Saarlouis, im Januar 2006

Weingut Pöckl - Neusiedlersee

FALSTAFF: Bester österreichischer Rotwein des Jahrgangs 2003

„Meine Weine sollen unverkennbar die Eigenheiten des Bodens, auf dem ihre Trauben gewachsen sind, die Besonderheiten des Mikroklimas und die Aromen der Rebsorten erkennen lassen.”, erläutert Josef Pöckl, handwerklicher Qualitätsfanatiker und visionärer Genius in einem, der den meisten Winzerkollegen im Burgund intellektuell um Jahre voraus scheint, engagiert seine Philosophie. Denn sein erklärtes Ziel ist es, ohne Mostkonzentration oder andere „Segnungen” moderner önologischer Techniken, die in Österreich mittlerweile weit verbreitet sind, herausragende Rotweine auf absolutem Spitzenniveau zu erzeugen.

So sind Pöckls Weine stilistisch – bei aller Konzentration und Dichte, Tiefe und Kraft – von einer edlen Finesse und einer raren Eleganz durchzeichnet, Parameter, die im Weinberg, nicht im Keller ihren Ursprung haben, natürlich nur mit weineigenen Hefen spontan vergoren und qualitativ derart herausragend in Ausstrahlung und Textur, dass sie als Referenz für die Weine des großartigen Anbaugebietes Neusiedlersee angesehen werden müssen. Sehr selten nur in der gesamten europäischen Weinwelt findet man eine derart stimmige Konzentration in tiefgründiger Frucht und komplexer Aromatik, die wiederum geprägt ist von cremiger Fülle, kühler Finesse und bemerkenswerter Frische, sowohl in ihrer Struktur als auch in den edlen, schmelzigen Gerbstoffen. Josef Pöckls Weine sind eigenständig und authentisch, Originale voller Charakter und von faszinierender Stilistik. Mit diesen herausragenden Rotweinen wird definitiv die qualitative Grenze zwischen Österreichs Spitzenrotweinen und den großen Weinen der Welt, aus den Renommierregionen des Bordelais, des Burgund oder des Piemont verwischt. Sie sind meilenweit entfernt von den dicken Rotweinsuppen internationaler Machart, die kundige Weinliebhaber immer mehr verschmähen zugunsten schmackhafter Terroirweine mit raffinierter Frische und spielerischer Finesse. Kein Wunder, dass Pöckls Spitzenweine in kürzester Zeit „Kultstatus weit über die Grenzen Österreichs hinaus erlangten (und stets im Voraus ausreserviert sind), es gibt in ganz Österreich nicht viele Betriebe, die mit der Winzerfamilie aus Mönchhof in einer Liga spielen” (Gault Millau).

Pöckls Weine sind, wie alle wirklich großen Weine der Welt, das Resultat eines erstklassigen Terroirs und der harten, aber einfühlsamen Gestaltungskraft enthusiastischer Menschen mit Visionen und Tatkraft. Gefühl und menschliche Intuition für ein lebendiges Naturprodukt und insbesondere die Zeit sind somit wichtiger als jede noch so ausgeklügelte Technik. „Die Zeit ist zwar der teuerste, für uns aber wichtigster Faktor bei der Weinwerdung”, erläutert René Pöckl, der zwar noch junge, aber ungemein talentierte und ehrgeizige Sohn des Hauses, seit 2001 Kellermeister und immer mehr in die Gesamtverantwortung des Gutes hineinwachsend (Josefs Ehefrau Theresa kümmert sich ebenso liebevoll wie engagiert um Marketing und Verkostung). „Ich bin nur mehr der Traktorfahrer im Weinberg”, schmunzelt Josef Pöckl, „stehe René aber natürlich beratend zur Seite”.

Es ist ein langer, couragierter Weg, den Josef Pöckl seit der Übernahme des Gutes 1979 bis hin zur Stabübergabe an René zurückgelegt hat, geprägt von intensiven Lernprozessen. Der Blick über die engen Grenzen seiner Heimat hinaus – die Reisen in die renommierten Rotweinregionen der Welt und die Verkostung und Analyse ihrer Weine – prägten stilbildend seinen Geschmack; auch Sohn René praktizierte fern der Heimat bei den Großen der Zunft. „Nur Kraft oder Frucht allein ergeben keinen großen Wein. Natürlich muss Körper da sein, muss das Terroir stimmen, eine perfekte Tanninstruktur ist Grundvoraussetzung für ein großes Entwicklungspotential, doch entscheidend ist die Harmonie des Weines, die ideale Abstimmung aller Komponenten”, plädieren die Pöckls vehement für elegante und finessenreiche Weine internationalen Formats. Das Ideal all dieses unerbittlichen und kompromisslosen Qualitätsstrebens ist es, „den perfekten Wein zu kreieren, auch wenn wir wissen, dass dieses Ziel eigentlich unerreichbar ist”, so Josef Pöckl. Unverkennbar sind „die großen finessenreichen Bordelaiser Gewächse, in erster Linie Margaux und Latour, unser Vorbild, aber wir wollen keine, wenn auch noch so gute Kopie erzeugen. Unser Ideal ist der authentische Burgenländer Wein, der von seinem Terroir geprägt wird und der den unverwechselbaren Stil unsers Gutes widerspiegeln soll”, so Renés vehementes Bekenntnis zum ureigenen Pöckl’schen Weg.

Die Fachwelt ist jedenfalls begeistert: Seit Jahren wird die sympathische Familie mit Auszeichnungen überhäuft: „Höchstprämiertes Weingut”, „bestes Rotweingut Österreichs”, „bester Winzer Österreichs”, „Winzer des Jahres 2004” im FALSTAFF, Österreichs renommiertem Weinmagazin und ganz aktuell, aber bereits zum dritten Mal insgesamt, bester Rotwein Österreichs im großartigen Jahrgang 2003! Wir zitieren aus der Laudatio des FALSTAFF: „Als im Jahr 1999 René Pöckl zum ersten Mal mit seinem Rêve de jeunesse Falstaff-Sieger wurde, meinte sein Vater Josef Pöckl, er solle den Erfolg genießen, denn „Falstaff-Sieger wird man nicht jedes Jahr“. Doch schon zwei Jahre später setzte sich der junge Weinmacher wieder mit dem Rêve durch. Das war für ‚Pepsch’ Pöckl Grund genug, dem Junior die önologischen Geschicke anzuvertrauen. Heute reicht es ihm, dem Sohn hin und wieder über die Schulter zu blicken und ihm mit seiner Erfahrung als Ratgeber zur Seite zu stehen. Bei der diesjährigen Falstaff-Rotweinprämierung bedankte sich René Pöckl bei seinem Vater für das in ihn gesetzte Vertrauen: Der Admiral 2003 – der Prestige-Wein des Hauses – ging gegen eine namhafte Konkurrenz von allein 400 Cuvées als Sieger aus dieser Gruppe hervor, hat aber auch alle reinsortigen Weine des Jahrgangs überflügelt. Der Admiral ist schon seit Beginn des österreichischen Rotweinwunders ein Aushängeschild unseres Landes. Die hohe Qualität der Weine aus dem Hause Pöckl drückt sich aber auch dadurch aus, dass alle eingereichten Weine über 90 Punkte erzielten.


730104 Pöckl, Zweigelt, rot 2004 7,40 Euro
Leuchtendes sattes Granatrot in der Farbe; sehr verführerische, klassische Aromen von saftigen Kirschen und feinen dunklen Beerenfrüchten schmeicheln der Nase. Am Gaumen fruchtig, mit feinen Weichselaromen und Noten von schwarzen Beeren; dazu eine sehr erfrischende Säure, dicht, saftig, mehr Struktur und Frische als in 2003, schön balanciert, noch präsentes, doch weiches, sehr cremiges Tannin, angenehm fruchtiges Finale mit verführerischen Heidelbeeranklängen. Ein animierender, anspruchsvoller Rotwein für jeden Tag und zu allen Gelegenheiten, da seine saftigen, cremigen Gerbstoffe die Zunge weich umhüllen und viel Frucht transportieren; großartiges Preis-Genussverhältnis.
Zu genießen ist dieser bisher beste Zweigelt von Österreichs Rotweinikonem ab sofort, Höhepunkt Herbst 2006 bis ca. 2009.



730204 Pöckl, Zweigelt Classic rot 2004 11,00 Euro
Traumhaft schmeichlerischer, zutiefst kardinalsroter Zweigelt aus älteren Rebbeständen mit dunklem Kern und violetten Reflexen, acht Monate in drei- und vierjährigen, nicht schmeckbaren Barriques ausgebaut. In der betörenden Nase eine präzise Frucht, reife schwarze Beeren, Zwetschgen, saftige Weichselkirschen und eine faszinierende zarte Würze. Im Mund elegant und bestens strukturiert, cremige Textur und eine knackige, erstaunlich tiefe Frucht. Der animierend frische, kompakte, dennoch elegante und noble, den gesamten Gaumen auskleidende und betörende Geschmack dieses extrem preis„werten” Weines fasziniert durch eine kühle Aromatik, die an schwarze Beeren erinnert, an Wacholder und zart mineralische Noten, an Kräuter und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer.
Im langen Nachhall nochmals eine kompakte dunkle Frucht, sowie ein elegantes, feines, aber auch noch präsentes Tanningerüst (das noch ein wenig Zeit braucht zum Abschmelzen) mit einem zart-herben, schokoladigen Nachhall. Ein exzellenter Speisenbegleiter, den die immer älter werden Rebstöcke und die äußerst sorgfältige Selektion jährlich schmeckbar besser werden lassen.
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt erst Ende 2006 bis nach 2012; das Reifepotential dieses Klassikers, eines Alltagsweins de luxe, aus dem Hause Pöckl ist legendär!



730704 Pöckl, Solo Rosso 2004 11,00 Euro
Die neueste Kreation aus dem Hause Pöckl: Je 50 % Zweigelt und Blaufränkisch prägen eine extrem charmante, sehr schmeichlerische Cuvée. Im Unterschied zum Classic präsentiert sie sich deutlich zugänglicher, mit einer feinst süßlichen Frucht ausgestattet.
Am Gaumen zudem fülliger, üppiger ‚lasziver’ als der Zweigelt, ein ungemein ‚sexy’ Wein, ein „Flatteur”, der Trinkspaß pur ab sofort bietet, aber auch nicht ganz das langjährige Entwicklungspotential des Classic besitzt.
Zu genießen ab sofort bis 2008, leicht gekühlt auch ein traumhafter Tropfen für laue Grillabende im kommenden Sommer.



730403 Pöckl, Pinot Noir 2003 28,00 Euro
Bei keiner Rebsorte der Welt gibt es deutlichere Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit als beim zickigen Pinot Noir, oder kennen Sie einen Weinliebhaber, der sich nicht bereits massiv über Fehleinkäufe im Burgund geärgert hat? Und dennoch ist es ein unvergleichliches Erlebnis, wenn man wahrhaft große Pinot Noir im Glase hat und einer dieser so seltenen Exemplare kommt – aus Österreich. Sensationell, was die rührigen Pöckls hier auf die Flasche gezaubert haben. In der Nase ein tiefer, klassischer, feiner Burgunderduft, sehr komplex und vielschichtig:
Frische Waldbeeren, zarte Gewürznoten, Himbeeren und reife Sauerkirschen changieren im Duft, dazu Anklänge an Röstaromen und feinsten Nougat. Am Gaumen sehr reichhaltig, dicht, tolle Extraktsüße und Mineralität, eleganter Körper und immens viel Spiel, bestens balanciert, feine Tanninstruktur, schöner, langer fruchtbetonter Nachhall und enorm viel Potential. Dekantieren Sie diesen großen Wein ausreichend und genießen Sie seine faszinierende Transparenz und aromatische Konzentration: Jahr für Jahr einer der großen stilistischen Pinot Noirs Österreichs.
Von FALSTAFF zu den drei besten Pinot Noirs dieses großen Jahrgangs gekürt!
Braucht noch etwas Zeit zur Entwicklung, zu trinken am besten zwischen 2007 und 2016.



730303 Pöckl, Rosso e Nero, rot 2003 22,00 Euro
Der „beste Zweitwein Österreichs”, wie ihn die Fachpresse gerne feiert, ist eine Cuvée aus den heimischen Sorten Zweigelt (50 %) und Blaufränkisch, mit je einem Schuss Syrah und Cabernet Sauvignon ‚veredelt’. Da der „Admiral viel Zeit der Reife benötigt, produzieren die Pöckls den „Rosso e Nero” als edle Alternative für den früheren Genuss. 20 Monate ausgebaut in neuen und einjährigen Barriques, präsentiert sich dieser Schmeichler der Sinne mit einer kräftigen, rubin-granatroten Farbe mit violetten Reflexen und in der Nase mit einer dichten, verführerischen roten Beerenfrucht, feinen Anklängen an Edelhölzer, noble Bitterschokolade und zart-würzigen Tabaknoten.
Am Gaumen überzeugt eine rassige Frucht (gewürzt mit Karamell und Zimt), die geradezu zärtlich die Zunge umhüllt, und ein perfekt eingebundenes Holz, dazu feste, aber cremige, schmelzige Tannine und eine geradlinige Struktur sowie eine animierende, erfrischende Säure. Dieser verführerische und dennoch charaktervolle Wein besitzt Biss, eine vibrierende Spannung und Tiefe, einen frischen, langen, mineralisch-würzigen Abgang mit noblen Schokoladenanklängen und demonstriert eindrucksvoll die perfekte Adaption auch der „fremden” Edelreben Syrah und Cabernet-Sauvignon an Klima und Böden; toller Genussfaktor!
Zu trinken ab sofort bis ca. 2012.



730503 Pöckl, Admiral, rot 2003 38,00 Euro
Traumhafte Cuvée aus 65 % Zweigelt, 15 % Blaufränkisch, 15 % Cabernet Sauvignon und 5 % Syrah – schlicht der größte Rotwein Österreichs aus sensationell schönem Jahr! In der Farbe ein leuchtendes, tiefes, dunkles Rubingranat mit einem schwarzen Kern, die Nase wird betört von fein nuancierten Aromen von schwarzen Johannisbeeren, süßen Kirschen und zarten Bitterschokoladenanklängen, dazu eine feine mineralisch-tabakige Würze, Zimtanklänge, noble Edelholz- und Röstnoten.
Die Zunge taucht ein in eine Orgie komplexer Aromen, der Mund wird überschwemmt von einer fein süßlichen, bestens balancierten, traumhaft frischen (!) Fruchtexplosion, dieser herrlich extraktreiche Wein betört den Gaumen, verweilt, man will nicht loslassen, vergisst fast unterzuschlucken. Denn dieser phänomenale Tropfen präsentiert sich derart dicht und konzentriert und gleichzeitig elegant und finessenreich mit einer sagenhaften Minzfrische und ist dabei mit einer feinst ziselierten Säure versehen, die Tanninstruktur scheint perfekt für ein großes Reife- und Entwicklungspotential – und dann welch grandioser Abgang mit langem Nachklang!
Ein erotisierender Wein, der trotz seiner heimatlichen Rebsortendominanz Anklänge an einen großen Wein aus dem Pauillac evoziert! „Absolute Weltklasse, 95 Punkte”, bester Rotwein Österreichs”, jubelt begeistert der FALSTAFF.
Zu genießen durchaus auch jetzt in seiner Primärfruchtphase (mehrstündiges Dekantieren erforderlich), Höhepunkt etwa ab 2009 bis ca. 2020.



730803 Pöckl, Rêve de Jeunesse, rot 2003 49,00 Euro
Dieser mittlerweile bereits legendäre, nur in homöopathischen Mengen zur Verfügung stehende große Rotwein voller Kraft und Finesse und qualitativ auf absolutem internationalem Spitzenniveau stehend ist in Österreich bereits jeweils unmittelbar nach der Ernte sowohl ab Weingut als auch bei den meisten Händlern ausreserviert und für Liebhaber erlesener Tropfen faktisch schwerer zu erhalten als begehrte Grand Crus aus den französischen Renommierregionen!
Dieser einzigartige, kultige „Traum der Jugend”, den René schon 1996 als 18jähriger (!) erstmals in alleiniger Verantwortung vinifizierte, wurde bereits zweimal von FALSTAFF zum besten Rotwein Österreichs gekürt! Mit diesem grandiosen Gewächs aus großem Jahr ist René seinem Traum („Ich will den besten Wein Österreichs machen.”) ein erhebliches Stück näher gekommen: Ungemein komplexe Nase nach frischen Waldbeeren, Minze, feinwürzigen Anklängen an weiße Trüffel, Cassis und schwarze Oliven, Erinnerungen an große Weine der nördlichen Rhône evozierend.
Am Gaumen phantastische Struktur, finessenreiche Säure, herrliche Extraktsüße, feinst unterlegt mit einer großartigen Mineralität, Espressoanklängen und zarten Röstaromen, ganz lang anhaltend, phantastisches Entwicklungspotential. Letztendlich für meinen persönlichen Geschmack selbst dem ‚Admiral’ nochmals leicht überlegen!
Zu genießen aufgrund seiner noch sehr kompakten und präsenten Tanninstruktur wohl erst frühestens 2009 bis nach 2020.