Saarwellingen, 21. Oktober 2010
DEUTSCHLAND
Weinhof Herrenberg - Schoden, Saar
Der „Riesling-Pétrus von der Saar” (Mario Scheuermann) begeistert mit phantastischen Bio-Weinen zu attraktivsten Preisen!

Claudia und Manfred Loch
Es ist mittlerweile fast ein Jahrzehnt her: Erstmals in unserem Programm 2002 feierten wir einen damaligen Newcomer mit Qualitäten, wie sie spektakulärer nicht sein können: „Claudia Loch hat eine Atem beraubende Kollektion vorgestellt, ein Wein ist besser als der andere”, begeisterte sich Marcus Hofschuster im Weinplus Weinführer Deutschland. Und Mario Scheuermann, erfahrener Fachjournalist und Veranstalter des Hamburger Weinsalons, meinte gar: „Das Weingut Herrenberg ist für mich schon seit mehreren Jahren ein herausragender Geheimtipp an der Saar. Bei der minimalen Jahresproduktion und solchen Qualitäten müssten die Weinkenner eigentlich Schlange stehen und alles müsste zu Höchstpreisen ständig ausverkauft sein. Herrenberg ist so etwas wie ein weißer Riesling-Pétrus von der Saar: Winzige Produktion, total eigenständiger Terroircharakter in absoluten Spitzenlagen”. Und in den Nachfolgejahrgängen wertet Parker bis 97 Punkte – bei Rieslingen, die bei uns in der Mehrzahl unter 20 Euro kosten! Wahrlich: Im weltweiten Kontext betrachtet sind deutsche Spitzenweine immer noch gnadenlos unterbepreist! Zum Wohle des Konsumenten! Welches Geheimnis steckt nun aber hinter diesen faszinierenden Qualitäten unseres Kleinods von der Saar zu traumhaft günstigen Preisen?
Gar keines!

Diese großen Rieslinge sind nichts anderes als das Resultat fabelhafter Lagen, ehrlicher, harter handwerklicher Arbeit in den strikt biologisch bewirtschafteten Weinbergen und einer vehementen Liebesbeziehung der Lochs zu majestätischen, aber auch traumhaft filigranen, von Eleganz und Finesse geprägten Rieslingen und zu der unnachahmlichen Sinfonie eines wahrhaft großen Terroirs. Claudia und Manfred, beide ambitionierte Seiteneinsteiger ohne Gedankenbarrieren im Kopf, erwarben 1992 ihren ersten, nur 1.200 Quadratmeter großen Weinberg im verträumten Schoden. In den Folgejahren kamen nochmals kleine, aber ganz feine Flächen hinzu, so dass die sympathischen Lochs mittlerweile 3,5 ha ihr Eigen nennen, für beide genau die Größe, die ein reiner Familienbetrieb im ökologischen Anbau mit den höchst arbeitsintensiven Steillagen ausschließlich mit eigener Kraft bewältigen kann.
Prunkstück der Loch’schen Winzling-Wingerte in einem nur etwa 4 km großen Gürtel, innerhalb dessen sich alle großen Lagen der Saar befinden, ist zum einen eine Parzelle mit 100 Jahre alten, wurzelechten Reben im Wiltinger Schlangengraben. Alle Lagen in den extrem steilen, mit Schiefer bedeckten Hängen (bis 80% Neigung!) werden „parzellenrein” ausgebaut, um das jeweilige Terroir (wechselnde Schieferformationen, divergierende Anteile an Feinerde) im Wein optimal zur Geltung zu bringen. So auch im Schodener Herrenberg, dem zweiten Renommier-Weinberg mit seinen extrem unterschiedlichen Bodenzusammensetzungen innerhalb weniger Meter nur, der mit seinem privilegierten Mikroklima optimal süd-südwestorientiert wie ein riesiger Brennspiegel ausgerichtet ist, der jeden auch noch so kleinen Sonnenstrahl einzufangen vermag.

© Peter Böhnel
Wenn man hoch über der Saar in diesen steilen Schieferlagen des Schodener Herrenbergs herumkraxelt, fallen sofort die Unterschiede zwischen den Parzellen des strikt qualitätsorientierten Winzerpaars und denen ihrer Nachbarn ins Auge. Zum einen die extrem gepflegten „lebenden” Böden mit ihrem vielfältigen natürlichen Grünbewuchs (von den Lochs neu erworbene Parzellen wiesen in der Umstellungsphase zum biologischen Anbau aufgrund der chemischen Keulen, welche die Vorbesitzer verwendeten, erst 1-2 verschiedene Kräuter auf, welch ein Unterschied zum heutigen gepflegten ‚Wildkräutermanagement’), der durch die Konkurrenzsituation die Wurzeln der Reben tiefer in die Erde zwingt, der Entwässerung und dem Erosionsschutz dient sowie zur Humusproduktion beiträgt, und die Nistkästen für die einheimische Vogelwelt, die durch den Fraß der Schädlinge zum ökologischen Gleichgewicht in den Weinbergen beitragen. Zum anderen sticht ein Rebschnitt ins Auge, der sich von dem der Nachbarn völlig unterscheidet und der meines Wissens nach von kaum einem anderen Winzer an Mosel-Saar-Ruwer angewandt wird: Die Vertiko-Erziehung nach Prof. Cargnello, eine Außenseitermethode eines engagierten Querdenkers, eine schwierig zu handhabende Schnittform, welche die Lochs daher EIGENHÄNDIG, ohne Hilfskräfte, praktizieren (so sind die Loch’schen Rieslinge allesamt ausschließlich nur von Meisterhand geschaffen!) und die nach ihren Erfahrungen dem traditionellen Moselschnitt weit überlegen ist, da die buschartigen Reben infolge der wesentlich höheren Blattwerksproduktion (sehr viele Blätter, das Kraftwerk der Reben, versorgen möglichst wenig Früchte) über ein deutlich besseres Blatt-Fruchtverhältnis verfügen, das mitverantwortlich ist für die herausragende Qualität der Trauben. In Verbindung mit einer sehr späten Lese führt diese Methode zu „den leckersten Trauben weit und breit, was inzwischen leider auch die Wildschweine wissen”, wie Manfred Loch mit einem Schmunzeln erzählt. Die Kombination der geringen Weingutsfläche und kleinen Erträgen bedeutet auch, dass die Lese in einer Woche unter wirklich alleroptimalsten Bedingungen durchgeführt werden kann, während große Weingüter bis zu sechs Wochen damit beschäftigt sind.

Schodener Herrenberg: Eine der spektakulärsten Steillagen der Saar
Mittlerweile ist die Aufbauphase des Gutes längst abgeschlossen, sämtliche Lagen komplett auf biologischen Anbau umgestellt, d.h. es gibt keinerlei Einsatz von Insektiziden und Herbiziden mehr. Verrückt niedrige Erträge als Ergebnis intensiver Weinbergsarbeit mit einer extrem selektiven Auslese von Trauben mit höchster physiologischer Reife, unverzüglicher, schonender Transport gesunder, unzerquetschter Trauben in kleinen Behältern in die Keller und sofortige sanfte Pressung (Selbst Marienkäfer haben diese Prozedur schon überlebt!), sorgfältigster reduktiver Ausbau der Weine in blitzenden Edelstahltanks (Zeit spielt hierbei eine entscheidende Rolle, in Lochs Keller arbeiten die Naturhefen oft noch im späten Frühjahr) und geringst mögliche Schwefelung sprechen eine eindeutige Sprache: Was die frühen Jahrgänge bereits ankündigten, demonstriert Europas Fabeljahrgang 2009 auf geniale Art und Weise. Der Weinhof Herrenberg katapultiert sich mit spektakulären handwerklichen Qualitäten im besten Sinne des Wortes und mit dem singulären Charakter ihrer in konsequenter Ertragsreduktion entstandenen Naturweine mit an die Spitze der besten Weingüter Deutschlands. Die mit viel Herzblut vinifizierten Weine mit ihrer glasklaren, saftigen Rieslingfrucht, ihrer charakteristischen, saar-typischen verspielten Eleganz am Gaumen, ihrem Extraktreichtum, ihrer Frische, ihrer beispielhaften Mineralität, ihrer Kraft sowie ihrem kompromisslosen Terroirkonzept besitzen ein schwerlich zu schlagendes Preis-Genussverhältnis. Was mir daher besonders an den neuen Jahrgängen gefällt: Ohne ihre Authentizität zu verlieren und ohne ihre Dichte und Mineralik eingebüßt zu haben, sind diese Herzblut-Rieslinge noch „saartypischer”, da finessenreicher, verspielter und rassiger geworden.

© Peter Böhnel
Die sympathischen Lochs bringen neben dem großartigen Terroir ihrer Lagen immer mehr ihre ureigene Handschrift im Weinberg (im Keller hat sich nichts verändert) mit ein, denn ganz offensichtlich trägt ihre jahrelange harte Weinbergsarbeit erkennbare Früchte (Claudia Loch, für die Arbeit im Wingert verantwortlich, hat einfach ein feines Gespür für die Reben!), sind die Böden der erstklassigen Lagen, insbesondere diejenigen, die schon relativ lange von den Lochs bewirtschaftet werden, jetzt in dem optimalen Zustand, dass die Trauben und später der fertige Wein davon nachhaltig profitieren. „Und natürlich ist es ein himmelweiter Unterschied, ob, wie bei uns, ausschließlich Fachkräfte einen Rebschnitt und die Lese durchführen oder angelernte Saisonkräfte”, so das Fazit von Manfred Loch. „Und in einem Traumjahrgang wie 2009 hatten wir Spaß bei der Ernte ohne Ende, es war einfach ein Bilderbuchherbst. Völlig ohne Druck oder irgendwelchen Stress konnten wir ganz leger Tag für Tag optimal gereifte, kerngesunde, lockerbeerige, gold-gelbe Träubchen einbringen. Nie zuvor habe ich ähnlich optimale Voraussetzungen zur Vinifizierung meiner Weine gehabt!”

© Peter Böhnel
Und werte Kunden: Die Wahnsinnsqualitäten in der Flasche bezeugen jedes Wort der euphorischen Worte von Manfred Loch. 2009 hat der Weinhof Herrenberg eine sensationelle Kollektion vinifiziert, Weltklasse-Rieslinge zu dramatisch günstigen Preisen!
Alle Rieslinge unseres Kleinods von der Saar werden mittlerweile ausschließlich in Flaschen mit Stainless Cap (Edelstahl-Kronkorken!) abgefüllt: Dies heißt für Sie, liebe Kunden, und für uns: Beste Qualitäten aus biologischem Anbau in garantiert korkfreiem Zustand. Oder um mit David Schildknecht, Parkers kongenialem Verkoster (u.a. für das Burgund, das Languedoc-Roussillon, Österreich und Deutschland) zu sprechen: „Herrenberg is among the most exciting sources of Riesling in Germany!” Und das erst recht in Deutschlands Fabeljahrgang 2009!
905209 Herrenberg, Hof-Cuvée, trocken (SC) 2009 9,95 Euro
Die Qualität eines Weingutes erkennt man immer auch an seinem Einstiegswein! Und was haben wir hier für eine leckere Vermählung aus gleichen Anteilen eines feinrassigen Rieslings und eines traumhaft fruchtigen, schmelzigen Rivaners, zart eingebettet in ein mineralisches Nest. DER Aperitif-Wein (ungemein trinkanimierende 12,5 Vol. % Alkohol) und Essensbegleiter zu allen Gelegenheiten! In einem europäischen Jahrhundertjahrgang wie 2009 schlicht ein traumhaftes Preis-Genuss-Verhältnis!
908109 Herrenberg, „LochRiesling”, trocken (SC) 2009 11,90 Euro
Die ganze Welt der Saarfrüchte, aufgeschnitten in einem leckeren Korb, von kleinen, weißen Weinbergspfirsichen über saftige, hochreife Äpfel bis zu tropischen Zitrusfrüchten, Aprikosen und aromatischer Ananas, feinst unterlegt von Schiefer- und Feuersteinanklängen. Ein Saft- und Kraftwunder allererster Güte und zum sensationell günstigen Preis, mit fordernder Rasse und ungezügeltem Temperament. Wunderschönes Spiel zwischen Fruchtschmelz, Süße und Säure! In Referenzqualität! Brilliante, glockenklare Art, wie das taufrische Wasser aus einem Gebirgsquellbach! Eine faszinierende salzige Mineralität und eine schier unglaubliche Länge für einen Gutsriesling. Ein nachhaltiger, animierender Weinstil, ein herrlicher Trinkspaß, Schluckreflexe auslösend! Eine ‚Einstiegsdroge’ mit Suchtgefahr gar. Dieser Basisriesling steht geradezu exemplarisch für die neue, aufregende Weinkultur von der Saar, die Charakter und Identität bewahrt, gleichzeitig aber auch fröhliche, mundfüllende, präzise Fruchtigkeit zeigt. Wahre Luxus-Qualitäten zu dramatisch günstigem Preis. Jahrgangsbedingt nochmals – deutlich! – besser als selbst ein schon mit 90 Parker-Punkten bewerteter, hervorragender Jahrgangsvorgänger! Meine ganz besondere Empfehlung!
Der „LochRiesling” ist für uns der heißeste Kandidat für den besten Gutsriesling Deutschlands im Fabeljahrgang 2009!
Zu genießen ab sofort bis 2014.

© Peter Böhnel
905009 Herrenberg, „Cruw”, Riesling trocken (SC) 2009 17,90 Euro
Welch herausragender „Prototyp eines trockenen Saarweins” mit perfekt balancierter Säure und mit verführerischen Aromen, die an edelste Gewürze, Pfirsich, reife Ananas, Orangen, Jasmin und Holunderblüten erinnern. Daher schon in der Nase sehr einnehmend und charmant infolge dieser ausgeprägten Duftigkeit und feinst süßlichen Anklängen. Am Gaumen sehr straff und pikant, mit einer knackigen, feingliedrigen und erfrischenden Säure, die sich wunderschön mit der süßlich anmutenden Frucht und einer grandiosen Mineralität verbindet, die an den Zungenrändern eine verführerische salzige Charakteristik entwickelt. Grandiose zart pfeffrige und kräutrige Aromen im animierenden Nachhall. Traumhafter Essensbegleiter zu Fisch, hellem Fleisch oder Geflügel mit aromatischen Soßen und fruchtigen Beilagen.
Gegen diesen Geniestreich mit knappen 13% Alkohol (ein Hohelied der genialen Laubwerksarbeit und den Nachtfrösten im Oktober!) haben viele wesentlich teurere Große Gewächse keine Chance! Mein Wort drauf und meine unbedingte Empfehlung.
Zu genießen ab sofort bis 2015+.
908009 Herrenberg, „Stier”, Riesling trocken (SC) 2009 17,90 Euro
Das sind Schmetterlinge und Schiefer-Mosaiksteine, das ist hinreißende Frische und betörende Frucht, das ist Charakter-Seele pur und gleichzeitig kristallklare Struktur. Aus einer direkt unterhalb des Kamms des Herrenbergs gelegenen, extrem steilen und felsigen, im saarländischen Dialekt „Stier” (ein mundartlicher Ausdruck für „Stirn”) genannten Parzelle mit dem höchsten Schieferanteil, stammen die in perfektem Reifezustand geernteten, kerngesunden Trauben dieses exzellenten Rieslings. Was für eine großartige Mineralität mit subtilen Feuersteinnoten, welch feinste Aromen von intensiven Beeren- und Zitrustönen, in Kombination mit reifen Mirabellen- sowie Pfirsichanklängen und erotischer Exotik: Betörende Anklänge an Mango, Papaya und Ananas. Die feinste Restsüße ist kaum spürbar, sondern katapultiert die Frucht und die salzig anmutende Mineralität nach vorne und verleiht dem Wein grandiosen Schmelz. Welch Filigranität auf der Zunge, welch verspielte Anmut, welch genialer, ungemein packender Nachhall! Wahrhaft ein betörender Tropfen, der Emotionen und Sinnlichkeit zu wecken vermag und damit die schönste Ausprägung des „neuen” Stils vom Weinhof Herrenberg. Mit einem Glanz und einer Strahlkraft, als gäbe es im Glas ein leuchtendes Licht.
Gerade einmal 50 Meter Luftlinie trennen diesen Herrenberg-Parzelle von der „Cruw”, die Mostgewichte waren geradezu identisch und dennoch haben wir von der Stilistik zwei völlig unterschiedliche Weine. Eine beispielhafte Demonstration der handwerklichen Weinbergsarbeit der sympathischen Lochs, die selbst subtile Unterschiede in ihren Böden in vorbildliche Terroirweine mit Referenzqualität umzusetzen wissen.
Zu genießen ab sofort bis 2016+.

© Peter Böhnel
908609 Herrenberg, „Saartyr”, Riesling trocken (SC) 2009 23,90 Euro
Betörende Frucht küsst präzise Mineralität!
Die mythologische Gestalt des Satyr, dieser so lüsterne, sinnenfrohe Waldgeist und Begleiter des Dionysos, ist der Namensgeber für diesen herrlichen Spitzenriesling von einer prächtigen Steillage der Saar, einem Filetstück des Herrenbergs: Was für eine großartige, den Wein dominierende Mineralität und subtile Würze, welch feinste Frucht, welch ungemein komplexe, verspielte Aromatik: Williamsbirne, Pfirsich, Limettenschale, Holunderblüte und noble Mandarinentöne. Am Gaumen deutlich mehr Schmelz und Cremigkeit als die „Stier”, dazu eine faszinierende feine Süße im Auftakt, begleitet wiederum von einer tiefgründigen irren Mineralität, die dann auch den langen Nachhall dominiert, neben feinen Grapefruit- und Orangennoten. Die zarte Fruchtsüße tritt eher in den Hintergrund, was bleibt, ist eine feine und anregende pikante Note infolge der kitzelnden, rassigen, frischen Säure, eine traumhafte, reife Textur, eine wunderschöne Dichte und großartige Konzentration. Ein begeisternder Riesling, der sich verwoben, dicht und komplex präsentiert, dabei von nobler und edler Gestalt, der Emotionen und Sinnlichkeit zu wecken vermag. Charakterstärke vermählt sich mit großer Reife und Nachhaltigkeit! 92 Parkerpunkte in 2006, doch 2009... !!!
905109 Herrenberg, „Stoveler”, Riesling feinherb (SC) 2009 17,90 Euro
Aus dem obersten Gewann des Herrenbergs, einer windurchpeitschten (welch enormer Vorteil für ein schnelles Abtrocknen nach Regenfällen, was kerngesunde Trauben natürlich besonders zu schätzen wissen) reinen Südlage mit reinstem Schiefer kommt dieser hedonistische Sinnenzauber, ein großartiger Begleiter zu asiatischer Küche, ein Meditationswein für besinnliche Abende, aber auch ein „Wahnsinnssaufwein” auf höchstem Niveau mit seinen höchst trinkanimierenden knappen 11 Vol. % Alkohol. Welch vibrierende, exotische Fruchtsüße, welch traumhafte Balance, welch betörendes Spiel auf der Zunge. Kategorie persönlicher Lieblingswein.
Zu genießen ab sofort bis 2020+.

© Peter Böhnel
908509 Herrenberg, „Quasaar”, Riesling feinherb (SC) 2009 23,90 Euro
Nochmals eines der von Lochs so geliebten Wortspiele, die diesen traumhaften, feinherben Riesling auszeichnen. Komplexe Nase mit betörend fruchtigen Aromen von Weinbergspfirsich, Stachelbeere, reifer Ananas und Orangenzesten, von einer tiefgründigen Mineralität und dem Duft nach Anis, Muskatnuss und feinen Kräuternoten unterlegt. Am Gaumen wiederum eine verführerische Frucht, eine rauchige Mineralität und ein tolles Süße-Säure-Spiel, wobei die Süße kaum merklich ist. Schöne Balance und Harmonie, viel Power und Extrakt, dabei auch feinsinnig, elegant und verspielt, Saarweincharakter in großartiger Stilistik demonstrierend, lang anhaltend und betörend mit einer glasklaren Säurestruktur. Üppiger, ja „fleischiger” als der „Stoveler”, das ist die ultimative Opulenz für Eleganztrinker. Kein Paradoxon, sondern erlebte Weinrealität! Mustergültige Qualität aus souveräner Weinbereitung zum Top-Preis. Dieser Wein beweist Profil und kommt ohne „Turbo-Alkohol” und „Säure-Attacken” aus. Mit einem Wort: „Superlecker!” Und wie der Name schon suggeriert: Mit enormer Strahlkraft und Brillanz!
909809 Herrenberg, „Der kleine Herrenberg”, Riesling Spätlese (SC) 2009 19,90 Euro
Eine Orgie von Frucht, verwoben mit einer schwebenden Stahligkeit und pikanten Muskataromen ergeben eine der schönsten Spätlesen der Saar in einem Jahrgang der Superlative. Mit einem kleinen Schönheitsfleck: Die Mengen sind einfach viel zu gering. Kaufen, Leute, kaufen!
Zu genießen ab sofort bis 2020+.
909209 Herrenberg, „Contessaar”, Riesling edelsüß (SC) 2009 23,90 Euro
Welch geniale Auslese! „Was Dichte, Duftigkeit – wie wahre Essenzen aus der Aprikose und Ananas! – und Harmonie betrifft, hat die Saar nichts Besseres zu bieten”, urteilt Stuart Pigott. Und Parker zückt lässig 95 Punkte für den fast gleich guten 2008er. Recht haben die Kerle! Und dieser grandiose Riesling mit seiner glockenklaren Stilistik ein ewiges Potential!
Unübertreffliche Frucht, unübertreffliche Mineralität, unübertreffliches Spiel auf der Zunge. Ein Muss für jeden Liebhaber großer deutscher edelsüßer Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau zu provokant niedrigem Preis. Das ist wie Porsche fahren und Polo bezahlen!
Die ZEIT lobt euphorisch: „Viel Wein, wenig Alkohol. Großartig. Zuschlagen!”
Herzliche Grüße aus Saarwellingen,
Tino Seiwert, Martin Lehnen und Ralf Zimmermann
