Saarwellingen, im November 2008


Domaine Saint Préfert - Châteauneuf-du-Pape

Isabel Ferrando vinifiziert feinst balancierte, feminine Rhôneweine – Magischer Kultstoff für Liebhaber großer Châteauneufs im burgundischen Stil!

Sie ist eine ungemein attraktive Frau. Von schöner Gestalt, außergewöhnlich klug und sehr sympathisch. Hat in Grenoble Politikwissenschaften studiert, zudem Kunstgeschichte und 10 Jahre lang erfolgreich eine Bank geführt. In ihren Adern fließt skandinavisches Blut (blonde Haare und blaue Augen) genauso wie nordafrikanisches. Sie stammt aus dem malerischen Örtchen Carpentras unweit des mythischen Bergriesen der Provenzalen, dem Mont Ventoux, ihr Ehemann kocht ausgezeichnet und ist geachteter Bürgermeister einer kleinen Gemeinde, ihre junge Tochter besucht noch die Grundschule. Ein Leben in der Idylle.

Domaine Saint Préfert
Die bezaubernde Isabel Ferrando in Ihrem Weinkeller

Da bricht das Unvorhersehbare in ihre kleine Welt ein. Isabel Ferrando trinkt einen der großen Weine der Welt – einen Meursault aus dem Burgund von Coche-Dury – und ist wie vom Donner gerührt. Dieser Moment sollte ihr Leben dramatisch verändern: Der Weinvirus hat sie erfasst und sie kann fortan nicht mehr loslassen. Sie will es wissen, mit aller Macht, wie man solch emotional zutiefst berührende Weine mit magischer Ausstrahlung vinifizieren kann. Also beginnt sie wieder zu lernen: Diesmal studiert sie das Geheimnis der großen Weine der Welt. Ihr Lehrmeister ist die Ikone der südlichen Rhône, die letzte noch lebende Legende aus grauer Urzeit fast, Henri Bonneau. Dessen zuallererst von der Finesse geprägte Weine entstehen ausschließlich im Weinberg, seine Kellerarbeit ist, vorsichtig formuliert, vorsintflutlich. Doch welche Komplexität und Eleganz findet der schwelgerische Genießer in diesen großen magischen Gewächsen. Und Isabel versteht sehr schnell, begreift intellektuell wie intuitiv. Mit weiblicher Sensibilität geht sie nach ihren neuerlichen Lehrjahren ans Werk und kauft ein Weingut mit phantastischem Potential von einer alten Winzerin, die sich zur Ruhe setzt: Welch traumhafte alte Reben auf einem erstklassigen Terroir! Sie tauscht sich gedanklich aus, mit Henri Bonneau ebenso wie mit Lucien und Marie José Michel, den rührigen Besitzern unserer Vorzeigedomaine Vieux Donjon. Mit sensibler Hand restauriert sie die Weinberge, schafft lebende Böden mit einer Vielzahl von Mikroorganismen, nimmt Neuanpflanzungen zwischen den Rebzeilen vor, um die Pflanzdichte zu erhöhen, stellt auf naturnahen Anbau um, erarbeitet ein ausgeklügeltes System vieler kleiner, wohlüberlegter Schritte, die wie ein zusammengesetztes Puzzle ein Gesamtkunstwerk ergeben und die Qualitäten der auf den Punkt gereiften, in der frischen Morgenkühle geernteten Trauben drastisch erhöhen und arbeitet, wie viele große Winzer der Welt, im Einklang mit den Mondphasen.

Die Kellerarbeit: Keine Hexerei! Traditionell, behutsam, so schonend wie möglich, aber auch hier immer wieder kleine Detailverbesserungen im Vergleich zu früher, wie die Installierung von Kühlmöglichkeiten in den Betoncuvées. Das Ergebnis: Phänomenal schöne Rotweine feinst balancierten femininen Stils mit einer Finesse, wie sie den großen Altmeistern Henri Bonneau und dem leider verstorbenen Jaques Renaud von Rayas zur Ehre gereichen! Diese fabelhaften Gewächse transformieren die große Tradition von Châteauneuf-du-Pape in eine verheißungsvolle Zukunft, fernab jeglicher Internationalisierung der Weinstile. Châpeau, Isabel!

PS: Die Weinjournalisten reagieren zumeist begeistert bis euphorisch. Parker jedoch, der Isabel zwar als eine der großen Winzerinnen der südlichen Rhône feiert („This superb estate has become one of my favorite estates in Châteuneuf-du-Pape) wertet andererseits (noch) ungewohnt zurückhaltend und belässt es angesichts des betörend-sinnlichen Stoffs bei vorsichtigen 96 Punkten für die 2005er. Vermisst er vielleicht doch die krachende Konzentrationsbombe im Glase? Andere Kritiker werten wesentlich euphorischer (die New York Times lobt: „bester Wein aus Châteauneuf-du-Pape”; der wine spectator vergibt in 2005 die zweithöchste Bewertung aller Chateauneufweine nach Clos des Papes) und auch für meinen persönlichen Geschmack gehören die fabelhaft femininen, finessenreiche Gewächse in ihrer burgundischen Stilistik zu den schönsten Weinen ihrer legendären Appellation. Diese Anti-Marmeladenweine gehören zur Kategorie persönliche Lieblingsweine!


178106 Domaine Saint Préfert, Réserve Auguste Favier, rouge 2006 34,00 Euro
Viele kundige Kenner nobler Châteauneuf-Gewächse möchten keine alkoholischen Monsterweine mehr (eine Stilistik, die infolge der klimatischen Veränderungen und eines immer weiter nach hinten geschobenen Entezeitpunktes höchst- und überreifer Trauben nicht gerade wenige Weine in den Jahrgängen 2001 und 2003 geprägt hat); sie suchen bei aller Dichte und Konzentration primär Finesse, Frische und eine innere Balanciertheit, die trinkanimierende Weine ergibt, von denen man mit höchstem Genuss auch eine ganze Flasche trinken kann und nicht ermüdet nach einem Gläschen abwinkt. Unter Insidern einen der spannendsten und interessantesten Weine der gesamten südlichen Rhône, der genau diese urtraditionelle und zugleich zeitlose finessenreiche Stilistik verkörpert, hat Isabel mit diesem authentischen, nach ihrem Großvater Auguste Favier benannten großartigen Gewächs geschaffen, das wir Ihnen heute ganz besonders ans Herz legen möchten. Von erstklassigen, mit einem Steinmeer übersäten Parzellen, die unmittelbar um das Weingut gruppiert sind, stammt diese faszinierend aromenreiche, opake Cuvée aus 80% Grenache (von 40 bis 100jährigen! Reben), 10% Cinsault sowie ein wenig Mourvèdre und Syrah. In der Nase faszinieren komplexe Aromen von betörender Reinheit und faszinierender Frische: Blaubeeren, Brombeeren, Cassis, Veilchen, Lavendel, tiefgründige Mineralien und feinste Gewürzanklänge, in dieser betörenden Stilistik dem herausragenden 2005er Vorgänger sehr ähnlich, nur einen Tick beschwingter noch, was der animierenden Säurestruktur des großen 2006er Jahrgangs geschuldet ist. Am Gaumen präsentiert sich dieser neue Fixstern am Himmel von Châteauneuf zwar auch sehr dicht und extraktreich, ist aber in erster Linie von seiner burgundischen Finesse und einer edlen Fruchttiefe geprägt. Die traumhaft reifen, saftigen, cremigen, butterweichen Tannine sind eingebettet in eine feine mineralische Struktur und der animierende, betörend-sinnliche Nachhall ist extrem lang anhaltend. Ein majestätisches Gewächs mit einem gigantischen Potential, einer der besten Weine in Châteauneuf in einem großartigen Jahrgang, ein emotionaler, ein zutiefst berührender Wein, ein Spiegelbild der sensiblen Persönlichkeit, die diesen Weltklassewein geschaffen hat. Danke, Isabel! Dieses Weinmonument wird bei Liebhabern feiner Châteauneufweine Kultweincharakter erlangen! Parker: „Ein atemberaubend schönes Beispiel für einen wunderbaren 2006er”!
Vom Wine Sepctator als „HOT WINE” mit 94 Punkten gefeiert!
Zu genießen wegen seiner seidenweichen Tannine ab sofort, Höhepunkt 2010 bis 2025, mindestens.



178406 Domaine Saint Préfert, Colombis, rouge 2006 34,00 Euro
Isabels in homöopathischen Dosen erzeugte, urwüchsige persönliche Lieblingscuvée, vinifiziert ausschließlich aus alten Grenache-Trauben einer traumhaften Einzelparzelle mit lehmigen und sandigem Bodenpartien. Dieses fein ziselierte würzige Weinmonument ist geprägt von seinem spezifischen Lagencharakter und zelebriert den so seltenen Balanceakt zwischen gewaltiger Kraft und Konzentration auf der einen, Finesse, Subtilität der Aromen und Frische auf der anderen Seite. Ein Châteauneuf-Urgestein mit einer fabelhaften Fruchtsüße, in seiner gewaltigen Dimension an die größten Weine des legendären 78er Jahrgangs erinnernd! Welche tiefgründige Mineralität, welch sinnliche Frucht, welch gigantisches Potential!
Zu genießen wegen der seidigen, Tanninstruktur ab sofort, Höhepunkt 2012 bis nach 2020.



1784106 Domaine Saint Préfert, Colombis, rouge, Magnum 2006 1,5 l 75,00 Euro



178206 Domaine Saint Préfert, Cuvée Charles Giraud, rouge 2006 44,00 Euro
Extrem rare Top-Cuvée aus (über 60-100jährigen) edlen Grenache- und Mourvèdrereben, die in ihrer Stilistik ein wenig würziger und „kühler” daherkommt als der Favier infolge des höheren Anteils an Mourvèdre! Noch verspielter, aber auch eine Spur verschlossener (Dieses Juwel ist ein klassischer Langstreckenläufer, der mehr Zeit braucht als der hedonistischere, früher zugängliche Favier), fokussierter, präziser, mineralischer und mehr von blauen Beeren in der Aromatik bestimmter authentischer Weingigant – Rhôneadel in seiner nobelsten Ausprägung. Kaschmir und Seide statt alkoholischer Protzerei! Ein Châteauneuf-Urgestein, eine strahlende Diva mit einer fabelhaften Fruchtsüße und damit bei aller Präzision auch wollüstigen Anklängen! Dazu eine Wahnsinnstanninqualität, seidig-subtil!

Der wine spectator adelt diesen „most exciting hot wine” im 2006er Jahrgang mit 95 Punkten. Und für Insider ist er auch einer der großen Stars des wunderschönen Jahrgangs 2006! Oder um nochmals mit Parker zu sprechen, der enthusiastisch notiert: „If you haven’t discovered Saint-Prefert and the brilliant winemaker Isabel Ferrando, it’s about time!”
Zu genießen ab 2011, Höhepunkt 2014 bis 2030.