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Pinard de Picard - Newsletter!

Saarwellingen, 26. Februar 2010

Klaus-Peter Keller verzaubert mit einem traumhaften Frühlingswein / Elisabetta Foradori: Drachenblut zu Wein veredelt

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,

Klaus-Peter Keller, Deutschlands Romanée-Conti, begeistert mit einem unfassbar schönen Basis-Silvaner aus 2009!

951009 Keller, Grüner Silvaner trocken 2009 7,50 Euro
„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte,
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land”,
Eduard Mörike

Wow, das sind Emotionen pur! Was ist das nur für ein genialer, trinkanimierender Terrassenwein und kongenialer Essensbegleiter (da wird nicht nur der Spargel jubilieren!) aus perfekt gereiften Träubchen von liebevoll gepflegten alten Reben: Auf exzellenten Muschelkalk- und tiefgründigen Lehmböden wächst dieser feinfruchtige, zutiefst mineralische, wunderbar aromatische Grüne Silvaner mit einer beeindruckenden Feuersteinnote in der Nase und faszinierenden Anklängen von frischem Wiesenheu, gepaart mit nobler Kräuterwürze und Blütendüften einer blühenden Frühlingswiese. Am Gaumen tanzen die Aromen Samba und dieser leckere Wonnetropfen macht mit viel Schmelz und Cremigkeit, aber auch mit einer traumhaften Feinheit, einer „schwebenden” Leichtigkeit (gerade einmal 12,5 Volumenprozent Alkohol zaubern diese aromatische Dichte ins Glas!) und Verspieltheit, einer vibrierenden Frische und Transparenz seinen großen Lagen alle Ehre. Auf der Zunge fasziniert eine feingliedrig-rassige Säure, eine herrliche Würze, eine großartige Balance und ein betörend pfeffriger, ungemein langer Nachhall. Was haben die begnadeten Kellers in 2009 nur für ein belebendes, grandios mineralisches (hier spürt man mit jedem Schluck den energetischen Kalkstein im Untergrund der Reben), knochentrockenes Gewächs aus dieser traditionellen rheinhessischen Paraderebe vinifiziert! Welch superfrische Wahnsinnsnase, welche Nachhaltigkeit, Komplexität und eine irre salzige Mineralität, wie sie in dieser sympathischen Preisklasse völlig ungewöhnlich ist und eine Demonstration des qualitativen Höhenflugs, zu dem diese rheinhessische ‚Urrebe’ unter den Händen einer begnadeten Winzerpersönlichkeit wie Klaus-Peter Keller ansetzen kann. Zu genießen ab sofort, entwickelt sich dieses fabelhafte autochthone Gewächs in der geöffneten Flasche über mehrere Tage hinweg vorzüglich – wenn Sie sich denn solange beherrschen können!

Jeder Schluck dieses grandiosen Silvaners macht Lust auf das nächste Glas: Der Wein scheint zu verdunsten, so schnell sind stets die Gläser geleert. Dieser Referenz-Silvaner ist schlicht einer der größten Weinwerte Deutschlands – ein betörend mineralischer Frühlingszauber vom Muschelkalk, der viele vier- bis fünffach teurere Burgunder mit Leichtigkeit aus dem Felde schlägt!

„Der Mainzer“ Restaurant- und Weinführer 2010 jubelt begeistert: „Was Klaus-Peter und Julia Keller in den letzten Jahren Weiß wie Rot in die Flasche brachten, ist atemberaubend gut. Auch wer deutlich unter 10 Euro ordert, bekommt bereits Weine, von denen viele andere Betriebe nur träumen…”

Rudi Knoll, seit Jahrzehnten DIE seriöse Stimme des Journalismus zum deutschen Wein, teilt die Einschätzung von Pinard de Picard: „Keller - Deutschlands Romanée-Conti in Weiß”. Und Knoll weiß natürlich auch: „Im Preis liegt Keller noch weit unter den noblen roten Burgunderweinen.”



Domaine Guillaume Gros - Lubéron

Urwüchsige Rotweine voller ursprünglicher Wildheit aus einer großartigen Naturlandschaft!

168407 Guillaume Gros, El nino loco 2007 6,95 Euro
Was für ein authentischer „wilder” Lubéronwein mit tiefdunkler Farbe und einer tollen Fülle an Aromen, mit einer Komplexität und Dichte, einer brillanten Struktur und animierenden Textur im Mund, die in dieser Preisklasse alles andere als „normal” sind. Dieser urwüchsige Wein trägt in sich die kühle Kraft des Mistrals, der vor der Ernte den Saft in den vollreif gelesenen Trauben von besten Grenache- und Carignanreben konzentrierte, so dass ungemein dichte, expressive, beerenwürzige Aromen, (insbesondere Cassis und Blaubeeren, dazu Veilchen, frischer Rosmarin, Salbei und Eukalyptus, Teer, Kaffee, geräuchertes Fleisch, Zedernholz, Rauch und dunkler Tabak) wohlig dem Glase entsteigen. Die meisterhafte Weinbereitung besticht am Gaumen mit Konzentration und Dichte, einem enormen Extraktreichtum, aber auch mit feiner Fruchtsüße, Eleganz, Mineralität und einer großartigen Struktur. Ein faszinierendes Weinoriginal, ein Maßstab in seiner Preisklasse, den die meisten Domainen der Region selbst mit ihren Spitzencuvées nicht erreichen!

Robert M. Parker bewertet einen fast gleich guten Jahrgangsvorgänger (Aber, Sie wissen, werte Kunden, 2007 ist an der südlichen Rhône der größte Jahrgang aller Zeiten!) dieses Juwels voller Begeisterung mit sagenhaften 90 Punkten!
Zu genießen ab sofort bis 2014.

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Domaine Pierre Clavel - Coteaux du Languedoc

Pierre Clavel, sympathischer Kultwinzer des Midi, produziert im größten Jahrgang des Languedoc die dramatischsten Rotweine in seiner glanzvollen Karriere: Handwerkliche Unikate statt seelenloser Technoweine, und das zu unverschämt günstigen Preisen!

Legendär die FEINSCHMECKER-Degustation, die den Copa Santa auf eine Stufe stellt mit den weltberühmten, aber um ein Vielfaches teureren Spitzenweinen der Côte Rôtie von Guigal!

311307 Pierre Clavel, „Le Mas”, Coteaux du Languedoc rouge (DV) 2007 5,90 Euro
Der FEINSCHMECKER feiert Pierre Clavels „Le Mas” aus dem großen Jahr 2007: „Heißer Tipp – erfreulich günstiger Roter für gemütliche Abende”

Der neue grandiose Jahrgang unseres meistverkauften Rotweins aus dem Languedoc fasziniert und begeistert jeden Kenner vom ersten Schluck an. Was ist das nur für ein faszinierender Trinkspaß für jeden Tag! Eine urwüchsige, dunkelrubinrote Cuvée aus reifen Carignan-, leckeren Grenache- und noblen Syrah- sowie erstklassigen Cinsaulttrauben, wobei letztere für die traumhafte Frische dieser so trinkanimierenden Cuvée verantwortlich zeichnen. Die eher ,kühle’ Stilistik dieses charaktervollen Alltagsweins für höchste Ansprüche betört mit einer geradezu unverschämt delikaten Aromatik, wie sie finessenreiche, burgundisch inspirierte Weine aus Châteauneuf-du-Pape und von der nördlichen Rhône aufweisen: einer frischen, beerigen (welche Orgie an Cassis!), ungemein animierenden Frucht mit zart kräuterwürzigen Anklängen in der Nase und saftigen, schmeichlerischen, cremigen Gerbstoffen auf der Zunge. Im Traumjahrgang des französischen Südens wartet der „Le Mas” mit der gleichen Dichte und Konzentration auf wie seine so ungemein beliebten Vorgänger, ist jedoch noch extraktreicher, strukturierter und mineralischer als je zuvor, besitzt eine noch höhere, deutlich schmeckbare Komplexität (!) in der berauschenden Frucht (wie unglaublich lecker können schwarze Johannisbeeren schmecken!), ein einzigartiges Gleichgewicht zwischen Tanninen, Säure und relativ niedrigem, bestens eingebundenem Alkohol und ist wie stets unverkennbar geprägt von seinem Terroir und der sensiblen Handschrift einer großen Winzerpersönlichkeit! In seiner so genussfreundlichen Preisklasse ein nur schwerlich zu übertreffender Leckerbissen, was auch Joel Payne in seiner großen Languedoc-Reportage in VINUM/ALLES ÜBER WEIN konstatiert, indem er diesen herrlichen Alltagswein zu den „besten Schnäppchen des Languedoc” zählt.

Und alle Liebhaber südfranzösischer Weine wissen über viele Jahrgänge hinweg die einzigartige Qualität dieses Alltagssolitärs zu schätzen. Aber nie zuvor war dieser Leckerschmecker so gut wie in 2007: Ein ungemein süffiger und anregender Wein, von dem man auch mal die berühmte Flasche mehr trinken kann und am nächsten Morgen keinerlei Probleme im Magen oder Kopf bekommt, da die für den Wein verwendeten Träubchen liebevoll im Weinberg behandelt und nicht in Frankensteins Monsterlabors atomisiert und danach wieder neu zusammengesetzt werden: Schnöde, moderne Weinwelt mit den Segnungen der modernen Agrarindustrie versus solch authentische Naturprodukte eines liebenswerten Charaktermenschen!

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311207 Pierre Clavel, La Copa Santa, rouge 2007 12,90 Euro
Legendär mittlerweile die FEINSCHMECKER-Degustation, die den Copa Santa an die Spitze stellte vor die weltberühmten, aber um ein Vielfaches teureren Spitzenweine der Côte Rôtie von Guigal!
Enthusiastische Lobeshymnen werden dieser authentischen, spektakulär schönen Cuvée (Syrah, Grenache, Mourvèdre, ausgebaut in gebrauchten Barriques erlauchter Provenienz) mit ihrer tiefgründigen Ursprünglichkeit sowohl in der Fachpresse als auch von Weinliebhabern Jahrgang für Jahrgang gesungen. Und was hat unser liebenswerter Freund Pierre im phantastischen Languedoc-Jahrgang 2007 für eine traumhafte Qualität in die Flasche gebracht: Welch noble Stilistik, welch edler Stoff! In der Farbe ein leuchtendes, tiefes, sattes Dunkelrot, ja, fast ins Pechschwarze übergehend, in der Nase ein großartiges, komplexes Aromenspektrum, geprägt von frischen, wild wachsenden roten und blauen Beeren, intensiven, feinen Gewürzanklängen, einem faszinierenden Touch von frischen Trüffeln und schwarzem Pfeffer, großen, klassischen, aber wesentlich teureren Prestige-Rhôneweinen ähnlicher denn je. Dem Gaumen schmeichelt dieser Aristokrat des Languedoc mit einer unvergleichlich weichen, cremigen, dichten Textur und einer harmonisch integrierten, zart wilden Frucht. Welche Geschmeidigkeit, welch kühle Finesse (Das ist wohl DIE entscheidende Weiterentwicklung in der Stilistik der Clavel’schen Weine in den letzten Jahrgängen – wahrlich der Kontrapunkt zu den banalen alkoholischen Marmeladenweinen des europäischen Südens wie der Neuen Welt), eingebettet in einer animierenden mineralischen Ader und einer butterzarten, schmelzig-seidenen Tanninstruktur sowie einem ungemein langen, in Wellen wiederkehrenden mineralischen Abgang. Zweifellos Kultweinstatus!

Châpeau Pierre für diese phantastische Qualität, den besten ‚Copa’ aller Zeiten, und das zu seit Jahren unverändertem, provokant günstigem Preis. Kistenweise in den Keller legen und über Jahre hinweg Traumqualitäten genießen!
Wegen seiner seidenen Tanninstruktur höchster Trinkgenuss ab sofort, Höhepunkt Ende 2010 bis 2018, mindestens.

