Saarlouis, 18. Dezember 2003

Azienda Morgante – Sizilien:
Spektakuläre Bewertung im WEINWISSER

Sizilien mit seinen herausragenden klimatischen Bedingungen bietet für den Weinanbau optimale Voraussetzungen: Hohe Sonneneinstrahlung zur Erzielung kerngesunden, vollreifen Lesegutes, wenig Niederschläge, gebirgiges Terrain mit vorzüglichen Hanglagen in exzellenter Ausrichtung und teilweise extrem ärmliche Böden, große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht infolge der Höhenlage vieler Weinberge und der Erhalt wertvoller autochthoner Rebsorten, all diese Faktoren sind wie geschaffen zur Erzeugung großer, eigenständiger, unverwechselbarer Weinunikate.
Wie Phönix aus der Asche katapultierte sich vor wenigen Jahren ein Weingut an die Spitze der Insel, von dem man bis dato noch nie etwas gehört hatte: die Azienda Morgante. Die ton-, lehm- und kalkhaltigen Weinberge dieses Gutes liegen – von stetig wehenden trockenen Winden bestrichen – in ca. 450 bis 500 m Höhe in einem idealen Mikrokosmos im südwestlichen Teil Siziliens und sind ausschließlich mit der uralten autochthonen Rebsorte Nero d’Avola bepflanzt. Diese leider nur noch wenig verbreitete, eigenständige heimische Traube, auch Calabrese genannt, was auf ihre Herkunft aus Kalabrien hindeutet, gehört zu den besten südlichen Rotweinsorten und verfügt über ein großes Potential.

Wir stellten Ihnen die frisch eingetroffenen neuen Jahrgänge dieses sizilianischen Kleinods im November 03 in unserer Pinwand 74 vor, mit großem Erfolg. In ihrer Dezemberausgabe 2003 feierte dann die renommierte Schweizer Fachzeitschrift WEINWISSER die Weine von Morgante mit spektakulären Bewertungen, insbesondere, wenn man diese in Relation setzt zu ihren moderaten Preisen. Wir zitieren gerne:

„Das Gut von Antonio Morgante und seinen beiden Söhnen Carmelo und Giovanni in Grotte (Agrigento) hat in den letzten acht Jahren einen radikalen Wandel durchgemacht. Ursprung war der Entscheid der Familie, den Nero d’Avola nicht mehr fassweise zu verkaufen, sondern unter eigenem Etikett abzufüllen. Mit Riccardo Cotarella wurde im Jahr 1997 einer von Italiens Starönologen engagiert und seither wird der Don Antonio, der etwas länger im Barriques gereifte Nero d’Avola von Morgante, vom Gambero Rosso regelmäßig mit drei Gläsern geadelt.


690102 Morgante, Nero d’Avola, rosso 2002 8,80 Euro
Dichtes Purpur-Granat, schwarze Reflexe. Offene, fast parfümierte Nase, reife Kirschen, Holunderbeeren, süßliche Maronen-Zimt-Note. Druckvoller, geschmeidiger Gaumen, verführerische Primärfrucht, rote Kirschen, reife Waldbeeren, auch feines Marzipan und Haselnuss, konstant frische Fruchtsäure und gute Balance zwischen sattem Tannin und cremigem Extrakt, immer wieder Kirschen und Zimt, bis ins Finale 17/20 Punkten, trinken – 2010

Produktabbildung


690201 Morgante, „Don Antonio”, rosso 2001 3 Gläser! 19,90 Euro
Undurchlässige Mitte. Kräftiges Toasting, viel Kaffee und Karamell in der brombeerigen Nase. Saftiger, konzentrierter Auftakt, druckvolle Gaumenfülle, perfekt balancierte Struktur zwischen runden Tanninen, frischer Säure und süßem Extrakt. Nero d’Avola auf höchstem Niveau, verschwenderisch und dennoch viel Eleganz zeigend; die Barriques wirken im Finale noch leicht austrocknend, der Wein braucht noch etwas Zeit. 18/20 Punkten, 2004-2012

Produktabbildung



Beide Weine verdienen meine ganz besondere Empfehlung, und das nicht nur für Italienfans. Der „Don Antonio” ist schlichtweg ein Meisterwerk mit phänomenalem Preis-Genussverhältnis!