Saarlouis, im Februar 2006

PINwand N° 111


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

vom Weingut Keller (Rheinhessen, „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts”) präsentieren wir die Subskription der Großen Gewächse 2005, Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau ebenso wie die herrlichen Weißweine von Helmut Dönnhoff.

Die Domaine Força Real besitzt Kultstatus im Roussillon, Alain Chabanons (Domaine Font Caude — Montpeyroux) legendäre Terroirweine haben, seit sie in einer großen Blindverkostung Rayas und Pétrus schlugen, einen ähnlich mythischen Ruf wie die Weine der Domaine de Trévallon!

Sang de Cailloux „der neue Superstar von Vacqueyras, besitzt das höchste Niveau der Appellation und kann mit den besten Weinen von Gigondas und Châteauneuf verglichen werden kann, allerdings zu einem Drittel des Preises, ,these are exceptional wine values’” (Parker).

Von Bouvet-Ladubay, dem Schrecken aller Champagnerhäuser, verwöhnen wir Sie mit einem attraktiven Angebot und Freunde italienischer Weine können sich an den leckeren Tropfen von Saladini Pilastri erfreuen. Frisch eingetroffen ist die neue Ernte des Siegers im großen FEINSCHMECKER-Olivenöltest 2004, Tenuta Zangara aus Sizilen — sensationelle Qualität!


Wegen großer Nachfrage bereits vergriffen, können wir Ihnen aus den Châteaureserven wieder liefern:

570104 Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge 2004 9,50 Euro
„CHAMPION DE BORDEAUX” (RVDF)
Aus den klassischen Edelreben Cabernet Sauvignon und Merlot aus sehr guten Parzellen in unmittelbarer Nähe der Gironde vinifiziert Eric einen sehr feinen, intensiv aromatischen Wein mit ausgeprägter Frucht und harmonischer Ausgewogenheit. In der Nase zeigen sich die noblen Aromen klassischer Bordelaiser Rotweine noch sehr verwoben, offenbaren aber bereits in Ansätzen ihre fabelhafte Komplexität.
Dieser für seine Preisklasse extrem tiefgründige Wein offeriert auf der Zunge eine erstaunliche Dichte mit süßen, reifen Gerbstoffen, intensive Anklänge an Schwarzkirschen, Waldbeeren und Cassis und dies alles verpackt in eine erstaunliche Fülle und eine vielschichtige, anspruchsvolle Textur. Dazu präsentiert sich dieser extrem feine Wein voller Rasse und Eleganz und mit einem festen mineralischen Kern auf der Zungenmitte.
Was für ein leckerer Wein mit einem tollen Potential, der bei aller Dichte sehr vornehm wirkt und überhaupt nicht „lautschreierisch”, vielmehr von seiner kühlen, rassigen Stilistik geprägt wird und dies alles zu nachvollziehbar extrem fairem Preis. Cru Monplaisir ist ein beeindruckender „kleiner” Bordeaux, ein neuer Stern in seiner so preiswerten Supérieur-Klasse, der viele wesentlich teurere Namen mühelos an die Wand spielt und daher ein ganz heißer Tipp in der Insiderszene von Bordeaux!

Eyrins, Cru Monplaisir, Bordeaux Supérieur, rouge



570303 Château des Eyrins, Margaux rouge 2003 26,00 Euro
Die „Revue du vin de France” verleiht die sehr selten vergebene, höchste Auszeichnung, den ,coup de coeur’ („Lieblingswein”).



Ebenfalls wieder eingetroffen zwei Klassiker aus Rheinhessen von Dirk Würtz, sympathischer Revoluzzer und Qualitätsfanatiker:

950404 Würtz, „Potate”, Riesling trocken (DV) 2004 4,95 Euro



950104 Würtz-Maas II Riesling, trocken 2004 9,50 Euro



Schnäppchen:
Wir haben Inventur gemacht und präsentieren Ihnen heute und in den nächsten Pinwänden einige tolle Weine in geringen Restmengen, die dringend unseren Neueinkäufen Platz machen müssen. Wer sich schnell entscheidet, hat die Chance, höchst attraktive Weine deutlich unter ihrem wahren Wert zu erwerben!


701603 Hirsch, Riesling „Heiligenstein” (DV) 2003 , statt 23,00 nur 16,90 Euro
DER große Rivale bester und weltweit renommierter, aber wesentlich teurerer Rieslinge aus der benachbarten Wachau. Ein großer komplexer Wein, ein Meisterwerk, das Johannes Hirsch als virtuosen Künstler zeigt. Fast auf dem gleichen Niveau wie der von VINARIA (12/05) mit der Traumnote 19,3/20 Punkten als bester österreichischer Riesling des Jahrgangs 2004 gefeierte Nachfolger!



168302 Antonin, À Contre Courant, rouge 2002 , statt 11,00 nur 8,50 Euro
Ein äußerst sympathischer Preis für die letzten Kisten des besten Winzers aus dem Luberon!



In letzter Minute:
REVUE DU VIN DE FRANCE, Ausgabe Februar 2006, feiert den „Le Cédre” unseres legendären Châteaus du Cèdre als besten Wein einer großen Malbec-Verkostung Cahors gegen Argentinien!

502203 Château du Cèdre, „Le Cèdre”, rouge 2003 26,00 Euro



FRANKREICH

Domaine Força Real - Roussillon

Ein traumhafter Ausblick, ein kleines Paradies! Nach einer abenteuerlichen Anreise über serpentinenartige, schlaglochdurchsetzte Feldwege schweift mein Blick von der über 400 m hoch gelegenen Anhöhe bei traumhaft schönem Wetter und angenehmen Morgentemperaturen über die steilen Parzellen mit ihren so gepflegten, im saftigen Grün stehenden Reben zu den schneebedeckten Gipfeln der Pyrenäen (2 Wochen vor meinem Besuch, Anfang Juni, hatte es noch geschneit) und weit unten am Rande der Ebene schimmert tiefblau das Mittelmeer und lädt zum Baden. Ein Moment zum Innehalten, zum Meditieren gar.

Jean-Paul Henriquès, genialer Winzer und Eigner dieser adlerhorstartig gelegenen Domaine nähert sich in seiner bekannt dynamischen, ungemein freundlichen Art und begrüßt mich sehr herzlich. Zunächst besichtigen wir das traumhafte Areal, das Jean-Paul 1989 gekauft hat und seither mit seinem Sohn Cyril bewirtschaftet: ein altes Gebäude auf dem Gipfel des Bergkamms, das einst als Wachstation diente (als in früheren Jahrhunderten die Grenze zwischen Spanien und Frankreich noch weiter östlich verlief als heute) und dann widmen wir uns den mit großer Sorgfalt und klug bedachter Standortwahl neu angepflanzten Edelreben für die erstklassigen Rotweine.

Es ist kaum zu glauben: Die Vorbesitzer hatten auf diesem für große Rotweine traumhaft gelegenen Höhenzug noch süße Rivesaltesweine produziert. Welch gröbliche Missachtung des sensationellen Potentials einzigartiger Parzellen aus ärmlichen Schieferböden — Liebhaber finessenreicher Rieslinge von der Mosel wissen, wovon wir hier sprechen! Dieser im französischen Süden raren Bodenstruktur und der optimalen Höhenlage mit starken Temperaturschwankungen von Tag und Nacht verdanken die Weine von Força Real ihre so traumhafte, sonst nur selten anzutreffende Kombination einer reifen, sehr weichen, expressiven Frucht mit einer faszinierenden Mineralität, Finesse und Eleganz, einer frischen Säurestruktur und weichen, extrem reifen, schmelzigen, edlen Tanninen. Nachdem Jean-Paul Henriquès dieses spektakulär über der Ebene von Perpignan gelegene „Adlernest” gekauft hatte (trockene Winde, schützende Bergketten und Sonnenbestrahlung von früh morgens bis spät abends bieten ein traumhaftes Mikroklima), regenerierte er zunächst in mühsamer Arbeit die verwahrlosten, aber teilweise hochwertigen alten Rebanlagen, pfropfte um auf Syrahreben und pflanzte auch neu an, renovierte dann im zweiten Schritt das heruntergekommene Gut, investierte viel Geld in hochmoderne, unterirdische, auch im heißesten Sommer kühle Kelleranlagen und begann bald, Aufsehen erregende Qualitäten zu erzeugen, die spätestens seit dem 2000er Jahrgang zur absoluten Spitze des Roussillon zählen!

Forca Real: Das sind wohlschmeckende, ungemein preis„werte” Weinunikate, die vortrefflich ihr unvergleichliches Terroir reflektieren. Solch singuläre Qualitäten findet man nicht oft im Ozean immer uniformer werdender Weine. Die neuen Jahrgänge sind so spektakulär schön ausgefallen, dass wir eingekauft haben, was wir nur bekommen konnten und hoffen, alle Kundenwünsche nach diesen originären Weinen befriedigen zu können. Die Weine von Força Real eignen sich vorzüglich als große Lagerweine, sind aber aufgrund ihrer weichen Tanninstruktur schon in der Jugend mit größtem Genuss zu trinken.


344104 Força Real, „Mas de la Garrigue”, rouge 2004 6,80 Euro
Einer der schönsten Alltagsrotweine des französischen Südens: Begeistert mit Weichheit und Schmelz am Gaumen und endet mit samtiger Fruchtsüße in packend filigraner Finesse. Chapeau, Jean-Paul Henriquès! Dieser Wein ist eine Granate fürs Geld: Er duftet nach delikater Kirschfrucht, kleinen Him- und Erdbeeren und die herrlich reifen Fruchtaromen sind zart rauchig unterlegt. Viel leckerer Stoff in der Gaumenmitte und ein nachhaltiges Finale, mit einer dezenten Kandissüße, etwas getrockneter Aprikose und einem leichten, schmeichlerischen Dörrpflaumentouch. Die Zunge betört ein rotbeeriges Fruchtspiel, ein ausgewogenes Verhältnis von Kraft, Dichte und delikatem Spiel, eine zarte Mineralität und eine fein ziselierten Säure, das alles eingebettet in saftige, cremige, reife Gerbstoffe. Quasi auf sympathischem Alltagsniveau die Demonstration von Herkunft und Ursprung, der Dimensionen der potentiellen Möglichkeiten des Roussillon. Unmöglich, meinen Sie? Gar die Quadratur des Kreises? Dann lege ich Ihnen diesen Lieblingswein vieler unserer Kunden wärmstens ans Herz. Vor allem das „Eleganzjahr 2004” kommt diesem leckeren Herz-Stoff ungemein entgegen: Jeder Schluck ein Treffer!
Dieser ungemein animierende Spaßwein ist wegen seiner herrlich weichen, geschmeidigen Art bereits jetzt angenehm zu trinken, hat aber Potential bis etwa 2009.



344203 Força Real, „Côtes du Roussillon Villages”, rouge 2003 9,40 Euro
Ist das gut! Von allem so viel, aber nichts im Übermaß! Reife, konzentrierte Frucht, rare Würzsubstanz und packende Mineralität. Dieser Wein setzt sich sofort, beim ersten Hineinschnuppern, in den Papillen fest. Ein weicher Wein zwar, aber kein Softie oder flatterhafter Charmeur. Dafür sorgt die expressive Schiefer-Mineralität, wie man sie im Weißweinbereich von tollen Moselaner-Rieslingen kennt.
Expressive, geschmeidige Kraft und kühle, ausgefuchst vinifizierte Tanninstruktur ergeben eine famose Spannung zwischen Wärme und Kühle, zwischen Mineralität und Frucht, die am Gaumen spielt, die grandioses Trinkvergnügen beschert, die Emotionen weckt nach diesem tollen Schieferparfum und den saftigen Beerenaromen. Aber was für Beeren sind das! Kleine, leckere, wild gewachsene, höchst aromatische Wald- und Heidelbeeren, auf wohl schmeckende Art gepaart mit prallen, saftigen Pflaumen und schwarzen Kirschen. Ein ganz feines Spektrum von gerösteten orientalischen Gewürzen liegt unter diesen saftigen Früchten, zarte Noten von Minze und Veilchen geben Frische und Komplexität. Und alle Komponenten sind perfekt eingebunden in die natürliche Ausstrahlung des steilen Schieferbodens, auf dessen Hang die Trauben aus Syrah, Grenache und Carignan für diesen tiefdunklen, fast schwarzen Wein wachsen.
Dieser sensationell bepreiste, trotz aller Power sublime Stoff braucht Zeit und Luft und war zwei (!) Tage nach dem Entkorken erst auf seinem Höhepunkt. Ein emotional berührender Gruß aus einer der schönsten Landschaften Frankreichs, der unter die Haut geht!
Zu genießen ab sofort, mehrstündiges Dekantieren empfohlen (oder Flasche öffnen und am nächsten bzw. übernächsten Tag trinken), bis mindestens 2010.



