnen zu lukrativen Subskriptionspreisen die Großen Gewächse an. Das Weingut Muster wird von Insidern als das neue Paradeweingut der Südsteiermark gefeiert.

Freunde toskanischer Weine können sich an den authentischen Chianti von Le Fonti erfreuen und in Spanien brilliert wieder einmal Telmo Rodriguez mit seinem legendären Weißwein Basa.


420105 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2005 6,75 Euro



Aus neuer Ernte sind zwei unserer beliebtesten Olivenölklassiker frisch eingetroffen:

41542 Agro Vim, Iliada, Olivenöl Extra Vergine, PDO Kalamata 0,5 l 5,90 Euro
Von typisch gold-grüner Farbe präsentiert sich dieses wunderschöne Alltags-Öl aus handgeernteten Koroneiki-Oliven. Mild im Geschmack, Aromen von frischen Oliven, Butternoten, sehr fruchtig.
Ideal für Salate, zu gegrilltem Fisch, hellem Fleisch, zu Pasta oder Gemüse.

Das preiswerteste aller 250 im großen FEINSCHNMECKER-Test empfohlenen Olivenöle!



41545 Agro Vim, Iliada, Bio Organic, Olivenöl Extra Vergine, PDO Kalamata 0,5 l 7,50 Euro
Noch intensiver und cremiger, dabei gleichfalls von typisch gold-grüner Farbe präsentiert sich dieses wunderschöne Bio-Öl aus handgeernteten Koroneiki-Oliven. Mild im Geschmack, Aromen von frischen Oliven, Kräuter, Butternoten, sehr fruchtig mit einem dezent-pikanten Abgang.
Ideal für Salate, zu Fisch, Krustentieren, hellem Fleisch, zu Pasta oder Gemüse.

Im großen FEINSCHNMECKER-Test 2004 das günstigste Öl, das von der Redaktion nach Verkostung von über 1.000 Ölen die Auszeichnung TOP 35 für die besten 35 Produkte im Test erhalten hat!
Agro Vim, Iliada, Bio Organic, Olivenöl Extra Vergine, PDO Kalamata



In Parkers neuer Ausgabe 163 des Wine Advocate werden die phantastischen Rieslinge unserer Vorzeigegüter Van Volxem und Reinhold Haart sehr positiv bewertet, ebenso drei spektakulär schöne Klassiker von der südlichen Rhône!

907304 Van Volxem, Vols Riesling 2004, 90+ PP, 17,50 Euro



907404 Van Volxem, Wiltinger Kupp Riesling 2004, 92 PP, 17,00 Euro



907604 Van Volxem, Scharzhofberger Pergentsknopp Riesling 2004, 93 PP, 26,00 Euro



907704 Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Alte Reben 2004, 92 PP, 32,00 Euro



907804 Van Volxem, Wiltinger Gottesfuß Riesling Alte Reben 2004, 94 PP, 32,00 Euro



906704 Van Volxem, Kanzemer Altenberg Riesling Auslese 2004, 92 PP, 23,00 Euro



918204 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Kabinett 1. Lage 2004, 92 PP, 11,90 Euro



915604 Haart, Piesporter Domherr Riesling Spätlese 2004, 90 PP, 14,50 Euro



915404 Haart, Piesporter Goldtröpfchen Riesling Auslese 1. Lage 2004, 94 PP, 23,90 Euro



168203 Antonin, Côté Terroir, rouge 2003, 90 PP, 15,00 Euro



164103 Vieux Donjon, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2003, 94 PP, 27,80 Euro



145703 Soumade, Rasteau Cuvée Fleur de Confiance, rouge 2003, 95 PP, 45,00 Euro



In letzter Minute:
Wieder verfügbar sind unsere leckeren spanischen Kronjuwelen mit einem sensationellen Preis-Genussverhältnis:

429103 Inurrieta, Norte N, tinto 2003 6,50 Euro



429203 Inurrieta, Sur S, tinto 2003 6,50 Euro



429502 Altos de Inurrieta, Reserva tinto 2002 11,00 Euro



Schnäppchenweine:

Wir haben Inventur gemacht und präsentieren Ihnen einige tolle Weine in geringen Restmengen, die dringend unseren Neueinkäufen Platz machen müssen. Wer sich schnell entscheidet, hat die Chance, höchst attraktive Weine deutlich unter ihrem wahren Wert zu erwerben!

80016 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Les Fiefs, rosé 12 für 10 2004 9 l, statt 78,00 nur 65,00 Euro
Feinwürziger, fruchtiger, ungemein preis-werter Rosé aus sehr gepflegten Weinbergen in der Nähe von Orange. Lachsfarben mit leichten orangenen Reflexen. In der Nase in keinster Weise von dropsigen Tutti-Frutti Aromen dominiert, stattdessen eine feine, dezent-zurückhaltende Aromatik, erinnernd an Rhabarber, Erdbeeren, leichte Vanilleanklänge (aber kein Ausbau in neuem Holz!) und ein faszinierender Muskatton.
Am Gaumen knackig frisch, von kompakter Ausstrahlung mit einer prägnanten, frischen Würze und einem schönen Nachhall, der sich sehr animierend gestaltet und Lust auf ein zweites Glas macht.
Ein äußerst gelungener Rosé, bei dem alles stimmig ist, und dessen Charakter deutlich mehr von der würzigen, statt der fruchtigen Seite geprägt wird. Dies ist kein billiger Supermarktrosé, aus Traubenabfall gewonnen, sondern ein ernsthafter, seriöser Wein mit der Struktur eines superben Rotweines!
Zu genießen ab sofort bis 2007!

12 Flaschen zum Preis von 10!


720403 Bäuerl, Riesling Smaragd, Loibenberg trocken 2003, statt 15,30 nur 9,95 Euro
Phantastischer Riesling aus großer Lage, authentisch im Geschmack, komplex im Duft (Steinobst, exotische Früchte, Aprikose, weißer Pfirsich, Anklänge an Melonen, rauchige Mineralität), fordernd im Charakter. Am Gaumen dicht, mit mächtiger, opulenter Fülle, die sich cremig, weich, seidig, ja viskos um die Zunge legt. Er scheint aber auch filigran, elegant, fein und finessenreich, traditionell gewirkt mit einer enormen Komplexität, mineralisch, beispielhaft im Herkunftscharakter und Ergebnis eines kompromisslosen Terroirkonzepts, dazu mit herrlicher Frucht und subtilem Säurespiel, belebender, lang anhaltender Zitrusabgang.
Ein vibrierender Riesling in Perfektion, eindrucksvoll dimensioniert, eine große Persönlichkeit, feinst balanciert und harmonisch in Nase und Gaumen, femininer als in streng klassischen Jahrgängen. Er vereint in sich Geschmack, Kraft und Frische mit Konzentration und Transparenz in Duft und Geschmack, wie es nur ein ganz großer Riesling vermag.
Er zeigt aber erst in Ansätzen, was in ihm steckt. Geben Sie diesem Naturburschen Zeit, sich zu entfalten und dann können Sie zwischen 2006 und 2015 leicht ermessen, welch kostbaren Schatz für relativ wenig Geld in seiner hohen Qualitätsliga Sie mit diesem authentischen Riesling aus großer Lage erwerben konnten.

12 Flaschen zum Preis von 10!


338501 Primo Palatum, Jurancon sec, Classica, blanc 2001, statt 28,00 nur 15,90 Euro
Ein exemplarischer Jurançon von goldgelber Farbe, expressive Aromen von Zitrusfrüchten, weißen Blumen und Pampelmuse, am Gaumen ungeheuer reichhaltig, komplex, voluminös und tief, phantastische Säurestruktur, enormes Potential.



FRANKREICH

Domaine de la Vieille Julienne - Châteauneuf-du-Pape

Viele Weinliebhaber und Kenner auf dem ganzen Erdball zählen Jean-Paul Daumen, der die alte Familiendomaine Vieille Julienne 1990 übernommen und sie innerhalb einer Dekade qualitativ in die Stratosphäre geschossen hat, zu den besten Winzern der Welt. Bereits seine 99er Weine sind fabulös, die 2000er jedoch genial und ihnen gleich die 2001er und 2003er, so das euphorische Urteil von Robert M. Parker, sicherlich (mit) der kompetenteste Kritiker der großen Weine der südlichen Rhône. Konsequenterweise beurteilt er daher auch die Spitzencuvée von Vieille Julienne jeweils mit Bestnoten: Als einziger Wein der Appellation erhielt beispielsweise der 03er Réservée die glatte Punktzahl 100! Sie, liebe Kunden, haben diese Emotionen auslösenden Weinmonumente ebenfalls in ihr Herz geschlossen, dementsprechend stark ist stets die Nachfrage nach diesen Archetypen großer Rhôneweine. Heute können wir Ihnen die umwerfend schönen Basisweine aus dem infolge seiner phantastischen Säurestruktur sensationell guten 2004er Jahrgang anbieten und zwei Spitzenweine aus dem großen Rhônejahrgang 2003, deren traumhafte Qualitäten Parker zu neuen Elogen veranlasst hat: Jean Paul Daumen ist nicht nur einer der brillantesten Winzer von Châteauneuf-du-Pape, sondern seine Domaine zählt zu ‚France’s superstar wineries’.
Jean-Paul selbst ist ein sehr zurückhaltender, bescheidener, fast scheuer Mensch, jedoch mit großer Ausstrahlung, und ein absoluter Qualitätsfanatiker. Nicht wenige Kenner der Szene halten ihn mittlerweile für den primus inter pares innerhalb der Winzerelite der südlichen Rhône. Der Schlüssel zu seinem märchenhaften Aufstieg sind die extrem niedrigen Erträge, seine strikt an biodynamischen Prinzipien orientierte, vorbildliche Weinbergsarbeit, die im optimalen Reifezustand (auf die Stunde und den Tag genau!) geernteten hocharomatischen Trauben und der konsequente Verzicht auf jegliche Eingriffe während des ungemein schonenden Weinwerdungsprozesses im Keller. Bleibt von unserer Seite nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch, Jean-Paul, für Deine phantastischen Weine in den unübertrefflich guten Jahrgängen 2000/1/3 und 2004!


138204 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Les Fiefs, rouge 2004 7,50 Euro
Was für ein attraktiver, frischer, feinfruchtiger Einstiegswein in die magische Welt der großen Gewächse von Jean-Paul Daumen: Faszinierende Nase mit einem verführerischen Aromenbündel, aus dem zurzeit provenzalische Kräuter, Kirschen, dunkle Waldfrüchte, Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Feigen und Datteln herausragen. Am Gaumen eine betörende süßliche Frucht, dicht, weich, saftig, sehr focussiert, weit mehr von Finesse und Eleganz geprägt als von Körper und Wucht. Tolle Frische aufgrund einer reifen Säure- und Tanninstruktur.
Ein Glücksfall von Alltagswein (Syrah-, Cabernet Sauvignon-, Merlot- und erstmals auch 25% Grenachereben) mit animierender Stilistik, der Biss zeigt und Charakter und dennoch weicher, runder, süffiger daherkommt als in der Vergangenheit. Es war eine sehr gute Idee, diesem Klassewein zu extrem fairem Preis einen kleinen Anteil Grenache zur Abrundung beizugeben. Châpeau!
Zu genießen ab sofort (1-2 Stunden belüften) bis 2009.



138004 Vieille Julienne, VdP Principauté d’Orange Classique, rouge 2004 11,90 Euro
Aus besten Syrah-, Cabernet Sauvignon- und Merlotreben vinifizierte wunderschöne Cuvée der Extraklasse: eine Hand gelesene Selektion der besten Parzellen und in gebrauchten Barriques ausgebaut. Die sehr ärmlichen Böden mit ihrem hohen Sandanteil sind verantwortlich für die große Finesse des Weins. In der Nase Aromen von einer reifen, dunklen, frischen Frucht (keinerlei Überreife!), Schokolade, Lakritze, Minze, Koriander, Eukalyptus, Cassis und rauchige, mineralische Anklänge. Am Gaumen zartwürzig, pfeffrig, mit unwahrscheinlichem Schmelz und deutlicher Fruchtsüße, dazu ein kernig-cremiges, durch die Frucht domestiziertes Tannin. Trinkfreude pur aus biologischem Anbau, des Weintrinkers Herz, was begehrst Du mehr?
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis 2010.



138403 Vieille Julienne, Côtes du Rhône rouge 2003 14,50 Euro
Dieser herrliche Wein kommt in Stil und Qualität einem wesentlich teureren Châteauneuf-du-Pape sehr nahe, lobt begeistert Christina Göbel, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005.

