Pinard de Picard - Newsletter!
Saarwellingen, 4. Februar 2010
Burlotto: Unser Wein des Jahres aus Italien frisch eingetroffen! - Dazu WSV bei Pinard!
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde von Pinard de Picard,
unseren heutigen Newsletter beginnen wir mit einem kleinen Extra-Schmankerl:
Passend zum winterlichen Wetter starten wir bei Pinard de Picard einen kleinen „Winter-Schluss-Verkauf”. Nach abgeschlossener Inventur sind von einigen Weinen nur noch Kleinstmengen, d.h. zum Teil Einzelflaschen, in jedem Fall aber weniger als 24 Flaschen, verfügbar, die wir aus Lager-Platzgründen zu deutlich reduzierten Preisen anbieten.
Als einfache Spielregel gilt: Auf den Kauf der gesamten Restmenge eines Weines gewähren wir 30% Rabatt, beim Kauf einzelner Flaschen 20%.
Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, vorzügliche Weine zum attraktiven Schnäppchen-Preis zu finden und besuchen unsere Weinhalle in den nächsten Tagen.
Wenn sie keine Gelgenheit haben, in den nächsten Tagen zu uns nach Saarwellingen zu kommen, dann können Sie die Liste der Weine auch hier anfordern.
Viel Spaß beim Stöbern!
Frisch eingetroffen:
Weingut Bernhard Ott - Donauland
Bernhard Ott, legendärer Weinmacher aus dem ungemein spannenden Anbaugebiet Wagram, wird vom FALSTAFF, dem renommierten österreichischen Weinführer, mit dem Titel „WINZER DES JAHRES 2008”, der bedeutendsten Ehrung, die ein Winzer in Österreich erreichen kann, ausgezeichnet. „Österreichs Mr. Grüner Veltliner”, wie der sympathische Genuss-Mensch Bernhard Ott in der Weinszene liebevoll tituliert wird, gönnen wir von ganzem Herzen diese großartige Auszeichnung und präsentieren Ihnen heute seinen frisch abgefüllten phantastischen Veltliner „Am Berg” 2009, seit Jahren ein stets im Handumdrehen ausverkaufter phantastischer Bestseller aus biodynamischem Anbau!
761509 Ott, Grüner Veltliner „Am Berg” (DV) 7,80 Euro
„Gerade im Einstiegsbereich darfst Du keine Kompromisse machen. Der ‚kleinste’ Wein eines Gutes ist immer auch seine Visitenkarte”. Dieses symphatische Credo hat Bernhard Ott mit diesem ebenso herrlichen Terrassenwein wie hervorragenden Essensbegleiter eindrucksvoll bestätigt („Ja”, schmunzelt Bernhard beim Verkosten, „der hat noch mehr Extrakte als seine Jahrgangsvorgänger! Und wir haben in mehreren Erntedurchgängen extrem selektiert. Da ist keine Botrytistraube drin. Dieser ‚Berg’ ist in der Tat wohl mein bisher bester. Unsere Umstellung auf biodynamischen Anbau zahlt sich Jahrgang für Jahrgang immer mehr aus!”). Und welch immense Dichte und Kraft, welch unnachahmliche Eleganz und Finesse für einen Basiswein der großen autochthonen österreichischen Rebsorte vereinen sich mit einer rassigen Pikanz zu einem großen Trinkvergnügen zu fairstem Preis. Kühler, pfeffriger Birnen-, Melonen- und Reineclaudenduft und zarte Tabaknoten in der mineralischen Nase, frisch, cremig und glockenklar am Gaumen, animierende pfeffrige Würze und salzige Mineralität, ungemein süffige Art (gerade einmal 11,5 Volumenprozent Alkohol, welch beeindruckende Kraft ohne alkoholische Schwere!), traumhaft balanciert und ausgewogen für einen derart preisgünstigen Wein, zartfruchtiger zitrischer Abgang. FALSTAFF: „Der perfekte Alltagsveltliner!”
Geben Sie diesem authentischen Urgestein vom Fuße des Wagrams noch ein paar Wochen der Flaschenreife bis etwa Mitte März und dann genießen Sie in vollen Zügen die ersten lauen Frühlingsabende! Wohl bekomm’s mit diesem Vorboten aus einem Jahrgang, dem in den klassischen europäischen Weinanbaugebieten Elogen, wie teilweise nie zuvor, in der Vorberichterstattung der Medien geflochten werden – Wahrlich ein Ausnahme-Veltliner aus einem exzeptionellen Jahrgang!
Und dazu können wir Ihnen noch einige wenige Kisten von Bernhards legendärem Klassiker anbieten:
761308 Grüner Veltliner „Der Ott” 2008 18,90 Euro
Welch Meisterwerk! Das Aushängeschild (Nomen est Omen) des Gutes von sehr spät gelesenen Trauben – eine traumhafte Spitzencuvée auf Weltklasseniveau: Strahlendes Gelb mit grünen Reflexen; kühler, mineralischer, ungemein rauchiger Duft nach Feuerstein, reifer Birnenfrucht, Anis, frischer Mango, Marillen, Quittenbrot, Ananas, Bratapfel und verführerischer Tabakwürze sowie Anklänge an feine Wiesenkräuter. Am Gaumen sehr differenziert: auf der Zungenspitze ein animierender Fruchtsäure-Effekt, dann immer mehr eine weiche, schmelzige Kräuterwürze, eine Veltliner-typische pfeffrige Note in Verbindung mit zarten Rauchanklängen und einer fabelhaften Mineralität. Großartige Fruchttiefe, phantastische Textur, dichter und konzentrierter als das elegantere „Fass 4”, dabei dennoch ungemein leichtfüßig, frisch und fein balanciert, und ein traumhaft langer, supersaftiger, salzig-mineralischer Abgang; riesiges Reifepotential! Wohl noch grandioser als der von Jancis Robinson mit 18/20 Punkten bewertete Jahrgangsvorgänger!
Wieder eingetroffen:
Beaucastel: Ein Name, eine Legende. Uralter Rhôneadel!
Wer einmal diesen großen Rhône-Klassiker getrunken hat, den lässt ein Beaucastel sein ganzes Leben lang nicht mehr los.
174207 Beaucastel-Perrin, Côtes du Ventoux rouge 2007 5,95 Euro
„Eine bemerkenswerte Leistung, die nirgendwo in der Welt auf diesem Niveau zu derart sympathischem Preis produziert werden kann, ein Wein für all diejenigen, die hohe Qualität und großen Trinkgenuss suchen”, schwärmt Parker bereits seit Jahren begeistert über diesen phantastischen Alltagswein und feiert ihn mit der Auszeichnung „excellent value”! Und auch der DECANTER urteilt euphorisch: „Ein Vergnügen, ein großer und vortrefflicher Weinwert”! Und was ist das für ein herrlicher Alltagswein des fabelhaften Jahrgangs 2007 an der südlichen Rhône (Parker: „Der beste Jahrgang seit 30 Jahren!”) vom Fuße des mythischen Bergriesen des Mont Ventoux, einer Appellation, die immer noch Geheimtipp-Status besitzt! Werte Kunden, dieser Wein ist so dramatisch gut, dass er die Qualitätshierarchie in so mancher Blindprobe auf den Kopf stellen wird. Dieses Geschenk der Natur sollten Sie sich kistenweise in Ihren Keller legen. Solch eine Qualität zu solch unmöglichem Preis wächst alle 10 Jahre einmal, vielleicht! Große Qualität kann bisweilen so unfassbar preiswert sein!
175007 Beaucastel-Perrin, „Peyre Blanche” Cairanne Village rouge 2007 9,90 Euro
Der FEINSCMECKER feiert „11 Rotweine, bei denen Preis und Leistung stimmen. Wahre Schnäppchen und die FEINSCHMECKER-Favoriten aus ganz Europa”. Zu diesen derart euphorisch bewerteten Weinen gehört auch unser Bestseller „Peyre Blanche”.
FEINSCHMECKER: „Die Familie Perrin ist bekannt als Eigentümerin von Beaucastel in Châteauneuf-du-Pape. Ihr Cairanne aus Grenache und Syrah ist mit seinen intensiven Beerentönen ein toller Genuss für kleines Geld.”
Natürlich handelt es sich bei den prestigeträchtigen legendären Renommier-Châteauneufweinen von Beaucastel um die Flaggschiffe der Familie Perrin, daneben erzeugt man aber auch in ebenfalls biodynamisch bewirtschafteten erstklassigen Lagen um Châteauneuf-du-Pape herum köstliche Rotweine im charakteristischen Stil der südlichen Rhône. Und einer dieser fabelhaften Rotweine von traumhaften Satellitenlagen um das Epizentrum kommt von malerischen, extrem steinigen Weinbergen aus Cairanne, einem traumhaften Örtchen „mit einem beeindruckenden Potential” (Parker). Die betörende, schmeichlerische, Grenache-dominierte Cuvée ‚Peyre Blanche’ wird extrem schonend und ohne kellertechnische Eingriffe aus kleinbeerigen Trauben uralter Reben vinifiziert, die einen dunkelroten, höchst authenti schen Wein voll sinnlicher süßlicher Frucht und einem Touch ungebändigter Wildheit ergeben. In der Nase faszinierende Anklänge an leckere blaue Beeren, aromatische Kräuter der Provence, Süßkirschen und Karamell. Am Gaumen von einer betörenden, ganz seltenen Weichheit und Cremigkeit bestimmt, komplex, von exzellenter Struktur, dicht und dennoch elegant und geschliffen und jahrgangsbedingt mit einer traumhaften Frische gesegnet. 2007 ist schlicht an der südlichen Rhône, wie Parker euphorisch postuliert, der größte Jahrgang aller Zeiten! Und dieser phantastische Wein aus einem Super-Rhônejahr ist nach meinem Geschmack wegen seiner feinst balancierten Stilistik, der Vermählung einer großartigen inneren Dichte, seidenen, traumhaft weichen Tanninen und seiner herausragenden Frische DER Referenzwein seiner aufstrebenden Region Cairanne. Es gibt nicht viele Châteauneufweine, von den teuren Prestigegewächsen der absoluten Spitzendomainen abgesehen, die dieser Preissensation das Wasser reichen können! Herzlichen Glückwunsch Pierre Perrin zu dieser phantastischen Leistung!
174507 Beaucastel, Coudoulet de Beaucastel, rouge 2007 16,95 Euro
Nur die berühmte „Autoroute du soleil” trennt das exzellente steinige Terroir des ,Coudoulet’ von dem des unmittelbar angrenzenden legendären ,Chateauneuf’ von Beaucastel! Seit mehr als 30 Jahren bereits werden die erstklassigen Mourvèdre-, Syrah-, Cinsault- und Grenachereben für den traditionell in Holzfudern ausgebauten ,Coudoulet’ biodynamisch bewirtschaftet und wurzeln tief in den kalkhaltigen Böden, die teppichartig mit den berühmten „galets roulés” bedeckt sind.
Und so prunkt dieses köstliche, purpurrot seidig glänzende Elixier, nachdem schon die ungemein verführerische Nase mit intensiven Fruchtaromen und einer leicht salzig-mineralischen Note große Vorfreude auf den ersten Schluck auslöst, mit einem komplexen, höchst animierenden Aromenspektrum von dunklen, reifen Oliven, Maul- und Brombeeren, schwarzer, mineralischer Erde und Unterholz; die Syrahtrauben lassen würzige, pfeffrige Noten einfließen, dazu getrocknete Minze, Anis, Röstaromen von einem offenen Grillfeuer in den Weinbergen und zarte Anklänge an geräuchertes, speckiges Fleisch (wie bei großen, noblen Rotweinen der Côte Rôtie) – all dies verpackt in einem vollmundigen und doch so unglaublich feinen, eleganten, ausbalancierten Körper, was ein verschmitztes Lächeln in die Augen des kundigen Weinliebhabers zaubert: Die kühle Eleganz dieses Weines ist für einen Côtes-du-Rhône geradezu sensationell! Dies ist edler Stoff der absoluten Spitzenklasse! Was ist der Familie Perrin für ein großer Wurf mit diesem Wein gelungen! Es genügt ein einziges Wort, um all die verzaubernden Sinneseindrücke trefflich zusammenzufassen: Genial!
So ist es auch nicht verwunderlich, dass einer der größten Liebhaber grandioser Gewächse von der südlichen Rhône, Robert Parker, zu einer ähnlich euphorischen Bewertung kommt: „The 2007 Cotes du Rhone Coudoulet red may be Beaucastel’s finest example of this wine since they first introduced it in 1978”. Sprach’s, vergibt 91-93 Punkte und empfiehlt den Kunden, sich diesen „prächtigen Wein kistenweise in den Keller zu legen.” Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen! Coudoulet 2007, das ist schlicht die Qualität großer Châteauneuf-Weine zu einem absoluten Schnäppchenpreis! Rhôneadel von traumhafter Finesse und selten erlebter spielerischer Eleganz! Dieser aristokratische Tropfen mit seiner cremig-seidenen Mundtextur, der das Wort „steinreich” neu definiert, klopft leise, aber unüberhörbar, an die Pforte der Weltklassegewächse. Ein Rhônefestival, ein erotisches Feuerwerk der Sinne! Oder um nochmals mit Parker zu sprechen: „This is almost the bottle essence of Provence”.
Zu genießen mit größtem Vergnügen ab sofort (Dekantieren bitte oder am zweiten Abend aus der geöffneten Flasche probieren), Höhepunkt 2011 bis wenigstens 2020.
Domaine du Champ des Soeurs – Fitou (Languedoc)
Thomas Reinhardt (Weinjournalist und Gourmetkritiker der Saarbrücker Zeitung) entdeckt den „wilden Süden” bei Pinard de Picard! „Der Fitou 2007 der Domaine du Champ des Soeurs ist unser Wein des Monats. Was der Winzer Laurent Maynadier, in Deutschland noch immer ein Geheimtipp, hier für 7,95 Euro in die Flasche gezaubert hat, ist ein Fest.”
359207 Champ des Soeurs, Fitou Rouge (PK) 2007 7,95 Euro
Commendatore G.B. Burlotto - Piemont: Unsere letztjährige Entdeckung des Jahres vinifiziert Pinard de Picards WEIN DES JAHRES 2010 aus Italien!
MERUM, die Insiderzeitschrift für italienische Weine, feiert in großen Jahrgangsdegustationen die genialen Baroli Burlottos mit den jeweils höchsten Bewertungen!
Wahrlich: DAS Traditionsgut des Piemont katapultiert sich mit phantastischen Qualitäten als funkelnder Edelstein zurück an den piemontesischen Sternenhimmel: Authentische Pretiosen, die wegen ihrer einzigartigen Feinheit, Frische und Eleganz stilistisch als die Burgunder des Piemont gefeiert werden – aber zu atemberaubend günstigen Preisen wie in der guten, alten Zeit!
Frühjahr 2009: Nach (viel zu) langer Zeit will ich endlich wieder eine Woche Urlaub machen. Ausspannen, Bücher lesen und Wein nur in homöopathischen Dosen zum Essen genießen. Vielleicht war dazu der Ort etwas unglücklich gewählt. Das Piemont. Meine Freunde hielten die Idee auch, gelinde gesagt, für naiv. Schlugen scherzhaft den amazonischen Regenwald oder ernsthafter Skandinavien als Alternative vor. Nur weit weg vom Wein! Aber ich brauchte die Sonne und das Licht des Südens. Und ich liebe nun mal die sanft gewellten Hügel der Langhe, dieses mich stets in seinen Bann ziehende „Land am Fuße der Berge”. Die schneebedeckten Alpenwipfel grüßen an klaren Tagen majestätisch aus der Ferne, das Licht der Sonne kann solch berührende Momente schaffen wie an wenigen Plätzen der Welt! Welch traumhaftes Fleckchen Erde mit Gänsehautatmosphäre. Und vor der „heimtückischen Gefahr” von Winzern und Weinen hielt ich mich gewappnet. Niemand war von meiner Reise unterrichtet. Niemand erwartete mich. Aber in meinem Reisegepäck, in meiner Bücherkiste auch noch, fuhr ein Danaergeschenk mit. Wie das?
Nun, ein enger persönlicher Freund, dazu ein begnadeter Weinkenner mit einem Geschmack, der meinem eigenen sehr nahe kommt (scherzhaft pflege ich ihn „meine andere Zunge” zu nennen), hatte mir ein paar Wochen vor meiner Reise eine Flasche Barolo geschenkt, den Monvigliero 2004 von Burlotto, mit der dringlichen Empfehlung, ihn alsbald zu probieren. Dieser Wein, den ihm wiederum ein amerikanischer Weinfreund und intimer Kenner der piemontesischen Weinszene ans Herz gelegt hatte, sei atemberaubend gut, in einem unvergleichlichen, ganz traditionellen Stil vinifiziert und dazu unerhört preiswert. Trotz dieser mich elektrisierenden Worte wanderte die Flasche ungeöffnet auf meine Palette noch zu degustierender Weine, da ich im Frühjahr, wie stets, bis über beide Ohren in die Verkostung des neuen Jahrgangs deutscher Rieslinge vertieft war.
Am Tage meiner Abreise fiel mir auf einmal dieser Barolo wieder ein, ich steckte ihn intuitiv in die erwähnte Bücherkiste, um ihn vor Ort abends auf der Terrasse endlich mal zu probieren. So reiste der Monvigliero wieder in seine Heimat zurück. Mit dramatischen Folgen. Als ich ihn am zweiten „Urlaubs”-Abend öffnete, war ich wie vom Donner gerührt: Dieser herrlich altmodische, urwüchsige, authentische Barolo, fernab jeglicher Holz- oder Marmeladenorgien, traf mich mitten ins Herze. Liebe auf den ersten Schluck. Die Flasche war, ich muss es gestehen, ratzfatz geleert. Urplötzlich waren mein Jagdfieber geweckt und alle guten Vorsätze, meinen Urlaub betreffend, über Bord gespült. Am nächsten Morgen stand ich ohne Voranmeldung auf dem Weingut, verkostete, ohne mich als Händler zu erkennen zu geben, die gesamte Kollektion, und war restlos begeistert. Ich fuhr ins Hotel zurück und recherchierte alles, was ich über das Weingut, von dessen klangvoller Geschichte ich bis dahin nur rudimentäre Kenntnisse hatte, erfahren konnte, im Internet. Unsere Mitarbeiter in Saarwellingen wurden sofort in „Alarmzustand” versetzt, durchsuchten die Fachpresse, fanden in MERUM, der von mir so geschätzten Zeitschrift, in einer aus Zeitgründen von mir wieder mal nicht durchgearbeiteten Ausgabe enthusiastische Bewertungen zu Burlottos in Deutschland quasi unbekannten Weinen, die mich in meiner Einschätzung bestärkten und vereinbarte daraufhin am folgenden Tag einen offiziellen Termin auf dem Weingut. Nach einer ebenso ausführlichen wie spannenden Besichtigung von Weinbergen und Keller sowie einer umfangreichen Verkostung phantastischer älterer Jahrgänge (was für mich immer sehr wichtig ist, um das Reifepotential zu begutachten) wurden wir uns sofort handelseinig. Ein Bruch übrigens eherner Prinzipien von Pinard de Picard, alle einzukaufenden Weine nochmals in Ruhe in Saarwellingen nachzuprobieren, um nicht Stimmungen in den Weinregionen zu erliegen, aber die Qualitäten von Burlottos Kollektion waren einfach zu spektakulär! Die Nach-Degustationen bei Pinard führten dann schließlich sogar dazu, diese Inkarnation Piemontesischer Tradition wegen des spektakulären Preis-Genuss-Verhältnisses zu unserer Entdeckung des Jahres zu wählen! Mit umwerfendem Erfolg: Nach der erstmaligen Präsentation des Weingutes in unserer Septemberpinwand 09 avancierte Burlottos Pretisoen aus dem Stand zu unseren meist verkauften italienischen Weinen. Wir wurden von Bestellawinen geradezu überrollt. Sie kennen diese brillanten Gewächse noch nicht, sind aber neugierig geworden? Dann erzählen wir Ihnen jetzt von der Geschichte und den Weinen eines der ältesten Weingüter Italiens.
Mit Commendatore Giovan Battista Burlotto fing alles an. Er war im 19. Jahrhundert eine der großen Persönlichkeiten des Piemont. 1850 gründete er seine Kellerei (die ältesten erhaltenen Etiketten stammen aus 1865 und legen Zeugnis ab von einer bewegten Geschichte) in Verduno, inmitten einiger der besten Weinbergslagen einer begnadeten Region. Commendatore Burlotto war eine ungemein starke Persönlichkeit und ein begnadeter Winzer. Seine urigen Tropfen erwarben binnen kürzester Zeit legendären Ruf und er avancierte zum Hoflieferanten des Königshauses Savoyen: So wurde der Barolo zum Wein der Könige und König des Weins! Die Qualität von Burlottos Weinen (als einer von ganz wenigen Winzern füllte er bereits damals selbst ab) war so spektakulär, dass sie mit Auszeichnungen überhäuft wurden. Seine Lagen Cannubi und Monvigliero genossen in ganz Europa einen Ruf wie Donnerhall. Daher wurde Burlotto auch 1899 als einziger Weinlieferant für die berühmte Nordpolexpedition des Herzogs der Abruzzen ausgewählt! Barolo trifft Eisbär! Und Comm. G.B. Burlotto gilt seither als einer der Väter des Barolo. Er ist zweifellos einer der bedeutendsten Wegbereiter der großen Weine des Piemont!
In den 150 Jahren danach war die Geschichte unseres Traditionsgutes so wechselhaft wie die Geschicke des Piemont. Insbesondere die Kriegs- und Nachkriegsjahre waren unglaublich hart, die Region verarmte. Doch über all die Wirren der Zeitenläufe hinweg hat die Familie Burlotto um ihr Weingut gekämpft und, bei allen notwendigen Modernisierungen, die Fahne der Tradition hochgehalten. Fabio Alessandria, der Ur-Ur-Enkel des Commendatore, ist heute für die Weinbereitung zuständig. Der jüngste Spross der Familie hat nach Absolvierung sowohl der Önologieschule wie einer Universitätsausbildung seit dem Jahr 2000 die Verantwortung im Keller übernommen und leitet das Gut gemeinsam mit seinen Eltern Marina Burlotto und Giuseppe Alessandria, wobei der Vater noch immer Tag und Nacht im Weinberg arbeitet. Nur zwei Angestellte und periodische Aushilfskräfte während der Ernte ergänzen die tatkräftige Familie, deren ganzes handwerkliches Tun der Maxime höchster Qualität gewidmet ist, was in der Konsequenz bedeutet, alle wichtigen Arbeiten mit eigener Hand zu bewerkstelligen. Hier steht die Winzerfamilie noch selbst in Keller und Weinberg und jettet nicht permanent zu Verkostungen um den Erdball. Denn Fabio ist ein absolut Weinbesessener, so, wie Klaus-Peter Keller beispielsweise. Er sucht in seinen reintönigen Weinen stets die Authentizität des Piemont. Weine mit Seele, unverfälscht von Holzorgien oder marmeladiger Überreife. Die sprichwörtliche burgundische Finesse und Eleganz sowie eine unübertreffliche Komplexität im betörenden Parfum zeichnen die feine Stilistik seiner unverwechselbaren Gewächse. Das ist die höchste Schule traditioneller Piemonteser Winzerkunst!
Daher ist es eigentlich nur folgerichtig, dass unsere heute präsentierten Baroli von Burlotto (zusammen mit denen zweier anderer Güter) die besten Bewertungen der oben angesprochenen großen MERUM-Degustation erhalten haben, womit sie fast die gesamte Winzerelite des Piemont düpierten und das zu Preisen, die fast unwirklich sind, wenn man das Preisgefüge großer Baroli oder anderer renommierter Prestigeweine auf der Welt betrachtet. Und als noch spektakulärer betrachten wir das Qualitätsniveau der heute präsentierten genialen „Einstiegsdrogen” von Fabio Allessandrio: Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir den ‚Nebbiolo’ oder den ‚Aves’ zu unserem Wein des Jahres 2010 aus Italien ausrufen sollten! Aber wem der beiden originären Charakterweine man auch immer den Vorzug geben mag: All denjenigen unserer Kunden, die traditionell vinifizierte Tropfen fernab von Holzorgien lieben, können wir eine der spannendsten Weingutsentdeckungen in der gesamten Geschichte von Pinard de Picard nur wärmstens anempfehlen! Traumhafte Terroirweine, allesamt höchst eigenständige, urwüchsige Tropfen mit großem Charakter, noch absolute Geheimtipps und daher weit unterbepreiste Schnäppchen! Kategorie persönliche Lieblingsweine.
604208 Burlotto, Barbera d’Alba, rosso 2008 9,95 Euro
Vom Barbera d’Alba werden von Fabio zwei in ihrer Stilistik höchst unterschiedliche Weine vinifiziert, die auf jeweils traumhafte Weise das große Potential ihrer Rebsorte widerspiegeln:
Der im großen Holzfass ausgebaute „kleine” Barbera d’Alba verkörpert als klassische Variante die puristische Typizität des Barbera: Eine betörende Frucht (Veilchen, rote Beeren, schwarze Kirschen) paart sich mit einem seidigem Körper voller Eleganz, Finesse und genialer Frische sowie einer rauchigen Mineralität, die dem hohen Kalkanteil im Untergrund seiner erstklassigen Lage geschuldet ist. So feinsinnig die Frucht, so reichhaltig und dicht ist sie andererseits, besitzt eine tolle Reife ebenso wie eine traumhaft integrierte, vibrierende Säure und sehr weiche, cremige Tannine, die diesen Sinnenschmeichler ab sofort und in den nächsten 5 Jahren mit höchstem Genuss wegzischen lassen. Für meinen persönlichen Geschmack wegen seines burgundischen Stils auf zumindest gleichem Niveau wie sein fabelhafter Jahrgangsvorgänger und ein heißer Kandidat für den besten Basis-Barbera 2008 im Piemont!
Neben diesem fröhlichen Gesellen vinifiziert Fabio seit dem Jahrgang 1999 einen Grandseigneur des Barbera, den „Aves”, eine Selektion der besten Trauben, die zum guten Teil in Barriques (davon jedoch nur 20% neu, denn das Holz hat eine dienende, ausschließlich strukturgebende Funktion und soll nicht den Geschmack dominieren) ausgebaut werden. Und was besitzt dieser Referenz-Barbera für eine grandiose Struktur! Die aristokratische, schwarzbeerige, feinst süßliche Frucht betört erotisierend die Nase und vergießt sich schwebend, transparent und ungemein saftig auf die Zunge, feinst eingebettet in einen bunten Strauß erlesener orientalischer Gewürze, nobler Schokoladenoten und balsamischer Anklänge. Da ist keinerlei Schwere am Gaumen, bei allem Schmelz, grandioser Dichte und sinnlicher Fleischeslust, aber eine grandiose Komplexität. Zärtlich liebkost das dezente Holz die Zunge, die auch von seidenen Tanninen verwöhnt wird, welche sofortigen Trinkgenuss (am besten am zweiten Abend aus der geöffneten Flasche!), aber auch ein großes Entwicklungspotential bis nach 2016 versprechen. Ein Überflieger, in seiner Preisklasse, einer der größten WEINWERTE des Piemont!
604308 Burlotto, „Aves”, Barbera d’Alba, rosso 2008 14,50 Euro
Wegen seines singulären Preis-Genuss-Verhältnisses haben wir diesen betörenden Charakterwein zu unserem WEIN DES JAHRES 2010 aus Italien gewählt! Viel Vergnügen mit diesem piemontesischen Klassiker: Seine kühle Frische, seine ungemein trinkanimierende Saftigkeit und Geschmeidigkeit in außergewöhnlich lustvoller Mundtextur machen Burlottos Spitzen-Barbera zu einer der verführerischsten Weinpersönlichkeiten von Bella Italia. Salute!
604608 Burlotto, Langhe Nebbiolo, rosso 2008 13,80 Euro
Die Reben für diesen genialen Nebbiolo (der mir bei der Verkostung auf dem Weingut schier die Sprache verschlagen hat, so sehr ragt er qualitativ heraus, das ist schlicht grandiose Barolo-Qualität, der bei anderen Spitzengütern auch unter diesem Label abgefüllt würde, bei unserem Qualitätsmagier Fabio jedoch unter dem schlichten Rebsorten-Etikett vermarktet wird!) stehen allesamt in den besten Barolo-Lagen des Traditionsgutes Burlotto, wobei es sich vorwiegend um die Trauben aus jüngeren Rebstöcken handelt, die aber bereits eine feine salzige Mineralik des Terroirs in die kerngesunden, hocharomatischen Beeren transportieren. Und was ist das für ein betörendes piemontesisches Urgestein! Authentisch, ungemein fein im Bukett, meilenweit entfernt von barriquegeschwängerten modernen Weinen, die keinen Ursprung, keine Heimat, keine Seele erkennen lassen. So schmeckt und riecht es im Piemont! Im ebenso intensiven wie einladenden Duft faszinieren Rosen, Veilchen, rote Beeren, delikate Kirschen und noble Gewürze. Am Gaumen wieder eine ungemein feine Beerenfrucht (was für ein phantastisches Maul voll Wein: frisch, vibrierend, rassig und von dramatischer Finesse), eine grandiose Würze sowie eine tiefgründige, expressive Mineralität und von verspielter, tänzelnder, transparenter Struktur, klingt mit delikater Frucht und weichen, geschliffenen, kühlen Tanninen lange nach. Die dramatische Qualität dieses famosen Nebbiolo macht fast sprachlos, dieser LeckerSchmecker ist zweifellos auf Augenhöhe mit vielen seiner gerühmten, aber wesentlich teureren „Brüder” aus Barolo und Barberesco und demonstriert das ganze vinologische Können eines Ausnahmetalents wie Fabio Burlotto.
