Nahe

Obwohl in dieser kleinen, aber feinen, ungemein faszinierenden Region schon seit jeher einige der großartigsten Rieslinge Deutschlands erzeugt wurden, ist das vulkanisch geprägte Anbaugebiet der Nahe bei weitem noch nicht so im Bewusstsein des Konsumenten verankert, wie es der legendären Qualität ihrer Weine entspricht, die bereits im späten 19. Jahrhundert teurer gehandelt wurden als berühmteste Bordelaiser Gewächse. Das mag daran liegen, dass – obwohl Bad Kreuznach traditionell ein wichtiges Zentrum der deutschsprachigen Weinwelt war – die großartigen Gewächse der Region bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Rheinwein verkauft und die genauen Grenzen dieses faszinierenden Anbaugebietes erst 1971 festgelegt wurden, vielleicht auch am Fehlen des romantischen Mythos wie am großen Strom – wobei sich die Nahe andererseits durch eine traumhaft anmutige Landschaft schlängelt, die zudem mit atemberaubenden Felsen und Steilwänden die Besucher verzaubert. Und die köstlichen, ungemein mineralischen Weine selbst gehören unstrittig zu den schönsten Pretiosen, die in deutschen Landen vinifiziert werden: Die besten Rieslinge trockenen und edelsüßen Ausbaustils werden von Kennern in der ganzen Welt geschätzt und so sehr geliebt und gesucht, dass sie heutzutage bisweilen so schwer erhältlich sind wie die renommiertesten Weine des Burgund!

„Gott lebt an der Nahe”, dieses schon legendäre Urteil von Marcus Hofschuster, renommierter Verkoster des Internetweinführers www.wein-plus.de , avancierte mittlerweile unter Weinliebhabern zum geflügelten Wort und betrifft zwar nur den Jahrgang 2003, der aber eine sensationelle Abfolge fabelhafter Jahrgänge einleitete, was augenfällig demonstriert, dass dieses nördlich gelegene deutsche Anbaugebiet in hohem Maße von den klimatischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts profitiert. Mit der Folge, dass die Weine der Spitzenwinzer begehrter sind denn je zuvor. Für Kenner der Szene keine Überraschung, denn die drei „Granden der Nahe”, Helmut Dönnhoff, Werner Schönleber und Armin Diel, zählen zu den „Top-Ten” der nationalen Winzerelite. Aber auch weltweit genießen ihre Weine einen herausragenden Ruf, nicht zuletzt wegen der ebenso sensationellen wie gerechtfertigten Bewertungen durch Parker und den „wine spectator”.

Und ein junger Winzer macht seit mehreren Jahrgängen mit einer Abfolge solch phantastischer Rieslinge von sich reden, dass dieser „Junge Wilde” qualitativ auf Augenhöhe mit den etablierten Paradewinzern der Region anzusiedeln ist! Tim Fröhlich vom Weingut Schäfer-Fröhlich heißt der ebenso ehrgeizige wie talentierte und sympathische junge Mann, den wir ebenfalls in unser Programm aufgenommen haben, ihn aber noch nicht im Katalog ausführlich präsentieren. Wir werden diesem großartigen Nachwuchswinzer eine unserer kommenden Pinwände widmen.

Der Riesling ist an der Nahe aus qualitativer Sicht unzweifelhaft die wichtigste Rebsorte. Dabei ist seine Stilistik aufgrund der ungewöhnlichen Vielfalt der höchst unterschiedlichen Terroirs (Rotliegendes, Porphyr, Schiefervariationen, Quarzit und viele Bodenformationen mehr changieren auf engstem Raum) und breit gefächerten Mikroklimate ungemein bunt und aufregend, reicht von puristisch-geradlinigen Ausformungen bis hin zu füllig-opulent, erweist sich in seinen schönsten Ausprägungen stets jedoch als ungemein komplex, rassig und zutiefst mineralisch und erinnert, je nach Winzer, Lage und Ausbaustil, an legendäre Weine von der Mosel, aus dem Rheingau oder aus der Pfalz. Ja, es scheint, als vereinte er in ihren schönsten Ausprägungen gar sämtliche Vorzüge dieser so traditionsreichen Regionen!

Doch es kommen nicht nur einige der besten trockenen und edelsüßen Rieslinge des Landes aus diesem Garten Eden an der Nahe, auch rote wie weiße Burgunder sind von famoser Qualität. Stellen Sie doch bitte einmal die großartigen Gewächse von Armin Diel in eine Blindprobe mit wesentlich teureren Weinen aus der Bourgogne: Das Ergebnis könnte Ihr vinologisches Weltbild verändern. So bleibt als Fazit das Resümee: So klein das Weinanbaugebiet der Nahe auch sein mag, so grandios die Qualitäten. Und es ist uns eine besondere Freude, die drei großen Winzerpersönlichkeiten der Region und ihren jungen Herausforderer, die jedes Jahr aufs Neue um die Krone des Besten ringen, immer nur um Nuancen voneinander getrennt, in unserem Programm präsentieren zu dürfen. Vier große, sehr unterschiedliche Charaktere, vier höchst individuelle Weinkollektionen, die jedoch eins vereint: Diese spektakulär schönen Weine gehören zur absoluten Spitze in der Welt!

Kunden, die sich für diese Region interessieren, kauften unter anderem:

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


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