Unverkennbar dominiert in diesem großen Wein aus den ältesten Parzellen der Domaine (über 100 Jahre alte Grenachereben) der faszinierende burgundisch inspirierte Stil von Vieille Julienne! Was für ein harmonischer, eleganter, finessenreicher Côtes du Rhône aus perfekt gereiften und sehr spät gelesenen Trauben: Nach etwa 2-3jähriger Flaschenlagerung verfügt er über eine betörende, komplexe Aromenvielfalt (Gewürznoten der Garrigue, Pfeffer, ausdrucksstarkes Schwarzkirschenbukett, Veilchen und Bittermandel), die selbst viele wesentlich teurere Châteauneufweine nicht aufweisen können! Am Gaumen dicht, konzentriert, saftig, cremig, mit einer herrlichen Säurestruktur und einer unwahrscheinlichen Finesse und Eleganz (wie ein Grand Cru aus dem Burgund, Parker), dazu eine zarte Rauchnote und eine perfekte, seidene, fein süßliche Tanninstruktur. Selbst an der südlichen Rhône sind derart herausragende Qualitäten zu solch fairem Preis extrem dünn gesät. Einer meiner persönlichen Lieblings-CdR, ein stilistisch herausragender Trink- und Genusswein erster Güte, der Maßstäbe setzt mit seiner reintönigen, eleganten, feinwürzigen und tiefgründigen kühlen Frucht.
Zu genießen ab sofort (am besten Dekantieren), Höhepunkt Mitte 2006 bis mindestens 2010.



138603 Vieille Julienne, Châteauneuf-du-Pape, rouge 2003 36,00 Euro
Was für ein großartiger Stoff aus biologischem Anbau, vinifiziert in bester handwerklicher Tradition seiner weltberühmtem Appellation in großen Fudern und gebrauchten Barriques mit einem äußerst selten anzutreffenden Gleichgewicht zwischen formidabler Konzentration und Dichte sowie einer Rayas ähnlichen Finesse und Eleganz! Welch eine fein nuancierte Nase mit edlen Anklängen an eingelegte Blaubeeren und Kirschen, dazu Feigen, Zimt, Pfeffer und eine großartige Mineralität. Am Gaumen erfrischend kühl, von noblem Charakter und gesegnet mit einem traumhaft cremigen Mundgefühl, das Signum seines phantastischen Terroirs und seiner großartigen alten Reben-Persönlichkeiten. Distinguiert wie ein edler Burgunder, transparent, aber dicht, fein, konzentriert, kraftvoll und intensiv zugleich auf der Zunge mit einer sagenhaft feinen Würze und einem nicht enden wollenden, phänomenalen Nachhall.
Das ist für viele Kenner und Liebhaber einer der schönsten Châteauneufs aus diesem großen Jahr, auch, weil Jean-Paul sich entschieden hat, alle Trauben von Reben, die bis 2001 separat als Vieilles Vignes vinifiziert wurden, ab diesem Jahrgang stets dem normalen Châteauneuf-du-Pape beizugeben. Eine weise Entscheidung einer der großen, visionären Winzerpersönlichkeiten der südlichen Rhône!
Zu genießen durchaus ab sofort (wenngleich er sich zurzeit etwas verschlossen hat), Höhepunkt etwa Ende 2008 bis 2020.



Domaine du Pégau - Châteauneuf-du-Pape

Zu der kleinen Handvoll Weltklassewinzer aus Châteauneuf-du-Pape, dieser renommierten Appellation mit magischem Klang, gehören unsere langjährigen Freunde von der traditionsreichen Familiendomaine Pégau, mit denen wir seit Beginn unserer Tätigkeit als Weinhändler mit großer Freude zusammenarbeiten und deren Weine ich persönlich bereits seit über 25 Jahren leidenschaftlich gerne trinke. Paul Féraud, diese so bodenständige und sympathische Persönlichkeit, und seine ebenso innovative wie attraktive Tochter Laurence vinifizieren schon seit Beginn der 80er Jahre in schöner Regelmäßigkeit grandiose, unverwechselbare, handwerklich hergestellte Weine, denen kaum jemand widerstehen kann. Neben ihren extrem raren Weltklasseweinen, die wir Ihnen in der letzten Pinwand vorstellten und die nach Parkers Elogen (Bewertung bis 100 Punkte!) blitzschnell ausverkauft waren, hat Laurence Féraud zwei Alltagsweine zu extrem fairen Preisen vinifiziert, die vom Preis-Genussverhältnis selbst an der südlichen Rhône nicht übertroffen werden können und die seit Jahren zu den absoluten Rennern in unserem Programm gehören!


141304 Pégau, Plan Pégau, Vin de Table rouge 2004 7,90 Euro
Großartiger Rotwein (aus dem vielleicht besten Rhônejahrgang seit 1961) für den täglichen Genuss ohne Reue, der das Genießerherz erfreut und den Geldbeutel schont; vinifiziert wie immer aus Trauben bester Lagen, deren Qualität den exorbitanten Ansprüchen der sympathischen Férauds für den großen Châteauneufwein nicht genügen, die aber bei vielen anderen Gütern der Appellation die Qualität der Prestigeweine erhöhen würde!
Seit Jahren ein Klassiker in unserem Programm, von dem wir leider niemals genügend Flaschen erhalten, da die Nachfrage begeisterter Kunden zu groß ist. In der Farbe ein tiefes Schwarzrot, farbdicht bis zum Rand mit violetten und ziegelroten Reflexen. In der Nase eine vielschichtige, verwobene Aromatik, wohlige Assoziationen weckend an dunkle, saftige Kirschen und Wacholderbeeren, begleitet von kräftigen kräutrigen und würzigen Noten wie Rosmarin, Thymian und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer; dieser gesamte Blumenstrauß an faszinierenden Aromen wird unterlegt mit einer betörenden Süße, die an Zwetschgenmus und Bitterschokolade erinnert.
Obwohl dieser ungemein leckere Wein eine verführerische Aromatik besitzt, die, ähnlich einem noblen Châteauneuf, Erinnerungen an einen betörenden Burgunder femininen Stils evoziert, demonstriert er auch schon in der Nase seine große Kraft und Dichte und damit die vermeintliche Paradoxie großer Weine. Am Gaumen wiederholt sich betörend das prägnante Kirscharoma. Die ausgeprägte Säure und Frische, die feinkörnige, animierende Tanninstruktur, das Fehlen jeglicher Holzaromen, das herrliche, leicht süßliche Glycerin sowie der moderate Alkoholgehalt (13 %) verleihen diesem charaktervollen, authentischen kleinen Châteauneuf einen sehr animierenden Charakter.
Welch sensationelle Qualität für seinen vorbildlich fairen Preis! Das ist definitiv DIE preislich wie qualitativ kaum glaubliche Alternative zu völlig überschätzten und preislich abgehobenen Prestigeweinen aus Châteauneuf-du-Pape und ein herrlicher Vorbote der grandiosen großen Gewächse, die uns aus 2004 erwarten werden. Christina Göbel, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005, verkostete diesen Wein und urteilt begeistert:
Ein Wein, der eine feminine Ausstrahlung besitzt und dem man die leider oft fälschlicherweise zitierte, so genannte burgundische Finesse vorbehaltlos zusprechen kann. Fazit: Es kommt nicht so oft vor, dass ich für sowenig Geld soviel Vergnügen im Glas habe.
Trinkgenuss ab sofort (Dekantieren bitte), Höhepunkt ab Herbst 2006 bis mindestens 2009.



141704 Pégau, Pegovino, VdP d’Oc, rouge 2004 5,90 Euro
Mit diesem herrlichen Trinkspaß für jeden Tag aus einem neuen Jahrhundertjahrgang an der südlichen Rhône hat unsere Freundin Laurence einen absoluten Volltreffer gelandet! Die streng selektierten Trauben für diesen leckeren Wein (der in den Vorjahren übrigens Pélican hieß) hat sie bei ausgewählten Vertragswinzern in den Costières de Nîmes sorgfältig ausgesucht und in einem speziell für dieses neue Projekt errichteten, optimal klimatisierten Keller in Stahltanks und in gebrauchten Fudern der Domaine Pégau selbst ausgebaut. Ihr Ziel war es, bewusst einen ungemein preiswerten Alltagswein zu schaffen, der bereits jung getrunken enormen Trinkspaß bereitet.
Diese verführerische Cuvée (jeweils knapp zur Hälfte Grenache und Syrah mit einem Hauch Merlot) besitzt eine sehr dunkle Farbe und einen sinnlichen, ,warmen’ beerigen Duft, der die exzellente Reife des erstklassigen Lesegutes ausdrücklich demonstriert. Am Gaumen präsentiert er sich dicht, kernig und rund mit einer reifen, saftigen Frucht, feinen Gewürzen, Kirsch und Schokoladennoten, die in ihrem komplexen Zusammenspiel der Zunge ungemein schmeicheln. Die bestens integrierten Gerbstoffe sind sehr weich und cremig, so dass dieser so fairpreisige, leckere Zechwein ab sofort bis mindestens 2008 Trinkspaß pur bereitet. Parker: Der beste Jahrgang bisher, den ich von diesem Wein jemals probiert habe!
Ab sofort bis mindestens 2008



Domaine Terre Mégère - Coteaux du Languedoc

Michel Moreau gehört mittlerweile nicht mehr zu den jungen Wölfen der Region, sondern zu den etablierten und hoch angesehenen Pionieren, welche vor über zwei Jahrzehnten die qualitative Revolution im Languedoc einläuteten! Und auch Michel hat, ähnlich Pierre Clavel oder Guido Jansegers, nie seine Bodenhaftung verloren, ist stets ein bescheidener Mensch geblieben; alles Laute, Marktschreierische ist diesem sympathischen Winzer mehr als zuwider. Aber in punkto Leidenschaft und Ehrgeiz steht er noch immer niemandem nach. So produziert er jahraus, jahrein im Herzen des Languedoc auf seinem 20 ha großen Weingut mit seinen erstklassigen Sandsteinböden, die mit kalkhaltigen Einschüben durchmischt und durch umliegende Berghänge vor Wetterunbilden weitestgehend geschützt sind, unverwechselbare, gehaltvolle Gewächse voller Individualität - ein wahres Mekka für ambitionierte Weinliebhaber.

Michel hat seine Rebparzellen aus der sie umgebenden, so herrlich nach wilden Kräutern duftenden Garriguelandschaft herausgerodet, so dass sich in seinen Weinen in faszinierender Weise das exzellente Terroir und das für den Weinanbau so vorzügliche mediterrane Klima seiner Heimat widerspiegeln. Hinzu kommt, dass die Trauben für die Rotweine erst in sehr reifem (aber niemals überreifem!) Zustand geerntet werden, was diesen dichten, saftigen Weinen einen betörenden Reiz verleiht, aber auch dazu führt, dass sie über relativ wenig Säure, dafür aber über sehr weiche, cremige Tannine verfügen und somit bereits jung mit viel Genuss getrunken werden können. Es sind sehr würzige, vollmundige Tropfen mit einer satten Frucht zu fast unverschämt niedrigen Preisen. Selbst im Languedoc ist ein solch exzellentes Preis-Genussverhältnis für derart traumhafte Alltagsweine eine absolute Rarität! Michels Rebsortenklassiker zählen daher seit Jahren zu den erklärten Lieblingsweinen unserer Kunden.


310104 Terre Mégère, Vin de Pays d’Oc, Merlot 2004 5,90 Euro
Im großen Jahrgang 2004 präsentiert Michel mit seinem rebsortenreinen, Merlot wie gewohnt ein Musterexemplar eines leckeren Alltagsweins, der sich wie seine erfolgreichen Vorgänger bei unseren Kunden großer Beliebtheit erfreuen wird. Gewonnen wurde dieser herrliche Zechwein aus handverlesener Ernte reifer Trauben von Rebstöcken, die mittlerweile ihr optimalen Alter erreicht haben: Ein tiefes Violettrot funkelt strahlend im Glase, in der Nase fasziniert ein verführerisches Merlotbukett, verwoben mit einer beerigen Frucht, die an Brombeere und eingelegte Pflaumen erinnert, vermischt mit duftigen Weihnachtsgewürzen wie Zimt und Nelke sowie zart rauchigen Nuancen. Ein wahrer Schmeichler für den Gaumen, mit ungemein feinen Tanninen und einer anregenden Säure, die, perfekt in die saftige Frucht integriert, für das animierende Mundgefühl verantwortlich ist. Ein großartiger Rebsortenklassiker, der eindrucksvoll demonstriert, warum das Languedoc zu einem neuen El Dorado für preisbewusste Weinliebhaber geworden ist!
Doch bitte nicht missverstehen: Wir schreiben diesem Wein nicht die Größe eines edlen Prestigetropfens aus Pomerol oder St. Émilion zu, aber wir freuen uns riesig über diesen tollen Wein zu äußerst fairem Preis, der wahrlich leckeren Trinkgenuss für jeden Tag bereithält.
Zu genießen ab sofort bis 2009.



310504 Terre Mégère, Vin de Pays d’Oc, Cabernet-Sauvignon 2004 6,40 Euro
Dieser Cabernet besitzt eine Qualität, die Kenner angesichts seines so sympathischen Preises fast sprachlos werden lässt! Mit einem tiefen dunklen Rot funkelt er im Glase, dem elegante Aromen von rebsortentypischem Cassis, reifer Paprika und wilden Kräutern seines südfranzösischen Terroirs entströmen. Am Gaumen für einen Alltagswein fast schon sensationell konzentriert und extraktreich. Aromatische Beeren vermählen sich auf das Schönste mit der Würze des Südens. Ein fabelhaftes Fruchtaroma, ein reifes, ellenlanges, feinkörniges Tannin, eine hohe innere Dichte und eine animierende Frische fließen ineinander und die komplexen Geschmackskomponenten kleiden den ganzen Gaumen aus. Chapeau, Michel! Dieser Knüller-Wein ist völlig frei von grünen oder unreifen Noten, die nur allzu häufig Cabernet-Sauvignons in diesem so attraktiven Preissegment besitzen. Die Überschwänglichkeit des Südens umhüllt stattdessen einen festen Kern nördlicher Finesse und Frische. Ein echter Glücksfall für den Genießer und ein schwelgerischer Tropfen, der aber ohne vordergründige Tutti-Frutti-Aromen auskommt, ein unübertrefflicher Geschmacksreichtum für einen Wein, den man sich kistenweise in den Keller legen kann! Genießen Sie diesen schmackhaften Roten Glas für Glas, erfreuen Sie sich an der heutzutage sehr seltenen Vermählung von formidabler Dichte, klassischer Struktur und sehr moderatem Alkoholgehalt, schalten Sie ab, staunen Sie und vergessen Sie alle Preisorgien des Bordelais!
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2008.



Domaine Léon Barral - Faugères

Authentische, individuelle Weinunikate aus biologischem Anbau mit singulärem Charakter. In ihrer sagenhaften Qualität großen Gewächsen der Côte Rôtie ebenbürtig – und dies zu den äußerst sympathischen Preisen des Languedoc!

Visionäres Winzergenie, sensibler Wingertmann und vinologischer Revoluzzer gleichermaßen, in seinem Unangepasstsein und Habitus eine Reinkarnation des jungen, stets eigene Wege suchenden James Dean – in diesem Spannungsfeld steht Didier Barral, der sich kompromisslos wie kaum ein zweiter für höchste Qualität engagiert. Die Winzer haben die Biologie des Bodens verlernt, geißelt Didier die weit verbreiteten Missstände in seiner Zunft, während er auf Knien in seinem Weinberg rutscht und die krümelnde, fein duftende Erde mit ihrer enormen Vielfalt an Kleinstlebewesen durch die Finger rieseln lässt. Der Mensch kann aber auf Dauer erfolgreich nur mit der Natur arbeiten, niemals gegen sie. Wir müssen der Erde Zeit geben, sich zu regenerieren, sich von der über Jahrzehnte betriebenen Monokultur, den auf sie eingespritzten Pestiziden und Herbiziden erst einmal zu erholen. 10 Jahre gebe ich neu erworbenen Parzellen Zeit, sich zu regenerieren. Denn die Reben brauchen ein vitales und natürliches Umfeld, damit der Mensch aus ihren kerngesunden Trauben große, individuelle, aber auch bekömmliche Weine machen kann.

ÉQUILIBRE (Gleichgewicht, Balance) ist das Zauberwort, das Didiers Arbeit am besten charakterisiert. Zum einen ein ökologisches Gleichgewicht in den biodynamisch bearbeiteten, mit wilden Kräutern bewachsenen butterweichen Weinbergen (ja, eine solch optimale Bodenstruktur habe ich in Südfrankreich nirgendwo bisher ein zweites Mal vorfinden können!), das von Natur aus für niedrige Erträge sorgt und infolge einer optimalen Wasser- und Sauerstoffversorgung der extrem tief wurzelnden Reben niemals Trockenstress aufkommen lässt, dafür aber dem fertigen Wein eine unvergleichliche Säurestruktur und damit einzigartige Frische vermittelt. Zum anderen ein Gleichgewicht aller wesentlichen Faktoren wie Extrakte, Aromen und das Verhältnis der Haut zum Saft in den reif (aber nicht überreif!) geernteten Trauben, die für eine traumhafte Balance im Wein verantwortlich zeichnen. Diese hohe Winzerkunst finden wir nur bei den ganz Großen der Zunft, wie z.B. bei Claude Dugat in Gevrey Chambertin oder Henry Bonneau in Châteauneuf-du-Pape, die Didier Barral stets als seine Vorbilder preist.

Derart inspiriert wird bei Didier Wein zur einfühlsam interpretierten Kunst! Gut gemachte Weine gibt es mittlerweile reichlich, charaktervolle Unikate dieser Spitzenklasse sind jedoch sehr rar gesät. Diese unfiltrierten, handwerklichen Meisterstücke präsentieren sich ungemein komplex, mit einer reichen, ausladenden, tiefwürzigen, tabakigen Frucht, feinen, saftigen Tanninen und der explizit herausgearbeiteten Terroir-Note der Region Faugères: Dieses wildromantische, dünn besiedelte, hügelreiche Gebiet nördlich von Béziers verfügt über homogene, sehr karge Böden (im Schnitt nur 30-50 cm tief), unter denen sich nichts als schwarzer Schiefer befindet, in den sich, optimale Weinbergsarbeit wie bei Barral vorausgesetzt, die Wurzeln der Reben tief hineingraben, um Mineralien und andere Nährstoffe aufnehmen zu können. Didier Barral, auf dem Zenit seines großen Könnens angekommen, ist es meisterhaft gelungen, diese singuläre Bodenstruktur in seinen Weinen sinnlich schmeck- und erfahrbar zu machen. Es sind hocharomatische Gewächse, terroirgeprägte Unikate auf höchstem Qualitätsniveau, die sich wohltuend aus dem Einheitsbrei vieler gemachter Weine hervorheben und von Kennern zu den besten des gesamten französischen Südens gezählt werde!


348102 Barral, Faugères, rouge 2002 11,80 Euro
Bereits Didiers sensationell schöner Basiswein demonstriert eindrucksvoll das große Potential der einzigartigen Region und die Überlegenheit von handwerklich-biologischem Weinanbau gegenüber einem eher an industriellen Gepflogenheiten angepassten, weit verbreiteten konventionellen ‚Wein-Making’. In ihrer Preisklasse ist diese intensiv dunkelrote Cuvée aus Syrah (von Lagen mit nördlicher Exposition, verantwortlich für die kühle Stilistik) sowie Grenache, Carignan und Cinsault mit einer geradezu sensationellen Finesse und einer ganz raren, expressiven, ungemein komplexen Aromenintensität gesegnet, die an allerfeinste, aber um ein Vielfaches teurere Weine der weltberühmten Côte Rôtie erinnert. Die enorm vielschichtige und zugleich hochelegante Fruchtsubstanz (schmeichlerische dunkle Waldbeeren und Cassis) ist traumhaft untermalt von feinen mineralischen Noten und Anklängen an orientalische Gewürze, die dem Wein etwas Exotisch-Verführerisches verleihen.
Am Gaumen wiederholt sich die prägnante, höchst trinkanimierende Syrahnote, die zusammen mit der tollen Säurestruktur und dem moderaten Alkoholgrad (knapp 13%) diesem phantastischen Wein bei aller Fruchtsüße und inneren Dichte eine tolle Frische mit auf den Weg gibt. Begleitet von cremigen, sagenhaft geschliffenen Tanninen (wo an der nördlichen Rhône findet man diese Qualität!) und einer mineralischen Note im gewaltigen Nachhall (Gerhard Eichelmann in MONDO, 90 Punkte) ist dieser Wein ein Paradebeispiel für das großartige Zusammenspiel zwischen erstklassigen Rebsorten und phantastischem Terroir sowie für die neue Generation großer finessenreicher Weine aus dem Faugères mit einem sensationellen Preis-Genussverhältnis! 2002 war ein sehr heterogener Jahrgang im Midi, hier jedoch finden Sie einen traumhaft balancierten Wein von beispielhafter innerer Harmonie, der viele Alkoholbomben aus 2003 ganz alt aussehen lässt. Einfach ein Klassewein!
Trinkreife ab sofort bis mindestens 2011.



348202 Barral, Faugères, Jadis, rouge 2002 22,00 Euro
Dies ist eines der faszinierenden Aushängeschilder der neuen authentischen Spitzenweine aus dem Languedoc, die von einer kleinen avantgardistischen Elite junger Winzer meisterhaft vinifiziert werden: Ein traumhaftes Gewächs (überwiegend Syrah- und alte Carignanreben, dazu ein wenig Grenache und Cinsault) mit einem verführerischen, atemberaubenden Duft nach schwarzem Cassis, kandierten Kirschen, Rauch und dunklem Tabak. Neben diesen wildaromatischen Anklängen besitzt dieser GRAND VIN DU TERROIR eine tiefgründige erdige Note und eine wunderschön eingebundene, traumhaft geschliffene Mineralität; ein beredtes Zeugnis seiner einzigartigen Böden aus schwarzem Schiefer. Dieser grandiose Wein präsentiert sich am Gaumen dicht und opulent, ja geradezu erotisch mit verführerischen Schichten von komplexen Beerenaromen. Überraschend burgundisch-saftig in seiner Textur, gleitet er fast zärtlich über die Zunge und betört mit einer cremigen, feinwürzigen Tanninstruktur sowie einer animierenden Säure, die dem Wein bei aller verführerischen Opulenz eine große Eleganz verleiht! Ausgebaut in besten Barriques eines der besten Tonneliers Frankreichs verkraftet dieser dichte und elegante Nektar aus dem Languedoc die 26-monatige Holzlagerung mit spielerischer Leichtigkeit. Ein phantastisches Unikat von einem der talentiertesten Winzer Frankreichs mit enorm viel Potential für die Zukunft. Seit Christina Göbel, Deutschlands Sommelier des Jahres 2005 (Gault Millau), den ‚Jadis’ 2000 im FEINSCHMECKER als ihre Entdeckung des Jahres feierte, zählt dieses sensationelle Gewächs für viele unserer Kunden zu ihren erklärten Lieblingsweinen aus dem französischen Süden! Wegen seiner Finesse und Eleganz ein unbedingter Tipp auch und gerade für frustrierte Bordeauxtrinker und ein neuer Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Natur! Chapeau, Didier!
Bei aller Sympathie für den sehr fundiert wertenden und bekanntermaßen äußerst zurückhaltend punktenden Gerhard Eichelmann: Die in MONDO (Dezember 2005) vergebenen 91 Punkte werden diesem großartigen Gewächs aus dem Languedoc nicht gerecht, dessen Klasse viele berühmte und wesentlich teurere Weine der nördlichen Rhône bei weitem nicht besitzen! Doch probieren und beurteilen Sie bitte selbst. Es gibt Weine, denen man mit Worten und Noten nur schwerlich gerecht werden kann, man muss sie mit allen Sinnen genießen. Dieser hier gehört zur Kategorie persönlicher Lieblingswein und verdient meine ganz besondere Empfehlung!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis mindestes 2014.



348302 Barral, Faugères Valinière, VdT rouge 2002 39,50 Euro
Einer der legendärsten und rarsten Weine des Languedoc, da der ungewöhnlich hohe 85%ige Anteil an optimal gereiften und streng selektierten Mourvèdretrauben (dazu ein wenig Syrah und Carignan) dem Wein einen extravaganten Charakter verleiht, der sich deutlich von dem aller anderen Weine des Midi abhebt und der mich persönlich ungemein fasziniert! Zutiefst komplex in der Aromatik, dicht, konzentriert, fein gewoben, mit atemberaubender Ausstrahlung! Uralte Rebstöcke bilden das Fundament für diesen fulminanten Wein, der zu den größten Gewächsen Frankreichs gehört. Eine Art Hommage à Jacques Perrin des Languedoc – denn auch diese legendäre Luxuscuvée von Beaucastel aus Châteauneuf-du-Pape ist sehr Mourvèdre-betont. In der Farbe präsentiert er sich mit einem satten tiefdunklen Rot und mit purpurroten Reflexen am Rand. Im Duft ist diese Hommage an die Mourvèdre-Traube unmittelbar nach der Öffnung noch relativ verschlossen, doch nach mehrstündiger Karaffierung explodiert der Valinière förmlich in der Nase! Dann ist jeder Liebhaber großer autochthoner Weine sofort überwältigt von der phantastischen, ungemein komplexen Aromatik, ist wie vom Donner gerührt (einemkleinen Kind nicht unähnlich, das zum ersten Mal in seinem jungen Leben mit leuchtenden Augen einen funkelnden Weihnachtsbaum bewundert) und bereit, sich, ehrfürchtig staunend, nur dem Augenblick und dem hedonistischen Genuss hinzugeben.

