Saarlouis, 4. Juni 2005

News


Starsommelier Hendrik Thoma empfiehlt bei Johannes B. Kerner zwei herausragende Alltagsweine von Pinard de Picard

In der Kochsendung vom 3. Juni 2005 empfiehlt Hendrik Thoma, 1999 bereits Deutschlands Sommelier des Jahres im Gault Millau und heute kompetenter Weinberater in Hamburgs Edelrestaurant Jacobs im Hotel Louis C. Jacob, zwei ungemein leckere Weine von Pinard de Picard:

761204 Ott, Grüner Veltliner „Fass 4” 2004 9,95 Euro
Der KLASSIKER des Gutes: Ein „Paradeveltliner” (Vinaria), aus 5 verschiedenen kleineren Lagen mit unterschiedlichen Kleinklimaten im Umfeld des Rosenberg, der Top-Lage der Region, erzeugt, der geradezu idealiter Eleganz mit Trinkvergnügen paart. Mineralischer Duft nach gelben Früchten, weißem Pfeffer, Steinobst und einer blühenden Sommerwiese, dazu Vanillezucker-Anklänge und ein wenig Zitrustouch.

Erscheint von der Stilistik her in der Nase verspielter als sein Jahrgangsvorgänger, trotzdem glockenklar und strahlig. Am Gaumen eine betörende, komplexe Fruchtsüße mit Anklängen an exotische Aromen und eine präsente Mineralität, dicht gewirkt und nachhaltig, sehr schöne Würze, langer, fruchtbetonter und zart pfeffriger Nachhall. Der ebenfalls herausragende 2002er wurde in einer großen Publikumsverkostung zum „beliebtesten Weißwein 2003 in Belgien und Holland” gewählt!
Zu genießen jetzt bis mindestens 2008.



171204 Saint Cosme, Côtes du Rhône rouge 2004 7,80 Euro
Ein CdR aus 100% kerngesunden, entrappten Syrahreben, die im optimalen Reifezustand eingebracht und in einem gekonnt oxydativen Stil vinifiziert wurden. Über den sensationell großen 2001er schrieb Parker bereits, ein gleich guter Syrah aus Kalifornien koste 35-50 Dollar (Wine Advocate 145)! Und sein bereits fast gleich guter, in Windeseile ausverkaufter Jahrgangsvorgänger 03 erhielt spektakuläre 89 Parkerpunkte: „total turn-on”! Nun endlich ist der 2004er im Verkauf und wer geglaubt hatte, bereits die 2001/03er seien in dieser konsumentenfreundlichen Preisklasse nicht mehr zu toppen, täuscht sich: Der Jahrgang 2004 ist noch saftiger, frischer, weicher und komplexer ausgefallen als seine ungemein leckeren Vorgänger. Der Grund: Optimale, ja in der Geschichte der südlichen Rhône wohl bisher einmalige Erntebedingungen: Etwa 30 ml Regen 14 Tage vor Erntebeginn, die letzte Reifeblockaden auflösten und jeglichen Trockenstress vermeiden halfen. Und wohl noch wichtiger: Extrem große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht von mehr als 25 Grad. Frühmorgens kühlte es bis etwa 5 Grad ab, am späten Nachmittag kletterte das Thermometer bei traumhaftem Spätsommerwetter auf fast 30 Grad.
„Alles gute kam zusammen” formuliert es Winzer Louis Barruol, „one of the stars of Gigondas with magical terroirs” (Parker), „und so erreichten wir durch die großen Temperaturunterschiede eine Komplexität in den Aromen wie nie zuvor und durch die perfekte Säurestruktur eine ungeahnte Frische bei Weinen der südlichen Rhône”. So fasziniert in diesem ungemein leckeren Côtes du Rhône eine satte tiefrote Farbe, welche bereits die ungewöhnliche Konzentration dieses CdR signalisiert, mit einer Dichte und Tiefe, die in der Tat selbst den legendären 2003er Jahrgang noch überragt. Ein seltener Glücksfall von Wein zu einem ungewöhnlich günstigen Preis! In der Nase komplexe, feine Beerenaromen und zarte Gewürzanklänge, cremig, frisch, saftig und rund auf der Zunge, dazu eine feine Fruchtsüße, bestens strukturiert, sehr weiche, seidene Tannine. Phantastisches Preis-Genussverhältnis!
Zu genießen ab sofort, Höhepunkt Ende 2006 bis nach 2008.