Saarlouis, 4. April 2005

Deutschlands Jahrgang 2004: „Die Zeichen stehen auf Spitzenwein”

Mit dieser zutreffenden Schlagzeile trifft Weinautor Stephan Reinhardt in seinem Artikel vom 3. April 2005 in der „Welt am Sonntag” voll ins Schwarze. Wir zitieren auszugsweise aus seiner fundierten Analyse:

„Einen Jahrhundertjahrgang ausrufen geht schnell. Fast scheint es so, als ob es mehr Jahrhundertjahrgänge als Jahrhunderte gibt. Vielleicht sollte man über einen neuen Begriff für einen qualitativ außergewöhnlich guten Jahrgang nachgedacht werden. Denn mit dem 2004er steht nach dem vielerorts bereits recht altersmüde mundenden 2003er der nächste Superjahrgang in den Startlöchern.

„Einer, der richtig Spaß macht”, sagt Winzer Dirk Würtz (Rheinhessen): „Den kann man richtig gut wegtrinken.” Sein einfachster Riesling, „Potate” („Sauft, Brüder!”), ist denn tatsächlich auch ein zwanghaft sofort zu leerender Klasse-Wein.

950404 Würtz, „Potate”, Riesling trocken (DV) 2004 4,95 Euro



Klaus-Peter Keller (Wonnegau) stimmt zu : „Der Jahrgang ist deutlich besser als 2003: klar in der Frucht, Mineralisch, dicht, prägnant in der Säure.” Sein rauchig-mineralischer und quicklebendiger Guts-Riesling 2004 beweist das eindrucksvoll. (Und wie Sie wissen, unsere werten Kunden, hat Pinard de Picard sich mit dem Fass Nr. 2 eine Selektion und damit eine Steigerung dieses herrlichen Alltagsrieslings abfüllen lassen.)

953004 Keller, Riesling QbA Fass 2, trocken (PK) 2004 7,30 Euro



Auch weitere junge Weine von Deutschlands Winzer-Elite offenbaren: Der Jahrgang 2004 ist das frische, finessenreiche Gegenmodell zum opulenten Vorgänger. Ob man ihn nun „klassisch” nennen will oder „typisch deutsch” ; die ersten vinifizierten Boten jedenfalls sind brillant, rassig und präzise. Und ein weiterer Beleg für die Tatsache, dass sich ein großer Jahrgang bereits im preiswerten Gutswein offenbart. Nicht erst in Großen und Ersten Gewächsen.
Dirk Würtz hat recht : Der Jahrgang 2004 ist „schweinelecker” und bereitet schon jetzt ein riesiges Trinkvergnügen. Schön, dass er gerade erst beginnt.”