Am Gaumen präsentiert sich dieser in seiner Aromatik einzigartige und unter Kennern längst mit Kultstatus versehene Wein aufgrund seiner Rebsortentypizität und der einzigartigen Schieferböden sowie seines strikt biologischen Anbaus absolut individuell und ist mit keinem anderen Wein auf der Welt vergleichbar! Ich möchte Ihnen diese geniale, charaktervolle Cuvée von verblüffend eigenwilliger Identität, die partout in kein gängiges Schema passen will und meilenweit von jeglicher Uniformierung des Weingeschmacks entfernt ist, eindringlich ans Herz legen. Ein faszinierender Extrakt mit cremigen, seidenen, traumhaft geschliffenen Tanninen (auch ein Verdienst der uralten Presse, die ungemein schonend und ausschließlich mit Hilfe der Schwerkraft den Saft der Trauben extrahiert), ein göttlicher Nektar, der minutenlang die Zunge betört, nur in winzigen Mengen erzeugt, ein Bio-Wein in Perfektion, der noch lange in Erinnerung bleibt, wenn die Gläser längst geleert sind.
Hier kommt Gerhard Eichelmann (unter Berücksichtigung seiner generell extrem konservativen Bewertungen) mit 93 Punkten der Wahrheit schon recht nah. Ich selbst sehe dieses authentische Naturprodukt als unerhörte Provokation wesentlich teurerer Prestigegewächse von der nördlichen Rhône und bei zumindest 95+ Punkten. Einer der größten jemals im französischen Süden vinifizierten Weine. Kultweinstatus!
Zu genießen ab sofort (3-4 Stunden vorher Dekantieren bitte) bis wohl nach 2015.



ITALIEN

Fattoria Le Fonti

Traditionelle Sangiovese-Weine voller Eleganz statt holzüberladene Supertuscans aus internationalen Modesorten!

Seit meiner Jugend gehören die großen Weine der verzaubernden Toskana, jener mythischen Kulturlandschaft mit den magischen Anziehungspunkten Florenz, Siena und Montalcino, malerisch zwischen dem Apennin und dem Tyrrhenischen Meer gelegen, zu meinen persönlichen Lieblingsgewächsen: Herzblutweine.
Doch leider stimmt in dieser traumhaft schönen Landschaft, wie in anderen renommierten Prestigeregion, die Relation zwischen Preis und gebotener Qualität häufig überhaupt nicht mehr und viel zu oft werden mit hohem kellertechnischen Aufwand fette“ Marmeladerweine aus internationalen Rebsorten produziert: Rubens trifft Schwarzenegger. Viele Liebhaber haben einfach keine Lust mehr, diese barriquegeschwängerten Monstertropfen zu trinken, die vor schierer Kraft kaum laufen, geschweige denn grazil im Glase stehen können!

Und so haben auch wir uns in den letzten Jahren schweren Herzens von der Toskana ein Stückchen innerlich verabschiedet, sind aber doch immer wieder vor Ort zurück gekehrt, haben degustiert, diskutiert und uns vermeintliche Geheimtipps angeschaut, die sich dann jedoch eher als standardisierte Karikaturen großer, originärer Sangiovese-Weine entpuppten – oder preislich so abgehoben waren, dass sie, wie ihre unerreichten Vorbilder, in trinkferne Sphären abgedriftet sind. Wir probierten uns durch Myriaden von Flaschen, bis wir endlich fündig wurden.

Im Herzen des Chianti, dort, wo der Rausch und der Siegerzug des modernen italienischen Weins ausging und wo die Sangiovese-Sorte ihre höchsten Triumphe feierte, hat sich mittlerweile über mehrere Jahrgänge hinweg mir großartiger Konstanz die Fattoria Le Fonti unter der Ägide der ebenso ehrgeizigen wie sympathischen Imberti-Geschwister zur absoluten Gebiets-Spitze der Toskana aufgeschwungen:
In ihrem traumhaft schönen Mikrokosmos in der toskanischen Hügellandschaft, in die sich vor über 50 Jahren bereits ihr Vater Vito Arturo so unsterblich verliebte, dass er dieses so herrlich duftende landwirtschaftliche Anwesen umgehend erwarb, vinifizieren Franca, Ferdinando und Giovanni vinologische Pracht- und Prunkstücke, originäre Sangiovese-Delikatessen, die so elegant-klassisch und gleichzeitig verführerisch-süß über die Zunge gehen, dass sie Kennern wegen ihres der Zunge so schmeichelndem und verschwenderisch großzügigem gôut de terroir wie die Inkarnation nobler Pomerolweine aus der Toskana scheinen.
Denn diese großartigen Weine sind würzig, extraktsüß, von kraftvoller Fruchtigkeit, zugleich aber auch fest und mineralisch im Aroma. Sie haben nicht nur herrlich reintönige Frucht, sie besitzen auch eine faszinierend weiche, samtige Textur, schönen Schmelz, feine Röstaromen und eine differenzierte Struktur. Welch samtener Power! Aber sie kommen nicht vom rechten Ufer der Gironde, sondern aus einer wunderschönen italienischen Landschaft mit den malerischen Zypressen als grünen Insignien, wo sanfte Hügel und weite Olivenbaumhaine die teils uralten, terrassierten Weinberge flankieren, wo so manche berühmten Südhänge ‚conca d’oro’, also ‚Goldgrube’, heißen und wo die geniale autochthone Kultursorte Sangiovese nicht zuletzt wegen der heftigen nächtliche Abkühlungen (optimal für Frische und Finesse) unter den Händen begnadeter Winzermagier ihre höchsten Triumphe feiert und sich zu absolutem Spitzeniveau aufschwingt. Und dies dank eines ganzheitlichen Ansatzes, der – wie bei der fulminanten Renaissance des deutschen Rieslings – eine höchst gelungene, in der Toskana aber noch immer sehr rare Vermählung zwischen aufgeklärter Tradition und Moderne darstellt.

Die Imberti-Geschwister wissen, dass es nur zwei Faktoren für wahre, originäre Qualität gibt: eine exzellente Traubengüte im dicht bestockten Weinberg und respektvoller und extrem schonender Umgang mit dem, was die Natur geliefert hat, im Keller. Kellertechnische Kunstgriffe, wie in weiten Teilen der Neuen Welt und zunehmend leider auch in Europa üblich, scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser.
Und so haben sie vor allem in die Rekultivierung alter Weinberge und die Anpflanzung neuer Areale mit originären, hochwertigen Sangiovese-Klonen beträchtlich investiert. Das Resultat solch liebevoller Arbeit im Detail sind geschliffene Sangiovese-Delikatessen – völlig frei von überreifen Aromen, fetter Frucht oder gar trockenen Tanninen. Statt süßlicher Suppe dominiert hier eine kräftige, wunderbar ausbalancierte, geschmeidige Struktur mit einer wunderbaren Balance aus Frische, reintöniger, saftiger Frucht und cremigen Tanninen: Diese urigen, authentischen Chianti gehen unter die Haut! Sie beschwören die Magie ihrer Herkunft, sie rufen in mir Erinnerungen wach an laue Sommerabende unter toskanischem Himmel und das unbeschreiblich schöbe fahle Licht in der Abenddämmerung, sie haben eine wunderbare Farbe, sie sind dicht und außerordentlich vielschichtig im faszinierenden Duft. Gänsehautatmosphäre!

P.S. Langsam nimmt auch die Weinwelt von diesem toskanischen Kleinod Notiz. Obwohl noch weitgehend unbekannt, hat sich dieses Weingut aus dem Stand in die toskanische Spitze hineingearbeitet. Stephen Tanzer bewertet alle Weine dieses Gutes zwischen 90-94 Punkten, auch in ALLES ÜBER WEIN landeten die Weine ganz vorne. In ihrem Buch Toskana – Die 100 besten Weingüter“ loben Gerhard Eichelmann und Steffen Maus ‚Le Fonti’ ebenfalls in höchsten Tönen: Wie bei den beiden Chianti Classico überzeugt die faszinierend reintönige Frucht des Vito Arturo: Sangiovese pur!“
Und selbst Robert Parker outet sich mittlerweile als großer Fan dieser Weine und urteilt begeistert: Eines der best gehüteten Geheimnisse des Chianti Classico, die Fattoria ‚Le Fonti’ (nicht zu verwechseln mit Le Fonti in Panzano) liegt unterhalb von Monsanto. Die Weine sind konstant exzellent seit 1995, Chianti Riserva und Vito Arturo aus dem Jahrgang 2000 sind die beiden besten im Chianti Classico produzierten Sangiovese, lediglich rivalisiert von Riecine.“

Sicherlich ein tolles Lob, aber für mich sind die Qualitätssteigerungen der letzten Jahre so gravierend, dass ich der festen Überzeugung bin, ‚Le Fonti’ war nie besser als im traumhaft gelungenen Jahrgang 2003: Das ist Sangiovese pur voller Ausdruck und Statur, herrlich kraftvoll, elegant, geschliffen und fruchtbetont, aber ohne jegliche Konfitüre-Aromen, brandige Noten oder Oxydationszeichen! Die Inkarnation der neuen Chianti-Klassik: Die Investitionen und kluge handwerkliche Arbeit im Weinberg machen sich zwar erst langfristig bezahlt, aber wenn die Reben wie auf den grandiosen Böden von ‚Le Fonti’ ihr natürliches Gleichgewicht dann gefunden haben, spiegeln sie auch in heißen Jahrgängen die Finesse und die Grandezza, die mineralischen Noten und das spezielle Terroir des Chianti-Classico-Gebietes in phänomenal schönen Weinen auf einzigartige Weise wider.
Toskanische Weine aus dem Bilderbuch, die in ihrer Balanciertheit das Epos eines wahren Jahrhundertsommers zu erzählen vermögen!


626103 Fattoria Le Fonti, Sangiovese, rosso 2003 , statt 7,50 nur 6,95 Euro
In der Nase ein betörendes Aromenspiel: Da faszinieren pralle Kirschen pur sowie wilde Waldbeeren, aber welch leckere Früchte sind das überhaupt! Nicht die Aufgeblähten, Aufgepumpten, Dicken ohne Geschmack!! Dafür die leckeren, kleinen, saftigen, die so ungemein herzhaft schmeckenden.
Ein reinsortiger Sangiovese als Basiswein ist eine Liebeserklärung an diese große autochthone Rebsorte und die sympathischen Imberti-Geschwister haben diese Kür souverän gemeistert. Mit einer expressiv gereiften Frucht als pochendem Herzen dieses so schmackhaften Weins, der zur Pasta, Pizza, zur Nuova Cucina, zu Scaloppine con Pommodoro und (fast) allen anderen Gelegenheiten richtig lecker mundet. Er ist quirlig, schwungvoll, lebendig, seine filigrane Finesse wird durch das Säurespiel optimal gestützt und durch einen zarten Schmelz getragen, die feinen Tannine sind weich, saftig und harmonisch integriert, das intensive Fruchtbukett zeigt die typischen floralen und würzigen Akzente eines richtig guten toskanischen Sangiovese.

Nach der Gärung reifte der harmonische Wein zu 80 Prozent in Tanks und zu 20 Prozent in gebrauchten Barrique-Fässern. Das Resultat dieses sorgfältigen und schonenden Ausbaus:
Das Gaumengefühl ist derart delikat und nachhaltig, dass Liebhaber dieses fabelhaften Alltagsweins vom Gefühl erfasst werden, die noble Frucht streichele regelrecht ihren Gaumen. Dieser authentische, herrlich filigrane Basiswein ist wie kein zweiter Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Chianti, an die heimische Sangiovese-Traube, an die bezaubernde Landschaft, die authentischen Winzer und das unvergleichliche Licht einer unvergleichlich schönen, heiteren Kulturlandschaft. Geniale Genuss-Qualität zum Zurücklehnen, Träumen und Entspannen. Unbedingt probieren!
Zu genießen ab sofort bis Ende 2008.

