Saarlouis, im Juli 2006

Stuart Pigott feiert in der FAS vom 30. Juli 06 die 2005er Rieslinge von Johannes Leitz: „Das nennt man wahren Rheingau-Adel!”


„Noch vor dreißig Jahren genoss der Rheingau nicht nur unter Experten unangefochten den Ruf als Deutschlands edelstes Weinanbaugebiet. Der Grund dafür waren zum einen weltberühmte Spitzenlagen und eine Reihe von adligen Weingütern, zum andern ein Qualitätsstandard, der zwei Jahrhunderte lang Gültigkeit besaß. Doch Geschichte und Tradition reichen auf Dauer nicht aus, wenn das Bemühen um Qualität nachlässt oder wenn gedankenlos rationalisiert wird. Beides war leider von Ende der siebziger Jahre an der Fall; erst während der neunziger Jahre besserte sich die Situation ein wenig, allerdings nur punktuell.

An dieser Stelle wurde schon öfter berichtet, dass es in jüngster Zeit im Rheingau endlich wieder Bewegung gibt. Dafür sind vor allem bürgerliche Weingüter verantwortlich. Der erstaunlichste dieser Betriebe ist das Weingut Josef Leitz in Rüdesheim. Als Johannes Leitz vor zwanzig Jahren in den Familienbetrieb eintrat, bestand dieser aus nicht mehr als drei Hektar Weinbergen. Verkauft wurden die Weine überwiegend im immer noch bestehenden Blumengeschäft seiner Mutter. Einige Jahre lang gehörte auch eine Straußwirtschaft dazu, die entgegen den Gepflogenheiten ausschließlich außerhalb der Touristensaison geöffnet war. Mit seinen charaktervollen trockenen Rieslingen des Jahrgangs 1990 sorgte der junge Winzer erstmals für Aufmerksamkeit. Seitdem ist die Anbaufläche auf stattliche 28 Hektar gewachsen. Johannes Leitz hat seine Kellerei deshalb umgebaut und an einer für den traditionellen Rheingau gewagten Weinstilistik entschlossen gefeilt. Inspiriert durch die Spitzenweine der Mosel –also jenes Anbaugebiets, das den Rheingau auf dem internationalen Parkett ausgestochen hat-, setzt Leitz auf enorme Komplexität der Armomen und brillante Frische.

Mit dem Jahrgang 2005 hat er eine Reihe trockener Rieslinge erzeugt, die diesen Stil vollenden und gleichzeitig beweisen, dass der Rheingauer Wein immer noch in der ersten Reihe stehen kann. Die Spitze bildet dabei der Rüdesheimer Berg Schlossberg „Alte Reben”, ein trockener Wein von atemberaubender Dichte und enormer Nachhaltigkeit. Wer diesen Duft nach Blüten, exotischen Früchten und Mineralien in bester Weise erleben will, muß Geduld haben, mindestens bis zum Herbst, in einem guten Keller womöglich auch jahrzehntelang.”



Weingut Johannes Leitz
„Josi” und Tino Seiwert beim Fachsimpeln
hoch über dem steilen Schlossberg


961105 Leitz, Rüdesheimer Schlossberg Alte Reben Riesling trocken 2005 29,50 Euro

Produktabbildung


max. 2 Flaschen pro Kunde



„Dagegen sind die satten Fruchtaromen des „Magic Mountain” deutlich offener, die Geschmacksdichte aber ähnlich imposant und die Ausgewogenheit höchst beeindruckend.”

961405 Leitz, Magic Mountain, Riesling trocken 2005 14,50 Euro




„Auch bei den natürlich süßen Rieslingen des neuen Jahrgangs gibt es Meisterwerke wie die Rüdesheimer Berg Schlossberg Spätlese mit ungemein feiner Pfirsichfrucht und Filigranität. Das nennt man wahren Rheingau-Adel.”



Weingut Johannes Leitz
Blick über den Schlossberg zum majestätisch dahin gleitenden Rhein


961205 Leitz, Rüdesheimer Schlossberg Riesling Spätlese 2005 21,00 Euro

Produktabbildung



Viele Kenner halten den Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben Riesling trocken 2005 für den größten Wein, den Josi in seinem ganzen Winzerleben vinifiziert hat:

960305 Leitz, Rüdesheimer Berg Rottland Alte Reben Riesling trocken 2005 29,50 Euro
Die großen Weine der Welt haben ihren Ursprung in einem mystischen Zusammenspiel von Mikroklima, Bodenzusammensetzung und Rebsortencharakter. Dieses Zusammenspiel wird von begnadeten Winzern in einzigartige Weinunikate transformiert. Das Herausarbeiten des Terroirs gelingt Johannes Leitz wie nur wenigen Winzern: Vom magischen Rüdesheimer Berg liefert er zum dritten Mal in Folge einen Weltklasse-Riesling, der geradezu als Quintessenz des großen Terroirs des Berg Rottland erscheint. Führende Weinmedien sind sich seit Jahren einig: Leitz’ Rottland zählt zu den allerbesten Rieslingen Deutschlands. So erhielten die drei letzten Jahrgänge hintereinander im Gault Millau die zweithöchste Punktzahl aller trockenen Rieslinge Deutschlands! Und bereits seit dem Jahrgang 2000 ist er die unumstrittene Nr. 1 des Rheingaus. Ein Beispiel vielleicht noch für eine Reihe von grandiosen Degustationserfolgen: Unter der Leitung von Jürgen Fendt (Deutschlands Sommelier des Jahres 2000, Restaurant Bareiss, Baiersbronn) testeten 12 namhafte Weinexperten die deutschen Spitzenweine 2004 in einer Blindprobe: In der Kategorie „Best of Riesling dry” siegte souverän Johannes Leitz mit seinem Berg Rottland!

Weingut Josef Leitz
Aus dieser weltberühmten Lage stammen die burgundisch inspirierten
Weine des „Rottlands”


Für uns keine Überraschung: Denn Leitz’ Rottland vermag das vermeintlich Unmögliche. Er trägt in sich die Paradoxien der großen Weine der Welt, die Vermählung von maximaler Konzentration mit einem Maximum an Finesse. Fast ölig fließt der Berg ins Glas und präsentiert sich bei allem Körperreichtum trotzdem fein ziseliert und elegant. Die tiefgründigen Aromen sind komplex und verweben zarte Noten von Zitrusfrüchten, Mango und Weinbergspfirsich mit filigraner Mineralität. Josi serviert diesen majestätischen Riesling übrigens stets aus einem großen Burgunderglas, denn so entdeckt man bereits nach kurzer Öffnungszeit noch weitere betörende Aromen wie etwa Cassis, Grapefruit und Hibiskus.
Und dann diese Faszination im Mund: Der ‚Rottland’ entwickelt am Gaumen, neben aller cremigen Saftigkeit, Dichte und Konzentration, die Anklänge an legendäre Wachauer Weltklasserieslinge evoziert, dieses verzaubernde Spiel, diese einzigartige Finesse, die ihn zu einem charaktervollen, tiefgründigen Meisterwerk handwerklicher Winzerkunst werden lassen. Alle Ingredienzien sind traumhaft ineinander verwoben, die wahnsinnige Dichte wird aufgehoben in einer schwebenden Transparenz. Sehr, sehr langer, Cassis-geprägter Nachhall von glockenklarer Mineralität. Welch monumentales Meisterwerk!

Danke Josi, für dieses ebenso großartige wie tief emotional berührende Genusserlebnis! Mit diesem majestätischen Riesling aus deinem bisher besten Jahrgang, einer subtilen Weiterentwicklung seines einzigartigen Stils, der keinen Vergleich mit superteuren Burgundern zu scheuen braucht, hast du deine Vision eines großen Rheingauer Rieslings verwirklicht, der die Finesse, Frische, Rasse und Eleganz seines großen Terroirs auf unnachahmliche Art mit famoser Kraft, grandioser Geschmeidigkeit und schmelziger Textur vereint. Ich freue mich sehr für dich, dass es dir gelungen ist, dir einen Jugendtraum zu erfüllen und erstmals die Trauben von über 60 Jahren alten fabelhaften Reben aus einer der legendären Parzellen von Rüdesheim, direkt über Schloss Groenesteyn gelegen und von den Altvorderen als „Rüdesheimer Hinterhaus” hymnisch besungen, in diesen Weltklasseriesling einfließen zu lassen. Ein beseelter, ein transzendentaler Wein!

Der puristische, feingliedrige ‚Schlosssberg’ und der burgundisch inspirierte majestätische ‚Rottland’, nur durch die Lage ‚Roseneck’ voneinander getrennt, verkörpern in ihrer völlig unterschiedlichen Stilistik die 2 Pole höchster Rheingauer Winzerkunst. Beide tragen jedoch unverkennbar die Insignien der Meisterhand in sich, die diese flüssigen Kunstwerke geschaffen haben.
Zu genießen ab sofort (Dekantieren bitte oder über mehrere Tage aus der geöffneten Flasche probieren) bis nach 2018.



Zu allen noch verfügbaren Weinen des Weinguts Leitz