Saarlouis, im März 2006

Vom Weingut Keller präsentieren wir die Subskription der Großen Gewächse 2005, Rieslinge auf absolutem Weltklasseniveau

„Kollektion des Jahres 2004” urteilt der Gault Millau – Gerhard Eichelmann, „Deutschlands Weine 2006”, lobt: „Weingut des Jahres 2004”

Kein deutsches Gut wurde im letzten Jahrzehnt derart mit Ehrungen und Preisen überhäuft und in den vinologischen Olymp erhoben wie „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts, Klaus Keller”, so die einzigartige Auszeichnung eines großen Lebenswerks durch den „Gault Millau”. Unter den schier unzähligen weiteren Elogen möchte ich hier nur eine besonders hervorheben: Auf der ‚Vin Italy’ 2002 erhielten die Kellers als bisher einziger deutscher Erzeuger den begehrten „International Award”, der bisher nur einer sehr kleinen Elite absoluter Weltklassegüter (Preisträger: Margaux, Penfolds, Vega Sicilia) verliehen wurde.

Trotz einer in Deutschland bisher einmaligen Erfolgsgeschichte dachte Sohn Klaus-Peter („Schon als kleiner Junge konnte ich nie schnell genug aus der Schule nach Hause kommen, um im Weinberg mitzuarbeiten”) nicht im Traum daran, es gemütlicher angehen zu lassen, seit er das Familiengut offiziell vom Vater übernommen hat. Ganz im Gegenteil: Voller Ehrgeiz und Enthusiasmus ging er ans Werk, eigene Ideen, die er während seines Studiums in Geisenheim und bei großen Winzern des Burgund entwickelt hatte, in die Weinbergs- und Kellerarbeit mit einzubringen.

Nicht die Revolutionierung der bisherigen Arbeit war sein Ziel, wie hätte dies aufgrund des vorgefundenen beispielhaften Qualitätsstandards auch sein können, sondern subtile, behutsame Weiterentwicklung. Den singulären Charakter des unverwechselbaren Terroirs der großen rheinhessischen Lagen im Einklang mit der Natur einfühlsam zu interpretieren und infolge extrem selektiver Lese im fertigen Wein so unverfälscht und authentisch wie nur irgend möglich transparent werden zu lassen, darin investiert er kompromisslos all seine Tatkraft und sein herausragendes vinologisches Wissen. Das Resultat: Unter der Führung begnadeter Winzer wie des kongenialen Tandems von Vater und Sohn Keller schwingt sich die lange ‚vergessene’ Region Rheinhessen zu einem vorher nie geahnten Höhenflug empor und steht heute als Synonym gar für trockenen Weltklasseriesling deutscher Provenienz. Der magische Klang, der wohlige Schauer, der Weißweinliebhaber in aller Welt erfasst, wenn denn edelsüße Gewächse aus der Hermannshöhle oder dem Wiltinger Scharzhofberg im Glase funkeln, geht jetzt für trockene Rieslinge von diesen großen Terroirs in Rheinhessen aus: Der Dalsheimer Hubacker und die Westhofener Lagen sind wie die Noten einer Partitur, die sich unter dem Dirigat einfühlsamer Künstler zu einer einzigartigen Sinfonie entfalten – Maßstab und Vorbild beseelter großer deutscher Terroirweine!

Was mir an Klaus-Peter Keller so imponiert, ist, wie souverän er, tatkräftig unterstützt von seinem Vater, die schwere Herausforderung meistert, das hohe Niveau des Weinguts als die unumschränkte Nr.1 Rheinhessens und als primus inter pares in ganz Deutschland nicht nur zu halten, sondern den hohen Qualitätsstandard durch die transparente Herausarbeitung der Terroirs immer weiter noch zu steigern: Doch Klaus-Peter ist nicht nur erfolgreich. Er ist zudem ungemein sympathisch, hat sich seine Bodenhaftung und Menschlichkeit stets bewahrt: Alles Arrogante oder Überhebliche ist ihm wesensfremd und bei aller Professionalität, bei aller visionären Tatkraft, die ihn so auszeichnen, er hat es geschafft, den kleinen Jungen tief in seinem Innern zu bewahren, den ich vor meinem geistigen Auge sehe, seinen Schulranzen in die Ecke donnernd und mit seinen Eltern in die Weinberge aufbrechend: Ein Winzer mit Leib und Seele, der seine Berufung gefunden hat und die Qualität seiner Weine immer weiter zu steigern sucht – sofern dies überhaupt möglich ist. So erweist sich Klaus-Peter Keller als ungemein sensibler Interpret seiner großen Lagen mit viel Gespür für ein Terroir, das sinnlich erlebbar den Gaumen verwöhnt. Die Rieslinge des ebenso fachlich begnadeten wie menschlich sympathischen Tandems Vater (Klaus) und Sohn (Klaus-Peter) begeistern mich ebenso wie viele andere Weinliebhaber auf der ganzen Welt und lösen Emotionen aus. Sie, liebe Kunden, empfinden und schmecken wohl ähnlich, denn unsere Verkaufszahlen sprechen eine beredte Sprache. Und hatten im Jahrgang 2004 die Kellers bereits nach Ansicht ALLER renommierten Experten die beste Kollektion des Jahres in Deutschland vinifiziert, so steigern Sie infolge der optimalen klimatischen Bedingungen in 2005 noch einmal gar die Qualitäten!

Ich habe Klaus-Peter Keller gebeten, Sie, liebe Kunden, aus erster Hand detailliert über die Jahrgangsbedingungen in 2005 zu informieren, eine Bitte, der Klaus-Peter sehr gerne nachkam:


„Liebe Weinfreunde, liebe Kunden von Pinard de Picard,

letztes Jahr haben wir bereits in den ersten Novembertagen die Ernte 2005 abgeschlossen. Es ist fast unglaublich, aber bereits Ende Oktober 05 hatten wir die Sonnenscheindauer eines ganzen Jahres erreicht, so dass wir bei bester Witterung unsere Trauben aus den Top-Rieslingparzellen im optimalen Zustand einbringen konnten. Danach sah es allerdings zu Anfang des Jahres gar nicht aus:


Kühler Beginn…

Der Jahrgang 2005 kam nur langsam in Gang. Erst Ende Februar/Anfang März hatte der frostige Winter seinen Höhepunkt erreicht. Mit dicker Winterkleidung standen wir im Weinberg und stellten uns auf einen späten Entwicklungsbeginn ein. Doch dann: Ein erheblicher Wärmeschub im April mit Temperaturen von nahezu 30°C begünstigte das Wachstum der jungen Rebtriebe enorm, so dass die Rebblüte in der ersten Junihälfte bereits voll im Gang war. Mäßige Temperaturen verzögerten dann erneut das Verblühen der Gescheine und führten zu Verrieselungen, die gerade in den früh blühenden Spitzenlagen die Erträge um bis zu 20% verminderten. Auch ergiebige Niederschläge, die in der Vegetationszeit so bedeutsam für den Aufwuchs der Triebe und die Versorgung der Trauben mit wichtigen Inhaltsstoffen sind, ließen lange auf sich warten. Hier zahlte sich jedoch unsere jahrelange knochenharte Aufbauarbeit in den handwerklich bearbeiteten Weinbergen aus. Unsere Böden besitzen hervorragende Humusgehalte – speichern Wasser wie ein Schwamm und geben bei Bedarf dieses Wasser wieder langsam an den Rebstock ab.


August 2005: ‚Suboptimale Zeit für viele Urlauber – aber ideale Bedingungen für die Rebstöcke!

Als ganz entscheidend für die Qualität des Jahrgangs 2005 sehen wir den Zeitraum von August bis Oktober 2005. Viele von Ihnen werden den August noch als kühl und feucht in Erinnerung haben. Genauso war es auch – aber für die Reben ergaben sich nahezu ideale Bedingungen. Der in den Vormonaten arg strapazierte Wasserspeicher konnte endlich wieder aufgefüllt werden und bei Tagestemperaturen um 20°C schritt die Reifeentwicklung langsam, aber stetig, voran. Im Grunde genommen geht es den Weinreben dabei nicht anders als uns Menschen auch: Wir sind bei der Arbeit unter freiem Himmel bei Temperaturen von 20-25°C wesentlich leistungsfähiger als bei 30°C und mehr. Und gerade durch die verlangsamte Reife gewinnen unsere Weine an Ausdruck, Finesse und Eleganz – heben sich somit wohltuend von allzu alkohollastigen, schnell gereiften „Monster-Konzentraten” ab.


Der Altweibersommer – ein Traum für Mensch und Traube

An den Bilderbuch-Altweibersommer, der auf den kühlen August folgte, denken wir sicher alle gerne zurück. Der September war nahezu 2°C wärmer als im langjährigen Durchschnitt und führte zu einer hervorragenden Ausreife unserer Spätburgundertrauben, die wie gemalt am Stocke hingen und die bei Erträgen um 30 hl/ha Ende September und Anfang Oktober eingebracht wurden.

In den letzten Jahren mussten wir nach der Pinot-Ernte oftmals eine kleine „Zwangs-Erntepause“ wegen mehr oder weniger ergiebigen Niederschlägen akzeptieren. Nicht so in 2005! Die Großwetterlage blieb stabil und was an Niederschlägen drohte, regnete sich am nahe gelegenen Donnersberg ab. T-Shirt-Temperaturen waren im Oktober angesagt. Nachdem die Silvaner-Ernte um den 15. Oktober ihren Abschluss fand (kerngesunde Trauben), widmeten wir uns dem Riesling und Rieslaner. Die Trauben waren in den letzten Wochen ideal herangereift, blieben kleinbeerig, dickschalig und voller aromatischer Konzentration und lachten uns mit ihren goldenen Bäckchen verführerisch an. Die für unsere nördlichen Anbaugebiete so wichtige Kombination aus nicht zu hohen Tagestemperaturen und kühlen Nächten führte zu einer phantastischen Aromenreife und die Mineralität und Vielschichtigkeit des Jahrgangs war bereits im Traubenstadium deutlich schmeckbar! Wie bereits eingangs geschrieben, hatten wir Ende Oktober in 2005 die Sonnenscheindauer des gesamten Jahres erreicht, so dass wir bei bester Witterung unsere Top-Rieslingparzellen einbringen konnten. Die Moste begeisterten uns schon beim Keltern: reife Säure, feine Dichte, edle Nachhaltigkeit. Der wirklich einzige Wehrmutstropfen dieses großen Jahrgangs ist daher seine geringe Menge: Die Kleinbeerigkeit und das Verrieseln der Trauben während der Blüte sowie die optimalen klimatischen Bedingungen in einem der schönsten Altweibersommer seit Menschengedenken haben dazu geführt, dass 2005 mit Sicherheit zu den ganz großen Jahrgängen zählen wird…und darauf kommt es uns schließlich an. Stilistisch weckt er Erinnerungen an den hoch gelobten 2001er, qualitativ scheint er jedoch sein ganz großer Bruder zu werden.

Winterliche Grüße aus dem verschneiten Dalsheim,
Ihr Klaus-Peter-Keller”


2005: rar – aber exzellent! So das eindeutige Resümee von Klaus-Peter Keller, das mittlerweile von den ersten euphorischen Statements der Fachpresse gestützt wird: „Ernte 2005 – Deutschland einsame Spitze” titelt VINUM euphorisch in ihrer aktuellen Februarausgabe 2006 und vergleicht das Jahr, „aufgrund des Bilderbuchwetters im Goldenen Oktober mit den besten Jahrgängen der letzten 100 Jahre, den legendären 1959ern, 1947ern und 1921ern”!

Wir freuen uns sehr, Ihnen, liebe Kunden, die Keller’schen grandiosen Großen Gewächse, die angesichts ihrer phantastischen Qualität weltweit, in jeder noch so renommierten Weinanbauregion, ohne Konkurrenz sind, heute in Subskription anbieten zu können. Die Auslieferung der Weine erfolgt wohl Ende September 2006.


951205 Keller, Westhofen Kirchspiel -Turmstück- Riesling Großes Gewächs, trocken 2005 20,90 Euro
„The German Chassagne-Montrachet” (Jancis Robinson)
Aus dem Urstromtal des Rheins heraus erheben sich sanft die süd-südöstlich exponierten Westhofener Weinberge bis zum Rand eines Hochplateaus, wo sich die großartige Lage ‚Kirchspiel’ wie ein Amphitheater zum Rhein hin öffnet und somit, bestens geschützt vor den kalten Westwinden, über ein optimales Mikroklima verfügt. Herausragende Parzellen mit einem phantastischen Potential, erst vor ein paar Jahren von den Kellers gekauft, demonstrieren Jahr für Jahr deutlicher die Früchte der Revolutionierung in der Weinbergsarbeit, die Klaus-Peter seither vorgenommen hat. Mittlerweile ist die Regeneration dieser phantastischen Lage abgeschlossen, die Böden sind durch Humusbeigaben und jahrelanges mühevolles Umgraben aufgelockert und lebendig wie nie zuvor:
Daher war es auch keine Überraschung, dass das Große Gewächs ‚Kirchspiel’ mit dem gigantischen 2003er vom GAULT MILLAU mit der dritthöchsten Punktzahl des Jahres geadelt wurde, dass die beste britische Weinzeitschrift FINE WINES den 2004er als „the best dry Kirchspiel to date, lots of finesse, very distinguished” belobigte und der im Folgenden beschriebene 2005er gar zur ebenbürtigen, jedoch stilistisch völlig anders gearteten Konkurrenz für den benachbarten ‚Morstein’ avancierte. Und es ist wie stets bei großen Weinen das erstklassige Terroir dieses rheinhessischen Filetstückes – nackter Kalksteinfels im Untergrund mit rötlichen Eisenoxideinschüben – das die Basis für die zarte Mineralität und unvergleichliche Würze dieses edlen Rieslings legt, der sich wie seine Vorgänger ungemein dicht, cremig, tiefgründig und konzentriert präsentiert.
Aber in erster Linie bezaubert das ‚Kirchspiel’ seine Liebhaber in jedem Jahrgang durch seine unvergleichliche Eleganz und Finesse, fasziniert mit feinstem, tänzerischem Spiel und deutet schon in seiner Jugend sein breites Aromenspektrum an, das von Aprikose, über Minze und Feuerstein bis hin zu frischen, kräutrigen Noten reicht und von einer samtig-seidenen Mineralität unterlegt, ja geradezu liebkost wird. Dieses rassige, brillante Große Gewächs macht (fast) süchtig in der Intensität seiner Aromen und seinem einzigartigen, authentischen Kirchspielcharakter, in seiner ungemein verführerischen Mischung aus seidiger Mineralität und Komplexität, cremigem Mundgefühl und sagenhafter Finesse sowie seiner einmaligen Verspieltheit und tänzerischen Eleganz, den unverwechselbaren Insignien seines legendären Terroirs.

In seiner Jugend wird er bei Ihnen, liebe Kunden, Erinnerungen an einen klaren, frischen Gebirgsbach evozieren, der tänzelnd und übermütig ins tiefe Tal sich ergießt. Doch nach mehreren Monaten der Flaschenreifung wird er sich über viele Jahre hinweg zu einem ebenbürtigen Konkurrenten größter Burgunder Gewächse entwickeln! Es mag Sie, liebe Kunden, vielleicht ein wenig verwundern, dass ich einen deutschen Spitzenriesling in seiner Stilistik mit einem so anders gearteten Chardonnay vergleiche, doch die kalksteingeprägte Mineralität, das finessenreiche Spiel, die Cremigkeit und die schwebende Leichtigkeit des Kirchspiels lassen mich beim Genuss dieses großen Rieslings immer wieder an die besten Exemplare legendärer Terroirs aus der Bourgogne denken; insbesondere Erinnerungen an die sublimen Weine von Coche-Dury werden in mir wach:
Die unvergleichliche Sinfonie großer Burgunderlagen in einem deutschen Riesling zum Klingen zu bringen, dieser vor wenigen Jahren noch kaum für möglich gehaltene Traum, ist schönste Realität geworden.
Das großartige Terroir des Kirchspiels, eine der größten Weißweinlagen Deutschlands, gebiert, in den Händen eines Weinmagiers sensibel interpretiert, den ersten „deutschen Chassagne-Montrachet” (so das auf den Punkt gebrachte dezidierte Urteil von Jancis Robinson, weltweit renommierte ‚master of wine’), den nur eines von seinen großen Vorbildern im Burgund unterscheidet: sein wesentlich günstigerer Preis!
Genießen Sie diese Ode an die einzigartige Finesse und Mineralität großer Rieslinge aus einer Lage, die ihrem Charakter und der enorm großen Palette ihres Ausdrucksvermögens in 2005 ihre bis dato schönste Ausprägung gegeben hat und die in den nächsten Jahren zu Weltruhm gelangen wird.

Eine persönliche Anmerkung: Sie wissen, wie sehr ich die großen Rieslinge Deutschlands schätze, doch am liebsten greife ich privat immer wieder zu Kellers ‚Kirchspiel’. Und vielen Kennern und Genießern scheint es genau so zu ergehen wie mir: Stets ist bei einer Verkostung dieser so spielerisch schwebende Riesling (Nomen est omen) der erste, der geleert ist, gleich, welch andere große Namen zur Probe auf dem Tische anstehen: Daher vergebe ich diesem magischen, verzaubernden Wein, der wie kein anderer Riesling eine wunderbare Leichtigkeit des Seins verkörpert, eine Auszeichnung, die Pinard de Picard noch nie vergeben hat: coup de coeur, mein privater Lieblingsriesling!
Als ich vor ein paar Tagen diesen herrlichen Tropfen mit Klaus-Peter im Keller verkostete, durchzuckte mich ein schelmisches diebisches Verlangen: Am liebsten hätte ich mir das Fass sofort auf den Rücken geschnallt und wäre mit ihm durch„gebrannt” – so fasziniert war ich von diesem wahrhaft Großen Gewächs, das jahrgangsbedingt noch einen kleinen Tick präziser ist als alle seine grandiosen Jahrgangsvorgänger, mit einer inneren Dichte und traumhaften Finesse wie nie zuvor. Ein magischer Zaubertrank eines ebenso sensiblen Menschen wie visionären Winzergenies!
Zu genießen ab Freigabe im September 2006, Höhepunkt etwa 2008 bis nach 2015.


In Subskription, späterer Preis bei Freigabe im September 2006 24,00 Euro!


952005 Keller, Dalsheimer Hubacker, Riesling Großes Gewächs trocken 2005 25,90 Euro
„Glücklich darf sich schätzen, wer ein paar Flaschen ‚Hubacker’ im Keller liegen hat!” (René Gabriel, renommierter Schweizer Weinkritiker, Hrsg. des WEINWISSER und Fachautor: ‚Bordeaux Total’)
Das legendäre Große Gewächs ‚Hubacker’ genießt schon über viele Jahre hinweg als weltberühmtes Aushängeschild des Weinguts Keller unter Weinliebhabern einen mythischen Ruf. Die sanft geschwungene Hanglage im Rheinhessischen Hügelland in Flörsheim-Dalsheim, deren beste Parzellen sich im Monopolbesitz der Familie befinden, profitiert im Wind- und Regenschatten des Donnersberges von seinem einzigartigen Mikroklima. Hinzu kommt der skelettreiche, von der Farbe her ins zart Gelbliche tendierende Mergelboden mit seinem mächtigen Kalkfelsen im Untergrund, der den Weinen seine feste mineralische Struktur und exotische Aromen verleiht und der im Laufe vieler Jahre naturnahen Anbaus und Winterbegrünung eine exzellente Humusauflage mit einer großen Wasserhaltekraft erhielt: ein unschätzbarer Vorteil in den immer wärmer und trockener werdenden Jahrgängen in Deutschland.
Welch monumentales Meisterwerk aus dem großen 2005er Jahrgang, dem spektakulärsten in der glanzvollen Geschichte des Weinguts, spiegelt sich bei meiner Probe bei Kellers im Glase! Betörend die extrem tiefgründige und komplexe Nase, Faszination pur im mineralisch-würzigen Duft nach Mandarinen, Minze und verführerischen exotischen Früchten (DEM unverwechselbaren Signum seines Terroirs), sinnenverwirrend die enorm konzentrierte Frucht am Gaumen, eingebunden in eine perfekte Säurestruktur und eine herrlich cremige Textur voll vibrierender Vitalität und Energie. Hinzu kommt eine extrem tiefe, vielschichtige und rassige, nie zuvor im Hubacker erlebte mineralische Würze: Ein ganz großer, herrlich balancierter, vibrierender, ungemein präziser Wein, der bei aller Dichte und sagenhaften Konzentration tänzerisch leicht über die Zunge gleitet und extrem lang anhält, dabei das hohe Lied erzählend von der Magie exotischer Düfte, insbesondere Mango, Litschi und etwas Kaffee. Gänsehautatmosphäre!

Das Große Gewächs ‚Hubacker’ wurde in den letzten Jahren mit Elogen überhäuft. Zu Recht! VINUM und eine renommierte Weinexpertenjury im Auftrag der BUNTEN („Hubacker: Die Rieslingreferenz für Deutschland!”) stellen den 04er an die Spitze aller Großen Riesling-Gewächse, Gerhard Eichelmann, („Deutschlands Weine 2006”) sowie der Gault Millau bewerten ihn (jeweils hinter Kellers legendärem G-Max) als zweitbesten Riesling dieses sehr heterogenen Jahrgangs und René Gabriel zählt ihn zu den „Lieblingsweinen des WEINWISSER”. Was aber ist geschehen, dass der 2005er all seine herausragenden Vorgänger in der Qualität nochmals übertrifft?

Zum einen scheint der 2005er Jahrgang von den klimatischen Bedingungen her in weiten Teilen Deutschlands, ähnlich wie im Burgund, infolge warmer, sonniger Herbsttage und kühler Nächte (wichtig für die aromatische Komplexität) der beste in einem langen Ablauf guter bis großer Jahre zu sein: Seit Mitte der 90er Jahre hat es in Deutschland, ganz im Unterschied zu den 80ern, mit Ausnahme des 2000ers keinen schwachen Jahrgang mehr gegeben. Die Verrieselungen zu Beginn der Vegetationsperiode 2005, die zu einer starken natürlichen Ertragsreduzierung und zu bereits am Stock ungemein schmackhaften, sehr kleinbeerigen Trauben führten, das zunehmende Alter der immer tiefer wurzelnden Reben und eine nochmals verlängerte Maischestandzeit haben sicherlich zur überragenden Qualität des 2005er Jahrgangs beigetragen.
Zudem wirken sich in allen Keller’schen großen Lagen die stetig verbesserten und verfeinerten Arbeiten im Weinberg dramatisch aus: Es scheint, als ob sich diese phantastischen Terroirs unter dem einfühlsamen Dirigat von Klaus-Peter Keller Jahrgang für Jahrgang besser entfalten und immer mehr zu ihrem wahren Charakter finden. „L’homme fait la difference”, sagen die Franzosen über die unterschiedlichen Weinqualitäten, die insbesondere im Burgund in ein und der selben Lage drastisch schwanken können. Es ist die handwerkliche Arbeit des Winzers also, die im Weinberg entscheidet, ob und welche Qualität in der Flasche entsteht und keine noch so ausgefeilte Kellertechnik!

So notierte zutreffend der bekannte Weinjournalist Manfred Lüer bereits begeistert über den grandiosen 2004er: „Präsentierte sich der Hubacker früher als die laszive Grande Dame des Rieslings in verführerischer Abendgarderobe und tief ausgeschnittenem Dekolleté eher barock und lasziv, hat diese geschmeidige Schönheit in 2004 eine Schlankheitskur hinter sich und ist dadurch nur noch sinnlicher geworden und einfach nur gewaltig schön...Ungemein rassiges Finale voller feinfruchtiger Eleganz und Finesse!”
Wenn Sie, liebe Kunden, glücklicher Besitzer dieses Rieslingmonuments sein sollten, kann ich Ihnen nur empfehlen – trotz des noch großen Entwicklungspotentials – bereits jetzt die ersten Flaschen dieses majestätischen Weines zu öffnen: Sie werden überrascht sein, wie deutlich sich die Stilistik dieses Klassikers aus dem Hause Keller in den letzten Jahren verändert hat.
Der Hubacker scheint wie alle Rieslinge von „Deutschlands Winzer des Jahrzehnts” einen dialektischen Prozess zu durchlaufen: Bei aller Dichte, Konzentration und Cremigkeit entwickelt sich dieser phantastische Weißwein zur Inkarnation von Mineralität, Eleganz und Finesse mit einer Präzision und einem Glanz, der alles überstrahlt, was jemals zuvor aus dieser legendären Parzelle produziert wurde. Der „2005er” zeigt im fesselnden Finale eine großartige, irre Länge, wie nie zuvor. In seinem jetzigen jugendlichen Stadium spüre ich bei der Fassprobe noch die berühmte „Eisenfaust im Samthandschuh”, wie die Franzosen solch monumentale Weine zu nennen pflegen, doch in etwa einem Jahr wird dieser Traum von Wein völlig unangestrengt zu trinken sein.
Wurde der 2004er bereits vom ‚Gault Millau’ mit (zu niedrigen) 94 Punkten, vom Falstaff’ mit 95 Punkten und von Sam Hofschuster (Internetweinführer www.wein-plus.de) mit 97 Punkten (Atemberaubend: Eine wegweisende Verbindung aus Konzentration und Finesse) bewertet, kann ich persönlich diese neue Weinlegende aus dem Hubacker nur mit der Idealnote (98-)100 Punkte beurteilen!

Große Weine sind wie geniale Musikkompositionen; sie vermögen Emotionen auszulösen und Sehnsüchte hervorzurufen, die man kaum in Worte fassen mag. Manchmal kaufe ich Weine ein, die ich nur ganz schwer weiter veräußern kann, da der Verkauf viel Herzblut kostet. So hoffe ich denn, dass dieses Große Gewächs Hubacker in gute Hände gelangen möge, nicht als Spekulationsobjekt missbraucht werde und stattdessen all diejenigen glücklich machen wird, die es jemals genießen dürfen.

Die Anzahl der zur Verfügung stehenden genialen Weine unseres vinologischen Kleinods aus Rheinhessen bleibt bei der strikten Ertragsreduzierung der Kellers, die keinen ökonomischen Interessen geopfert wird, sehr konstant, die weltweite Nachfrage hingegen explodiert förmlich und nimmt bisweilen hysterische Formen an:
Wir werden regelrecht mit Anfragen überrannt. Sichern Sie, liebe Kunden, sich daher jedes Jahr rechtzeitig Ihre Zuteilung dieser Inkarnation flüssig gewordener Mineralien aus tiefen geologischen Schichten, Weinunikate allerhöchster Qualität, die in der ganzen Welt ohne Beispiel sind!
Zu trinken ab Spätherbst 2006 wird sich dieses Rieslingbaby wie eine menschliche Persönlichkeit über Jahre hinweg weiter entwickeln und seinen Höhepunkt voraussichtlich zwischen 2008 bis nach 2020 erreichen.

Leider bereits ausverkauft!


Die Anzahl der zur Verfügung stehenden genialen Weine unseres vinologischen Kleinods aus Rheinhessen bleibt bei der strikten Ertragsreduzierung der Kellers, die keinen ökonomischen Interessen geopfert wird, sehr konstant, die weltweite Nachfrage hingegen explodiert förmlich und nimmt bisweilen hysterische Formen an:
Wir werden regelrecht mit Anfragen überrannt. Sichern Sie, liebe Kunden, sich daher jedes Jahr rechtzeitig Ihre Zuteilung dieser Inkarnation flüssig gewordener Mineralien aus tiefen geologischen Schichten, Weinunikate allerhöchster Qualität, die in der ganzen Welt ohne Beispiel sind!


Allen Liebhaber der Keller’schen Weine, denen die Zeit bis zum kommenden Herbst zu lange dauern wird, empfehlen wir heute drei phantastische Rieslinge aus der „Kollektion des Jahres” 2004, die wir noch zur Verfügung haben. Zögern Sie nicht lange bei Interesse, die Vorräte schmelzen wie der Schnee in der Frühjahrssonne!

953004 Keller, Riesling QbA Fass 2, trocken (PK) 2004 7,30 Euro



953304 Keller, Riesling „vom Buntsandstein” (Pfalz) trocken 2004 9,90 Euro



952304 Keller, Beerenauslese Pius 2004 0,375 l 14,90 Euro