Ankunftsofferte bis 31.03.2006


626203 Fattoria Le Fonti, Chianti Classico, rosso 2003 11,95 Euro
Für Kenner der Wein, an dem die enormen Qualitätssteigerungen auf Le Fonti am deutlichsten sichtbar werden!
Die Frucht ist herrlich kraftvoll, reintönig und nachhaltig. Dieser Chianti enthält neben Sangiovese auch fünf Prozent Canaiolo und wächst auf lehmigen Böden, der mit Sand und Kieselsteinen durchsetzt ist und somit optimale Standortbedingungen bietet. Nach der Gärung kommt dieser Bilderbuch-Chianti zu 30 Prozent für etwa ein Jahr in Barriques, der Rest wird in Tanks ausgebaut. So bewahren die rührigen Imberti-Geschwister die ganze naturgegebene Wärme und faszinierende Reinheit mit einer bezaubernden, intensiven, feinmaschigen Frucht von kleinen, saftigen, roten Beeren, Kirschen und violetten Veilchen. Auf der Zunge eine geniale Spannung zwischen einer zart beerigen Fruchtsüße und dem erdigen Geschmack von kühler, mineralischer Würze. Welch lebhafte, pulsierende, delikate Komposition. Alles sitzt perfekt!
Eben diese harmonische, vollkommen ausbalancierte Ausstrahlung lässt den Chiantiliebhaber genießerisch mit der Zunge schnalzen: Es sind dieser sanfte, leicht erotische Schmelz und die genau richtig dosierte Fruchtsüße mit einer mittlerweile im Chianti nur noch selten anzutreffenden Delikatesse (infolge so vieler unsäglicher Holzorgien!), die schlichtweg begeistern – und dann kommt trotz aller belebenden, schmeichlerischen Fruchtigkeit auf der Zunge ganz hinten am Gaumen noch einmal ein letzter Kick von Havannatabak und schwarzer Schokolade. Bei diesem traumhaften Chianti blühen Veilchen am Wegesrand! Hier ist sie schmeckbar, die handwerkliche, extrem sorgfältige, differenzierte Weinbergsarbeit. Dieser höchst animierende Wein voll innerer Harmonie, eine traumhafte Vermählung zwischen toskanischer Tradition und Moderne, steht in vollem Saft und ist ein chiantischer Samthandschuh – aber ohne eiserne Faust.

Jeder Schluck weckt Erinnerungen an die zauberhafte Toskana - Ich muss gestehen: So wie sich einst Vito Arturo Imberti in die Hügel des Chiantigebietes und deren Duft und Geschmack verliebt hat, so geht es mir mit diesem zauberhaften, delikaten, ungemein verwobenen und traumhaft schönen Sangiovese-Wein, dessen Wärme von einer packenden mineralischen Kühle zurückstrahlt. Das Toskana-Feuer lodert wieder! Authentisches, originäres Chianti, wie es gelegentlich sein kann – aber immer sollte. Brava Franca, Ferdinando und Giovanni Imberti! Unschlagbar in seiner Preisklasse im gesamtem Chianti-Gebiet!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Herbst 2006 bis Ende 2009.



626303 Fattoria Le Fonti, Chianti Classico Riserva, rosso 2003 23,00 Euro
Ein reinsortiger, feinsinniger Sangiovese mit einer der brillantesten Farben des Jahrgangs. Der Wein zeigt eine grandiose Fülle, eine Kraft und Wärme voll bezaubernder Grandezza, die ihr Terroir unverkennbar widerspiegelt und gleichzeitig mit einer sagenhaften Frische Nase und Gaumen verwöhnt. Welch ein Reichtum an fruchtiger Süße und zugleich auch eine erdverbundene Würze! Eine solch geballte Ladung an Frucht und Terroir mit perfekt strukturierten Tanninen habe ich bislang bei einer Riserva in der Toskana nur ganz, ganz selten gefunden.

Tief rubinrot läuft dieser verführerische, lasziv-erotische Wein ins Glas ... und dann tauche ich ab in die schemenhaften Bilder meiner Kindheit und schnuppere Großmutters Rumtopf mit eingelegten Kirschen, Brombeeren und Pflaumen. Aber: Hier stört keine marmeladige Überreife, stattdessen verwöhnt eine dichte, saftige, fast sahnige, eine herrlich kühle Frucht. Noble Bitterschokolade, Kakao, Pralinen, Veilchen, dunkle Edelhölzer, viel Würze, Säure und mineralische Noten im kräftigen, langen, intensiven Nachhall ergeben Biss, Frische und pures Trinkvergnügen.
Kein Zweifel: Für Le Fonti beginnt mit diesem traumhaft klassischen Chianti im großen Jahrgang 2003 eine neue Qualitätsdimension. Beeindruckend, intensiv, herausfordernd, spektakulär! Welch Essenz des Bodens von Kalkmergel (Galestro) in Kombination mit lehmigen Ton und Kalkstein: eine Sinfonie der unermesslichen Melodien, die ein großer Sangiovese in unkopierbarer Weise erklingen lassen kann. Die Frucht erlesenster Selektion der besten Trauben, die in den eng bestockten, südlich und süd-westlich ausgerichteten Weinbergen auf etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel gewachsen sind. Die Trauben wurden per Hand in 20 Kilogramm-Kästen gesammelt und die Riserva nach der Gärung 16 Monate lang im Struktur gebenden im Barrique ausgebaut. Soviel Opulenz, Feinheit, Frische und distanzierte Noblesse!
Die ultimative Provokation für viele wesentlich teurere Super-Tuscans und daher doch so eine Art Super-Chianti“. Doch diese Bewertung rührt nicht von einer ultramodernen Stilistik her, ganz und gar nicht, sondern ausschließlich von der berauschenden Qualität dieses brillanten Weines. In manchen Ausnahmejahrgängen - wie dem in der Spitze legendären 2003er - wächst eine Riserva eben über sich hinaus. Ein sensationeller Chianti: Prächtige Frucht, feine Duftigkeit und wärmender Charme – aber ohne die glühende Hitze des heißen Sommers.
Zu genießen ab sofort (einstündiges Dekantieren empfohlen), Höhepunkt Mitte 2007 bis mindestens 2010.



626403 Fattoria Le Fonti, Vito Artura, rosso 2003 25,00 Euro
Das grandiose Flaggschiff unseres toskanischen Kleinods, ein authentischer Einzellagenwein, die kaum für möglich gehaltene Steigerung des Riserva, schlicht das Non-Plus-Ultra. Ein großer Wein, der jeden Genießer sofort in seinen Bann zieht, der von allem so viel hat, der aber nicht mit vorlauten Tönen protzt, sondern ganz im Gegenteil sehr pointiert ist, geschliffen, ein unverwechselbarere Edelstein, ein Rohdiamant. Die beste Selektion des Gutes aus einem einzigen Weinberg auf 300 Meter Höhe, der nach Süden hin flach abfällt.

Feinkörniges, seidiges Tannin, wunderschöne Balance und vollmundige Saftigkeit. Betörende Frucht von Wild- und Sauerkirschen, leicht likörhaft verdickt, zart mineralisch unterlegt, mit Anklängen an Veilchen, Kakao, Tabak, Schokolade und mit einer deutlichen mineralischen Würze. Bei jedem Schwenken des Glases tritt eine andere Note in den Vordergrund, dabei bleibt dieser noble Wein immer auf der feinen, distinguierten Seite, delikat, frisch und elegant.

Der ungemein nuancierte Wein hat den 16-monatigen Barrique-Ausbau in neuen Fässern perfekt integriert und der herrlich kraftvolle Geschmack wird durch die subtilen Röstaromen nur untermalt und gestützt, aber niemals übertüncht. Vor allem ist da nicht nur diese verführerische zarte Fruchtsüße (Blaubeeren!), sondern auch eine prononcierte, frische Säure und eine dezente Herbe von Cassisblättern und Tabaknuancen als ideales Gegenwicht:
Tolle Spannung zwischen Brillanz, Opulenz und artisanaler Kraft! Das ist die unvergleichliche differenzierte Komplexität eines ganz, ganz großen, originären Sangiovese, der mit einem faszinierenden Spiel zwischen Kühle und Wärme betört. Für mich einer der legendären toskanischen Crus mit der ungebärdigen Kraft und rassigen Schönheit einer arabischen Vollblutstute. Stephen Tanzer, bekannt für seine zurückhaltenden Wertungen, hat dem Arturo bereits 94 (!) Punkte gegeben und Gerhard Eichelmann lobt in seinem sehr empfehlenswerten Führer: Toskana, die 100 besten Weingütereuphorisch diesen Einzellagenwein wegen seiner faszinierend reintönigen Frucht. Sangiovese pur!
Ein schlafender Riese, ein Wahnsinnsstoff und wohl der beste Rotwein in der Historie der Fattoria Le Fonti: Ein überzeugender Beweis, dass große Chianti-Weine zur italienischen Elite gehören!
Zu genießen ab sofort (profitiert enorm von mehrstündigem Dekantieren) Höhepunkt Ende 2007 bis mindestens 2013.



626599 Fattoria Le Fonti, Vin Santo del Chianti Classico 1999 0,375 l 27,50 Euro
Verführerisch wie sein Duft nach Zitrusfruchtschalen und Trockenobst, etwas Aprikosen und Pfirsichen ist der samtige, lang ausklingende Geschmack, Gambero Rosso 2006, 2 rote Gläser!



ÖSTERREICH

Sepp Muster - Südsteiermark

Learning how to listen to the music of a great wine can’t be achieved in a day,
(Michel Bettane, französischer Weinpapst, in FINE WINE)

Wenige Weinanbaugebiete der Welt besitzen eine derart magische Anziehungskraft wie die wildromantische Landschaft der Südsteiermark. Die malerischen Sonnenuntergänge über den steilen Hügeln der ‚Toskana Österreichs’, die mit ihren verstreut liegenden idyllischen Gehöften, einladenden Buschenschanken und märchenhaften Ausblicken zu den reizvollsten Regionen Europas gehört, vermögen im stillen Genießer eine meditative Stimmung zu erzeugen und zu innerer Ruhe anzuhalten. Genau diese innere Ruhe und Kraft strahlt stets auch einer der gefeierten Aufsteigerwinzer Österreichs aus, schwärmt begeistert der Gault Millau 2006 und erläutert: Als Verfechter des naturnahen Weinbaus versteht sich Sepp Muster nicht so sehr als Weinmacher, sonder vielmehr als Weinbauer. Ihm liegt vor allem das biologische Gleichgewicht in einem harmonischen Miteinander von Boden, Pflanzen und Umgebung am Herzen. Durch konsequenten Verzicht auf Düngemittel und synthetischen Pflanzenschutz werden natürliche Ertragsbegrenzungen vorgenommen sowie kleinbeeriges, hoch aromatisches Traubenmaterial gewonnen. Aus diesem entstehen langlebige, authentische und vielschichtige Weine, die keinem Stil oder Trend unterworfen sind, sondern das Terroir auf prägnante Weise wiedergeben – Wein für anspruchsvolle Kenner!

Der Ursprung dieser zu Recht so gerühmten Qualitäten fällt dem geneigten Betrachter von Musters gepflegten Weingärten sofort ins Auge: die uralte steirische Reberziehung, die heute nur noch von ganz wenigen Winzern angewandt wird. Bei dieser so genannten Umkehrerziehung wachsen die Blätter der Reben in luftiger, kühler Höhe über dem Boden und die infolge ihres Eigengewichts herunter hängenden Triebe verleihen aufgrund des Saftstaus den vollreif geernteten Trauben eine ungemein komplexe Fruchtigkeit und eine prägnantere Säurestruktur als sonst in der Region üblich. So liegt in Musters ureigener Philosophie der Weinbereitung in der Riede wie im Keller das Geheimnis dieser einzigartigen, charaktervollen Gewächse, die sich wegen ihrer vibrierenden Lebendigkeit und großartigen Mineralität fundamental von allen anderen Weinen der Steiermark unterscheiden.

