Saarwellingen, 10. Juni 2011
Pit Falkenstein feiert im aktuellen HANDELSBLATT (10.06.2011) die Weine der Domaine Boudau!
Pit Falkenstein in seiner Kolumne „Falkensteins Weinmacher”:
„Véronique und Pierre Boudau stellten ihre Domaine erfolgreich von edelsüßen auf trockene Weine um.
Hoch über dem Städtchen Rivesaltes liegt malerisch in mitten der Weinberge das Gut der Boudau-Geschwister. Das ist Roussillon von seiner schönsten Seite. An klaren Tagen scheint der schneebedeckte Gipfel des 2784 Meter hohen Pic du Canigou zum Greifen nah. Der Hof, umgeben von mehr als 200 Jahre alten Plantanen, ist im klassischen mediterranen Stil erbaut. Doch im Inneren verbirgt sich modernste Kellertechnik.

Dramatisch schön ist das Roussillon am Fuße der majestätischen Pyrenäen
© Werner Richner
Die aus den Zwanzigern stammende Domaine blühte nach dem zweiten Weltkrieg auf. Damals war Henri Boudau lange Zeit erfolgreich mit Dessertweinen. Er starb 1967 völlig überraschend mit 44 Jahren. Seine Frau Anne-Marie führte den Betrieb mit 60 Hektar Rebfläche weiter und zog nebenbei die beiden Kinder auf. Doch dann liefen die Geschäfte nicht mehr so gut. Der Markt für die süßen Spezialitäten von Rivesaltes schwächelte. Anne-Marie Boudau hielt bis 1990 durch. Dann stellte sie ihre Kinder vor die Wahl: „Entweder ihr macht weiter oder das Gut wird verkauft.”

Ein sympathisches Geschwisterpaar: Pierre und Véronique Boudau
Ihr Sohn, Pierre Boudau, zögerte. Er war Kaufmann und hatte nie Weinbau gelernt. Der damals 25-Jährige arbeitete in führender Stellung für die Supermarktkette Casino in Montpellier und Toulouse. Véronique Boudau, seine vier Jahre ältere Schwester, freundete sich indes schnell mit dem Gedanken an, die Domaine zu übernehmen. Sie hat Önologie studiert und arbeitete in der Winzergenossenschaft von Rivesaltes. Die überzeugte schließlich den Bruder.
Dann ging alles schnell. Die Geschwister beschlossen, die Produktion auf trockene Rotweine umzustellen. Das war nicht schiwerig: Aus den Trauben der alten Grenache-Reben, die bis dahin mit zugesetztem Alkohol zu dem klassischen ,Vin doux naturel’ verarbeitet wurden, ließen sich ebenso gut herbe Weine fertigen. Es war erstklassiges Pflanzgut. Vater Henri hatte die Setzlinge in Châteauneuf-du-Pâpe besorgt.

Heute befindet sich das Gut in der Umstellung zum ökölogischen Weinbau. Die Reben, überwiegend noch in der alten Buschform, werden stark zurückgeschnitten. Dünngung und Pflanzenschutz entfallen in machen Jahren völlig. Die Handlese ist selbstverständlich. Zweimal wird sortiert. Nur gesunde Trauben kommen in die Presse.
Schwester und Bruder, beide gemütliche Menschen, mittelgroß, leicht rundlich, ahben sich die Arbeit klar geteilt. Sie arbeitet im Keller, er im Weinberg. Der Verkauf findet gemeinsam statt. Wo es geht hilft Maman Anne-Marie mit ihren 83 Jahren noch mit.

Pierre Boudau bei der Lese
Zu den besten Weinen der Domaine gehört der ,Padri’, benannt nach dem Großvater und Gründer des Betriebs.
Die helle Kirschfrucht dieses gehaltvollen Schlucks wird von einem Strauß unterschiedlicher Aromen umspielt: Schlehen, schwarzer Pfeffer, geröstetes Weißbrot, Tabak und eine Andeutlung von Kümmel sind zu richen und zu schmecken.”
Zudem bieten wir Ihnen weitere Bestseller unseres Kleinods von den Gestaden des blauen Mittelmeeres an:
347610 Boudau, Petit Closi, rosé (PK) 2010 6,95 Euro
© Werner Richner
347110 Boudau, Le Clos, Côtes du Roussillon, rouge 2010 8,90 Euro
Der FEINSCMECKER feierte „11 Rotweine, bei denen Preis und Leistung stimmen. Wahre Schnäppchen und die FEINSCHMECKER-Favoriten aus ganz Europa”, darunter diesen absoluten Bestseller unseres Programms!
347309 Boudau, Cuvée „Henri Boudau”, Côtes du Roussillon Villages, rouge 2009 11,00 Euro
347209 Boudau, Cuvée Patrimoine, Côtes du Roussillon Villages, rouge 2009 17,50 Euro
Herzliche Grüße aus Saarwellingen,
Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann
