Südwesten

Frankreichs wild-ungebändigter Südwesten – die gesündesten Weine der Welt!

Das Anbaugebiet des faszinierenden französischen „Südwestens” umfasst räumlich relativ weit voneinander entfernt gelegene Appellationen, beginnend in unmittelbarer Nachbarschaft des Bordelais und endend am Fuße der Pyrenäen, deren berühmteste bei Weinliebhabern einen exzellenten Ruf genießen, wie beispielsweise Cahors und Madiran (diese beiden renommiertesten Anbaugebiete des Südwestens, die aller fabelhaften Qualitäten zum Trotz im Unterschied zum Burgund und zu Bordeaux in Deutschland immer noch erst einem intimen Kreis von Kennern wohl bekannt sind, werden daher in unserem Sortiment als separate Regionen geführt und ausführlich beschrieben). Selten findet man sonst auf der Welt eine solche Vielfalt autochthoner Rebsorten, die unter den Händen ehrgeiziger, talentierter Winzer ihren jeweils eigenständigen Charakter unverfälscht zum Ausdruck bringen können. Welch eine Fundgrube für Liebhaber individueller Weine mit großer Persönlichkeit und unnachahmlicher Note!

Insgesamt ist das Qualitätsniveau aber noch sehr uneinheitlich, waren doch die meisten dieser Anbaugebiete über Jahrzehnte in einem Dornröschenschlaf versunken, so dass viele Weine weder Ausstrahlung noch Individualität besaßen. Erst in den letzten 15-20 Jahren hat eine neue, zahlenmäßig noch kleine Generation von „jungen Wilden”, erfolgshungrige Winzersöhne und -töchter sowie ambitionierte Seiteneinsteiger, das Qualitätsniveau geradezu revolutioniert: Diese kleine Elite von handwerklich arbeitenden, enthusiastischen Winzern hat binnen eines Jahrzehnts durch die erfolgreiche Rekultivierung von teilweise uralten Reben mit bestem genetischen Material, infolge von drastisch verbesserter Weinbergsarbeit, durch zum Teil extrem niedrige Erträge sowie große Investitionen in eine moderne Kellertechnik individuelle Spitzenweine kreiert, so „dass das Preis-Leistungsverhältnis bei diesen Weinen eines der besten in ganz Frankreich ist” (Hachette).

Doch nicht nur wegen ihrer herausragenden Qualitäten auf absolutem Spitzenniveau bilden die Weine des französischen Südwestens einen Schwerpunkt in unserem Programm. Darüber hinaus seien sie auch die „gesündesten Weine der Welt” - so urteilt zumindest Dr. Roger Corder vom Londoner William Harvey-Institut für Kreislaufforschung. Der renommierte Mediziner hat laut DEUTSCHER-ÄRZTEZEITUNG das so genannte French Paradox genauer untersucht, das 1979 zum ersten Mal in der Zeitschrift „Lancet” beschrieben wurde: Es wurde beobachtet, dass die Bevölkerung in Südwestfrankreich seltener Herzinfarkte als Menschen in anderen Industrienationen erleidet, obwohl sie sich infolge ihrer traditionellen Küche, erinnert sei hier nur an die berühmte „foie gras”, fettreicher und üppiger ernähren als irgend wo sonst. Der französische Arzt Dr. Serge Renaud brachte das Phänomen 1992 in Zusammenhang mit dem hohen Rotweinkonsum. Doch Roger Corder war irritiert durch widersprüchliche Studien, die dem Rotwein mal eine lebensverlängernde Wirkung zusprechen und dann wieder keinen Unterschied finden zwischen Rotwein, Weißwein und Bier. Also untersuchte Corder anhand 28 völlig unterschiedlicher Weine aus verschiedenen Ländern, ob ein Bestandteil von Rotwein, die Polyphenole, denen man die Herz schützende Wirkung zuschreibt, unterschiedslos in allen Fällen die Blutgefäße vor Verstopfung bewahrt.

Und Corders Experiment hatte einen eindeutigen Sieger: unseren tiefdunklen, fast pechschwarzen Madiran „Cuvée Charles de Batz” der Domaine Berthoumieu, hergestellt aus der Tannat-Rebe. Auch Cabernets haben in diesem Experiment gut abgeschnitten, kalifornische Weine landeten im Mittelfeld, Australier bildeten zusammen mit Weiß- und Rosé-Weinen die Schlusslichter im Wettstreit um die beste Schutzwirkung. Das schlechte Abschneiden der hellen Weine hatte Corder erwartet: Polyphenolhaltig sind vor allem die Haut und die Kerne der Trauben, die nur beim Rotwein bis zum Schluss mitfermentiert werden. Die krassen Unterschiede zwischen den einzelnen Rotweinen aber waren es, die ihn elektrisierten. Seine Lösung nach vielen Gesprächen mit Winzern in aller Welt: Die Traubensorte ist zwar wichtig, aber genauso die Verarbeitung der Trauben. Die Weine, die schlecht abschnitten, hatten meist nur Gärzeiten von vier bis fünf Tagen. In den traditionellen Weinregionen Frankreichs, und insbesondere bei den Weinen, welche die Herz schützende Funktion besitzen, betragen sie aber bis zu drei Wochen. Um die Polyphenole, auf die es ankommt, aus den Kernen heraus zu lösen, sollten es mindestens neun bis zehn Tage sein, schätzt Corder.

Seine Schlussfolgerung: Nicht Rotweine oder Polyphenole an sich schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen, sondern jene Polyphenole, die aus Trauben der Tannat- oder Cabernet Sauvignon-Rebe nach längerer Gärung freigesetzt werden. Die Tannattraube ist mit der Cabernet-Sauvignontraube (und natürlich auch der Malbectraube aus dem Cahors) verwandt, doch enthält sie noch wirksamere Polyphenole. Die optimale Herz schützende Wirkung findet man daher bei Weinen aus Südwestfrankreich, und damit genau aus denjenigen Regionen, in denen das French Paradox ursprünglich beschrieben wurde!

Kunden, die sich für diese Region interessieren, kauften unter anderem:

Pinard de Picard GmbH & Co. KG
Erlesene Weine, Spirituosen & Feinkost
Alfred Nobel Allee 28
66793 Saarwellingen / Campus Nobel
Deutschland

☏ 06838/97950-0
Fax: 06838/97950-30
info@pinard.de


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