Die Weine des Individualisten Sepp Muster sind originäre Kunstwerke. Sie haben in Stil und Geschmack nichts mit den sonst in hochmodernen Kelleranlagen zwar technisch perfekt vinifizierten, aber zumeist nur von ermüdenden Primäraromen geprägten Sauvignons und Chardonnays steirischer Provenienz zu tun. Musters Weine sind dagegen faszinierende Unikate, Terroirweine erster Güte, mit viel Gefühl vinifiziert – naturbelassen und ungeschliffen, daher urwüchsig im Geschmack und unverwechselbar in ihrem authentischen Charakter. Faszinierend komplex im Duft, herrlich mineralisch, fordernd in ihrem singulären Charakter, dicht, konzentriert und finessenreich zugleich, vitale, vibrierende Geschöpfe, wie Mutter Natur sie schuf. Meine Weine leben, bringt Sepp Muster seine Philosophie auf den Punkt. Die Grundlage hierzu findet sich in den steilen, sehr steinigen, kesselartigen Weingärten mit ihren Kalk-Mergelböden (dazu mannigfache, sehr heterogene Einschübe anderer Bodenarten), die vollkommen naturbelassen sind und ausschließlich nach biologisch-dynamischen Gesichtspunkten bearbeitet werden. Dabei geht Sepp Muster in seinem Biotop, einem Kreislauf des Lebens, alles andere als ideologisch vor: Biodynamie ist nicht alles, sondern nur ein kleiner Bestandteil meines Arbeitens; es ist ein ganzes Puzzle von wohl überlegten Maßnahmen nötig, um große Weine zu erzielen, weiß er nur zu genau um das Credo der großen Weinmacher der Welt. Das reich mit natürlichen Aroma- und Mineralstoffen ausgestattete, sehr kleinbeerige Traubenmaterial (wenig Saft, viel Aromastoffe durch hohen Anteil der Traubenhaut) bringt Muster behutsam in den Keller, wo er den Charakter der einzelnen Lagen sensibel (Weinwerdung ist wie eine Geburt und sollte so sanft wie möglich geschehen) in äußerst bekömmliche Weine umsetzt. Muster arbeitet grundsätzlich mit natürlichen Hefen aus den eigenen Weingärten, als einer der wenigen Winzer der Südsteiermark. Das bedeutet, dass den Weinen keine uniforme Vergärung aufgezwungen wird, sondern dass sie nach bewusstem Maischekontakt bei nicht zu kühlen Temperaturen langsam vergären und dabei sehr komplexe Aromen entwickeln. Das Ergebnis von so viel Sorgfalt und sensiblem Schaffen in Weinberg und Keller sind Weine, die nicht dem steirischen Klischee entsprechen, sondern eine Herausforderung für anspruchsvolle Kenner sind. Die Natur ist lebendig und verändert sich ständig. Meine Weine sollen Spiegelbild dessen sein, und bei jedem Schluck neue Duft- und Geschmackserlebnisse anbieten, so Sepp Muster, dessen menschliche Wärme und Ausstrahlung sich auf seine bestens gedeihenden Rebstöcke zu übertragen scheint: Seine handwerklich hergestellten Gewächse sind ein Glücksfall für unser Programm authentischer, terroirgeprägter Weine!


770204 Muster, Schlossberg 38, weiß 2004 9,90 Euro
Diese animierende Cuvée (Sauvignon Blanc, Welschriesling, Morillon, Schilcher) aus den typisch steirischen Sorten (auch der hier Morillon genannte Chardonnay ist eine autochthone Rebsorte der Region!) mit ihrem höchst eigenständigen Charakter bereitet Trinkvergnügen pur und ist nach der Adresse des Weingutes hoch oben auf dem malerischen Schlossberg benannt, da sie den Charakter dieser traumhaften Lage bestens repräsentiert. Im komplexen Duftspektrum finden sich verschiedene Fruchtaromen von reifem Apfel bis zu roten Beeren und Orangenzesten, dazu fein nuancierte Gewürznoten, die an Thymian und Rosmarin erinnern. Am Gaumen sehr cremig mit saftiger, frischer Frucht, vielschichtig, unterlegt mit straffer mineralischer Struktur und knackigem Säurespiel; viel Schmelz im langen, feinnervigen Abgang. Ein unkomplizierter, fröhlicher und dennoch sehr anspruchsvoller Wein, der einfach Lust macht auf das nächste Glas. An lauen Frühlingsabenden solo getrunken einfach ein herrlicher Trinkgenuss, aber auch ein hervorragender Speisenbegleiter.
Zu genießen ab sofort bis wenigstens 2008, da dieser ungemein leckere Wein mit der Zeit immer rauchiger, schmelziger, harmonischer und damit noch verführerischer wird.



770404 Muster, Sauvignon Blanc 2004 12,90 Euro
Ein köstlicher, traumhaft bekömmlicher Sauvignon Blanc, vergoren im großen Holzfass und ausgebaut im Edelstahl, meilenweit von dem heute in der Steiermark gängigen primärfruchtigen Weintypus des so genannten Steirischen Klassikers entfernt. Wenn Sie, liebe Kunden, mineralische Weißweine von der erlesenen Güte großer Gewächse von der Loire zu Ihren Favoriten zählen, dann empfehle ich Ihnen wärmstens diesen fabelhaften Wein, den schon viele versierte Kenner in Blindproben für einen herausragenden, aber wesentlich teureren Sancerre gehalten haben. Traumhaft schöne Nase mit Noten von Wiesenkräutern und Cassis, reifer Pfirsich, Ananas, weißer Holunder und Stachelbeeren, die sich, unterlegt von einem zarten Feuersteinaroma, zu einem harmonischen Ganzen vereinen. Am Gaumen eine feine Mineralität und eine fabelhafte Säurestruktur, die diesem großen Sauvignon Blanc bei aller Dichte, Cremigkeit und Fülligkeit (eine Folge des einfühlsamen, langen Hefekontaktes) eine schlanke, rassige Stilistik und eine spielerische Eleganz verleihen. Bei diesem mustergültigen Prachtexemplar ist alles stimmig, von der ersten betörenden Duftnote aus dem Glas über eine beeindruckende Textur am Gaumen und einem unvergesslich schönen Mundgefühl bis hin zum lang anhaltenden, frischen, tief mineralischen Nachklang.
Das ist wahre Winzerkunst und ein Glücksfall von lebendigem Weißwein, den man ab sofort genießen kann, der seinen Höhepunkt jedoch erst Ende 2006 bis etwa 2009 erreichen wird.



770304 Muster, Morillon 2004 12,90 Euro
Wer sich den charaktervollen, originären Weinunikaten von Sepp Muster nähern will, sollte diesen großartigen Morillon unbedingt probieren. Der je zur Hälfte im Stahltank und im großen Holzfass vergorene und ausgebaute Wein fasziniert in der Nase mit einem rassigen Bukett aus gelben exotischen Früchten, Haselnüssen sowie rauchig-mineralischen Noten. Am Gaumen feiner Biskuit und reifer Apfel, dazu ein Hauch von Kaffeebohnen und wiederum gelben Früchten. Feinste mineralische Anklänge verleihen diesem herrlich frischen Chardonnay eine lebendige Textur, auf der Zunge vollmundig, dicht, cremig, aber in keinster Weise aufdringlich oder fett wie so viele unsägliche modische Übersee-Chardonnays. Statt dessen viel Spiel, tänzerische Eleganz und Finesse, mineralisch straffe Struktur, fein balanciert, harmonisch, viel Frucht und Frische im langen, wiederum zutiefst mineralischen Abgang. Ein ungemein animierender Trinkwein und universeller Essensbegleiter, der Sie alle Preisorgien des Burgund vergessen lässt.
Zu genießen ab sofort bis 2010.



770603 Muster, Sauvignon Blanc Graf 2003 18,50 Euro
Welch einfühlsame Interpretation einer großen Lage! Eine betörende Aromensinfonie und eine tiefgründige, feine Mineralität vermählen sich mit einer rieslingartigen Eleganz und Finesse zu einem singulären Meisterwerk! In der Nase faszinieren kühle mineralische Noten und zarte Sauvignonanklänge nach Holunderblüten, Cassis, feinen Kräutern, Feuerstein und Stachelbeeren. Doch nichts kommt vorlaut daher, alle Komponenten präsentieren sich harmonisch eingebunden und von spielerischer Eleganz. Am Gaumen enorm extraktreich mit saftiger Beerenfrucht, feiner Würze und einer sagenhaft cremigen Textur vom langen Feinhefelager im kleinen gebrauchten Holzfass. Und auch hier wieder: Welch Finesse und Eleganz! Nach längerer Öffnung faszinieren noble Aromen mit Anklängen an Espresso und edlem Cognac, die mit der feinen Würze und packenden Mineralität eine harmonische Verbindung eingehen. Phantastisches Mundgefühl, ein großartiger Sauvignon Blanc, der neue Maßstäbe setzt in seiner Preisklasse, und neben seiner beschwingten Leichtigkeit mit enorm viel Power und Druck und einem endlos langen, cremigen Nachhall begeistert.
Vom traditionell sehr zurückhaltend wertenden Helmut Knall, einem der renommiertesten österreichischen Weinjournalisten, mit 92-94 Punkten geadelt und von Christina Göbel Sommelier des Jahres 2005 (Gault Millau), im FEINSCHMECKER als eine ihrer Entdeckungen des Jahres gefeiert.
Dieser grandiose Essensbegleiter bereitet Trinkvergnügen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis wenigstens 2014.



770503 Muster, Morillon Graf 2003 18,50 Euro
Sepp Muster ist ein begnadeter Genius, dessen kompromissloses Streben nach Qualität keine Grenzen zu kennen scheint. Seine Weine demonstrieren eindrucksvoll das große Potential der steirischen Lagen, seine Chardonnays finden in ihrer Preisklasse im Burgund keine Konkurrenz! So fasziniert dieser erstklassige Lagenchardonnay in der Nase durch feinste, kühle mineralische Noten und einen vielschichtigen exotischen Früchtekorb mit Anklängen an Bienenwaben und rote Johannisbeeren. Auch am Gaumen neben der noblen Frucht eine beeindruckende mineralische Würze und eine feincremige Textur infolge der langen Lagerzeit auf der Feinhefe im großen, gebrauchten Holzfass. Ein Klasse-Chardonnay, der nicht langweilt durch einen fetten, ermüdenden Stil, sondern begeistert durch seine vibrierende Lebendigkeit, sein animierendes Spiel und seine schöne Länge.
Ein großer Wein, der wieder richtig Lust macht auf Chardonnay und der ausdrücklich demonstriert, dass ein großes Terroir, vom Winzer behutsam in Wein transmittiert, von wesentlich wichtigerer Bedeutung ist als die Rebsorte selbst!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2007 bis nach 2012.



771203 Muster, Sgaminegg 2003 28,90 Euro
Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Ein solch großartiges Gewächs finden Sie in dieser edlen Cuvée aus Sauvignon Blanc und Morillon, im kleinen Holzfass ausgebaut, ein Wein mit dem Potential zur Legende, einer der ganz großen Weißweine dieser Welt! Dabei wirkt dieser phantastische, extrem rare Wein zunächst eher leise im Glas, doch mit ein wenig Zeit und Luftzufuhr beginnt er sich immens zu entfalten und seine inneren Qualitäten zu offenbaren. Nicht laut oder aufdringlich, sondern raffiniert, rassig, mineralisch und ungeheuer vielschichtig in den Aromen: Perfekt gereifte Sauvignon-Blanc-Trauben erbringen Düfte von Johannisbeeren, Litschi, Limetten, Stachelbeeren, frischen Wiesenkräutern und fein geröstete Espressobohnen. Der Chardonnay-Anteil verströmt einen animierend würzigen Duft von Honigmelonen, Mango und Maracuja; zudem ist zurzeit noch deutlich eine prägnante Holzwürze schmeckbar, unterlegt mit feinsten unaufdringlichen Röstaromen. Am Gaumen eine perfekte Balance von Barriqueeinsatz, nobler Frucht, feinem Säurespiel und tiefgründigen mineralischen Noten. Dicht und geschmeidig, füllig und finessenreich legt sich der Wein um die Zunge, wobei trotz mächtiger Fülle und cremigem Schmelz eine faszinierende Frische brilliert, die für eine sagenhafte Mundtextur und ein enormes Trinkvergnügen verantwortlich ist, die nur wenige Weißweine der Weltspitze in dieser Form aufweisen. Ein sehr eigenständiges, ja intellektuell forderndes Gewächs mit enormer Länge für fortgeschrittene Weinkenner, meilenweit in seiner Stilistik von dem entfernt, was sonst in der Südsteiermark produziert wird, eher eine Herausforderung der ganz großen Lagen des Burgund. Am Gaumen dicht und nachhaltig, aber auch sanft und elegant. Musters Edelcuvée ist von sinnlich faszinierender Transparenz und Leichtigkeit, ohne es an Dichte, Struktur und Komplexität fehlen zu lassen, ein wahrhaft einzigartiges Weinunikat von feinnerviger Lebendigkeit, seinen Terroireinfluss in extremer Qualität demonstrierend, mit langem Nachklang und großem Potential!
Zu genießen ab sofort über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche, Höhepunkt 2008 bis nach 2015.



7712103 Muster, Sgaminegg 2003, Magnum 59,00 Euro



SPANIEN

Telmo Rodriguez

Telmo Rodriguez - Un Bordeaux en Espagne

Er ist der vielleicht begabteste und kreativste Kopf innerhalb der spanischen Winzerelite: Telmo Rodriguez, dem selbst die ansonsten relativ einseitig auf französische Produkte eingeschworene REVUE DU VIN DE FRANCE einen geradezu euphorischen Artikel mit spektakulären Bewertungen unter dem zutreffenden Titel: Un Bordeaux en Espagne widmete, produziert hochwertige Spitzenweine auf Weltklasseniveau genauso wie vorzügliche Alltagsweine mit einem phänomenalen Preis-Genussverhältnis. Heute präsentieren wir Ihnen drei großartige Alltagsweine dieses so sympathischen Jungwinzers, die seit langem bereits zu den meist verkauften Weinen unseres Programms gehören. Kein Wunder: Die Compañía de Vinos Telmo Rodriguez erzeugt in modernem Stil hervorragende Weine mit einer ureigenen Handschrift, die einen ausgeprägten Terroircharakter besitzen und als Vorbild gelten für viele Weine der neuen Generation von der iberischen Halbinsel mit einem unschlagbaren Preis-Genussverhältnis. Unsere ganz besondere Empfehlung!


420105 Rodriguez, Basa, Vino de Rueda blanco 2005 6,75 Euro
Dieser traumhaft leckere Trinkspaß, eine sehr erfrischende Cuvée aus Verdejo (85%), Viura und Sauvignon Blanc, gilt unter Kennern als einer der spannendsten trockenen spanischen Weißweine für unfassbar wenig Geld. Ungemein verführerische Nase, herrlich fruchtig und würzig, Aromen von Aprikosen, Holunderblüten, Cassis und exotischen Früchten, dazu zart mineralische Anklänge von der Verdejotraube. Am Gaumen sagenhaft frisch, fein balanciert und versehen mit einer seltenen Reinheit der Aromen und enorm viel Finesse. Telmo Rodriguez selbst meint, er habe noch niemals einen Basa in einer solch großartigen Qualität vinifiziert! Dieser herrliche Alltagswein aus einem großen Jahrgang im Nordwesten Spaniens (insbesondere in der Region Rueda, die von einem besonders günstigen Klima vor und während der Weinlese profitierte) ist für den baldigen Trinkgenuss im kommenden Frühjahr und an lauen Sommerabenden konzipiert und wird bis Mitte 2007 exzellent munden!
Jetzt bis Mitte 2007



420204 Rodriguez, Al Muvedre, Vino Alicante, tinto 20045,30 Euro
Der STERN feierte bereits einen Jahrgangsvorgänger dieses sensationell preiswerten Alltagsweine unter dem zutreffenden Titel Al Muvedre – Schrecken des Supermarkts als Weintipp der Woche: Es sind nicht unbezahlbare Ego-Weine, mit denen der junge Telmo Rodriguez nach Ruhm und Ehre greift. Eher sind es die bodenständigen Tropfen. Einer der kreativsten unter den Star-Weinmachern Spaniens, sucht er in seiner Heimat nach typischer Expression von Herkunft, Rebsorte und Klima. In Alicante, sonst vinologisches Niemandsland, entdeckte er Terrassenanlagen mit alten Rebstöcken der Sorte Monastrell, frankophilen Weintrinkern unter den Namen Mourvèdre bekannt. Nun ist die Gegend von Alicante zwar die Heimat dieser dickschaligen Rebsorte, gleichwohl wussten die Bauern dort deren Kraft und Würze bis vor kurzem nicht in Weinqualität umzusetzen. Telmo Rodriguez kam, half und liefert nun auf herzerfrischende Weise authentischen Monastrell. Die Ausstattung der Flasche wirkt durch gekonnte Simplizität edel und raffiniert. Al steht für Alicante, Muvedre für die Rebsorte. Der unkomplizierte Wein erfreut das Herz des preisbewussten Weintrinkers, den die anonymen Supertropfen immer wieder quälen, der aber vom Geizen nicht lassen kann. Hier wird er zu einem Spottpreis glücklich! Herrlich wild zeigt der Wein Charakter in Duft und Geschmack, milde Gerbstoffe tragen saftige Würze an den Gaumen.
Mit dunklen Beeren, getrockneten Sommerkräutern und dem Alkohol des Südens. Schmeckt er nach deutlich mehr, als er kostet – da hat der Supermarktwein nichts zu melden. Der ungemein charaktervolle 2004er begeistert mit seinen südlich-warmen Aromen und seinen Anklängen an Cassis, Schattenmorellen, Schokolade, Pfeffer und Wachholderblatt. Seit Jahren einer unserer erfolgreichsten Rotweine überhaupt!
Trinkreife ab sofort (etwas Luft geben bitte) Höhepunkt Frühjahr 2006 bis Ende 2008.



420404 Rodriguez, Dehesa Gago, tinto 2004 7,95 Euro
Im Westen Kastiliens, in der so ungemein dynamischen Region Toro mit ihren extremen klimatischen Bedingungen, auf sehr ärmlichen, uralten Rebbergen mit einer extrem exponierten Sonneneinstrahlung produziert Telmo, dieser sympathische Wunderknabe des spanischen Weinbaus, einen Rotwein, der von Parker seit Jahren zu den awesome wine values gezählt wird, die ein Preis-Genussverhältnis bieten, das seiner Meinung nach geradezu unglaublich ist:
100% Tinta de Toro-Trauben aus 40 bis 70 Jahre alten, teilweise wurzelechten Weinstöcken, schwarzrote Farbe, berauschendes Bukett nach Crème de Cassis, Brombeeren, Walnüssen, Schlehen, Laub, Pilzen und dunklem Tabak, süßlich-würzige Fruchtexplosion im Munde, sehr dicht, reichhaltig, fleischig, generös, noch kompakte, aber herrliche Tanninstruktur, pfeffriger Nachhall zu gut um wahr zu sein (Parker), ein Wein, der bereits im 99er Jahrgang vom FEINSCHMECKER zu den 100 besten Weinen der Welt gezählt wurde (und welche Fortschritte wurden seitdem in der Vinifizierung dieses Weines erzielt!) und der mit einem der besten Preis-Genussverhältnisse in ganz Spanien ausgestattet und einer unserer meist verkauften Rotweine überhaupt ist.
Zu genießen ab sofort zu kräftigen Fleischgerichten (Dekantieren bitte), Höhepunkt Ende 2006 bis 2010.



DEUTSCHLAND

Schlossgut Diel - Nahe

So klein das feine Weinanbaugebiet der Nahe auch sein mag, so grandios die Qualitäten. Die phantastische Jahrgangstrilogie 2003/4/5 ist geradezu eine Demonstration des außerordentlichen Potentials einer mit optimalen mikroklimatischen Bedingungen und extrem vielfältigen Böden gesegneten Landschaft. Gott lebt an der Nahe, dieses schon legendäre Urteil von Marcus Hofschuster, renommierter Verkoster des Internetweinführers www.wein-plus.de, den genialen 2003er Jahrgang betreffend, avancierte mittlerweile unter Weinliebhabern zum geflügelten Wort und die großen Gewächse der besten Winzer sind extrem begehrt. Bei aller rühmenswerten Qualität auch in der Breite, drei Spitzengüter thronen dennoch über allen und zählen unstrittig zu den Top-Ten in Deutschland: Dönnhoff, Emrich-Schönleber und Diel. Drei unterschiedliche Charaktere, drei große Winzerpersönlichkeiten der Region, drei höchst individuelle Weinkollektionen, die jedes Jahr aufs Neue um die Krone des Besten ringen, immer nur um Nuancen voneinander getrennt, die jedoch stets eins vereint: Ihre im internationalen Maßstab gesehen spektakulär preiswerten besten Gewächse gehören zur absoluten Spitze in der Welt!

Armin Diels phantastische Kollektion 2005 (mein Wort drauf: definitiv die BESTEN Weine in der glanzvollen Geschichte des Gutes) demonstriert eindrucksvoll den qualitativen Sprung, den das traditionsreiche Schlossgut unter der Ägide von Diel, einem brillanten, eigenständigen Charakterkopf mit Ecken und Kanten, und seinem genialen Kellermeister Christoph J. Friedrich in den letzten Jahren getan hat. Beide haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Nahe in ihrer Spitze mit höchst eigenständigen Interpretationen ihrer jeweiligen so heterogenen Terroirs brilliert und grandiose Kreszenzen erzeugt, die zu meinen persönlichen Lieblingsweinen gehören!
Unverkennbar die Authentizität dieser rassigen, zutiefst mineralischen Weine, die in sich sowohl die moselanische Eleganz als auch die Finesse des Rheingaus und die wollüstige Opulenz und Fülle bester Pfälzer Rieslinge zu vereinen scheinen. Die Ursachen für die herausragenden Qualitäten der weißen und roten Burgundersorten wie der Spitzenrieslinge sind, wie sollte es anders sein, im Wingert zu suchen. Die besten, extrem steilen, südlich exponierten Weinbergslagen des Schlossgutes Diel liegen nahe der Burg Layen in den Ausläufern, aber auch im Wind- und Regenschutz des Rheinischen Schiefergebirges in der Gemarkung von Dorsheim – in einem Radius von gerade einmal 1.000 m – und ergeben dennoch aufgrund ihres höchst unterschiedlichen Terroirs stilistisch sehr differenzierte Weine.

Durch die erheblichen Temperaturunterschiede von Tag und Nacht (Schwankungen von 20 Grad und mehr sind keine Seltenheit), die natürlich auch für die Aromenbildung in den Trauben von unschätzbarem Vorteil sind, verwitterte das unterschiedliche Gestein bald zu größeren und kleineren Brocken und bildet so die extrem heterogenen Böden dieser großartigen Lagen. Naturnaher Anbau in den malerischen Steillagen und extrem viel Handarbeit während der gesamten, sehr langen Vegetationsperiode (aufwändige Laubwerksarbeiten sowie selektivste Lese in mehreren Erntedurchgängen) sind unabdingbare Voraussetzungen für die spektakulären Resultate, die mittlerweile im Schlossgut Diel erzielt werden.

Die Vinifizierung des Lesegutes erfolgt bei solchen Perfektionisten wie Armin Diel und seinem sensiblen Weinmagier Christoph J. Friedrich so schonend wie möglich: Der feinfühlige Ausbau der Rieslinge vollzieht sich in klassischen Holzfässern aus Eichenholz aus dem nahe gelegenen Soonwald unter optimalen Bedingungen im kühlen, unterirdischen Schlosskeller. Das Resultat: Im Bilderbuch-Jahrgang 2005 wurden in den Dorsheimer Steillagen höchst individuelle Rieslinge mit einer sagenhaften Finesse und Komplexität in den Aromen, einer inneren Dichte und Kraft und einer moselanischen Eleganz und abgrundtiefen Mineralität erzeugt wie nie zuvor, die diese Großen Gewächse zum Synonym werden lassen für trockenen Weltklasseriesling bester deutscher Provenienz!

Armin Diel besitzt als einer der beiden Herausgeber des Gault Millau das nötige Fingerspitzengefühl, die Beurteilung seiner eigenen Weine nicht zu veröffentlichen – auch, wenn er sich mit dieser Entscheidung angesichts der spektakulären Qualitäten eines offensichtlichen Vorteils beraubt. Lassen Sie mich zu der herausragenden Kollektion der Diel’schen Weine daher heute drei international kompetente Stimmen zitieren: Michel Bettane, einer der führenden Köpfe der französischen Weinszene, zählt in der Revue du Vin de France in seinem Ranking das Schlossgut Diel als eines von acht deutschen Weingütern zu den besten Domänen der Welt! In Steven Tanzer’s höchst angesehenem WINE CELLAR (Diel: the third big gun on the Nahe) wurden die 2004er Großen Gewächse ebenso zu den absoluten Spitzen der deutschen Rieslinge gezählt wie im Tasting von Peter Moser, Chefredakteur des FALSTAFFS, Österreichs renommiertem Weinmagazin, der den ‚Burgberg’ nach Kellers ‚Hubacker’ mit der zweithöchsten Note aller degustierten 2004er Weine adelte. Und ich gebe Ihnen mein Wort: Nach intensiven Verkostungen bin ich der festen Überzeugung, im Jahrgang 2005 haben Armin Diel und Christoph J. Friedrich infolge großartiger klimatischer Bedingungen (ein Bilderbuchherbst, aber auch eine natürliche Ertragsbegrenzung der lockerbeerigen, traumhaft aromatischen Trauben durch Verrieselungen im Frühjahr) und subtiler Weiterentwicklung im Wingert wie im Keller noch einmal eins drauf gesetzt und phantastische Weinunikate allerhöchster Qualität vinifiziert, die weltweit keine Konkurrenz zu fürchten haben. Rislinge at its best, Gänsehautatmosphäre und meine ganz besondere Empfehlung!


932505 Diel, Riesling Classic, trocken 2005 9,90 Euro
Traumhaft schöner, extrem sorgfältig selektionierter Gutsriesling von unterschiedlichen Böden bester Südlagen, deren kleinbeerige, kerngesunde und hoch aromatische Trauben entscheidend zur Komplexität und Verspieltheit dieser großartigen Visitenkarte des traditionsreichen Weingutes beigetragen haben. In der Nase fasziniert ein mineralischer, ‚kühler’ und leicht kräutriger Duft nach wilden Aprikosen, Weinbergspfirsich und nach längerer Öffnung ein Hauch von schwarzen Johannisbeeren sowie zarten exotischen Aromen. Am Gaumen dicht und mineralisch, deutlich schmeckbar eine erlesene Traubenpartie aus dem Johannisberg mit seinen verwitterten grauen Schieferböden, eine zartsüße, beschwingte, rassige Frucht, feinst ziselierte Säure, daher traumhaft erfrischend und animierend. Nach längerer Öffnung im Glas wiederum herrlich betörende Cassisnoten, dazu eine dezent unterlegte rauchige Note und ein faszinierender mineralischer Abgang. Phantastisches Preis-Genussverhältnis, ein großartiger, bestens balancierter, harmonischer Basiswein auf dem Niveau einer hochkarätigen trockenen Spätlese, die ungemein viel Lust macht auf das nächste Glas.
Bereits der (fast) genau so gute Jahrgangsvorgänger wurde von Jancins Robinson in ihrer großen Degustation der deutschen Rieslinge ausdrücklich als Musterbeispiel eines ebenso preiswerten wie aromatischen Rieslings gelobt! Und ich verspreche Ihnen: Sie finden nicht wenige, wesentlich teurere Große Gewächse in deutschen Landen, die gegen diesen ungemein charaktervollen, ebenso mineralischen wie cremigen Weißwein keine Chance haben!
Zu genießen ab sofort bis Ende 2008.



933805 Diel, Grauburgunder Classic, trocken 2005 12,90 Euro
Pinot Grigio! Ausgelutscht sagen Sie? Einverstanden! Aber dann probieren Sie doch bitte mal Grauburgunder bester deutscher Provenienz. Dieser enorm charaktervolle Wein von mineralischen Böden, allesamt beste Grand-Cru-Lagen, überzeugt mit seinem feinwürzigen Duft und komplexen Anklängen an reifen Apfel, Pfirsich, Honigmelonen und seinen aromatischen nussigen Anklängen. Füllt am Gaumen auch den letzten Mundwinkel aus, ist sehr mineralisch, geschmeidig und von einer glasklaren Sortentypizität geprägt. Gewinnt mit Luft noch an mineralischer Tiefe, daher unbedingt Dekantieren.
Wer braucht bei solch grandiosen charaktervollen Grauburgundern und erstklassigen Essensbegleitern eigentlich noch einen seelenlosen Pinot Grigio aus dem Supermarkt?



932905 Diel, Dorsheimer Pittermännchen Riesling Großes Gewächs, trocken 2005 21,00 Euro
Mit einem Besitz von nur einem Hektar ist das Pittermännchen, das sich in seiner Stilistik enorm von seinen beiden Nachbarlagen unterscheidet, ein sprichwörtliches Kleinod in der Kollektion des Schlossgut Diels. Die Bezeichnung geht zurück auf das 16. Jahrhundert, als ein Pittermännchen eine kleine Silbermünze war. Der tiefgründige Lehmboden dieser steilen Südlage weist einen sehr hohen Anteil an Schiefer und Kieselsteinen auf, was den feinrassigen Weinunikaten eine erfrischende mineralische Note verleiht. In der Nase fasziniert ein kühler zart minziger Duft vom Schiefer, der dieses Idealbild eines filigranen trockenen Rieslings in seiner gesamten Stilistik prägt.
Nach längerer Öffnung feinfruchtige, verführerische Noten von Aprikosen und Pfirsichen mit einer Spur Cassis, deutlich schmeckbar die traumhaft reife Frucht des kerngesunden Lesegutes. Am Gaumen eine betörend schlanke, ungemein finessenreiche Stilistik mit animierendem Säurespiel. Feingliedrig und zart wie stets, doch die famosen Jahrgangsbedingungen zeichnen für eine nie zuvor erlebte innere Dichte und eine vibrierender Strahlkraft verantwortlich. Feinst ziselierte Säure, großartiges Spiel, bestens eingebundene Mineralität, fruchtiger, extrem dichter, packender Nachhall, der noch sehr lange auf der Zunge verweilt. Liebhaber mineralischer Rieslinge mit moselanischer Finesse und Eleganz, die nicht unbedingt barocke Gewächse oder Pfälzer Schmusekätzchen zu ihren persönlichen Favoriten zählen, werden mit diesem laserartig fokussierten Riesling, der eindrucksvoll demonstriert, wie sensationell gut auch extrem trockene Rieslinge von Schieferböden schmecken können, eine große Freude haben.
Zu genießen ab seiner Freigabe im September 2006, Höhepunkt 2008 bis mindestens 2015.

In Subskription, später 24,00 Euro


932605 Diel, Dorsheimer Burgberg Großes Gewächs Riesling, trocken 2005 25,90 Euro
Erst seit Mitte der 90er Jahre besitzt das Schlossgut Diel 1,8 ha im extrem steilen Burgberg und damit exakt die Hälfte dieser mikroklimatisch einzigartigen Hanglage, die, wie ein Amphitheater nach beiden Seiten von den kalten Hunsrückwinden geschützt, im engsten, fast schroff wirkenden Teil des Tales zu finden ist. Der Name entstand in Anlehnung an die Burg Layen und unterstreicht die Besonderheit seines einzigartigen Terroirs. Der mit zerfallenem Schiefer und einer Unmenge an Kieselsteinen durchsetzte tiefgründige Lehmboden über nacktem Fels bietet exzellente Voraussetzungen für die Erzeugung hochfeiner, rassiger und mineralischer Rieslinge mit großem Alterungspotential. In der ungemein verführerischen Nase betört ein sehr kühler, traumhaft mineralischer, feinst kräutriger (typisch für Taunusquarzit) und zart tabakiger Duft mit Anklängen an Feuerstein, weißen Weinbergspfirsich, Ananas und Maracuja.
Am Gaumen extrem vielschichtig und harmonisch, enorm dicht und konzentriert, dabei voller Eleganz und Finesse, feinsaftige, überwältigende Pfirsich-Zitrusfrucht, lebhafte Säure, große Länge. Ein vibrierender, sensationell fokussierter Riesling aus extrem niedrigen Erträgen goldgelber, phantastisch aromatischer Trauben aus einem großartigen Steilhang, der trotz seiner gewaltigen Mineralität auf der Zunge einen Reigen zu tanzen scheint. Dies ist einer dieser so raren, großen Terroirweine, die eine ureigene Geschichte erzählen: Von tiefen Schieferschichten und von hartem Fels, in die sich die Wurzeln alter Rieslingreben hinein gewunden und vom glockenklaren Klang der Mineralien, die sie dabei aufgenommen haben. Kategorie Lieblingswein!
Wurden bereits die beiden Vorgängerjahre dieses Wahnsinnstoffs von der Fachpresse zur Elite der deutschen Spitzenrieslinge gezählt (etwa der 2003er, der von VINUM als Nr. 1 eingestuft wurde) möchte ich dieses monumentale Meisterwerk großer deutscher Rieslingkultur mit 96+ Punkten bewerten. Herzlichen Glückwunsch Armin Diel und Christoph Friedrich für diesen großen Wein nahe an der Grenze zur Perfektion, der sich bis zu zwei Jahrzehnten hin traumhaft entwickeln wird!

In Subskription, später 28,90 Euro


932005 Diel, Dorsheimer Goldloch Riesling Großes Gewächs, trocken 2005 24,00 Euro
Mit gut vier Hektar Rebfläche ist das Schlossgut Diel bei weitem größter Besitzer in dieser legendären Steillage, in der im 17. Jahrhundert nach Gold gegraben worden sein soll. Eine andere Deutung des Namens kommt aus dem Volksmund und besagt, dass früher die Winzer mit ihren Weinen aus dieser Spitzenlage viel Gold verdient hätten. (So erzielten Spätlesen aus dieser großartigen Lage vor 80 Jahren höhere Preise gar als die zu Recht gerühmten Gewächse von Château Latour!)
Wie dem auch immer sei, der von einer sehr dünnen Lehmauflage und Kieselsteinen bedeckte Urgesteinsboden auf felsigen Konglomeraten verleiht den Weinen eine immense Kraft, hohe Eleganz und formidable Tiefe zugleich. Doch Vorsicht: Unmittelbar nach der Öffnung wird Sie der mineralische Extrakt dieses Weltklasserieslings mit einer Urgewalt anspringen und alle olfaktorischen Sinne betäuben. Bis etwa ein halbes Jahr nach der Füllung wird dieser Zustand so bleiben, dann wird sich dieser monumentale Wein, insbesondere mit Sauerstoffzufuhr, immer mehr öffnen und mit ungemein komplexen, verführerischen, lasziven Noten begeistern, die ins Rotfruchtige gehen und mit saftigen gelben Früchten wie Mango, Maracuja und Pfirsich changieren. Reintönig, mächtig, konzentriert, opulent und zupackend am Gaumen, einem Symphonieorchester ähnlich, das zur Ode an die Mineralität und Komplexität großer trockener Rieslinge aufspielt, ungemein komplex in seiner Aromatik (deutlich wahrnehmbare Cassisaromen und Mandarinen), perfekte Balance zwischen phantastischem Schmelz, schmeichelnder Cremigkeit und vibrierender Stahligkeit, eine eiserne Faust im samtenen Handschuh, wie die Franzosen gerne solch gleichermaßen zupackende wie burgundische Noblesse ausstrahlende Weincharaktere beschreiben. Was mich an diesem Wein diesmal noch mehr fasziniert als in der Vergangenheit, ist, wie er sich im Mund nach hinten immer mehr aufbaut, fordernd und verführerisch zugleich mit einer Wahnsinnstextur und sensationellen Mineralität. Ein majestätischer Riesling, ein großer Wein, mehr als nur eine tolle Bestätigung der Kritiken seines Jahrgangsvorgängers, der von Mario Scheuermann in ALLES ÜBER WEIN (1/05) als einer der allerbesten des Jahrgangs in Deutschland bewertet wurde! Ein singuläres Unikat, ein würdiger, doch stilistisch völlig anders geartete Rivale des ‚Burgberg’, vielleicht gar auf Dauer gesehen noch ein einen Tick besser. Die Zeit wird es zeigen.
Lassen Sie sich diese phänomenalen Großen Gewächse von Armin Diel auf keinen Fall entgehen. Wann wird es je wieder einen solchen Jahrgang in Deutschland geben? Die Verrieselungen im Frühjahr, die daraus folgende Kleinbeerigkeit und intensive Aromatik der Trauben, der Regen des August, der ein Fluch für die Urlauber, aber ein Segen für die Reben war und ein traumhafter Herbst mit ungemein warmen Tagen, aber sehr kühlen Nächten, erbrachte ein Lesegut wie nie zuvor! Christoph Friedrich hat daraus authentische Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau erzeugt. Châpeau!
Zu genießen nach seiner Freigabe im September (am besten aus einem großen Burgunderpokal) bis wenigstens 2020.

In Subskription, später 27,50 Euro


933903 Diel, Sekt Dorsheimer Goldloch Riesling Brut 2003 27,90 Euro
Duftet nach zarter Aprikosenhaut und weißem Pfirsich, leicht rauchige Note mit Anklängen an edle Zigarrenkiste, feinst anklingende Süße, cremiger Körper, geschmeidige Fruchtfülle, sensationell schöne Säurestruktur, traumhaft mineralischer, vibrierender Nachhall. Ein nobler Schaumwein der absoluten Spitzenklasse, der es mit edelsten Jahrgangschampagnern aufzunehmen vermag.
Der einzige Wermutstropfen: Von diesem handwerklichen Unikat gibt es nicht mal 1000 Flaschen!

Traditionelle Flaschengärung, degorgiert 20.12.05


Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann