Saarlouis, 25. Februar 2003

Dirk Würtz, als „NEWCOMER DES JAHRES” geehrt
Großartiger Erfolg für unsere „Entdeckung des Jahres aus Deutschland”

Wir freuen uns sehr: Dirk Würtz, unsere deutsche Entdeckung des Jahres aus Rheinhessen, wird vom Internet Weinführer www.wein-plus.de als Newcomer des Jahres gefeiert, ein Erfolg, den sich Dirk Würtz mit seiner tollen Jungfernkollektion redlich verdient hat. Herzlichen Glückwunsch, Dirk!


Die Laudatio von Sam Hofschuster im Weinführer www.wein-plus.de:

„Newcomer des Jahres: Weingut Würtz-Königsmühle, Rheinhessen.

Mit diesem Preis werden Neuerscheinungen im Weinführer ausgezeichnet, die durch besondere Leistungen auffallen. Er wird jedoch nur in Jahren vergeben, in denen ein Neuzugang mitten auf sich aufmerksam macht.

Dieses Jahr geht der Preis an das Weingut Würtz-Königsmühle. Dirk Würz hat mit seinen ersten Sortiment unter eigenem Namen, zwei Rieslingen und einem Spätburgunder, das wohl beeindruckendste Debut hingelegt, das ich je erlebt habe. Und die ersten Verkostungen des Folgejahrgangs aus dem Fass machen deutlich, dass Würtz noch längst nicht am Ende seiner Möglichkeiten angelangt ist. Hier entwickelt sich ein neues Premium-Weingut.”


Noch ein paar Infos von Pinard de Picard zum Weinführer:

In kürzester Zeit ist der zuletzt in 4 Bänden erscheinende Weinführer des größten deutschen Weinportals www.wein-plus.de zu einer fast unerschöpflichen Informationsquelle rund um die Weine deutscher Provenienz geworden, die kaum ein Liebhaber dieser Gewächse mehr missen möchte.

Um Aktualität und Benutzerfreundlichkeit weiter zu perfektionieren, haben die Macher des Weinführers, Weinautor Marcus Hofschuster und Herausgeber Utz Graafmann, beschlossen, sich auf die Internet-Version zu konzentrieren und die dort angebotenen Leistungen nochmals deutlich zu erweitern. Für die Nutzung dieser erweiterten Funktionalitäten wird seit Anfang des Jahres eine geringe Abonnement-Gebühr erhoben.

In Zusammenarbeit mit Wein-Plus bieten wir unseren Kunden ein kostenloses 3-monatiges Schnupperabonnement an, selbstverständlich völlig unverbindlich und ohne jede weitere Verpflichtung. Kontaktieren Sie uns bei Interesse!


Im Folgenden die ausführliche Bewertung des Weingutes Dirk Würtz im Online-Führer:

Dirk Würtz studierte einst Betriebswirtschaft, Politologie und Philologie und hatte nach seiner Studienzeit mit empirischen Erhebungen über die Vorzüge eines Lebens vor und hinter den Tresen verschiedener Kneipen im Mainzer Raum mehr als ausreichend zu tun. Zum Wein brachte Würtz erst ein Freund der Familie, der ihn mittels eines uralten Bordeaux mit einem Virus infizierte, den er wohl sein Leben lang nicht mehr los werden wird.

Als Würtz von seiner Lebensgefährtin von einer freien Praktikumstelle beim Weingut Weil in Kiedrich erfuhr, konnte er gar nicht anders: er bewarb sich, bekam die Stelle und wurde gleich fest eingestellt.

Von 1996 bis 2001 zeichnet er mitverantwortlich für die Rieslinge des weltberühmten Rheingauer Weinguts.

Schließlich wurde es Zeit, etwas Eigenes zu machen. Würtz pachtete die alte Königsmühle in Gau-Odernheim sowie rund 6 Ha Reben in teils exzellenten Uelversheimer Lagen und vinifizierte noch während seines letzten Jahres bei Weil den ersten eigenen Jahrgang nebenbei. Dabei traf es sich gut, dass ihm mit Hubertus Weinmann vom Weingut Jakob Neumer aus Uelversheim ein exzellenter Weinbergsverwalter zur Seite stand, der die Parzellen teils selbst bearbeitete, aber auch die per Bewirtschaftungsvertrag an das Weingut Würtz gebundenen Winzer beriet und deren Arbeit kontrollierte.

Von Anfang an hatte Dirk Würtz nur ein Ziel: großen Wein zu machen. Dabei schert er sich nicht um Lagenbezeichnungen, Prädikate oder anderen bezeichnungstechnischen Schnickschnack. Getreu dem von ihm favorisierten Bordeaux-Prinzip gibt es von den beiden kultivierten Rebsorten – Riesling und Spätburgunder – lediglich Erst- und Zweitweine, und Erstweine auch nur dann, wenn es der Jahrgang hergibt. Abgedroschene Sätze wie „Die Qualität entsteht im Weinberg” kommen Dirk Würtz kaum ohne Androhung körperlicher Gewalt über die Lippen. Dennoch ist ihm der Wahre Hintergrund dieser Floskel völlig klar.

Alle 6 Hektar werden hier nach ökologischen Richtlinien Bewirtschaftet. Die Erträge sind so winzig, dass sich viele Kollegen nur noch an den Kopf langen. So intensiv im Weinberg gearbeitet wird, so wenig wird im Gegensatz dazu im Keller in die Entwicklung der Weine eingegriffen. Die Moste vergären weitestgehend mit Spontanhefen, werden daraufhin mit der Feinhefe abgezogen und schließlich bis zur Abfüllung möglichst nicht mehr bewegt. Auch Schönung und Filtration werden auf das Nötigste beschränkt oder ganz unterlassen.

Das Ergebnis sind ungeheuer ausdrucksstarke Weine mit tief gestaffelter Struktur und intensiver Mineralik. Da sie nicht von ihrer Primärfrucht leben und bei ihrer Herstellung kaum Kompromisse eingegangen werden, sind die hier erzeugten Weine in ihrer Jugend nicht einfach zu beurteilen. Zu abweisend präsentieren sich vor allem die Erstweine in den Monaten nach der Abfüllung. Riesling und Spätburgunder zeigen oft erst nach Tagen in der Karaffe, wozu sie wirklich fähig sind. Dann jedoch offenbaren sie ein Zusammenspiel von enormer Kraft, fester mineralischer Struktur und komplexem Ausdruck, wie es in Rheinhessen - und nicht nur dort - nur extrem selten zu finden ist.

Bereits im ersten Jahr ist es Dirk Würtz gelungen, die Fachwelt mit exzellenten Ergebnissen auf sich und indirekt auch auf die fast in Vergessenheit geratenen Uelversheimer Weinberge aufmerksam zu machen.
Deren Potenzial hält er jedoch für noch längst nicht ausgeschöpft. Wer Würtz kennt, dem wird schnell klar, dass hier ein Wahnsinniger am Werk ist, der nicht aufgeben wird, bis dieses Potenzial seiner Meinung nach tatsächlich ausgereizt ist. Da er sich da selbst noch auf einem langen Weg sieht dürfen wir uns gerade in Anbetracht seiner bisherigen Leistungen noch auf einiges gefasst machen.


Weine von Dirk Würtz bei Pinard de Picard:

950101 Würtz-Maas II Riesling, trocken 2001 8,80 Euro

Produktabbildung


950201 Würtz I, Riesling „Geyerscheiß”, trocken 2001 28,00 Euro

Produktabbildung