Saarlouis, im Dezember 2005

News


Domaine Peyre Rose - Coteaux du Languedoc

REVUE DU VIN DE FRANCE: „Domaine Peyre Rose: das beste Weingut des Languedoc”

WEINWISSER: „Languedoc-Spitze - Die beiden besten Weine aus dem französischen Weinanbaugebiet Languedoc heißen Clos Syrah Léone und Clos des Cistes”

Seit vielen Jahren ist die Domaine Peyre Rose DER KLASSIKER in unserem Languedoc-Programm: Die stilistisch ungemein eigenständigen, konzentrierten, dichten und dabei ebenso eleganten, finessenreichen wie frischen Terroirweine „der guten Hexe des Languedoc”, so ein von der Fachpresse gern benutzter Kosename für die Winzerikone Marlène Soria, sind der ultimative Maßstab, an dem sich alle anderen großen Syrahweine des Midi, aber auch die teuren Prestigeweine der nördlichen Rhône, messen lassen müssen!

Aktuell belegt wurde diese Auffassung von der „Revue du Vin de France“, die in ihrer Oktoberausgabe 05 das erste inoffizielle „Classement des Grands Rouges du Languedoc” vorstellte. Immerhin 134 Domainen schafften die Aufnahme in die Wertung, die fünf besten Languedoc-Güter wurden zu „Crus exceptionelles” gekührt. Als Siegerin an der Spitze des RVF-Classements: Marlène Sorias biodynamisch bewirtschaftete Domaine Peyre Rose, verträumt tief im Herzen der blühenden Garriguelandschaft des Languedoc gelegen. Die beiden Top-Cuvées ‚Clos des Cistes’ und ‚Clos Syrah Léone’ „zählen seit einigen Jahren zu Frankreich größten Rotweinen”, so der WEINWISSER, die renommierte Schweizer Fachzeitschrift, herausgegeben von René Gabriel, Autor des Standardwerkes „Bordeaux Total”. Im Handel befinden sich momentan erst die 1998er, denn Weinliebhaber wissen, dass Marlène ihre sensationell schönen Gewächse nur in guten bzw. herausragenden Jahren wie 1998 abfüllt und sie bis zur ersten Trinkreife auf dem Gut zurückbehält.

‚Clos Syrah Léone’ und ‚Clos des Cistes’ stammen von zwei einzelnen, durch ein schmales Tal getrennten Weinbergen mit unterschiedlichem Terroir - schwere Tonböden für die Syrah- und Mourvèdre-Stöcke des ‚Clos Syrah Léone’ und Böden mit hartem Felsuntergrund für die Syrah- und Grenachestöcke des ‚Clos des Cistes’. Angelegt worden sind die beiden Rebberge von Marlène Soria in den 1980er Jahren, nachdem der attraktiven Autodidaktin bewusst geworden war, dass das Terroir ihres damals frisch erworbenen Domaine-Besitzes, der ursprünglich als Altersruhesitz gedacht war, das Potential für ganz, ganz große Weine besitzt. Sie begriff sofort, dass sie das traumhafte Lagenpotential nur ohne kellertechnische Kunstgriffe (die sie scheut wie der Teufel das Weihwasser) eins zu eins auf die Flasche ziehen konnte, um die Charakteristik ihrer biodynamisch bearbeiteten Rebsorten aus extrem niedrigen Erträgen (ca.15hl/ha) auf singuläre, nicht kopierbare Art und Weise zu erhalten.

Zwar hat Marlène, die „beste, verrückteste, unbändigste Weinmacherin des ganzen Languedoc” (VINUM) mittlerweile ein ideal temperiertes Kellergebäude errichten können, so dass der Ausbau der Weine auch im heißen Sommer unter optimalen klimatischen Bedingungen vonstatten geht, doch findet die Weinwerdung wie in der Vergangenheit ohne jeglichen Holz- oder gar Barriqueeinsatz statt, was man kaum für möglich hält, wenn man diese so dichten und cremigen Weine erstmals im Glase hat. Aber darin liegt ja gerade der große Zauber dieser phantastischen, in ihrer Reinheit puristischen Gewächse, die nichts anderes widerspiegeln als die Charakteristik ihrer Trauben und das große Terroir, auf dem sie gewachsen sind.

In unmittelbarer Nachbarschaft dieses phantastischen Terroirs stehen übrigens die Rebstöcke, aus denen Neglys „Clos des Truffiers” (den Parker wiederum für den besten Wein des Languedoc hält) produziert wird, der infolge seines Ausbaus im neuen Barrique jedoch von gänzlich anderer Stilistik ist. Wem gebührt denn nun die Krone der großen Weine des Languedoc? Den legendären Gewächsen von Grange des Pères, Negly oder Peyre Rose? Das ist eine Luxus-Streifrage, die sich meines Erachtens nicht pauschal beantworten lässt. Es scheint mir - wie bei allen Weltklassegewächsen oberhalb der 95 Punkte-Grenze - eher eine Sache der persönlichen Vorlieben, des individuellen Geschmacks und des emotionalen Berührtseins beim Genuss solcher Weine zu sein als vorgeblich objektiver Kriterien: Große, komplexe, majestätische Gewächse lassen sich nicht in Dogmen pressen!

Mich freut es jedenfalls sehr, dass Marlènes so wohltuend unmodische Weine jenseits aller Holzorgien in zahlreichen Blindverkostungen berühmte, vielfach teurere Weine der nördlichen Rhône (und erst recht die Marmeladenmonster aus Australien) mühelos an die Wand spielten. Ein Bravo der „charmanten Abenteurerin, der Diva des Syrah” (so die auf Frankreichs Süden spezialisierte Weinzeitschrift ‚Terre des Vins’) und vielen Dank für die nochmalige Zuteilung aus ihren Châteaureserven, die alle Liebhaber des Gutes das Warten auf die Freigabe des nächsten herausragenden Jahrgangs erträglicher werden lässt. Genießen Sie diese großartigen, authentischen Garrigueweine des Languedoc, Terroir pur, statt des Versuchs, Spitzenweine aus anderen renommierten Regionen der Welt zu kopieren: Unverwechselbare, edle, Weinunikate mit einer ungeheuren Verführungskraft und Kategorie persönliche Lieblingsweine!

Im Folgenden möchten wir Ihnen die brandaktuellen Verkostungsnotizen des WEINWISSER anempfehlen: Beide Weine erhalten die gleiche Weltklassebewertung, werden als „beste Weine des Languedoc” gefeiert und schmecken bereits jetzt so hervorragend, dass sie jedem festlichen Mahl an den bevorstehenden Feiertagen einen würdigen Rahmen geben werden: Peyre Rose - Kultweine aus dem Languedoc mit magischem Klang!


303298 Peyre Rose, Clos Syrah Léone, rouge 1998 55,00 Euro

„Dichtes Purpur-Granat. Vielschichtige Nase, süßliche Lebkuchengewürze, Pflaumenaromen und viel Rosenparfüm. Geschmeidiger Gaumenfluss, fülliges Extrakt, noble Kandissüße, überraschend satte Tannine dahinter, nebst blauen Fruchtaromen auch Grenadine und Preiselbeeren, gute Frische und bis am Schluss tiefgründige Terroirwürze, überwältigende Ansätze, wird mit der Flaschenlagerung noch an Balance zulegen. Höhepunkt 2007-2020”. Diese auch heute schon herrlich schmackhafte, ungemein verführerische Cuvée (85% Syrah, 15% Mourvèdre) ist eine hinreißende Vermählung von Fülle und Eleganz, Komplexität und Ausgeglichenheit, zu der sich eine subtile Finesse gesellt, wie sie sonst nur großen Weinen der Côte Rôtie zu eigen ist. Ein phänomenaler Wein von geradezu atemberaubender Tiefe und langer Nachhaltigkeit! Ganz ähnlich hat wohl auch Gerhard Eichelmann empfunden, denn er hat im großen, 25seitigen MONDO-Test zum Languedoc diesen traumhaften Tropfen mit der höchsten Bewertung aller Weine ausgezeichnet!

Produktabbildung



303198 Peyre Rose, Clos des Cistes, rouge 1998 55,00 Euro

„Leuchtendes Granat mit rubinfarbenen Reflexen. Intensives Fruchtbouquet, an reife Kirschen, Zwetschgenkuchen und Früchtetee erinnernd, dahinter auch dezente Terroirnoten, Wildleder und Zedernholz. Angenehmer Druck im samtigen Gaumen, noch leicht körnige Tannine in der Mitte, zunehmend süßer werdendes Extrakt, reife Fruchtnoten, nun auch Walderdbeeren und Zimt, gegen das Finale wieder jugendlicher werdend, viel versprechende Reserven. Höhepunkt 2006 - 2018.” Diese in der Jugend im Vergleich zum ‚Syrah Léone’ immer etwas ungeschliffener, wilder und kerniger wirkende Cuvée (85% Syrah, 15% Grenache) hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate traumhaft schön entwickelt, besitzt einen unendlich langen Nachhall am Gaumen und wurde von Bettane im „Classement 2005” mit der ganz selten vergebenen Weltklassebeurteilung 9,5/10 Punkten geadelt! Eine kompromisslose Schönheit voller Charakter und ungebändigter Eleganz. Ein aromatischer Paukenschlag!

Produktabbildung