344303 Força Real, „Les Hauts de Força Real”, rouge 2003 14,80 Euro
Die Steigerung. Das Nonplusultra. Kräftiges, intensives Rubinrot. Tolle Konzentration! Expressive Mineralität, die förmlich aus dem Glase springen möchte. Ungemein tiefgründige, verwobene Frucht, dunkel, maskulin, das ungezähmte Pendant zu den genialen, extrem geschliffenen Weinen von Gérard Gauby. Ein explosives Gemisch aus Frucht, Mineralität und Würze, aus Brombeeren, Schiefer und Holz. Zunächst faszinierende Facetten von Kakao, Kaffee und Schokolade, dann immer fruchtiger werdend. Mit konzentrierten dunklen Beerenaromen, aber auch einer ganzen Schiffsladung voll frischem, knackigem, saftigem Tannin, das sich nach einer einstündigen Belüftung bereits zart angerundet präsentiert.
Urwüchsig und enorm viel Charakter, viel Biss und Komplexität. Distanziert und wollüstig zugleich, erinnert an beste Prioratweine, ist aber in seiner Jugend eine Spur strenger und intellektuell fordernder. Aber auch ein sinnlicher Brocken, doch keinerlei Marmelade oder gar Vanille. Nach längerer Belüftung kommt eine animierende Würze ins Spiel, eine erdige Mineralität, auch etwas Tabak und schließlich eine distinguierte Kandissüße.
Das ist schlichtweg groß. Das lässt sprachlos werden, angesichts der sensationellen Preis-Genuss-Qualität! Wo sonst bekommt man so viel Wein für das Geld? Einer der ultimativ großen, aufregenden, neuen Terroirweine Südfrankreichs und eine Provokation von vielen wesentlich teureren — und deutlich schwächeren — angeblichen „Prestige-Gewächsen” aus den renommierten „Prestigeregionen” dieser Welt. Dieser komplexe Wein riecht so ungemein vibrierend, wie es hoch oben im „Adlerhorst” des Roussillon lebendig vielfältig duftet. Wenn ich einen Schluck dieser originären Cuvée zu mir nehme, werden Erinnerungen wach und ich tauche ein in die angenehm wohl tuende Sonne eines Spätnachmittags im Frühling, der kühlende Abendwind streicht bereits über die Reben, und ich tanke Hoffnung und Kraft. Kann es ein schöneres Kompliment geben?
Probieren Sie unbedingt diesen autochthonen, charaktervollen Wein, der nach Herkunft schmeckt, nach mediterraner Heimat, nach dem prachtvollen Weinberg, auf dem er gewachsen ist. Einer der schönsten, im Barrique ausgebauten Syrahweine des französischen Südens — aber mit nördlicher Noblesse gesegnet. Doch Vorsicht: Die ungezähmte Wildheit lauert in der abgründigen Tiefe!
Zu genießen ab sofort (Dekantieren empfohlen), Höhepunkt Ende 2007 bis 2012.



Domaine Font Caude - Montpeyroux

Alain Chabanons legendäre Terroirweine schlagen in großer Blindverkostung die mythischen Gewächse von Rayas und Pétrus!

In Frankreich hat dieser sympathische Winzer längst Kultstatus erreicht: Alain Chabanon, begnadeter Eigner der winzigen Domaine Font Caude, wird seit mehreren Jahren in einem Atemzug genannt mit Laurent Vaillé (Grange des Pères), Didier Barral, Jean Rosset, (Château de la Negly) oder Marlène Soria, wenn Insider über die ganz großen, autochthonen Weinjuwelen des Midi diskutieren. Alains rare, höchst individuelle Gewächse werden in einer der besten Appellationen des Languedoc vinifiziert, in dem kleinen, verschlafenen Örtchen Montpeyroux, romantisch in der kargen Garriguelandschaft am Fuße der wilden Cevennen gelegenen. Es sind stilistisch ganz eigenständige Tropfen, die wegen ihrer Frische und ihres Terroircharakters zweifellos zu den neuen Referenzweinen des Languedoc zählen, wie sie nur eine avantgardistische Winzerelite in einer Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und schöpferischem Genius vinifizieren kann.

Alain Chabanon kennt in qualitativer Hinsicht keinerlei Kompromisse! Seinen extrem ärmlichen Kalk-Lehmböden ringt er EIGENHÄNDIG noble Finesse und feine Textur ab, wie sie in dieser Perfektion ganz selten sind im Languedoc. Daher sind seine faszinierenden Tropfen von einem differenziert kühlen Mundgefühl geprägt, das — bei aller Konzentration und Dichte — Mineralität, Rasse und selten feine Tannine in den Vordergrund stellt. Kein Wunder, dass der renommierte französische Gourmetführer Gault Millau Alain Chabanon zum Winzer des Jahres kürte und zwei seiner Spitzencuvées in einer spektakulären Degustation von Jancis Robinson, weltweit renommierter ,master of wine’, („Midi v. France’s finest”, in der die neue Elite des französischen Südens gegen Klassiker aus Bordeaux und von der Rhône antraten), gar die Legende aus Châteauneuf-du-Pape, den weltberühmten Rayas, sowie Pétrus, den unangefochtenen König aus Pomerol, aus dem Felde schlugen! Dennoch werden Alains Weine weltweit einem winzigen Kreis von Kennern vorbehalten bleiben, da sein kleines Kultgut wegen seiner unumstößlichen Philosophie, alle wichtigen Arbeiten aus Qualitätsgründen nur eigenhändig ausführen zu wollen, auch in Zukunft auf keinen Fall vergrößert wird.

Das Resultat solch handwerklich sorgfältigster Arbeit im Detail: Extrem mineralische, individuelle Weine von charismatischer Ausstrahlung mit einer raren inneren Dichte, cremigen, kühlen Gerbstoffen und einer großen Balance, Harmonie und sagenhaften Frische. Doch Vorsicht, diese hochkomplexen Weine singulärer Stilistik wenden sich eher an den fortgeschrittenen Liebhaber als an den Weinnovizen. Denn sie sind alles andere als marktschreierisch laut oder ,easy-going’, weder Tanninmonster noch Extraktionswunder oder opulente Marmeladenfruchtbomben. Daher bedarf es, um ihre hohe Qualität zu erkennen (mit Ausnahme der trinkanimierenden Basiscuvée ,Campredon’), schon einer gewissen Trinkerfahrung und einem feinen Gespür für die subtilen Nuancierungen, die einem wahrhaft großen Wein zu eigen sind. Doch wer sich auf diese wunderbaren Spitzengewächse aus biodynamischem Anbau einlassen kann, ihnen Zeit gibt, im Glas und in der Flasche (bitte wenigstens 2-3 Jahre nach der Abfüllung in Ruhe reifen lassen), der wird mit Referenzweinen für Terroircharakter, Frische und Individualität reichlich beschenkt. Alains ungeschönte und unfiltrierte Meisterwerke schmecken — am besten bei Trinktemperaturen zwischen 17° und 19° C — wie die Inkarnation ihrer spröden, wildromantischen Landschaft: Es sind noble Gewächse voller Aura und Charisma mit dem Potential zur Legende!


358504 Font Caude, „Campredon”, rouge 2004 11,90 Euro
Alains faszinierende, leuchtend rote Basiscuvée aus den klassischen Rebsorten ihrer Region (ca. 50% erstklassige Syrahreben, dazu Grenache, Mourvèdre sowie Carignan) wurde im großen Languedocjahrgang 2004 erstmals vinifiziert und 6 Monate lang behutsam ausschließlich im Edelstahl ausgebaut. Diese sensible Weinwerdung im Keller ohne übermäßige Extraktion manifestiert sich in einer komplexen, frischen Fruchtfülle in der Nase: Cassis, Lakritze, Sandelholz, Oliven sowie traumhaft würzige Kräuter seiner wild-spröden Garrigueheimat.
Die Zunge wird von diesem ,feinsinnigen’ edlen Tropfen geradezu gestreichelt, da er mit seiner sinnlichen Textur weich, sanft, dicht und kompakt zugleich den Gaumen derart verwöhnt, wie es in dieser Preisklasse völlig ungewöhnlich ist. Die tabakig-würzige Tanninstruktur ist edel, die Gerbstoffe wirken kühl, seidig und extrem feinkörnig und die feine Mineralität im langen Abgang, Kennzeichen großen Terroirs, signalisiert unverkennbar seine große Klasse.
Seine animierende Ausstrahlung macht diesen herausragenden unfiltrierten und ungeschönt abgefüllten Biowein zu Alains sicherlich zugänglichstem Gewächs und eröffnet so auch der ungeübten Zunge die Chance, sich die magische Welt der Weine von Font Caude zu erschließen.
Zu genießen ab sofort nach mehrstündiger Öffnung, Höhepunkt Mitte 2007 bis nach 2009.



358201 Font Caude, Les Boissières, rouge 2001 24,00 Euro
Diese legendäre Cuvée aus 90% Grenache und einem Hauch Syrah ist eine Hommage Alains an urwüchsige, traditionelle, aber auch durch ihre Finesse und Eleganz burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape. Denn einerseits brilliert dieses große Gewächs mit einer enormen Mächtigkeit und einer beeindruckenden Fülle, die Assoziationen an die majestätischen Weine von Pégau evoziert, andererseits zeichnet diese saftige, geschmeidige Cuvée mit ihren cremig-seidenen Tanninen eine Stilistik aus, wie sie den feinsten Weinen des Altmeisters Henri Bonneau zu eigen ist: Finesse und Frische, enorm viel Schmelz und eine hohe Komplexität der Frucht verwöhnen alle olfaktorischen Sinne: Orientalische Gewürze vereinen sich mit den Aromen der Garrigue, Anklänge an Lorbeer und Wacholder, Tabak und Rosmarin stehen als Essenz für die kargen roten Böden der hügeligen, wildromantischen Landschaft hoch über Montpeyroux und verbleiben noch lange im Gedächtnis, wenn die Flasche längst geleert ist.
Sein gleich guter Vorgänger aus ebenfalls großem Jahr schlug in der berühmten Blindprobe von Jancis Robinson den 2000er Rayas, die Legende aus Châteauneuf-du-Pape! Ein ganz großer Stoff mit dem Potential zur Legende!
Zu genießen ist diese Hommage an das große Potential der Grenacherebe am besten bei einer Temperatur von 17°C ab Herbst/Winter 2006. Dann werden Sie, werte Kunden, über Jahre hinweg einen zutiefst komplexen, edlen Stoff im Glase haben und einen ebenbürtigen Konkurrenten erstklassiger Châteauneuf, jedoch mit einem ureigenen, unverwechselbaren Stil seines exzellenten Terroirs.



358301 Font Caude, Merle aux Alouettes, rouge 2001 24,00 Euro
Unter Insidern und Intimkennern großer französischer Weine gilt dieses extrem rare und ungemein noble Gewächs als der größte im französischen Süden vinifizierte Merlot (mit einer kleinen Beimischung von jeweils 15% Syrah und Carignan), der selbst wesentlich teurere Bordelaiser Renommiergewächse das Fürchten lehrt! Nach relativ langer Maischestandzeit (5 Wochen), aber gleichzeitig sehr behutsamer, sensibler Extraktion und einem 24-monatigen Ausbau in Barriques bester französischer Provenienz wurde ein Stoff von großer Sinnlichkeit und ungewöhnlich kühler, finessenreicher Stilistik — ein nur scheinbares Paradoxon — abgefüllt, der noch jeden Liebhaber großer Weine in Verzückung versetzte, der ihn je probieren durfte.
Die sehr komplexe, feinsinnige, aristokratische Nase wird geprägt von herrlichen, feinbeerigen Aromen, subtilen Anklängen an Zedernholz und traumhaft edle Gewürze und ist bar jeglicher Anzeichen von vordergründiger Überreife. Am Gaumen begeistern eine großartige, hintergründige Mineralität, die sich kohärent und verführerisch über die Zunge legt und ein komplexes Beerenspektrum von kaleidoskopartiger Komplexität. Dazu eine konzentrierte und dichte Textur mit einer zärtlichen Note, eine schwebende, transparente Struktur und fabelhaft seidene, cremige und wiederum traumhaft frische Tanninen in einem extrem langen, feinwürzig-mineralischen Nachhall.
In Jancis Robinsons legendärer Blindprobe wurde der 99er (übrigens ein gar nicht so einfacher Jahrgang im Languedoc) knapp von Cheval Blanc und Ausone geschlagen, ließ aber andere renommierte Namen aus dem Bordelais wie Château Pétrus glatt hinter sich! Doch mittlerweile haben die Weine dieser südfranzösischen Kultdomaine eine neue Qualitätsstufe erreicht.
Das große, kalkhaltige Terroir von Montpeyroux kann infolge sorgfältigster Bodenbearbeitung durch Alain Chabanon — mittlerweile über viele Jahre hinweg — ALLE Facetten seiner großartigen Lage in den fertigen Wein transformieren. Welten trennen die Bodenstruktur der Parzellen von Font Caude von dem, was Sie, liebe Kunden, kennen, wenn Sie einmal einen ,normalen’, betonharten Weinberg durchwandert haben sollten.
Vergessen Sie dieses große, zurzeit verschlossene Weinmonument noch etwa 2 Jahre in Ihrem Keller und genießen Sie diesen fabelhaften, unfiltrierten Merlotstoff aus biologischem Anbau zwischen Ende 2007 und mindestens 2012 bei einer Trinktemperatur von etwa 17°C.



358401 Font Caude, L’Esprit de Font Caude, rouge 2001 25,90 Euro
In dieser unverwechselbaren Cuvée spiegelt sich die Seele ihrer wildromantischen Region ebenso wieder wie das begnadete Können von Alain Chabanon: Syrah (45%), Mourvèdre (42%) und Grenache prägen einen der charaktervollsten Rotweine der gesamten französischen Weinszene, einen extrem raren Kultstoff, die Inkarnation von Authentizität und Terroir! In seiner subtilen, hochkomplexen und extrem feinen Aromatik eher an einen großen Syrahwein von der nördlichen Rhône erinnernd denn an einen Cru aus dem wilden französischen Süden.
Die expressive Fruchtexplosion in der Nase ist gekennzeichnet von einer wunderbaren Harmonie und Balance, einer animierenden, frischen, zart süßlichen Beerenfrucht, Röst- und Rauchfleischaromen wie bei klassischen, edlen Gewächsen der Côte Rôtie sowie pfeffrig-würzigen Noten. Ein nobler Kern intensiver Mineralität und kühle, rassige, aber auch sehr cremige Tannine verwöhnen, ja streicheln die Zunge, die Finesse, Eleganz und Subtilität dieses großen Weines sind unübertrefflich im Languedoc und verleihen ihm einen absolut singulären Charakter.
Jedes Schwenken des Glases setzt neue verführerische Aromen frei, jeder Schluck erbringt neue faszinierende Facetten: Ein atemberaubend schöner Wein, mit einer tollen Frische und perfekten Balance, einer fesselnden inneren Spannung und einem traumhaft schönen, zutiefst tabakig-mineralischen Nachklang.
Ein „Muss” für Liebhaber subtiler Genüsse, welche vielleicht nicht die ungemein dichten, opulenten Gewächse der Domaine de la Negly als ihre absoluten Favoriten sehen, die aber beispielsweise in den filigranen, finessenreichen Weltklasserotwein von Grange des Pères, dem zweiten legendären Zugpferd des Languedoc, eine persönliche große Weinliebe gefunden haben. Jedenfalls spielt dieses große, subtil-finessenreiche Weinmonument in der absoluten TOP-Liga des französischen Midi und konkurriert mit weitaus teureren, weltberühmten Gewächse der Côte Rôtie: Kategorie persönlicher Lieblingswein!
Zu genießen ab sofort (empfohlene Trinktemperatur 17°C) nach mehrstündigem Dekantieren, Höhepunkt 2008 bis nach 2015.



Einige wenige Flaschen haben wir noch von zwei herausragenden Font Caude-Gewächsen aus dem großen Jahrgang 2000:

358100 Font Caude, Montpeyroux Tradition, rouge 2000 17,90 Euro



358400 Font Caude, L’Esprit de Font Caude, rouge 2000 29,50 Euro



Domaine Le Sang des Cailloux - Vacqueyras

„Die Seele der Steine”

,Sang de Cailloux’ — ,das Blut der Steine’! Ein Vacqueyras von ,Sang de Cailloux’ ist ein zupackendes, viskoses, fast öliges Kraftpaket von großer Intensität. Ein Terroirwein aller erster Güte, dabei von explosiver Fruchtigkeit, und Lichtjahre entfernt von „weichgespültem Allerwelts-Grenache”! Stattdessen Terroir pur und die Referenz für Natürlichkeit in punkto Ausstrahlung und Geschmack. Ein regionaler, spannender Rotwein voller Authentizität, Ursprungscharakter und Individualität wie er rar geworden ist auf dem Weltmarkt. Vor allem aber mit DEM Signum der neuen Weinrevolution im Vacqueyras: feinkörniges, seidiges, frisches, ellenlanges, fast fließendes Tannin.

Man schnuppert am Glas, riecht die Kräuter der Provence und des Heidekrautes der Garrigue, beobachtet beim Schwenken die öligen „Kirchenfenster”, nimmt einen kleinen Schluck von den verschwenderischen Aromen meist roter und schwarzer Früchte, gepaart mit Noten von frisch gepflügter Erde und Oliven und sofort steigt die wunderschöne Landschaft der südlichen Rhône vor dem inneren Auge auf. Köstlich! Genau wie das benachbarte Gigondas ist der Weiler Vacqueyras am Fuße der malerischen Felsenformation „Dentelles de Montmirail” das typische Dorf der Provence. Da werden die letzten Bilder von der Südfrankreichreise wach, da steigen Gerüche vom Gemüsemarkt mit Kräutern, Oliven und Obst auf und man träumt sich in die südlich-heitere Stimmung mit blauen Lavendelfeldern, gelb-braunen und terrakottafarbenen Häusern und engen Gassen. Und im Ofen schmort ein Lammbraten, zu dem diese Weine mit ihrer erregenden Erdigkeit so herrlich passen.

„Das Blut der Steine”. Diese Vacqueyras schmecken wirklich nach dem Boden, auf dem sie gewachsen sind. Die Zusammensetzung und die außerordentliche Qualität des aus Lehm-Kalkstein und roten Geröllkieselsteinen bestehenden Terroirs auf einer Hochebene inmitten der Garrigue ist geradezu prädestiniert für große Weine, und nicht nur Robert Parker ist ein großer Bewunderer dieses Gutes. ALLES ÜBER WEIN reihte in einer großen Rhônedegustation die 99er Cuvée Doucinello mit der zweithöchsten Bewertung (!) in die Phalanx aller Spitzenweine aus Châteauneuf—du-Pape ein, gar noch vor dem legendären Beaucastel! Frankreichs renommierteste Weinfachzeitschrift, die REVUE DU VIN DE FRANCE, zeichnete die Domaine im Sonderheft „Millésime 2000” als einzige an der südlichen Rhône mit dem begehrten Prädikat „Coup de Coeur 2000” (Lieblingswein) aus und listet in ihrer Ausgabe Juli/August 2003 das Gut in ihrer inoffiziellen Klassifizierung der 144 BESTEN mediterranen Crus mit den Worten: „Hier zeigen sich die Vacqueyras dicht, körperreich und tief. Die letzten Jahrgänge sind die besten, die jemals auf der Domaine produziert wurden.” Und Parker urteilte begeistert, dass „dieser neue Superstar von Vacqueyras das höchste Niveau der Appellation besitzt und mit den besten Weinen von Gigondas und Châteauneuf verglichen werden kann, allerdings zu einem Drittel des Preises, ,these are exceptional wine values’”.

Vater dieses sprichwörtlichen Weinwunders ist ein Bilderbuchprovenzale, Serge Férigoule, ein ausgebildeter Önologe, der seit 1979 auf dem Weingut arbeitet, es 1993 übernahm und sofort alles umkrempelte: Serge stellte auf biologischen Anbau und intensive Bodenbearbeitung dieses im übrigen besten Terroirs der Appellation um, das inmitten der Steinwüste des Plateaus von Sarrian liegt, welches aufgrund seiner Bodenstruktur den herausragenden Lagen von Châteauneuf sehr ähnelt. Strikte Ertragsbegrenzung und selektive Handlese bei optimaler Traubenreife — seit 1997 wird das ganze Lesegut entrappt — traditionelle Vinifizierung, Ausbau in gebrauchten Foudres, so wenig Eingriffe wie irgend möglich, keine Schönung und keine Filtration setzen neue Maßstäbe — nichts, aber auch gar nichts schmeckt irgendwie gemacht oder getunt.

Fünf Jahre dauerte es, bis alle diese Maßnahmen so gegriffen hatten, wie es sich Serge vorstellte, bis sich insbesondere die Böden nach der jahrzehntelangen intensiven Düngung regeneriert hatten. So ist Serge auch exakt der gleichen Meinung wie die REVUE DU VIN DE FRANCE: „In den letzten Jahrgängen habe ich endlich die Weine produzieren können, wie ich sie mir immer in meinen Träumen vorgestellt habe, Weine, die nichts anderes ausdrücken als das große Terroir, auf dem die Trauben gewachsen sind.” Das ist ganz große Expression. Unbedingt probieren!


139201 Le Sang des Cailloux, Vacqueyras, „Cuvée Flouretto”, rouge 2001 19,50 Euro
In der Farbe tiefstes, sattes, dunkles Rot, in der Nase eine Orgie von Aromen, Anklänge an schwarze Brombeeren, Cassis, Schattenmorellen und Schokolade, an dampfende, feuchte Erde, Gewürze der Provence, Lorbeer und Tabak, gleichzeitig Kühle und Wärme assoziierend, die reifen, herrlich mürben Tannine perfekt ausbalanciert, seiden, aber auch kernig, Biss, „ein Maul voll Wein”, konzentriert, dicht, opulent, extraktreich, selbst den letzten Mundwinkel auskleidend, Gewürz- und Garriguenoten, dazu eine herrliche Finesse.
Im extrem langen Abgang eine faszinierende pfeffrige Note, an große Châteauneuf-du-Pape traditionellen Stils erinnernd. Dieser Klassewein demonstriert eindrucksvoll, warum bereits der 99er von „AüW” höher bewertet wurde als viele große, wesentlich teurere Prestigeweine. Hier dominiert eindeutig das große Terroir die Rebsorten (Grenache und Syrah)! Dieser authentische Wein belegt ausdrücklich das enorme Potential der besten Lagen von Vacqueyras. Warum wird es nur noch immer von fast keinem Winzer genutzt?
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2006 bis mindestens 2010.



139101 Le Sang des Cailloux, Cuvée Lopy, rouge 2001 27,50 Euro
Dieser fabelhafte 2001er sprengt die Dimensionen eines Vacqueyras! In einem teuflisch funkelnden, tiefen Purpurrot glänzt dieser Riese von Wein im Glas. Expressive Duftnoten von Cassis, Schattenmorellen und Schwarzbeeren steigen in die Nase auf, aber alles fein eingebettet in eine kompakte, kühle Textur — ein fokussierter Rhônewein, der niemals in die Breite geht, sondern ein fest geschnürtes Vacqueyras-Paket!
Am Gaumen öffnet sich dann ein wunderschöner Kräuterfächer und liebkost die Seele mit den betörenden Aromen der mediterranen Landschaft, gepaart mit Noten von Tabak, Erde, Lorbeer und Rauch. Das ist Provence pur! Konzentriert, dicht, tiefgründig, sensationell kalibriert, mit einer fast schon lüsternen Konzentration, aber auch noblen Ebenmäßigkeit, die mich schier sprachlos werden lässt. Das ist die „eiserne Faust im Samthandschuh”, dieses phantastische Gewächs hat die Ausstrahlung und trägt die Paradoxien großer Weine in sich: Eine feurige Frucht paart sich mit kühlem, seidigem Tannin, da ist Fleisch und Dichte und gleichzeitig feinste mineralische Würze. Ein Urstoff, ein Mordstyp.
Robert Parker gibt begeistert 93 Punkte und schwärmt über diesen „konzentrierten und komplexen Tropfen: Der sensationelle 2001er Vacquyras Cuvée Lopy ist ein Kandidat für den Wein des Jahres aus dieser Appellation. (...) Kraftvoll und reich, mit Schichten von Konzentration und einer nahtlosen Einbindung von Säure, Tannin und Alkohol, ist dieser ungeheure, spektakuläre Vacqueyras zweifellos außerordentlich gut balanciert.” Für mich ein echter Donnerschlag, der wahrscheinlich nur viel zu früh ausverkauft sein wird. Ein Superwein!
Zu genießen ab sofort bis mindestens 2015.



139202 Le Sang des Cailloux, Vacqueyras, „Cuvée Flouretto”, rouge 2002 16,90 Euro
Wow! Das ist die unzähmbare Wucht der Rhône, überlagert durch beinahe burgundische Saftigkeit. Die Kirschfrucht ist so lecker differenziert, so reintönig, so saftig und süß, das genaue Gegenteil der Marmeladen-Monster, an denen sich viele Weinliebhaber satt getrunken haben. Rote Früchte quellen aus dem Glas, zart schokoladig unterlegt und mit einer dezenten, pfeffrig-würzigen Note im ellenlangen Nachhall. Dieser Klassewein demonstriert geradezu spielerisch das enorme Potenzial der herrlich homogenen Terroirs von Vacqueyras.
Wie sagt man mit hintersinnigem Humor im Burgund? „Es gibt keine großen Weine, es gibt nur große Flaschen Wein.” Kühle Beerendichte duftet dem Genießer entgegen, im Mund explodiert die Frucht förmlich und legt sich opulent und weich, in samtiger Fülle auf die Zunge. Vorbildliche Länge, mundfüllende Fruchtaromatik, wie man sie aus Südfrankreich kennt, aber auch dort nur selten bekommt. Ausgefuchst vinifiziert, entwicklungsfähig und mit komplexer Rhône-typischer Identität — die Referenz für die harte Arbeit eines akribischen Bio-Winzers.
Dieser Vacqueyras schmeckt am zweiten Tag nach der Öffnung fast noch besser und lässt mich mit seinem betörendem Charme ab- und eintauchen in die südliche Sonne. Bei jedem Schluck fahre ich in Gedanken auf der Route du Vin (D 7) in Richtung der sonnenträgen, schattigen, engen Gassen von Vacqueyras. Was für ein herrliches, jetzt schon offenes Rhône-Parfum! Das ist ein sensationeller Spaßwein — und doch so viel mehr als das!
Zu genießen ab sofort bis 2010.



Domaine de Trévallon - Provence

Im Herzen der wildromantischen Provence: Zerklüftete weiße Kalkfelsen kontrastieren mit dem azurblauen Himmel, Wildkräuter und Pinien bestimmen die Flora und übertragen ihre faszinierenden Düfte in die Außenhaut der Trauben. Aus dieser so traumhaft schönen Region kommt von mit Steinen übersäten, inselartig in die wild wuchernde Naturlandschaft eingebetteten Parzellen einer der eigenständigsten und charaktervollsten Rotweine der Welt, der mit keinem anderen Wein verglichen werden kann.

Die Weinberge wurden 1973 von Eloi Dürrbach, der ursprünglich in Paris Architektur und Mathematik studierte, auf dem kargen, steinigen Sommersitz seiner Großmutter angelegt und befinden sich in einem extrem unwirtlichen Tal mit den ärmsten Böden Frankreichs. Hier ergeben die speziellen mikroklimatischen Bedingungen der Domaine, der Einfall relativ kalter Winde aus dem Norden und das Abblocken der warmen Luftströme aus dem Süden durch die malerischen Alpilles, sowie die daraus resultierende späte Lese zusammen mit dem erstklassigen Terroir und der extremen Mengenbegrenzung einen der eigenwilligsten Weine der Welt, den Parker bereits vor über einem Jahrzehnt als eine der schönsten Entdeckungen seines Lebens bezeichnete. Und auch ich selbst liebe diesen Wein ganz besonders, seit ich ihn vor ca. 15 Jahren zum ersten Mal verkosten durfte und habe mir seitdem von jedem! Jahrgang eine 12er Kiste in meinen privaten Keller gelegt.

Eloi Dürrbach, den ich selbst auch als Persönlichkeit sehr schätze, wird von vielen, die ihn kennen, als eher spröder, zurückhaltender Mensch erlebt. Sein „Trévallon” jedoch wird von allen Weinkritikern und Liebhabern enthusiastisch gefeiert und zu den besten Weinen der Welt gezählt. Er ist in Frankreich und den USA längst zum Kultwein avanciert und wird dort inzwischen zu exorbitanten Preisen gehandelt. Zudem wird dieser so ungemein bekömmliche Wein, der nur schwer erhältlich ist und den Händlern streng limitiert zugeteilt wird, rein biologisch angebaut und nach etwa zwei Jahren im Holzfass (eine kleine Partie in neuen Barriques, das meiste in großen Fudern) unbehandelt und unfiltriert auf Flaschen abgezogen.

Übrigens: Schwache Jahrgänge gibt es auf der Domaine de Trévallon überhaupt nicht: Ist Eloi mit der Qualität der Trauben nicht zufrieden, wie im Jahrgang 2002, als seine Parzellen von den heftigen Regenfällen des 8. September in Mitleidenschaft gezogen wurden, dann zieht er die Konsequenzen und vinifiziert keinen Wein! Zudem besitzen die Weine von Trévallon ein legendäres Reifepotential (in großen Jahrgängen von 20 Jahren und mehr), das eindrucksvoll die Mär widerlegt, Rotweine aus Südfrankreich seien nicht lange lagerfähig.

Trévallon, das ist singulärer Stoff der absoluten Weltspitze mit dem Geschmack und der Aromatik des französischen Südens, gepaart mit einer immensen Dichte und Konzentration sowie einer bemerkenswerten Eleganz und Finesse, wie sie die großen Syrahweine der nördlichen Rhône aufweisen! In vielen Blindproben habe ich immer wieder erlebt, wie Liebhaber und Winzer gleichermaßen einen gereiften Trévallon als großen Hermitage ,identifizierten’. In Frankreich ziert dieser große Wein die Karten der besten Restaurants des Landes, kostet dort allerdings zumeist um die 300 Euro. Wie antwortete mir doch ein sehr bekannter französischer Sommelier auf meine erstaunte Frage nach diesem mir deutlich zu hoch erscheinenden Preis: „Aber Monsieur, ich kann doch diesen großen Wein nicht billiger verkaufen als die Second Crus aus dem Bordelais, wo er doch so viel besser schmeckt als diese. Der Einkaufspreis spielt dabei keine Rolle.” Nun, die „Logik” meiner französischen Freunde ist weltberühmt, verblüfft mich aber im Einzelfall immer wieder!


401103 Domaine de Trévallon, rouge 2003 39,00 Euro
Bereits seine genialen Jahrgangsvorgänger gelten als Quintessenz im Schaffen von Eloi Dürrbach (so wurde beispielsweise der 98er vom WEINWISSER mit der Traumnote 19/20 Punkten bewertet), doch vergleicht Éloi seinen in den unterirdischen Kellern vor sich hinschlummernden 03er gar mit dem 1983, der den Mythos von Trévallon begründete: Auch die Erntemenge ist — leider — genau so gering wie bei dieser 83 Legende südfranzösischer Weinkultur.
Luftlinie gerade einmal knappe 20 km von Châteauneuf-du-Pape entfernt und in 2003 mit dem gleichen Mikroklima gesegnet, dass an der südlichen Rhône für einen Jahrhundertjahrgang verantwortlich zeichnete, können wir Ihnen mit diesem Unikat einen der raren und größten Weine Frankreichs anbieten.
In der Farbe ein tiefdunkles Rubinrot, in der Nase ein betörendes, ungemein intensives Cassis- und Brombeerbukett von in optimalem Reifezustand geernteten Trauben, mit berauschenden Anklängen an schwarze Trüffel, Holunderblüten, Kakao und gerösteten Kaffee, Thymian, Rosmarin und den Duft von Pinienwäldern. Die für Trévallon-Weine früher so charakteristische animalische Note ist, wie beim 2001er, nur noch dezent im Hintergrund verspürbar. Am Gaumen reife rote Beeren, Röstaromen, geräuchertes Fleisch, nochmals edle Hölzer und Holunder, ungemein saftig, konzentriert, mit einer herrlichen beerige Süße im dichten Extrakt, sensationelle Komplexität, exzellente Struktur, großartiges, tief mineralisches Finale, phantastische, feinkörnige Tanninstruktur. Die Zunge taucht ein in dieses außerordentliche, fast dekadent süßliche Aromenspektrum („très Trévallon”), „spielt” mit diesem phänomenalen Wein, alle Sinne scheinen betört.
Der Trévallon 2003 besitzt das Potential, sich zu einer der größten Legenden des französischen Südens zu entwickeln und gehört nach Meinung vieler Kenner zu den 5 besten Rotweinen des Jahrgangs im gesamten Midi.
Zu genießen etwa ab 2008/9 bis mindestens 2025.



4011103 Domaine de Trévallon, rouge, Magnum 2003 1,5 l 79,00 Euro



401204 Domaine de Trévallon, blanc 2004 49,95 Euro
Dieser nur in homöopathischen Dosen produzierte noble Weißwein aus den großen autochthonen Weißweinreben der Region, Marsanne und Roussane, ist zusammen mit Beaucastels „Roussanne vieilles vignes” einer der interessantesten und charaktervollsten Tropfen des gesamten französischen Südens!
In Frankreich wird um diese Hommage an die urwüchsige Kalkstein-Mineralität mit ihren einzigartigen Aromen, die sowohl die komplexe Rebsortencharakteristik wie auch die unvergleichlich intensiv duftende blühende provenzalische Landschaft im Frühling widerspiegeln, ein Kult getrieben, der seinesgleichen sucht. Wir könnten unsere kleine Zuteilung mühelos an einem einzigen Tag an große französische Restaurants verkaufen — so gesucht und teuer sind sie dort.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2007 bis 2012.



401300 Domaine de Trévallon, Olivenöl Vierge Extra 0,5 l 28,90 Euro
Für die Freunde dieses provenzalischen Mustergutes und die Liebhaber erlesener Küche ein „Must”: Das extrem rare, von Kennern wegen seiner feinwürzigen Art sehr geschätzte Olivenöl Extra Vergine — wie die großen Weine der Domaine natürlich ebenfalls nach streng biologischen Methoden erzeugt!



Maison Bouvet-Ladubay - Saumur

„Feste feiern” mit unseren edlen Schaumweinen von der Loire

Kein anderer Schaumweinerzeuger hat in den letzten Jahren für solch ein Aufsehen, ja für so viel ungläubiges Erstaunen auf internationalen Verkostungen gesorgt wie Frankreichs führender Sekthersteller Bouvet-Ladubay. Dieses 1851 gegründete Traditionshaus, im reizvollen und romantischen Loiretal bei dem hübschen Städtchen Saumur gelegen, verfügt über ca. 8 km lange, kühle Kellergewölbe, in denen unter optimalen Bedingungen nach der hochwertigen traditionellen Methode (Flaschengärung) Sekte auf absolut gehobenem Champagnerniveau erzeugt werden — nur wesentlich preiswerter. Die historischen Stollen sind tief in den angrenzenden Weinberg gegraben: Zu Zeiten des Sonnenkönigs Louis XIV wurde hier Kalkstein zum Bau von prächtigen Schlössern gebrochen. Elektrisches Licht gibt es bis heute nicht. Nur der Schein einer Karbidlampe erhellt die Szenerie. Im Schnitt zwei Jahre reift hier der köstliche perlende Inhalt seiner Genussreife entgegen.

Grundlage für diese außergewöhnlichen Qualitäten ist die Lese sehr reifer und streng selektierter Chenin Blanc- und Chardonnay-Trauben, die für den individuellen Charakter dieser exzellenten Schaumweine verantwortlich sind. Zahlreiche Publikationen in diversen Gourmet- und Weinzeitschriften mit Blindverkostungen wirklich großer Champagner, in denen die Sekte von Bouvet-Ladubay als Piraten eingeschmuggelt wurden, belegen eindrucksvoll die Gleichwertigkeit, bisweilen gar die Überlegenheit dieser herausragenden Sekte selbst gegenüber hochwertigen Champagnerprodukten.

Diese klassisch trockenen, cremigen, mit einer herzhaften Säure und großartigen Frische ausgestatteten Premium-Schaumweine von der Loire sind einfach weltweit konkurrenzlos gut, provozierend günstig und verdienen daher eine ganz besondere Empfehlung! Mit ihrer nervigen Dichte, transparenten Reintönigkeit und fruchtigen Finesse sind sie genau das Richtige zum Schwelgen, Genießen, Feiern — oder einfach nur so!

Aus Anlass eines wiederum sensationellen Testerfolgs im November 2005, zu dem mehr als 650 Schaumweine aus aller Welt angestellt wurden und in dem die traumhafte Spitzencuvée ,Trésor’ wiederum zahlreiche, weitaus teurere Prestige-Champagner klar hinter sich ließ, hat uns das weltberühmte Loire-Haus als kleines Dankeschön für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren ein Extrakontingent für eine Aktion 12 für 11 zur Verfügung gestellt. Das heißt, wenn Sie 12 Flaschen dieses Schreckens der Champagnerhäuser einkaufen, brauchen Sie nur 11 Flaschen zu zahlen. Wohl bekomm’s, lassen Sie sich dieses günstige Schnäppchen auf keinen fall entgehen!


225200 Bouvet-Ladubay, Cuvée Trésor Blanc Brut 14,90 Euro
Einen überschäumend guten Traumsekt, der weltweit keine Konkurrenz zu fürchten hat, zu diesem Sensationspreis: Unmöglich, meinen Sie? Dann sollten Sie unbedingt einmal diese klassische Prestigecuvée aus den besten Chenin- (80%) und Chardonnaytrauben exklusiver Lagen probieren. Welche Finesse und Rasse, welch feines Perlenspiel, welch ausdrucksvolles Bouquet (Quitten, reife gelbe Früchte, dezente Röstnoten) kennzeichnen diesen mittlerweile unter Kennern legendären Sekt, der etwas gereifter im Duft und cremiger im Geschmack ist als der nachfolgende Saphir.
Er wurde wie die großen Champagner von Krug zu 100% in neuen Barriques vergoren und hat in etlichen Blindverkostungen große Namen der Champagne souverän auf die Plätze verwiesen. Doch vergleichen Sie selbst und lassen Sie sich in genussreichen Stunden von diesem Prachtexemplar eines Weltklassesektes verzaubern. Der Trésor Blanc tänzelt förmlich auf der Zunge und am Gaumen und hat die Attribute eines Grand Cru: Feinheit, Leichtigkeit, Ausgewogenheit und Bekömmlichkeit. Eine sinnlich-verführerische Champagner-Alternative mit einer feinen Säurestruktur und dem gewissen Frischekick!

Bouvet-Ladubay, Cuvée Trésor Blanc Brut



oder im attraktiven Schnäppchenpaket 12 Flaschen zum Preis von 11:

80026 Bouvet-Ladubay, Cuvée Trésor Blanc Brut (12 für 11) 9 l, statt 178,00 nur 163,00 Euro



Dazu empfehlen wir Ihnen immer wieder gerne DEN Renner unter den Schaumweinen in unserem Programm:

225100 Bouvet-Ladubay, Cuvée Saphir Blanc Brut 9,90 Euro
Fein ausbalancierte, frische, harmonische Cuvée aus 95% Chenin blanc und 5% Chardonnay, glänzende Goldfarbe mit grünen Reflexen, feine, lang anhaltende Perlage, fruchtige Nase, dezent-elegante Aromen von Nüssen, Früchten, Akazien und weißen Blumen, Sieger zahlreicher Degustationen. Unser meistverkaufter Sekt dieses begnadeten Spezialisten für edle Schaumweine von der Loire: Fast unglaubliches Preis-Genussverhältnis!

Bouvet-Ladubay, Cuvée Saphir Blanc Brut



ITALIEN

Saladini Pilastri

„Die Qualitätssieger aus der ländlich strukturierten Weinregion der Marken, ein Highlight für Schnäppchenjäger” (Parker)

Morgenröte erstrahlt über den Marken. Die „Marche” liegen zwar im Schatten der gewaltigen Toskanischen Apenninen, abseits der berühmten Weingüter der benachbarten Provinzen Toskana und Umbrien. Aber Sie, liebe Kunden, wissen es längst: Das hügelige Hinterland an der Adriaküste bringt inzwischen einige der besten Tropfen Italiens hervor und glänzt im Licht der internationalen Presse. Parker und der „Gambero Rosso” rühmen regelmäßig die Spitzengüter, an vorderster Stelle dabei immer unser Weingut Saladini Pilastri, das, zwischen der Adria und den malerischen Hügeln der Abruzzen gelegen, unter Insidern als DER Aufsteiger der letzten Jahre gilt: Ein Lieblingsbetrieb von uns — und offensichtlich von Ihnen, denn unsere Verkaufszahlen legen beredtes Zeugnis ab — mit ungeschminkten, tieffruchtigen und körperreichen Weinen von großer Nachhaltigkeit und Regionalcharakter ohne jegliche marmeladige Konsistenz. Schonend vinifiziert aus autochthonen Reben, die in Top-Lagen in südlicher Ausrichtung über dem Trontotal auf erstklassigem Terroir wachsen und sowohl von den langen heißen Sommern als auch vom kühlenden Einfluss des Flusses und des nur 10 km entfernten Meeres profitieren. Daher diese traumhafte Balance zwischen saftiger Frische und reifer, ja schmeichelnder Frucht, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Weinsortiment dieses vinologischen Kleinods aus einer der attraktivsten Weinanbauregionen Italiens zieht.

„Wenn es dem Körper gut geht, singt die Seele”, zitiert ALLES ÜBER WEIN (2/2005) ein uraltes Askolaner Sprichwort und resümiert: „In den Marken singt die Seele des Weinliebhabers, weil es Winzern gelingt, im italienischen Qualitätsweinbau eine Vorreiterrolle zu spielen, ohne den Blick auf die Preisgestaltung zu verlieren. Saladini Pilastri vinifiziert im biologischen Anbau Rotweine mit bemerkenswerter Farbtiefe und Struktur bei bestem Preis-Genussverhältnis: Noblesse oblige!”


652104 Pilastri, Rosso Piceno (PK) 2004 5,70 Euro
Der ungemein verführerische Piceno 2004, eine Cuvée aus Montepulciano (30%) und Sangiovese, präsentiert sich in seiner selten attraktiven Preisklasse mit einer Wagenladung voll leckerer Frucht, insbesondere Erdbeeren und schwarze Kirschen, fein unterlegt von einer animierenden kräutrigen Würze. „Mit einer wundervollen Tiefe versehen” (Parker, 89 Punkte), aber auch eleganter und noch weniger konfitürig als seine bei den Freunden italienischer Weine so beliebten Vorgänger, bietet diese traumhaft leckere Cuvée daher schlichtweg höchstes Trinkvergnügen.
Mit seinen feinwürzigen und beerigen Aromen in Nase und Mund und seinen saftigen, ungemein cremigen, sehr weichen Tanninen präsentiert er sich bereits heute von seiner schönsten Seite. Ein Klasse-Alltagswein, der in seiner Kategorie keine Konkurrenz zu fürchten braucht, mit einem unschlagbar günstigen Preis-Genussverhältnis!
Höhepunkt ab sofort bis 2008.



652203 Pilastri, Vigna Piediprato, rosso 2003 8,90 Euro
In der Farbe ein leuchtendes, tiefes Rubinrot; die Nase schwelgt in einer sinnlich-verführerischen Frucht. Diese aromatische Cuvée aus Montepulciano und Sangiovese betört durch ihren eleganten, zart süßlichen und saftigen, ungemein delikaten und herrlich frischen Duft: betörende, expressive Beeren-Aromatik, pralle, reife schwarze Kirschen, Kaffee, Röstaromen und weiße Trüffel. Am Gaumen faszinieren Noten von Bitterschokolade und Dörrpflaumen; die Mundtextur zeigt sich schmeichlerisch, saftig, fruchtig, konzentriert und elegant, von bekömmlicher Frische mit reifem, cremigem, feinkörnigem Tannin.
Der zartwürzige Nachhall dieses tollen Bio-Weines ist fein mineralisch unterlegt: ein phantastisch guter Alltagswein mit Feuer und italienischem Charme. In der Vergangenheit bereits mehrfach mit 2 Gläsern gefeiert und zusätzlich mit der Auszeichnung für ein besonders günstiges Preis-Genussverhältnis im Gambero Rosso geadelt und aktuell von Parker im Wine Advocate mit 90 Punkten bewertet!



652503 Pilastri, Vigna Montetinello, rosso 2003 9,50 Euro
Tradition und Respekt vor der gewachsenen Qualität in Top-Lagen sind für Saladini Pilastri keine Worthülsen: Die Substanz und Konzentration dieses Einzellagen-Weins (eine Rarität in den Marken!) kommen aus nur einem, etwa 30-jährigen Weinberg: dem nur wenige Kilometer von der Adria-Küste entfernten Montetinello. Er ist vor allem mit Montepulciano-Reben bestockt und etwas Sangiovese. Beide Rebsorten ergeben eine ungemein kraftvolle Persönlichkeit mit einer mineralischen, würzigen und fruchtigen Substanz, die unter die Haut geht. Da ist zuerst Linzer Torte im Glas, Schokolade, Schwarzkirsche, in Pinot-Manier, das alles leicht rauchig unterlegt, feinwürzig, mit einem zarten blaubeerigen Touch. Tolle Komplexität! Am Gaumen kommt dann dieses typische Saladini-Tannin, das präziser, packender, substanzieller als bei vielen „Italo-Weinchen” ist, die nur geschniegelt, gestrafft und aufpoliert daher kommen. Saladinis Gewächse aber haben ihren Ursprung im Weinberg, der ökologisch bewirtschaftet ist; dieser Wein geht tiefer, dieser Wein zeigt — ähnlich wie die tollen Rieslinge des Rheingauers Josy Leitz — einen verwobenen Zusammenklang von Mineralität, Frucht und Würze. DAS ist das Signum der Saladini-Weine, die zudem einen typischen, so ungemein leckeren, noblen Nougat-Schmelz aufweisen.
Am Gaumen ist das rot- und blaubeerige Fruchtspiel von einer zarten, pflaumigen Süße unterlegt, im Finale zeigt sich eine nussige Mineralität, ein Touch von schwarzen Oliven und auch eine zartherbe, blättrige Teenote, ein finessenreiches Pendant zur zarten Fruchtsüße. ,Montetinello’: Das ist Italien vom Feinsten! Und im großen Jahr 2003 prunkt der Wein nicht mit marmeladiger Konsistenz, sondern mit Frische, Kühle und Seidenglanz.
Eine neue Qualitätsdimension für die Marken in diesem sympathischen Preisbereich. Vom Gambero Rosso 2006 mit 2 roten Gläsern ausgezeichnet (was bedeutet, in der finalen Endausscheidung nur ganz knapp an den begehrten „Tre Bicchieri” gescheitert) und einer Zusatzauszeichnung für ein herausragendes Preis-Genussverhältnis.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren empfohlen) bis 2012.



652303 Pilastri, Vigna Monteprandone, rosso 2003 13,80 Euro
Dieser Spitzenwein fasziniert mit einer sensationellen Tiefe, was typisch ist für herausragende, biodynamisch produzierte Weine! Kräftiges, dunkles Rubin/Violett in der Farbe, in der Nase fasziniert Feinheit und Eleganz. Noble Beerenfrucht mit zart süßlichen Anklängen an reife Kirschen und feinem Nougatschmelz, etwas Tabak, Dörrpflaume und Rauch. Dazu viel Mineralität, ein dicht bepacktes Fruchtpaket aus tollem Jahr 2003. Überraschend gebündeltes, mineralisches, straffes, feinstrahliges, differenziertes Mundgefühl, fast sublim. Reifes, jugendliches Tannin, das die warme, fleischige, extraktsüße Frucht kühlt und auffrischt. Edle, fein fokussierte Fruchtspuren durchziehen diesen noblen Wein kohärent von der Zungenspitze bis zum langen Nachhall.
Dieser Cru hat Charakter, er gibt sich zwar schmeichlerisch, aber besitzt jene Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut. Der Körper ist konzentriert, kraftvoll, aber auch sehnig und straff. Große Feinheit, seidige Eleganz. Insbesondere die saftig-weichen, ja fast mürben Tannine schmeicheln zusammen mit der erfrischenden Säurestruktur dem Gaumen und lassen die wahren Liebhaber Italiens mit der Zunge schnalzen: Einer der besten Roten (Montepulciano/Sangiovese), die je in den Marken erzeugt wurden, barriqueausgebaut, unfiltriert und angesichts der exorbitanten Qualität zu unglaublich niedrigem Preis. Diesen nur in großen Jahrgängen erzeugten Wein voller regionsspezifischer Typizität und autochthonem Rebsortencharakter müssen Sie einfach probieren, eine Stunde vorher bitte dekantieren.
Auf hohe Bewertungen im Gambero Rosso und bei Robert Parker geradezu abonniert! Robert Parker, besser gesagt sein jetzt für Italien zuständiger und wesentlich zurückhaltend punktender Mitarbeiter Daniel Thomases, vergab im „Wine Advocate” bereits für den 2001er Vorgänger — der 2003er toppt diesen für mich noch deutlich — begeistert 91 Punkte und damit mehr, als so manchem wesentlich teureren Prestige-Chianti aus der Toskana. Ziemlich viel Lob für dieses immer noch sehr preis„werte” Juwel aus den Marken.
Ein Bio-Wein erlesener Qualität, wie er traumhafter und autochthoner nicht sein kann!
Zu genießen ab sofort bis etwa 2010.



Azienda Agricola d’Alì - Sizilien

Der Sieger im großen FEINSCHMECKER-OLIO-Award 2004.

Olivenöl Extra Vergine: Neue Ernte frisch eingetroffen — sensationelle Qualität!

Seit 1856 bewirtschaftet die Familie d’Ali ihr traditionsreiches Landgut Zangara in einem Hügelgebiet, das sanft zum Belice-Fluss hin abfällt. In der Gegenwart dominiert hier Frauenpower pur: Die jungen Schwestern Maria Aurelia und Maria Stelle d’Ali produzieren aus der regionsspezifischen Olivensorte Nocellara ein hervorragendes, intensiv fruchtiges HANDGEPFLÜCKTES Olivenöl, das unter Insidern seit Jahren einen magischen Klang besitzt und sich derzeit anschickt, die renommiertesten Preise für Olivenöle zu gewinnen. So triumphierte es beispielsweise im großen FEINSCHMECKER-Test und wurde mit dem erstmals ausgeschriebenen OLIO-Award ausgezeichnet. Über 1.000 Olivenöle aus der ganzen Welt wurden verkostet, wiederum gehörten etliche unserer Öle zu den 35 Favoriten, die in die Endausscheidung für das beste Öl der Welt gelangten — und gewonnen hatte unsere phantastische Neuentdeckung aus Sizilien zu sehr moderatem Preis. Einige Monate konnten wir leider nicht mehr liefern, zu stark war die nachfrage von Ihnen, liebe Kunden und Feinschmecker, nach diesem traumhaften Öl. Doch die jetzt gerade eingetroffene Ernte 2005 wird Sie für die Wartezeit entschädigen: Die Qualität ist schlichtweg sensationell. Kategorie Lieblingsöl!

41021 Tenuta Zangara, Olivenöl Extra Vergine 17,50 Euro
Das grün-goldene Öl aus handgepflückten Oliven verführt die Nase mit seinen intensiven, fruchtigen Aromen von frisch gemähtem Gras, wilder Distel und Artischocken, von vollreifen Tomaten und eleganten Rosmarin- und Mandeltönen, am Gaumen sowohl cremig als auch pikant und sehr nachhaltig, zeigt zarte Anklänge von frischem Gemüse, langer, leicht pfeffriger Abgang, Weltklasse pur!

Tenuta Zangara, Olivenöl Extra Vergine


„Keine 5 oder 10 % des im Mittelmeerraumes erzeugten Olivenöls erfüllen die gesetzlichen Extra Vergine-Bestimmungen,” so das zornige, dezidierte Urteil von MERUM. Vergessen Sie nie diese Manipulationsorgien industrieller Massenerzeuger. Kaufen Sie Olivenöle traditioneller, handwerklich arbeitender, seriöser Hersteller. Ihren Geschmacksknospen und Ihrer Gesundheit zu liebe!


DEUTSCHLAND

Weingut Keller, Rheinhessen — Von der Sinfonie großer Terroirs

„Kollektion des Jahres 2004” urteilt der Gault Millau — Gerhard Eichelmann, „Deutschlands Weine 2006”, lobt: „Weingut des Jahres 2004”

Kein deutsches Gut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den vinologischen Olymp erhoben wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks durch den „Gault Millau”. Unter den schier unzähligen weiteren Elogen möchte ich hier nur eine besonders hervorheben: Auf der ,Vin Italy’ 2002 erhielten die Kellers als bisher einziger deutscher Erzeuger den begehrten „International Award”, der bisher nur einer sehr kleinen Elite absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) verliehen wurde.

Trotz einer in Deutschland bisher einmaligen Erfolgsgeschichte dachte Sohn Klaus-Peter („Schon als kleiner Junge konnte ich nie schnell genug aus der Schule nach Hause kommen, um im Weinberg mitzuarbeiten”) nicht im Traum daran, es gemütlicher angehen zu lassen, seit er das Familiengut offiziell vom Vater übernommen hat. Ganz im Gegenteil: Voller Ehrgeiz und Enthusiasmus ging er ans Werk, eigene Ideen, die er während seines Studiums in Geisenheim und bei großen Winzern des Burgund entwickelt hatte, in die Weinbergs- und Kellerarbeit mit einzubringen.

Nicht die Revolutionierung der bisherigen Arbeit war sein Ziel, wie hätte dies aufgrund des vorgefundenen beispielhaften Qualitätsstandards auch sein können, sondern subtile, behutsame Weiterentwicklung. Den singulären Charakter des unverwechselbaren Terroirs der großen rheinhessischen Lagen im Einklang mit der Natur einfühlsam zu interpretieren und infolge extrem selektiver Lese im fertigen Wein so unverfälscht und authentisch wie nur irgend möglich transparent werden zu lassen, darin investiert er kompromisslos all seine Tatkraft und sein herausragendes vinologisches Wissen. Das Resultat: Unter der Führung begnadeter Winzer wie des kongenialen Tandems von Vater und Sohn Keller schwingt sich die lange ,vergessene’ Region Rheinhessen zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz. Der magische Klang, der wohlige Schauer, der Weißweinliebhaber in aller Welt erfasst, wenn denn edelsüße Gewächse aus der Hermannshöhle oder dem Wiltinger Scharzhofberg im Glase funkeln, geht jetzt für trockene Rieslinge von diesen großen Terroirs in Rheinhessen aus: Der Dalsheimer Hubacker und die Westhofener Lagen sind wie die Noten einer Partitur, die sich unter dem Dirigat einfühlsamer Künstler zu einer einzigartigen Sinfonie entfalten — Maßstab und Vorbild beseelter großer deutscher Terroirweine!

Was mir an Klaus-Peter Keller so imponiert, ist, wie souverän er, tatkräftig unterstützt von seinem Vater, die schwere Herausforderung meistert, das hohe Niveau des Weinguts als die unumschränkte Nr.1 Rheinhessens und als primus inter pares in ganz Deutschland nicht nur zu halten, sondern den hohen Qualitätsstandard durch die transparente Herausarbeitung der Terroirs immer weiter noch zu steigern: Doch Klaus-Peter ist nicht nur erfolgreich. Er ist zudem ungemein sympathisch, hat sich seine Bodenhaftung und Menschlichkeit stets bewahrt: Alles Arrogante oder Überhebliche ist ihm wesensfremd und bei aller Professionalität, bei aller visionären Tatkraft, die ihn so auszeichnen, er hat es geschafft, den kleinen Jungen tief in seinem Innern zu bewahren, den ich vor meinem geistigen Auge sehe, seinen Schulranzen in die Ecke donnernd und mit seinen Eltern in die Weinberge aufbrechend: Ein Winzer mit Leib und Seele, der seine Berufung gefunden hat und die Qualität seiner Weine immer weiter zu steigern sucht — sofern dies überhaupt möglich ist. So erweist sich Klaus-Peter Keller als ungemein sensibler Interpret seiner großen Lagen mit viel Gespür für ein Terroir, das sinnlich erlebbar den Gaumen verwöhnt. Die Rieslinge des ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Tandems Vater (Klaus) und Sohn (Klaus-Peter) begeistern mich ebenso wie viele andere Weinliebhaber auf der ganzen Welt und lösen Emotionen aus. Sie, liebe Kunden, empfinden und schmecken wohl ähnlich, denn unsere Verkaufszahlen sprechen eine beredte Sprache. Und hatten im Jahrgang 2004 die Kellers bereits nach Ansicht ALLER renommierten Experten die beste Kollektion des Jahres in Deutschland vinifiziert, so steigern Sie infolge der optimalen klimatischen Bedingungen in 2005 noch einmal gar die Qualitäten!


Ich habe Klaus-Peter Keller gebeten, Sie, liebe Kunden, aus erster Hand detailliert über die Jahrgangsbedingungen in 2005 zu informieren, eine Bitte, der Klaus-Peter sehr gerne nachkam:


„Liebe Weinfreunde, liebe Kunden von Pinard de Picard,

letztes Jahr haben wir bereits in den ersten Novembertagen die Ernte 2005 abgeschlossen. Es ist fast unglaublich, aber bereits Ende Oktober 05 hatten wir die Sonnenscheindauer eines ganzen Jahres erreicht, so dass wir bei bester Witterung unsere Trauben aus den Top-Rieslingparzellen im optimalen Zustand einbringen konnten. Danach sah es allerdings zu Anfang des Jahres gar nicht aus:


Kühler Beginn

Der Jahrgang 2005 kam nur langsam in Gang. Erst Ende Februar/Anfang März hatte der frostige Winter seinen Höhepunkt erreicht. Mit dicker Winterkleidung standen wir im Weinberg und stellten uns auf einen späten Entwicklungsbeginn ein. Doch dann: Ein erheblicher Wärmeschub im April mit Temperaturen von nahezu 30°C begünstigte das Wachstum der jungen Rebtriebe enorm, so dass die Rebblüte in der ersten Junihälfte bereits voll im Gang war. Mäßige Temperaturen verzögerten dann erneut das Verblühen der Gescheine und führten zu Verrieselungen, die gerade in den früh blühenden Spitzenlagen die Erträge um bis zu 20% verminderten. Auch ergiebige Niederschläge, die in der Vegetationszeit so bedeutsam für den Aufwuchs der Triebe und die Versorgung der Trauben mit wichtigen Inhaltsstoffen sind, ließen lange auf sich warten. Hier zahlte sich jedoch unsere jahrelange knochenharte Aufbauarbeit in den handwerklich bearbeiteten Weinbergen aus. Unsere Böden besitzen hervorragende Humusgehalte — speichern Wasser wie ein Schwamm und geben bei Bedarf dieses Wasser wieder langsam an den Rebstock ab.


August 2005: ,Suboptimale Zeit für viele Urlauber — aber ideale Bedingungen für die Rebstöcke!

Als ganz entscheidend für die Qualität des Jahrgangs 2005 sehen wir den Zeitraum von August bis Oktober 2005. Viele von Ihnen werden den August noch als kühl und feucht in Erinnerung haben. Genauso war es auch — aber für die Reben ergaben sich nahezu ideale Bedingungen. Der in den Vormonaten arg strapazierte Wasserspeicher konnte endlich wieder aufgefüllt werden und bei Tagestemperaturen um 20°C schritt die Reifeentwicklung langsam, aber stetig, voran. Im Grunde genommen geht es den Weinreben dabei nicht anders als uns Menschen auch: Wir sind bei der Arbeit unter freiem Himmel bei Temperaturen von 20-25°C wesentlich leistungsfähiger als bei 30°C und mehr. Und gerade durch die verlangsamte Reife gewinnen unsere Weine an Ausdruck, Finesse und Eleganz — heben sich somit wohltuend von allzu alkohollastigen, schnell gereiften „Monster-Konzentraten” ab.


Der Altweibersommer — ein Traum für Mensch und Traube

An den Bilderbuch-Altweibersommer, der auf den kühlen August folgte, denken wir sicher alle gerne zurück. Der September war nahezu 2°C wärmer als im langjährigen Durchschnitt und führte zu einer hervorragenden Ausreife unserer Spätburgundertrauben, die wie gemalt am Stocke hingen und die bei Erträgen um 30 hl/ha Ende September und Anfang Oktober eingebracht wurden.

In den letzten Jahren mussten wir nach der Pinot-Ernte oftmals eine kleine „Zwangs-Erntepause“ wegen mehr oder weniger ergiebigen Niederschlägen akzeptieren. Nicht so in 2005! Die Großwetterlage blieb stabil und was an Niederschlägen drohte, regnete sich am nahe gelegenen Donnersberg ab. T-Shirt-Temperaturen waren im Oktober angesagt. Nachdem die Silvaner-Ernte um den 15. Oktober ihren Abschluss fand (kerngesunde Trauben), widmeten wir uns dem Riesling und Rieslaner. Die Trauben waren in den letzten Wochen ideal herangereift, blieben kleinbeerig, dickschalig und voller aromatischer Konzentration und lachten uns mit ihren goldenen Bäckchen verführerisch an. Die für unsere nördlichen Anbaugebiete so wichtige Kombination aus nicht zu hohen Tagestemperaturen und kühlen Nächten führte zu einer phantastischen Aromenreife und die Mineralität und Vielschichtigkeit des Jahrgangs war bereits im Traubenstadium deutlich schmeckbar! Wie bereits eingangs geschrieben, hatten wir Ende Oktober in 2005 die Sonnenscheindauer des gesamten Jahres erreicht, so dass wir bei bester Witterung unsere Top-Rieslingparzellen einbringen konnten. Die Moste begeisterten uns schon beim Keltern: reife Säure, feine Dichte, edle Nachhaltigkeit. Der wirklich einzige Wehrmutstropfen dieses großen Jahrgangs ist daher seine geringe Menge: Die Kleinbeerigkeit und das Verrieseln der Trauben während der Blüte sowie die optimalen klimatischen Bedingungen in einem der schönsten Altweibersommer seit Menschengedenken haben dazu geführt, dass 2005 mit Sicherheit zu den ganz großen Jahrgängen zählen wird…und darauf kommt es uns schließlich an. Stilistisch weckt er Erinnerungen an den hoch gelobten 2001er, qualitativ scheint er jedoch sein ganz großer Bruder zu werden.

Winterliche Grüße aus dem verschneiten Dalsheim,
Ihr Klaus-Peter-Keller”


2005: rar — aber exzellent! So das eindeutige Resümee von Klaus-Peter Keller, das mittlerweile von den ersten euphorischen Statements der Fachpresse gestützt wird: „Ernte 2005 — Deutschland einsame Spitze” titelt VINUM euphorisch in ihrer aktuellen Februarausgabe 2006 und vergleicht das Jahr, „aufgrund des Bilderbuchwetters im Goldenen Oktober mit den besten Jahrgängen der letzten 100 Jahre, den legendären 1959ern, 1947ern und 1921ern”!

Wir freuen uns sehr, Ihnen, liebe Kunden, die Keller’schen grandiosen Großen Gewächse, die angesichts ihrer phantastischen Qualität weltweit, in jeder noch so renommierten Weinanbauregion, ohne Konkurrenz sind, heute in Subskription anbieten zu können. Die Auslieferung der Weine erfolgt wohl Ende September 2006.


951205 Keller, Westhofen Kirchspiel -Turmstück- Riesling Großes Gewächs, trocken 2005 20,90 Euro
„The German Chassagne-Montrachet” (Jancis Robinson)
Aus dem Urstromtal des Rheins heraus erheben sich sanft die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage ,Kirchspiel’ wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet und somit, bestens geschützt vor den kalten Westwinden, über ein optimales Mikroklima verfügt. Herausragende Parzellen mit einem phantastischen Potential, erst vor ein paar Jahren von den Kellers gekauft, demonstrieren Jahr für Jahr deutlicher die Früchte der Revolutionierung in der Weinbergsarbeit, die Klaus-Peter seither vorgenommen hat. Mittlerweile ist die Regeneration dieser phantastischen Lage abgeschlossen, die Böden sind durch Humusbeigaben und jahrelanges mühevolles Umgraben aufgelockert und lebendig wie nie zuvor:
Daher war es auch keine Überraschung, dass das Große Gewächs ,Kirchspiel’ mit dem gigantischen 2003er vom GAULT MILLAU mit der dritthöchsten Punktzahl des Jahres geadelt wurde, dass die beste britische Weinzeitschrift FINE WINES den 2004er als „the best dry Kirchspiel to date, lots of finesse, very distinguished” belobigte und der im Folgenden beschriebene 2005er gar zur ebenbürtigen, jedoch stilistisch völlig anders gearteten Konkurrenz für den benachbarten ,Morstein’ avancierte. Und es ist wie stets bei großen Weinen das erstklassige Terroir dieses rheinhessischen Filetstückes — nackter Kalksteinfels im Untergrund mit rötlichen Eisenoxideinschüben — das die Basis für die zarte Mineralität und unvergleichliche Würze dieses edlen Rieslings legt, der sich wie seine Vorgänger ungemein dicht, cremig, tiefgründig und konzentriert präsentiert.
Aber in erster Linie bezaubert das ,Kirchspiel’ seine Liebhaber in jedem Jahrgang durch seine unvergleichliche Eleganz und Finesse, fasziniert mit feinstem, tänzerischem Spiel und deutet schon in seiner Jugend sein breites Aromenspektrum an, das von Aprikose, über Minze und Feuerstein bis hin zu frischen, kräutrigen Noten reicht und von einer samtig-seidenen Mineralität unterlegt, ja geradezu liebkost wird. Dieses rassige, brillante Große Gewächs macht (fast) süchtig in der Intensität seiner Aromen und seinem einzigartigen, authentischen Kirchspielcharakter, in seiner ungemein verführerischen Mischung aus seidiger Mineralität und Komplexität, cremigem Mundgefühl und sagenhafter Finesse sowie seiner einmaligen Verspieltheit und tänzerischen Eleganz, den unverwechselbaren Insignien seines legendären Terroirs.

In seiner Jugend wird er bei Ihnen, liebe Kunden, Erinnerungen an einen klaren, frischen Gebirgsbach evozieren, der tänzelnd und übermütig ins tiefe Tal sich ergießt. Doch nach mehreren Monaten der Flaschenreifung wird er sich über viele Jahre hinweg zu einem ebenbürtigen Konkurrenten größter Burgunder Gewächse entwickeln! Es mag Sie, liebe Kunden, vielleicht ein wenig verwundern, dass ich einen deutschen Spitzenriesling in seiner Stilistik mit einem so anders gearteten Chardonnay vergleiche, doch die kalksteingeprägte Mineralität, das finessenreiche Spiel, die Cremigkeit und die schwebende Leichtigkeit des Kirchspiels lassen mich beim Genuss dieses großen Rieslings immer wieder an die besten Exemplare legendärer Terroirs aus der Bourgogne denken; insbesondere Erinnerungen an die sublimen Weine von Coche-Dury werden in mir wach:
Die unvergleichliche Sinfonie großer Burgunderlagen in einem deutschen Riesling zum Klingen zu bringen, dieser vor wenigen Jahren noch kaum für möglich gehaltene Traum, ist schönste Realität geworden.
Das großartige Terroir des Kirchspiels, eine der größten Weißweinlagen Deutschlands, gebiert, in den Händen eines Weinmagiers sensibel interpretiert, den ersten „deutschen Chassagne-Montrachet” (so das auf den Punkt gebrachte dezidierte Urteil von Jancis Robinson, weltweit renommierte ,master of wine’), den nur eines von seinen großen Vorbildern im Burgund unterscheidet: sein wesentlich günstigerer Preis!
Genießen Sie diese Ode an die einzigartige Finesse und Mineralität großer Rieslinge aus einer Lage, die ihrem Charakter und der enorm großen Palette ihres Ausdrucksvermögens in 2005 ihre bis dato schönste Ausprägung gegeben hat und die in den nächsten Jahren zu Weltruhm gelangen wird.

Eine persönliche Anmerkung: Sie wissen, wie sehr ich die großen Rieslinge Deutschlands schätze, doch am liebsten greife ich privat immer wieder zu Kellers ,Kirchspiel’. Und vielen Kennern und Genießern scheint es genau so zu ergehen wie mir: Stets ist bei einer Verkostung dieser so spielerisch schwebende Riesling (Nomen est omen) der erste, der geleert ist, gleich, welch andere große Namen zur Probe auf dem Tische anstehen: Daher vergebe ich diesem magischen, verzaubernden Wein, der wie kein anderer Riesling eine wunderbare Leichtigkeit des Seins verkörpert, eine Auszeichnung, die Pinard de Picard noch nie vergeben hat: coup de coeur, mein privater Lieblingsriesling!
Als ich vor ein paar Tagen diesen herrlichen Tropfen mit Klaus-Peter im Keller verkostete, durchzuckte mich ein schelmisches diebisches Verlangen: Am liebsten hätte ich mir das Fass sofort auf den Rücken geschnallt und wäre mit ihm durch„gebrannt” — so fasziniert war ich von diesem wahrhaft Großen Gewächs, das jahrgangsbedingt noch einen kleinen Tick präziser ist als alle seine grandiosen Jahrgangsvorgänger, mit einer inneren Dichte und traumhaften Finesse wie nie zuvor. Ein magischer Zaubertrank eines ebenso sensiblen Menschen wie visionären Winzergenies!
Zu genießen ab Freigabe im September 2006, Höhepunkt etwa 2008 bis nach 2015.

In Subskription, späterer Preis bei Freigabe im September 2006 24,00 Euro!


952005 Keller, Dalsheimer Hubacker, Riesling Großes Gewächs trocken 2005 25,90 Euro
„Glücklich darf sich schätzen, wer ein paar Flaschen ,Hubacker’ im Keller liegen hat!” (René Gabriel, renommierter Schweizer Weinkritiker, Hrsg. des WEINWISSER und Fachautor: ,Bordeaux Total’)
Das legendäre Große Gewächs ,Hubacker’ genießt schon über viele Jahre hinweg als weltberühmtes Aushängeschild des Weinguts Keller unter Weinliebhabern einen mythischen Ruf. Die sanft geschwungene Hanglage im Rheinhessischen Hügelland in Flörsheim-Dalsheim, deren beste Parzellen sich im Monopolbesitz der Familie befinden, profitiert im Wind- und Regenschatten des Donnersberges von seinem einzigartigen Mikroklima. Hinzu kommt der skelettreiche, von der Farbe her ins zart Gelbliche tendierende Mergelboden mit seinem mächtigen Kalkfelsen im Untergrund, der den Weinen seine feste mineralische Struktur und exotische Aromen verleiht und der im Laufe vieler Jahre naturnahen Anbaus und Winterbegrünung eine exzellente Humusauflage mit einer großen Wasserhaltekraft erhielt: ein unschätzbarer Vorteil in den immer wärmer und trockener werdenden Jahrgängen in Deutschland.
Welch monumentales Meisterwerk aus dem großen 2005er Jahrgang, dem spektakulärsten in der glanzvollen Geschichte des Weinguts, spiegelt sich bei meiner Probe bei Kellers im Glase! Betörend die extrem tiefgründige und komplexe Nase, Faszination pur im mineralisch-würzigen Duft nach Mandarinen, Minze und verführerischen exotischen Früchten (DEM unverwechselbaren Signum seines Terroirs), sinnenverwirrend die enorm konzentrierte Frucht am Gaumen, eingebunden in eine perfekte Säurestruktur und eine herrlich cremige Textur voll vibrierender Vitalität und Energie. Hinzu kommt eine extrem tiefe, vielschichtige und rassige, nie zuvor im Hubacker erlebte mineralische Würze: Ein ganz großer, herrlich balancierter, vibrierender, ungemein präziser Wein, der bei aller Dichte und sagenhaften Konzentration tänzerisch leicht über die Zunge gleitet und extrem lang anhält, dabei das hohe Lied erzählend von der Magie exotischer Düfte, insbesondere Mango, Litschi und etwas Kaffee. Gänsehautatmosphäre!

Das Große Gewächs ,Hubacker’ wurde in den letzten Jahren mit Elogen überhäuft. Zu Recht! VINUM und eine renommierte Weinexpertenjury im Auftrag der BUNTEN („Hubacker: Die Rieslingreferenz für Deutschland!”) stellen den 04er an die Spitze aller Großen Riesling-Gewächse, Gerhard Eichelmann, („Deutschlands Weine 2006”) sowie der Gault Millau bewerten ihn (jeweils hinter Kellers legendärem G-Max) als zweitbesten Riesling dieses sehr heterogenen Jahrgangs und René Gabriel zählt ihn zu den „Lieblingsweinen des WEINWISSER”. Was aber ist geschehen, dass der 2005er all seine herausragenden Vorgänger in der Qualität nochmals übertrifft?

Zum einen scheint der 2005er Jahrgang von den klimatischen Bedingungen her in weiten Teilen Deutschlands, ähnlich wie im Burgund, infolge warmer, sonniger Herbsttage und kühler Nächte (wichtig für die aromatische Komplexität) der beste in einem langen Ablauf guter bis großer Jahre zu sein: Seit Mitte der 90er Jahre hat es in Deutschland, ganz im Unterschied zu den 80ern, mit Ausnahme des 2000ers keinen schwachen Jahrgang mehr gegeben. Die Verrieselungen zu Beginn der Vegetationsperiode 2005, die zu einer starken natürlichen Ertragsreduzierung und zu bereits am Stock ungemein schmackhaften, sehr kleinbeerigen Trauben führten, das zunehmende Alter der immer tiefer wurzelnden Reben und eine nochmals verlängerte Maischestandzeit haben sicherlich zur überragenden Qualität des 2005er Jahrgangs beigetragen.
Zudem wirken sich in allen Keller’schen großen Lagen die stetig verbesserten und verfeinerten Arbeiten im Weinberg dramatisch aus: Es scheint, als ob sich diese phantastischen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat von Klaus-Peter Keller Jahrgang für Jahrgang besser entfalten und immer mehr zu ihrem wahren Charakter finden. „L’homme fait la difference”, sagen die Franzosen über die unterschiedlichen Weinqualitäten, die insbesondere im Burgund in ein und der selben Lage drastisch schwanken können. Es ist die handwerkliche Arbeit des Winzers also, die im Weinberg entscheidet, ob und welche Qualität in der Flasche entsteht und keine noch so ausgefeilte Kellertechnik!

So notierte zutreffend der bekannte Weinjournalist Manfred Lüer bereits begeistert über den grandiosen 2004er: „Präsentierte sich der Hubacker früher als die laszive Grande Dame des Rieslings in verführerischer Abendgarderobe und tief ausgeschnittenem Dekolleté eher barock und lasziv, hat diese geschmeidige Schönheit in 2004 eine Schlankheitskur hinter sich und ist dadurch nur noch sinnlicher geworden und einfach nur gewaltig schön...Ungemein rassiges Finale voller feinfruchtiger Eleganz und Finesse!”
Wenn Sie, liebe Kunden, glücklicher Besitzer dieses Rieslingmonuments sein sollten, kann ich Ihnen nur empfehlen — trotz des noch großen Entwicklungspotentials — bereits jetzt die ersten Flaschen dieses majestätischen Weines zu öffnen: Sie werden überrascht sein, wie deutlich sich die Stilistik dieses Klassikers aus dem Hause Keller in den letzten Jahren verändert hat.
Der Hubacker scheint wie alle Rieslinge von „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts” einen dialektischen Prozess zu durchlaufen: Bei aller Dichte, Konzentration und Cremigkeit entwickelt sich dieser phantastische Weißwein zur Inkarnation von Mineralität, Eleganz und Finesse mit einer Präzision und einem Glanz, der alles überstrahlt, was jemals zuvor aus dieser legendären Parzelle produziert wurde. Der „2005er” zeigt im fesselnden Finale eine großartige, irre Länge, wie nie zuvor. In seinem jetzigen jugendlichen Stadium spüre ich bei der Fassprobe noch die berühmte „Eisenfaust im Samthandschuh”, wie die Franzosen solch monumentale Weine zu nennen pflegen, doch in etwa einem Jahr wird dieser Traum von Wein völlig unangestrengt zu trinken sein.
Wurde der 2004er bereits vom ,Gault Millau’ mit (zu niedrigen) 94 Punkten, vom Falstaff’ mit 95 Punkten und von Sam Hofschuster (Internetweinführer www.wein-plus.de) mit 97 Punkten (Atemberaubend: Eine wegweisende Verbindung aus Konzentration und Finesse) bewertet, kann ich persönlich diese neue Weinlegende aus dem Hubacker nur mit der Idealnote (98-)100 Punkte beurteilen!

Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Manchmal kaufe ich Weine ein, die ich nur ganz schwer weiter veräußern kann, da der Verkauf viel Herzblut kostet. So hoffe ich denn, dass dieses Große Gewächs Hubacker in gute Hände gelangen möge, nicht als Spekulationsobjekt missbraucht werde und stattdessen all diejenigen glücklich machen wird, die es jemals genießen dürfen.

Die Anzahl der zur Verfügung stehenden genialen Weine unseres vinologischen Kleinods aus Rheinhessen bleibt bei der strikten Ertragsreduzierung der Kellers, die keinen ökonomischen Interessen geopfert wird, sehr konstant, die weltweite Nachfrage hingegen explodiert förmlich und nimmt bisweilen hysterische Formen an:
Wir werden regelrecht mit Anfragen überrannt. Sichern Sie, liebe Kunden, sich daher jedes Jahr rechtzeitig Ihre Zuteilung dieser Inkarnation flüssig gewordener Mineralien aus tiefen geologischen Schichten, Weinunikate allerhöchster Qualität, die in der ganzen Welt ohne Beispiel sind!
Zu trinken ab Spätherbst 2006 wird sich dieses Rieslingbaby wie eine menschliche Persönlichkeit über Jahre hinweg weiter entwickeln und seinen Höhepunkt voraussichtlich zwischen 2008 bis nach 2020 erreichen.

Leider bereits ausverkauft!


Die Anzahl der zur Verfügung stehenden genialen Weine unseres vinologischen Kleinods aus Rheinhessen bleibt bei der strikten Ertragsreduzierung der Kellers, die keinen ökonomischen Interessen geopfert wird, sehr konstant, die weltweite Nachfrage hingegen explodiert förmlich und nimmt bisweilen hysterische Formen an:
Wir werden regelrecht mit Anfragen überrannt. Sichern Sie, liebe Kunden, sich daher jedes Jahr rechtzeitig Ihre Zuteilung dieser Inkarnation flüssig gewordener Mineralien aus tiefen geologischen Schichten, Weinunikate allerhöchster Qualität, die in der ganzen Welt ohne Beispiel sind!

Allen Liebhaber der Keller’schen Weine, denen die Zeit bis zum kommenden Herbst zu lange dauern wird, empfehlen wir heute drei phantastische Rieslinge aus der „Kollektion des Jahres” 2004, die wir noch zur Verfügung haben. Zögern Sie nicht lange bei Interesse, die Vorräte schmelzen wie der Schnee in der Frühjahrssonne!

953004 Keller, Riesling QbA Fass 2, trocken (PK) 2004 7,30 Euro



953304 Keller, Riesling „vom Buntsandstein” (Pfalz) trocken 2004 9,90 Euro



952304 Keller, Beerenauslese Pius 2004 0,375 l 14,90 Euro



Weingut Hermann Dönnhoff - Nahe

„Weine und Weinmacher sind Legende, geradezu ein nationales Erbe. Es ist ein weiter Weg bis zu dieser Position und Helmut Dönnhoff ist ihn arbeitsam und bescheiden gegangen, wie es seine Art ist. Stets mit einer besonderen Begeisterung für den Wein. Diese ehrliche Liebe zum Rebensaft ist der Schlüssel, um die flüssigen Kunstwerke zu verstehen. Der Grandseigneur des Naheweins ist ein Traditionalist und als solcher ein wahrer Experte im Ausbau des Rieslings im klassischen Eichenholzfass. Die internationale Presse (Parker insbesondere!) überschüttet ihn dafür mit Lob”, urteilt dezidiert der Gault Millau 2005, bewertet Dönnhoff im übrigen seit Jahren als einen von acht deutschen Winzern mit 5 Trauben, der „Höchstnote für die weltbesten Weinerzeuger”!

In England und in den USA besitzen seine Weine schon lange absoluten Kultstatus, werden gesucht wie wenige andere und mit Phantasiepreisen, weit über dem in Deutschland verlangten Kurs, bezahlt — wenn man sie denn überhaupt erhält. In diesen Ländern wird Dönnhoff zu Recht der gleiche Ruhm zuteil, wie sonst nur den größten Winzern aus dem Burgund mit ihren wesentlich teureren Prestigeweinen. Herzlichen Glückwunsch Helmut Dönnhoff.

Heute präsentieren wir Ihnen drei weitere Weißweine aus Dönnhoffs phantastischer Kollektion aus seinem schon im Vorfeld der Freigabe mit Legenden umrankten Jahrgang 2004. Diese großartigen Weine präsentieren sich in ihrer Stilistik völlig konträr zum opulenteren 03er, viel klassischer (Liebhaber großer deutscher Rieslinge sehen in ihm eine hypothetische Vermählung zwischen den phantastischen Jahrgängen 2001 und 1990), ungemein elegant und finessenreich mit einer animierenden rassigen Textur und einer perfekt eingebundenen Säurestruktur. Schlichtweg Weine, die unter Preis-Genussgesichtspunkten unschlagbar sind. Referenzcharakter!


930804 Dönnhoff, Weißburgunder trocken 2004 9,20 Euro
Wunderschöner, herzhaft trockener, zart cremiger, fülliger, eleganter, ,feinsinniger’, ungemein frischer, ,kühler’, herzhafter und mineralischer Weißburgunder auf Spätleseniveau Dieser inspirierende Wein fasziniert in der Nase durch sein rebsortenspezifisches Aromenspiel; am Gaumen dicht, konzentriert, kräftig, aber nicht so opulent wie in 03, eher von verspielter, eleganter Stilistik, dabei angenehm frisch, extraktreich, mineralisch, lang anhaltend.
Ein traumhaft leckerer Terrassenwein, der die Leichtigkeit des Seins an lauen Sommerabenden widerspiegelt und Lust macht auf das nächste Glas. Fabelhafter Essensbegleiter und DIE Alternative zu den belanglosen Pinot Griiiigios, die noch immer den Markt überschwemmen. Phantastisches Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort bis Mitte 2007.



931004 Dönnhoff, Oberhäuser Leistenberg, Riesling Kabinett 2004 12,50 Euro
Von besten Schieferverwitterungsböden stammt dieser finessenreiche Riesling mit einem phantastischen Spiel auf der Zunge zwischen Süße und Säure, sicherlich der „moselanischste” unter allen Rieslingen Dönnhoffs (übrigens auch sein persönlicher Lieblingswein), harmonisch, dicht, cremig, feinst balanciert, erstklassige Säurestruktur, toller Spannungsbogen am Gaumen, daher ungemein animierend, ein Paradebeispiel eines klassischen Rieslings der Nahe.
Die Steillage „Leistenberg” ist noch nicht ganz so bekannt wie Dönnhoffs Renommierwingerte, galt aber schon immer als einer der besten Nahelagen, die zwar keine opulente Rieslinge hervorbringt, dafür jedoch spannende Gewächse voller Rasse, Finesse und Ausstrahlung. 89 Parkerpunkte und für mich persönlich einer drei besten Kabinette des Jahrgangs in Deutschland!
Jetzt bereits (bis 2012) mit großem Genuss zu trinken.



931104 Dönnhoff, Norheimer Kirschheck, Riesling Spätlese 2004 15,90 Euro
Lange Jahre führte diese Schiefersteillage, die urkundlich älteste Weinbergslage der Nahe, ein Schattendasein in Dönnhoffs Kollektion, ihr Potential wurde vielfach verkannt. Doch in den beiden herausragenden Jahrgängen 2001/2 erbrachte sie derart traumhafte Weine (so erhielt der 01er von Parker 94 Punkte), dass ihr Image, aber nicht ihr Preis, sich dramatisch veränderte.
Faszinierend kühle, zart kräutrige Nase nach Pfirsich und Aprikose, am Gaumen filigranes Spiel Süße-Säure, phantastische Eleganz und Finesse und eine perfekt eingebundene Mineralität, eine vibrierende, von der Stilistik her eher feminine, charmante Spätlese, die über die Zunge zu schweben scheint und dennoch anspruchsvoll, „intellektuell” fast, daherkommt.
Wäre da nicht die herrliche Fülle und Dichte, man glaubte einen zauberhaften Kabinettwein im Glase zu haben, keine Spur von Fett, Kategorie persönlicher Lieblingswein. Diese aristokratische Weltklassespätlese mit ihrem unglaublichen inneren Spannungsbogen, ihrer Wahnsinnsfrucht und grandiosen Mineralität hebt ihre enorme innere Dichte quasi selbst wieder auf in ihrem faszinierend subtilen Spiel und einer brillanten Leichtigkeit und Finesse, die diese feinst balancierte, harmonische Spätlese von der Zungenspitze bis zum gewaltigen Abgang kohärent durchziehen:
Ein transzendentaler, ein beseelter Riesling, ein göttlicher Wein, dessen Ausstrahlung sich niemand wird entziehen können! Ich bin sicher, diese geniale Spätlese, die trotz Parkers Bewertung von 95! Punkten noch so unglaublich preis’wert’ daherkommt, wird Liebhaber großer deutscher Rieslinge glücklich machen.
Potential bis wenigstens 2020.



Herzliche Grüße aus Saarlouis,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann

../katalog/wein/detail/wein/detail/