Saarlouis, 14. Juni 2004

FEINSCHMECKER feiert Neuentdeckung von Pinard de Picard aus Sizilien als bestes Olivenöl der Welt

Seit 1856 bewirtschaftet die Familie d’Ali das Landgut Zangara in einem Hügelgebiet, das sanft zum Belice-Fluss abfällt. In der Gegenwart herrscht hier Frauenpower pur: Die jungen Schwestern Maria Aurelia und Maria Stelle d’Ali produzieren aus der regionsspezifischen Olivensorte Nocellara ein hervorragendes, intensiv fruchtiges HANDGEPFLÜCKTES Olivenöl, das unter Insidern seit Jahren einen magischen Klang besitzt und sich derzeit anschickt, die renommiertesten Preise für Olivenöle zu gewinnen. So triumphiert es ganz aktuell im FEINSCHMECKER-Heft Juli 2004, da es den erstmals ausgeschriebenen OLIO-Award gewonnen hat. Über 1.000 Olivenöle aus der ganzen Welt wurden verkostet, wiederum gehören etliche unserer Öle zu den 35 Favoriten, die in die Endausscheidung für das beste Öl der Welt gelangten – und gewonnen hat unsere phantastische Neuentdeckung aus Sizilien zu sehr moderatem Preis.


991021 Tenuta Zangara, Olivenöl extra vergine 0,75 l 17,50 Euro
Das grün-goldene Öl aus handgepflückten Oliven verführt die Nase mit seinen intensiven, fruchtigen Aromen von frisch gemähtem Gras, wilder Distel und Artischocken, von vollreifen Tomaten und eleganten Rosmarin- und Mandeltönen, am Gaumen pikant und sehr nachhaltig, zeigt Aromen von frischem Gemüse, langer, leicht pfeffriger Abgang, Weltklasse pur!

Produktabbildung



Übrigens: Bereits vor ca. einem Jahr haben wir ausführlich Stellung genommen zu einem damals aktuellen, aber wieder vorkommenden Olivenölskandal, damals ein Öl von Lidl betreffend. In einer sehr lesenswerten Broschüre des FEINSCKMECKERS über Olivenöl, das seiner Ausgabe 5/2004 beigelegt war (bei Interesse für Olivenöle unbedingt beim Verlag nachbestellen unter Tel. 040-27172422), kommt der Autor Horst Schäfer-Schuchardt zu einem ähnlichen Ergebnis. Ich zitiere ausschnittsweise:

„Dumpingangebote sind ein Zeichen von Betrug

Wer in einem Lebensmittelladen, in einem Feinkostgeschäft oder in einem Supermarkt ein Olivenöl extra nativ kaufen möchte, hat die Wahl unter Preisen von 1,95 Euro bis mehr als 30 Euro für die 0,75-Liter-Flasche. Welches soll man kaufen? Ein realistischer Preis für ein Olivenöl aus Italien setzt sich folgendermaßen zusammen:

Die Kosten für den Olivenölproduzenten beginnen bei der Pflege des Olivenhains (Frühjahrsschnitt, Abwehr von Schädlingen, Bodenpflügen, Gras mähen, Bewässern, Kosten für Fahrzeuge, Netze etc). Bei einem Besitz von 1.000 Bäumen errechnet sich dafür ein Kostenaufwand von rund 60,- Euro pro 100 Kilo Oliven.

Für einen Arbeiter muss der Arbeitgeber pro Tag 57,- Euro aufbringen. Dieser erntet im Durchschnitt zwischen 150 und 250 Kilo Oliven, je nach Region, Beschaffenheit des Olivenhains und je nach Ernteart, sei es durch Handabstreifen oder mittels Rüttelmaschinen. So haben 100 Kilo Oliven Ernte- und Transportkosten zur Mühle von etwa 32,50 Euro. In der Ölmühle müssen für das Mahlen von 100 Kilo Oliven 10,- Euro aufgebracht werden. So sind wir zusammen bei 102,50 Euro für 100 Kilo Oliven. Diese 100 Kilo Oliven ergeben je nach Sorte 16 bis 25 Kilo Öl. Ein Kilogramm Öl würde damit etwa 5,- Euro kosten, abzüglich der EU-Subventionen 3,69 pro Kilo Öl oder 3,30 Euro pro Liter.

Das sind die reinen Herstellungskosten. Dazu kommen Ausgaben für das Abfüllen, für Flaschen, Etiketten und Kartons (und den Verdienst des Erzeugers!). Der halbe Liter würde sich damit auf durchschnittlich 3-4 Euro einpendeln. Das wäre sozusagen der Preis „ab Werk” oder „ab Ölmühle”.

Es fehlen dann noch die Fracht- und Versicherungskosten, die Kosten des Zwischenhandels und/oder die des Verkaufsgeschäfts. Ein Endpreis zwischen 8,- und 12,- Euro pro Halbliterflasche ist daher realistisch. Nicht aber einer unter 5,- Euro für ein italienisches Olivenöl. Bei diesen Herstellungskosten sind Angebote mit Dumpingpreisen unter 8,- Euro unseriös und ein Hinweis darauf, dass diese Öle keinerlei Qualitätsansprüche erfüllen.”