Zu genießen durchaus ab sofort, Höhepunkt 2012 bis 2017+.
2008 schickt sich an (das zeigen alle unsere bisherigen Verkostunen vor Ort), mit 1978, 1996 und 2004 um die Krone des besten Nebbiolo- Jahrgangs der letzten 30 Jahre zu streiten: Ein kühler Sommer (die Nebbiolotraube liebt leine sommerliche Hitze!) und ein sensationell schöner Herbst (in dieser Jahreszeit braucht der Nebbiolo die Wärme und Trockenheit) ohne Niederschläge ergaben Traumbedingungen zur Erzeugung legendärer Baroli. Unser heute präsentierter Langhe Nebbiolo ist ein verzaubernder Vorbote der Ausnahmequalitäten, die noch in den Fässern reifen und erst in zwei Jahren auf den Markt kommen werden. Aber nicht viele der wesentlich teureren Baroli werden unserer Preis-Genuss-Sensation von Burlotto das Wasser reichen können. Versprochen!
Und jetzt können wir Ihnen nochmals die letzten Kisten der großen 2005er Baroli von Burlotto anbieten, wahrlich die Königsklasse des Piemont,: „Mein Ziel ist es, die Finesse des Barolo zu finden und zu bewahren”, lautet das unumstößliche Credo von Fabio, diesem ebenso klugen wie sympathisch-bodenständigen Winzer. Und trotz dieser Maxime schmecken die vier Baroli, die wir Ihnen heute vorstellen werden, höchst unterschiedlich, da Fabio die Eigenarten seiner großen Terroirs äußerst sensibel und gekonnt in die jeweiligen Lagenweine einfließen lässt und die Weine allesamt sehr behutsam, aber auch sehr different vinifiziert, wobei die Vergärung in offenen großen Holzfässern aus dem Burgund erfolgt, wie bei Romanée-Conti etwa. Ein kleines Detail möchte ich Ihnen erzählen, das für die Behutsamkeit bei der Weinwerdung steht. Die offenen Holzfässer werden nach der Vergärung ohne jegliche chemische Zusatzstoffe gereinigt. Dafür gibt es einem überirdischen Gebäudeteil unzählige Fenster, die geöffnet werden und der heftig wehende Wind im Spätherbst trocknet die Fässer. Ein kleines Puzzleteil in einem wohl überlegten Ganzen.
604705 Burlotto, Barolo, rosso 2005 25,00 Euro
Die großen Winzer des Piemont interpretieren den Barolo höchst unterschiedlich, wie ein Musiker seine Sonaten. Es gibt alle Facetten zwischen den konsequenten Modernisten, die den Barriqueausbau auf ihre Fahnen geschrieben haben, und den Bewahrern von Tradition und kulturellem Erbe. Sie, werte Kunden, haben die freie Wahl, unter all diesen Interpretationen ihre Lieblingsweine zu finden. Wenn Sie sich für traditionelle Baroli begeistern, dann ist das dezidierte Urteil von Andreas März, ebenso kompetenter wie streitbarer Herausgeber von MERUM, in deren Januarausgabe 2009 nach der großen Barolo-Verkostung, für Sie sehr interessant:
„Barolo und Barbaresco sind mit vom Bemerkenswertesten, was Italien an Wein zu bieten hat. Die Nebbiolo-Traube findet in den Lagen und auf den Böden der Langa alle Vorraussetzungen für großartige Weine. Und hiermit sind wir beim alten Problem: Warum der Geier versuchen die Winzer nicht einfach, ihren einzigartigen Standortvorteil auszukosten und Barolo zu erzeugen, der wie Barolo schmeckt? Die Winzer halb Italiens beneiden ihre Kollegen aus den Hügeln um Alba, denn sie selbst sind auf Grund ihrer weniger privilegierten Situationen dazu gezwungen, auf den dämlichen Mehrheitsgeschmack Rücksicht zu nehmen und ihre Weine mit Ruß-, Holz- und Röstaromen zu würzen. Aber was tun die privilegierteren Langa-Winzer? Sie ahmen jene nach, die sie beneiden! Zum Glück tun’s nicht alle. Aber neben begeisternden Weinen haben wir jede Menge Barolo gefunden, die genauso schmecken wie irgendwelche Weine aus irgendwelchem weinkulturellen Niemandsland. Doch eine stabile Gruppe von Winzern erzeugt Barolo, die einfach toll sind! Es sind klassische Weine, trinkige, charaktervolle, fruchttiefe Vollblut-Nebbiolo, Weine, die Lust auf einen baldigen Besuch in Treiso, Verduno, Barolo, Barbaresco oder Monforte machen.” Baroli eben, die mein Fernweh nach dem Piemont schüren, die Sehnsucht, in der milden Abendsonne auf die in fahles Licht getauchten Berghügel blicken zu dürfen und dramatisch schöne Sonnenuntergänge zu erleben vor dem Hintergrund schneebedeckter Alpenwipfel. Einen solch traditionellen Barolo möchte ich Ihnen heute anempfehlen. Dazu, werte Kunden, sollten Sie wissen: Die großen Weine von Verduno unterscheiden sich ebenso deutlich von denen der anderen großen Piemonteser Lagen wie beispielsweise die Grand-Cru-Lagen des Burgund untereinander. Verduno steht für Finesse, Eleganz und ein betörendes Parfum, was natürlich neben dem sensiblen Ausbaustil der Familie Burlotto den großartigen Böden geschuldet ist, die in besten Lagen einen hohen Sandanteil haben und ab etwa 60 cm viel Kalk im Untergrund. Das Resultat: Feinste Frucht (Erdbeeren) und florale Noten von Veilchen und Rosen sowie Anklänge an weiße Trüffel und Lakritz begeistern schon in der Nase (Die Baroli von Verduno mit ihrem so feinen Parfum verwöhnen alle „Nasenbären”!) und verbinden sich auf der Zunge mit Feinheit, Spiel und Finesse zu einer betörenden burgundischen Stilistik. Authentisches, unverfälschtes Piemont. Ist es nicht Terroircharakter in seiner schönsten Form, wenn ein Wein uns so deutlich an seinen Ursprung erinnert und den Durst der Seele stillt?
Zu genießen ist dieser Traditions-Barolo ab 2011, Höhepunkt 2014-2025+.
604805 Burlotto, Barolo „Acclivi”, rosso 2005 29,00 Euro
Das ist der Archetypus eines großen Barolo aus Verduno. Vinifiziert nach dem urtraditionellen Konzept, Parzellen nicht getrennt auszubauen, sondern ihre positiven Eigenschaften zusammenzufügen, indem man die besten Trauben der besten, sand- und kalkhaltigen Lagen von Verduno in großen Holzfudern (Barrique sind, es sei hier nochmals betont, bei Burlotto für den Barolo-Ausbau verpönt) gemeinsam ausbaut und keine Parzellen getrennt auf Flaschen zieht. Auch dieses barolische Urgestein betört mit seinem fabelhaft feinen Parfum, dem Markenzeichen großer Weine aus Verduno: Noble Aromen von Kirschen, Hagebutten, Veilchen und Rosen umgarnen die Nase, am Gaumen begeistert die fabelhafte Balance zwischen Kraft und Dichte einerseits und einer grandiosen Finesse und Eleganz andererseits. Das ist ein urtraditioneller Barolo, wie er klassischer nicht sein kann!
Zu genießen ab sofort (schmeckt am zweiten Abend genial!), Höhepunkt 2012 bis nach 2025.
604905 Burlotto, Barolo „Monvigliero”, rosso 2005 29,00 Euro
Nach all meinen Trinkerfahrungen mit großen piemontesischen Weinen finden wir hier den ungewöhnlichsten und einen der FEINSTEN aller Baroli, gewachsen auf fabelhaften Sandböden (vergleichbar dem legendären Terroir von Rayas) mit hohen Kalkanteilen im Untergrund. Doch es ist nicht nur dieser großartige Boden einer der mythischen und höchst eingeschätzten Lagen des Piemont, die diesen stilistisch einzigartigen Wein prägen, sondern auch seine Vinifizierung: Das Überraschendste ist, dass wie in den alten Zeiten die Trauben noch mit den Füßen gekeltert werden! Niemand sonst im Piemont führt diese alte Methode heute noch fort. Welch mutige und weise Entscheidung! Sie bedeutet in der Praxis, dass auch die Beeren nicht entrappt werden und so ihre ganze komplexe Frucht bewahren können und durch das vorsichtige Treten der ganzen Trauben mit ihren Schalen und Kämmen mit den Füßen (ein hartes Draufstampfen ist dabei gar nicht möglich, da würden die Fußsohlen von den harten Traubenstengeln viel zu sehr schmerzen) werden nur die allerfeinsten, weichen Tannine, ohne jegliche Bitterstoffe, extrahiert. Das Resultat: Ein unverwechselbarer Stil zeichnet diesen urtraditionellen Barolo aus! Ganz anders als die vielen Konzentrationsmonster „schleicht” sich dieses Kätzchen auf leisen Pfoten in alle Sinne und betört durch eine fabelhaft sinnliche Frucht (kleine rote Früchte, v.a. Himbeeren), betörende florale Noten von Rosen und Veilchen und eine burgundische Finesse und Eleganz. Auch im Mund setzt sich diese feine Klarheit des Weines betörend fort und bleibt noch minutenlang am Gaumen haften, wenn das Glas schon lange geleert ist. Und welch Feinheit der Tannine, welch messerscharfe Mineralität! Dieses extrem langlebige, unverwechselbare Nebbiolo-Unikat ist mit keinem anderen Barolo vergleichbar, er erinnert, je nach Entwicklungsstadium, Kenner der großen Weine der Welt an die legendären Gewächse von Rayas, wie sie in den 80er und 90er Jahren einmal geschmeckt haben oder an extrem feinsinnige Musigny! Aber nur wegen der einzigartigen Feinheit und Delikatesse der Frucht sowie der seidenen Tannine. Geschmacklich haben wir die Seele des Piemont im Glas! Ein „Muss” für Liebhaber subtiler Genüsse, welche Kaschmir und Seide, Finesse und Eleganz mehr schätzen als vorlautes Krachen im Glase oder Holzorgien für Bibermäuler. Ein urtraditioneller Referenzwein für unbeirrt auf die Flasche umgesetzte Barolo-Authentizität! Mein persönlicher „coup de coeur” des Jahres für italienischen Wein, wahrlich eine Herzensangelegenheit!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt 2012 bis 2025+.
603905 Burlotto, Barolo „Cannubi”, rosso 2005 35,00 Euro
Kalk und Sand bilden auch in dieser berühmten piemontesischen Spitzenlage (das einzige große Burlotto-Terroir, das nicht in Verduno angesiedelt ist, sondern zum Ort Barolo gehört) den Nährboden für einen Stoff, aus dem die Träume von Liebhabern großer klassischer Baroli bestehen. Auch hier finden wir idealtypisch das Credo aller großen Baroli von Burlotto: Finesse und Eleganz, eingepackt jedoch in eine mächtige, ungeheure Kraft, wie sie ein arabischer Vollbluthengst verkörpert. Werte Kunden: Dieser Bilderbuch-Cannubi verkörpert genau die Stilistik eines Barolo, den immer mehr Liebhaber auf aller Welt genießen möchten. Ein unverfälschter Heimatwein mit Seele, unkopierbar auf der Welt, eines der immer seltener werdenden großen Weinoriginale! In der betörenden Nase ein klassisches Barolo-Parfum. Kirschen und dunkle Beeren vermählen sich mit faszinierenden Anklängen von Rosen, Veilchen und Teer. Ein nobler Kern intensiver Mineralität, eine betörend saftige Frucht, deren Fülle von einer nahezu nordischen Kühle ummantelt wird und cremige, fabelhaft seidene Tannine verwöhnen, nein, streicheln und liebkosen zärtlich die Zunge. Welch phantastische Säurestruktur (!), welch herrlich balancierte Textur, welche Präzision und welch animierende Trinkigkeit! Diese betörend duftige aromatische Transparenz, gepaart mit majestätischer Kraft und Würze sowie balsamisch reifer Süße, macht Burlottos Cannubi-Referenz zu einem einmaligen Weinerlebnis – Authentischer kann man diesen Barolo-Klassiker auf der Flasche nicht erleben!
Zu genießen wohl ab 2011, Höhepunkt 2014 bis nach 2030.
Weltklassestoff, das ist wie Porsche kaufen und nur einen Polo bezahlen müssen! Burlottos Baroli gehören zu den größten Schnäppchen der Weinwelt.
Unser Angebot der Woche:
Als Angebot der Woche (gültig, solange Vorrat reicht, längstens bis 12. Februar 2010) offerieren wir Ihnen zwei herrliche Weine aus der Toscana und aus Rheinhessen:
Riecine – Toskana
648508 Riecine, „For Jasper”, rosé 2008 statt 8,50 Euro jetzt nur 6,50 Euro
Feinste Frucht paart sich mit animierender Würze und versprüht mediterrane Lebensfreude, die an lauen Sommerabenden die Sehnsüchte nach der Lebensfreude der Toskana zu stillen vermag! Fließt saftig und cremig über die Zunge, animierend wirkt feine Säure im Trunk, die der transparenten Frucht Struktur und Nervigkeit verleiht. Welch perfekter Begleiter herzhafter mediterraner Gerichte! Ein Rosé derart authentischer Stilistik ist ganz, ganz rar in Italien und findet sein Pendant in den berühmten, aber wesentlich teureren Bandol-Rosés von der französischen Mittelmeerküste. Unbedingt probieren. Dieser LeckerSchmecker lässt selbst überzeugte Roségegner konvertieren!
Weingut Battenfeld-Spanier - Hohensülzen
956007 Battenfeld-Spanier, Riesling „Edition Pinard de Picard” trocken 2007 statt 7,95 Euro jetzt nur 5,95 Euro
Der Jahrgang 2007 ist der größte, den Hans Oliver bisher produzierte. Punktum! Herrlich präzise Weine voll strahlender, vibrierender Mineralität und einer pikanten, aber geradezu cremigen Säure, einer dadurch bedingten animierenden Frische und einem sinnlichen Mundgefühl infolge einer wunderschönen Konzentration und inneren Dichte. Und bereits sein Basisriesling – immer die Handschrift und das Aushängeschild eines Gutes – ist derart gelungen (Pigott: „Battenfelds Rieslinge leuchten bereits vom kleinsten Wein an”), dass wir Hans Oliver baten, für Pinard de Picard eine Selektion seiner besten Fässer auszusuchen, die wir Ihnen, werte Kunden, heuer ganz besonders ans Herz legen möchten. Dieser rassige, knackig frische, ,kühle’ und traumhaft mineralische Gutsriesling auf absolutem Spätleseniveau, demonstriert auf wunderschöne Art und Weise die Typizität der großen rheinhessischen Kalklagen. Schon in der Nase brilliert ganz präzise und intensiv die Mineralität des Kalksteins, die mit Ihrer kühlen und frischen Aromatik fesselnd animierend wirkt. Fein verwoben betören Aromen vom Weinbergspfirsich, grünem Apfel, Grapefruit und dezente Anklänge von Tannenhonig und weißen Blüten. Die Zunge wird liebkost von intensiven Grapefruitnoten und zarten Aromen von knackigem Paprika und Holunder. Diese leckere Edition für Pinard de Picard verwöhnt mit einer moderaten Alkoholgradation, einer saftigen Fruchtfülle und präsentiert sich infolge einer reifen, vibrierenden Säure herzhaft und animierend süffig am Gaumen. Man möchte mit der Zunge schnalzen. Schön, dass es solch leckere und bezahlbare Weißweine gibt, die so unspektakulär gut sind: ein phantastischer Zechwein auf allerhöchstem Niveau, ein großartiger Riesling für den Alltag aus seriösem, zertifiziertem Bioanbau, der die Stilistik seiner Herkunft aus drei Gemarkungen gekonnt in Frische und erstklassige Qualität übersetzt: Die Monsheimer Lagen zeichnen verantwortlich für die animierende, packende Mineralität, das Mölsheimer Terroir für die Finesse und Hohen-Sülzen für den verführerischen Schmelz. Mühelos, aber mit großer Freude steckt man auch die zweite Flasche am Abend weg.
Der renommierte Weinjournalist Thomas Reinhardt feiert diesen verführerischen Basisriesling wegen seines „sehr günstigen Preises angesichts der großartigen Qualität” und wählt unsere Edition Pinard de Picard zum Wein des Monats. Ein Gutsriesling edelster Provenienz!
Aus unserem Feinkostprogramm möchten wir Ihnen ganz besonders anempfehlen:
994307 Rustichella d’Abruzzo, Chitarra 500 g 2,95 Euro
Spaghetti mit einem quadratischen Querschnitt von ca. 2 mm Kantenlänge. Abruzzesische Spezialität zu Lammragout, Tomatensaucen, Steinpilzen oder mit einer Knoblauch-Sauce.
Kochzeit: 10-11 Minuten
Aus unserem Accessoiresprogramm möchten wir Ihnen heute vorstellen:
182040 Stölzle, Dekanter (mundgeblasen) - Glasserie „Fire” 25,90 Euro
Höhe: 265 mm, Durchmesser: 196 mm, Inhalt: 750 ccm
Beachten Sie auch unsere große Auswahl weiterer Gläser aus dem Hause Stölzle.
Herzliche Grüße aus Saarwellingen,
Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann
