Saarlouis, im Dezember 2005

News


Weingut Friedrich Becker

Unser „Sideways”-Winzer aus der Südpfalz wird mit zwei „Oscars” ausgezeichnet

Gault Millau 2006: „Lange konnten es deutsche Rotweine mit den Spitzenerzeugnissen anderer Länder nicht aufnehmen. Doch die qualitativen Fortschritte und der Jahrgang 2003 setzen neue Maßstäbe: Nie zuvor gab es so große Rotweine”. Und Deutschlands mit 95 Punkten höchst bewertetes, sensationell finessenreiches Gewächs, „ein zeitloser Spitzenrotwein, kommt von Friedrich Becker aus der Pfalz, dem besten Spätburgunderwinzer Deutschlands”.

Viele von Ihnen, liebe Kunden, haben den Kultfilm sicher gesehen: Das berührende, bittersüße Road-Movie-Meisterwerk „Sideways” ist großes, emotionales Kino: Es erzählt von Illusionen und Lebenslügen, von gescheiterten Entwürfen und zerbröckelnden Beziehungen – und von der großen Liebe zum Wein! Genauer gesagt, der spezifischen Liebe des sympathischen „Helden” Miles zur Diva aller Rotweinreben, dem Pinot Noir. Diese in der Tat zickige Rebsorte mit ihrer dünn-„häutigen” Schale sieht Miles im Gegensatz zur unverwüstlichen, robusten Cabernettraube, die überall auf der Welt wachsen könne, als die Inkarnation einer fragilen, verletzlichen, grundehrlichen und empfindlichen ‚Persönlichkeit’, die ein ihr gemäßes Mikroklima und die besondere Pflege eines einfühlsamen Winzers brauche sowie einzigartige Böden, um ihre großen Stärken in einem hinreißenden Wein zu offenbaren: Eleganz, Finesse und die Transmission des Terroirs in die unvergleichlichsten, brillantesten, aufregendsten und feinsten Aromen, wie es sonst nur noch die großen Rieslinge der Welt vermögen.

Und welch sagenhaftes Terroir, steile Hanglagen und sanfte Hügel, welch traumhafte Reben aus bestem, teilweise uraltem genetischen Material und welch vorbildliche Weinbergsarbeit visionärer Menschen gehen bei unserem neuen Kleinod aus der Südpfalz eine unübertreffliche Synthese ein! „Unseren größten Reichtum behandeln wir nicht selten wie Dreck. Das Erd-Reich”. Friedrich Becker nimmt kein Blatt vor den Mund. Unangepasst ist er. Ein engagierter Charakterkopf. „Der herbe Duft des Bodens zwischen Tau und Tag, beim ersten Gang durch den Weinberg, sagt der Nase des Winzers alles über den Zustand seines Weinbergs. Und damit über seinen wertvollsten Besitz. Dieses ihm anvertraute Erd-Reich in seinem natürlichen Gleichgewicht lebendig und vital zu erhalten, gebietet der Respekt vor der Natur. Aber auch das ureigenste Interesse. Denn nur auf dieser Grundlage wächst Qualität. Hier im Grenzland zwischen Vogesen und Pfälzerwald, wo das Elsass die Pfalz berührt, sind unsere Böden mit besonderem geologischem Reichtum gesegnet. Neben Buntsandstein besitzen wir jene Melange aus Kalk, Mergel und Ton, wie sie auch das Burgund auszeichnet. Nicht zufällig also haben wir hier vor über 40 Jahren unseren Pinot Noir gepflanzt”. Und mittlerweile ist aus einer vagen Hoffnung und einer großen Vision süße Realität geworden: Friedrich Becker ist, Schritt für Schritt, zum besten Spätburgunderwinzer Deutschlands avanciert.

Kein Wunder also, dass die tatkräftigen Beckers (denn neben dem „Alten Fritz”, wie Friedrich Becker in der Szene ebenso liebe- wie respektvoll tituliert wird, arbeitet gleichermaßen engagiert sein hochtalentierter Sohn im Weingut mit, der „Junge Fritz”,) fast nie auf Messen oder Präsentationen zu finden sind. Dafür bleibt keine Zeit, wenn man große Weine machen will: „Der beste Dünger eines Weinbergs sind die täglichen Fußstapfen seines Winzers. Im Keller dürfen wir nur mehr keine handwerklichen Fehler machen, arbeiten nur mit Schwerkraft, ohne Pumpen, und so schonend wie irgend möglich, um nur die feinsten Tannine aus der Traubenhaut zu extrahieren. Doch unsere mineralischen Weine werden nie besser sein als das Lesegut, das zum Hoftor hereinkommt”, lautet das einhellige Urteil von Vater und Sohn.

Und mit selten euphorischer, zudem einhelliger Begeisterung würdigt die Fachpresse ihre handwerkliche Arbeit, die bei den Beckers als selbstverständliche Hommage an die Natur betrachtet wird: Der Gault Millau 2006 bewertet die Becker’schen Grand Crus 2003 auf Platz 1 (Pinot Noir, 95 Punkte) und wertungsgleich mit wenigen anderen Spitzenweinen (u.a. von unseren Top-Winzern Hans-Jörg Rebholz und Klaus-Peter Keller) auf Platz 2 (Reserve, 94 Punkte) und 3 (Großes Gewächs Kammerberg, 93 Punkte).
Auch Gerhard Eichelmann „Deutschlands Weine 2006” urteilt begeistert: „Deutschlands Rotweine werden immer besser” und kürt als besten Spätburgunder des Jahres: unseren phantastisch feingliedrigen ‚Pinot Noir’ aus Schweigen! Herzlichen Glückwunsch den visionären Köpfen und begnadeten Händen, die diese Weinunikate geschaffen haben, die selbst den Spitzenweinen aus dem Burgund Paroli bieten können: Der deutschen Rotweinikone, dem „„Alten Fritz”, dem „Jungen Fritz”, sowie ihrem genialen Kellermeister Stefan Dorst, der seit Jahren mitverantwortlich zeichnet für die sensationellen Qualitäten und die singuläre Stilistik dieser großen Weine. Die Ehrung als „Aufsteiger des Jahres” im Gault Millau 2006 ist mehr als verdient!


972404 Becker, Spätburgunder QbA trocken 2004 7,95 Euro
Einen großen Winzer erkennt man immer auch an seinem Einstiegswein. Und welch sensationelle Qualität funkelt hier im Glas und bietet ungemein viel Burgunder fürs Geld. Niemals zuvor habe ich in der Bourgogne einen so gelungenen, harmonischen, balancierten Pinot Noir in dieser Preisklasse gefunden, der von jüngeren Reben aus allen großen Terroirs des Weingutes stammt! In der Nase eine feine, attraktive Kirschfruchtigkeit und rote Beerenaromen, die eine klare, unverfälschte Burgundertypizität aufweisen. Am Gaumen saftig, geschmeidig, jugendlich frisch, lecker und unkompliziert und dennoch bestens balanciert mit erstaunlich viel Potenzial. Ein toller Einstiegswein, der die klare Handschrift des Meisters zeigt und der so lecker schmeckt, wie kleine Burgunder sein sollten, aber nur ganz selten sind!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Mitte 2006 bis 2009.



972503 Becker, Spätburgunder Kammerberg Großes Gewächs 2003 32,00 Euro
Wie guter Rotwein gemacht wird, wurde Friedrich Becker einmal gefragt. „Mit dem Bauch”, hat er geantwortet, so wie es die trockene Art dieses individuellen Charakterkopfes ist. Und so präsentiert sich auch dieses Große Gewächs, das seinen Namen wahrlich verdient, bei aller Dichte und Finesse fleischig und emotional und ist sicherlich der kraftvollste unter allen Burgundern aus Deutschlands bestem Rotweingut und evoziert in seiner Stilistik Anklänge an die besten Pinot Noirs aus Volnay. In der Nase eine überschwängliche Frucht: Feine, hintergründige Kirscharomen, rote Johannisbeeren, saftige Himbeeren und ein Hauch von Schokolade dominieren zurzeit den ungemein komplexen Duft. Am Gaumen breitet sich bei aller Dichte und Kraft eine feinsinnige Pracht aus und kleidet die Zunge verführerisch aus mit delikaten Aromen roter Beerenfrüchte. Ein feiner Säurenerv sorgt in Verbindung mit feinherben, cremigen Gerbstoffen für lebhafte Frische und animierende Trinkfreude.
In einer Blindprobe wird dieser grandiose Rotwein stets als glänzender Vertreter eines elegant-kraftvollen, klassischen Burgunders erachtet, den man zwischen Ende 2007 und 2015 genießen sollte. Nur 4 Rotweine dieses ganz großen Spätburgunderjahrgangs (zwei davon folgen ante pedes) wurden vom Gault Millau leicht höher bewertet, als dieses Große Gewächs mit 93 Punkten. Ein solch harmonischer, perfekt ausbalancierter Pinot Noir (zu 60% im neuen Barrique ausgebaut) kann niemals billig sein, doch im internationalen Vergleich gesehen ist sein Preis geradezu ein Schnäppchen!



972603 Becker, Spätburgunder „Res” 2003 55,00 Euro
Ein ganz großer Pinot Noir, zu 100% im neuen Barrique ausgebaut, der seine Pendants findet in den berühmten Lagen von Musigny: Feine Mineralik trifft feinste Frucht. Finesse verbindet sich mit Länge. Genau so muss ein großer Burgunder schmecken! Höchste Eleganz paart sich mit süchtig-machendem Sexappeal und geschliffenen Tanninen. Ach, hätte doch nur Kate Moss diesen Wein gekannt... .
Ein singuläres Meisterwerk, in dem sich ein großes Terroir versinnbildlicht und sein magisches Antlitz enthüllt. Eine Göttergabe, deren aromatische Faszination berührt und die über Jahre hinweg nicht vergessen werden wird!
Doch kommen wir zu irdischen Bewertungen zurück und lassen den Gault Millau urteilen: „Der Spätburgunder „Res” ist ein Klassiker. Friedrich Becker gehört seit seinem legendären 1989er zu den bedeutenden Rotweinmachern Deutschlands und kaum jemand sonst kann seitdem eine so lückenlose Reihe großer Spätburgunder aufstellen. Doch nach dem schon grandiosen 2002er haben Becker und sein Kellermeister Stefan Dorst mit dem jetzt vorgestellten Jahrgang 2003 alles Bisherige noch übertroffen. Anklänge von frisch gebrühtem Mokka, laszive mystische Art, erinnert frappierend an einen Grand Cru aus Chambolle-Musigny, 94 Punkte” und damit die zweithöchste Punktzahl eines deutschen Rotweins ever. Solch burgundische Eleganz, die in die Mysterien des Terroirs einweiht, solch pure Sinnlichkeit werden Sie schwerlich zu diesem Preis in Frankreich finden können. Châpeau, „Alter Fritz”!
Zu genießen wohl zwischen 2007 und 2015.



972703 Becker, Pinot Noir 2003 69,00 Euro
Dieses großartige Gewächs wird von begeisterten Liebhabern als die Inkarnation feinster Burgunderkultur enthusiastisch gefeiert: Es ist das flüssig gewordene Abbild eines Traums der oft so zickigen Pinot Noir-Rebe, die in Bestform jedoch die Herzen eines nach Finesse und Eleganz lechzenden Weinfreundes so hoch schlagen lässt, wie es keine andere Rotweinsorte vermag!
Feinheit und Mineralität in einer bisher im deutschen Rotwein nie erlebten Form, Frische, Weichheit, Reichtum und Fülle, verborgen unter einem Struktur gebenden Holzeinfluss von besten französischen Barriques, die im perfekten Zusammenspiel mit dem Ausdruck des großen Terroirs eine ungeheure Verführungskraft und eine traumhafte Harmonie entwickeln, lassen den Genießer meditativ in purer Sinnlichkeit versinken, aus der man gar nicht mehr auftauchen möchte. Das ist Hedonismus pur, ein gewaltiges Naturereignis, eine unvergleichliche Sinfonie zwischen Rebsorte und Terroir, von einfühlsamer Meisterhand perfekt dirigiert!
Das dezidierte Urteil des Gault Millau 2006 zu diesem höchst bepunkteten deutschen Rotwein aller Zeiten (95 Punklte): „Himmliches Spiel feinster Aromen, kolossale Opulenz (die, Armin Diel und Joel Peyne mögen es mir nachsehen, ich so nicht nachzuvollziehen vermag, da mich als stilbildendes Merkmal dieses genialen Pinot Noirs viel eher seine sagenhafte Feinheit fasziniert), achtungsgebietender, zeitloser Spitzenrotwein”, der wiederum Parallelen aufweist zu legendären Gewächsen aus Gevrey-Chambertin (die aber weitaus teurer sind) und der schon jetzt klasse schmeckt, doch über ein großes Entwicklungspotential von 15 bis 20 Jahren verfügt.
Spätburgunder at it’s best, power without weight, schlicht der ‚G-Max’ des deutschen Rotweins, der sich unter die ganz Großen Weine der Welt einreiht. Bevorzugt in liebevolle Hände abzugeben!



Doch mit der Präsentation der genialen Becker’schen Spätburgunder sind der guten Nachrichten nicht genug: Denn unser provozierend preiswerter Alltagsrotwein ‚Potate’ 2003 des rheinhessischen ‚Revoluzzers’ Dirk Würtz wurde vom Gault Millau 2006 als „guter Tropfen mit viel Trinkspaß, deutlich über dem Durchschnitt liegend” und an der Grenze zum sehr guten Wein eingestuft! Aus diesem Anlass bieten wir ihnen heute ein sagenhaft günstiges Rotweinpaket an. Ihnen allen viel Freude damit:


80022 Probierpaket Deutsche Alltagsrotweine 2004 9 l, statt 82,50 nur 75,00 Euro
Mit der Präsentation der genialen Becker’schen Spätburgunder sind der guten Nachrichten nicht genug: Denn unser provozierend preiswerter Alltagsrotwein ‚Potate’ 2003 des rheinhessischen ‚Revoluzzers’ Dirk Würtz wurde vom Gault Millau 2006 als „guter Tropfen mit viel Trinkspaß, deutlich über dem Durchschnitt liegend” und an der Grenze zum sehr guten Wein eingestuft! Aus diesem Anlass bieten wir ihnen heute ein sagenhaft günstiges Rotweinpaket an. Ihnen allen viel Freude damit:

Je 6 Flaschen:
972404 Becker, Spätburgunder QbA trocken 2004 sowie
950903 Würtz, Potate rot 2003




P.S.I: Die beiden besten deutschen Rotweine von Becker präsentieren sich laut Etikett nur als einfacher Tafelwein! 1990, als man mit dem Barriqueausbau begann, wurden die heute so hymnisch gefeierten Weine als gebietsuntypisch abgelehnt und mussten als Tafelwein verkauft werden. Friedrich Becker, Querdenker und Pfälzer Dickschädel, hat dies konsequenterweise bis heute nicht geändert!

P.S.II: Die vom Heidelberger Kunstprofessor Griesauer Mitte der 70er Jahre entwickelten Künstleretiketten gehen auf Lafontaines Fabel vom Fuchs und den Trauben zurück und persiflieren die Meinung der damaligen Kritiker, die trockene deutsche Weine für untrinkbar hielten.

P.S.III: Das Kurioseste von allem: Eigentlich liegt das große Terroir, auf dem Deutschlands beste Rotweine wachsen, im Elsass! Die Beckers passieren bei ihrer Weinbergsarbeit täglich die französische Grenze, hinter der unmittelbar ihre phantastischen Lagen liegen, die aber weinrechtlich zu Schweigen – und damit Deutschland – gehören. Alles verstanden?! Diese Merkwürdigkeit hängt zusammen mit der dramatischen Geschichte der Region und der wechselvollen Zugehörigkeit des Elsasses zu Deutschland oder Frankreich. Aber diese Geschichte erzähle ich Ihnen ein andermal... .