Saarwellingen, im Januar 2011
Domaine Bernard Dugat-Py – Gevrey Chambertin
Weine, die die Seele berühren!
In Frankreich zusammen mit Romanée-Conti zu DER Kultdomaine des Burgunds avanciert: Die mythischen Gewächse von Dugat-Py in Deutschland exklusiv bei Pinard de Picard!
„Les meilleurs vins de France 2010”, die Bibel der französischen Weinkritik, urteilt: „Der kleinste Wein von Dugat-Py ist bereits ein großer Wein”!

Gevrey-Chambertin verkörpert mit seinen 9 Grand Crus das Flaggschiff der Côte de Nuits. Die Vermählung von vibrierender Mineralität mit unbändiger Kraft, von unvergleichlicher Finesse und tänzerischer Eleganz mit lasziver Fülle und einem komplexen Aromenreichtum lässt Liebhaber dieser Prestige-Appellation gar „vom Gipfelpunkt Burgunds” (Gaston Roupnel) schwärmen, deren Grand Crus sich bis zu 30 Jahre und länger prachtvoll entfalten können! Und aus dieser reizvollen Prestigeappellation kommt DER neue Mythos des Burgunds, in Frankreich als Kultweingut enthusiastisch gefeiert und auf eine Stufe gestellt mit den um ein Vielfaches teureren Prestigegewächsen von Romanée-Conti!

Traum-Trio am strahlenden Burgunder-Himmel:
Bernard, Jocelyne et Loïc Dugat-Py
Bernard Dugat-Py heißt der weltweit in den Medien und von Weinliebhabern gleichermaßen gefeierte „Wunderknabe” des französischen Weins, der, unterstützt von seiner Ehefrau Jocelyne und seinem Sohn Loïc, eine derart leidenschaftliche, handwerklich aufwändige Weinbergsarbeit betreibt, wie ich sie in dieser extremen Form bisher nur bei meinem Freund Klaus-Peter Keller kennen gelernt habe. Von Ende April bis Mitte Oktober werden keinerlei Besucher auf dem Weingut empfangen, es gibt keinen einzigen Tag Urlaub (welch unerbittliche und wahrlich einzigartige, geradezu preußisch anmutende Arbeitsdisziplin!) und die gesamte Familie arbeitet unermüdlich im Weinberg, um die optimalen Voraussetzungen zu schaffen für magische Pinot Noirs, wie sie nicht nur im Burgund unübertrefflich sind: Maßstab und Vorbild für alle großen Terroirweine der Welt! Aber auch in den übrigen Monaten des Jahres, wenn ich die Domaine besuche und von Jocelyne Dugat-Py mit großer Sympathie und einem strahlenden Lächeln empfangen werde, antwortet sie stets auf die Frage, wo ihr Mann denn sei: „Im Weinberg”. Bei aller Meisterschaft im sensibel-sorgfältigen Ausbau im teilweise uralten, aus dem 11 Jahrhundert stammenden Keller: „Großer Wein entsteht stets im Weinberg”, was jedoch viele, auch renommierte, Winzer auf der Welt leider vergessen zu haben scheinen.

Ganz anders Bernard: Jeder einzelne Rebstock (die ältesten mit des Burgunds, bisweilen bis 100 Jahre, und eine extrem seltene, uralte Selektion besten genetischen Pinot-Noir-Erbes mit fast schwarzer Traubenhaut und kleinsten Erträgen) erhält, strikt nach den Regeln des biologischen Anbaus, eine höchst optimale Pflege und Erziehung, wie sie sonst nur liebevolle Eltern ihren Kindern angedeihen lassen. Mit dem Resultat, dass die kerngesunden Träubchen (solche Qualitäten habe ich noch nie andernorts bei der Ernte gesehen!), die aufgrund ihrer fabelhaften Reife wie auf Romanée-Conti und Leroy in uralter Tradition mit Stängeln vergoren werden, eine höchst mögliche Finesse und Frische und jede Nuancierung ihres grandiosen, enorm kalkhaltigen Terroirs in den fertigen Wein einzubringen vermögen. Und ganz wichtig: Obwohl alle Trauben in höchster Reife gelesen werden, sind die Alkoholwerte der Weine sehr niedrig: In 2008 liegen sie zumeist zwischen 12,5 und 13 Volumenprozent. Die Kraft und Dichte auf der Zunge kommt daher nicht durch Alkohol, sondern durch die einzigartige Konzentration und spezifische Reife, welche die grandiose, vielleicht einzigartige Qualität der speziellen Rebstöcke Dugat-Pys widerspiegeln, die sonst fast nirgendwo im Burgund noch zu finden sind und das singuläre Erbe einer Winzerdynastie in der 12. Generation darstellen!

Weinlese anno 1942
Kundige Kenner wissen: Im Dschungel des Burgunds ist seit Jahrzehnten allein das Ethos eines biologisch oder naturnah, in jedem Fall aber handwerklich arbeitenden seriösen Produzenten DER Garant für beste Qualität: keinesfalls aber der Jahrgang oder die auch noch so klangvolle und hochpreisige Lage. Kein überzeugenderer Beleg dieser These ist zu finden als in diesen einzigartig finessenreichen, vorbildlich eleganten und dennoch so fabelhaft konzentrierten, dichten, packenden Meisterwerken von Dugat-Py. Es ist nicht die höchste winzerliche Kunst, entweder einen finessenreich-eleganten ODER einen kraftvollen Wein zu machen, aber es ist extrem schwierig, eine perfekte Balance zwischen beiden Kriterien herzustellen – die grandiosen, sublimen Pinot Noirs von Bernard vermögen es in exemplarischer Qualität! Seit 1975 ist er vom Weinvirus erfasst, doch in den ersten Jahren seiner Winzerkarriere verkaufte er seine Trauben aus den uralten Rebstöcken der Familie an die Winzerelite des Burgunds: Lalou-Bize Leroy war Stammkunde wie viele andere berühmte Namen auch. Seit 1989 füllt der Genius aus Gevrey-Chambertin seine Weine selbst ab und seither ist für Kenner, Liebhaber und die Fachpresse gleichermaßen unstrittig, dass Pinot Noir zwar anders, aber niemals besser schmecken kann als Dugat-Pys ungemein elegante, gleichzeitig kraftvoll-mineralische und sinnliche Burgunder-Pretiosen. Sie verkörpern mit ihrer einzigartigen Finesse und Mineralität einen Pol von Weltklasseweinen, der in dieser Präzision und Strahlkraft nur ganz selten auf dem Planeten Wein zu finden ist; die betörende Frucht spielt sich nie, wie eine grell geschminkte Frau etwa, in den Vordergrund, sondern betört mit einer aristokratischen Noblesse. Dugat-Pys Weine zu genießen bedeutet stets: Ein grandioses Sinfonieorchester spielt auf, mit all seinen komplexen Klangkomponenten und in einer einzigartigen, emotional zutiefst berührenden Virtuosität – Feinsinnig, filigran und mächtig zugleich brillieren seine ungefilterten und ungeschönten Pinot-Noir-Weine im Glas! In ihrer Jugend muss man ihnen aufmerksam zuhören, denn sie brauchen Entwicklungszeit, wie eine menschliche Persönlichkeit, gewinnen dann Jahr für Jahr an Eleganz und in der phantastischen Reinheit ihrer Frucht und mit zunehmender Flaschenreifung enthüllen sie ihre wahre Pracht und werden zu seidigen, dicht über die Zunge schwebenden transparenten Wesen, die jeden bezaubern in ihrer majestätischen Schönheit. Wahre Wein-Monumente, aus dem vielleicht besten Rebmaterial des gesamten Burgunds, authentische Charaktere von höchster hedonistischer Sinnlichkeit und mit einem unübertrefflichen Lager-und Entwicklungspotential gesegnet!

Spaziergang durch das faszinierende Licht des Burgunds
© Werner Richner
Zum Jahrgang 2008: Nach einem kühlen, regnerischen Sommer (Hier trennte die Natur bei den Winzern die Spreu vom Weizen: Aufwändigste, penibelste, handwerkliche Arbeit in den Weinbergen und extreme Selektion der Trauben waren der Schlüssel zu Erfolg oder Misserfolg) erbrachte erst ein perfekter, trockener September mit warmen Tagen, kühlen Nächten sowie einem konstanten Nordwind bei den Spitzenwinzern eine wunderbare Ernte mit reifen Träubchen, in denen, infolge des Windes, Frucht, Zucker und Säure enorm konzentriert wurden! Die Tannine in 2008 sind zwar sehr moderat, aber aufgrund der guten Säurewerte ist das Alterungspotenzial der Weine außergewöhnlich. Außergewöhnlich ist auch die den Jahrgang charakterisierende Vermählung von expressiver, traumhaft delikater Frucht mit rassiger Säure, Extraktreichtum, singulärer Klarheit und schwebender Transparenz. Viele Weine sind jung getrunken (nach ein paar Monaten der Flaschenreifung, wenn die Säure perfekt eingebunden sein wird) bereits so voller Charme, Eleganz und Raffinesse, dass der Weinliebhaber sich wird beherrschen müssen, genügend Flaschen aufzubewahren, um im gereiften Zustand die gesamte komplexe Aromenpalette genießen zu können. Burgund 2008 ist ein Spiegelbild des Rieslingjahrgangs 2008 in Deutschland: Es gibt eine extreme Spreizung der Qualitäten zwischen großen Winzern mit einer extrem selektiven Weinbergsarbeit und der breiten Masse an Winzern, die auch in einem anspruchsvollen Sommer wie 2008 business as usual betrieben. Daher Augen auf beim Weineinkauf: Nur in der Spitze ist 2008 von fabelhafter Güte!
Kein Wunder, dass John Gilman, ein ebenso anerkannter Burgund-Kritiker wie Meadows, geradezu ins Schwärmen gerät, wenn er nach seinen Fassproben bei den absoluten Top-Winzern über den 2008er Jahrgang urteilt: „Niemals in den 20 Jahren, in denen ich mittlerweile Burgund besuche, habe ich jemals einen Jahrgang probieren dürfen, in dem die Rotweine derart reinrassig waren wie in 2008 und die Kombination von atemberaubender reintöniger Frucht und aussergewöhnlicher Transparenz ergeben einen der aufregendsten Jahrgänge in der jüngeren Geschichte des Burgunds.” Daher: Der Mythos des Burgund lebt und erstrahlt mit den grandiosen Weinmonumenten von Dugat-Py in einem Glanz wie nie zuvor. Diese sinnlichen Pretiosen vermählen unvergleichliche Eleganz und Finesse mit formidabler Kraft, singulärer Konzentration und unübertrefflicher mineralischer Präzision: Das ist wahrlich die Transmission des Terroirs in die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen, wie es nur die größten Weine der Welt vermögen. Qualitäten hors catégorie und meine persönlichen Lieblingsweine! Magische Tropfen, die verzaubern, eine Hommage an den Pinot Noir, für viele Weinliebhaber die größte rote Rebsorte der Welt!

Behutsamst gepflegte Rebzeilen auf der Domaine Dugat-Py
209008 Dugat-Py, Bourgogne Halinard, rouge 2008 35,90 Euro
Die Einstiegsweine der besten Winzer des Burgund verdienen wahrlich die besondere Beachtung von Kennern und Liebhabern, da hier die qualitativen Fortschritte der letzten Jahre, die „Erneuerung des Burgund” (Jancis Robinson), am besten sichtbar sind. Noch Ende der 70er- und in den 80er-Jahren gab es infolge vieler hausgemachter Fehler (insbesondere der exzessive Chemieeinsatz, von dem die Böden Jahre brauchten, sich zu erholen) selbst bei berühmten Domainen nur wenige Premier Crus, die eine Qualität erreichten, wie man sie heute schon bei diesem Bourgogne de luxe des Winzermagiers aus Gevrey-Chambertin findet. Entdecken Sie, werte Kunden, das Burgund über diesen grandiosen Charakterwein, der benannt ist nach einem Mönch, der im 11 Jahrhundert in Gevrey wirkte und den Keller der Domaine erbaute, wo sich noch heute die Weine von Dugat-Py in Ruhe behutsam entwickeln – Das Burgund ist eine eigene Weinwelt, die Feinheit und Eleganz eines Burgunders lässt sich mit nichts anderem vergleichen! Und dieser Referenzwein seiner Preisklasse entlockt dem glücklichen Genießer mehr Emotionen als so manch renommierter Lagenname der Côte de Nuits!
Kein Wunder, stammen die exzellenten Trauben für diesen erlesenen Wein doch allesamt aus der Appellation Gevrey-Chambertin, von jüngeren Rebstöcken zwar, aber mit einer Kraft gesegnet, die den teilweisen Ausbau in neuen Barrique nicht nur problemlos schluckt, sondern geradezu fordert! Welch sinnlich-genialer Duft (intensive schwarze Kirschen, Blau- und Himbeere, Mineralität, noble kräuterwürzige Anklänge) zum Verlieben schön! Feinheit und Finesse heißen die Kardinalstugenden eines großen Pinot Noir. Nicht Extraktion, Kraftmeierei, Holzorgien oder extreme Farbtiefe. Ein exzellenter Burgunder soll fein, duftig, tief und elegant in seiner Aromatik sein und seidig über die Zunge laufen, tänzerisch schwebend und transparent gewirkt, ohne jegliche Schwere. Und diese von Liebhabern in aller Welt geschätzten Eigenschaften versinnbildlicht in stilbildender Qualität bereits dieser so ungemein, feinsinnige, mineralische Bourgogne Halinard, in seinem Charakter ein herausragender Gevrey! Aber dennoch besticht er durch eine wunderbare Konzentration und präsentiert sich eine Spur dichter und cremiger als sein hervorragender Vorgänger aus 07. Traumhaft mineralischer Nachhall und
fabelhaft weiche Tannine.
Zu genießen ab Frühjahr 2011, Höhepunkt 2012 bis nach 2017.

209208 Dugat-Py, Gevrey-Chambertin „Vieilles Vignes”, rouge 2008 72,00 Euro
Ein großer Burgunder lebt mehr als alle anderen emotional berührenden Weine dieser Welt von seiner Eleganz. Und was besitzt dieser Vieilles Vignes („Alte Reben”) aus dem genetisch so wertvollen Rebbestand von Dugat-Py nur für eine emotionale Ausstrahlung! Welch grandiose Feinheit und Noblesse, in der Nase Feuerstein, rote und schwarze Beeren, Kirschen und zarte Anklänge an weiße Trüffel. Am Gaumen so ungemein verspielt, elegant, eine betörende Frucht liebkost die Zunge, welch verführerischer Stil und welch langer Nachhall! Traditionell ausgebaute Weine der Côte de Nuits verdanken ihren legendären Ruf ihrer einzigartigen Finesse und einer geradezu lasziv-erotischen Fruchtsüße, die fein unterlegt ist von einer faszinierenden, grandiosen Mineralität, die in ihrer nobelsten Ausprägung ungemein präzise und kühl im Charakter die Sinne betört. Welch fabelhafte Balance, welch seiden-cremige Tannine, welch belebende Säurestruktur (wahrlich ein „roter Riesling”!) und welch innere Harmonie bei einer sensationellen Länge und fabelhaften Mineralität.
Zu genießen ab 2011, Höhepunkt 2014 bis 2020.

Traditionelle Weinbergsarbeit als ein Garant für höchste Qualität
209108 Dugat-Py, Gevrey-Chambertin „Coeur de Roy”, rouge 2008 99,00 Euro
Bis 100 Jahre alte Prachtreben, die ein unvergleichliches Parfum verströmen, liefern die ganz kleinen Zauberträubchen für diesen Domainen-Klassiker auf absolutem Grand-Cru-Niveau. Der Reiz authentischer Pinot Noirs des Burgunds liegt in der einzigartigen Kombination von Zartheit und Kraft, die selbst außerordentlich reiche und konzentrierte Weine nicht „fett” wirken lässt, im Unterschied zu vielen ihrer belanglosen Pendants aus Übersee. Die singuläre aromatische Vielfalt dieser magischen Finessenweine erschließt sich in ihrer gesamten Komplexität erst nach einigen Jahren der Entwicklung: Wahre charakterliche Größe braucht Reifezeit – beim Wein wie beim Menschen. Und was haben wir hier einen Wahnsinnsstoff im Glase: Ein Meisterwerk mit einer verzaubernden Nase – Hedonistische PinotNoir-Frucht (Himbeeren, würzige Kräuter, ein Hauch von Tannennadeln), wie sie klarer und präziser nicht sein kann! Die innere Kraft und Dichte, der betörende Extrakt scheinen schwerelos – Sie werden aufgehoben in schwebender Transparenz und einer Feinheit und Eleganz, wie sie nur den großen Gevrey-Lagen zu eigen ist. Die fabelhafte Mineralität vermählt sich mit einer noblen Frucht, die am Gaumen förmlich explodiert, und mit dem Duft weißer Trüffel. Welch Wahnsinns-Extrakt, welch unendlich langer, zutiefst mineralischer Nachklang, der dieses feminine Meisterwerk adelt. Unglaublich feiner Kultstoff! Von Allen Meadows im Vorjahr höher gar bewertet als der Echézeaux Grand Cru der Domaine Romanée-Conti! Und 2008 ist nochmals besser. Mein Wort drauf!
Wie die größten Weine des Jahrgangs erst zu genießen ab 2015 bis nach 2025.

209408 Dugat-Py, Gevrey-Chambertin 1er Cru „Champeaux”, rouge 2008 159,00 Euro
Gelegen in der Nähe zum legendären Clos Saint Jacques ist der 1er Cru Champeaux eine der Perlen des Burgunds mit seiner traumhaften Komplexität, seiner unergründlichen Tiefe und seinem sinnlich-erotisierenden Spiel! Feinheit und Liebreiz paaren sich mit Eleganz, Kühle und Finesse, aber auch einer fleischigen Kraft und lassen qualitativ die meisten Grand-Cru-Lagen von Winzern hinter sich, die nicht das unerbittliche Qualitätsstreben der sympathischen Dugats besitzen. Ein fabelhafter, authentischer Stoff, ein zutiefst emotionaler Wein, der die Seele zu streicheln vermag und der in erster Linie wegen seiner Zartheit brilliert und wegen seiner edlen, rot- wie schwarzbeerigen Frucht (insbesondere Himbeeren und Cassis!) sowie seinen Anklängen an schwarze Kirschen. Auf der Zunge eine betörende süßliche Frucht, dazu traumhaft präzise, aber auch eine Spur kokett, lasziv vielleicht gar: Welch wunderbar lustvolle Fülle am Gaumen. Und welch fabelhafte Balance, welch seiden-cremige Tannine und welch innere Harmonie bei einer sensationellen Länge und fabelhaften Mineralität.
Dieser „wollüstigste” unter allen Pinot-Noirs von Dugat-Py ist wegen seiner weichen Säure und seinem cremigen Tannin trinkreif wohl schon ab 2012/13 (aber dekantieren bitte) und erreicht seinen Höhepunkt zwischen 2016 und 2030.
209708 Dugat-Py, Gevrey-Chambertin 1er Cru „Petite-Chapelle”, rouge 2008 159,00 Euro
Petite Chapelle ist eine weitere herausragende Premier-Cru-Parzelle, die unmittelbar an die Grand-Lagen Chapelle und Griotte angrenzt und zweifelsfrei einer der schönsten Premier Crus dieses ungemein finessenreichen Jahrgangs. Welch eine betörende Nase: Neben einer verführerischen dunkel- wie rotbeerigen Frucht und aristokratischen Sauerkirsch-Anklängen finden sich noble Röst- und Fleischaromen und edle orientalische Gewürze. Am Gaumen eine sagenhafte Dichte und Fülle, daneben scheinen kleinste, süße Beeren förmlich über die Zunge zu tänzeln. Der Musigny von Gevrey! So präzise, so fokussiert, so puristisch. Fabelhafte Harmonie und Balance, zutiefst mineralisch (Kalk pur!), großartige Länge und eine noch gefesselte Erotik, die darauf wartet, nach mehreren Jahren der Flaschenreifung befreit zu werden: Dieser seidene Wein wird dann (ab etwa 2015) auf die Zunge gleiten wie flüssiger Samt. Ein emotional berührender Gruß aus einer der größten Weinanbauregionen der Erde, der unter die Haut geht.

Herzliche Grüße aus Saarwellingen,
Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann