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Domaine Léon Barral - Faugères

Mineralische Weinunikate aus biologischem Anbau mit singulärem Charakter von den legendären Schieferböden des Faugères: In ihrer fabelhaften Qualität großen, teuren Prestigegewächsen der nördlichen Rhône ebenbürtig – und dies zu den sympathischen Preisen des Languedoc!

Didier Barral hat sein kleines Weingut, das unter Winzerkollegen, Händlern und Weinliebhabern gleichermaßen einen mythischen Ruf besitzt, in die absolute Spitze des Languedoc geführt und zählt heute zu den 5 besten Domainen: Folgerichtig wird er von Parker wie der Revue du vin de France mit Elogen überhäuft!

Werte Kunden: In der letzten Woche haben wir eine Verkostung der größten Weine des Languedoc des hoch geschätzten Jahrgangs 2006 bei Pinard de Picard durchgeführt. Solche Degustationen veranstalten wir in regelmäßigen Abständen, um zu überprüfen, wie sich die Weine auf der Flasche entwickeln und ob unsere ursprünglichen Einschätzungen richtig waren oder einer Korrektur bedürfen. Strahlender Sieger dieser wahrlich dramatisch schönen Verkostung war das singuläre Mourvèdre-Unikat „Valinière” unseres Kult-Winzers Didier Barral: Die Wildheit und Authentizität des französischen Südens paart sich mit der sagenhaften Finesse der schwarzen Schieferböden von Faugères, der biodynamischen Arbeitsweise in den „lebenden” Weinbergen und einem ungewöhnlich sensiblen Ausbaustil im Keller – Kaum ein Weinkenner wird je bei einer Blindverkostung einen der traumhaften Weine von Didier Barral im Midi vermuten, sondern sie für sündhaft teure Prestigeweine der nördlichen Rhône halten, so einzigartig ist ihre singuläre Frische und Finesse, ihre noble Eleganz und abgrundtiefe Mineralität: Souveräne Referenz für Faugéres von einem der renommiertesten Winzer Frankreichs!

348306 Barral, Faugères „Valinière”, rouge 2006 39,50 Euro
Einer der legendären, raren und meist diskutierten Spitzenweine des Languedoc, da der ungewöhnlich hohe, 85%ige Anteil an optimal gereiften und streng selektierten Mourvèdretrauben (dazu ein wenig Syrah und Carignan) dem Wein einen extravaganten Charakter verleiht, der sich deutlich von dem aller anderen Weine des Midi abhebt und der mich persönlich ungemein fasziniert! Zutiefst komplex in der Aromatik, dicht, konzentriert, fein gewoben, mit atemberaubender Ausstrahlung! Uralte Rebstöcke bilden das Fundament für diesen fulminanten Wein, der zu den größten Gewächsen Frankreichs gehört. Eine Art „Hommage à Jacques Perrin” des Languedoc – denn auch diese Luxuscuvée von Beaucastel aus Châteauneuf-du-Pape ist ähnlich Mourvèdrebetont. In der Farbe präsentiert sich dieser grandiose Wein mit einem satten tiefdunklen Rot und mit purpurroten Reflexen am Rand. Im Duft ist diese Reminiszenz an die Mourvèdre-Traube unmittelbar nach der Öffnung noch relativ verschlossen, doch nach mehrstündiger Karaffierung explodiert der Valinière in der Nase! Man hat förmlich das Gefühl, von der Fülle der komplexen Aromen überflutet zu werden und in einen Taumel großer Glückselig keit zu fallen. Kleine Heidelbeeren, hochreife Brombeeren, aber auch herbe Einschläge von Vogelbeere und Schlehe sind genauso präsent wie der komplexe Duft nach Veilchen, Lavendel, Salbei, wilder Minze und süßliche Noten von Trüffelschokolade, Karamell, süßen Gewürzen (Sternanis, Zimt, Vanille) und kandierten Orangenschalen. Infolge solch expressiver Aromatik ist jeder Liebhaber großer autochthoner Weine überwältigt, wie vom Donner gerührt (einem kleinen Kind nicht unähnlich, das zum ersten Mal in seinem jungen Leben mit leuchtenden Augen einen funkelnden Weihnachtsbaum bewundert) und bereit, sich, ehrfürchtig staunend, nur dem Augenblick und dem hedonistischen Genuss hinzugeben. Am Gaumen präsentiert sich dieser in seiner Aromatik einzigartige und unter Kennern längst mit Kultstatus versehene Wein aufgrund seiner Rebsortentypizität und der einzigartigen Schieferböden sowie wegen seines strikt biologischen Anbaus absolut individuell und ist mit keinem anderen Wein auf der Welt vergleichbar!

Ich möchte Ihnen diese geniale, charaktervolle Cuvée von verblüffend eigenwilliger Identität, die partout in kein gängiges Schema passen will und meilenweit von jeglicher Uniformierung des Weingeschmacks entfernt ist, eindringlich ans Herz legen. Ein faszinierender Extrakt mit cremigen, seidenen, traumhaft geschliffenen und unvorstellbar feinen Tanninen (auch ein Verdienst einer uralten Presse, die ungemein schonend und ausschließlich mit Hilfe der Schwerkraft den Saft der Trauben extrahiert), eingebettet in eine Orgie von betörenden Aromen, ein göttlicher Nektar, der schwebend leicht (power without weight!) minutenlang die Zunge betört. Nur in winzigen Mengen erzeugt, ein geschliffener, aber dennoch unbezähmbarer Bio-Wein von faszinierend kühler Stilistik, der noch lange in Erinnerung bleibt, wenn die Gläser längst geleert sind. Mehrfach haben wir in Blindproben dieses authentische Naturprodukt als unerhörte Provokation wesentlich teurerer Prestigegewächse von der nördlichen Rhône gesehen und mit 96-98 Punkten bewertet. Eines der größten jemals im Languedoc vinifizierten Weinmonumente, schlicht die Essenz des wilden französischen Südens mit einer sagenhaften Säurestruktur aus legendärem Jahr. Kultweinstatus!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt wohl 2012+ bis nach 2025.

Parker ist ebenfalls begeistert von den höchst authentischen Gewächsen Didier Barrals und vergibt bereits unserer längst ausverkauften Basiscuvée aus 2006 92-93 Punkte, der von ihm noch nicht verkostete „Valinière” ist wenigstens nochmals 5 Punkte besser!

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Elisabetta Foradori - Trentino

Drachenblut zu Wein veredelt!

Elisabetta Foradori wird von Weinliebhabern wie -kritikern gleichermaßen als ungekrönte Königin des Teroldego gefeiert!

Schon früh musste die aparte Dame voll einsteigen. Als Elisabetta Foradoris Vater starb, war sie noch ein Kind. Die Mutter hielt den Betrieb über Wasser, bis Elisabetta die Schulbank mit dem Weingarten tauschte. Und während allerorts in Italien die große Cabernet-Welle Einzug hielt, setzte sie auf eine regionale Rebsorte: den Teroldego: „Ich hatte immer davon gehört, dass unsere heimische Rebe früher ein viel gepriesener, ein geradezu legendärer Wein war, der speziell am Kaiserhof in Wien gerne getrunken wurde, mit dem Körper und der Kraft und mit zunehmender Reife auch dem Duft und Geschmack eines großen Bordeaux”, erklärt sie und wunderte sich, dass im Trentino allerorts nur noch hellrote, leichte Fruchtbomben daraus gekeltert wurden. Wie war dieser qualitative Verfall nur möglich?

Also begann Elisabetta intensiv, den Teroldego zu erforschen, suchte Aufzeichnungen in kirchlichen und städtischen Bibliotheken, wie denn zu den Glanzzeiten dieser autochthonen Rebe in Weinberg und Keller mit ihr gearbeitet wurde und entdeckte das verloren gegangene Wissen der alten Generationen neu: „Wissen macht Wein”, urteilt sie heute verschmitzt lächelnd und schweift dann gedanklich zurück in jene Epoche, als sie vehement gegen den Strom des Zeitgeistes anschwimmen musste. Das Grundübel erkannte sie damals sehr rasch: Ende der siebziger Jahre waren praktisch alle Rebflächen des Campo Rotaliano, so heißt die Heimat des Teroldego, in Monokultur mit einem massenertragsstarken Klon bepflanzt, der grausame „Qualitäten” gebar. Was im Trentino über Jahrhunderte als Erbe von Generationen und eines fundierten, überlieferten Erfahrungswissens gewachsen war, wäre in den Zeiten des agrarindustriellen Massenwahns der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts fast ausgerottet worden. Aber nur fast! In Zusammenarbeit mit der Universität Mailand begann Elisabetta, die besten Weinberge ihrer Heimat mit Selektionen uralter Reben neu zu kultivieren: Unumgängliche Basis für höchste Qualität, eigenständigen, unverfälschten Charakter und sinnliche Komplexität im fertigen Wein. Und während im gesamten Trentino die übliche Pergola-Erziehung kultiviert wurde (Ein altes System, das in südlichen Gebieten noch häufig angewendet wird: Die Reben werden dabei auf Spalieren und Drähten zur schattigen Überdachung hochgezogen), beginnen hinter ihrem Haus die Rebzeilen in Guyot-Erziehung (Die Reben ranken bei diesem System an horizontal gespannten Drähten senkrecht empor), was eine größere Stockdichte und vor allem eine bessere Ertragsbegrenzung erlaubt. Nur wenige Trauben hängen hier am Stock, und das Ergebnis zeigt sich in Elisabettas famosen Weinen! Mineralisch, dicht und trotzdem feingliedrig und elegant, mit einem Aromenspektrum, wie in einem orientalischen Basar, feiner Frucht und traumhafter Würze, sowie einem animierenden Frucht-Säure-Spiel und weichen, kühlen Tanninen, so präsentieren sich ihre grandiosen Weine: Die uralte regionale Rebsorte Teroldego liefert mit der Spitzencuvée ‚Granato’ einen der originärsten Rotweine Italiens mit singulärer Ausstrahlung – ein authentischer Heimatwein mit betörendem Charisma!

Seine Heimat, das Trentino, kennen die meisten Italienurlauber nur als Transitreisende vom „Durchrasen” am Weg vom Brenner zum Gardasee. Oder von den großen Winzergenossenschaften, die den Weinbau hier dominieren. Doch es lohnt sich sehr, wie so manches Mal im Leben, vom direkten Wege einmal abzubiegen. Denn hier zwischen den Orten Mezzolombardo, Mezzocorona und Lavis hat der Noce, ein Nebenfluss der Etsch, in Tausenden von Jahren ein einzigartiges Tal in den Bergkessel gegraben. Steine und Geröll aus den umliegenden steilen Bergmassiven des Ortler, Brenta und Persanella hat er hier abgelagert, ein Gemisch aus Kalkstein, Porphyr, Granit und Gneis. Welch ideale Unterlage für den Weinbau! Einzigartig auch das Mikroklima. Im Sommer kann es hier tagsüber sehr heiß werden, denn von den über tausend Meter hohen Bergen rundum reflektiert die Sonne. In den Nächten fließt aber wieder die kühle Luft ins Tal. Ideale Voraussetzungen für kraftvolle, aber auch sinnlich duftige, ungemein komplexe Weine. Die Einheimischen nannten den Teroldego früher übrigens „Sangue di Drago”. Der Legende nach soll es hier in den Felshöhlen des Monte di Mezzocorona einen feuerbrünstigen Drachen gegeben haben, der das ganze Gebiet terrorisierte. Ein mutiger Ritter habe sich dann mit einem großen Spiegel auf die Lauer gelegt und den durch seinen eigenen Anblick völlig verdutzten Drachen mit seinem Speer getötet. Im Festzug wurde der Drache danach durch das ganze Tal getragen, um zu zeigen, dass die Plage endlich ein Ende habe. Dabei tropfte etwas Drachenblut auf die Felder, auf denen schon in den nächsten Tagen die ersten Weinreben mit Teroldego sprossen. Soweit die Mär.

In Wahrheit dürfte der Teroldego vor zwei bis drei Jahrhunderten im nördlichen Trentino heimisch geworden sein. Die Herkunft ist bis heute noch nicht definitiv geklärt, es wurde aber eine Verwandtschaft zu Lagrein, Syrah und Barbera genetisch nachgewiesen. Wie dem auch immer sei, Fakt ist jedenfalls, dass Elisabetta Foradori den Teroldego zu neuer Blüte geführt hat. Ihre einzigartigen, mittlerweile in Biodynamie erzeugten Teroldegos zählen zweifellos zu den großen Wein-Persönlichkeiten der Welt! Diese lange malträtierte autochthone Rebsorte gebiert unter den einfühlsamen Händen einer schönen Frau einen der großen charaktervollen Rotweine Italiens. Unbedingt probieren!


628107 Foradori, Teroldego Rotaliano rosso 2007 14,95 Euro
Elisabetta Foradoris „Rotaliano“ (FALSTAFF 1/2010: „Hat in den letzten Jahrgängen nochmals deutlich an Format gewonnen”) fasziniert schon beim bloßen Betrachten im Glase mit seiner dichten granatroten Farbe. Und dann – welch geniale Nase! Sie betört durch feine Gewürze wie Zimt und Nelken und zart süßliche Fruchtaromen: Amarenakirschen, reife, würzige Erdbeeren, Brombeeren und Kirschen verbinden sich zauberhaft mit einem feinen Cassisduft, hellem Tabak, Schokolade, Lakritz, Karamell und zarten blumigen wie kräutrigen Noten. Am Gaumen herrlich weich, mit kühler Frucht, feinkörniger Tanninstruktur und anregender Säure: Die Zunge jubiliert wegen der animierenden, knackigen Frische, dem geringen Alkohol und wegen des pikanten und trinkanimierenden Nachhalls mit feinen Noten von Sauerkirschen, Muskatnuss, Zimt und weißem Pfeffer. Dieser authentische, filigrane Basiswein mit seinem zartherben Nachhall ist Schluck für Schluck eine vinologische Liebeserklärung an das traditionelle, in großer handwerklicher Tradition arbeitende Italien. Er bereitet schon heute sinnlichen Trinkspaß pur und wird sich 5-10 weitere Jahre wunderbar entwickeln.

Stuart Pigott feiert in der FAS dieses Urgestein vom Drachenblut aus dem Trentino euphorisch wegen seiner „Ausdrucksstärke, erstaunlichen Lebendigkeit und Frische”: ein traumhafter Terroirwein!

Und Deutschlands Top-Sommelier Natalie Lumpp schwärmt enthusiastisch über den (fast) gleich guten Jahrgangsvorgänger: „Am besten Augen schließen und eintauchen in diesen wunderbaren Wein mit seinem genialen Duft und seinen geschmeidigen Tanninen! Unter Preis-Genuss-Gesichtspunkten ist Elizabettas Klassiker einer der größten Weinwerte Italiens!

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628207 Foradori, „Granato”, IGT Vigneti delle Dolomiti rosso 2007 39,00 Euro
Dieser fabelhafte Wein aus einem grandiosen Jahrgang ist wohl der beste je erzeugte Teroldego überhaupt und besitzt eine Spur Wildheit und Rasse wie ein arabisches Vollblut! Einer der großen Terroirweine Italiens, eine Hommage an eine Charakter-Rebe, emotional, berührend, Gänsehautatmosphäre! Eine Auslese der besten Teroldego-Parzellen, die diese Essenz uralter Reben qualitativ in neue Sphären katapultiert: Weinfaszination pur! Alle Sinne scheinen verzaubert, so sehr verführen balsamische und ebenso kühl-erotische Fruchtaromen (Blaubeeren, Veilchen, Brombeeren, schwarzen Kirschen und Holunder) sowie exotische Gewürze Nase und Gaumen gleichzeitig und liebkosen zärtlich die Zunge. In der abgrundtiefen Mineralität dieses Klassikers vermeint der gerührte Genießer die nahen Dolomiten zu erahnen und die weiche, kühle, würzige Tanninstruktur dieses Weltklasseweins kann mit keiner anderen Rebsorte Italiens verglichen werden und signalisiert ein legendäres Entwicklungspotential. Elisabetta empfiehlt, dem Granato mindestens sieben bis zehn Jahre Zeit zu lassen, bis man ihn genießt, erst dann entfalte sich die volle Aromenfülle. Und das Alterungspotential ist geradezu legendär: Er kann sich wegen seiner frischen Säure über 20 und mehr Jahre großartig entwickeln!

Doch, werte Kunden, dieser irre Stoff schmeckt bereits in seiner jetzigen Primärfruchtphase schlichtweg genial.

Die Fachpresse urteilt begeistert: Der WEINWISSER (René Gabriel) jubiliert: „Jahrgang für Jahrgang demonstriert Elisabetta Foradori, zu welcher Größe der Teroldego fähig ist. Der Granato wird aufgrund der älter werdenden Rebstöcke jedes Jahr besser und liefert Teroldegos in Höchstform: Ein erotischer Rotweingenuss voller Harmonie!” Kein Wunder, dass ob dieser famosen Qualitäten Elisabetta Foradori den „OSCAR DEL VINO 2006” als beste Produzentin vom renommierten Weinführer DUEMILAVINI in Verbindung mit der italienischen Sommelier Union verliehen bekam. Und Parker bewertet bereits den ausgezeichneten 2006er mit 94 Punkten! Sein Urteil: „The 2006 Granato further establishes Foradori as one of Italy’s premier winemakers. Once again I was blown away by Elisabetta Foradori’s Granato. Why is she the only producer in Trentino capable of making a wine like this?”


Aber, bei aller Güte dieses wunderschönen 06ers: Der 2007er Granato ist der bisherige Höhepunkt in Elisabettas famosem vinologischem Schaffen!





Unser Angebot der Woche:

Als Angebot der Woche (gültig, solange Vorrat reicht, längstens bis 3. März 2010) offerieren wir Ihnen zwei herrliche Weine von der Mosel und von der Südlichen Rhône:

Weingut Reinhold Haart - Piesport

918606 Piesporter Goldtröpfchen, Riesling Auslese Goldkapsel 1.Lage 2006 statt 55,00 Euro jetzt nur 35,00 Euro
Stuart Pigott: „Bei Haart zeigt das Goldtröpfchen seine wahre Größe”.
Ein ganz großer, souveräner Riesling, ein emotional berührender Gruß aus einer der schönsten und besten Weinlagen der Welt, der unter die Haut geht! 94 Parkerpunkte!
Zu genießen jetzt und in den nächsten 30 bis 40 Jahren.

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Domaine de la Vieille Julienne - Châteauneuf-du-Pape

138406 Côtes-du-Rhône „lieu-dit Clavin”, rouge 2006 statt 14,95 Euro jetzt nur 9,95 Euro
Parker: „The 2006 Cotes du Rhone could turn out to be outstanding. Tasting more like a serious Chateauneuf du Pape than a Cotes du Rhone!”

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Aus unserem Feinkostprogramm möchten wir Ihnen ganz besonders anempfehlen:

997320 La Gallinara, Pesto-Basilikum-Sauce 156 ml 3,00 Euro
Original ligurisches Balilikum-Pesto! Mit Nudelwasser verlängert bekommt dieses Pesto durch den hohen Käse- und Pinienkernanteil eine schöne Bindung und Cremigkeit.

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Aus unserem Accessoiresprogramm möchten wir Ihnen heute vorstellen:

1820209 Stölzle, Burgund Ballon - Glasserie „Exquisit” (6 Stück) 29,90 Euro
Höhe: 222 mm, Durchmesser: 105 mm, Inhalt: 650 ccm
Unser Stölzle-Lieblingsglas für Pinot Noir, Barolo und Syrah sowie für große Weißweine (insbesondere) aus dem Barrique.

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Beachten Sie auch unsere große Auswahl weiterer Gläser und Dekanter/Karaffen aus dem Hause Stölzle, die im großen Gläsertest des STERNs mit dem besten Preis-Genuss-Verhältnis ausgezeichnet wurden.



Herzliche Grüße aus Saarwellingen,

Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann


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