Saarwellingen, 14. April 2011
Pit Falkenstein, Urgestein des deutschen Weinjournalismus, schwärmt vom Traum-Rosé unseres Kleinods Domaine Saint-Lannes für unter 5 Euro: „Gascogne genießen, ein großer Trinkwein, Schulnote: sehr gut!”
In seiner Kolumne, „Falkensteins Fundstücke”, in „Guter Rat”, lobt Falkenstein unseren Traum-Rosé für unter 5 Euro:
„Gascogne genießen
Hier werden die Grundstoffe für Armagnac produziert, aber auch große Trinkweine!
Warum nur hat Alexandre Dumas der Ältere sein erfolgreichstes Buch „Die drei Musketiere” genannt? Und einfach die Nummer vier unterschlagen, immerhin die wichtigste Figur in dem ganzen Reißer: Monsieur d’Artagnan. Den Herrn hat’s wirklich gegeben. Charles d’Artagnan de Batz Castelmore war militärischer Berater von König Louis XIV. und galt Zeitgenossen als Gascogner schlechthin. Neben seinen legendären Fechtkünsten wurde ihm ein hohes Maß an Genussfähigkeit nachgesagt.
Der wackere Mann stammte aus Lupiac im heutigen Département Gers. Diese Gegend im französischen Südwesten gilt heute als Kernstück der Gascogne: eine sanft hügelige, anmutige und ungemein fruchtbare Landschaft. Dort gedeiht alles im Überfluss. Wahrscheinlich gibt es keinen anderen Platz auf der Welt, wo so viele Gänse und Enten frei herumwatscheln wie dort. Rillettes, Confit de Canard und Foie gras sind die schmackhaften Folgen.
Auch Wein wächst reichlich. Allerdings werden in erster Linie weiße Sorten angebaut für die Herstellung von Armagnac, dem gar nicht so kleinen Bruder des Cognacs. Davon wollte Michel Duffour nichts wissen, als er 1973 mit 28 Jahren die Leitung der Domaine Saint-Lannes in Lagraulet übernahm. „Meine Trauben sind zu schade für die Brennblase”, knurrte er, felsenfest davon überzeugt, dass in der Gascogne durchaus auch große Trinkweine erzeugt werden können.
Gegen den Rat des Vaters pflanzte er rote Reben wie Merlot, Cabernet-Sauvignon und Tannat, die ganz eigene Sorte des Sud-Ouest. Heute leitet der 33-jährige Sohn Nicolas den Betrieb, er stellt das Gut nach und nach auf ökologische Wirtschaftsweise um.
Bei einer Probe der neuen Weine gefiel der Rosé besonders gut. Er duftet und schmeckt intensiv nach Erd- und Himbeeren. Eine zart erdige Note vom Ton-Kalk-Boden ist zu spüren. Gut gekühlt der rechte Schluck für die ersten warmen Tage.
Schulnote: sehr gut!”
509210 Saint-Lannes, Côtes de Gascogne, V.d.P., rosé 2010 4,95 Euro
Herzliche Grüße aus Saarwellingen,
Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann
